Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 230558
Vorher
heptus 260. GmbHHV Holtzbrinck Ventures Manager GmbHHV Capital Manager GmbHHV Capital Holding GmbH
Eingetragen
12.1.2017
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzFondsmanagement
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen ergänzt: (1) Die Gesellschaft ist eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne von § 17 Abs. 2 Nr. 1 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländischen AIF (kollektive Vermögensverwaltung) sowie das Erbringen von Dienstleistungen und Nebendienstleistungen im Sinne des § 20 Abs. 3 S. 1 Nr. 2, 3 und 5 KAGB, jeweils nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen dieses § 3. Publikumsinvestmentvermögen im Sinne des § 1 Abs. 6 S. 2 KAGB werden nicht verwaltet. (2) Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung sind geschlossene inländische Spezial-AIF im Sinne von § 285 ff. KAGB (nachfolgend Spezial-AIF), die jeweils gemäß ih-ren Anlagebedingungen in die folgenden Vermögensgegenstände investieren dürfen: a) Beteiligungen an Unternehmen, die nicht zum Handel an einer Börse zugelassen oder in einen organisierten Markt einbezogen sind gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 4 KAGB, und b) absichtlich frei gelassen c) Wertpapiere gemäß § 193 KAGB, wenn der Erwerb der Wertpapiere mit dem Ziel erfolgt, die Börsennotierung des Unternehmens zu beenden (Delisting) oder wenn die Unternehmensbeteiligung erst nach Erwerb an einer Börse notiert wird und die Gesellschaft das Ziel verfolgt, die Wertpapiere unter Berücksichti-gung der Anlegerinteressen sowie rechtlicher und tatsächlicher Beschränkungen wieder zu veräußern, und d) Bankguthaben zu Liquiditätszwecken, und e) Geldmarktinstrumente zu Liquiditätszwecken, und f)Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen Spezial-AIF oder an geschlossenen EU-Spezial-AIF oder ausländischen geschlossenen Spezial-AIF (einschließlich Master-Feeder-Strukturen), deren Anlagepolitik vergleichbaren Anforderungen unterliegt gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 6 KAGB, die wiederum nur die vorgenannten Vermögensgegenstände nach Buchstabe a) bis e) erwerben dürfen, wobei geschlossene inländische Spezial-AIF mit einer primären Dachfonds-Strategie nicht verwaltet werden. Es können für die geschlossenen inländischen Spezial-AIF Gesellschafterdarlehen an Beteiligungsunternehmen im Rahmen des § 285 Abs. 3 KAGB gewährt werden. (3) Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung kann auch die Verwaltung geschlos-sener EU-Spezial-AIF oder ausländischer geschlossener Spezial-AIF nach Absatz (2) Buchstabe f) sowie die Verwaltung registrierter qualifizierter Risikokapitalfonds nach Maßgabe des Art. 14a der Verordnung (EU) Nr. 345/2013 über Europäische Risikokapi-talfonds sein. (4) Die Gesellschaft betreibt folgende Dienst- und Nebendienstleistungen nach § 20 Abs. 3 S. 1 Nr. 2, 3 und 5 KAGB: a) Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kre-ditwesengesetzes angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum einschließlich der Portfolioverwaltung fremder Investmentvermögen (Finanzportfolioverwaltung), b) Anlageberatung, c) Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung). (5) Die Gesellschaft darf Geschäfte zur Anlage ihres eigenen Vermögens betreiben, sich an den von ihr verwalteten Investmentvermögen sowie sonstigen Unternehmen beteiligen oder Unternehmen gründen, wenn der Geschäftszweck des sonstigen Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf die Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf, und eine Haftung der Gesellschaft aus der Beteiligung durch die Rechtsform des Unternehmens beschränkt ist. (6) Die Gesellschaft darf ihren Mutter-, Tochter- und Schwesterunternehmen Gelddarlehen für eigene Rechnung gewähren. (7) Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten oder erwerben. (8) Weitere Geschäfte oder Tätigkeiten darf die Gesellschaft nicht betreiben."

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
David Jacek Kuczek
seit 2.8.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

HV Capital Holding GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HV Capital Manager GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Barreserve
1. Kassenbestand 487,97 487,97 100,00 100,00
II. Forderungen an Kreditinstitute
1. täglich fällig 6.719.957,78 6.719.957,78 4.568.119,80 4.568.119,80
III. Forderungen an Kunden 613.964,46 613.964,46 1.885.279,56 1.885.279,56
IV. Beteiligungen 1.583.503,39 1.583.503,39 30.802,00 30.802,00
V. Immaterielle Anlagewerte
1.entgeltlich erworben 10.680,00 10.680,00 50.345,00 50.345,00
VI. Sachanlagen 1.338.077,20 1.338.077,20 1.007.561,93 1.007.561,93
VII. Sonstige Vermögensgegenstände 3.689.932,18 3.689.932,18 2.597.578,14 2.597.578,14
VIII. Rechnungsabgrenzungsposten 260.743,40 260.743,40 323.269,21 323.269,21
Summe AKTIVA 14.217.346,38 10.463.055,64

PASSIVA

EUR EUR EUR EUR
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 83.864,21 83.864,21 248.710,34 248.710,34
I. Sonstige Verbindlichkeiten 3.743.641,61 3.743.641,61 4.074.662,34 4.074.662,34
II. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.388.188,10 1.869.712,06
2. andere Rückstellungen 601.867,55 1.990.055,65 477.294,58 2.347.006,64
III. Eigenkapital
1. Eingefordertes Kapital, Gezeichnetes Kapital abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlage 25.000,00 25.000,00
2. Gewinnrücklagen 3.767.676,32 3.792.676,32 2.380.980,41 2.405.980,41
IV. Bilanzgewinn 4.607.108,59 4.607.108,59 1.386.695,91 1.386.695,91
Summe PASSIVA 14.217.346,38 10.463.055,64

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 95.763,60 62.064,79
2. Zinsaufwendungen -189.576,76 -93.813,16 -158.410,07 -96.345,28
3. Provisionserträge 25.150.502,78 16.435.257,08
4. sonstige betriebliche Erträge 169.409,21 245.223,52
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand -12.406.254,47 -8.774.365,57
b) andere Verwaltungsaufwendungen -5.539.490,66 -17.945.745,13 -5.377.494,32 -14.151.859,89
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und SachanlagenZinsaufwendungen -159.710,13 -116.399,35
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -265.243,18 -166.234,82
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6.855.400,39 2.149.641,26
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.248.291,80 -762.945,35
10. Ergebnis nach Steuern 4.607.108,59 1.386.695,91
11. Jahresüberschuss 4.607.108,59 1.386.695,91
12. Gewinnvortrag 1.386.695,91 2.380.980,41
13. Einstellungen in die Gewinnrücklage -1.386.695,91 -2.380.980,41
14. Bilanzgewinn - 4.607.108,59 1.386.695,91

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

der HV Capital Manager GmbH, München

1. Allgemeine Angaben

Die HV Capital Manager GmbH (im Folgenden Gesellschaft, HV Capital oder KVG) wurde gemäß Gesellschaftsvertrag als GmbH deutschen Rechts mit der Firmierung "heptus 260. GmbH" und Sitz in München gegründet. Die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister beim Amtsgericht München erfolgte am 12.01.2017 unter HRB 230558. Die Firma der Gesellschaft wurde durch Gesellschafterbeschluss am 07.06.2017 in "HV Holtzbrinck Ventures Manager GmbH" und durch Gesellschafterbeschluss vom 22.10.2020 in die aktuelle Firmierung "HV Capital Manager GmbH" geändert.

