Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 7677
Eingetragen
26.11.1999
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion, Herstellung, Vertrieb, Groß- und Einzelhandel, Im- und Export sowie die Handelsvertretung von Produkten, Bauteilen, Zubehör und aller damit verbundenen Arbeiten, aus dem Bereich der Elektronik, Elektrotechnik und des Maschinenbaus sowie Softwareentwicklung , Softwarevertrieb und Dienstleistungen der Datenverarbeitung .

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Vitzithum
seit 13.11.2024
Vorsitzender des Vorstands
Vorstandsmitglied
Alexander Kehl
seit 22.8.2024
Prokura
Felix Dingermann
seit 27.9.2022
Vorstandsmitglied
Prokura
Marcus Brendl
seit 21.6.2021
Prokura
Peter Schwinn
seit 21.6.2021
Prokura
Alexander Goltz
seit 25.7.2018
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
33.40%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BRODOS AG

Baiersdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

der Firma Brodos AG

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen und Geschäftsmodell

II. Forschung und Entwicklung

III. Wirtschaftsbericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

b) Entwicklung am Telekommunikationsmarkt

2. Geschäftsverlauf

3. Finanzlage

4. Vermögenslage

5. Ertragslage

6. Gesamtaussage

7. Finanzielle Leistungsindikatoren

IV. Risiken, Chancen und Prognose

1. Management von Chancen und Risiken

2. Prognosen zum Geschäftsverlauf und zur Lage

V. Riskioberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

VI. Ausblick und voraussichtliche Entwicklung

I. Grundlagen und Geschäftsmodell

Als einer der führenden Mobilfunkausstatter Deutschlands, bezieht die Brodos AG ihre Artikel direkt von allen führenden Geräte-Herstellern und arbeitet eng mit sämtlichen Netzbetreibern in Deutschland zusammen. Brodos beliefert und betreut dabei mehrere tausend Einzelhändler in Deutschland, sowie Großkunden und im Direktgeschäft mehr als die Hälfte der im DAX gelisteten Konzerne. Mit dem marktführenden Omni-Channel Shopkonzept "Der vernetzte Laden", macht Brodos das stationäre Ladengeschäft zum begehbaren Online-Shop. Über den intuitiven brodos.net Kiosk mit interaktiven Touchdisplay, kann der stationäre Handel ein riesiges Produktsortiment anbieten, wie man es sonst nur bei Onlineshops findet.

II. Forschung und Entwicklung

Die Brodos AG tätigte Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Lösungen und Produkte, sowie Neuentwicklungen. Es werden Lösungen in der IT-Systemlandschaft für Kunden im brodos.net vorangetrieben, in dem auch die Online-Einkaufsplattform Marketplace, der Online-Artikelkatalog, der Kiosk und my-Store.tv herausgebracht und nutzbar gemacht wurden. Damit erhöht sich die Sichtbarkeit für Endkunden und somit wird der Marktzugang weiter gesteigert.

Zum Teil wurde auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der Brodos India Ltd. zurückgegriffen.

Von den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der Periode (TEUR 1.538) entfallen TEUR 65 auf aktivierte Entwicklungskosten. Darauf entfallen Abschreibungen in Höhe von TEUR 11.

III. Wirtschaftsbericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Folgen der globalen Krisen belasten die deutsche Wirtschaft. Laut Angaben des statistischen Bundesamtes, ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Für das Jahr 2024 rechnet die Bundesregierung nur noch mit einem preisbereinigten Wachstum von 0,2%. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein.

b) Entwicklung am Telekommunikationsmarkt

In 2023 ist die Anzahl der Mobilfunkverträge um 16 Mio. auf 185 Mio. gewachsen. Nach Angaben der Marktführer Telekom, Vodafone und Telefonica war auch 2023 weiter geprägt von einer Verlagerung weg vom Prepaid- hin zu zunehmend mehr lukrativeren Postpaid-Geschäft.

Die Anzahl der aktiven Breitbandanschlüsse legte nach Informationen der Bundesnetzagentur im Jahr 2023 um knapp 2,4 Prozent zu. Somit gab es zum Jahresende 2023 rund 38,4 Mio. aktive Breitbandanschlüsse.

Der deutsche Markt für Smartphones, Apps und Mobilkommunikation soll 2024 auf 38,9 Milliarden Euro wachsen. Dies ist, mit einer Steigerung von 1,3 Prozent zum Vorjahr, neuer Höchststand.

