Schott Glas Export GmbHLiquidiert

55120 Mainz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 6497
Eingetragen
29.4.1998
Branche
Großhandel mit FlachglasGroßhandel mit keramischen Erzeugnissen und GlaswarenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von keramischen Erzeugnissen, Glaswaren, Holzwaren a. n. g., sowie Flecht- und Korbwaren
Gegenstand
Der Vertrieb und Export von Produkten aus Glas, anderen Materialien und Materialkombinationen sowie von Maschinen, maschinellen Anlagen, Werkzeugen, Formenmaterialien und deren Bauteile. Der Handel mit Edelmetallen. Die Übernahme des Vertriebs und von Vertretungen der Produkte der Schott Gruppe sowie von Drittfirmen. Die Beratung in Marketing- und technischen Fragen sowie die Übernahme von Entwicklungsaufgaben und sonstigen Dienstleistungen. Die Gesellschaft kann auch andere Unternehmen, Repräsentanzen, Delegiertenbüros, Vertriebsbüros und Niederlassungen im Ausland gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen. Diese sind berechtigt, den Vertrieb oder die Vertretung der genannten Produkte der Schott Gruppe sowie von Drittfirmen zu übernehmen.

Historie

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Management

NameRolle
Manfred Miehe
seit 9.12.2009
Prokura
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SCHOTT AGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
244.400 €
94.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCHOTT Glas Export GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum 30. September 2011

Bilanz zum 30. September 2011

A k t i v a

30.9.2011 30.9.2010
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.691,78 105.572,60
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.379,04 2.927,39
52.070,82 108.499,99
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.264.443,33 3.500.914,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.582.076,53 9.188.149,48
3. Sonstige Vermögensgegenstände 72.183,45 18.918.703,31 402.471,60 13.091.535,14
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 271.837,74 165.255,63
19.190.541,05 13.256.790,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.671,30 19.630,10
19.264.283,17 13.384.920,86

P a s s i v a

30.9.2011
EUR
30.9.2010
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Gewinnvortrag 1.288.438,28 86.066,82
III. Jahresüberschuss 1.125.644,60 1.202.371,46
2.674.082, 88 1.548.438, 28
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 973.283,00 824.901,79
2. Steuerrückstellungen 296.066,11 285.076,58
3. Sonstige Rückstellungen 957.243,85 870.545,95
2.226.592, 96 1.980.524, 32
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 360.945,35 385.434,36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.813,54 27.757,34
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.736.845,88 8.812.991,75
4. Sonstige Verbindlichkeiten 76.654,94 629.774,81
14.180.259, 71 9.855.958, 26
D. Passive latente Steuern 183.347,62 0,00
19.264.283,17 13.384.920,86

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011

2010/2011 2009/2010
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 88.342.111,31 119.561.712,71
2. Sonstige betriebliche Erträge 20.456.127,26 20.221.205,33
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -85.073.306,91 -115.298.063,64
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.352.800,32 -1.384.367,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -255.320,13 -1.608.120,45 -316.785,10 -1.701.152,19
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -31.791,85 -45.927,10
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.684.269,32 -21.020.099,26
7. Erträge aus Beteiligungen 486,57 952,40
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 486,57 (i. Vj. EUR 952,40)--
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.429,15 4.660,62
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -79.106,91 -23.475,41
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.326.558,85 1.699.813,46
11. Außerordentliche Erträge 588.265,37 0,00
12. Außerordentliche Aufwendungen -285.626,00 0,00
13. Außerordentliches Ergebnis 302.639,37 0,00
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -503.347,62 -497.442,00
15. Sonstige Steuern -206,00 0,00
16. Jahresüberschuss 1.125.644,60 1.202.371,46

Anhang für das Geschäftsjahr 2010/2011

I. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften

Der Jahresabschluss zum 30. September 2011 der SCHOTT Glas Export GmbH, Mainz, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des G mbH G aufgestellt. Erstmals wurden die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (B i l M oG) geänderten Vorschriften angewendet.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind vermerkpflichtige Angaben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang enthalten. Bei der erstmaligen Aufstellung des Abschlusses nach B i l M oG wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechts des Artikels 67 Abs. 8 Satz 2 EG H G B nicht angepasst. Dadurch ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen teilweise nur eingeschränkt möglich.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten, gemindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die handelsrechtlichen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen drei bis zehn Jahre.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam erfasst, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 150,00 nicht übersteigen. Entsprechende Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Nach der vollständigen Abschreibung wird der Sammelposten im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden neben Einzelwertberichtigungen Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,5 % (i. V j. 1,5 %) für das al l gemeine Kreditrisiko gebildet. Der Prozentsatz wird auf Basis der in der Vergangenheit angefallenen Aufwendungen jährlich neu ermittelt.

