TK Familien Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kiesel GmbHBaienfurtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020der Kiesel GmbH, Baienfurt1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell des Konzerns Folgende strategischen Geschäftsfelder werden betreut: Handel
Hersteller
Coreum
1.2 Ziele und Strategien Das Hauptziel der Kiesel Gruppe ist die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes. Wir streben ein renditeorientiertes Wachstum mit vertretbarem Risiko an. Damit sichern wir den Erhalt der Kiesel Gruppe und ermöglichen den Ausbau von Arbeitsplätzen und stellen uns somit unserer sozialen Verantwortung. Mit Corona und einer Cyberattacke im Juni musste sich die Kiesel Gruppe zwei riesigen Herausforderungen im Jahr 2020 stellen, die Dank der stabilen finanziellen Situation und dem Teamgeist bei Kiesel sehr gut gemeistert wurden. Ein wichtiger Meilenstein für die Zukunftssicherheit des Unternehmens wurde im Jahr 2020 mit der Neustrukturierung der Kiesel Gruppe gelegt. Alle Kiesel-Unternehmen befinden sich jetzt unter dem Dach der Kiesel GmbH. Durch die Zusammenfassung von untereinander möglichst homogenen Produkt/Markt-Kombinationen erfolgt eine Einteilung in 3 strategische Geschäftsfelder: Handel, Hersteller und Coreum. Im Miteinander von Handel, Hersteller und Coreum zeigt die Kiesel-Gruppe die gesamte Bandbreite ihres Angebotes. Im Geschäftsfeld Handel wird die Aufgabe wahrgenommen, den Kunden vor Ort optimal zu betreuen. Hierzu zählen Vertrieb, Miete und Service für die gesamte Produktpalette. Die Kiesel GmbH ist als Generalimporteur für HITACHI und Exklusivpartner für Bell in Deutschland, Österreich und Polen tätig. Weiter werden als Exklusivpartner für TEREX-Fuchs viele europäische Länder betreut und für Giant der deutsche Markt bearbeitet. Die Kiesel GmbH liefert an Tochtergesellschaften, Kooperations- und Kompaktmaschinen-Partner und bietet für die Tochtergesellschaften alle zentralen Dienstleistungen an. Im Geschäftsfeld Hersteller bietet die KTEG mit Ihrem Spezialmaschinenbau Lösungen für die Branchen Abbruch, Tiefbau sowie Schrott und Recycling. Ein Produktentwicklungsteam aus qualifizierten Ingenieuren, Technikern und erfahrenen Baumaschinenmeistern erarbeitet Lösungen, die perfekt auf die Branchenbedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Neben dem Abbruch- und Spezialtiefbau fokussiert sich die KTEG auf die Bereiche Zero Emission mit der Entwicklung und Produktion von batteriebetriebenen Raupenbaggern und auf Digitale Services mit der Entwicklung digitaler Assistenzsysteme in Baumaschinen. Das Geschäftsfeld Coreum mit den Aufgaben Ausstellung, Training und Veranstaltungen bildet eine europaweit einmalige Plattform für Innovationen und eine einzigartige Kulisse für Events. Hier wird ein internationales Feld an Partnern und Kunden vernetzt und umsorgt. Das Coreum wird als eigenständige Marke aufgebaut und umfasst ein Forum mit 5.000 qm überbautem Raum und den Bauma-Park mit über 160.000 qm Außenfläche. Das Forum bietet Platz für attraktive Wechselausstellungen mit den Produkten und Leistungen unserer mittlerweile über 40 Partner, hochmoderne Schulungs- und Veranstaltungsräume und eine erstklassige Gastronomie. Im Bauma-Park werden modernste Maschinen und Anbautechnik im jeweiligen Branchenkontext präsentiert. Auf den Demoflächen und eigens angelegten Teststrecken gibt es die Gelegenheit die neueste Technik live zu erleben und zu testen. Um weiter erfolgreich am Markt tätig zu sein, werden wir unsere klare strategische Ausrichtung mit der Fokussierung auf unsere Geschäftsfelder Handel, Hersteller und Coreum stringent weiterentwickeln. Dabei steht die konsequente Kundenorientierung im Mittelpunkt unseres Handelns und ist Kern unseres Strategieprozesses. Mit einem klaren Fokus auf die einzelnen Branchen bieten wir dem Kunden ein umfassendes Angebot an Produkten und Dienstleistungen, die konsequent am jeweiligen Bedarf orientiert sind. Mit unseren Kunden und Lieferanten streben wir eine dauerhafte und partnerschaftliche Beziehung an. Unsere mit Nachdruck verfolgte Strategie stärkt die Marke "KIESEL" und verbessert damit unsere Zukunftschancen am Markt. Unsere Social Media Präsenz mit eigenen Auftritten bei Facebook, Twitter, YouTube, Xing, Wikipedia und Google+ verbessert die Kommunikation über unser Unternehmen, und hilft dabei unsere Produkte und Dienstleistungen professionell zu präsentieren. 1.3 Arbeitnehmerbelange Die Kiesel Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Die Gewinnung, Förderung und langfristige Bindung von qualifizierten Fach- und Führungskräften sind das Fundament des Unternehmenserfolges. Die Kiesel Akademie konzipiert daher Aus- und Weiterbildungsprogramme, die die Themen Unternehmensentwicklung und Mitarbeiterförderung in den Fokus stellen. Sie garantiert ein hohes Niveau der Ausbildung im technischen und kaufmännischen Bereich und sichert die Qualität der Weiterbildung von Mitarbeitern bei technischen Schulungen, Vertriebstrainings und Förderprogrammen für Nachwuchskräfte und Führungstrainings. Für Nachwuchskräfte im Vertrieb bietet die Kiesel Akademie ein mit der IHK eigens konzipiertes modulares Weiterbildungsprogramm an. Die Teilnehmer schließen mit einer Prüfung vor der IHK ab und werden anschließend als gut ausgebildete Spezialisten im Vertrieb eingesetzt. Im Bereich Service arbeiten wir mit einem Kompetenzmodell, das eine strukturierte Weiterbildung ermöglicht. Eigene Trainer vermitteln umfassendes Wissen bei Ausbildung, Wartungs-, Grundlagen-, Aufbau- und Spezialisten Training. Zusätzlich wurde ein Grundlagentraining für Quereinsteiger in der Technik erarbeitet. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, die zum Unternehmen und seinen Werten passen, setzen wir unter anderem auf unser Mitarbeiterempfehlungsprogramm. Neue Mitarbeiter aus allen Bereichen treffen sich zur Einarbeitung im Coreum. In mehrtägigen Einführungsveranstaltungen lernen sie die Ziele und Strategien des Unternehmens kennen und erleben live unser gesamtes Produktportfolio. Detaillierte Einarbeitungspläne sichern die schrittweise Integration ins Unternehmen. Unsere E-Learning Plattform wird laufend um weitere Inhalte ergänzt und ermöglicht individuelles, zeit- und ortsunabhängiges Lernen für alle Mitarbeiter. Es stehen zahlreiche Lerninhalte für verschiedene Mitarbeitergruppen zur Verfügung. Im Bereich Weiterbildung setzen wir auf blended learning, einer Mischung aus Präsenzveranstaltungen und Online-Lernen und versuchen somit die jeweiligen Vorteile der beiden Formen zu nutzen und miteinander zu kombinieren. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft blickt auf ein turbulentes Jahr 2020. Einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal folgte eine starke Erholung im dritten Quartal. Der erneute Lockdown im November und in fortgesetzter schärferer Form im Dezember, der insbesondere den Handel und viele Dienstleister trifft, hat diese Erholung vorerst beendet. Die Bauwirtschaft hat dem pandemiebedingten Abschwung der Konjunkturentwicklung in Deutschland in 2020 entgegengewirkt. Der Wohnungsbau zeigt eine von Corona nahezu unbeeindruckte Entwicklung. Das Baugenehmigungsverlangen ist stabil hoch. Im gewerblichen Bau haben sich die Corona-Auswirkungen deutlicher niedergeschlagen. Hier kann für 2020 insgesamt noch ein Umsatz auf Vorjahresniveaus bzw. leicht darüber verzeichnet werden. Bremsend wirkt hierbei die Entwicklung im Wirtschaftshochbau. Stabilisierend wirkt demgegenüber der Tiefbau. Hier schlagen sich insbesondere die gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhten Investitionsbudgets der Deutschen Bahn nieder. Im öffentlichen Bau konnte für 2020 ein Umsatzplus verzeichnet werden.
1) Veränderungen gegenüber Vorjahr in
Prozent, Sachverständigenrat zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, November 2020
Laut einer bbi-Umfrage unter den Händlern und Vermietern von Baumaschinen und Baugeräten sank nach 10 Jahren des kontinuierlichen Wachstums der Gesamtumsatz der Branche im Jahr 2020 erstmals wieder. Die Spanne der Meldungen reichte von einem Minus von 40 % bis zu einem Plus von 30 %. Der Rückgang betrug im Durchschnitt 0,5 % auf ein Niveau von etwas über 12 Mrd. EUR. Der Umsatz aus der Vermietung von Baumaschinen und Baugeräten erhöhte sich um 2 % auf etwa 4,3 Mrd. Euro. Im Durchschnitt stieg der Umsatz im Technischen Service um 2,5 %.
Besonders der Verkauf schwerer Maschinen war 2020 rückläufig. Die Nachfrage nach kleinen und kompakten Maschinen konnte den Umsatzrückgang nicht vollständig auffangen.
Die Spanne der Meldungen im Bereich Miete reichte von einem Minus von über 20 % bis zu einem Plus von über 25 %. Im Durchschnitt stieg der Vermietumsatz um 2 %.
2.2 Geschäftsverlauf Die Prognose für den Umsatz und die Umsatzrendite wurde für das Geschäftsjahr 2020 erfüllt, beide Kennzahlen lagen unter den Vorjahreswerten. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich und lag somit über der Prognose. Der Umsatz ging um 12,2 % auf TEUR 489.680 (2019: TEUR 557.454) zurück. Der stärkste Rückgang mit 14,2 % auf TEUR 414.507 (2019: TEUR 483.227) wurde in der Sparte Handel verzeichnet. Im Bereich Baumaschinen litt der Vertrieb schwerer Maschinen unter der Investitionszurückhaltung aufgrund von Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Pandemieentwicklung. Die Nachfrage nach kleinen und kompakten Maschinen konnte den Umsatzrückgang in diesem Bereich nicht vollständig auffangen. Im Industriebereich zeigten sich die Auswirkungen schwacher Märkte für Schrott-, Kunststoff- und Papier, die die Nachfrage nach Investitionsgütern stark bremsten. Die Umsatzerlöse in der Sparte Dienstleistungen gingen um 1,0 % auf TEUR 62.886 zurück (2019: TEUR 63.536). Die Betriebsunterbrechung nach der Cyberattacke auf unsere Unternehmensgruppe im Juni 2020 ist eine wesentliche Ursache hierfür. Die Aufgliederung des Umsatzes nach Regionen ergibt für Deutschland TEUR 415.761 (2019: TEUR 481.363), für übrige EU-Länder TEUR 59.780 (2019: TEUR 60.347) und für Drittländer TEUR 14.139 (2019: TEUR 15.745). Der Konzernjahresüberschuss ging um 17,7 % zurück auf TEUR 13.485 (2019: TEUR 16.384). Zu den Einzelheiten der Entwicklung wird auf die Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1 Ertragslage Der Umsatz der Kiesel Gruppe sank im Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 67.774 bzw. 12,2 % auf TEUR 489.680 (2019: TEUR 557.454). Die Umsatzrendite entwickelte sich im Geschäftsjahr 2020 mit 2,8 % erwartungsgemäß leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr (3,0 %). Die Verteilung der Umsätze nach Sparten stellt sich wie folgt dar:
Durch den Rückgang der erfolgsabhängigen Vergütung ist der Personalaufwand trotz Mitarbeiteraufbau und Kosten aufgrund der Cyberattacke um TEUR 294 auf TEUR 58.930 im Jahr 2020 gesunken (2019: TEUR 59.224). Zu den Kosten, verursacht durch die Cyberattacke im Juni 2020, zählen insbesondere Personalkosten zur Neuinstallation des Systems, Datenwiederherstellung nach Aufsetzen des sicheren Systems, Kosten zur Datenrekonstruktion sowie die Aufarbeitung des entstandenen Betriebsstaus durch die Unterbrechung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.e.S. sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.129 auf TEUR 24.178 zurückgegangen (2019: TEUR 27.307). Alle größeren Messen wurden 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt und Geschäftsreisen waren nur eingeschränkt möglich. Die digitale Kommunikation stand angesichts des Corona-Lockdowns im Vordergrund. Somit konnte ein starker Rückgang bei den Vertriebskosten verzeichnet werden, wohingegen die Verwaltungskosten, insbesondere die IT-Kosten gestiegen sind. Die IT-Kosten beinhalten unter anderem auch Kosten für die Mitwirkung eines externen Spezialistenteams zur Analyse der Cyber-Attacke und zum Neuaufbau unserer IT-Systeme. 2.3.2 Finanzlage Die finanziellen Anforderungen an die Kiesel Gruppe sind durch das längerfristig gebundene Anlagevermögen in Höhe von 58,5 % der Bilanzsumme sowie durch die für den Handel mit Baumaschinen erforderlichen Vorräte und Forderungen, die einen vergleichsweise schnellen Umschlagprozess aufweisen, geprägt. Der langfristigen Bindung der Finanzmittel in Sach- und Finanzanlagen soll eine möglichst fristenkongruente Finanzierung auf der Passivseite der Bilanz entsprechen. Hierbei ist die Bildung von Eigenkapital aus einbehaltenen Gewinnen eine wichtige Finanzierungsquelle. Die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kiesel-Gruppe wird grundsätzlich durch den im Jahr 2016 abgeschlossenen Konsortialkreditrahmen sichergestellt. Ferner stehen ausreichend Linien für Sale-und lease-back Transaktionen insbesondere zur Finanzierung des Mietparks zur Verfügung. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2020 TEUR 26.800 (2019: TEUR 21.645). Der Zuwachs ergibt sich insbesondere aus der Abnahme der Vorräte, ohne Zugänge aus Erstkonsolidierungen, in Höhe von TEUR 27.621. Gegenläufig wirkte die Erhöhung der Vorführ- und Mietmaschinen in Höhe von TEUR -19.383. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt mit TEUR -12.530 in etwa auf dem Niveau von 2019 (TEUR -13.090). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt bei TEUR -12.960 (2019: TEUR -14.548). Die Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.650 verringert, während TEUR 1.348 mehr an Finanzkrediten zurückgeführt wurden. Aus der dargestellten Finanzlage sind keine Liquiditätsrisiken zu erkennen. 2.3.3 Vermögenslage Durch die Integration der KTEG GmbH und der TJ Invest GmbH mit deren Beteiligungen in die Kiesel GmbH sind die Finanzanlagen um TEUR 18.608 (173,7 %) im Jahr 2020 auf TEUR 29.324 angestiegen (2019: TEUR 10.716). Außerdem führte dies zu einer Erhöhung des Geschäfts- und Firmenwertes um TEUR 1.874 auf TEUR 3.518 (2019: TEUR 1.644). Der Ausbau des Mietparks in der Kiesel Gruppe hat wesentlichen Einfluss auf den Anstieg der Sachanlagen um 15,3 % von TEUR 153.870 in 2019 auf TEUR 177.468 im laufenden Jahr. Der Vorratsbestand hat sich von TEUR 97.094 um TEUR 7.606 (7,8 %) auf TEUR 89.488 verringert. Wesentlicher Grund hierfür ist der Abbau des Neumaschinenbestandes aufgrund von Lieferschwierigkeiten unserer Vertragspartner. Die Corona Pandemie führte zu einer Störung der Lieferketten und somit zu Produktions- und Lieferengpässen unserer Hauptlieferanten. Die Lieferzeiten für Bau- und Umschlagmaschinen sowie von Anbaugeräten haben sich stark erhöht. Durch die Übernahme der KTEG GmbH als Hersteller von Sondermaschinen in die Kiesel Gruppe werden in 2020 erstmalig unfertige Erzeugnisse im Vorratsbestand ausgewiesen. Das Eigenkapital beträgt TEUR 134.121 (2019: TEUR 110.576). Die Eigenkapitalquote hat sich, im Wesentlichen bedingt durch das positive Jahresergebnis und die Erhöhung der Kapitalrücklage durch Einbringung der TJ Invest GmbH auf 37,3 % verbessert (2019: 34,3 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 5.449 (3,8%) auf TEUR 147.409 (2019: TEUR 141.960) gestiegen, was in direktem Zusammenhang mit der Beteiligung an den Gesellschaften KTEG GmbH und TJ Invest GmbH steht. Per Saldo hat sich die Bilanzsumme zum Abschlussstichtag um insgesamt TEUR 37.788 (11,7 %) auf TEUR 360.090 (2019: TEUR 322.303) erhöht. 2.3.4. Gesamtaussage Zusammenfassend hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr zufriedenstellend entwickelt. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen der Rechnungslegung werden folgende finanzielle und nicht finanzielle Kennzahlen für die Steuerung der Gesellschaft verwendet. Die Details zu den finanziellen Kennzahlen werden in den Abschnitten Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage erläutert.