2024 werden laut ersten Berechnungen der Bitkom mit 21,8 Millionen Geräten, 8,4 Prozent mehr Smartphones verkauft als im Vorjahr, als es 20,1 Millionen Stück waren. Der Durchschnittspreis pro Smartphone soll in diesem Jahr sinken. Wurden 2023 im Schnitt 567 Euro pro Gerät ausgegeben, sind es 2024 nur noch 523, also 7,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Größter Wachtumstreiber ist wie in den Vorjahren der Ausbau des 5G Netzes und die Premiumisierung.

Durch robuste Geräte, hohe Investitionen in den Netzausbau und stabile Absatzzahlen, gehen die Branchenexperten für 2024 von einem wachsenden Smartphone-Markt aus.

2. Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung der Brodos AG hat sich auf 418 Mio. EUR verringert. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 11,5%. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die veränderte politische Lage zurückzuführen. Trotz des Umsatzrückgangs konnte der Rohertrag mit 32,6 Mio.EUR konstant gehalten werden. Ursächlich ist der steigende Anteil an Services, insbesondere für Geschäftskunden.

Im Bereich Fachhandel profitiert Brodos weiterhin an Langzeitverträgen sowie an Mobiltelefonen aus dem unteren und mittleren Preissegment. Die Preissensibilität der Kunden im Fachhandel und der damit verbundenen Vertragsoptimierung führte zu einer Zunahme im Vertragsneugeschäft. Der Bereich der Geschäftskunden und Konzernkunden ist besonders für Absatz von hochwertigen Mobiltelefonen lukrativ, ebenso entwickelt sich hier das Geschäft mit zusätzlichen Services insbesondere im Bereich Sicherheit sehr rasant. Im Bereich Telco Operation ist der Umsatz auf Vorjahresniveau, wobei durch Optimierungen in den Prozessen das Ergebnis gesteigert werden konnte. Für den Bereich LEH ist ein deutlicher Umsatzrückgang zu verzeichnen, was an der Konjunkturphase festzumachen ist.

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer reduzierte sich von 424 in 2022/2023 auf 409 in 2023/2024.

3. Finanzlage

31.03.2024
TEUR
31.03.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
Ausgegebenes Kapital 2.459 2.459 0
Gewinnrücklagen 385 385 0
Gewinnvortrag 17.714 18.490 -776
Jahresüberschuss 4.421 5.584 -1.163
Bilanzielles Eigenkapital 24.979 26.919 -1.939

Die Liquidität war wie im Vorjahr durch Warenbestand, das ABS System und die gewährten Zahlungsziele der Hersteller unverändert gut vorhanden. Die Brodos AG war jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Bestehende Zahlungsverpflichtungen aus Leasing- und anderen Finanzierungsverträgen sind aus dem Anhang zu entnehmen und können als überschaubar beziffert werden.

4. Vermögenslage

Investitionen im Anlagevermögen

Im laufenden Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 363 im Anlagevermögen getätigt. Die Anlagenintensität verminderte sich von 5,4 % auf 5,1 %. Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf EUR 0,68 Mio.

Investitionen in Entwicklung

Die Entwicklung der brodos.net Software wird konsequent weiterverfolgt. Als Partner der Industrie und des Fachhandels werden dabei deren wesentliche Anforderungen identifiziert und in der Software kontinuierlich weiterentwickelt und umgesetzt.

Finanzanlagevermögen

Als Finanzanlagevermögen werden neben der Beteiligung an der DaaS Partner GmbH und der Brodos India Ltd. die Anteile an der SCC GmbH (Fulda) ausgewiesen.

working capital

Das working capital (Umlaufvermögen ./. kurzfristiges Fremdkapital) reduzierte sich um TEUR 2.553 von 24.118 TEUR auf 21.565 TEUR.

Der Erhöhung der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

5. Ertragslage

Bei einer weiterhin bestehenden Ausrichtung auf das Inlandshandelsgeschäft waren die Umsatzerlöse um 11,5 % rückläufig.

Es wurde ein Rohertrag in Höhe von EUR 32,3 Mio. erzielt, die Rohertragsquote ist auf 7,7 % (Vorjahr: 6,9 %) gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich deutlich von TEUR 2.797 auf TEUR 3.292 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023/2024 haben sich auf EUR 10,4 Mio. erhöht (Vorjahr: EUR 9,7 Mio.). Dies war im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungsverluste (TEUR 859 Vorjahr TEUR 190) zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen haben sich bei einer leicht rückläufigen Mitarbeiteranzahl mit EUR 19,4 Mio. (i. Vj.: EUR 19,4 Mio.) konstant entwickelt.