Die KVG war bis zum 9. Februar 2023 eine nach § 2 Abs. 4 KAGB registrierungspflichtige Kapitalverwaltungsgesellschaft. Im Vorjahr hat die KVG die Voraussetzungen des § 2 Abs. 4 S. 2 KAGB dahingehend nicht mehr erfüllt, dass diese die Schwellenwerte des § 2 Abs. 4 S. 2 Nr. 2 KAGB nicht mehr nur vorübergehend überschreitet. Die KVG hat daher innerhalb der Frist des § 44 Abs. 6 KAGB einen Erlaubnisantrag nach §§ 20, 22 KAGB bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestellt, über den am 23. Dezember 2022 mit der aufschiebenden Bedingung, dass die Änderung des Gesellschaftsvertrags ins Handelsregister einzutragen ist, positiv entschieden worden ist. Am 10. Februar 2023 wurde die aufschiebende Bedingung erfüllt, sodass die KVG seither eine externe AIF- Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb gemäß § 20 KAGB ist.

Der Jahresabschluss der KVG ist mithin nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts (HGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und unter Beachtung der Vorgaben des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) aufgestellt. Im Einzelnen anzuwenden sind hierbei insbesondere die für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 bis 256a HGB), die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) und die für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften (§§ 340a bis 340o HGB sowie RechKredV). Aus § 38 Abs. 1 S. 1 KAGB i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB resultiert die Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Maßgeblich für die Gliederung und den Inhalt der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ist die RechKredV. Der Ausweis erfolgt in Euro, sofern nichts anderes angegeben wird.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Im Interesse der Klarheit und besseren Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig und mit dem Nennwert bilanziert.

Die Forderungen an Kunden werden zum Nennwert angesetzt und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die Beteiligungen sind zu den ursprünglichen Anschaffungskosten bewertet, ggf. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Sofern die Gründe der außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung. Bei Beteiligungserwerben in Fremdwährung wurde zur Ermittlung der Anschaffungskosten der Tageskurs zum Erwerbszeitpunkt zugrunde gelegt. Die vollständige Anteilsbesitzliste ist im Abschnitt "Beteiligungen" des nachfolgenden Gliederungspunktes "Angaben und Erläuterungen zur Bilanz" dargestellt. Bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung erfolgt keine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Zu den genannten Bilanzposten wurden zum Stichtag weder stille Reserven noch stille Lasten ermittelt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (im Wesentlichen Lizenzen und Software) und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die erwartete Nutzungsdauer zwischen zwei und dreizehn Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GwG) werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden im Jahr der Anschaffung zeitanteilig abgeschrieben.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage "Anlagenspiegel" zum Anhang dargestellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennbetrag bewertet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen.

Bezüglich des Eigenkapitals wird das gezeichnete Kapital zum Nennwert bilanziert.

Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich unter Beachtung des Realisationsprinzips erfasst. Erträge und Aufwendungen in Fremdwährung werden im Zeitpunkt der Realisierung mit dem Tageskurs in EUR umgerechnet. Auf Fremdwährung lautende Bilanzposten werden - sofern vorhanden - mit dem jeweiligen letzten verfügbaren Devisenkassamittelkurs zum jeweiligen Bilanzstichtag des Geschäftsjahres umgerechnet.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Barreserve

Der Kassenbestand beläuft sich zum Stichtag auf EUR 487,97 (Vorjahr: EUR 100,00).

Forderungen an Kreditinstitute

Zum Bilanzstichtag beträgt das Guthaben bei Kreditinstituten EUR 6.719.957,78 (Vorjahr: EUR 4.568.119,80) und ist täglich fällig.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden betragen EUR 613.964,46 (Vorjahr: EUR 1.885.748,15). Die gesamten Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Beteiligungen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB sind in der folgenden Tabelle die Beteiligungen der Gesellschaft aufgeführt. Die Gesellschaft ist jeweils mit dem angegebenen Kapitalanteil Kommanditistin bzw. Gesellschafterin bei den folgenden Gesellschaften:

Anteilbesitzliste zum 31.12.2023

Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil Währung Eigenkapital zum 31.12.2023
in EUR in EUR
HV Holtzbrinck Ventures Fund VII GmbH & Co. geschlossene Investment KG München, DE 10,00 EUR 569.894.477,22
HV Holtzbrinck Ventures Fund VIII GmbH & Co. geschlossene Investment KG München, DE 100,00 EUR 442.201.466,50
HV Capital Angels Feeder Fund VIII GmbH & Co. geschlossene Investment KG München, DE 100,00 EUR 18.077.295,97
HV Capital Fund 7 COIF GmbH & Co. geschlossene Investment KG München, DE 100,00 EUR 10.265.513,70
HV Capital Fund 7 COIF II GmbH & Co. geschlossene Investment KG München, DE 100,00 USD 6.521.573,55
HV Capital Fund 7 COIF III GmbH & Co. geschlossene Investment KG München, DE 100,00 EUR 5.073.914,24
HV Capital Fund 8 COIF GmbH & Co. geschlossene Investment KG München, DE 100,00 EUR 9.005.486,65
HV Capital COCO Growth Fund GmbH & Co. geschlossene Investment KG München, DE 100,00 EUR 603.624.057,00
HV Capital Founders IX Ventures GmbH & Co. KG München, DE 100,00 EUR *
HV Capital Team IX Growth GmbH & Co. KG München, DE 794.994,72 EUR *
HV Capital Team IX Ventures GmbH & Co. KG München, DE 757.906,67 EUR *
HV Capital Founders IX Growth GmbH & Co. KG München, DE 100,00 EUR *
HV Capital Angel Entrepreneur München, DE 100,00 EUR 1.682.710,38
IX Growth GmbH & Co. geschlossene Investment KG
HV Capital Angel Entrepreneur München, DE 100,00 EUR 2.089.908,06
IX Ventures GmbH & Co. geschlossene Investment KG
HV Capital Fund IX Ventures GmbH & Co. geschlossene Investment KG München, DE 100,00 EUR 71.866.523,45
HV Capital Fund IX Growth GmbH & Co. geschlossene Investment KG München, DE 100,00 EUR 57.374.787,99
HV Capital Team Co-Invest IX Growth GmbH & Co. KG München, DE 100,00 EUR *
HV Capital Team Co-Invest IX Ventures GmbH & Co. KG München, DE 100,00 EUR *
HV Capital Team Partner IX Growth GmbH & Co. KG München, DE 100,00 EUR *
HV Capital Team Partners IX Ventures GmbH & Co. KG München, DE 100,00 EUR *
HV Capital Team GP GmbH München, DE 28.892,00 EUR *
Name der Gesellschaft Jahresergebnis 2023 Kapitalanteil in %
in EUR Insgesamt davon mittelbar
HV Holtzbrinck Ventures Fund VII GmbH & Co. geschlossene Investment KG -92.440.775,81 <0,01 0,00
HV Holtzbrinck Ventures Fund VIII GmbH & Co. geschlossene Investment KG -57.740.572,65 <0,01 0,00
HV Capital Angels Feeder Fund VIII GmbH & Co. geschlossene Investment KG -2.360.430,40 <0,01 0,00
HV Capital Fund 7 COIF GmbH & Co. geschlossene Investment KG 225.683,42 <0,01 0,00
HV Capital Fund 7 COIF II GmbH & Co. geschlossene Investment KG -2.398.405,37 <0,01 0,00
HV Capital Fund 7 COIF III GmbH & Co. geschlossene Investment KG -508.270,63 <0,01 0,00
HV Capital Fund 8 COIF GmbH & Co. geschlossene Investment KG -941.080,39 <0,01 0,00
HV Capital COCO Growth Fund GmbH & Co. geschlossene Investment KG -19.036.825,95 <0,01 0,00
HV Capital Founders IX Ventures GmbH & Co. KG * * *
HV Capital Team IX Growth GmbH & Co. KG * * *
HV Capital Team IX Ventures GmbH & Co. KG * * *
HV Capital Founders IX Growth GmbH & Co. KG * * *
HV Capital Angel Entrepreneur -86.546,95 <0,01 0,00
IX Growth GmbH & Co. geschlossene Investment KG
HV Capital Angel Entrepreneur -79.349,27 <0,01 0,00
IX Ventures GmbH & Co. geschlossene Investment KG
HV Capital Fund IX Ventures GmbH & Co. geschlossene Investment KG -4.991.256,57 <0,01 0,00
HV Capital Fund IX Growth GmbH & Co. geschlossene Investment KG -7.334.519,36 <0,01 0,00
HV Capital Team Co-Invest IX Growth GmbH & Co. KG * * *
HV Capital Team Co-Invest IX Ventures GmbH & Co. KG * * *
HV Capital Team Partner IX Growth GmbH & Co. KG * * *
HV Capital Team Partners IX Ventures GmbH & Co. KG * * *
HV Capital Team GP GmbH * 100,00 0,00

* Es liegt noch kein Jahresabschluss zum 31.12.2023 vor.