3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Bauunternehmen schauen verhalten positiv nach vorne. Für 2021 erwartet der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, ZDB, einen Umsatz im Bauhauptgewerbe auf dem Niveau des Jahres 2020 bei ca. 140 Mrd. Euro. Die Perspektive für das Jahr 2021 bleibt im Wohnungsbau insgesamt aufwärtsgerichtet. Dafür spricht die anhaltend hohe Nachfrage bei einem ohnehin hohen Genehmigungsüberhang. Die Finanzierungsbedingungen bleiben günstig, sodass weiter mit einer nachhaltigen Nachfrage zu rechnen ist. Im gewerblichen Bau wirkt sich der Tiefbau weiterhin stabilisierend aus. Hier schlagen sich insbesondere die hohen Investitionsbudgets der Deutschen Bahn nieder. Die öffentliche Hand ist angesichts der Herausforderungen aus der Corona-Krise besonders gefordert, ihre Bauherrenfunktion aktiv wahrzunehmen. Im Bereich öffentlicher Bau steht der kommunale Investitionsstau in Schulen, Kitas und kommunalen Straßen seit Jahren bei fast 100 Mrd. Euro fest. Die Infrastruktur des Bundes in Straße, Schiene und Wasserstraße braucht dringend den eingeleiteten Investitionshochlauf. Es ist zu begrüßen, dass der Bund gemeinsam mit den Ländern die Corona bedingten Einnahmeausfälle der Kommunen des Jahres 2020 in Höhe von ca. 12 Mrd. Euro ausgleicht. Das sollte den Kommunen helfen, ihre Investitionen wie geplant umzusetzen. Wichtig ist nun, dass die Mittel zügig bei den Kommunen ankommen. Insgesamt rechnen wir für die Kiesel GmbH mit einem moderat steigenden Gesamtumsatz in 2021.
Nichtfinanzielle
Für das Jahresergebnis 2021 erwarten wir ebenfalls einen moderaten Anstieg gegenüber 2020. Im Geschäftsfeld "Handel" rechnen wir im Vergleich zum Vorjahr in 2021 mit steigenden Umsätzen. Der Vertrieb von Bau- und Kompaktmaschinen profitiert von den weiterhin guten Rahmenbedingungen wie Finanzierungskonditionen, Baukonjunktur und Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand im Breitbandausbau, Straßen- und Schienenbau, jedoch droht eine Stagnation durch fehlende Baubescheide, Corona-Verschärfungen und geringere Einnahmen seitens unserer Städte und Gemeinden. Lange Lieferzeiten auf bestimmte Produktgruppen, verursacht durch die Unterbrechung der Lieferketten, können sich auch negativ auf den Umsatz auswirken. Der Vertrieb von Umschlagmaschinen ist von der Stimmung im Industriebereich abhängig, die wiederum stark auf Angebots- und Nachfrageeinbrüche in den Volkswirtschaften der nördlichen Hemisphäre reagiert. Aktuell sehen wir stark steigende Schrott-, Kunststoff- und Papierpreise an den Märkten, die bei den Unternehmen die Nachfrage nach Neuinvestitionen beflügeln und somit im Umschlagbereich zu steigenden Umsätzen führen. Negativ auf die Investitionsbereitschaft kann sich auch der nach wie vor bestehende Fachkräftemangel in den Unternehmen auswirken. Für den Mietpark in Deutschland sind wir weiterhin optimistisch, auch wenn die erwarteten Wachstumsraten geringer ausfallen werden als in den Vorjahren. Im Bereich Technik / Service erwarten wir leichte Umsatzsteigerungen. Unsere Maschinenpopulation ist über die Jahre stark angewachsen und unser Service genießt einen ausgezeichneten Ruf. Hier wirkt sich das nationale Konzept der Kiesel GmbH mit dem zentralen Logistikzentrum in Stockstadt bei Frankfurt positiv aus. Ein hoher Lagerbestand an Teilen zu allen vertriebenen Maschinen im Wert von über 10 Millionen Euro sorgt für eine hohe Ersatzteilverfügbarkeit in allen Regionen. Die Arbeit im Zweischicht-Betrieb verbessert die Reaktionszeit im Servicebereich über alle vertretenen Hersteller hinweg. Begrenzend wirkt sich auch hier der Fachkräftemangel im Bereich Technischer Service aus, dem wir durch die duale Ausbildung und Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch die Kiesel Akademie begegnen. Im Geschäftsfeld "Hersteller" rechnen wir mit steigenden Umsätzen im Jahr 2021. Die KTEG hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Innovationen entwickelt, die exakt auf die jeweilige Branche und Ihren individuellen Einsatz zugeschnitten sind. Die dadurch erreichte Prozessoptimierung beim Kunden spart Geld und Zeit und sichert der KTEG den Ruf als kompetenter Partner rund um den Spezialmaschinenbau. Abbruch und Spezialtiefbau weisen eine stabile Entwicklung auf in 2021, die Auftragsbücher unserer Kunden sind gut gefüllt. Zusätzlich engagiert sich die KTEG in den zwei Zukunftsfeldern, die großes Potential haben, "Zero Emission" mit der Entwicklung und Produktion von batteriebetriebenen Raupenbaggern