Das Finanzergebnis hat sich deutlich um TEUR 805 auf TEUR 903 verringert. Maßgeblich war im Wesentlichen die Gewinnausschüttung der SCC GmbH (Fulda) in Höhe von TEUR 1.000, die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 900 niedriger ausgefallen ist.

Die Steuerbelastung ist auf TEUR 1.539 zurückgegangen (Vorjahr: TEUR 1.667).

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 4.421 (Vorjahr: TEUR 5.584).

Das EBITDA (Jahresüberschuss vor Zinsen, Steuern vom Einkommen und Ertrag und Abschreibungen) beträgt 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR).

6. Gesamtaussage

Unsere Vermögens- Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

7. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf dem erzielten Rohertrag (32,3 Mio. EUR, Vj. 32,7 Mio. EUR) und dem EBITDA, definiert als Jahresergebnis vor Steuern, Zinsergebnis und Abschreibungen (6,8 Mio. EUR, Vj. 8,3 Mio. EUR). Im Vorjahr wurde eine leichte Steigerung des Rohertrags und ein rückläufiges EBITDA prognostiziert. Das rückläufige EBITDA ist insbesondere durch Beteiligungserträge beeinflusst, die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 900 niedriger ausgefallen sind.

IV. Risiken, Chancen und Prognose

1. Management von Chancen und Risiken

Das Risiko einer Verschlechterung der Ertragslage auf Grund des Wegfalls wichtiger Kunden wird laufend beobachtet und analysiert. Im Zuge dessen werden verstärkt mögliche Kosteneinsparungspotentiale identifiziert und - sofern aus Sicht der Vorstandschaft angezeigt - auch umgesetzt. Nach wie vor stehen bei der Brodos AG die für ein etabliertes Kerngeschäft üblichen Risiken im Vordergrund, wie etwa die Produkt- und Preispolitik der großen Marktteilnehmer (Netzbetreiber und Hersteller) sowie die Entwicklung des Kundenbestands und die Überwachung seiner Bonität. Dazu zählen auch der Bedarf an spezialisiertem Personal in ausgewählten Positionen, die Leistungsfähigkeit der technischen Infrastruktur und allgemeine Marktrisiken wie Wettbewerbsstruktur und Marktpolitik der Netzbetreiber.

Zu den Schwerpunkten der Unternehmensstrategie gehören eine vorausschauende Positionierung im Marktumfeld, eine hohe Priorität der Produktentwicklung, orientiert an den Bedürfnissen der Kunden, und die Gewinnung sowie die weiterführende Kooperation mit neuen Partnern.

Diese Strategie spiegelt sich auch in dem Buch "Der vernetzte Laden" wider, welches seit Anfang Oktober 2015 erhältlich ist. Dort wird betont, wie wichtig eine gute Onlinestrategie für die Entwicklung des stationären Handels ist und aufgezeigt, wie der Einzelhandel den aktuellen Trend für sich nutzen kann. Alle Unternehmensbereiche der Brodos AG sind auf diese Strategie ausgerichtet und sind somit für die Zukunft aufgestellt.

Als führender Full-Service Mobilfunk-Dienstleister, der seine Artikel überwiegend direkt von den Geräteherstellern bezieht, sieht sich die Brodos AG auf der Beschaffungsseite qualitativ bestens aufgestellt. Wirtschaftliche Abhängigkeiten von Lieferanten und auch Kunden sehen wir nur bedingt als möglich. Es bestehen zwar mit den wesentlichen Lieferanten und Kunden enge Beziehungen, im Falle einer deutlichen Verschlechterung der Marktlage bzw. der Konditionen, werden wir die Vertragsbeziehungen allerdings dem Grunde nach überprüfen.

Gegen Wettbewerbsrisiken wird grundsätzlich mit einer den Bedürfnissen entsprechenden Verkaufspolitik reagiert. Da wir für wichtige Gerätehersteller die Preissteuerung über alle Vertriebskanäle übernehmen, können wir uns gegenüber Wettbewerbern von Preisrisiken weitgehend abschotten.

Als weiteres potentielles Risiko wird der anhaltende Fachkräftemangel diagnostiziert. Dem begegnet die Brodos AG durch Personalentwicklungsmaßnahmen und Umstrukturierungen, um Qualifikationen und Prozesse weiter zu optimieren, sowie noch effizienter und effektiver zu nutzen.

