Beteiligungsgesellschaften
Braunschweiger Netz GmbH
Taubenstraße 7, 38106 Braunschweig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Gasten seit 19.6.2023 | Geschäftsführer |
Sabine Momberg seit 13.6.2013 | Prokura |
Frank Wöldeke seit 16.7.2010 | Prokura |
Kai-Uwe Rothe seit 14.12.2007 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Braunschweiger Netz GmbHBraunschweigJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Braunschweiger Netz GmbHVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Braunschweiger Netz GmbH, Braunschweig - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Braunschweiger Netz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenVermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbGPrüfungsurteileWir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und andere Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie für die Tätigkeit Messstellenbetrieb nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbGDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbGUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Hannover, 8. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Eickhoff, Wirtschaftsprüfer Thrum, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine ErläuterungenDer Jahresabschluss 2023 der Braunschweiger Netz GmbH, Braunschweig, (BS|NETZ) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Braunschweiger Netz GmbH hat ihren Sitz in Braunschweig und ist eingetragen in das Handelsregister beim Registergericht Braunschweig unter HRB 5004. Im Interesse der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. AnlagevermögenDie erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter (250 - 1.000 €) werden in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über 5 Jahre abgeschrieben. UmlaufvermögenDie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten bilanziert. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten auch fertigungsbezogene Abschreibungen enthalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Soweit es notwendig ist, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie Rückstellungen für Pensionen sind versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck, AON-Standard) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt worden. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen (2,0 % p.a.) wurden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,83 % p.a.; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung bei einem vorgegebenen Zinsdurchschnitt von 10 Jahren (430 T€) zu einem Zinsdurchschnitt von 7 Jahren (435 T€) beträgt 5 T€. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Für die Bewertung wurde der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag zugrunde gelegt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern sind auf Ebene der Gesellschaft nicht zu berücksichtigen, da die BS|NETZ Organgesellschaft im Rahmen der Organschaft mit der Braunschweiger Versorgungs-Aktiengesellschaft & Co. KG, Braunschweig, ist. KonzernzugehörigkeitDie Veolia Environnement S.A., Paris/Frankreich, stellt als Mutterunternehmen der Braunschweiger VersorgungsAktiengesellschaft & Co. KG, Braunschweig (BS|ENERGY), einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim dortigen Handelsregister eingereicht. Eine übersetzte Version wird in Deutschland offengelegt. Die Braunschweiger Versorgungs-Aktiengesellschaft & Co. KG, Braunschweig, bildet den kleinsten Konsolidierungskreis für die BS|NETZ. Der Jahresabschluss der BS|ENERGY wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Erläuterungen zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung der in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 16.610 T€ (Vj. 13.996 T€) beinhalten überwiegend die Forderungen aus der Netznutzung für Strom. Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Gezeichnetes KapitalDas voll eingezahlte Stammkapital in Höhe von 270 T€ wird von der BS|ENERGY gehalten. 4. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beinhaltet das gezeichnete Kapital von 25 T€ der verschmolzenen BS|ENERGY Netz GmbH, Braunschweig, gemäß Verschmelzungsvertrag vom 28. Juni 2010 sowie insbesondere die Kapitalerhöhung aufgrund der Ausgliederung der Strom- und Gasnetze in Höhe von 40.594 T€ gem. Ausgliederungsvertrag vom 2. Dezember 2020. 5. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen bestehen ausschließlich aus anderen Gewinnrücklagen i.S.d. § 272 Abs. 3 Satz 2 HGB. 6. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten im Wesentlichen eine arbeitsvertragliche Einzelzusage. Die sonstigen Rückstellungen enthalten solche für ausstehende Eingangsrechnungen, Urlaubs- und Zeitguthabenverpflichtungen. Ebenfalls sind Rückstellungen für Jahresabschlusskosten, Jubiläumszahlungen und Verpflichtungen aus Zielvereinbarungen berücksichtigt. Die Arbeitnehmer sind nach Maßgabe des § 4 des Versorgungs-Tarifvertrags für Arbeitnehmer des Bundes, der Länder und kommunaler Verwaltungen und Betriebe bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) versichert. Die Mitgliedschaft in der VBL kann bei Vorliegen von Deckungslücken eine mittelbare Pensionsverpflichtung gem. Artikel 28 EGHGB bedingen. Eine Angabe über das Bestehen bzw. die Höhe der Unterdeckung ist z. Z. nicht möglich, da hierzu erforderliche Angaben der VBL nicht vorliegen. Der VBL-Umlagesatz beträgt seit dem 1. Januar 2023 insgesamt 7,30 %, aufgeteilt in eine Arbeitgeberumlage in Höhe von 5,49 % und einen Arbeitnehmerbeitrag in Höhe von 1,81 %. Weiterhin wird eine zusätzliche Umlage als Besitzstand von 9 % für den Personenkreis erhoben, dessen Entgelte am 31. Dezember 2001 und am 1. Januar 2002 die Entgelte der Vergütungsgruppe I BAT übersteigen. Nach der Ablösung des BAT durch den TVÖD wird die zusätzliche Umlage auf das Entgelt erhoben, das den Betrag aus der Entgeltgruppe 15 Stufe 6 TVÖD/VKA multipliziert mit dem Faktor 1,133 übersteigt. Teile der Arbeitgeberumlage sind vom Arbeitgeber pauschal zu versteuern. Die Summe der umlagepflichtigen Entgelte im Geschäftsjahr 2023 beträgt 26.345.622,15 €. 7. VerbindlichkeitenIn den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Sicherheitseinbehalte in Höhe von 573 T€ enthalten. Die Besicherung der Verbindlichkeiten erfolgt durch Sicherheitseinbehalte, Barsicherheiten sowie Globalbürgschaften.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 60.883 T€ (Vj. 61.525 T€) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 60.859 T€ (Vj. 61.525 T€). Darin enthalten ist ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 86.431 T€ (Vj. 81.301T€). Die Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung wurden für die Strom- und Gasverteilung am 27. Dezember 2023 durch eine Abschlagzahlung von 8.900 T€ beglichen. Der noch offene Betrag von 199 T€ ist den sonstigen Aktivitäten zugeordnet. Gegenläufig wirken hier Forderungen aus der Netznutzung für Strom und Gas in Höhe von 15.466 T€ (Vj. 5.988 T€). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung8. Umsatzerlöse
Für den Betrieb und die Unterhaltung des im Eigentum der BS|ENERGY stehenden Versorgungsnetzes für Wasser und der Informations- und Steuerungstechnik sowie der Fernwärmeversorgungsanlagen erhält die Gesellschaft von der BS|ENERGY ein vertraglich fixiertes Betriebsführungsentgelt für die zu erbringenden Leistungen. Neubau- und Erweiterungsmaßnahmen an den bestehenden Netzen werden als Netzdienstleistungen gesondert abgerechnet. Die Umsatzerlöse aus Netznutzung Strom enthalten neben den Netznutzungsentgelten die Konzessionsabgabe in Höhe von 8.427 T€ (Vj. 8.430 T€) sowie die Abgabe nach KWKG von 3.656 T€ (Vj. 3.906 T€). Des Weiteren ist hier die Offshore-Umlage von 6.041 T€ (Vj. 4.312 T€), die Umlage für abschaltbare Lasten in Höhe von 0 T€ (Vj. 32 T€) und die § 19 Strom NEV-Umlage in Höhe von 3.088 T€ (Vj. 3.263 T€) berücksichtigt. In den Umsatzerlösen aus Netznutzung Gas sind Konzessionsabgaben in Höhe von 780 T€ (Vj. 647 T€) enthalten. In den Umsatzerlösen sind 176 T€ (Vj. -545 T€) Vorjahreserlöse aus der Korrektur der Verbrauchsabgrenzung enthalten. Die sonstigen Umsatzerlöse beinhalten Dienstleistungen und Abrechnungen nach dem EEG und dem KWKG mit dem Übertragungsnetzbetreiber. Die sonstigen Umsatzerlöse beinhalten auch die erwirtschafteten Erlöse der Öffentlichen Beleuchtung in Höhe von 4.754 T€ (Vj. 4.139 T€). 