Latente Steuern werden ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der SCHOTT Glas Export GmbH von derzeit 30,0 %. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine zu passivierende latente Steuer. Die ausgewiesenen Posten werden aufgelöst, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist. Der Aufwand oder Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ist in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten ?Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Den Pensionsrückstellungen liegen die Versorgungsordnung 2000 (VO 2000) sowie arbeitnehmerfinanzierte Einzelzusagen durch Entgeltumwandlung zu Grunde. Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen gemäß den Heubeck-Richttafeln 2005 G nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen bei den Gehältern von 3,00 % und bei Renten von 1,75 % bei arbeitgeberfinanzierten bzw. 1,00 % bei arbeitnehmerfinanzierten Pensionszusagen ausgegangen. Die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen basiert ferner auf einer jährlichen Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze von 3,00 % sowie einer Fluktuationsrate von 2,00 % p. a. Der zu Grunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beträgt 5,13 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die für die arbeitnehmerfinanzierten Pensionsverpflichtungen vorhandenen Rückdeckungsversicherungen sind an die Gläubiger verpfändet. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen.

Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen und für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden ebenfalls mit einem Rechnungszins von 5,13 % bewertet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden so bemessen, dass sie die Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags abdecken.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag des Geschäftsvorfalls in Euro bewertet. Zum Bilanzstichtag werden Verluste aus Kursänderungen berücksichtigt, Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten ?Sonstige betriebliche Erträge" bzw. ?Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Erträge aus der erstmaligen Anwendung des § 256a HGB sind unter den außerordentlichen Erträgen ausgewiesen worden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens und die Entwicklung während des Berichtsjahres sind aus dem Anlagenspiegel, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist, ersichtlich.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen und den Finanzausgleich (TEUR 2.507). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 8.606 (i. V j. TEUR 1.847) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus den noch zu fakturierenden Dienstleistungen (TEUR 62; i. Vj. TEUR 183). Die noch zu fakturierenden Dienstleistungen werden nicht unter den unfertigen Leistungen, sondern wie in den Vorjahren unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die im Vorjahr in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Entsprechend werden diese Vermögensgegenstände in diesem Geschäftsjahr nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zu Grunde liegenden Verpflichtungen saldiert ausgewiesen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Im Vorjahr hatten sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 166 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 2.674. Am Stammkapital sind zum Bilanzstichtag die SCHOTT AG, Mainz, mit TEUR 244 (94,0 %) sowie die SCHOTT-Rohrglas GmbH, Mitterteich, mit TEUR 16 (6,0 %) Stammeinlage beteiligt. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 973 (i. Vj. TEUR 825) umfassen Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus unternehmens- und arbeitnehmerfinanzierten Anwartschaften.

Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen auf Grund der BilMoG-Anpassungen zum 1. Oktober 2010 ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 270; dieser wurde im Berichtsjahr in voller Höhe zugeführt und unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Auf eine Ausübung des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde verzichtet.

In der Bilanz verrechnete Beträge zum 30. September 2011:

30.9.2011
EUR
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.173
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 200
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 973
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 200

Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung in den Zinsaufwendungen saldiert ausgewiesen:

2010/2011
EUR
Zinsaufwand aus Aufzinsung 63
Erträge aus Deckungsvermögen 4
59

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 654 (i. Vj. TEUR 596) und für Boni, Preisnachlässe in Höhe von TEUR 51 (i. Vj. TEUR 191) gebildet worden.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern SCHOTT AG, Mainz, in Höhe von TEUR 5.141 (i. Vj. TEUR 4.380) und SCHOTT-Rohrglas GmbH, Mitterteich, in Höhe von TEUR 4.043 (i. Vj. TEUR 4.054) enthalten. Die Verbindlichkeiten resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 5; i. Vj. TEUR 612) sowie kreditorische Debitoren (TEUR 72; i. Vj. TEUR 18).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben --wie im Vorjahr-- eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die passiven latenten Steuern setzen sich zusammen aus Aktivlatenzen in Höhe von TEUR 98 und Passivlatenzen in Höhe von TEUR 281, die saldiert ausgewiesen worden sind. Die Aktivlatenzen beruhen im Wesentlichen auf temporären handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertungsdifferenzen bei Pensionsrückstellungen, die Passivlatenzen bei der Stichtagskursbewertung von Fremdwährungsforderungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2010/2011
TEUR
2009/2010
TEUR
NAFTA-Rau m 82.675 118.604
Deutschland 165 20
Übrige Regionen 5.502 938
88.342 119.562

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Handelswaren.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Erträge aus der Weiterberechnung von Dienstleistungen von TEUR 12.803, Provisionserlöse von TEUR 2.868 sowie Kursgewinne von TEUR 4.499 enthalten.

Die periodenfremden Erträge (TEUR 92; i. V j. TEUR 24) betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Personalaufwand

Von den ausgewiesenen Personalkosten entfallen im Geschäftsjahr TEUR 16 (i. V j. TEUR 52) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen ergeben. Diese sind gemäß BilMoG ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 im Zinsergebnis zu erfassen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen weiter zu belastende Aufwendungen (TEUR 12.407), Kursverluste (TEUR 4.614), Provisionen (TEUR 1.511) und sonstige Dienstleistungen (TEUR 987).

Periodenfremde Aufwendungen sind im laufenden Geschäftsjahr nicht angefallen.

Zinsergebnis

In den Zinserträgen sind Zinserträge von TEUR 4 (i . V j. TEUR 3) von der SCHOTT AG enthalten. Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 19 (i . V j. TEUR 23) resultieren aus dem Cash Management mit der Gesellschafterin SCHOTT AG.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist auf Grund der Regelungen des BilMoG im Geschäftsjahr 2010/2011 erstmals der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 63 abzüglich Erträge aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 4 enthalten.

Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis resultiert ausschließlich aus der erstmaligen Anwendung der Bestimmungen des BilMoG. Daraus ergaben sich außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 588 auf Grund der erstmaligen Erfassung unrealisierter Währungs- und Kursgewinne und außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 286, die im Wesentlichen aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen resultieren.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steueraufwendungen betreffen laufende Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 320 und passive latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 183.

V. Aufstellung des mittelbaren und unmittelbaren Anteilsbesitzes zum 30. September 2011 gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil gem. § 285 Nr. 11 HGB Landes-währung Eigenkapital Jahresergebnis
in % (LW) LW EUR *) LW EUR *)
(Angaben in Tausend) (Angaben in Tausend)
Ausland
SCHOTT d.o.o., Zagreb,
Kroatien 100,00 HRK 255,44 34,97 232,58 32,23
SCHOTT Hellas E.P.E.
Thessaloniki, Griechenland 10,00 EUR 154,18 149,92

*) Bei Gesellschaften mit fremder Währung erfolgt die Umrechnung zum Stichtagskurs (Mittelkurs) per 30. September 2011

VI. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse/sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag liegen keine Haftungsverhältnisse bzw. sonstigen finanziellen Verpflichtungen vor.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte neben dem Geschäftsführer im Jahresdurchschnitt 22 (i. Vj. 26) Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars ist im Konzernabschluss der SCHOTT AG enthalten.

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Geschäftsführer im Berichtsjahr war:

 

Heidrun Juliane Schwabe, Wiesbaden

Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird gemäß § 286 A bs. 4 HGB verzichtet.