Zur Kontrolle der Risiken hat die Brodos AG ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Im Rahmen des strategischen Controllings beobachten wir laufend die Marktentwicklungen und das Marktumfeld, insbesondere die Konkurrenz, wobei auf Studien führender Marktforschungsunternehmen (z. B. GfK, BITKOM, Statistisches Bundesamt) zurückgegriffen wird. Im Bereich der Produktentwicklung verfügt die Brodos AG über ein Projektmanagement und Qualitätssicherungssystem. Zur Überwachung des laufenden operativen Geschäfts setzt die Brodos AG auf eine eigenentwickelte Software, die zu jeder Zeit einen Überblick über die gegenwärtige und erwartete Situation des Unternehmens ermöglicht. Darüber hinaus führt das Management regelmäßig monatliche Analysen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch. Insgesamt ist der Vorstand davon überzeugt, die Risiken der zukünftigen Entwicklung in einem maximal möglichen Ausmaß begrenzt zu haben.

Die geopolitische Lage stellt weiterhin für die gesamte deutsche Wirtschaft eine sehr große Herausforderung dar. Dennoch ist, ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres, mit einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage auszugehen. Die Inflation ist deutlich zurückgegangen und soll auch weiterhin sinken. Dies und weitere Faktoren führen zu der Annahme, dass sich die deutsche Wirtschaft allmählich erholt und wieder an Dynamik gewinnt.

Aufgrund der breiten Aufstellung in Bezug auf Vertriebswege sieht sich die Brodos AG sehr gut aufgestellt. Konjunkturelle Risiken bestehen in naher Zukunft in konsumernahen Bereichen, insbesondere beim Absatz über den LEH sowie in Elektro-Flächenmärkten. Die Unternehmensführung ist aber optimistisch, potenzielle Umsatzrückgänge in diesem Bereichen durch Wachstumspotenziale in Umsatz und Marge mit Geschäftskunden sowie im Fachhandel mehr als auszugleichen. Dennoch sieht die Unternehmensführung der Brodos AG hier eine große Herausforderung für die Zukunft.

Der Vorstand der Brodos AG hat alle diese Risiken erkannt und tritt ihnen mit entsprechenden unternehmerischen Entscheidungen und internen Verfahrensregelungen entgegen. Insgesamt schätzt der Vorstand die Risiken der Gesellschaft als beherrschbar ein.

2. Prognosen zum Geschäftsverlauf und zur Lage

a) Gesamtwirtschaft

"Die deutsche Wirtschaft ist wie gelähmt". Im ersten Quartal 2024 dürfte die Wirtschaftsleistung ihren Rückgang zunächst fortsetzen. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Im kommenden Jahr soll die Wirtschaftsleistung zunehmen. Die Wachstumsprognose wurde für das laufende Jahr leicht herabgesetzt, für das Jahr 2025 jedoch leicht angehoben. Das zeigt die Frühjahrsprojektion 2024, die im März veröffentlicht wurde. Für das Jahr 2024 rechnet die EU-Kommission mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent (preisbereinigt). Unter anderem der Krieg in der Ukraine verschlechtert den Ausblick deutlich. Stützend für die Konjunktur war lediglich der private Konsum. Die Inflation sinkt seit einem Jahr zügig und erreichte im Februar 2024 mit 2,5% den niedrigsten Wert seit Juni 2021.

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Neben den im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten zählen die Guthaben und die Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten sowie die Finanzanlagen zu den eingesetzten Finanzinstrumenten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Grundsätzlich wird beim Management der Finanzdispositionen und bei Geldanlagen eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Zur Absicherung gegen Bonitätsrisiken überwachen wir sowohl das Zahlungsverhalten unserer Kunden als auch operative Verkaufszahlen und Rohertragsmargen, Lagerbestände und Einkaufsvolumen. Unser straffes Forderungsmanagement, sowie die Absicherung unserer Kunden durch eine Warenkreditversicherung minimiert das Risiko von Ertrags- und Liquiditätsrisiken durch Forderungsausfälle erheblich.

Wir verfügen zudem über eine breite Kundenstruktur ohne Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden. Die überwiegende Mehrzahl unserer Kunden befindet sich in soliden wirtschaftlichen Verhältnissen. Getragen wird diese Einschätzung vor allem durch die in unserem Verkaufsgebiet niedrige Anzahl an Insolvenzen sowie die geringe Anzahl an Debitorentagen.

Preisänderungsrisiken werden permanent überwacht und nötigenfalls erfolgt eine Weitergabe von Preissteigerungen an den Markt.

Liquiditätsrisiken werden in regelmäßigen Abständen durch tägliche Finanzplanung und Liquiditätsüberwachung (kurz- und mittelfristig) gemanagt.

VI. Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Zum 31.03.2024 besitzt die Brokelmann Beteiligungs GmbH 100,0 % der Anteile am Grundkapital der Brodos AG.

Der gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht des Vorstandes enthält folgende Schlusserklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder mit einem mit ihm verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2023/24 nicht getroffen oder unterlassen worden."

