Unternehmensberatung
Anton Paar Germany GmbH
Hellmuth-Hirth-Straße 6, 73760 Ostfildern, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ingrid Funk seit 26.7.2017 | Prokura |
Daniel Idler seit 19.7.2017 | Prokura |
Sabine Neuber seit 3.4.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Anton Paar GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Anton Paar Germany GmbHOstfildernJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Anton Paar Germany GmbH hat Ihren Sitz in Ostfildern und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 214459. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist unter Beachtung der §§ 238 ff. HGB und 42 GmbHG sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH- Gesetzes aufgestellt. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 2 und 33 1/3 Jahren. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Beim Sachanlagevermögen erfolgen die Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Nettoanschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Handelsware wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und der Konzernvorgabe angesetzt, wobei Rabatte abgezogen und Anschaffungsnebenkosten zugerechnet werden. Innerhalb der Vorräte befindliche Altartikel und technisch überholte Geräte sowie Zubehör werden entsprechend abgewertet. Die Abwertungen werden gemäß dem konzerneinheitlichen Abwertungsschema ermittelt, welches in Abhängigkeit vom Zeitpunkt und der Höhe der letzten Lagerentnahme Abschlagssätze von 33%, 66% und 100% vorsieht. Daneben werden Demogeräte mit einer Haltedauer bis 12 Monate im Jahr ihres Zugangs mit 7,5% abgewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigung Rechnung getragen. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr von 1% gebildet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Positionen in fremder Währung erfolgte entsprechend § 256a HGB mit dem Devisen-Kassamittelkurs am Abschlussstichtag. C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integrierter Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Hierin sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 880 (Vorjahr: TEUR 897) enthalten. Darin enthalten sind Forderungen gegenüber dem Gesellschafter von TEUR 804. 3. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 202 bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 712 (Vorjahr: TEUR 1.093). Die Verbindlichkeiten enthalten darüber hinaus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 4.221. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Außerbilanzielle Geschäfte i. S. v. § 285 Nr. 3 HGB bestehen in Form von Leasingverträgen. Die Gesellschaft hat als Leasingnehmer insbesondere Verträge über die Nutzung von Kfz abgeschlossen. Zweck der Geschäfte war die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände bei Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Das Risiko aus diesen Geschäften resultiert aus der Restlaufzeit der Verträge, die eine kurzfristige und quantitative Veränderung nicht ohne weiteres ermöglicht. Die aus den Verträgen resultierenden Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.022. 5. Latente Steuern Von dem Wahlrecht, aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB anzusetzen, wurde nicht Gebrauch gemacht. II. Gewinn- und Verlustrechnung • Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 319). D. Sonstige Angaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer betrug 153 Angestellte (davon 19 in Teilzeit). 2. Organe der Gesellschaft Zur Geschäftsführerin war bzw. ist bestellt: Frau Dr. Sabine Neuber, Dipl.-Ingenieurin, Geschäftsführerin der Anton Paar Germany GmbH. 3. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Anton Paar Group AG, Graz/Österreich, in deren Konzernabschluss sie einbezogen ist. 4. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, vom Jahresüberschuss 2023 3,5 Mio. EUR auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Ostfildern, 27.02.2024 Anton Paar Germany GmbH gez. Dr. Sabine Neuber, Geschäftsführerin Anlagenspiegel zum 31.12.2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Anton Paar Germany GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft der Anton Paar GmbH mit Sitz in Graz. Die Anton Paar Germany GmbH ist als Vertriebs- und Serviceorganisation ein führender Anbieter von Präzisionsmessinstrumenten und Service- Dienstleistungen auf dem deutschen Markt mit diversifizierter Absatzstruktur nach Kunden- und Produktspektrum. Die Anton Paar Germany GmbH ist dabei exklusiv für den Vertrieb und Service in Deutschland für Rheometersysteme zur Messung des Fließ- und Verformungsverhaltens von Stoffen, für die Dichte- und Konzentrationsmessgeräte und Viskosimeter der Mutterfirma Anton Paar GmbH in Graz, die Refraktometer, Polarimeter und Raman- Spektrometer der Firma Anton Paar OptoTec GmbH in Seelze, die Analysegeräte der Firma Anton Paar ProveTec GmbH in Blankenfelde-Mahlow, der Firma Anton Paar TriTec SA in Corcelles (CH) sowie die Messgeräte der Firma Grabner Instruments GmbH in Wien zuständig. Geräte zur Röntgenstrukturanalyse, Partikelgrößen- und -formcharakterisierung, zur Bestimmung von Oberflächeneigenschaften, für Automation und Robotics sowie Mikrowellenaufschluss- und Mikrowellenreaktionsgeräte der Firma Anton Paar GmbH, Graz, gehören ebenfalls zu unserem Produktprogramm wie die Geräte in den Bereichen Gasadsorption, Porosimetrie, Porometrie und Festkörperdichte der Anton Paar QuantaTec Inc. in Boynton Beach, USA. Am 1. August 2023 hat die Anton Paar GmbH das deutsche Unternehmen Brabender mit Stammsitz in Duisburg übernommen. Es wurde in die Anton Paar Gruppe als Anton Paar TorqueTec GmbH integriert. Brabender bietet mess- und verfahrenstechnische Lösungen für die Prüfung verschiedener Rohmaterialien und zur Rezeptur- und Prozessentwicklung an. Mit dem 1.3.2024 beginnt die Anton Paar Germany GmbH mit dem Vertrieb und Service dieser Produkte in Deutschland. 2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung wird in der Konzernzentrale in Graz (A) und in den produzierenden Tochtergesellschaften in Blankenfeld-Mahlow (D), Selze (D), Duisburg (D), Corcelles (CH) und Boynton Beach (USA) durchgeführt. Die Anton Paar Germany GmbH liefert durch ihre Spezialisten und die langjährigen Marktkenntnisse einen wesentlichen Beitrag für Marktanalysen. Am Firmenstandort der Anton Paar Germany GmbH in Ostfildern lag wie in den Vorjahren auch der Schwerpunkt in Forschungs- und Entwicklung ausschließlich auf Aktivitäten für Soft- und Firmwareprojekte für die Produktlinie Rheometrie. Diese Entwicklungen erfolgen im Auftrag der Muttergesellschaft. Diese Innovationsprojekte dienen der Zukunftssicherung des Produktportfolios der Rheometer-Familie MCR. Das Projekt-Controlling erfolgt standortübergreifend über eine konzerneinheitliche Projektdokumentation in Projektdatenbanken und garantiert allen am Projekt Beteiligten Transparenz u.a. über die Ziele, Fortschritte, Meilensteine und Kosten. Die Grundlage für Entwicklungsprojekte sind Pflichtenhefte bzw. Rahmenvorgaben, die alle Gruppen einbeziehend in enger Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Produktmanagern erarbeitet werden. Im Pflichtenheft sind die Qualitätsmerkmale, die das neue Produkt oder die Entwicklung aufweisen sollen, festgelegt unter Berück-sichtigung künftiger Bedürfnisse der Kunden bzw. des Marktes und der Allgemeinheit, z.B. Normen und gesetzliche Regelungen. Die Kosten werden nach der Kostenaufschlagsmethode an die Muttergesellschaft verrechnet. Das Risiko der verzögerten Fertigstellung von Projektaufträgen trägt der Auftraggeber. Insgesamt sind für Forschung und Entwicklung Kosten von 1,47 Mio. EUR in 2023 angefallen. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen In ihrem Jahreswirtschaftsbericht für 2023 erwartete die Bundesregierung nur eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 0,2 Prozent. Nachdem im Jahr 2022 die Wirtschaftskraft noch um 1,9 Prozent laut Statistischem Bundesamt gewachsen war. Die Zahl der erwerbstätigen Personen sollte in 2023 auf 45,7 Mio. steigen. Auch 2023 hatten die geopolitischen Risiken ihre überragende Relevanz behalten. Nach dem ersten Halbjahr 2023 war bereits zu verzeichnen, dass die deutschen Unternehmen besonders von den globalen Schwankungen betroffen sind, bedingt durch die Verknappung und Verteuerung der Rohstoffe und Energieträger sowie die sinkenden Auslandsnachfrage. Brüchige Lieferketten sind zudem ein Belastungsfaktor für die deutsche Volkswirtschaft. Große Chemie-Unternehmen senkten im Juli bereits ihre Prognosen für 2023 wegen anhaltend schwacher Nachfrage der Kunden in zahlreichen Anwenderbranchen, dem andauernden Lagerabbau auf Kundenseite sowie den im Jahresvergleich zu verzeichnenden Preisverfall vieler ihrer Produkte. Im gesamten Jahresverlauf 2023 war die deutsche Wirtschaft geprägt von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hoher, aber rückläufiger Inflation. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflation bei 6,5 Prozent, wobei der Höchstwert in den Monaten Januar und Februar bei 8,7 Prozent lag. Der damit einhergehende Kaufkraftverlust belastete die privaten Konsumausgaben, trotz der erzielten beachtlicher Lohnsteigerungen in einigen Branchen. In der Industrie waren die gestiegenen Produktionskosten und hohen Zinsen Grund für die enorme Zurückhaltung bei Investitionen. Die Auswirkungen der Fortdauer des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine minderten und beeinflussten weiterhin die wirtschaftlichen Aussichten. Die Europäische Union, die USA und viele weitere Länder verschärften die Sanktionen gegen Russland. Diese erstrecken sich von Maßnahmen gegen Einzelpersonen in Form von Reisebeschränkungen und dem Einfrieren von Vermögenswerten bis hin zu starken Einschränkungen im Transportsektor sowie Wirtschaftssanktionen, die auf Russlands Handels- und Finanzbeziehungen mit anderen Ländern abzielen. Für den Export sanktionierte Produkte sind z.B. hochwertige Elektronikerzeugnisse, Halbleiter, Software, bestimmte Maschinen und Fahrzeuge, Ausrüstung für die Energiewirtschaft sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie, Güter mit doppeltem Verwendungszweck (die sowohl militärisch als auch zivil eingesetzt werden können) und Luxusgüter. Die Importsanktionen betrafen vor allem Kohle, Gold, Stahl, Eisen, Holz, Gas und Erdöl. Durch die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine musste die Bundesregierung Maßnahmen ergreifen, um die Energieversorgung und die ausfallenden russischen Energieimporte kurzfristig zu ersetzen. Dies war gleichzeitig verbunden mit einer schnellen Abkehr von fossilen Energieträgern, der Diversifikation der Energieimporte und dem forcierten Ausbau erneuerbarer Energien, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Durch die eingeleiteten Schritte wie z.B. dem Import von Erdgas aus anderen europäischen Ländern, der Senkung des Verbrauchs in Privathaushalten und der Industrie konnte die Unsicherheit über die Energieversorgungslage gesenkt werden, was zu einem Rückgang der Großhandelspreise für Energie in 2023 geführt hat. Da der Großhandelspreis für Energie aber dauerhaft über dem Niveau von 2010 bis 2019 lag und liegen wird, zeichnet sich dauerhaft keine Erholung für die energieintensiven Industrien ab. Der Trend der Produktionsstandortverlagerung in benachbarte EU-Staaten hat in 2023 dadurch bereits begonnen. Hinzu kamen wachsende Bedenken im Umgang mit China und eine herausfordernde Suche nach Alternativmärkten. Die Zunahme der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China belasteten den globalen Warenhandel und die internationalen Lieferketten erheblich. Auf europäischer Ebene kommen regulatorische Hindernisse in Form von Lieferkettengesetz und Produktpass hinzu. 