SAPV Rhein-Kreis Neuss gGmbH
Selbe AdresseStationäre Einrichtungen zur palliativen Pflege
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Dr. Kebekus seit 4.3.2013 | Prokura |
Christian Dr. Reh seit 5.6.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 28.57% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 71.43% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FOCUS Clinical Drug Development GmbHNeussJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Bilanz zum 31. Dezember 2010Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
Anhang für das Geschäftsjahr 20101. Allgemeine Hinweise Die FOCUS Clinical Drug Development GmbH, mit Sitz in Neuss, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter HRB 6900 eingetragen. Der Jahresabschluss der FOCUS Clinical Drug Development GmbH wurde gemäß der §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB unter Beachtung der Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gesellschaft stellt ihre Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren auf. Mit Kaufvertrag vom 18. Oktober 2010 wurde die Gesellschaft von ihrem Alteigentümer an die Nuvisan International Holding UG, München, veräußert. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses kommen die durch das BilMoG geänderten nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Ansatz. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Vom Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände nach BilMoG wurde kein Gebrauch gemacht. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte und außerplanmäßige Abschreibungen. In den Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten enthalten. Die planmäßigen, linearen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Wert zwischen EUR 150 und EUR 1.000 wurden bis 2009 in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich über 5 Jahre abgeschrieben. Ab 2010 wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die GWG von mehr als EUR 150 bis EUR 410 in voller Höhe im Jahre der Anschaffung abzusetzen. Anlagenwerte über EUR 410 werden aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Finanzanlagen und Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.Gemäß § 268 Abs. 5 HGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die zum Nennwert bewerteten erhaltenen Anzahlungen offen von dem Posten Vorräte abzusetzen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Für schwergängige Materialien und hohen Lagerreichweiten werden angemessene Abschläge vorgenommen. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei anteilige Kosten der Verwaltung in die Stundenverrechnungssätze mit einbezogen sind. Neben den zurechenbaren Materialeinzelkosten, Personalkosten und Sondereinzelkosten werden auch angemessene und variable Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko für überfällige Forderungen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag von 1 % berücksichtigt. Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im Geschäftsjahr geleisteten Zahlungen, soweit sie auf das Folgejahr entfallen, abgegrenzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Zugrundegelegt wurden die biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck aus dem Jahr 2005. Erwartete zukünftige Veränderungen von Versorgungsbezügen wurden mit 1,5 % berücksichtigt. Als Fluktuations- und Gehaltstrend wurden 0,0 % zu Grunde gelegt. Die Abzinsung erfolgte pauschal mit dem bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren geltenden durchschnittlichen Marktzinssatz von 5,15 % (Vj. 5,25 %). Es wurde von der ratierlichen Ansammlung des Art. 67 Abs. 1 EGHGB bis zum 31. Dezember 2024 Gebrauch gemacht. Der dadurch zum Bilanzstichtag ausstehende Umstellungsbetrag bzw. Unterdeckung der Pensionsrückstellung beträgt TEUR 563. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten zu erfassen und zum Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr am Abschlussstichtag werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet (§ 256a HGB), wobei allerdings das Realisations- und Imparitätsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Nr. 1 HGB) zu beachten sind. Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne die genannten Einschränkungen. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Das im Anlagevermögen als immaterieller Vermögensgegenstand aktivierte Patent EUCRO wurde aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig um TEUR 370 auf TEUR 0 abgeschrieben. Der wegen Beendigung der atypischen stillen Gesellschaft im Jahr 2004 entstandene Goodwill wurde ebenfalls zum 31. Dezember 2010 um TEUR 54 auf TEUR 0 außerplanmäßig abgeschrieben. Angaben zum Anteilsbesitz