Diese Anteile werden in der Bilanz unter dem Posten Beteiligungen ausgewiesen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Darlehensforderungen in Höhe von EUR 2.574.907,89 (Vorjahr: EUR 2.307.778,25). Die Darlehensforderungen haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Andere in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Forderungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 3.743.641,61; Vj. EUR 4.074.662,34) sind wie im Vorjahr nicht besichert. In diesen enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern der Muttergesellschaft in Höhe von EUR 2.867.981,93 (Vj. EUR 2.678.410,00). Hierbei haben die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern der Muttergesellschaft eine Restlaufzeit von über einem Jahr und alle übrigen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Rückstellungen

Die Rückstellungen weisen eine Laufzeit von maximal einem Jahr auf. Abzinsungen waren nicht erforderlich. Die wesentlichen Rückstellungen bestehen bezüglich Steuern (Gewerbesteuerrückstellung in Höhe von EUR 864.192,10 (Vorjahr: EUR 994.249,00) und Körperschaftsteuer in Höhe von EUR 496.680,00 (Vorjahr: EUR 858.514,06) sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 27.316,00 (Vorjahr: EUR 16.949,00). Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen in Höhe von EUR 401.200,00 (Vorjahr: EUR 273.000,00), Rückstellungen in Höhe von EUR 64.900,00 für Rechtsberatung (Vorjahr: EUR 108.780,00) und die Rückstellung für die Jahresabschlussprüfung in Höhe von EUR 50.000,00 (Vorjahr: EUR 51.000,00).

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag EUR 8.339.784,91 (Vorjahr: EUR 3.792.676,32) und setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 (Vorjahr: EUR 25.000,00), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 3.767.676,32 (Vorjahr: EUR 2.380.980,41) sowie dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.607.108,59 (Vorjahr: EUR 1.386.695,91) zusammen.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge betragen EUR 25.150.502,78 (Vorjahr: EUR 16.435.257,08) und resultieren aus der Verwaltungsvergütung der von der HV Capital verwalteten inländischen Spezial-AIF. Durch den Entfall von Provisionsaufwendungen sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr, entspricht der Provisionsüberschuss der KVG jeweils betraglich der Summe der Provisionserträge.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR 169.409,21 (Vorjahr: EUR 245.223,52). Sie resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus Weiterbelastungen in Höhe von EUR 98.105,23 (Vorjahr: EUR 218.683,94), aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von EUR 58.111,53 (Vorjahr: EUR 14.644,51) sowie Erträgen aus Sachanlageverkäufen in Höhe von EUR 11.173,17 (Vorjahr: EUR 290,92).

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 17.945.745,13 (Vorjahr: 14.151.859,89) resultieren mit EUR 12.406.254,47 aus Personalaufwand (Vorjahr: EUR 8.774.365,57) und mit EUR 5.539.490,66 aus anderen Verwaltungsaufwendungen (Vorjahr: 5.377.494,32).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten dabei im Wesentlichen Aufwendungen für Serviceleistungen von der HV Capital Adviser GmbH, München, in Höhe von EUR 1.064.754,76 (Vorjahr: EUR 1.752.997,73), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 894.701,91 (Vorjahr: EUR 1.270.516,60), Werbekosten in Höhe von EUR 816.006,90 (Vorjahr: EUR 527.840,63), IT-Kosten in Höhe von EUR 388.103,43 (Vorjahr: EUR 267.631,52), Reisekosten in Höhe von EUR 390.223,71 (Vorjahr: 201.713,08), Mietkosten in Höhe von EUR 200.692,15 (Vorjahr: 239.005,48), Fortbildungskosten in Höhe von EUR 147.012,44 (Vorjahr: EUR 232.065,40), Fremdleistungen in Höhe von EUR 212.652,32 (Vorjahr: EUR 246.441,75) sowie nicht abzugsfähige Umsatzsteuer in Höhe von EUR 675.186,12 (Vorjahr: EUR 0,00).

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 15.351,34 enthalten (Vorjahr: EUR 0,00).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von 215.000,00 EUR (Vorjahr: 143.333,32 EUR).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EUR 2.248.291,80; Vj. EUR 762.945,35) entfallen vollständig auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 166.782,82 aus einem Mietvertrag mit einer festen Laufzeit bis zum 30. September 2025 (davon bis 1 Jahr: EUR 94.494,51; 1-5 Jahre: EUR 72.288,30; >5 Jahre: EUR 0,00).

Aus einem weiteren Mietverhältnis mit einer festen Laufzeit bis 31.12.2026 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 128.105,58 (davon bis 1 Jahr: EUR 41.446,05; 1-5 Jahre: EUR 86.659,54; >5 Jahre: EUR 0,00).

Es besteht weiterhin eine Verpflichtung aus einem Software-Vertrag in Höhe von EUR 6.692,19 (davon bis 1 Jahr: EUR 6.692,19; 1-5 Jahre: EUR 0,00; >5 Jahre: EUR 0,00).

6. Sonstige Angaben

Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 49 Arbeitnehmer (Vorjahr: 38) beschäftigt (Angaben ohne Geschäftsführer). Davon waren im Durchschnitt 23 (Vorjahr 19) Arbeitnehmer im Investment-Team und 26 (Vorjahr: 19) im Operations-Team, jeweils als Angestellte, tätig.

Das Honorar des Abschlussprüfers besteht ausschließlich aus den Abschlussprüfungsleistungen nach § 285 Nr. 17 a) HGB in Höhe von EUR 50.000,00 (Vorjahr: EUR 51.000,00).

7. Organe

Der Geschäftsführung gehören folgende Mitglieder an:

Christoph Jung, Geschäftsführer für Portfoliomanagement, Personal,

David Jacek Kuczek, Geschäftsführer für Portfoliomanagement,

Rainer Thomas Märkle, Geschäftsführer für Portfoliomanagement, Strategie/Investor Relations/Vertrieb,

Dr. Christian Wilhelm Saller, Geschäftsführer für Portfoliomanagement, Kommunikation/PR/Marketing,

Martin Weber, Geschäftsführer für Portfoliomanagement,

Heiko Kottkamp-Ramann, Geschäftsführer für Finance & General Administration,

Andreas Wisser, Geschäftsführer für Legal/Compliance/AML/KYC und

Daniel Bertele, Geschäftsführer für Risikomanagement und IT.

Die Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 betrugen EUR 3.784.610,26. Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden im Jahr 2023 weder Vorschüsse noch Darlehen gewährt.

Die Vertretung der Gesellschaft ist wie folgt geregelt:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Solange Herr Andreas Wisser Geschäftsführer der Gesellschaft ist, ist dieser gemeinschaftlich mit einem weiteren Geschäftsführer zur Vertretung der Gesellschaft befugt. Alle übrigen Geschäftsführer sind jeweils lediglich gemeinschaftlich mit Herrn Andreas Wisser zur Vertretung der Gesellschaft befugt.

Alleiniger Gesellschafter der Gesellschaft ist die HV Capital Holding GmbH & Co. KG, München (HRA 95906, Amtsgericht München).

Im Vorjahr wurde bei der KVG ein Kontrollgremium in Form eines Aufsichtsrats etabliert. Bedingt durch die Rechtsform der Gesellschaft war das Gremium bis zur Erteilung der Erlaubnis nach § 20 KAGB an die KVG als fakultativer Aufsichtsrat ausgeprägt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden am 05.05.2022 von der Gesellschafterversammlung der Gesellschaft erstmalig gewählt und hatten bis zu diesem Zeitpunkt sämtlich als Beiräte auf schuldrechtlicher Basis für die HV-Unternehmensgruppe gewirkt. Veränderungen im Aufsichtsrat haben sich bis zum Berichtszeitpunkt nicht ergeben.

