SEFE Securing Energy for Europe GmbH

Markgrafenstraße 62, 10969 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 36569
Vorher
ZGG - Zarubezhgaz-Erdgashandel-Gesellschaft mbHZGG-GmbHZGG GmbHGAZPROM Germania GmbH
Eingetragen
27.10.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
Der Erwerb, die Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen, namentlich von Unternehmen, die auf dem Gebiet des Importes und Exportes von Gas, des Vertriebs von Gas sowie der Planung, des Baus und der Nutzung von Gasanlagen tätig sind, ferner auch von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten sowie von sonstigen Vermögensgegenständen. Die Gesellschaft kann sich auch als persönlich haftende Gesellschafterin beteiligen und die Geschäfte von Unternehmen führen. Die Gesellschaft ist des weiteren berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen, die dem Gegenstand des Unternehmens dienlich sind, namentlich Erdgashandel zu betreiben, oder die als im Interesse der Gesellschaft oder der Gesellschafter liegend erachtet werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Dr. Ohlms
seit 14.2.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
225.595.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SEFE Securing Energy for Europe GmbH

Berlin

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG, TKG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
SEFE Securing Energy for Europe GmbH, Berlin

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen


Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen Europa Asien Energiepolitisches Umfeld

Geschäftsentwicklung


Vertriebs- und Handelsgeschäft Gasspeicherung Gastransport

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage


Ertragslage Vermögens- und Finanzlage Personal

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Chancen- und Risikobericht


Chancen Risikomanagementsystem Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

Prognosebericht

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die SEFE Securing Energy for Europe GmbH (SEFE GmbH) mit Sitz in Berlin wurde 1990 gegründet und ist mit 35 unmittelbaren sowie mittelbaren Beteiligungen weltweit in 16 Ländern hauptsächlich in den Bereichen Erdgashandel, -speicherung und -transport tätig. Die SEFE GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der SEEHG Securing Energy for Europe Holding GmbH (nachfolgend SEEHG GmbH), Berlin, und damit Teil des SEEHG Securing Energy for Europe Holding Konzerns (nachfolgend SEFE Gruppe). Das Kerngeschäft der SEFE GmbH ist das Halten von Beteiligungen sowie das Erbringen von Serviceleistungen für die SEFE Gruppe. Als Zwischenholding wird die SEFE GmbH maßgeblich vom Geschäftsverlauf ihrer Beteiligungen beeinflusst.

Wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen

Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die globale Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2023 lag mit einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von rund 3,1 % marginal unter dem Vorjahreswachstum von 3,3 %. Innerhalb der Europäischen Union (EU) zeichnete sich hingegen eine deutliche Abschwächung des Wachstums auf 0,6 % ab. Ursächlich hierfür waren, neben anderen Faktoren wie gestiegenen Leitzinsen und Inflation, hohe Energiepreise infolge des Ukrainekonflikts.

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der wichtigsten Absatzregionen (in Prozent) 2023 2022
Weltwirtschaft 3,1 3,3
Europäische Union (EU) 0,6 3,4
Deutschland -0,3 1,6

Angaben für 2023 sind vorläufig

Europa

Nachdem in 2022 an den Energiemärkten eine präzedenzlos hohe Preisvolatilität, hervorgerufen durch die Folgen des Ukrainekrieges, vorherrschte, setzte in 2023 eine Stabilisierung der Energiepreise ein. Die Preise für Erdöl und Erdgas sanken teils deutlich und lagen zum Jahresende auf dem Niveau von 2021. Im Jahresdurchschnitt betrug der Preis für Erdöl 81,6 USD pro Barrel (Vorjahr: 100,0 USD pro Barrel).

Auch die Preisentwicklung für Erdgas an den wichtigen europäischen Großhandelsmärkten, wie der niederländischen Title Transfer Facility (TTF) und dem Handelspunkt des Marktgebietes Trading Hub Europe (THE), zeigte einen deutlichen Rückgang. Lag der Durchschnittspreis für Erdgas am TTF-Spotmarkt in 2022 noch bei 122,0 EUR pro Megawattstunde (MWh), fiel er im Laufe des Jahres 2023 auf durchschnittlich 40,7 EUR/MWh. Die Preise an der TTF sind zudem maßgebend für die Preisfindung von europäischen Importen von verflüssigtem Erdgas (LNG).

Der europäische Gasbedarf sank in 2023 erneut gegenüber dem Vorjahr. Für Deutschland beziffert das Statistische Bundesamt die Erdgasimporte 2023 auf 577,9 Terrawattstunden (TWh). Das entspricht einem Rückgang von 26,7 % gegenüber der Referenzperiode 2022 (788,2 TWh). Wesentliche Einsparungen wurden dabei in der Industrie sowie von Privathaushalten erzielt.

Die stetige Reduzierung der Erdgasfördermengen und der Einbruch der Importmengen aus Russland haben zur Folge, dass sich Nordwesteuropa auf andere Quellen zur Deckung des Erdgasbedarfs verlassen muss. Dabei gewinnt die Versorgung durch LNG und dessen Regasifizierung für Europa zunehmend an Bedeutung.

Der europäische Strommarkt war im Jahr 2023 ebenfalls durch fallende Preise gekennzeichnet. So lag der Durchschnittspreis für Strom am Spotmarkt der European Energy Exchange AG bei 95,9 EUR/MWh (Vorjahr: 238,1 EUR/MWh). Grund dafür waren gesunkene Preise für Erdgas.

Asien

Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs in den asiatischen Märkten und der damit gestiegenen Nachfrage nach Erdgas und LNG waren die Energiepreise rückläufig. Der relevante LNG-Spotpreisindex JKM ging von 72,7 EUR/MWh im Dezember 2022 auf 39,5 EUR/MWh im Dezember 2023 zurück. Chinas Erdgasbedarf stieg weiter an und wird bis Jahresende auf 390 Mrd. Kubikmeter geschätzt, was einem Anstieg von über 4 % entspricht (Vorjahreswachstum: 6 %). In den Folgejahren rechnen Experten vor allem aufgrund der Energie- und Klimapolitik Chinas mit einem wachsenden Gasverbrauch.

Energiepolitisches Umfeld

Im Verlauf des Jahres 2023 setzte die EU ihre Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von russischen Energielieferungen und zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien fort.

In einer Übereinkunft zum REPowerEU-Plan vom März 2023 wurde das EU-Ziel für erneuerbare Energien für 2030 auf 42,5 % angehoben. Zusätzliche Ziele wurden für die Sektoren Verkehr, Industrie, Gebäude, Heizung und Kühlung festgelegt. Eine weitere Initiative im Rahmen von REPowerEU war der EU-Energiesparplan, in dem verschiedene Energiesparmaßnahmen vorgeschlagen wurden. Am 30. März 2023 wurde die Verordnung des Europarates über koordinierte Maßnahmen zur Senkung des Gasbedarfs bis zum 31. März 2024 verlängert. Seit Februar 2023 gilt für ein Jahr der Marktkorrekturmechanismus, der eine vorübergehende Gaspreisobergrenze von 180 €/MWh festlegt.

Eine weitere wichtige Reaktion auf die Herausforderung der Energieversorgungssicherheit war die Füllstandvorgabe für Gasspeicher, die in der Gasspeicherverordnung mit einem Zielfüllstand von 90 % zum Stichtag 1. November ab 2023 festgelegt wurde. Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) wurde dahingehend geändert, dass die Füllstandanforderungen für Gasspeicher bis zum 1. April 2027, statt wie bisher bis zum 1. April 2025, verlängert wurden.

Neben den Bemühungen, Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung zu ergreifen, hat die EU auch den Rechtsrahmen zur Förderung von Wasserstoff (H2) weiterentwickelt.