VII. Ausblick und voraussichtliche Entwicklung

Nach dem zuletzt auf hohem Niveau verbliebenen Absatz der Smartphoneverkäufe in 2023 wird der Markt auch für 2024 stabil erwartet. Mit einem laut Bitkom erwarteten Absatz von 21,8 Millionen Stück. Hierdurch wird voraussichtlich ein Gesamtumsatz von 11,4 Milliarden Euro erreicht. Durch die spürbare Konsolidierung im Markt sind weiterhin neue Potentiale auf zusätzliche Geschäfte für die Brodos möglich. Steigerungen der Durchschnittspreise werden aufgrund des zunehmenden Anteils chinesischer Hersteller nicht erwartet. Mittelfristig sehen wir in der Nachfrage von Geschäftskunden und Konzernkunden nach Mietmodellen (DaaS) weiherhin das höchste Wachstumspotenzial. Wir schaffen aktuell weiter die Voraussetzungen, um über die von uns bedienten Vertriebswege zukünftig der erste Ansprechpartner im Markt zu sein.

Aufgrund des Ausblicks für die gesamtwirtschaftliche Situation sind unsere Umsatzprognosen über alle Vertriebskanäle hinweg vorsichtig. Wir erwarten eine leicht positive Entwicklung der Umsatzerlöse in den einzelnen Vertriebskanälen. Im ersten Quartal ist ein leichter Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Wir gehen für das Gesamtjahr von einer leichten Steigerung des Rohertrags gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr aus. Weiterhin gehen wir aber beim EBITDA davon aus, dass wir leicht über dem Niveau des aktuellen Geschäftsjahres abschließen können.

 

Baiersdorf, den 12. Juli 2024

Dominik Brokelmann, Vorstandsvorsitzender

Stefan Vitzithum, Vorstand Distribution

Alexander Goltz, Vorstand Finanzen und Recht

Frank Lüttjohann, Vorstand Vertrieb Fachhandel

Felix Dingermann, Vorstand IT

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 4.979.002,08 5.198.707,24
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 212.062,39 287.316,99
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 109.756,68 123.319,14
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.305,71 163.997,85
II. Sachanlagen 1.066.473,09 1.205.923,65
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 2,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.066.471,09 1.205.921,65
III. Finanzanlagen 3.700.466,60 3.705.466,60
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.695.466,60 3.695.466,60
2. sonstige Ausleihungen 5.000,00 10.000,00
B. Umlaufvermögen 92.621.561,91 90.187.433,62
I. Vorräte 27.683.203,20 39.118.023,08
1. fertige Erzeugnisse und Waren 27.679.397,16 39.087.718,04
2. geleistete Anzahlungen 3.806,04 30.305,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 53.852.767,55 47.049.128,90
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.306.551,64 35.824.247,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.902.008,54 1.795.411,91
3. sonstige Vermögensgegenstände 13.644.207,37 9.429.469,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.085.591,16 4.020.281,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 412.204,64 344.502,75
Aktiva 98.012.768,63 95.730.643,61

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 24.979.458,90 26.918.607,39
I. ausgegebenes Kapital 2.458.850,00 2.458.850,00
1. Gezeichnetes Kapital 2.585.541,00 2.585.541,00
2. eigene Anteile -126.691,00 -126.691,00
II. Gewinnrücklagen 385.245,00 385.245,00
1. gesetzliche Rücklage 258.554,00 258.554,00
2. andere Gewinnrücklagen 126.691,00 126.691,00
III. Gewinnvortrag 17.714.219,39 18.490.211,98
IV. Jahresüberschuss 4.421.144,51 5.584.300,41
B. Rückstellungen 17.403.114,57 19.545.396,63
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.277.312,00 1.172.697,00
2. Steuerrückstellungen 738.775,42 2.532.493,96
3. sonstige Rückstellungen 15.387.027,15 15.840.205,67
C. Verbindlichkeiten 55.630.195,16 49.265.582,09
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.402.901,00 1.940.213,23
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.750,44 6.150,44
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.791.417,22 34.356.689,25
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 337.776,95 1.107.023,13
5. sonstige Verbindlichkeiten 10.092.349,55 11.855.506,04
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.057,50
Passiva 98.012.768,63 95.730.643,61