9. Veränderung des Bestands an unfertigen LeistungenDie zum Bilanzstichtag noch nicht abrechnungsfähigen Netz- und sonstigen Dienstleistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 493 T€ reduziert. 10. Sonstige betriebliche ErträgeDie Erträge beinhalten Personal- und sonstige Kostenerstattungen sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.017 T€ (Vj. 1.433 T€). 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge .Die Erträge beinhalten im Wesentlichen die Zinsen aus Cash Pool in Höhe von 342 T€ (Vj. 0 T€), davon gegen Gesellschafter 342 T€ (Vj. 0 T€). 12. Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) enthalten. Die Zinsaufwendungen an Gesellschafter beinhalten vollumfänglich die Zinsen für das gewährte Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2.093 T€ (Vj. 1.805 T€). 13. Sonstige Angaben
Die Gesellschaft beschäftigt darüber hinaus 54 Auszubildende im gewerblichen sowie 26 Auszubildende im kaufmännischen Bereich. HaftungsverhältnisseGem. § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen ihrer Organschaft bestehende Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuer des Organträgers. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Organschaft wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Organträgers als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 251 S. 1 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht. AbschlussprüferhonorarIm Berichtsjahr sind 49T€ für Abschlussprüfungsleistungen angefallen. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag haben sich keine wesentlichen Ereignisse mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. ErgebnisverwendungDas Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von 9.099 T€ ab. Dieser wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 5. September 2007 in der Fassung vom 10. Dezember 2013 an die BS|ENERGY abgeführt. Geschäfte mit verbundenen oder assoziierten UnternehmenGemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen oder mit Unternehmen derselben Aktionäre darzustellen. Die BS|NETZ hat im Geschäftsjahr 2023 wesentliche Geschäfte aufgrund folgender Verträge mit Unternehmen im Sinne dieser Vorschrift durchgeführt:
Gesellschaft Umsatzerlöse im Berichtsjahr in Höhe von 67.726 T€ (Vj. 61.720 T€). Vertreter der Gesellschafterin in der Gesellschafterversammlung im Geschäftsjahr 2023Jens-Uwe FreitagBraunschweig Vorstandsvorsitzender der Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG Matthias HenzeDessau-Roßlau Vorstand der Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG Vertreter im Wirtschaftsausschuss der Gesellschaft Abdulkadir AyanSalzgitter Vorsitzender des Betriebsrats der Braunschweiger Netz GmbH Bernd HeidenbluthSalzgitter Mitglied des Betriebsrats der Braunschweiger Netz GmbH Andre LohmannRötgesbüttel Mitglied des Betriebsrats der Braunschweiger Netz GmbH Holger MeineckeVechelde Mitglied des Betriebsrats der Braunschweiger Netz GmbH Sven ScholzeBraunschweig Mitglied des Betriebsrats der Braunschweiger Netz GmbH Christoph KönigsmannDannenbüttel Mitglied des Betriebsrats der Braunschweiger Netz GmbH Geschäftsführung Kai-Uwe RotheDipl. Ing. Braunschweig Klaus Winter bis 30.06.2023Betriebswirt Braunschweig Jan Gasten ab 01.06.2023Dipl. Kfm. Braunschweig Die Bezüge der Geschäftsführung betragen 411 T€ für das Geschäftsjahr 2023.