2. Geschäftsverlauf und Lage 2.1 Ertragslage In diesem angespannten wirtschaftlichen Umfeld hat sich die Anton Paar Germany GmbH in 2023 behaupten müssen. Für das Geschäftsjahr 2023 war im Herbst 2022 viel optimistischer budgetiert worden. Für den Vertrieb lagen die Erwartungen für den Bestelleingang 10 Prozent über den Ist- Zahlen des Jahres 2022 einrechnend der Fortsetzung des Nachholeffekts von Investitionen, der sich in den 2 Pandemie-Jahren 2021-2022 gebildet hatte. Im Servicebereich waren die Auftragserwartungen 5 Prozent höher als im Vorjahr. Unsere Umsatzerlöse setzen sich zum einen aus den Verkäufen von Mess- und Analysegeräten sowie Dienstleistungen und zum anderen aus den Erlösen für vorbeugende Wartungen und Reparaturen zusammen. Insgesamt belaufen sich die Umsatzerlöse im Jahr 2023 auf 43,7 Mio. EUR und überschreiten damit um 1,0 Mio. EUR den Wert des Vorjahres. Da die für das Jahr 2023 prognostizierten Bestelleingänge verfehlt wurden, ist dies ist auf die Realisierung von Bestellungen noch aus dem Jahr 2022 zurückzuführen. Der Dezember war der umsatzstärkste Monat des Jahres mit einem Allzeithoch vom Umsatzvolumen (5,0 Mio. EUR). Die umsatzstärksten Produktlinien waren dabei die Rheometrie, Labordichte- und Konzentrationsmessung, Prozess-Instrumentation, Refraktion & Polarimetrie sowie Volatility & Consistency. Zur Erfüllung unserer Umsatzziele hat sehr wesentlich der Bereich Service in 2023 mit einem Umsatzplus von 12 Prozent beigetragen. Abgeschlossene Wartungsverträge zur vorbeugenden Wartung, Reparatureinsätze und auch Inbetriebnahmen konnten bei unseren Kunden wieder uneingeschränkt erfüllt werden. Planmäßige Wartungen haben einen Anteil von 80 Prozent am Gesamtumsatz Service. Der Anteil der Vor-Ort- Reparaturen konnte deutlich erhöht werden gegenüber den Inhouse-Reparaturen und die schnellere Verfügbarkeiten der Geräte für unsere Kunden war damit garantiert. Zur Akquise neuer Projekte nahmen wir im Berichtszeitraum an 4 wichtigen Industrie- und Labormessen mit internationalem Fachpublikum, der FILTEC, ECS, Powtech und BrauBeviale teil. Der Bestelleingang im Vertrieb lag mit 8 Prozent unter dem Vorjahr. Dabei verbuchten wir im ersten Halbjahr nur 39 Prozent vom Gesamtbetrag. In den ersten 3 Monaten sind wir trotz etwas verhaltenem Start noch von einem ähnlichen Geschäftsverlauf wie in 2022 bei den Bestelleingängen ausgegangen. Doch dann wurde im April 2023 die Anton Paar Gruppe weltweit Opfer eines Cyberangriffs (Ransomware) und digitaler Erpressung, initiiert durch Pishing Emails. Der reibungslose Geschäftsbetrieb war damit massiv gestört und kam vollständig zum Erliegen, da alle Bereiche des Konzerns davon betroffen waren. Unser Standort war nach ca. 4 Wochen wieder an das neu aufgesetzte IT Netzwerk angeschlossen. Die konsequente Datensicherung und Backups hatte es ermöglicht, dass alle Systeme wiederhergestellt werden konnten und der Datenverlust nur ein Zeitfenster von 1/3 Tag betrug. Das 2. Halbjahr 2023 war mit 61 Prozent vom Bestelleingang deutlich stärker als die ersten 6 Monate. Im Oktober, November und Dezember konnten überproportional gute Ergebnisse erzielt werden. Zu den Kunden unserer Mess- und Analysegeräten zählen unverändert auch in 2023 neben Universitäten, Hoch- und Fachschulen, Landesuntersuchungsämtern, Forschungsinstituten, in erster Linie Industrieunternehmen. Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor gehören nicht zu unseren Kunden. Unsere Produkte wurden an den Produktionsstandorten in Deutschland in den Bereichen Chemie, Farben und Lacke, Pharma und Kosmetik, Getränke, Nahrungs- und Genussmittel, Anlagenbau gekauft. Wobei speziell die Chemie- und Pharmaindustrie 2023 als schwieriges Jahr mit schwacher Nachfrage beschreibt. Im laufenden Jahr fiel der Umsatz der Chemie- und Pharmabranche um zwölf Prozent. Die Produktion brach um acht Prozent ein, in der Chemie allein waren es elf Prozent. Folglich wurden in diesen zwei Branchen zahlreiche geplante Investitionen gestoppt. Unser spezieller Fokus lag im Berichtszeitraum daher auch auf der Erschließung neuer Märkte wie den erneuerbaren Energien, Batterien, Brennstoffzellen, Lebensmittelersatzstoffen, Medizintechnik und Recycling. Der Wareneinsatz war um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken und die Materialaufwandsquote lag mit 49,3 Prozent um 2,3 Prozent höher als im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern betrug 5,80 Mio. EUR (Vj. 5,25 Mio. EUR) und liegt mit 10,6 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Trotz gestiegener Personalkosten (7,5 Prozent gegenüber Vorjahr), Mehrkosten im Marketingbereich (25,8 Prozent gegenüber Vorjahr) und ein erhöhter Reiseaufwand mit gestiegenen Kfz-Betriebsaufwand, liegt das EBIT um 10,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Aufgrund der hohen Inflation und den gestiegenen Verbraucherpreisen wurden die Gehälter, gestaffelt nach Einkommensstufen, im Jahr 2023 zwischen 7 und 11 Prozent erhöht. Im Berichtszeitraum ist die durchschnittliche Zahl Mitarbeitender im Vergleich zum Vorjahr nur um 1 Prozent gestiegen und betraf vorrangig Mitarbeitende im Service, Vertrieb und Administration. Im Jahr 2023 ist es uns gelungen, der allgemeinen Personalfluktuation entgegenzuwirken. Sie lag mit 24 Prozent deutlich unter dem durchschnittlichen Mittel der vergangenen vier Jahre. Das Verhältnis erfahrener Mitarbeitenden mit einer langjährigen Betriebszugehörigkeit zu Berufseinsteigern ist ausgewogen. Zur zielgerichteten Aus- und Weiterbilddung nutzen wir die gruppenweite LMS-Plattform (Learning Management System) von Anton Paar. Mit diesen weitreichenden Organisations- und Wissensdatenbanken ist theoretisches und praktisches Knowhow strukturiert und komprimiert abrufbar. Gleichzeitig kann damit personellen Abhängigkeiten und demographischen Risiken entgegengesteuert werden. Sie werden von den Mitarbeitenden mehr und mehr mit hoher Akzeptanz genutzt. Weiterhin müssen wir einen zunehmend hohen zeitlicher Mehraufwand für das Personalrekruting aufbringen. Es konnten auch in 2023 nicht alle geplanten Stellen mit qualifizierten Kandidaten besetzt werden. 2.2 Finanzlage Eine verfügbare Liquidität kennzeichnet die Finanzlage des Unternehmens. Während des gesamten Berichtszeitraumes gab es keine Liquiditätsengpässe. Wie geplant wurde die Gewinnausschüttung termingerecht in 3 Tranchen in den Monaten April, Juni, September vorgenommen. Maßgeblich hat zum einen unser solventer Kundenstamm, der seinen Verbindlichkeiten regelmäßig nachkam und andererseits aber auch ein intensiviertes Mahnwesen während des gesamten Geschäftsjahres zur Liquidität beigetragen. Zur Berücksichtigung von Ausfallrisiken wurden wenige Einzelwertberichtigungen für eingetretene Insolvenzfälle sowie eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen, der Wertberichtigungsbedarf lag bei insgesamt etwa 111 TEUR. Seit dem 01.01.2022 gilt die konzerneinheitliche und generelle Regelung für ein vereinheitlichtes Zahlungsziels innerhalb der Anton Paar Gruppe von 60 Tagen. Bei Nichteinhaltung des Zahlungszieles werden Säumniszuschläge erhoben. Gegenüber Banken bestehen keine Verbindlichkeiten. Die Guthaben zum 31.12.2023 bei der Bank und der Kassenbestand betrugen 5,07 Mio. EUR. 2.3 Vermögenslage Die Anton Paar Germany GmbH ist bilanziell und finanziell weiterhin sehr solide aufgestellt. Die Vermögenslage des Unternehmens hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr verändert. Die Summe der Aktiva weist zum Bilanzstichtag einen Betrag von rund 21,6 Mio. EUR (Vj. 21,1 Mio. EUR) aus. Das Anlagevermögen hat sich mit 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr um rund 274 TEUR erhöht, was im Wesentlichen auf den Investitionen in die Betriebsausstattung und auf einer Anlage in Bau (Photovoltaikanlage) beruht. Im Sachanlagevermögen wurden die notwendigen Ersatzinvestitionen in 2023 durchgeführt. Investiert wurde in die Verbesserung der Infrastruktur wie z.B. Möblierung von Büros, EDV-Zubehör, Werkzeuge sowie in Leih- und Vorführgerätegeräte für den Service bzw. Vertrieb. Das Umlaufvermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um 222 TEUR. Die Vorräte an Waren erhöhten sich dabei um 559 TEUR, das Bankguthaben sank dagegen um 1.065 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr im Geschäftsjahr 2023 um 9 Prozent auf 8,32 Mio. EUR, was insbesondere auf die hohen Umsätze zum Jahresende zurückzuführen ist. Das Eigenkapital lag bei 13,13 Mio. EUR und ist gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent gestiegen, die Eigenkapitalquote liegt bei 60,8 Prozent (Vj. 59,6 Prozent). Die Rückstellungen betrugen im Berichtszeitraum 0,9 Mio. EUR und waren damit 21,4 Prozent niedriger als im Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch die Auflösung der Steuerrückstellungen der Vorjahre. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich in 2023 nur leicht auf 6,64 Mio. EUR, dies entspricht einer Zunahme von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die größten Verbindlichkeiten bestehen für Lieferungen und Leistungen gegenüber den produzierenden Tochterunternehmen (711 TEUR) und der Muttergesellschaft (4,22 Mio. EUR). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten für im Voraus vereinnahmte Wartungspauschalen hat sich infolge des Zuwachses der Wartungsverträge gegenüber dem Vorjahr auf 914 TEUR oder 4,7 Prozent erhöht. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Anton Paar Germany GmbH weist eine Eigenkapitalquote von 60,8 Prozent (Vj. 59,6 Prozent) auf. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf dem Jahres-Cash-Flow und dem EBIT. Der Jahres-Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2023 beträgt 2,96 Mio. EUR (Vj. 6,14 Mio. EUR). Der Rückgang ist trotz des höheren Jahresüberschusses (+ 555 TEUR) in der starken Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen ( -3.193 TEUR) sowie im Abfluss durch Steuernachzahlungen für die Vorjahre (-433 TEUR) zu sehen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Der EBIT hat sich um 550 TEUR auf 5,77 Mio. EUR erhöht (Vj. 5,22 Mio. EUR). Diese Erhöhung ist umsatzseitig damit begründet, dass in 2023 im Service der Umsatz um 12 Prozent gesteigert werden konnte. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Sie bietet eine fundierte Basis für eine stabile Geschäftsentwicklung. Unser vorhandenes Produktportfolio, neue Produkte und die noch intensivere Bearbeitung der Vertriebsgebiete und neuen Märkte für die Hauptproduktlinien werden die Basis für unser Wachstum sein. Mit dem Zukauf der Brabender GmbH gibt es nun wertvolle neue Synergien zu unserem bestehenden Portfolio. Unser Cross-Selling Potential haben wir noch nicht ausgeschöpft und sehen dort noch erhebliche Wachstumsmöglichkeiten produktlinienübergreifend Applikationslösungen anzubieten. Unser Ziel für 2024 ist es, uns mit dem breiten Produktportfolio von nun insgesamt 16 Anton Paar-Produktlinien und unseren kundenspezifischen Dienstleistungsangeboten im Spannungsfeld wettbewerbsintensiver Märkte stabil zu positionieren und neue Marktanteile zu gewinnen. III ZweigniederlassungsberichtDie Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen. IV. Chancen- und Risikobericht1. Risikobericht: Branchenbezogenen Risiken: Als Vertriebs- und