und "Digitale Services" mit der Entwicklung digitaler Assistenzsysteme in Baumaschinen. Im Geschäftsfeld "Coreum" mit den Aufgaben Ausstellung, Training und Veranstaltungen wurde ein Konzept erarbeitet, mit dem auch in Pandemiezeiten Veranstaltungen mit Besuchern stattfinden können. Bei einer Gesamtfläche von 160.000 m 2 ist für ausreichend Abstand gesorgt. Auch wurden Ersatzformate entwickelt, insbesondere digitale Events mit Firmenpräsentationen, online-Seminaren und virtuellen Rundgängen oder die Coreum Expo, bei der sich einen ganzen Monat lang alles um ein spezielles Thema dreht. Sonderausstellungen, Produktpräsentationen, individuelle Beratung und Seminare, online oder vor Ort, runden das Programm ab und werden von unseren Kunden gerne angenommen. Die weitere Entwicklung in diesem Bereich ist eng geknüpft an die Entwicklung der Pandemie und der daraus resultierenden Beschränkungen. Wir rechnen ab den Sommermonaten mit einer Entspannung der Lage. In 2021 wird mit dem Bau des Coreum-Hotels begonnen, was als ideale Abrundung zum Konzept der europaweit einmaligen Plattform zu sehen ist. Die Baufertigstellung wird in 2022 sein. 3.2. Risikobericht Das Risikomanagement als Führungsinstrument und das Erkennen und Beeinflussen von Einzelrisiken ebenso wie die Nutzung von Chancen haben im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Das Risikomanagement wurde in den vergangenen Jahren den wachsenden Anforderungen angepasst und laufend verbessert. Kern des Risikomanagements ist ein detailliertes, alle Unternehmen des Konzerns umfassendes Planungs- und Berichtswesen. Risiken, die den Fortbestand der Kiesel Gruppe oder seiner Beteiligungsgesellschaften gefährden könnten, bestanden weder im Berichtszeitraum, noch sind sie derzeit für die Zukunft erkennbar. Grundsätzlich ist jedoch immer darauf hinzuweisen, dass selbst bei einem ausgereiften Früherkennungs- und Steuerungsinstrumentarium die Möglichkeit besteht, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf durch Veränderungen im politischen oder wirtschaftlichen Umfeld von in diesem Geschäftsbericht dargestellten Erwartungen abweicht. Durch das breite Spektrum der Branchen und Aktivitäten, in denen die Kiesel GmbH mit ihren Beteiligungsgesellschaften engagiert ist, ergibt sich eine Streuung der gesamtwirtschaftlichen wie auch branchenbezogenen Risiken. Dem Risiko der grundsätzlich volatilen Bauwirtschaft und dem volatilen Bereich der Industrie wird mit einem laufend verbesserten Leistungsangebot, sowie einem großen Produkt-Portfolio begegnet. Zusätzlich bieten wir im Coreum Dienstleistungen in Form von Trainings und Seminaren für unsere Kunden an. Die Lieferfähigkeit und Termintreue unserer Hauptlieferanten HITACHI und TEREX-Fuchs gilt als Hauptrisiko der Leistungserbringung. Durch die Unterbrechung der Lieferketten, verursacht durch die Pandemie, gibt es Lieferengpässe und -verzögerungen bei bestimmten Produktgruppen. Personellen Risiken wird durch die Stärkung des Arbeitgeberprofils begegnet. 3.3. Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Finanzielle Risiken werden u.a. durch eine gute und solide Eigenkapitalausstattung begrenzt. Im Geschäftsjahr 2020 beläuft sich die Eigenkapitalquote auf 37,3 % (Vj. 34,3 %). Die finanzielle Handlungsfähigkeit wird grundsätzlich durch den im Jahr 2016 abgeschlossenen Konsortialkreditrahmen sichergestellt, dessen Bedingungen im Jahr 2019 im Rahmen einer Änderungsvereinbarung angepasst wurden. Es wurde eine Erhöhungsoption für die Kreditlinie B eingeführt, der Kreditvertrag wurde um 5 Jahre bis zum 04.09.2024 verlängert und diverse weitere Änderungen wurden vorgenommen. Ferner stehen Linien für Sale-und-Lease-back Transaktionen insbesondere zur Finanzierung des Mietparks zur Verfügung. Währungsrisiken aus einzelnen Geschäften werden - soweit dies wirtschaftlich vertretbar erscheint - abgesichert. Die Bonitätsprüfung der Kunden wird online oder telefonisch in Zusammenarbeit mit Auskunfteien laufend aktualisiert, der Forderungseinzug mit einem effizienten Mahnwesen und der Einschaltung von Inkassoinstituten konsequent gehandhabt. Zur Absicherung der finanziellen Folgen von großen Haftungsrisiken und hohen Schadensfällen sind Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungsumfang regelmäßig überprüft und bedarfsgerecht angepasst wird. Darüber hinaus erfolgen eine konzernweite Koordination und ein gruppenweites Management des Versicherungsschutzes. Die Kiesel Gruppe verfügt über ein monatliches Reporting. Mittels Budgetvorgaben ist eine monatliche Kostenkontrolle möglich. Ferner werden die Werthaltigkeiten von Forderungen sowie die freie Liquidität laufend überwacht. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung nicht nur über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird, sondern auch die Erfolgskontrolle der umgesetzten Maßnahmen unmittelbar kontrollieren kann. 3.4. Chancenbericht Kernpunkt unserer Unternehmens-Strategie "KIESEL Mein Systempartner" ist es, Kiesel konsequent als Systempartner für die Bereiche Baggern, Laden, Transportieren und Heben weiterzuentwickeln und unsere Position als einer der führenden Anbieter von Handels- und Service-Dienstleistungen zu festigen und weiter auszubauen. Kiesel bietet dem Kunden nicht nur Produkte, sondern vollumfängliche Systemlösungen für die jeweilige Anwendung an, die sich bei Bedarf auch erheblich vom Standard abheben. Im Miteinander der Geschäftsfelder Handel, Hersteller und Coreum zeigt sich die gesamte Bandbreite des Angebots und die konsequente Kundenorientierung. Im Coreum ist dies für alle sichtbar und greifbar. 160.000 qm Fläche bilden die ideale Plattform für Premiumhersteller um ihre Produkte rund um das Thema Bau und Umschlag zu zeigen und im live Einsatz zu demonstrieren. Aktuell sind über 40 Unternehmen, die Lösungen für die Branchen Bau, Umschlag und Recycling anbieten, Partner des Coreum. Sie nutzen die Plattform für ihre eigene Präsentation, um ihr Netzwerk auszubauen und Synergieeffekte zu nutzen. Als Alternative zu konventionellen Messen bietet das Coreum Formate, die auch in Corona-Zeiten funktionieren. So findet beispielsweise 3 x jährlich die Coreum Expo statt, bei der sich einen Monat lang alles um ein spezielles Thema dreht. Sonderausstellung, Produktpräsentationen, individuelle Beratung, Online-Seminare sowie Live-Übertragungen aus dem Coreum wechseln sich ab. Auch in Sachen Aus- und Weiterbildung setzt das Coreum Maßstäbe. Die Engpässe am Arbeitsmarkt rücken eine Investition in die Qualifizierung von Arbeitskräften und in gezielte Weiterbildung ins Zentrum der Unternehmenspolitik. Das Coreum ist ein Ausbildungszentrum für uns und unsere Kunden sowie für die Branchen, in denen wir tätig sind. Neben kaufmännischen Schulungen bieten wir Technikerschulungen, Fahrerschulungen und Anwendungsseminare für unsere Kunden an. Der digitale Wandel stellt für Kiesel eine der zentralen Herausforderungen dar und steht mit im Zentrum unserer strategischen Entwicklung. Als nächster konsequenter Schritt wurde in 2020 der neue Bereich "Digitales" ins Leben gerufen. Hierunter vereint Kiesel die einzelnen Teildisziplinen wie Infrastruktur, Prozessmanagement, Unternehmenssoftware und Business Intelligence unter einem Dach. Im Schulterschluss und disziplinübergreifend soll gruppenweit die Digitalisierung vorangetrieben werden. Durch die vorrausschauenden Investitionen in neueste Technologien zur digitalen Zusammenarbeit unserer Mitarbeiter*innen in den vergangenen Jahren, konnten wir flexibel auf die sich ändernden Rahmenbedingungen durch die Covid-19 Pandemie reagieren und beispielsweise mobiles Arbeiten ermöglichen. Eine erfolgreiche Digitalisierung ist ohne geeignetes Sicherheitskonzept undenkbar. Gleichzeitig hat sich die Cyber-Gefährdungslage gegenüber mittelständischen Unternehmen im vergangenen Jahr nochmals erheblich verschärft. Um Risiken durch Cyberattacken so weit wie möglich zu minimieren, haben wir unsere Sicherheitsmaßnahmen von Grund auf überarbeitet und an die zunehmende Bedrohungslage, durch immer gezieltere Angriffe, angepasst. Die Cyber-Attacke wurde von uns als Chance genutzt um unsere IT-Umgebung nach modernstem Stand der Technik neu aufzubauen, unsere Sicherungssysteme zu überarbeiten und einen Notfallplan für den Ernstfall aufzustellen. Den eingeschlagenen Weg hin zur zunehmenden Nutzung von Cloud-Services gehen wir konsequent weiter und erhöhen damit die Verfügbarkeit unserer IT-Systeme und versetzen uns in die Lage agil neue Projektanforderungen umsetzen zu können. Darüber hinaus bietet er die entscheidende Flexibilität und Wirtschaftlichkeit, um unseren Mitarbeitern eine digitale Arbeitsumgebung zur Verfügung zu stellen, welche es ihnen ermöglicht innovativer und effizienter in verteilten Teams zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren. Weitere strategische Entscheidungen, wie die Einführung neuer Software-Lösungen für Vertrieb und Service und der Aufbau einer zukunftsfähigen Bl-Lösung wurden getroffen und die Umsetzung für das laufende Jahr geplant.