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bestellt:

Nicholas Denissen (Vorsitzender), Board Member s. Oliver Bernd Freier GmbH & Co. KG, Member of the Supervisory Board Home24 SE, Board Member AI Tayer Insignia LLC, Principal owner Macri LLC, CEO Macri GmbH,

Lothar Lanz (stellvertretender Vorsitzender), Präsident des Verwaltungsrates der SMG Suisse Marketplace Group AG, Member of the Supervisory Board of TAG Immobilien AG, Chairman of the Supervisory Board home24 SE, Member of the Supervisory Board of Bauwert AG, Member of the Supervisory Board of Dermapharm Holding SE,

Christine Regitz, Vice President bei der SAP SE, Member of SAP's Supervisory Board, Head of SAP Women in Tech und

Martin Ott, CEO Taxfix, Director of the Board of Trustees AfriKids UK Ltd, Board Member betterplace.org.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2023 eine Vergütung von insgesamt EUR 215.000,00 erhalten.

8. Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist in keinen Konzernabschluss einbezogen.

9. Nachtragsbericht

Nennenswerte Ereignisse mit einer Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.

10. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.607.108,59 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 29.05.2024

HV Capital Manager GmbH, vertreten durch ihre Geschäftsführer:

Christoph Jung

David Jacek Kuczek

Rainer Thomas Märkle

Dr. Christian Wilhelm Saller

Martin Weber

Heiko Kottkamp-Ramann

Andreas Wisser

Daniel Bertele

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023 in EUR

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.926,00 147.926,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.604,71 25.604,71
2. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 414.468,67 450.949,59 -389,19 865.029,07
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 667.172,22 667.172,22
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 30.802,00 1.552.701,39 1.583.503,39
Summe Anlagevermögen 1.281.732,60 2.003.650,98 -389,19 3.289.235,39
Kumulierte Abschreibung
Stand am 01.01.2023 Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr Stand am 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.581,00 39.665,00 137.246,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.335,71 9.335,71
2. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 90.347,96 120.045,13 210.393,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - -
III. Finanzanlagen
Beteiligungen - -
Summe Anlagevermögen 197.264,67 159.710,13 356.974,80
Buchwerte Stand 31.12.2023 Buchwerte zum 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.680,00 50.345,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.269,00 16.269,00
2. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 654.635,98 324.120,71
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 667.172,22 667.172,22
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.583.503,39 30.802,00
Summe Anlagevermögen 2.932.260,59 1.088.708,93

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der HV Capital Manager GmbH, München

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die HV Capital Manager GmbH (im Folgenden Gesellschaft, HV Capital oder KVG) mit Sitz in München ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß Kapitalanlagegesetzbuch und fungiert als externe KVG für mehrere inländische geschlossene Spezial-AIF (Alternative Investmentfonds) der HV- Unternehmensgruppe. Gegenstand des Unternehmens ist die kollektive Vermögensverwaltung sowie das Erbringen von Dienstleistungen und Nebendienstleistungen im Sinne des § 20 Abs. 3 S. 1 Nr. 2, 3 und 5 KAGB. Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung sind geschlossene inländische Spezial-AIF im Sinne von § 285 ff. KAGB sowie registrierte qualifizierte Risikokapitalfonds nach Maßgabe des Art. 14a der Verordnung (EU) Nr. 345/2013 über Europäische Risikokapitalfonds (EuVECA Investmentfonds). Publikumsinvestmentvermögen im Sinne des § 1 Abs. 6 S. 2 KAGB werden nicht verwaltet. Die Gesellschaft hatte hierzu bereits zuvor einen Antrag auf Erlaubnis gemäß §§ 20, 22 KAGB gestellt. Diese Erlaubnis wurde seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 23.12.2022 unter aufschiebenden Bedingungen erteilt, die am 10.02.2023 seitens der KVG vollständig erfüllt wurden. Aus aufsichtsrechtlicher Sicht stellte das Geschäftsjahr 2023 damit ein Übergangsjahr für die KVG dar. Entsprechend operierte sie im Berichtszeitraum bis zum 09.02.2023 zunächst auf Grundlage einer Registrierung nach § 44 Abs. 1 KAGB i.V.m. § 2 Abs. 4 S. 2 KAGB und ab dem 10.02.2023 als Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb gemäß §§ 20, 22 KAGB. Die Gesellschaft darf Geschäfte betreiben, die zur Anlage ihres eigenen Vermögens erforderlich sind.

Zum 31.12.2023 war die Gesellschaft für 12 inländische geschlossene Spezial-AIF der Anlageklasse Venture Capital als externe KVG bestellt. Die Gesellschaft wird hierbei gemäß den Gesellschaftsverträgen der, sämtlich als geschlossene Investmentkommanditgesellschaft aufgelegten, AIF als geschäftsführende Kommanditistin tätig. Die Grundlaufzeit der verwalteten Fonds beträgt vornehmlich jeweils 10 Jahre, wobei die KVG grundsätzlich unbefristet über deren gesamte Laufzeit inklusive der Liquidationsphase mit der Verwaltung betraut ist und hierfür eine laufende Verwaltungsvergütung erhält.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das Berichtsjahr 2023 war in wirtschaftlicher Hinsicht erneut geprägt sowohl von neu auftretenden exogenen politischen bzw. wirtschaftlichen Schocks als auch den fortwährenden Auswirkungen von Ereignissen aus Vorperioden, wie dem Krieg in der Ukraine. Vor diesem Hintergrund zeigte sich die wirtschaftliche Entwicklung in den für HV Capital wesentlichen Regionen, insbesondere hinsichtlich der Investitionstätigkeit der verwalteten AIF, dennoch als relativ robust.

Nachdem das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,2% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist, erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Frühjahrsgutachten für das aktuelle Jahr nur ein geringes BIP- Wachstum von 0,2%. Hierbei wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf etwas an Fahrt gewinnt und das resultierende anhaltende Wachstum der Realeinkommen im Verlauf des Jahres 2024 zu einer moderaten Belebung der privaten Konsumausgaben führt. 1 Die Wirtschaftsleistung der Staaten der Europäischen Union (EU-27) wuchs im Jahr 2023 hingegen insgesamt - wenn auch nur moderat - um 0,4%. 2 Laut Konjunkturprognose der EU-Kommission ist für das Jahr 2024 mit einem allmählichen Wirtschaftswachstum in Europa zu rechnen, das sich nach Einschätzung der Kommission auf 1,0% belaufen sollte. 3

1 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fruehjahrsgutachten-2024.html
2 https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Basistabelle/Wirtschaft-Finanzen.html
3 https://commission.europa.eu/news/eu-economy-will-grow-and-inflation-decline-further-new-forecast-says-2024-05 15_de#:~: text=Konkret%20d%C3%BCrfte%20die%20europ%C3%A4ische%20Wirtschaft,im%20Jahr%202022%20erheblich% 20gesunken

Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich verlangsamt. Vor allem die Energie- und Importpreise sind deutlich gesunken. Nachdem die Inflation im Jahr 2023 noch bei 5,9% lag, rechnet der Sachverständigenrat beim nationalen Verbraucherpreisindex für das Jahr 2024 nur noch mit einer Steigerungsrate von 2,4%. Der erhöhte heimische Preisdruck infolge gestiegener Arbeitskosten verhindert allerdings eine schnellere Normalisierung der Inflationsraten. 4 Die Inflationsrate in der EU, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, lag 2023 im Jahresdurchschnitt bei 6,4%. Im Vergleich zum Vorjahr (2022: 9,2%) stiegen die Preise weniger, verdeutlichen jedoch eine weiterhin angespannte Preisentwicklung. 5 Insgesamt ist laut dem Frühjahrsgutachten 2024 davon auszugehen, dass die geldpolitische Straffung ihren Höhepunkt erreicht hat, es im Jahresverlauf zu ersten Zinssenkungen kommen wird und sich die Finanzierungsbedingungen im Prognosehorizont verbessern werden.