Serviceorganisation für High-Tech-Produkte ist die Anton Paar Germany GmbH den globalen Trends im Markt und den damit verbundenen typischen Geschäftschancen und -risiken ausgesetzt. Die gesamtwirtschaftliche Situation, die stark von politischen Vorgängen beeinflusst wird, die globale Wirtschaftsentwicklung und die europäische Finanzpolitik haben Einfluss auf das Investitionsverhalten der Unternehmen in Deutschland. Wir analysieren genau Trends und Signale der verschiedenen Märkte, um frühzeitig auf Marktentwicklungen reagieren zu können. Hierbei werden generell die Chancen und Risiken durch regelmäßige Jour Fixes der Geschäftsführung mit den Bereichsleitern erfasst und analysiert. Mit unserer vielfältigen Produktpalette der 16 Produktlinien, mit denen wir die unterschiedlichsten Industriebranchen und Märkte bedienen und über eine hohe Anzahl an Bestandskunden verfügen, sind wir breit und solide aufgestellt und konnten so auf branchenspezifische Konjunkturschwankungen und -risiken, bedingt durch die Auswirkungen des Krieges, wie z.B. auf energieintensive Industrien, wie die Mineralölindustrie, Chemie-, Glas- und Papierindustrie bisher gut reagieren. Dies erfordert aber eine systematische Analyse und schnelle Reaktionszeiten für ggf. auch notwendige Produktanpassungen. Gleichzeitig kennzeichnet unsere Märkte auch weiterhin ein ständig zunehmender Wettbewerb. Aktuell erlebt die Fahrzeugbranche, einer unserer wichtigsten Märkte, enorme Umbrüche und einen langwierigen Strukturwandel. Die Herausforderungen erfassen nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern in großem Maße auch die Produktion. Hierfür sind Investitionen in neue Konzepte und Verfahren, neue Produkte, Qualifizierung und Produktionsanlagen notwendig. Für uns bedeutet es, dass angestammte Geschäftsfelder verschwinden werden oder bereits verschwunden sind und sich aber auch völlig neue Anwendungen für den Einsatz unserer Technologie ergeben, wie z.B. im Bereich der Batterien und E- Mobilität. Der Bau von Mega-Fabriken, initiiert durch die Automobil- und Energieindustrie, bietet uns die Chance für die Positionierung unserer erprobten Analysegeräte in diesem aufstrebenden Marktsegment. Finanzwirtschaftliche Risiken: Da nahezu alle vertriebenen Produkte (99,0 Prozent) auch zukünftig vom Mutterkonzern bzw. Konzerngesellschaften bezogen werden, besteht kein erhöhtes Risiko durch mangelnde Lieferleistung von externen Zulieferern. Allerdings besteht das Risiko, dass die teils erhöhten Listenpreise im Jahr 2023 bei aggressiver Preisstrategie unserer Marktbegleiter sich negativ auf unsere Bruttomarge auswirken und somit unsere Ertragskraft schwächen können. Ein Risiko stellen die Wechselkurse des Euro zu Schweizer-Franken und US-Dollar dar, da zwei Konzerngesellschaften, deren Produkte wir in Deutschland verkaufen, in diesen Märkten produzieren. Der Anteil dieser Produktlinien am Gesamtumsatz beträgt ca. 7 Prozent. Im Jahr 2023 haben der Dollar-Wechselkurs und der starke Schweizer-Franken verglichen zum Euro sich negativ auf unsere Gewinnmarge ausgewirkt. Finanzielle Risiken durch Investitionen, Personalkosten oder Währungsrisiken werden fortlaufend bei den jeweiligen Monatsabschlüssen geprüft. Bonitätsbeurteilungen im Neukundengeschäft und Monitoring unserer Stammkunden führen wir regelmäßig durch, um Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken vorzubeugen. 