Konzernabschluss

Die SCHOTT AG, Mainz, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die SCHOTT Glas Export GmbH, Mainz, einbezogen ist. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

 

Mainz, den 12. Dezember 2011

Heidrun Juliane Schwabe, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010/2011

Anschaffungskosten
1.10.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.9.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.640,33 0,00 2.017,88 1.622,45
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 291.841,86 4.374,95 95.218,43 200.998,38
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.927,39 451,65 0,00 3.379,04
298.409,58 4.826,60 97.236,31 205.999,87
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2010
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
30.9.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.640,33 0,00 2.017,88 1.622,45
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.269,26 31.791,85 65.754,51 152.306,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
189.909,59 31.791,85 67.772,39 153.929,05
Buchwerte
30.9.2011
EUR
30.9.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.691,78 105.572,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.379,04 2.927,39
52.070,82 108.499,99

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010/2011

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb und Export von Produkten aus Spezialglas. Die Spezialglasprodukte werden vorrangig von Lieferanten aus dem SCHOTT Konzernverbund bezogen. Die Märkte der Gesellschaft sind Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Automotive, Optik und Architektur. Die Gesellschaft kann auch andere Unternehmen gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Unternehmens lag im Geschäftsjahr 2010/2011 unverändert gegenüber den Vorjahren primär im Export von Spezialglaserzeugnissen in den NAFTARaum. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft Repräsentanzen in Ost- und Südosteuropa, Israel und Ägypten, um von dort aus Dienstleistungen für Konzerngesellschaften zu vermitteln und zu erbringen.

Die Erholung der Weltwirtschaft setzte sich im ersten Halbjahr 2011 zunächst fort. Ab der Jahreshälfte jedoch verlor die wirtschaftliche Entwicklung an Dynamik. Vor allem die Risiken auf den Finanzmärkten und die nach wie vor ungelöste Schuldenproblematik vieler europäischer Länder und in den USA bremsten die wirtschaftliche Erholung. Der Anstieg der Weltproduktion liegt im Jahr 2011 voraussichtlich bei 2,6 % (i. Vj. 4,2 %).

In den Ländern Europas gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute für 2011 von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,8 % aus. Der US-amerikanische Markt wird hingegen voraussichtlich nur um 1,6 % wachsen.

Insgesamt wirkte sich die Wirtschaftsentwicklung des NA FTA-Raums negativ auf den Umsatz unserer Gesellschaft aus. Wie im Vorjahr hatten die Änderungen des Wechselkurses des Euros gegenüber dem US-Dollar einen leicht negativen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis. Der durchschnittliche Wechselkurs US-Dollar versus Euro hat sich von 0,7294 im Geschäftsjahr 2009/2010 auf 0,7213 im Geschäftsjahr 2010/2011 leicht verschlechtert.

Auf Grund der Umstrukturierung der Vertriebstätigkeiten in Osteuropa wurden die Repräsentanzen in Ungarn, Bulgarien und Serbien zum Ende des Geschäftsjahres aufgegeben. Außerdem wurde durch die Geschäftsleitung entschieden, die verbleibenden Repräsentanzen entweder im kommenden Geschäftsjahr zu schließen oder in rechtliche selbständige Einheiten zu überführen. Mit den in den einzelnen Repräsentanzen beschäftigten Mitarbeitern wurden Aufhebungsverträge abgeschlossen, sofern sie nicht von anderen Einheiten übernommen werden können. Zum 30. September 2011 sind entsprechende Rückstellungen gebildet worden.

2. Darstellung der Lage

Im Geschäftsjahr 2010/2011 lag der Umsatz mit EUR 88,3 Mio. unter dem des Vorjahres (EUR 119,6 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang um 26,2 %.

Im Bereich "Sicherheitsverglasung" ging der Umsatz durch das Auslaufen eines Großprojektes erwartungsgemäß nach dem ersten Halbjahr deutlich zurück. Für den Produktbereich "Home Appliances" ist ein Marktrückgang infolge der konjunkturellen Entwicklung in den USA zu verzeichnen. Die Marktposition von SCHOTT konnte gerade auch mit der Eigenmarke SCHOTT Ceran® und einem umweltfreundlichen Produktionsprozess stabilisiert werden. Das Geschäft mit Kaminsichtscheiben verlief sehr gut und konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Der Bereich Pharmazie verzeichnete im Geschäftsjahr 2010/2011 wie im Vorjahr einen stabilen Geschäftsverlauf. Im Geschäftsfeld "Glasrohr" konnte der Absatz von Rohren für pharmazeutische sowie technische Anwendungen leider nicht wie erwartet gesteigert werden. Dahingegen gelang es bei den Pharmaverpackungen die Marktposition auszuweiten.