Mit dem Gas- und Wasserstoffmarktpaket, das Teil des EU-Klimapakets "Fit for 55" ist, will die EU einen Rechtsrahmen schaffen, der eine spezifische H2-Infrastruktur und H2-Märkte, eine integrierte Netzplanung, die Gewährleistung des Verbraucherschutzes und die Stärkung der Versorgungssicherheit ermöglicht. Die Gasrichtlinie wird den Übergang zu einem H2-Markt und -Netz ermöglichen, indem sie die bestehenden EU-Gasmarktprinzipien (Entflechtung und Netzzugangsrechte Dritter) auf erneuerbare Gase und Wasserstoff ausdehnt.

Im November 2023 fand die Auktion der Europäischen Wasserstoffbank mit 800 Mio. EUR aus dem EU-Innovationsfonds statt. Ziel war die Versteigerung von staatlichen Subventionen zur Unterstützung der heimischen Produktion von grünem H2 durch eine feste Prämie pro kg H2.

Mit Kabinettsbeschluss vom 24. Mai 2023 wird die Genehmigung eines Wasserstoff-Kernnetzes durch die Bundesnetzagentur erstmals im EnWG geregelt. Der Beschluss durch den Bundestag ist am 10. November 2023 erfolgt. Parallel zum parlamentarischen Verfahren haben die Übertragungsnetzbetreiber den Planungsstand für das Wasserstoff-Kernnetz mit einer Leitungslänge von 11.200 Kilometern veröffentlicht. Die formale Genehmigung steht unter dem Vorbehalt des Inkrafttretens der EnWG-Novelle. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) prüft derzeit ein Konzept zur Finanzierung des Wasserstoff-Kernnetzes.

Bis zur Schaffung eines flächendeckenden Wasserstoffmarktes sind noch viele Hürden zu meistern. Der zügige Umstieg auf erneuerbare Energien, die Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten und die gleichzeitige Diversifizierung der Versorgungsquellen bleiben deshalb auf der politischen Agenda in Deutschland und Europa.

Geschäftsentwicklung

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SEFE GmbH wird wesentlich durch ihre Funktion als Muttergesellschaft ihrer Beteiligungen und damit durch die Geschäftsbeziehungen und Finanzströme mit den Unternehmen der SEFE Gruppe bestimmt. Daher wird nachfolgend auch die Geschäftsentwicklung wesentlicher Tochtergesellschaften und Beteiligungen erläutert.

Die SEFE GmbH erbringt vor allem in administrativen Bereichen diverse Dienstleistungen für direkte und indirekte Tochtergesellschaften. Dieser Service wurde im Geschäftsjahr 2023 weiter ausgebaut.

Vertriebs- und Handelsgeschäft

Die SEFE Gruppe vertreibt Erdgas und Strom auf den Märkten in Westeuropa über die Handelsgesellschaften WINGAS GmbH (WINGAS) und SEFE Energy Ltd. (SEFE Energy). WINGAS beliefert vor allem Stadtwerke, größere Industriebetriebe, Kraftwerke und regionale Gasversorgungsunternehmen in Deutschland sowie im europäischen Ausland mit Erdgas. SEFE Energy beliefert kleinere und mittlere Endkunden in Großbritannien, Frankreich und in den Niederlanden mit Erdgas und Strom.

Über die in Großbritannien ansässige SEFE Marketing & Trading Ltd. (SM&T) und ihre Tochtergesellschaften werden Erdgas, LNG und andere Energieprodukte weltweit gehandelt. Insbesondere der Geschäftsbereich LNG gewinnt durch neu geschaffene europäische Regasifizierungskapazitäten zunehmend an Bedeutung für die Sicherung der europäischen Energieversorgung. Die SEFE Gruppe war in der Lage, ein positives Ergebnis im Bereich LNG durch die erfolgreiche Ausnutzung von Marktbedingungen, ein effektives Portfolio- und Transportmanagement zu erzielen.

Gasspeicherung

Die SEFE Gruppe hält wesentliche Anteile an den Untergrundgasspeichern (UGS) Rehden und Jemgum und ist anteilig am UGS Haidach und UGS Etzel beteiligt. Über die astora GmbH (astora) erfolgt der Betrieb und die Vermarktung der Kapazitäten der UGS Rehden, Jemgum und Haidach. Der Ertrag aus der Vermarktung von Speicherkapazitäten durch astora betrug im Berichtsjahr 293,0 Mio. EUR (Vorjahr: 195,7 Mio. EUR).

Die Beteiligung am Kavernenspeicher Etzel erfolgt über die Etzel-Kavernenbetriebsgesellschaft mbH & Co. KG. Der hochflexible Speicher, mit einer Kapazität von 0,95 Mrd. Kubikmetern, verfügt über leistungsfähige Zugänge zu wichtigen europäischen Handelspunkten. Die Vermarktung der Kapazitäten der Gruppe am UGS Etzel erfolgt über die SM&T.

Gastransport

Die WIGA Transport Beteiligungs-GmbH & Co. KG (WIGA) ist ein Gemeinschaftsunternehmen der SEFE und der Wintershall Dea AG, Celle. Die Tochtergesellschaften der WIGA betreiben die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) (Transportkapazität 36 Mrd. Kubikmeter), welche bis an die deutsch-tschechische Grenze reicht, und die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL) (Transportkapazität 20 Mrd. Kubikmeter), die Erdgas ins niedersächsische Rehden transportiert. Zudem erweitert die Europäische Gasanbindungsleitung (EUGAL) mit einer Transportkapazität von bis zu 55 Mrd. Kubikmeter Erdgas pro Jahr das Gastransportnetz.

Mit dem Gesetz zur Beschleunigung des Einsatzes von LNG (LNGG) hat die Bundesregierung im Mai 2022 die Rahmenbedingungen für einen zeitnahen Bau von Anlagen zur Wiederverdampfung von LNG und deren Einbindung in das bestehende deutsche Fernleitungsnetz geschaffen. Eine dieser Anlagen wurde am Standort Lubmin errichtet und an die Netze der Gascade Gastransport GmbH (GASCADE) und NEL Gastransport GmbH (NGT) angeschlossen. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgte im Januar 2023. Des Weiteren errichtet GASCADE seit Ende August 2023 die Ostsee-Anbindungsleitung (OAL) zwischen dem LNG-Terminal der Deutschen ReGas GmbH & Co. KGaA (ReGas) in der Ostsee und der Anlandestation in Lubmin, die Ende 2023 fertiggestellt wurde und im ersten Quartal 2024 in Betrieb genommen werden soll. Mit dem Einspeisen von regasifiziertem LNG in das Gasnetz stärkt OAL die Versorgungssicherheit in Deutschland und Südosteuropa und macht die Gasversorgung insgesamt widerstandsfähiger. Perspektivisch ist es möglich, die Leitung auf den Transport von Wasserstoff umzustellen.

Das Ergebnis der WIGA und ihrer Tochtergesellschaften stabilisierte sich in 2023 weitestgehend. Aufgrund des Verlustes im Geschäftsjahr 2022 wurden im Jahr 2023 jedoch keine Dividenden an die SEFE GmbH ausgezahlt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Im Mittelpunkt der Geschäftsaktivitäten der SEFE GmbH steht der Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteiligungen sowie das Erbringen von Serviceleistungen. Zur Steuerung der SEFE GmbH wird ein System strategischer Zielindikatoren verwendet, dessen zentrale Größe das Jahresergebnis ist.

Die Zielindikatoren, ermittelt nach HGB, zeigen im Vergleich mit dem Vorjahr das nachfolgende Bild:

Vergleich Berichtsjahr gegenüber Vorjahr

TEUR 2023 2022
Betriebsergebnis -335.105 -49.262
Finanzergebnis 517.602 -3.571.036
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 2.551 -3.624.886

Das Betriebsergebnis ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss abzüglich Finanzergebnis und Steuern. Das Finanzergebnis enthält das Beteiligungs- sowie das Zinsergebnis.

Die Umsatzerlöse lagen mit 124,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr deutlich über dem Vorjahreswert von 60,5 Mio. EUR. Dies ergibt sich insbesondere durch höhere Umsätze im Rahmen einer Nutzungsüberlassung von Speicherkapazitäten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen durch Erträge aus der Zuschreibung von Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 45,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) sowie durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 24,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) geprägt. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringerer Erträge aus der Währungsumrechnung reduziert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 16,8 Mio. EUR (Vorjahr: 139 Mio. EUR) erzielt.

Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 leicht erhöht. Diese Entwicklung erfolgt analog zur Entwicklung der Umsatzerlöse im Zusammenhang mit der Nutzungsüberlassung von Speicherkapazitäten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr auf 455,7 Mio. EUR (Vorjahr: 301,9 Mio. EUR). Ursächlich für diesen Anstieg sind vor allem Aufwendungen aus der Bildung von sonstigen Rückstellungen. Rückläufig waren mit 23,8 Mio. EUR hingegen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (Vorjahr: 136,1 Mio. EUR), denen jedoch im ähnlichen Verhältnis ein Rückgang der Erträge aus der Währungsumrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen gegenübersteht.

Im Beteiligungsergebnis von 408,9 Mio. EUR (Vorjahr: -2.959,6 Mio. EUR) sind Erträge aus der Ergebnisabführung der WIBG GmbH, der astora und der SEFE Mobility GmbH in Höhe von insgesamt 407,4 Mio. EUR enthalten. Die Verbesserung des Beteiligungsergebnisses ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr bilanzierten Aufwendungen aus Verlustübernahmen der WIBG in Höhe von 3.056,4 Mio. EUR zurückzuführen. Die WIBG GmbH wiederum hatte in 2022 außerordentlich hohe Verluste auf Ebene der WINGAS GmbH und der WIEH GmbH, die diese Gesellschaft als Folge der Sanktionen der Russischen Föderation Verluste aus der Ersatzbeschaffung von Erdgas erzielte, auszugleichen.

Das Zinsergebnis, bestehend aus Zinsaufwendungen, Zinserträgen sowie Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, beträgt 108,6 Mio. EUR (Vorjahr: -136,8 Mio. EUR). Das verbesserte Zinsergebnis ist im Wesentlichen auf geringere Zinsaufwendungen gegenüber der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückzuführen.

Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie sonstigen Steuern in Höhe von insgesamt 179,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR) ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 2,6 Mio. EUR.

Vergleich Berichtsjahr gegenüber Prognose

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss erwartet, der im Wesentlichen durch ein positives Finanzergebnis geprägt werden sollte, wenngleich Dividenden im Geschäftsjahr 2023 nicht erwartet wurden.

Mit einem erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 2,6 Mio. EUR ist das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis eingetreten. Das im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigerte Finanzergebnis in Höhe von 517,6 Mio. EUR hat einen wesentlichen Beitrag zu diesem Jahresüberschuss geleistet. Wie erwartet hat die SEFE GmbH im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der angespannten Situation bei den Beteiligungen im Vorjahr keine Dividende von der SEFE Schweiz, der SM&T und der WIGA erhalten.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der SEFE GmbH betrug zum Bilanzstichtag 6.465,5 Mio. EUR (Vorjahr: 16.306,1 Mio. EUR).

Das Anlagevermögen erhöhte sich auf 3.161,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2.185,8 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2023 wurden zum Stichtag 3.017 Mio. EUR (Vorjahr: 2.041,3 Mio. EUR) Finanzanlagen sowie 145 Mio. EUR (Vorjahr: 144,5 Mio. EUR) Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die im März 2023 erfolgte Einzahlung in das gezeichnete Kapital der SM&T zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Geschäftsjahr deutlich von 9.614,2 Mio. EUR auf 2.602,4 Mio. EUR reduziert. Zurückzuführen ist dieser Effekt im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Forderungen aus kurzfristigen Ausleihungen sowie gesunkene Forderungen aus Cash-Pooling. Der Bestand an flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten betrug zum Bilanzstichtag 679,6 Mio. EUR (Vorjahr: 4.485,9 Mio. EUR).

Das Eigenkapital der SEFE GmbH hat sich von 4.155,3 Mio. EUR auf 4.152,8 Mio. EUR leicht reduziert. Ursächlich für den Rückgang ist die im Geschäftsjahr erfolgte Auszahlung aus der Kapitalrücklage in Höhe von 5 Mio. EUR an den Gesellschafter SEEHG GmbH. Gegenläufig hat sich der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Jahresüberschuss ausgewirkt. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 64,2 % und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Es werden Rückstellungen in Höhe von 592,1 Mio. EUR (Vorjahr: 119,5 Mio. EUR) bilanziert. Die deutliche Erhöhung ist auf die Zuführung zu den sonstigen Rückstellungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten haben sich von 12.030,9 Mio. EUR auf 1.718,6 Mio. EUR reduziert. Die Reduzierung ist fast ausschließlich auf die vollständige Rückzahlung der bei der KfW aufgenommenen kurzfristigen Darlehen sowie die Auszahlung der im Vorjahr bilanzierten Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahmeverträgen zurückzuführen. Der Saldo von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling-Vereinbarungen ergab zum Abschlussstichtag Verpflichtungen in Höhe von 1.328,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2.580,1 Mio. EUR).

Ende April 2023 wurden die bestehenden Ziehungen unter der revolvierenden Kreditlinie der KfW vollständig zurückgeführt, wobei die von der KfW fest zugesagte Kreditlinie in Höhe von 7,5 Mrd. EUR der SEFE GmbH unverändert zur Verfügung steht. Ab 2024 soll diese Fazilität schrittweise refinanziert und in den Folgejahren letztlich abgelöst werden. Die SEFE strebt hierbei ein diversifiziertes Finanzierungsportfolio zur Sicherung der Konzernliquidität an.

Personal

Im Jahr 2023 waren bei der SEFE GmbH durchschnittlich 207 Mitarbeiter/-innen beschäftigt (Vorjahr: 259).

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Sicherstellung der Energieversorgung in Deutschland und Europa sowie das damit im Zusammenhang stehende Vorantreiben einer grünen Energiewende stellen das Leitbild und den gesellschaftlichen Auftrag der SEFE Gruppe dar. Zum Gelingen dieser herausfordernden Aufgabe trägt maßgeblich das Engagement und Know-How der Mitarbeitenden bei.

Die SEFE Gruppe legt daher besonderen Wert auf die Förderung ihrer Mitarbeitenden sowie auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und Familie. Durch zahlreiche Maßnahmen fördert die Gruppe die Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit aller Mitarbeitenden.

Interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen die Mitarbeitenden bei der Nutzung ihrer persönlichen Potenziale, um sie fortlaufend auf wechselnde Herausforderungen vorzubereiten und Chancen zur Weiterentwicklung zu bieten.

Eine Messung und damit Prognose der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wird bei der Gesellschaft bislang noch nicht vorgenommen.

Chancen- und Risikobericht

Die SEFE GmbH hat mit einigen Tochtergesellschaften Ergebnisabführungsverträge geschlossen, wodurch sich die Jahresergebnisse dieser Tochtergesellschaften im Beteiligungsergebnis der SEFE GmbH wiederspiegeln. Zudem partizipiert die SEFE GmbH an der Geschäftsentwicklung von weiteren Tochtergesellschaften und Beteiligungen über deren Dividendenausschüttungen. Die Realisierung von operativen Chancen und Risiken auf Ebene einzelner Beteiligungen wirken sich auf die Beteiligungsbuchwerte und damit auf die Vermögens- und Ertragslage der SEFE GmbH aus. Durch die Steuerung von Cash- und Liquiditätsmanagementaktivitäten wesentlicher Gesellschaften innerhalb der SEFE Gruppe, beeinflusst die Finanzlage der Tochtergesellschaften zudem indirekt die Finanzlage der SEFE GmbH. Da die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SEFE GmbH demzufolge maßgeblich von der zukünftigen Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungen beeinflusst wird, werden im Nachfolgenden die Chancen und Risiken der operativ tätigen Beteiligungen erläutert.