Der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten, aktuell vornehmlich resultierend aus dem Israel-Gaza-Krieg, stellen jedoch erhebliche Risikofaktoren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung dar. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geld- und fiskalpolitische Ausrichtung unsicher. Sollte sich der Rückgang der Inflation im Euro-Raum am aktuellen Rand verlangsamen, könnte dies die Europäische Zentralbank (EZB) veranlassen, die ersten Leitzinssenkungen zu verschieben. 6

2.2. Venture Capital Markt und branchenspezifisches Umfeld

Durch die Spezialisierung auf die Konzeption, Auflage und Verwaltung geschlossener Spezial-AIF der Anlageklasse Venture Capital, wird die Entwicklung der Gesellschaft neben unternehmensspezifischen Faktoren auch direkt und indirekt von der Entwicklung des Venture Capital Marktes sowie den branchenspezifischen Rahmenbedingungen beeinflusst. So wirkt sich sowohl die Platzierungsleistung der KVG als auch die Wertentwicklung der verwalteten AIF, die wiederum von der Entwicklung der jeweiligen Portfoliounternehmen abhängig ist, auf die Ertragslage der Gesellschaft aus. Die Entwicklung der Portfoliounternehmen ihrerseits, wird wiederum auch von branchenspezifischen und gesamtwirtschaftlichen Faktoren, wie den Finanzierungsmöglichkeiten für Start-Ups, dem Arbeitskräfteangebot nebst Gehaltsniveaus, den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen etc. geprägt.

Vor dem Hintergrund der geopolitischen Situation und der ab dem Jahr 2022 eingeleiteten Zinserhöhungen der Zentralbanken sowie der damit einhergehenden wirtschaftlichen Friktionen, war das Finanzierungsumfeld im Gesamtjahr 2023 - insbesondere für Unternehmen im Venture Capital Segment - insgesamt als weiter angespannt und hinsichtlich einzelner Unternehmen und Geschäftsmodelle stark heterogen zu beschreiben. Investoren hinterfragten im Vergleich zu den Vorjahren insbesondere stark wachstumsbasierte Geschäftsmodelle deutlich kritischer, wodurch die Wertentwicklung im Venture Capital Segment im Berichtsjahr insgesamt von Bewertungsrückgängen geprägt war. Gegen Ende des Jahres zeichnete sich jedoch bereits eine weitgehende Stabilisierung der Unternehmensbewertungen ab, wodurch sich - bei entsprechend stabiler bis positiver gesamtwirtschaftlicher Entwicklung - für die kommenden Jahre wieder auf eine positive Wertentwicklung hoffen lässt.

2.3. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der HV Capital des Jahres 2023 ist als positiv zu beurteilen und war trotz der vorherrschenden wirtschaftlichen Friktionen von starkem Wachstum geprägt. So konnte im Berichtsjahr das von der KVG verwaltete Kapital mit der finalen Schließung der neunten HV-Fondsgeneration erheblich gesteigert werden. Das erreichte Gesamtvolumen der HV Funds IX übertraf hierbei das Volumen des größten bisher von HV Capital aufgelegten Fonds und stellte sich gemäß dem optimistischen Platzierungsszenario der Unternehmensplanung ein. Die Anzahl der durch die KGV extern verwalteten Fonds erhöhte sich damit plangemäß auf nunmehr 12 AIF. Die Wertentwicklung der Portfolien der verwalteten AIF zeigte sich im Berichtsjahr, trotz eines als herausfordernd zu beschreibenden Venture Capital Marktumfeldes, als robust. Sowohl die Entwicklung der Erträge, maßgeblich geprägt durch die vereinnahmten Verwaltungsvergütungen, als auch der Aufwendungen stellte sich entsprechend der Unternehmensplanung der KVG ein, wodurch eine erhebliche Ergebnissteigerung erreicht werden konnte.

4 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fruehjahrsgutachten-2024.html
5 https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Wirtschaft-Finanzen/Inflation.html
6 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fruehjahrsgutachten-2024.html

2.4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum Jahresende 2023 TEUR 14.217 (Vorjahr: TEUR 10.463). Auf der Aktivseite erhöhte sich sowohl das Anlagevermögen auf nunmehr TEUR 2.932 (Vorjahr: TEUR 1.089) als auch das Umlaufvermögen auf nunmehr TEUR 11.024 (Vorjahr: TEUR 9.051). Maßgeblich für den Anstieg der Aktiva war hinsichtlich des Anlagevermögens der Zuwachs der Beteiligungen (TEUR 1.584; Vorjahr: TEUR: 31) und hinsichtlich des Umlaufvermögens die Erhöhung der täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute (TEUR 6.720; Vorjahr: TEUR 4.568) und der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 3.690; Vorjahr: TEUR 2.598), welche den Rückgang der Forderungen an Kunden (TEUR 614; Vorjahr: TEUR 1.885) insgesamt deutlich überkompensierten. Auf der Passivseite ging der Anstieg der Bilanzsumme vornehmlich zurück auf den Anstieg des bilanziellen Eigenkapitals, resultierend aus der vollständigen Thesaurierung des Vorjahresergebnisses sowie einem im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.607.

Der prozentuale Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt 20,6% (Vorjahr: 10,4%). Die bilanzielle Eigenkapitalquote beläuft sich zum 31.12.2023 auf 59,1% (Vorjahr: 36,2%). Die deutliche Erhöhung der Eigenkapitalquote ist maßgeblich zurückzuführen auf den vollständigen Ausschüttungsverzicht im Geschäftsjahr bei gleichzeitiger Erwirtschaftung eines erheblichen Jahresüberschusses. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet.

2.5. Ertragslage

Die wesentlichen Erträge der Gesellschaft stammen aus Provisionserträgen, vornehmlich in Form von laufenden Verwaltungsvergütungen aus ihrer Tätigkeit als externe KVG und vereinnahmt von den verwalteten AIF. Hierbei liegen den Verwaltungsvergütungen im Wesentlichen zwei unterschiedliche Bemessungsgrundlagen zugrunde. Während der jeweiligen mehrjährigen Investitionsperiode der verwalteten AIF wird die Höhe der, in den Gesellschaftsverträgen der AIF als bestimmter Prozentsatz fixierten, jährlichen Verwaltungsvergütung auf Basis der konstanten kumulierten Kapitalzusagen ermittelt, in den späteren Lebenszyklusphasen hingegen auf Basis des jeweils noch gebundenen ursprünglich investierten Kapitals. Die Erträge sind damit mittelbar, verstärkt durch überlappende Fondslaufzeiten der verwalteten AIF, sowohl von dem historisch kumulierten Platzierungserfolg der Gesellschaft, als auch der wirtschaftlichen Entwicklung der verwalteten AIF, abhängig.

Die Provisionserträge betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 25.151 (Vorjahr: TEUR 16.435). Deren Anstieg ist vornehmlich auf die bereits spät im Geschäftsjahr 2022 begonnene und im Berichtsjahr vollständig abgeschlossene Platzierung der HV Funds IX zurückzuführen, in deren Folge sich die im Jahr 2023 insgesamt vereinnahmten laufenden Verwaltungsvergütungen signifikant erhöht haben.