Braunschweig, 25.03.2024 Braunschweiger Netz GmbH Die Geschäftsführung Kai-Uwe Rothe Jan Gasten Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlage des Unternehmens1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie Braunschweiger Netz GmbH (BS|NETZ) ist Strom- und Gasverteilernetzbetreiber in Braunschweig. Sonstige Aktivitäten umfassen den Betrieb und die Unterhaltung des im Eigentum der Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG (BS|ENERGY) stehenden Versorgungsnetzes für Wasser und Informations- und Steuerungstechnik und der Fernwärmeversorgungsanlagen, die Betriebsführung der öffentlichen Beleuchtung, Netzdienstleistungen und übrige Dienstleistungen. Des Weiteren ist die BS|NETZ grundzuständiger Messstellenbetreiber gem. Messstellenbetriebsgesetz (MsbG). Das Leistungsspektrum wird durch Planung, Bau und Instandhaltung von Kundenanlagen ergänzt. 2. Forschung und EntwicklungZwischen der BS|NETZ und der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig besteht ein Kooperationsrahmenvertrag zu Forschungs- und Entwicklungszwecken. Schwerpunkt von Forschung und Entwicklung im Netzbetrieb sind die Themengebiete "Netzbelastung durch Einflüsse der Wärme-, Mobilitäts- und Energiewende" sowie "Intelligente Messsysteme". II. Wirtschaftsbericht1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und BrancheDie deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 laut Daten des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % geschrumpft. Für das Jahr 2024 rechnen die Fachleute des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung allenfalls mit einem geringen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,7 %. Konservativer schätzen die Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) das Jahr 2024 ein und gehen von einem Rückgang des BIP um 0,5%-Punkte aus. Die Inflationsrate des Jahres 2023 liegt nach Daten des Statistischen Bundesamtes mit 5, 9 % unter dem Vorjahreswert von 6,9 %, jedoch noch deutlich über dem von der Europäische Zentralbank (EZB) angestrebten Mittelwert von 2 %. Für 2024 geht die Deutsche Bundesbank von einem starken Rückgang der Inflation auf 2,7 % aus. Jedoch bestehen weiterhin Unsicherheiten, die von verschiedenen Institutionen unterschiedlich bewertet werden. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für Deutschland 2024 von einer Inflation von 3,5 % aus und auch der IWF sieht die Inflation 2024 bei 3,0 %. Zur Bekämpfung der ansteigenden Inflation ist die EZB schon seit 2022 dazu übergegangen, die historisch niedrigen Leitzinsen kurzfristig massiv anzuheben. Im Jahr 2023 fanden bis September 2023 sechs Anhebungen der Zinssätze statt (vier Anhebungen in 2022). Zuletzt, mit sinkenden Tendenzen in der Inflation, wurde jedoch von weiteren Zinsanhebungen abgesehen und der Leitzins konstant bei 4,5 % gehalten. Das Jahr 2023 war weiter gezeichnet durch kriegerische Auseinandersetzungen, nicht nur in der Ukraine, sondern zum Ende des Jahres hin im Nahen Osten mit mehreren Krisenherden. Auch politisch stehen sich die westlichen Industriestaaten und die wirtschaftlich aufstrebenden Länder in Asien und Lateinamerika zunehmend kritisch gegenüber. Dies hat Auswirkungen auf den internationalen Waren- und Rohstoffhandel, was sich in längeren Lieferzeiten und teils massiv steigenden Preisen bemerkbar macht. Als Eigentümer und Betreiber kritischer Infrastruktur sowie als Mitgestalter der Energiewende stellen wir uns auch im Jahr 2024 erneut den bestehenden Herausforderungen und wesentlichen Änderungen, die dieses Jahr auf unser Unternehmen und die Verbraucher zukommen. Während wir im Jahr 2023 im Gasbereich schon in die 4. Regulierungsperiode gestartet sind, ist dies für Strom im Jahr 2024 der Fall. Hinzu kommt aus dem Bereich der Regulatorik eine Überarbeitung der Preisobergrenzen im modernen Messwesen, deren Ergebnisse im ersten Halbjahr 2024 erwartet werden. Die Themen Wärmewende, Zukunft der Gasnetze, Lastentwicklung und Steuerbarkeit von Stromverteilnetzen werden die Branche weiterhin intensiv beschäftigen. 