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ausnahmslos innerhalb eines Jahres fällig.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 504) sind ausschließlich Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Unter den ausnahmslos innerhalb eines Jahres fälligen sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 464 (Vj. TEUR 310) sind mit TEUR 243 (Vj. TEUR 164) Steuerguthaben bzw. -erstattungsansprüche und mit TEUR 190 (Vj. TEUR 120) kurzfristige Darlehensforderungen sowie Steuerforderungen gegenüber den Gesellschaften des Alteigentümers ausgewiesen. Insbesondere aus Bewertungsunterschieden bei den Pensionsverpflichtungen und sonstigen Rückstellungen resultieren aktive latente Steuern (Steuersatz 31,4 %). Passive latente Steuern ergeben sich nicht. Vom Wahlrecht zum Ansatz des Überhangs der aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht. Unter den Abgrenzungsposten für latente Steuern wurden TEUR 1.159 (Vj. TEUR 0) ausgewiesen, wovon TEUR 804 (Vj. TEUR 0) aus dem Ansatz von steuerlichen Verlustvorträgen beruhen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe einbezahlt. Der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt TEUR 5.244 (Vj. TEUR 920). Der im Vorjahr unter Kapitalrücklage ausgewiesene Betrag, der aufgrund einer Betriebsprüfung aus dem Jahre 1999 negativ war, wurde in den Verlustvortrag umgegliedert. Die Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 129 betreffen ausschließlich Effekte aus der Umstellung auf BilMoG zum 1. Januar 2010. Der Sonderposten mit Rücklageanteil (Vj. TEUR 764), der nach steuerlichen Vorschriften des § 6b EStG gebildet wurde, wurde erfolgswirksam aufgelöst. Bei den Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.186 (Vj. TEUR 1.109) handelt es sich im Wesentlichen um Personalverpflichtungen (TEUR 978, Vj. TEUR 791) sowie um Kundenrabatte (TEUR 281, Vj. TEUR 213) und Kostenergänzungen für Projekte (TEUR 612, Vj. TEUR 0). Ausstehende Lieferantenrechnungen und Verpflichtungen gegenüber den Gesellschaften des Alteigentümers wurden in Höhe TEUR 254 (Vj. TEUR 84) berücksichtigt. Steuerrückstellungen waren nicht zu bilden (Vj. TEUR 41). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 1.800 (Vj. TEUR 2.950) werden, soweit offen absetzbar, im Vorratsvermögen ausgewiesen und mit den Vorräten saldiert. Der Überhang in Höhe von TEUR 328 (Vj. TEUR 0) wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 400 (Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus von Gesellschaftern gewährten Darlehen und in Höhe von TEUR 144 (Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich aus einem Kontokorrentkredit (TEUR 1.403, Vj. TEUR 0) und zwei Hypothekendarlehen in Höhe von TEUR 1.094 (Vj. TEUR 1.156) mit einer Laufzeit bis 31. Oktober 2015 zusammen. Im Rahmen der Veräußerung der entsprechenden Immobilie im Januar, wurden die beiden Hypothekendarlehen vollständig getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Globalzession sowie durch eingetragene Grundschulden gesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 200 (Vj. TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 168, Vj. TEUR 80) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Diese teilen sich wie folgt auf:
Es war kein Bestellobligo zum 31. Dezember 2010 vorhanden. In 2010 wurde ein Zinscap auf den EURIBOR über TEUR 450 mit Laufzeit bis zum 24. März 2015 abgeschlossen, um die Zinsrisiken aus einem Darlehen abzusichern. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag lagen keine zu bezeichnenden Haftungsverhältnisse vor. Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen und Regionen:
Sonstige betriebliche Erträge Unter diesem Sammelposten werden vor allem ausgewiesen: Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil (TEUR 764, Vj. TEUR 45), Mieterlöse (TEUR 114, Vj. TEUR 0), Erlöse aus einem Werkvertrag (TEUR 119, Vj. TEUR 0), Kantinenerlöse, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, weiterberechnete Kosten für Leistungen an Dritte sowie verbundene Unternehmen. Darunter sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von TEUR 764 (Vj. TEUR 45) enthalten. Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 4.130 (Vj. TEUR 5.559) beträgt 40,7 % (Vj. 35,6 %) der Gesamtleistung. Der wesentliche Teil der Materialkosten wird als PassThru-Kosten an die Sponsoren weitergereicht. In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 620 (Vj. TEUR 360) sind außerordentliche Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 424 (Vj. TEUR 0) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter diesem Sammelposten werden vornehmlich ausgewiesen: Vertriebskosten (TEUR 269, Vj. TEUR 703), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 943, Vj. TEUR 144), Raumkosten (TEUR 997, Vj. TEUR 1.336), Erhöhung von Wertberichtigungen (TEUR 461, Vj. TEUR 19), Kantinenkosten (TEUR 272, Vj. TEUR 278), Zuführung zu sonstigen Rückstellungen (TEUR 308, Vj. TEUR -20) und Intercompany-Verrechnungen (TEUR 646, Vj. TEUR 629). Darunter sind periodenfremde Aufwendungen aus der Erhöhung der Wertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von TEUR 461 (Vj. TEUR 62) enthalten. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen sind im Geschäftsjahr nicht entstanden. Das Finanzergebnis beinhaltet die folgenden Komponenten:
Im Berichtsjahr sind außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 1.030 (Vj. TEUR 22) enthalten und betreffen im Berichtsjahr einen latenten Steuerertrag aus der erstmaligen Anwendung des § 274 HGB. In den außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 40 (Vj. TEUR 1) ist die Verteilung aus der Umstellung auf BilMoG gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR -30 (Vj. TEUR 29), davon TEUR 633 latenter Steuerertrag. Der Verlust wird auf neue Rechnung vorgetragen. 5. Sonstige Angaben Wesentliche Verträge Es existiert ein Mietvertrag für die angemieteten Geschäftsgebäude der Gesellschaft am Unternehmensstandort Neuss. Außerdem wurde in 2010 zwischen der Nuvisan GmbH und der FOCUS CDD GmbH ein Support Vertrag für die Erbringung zentraler Dienstleistungen geschlossen. Der Voll-Cateringvertrag wurde aufgrund der Schließung der Kantine noch in 2010 gekündigt. Im Rahmen eines Share-Deals wurde mit Unternehmenskaufvertrag vom 18. Oktober 2010 die Gesellschaft durch die Nuvisan International Holding UG, München, erworben. Am 19. November 2010 wurde ein Vertrag zum Verkauf des Grundstücks und Gebäudes in Düsseldorf zu einem festgelegten Verkaufspreis geschlossen. Der Verkauf hat am 4. Januar 2011 stattgefunden. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Anteile an der FOCUS Clinical Drug Development GmbH, Neuss, wurden von der Nuvisan International Holding UG mit Wirkung zum 1. Januar 2011 an die ADCURAM Pharma Holding GmbH, München, veräußert. Die Gesellschaft wird damit ab 1. Januar 2011 in den Konzernabschluss der ADCURAM Group AG einbezogen, die den Konzernabschluss für alle in den Konsolidierungskreis der ADCURAM Group einbezogenen Unternehmen aufstellt. Die ADCURAM Group AG erstellt ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Konzernabschluss ist beim Handelsgericht Wien unter der Firmenbuch-Nummer FN 283 041 erhältlich. Der Konzernabschluss der ADCURAM Group AG, Wien, berücksichtigt die Bestimmungen der 4. und 7. EG-Richtlinie. Die Tochtergesellschaft FOCUS Clinical Drug Delopment Nederland B.V. wurde am 1. März 2011 liquidiert. Die Gesellschaft hat am 4. Januar 2011 ein Grundstück und Gebäude in Düsseldorf veräußert. Angaben zum Mitarbeiterbestand Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 90, davon 90 Angestellte. Zusätzlich ist 1 Auszubildender beschäftigt. Geschäftsführung
Neuss, 31. Januar 2012 FOCUS Clinical Drug Development GmbH Dr. Dietrich Bruchmann, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20101. Einleitung Seit vielen Jahren arbeitet die FOCUS Clinical Drug Development GmbH (FOCUS CDD GmbH) in Neuss als Service-Dienstleister namhafter Arzneimittelhersteller im Bereich der klinischen Entwicklung von Arzneimitteln, insbesondere in der experimentellen Durchführung von klinischen Studien inklusive der elektronischen Datenverarbeitung und der biostatistischen Analyse. Das Dienstleistungsangebot umfasst in erster Linie klinische Studienpakete der Phasen I und IIa, wobei als Differenzierung zu anderen Mitbewerbern weitere Dienstleistungen in den eigenen Forschungseinrichtungen erbracht werden. Zu diesem Zweck unterhält die FOCUS CDD GmbH eine eigene Klinik mit insgesamt 52 Betten, ein Data Management, eine BiostatistikGruppe sowie eine eigene Quality Assurance Abteilung. Neben der Durchführung von Studien der Phase II-IV, hauptsächlich mit der Clinical Research Unit in Moskau, unterhält die FOCUS CDD GmbH an ihrer Betriebsstätte in Heidelberg ein immunologisches Labor. Die Dienstleistungen werden auf einem sehr hohen internationalen Standard erbracht. Neben der seit 1995 bestehenden ISO 9001 Zertifizierung operiert die FOCUS CDD GmbH in Abstimmung mit den ICH-GCP-Bestimmungen, sowie nach GLP und GMP-Standards. Die hohe Qualität wird laufend durch interne und externe Audits belegt. So kann die FOCUS CDD GmbH u. a. entsprechende Audit-Ergebnisse der unabhängigen ADAMAS Consulting Ltd., London, des Regierungspräsidiums in Düsseldorf sowie der Amerikanischen FDA vorweisen. Das Unternehmen teilt in 2010 ihr Geschäft in drei Segmente: die Phase I, Phase II-IV und das immunologische Labor. Die Anteile an der FOCUS CDD GmbH wurden mit Unternehmenskaufvertrag vom 18. Oktober 2010 von der Nuvisan International Holding UG, München, erworben. Die Geschäftsaktivitäten der FOCUS CDD GmbH werden mit der Nuvisan Gruppe in Neu-Ulm zusammengelegt. Der Klinikstandort in Neuss mit seinen rund 52 Betten wird zum Zentrum des Early Clinical Drug Development inklusive der Klinik in Neu-Ulm ausgebaut. Die FOCUS CDD GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse von 11,6 Mio. EUR (Vj. 16,1 Mio. EUR) und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -5,4 Mio. EUR (Vj. -1,2 Mio. EUR). 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung a. Weltwirtschaft Nach einer wirtschaftlichen Erholungsphase erreichte die Weltproduktion in 2010 wieder das Niveau von vor der Finanzkrise. Ebenso expandierte der Welthandel sehr stark und holte den drastischen Rückgang des vorangegangenen Jahres nahezu wieder auf. Diese deutliche Konjunkturverbesserung wurde maßgeblich durch die in vielen Ländern sehr expansive Geld- und Fiskalpolitik sowie die stabile Nachfrage der Schwellenländer gestützt. Die Weltproduktion wird im Jahr 2010 voraussichtlich mit einer Rate von 4,8 % zunehmen. Der Beitrag der einzelnen Ländergruppen zu dieser Entwicklung verlief jedoch sehr heterogen. Während die Wirtschaftsleistung in vielen Schwellenländern inzwischen weit über dem Vorkrisenniveau liegt, wurde der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in den meisten Industrieländern noch nicht ganz aufgeholt. Die insgesamt durchaus positive Entwicklung der Weltwirtschaft wurde in 2010 von einer zunehmenden Diskussion über einen globalen Währungskrieg überlagert. Es besteht das Risiko, dass aus diesen gegensätzlichen Positionen Handelssanktionen mit negativen Effekten für den Welthandel resultieren. Unter der Annahme, dass ein solches Krisenszenario vermieden werden kann, wird die weltwirtschaftliche Konjunkturerholung wohl nicht zum Erliegen kommen, sondern im Prognosezeitraum bis Ende 2012 lediglich an Tempo verlieren.