Diesen Erträgen standen vor allem Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 12.406 (Vorjahr: TEUR 8.774) und andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 5.539 (Vorjahr: TEUR 5.377) gegenüber. Diese umfassen Aufwendungen für Serviceleistungen in Höhe von TEUR 1.065 (Vorjahr: TEUR 1.753), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 895 (Vorjahr: TEUR 1.271) sowie diverse sonstige Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.580 (Vorjahr: TEUR 2.354). Die Erhöhung der Personalkosten bei gleichzeitigem Rückgang der Aufwendungen für Serviceleistungen, ist maßgeblich auf organisatorische Änderungen zurückzuführen. Diese wurden induziert durch die nunmehr aufgenommene Tätigkeit als vollregulierte, externe Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb nach §§ 20, 22 KAGB, mit der ein gegenüber den Vorjahren geändertes Verhältnis von Eigenleistung und Fremdbezug einherging und aus dem ein nochmaliges Personalwachstum im Berichtszeitraum resultierte. Überdies haben im Berichtszeitraum eingetretene Lohnkostensteigerungen zum Anstieg der Personalkosten beigetragen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fielen in Höhe von TEUR 2.248 (Vorjahr: TEUR 763) an.

Die Gesellschaft konnte das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.607 (Vorjahr: TEUR 1.387) abschließen. Damit wurde die letztjährige Erwartung der Geschäftsleitung eines erneut positiven und deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegenden Ergebnisses erfüllt. Die Ertragslage der Gesellschaft ist unverändert als geordnet zu bezeichnen.

2.6. Finanzlage

Die Verbindlichkeiten stammen überwiegend aus der Aufnahme von endfälligen Darlehen mit festem Zinssatz in Höhe von insgesamt TEUR 2.868 (Vorjahr TEUR 2.678). Weitere Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 1.645) sind kurzfristiger Natur und resultieren vornehmlich aus bezogenen Lieferungen und Leistungen. Die Gesamtposition der Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.990 (Vorjahr: TEUR 2.347) wird von Steuerrückstellungen dominiert. Das kurzfristig liquidierbare Umlaufvermögen (Forderungen an Kunden mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr und entsprechende sonstige Vermögensgegenstände sowie täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute und Barreserven) übersteigt die Summe aus Rückstellungen und kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr) um TEUR 5.474 (Vorjahr: TEUR 2.725). Die Liquidität 2. Grades liegt mit 383% (Vorjahr: 176%) weiter in einem von der Gesellschaft als angemessen betrachteten Bereich.

Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtszeitraum stets sichergestellt. Negative Einflüsse auf die zukünftige Liquiditätsentwicklung sind derzeit nicht erkennbar. Die Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet.

2.7. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wird über finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gesteuert.

Als maßgebliche finanzielle Leistungsindikatoren wurden das (positive) Jahresergebnis, die Eigenkapitalquote sowie die Liquidität 2. Grades definiert. Die Leistungsindikatoren lagen im Geschäftsjahr 2023 sämtliche in ihren geplanten und von der Gesellschaft als angemessen betrachteten Wertebereichen.

Die wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind die Zufriedenheit der Anleger sowie die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Diese können branchentypisch maßgeblichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg entfalten und hierdurch mittelbar auch zu finanziellen Auswirkungen führen. Ein signifikanter Anteil von Mehrfachzeichnungen einzelner Anleger über mehrere Fondsgenerationen hinweg sowie eine geringe Mitarbeiterfluktuation können als entsprechende Indikatoren dienen. Aufgrund der hierbei jedoch stets relevanten qualitativen Aspekte, findet eine entsprechende Kennzahlendefinition im Bereich dieser Leistungsindikatoren nicht vollumfänglich statt. Auswertungen zum Zeichnungsverhalten sowie der resultierenden Anlegerstruktur sowie die Ergebnisse von im Berichtszeitraum durchgeführten Mitarbeiterbefragungen lassen jedoch auf für die Gesellschaft ebenfalls sehr zufriedenstellende Ergebnisse schließen.

2.8. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft ist über den gesamten Berichtszeitraum des Jahres 2023 hinweg positiv zu werten. Die Erwartungen der Geschäftsführung aus dem Vorjahr wurden erfüllt. Die Wertausprägungen der für die Steuerung der Gesellschaft maßgeblichen Leistungsindikatoren haben sich in den zuvor geplanten und als angemessen betrachteten Bereichen eingestellt. Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet.

3. Risiko- Chancen und Prognosebericht

3.1. Risikobericht

Die KVG trägt der Bedeutung des Risikomanagements sowohl auf eigener Ebene als auch auf Ebene der verwalteten AIF durch ein entsprechend eingerichtetes Risikomanagementsystem als Bestandteil der ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation Rechnung. Die verfolgte Risikostrategie wurde aus der Geschäftsstrategie unter Beachtung regulatorischer Vorgaben sowie unter Einbezug von Marktstandards der Anlageklasse Venture Capital abgeleitet. Der IT-unterstützte Risikomanagementprozess ist ganzheitlich ausgestaltet und verfolgt als primäres Ziel die jederzeitige Sicherstellung der Existenz bzw. Solvenz der Gesellschaft sowie der verwalteten AIF.

Der hierzu eingerichtete Fachbereich Risikomanagement verantwortet die ordnungsgemäße Umsetzung und Anwendung des Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Mit ihm verfügt die KVG über eine ständige Risikomanagementfunktion sowie eine dauerhaft eingerichtete und von den operativen Bereichen unabhängig agierende Risikocontrollingfunktion, die alle Maßnahmen zur Erfassung, Messung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation von Risiken umfasst. Der Fachbereich leistet ebenfalls das Liquiditätsrisikomanagement, die Risikodokumentation sowie das Risikoberichtswesen. Durch eine regelmäßig und gegebenenfalls ergänzend anlassbezogen durchzuführende Risikoinventur, wird die fortlaufende Identifikation aller wesentlichen Risiken der Gesellschaft sichergestellt sowie das resultierende Risikoprofil fachbereichsübergreifend für alle Entscheidungsträger der KVG transparent. Nachhaltigkeitsrisiken werden im Rahmen eines integrativen Ansatzes als Risikofaktoren der durch das Risikomanagementsystem definierten Risikoarten abgebildet. Die auf Basis des Risikoprofils abgeleiteten Risikolimits dienen der Überwachung der Risikosituation der Gesellschaft und ermöglichen die rechtzeitige Auslösung von Risikobeherrschungsbzw. Eskalationsmaßnahmen bei sich abzeichnenden Limitüberschreitungen. Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig überprüft und bei sich ändernden Rahmenbedingungen fortlaufend angepasst.

Das Risikotragfähigkeitskonzept der KVG sieht vor, dass Risiken durch entsprechendes Risikodeckungspotenzial abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft zu jeder Zeit gegeben ist. Hierbei wird das jeweils, aus dem kumulierten Verlustpotential aller wesentlichen und signifikanten Risiken zu einem turnusmäßig oder anlassbezogen bestimmten Betrachtungszeitpunkt, abgeleitete Risikoprofil der vorhandenen Risikodeckungsmasse (definiertes Minimum: Höhe der regulatorischen Eigenmittel) gegenübergestellt. Mit dem bei der KVG integrierten Instrument der rollierenden Unternehmens- und Finanzplanung nebst regelmäßig und anlassbezogen durchgeführten Szenarioanalysen und Stresstests, verfügt das Risikomanagementsystem zudem über entsprechende Frühwarnkomponenten. Durch die ständige Überwachung der Geschäftsentwicklung gewährleistet die Geschäftsführung, dass sie Risiken, die Einfluss auf den Bestand des Unternehmens haben können, frühzeitig erkennt. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Für die KVG wurden die nachfolgend beschriebenen Risiken als wesentlich identifiziert:

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken entstehen für die Gesellschaft aus der Gefahr von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen, Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese umfassen beispielsweise Risiken aus strafbaren Handlungen, Schlüsselpersonenrisiken, Informationsrisiken, IT-Risiken, Risiken aus Interessenkonflikten, Risiken aus Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen, Rechtsrisiken sowie Reputationsrisiken.