Chancen

Die SEFE GmbH und ihre Beteiligungen haben im Berichtsjahr erhebliche Fortschritte zur Normalisierung ihres Geschäfts erzielt, insbesondere beim Wiederaufbau ihres Gas- und LNG-Portfolios und der Wiederherstellung eines ungehinderten Marktzugangs. Mit der Rückkehr zum normalen Geschäftsbetrieb ist die SEFE Gruppe gut positioniert, um von ihren Infrastrukturanlagen, ihrem Erdgas- und LNG-Portfolio und ihren verstärkten Handels- und Vertriebsaktivitäten zu profitieren. Sie verfolgt nun die Wachstumsstrategie eines ausgewogenen Absatz- und Beschaffungsportfolios. Entsprechend konzentriert sich die Gruppe auf der Beschaffungs-seite auf die Sicherung langfristiger Bezugsmengen bei kurzfristiger Optimierung, während auf der Verkaufsseite langjährige Kundenbeziehungen aufgebaut werden.

Die SEFE GmbH besitzt ein fundiertes Verständnis der globalen LNG-Märkte sowie der europäischen physischen Gas- und Strommärkte. Dieses Know-how, gepaart mit den wiederhergestellten Beziehungen zu wichtigen Vertragspartnern und dem Kundenstamm, bilden eine wesentliche Chance. Diese Kompetenzen ermöglichen es der Gruppe, ihr Pipeline-Gas- und LNG-Portfolio durch mittel- und langfristige Transaktionen weiter auszubauen und die Grundlage für langfristiges Wachstum zu schaffen. In den derzeitigen volatilen Energiemärkten bieten die Fähigkeiten der Gruppe auch umfassende Möglichkeiten, die Flexibilität ihrer Vermögenswerte und ihres Portfolios zu monetarisieren und vergleichsweise hohe Margen zu erzielen sowie gleichzeitig einen Mehrwert für Shareholder und Kunden zu schaffen.

Mittelfristig sieht die SEFE GmbH substantielles Potential in der Diversifizierung ihrer operativen Fähigkeiten ihrer Tochtergesellschaften. Zum einen stellt die Expansion in den digitalen Handel eine vielversprechende Möglichkeit dar, die potenziell erhebliche finanzielle Vorteile mit sich bringt. Diese Weiterentwicklung wird Gewinne aus dem algorithmischen Handel generieren, eine weitere Optimierung der Handelsaktivitäten ermöglichen und zur Reduzierung von Transaktionskosten führen. Die Gruppe ist ferner bestrebt, ihr Portfolio von Stromabnahmeverträgen für erneuerbare Energien zu erweitern, einschließlich der Erzeugung von grünem Strom durch Solarenergie und Biomasse. Darüber hinaus zielt die SEFE Gruppe darauf ab, sich an mehreren globalen Projekten zur Erzeugung hochwertiger grüner Zertifikate zu beteiligen. Die Ausweitung dieser Initiativen durch zusätzliche Projekte wird der Gruppe zu einem wesentlichen Fortschritt bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele verhelfen. Das Bestreben, frühzeitig neue Produkte zu entwickeln, um den künftigen Herausforderungen zu begegnen, wird ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal auf dem Markt darstellen und der Gruppe einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können.

Eine Chance stellt auch die geografische Diversifizierung, insbesondere die Ausweitung der Handelstätigkeit auf Osteuropa durch die Nutzung und Optimierung der dort befindlichen unterirdischen Gasspeicher sowie die Aktivitäten auf Großhandelsmärkten, dar. Die Gruppe geht davon aus, dass diese Initiativen die Widerstandsfähigkeit und Rentabilität der Gruppe erheblich stärken und gleichzeitig mit ihren strategischen Prioritäten in Einklang stehen.

Längerfristig ist die Strategie der SEFE GmbH auf ihre doppelte Zielsetzung ausgerichtet, sowohl die Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten als auch die grüne Energiewende voran¬zutreiben. Die Gruppe ist der Ansicht, dass der derzeitige Umbau ihres Pipeline-Gas- und LNG-Lieferportfolios durch mittel- und langfristige Lieferbeziehungen sowohl die Energieversorgungssicherheit für Europa verbessert als auch erhebliche zusätzliche Margen durch die Optimierung ihres kombinierten Liefer-, Infrastruktur- und Vertriebsportfolios ermöglicht werden.

Die Strategie der SEFE GmbH, den Übergang zu grüner Energie voranzutreiben, konzentriert sich auf die Förderung grüner Energieinfrastruktur und Lieferketten (mit Schwerpunkt auf Wasserstoff und anderen grünen Gasen) sowie die Ausweitung des Angebots an grüner Energie für ihre Kunden. Parallel dazu entsteht ein Potenzial für die langfristige Dekarbonisierung des eigenen Portfolios. Die Strategie wird durch eine praktische Bewertung und eingehende Analyse der sich ergebenden Möglichkeiten und potenziellen Partnerschaften entlang der entsprechenden Wertschöpfungsketten sowie durch die Förderung erster Projekte im Bereich der Wasserstoffinfrastruktur umgesetzt.

Ein wesentliches Projekt in dieser Hinsicht ist die Wasserstoffspeicherung in Jemgum, die den Bau neuer Wasserstoffspeicherkavernen bzw. die Umrüstung bestehender Erdgaskavernen auf die Speicherung von Wasserstoff umfasst und eine strategische Investition in neue grüne Energielösungen darstellt. Das Joint Venture WIGA und der Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE sind an der Umsetzung der grundlegenden Wasserstoff-Pipeline-Infrastrukturprojekte "Flow - making hydrogen happen" und "AquaDuctus" in Deutschland beteiligt. Mit diesen Aktivitäten will die Gruppe eine solide Marktpräsenz aufbauen, Werte schaffen und gleichzeitig konkrete Schritte zur Beschleunigung der Energiewende in Deutschland und Europa unternehmen.

Die SEFE GmbH ist daher über ihre Beteiligungen gut positioniert, um ihre vielfältigen Fähigkeiten zu nutzen, insbesondere die Margengenerierung und das Managen von Risiken in volatilen Märkten. Die kurz- und langfristigen strategischen Weichenstellungen werden durch die Kernkompetenzen des Unternehmens in den Bereichen Infrastruktur und Market Intelligence vorangetrieben. Durch die Umsetzung einer ausgewogenen Strategie, die unmittelbare Chancen mit langfristigen Bestrebungen wirksam verbindet, will die SEFE GmbH ihren Wettbewerbsvorteil bewahren und die Wertschöpfung für die Beteiligten vorantreiben.

Risikomanagement der SEFE Gruppe

Nach den Herausforderungen des Jahres 2022 hat sich die Geschäftstätigkeit der Gruppe im Berichtsjahr vollständig stabilisiert. Dadurch konnte die Gruppe den Fokus zur Handhabung unmittelbarer Risiken, wie Liquidität- und Kreditrisiken, wieder auf einen ganzheitlichen Ansatz verlagern. Von den nachfolgend genannten Risikokategorien stand insbesondere die Analyse, Bewertung und Minderung von Risiken im Zusammenhang mit der Erweiterung des Einkaufsportfolios im Fokus wie auch die Herausforderungen zur Umsetzung der langfristigen Nachhaltigkeitsziele und der grünen Agenda. Mit dieser Ausweitung aktualisiert die Gruppe ihre Standards für das Risikomanagement und stellt sicher, dass die Risikoüberwachungssysteme die Geschäftsprozesse ausreichend unterstützen, um den Übergang der Gruppe in eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Zukunft zu fördern.

Risikomanagementsystem

Die SEFE Gruppe betreibt ein einheitliches Enterprise Risk Management (ERM) System, um Risiken effektiv und konsistent in der gesamten Gruppe zu managen. Das ERM spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der organisatorischen Ziele und stellt eine ganzheitliche Überwachung der finanziellen und geschäftlichen Aktivitäten sicher. Darüber hinaus unterstützt es die geschäftliche Entscheidungsfindung durch die Ermittlung optimaler Risiko-Rendite-Alternativen.