2. Geschäftsverlauf und LageDas Jahr 2023 war geprägt von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten. Ursächlich für diese Entwicklung waren die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise und die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Die hohe Inflation führte zu einer restriktiven Geldpolitik mit in 2023 stetig steigenden Zinsen. Als Konsequenz sind die Investitionskosten in die Strom- und Gasnetze stark gestiegen. Der im Jahr 2023 aktuelle Regulierungsrahmen lässt einen Rückfluss dieser Zinskosten nicht zu. Die Energiepreise befinden sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Bundesregierung steuert im Jahr 2023 mit Strom- und Gaspreisbremsen dagegen. Die Preisbremsen enden zum 31. Dezember 2023. Daneben erlebte Deutschland im Jahr 2023 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Die Durchschnittstemperatur wird voraussichtlich bei 10,6 Grad Celsius liegen und damit etwas höher als 2022 mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,5 Grad Celsius. Die Umsatzerlöse in der Gasverteilung liegen daher deutlich unter den durch die Anreizregulierung genehmigten Beträgen für das Jahr 2023. In der Stromverteilung wurden die durch die Anreizregulierung genehmigten Beträge für das Jahr 2023 überschritten. Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von den Tätigkeiten als Strom- und Gasverteilernetzbetreiber. Die Tätigkeiten für den Betrieb des Versorgungsnetzes Wasser, der Betrieb der Fernwärmeversorgungsanlagen sowie der Betrieb der öffentlichen Beleuchtungsanlagen gewinnen bei BS|NETZ an Bedeutung. Insgesamt kann die wirtschaftliche Lage als gut bezeichnet werden. 2.1 ErtragslageDas Ergebnis nach Steuern stellt sich mit 9.199 TEUR im Jahr 2023 nach 7.525 TEUR in 2022 höher dar. Das Jahresüberschuss 2023 wurde in Höhe von 9.099 TEUR von BS|ENERGY im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags übernommen. Die Stromverteilung trägt infolge des Erreichens der genehmigten Erlösobergrenze gegenüber dem Unterschreiten im Jahr 2022 und durch periodenfremde Effekte positiv zur Ergebnisentwicklung bei. Die Gasverteilung trägt infolge geringer Absatzmengen, wie auch im Jahr 2022, nicht zu einer Ergebnisverbesserung bei. Eine nach dem Krisenjahr 2022 im Jahr 2023 verstärkte Investitionstätigkeit führte zum verstärkten Einsatz des Personals für die Erstellung von Anlagegütern. Des Weiteren entwickelte sich das Drittgeschäft weiterhin positiv. Das Ergebnis nach Steuern von 9,2 Mio. EUR im Jahr 2023 liegt mit rd. 0,1 Mio. EUR unter dem prognostizierten Ergebnis des Wirtschaftsplans. Die Abweichungen resultieren aus den genannten Effekten. Absatzentwicklung (Netznutzungen)Die Netznutzung in der Stromversorgung im Stadtnetz Braunschweig von 1.079,9 GWh bedeutet eine Senkung um 12,9 GWh gegenüber dem Vorjahr und liegt um ca. 29,8 GWh über der Absatzplanung 2023. Die Netznutzung in der Gasversorgung von 1.171,4 GWh lag um 82 GWh unter dem Vorjahr und ebenfalls deutlich unter dem Normaljahr. UmsatzentwicklungBS|NETZ erwirtschaftete einen Umsatz von 181,3 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse aus Netznutzung Strom betrugen rd. 82,0 Mio. EUR, aus Netznutzung Gas rd. 44,5 