Baienfurt, den 30. April 2021 Kiesel GmbH gez. Toni Kiesel gez. Maik Spindler gez. Maximilian Schmidt gez. Michael Küchen KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2020der Kiesel GmbH, BaienfurtA. ALLGEMEINE ANGABEN Die Kiesel GmbH, Baienfurt, ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Baienfurt und wird im Handelsregister Ulm unter HRB 551087 geführt. Der Konzernabschluss der Kiesel GmbH zum 31.12.2020 wurde nach den Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Gemäß § 299 Abs. 1 HGB ist der Konzernabschluss auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufzustellen. Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. B. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die Kiesel GmbH, Baienfurt, sowie zehn inländische und fünf ausländische Tochtergesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. In 2020 hat sich der Konsolidierungskreis durch den Erwerb der KTEG GmbH (Erstkonsolidierungszeitpunkt 31.10.2020) und der TJ Invest GmbH (Erstkonsolidierungszeitpunkt 31.12.2020) erweitert. Die folgende Aufstellung zeigt den Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
Die Erstkonsolidierung der KTEG GmbH und der TJ Invest GmbH hat zu folgenden Zugängen von Vermögensgegenständen und Schulden in der Konzernbilanz geführt (jeweils zu Zeitwerten im Rahmen der Neubewertung):
Die Auswirkungen der Erweiterung des Konsolidierungskreises auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns sind - insbesondere durch den späten Erstkonsolidierungszeitpunkt in 2020 - nicht wesentlich. Die Kiesel Abbruch und Recycling Technik GmbH (KART GmbH) wurde per 01.01.2020 auf die Kiesel GmbH verschmolzen. Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben sich hieraus nicht ergeben, da die KART GmbH bereits vollkonsolidiert war. Auf die Einbeziehung folgender Tochterunternehmen wurde gem. § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet:
Folgende Beteiligungen sind als assoziierte Unternehmen i.S.d. § 311 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode in der Konzernbilanz fortgeschrieben:
Die EAC European Application Center GmbH, die Suncar HK AG und die Kiesel Engineering GmbH wurden erstmalig zum 31.10.2020 als assoziierte Unternehmen einbezogen. Der aus der erstmaligen Einbeziehung als assoziierte Unternehmen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert beträgt TEUR 5.989, der passive Unterschiedsbetrag TEUR 45. Die Unterschiedsbeträge werden in einer Nebenrechnung über einen Zeitraum von 4-6 Jahren linear aufgelöst und in die Fortschreibung des at equity-Wertansatzes einbezogen. Bei der Kiesel Finance GmbH & Co. KG besteht aufgrund des abweichenden Stimmrechtsanteils in Höhe von 25% kein beherrschender Einfluss nach § 290 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist daher kein verbundenes Unternehmen i.S.v. § 271 Abs. 2 HGB. Bei den übrigen assoziierten Unternehmen entspricht der Kapitalanteil dem Stimmrechtsanteil. Für die KV-Invest Verwaltungs GmbH liegt noch kein Jahresabschluss für 2020 vor. Die Kiesel Finance Management GmbH, Baienfurt, und die KV-Invest GmbH, Ravensburg, werden wegen untergeordneter Bedeutung gem. § 311 Abs. 2 HGB nicht nach der Equity-Methode bilanziert. Zum 31.12.2020 beträgt die Summe der positiven Buchwerte der assoziierten Unternehmen TEUR 22.158, die Summe der negativen Buchwerte der assoziierten Unternehmen TEUR 0. Die Summe der in der Nebenrechnung fortgeführten Geschäfts- oder Firmenwerte und passiven Unterschiedsbeträge für sämtliche assoziierte Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 7.116 bzw. TEUR 44. Von der Erleichterungsvorschrift des § 313 Abs. 3 S. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht. C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE UND WÄHRUNGSUMRECHNUNG Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zugrunde. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag der Einzelabschlüsse mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31.12.2020. Die assoziierten Unternehmen AFL Mobilien Leasing GmbH und Suncar HK AG haben ein abweichendes Geschäftsjahr. Für Zwecke der Fortschreibung des Beteiligungsansatzes gem. § 312 Abs. 4 HGB wurde ein Zwischenabschluss der AFL Mobilien Leasing GmbH zum 31.12.2020 zugrunde gelegt. Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte grundsätzlich unter Anwendung der Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) gem. § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Die skandinavischen Tochtergesellschaften wurden abweichend von ihrem Erwerbszeitpunkt erstmalig zum 01.01.2017 vollkonsolidiert. In diesem Fall wurden die Wertverhältnisse im späteren Erstkonsolidierungszeitpunkt zugrunde gelegt. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden gem. § 303 HGB eliminiert. Die ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen die nicht konsolidierten Tochtergesellschaften. Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den konsolidierten Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen, einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen, voll konsolidiert. Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert. Auf Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gem. § 306 HGB latente Steuern gebildet. Differenzen aus dem Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Kapitalkonsolidierung bleiben unberücksichtigt. Die in Fremdwährung erstellten Bilanzen der einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden gem. § 308a HGB mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals unter einem Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung ausgewiesen. D. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die inländischen Einzelabschlüsse wurden nach den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurden beachtet. Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit den Wertansätzen in der Schlussbilanz des vergangenen Geschäftsjahres überein. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurde der nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellte Jahresabschluss der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung werden grundsätzlich in den Handelsbilanzen II vorgenommen. Das Jahresergebnis umfasst das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres einschließlich der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter. Das Konzernjahresergebnis umfasst den Anteil am Jahresergebnis, der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden unter Anwendung des Ansatzwahlrechts gem. § 248 Abs. 2 S. 1 HGB aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3-5 Jahren linear abgeschrieben. Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells der Tochtergesellschaften linear über einen Zeitraum von 5- 15 Jahren abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Konzernanschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3-5 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Konzernanschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1-50 Jahren vermindert. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden gem. § 312 Abs. 4 HGB um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben, der dem Anteil der Mutter- oder Tochtergesellschaft am Kapital des assoziierten Unternehmens entspricht. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Handelsware erfolgt zu Konzernanschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Alle erkennbaren Risiken die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird daneben durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen Rechnung getragen. Die Bilanzierung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitpunkt nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern auf Ebene der Einzelabschlüsse, aus der Überleitung auf die Handelsbilanz II sowie latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbe- bzw. -entlastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern aus steuerlichen Verlustvortragsmöglichkeiten, soweit mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Die Ermittlung der latenten Steuer erfolgt auf Basis unternehmensindividueller Steuersätze. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Gemäß § 306 Satz 6 HGB werden die latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen mit den latenten Steuern aus den handelsrechtlichen Einzelabschlüssen zusammengefasst. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile wird entsprechend der Eigenkapitalentwicklung der betreffenden Tochtergesellschaften fortgeschrieben. Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Anwartschaftsbarwertmethode berechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitpunkt nach dem Bilanzstichtag darstellen. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. E. ERLÄUERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ 1. Anlagevermögen Die Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens geht aus dem beigefügten Anlagenspiegel hervor. Dieser ist integraler Bestandteil des Anhangs. Vom Geschäfts- oder Firmenwert entfallen TEUR 2.518 (Vj.: TEUR 478) auf die Kapitalkonsolidierung. Davon wiederum resultieren TEUR 2.177 aus der Erstkonsolidierung der KTEG GmbH und der TJ Invest GmbH in 2020. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten". 4. Latente Steuern Die latenten Steuern wurden unter Zugrundelegung unternehmensindividueller Steuersätze berechnet. Die latenten Steuersalden und die Veränderungen im Lauf des Geschäftsjahres ermitteln sich wie folgt:
5. Eigenkapital Die Gewinnrücklage resultiert aus thesaurierten Gewinnen der skandinavischen Tochtergesellschaften seit dem Zeitpunkt des Erwerbs bis zur erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Der Betrag des Eigenkapitals, der am Bilanzstichtag zur Gewinnausschüttung an die Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung steht, beträgt TEUR 97.002. 6. Rückstellungen Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wird das versicherungsmathematische Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 2,30 % (Vj.: 2,75 %). Der Zinsanteil an dem Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung beträgt TEUR 8. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt TEUR 13. Zukünftige Rentensteigerungen bestehen nicht und sind somit bei der Ermittlung der Verpflichtung nicht berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
7. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in dem nachfolgend aufgeführten Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Darlehen sind durch Grundschulden, Globalzessionen und Sicherungsübereignungen gesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 13.469 (Vj.: TEUR 10.209) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 44 (Vj.: TEUR 55). F. ERLÄUERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen in Höhe von TEUR 414.507 (Vj.: TEUR 483.227) auf den Handel, in Höhe von TEUR 62.886 (Vj.: TEUR 63.536) auf Dienstleistungen sowie in Höhe von TEUR 12.287 (Vj.: TEUR 10.691) auf übrige Erlöse. Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 415.761 (Vj.: TEUR 481.362) auf das Inland, EUR 59.780 (Vj.: EUR 60.347) auf die weiteren Länder der Europäischen Union und EUR 14.139 (Vj.: EUR 15.745) auf Drittlandstaaten. 2. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 92. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 285. 3. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 79 (Vj.: TEUR 79) enthalten. 4. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.747 enthalten. Diese beinhalten Gewinne aus Anlagenabgängen (TEUR 133), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.146), Zahlungseingänge auf einzelwertberichtigte Forderungen (TEUR 268), sowie sonstige periodenfremde Erträge (TEUR 200). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 552 ausgewiesen. Sie beinhalten Buchverluste aus Anlageabgängen (TEUR 15), Forderungsverluste (TEUR 256) sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen (TEUR 281). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 764 enthalten. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 30. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.414 (Vj.: TEUR 667). G. SONSTIGE ANGABEN 1. Offenlegungserleichterungen Folgende Gesellschaften nehmen die Offenlegungserleichterungen nach § 264 b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Die Kiesel GmbH hat sich bereit erklärt, für die von den Tochterunternehmen bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen. 2. Personal Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 1.080. Die Mitarbeiter verteilen sich wie folgt:
3. Haftungsverhältnisse Es bestehen gesamtschuldnerische Mithaftungen aufgrund eines Rahmenleasingvertrages in Höhe von TEUR 57.090. Hiervon entfallen TEUR 53.796 auf Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen. Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Mithaftungen aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. 4. Außerbilanzielle Geschäfte gem. § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Zweck der Realisierung von Liquiditätsvorteilen wurden Leasingvereinbarungen sowohl für Bau- und Umschlagmaschinen, als auch für Kfz und Bürogeräte abgeschlossen. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen. Hieraus resultieren folgende künftige finanzielle Verpflichtungen:
Von den künftigen finanziellen Verpflichtungen bestehen gegenüber assoziierten Unternehmen TEUR 13.492 aus Leasingverpflichtungen Maschinen und TEUR 23.935 aus Rückkaufverpflichtungen Maschinen. 5. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2020 schlüsselt sich wie folgt auf:
6. Derivative Finanzinstrumente Im Berichtsjahr sind Darlehen in Höhe von TEUR 7.000 durch zwei Zinsswaps in Höhe von jeweils TEUR 3.500 abgesichert. Die aus den variablen Zinszahlungen der Darlehen resultierenden Zinsrisiken werden durch die zu erhaltenden variablen Zinszahlungen aus den Swaps eliminiert. Beide Swaps haben eine Laufzeit bis Mitte 2024. Die beizulegenden Werte der Zinsswaps betragen zum Bilanzstichtag TEUR -974. In dieser Höhe wurde die Bildung einer Drohverlustrückstellung vermieden. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen ist durch die critical terms match-Methode belegt. 7. Organmitglieder und Organkredite des Mutterunternehmens Geschäftsführer der Kiesel GmbH sind Herr Toni Kiesel, Dipl. Betriebswirt (FH), Herr Maik Spindler, Herr Maximilian Schmidt und Herr Michael Küchen (mit Wirkung zum 1. Januar 2021). Die Angaben zur Vergütung der Geschäftsführer unterbleiben gemäß §§ 314 Abs. 3 S. 2 i. V. m. 286 Abs. 4 HGB. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Organmitgliedern. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Nach dem Abschlussstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss haben.
Baienfurt,
Kiesel GmbH gez. Toni Kiesel gez. Maik Spindler gez. Maximilian Schmidt gez. Michael Küchen KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2020der Kiesel GmbHBaienfurtAKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020der Kiesel GmbHBaienfurt
KONZERNANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2020der Kiesel GmbH, Baienfurt
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG vom 01.01.2020 bis 31.12.2020der Kiesel GmbHBaienfurt
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020der Kiesel GmbH, BaienfurtEigenkapital des Mutterunternehmens (MU)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kiesel GmbH, Baienfurt Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Kiesel GmbH, Baienfurt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang - einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kiesel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschlusses unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neu-Ulm, 30. April 2021 SGP
Schneider Geiwitz GmbH
Bohnert, Wirtschaftsprüfer Käfferlein, Wirtschaftsprüfer |
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