Das Risikomanagementsystem ist ein integraler Bestandteil der Geschäftsvorgänge und -abläufe der SEFE Gruppe. Die kommerziellen und unterstützenden Bereiche tragen als Risikoträger die Verantwortung für das Management der Risiken. Die zentrale Risikomanagementabteilung unterstützt diese Bereiche durch Beratung, unabhängige Überprüfung, Berichtswesen und Monitoring.

Im Jahr 2023 genehmigte der Aufsichtsrat der SEEHG die überarbeitete Risikopolitik der SEFE Gruppe und den Rahmen für die Risikobereitschaft, wodurch eine solide Grundlage für die Risikosteuerung geschaffen wurde. Des Weiteren wurde ein Risikoausschuss des Aufsichtsrates gegründet. Dieser überwacht die Angemessenheit des Risikomanagementsystems und stellt sicher, dass die Gruppe adäquat ausgestattet ist, um Risiken effektiv zu identifizieren, zu bewerten und im Einklang mit den festgelegten Richtlinien zu steuern. Die nachfolgend dargestellten Risiken beziehen sich in ihrer Bedeutung ausschließlich auf den Konzern.

Finanzrisiken

Marktrisiken

Marktrisiken ergeben sich hauptsächlich aus den Verkaufs- und Handelsaktivitäten der Gruppe sowie aus langfristigen Lieferverträgen. Die Gruppe bewertet ihr Marktrisiko, das im Wesentlichen von Rohstoff- und Derivatpreisen, Zinssätzen und Wechselkursen beeinflusst wird, mit einem Value-at-Risk (VaR)-Ansatz, der auf einer Monte-Carlo-Simulation basiert. Die operativen Bereiche steuern dieses Risiko in Abstimmung mit der Risikomanagementabteilung der Gruppe und innerhalb festgelegter Limits. Die Gruppe ergänzt die tägliche VaR-Überwachung durch zusätzliche Methoden und Kontrollen, wie z.B. Stresstests, Sensitivitätsanalysen und Volumenlimits. Langfristige LNG-Verträge, deren Margen von den langfristigen Entwicklungen der LNG- und Ölpreise beeinflusst werden, sowie sich entwickelnde Märkte für Wasserstoff und grüne Produkte stellen eine große Herausforderung für das Risikomanagement dar. Im Jahr 2023 hat das Risikomanagement der Gruppe daher ihr szenariobasiertes Rahmenwerk für langfristige Risiken verbessert, um die Überwachung und Steuerung solcher Risiken zu optimieren. Zum 31. Dezember 2023 belief sich das Marktrisiko der Gruppe, angepasst an eine 12-monatige Haltedauer und bewertet mit einem Konfidenzniveau von 97,5 %, auf 187 Mio. EUR (Vorjahr: 789 Mio. EUR). Das reduzierte Marktrisiko lässt sich sowohl auf gesunkene Marktpreise als auf auch eine verringerte Volatilität zurückführen.

Kreditrisiken

Die Gruppe steuert ihr aus den Verkaufs- und Handelsaktivitäten ergebendes Kreditrisiko durch eine klare Kreditrichtlinie, ein System zur Vergabe von Kreditlimits und robuste Kreditbewertungs- und Überwachungsprozesse. Im Jahr 2023 hat die Gruppe erhebliche Fortschritte zur Wiederherstellung und der Ausweitung ihrer Beziehungen zu ihren wichtigsten Handelspartnern erzielt. Die verbreiterte Basis der Gegenparteien führt zu einem stärker diversifizierten Kreditrisikoportfolio und hilft der Gruppe, die potentiellen Ausfallrisiken auf einem akzeptablen Niveau zu halten. Vor allem aufgrund der gesunkenen Energiepreise im Jahr 2023, die zu geringeren Zahlungsausfallrisiken führten, hat sich der Kredit-VaR der Gruppe bei einem Konfidenzniveau von 97,5 % und einer 12-monatigen Haltedauer deutlich auf 124 Mio. EUR (Vorjahr: 422 Mio. EUR) reduziert.

Liquiditätsrisiken

Die Gruppe gleicht laufend ihre Zahlungspflichten mit der verfügbaren Liquidität ab, um ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. Der Prozess des Liquiditätsrisikomanagements basiert auf der Bewertung potenzieller negativer Abweichungen von den geplanten Cashflows, die sich aus Marginingzahlungen ergeben, sowie auf den ermittelten Markt-, Kredit- und operationellen Risiken. Die Gruppe hält laufzeitabhängige Liquiditätsrisikoreserven vor, die durch verfügbare Liquidität, einschließlich zugesagter Finanzierungslinien, gedeckt sein müssen.

Im Jahr 2023 hat die Gruppe wieder direkte Handelsfinanzierungslinien mit mehreren Banken eingerichtet, wodurch die Rückgabe der hinterlegten Barsicherheiten die allgemeine Liquiditätssituation verbesserte.

Die zugesagte Kreditfazilität der KfW in Höhe von 7,5 Mrd. EUR, die Senkung der initialen Marginingsätze der Clearing Häuser aufgrund der niedrigeren Rohstoffpreise, der Ersatz von Barsicherheiten durch Bankgarantien, die Cash-Generierung aus der positiven Geschäftsentwicklung der Gruppe und die kontinuierliche Optimierung des Betriebskapitals haben das Liquiditätsrisiko für die Gruppe erheblich verringert.

Nicht-finanzielle Risiken

Strategische Risiken

Die SEFE Gruppe erfüllt ihren Auftrag zur Versorgungssicherheit durch die Beschaffung langfristiger LNG- und Pipeline-Gaslieferungen sowie durch den Erwerb von Regasifizierungskapazitäten. Das Zusammenspiel der Anforderungen an die Versorgungssicherheit, des beobachteten Rückgangs der Gasnachfrage in Europa und des beschleunigten grünen Übergangs stellt das größte strategische Risiko dar. Die Vorteile aus langfristigen Lieferverträgen könnten durch die stärkere Fokussierung auf erneuerbaren Energien kompensiert werden, während sich die Handelseinnahmen durch das niedrigere Preis- und Volatilitätsniveau verringern. Darüber hinaus können sich die von der Europäischen Kommission im Rahmen der Übertragung der Eigentumsrechte auf die Bundesregierung auferlegten Beschränkungen auf das Spektrum der Aktivitäten auswirken, die die Gruppe zur Erreichung ihrer strategischen Ziele bei gleichzeitiger Bewältigung der damit verbundenen strategischen Risiken verfolgen kann. Um diesen Faktoren Rechnung zu tragen und ihre Strategie innerhalb der gegebenen Beschränkungen anzupassen, bewertet die Gruppe ihr Geschäftsumfeld kontinuierlich.

Transformationsrisiken

Die Umstellung des Geschäftsmodells von einem großen Erdgasproduzenten mit Vertriebs- und Handelsaktivitäten hin zu einem unabhängigen Midstream-Unternehmen erfordert erhebliche Veränderungen in der Organisationsstruktur, den Kompetenzanforderungen und der Unternehmenskultur der Gruppe. Diese Veränderungen exponieren die Gruppe spezifischen Risiken, insbesondere dem Risiko der strategischen Fehlausrichtung, Störungen im Geschäftsablauf und kulturellem Widerstand. Mit einer neuen integrierten Unternehmensstruktur und einem separaten Team für den Transformationsprozess hat die SEFE Gruppe die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um das Risiko zu mindern, und ist gut aufgestellt, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Im Jahr 2023 wurde die erste Phase der Transformation, die sich auf die Integration verschiedener Einheiten und die Verbesserung der Effizienz konzentrierte, erfolgreich eingeleitet.

Operationelle Risiken

Die Gruppe definiert operationelle Risiken als potentielle Verluste, die sich aus Mängeln oder Fehlern in internen Prozessen, menschlichem Handeln, Systemen oder externen Ereignissen ergeben. Das operationelle Risiko der Gruppe hat sich auf ein historisch durchschnittliches Niveau reduziert. Diese Entwicklung lässt sich auf gefallene Energiepreise, verringerte Volatilität sowie kontinuierliche Prozessverbesserungen zurückführen. Der Ansatz der Gruppe zur Minderung operationeller Risiken beruht auf einer gründlichen Analyse der festgestellten Vorfälle sowie der proaktiven Ermittlung potenzieller Schwachstellen im Rahmen regelmäßiger Prozessüberprüfungen. Diese Überprüfungen werden von der Risikoabteilung und der internen Revision unter aktiver Beteiligung der Prozessverantwortlichen durchgeführt.