Mio. EUR, aus Betriebsführungsentgelten rd. 11,9 Mio. EUR, aus Netzdienstleistungen rd. 13,8 Mio. EUR und aus sonstigen Erlösen rd. 29,1 Mio. EUR. Der Umsatz stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 25,2 Mio. EUR. Dieser Anstieg resultiert mit 15,8 Mio. EUR aus den Umsatzerlösen Netznutzung Gas. Die Umsatzerlöse aus Netznutzung Strom stiegen um 8,4 Mio. EUR, die Erlöse aus Netzdienstleistungen stiegen um 2,2 Mio. EUR. Die Erlöse aus Betriebsführungsentgelten stiegen um 0,5 Mio. EUR, die sonstigen Umsatzerlöse sanken um 1,7 Mio. EUR. Die Entwicklung der Umsatzerlöse Netznutzung Gas ist im Wesentlichen begründet durch gestiegene Abrechnungen der Mehr- und Mindermengen und durch eine höhere Erlösobergrenze. Die Erhöhung der Umsatzerlöse aus Netznutzung Strom sind im Wesentlichen begründet durch gestiegene Abrechnungen der Mehr- und Mindermengen und durch eine höhere Erlösobergrenze. Die Erlöse aus Netzdienstleistungen stiegen nach Zurückhaltung in dem Krisenjahr 2022 infolge Gasknappheit, Ukrainekrieg und Inflation an. Im Bereich der sonstigen Umsatzerlöse verringern sich im Wesentlichen die Erlöse nach dem EEG. 2.2 FinanzlageDie Zahlungsfähigkeit ist durch einen Ergebnisabführungsvertrag zwischen BS|ENERGY und BS|NETZ sowie durch einen Cash-Pooling Vertrag mit BS|ENERGY gesichert. Zu Finanzierung der langfristigen Investitionen hat die BS|NETZ im Jahr 2023 zusätzlich Gesellschafterdarlehen in Höhe von 12,2 Mio. EUR aufgenommen. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde zur Herstellung der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft abgeschlossen. Die Investitionen in Höhe von 20.201 TEUR in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betreffen in erster Linie Investitionen in das Strom- und Gasnetz. Die Investitionen in die Verteilnetze Wasser und Fernwärme werden vom Netzeigentümer BS|ENERGY beauftragt und aktiviert. 2.3 VermögenslageDie Bilanzsumme der BS|NETZ beträgt 190,0 Mio. EUR. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Anlagevermögen in Höhe von 166,2 Mio. EUR, um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe 16,6 Mio. EUR sowie um Vorräte in Höhe von 5,2 Mio. EUR. Die Rückstellungen belaufen sich auf 29,4 Mio. EUR und enthalten insbesondere Aufwendungen für Verpflichtungen aus dem Regulierungskonto in Höhe von 10,3 Mio. EUR, für Rückbaumaßnahmen nach dem Konzessionsvertrag in Höhe von 0,5 Mio. EUR und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten neben einem Darlehen in Höhe von 86,4 Mio. EUR weitere Beträge mit Forderungscharakter in Höhe von 25,6 Mio. EUR. Sonstige Verbindlichkeiten betragen 2,9 Mio. EUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28,3 Mio. EUR. Die empfangenen Ertragszuschüsse betragen 26,4 Mio. EUR. 3. Finanzielle LeistungsindikatorenBei BS|NETZ wird für die interne Unternehmenssteuerung im Wesentlichen die Kennzahl EBIT herangezogen. Das EBIT ist mit 10.859 TEUR im Vergleich zum Vorjahr um 1.600 TEUR gestiegen. Grund für die Erhöhung sind die unter Ertragslage die beschriebenen Sachverhalte. III. PrognoseberichtFür das Wirtschaftsjahr 2024 werden Umsatzerlöse in Höhe von 198,5 Mio. EUR erwartet. BS|NETZ wird unter Berücksichtigung der Planwerte voraussichtlich einen Jahresüberschuss von 7,9 Mio. EUR im Wirtschaftsjahr 2024 ausweisen, der nach dem Ergebnisabführungsvertrag von BS|ENERGY übernommen wird. IV. Chancen- und Risikobericht1. RisikoberichtVon BS|NETZ werden kontinuierlich potentielle Risiken strukturiert identifiziert, bewertet, analysiert und Maßnahmen zur Risikosteuerung festgelegt. Im Rahmen einer jährlichen Risikoinventarisierung findet