[1] b. Deutschland Im Geschäftsjahr 2010 hat sich die deutsche Wirtschaft von den Auswirkungen der Finanzkrise erholt. Insbesondere in den ersten zwei Quartalen 2010 war ein starkes Wachstum der deutschen Wirtschaft zu verzeichnen. Getragen wurde dieses Wachstum durch kräftige außenwirtschaftliche Impulse, durch Nachholeffekte sowie durch zunehmende Auftriebskräfte der Binnenwirtschaft. Diese Einflüsse fielen stärker aus, als vielfach erwartet wurde. Die rege ausländische Nachfrage schob die Investitionstätigkeit an und die positive Beschäftigungsentwicklung sowie die konjunkturellen Entlastungsmaßnahmen gaben den privaten Konsumausgaben Impulse. Die Weichen für die zweite Jahreshälfte waren weiter auf Expansion gestellt. Deutschland als eine der führenden Exportnationen bleibt aber weiterhin unter dem Einfluss der Weltkonjunktur. 3. Branchenentwicklung Die Branche der forschenden Pharma-Unternehmen hat sich 2010 wieder positiv entwickelt. Es wurden zahlreiche Neuausbietungen mit weniger Nebenwirkungen auf den Markt gebracht. Zudem wurden mehrere Präparate eingeführt, bei denen bewährte Wirkstoffe auf neue Weise zum Einsatz kommen. Die forschenden Pharma-Unternehmen konzentrierten sich mit ihren Neueinführungen auf die Behandlung schwerer Krankheiten. Für jedes Medikament haben sie im Schnitt 12 Jahre Forschung und Entwicklung und 800 Millionen US Dollar aufgewendet. Im internationalen Vergleich ist die Innovationsgeschwindigkeit in Deutschland nach wie vor geringer. Alle größeren forschenden deutschen Unternehmen der Pharmabranche sind Kunden der FOCUS CDD GmbH. Mehr als 60 % der Top-30 Pharmaunternehmen gehören zum festen Kundenstamm der Gesellschaft. Jedoch war das Jahr 2010 im Bereich der Phase I und der Phase II-IV noch weltweit von der Bewältigung der Finanzkrise geprägt. Hier erholt sich die Branche nur sehr langsam. Aufgrund des Nachfrageeinbruchs und der Verlagerung einfacherer Bioäquivalenzstudien ins kostengünstigere Ausland kam es in 2010 weiterhin zu einer Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes. Die daraus folgenden Überkapazitäten am Markt zogen eine größere Marktbereinigung nicht intakter CRO´s nach sich. In diesem schwierigen Umfeld konnte sich die FOCUS CDD GmbH ohne externe Unterstützung nicht mehr behaupten. Bedingt durch den Wegfall zweier A-Kunden und der Verschiebung von Projekten einhergehend mit dem Preisverfall in den klinischen Studien kam es in Mitte 2010 regelrecht zu einem Ergebniseinbruch. Der Auftragseingang im 4. Quartal 2010 lag immer noch mehr als 30 % unter den Zahlen des Vorjahres. Als Konsequenz veräußerte der Alteigentümer mit Unternehmenskaufvertrag vom 18. Oktober 2010 die Gesellschaft an die Nuvisan International Holding UG, München. Nach der Sanierung der FOCUS CDD GmbH sowie der Anpassung der Kosten- und Leistungsstruktur an die aktuellen Marktverhältnisse und der anschließenden Verzahnung der Geschäftsaktivitäten mit der Nuvisan-Gruppe soll die FOCUS CDD GmbH wieder auf Erfolgskurs ausgerichtet werden. Der Klinikstandort in Neuss wird dabei zum Zentrum des Early Clinical Drug Development inklusive der Klinik in Neu-Ulm ausgebaut. Das Geschäft der Phase II-IV entwickelte sich ebenfalls nicht wie geplant. Nur ein wichtiges Neuprojekt konnte in 2010 akquiriert werden. Die Studien der Phase II-IV werden überwiegend mit der Clinical Research Unit in Moskau umgesetzt. In Heidelberg unterhält die Gesellschaft ein immunologisches Labor mit großem Potenzial auf dem Sektor der Biologicals. Hier geht man in der Branche von einem jährlichen Wachstum von mehr als 13 % aus, verglichen mit einem fast statischen Wachstum von 0,9 % für die "small molecules". 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FOCUS CDD GmbH a. Ertragslage Die FOCUS CDD GmbH konnte im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse von 11,6 Mio. EUR (Vj. 16,1 Mio. EUR) erzielen. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) ging dabei von 15,6 Mio. EUR um 35,1 % auf 10,1 Mio. EUR zurück. In allen Bereichen, vor allem aber in der Phase I kam es zu starken Umsatzeinbußen. So brach der Umsatz bei den klinischen Studien durch den Wegfall von zwei A-Kunden um ca. 3,5 - 4,5 Mio. EUR ein. Der Anteil der PassThru-Kosten, also der nicht wertschöpfende Teil der Leistungserbringung betrug im Vergleich zum Vorjahr unverändert 23,8 % der Gesamtleistung. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 1,2 Mio. EUR (Vj. 0,2 Mio. EUR). Neben der in dem Geschäftsjahr vorgenommenen Auflösung des nach § 6b EStG gebildeten Sonderpostens mit Rücklageanteil (0,8 Mio. EUR, Vj. 0 Mio. EUR), sind hierin im Wesentlichen Mieterlöse, Erlöse aus einem Werkvertrag, Kantinenerlöse und weiterberechnete Kosten für Leistungen an Dritte sowie für verbundene Unternehmen enthalten. Der Materialaufwand betrug 4,1 Mio. EUR (Vj. 5,6 Mio. EUR), zugleich stieg die Materialquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) von 35,6 % auf 40,7 % an. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um sogenannte Pass-Thru Kosten, die 1:1 an die Sponsoren weiterberechnet werden. Diesen Kosten stehen Pass-Thru Erlöse in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vj. 3,7 Mio. EUR) gegenüber. Der Rohertrag - definiert als Gesamtleistung abzüglich Materialkosten bezogen auf die Gesamtleistung - ging von 10,1 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR bzw. von 64,4 % auf 59,3 % zurück. Hierin sind außerordentliche Effekte durch Verlustprojekte und Anpassung von Bewertungsmaßnahmen in Höhe von 0,9 Mio. EUR enthalten. Der Personalaufwand war im Geschäftsjahr 2010 durch Restrukturierungsmaßnahmen von 6,2 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR gestiegen. In diesen Aufwendungen sind Ausgaben für die Transfergesellschaft, Abfindungszahlungen an ausgeschiedene Mitarbeiter sowie Rückstellungen für ausstehende Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter der Gesellschaften des Alteigentümers in Höhe von insgesamt 1,2 Mio. EUR enthalten bzw. zum Stichtag berücksichtigt. Im Rahmen des verhandelten Sozialplanes wurde die Anpassung der Anzahl der Mitarbeiter an die Marktgegebenheiten beschlossen. So wurden die Kapazitäten von 89 Mitarbeitenden ab Oktober 2010 bis zum Ende des Geschäftsjahres auf 77 Personen reduziert. Die Personalmaßnahmen werden im Juli 2011 abgeschlossen sein. Danach beträgt die geplante Personalstärke der FOCUS CDD GmbH 60 Mitarbeitende. Die Abschreibungen der Gesellschaft lagen für das Geschäftsjahr bei 0,6 Mio. EUR (Vj. 0,4 Mio. EUR), wovon außerordentliche Abschreibungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR im Wesentlichen aufgrund eines nicht mehr werthaltigen Patentes vorgenommen werden mussten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 5,2 Mio. EUR (Vj. 4,9 Mio. EUR). In diesem Sammelposten sind vornehmlich Vertriebs- und Verwaltungskosten, Raumkosten, Erhöhung von Wertberichtigungen, Kantinenkosten, Zuführung zu sonstigen Rückstellungen und Intercompany-Verrechnungen enthalten. Ebenfalls berücksichtigt sind darin Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens für nicht mehr genutzte Mietereinbauten. Der durch Restrukturierungsmaßnahmen verursachte außerordentliche Effekt beträgt 1,0 Mio. EUR. Bedingt durch Sondereffekte von insgesamt -2,8 Mio. EUR, erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr einen EBITDA - operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Abschreibungen - in Höhe von -4,5 Mio. EUR (Vj. -0,8 Mio. EUR). Das Finanzergebnis - ermittelt aus den Finanzaufwendungen abzüglich der Finanzerträge - betrug -0,25 Mio. EUR nach 0,02 Mio. EUR im Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug -5,4 Mio. EUR (Vj. -1,2 Mio. EUR), bereinigt um die Sondereffekte lag der Verlust bei -2,6 Mio. EUR. Das außerordentliche Ergebnis fiel mit 1,0 Mio. EUR (Vj. 0,02 Mio. EUR) positiv aus. Ursächlich für diese positive Entwicklung waren latente Steuererträge in Höhe von 1,0 Mio. EUR, welche im Wesentlichen aus der zukünftigen Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen resultierten. Der Jahresfehlbetrag belief sich auf -4,5 Mio. EUR (Vj. -1,1 Mio. EUR). b. Vermögenslage Die Bilanzsumme der FOCUS CDD GmbH lag zum 31. Dezember 2010 bei 10,7 Mio. EUR (Vj. 7,6 Mio. EUR). Das Anlagevermögen wurde von nicht mehr werthaltigen Posten bereinigt und belief sich auf 1,6 Mio. EUR (Vj. 3,1 Mio. EUR). Ihr Anteil an der Bilanzsumme betrug 15,3 % nach 41,4 % im Vorjahr. Eine wesentliche Position stellt das nicht betrieblich notwendige Grundstück und Gebäude im Wert von 1,4 Mio. EUR (Vj. 1,6 Mio. EUR) dar, das im Januar 2011 veräußert wurde. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 0,05 Mio. EUR (Vj. 0,17 Mio. EUR) in das Anlagevermögen investiert. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 2,7 Mio. EUR bzw. 24,7 % (Vj. 3,3 Mio. EUR bzw. 44,1 %). Als wesentlicher Posten sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vj. 1,8 Mio. EUR) zu nennen. Die Vorräte sind durch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen komplett finanziert. Nach Abzug der erhaltenen Anzahlungen vom Vorratsvermögen verblieb ein Überschuss der erhaltenen Anzahlungen über die Vorräte zum Ende des Berichtszeitraumes von -0,3 Mio. EUR. Die Zahlungsmittel der FOCUS CDD GmbH lagen bei 0,5 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wurden aktive latente Steuern in Höhe von 1,2 Mio. EUR gebildet, davon entfielen 0,8 Mio. EUR auf innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbare Verlustvorträge. Aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen und Bereinigung nicht werthaltiger Bilanzpositionen, aber auch bedingt durch das schwache operative Geschäft, wies die Bilanz per 31. Dezember 2010 einen nicht durch das Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 5,2 Mio. EUR (Vj. 0,9 Mio. EUR) aus. Die Rückstellungen der FOCUS CDD GmbH beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 5,5 Mio. EUR (Vj. 4,3 Mio. EUR), davon betrugen die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 3,3 Mio. EUR (Vj. 3,1 Mio. EUR). Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Personalrückstellungen. Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betrugen 5,2 Mio. EUR (Vj. 2,5 Mio. EUR). Die wesentlichen Posten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Vj. 1,2 Mio. EUR) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vj. 0,4 Mio. EUR). c. Finanzlage Am Geschäftsjahresende 2010 verfügte die FOCUS CDD GmbH über eine Kreditlinie in Höhe von 1,95 Mio. EUR. Der Finanzmittelfonds betrug saldiert -0,8 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR). Der Mittelabfluss in Höhe von 1,5 Mio. EUR setzt sich wie folgt zusammen: · Unter Berücksichtigung der nicht zahlungswirksamen Erfolgspositionen beträgt der Operative Cash Flow -5,5 Mio. EUR. Die Mittelfreisetzung aus dem Abbau des Working Capital in Höhe von 2,8 Mio EUR resultiert aus dem Abbau des Vorratsvermögens und der Forderungen in Höhe von 1 Mio EUR) sowie dem Aufbau der Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR). · Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 0,05 Mio. EUR resultiert aus Anschaffungen von Software und Betriebs- und Geschäftsausstattung. · Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrug einschließlich des Verkaufs der Wertpapiere des Anlagevermögens und der Aufnahme von Darlehen insgesamt 1,4 Mio. EUR. 5. Mitarbeiter Die FOCUS CDD GmbH beschäftigte zum Jahresende 2010 insgesamt 77 Mitarbeiter inklusive 1 Auszubildenden. 6. Forschung & Entwicklung Im Geschäftsjahr 2010 wurden ca. 3 % des Umsatzes für Forschung und Entwicklung aufgewendet. 7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Das Unternehmen fördert ihre Mitarbeiter durch zielgerichtete und punktuelle Weiterbildungsmaßnahmen. Es werden sowohl fachliche als auch persönliche Schulungen zur Weiterentwicklung der Mitarbeiter und damit zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens durchgeführt. Leistungsorientierte Vergütungssysteme haben sich bei der Förderung und Bindung von Führungskräften und Mitarbeitern aus dem mittleren Management bewährt. Kunden- und Lieferantenbeziehung Das Kunden- und Lieferantenportfolio der FOCUS CDD GmbH ist stark diversifiziert und international breit gestreut. Von den Top-30 Pharmaunternehmen weltweit zählen mehr als 60 % zum festen Kundenstamm der FOCUS CDD GmbH. 8. Darstellung der Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit der FOCUS CDD GmbH Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Chancen und Risiken verbunden. Risiko wird in der FOCUS CDD GmbH definiert als die Gefahr des Nicht-Erreichens von unternehmerischen Zielen bzw. des Nicht-Umsetzen Könnens von Strategien. Chancen unternehmerischen Handelns werden ergriffen, wenn sich aus den zugrunde liegenden Tätigkeiten ein positiver Beitrag zum Unternehmenswert der FOCUS CDD GmbH ergibt. Die Darstellung der Chancen und Risiken basiert auf der aktuellen Unternehmenssituation und der Annahme, dass sich diese auch in den nächsten 2 Jahren nicht wesentlich verändern wird. Risikomanagement und Risikoprofil Das Risikomanagement der FOCUS CDD GmbH soll die Gefahr des Nicht-Erreichens von unternehmerischen Zielen und Strategien bewerten und wenn möglich Handlungsalternativen aufzeigen sowie unternehmerische Chancen bewerten und entwickeln. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt die Geschäftsführung der FOCUS CDD GmbH. Das operative Risikomanagement liegt bei der kaufmännischen Leitung der FOCUS CDD GmbH. Sie identifiziert und bewertet im Rahmen des wöchentlichen bzw. monatlichen Berichtsprozesses systematisch die entsprechenden Chancen und Risiken aus dem Unternehmensgeschäft und erstattet hierüber regelmäßig Bericht an die Geschäftsführung und an den Beirat. Letztem gehören auch die Vertreter des Gesellschafterkreises an. Das Geschäft ist durch langjährige Kundenbeziehungen mit den großen Pharmaunternehmen und mit hoher Reputation als Qualitätsanbieter gekennzeichnet und kann damit konsequent bestehende Wachstumschancen im Markt nutzen. Durch das neu eingeführte proaktive Forderungsmanagement sollen die Ausfälle für Kundenforderungen weiter reduziert werden können. Die Ergebnissituation der Gesellschaft wird sich durch die Einführung des Projektcontrollings zunehmend verbessern. Eine weitreichende Kompetenz- und Unterschriftenregelung runden das Risikomanagement der FOCUS CDD GmbH ab. Chancen Chancen bieten sich der FOCUS CDD GmbH vor allem in der Phase I mit der Fokussierung auf Japaner- und FIM-Studien. Mit der marktgerechten Anpassung der Kosten- und Leistungsstruktur wird in diesem Business Segment mit einer nachhaltigen Ertragsverbesserung gerechnet. Insbesondere durch die Erweiterung der Bettenkapazitäten am Standort Neuss von 24 auf 58 Übernachtungsbetten können nunmehr auch Studien in größeren Kohorten durchgeführt werden. Ein höheres Übernachtungsvolumen führt zu einer Absenkung der Fixkosten pro Übernachtung. Risiken Absatzmarktbezogene Risken In 2011 liegen die wesentlichen Risiken in der Verschiebung von Studien in der Phase I und den sich daraus ergebenden Fixkostenremanenzen. Beschaffungsmarktbezogene Risiken Aufgrund der nachrangigen Bedeutung der Materialaufwendungen für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft lassen sich derzeit keine wesentlichen Risiken ableiten. Allerdings ist infolge der Verbesserung der allgemeinen konjunkturellen Lage in 2011 mit Verlängerung der Lieferzeiten zu rechnen. Diesem Umstand wird in der Gesellschaft entsprechend Rechnung getragen. Finanzrisiken Risiken, die aus Fremdwährungsgeschäften resultieren, werden bei Bedarf durch Termingeschäfte abgesichert. Das Zahlungsausfallrisiko wird durch den Abschluss geeigneter Zahlungsbedingungen und Möglichkeiten der Absicherung des Delkredererisikos minimiert. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken wird durch wöchentliche Liquiditätsplanungen begegnet. Die FOCUS CDD GmbH wird auch weiterhin auf die Finanzierung durch Intercompany-Darlehen angewiesen sein. Dies ist durch ausreichende Kreditlinien in Höhe von 2,7 Mio. EUR gewährleistet. Personal Wie in anderen Branchen auch, ist es weiterhin schwierig gut qualifiziertes Personal für den Bereich anspruchsvoller internationaler Vertriebsaufgaben zu rekrutieren. Risiken in Bezug auf Erfüllung der regulatorischen Anforderungen bzw. besonderer Risiken in Bezug auf die Durchführung von klinischen Studien wird in der Vertragsgestaltung besondere Beachtung geschenkt. Entsprechende Risikovorsorge und versicherungstechnischer Deckungsschutz ist vorhanden. 9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Anteile an der Focus Clinical Drug Development GmbH, Neuss, wurden von der Nuvisan International Holding UG mit Wirkung zum 1. Januar 2011 an die ADCURAM Pharma Holding GmbH, München, veräußert. Die Gesellschaft wird damit ab 1. Januar 2011 in den Konzernabschluss der ADCURAM Group AG einbezogen, die den Konzernabschluss für alle in den Konsolidierungskreis der ADCURAM Group einbezogenen Unternehmen aufstellt. Die ADCURAM Group AG erstellt ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Konzernabschluss ist beim Handelsgericht Wien unter der Firmenbuch-Nummer FN 283 041 erhältlich. Der Konzernabschluss der ADCURAM Group AG, Wien, berücksichtigt die Bestimmungen der 4. und 7. EG-Richtlinie. Die FOCUS CDD GmbH weist zum 31. Dezember 2010 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 5,2 Mio. EUR aus. Der Überschuldungstatbestand wurde durch das Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FMStG) neu geregelt, so dass eine insolvenzrechtliche Überschuldung gegeben ist, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Diese zunächst bis zum 31. Dezember 2010 befristete Regelung wurde durch das Gesetz zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen bis zum 31. Dezember 2013 verlängert. Basierend auf der Mittelfristplanung geht die FOCUS CDD GmbH von einer positiven Fortbestehensprognose aus. Hinsichtlich weiterer Ausführungen zu der Mittelfristplanung verweisen wir auf Punkt "10. Umstrukturierung und Weiterentwicklung der FOCUS CDD GmbH in 2010/2011" sowie "11. Ausblick". Die Tochtergesellschaft Focus Clinical Drug Delopment Nederland B.V. wurde am 1. März 2011 liquidiert. Die Gesellschaft hat am 4. Januar 2011 ein Grundstück und Gebäude in Düsseldorf veräußert. 10. Umstrukturierung und Weiterentwicklung der FOCUS CDD GmbH in 2010/11 Bedingt durch den Wegfall von zwei A-Kunden, Projektverschiebungen und dem Preisverfall in den klinischen Studien ging der Auftragseingang seit Ende 2009 deutlich zurück. Daraus resultierte in 2010 ein Umsatzrückgang um 4,5 Mio. EUR von 16,1 Mio. EUR auf 11,6 Mio. EUR. Die mangelnde Effizienz der Vertriebsarbeit einerseits und die fehlende Anpassung der Kosten- und Leistungsstruktur des Unternehmens an die geänderten Marktverhältnisse andererseits verursachten dadurch einen Ergebniseinbruch in 2009, der sich in 2010 rasant fortsetzte. Ohne externe finanzielle und strukturelle Unterstützung steht die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens in Frage. Am 18. Oktober 2010 wurde daher die Gesellschaft von ihrem Alteigentümer an die Nuvisan International Holding UG, München, veräußert. Nur durch die Integration der FOCUS CDD GmbH in die Nuvisan-Gruppe mit der einhergehenden Sanierung der Gesellschaft ist der Bestand des Unternehmens zu sichern. Auf der anderen Seite bedeutet die hervorragende Reputation der FOCUS CDD GmbH im Early-Stage Bereich für die Nuvisan-Gruppe eine die Gruppe verstärkende und strategische Ergänzung für die Phase I, die sich eine internationale Spitzenposition in diesem Bereich erarbeitet hat. Das Konzept des Neueigentümers sieht vor für die Nuvisan-Gruppe den Standort Neuss als Zentrum für Early Clinical Development mit Fokus auf Japaner-Studien, FIM- (First-in-man) zu entwickeln. Das immunologische Labor, das zur Zeit in Heidelberg angesiedelt ist, wird im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs auf die Nuvisan GmbH, Neu-Ulm, übertragen. Somit sind alle Laboraktivitäten der Nuvisan-Gruppe an einem Standort zentralisiert, wodurch weitere Synergieeffekte gehoben werden können. Auch die kleineren Geschäftsbereiche Labor und Pharmazie sowie die Phase II-VI werden mit den Aktivitäten der Nuvisan-Gruppe - überwiegend in Neu-Ulm - zusammengelegt und die entsprechenden Aktivitäten am Standort in Neuss eingestellt. Durch die