Technische Risiken

Die Aktivitäten der Gruppe beim Betrieb unterirdischer Gasspeicher und Erdgaspipelines birgt inhärente technische Risiken in Bezug auf die Leistung und Zuverlässigkeit der Anlagen und Ausrüstungen. Um diese Risiken während der Betriebsphase zu mindern, wendet die Gruppe strenge Qualitätssicherungs- und Kontrollsysteme an. Diese Systeme ermöglichen eine effektive Leistungsüberwachung, sichern die Integrität betrieblicher Prozesse und gewährleisten die Einhaltung relevanter Standards, wodurch sie vor potenziellen technischen Ausfällen schützen.

Risiken der Informationssicherheit

Die Gruppe schätzt diese Risiken aufgrund der neuen Eigentümerstruktur und der aktuellen geopolitischen Lage als hoch ein. Um den neuen potenziellen Bedrohungen zu begegnen, hat die Gruppe 2023 ihre Governance-Struktur für das Informationssicherheitsrisiko angepasst, indem sie ein spezielles Team für Informationssicherheitsstandards eingerichtet hat und die Einhaltung dieser Standards unabhängig überwacht. Außerdem hat die Gruppe ein ehrgeiziges IT-Verbesserungsprogramm in Angriff genommen, das den Ersatz veralteter IT-Systeme, die Modernisierung der IT-Infrastruktur und die Migration bestehender IT-Systeme in die Cloud umfasst. Es wird erwartet, dass all diese Maßnahmen die Risiken für die Informationssicherheit erheblich verringern werden.

Für die Tochtergesellschaften der Gruppe, die kritische Infrastrukturen betreiben, wird ein strengerer Ansatz in Bezug auf Informationssicherheitsrisiken verfolgt, der alle rechtlichen Anforderungen erfüllt.

Umweltrisiken

Unwetter, niedrige Pegelstände und andere klimabedingte Anomalien stellen beträchtliche Risiken dar und behindern den Transport und die Lieferung von Erdgas und LNG. Diese Widrigkeiten können zu operativen Verzögerungen, finanziellen Verlusten und Rufschädigung führen. Die Gruppe hat einen ersten Test ihrer langfristigen Geschäfts- und Finanzpläne anhand verschiedener Klimaszenarien durchgeführt, die derzeit von den von der IEA veröffentlichten Szenarien abgeleitet sind. Die SEFE Gruppe wird ihre Szenarien im Jahr 2024 aktualisieren und ihre Geschäfts- und Finanzpläne bei Bedarf weiter testen und anpassen, um Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren.

Regulatorische Risiken

Die Gruppe sieht in Folge der europäischen Energiekrise erhöhte Risiken in dieser Kategorie. Die Dynamik in der regulatorischen Landschaft kann zu zahlreichen Veränderungen und Risiken für die Gruppe führen. Dazu zählen strengere Vorschriften im Energiehandel, die zu höheren Kapitalanforderungen führen können, Regelungen zur beschleunigten Energiewende sowie grenzüberschreitende regulatorische Diskrepanzen. Die Gruppe steuert diese Risiken durch kontinuierliche Beobachtung und Analyse der sich abzeichnenden nationalen und EU-Regulierungsmaßnahmen und durch die Zusammenarbeit mit wichtigen Interessengruppen wie Regulierungsbehörden, Branchenverbänden und der Bundesregierung.

Lieferkettenrisiken

Die stark globalisierte Erdgas- und LNG-Lieferkette macht die Gruppe anfällig für geopolitische Instabilität wie Krieg, Sanktionen oder politische Unruhen. Das deutsche Lieferkettengesetz stellt zusätzliche Anforderungen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltverstößen auf.

Die SEFE Gruppe reduziert diese Risiken, indem sie ihre Lieferquellen diversifiziert, ein solides Verfahren zur Überprüfung der Identität ihrer Geschäftspartner und Lieferanten (Know Your Customer - KYC) durchführt, die Einhaltung internationaler regulatorischer Anforderungen sicherstellt und, wo möglich, dies in konkreten Vertragsklauseln spezifiziert.

Obwohl die Gruppe momentan nicht direkt dem deutschen Lieferkettengesetz unterliegt, strebt sie danach, die Einhaltung der Anforderungen in sämtlichen globalen Geschäftsbereichen zu gewährleisten. Eine Arbeitsgruppe ist damit beauftragt, die entsprechenden Anforderungen in den eigenen Due-Diligence-Prozessen zu integrieren.

Risiko von Rechtsstreitigkeiten und Ansprüchen

Die Gruppe ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten über die einzelnen Gesellschaften involviert. Sofern Verfahren anhängig sind, werden Rückstellungen für mögliche finanzielle Belastungen aus anhängigen Verfahren gebildet, wenn deren Eintritt als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Die SEFE GmbH befindet sich aktuell in keinen wesentlichen Rechtstreitigkeiten.

Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

Die Erfolge der Gruppe bei der Normalisierung ihres Handelsgeschäfts im Jahr 2023 führten zur Stabilisierung der regulären Geschäftsprozesse und damit auch zur Stabilisierung der SEFE GmbH. Dadurch befindet sich die Gruppe in einer guten strategischen Position, um von ihren robusten Infrastrukturanlagen und ihrem diversifizierten LNG-Portfolio zu profitieren. Diese Positionierung wird durch eine Ausweitung der Handels- und Vertriebsaktivitäten weiter gestärkt. Die Synergien zwischen diesen Elementen erschließt der Gruppe signifikante Chancen.

Für die Nutzung dieser Chancen sind das fortschrittliche Risikomanagementsystem der Gruppe und ihre Fähigkeiten, insbesondere die Margengenerierung und das Managen von Risiken in volatilen Märkten, entscheidend. Im Jahr 2023 hat sich der Schwerpunkt des Risikomanagements von unmittelbaren Liquiditäts- und Kreditrisikobetrachtungen auf eine umfassende Unterstützung der Konzernstrategie verlagert, insbesondere auf den Ausbau des Lieferportfolios und die Umsetzung der langfristigen Nachhaltigkeitsziele sowie der grünen Agenda.

Die Strategie der Gruppe ist auf ihre doppelte Zielsetzung ausgerichtet, sowohl Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten als auch den Übergang zu grüner Energie voranzutreiben. Diese Strategie bietet erhebliche Chancen. Gleichzeitig stellt das Zusammenspiel zwischen den Anforderungen an die Versorgungssicherheit und dem beschleunigten Übergang zur grünen Energie ein zentrales Risiko dar. Infolgedessen hat die Gruppe ihre szenariobasierte langfristige Risikobewertung verbessert, um die Überwachung und Steuerung dieser Risiken zu optimieren. Zusätzlich dazu hat die Gruppe begonnen, ihre Standards für das Risikomanagement zu überarbeiten, um eine robuste Unternehmensführung und Risikoüberwachung sicherzustellen. Dies ermöglicht eine flexible Anpassung an zukünftige Entwicklungen.

Die Tochtergesellschaften der SEFE GmbH sind keinen existenzbedrohenden Risiken unterworfen. Diese Feststellung trifft ebenso auf die SEFE GmbH selbst zu, die über die Ergebnisse ihrer Beteiligungen hinaus keine signifikanten Unsicherheiten in Bezug auf Chancen und Risiken aufweist.

Für die SEFE Gruppe als auch für die SEFE GmbH selbst bestand im Geschäftsjahr sowohl in Bezug auf Einzelrisiken als auch der aggregierten Gesamtrisikoposition kein bestandsgefährdendes Risiko.