Im Bereich Optik konnte der Absatz in übrige Regionen gesteigert werden, wobei der Hauptabsatzmarkt USA auf einem niedrigeren Niveau bleibt als im Vorjahr. Andere Produktbereiche wie Elektronik, Automotive und Architektur haben Umsatzeinbußen zu verzeichnen, da weiterhin keine nachhaltige Erholung des US-Marktes nach der Finanzmarktkrise eintrat.

Die Materialaufwandsquote bezogen auf den Umsatz beträgt 96,3 % (i. V j. 96,4 %). Der Rückgang der Personalaufwendungen um TEUR 93 auf TEUR 1.608 ist im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang des variablen Entgelts im Vergleich zum Vorjahr. Die Personalaufwandsquote bezogen auf den Umsatz veränderte sich von 1,4 % im Vorjahr auf 1,8 % im Berichtsjahr, hauptsächlich bedingt durch den starken Umsatz des vorherigen Geschäftsjahres.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen hat sich von TEUR -799 im Vorjahr um TEUR +571 auf TEUR -228 verbessert. Im Wesentlichen ist dies durch die positive Entwicklung des Saldos aus Fremdwährungskursgewinnen und -verlusten und geringeren Frachtkosten bedingt. Der Saldo aus Fremdwährungskursgewinnen und -verlusten beträgt in diesem Geschäftsjahr TEUR -115 (i. Vj. TEUR -781).

Aus dem bestehenden Provisionsgeschäft ist mit TEUR 1.357 ein um TEUR 722 vermindertes Ergebnis erzielt worden. Die Entwicklung ist hauptsächlich auf ein gesunkenes Umsatzvolumen im Provisionsgeschäft für den Bereich Photovoltaik zurückzuführen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt mit TEUR 1.327 um TEUR 373 unter dem Ergebnis des Vorjahres (TEUR 1.700), wesentlich bedingt durch das geringere Umsatzvolumen.

Das außerordentliche Ergebnis resultiert ausschließlich aus der erstmaligen Anwendung der neuen Bestimmungen des B i l M oG . Daraus ergaben sich außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 588 auf Grund der erstmaligen Erfassung unrealisierter Währungs- und Kursgewinne und außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 286, im Wesentlichen resultierend aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen.

Nach Steuern ergibt sich somit ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.126 (i. V j. TEUR 1.202). Vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ist der operative Geschäftsverlauf zufriedenstellend.

Die Bilanzsumme fällt mit TEUR 19.264 um 43,9 % höher aus als im Vorjahr. Der Anstieg der Bilanzsumme steht im Zusammenhang mit der Rückabwicklung eines Projektauftrags im Bereich Pharmazie, der zu einem Anstieg von Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr führt.

Der Anteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt 98,2 % der Bilanzsumme (i. V j. 97,8 %).

Die Gesellschaft wird in das Kontenclearing (Finanzausgleich) und das Cash Management des SCHOTT Konzerns einbezogen. Die Forderungen daraus betragen TEUR 2.507 (i . V j. TEUR 743).

Das Eigenkapital beträgt TEUR 2.674 (i . V j. TEUR 1.548), was einer Eigenkapitalquote von 13,9 % (i. V j. 11,6 %) entspricht. Die Veränderung der Eigenkapitalquote beruht auf dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010/2011 in Höhe von TEUR 1.126.

Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 10,0 % zu verzeichnen. Die Zuführung ist im Wesentlichen auf die Vereinbarung von Aufhebungsverträgen mit Mitarbeitern der Repräsentanzen zurück zu führen.

3. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt am Bilanzstichtag neben dem Geschäftsführer fünf Mitarbeiter im Inland. Zum Bilanzstichtag unterhielt die SCHOTT Glas Export GmbH Repräsentanzen in sechs osteuropäischen Ländern (Russland, Ukraine, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Serbien), Israel und Ägypten, in denen insgesamt 18 Mitarbeiter beschäftigt waren. Insgesamt beschäftigt die Gesellschaft zum 30. September 2011 23 (i . V j. 24) Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis.