zentral gesteuerten Vertriebsaktivitäten und der Wahrnehmung der zentralen Supportfunktionen durch das Shared Service Center in Neu-Ulm sollen die Effizienz gesteigert und weitere Kosteneinsparungspotenziale gehoben werden. Durch Bündelung aller Overheadfunktionen in der Nuvisan-Gruppe, einem konsequenten Kostenmanagement, des gemeinsamen Auftretens am Markt in der Phase I und die Anpassung der Organisation an die neue Leistungsstruktur durch Abbau von 48 Mitarbeitenden wird die Kernkompetenz Phase I nachhaltig gestärkt. Die im November 2010 angestoßenen Personalmaßnahmen sind zwischenzeitlich umgesetzt. Die Krise in der Branche der forschenden Pharma-Unternehmen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der operativen Restrukturierung der Gesellschaft führten zu einer angespannten Liquiditätsentwicklung und erforderte letztendlich eine weitergehende Restrukturierung und Anpassung der Infrastruktur im Dezember 2011, um Studien in Neuss nachhaltig profitabel abwickeln zu können. Die hierfür notwendigen Maßnahmen wurden in einem Interessensausgleich und Sozialplan mit dem Betriebsrat vereinbart, der ab Januar 2012 umgesetzt werden wird. Dieser Redimensionierungsplan sieht vor, dass sämtliche Zentralfunktionen und Overheadfunktionen abgebaut werden oder extern bezogen bzw. wahrgenommen werden, ohne dass der operative Klinikbetrieb dadurch beeinträchtigt wird. Gleichzeitig wird am Standort Neuss die Bettenkapazität von 24 auf 58 Übernachtungsbetten erweitert, so dass auch Studien in größeren Kohorten durchgeführt werden können. Mangels geeigneter Infrastruktur mussten Studien in 2011 abgesagt bzw. an die Schwestergesellschaft abgegeben werden. Mit Vertrag vom 2. August 2011 wurde FOCUS von der Schwestergesellschaft, der Nuvisan GmbH, ein Darlehensrahmen in Höhe von insgesamt 1.500 TEUR eingeräumt. Die Darlehen werden im Falle der Ziehung jeweils bis zum 31. Dezember eines Jahres gewährt. Wird eines der Darlehen nicht von einer der Vertragsparteien gekündigt, verlängert sich die Laufzeit um jeweils ein Jahr. Darüber hinaus hat die Nuvisan GmbH der Gesellschaft einen Forderungsbetrag in Höhe von 777 TEUR bis zum 30. Juni 2012 gestundet. Mit Darlehensvertrag vom 31. Mai 2011 wurde der Gesellschaft von der Commerzbank AG ein Betriebsmittelkreditrahmen in Höhe von 2.700 TEUR zur Verfügung gestellt. Der Betriebsmittelkredit hat eine Laufzeit bis zum 31. August 2012. Der Fortbestand der Gesellschaft hängt insbesondere davon ab, dass die im Dezember 2011 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen in 2012 erfolgreich umgesetzt und dadurch die erforderlichen Ergebnisbeiträge erzielt werden sowie die beschriebene konzerninterne und externe Finanzierung weiter dem Unternehmen zur Verfügung steht und im Bedarfsfall ausgeweitet wird. 11. Ausblick Nach der Restrukturierung in 2010 und der zusätzlichen Umstrukturierung mit Anpassung der Infrastruktur Anfang 2012 wurde für die Mittelfristplanung 2012 - 2015 ein konservatives Wachstum im klinischen Bereich der FOCUS CDD GmbH unterstellt. Insgesamt beeinflusst die Integration der FOCUS CDD GmbH in die Nuvisan-Gruppe positiv das Phase I Geschäft der Gesellschaft. In der Phase I wird die Durchführung klinischer Studien - sowohl am Standort in Neu-Ulm als auch bei der FOCUS CDD GmbH in Neuss - erfolgen und dabei die systematische Zusammenlegung der Phase I Aktivitäten vorangetrieben. Durch die gute Reputation der FOCUS CDD GmbH am Markt profitiert die gesamte Nuvisan-Gruppe zusehends durch neue Studien. Ziel ist es in der Klinik in Neuss überwiegend First-in-man (FIM) und Ethno-bridging Studien durchzuführen, während die Nuvisan GmbH am Standort in Neu-Ulm für First-in-Patient (FIP) und Pharmacokinetics (PK) Studien mit großer Probandenzahl prädestiniert ist. Die Anzahl der Anfragen für 2012 ist im 4. Quartal 2011 auf ein sehr hohes Niveau gestiegen. Die potenziellen Vergaben für Aufträge im ersten und zweiten Quartal 2012 liegen deutlich über den Erwartungen. Nach einem Umsatzrückgang in 2011 mit einem negativen operativen Ergebnis in Höhe von 1,7 Mio. EUR plant die FOCUS CDD GmbH für die Jahre 2012 bis 2013 steigende Umsätze sowie wieder ein positives operatives Ergebnis in 2012 von 0,3 Mio. EUR und in 2013 von 0,5 Mio. EUR. [1] Herbstgutachten des Sachverständigenrates vom 14. November 2010
Neuss, 31. Januar 2012 Dr. Dietrich Bruchmann, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FOCUS Clinical Drug Development GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FOCUS Clinical Drug Development GmbH, Neuss. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt "10. Umstrukturierung und Weiterentwicklung der FOCUS CDD GmbH in 2010/11" ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft insbesondere davon abhängt, dass die im Dezember 2011 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen in 2012 erfolgreich umgesetzt und dadurch die erforderlichen Ergebnisbeiträge erzielt werden sowie die konzerninterne und externe Finanzierung weiter dem Unternehmen zur Verfügung steht und im Bedarfsfall ausgeweitet wird.
Düsseldorf, den 31. Januar 2012 KPMG
AG
Pietsch, Wirtschaftsprüfer Heilmann, Wirtschaftsprüferin |
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