Die Verwirklichung eines operationellen Risikos würde typischerweise die Arbeitsleistung der KVG negativ beeinträchtigen, etwa durch Kompetenzverlust im Falle des Schlüsselpersonenrisikos oder durch entstehende Mehrarbeit für die Behebung aufgetretener systematischer Fehler und der Korrektur ihrer Folgen. Ebenso könnte die Gesellschaft Opfer von Betrug oder anderer krimineller Handlungen, wie Cyberattacken werden. Änderungen der Rechtslage, manifestiert in Form von Gesetzesänderungen, geänderten Verwaltungspraktiken oder sich im Zeitablauf ändernder Rechtsprechung, können sich nachteilig auf die Gesellschaft auswirken. Analog können sich steuerliche Risiken aus Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen ergeben. So geht die Beurteilung der steuerlichen Lage von der derzeit bekannten Rechtslage aus. Durch Änderungen im Rahmen der Gesetzgebung, Rechtsprechung oder den Erlassen der Finanzverwaltung können sich die anwendbaren Besteuerungsgrundlagen oder andere relevante Verwaltungspraktiken jedoch im Zeitablauf zu Ungunsten der Gesellschaft verändern und entsprechend negative Konsequenzen entfalten. Ferner verbleiben grundsätzliche Risiken wie beispielsweise Sorgfaltspflichtverletzungen durch Mitarbeiter der KVG, Störungen der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte, politische Risiken, Naturkatastrophen und höhere Gewalt.

Eine Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges der KVG, ist zudem der Erhalt der positiven Reputation des Unternehmens bzw. der am Markt etablierten Marke HV Capital und des hiervon abhängigen Vertrauens der Anleger. Reputations- oder Vertrauensverluste bergen das Potential zu erheblichen Nachteilen wie einem rückläufigen Neugeschäft oder der Kündigung von Schlüsselpersonen zu erwachsen. Die KVG versucht, den Reputationsrisiken fortlaufend durch Transparenz, geeignete Marketingmaßnahmen und Mitarbeiter-Verhaltenskodizes zu begegnen. So sind unter anderem die HV Core Values allen Mitarbeitern bekannt und bei der externen und internen Kommunikation entsprechend zu beachten.

Die KVG hat sich zum Ziel gesetzt den Eintritt operationeller Risiken so weit wie möglich zu reduzieren, indem sie bereits bei der Gestaltung der wesentlichen Geschäftsprozesse Präventionsmaßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -minderung implementiert sowie zugehörigen Eskalationsmaßnahmen zur Beherrschung von eingetretenen Risiken erarbeitet hat. Eingetretene Verluste werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst und dienen als Informationsbasis für die Wirksamkeitskontrolle und Optimierung des internen Kontrollsystems (IKS) der KVG. Die Einrichtung eines Compliance-Systems, einer Internen Revision sowie Maßnahmen zum Risikotransfer von beispielsweise Berufshaftungsrisiken wirken ebenfalls risikomindernd. Hinsichtlich IT-Sicherheit und Datenschutz wurden bei der KVG die Funktionen eines Informationssicherheitsbeauftragten sowie eines Datenschutzbeauftragten implementiert. Die Angemessenheit des IT-Sicherheitsmanagements sowie des Notfallmanagements der KVG wird regelmäßig intern und extern überprüft.

Im Berichtszeitraum wurden keine relevanten Schadensfälle aus operationellen Risiken registriert und es ergaben sich keine Hinweise auf einen bevorstehenden, signifikanten Risikoeintritt.

Geschäftsrisiken

Nicht antizipierte Produkttrends bzw. Marktentwicklungen können dazu führen, dass mangels Marktakzeptanz für geschlossene Fonds und/oder die Anlageklasse Venture Capital die von der KVG aufgelegten Produkte am Markt auf keine oder zu geringe Nachfrage treffen und der nachhaltige Geschäftserfolg des Unternehmens gefährdet werden kann. Es besteht das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, weitere AIF aufzulegen und somit die laufenden Kosten mit den bestehenden Einnahmen aus Verwaltungsvergütungen nicht abgedeckt werden können. Da die wirtschaftliche Grundlage der KVG, in Form der laufenden Verwaltungsvergütungen aus den sämtlich als geschlossene Fonds konzipierten verwalteten AIF, jedoch über Jahre hinweg stabil und nachhaltig angesehen werden kann, ist die Gesellschaft von Schwankungen des Neugeschäfts über Perioden von wenigen Jahren wirtschaftlich nicht unmittelbar negativ betroffen.

Allgemeine wirtschaftliche Bedingungen (z.B. Energiekrise, Inflation, globaler Zinsanstieg, Entwicklung des Arbeitsmarktes) können die Aktivitäten der Gesellschaft ebenfalls maßgeblich beeinflussen. Hierzu zählen auch die wirtschaftlichen Risiken, die sich als kurz-, mittel- oder langfristige Folgen der aktuellen Entwicklungen in Bezug auf den Krieg in der Ukraine und dem Israel-Gaza-Krieg bzw. weiteren geopolitischen Konflikten sowie den Maßnahmen der Zentralbanken im Rahmen der Geldpolitik ergeben.

Im Berichtszeitraum wurden bei der KVG keine relevanten Schadensfälle aus Geschäftsrisiken registriert und es ergaben sich aus diesen unmittelbar für die KVG keine Hinweise auf einen bevorstehenden, signifikanten Risikoeintritt.

Adressenausfallrisiken

Als Adressenausfallrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass eine Adresse bzw. Gegenpartei (Kreditnehmer oder sonstiger Kontrahent) durch eine Bonitätsverschlechterung nicht mehr in der Lage ist, ihren vertraglichen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen oder ganz ausfällt und hieraus ein entsprechender Wertverlust der korrespondierenden Forderung der Gesellschaft resultiert.

Adressenausfallrisiken können sich für die KVG vor allem hinsichtlich Banken, Dienstleistern und Projekt- oder sonstigen Vertragspartnern ergeben. Durch die sorgfältige Auswahl von Vertragspartnern, inklusive der Einholung von Referenzen vor Beginn der Geschäftsbeziehung, laufendes Auslagerungscontrolling, die Diversifikation von Dienstleistungs- und Geschäftsbankbeziehungen sowie ein fortlaufendes Monitoring des Ratings der betrauten Geschäftsbanken, versucht die KVG die Risiken in ihrer Wirkung möglichst umfassend zu begrenzen. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine Hinweise auf eine signifikante Bonitätsverschlechterung wesentlicher Adressen, Schlechtleistungen von Dienstleistern oder auf einen eingetretenen oder bevorstehenden, signifikanten Risikoeintritt.

Liquiditätsrisiken

Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko, dass die Gesellschaft fälligen Zahlungsverpflichtungen mangels ausreichender liquider Mittel nicht vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann, bezeichnet. Dem Eintritt des Liquiditätsrisikos bzw. der Zahlungsunfähigkeit, geht hierbei mittelbar ursächlich zumeist der Eintritt anderer Risiken voraus. Die Liquiditätsrisikosituation der KVG wird unter anderem im Rahmen einer rollierenden Finanzplanung sowie periodisch und anlassbezogen durchgeführten Szenarioanalysen und Stresstests fortlaufend überwacht. Das Risiko, dass die Gesellschaft ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig oder nicht termingerecht nachkommen kann, ist derzeit als gering einzustufen.

Marktrisiken

Unter den Marktrisiken werden insbesondere Marktpreisrisiken sowie ferner Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken gefasst. Marktpreisrisiken können für die Gesellschaft vor allem aus potenziellen Verlusten, bedingt negative Marktwertentwicklungen der gehaltenen Beteiligungen resultieren. Im Rahmen des Risikomanagements unterliegt die Marktwertentwicklung der Beteiligungen einer fortlaufenden Überwachung. Durch eine entsprechende wirtschaftliche Diversifikation der Vermögenswerte innerhalb des Beteiligungsportfolios und die hierdurch erreichte Risikostreuung, werden Klumpenrisiken vermieden bzw. eine erhebliche Risikobegrenzung erreicht und die Wirkung der Marktrisiken über die Beteiligungsdauer erheblich reduziert. Ein Wechselkursrisiko kann der Gesellschaft vor allem in Form von Fremdwährungspositionen entstehen. Das entsprechende Risikopotential war im Berichtszeitraum jedoch von sehr geringer Ausprägung, da offene Fremdwährungspositionen bei der Gesellschaft in nur sehr geringem Umfang existent waren. Ebenso bestanden für die KVG im Berichtsjahr grundsätzlich keine relevanten Zinsänderungsrisiken.