2. Chancenbericht Unser Hauptaugenmerk legen wir auf die erweiterten Serviceangebote im Rahmen vorbeugender Wartung. Diese Angebote ermöglichen es den Kunden, bedarfsgerecht Serviceleistungen zu wählen und ihren Garantieanspruch über Jahre zu verlängern. Die Anton Paar GmbH und ihre produzierenden Konzerngesellschaften gewähren eine 3- Jahresgarantie auf alle Produkte, sofern die Geräte unserer Kunden einer planmäßigen Wartung unterliegen bzw. völlig wartungsfrei sind. Mit diesem Konzept waren wir 2023 erfolgreich und sehen darin auch das Potential, durch enge Kundenbindung und hohe Kundenzufriedenheit weiter zu wachsen. Darüber hinaus bieten wir ein breites Spektrum an Zusatzservices (z.B. gem. ISO 17025) und Wartungsoptionen an. Die Anton Paar Germany GmbH verfolgt das Ziel, schnell und zeitnah ihre Serviceleistungen für Wartung und Reparatur zu erbringen, um die Verlässlichkeit und Langlebigkeit der im deutschen Markt installierten Messgeräte und die damit verbundene Kundenzufriedenheit stetig zu erhöhen. Wir verfügen über ein dichtes Netz von Servicestandorten, die schnelle Reaktionszeiten unserer Spezialisten- und Techniker-Teams garantieren. Unsere Service- und Vertriebsorganisation ist nun überregional von insgesamt 69 Standorten aus tätig. Der Online-Shop ist etabliert und zunehmend höher frequentiert. Zubehöre, Ersatzteile und die Geräte, die selbsterklärend sind und keine Installationen durch Servicepersonal oder Produktspezialisten erfordern, können direkt dort bezogen werden. V. PrognoseberichtAuch 2023 dürften die geopolitischen Risiken ihre überragende Bedeutung behalten. Für die Konjunktur bedeutet das, dass die deutsche Wirtschaft vor einem weiteren schwierigen Jahr steht. In dem am 21. Februar 2024 vorgestellten Jahreswirtschaftsbericht der Regierung für die deutsche Wirtschaft für 2024 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,2 Prozent erwartet. Das ist deutlich weniger als noch in der Projektion im Oktober 2023, als von einem Wachstum von 1,3 Prozent ausgegangen worden ist. Als die 2 wichtigsten Ursachen werden zum Ersten das historisch niedrige Wachstum des Welthandels und der damit einhergehende Exportrückgang und zum Zweiten die hohen Zinsen zur Bekämpfung der Inflation genannt, die Investitionsbereitschaft hemmen. Darüber hinaus sind aber die ausfallenden Staatsausgaben infolge des Haushaltsurteils des Bundesverfassungsgerichts von größtem Einfluss. Die Verschiebung von Kreditermächtigungen in Höhe von 60 Milliarden Euro aus der Corona-Zeit wurden untersagt, die die Bundesregierung in 2024 eigentlich für Projekte zur klimaneutralen sowie digitalen Transformation nutzen wollte. Damit fallen auch weitere Mittel weg, die die Bundesregierung in ähnlicher Weise verplant hatte, darunter Energiepreis- und Fluthilfen. Vor dem Hintergrund dieser Prognose sind nur wenige Unternehmen unterschiedlicher Branchen für 2024 tendenziell zuversichtlich. Für 2024 haben wir die Bestelleingänge im Vertrieb und Service verglichen zu 2023 mit einem Zuwachs von ca. 16 Prozent budgetiert. Trotz aller Chancen bleibt dieses Ziel herausfordernd. Die Personalentwicklung für Service und Vertrieb ist mit einem Zuwachs von ca. 10 Prozent geplant. Insgesamt schätzen wir die weitere geschäftliche Entwicklung des Unternehmens für die kommenden Jahre als positiv ein. Wir gehen davon aus, dass wir mit unserem Geschäftsportfolio, den vielfältigen Produkten und innovativen Messverfahren gut aufgestellt sind. Auch bieten neue Produkte weiteres Entwicklungspotential. Es wird deshalb möglich sein, an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre anzuknüpfen und ein Betriebsergebnis (EBIT) erreichen zu können, das auf dem Vorjahreswert liegt.
Ostfildern, 27.02.2024 gez. Dr. Sabine Neuber, Geschäftsführerin Zum Zwecke der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterung nach § 327 HGB gekürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Anton Paar Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Anton Paar Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Anton Paar Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 27. Februar 2024 ADSCENDA
GmbH
gez. Dischinger, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 20.03.2024 festgestellt. |
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