4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem des SCHOTT Konzerns eingebunden. Auf Konzernebene wurden geeignete Maßnahmen getroffen, insbesondere ein Überwachungssystem eingerichtet, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen sowie sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage frühzeitig erkannt werden. Zu diesen Risiken zählt insbesondere das Fremdwährungsrisiko bedingt durch unterschiedliche Zahlungszeitpunkte für Forderungen und Verbindlichkeiten. Sicherungsgeschäfte in Bezug auf Fremdwährungsrisiken werden zentral auf Konzernebene von SCHOTT Corporate Treasury & Financing durchgeführt und sind daher nicht Bestandteil des Einzelabschlusses der SCHOTT Glas Export GmbH. Auch die Finanzierung der Konzerngesellschaften erfolgt zentral über SCHOTT Corporate Treasury & Financing.

Chancen der zukünftigen Entwicklung liegen insbesondere in der Ausweitung der existierenden Geschäftstätigkeit in den Märkten der Hausgeräteindustrie, insbesondere für spezielle Sicherheitsgläser ("Protection' ), Pharmazie, Elektronik und Optik.

Der Erfolg im Produktbereich "Home Appliances' ist zu einem großen Teil von der Entwicklung der Immobilienmärkte, vor allem in unserem Hauptabsatzmarkt in Nordamerika, abhängig. Daneben sind wir mit mehreren Produktlinien von den Nachfrageschwankungen in der Elektronik- und Automobilindustrie abhängig. Zudem kann es im ohnehin volatilen Projektgeschäft der Sicherheitstechnik durch die angespannte öffentliche Haushaltssituation zu zusätzlichen Schwankungen kommen.

Für den Geschäftsbereich "Pharmaceutical Systems' ergeben sich Wachstumsmöglichkeiten aus dem Aufbau des neuen Geschäftsfelds "Pharma Services', das Pharmazeuten Analysetätigkeiten anbietet, etwa die Untersuchung der Reaktionen von Medikamenten mit Verpackungsmaterialien. Risiken können aus dem verstärkten Preisdruck entstehen. In der Produktgruppe "Spritze' wurden zahlreiche Neuprojekte mit Kunden gestartet, auf Grund der Vorlaufzeiten bis zur Produktzulassung kann es aber zu Verzögerungen kommen.

Zur Stärkung der Vertriebsaktivitäten sowie zur frühzeitigen Erkennung und schnellen Minimierung von Marktrisiken, intensivieren wir kontinuierlich unser "Customer Relationship Management". Damit belegen wir unsere konsequente Marktorientierung. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das SAP-basierte Kundenkreditmanagement des SCHOTT Konzerns integriert, so dass unsere Mitarbeiter jederzeit auf aktuelle Bestell- und Zahlungsvorgänge unserer Kunden zugreifen können.

Um die Abwicklung der internen Kommissionszahlungen des SCHOTT Konzerns zu vereinfachen, wird ab dem Geschäftsjahr 2011/2012 die SCHOTT Glas Export GmbH als Agent für die produzierenden Einheiten des Konzerns agieren. Die Gesellschaft wird im Gegenzug die Vertriebsgesellschaften des Konzerns außerhalb des NA FTA -Raums als Sub-A genten beauftragen.

Die Kompensation der Leistungen wird sich an den Kosten der Vertriebsgesellschaften für die Erbringung der Dienstleistungen orientieren und mit einem einheitlichen Aufschlagsatz vergütet.

Auf Grundlage der der Geschäftsführung heute bekannten Informationen sowie unter Berücksichtigung ergriffener beziehungsweise geplanter Maßnahmen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die einzeln oder gemeinsam im aktuell überschaubaren Zeitraum den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die Auswirkungen auf die Lage des Unternehmens haben können, sind uns derzeit nicht bekannt.

6. Voraussichtliche Entwicklung

Seit Sommer 2011 haben sich die Aussichten für die Weltwirtschaft deutlich verschlechtert. Die weitere konjunkturelle Entwicklung ist zudem von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten, dass die Schulden- und Vertrauenskrise das Wachstum in Deutschland und Europa im Jahr 2012 deutlich abschwächen wird. Sie rechnen damit, dass die weltwirtschaftliche Entwicklung auch in der mittleren Frist von strukturellen Problemen auf den Finanz-, den Immobilien- und den Arbeitsmärkten in einigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften geprägt sein wird. Unter der Annahme, dass die europäische Schulden- und Vertrauenskrise beherrschbar bleibt, erwarten die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute einen Anstieg der Weltproduktion von 2,5 % im Jahr 2012 und damit in nahezu gleicher Höhe wie 2011 (2,6 %).