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 417.951.330,84 472.174.252,15
2. andere aktivierte Eigenleistungen 65.302,25 61.935,79
3. sonstige betriebliche Erträge 3.291.596,13 2.797.088,00
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 5.128,32 194.590,19
4. Materialaufwand 385.757.939,07 439.575.765,12
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 302.035.616,25 364.409.358,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 83.722.322,82 75.166.406,20
5. Personalaufwand 19.415.506,70 19.371.492,52
a) Löhne und Gehälter 16.481.299,47 16.234.311,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.934.207,23 3.137.180,54
davon für Altersversorgung 57.884,06 85.377,25
6. Abschreibungen 678.108,18 811.210,07
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 678.108,18 811.210,07
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.359.934,53 9.720.153,19
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.678,92 197.648,77
8. Erträge aus Beteiligungen 1.000.000,00 1.900.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 1.000.000,00 1.900.000,00
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.799,90 18,54
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86.575,73 24.511,05
davon aus verbundenen Unternehmen 2.941,41
davon Erträge aus Abzinsung 667,20 8.447,65
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 190.262,25 216.276,87
davon an verbundene Unternehmen 10.638,31
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.538.847,61 1.667.059,35
13. Ergebnis nach Steuern 4.461.006,51 5.595.848,41
14. sonstige Steuern 39.862,00 11.548,00
15. Jahresüberschuss 4.421.144,51 5.584.300,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

Brodos AG, Baiersdorf

I. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Allgemeines

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

- Firma BRODOS AG

- Sitz: Baiersdorf

- Registergericht Fürth, HRB 7677

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschrift des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB aufgeführten Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr mit wesentlicher Bedeutung fand nicht statt.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibung vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Zuschüsse angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Vermögensgegenstände deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 EUR nicht übersteigen, werden sofort als Abschreibung verbucht.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, werden diese angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip ist beachtet.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ausgewiesen für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Heubeck Richttafeln 2018 G" ermittelt. Grundlage ist das versicherungsmathematische Gutachten der NÜRNBERGER Business Beratungs GmbH.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und aus der Zeitwertbilanzierung des mit der Pensionsrückstellung saldierten Deckungsvermögens.

Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellung. Aus der Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern entstand ein Aktivüberhang, der in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht bilanziert wurde.

Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss enthält Posten, denen Beträge zu Grunde liegen, die auf fremde Währung lauten. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

II. ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens in der Bilanz zum 31.03.2024 ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 61 aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.538 an.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.04.2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Stand 31.03.2024
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 747.282,03 65.302,25 0,00 812.584,28
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 451.959,59 3.900,00 0,00 455.859,59
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.199.241,62 69.202,25 0,00 1.268.443,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 450.337,05 0,00 0,00 450.337,05
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3.644.102,71 394.200,77 18.708,49 4.019.594,99
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.094.439,76 394.200,77 18.708,49 4.469.932,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.695.466,60 0,00 0,00 3.695.466,60
2. sonstige Ausleihungen 10.000,00 0,00 5.000,00 5.000,00
Summe Finanzanlagen 3.705.466,60 0,00 0,00 3.700.466,60
Summe Anlagevermögen 8.999.147,98 463.403,02 18.708,49 9.438.842,51
Abschreibungen
Stand 01.04.2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Stand 31.03.2024
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 623.962,89 78.864,71 0,00 702.827,60
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 287.961,74 65.592,14 0,00 353.553,88
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 911.924,63 0,00 0,00 1.056.381,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 450.335,05 0,00 0,00 450.335,05
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 2.438.181,06 533.651,33 18.708,49 2.953.123,90
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.888.516,11 533.651,33 18.708,49 3.403.458,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.800.440,74 678.108,18 18.708,49 4.459.840,43
Nettobuchwerte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Stand 31.03.2024
EURO
Stand 31.03.2023
EURO
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 109.756,68 123.319,14
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.305,71 163.997,85
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 212.062,39 287.316,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 2,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 1.066.471,09 1.205.921,65
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.066.473,09 1.205.923,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.695.466,60 3.695.466,60
2. sonstige Ausleihungen 5.000,00 10.000,00
Summe Finanzanlagen 3.700.466,60 3.705.466,60
Summe Anlagevermögen 4.979.002,08 5.198.707,24

Eigenkapital

Angaben nach § 160 AktG:

Aktiengattung: nennbetragslose Stückaktien, die auf den Namen der Inhaber lauten.

Bestand an eigenen Aktien: 126.691 nennbetragslose Stückaktien (4,9 % des Grundkapitals) erworben am 03.03.2004 wegen Rückübertragungsverpflichtung eines ausgeschiedenen Vorstands.

Pensionsrückstellung

Der Erfüllungsbetrag für Pensionen i.H.v. 1.542.417 EUR wird mit dem Rückdeckungsanspruch i.H.v. 265.105 EUR verrechnet ausgewiesen.