zusätzlich eine vollständige Prüfung der gesamten Risikolandschaft statt. Die Überprüfung und Überwachung der Risiken erfolgt einhergehend mit einer festgelegten Monitoringstruktur. Risikogrundsätze, Prozessorganisation und Risikomessungs- sowie Überwachungsmechanismen umfassen alle Geschäftsbereiche von BS|NETZ. Die Methoden, Systeme und Tools zur Risikofrüherkennung sind auf der operativen Ebene in die laufenden Prozesse eingebunden. Festgelegte Maßnahmen zur Steuerung identifizierter Risiken werden fortlaufend überwacht. Die Unternehmensleitung wird regelmäßig über den Status informiert. Durch Lieferanten- und Kundenanalysen sowie Bonitätsprüfungen werden Risiken reduziert. Zusätzlich werden durch einen direkten Lieferanten- und Kundenkontakt und eine regelmäßige Vertragsüberwachung die Verlustrisiken minimiert. BS|NETZ hat sich auf mögliche Vertragsstörungen eingestellt und verschiedene Maßnahmen bzw. Verfahren zur Absicherung bei Zahlungsverzug oder Ausfällen eingeführt. Im Zusammenhang mit der Energiepreissituation wurden verstärkt zusätzlich operative Überwachungen der Zahlungsflüsse der Lieferanten durchgeführt. Am 8. November 2022 hat die Bundesnetzagentur die "Festlegung von kalkulatorischen Nutzungsdauern von Erdgasleitungsinfrastrukturen" (KANU) beschlossen. Kern der Festlegung ist die optionale Verkürzung der Abschreibungsdauern für Anlagengüter im Gasnetz zur Kalkulation der Netzentgelte, sofern diese ab dem Jahr 2023 aktiviert werden. Unter Berücksichtigung des gesellschaftlich angestrebten und durch die Bundesregierung angekündigten Ausstiegs aus der Nutzung fossiler Energieträger bis 2045 wird es nun möglich sein, die Abschreibungsdauern für die betreffenden Neuanlagen im Gasnetz so zu wählen, dass die Investitionen bis zum Jahr 2045 komplett über die Netzentgelte an die Netzbetreiber zurückfließen. BS|NETZ hat gegen die Festlegung Beschwerde eingereicht, weil die verkürzten Abschreibungsdauern nur für Investitionen ab 2023 gelten sollen. Anfang 2024 kündigte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, an, die Regelung der verkürzten Abschreibungsdauern auch auf Bestandsnetze auszuweiten. Die entsprechende Festlegung soll im Jahr 2024 getroffen werden. 2. ChancenberichtDurch das Projekt Smart Meter Rollout ist angestrebt, mittelfristig die Zählerdatenerfassung über alle Sparten vollständig zu digitalisieren. Hierzu werden zunächst im Bereich Strom, später auch in den anderen Medien, die Zähler auf digitale Messtechnik umgerüstet. Wir werden den schnellen Zugang zu Self-Service-Portalen zu Hausanschlüssen, Messwesen und Inbetriebnahmen (z.B. PV-Anlagen) schaffen. Der Digitalisierungsdruck auf die Unternehmen wird sich weiter erhöhen und zeigt, dass bei einer wachsenden Vernetzung von IT-Systemen und technischen Anlagen eine hohe Datenqualität, standardisierte Schnittstellen und sichere Kommunikationswege entscheidend sind, um die Prozesseffizienz zu steigern. Ziel wird es weiterhin sein, das Drittgeschäft der BS|NETZ weiterhin auszubauen. GesamtaussageDie Energiewende findet im Verteilnetz statt. Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung und die Selbstständigkeit prägen das Verständnis eines neuen und modernen Netzbetreibers. Damit die Netzbetreiber ihren Beitrag zur Energiewende leisten können, sind auf der einen Seite ein verlässlicher Regulierungs- und Ordnungsrahmen und auf der anderen Seite hohe Investitionssummen erforderlich. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns durch unser Risikomanagement für die Bewältigung der künftigen Aufgaben gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Braunschweig, 25.03.2024 BS|NETZ Geschäftsführung Kai-Uwe Rothe Jan Gasten Tätigkeitsabschlüsse i. S. d. § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbGErläuterungen zum TätigkeitsabschlussAngaben nach § 6b EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbGKontentrennung in der internen RechnungslegungAls selbständiger Netzbetreiber sind wir gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG verpflichtet zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung für die interne Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für die im Folgenden definierten Unternehmenstätigkeiten zu führen. Bei der BSINETZ ist dementsprechend zu trennen zwischen den Bereichen Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung, grundzuständiger Messstellenbetrieb und sonstigen Aktivitäten. Die Trennung wird im Rahmen des Tätigkeitsabschlusses dargelegt. Definition der UnternehmenstätigkeitenElektrizitätsverteilungElektrizitätsverteilung ist gem. § 3 Nr. 37 EnWG definiert als Transport von Elektrizität mit hoher, mittlerer oder niederer Spannung über Elektrizitätsverteilernetze, um die Versorgung von Kunden zu ermöglichen, jedoch nicht die Belieferung der Kunden selbst. GasverteilungDie Gasverteilung ist gem. § 3 Nr. 37 EnWG definiert als Transport von Gas über örtliche oder regionale Leitungsnetze, um die Versorgung von Kunden zu ermöglichen, jedoch nicht die Belieferung der Kunden selbst. Grundzuständiger MessstellenbetriebDer grundzuständige Messstellenbetreiber hat gemäß MsbG die Wahrnehmung der Grundzuständigkeit für intelligente und moderne Messeinrichtungen wahrzunehmen. Sonstige AktivitätenSonstige Aktivitäten umfassen den Betrieb und die Unterhaltung des im Eigentum der Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG (BS|ENERGY) stehenden Versorgungsnetzes für Wasser, der Informations- und Steuerungstechnik sowie der Fernwärmeversorgungsanlagen, die Betriebsführung der öffentlichen Beleuchtung, die Netzdienstleistungen und übrige Dienstleistungen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Jahresabschlusses werden für die Tätigkeitsabschlüsse gem. § 6b EnWG analog angewandt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Aufwendungen und Erträge auf der Grundlage von Kostenstellen und Kostenträgern zugeordnet. In den Fällen, in denen eine Zuordnung unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordert hätte, wurden Schlüssel verwendet, die eine sachgerechte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten ermöglichen. Aufgrund der Organisationsstruktur der BSINETZ werden auf Basis von Einzelkonten die wesentlichen Aktiv- und Passivposten den Unternehmenstätigkeiten direkt zugeordnet. In den Fällen, wo dies nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zuordnung grundsätzlich nach festgelegten Schlüsseln. Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt als zugeordnetes Eigenkapital, aufbauend auf einer zum Anlagevermögen analogen Aufteilung unter Berücksichtigung der Zuordnung des Bilanzgewinns gemäß der Ergebnisverteilung in der Gewinn- und Verlustrechnung des Tätigkeitsabschlusses. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß der Aufteilung des Personalaufwandes auf die Bereiche aufgeteilt. Die Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung wurden für die Strom- und Gasverteilung am 27. Dezember 2023 durch eine Abschlagzahlung von 8.900 TEUR beglichen. Der noch offene Betrag von 199 TEUR ist den sonstigen Aktivitäten zugeordnet. Bilanz zum 31. Dezember 2023Braunschweiger Netz GmbHAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
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