Im Hauptabsatzmarkt Nordamerika wird die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes stabil bei 1,7 % vorhergesehen. Trotz geplanter Sparpakete ist davon auszugehen, dass die Verschuldung des öffentlichen US-Haushalts hoch bleibt und wenig Spielraum für Konjunkturprogramme lässt. Die Arbeitslosigkeit wird auf einem vergleichsweise hohen Niveau gesehen. Ein Aufschwung ist daher nicht zu erwarten.

Nach heutigem Kenntnisstand und unter Annahme der Stabilisierung des Geschäfts, gehen wir für das Geschäftsjahr 2011/2012 von einem konstanten Umsatz und Jahresergebnis aus. Der Umsatz- und EBIT-Erwartung liegt eine vorsichtige Einschätzung des volatilen Projektgeschäfts im Bereich "Sicherheitsverglasung" zu Grunde.

Durch die Umstrukturierung der Vertriebsorganisation in Osteuropa, Israel und Ägypten wird die Gesellschaft in Zukunft keine eigenen Repräsentanzen mehr unterhalten. Die Repräsentanzen in Ungarn, Bulgarien und Serbien wurden zum Bilanzstichtag geschlossen. Die Repräsentanzen in der Ukraine, in Ägypten und Rumänien werden auf Grund der geringen Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2011/2012 aufgegeben. Der Mitarbeiter der Repräsentanz in Serbien kann mit Beginn des Geschäftsjahres 2011/2012 in eine bestehende rechtlich selbständige Einheit in Ungarn übernommen werden. Ferner ist in Russland die Repräsentanz zum 1. Oktober 2011 auf Grund der zu erwartenden positiven Geschäftsentwicklung in eine bestehende rechtlich selbständige Einheit überführt worden. Die Repräsentanz wird daraufhin aufgegeben. Eine Schwestergesellschaft in Israel, die die Geschäfte der dortigen Repräsentanz weiterführt, wurde zum 30. Juni 2011 gegründet und die Repräsentanz mit Beginn des neuen Geschäftsjahres aufgegeben. Die Aufgabe der Repräsentanzen schlägt sich zum einen in geringeren Kosten (insbesondere Provisionsaufwendungen und Personalkosten) und zum anderen in geringeren Provisionserträgen nieder, so dass kein bedeutender Ergebniseffekt erwartet wird.

Mit der Neustrukturierung des Kommissionsgeschäfts innerhalb des SCHOTT Konzerns wird die Gesellschaft als Agent der produzierenden Einheiten auftreten und die Vertriebsgesellschaften des Konzerns als "Sub-Agenten" beschäftigen. Aus dieser Neuausrichtung werden sich deutlich steigende sonstige betriebliche Erträge sowie Aufwendungen (Kommissionserträge und -aufwendungen) ergeben, wobei die Gesellschaft eine geringe Marge für die Vermittlung des Geschäfts erhalten wird. Wir erwarten aus dieser Tätigkeit keinen wesentlichen Ergebnisbeitrag.

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 gehen wir von einem leichten Umsatzwachstum bei einem positiven Jahresergebnis aus.

 

Mainz, den 12. Dezember 2011

Heidrun Juliane Schwabe, Geschäftsführer

6 Bestätigungsvermerk

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SCHOTT Glas Export GmbH, Mainz, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCHOTT Glas Export GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Frankfurt am Main, den 12. Dezember 2011

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wagenseil, Wirtschaftsprüfer

Kolb-Hecker, Wirtschaftsprüferin

Angaben gemäß §325 Absatz 1 Satz 3 HGB und § 328 Absatz 1 Nr. 1 Satz 2 HGB

Mit Gesellschafterbeschluss vom 24. Februar 2012 wurde der Jahresabschluss festgestellt und beschlossen den Bilanzgewinn in Höhe von 2.414.082,88 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

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