Prognosebericht

Die SEFE GmbH verfügt durch ihre Beteiligungen über wichtige Kompetenzen in der Optimierung großer Energieportfolios und der Beschaffung von Erdgas und LNG auf den globalen Rohstoffmärkten, in der Unterhaltung und Bewirtschaftung der Erdgasspeicheranlagen sowie der Kundenbetreuung. Die weitere strategische Ausrichtung der SEFE Gruppe als eines integrierten Energie-Midstream-Players liegt in der gesellschaftsrelevanten Sicherstellung der Gasversorgung in Deutschland und Europa und aktiver Unterstützung einer grünen Energiewende.

Das Geschäftsmodell der SEFE GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wird wesentlich durch eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Beschaffung, Handel und Vertrieb gekennzeichnet sein. Das zentrale Portfoliomanagement übernimmt dabei eine auf Optimierung ausgerichtete Rolle als Schnittstelle zwischen Handel, Beschaffung und Vertrieb. Ein robust funktionierendes, integriertes Geschäft soll dem Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich der grünen Energie als Basis dienen.

Die Einführung einer neuen Organisationsstruktur im Jahr 2023 (ONE SEFE), die zentrale Managementfunktionen innerhalb der SEFE Gruppe vorsieht, wird durch allgemeine Transformation und Prozessharmonisierung weiter zur Stabilisierung der SEFE Gruppe beitragen und das Vertrauen der Geschäftspartner steigern.

Im IT-Umfeld wird in 2024 die weitere Einführung von Cloud-Technologien und Durchsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen eine zentrale Rolle einnehmen, um das erforderliche Maß an Flexibilität und wirtschaftlicher Effizienz zu gewährleisten.

Im Jahr 2024 wird die SEFE GmbH voraussichtlich einen leicht höheren Jahresüberschuss im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr verzeichnen. Dieser Trend ist auf niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen. Gegenläufig wird ein geringeres Finanzergebnis erwartet. Ursächlich hierfür werden geringere Beteiligungserträge aus der WIBG GmbH sein, die wiederum geringe Ergebnisbeiträge aus der WINGAS GmbH, deren Ergebnis in 2023 durch ein positives Speicherergebnis sowie positive Sondereffekte im Beschaffungsportfolio gekennzeichnet war, erwartet.

 

Berlin, 15. März 2024

Dr. Egbert Läge Geschäftsführer

Dr. Christian Ohlms Geschäftsführer

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang zum Jahresabschluss

Allgemeine Erläuterung

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erläuterungen zur Bilanz1


1 Entwicklung des Anlagevermögens 2 Anteilsbesitz 3 Vorräte 4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5 Eigenkapital 6 Sonderposten mit Rücklageanteil 7 Rückstellungen 8 Verbindlichkeiten 9 Latente Steuern

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung


10 Umsatzerlöse 11 Sonstige betriebliche Erträge 12 Personalaufwand 13 Abschreibungen 14 Sonstige betriebliche Aufwendungen 15 Erträge aus Beteiligungen 16 Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Verlust/erhaltener Gewinn 17 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 18 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Sonstige Angaben


Derivative Finanzinstrumente Haftungsverhältnisse Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG Geschäftsführung Honorare an den Abschlussprüfer Nachtragsbericht Konzernverhältnisse

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten.

Bilanz

TEUR Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände 48 6
Sachanlagen 144.930 144.512
Finanzanlagen 2 3.016.963 2.041.309
Anlagevermögen 1 3.161.941 2.185.827
Vorräte 3 15.442 15.427
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4 2.602.379 9.614.163
Guthaben bei Kreditinstituten 679.613 4.485.928
Umlaufvermögen 3.297.434 14.115.519
Rechnungsabgrenzungsposten 6.174 4.792
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 7 - 2
Summe Aktiva 6.465.549 16.306.140
Gezeichnetes Kapital 225.595 225.595
Kapitalrücklage 6.295.000 6.300.000
Bilanzverlust -2.367.790 -2.370.341
Eigenkapital 5 4.152.805 4.155.254
Sonderposten mit Rücklageanteil 6 338 398
Rückstellungen 7 592.054 119.501
Verbindlichkeiten 8 1.718.648 12.030.919
Rechnungsabgrenzungsposten 1.634 -
Passive latente Steuern 9 71 68
Summe Passiva 6.465.549 16.306.140

Gewinn- und Verlustrechnung

TEUR Anhang 2023 2022
Umsatzerlöse 10 124.185 60.450
Sonstige betriebliche Erträge 11 94.526 278.951
Materialaufwand -34.823 -28.188
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.244 -6.324
Aufwendungen für bezogene Leistungen -32.579 -21.863
Personalaufwand 12 -60.266 -55.601
Löhne und Gehälter -56.668 -51.009
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.598 -4.592
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
13 -2.987 -2.888
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14 -455.740 -301.986
Erträge aus Beteiligungen 15 1.537 91.881
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Verlust/erhaltener Gewinn 16 407.430 -3.051.452
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 17 18.026 7.510
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18 306.328 421.979
Abschreibungen auf Finanzanlagen - -474.649
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19 -215.720 -566.304
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20 -179.928 -3.326
Ergebnis nach Steuern 2.569 -3.623.624
Sonstige Steuern -18 -1.262
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 2.551 -3.624.886
Verlust-/Gewinnvortrag -2.370.341 228.828
Einstellung in die Gewinnrücklage - -228.828
Herabsetzung Kapitalrücklage - 800.122
Herabsetzung Gewinnrücklage - 228.828
Herabsetzung Stammkapital - 225.595
Bilanzverlust -2.367.790 -2.370.341

Anhang zum Jahresabschluss

Allgemeine Erläuterung

Die SEFE Securing Energy for Europe GmbH (SEFE) ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Handelsgesetzbuches (im Folgenden: HGB). Die Gesellschaft ist unter der Firma SEFE Securing Energy for Europe GmbH mit Sitz in der Markgrafenstraße 23 in 10117 Berlin im Handelsregister Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 36569 B eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Aufgliederung der Bilanzposten erfolgt gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung werden nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringende Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang angegeben.

Der Jahresabschluss ist in EUR aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend EUR (TEUR) angegeben.

Die Gesellschaft ist nach § 3 Nr. 38 EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Die Gesellschaft fällt somit unter § 6b EnWG. Für die in § 6b Abs. 3 EnWG aufgeführten Tätigkeiten sind jeweils getrennte Konten zu führen sowie für die in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 7 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche eine gesonderte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) aufzustellen.

Dabei sind die Konten so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden. Die Führung der getrennten Konten wie auch die Tätigkeitsabschlüsse unterliegen den Anforderungen des Handelsrechts. Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten nach § 6b Abs. 3 Satz 5 EnWG. Die Regeln, nach denen die Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen den Tätigkeitsbereichen zugeordnet werden, einschließlich der Abschreibungsmethoden, werden im Tätigkeitsabschluss aufgeführt.

Die SEFE Securing Energy for Europe GmbH erstellt für den Tätigkeitsbereich "Gasspeicherung" einen gesonderten Tätigkeitsabschluss, der dem Jahresabschluss als Anlage beigefügt ist. Es werden zudem sonstige Tätigkeiten im Sinne des § 6b Abs. 3 Satz 3 bzw. 4 EnWG außerhalb des Gassektors ausgeübt.

Der Jahresabschluss wurde gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Fähigkeit der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten und abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Dabei werden Anlagen, die in einem einheitlichen Funktions- und Nutzungszusammenhang stehen, zu einem Vermögensgegenstand zusammengefasst.

Das bewegliche und unbewegliche Anlagevermögen wird, sofern es einer Abnutzung unterliegt, linear abgeschrieben.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern der verschiedenen Anlagengruppen betragen:

Nutzungsdauer
in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände 1-10
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7-60
Technische Anlagen und Maschinen 8-20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-23

Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Sobald die Gründe für eine zuvor erfasste dauerhafte Wertminderung entfallen sind, erfolgt eine Zuschreibung, jedoch maximal auf die fortgeführten Anschaffungskosten.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR werden als Aufwand erfasst bzw. geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 250 und 800 EUR werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Erkennbaren Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Bei Wertaufholungen werden Zuschreibungen vorgenommen. Unverzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert bzw. die übrigen Ausleihungen mit dem Nominalwert bilanziert.