Als Restlaufzeit wurden durchschnittlich 15 Jahre nach § 253 II HGB unterstellt. Der hierzu herangezogene durchschnittliche Rechnungszins der vergangenen 10 Jahre beträgt 1,83 %. Außerdem wurde eine Gehaltsdynamik von 0 % unterstellt, sowie eine Rentendynamik von 3,0 %. Als durchschnittliche Fluktuation der zugehörigen Personen wurde 0,0 % angenommen.

Der Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung beträgt 27.719 EUR und wurde mit der Veränderung des Deckungsvermögens in Höhe von -35.570 EUR saldiert.

Die fortgeschriebenen Anschaffungskosten der verrechneten Rückdeckungsansprüche betragen 253.280 EUR, der beizulegende Zeitwert beträgt 265.105 EUR.

Der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Jahren beträgt 1,8 % p.a. Der sich dabei ergebende Unterschiedsbetrag zwischen den Werten aus 7 Jahres und 10 Jahres Durchschnitt beträgt 9.923 EUR. Dieser Betrag ist für Ausschüttungszwecke gesperrt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Werbungskostenzuschüsse (TEUR 1.546, Vj. TEUR 1.584), Provisionen (TEUR 3.272, Vj. TEUR 3.599), ausstehende Rechnungen (TEUR 5.002, Vj. TEUR 4.313), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 81, Vj. TEUR 50) Kundenboni und -retouren (TEUR 797, Vj. TEUR 1.211) und Personalverpflichtungen (TEUR 2.263, Vj. TEUR 2.460).

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Verbindlichkeit zum 31.03.2024 Betrag (Vorjahr) davon mit einer Restlaufzeit
TEUR bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber 1.402,9 702,9 700,0 0,0
Kreditinstituten (1.940,2) (715,2) (1.225,0) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf 5,8 5,8 0,0 0,0
Bestellungen (6,2) (6,2) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten aus 43.791,4 43.791,4 0,0 0,0
Lieferungen und Leistungen (34.356,7) (34.356,7) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber 337,8 337,8 0,0 0,0
verbundenen Unternehmen (1.107,0) (1.107,0) (0,0) (0,0)
Sonstige 10.092,3 10.092,3 0,0 0,0
Verbindlichkeiten (11.855,5) (11.855,5) (0,0) (0,0)
- davon aus Steuern 2.263,2 2.263,2 0,0 0,0
(2.883,4) (2.883,4) (0,0) (0,0)
- davon im Rahmen 7,8 7,8 0,0 0,0
der sozialen Sicherheit (15,3) (15,3) (0,0) (0,0)
Summe 55.630,2 (49.265,6) 54.930,2 (48.040,6) 700,0 (1.225,0) 0,0 (0,0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

III. ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgliederung der Umsatzerlöse

TEUR
Hardware 325.852
Cardware 86.852
Sonstiges 6.059
Gesamt 417.951

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten ist unter Anwendung der Regelung des § 286 Abs. 2 S. 1 HGB unterblieben.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse je Vertriebskanal stellt sich wie folgt dar:

TEUR
Telco Retail 126.605
Telco Operators 35.287
Distribution Partners 50.314
Retail & Online 83.562
Consumer Electronic Stores 19.440
Konzernkunden 73.703
Firmenkunden 5.524
Special Channels 847
Kanalsteuerungsbudget 17.391
Sonstige Umsätze 5.278
Gesamt 417.951

Währungskursgewinne und -verluste

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 195) ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungskursverluste in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 198) enthalten.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 768 (Vorjahr: TEUR 5) enthalten, die die Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten betreffen. Diese stellen zugelich periodenfremde Erträge dar.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Forderungsverluste in Höhe von TEUR 859 (Vorjahr: TEUR 190) enthalten, die außergewöhnliche Aufwendungen darstellen. Diese stellen zugleich periodenfremde Aufwendungen dar.

Überleitung von Jahresergebnis zum Bilanzgewinn gemäß § 158 AktG

Jahresergebnis TEUR 4.421
Gewinnvortrag TEUR 17.714
Bilanzgewinn TEUR 22.135

IV. ERGÄNZENDE ANGABEN

Ausschüttungssperre

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ergibt sich eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 110 TEUR.

Aus der Zeitwertbilanzierung des Deckungsvermögens ergibt sich eine Ausschüttungssperre in Höhe von 12 TEUR.

Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Zum Bilanzstichtag sind gedeckte Forderungen von TEUR 9.266 (Vorjahr: TEUR 7.985) an eine Bank verkauft. Der Vorteil liegt in der Beschaffung liquider Mittel. Es besteht ein Ausfallrisiko in Höhe des vereinbarten Selbstbehaltes.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Es bestehen folgende, nach § 285 Nr. 3a HGB anzugebende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Aus Miet- und Pachtverträgen, die auf unbestimmte Zeit abgeschlossen sind, bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 656. Außerdem bestehen aus Leasingverträgen insgesamt Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.126, wovon TEUR 427 innerhalb eines Jahres fällig werden.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer

Die Anzahl der vom 01.04.2023 bis 31.03.2024 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Nicht leitende Angestellte 375
Leitende Angestellte 43
Gesamt 418

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Brokelmann Beteiligungs GmbH, Baiersdorf als Mutterunternehmen mit dem größten und kleinsten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Damit ist die Gesellschaft von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gem. § 291 Abs. 1 und 2 HGB befreit.

Angaben zu Leitungsorganen

Mitglieder des Vorstandes

Dipl. Ing. Dominik Brokelmann, Langensendelbach, Vorsitzender

Betriebswirt (IHK) Stefan Vitzithum, Möhrendorf, Vorstand operatives Geschäft,

Frank Lüttjohann, Schlüsselfeld, Vorstand Vertrieb Fachhandel

Alexander Goltz, Erlangen, Vorstand Finanzen und Controlling,

Felix Dingermann, Baiersdorf, Vorstand Digitalisierung und IT,

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes für deren Tätigkeit betrugen TEUR 1.857.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Anja Brokelmann, Raumdesignerin B.A bei der Brodos AG, Langensendelbach (Vorsitzende)

Herr Arndt Rußler, Geschäftsführer bei der INNOVEST Holding GmbH, Zirndorf und bei der INNOVEST ACHT GmbH, Zirndorf

Herr Paul Weber, Geschäftsführer Sales Performance GmbH Möhrendorf

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 9).

Anteilsbesitzliste

Gesellschaft Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres für das ein Jahresabschluss vorliegt
SCC GmbH ** Fulda 100,00 % 6.485 TEUR 1.421 TEUR
DaaS Partner GmbH ** Baiersdorf 100,00 % -524 TEUR -543 TEUR
Brodos India Ltd ** Ahmedabad 51,00 % 49.029 TRupia 11.064 TRupia

Zu ** : Geschäftsjahr 2023/2024

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.421.144,51 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 17.714.219,39 auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend durch mündliche Berichte über die aktuelle Geschäftsentwicklung, insbesondere über Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands in seinen regelmäßigen Sitzungen und Sondersitzungen gemeinsam mit dem Vorstand diskutiert. Im Geschäftsjahr fanden insgesamt 4 Sitzungen statt. In dieser wurden dem Aufsichtstrat erbetene Auskünfte und Zusatzinformationen unverzüglich zur Verfügung gestellt. Besondere Schwerpunkte der Aufsichtsratstagungen waren die Entwicklungsfortschritte neuer Produkte und die Entwicklung des Handelsgeschäfts. Daneben wurden ständig aktuelle Themen und Probleme mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates besprochen.

Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss der Brodos AG zum 31. März 2024 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr bis zum 31.03.2024 wurden von der Dr. Schwarz - Harrer - vom Ende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft und sind mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht wurden jedem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt und von den Aufsichtsratsmitgliedern geprüft.

Der Wirtschaftsprüfer informierte den Aufsichtsrat über die Pflichten in Zusammenhang mit ESG. Der Aufsichtsrat nimmt diese zur Kenntnis und setzt das gesetzliche Minimum um.

Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung vor, den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 in der vorliegenden Form festzustellen, sowie den Bilanzgewinn entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes zu verwenden.

Abschließend dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiter der Brodos AG für Ihre im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit.

 

Baiersdorf, den 22.07.2024

gez. Frau Anja Brokelmann, Vorsitzende

sonstige Berichtsbestandteile

Brodos AG, Baiersdorf

Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB

 

Baiersdorf, den 12. Juli 2024

Der Vorstand

Dominik Brokelmann, Vorstandsvorsitzender

Stefan Vitzithum, Vorstand Distribution

Alexander Goltz, Vorstand Finanzen und Recht

Frank Lüttjohann, Vorstand Vertrieb Fachhandel

Felix Dingermann, Vorstand IT

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Brodos AG, Baiersdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Brodos AG, Baiersdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.03.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brodos AG, Baiersdorf, für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.03.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fürth, den 15. Juli 2024

Dr. Schwarz - Harrer - vom Ende GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Walter Schwarz, Wirtschaftsprüfer

gez. Christian vom Ende, Wirtschaftsprüfer

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