Im Berichtszeitraum wurde bei der KVG kein Wertberichtigungsbedarf hinsichtlich der gehaltenen Beteiligungen identifiziert und es ergaben sich keine Hinweise auf einen sonstigen eingetretenen oder bevorstehenden, signifikanten Risikoeintritt aus Marktrisiken.

Gesamtaussage zur Risikolage

Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft war im gesamten Berichtszeitraum sichergestellt. Der Geschäftsführung sind zum Berichtszeitpunkt neben den weiteren negativen Folgen aus dem Krieg in der Ukraine und dem Konflikt im Nahen Osten, aktuell vornehmlich resultierend aus dem Israel-Gaza- Krieg und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Schocks, die sich aktuell vorrangig in Form eines globalen Inflations- und Zinsanstieges manifestiert haben, keine Tatsachen bekannt, die für die absehbare Zukunft eine grundlegende Änderung der Risikolage der Gesellschaft erwarten lassen. Änderungen der steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen können den künftigen Erfolg der Gesellschaft jedoch grundsätzlich beeinflussen. Bestandsgefährdende Risiken sind für die Gesellschaft derzeit nicht erkennbar.

3.2. Chancenbericht

Die Gesellschaft hat durch die laufenden Verwaltungsvergütungen aus den als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft verwalteten AIF eine wirtschaftlich diversifizierte und über Jahre hinweg stabile geschäftliche Basis. Durch ein ebenfalls über viele Jahre hinweg erfolgreiches Portfoliomanagement für die verwalteten AIF mit entsprechend positiver Wertentwicklung derer Portfolien sowie ein kontinuierlich professionelles agieren im Rahmen der Verwaltung der AIF, konnte sich die Gesellschaft einen entsprechend positiven Track Record, eine hohe Marktreputation sowie einen hohen Bekanntheitsgrad am Markt aufbauen. Überdies war es der Gesellschaft durch die kontinuierliche Pflege von Kundenbeziehungen und entsprechendes Marketing möglich, sich eine über mehrere Fondsgenerationen hinweg stabile Basis an Bestandsinvestoren zu schaffen.

Auf Basis dieser branchentypischen Erfolgsfaktoren, nebst der erfolgreichen Bindung hoch qualifizierter Mitarbeiter sowie dem strategisch verankerten Qualitätsanspruch der Gesellschaft mit dem Ziel der kontinuierlichen Weiterentwicklung, besteht in den Folgejahren die Chance auf weiteres Umsatzwachstum durch die Neuauflegung zusätzlicher AIF und die hieraus resultierenden zusätzlichen Einnahmen aus Verwaltungsvergütungen. Vor diesem Hintergrund ist die Geschäftsführung zuversichtlich auch zukünftig erfolgreich am Markt tätig sein zu können und damit das Wachstum der Gesellschaft weiterhin fortzuführen.

3.3. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte der erfolgreiche Abschluss der Platzierung der vier geschlossenen Spezial-AIF der neunten HV-Fondsgeneration mit einem Gesamtvolumen gemäß dem optimistischen Platzierungsszenario der Unternehmensplanung. Die hieraus resultierende zusätzliche laufende Verwaltungsvergütung führte bereits im Geschäftsjahr 2023 zu signifikant steigenden Provisionserträgen und wird sich, bedingt durch die jeweils zeitanteilige Entstehung der Verwaltungsvergütungen, erst im Geschäftsjahr 2024 vollumfänglich positiv auswirken. Dieser ceteris paribus bewirkten Erhöhung der laufenden Verwaltungsvergütungen, wird zukünftig ein konzeptionsgemäßes, kontinuierliches Absinken der vereinnahmten Verwaltungsvergütungen aus AIF in fortgeschritteneren Lebenszyklusphasen gegenüberstehen und deren Anstieg entsprechend dämpfen. Insgesamt werden im laufenden Geschäftsjahr jedoch nochmals gesteigerte Provisionserträge erwartet. Diesen werden weiter steigende Kosten, vornehmlich bedingt durch einen an das wachsende Volumen an verwaltetem Kapital und der Tätigkeit als vollregulierte Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Erlaubnis gemäß § 20 KAGB angepassten Personalbestand sowie inflationsinduzierte allgemeine Lohn- und Kostensteigerungen, gegenüberstehen.

In Gesamtbetrachtung ist bei der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 wieder mit einem positiven Ergebnis zu rechnen, das von der Geschäftsführung leicht unter dem Niveau des Berichtszeitraumes erwartet wird. Auch für die Folgejahre wird mit weiter deutlich positiven Geschäftsergebnissen gerechnet. Hinsichtlich der weiteren wesentlichen Leistungsindikatoren wird für das laufende Geschäftsjahr eine leicht steigende Eigenkapitalquote sowie eine in etwa konstante Liquidität 2. Grades erwartet. Die Zufriedenheit der Anleger sowie die Zufriedenheit der Mitarbeiter als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wird weiterhin auf unverändertem und hohem Niveau erwartet.

Diese Einschätzungen erfolgen jedoch unter dem Vorbehalt zukünftiger negativer gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen und auftretenden Risiken, die sich als kurz-, mittel- oder langfristige Folgen der aktuellen Entwicklungen in Bezug auf den Krieg in der Ukraine und dem Israel-Gaza-Krieg bzw. weiteren geopolitischen Konflikten sowie den Maßnahmen der Zentralbanken im Rahmen der Geldpolitik ergeben. Insbesondere hieraus resultierende Bewertungsrückgänge in den Portfolien der AIF in fortgeschritteneren Lebenszyklusphasen, könnten indirekt zu einem unerwarteten Ergebnisrückgang, bedingt durch sinkende Verwaltungsvergütungen, führen.

 

München, den 29. Mai 2024

HV Capital Manager GmbH, vertreten durch ihre Geschäftsführer:

Christoph Jung

David Jacek Kuczek

Rainer Thomas Märkle

Dr. Christian Wilhelm Saller

Martin Weber

Heiko Kottkamp-Ramann

Andreas Wisser

Daniel Bertele

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HV Capital Manager GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HV Capital Manager GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HV Capital Manager GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 29.05.2024

Dohm . Schmidt . Janka
Revision und Treuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Iris Abraham, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Den von der Geschäftsleitung aufgestellten Jahresabschluss der HV Capital Manager GmbH zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht der Gesellschaft hat die - wie der Gesellschafterversammlung vom Aufsichtsrat zuvor vorgeschlagen - Dohm Schmidt Janka, Revision und Treuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin (Zweigniederlassung Frankfurt am Main), geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen inklusive des Vorschlags der Geschäftsleitung zur Ergebnisverwendung sowie die Prüfungsberichte der Dohm Schmidt Janka, Revision und Treuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannten Unterlagen und den Bericht der Abschlussprüfer in Vorbereitung auf die Sitzung vom 21. Juni 2024 durchgesehen und geprüft. In der Sitzung am 21. Juni 2024 wurden der Jahresabschluss sowie der Prüfungsbericht in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich erörtert. Der Abschlussprüfer hat in der Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet sowie festgestellt, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorlägen. Der Aufsichtsrat kam danach zu dem Ergebnis, dass der Jahresabschluss sowie der Lagebericht ordnungsgemäß entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aufgestellt wurden und ein zutreffendes Bild der Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft widerspiegeln. Auch die Durchsicht des Prüfungsberichts und die Erörterung mit den Abschlussprüfern führten zu keinen Beanstandungen oder Einwendungen des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund eigner Prüfung des von der Geschäftsleitung aufgestellten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023, des Lageberichts der Gesellschaft sowie des Vorschlags der Geschäftsleitung zur Ergebnisverwendung keine Einwendungen erhoben und das Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Der von der Geschäftsleitung aufgestellte Jahresabschluss wurde durch den Aufsichtsrat gebilligt.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 21.08.2024 festgestellt.

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