Die Vorräte werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Als niedrigerer beizulegender Wert werden bei Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Bei Handelswaren werden die Wiederbeschaffungskosten bzw. der niedrigere voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten als niedrigerer beizulegender Wert in Ansatz gebracht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelrisiken wird durch Wertberichtigungen und das allgemeine Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% Rechnung getragen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen werden zu ihrem Nennbetrag angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

In Höhe der in Vorjahren vorgenommenen Sonderabschreibungen nach § 4 Fördergebietsgesetz wurde ein Sonderposten mit Rücklageanteil gebildet, der über die Nutzungsdauer der Anlagengegenstände aufgelöst wird. In Anwendung der Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (im Folgenden: BilMoG) werden die Werte des Sonderpostens mit Rücklageanteil, unter Anwendung der für sie geltenden Vorschriften in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung des HGB, fortgeführt.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,07 % p. a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 5,00 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nur für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Altersteilzeit-Rückstellungen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, indem entsprechende Mittel insolvenzgeschützt und zweckgebunden in Fondsanteilen angelegt sind. Diese Vermögensgegenstände werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Altersteilzeit-Verpflichtungen verrechnet. Die Vermögensgegenstände werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Börsenkurs der Fondsanteile zum Bilanzstichtag.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen) angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen für Gewerbesteuer werden auf der Grundlage der erwarteten steuerpflichtigen Erträge ermittelt und abzüglich geleisteter Vorauszahlungen angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Rückbauverpflichtungen sowie Rückförderverpflichtungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des auf das Geschäftsjahr entfallenden Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung der voraussichtlich zum Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden die jeweilige Restnutzungsdauer und die voraussichtlichen Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2,0 % p.a. zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von kurz- und langfristigen Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen ermittelt und mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen bewertet. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung werden nicht abgezinst.

Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der SEFE Securing Energy for Europe GmbH, der SEFE Mobility GmbH, der astora GmbH sowie der WIBG GmbH als Organgesellschaften. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die SEFE Securing Energy for Europe GmbH als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der SEFE Securing Energy for Europe GmbH erfasst. Der angewendete Steuersatz beträgt 31 % (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,175 % für die Gewerbesteuer). Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert, insoweit eine Übereinstimmung der Steuerart vorliegt. Sofern sich aus der ertragsteuerlichen Organschaft in Deutschland ein Überhang der aktiven latenten Steuern ergibt, unterbleibt dessen Aktivierung in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Ein Aktivüberhang der latenten Steuern, der auf das Ausland entfällt, wird hingegen bilanziert.

Mindestbesteuerung

Die SEFE Gruppe fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Pillar 2 Modellregelungen, die eine Mindestbesteuerung von international tätigen Konzernen vorsehen. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich für die Umsetzung der Pillar 2 Regelungen in nationales Recht verpflichtet. Daraufhin wurde die Einführung eines "Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen" am 15. Dezember 2023 vom Bundestag beschlossen. Darin enthalten ist die Einführung eines "Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen" ("Mindeststeuergesetz"). Das Gesetz wurde am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet. Die Bestimmungen des Mindeststeuergesetzes sind erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich daher keine zusätzliche Steuerbelastung aufgrund der Regelungen des Mindeststeuergesetzes.

Ferner wendet die Gesellschaft § 274 Abs. 3 HGB an, der eine Ausnahme von der Bilanzierung von im Zusammenhang mit der Mindestbesteuerung entstandenen latenten Steuern vorsieht. Dementsprechend weist die Gesellschaft keine Informationen über latente Steuern im Zusammenhang mit den Regelungen zur Mindestbesteuerung aus.

Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen noch nicht zuverlässig abschätzbar. Die SEFE Gruppe arbeitet mit einer externen Steuerberatungsgesellschaft zusammen, die sich auf die Beratung in Zusammenhang mit der Mindestbesteuerung spezialisiert hat, um eine Einschätzung hinsichtlich der zukünftigen finanziellen Auswirkungen von Pillar 2 zu treffen.

Währungsumrechnung

Auf Fremdwährungen lautende Geschäftsvorfälle werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Buchung mit dem historischen Kurs oder einem Sicherungskurs erfasst.

Zum jeweiligen Stichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten wie folgt umgerechnet:

Restlaufzeit kleiner 1 Jahr Restlaufzeit größer 1 Jahr
Forderungen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag Devisenbriefkurs zum Anschaffungszeitpunkt oder dem höheren
Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag
Verbindlichkeiten Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag Devisengeldkurs zum Anschaffungszeitpunkt oder dem niedrigeren
Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag

Kassenbestände und jederzeit fällige Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Abschlussstichtag bewertet.

Die Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt mit folgenden Kursen:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung (1 EUR =) 31.12.2023 31.12.2022 2023 2022
US-Dollar (USD) 1,10500 1,06660 1,08127 1,05305
Britisches Pfund (GBP) 0,86905 0,88693 0,86979 0,85276
Tschechische Krone (CZK) 24,72400 24,11600 24,00428 24,56593
Russischer Rubel (RUB) 99,19190 76,07650 82,51250 72,61919
Schweizer Franken (CHF) 0,92600 0,98470 0,97180 1,00471
Polnischer Zloty (PLN) 4,33950 4,68080 4,54197 4,68611
Rumänischer Leu (RON) 4,97560 4,94950 4,94672 4,93131
Ungarischer Forint (HUF) 382,80000 400,87000 381,85267 391,28646

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Entwicklung des Anlagevermögens

TEUR Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
Summe
immaterielle
Vermögens-
gegenstände
01.01.2023 21.208 21.208
Zugänge 57 57
Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.2023 21.265 21.265
01.01.2023 21.202 21.202
Zugänge 15 15
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 21.217 21.217
Summe Buchwerte 31.12.2023 48 48
Summe Buchwerte 31.12.2022 6 6
TEUR Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
Summe
Sachanlagen
01.01.2023 17.655 182.142 16.639 4.046 220.483
Zugänge 11 4 2.077 1.301 3.392
Abgänge 43 - -65 -43 -65
Anschaffungs- und
Herstellungskosten 31.12.2023
17.709 182.146 18.651 5.303 223.809
01.01.2023 8.619 48.006 15.342 4.003 75.971
Zugänge 350 1.901 721 - 2.971
Abgänge - - -62 -1 -63
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 8.969 49.907 16.001 4.002 78.880
Summe Buchwerte 31.12.2023 8.740 132.239 2.651 1.301 144.930
Summe Buchwerte 31.12.2022 9.036 134.136 1.297 43 144.512
TEUR Anteile an
verbundenen
Unternehmen
Ausleihungen an
verbundene
Unternehmen
Beteiligungen Ausleihungen an
Unternehmen,
mit denen ein
Beteiligungs-
verhältnis besteht
Sonstige
Ausleihungen
Summe
Finanzanlagen
01.01.2023 1.876.236 15.000 788.831 224.313 106.522 3.010.902
Zugänge 991.326 - - 2.910 - 994.235
Abgänge - -15.000 -151 -7.200 -106.522 -128.873
Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.2023 2.867.562 - 788.680 220.023 - 3.876.265
01.01.2023 472.404 - 366.794 24.394 106.000 969.593
Zuschreibungen - - - -4.292 -41.000 -45.292
Abgänge - - - - -65.000 -65.000
Kumulierte
Abschreibungen 31.12.2023
472.404 - 366.794 20.103 - 859.301
Summe Buchwerte 31.12.2023 2.395.157 - 421.886 199.920 - 3.016.963
Summe Buchwerte 31.12.2022 1.403.832 15.000 422.037 199.919 522 2.041.309

Ausweisänderungen vom Umlaufvermögen in das Anlagevermögen und umgekehrt werden in der Spalte Zugänge bzw. Abgänge erfasst.

2 Anteilsbesitz

Der direkte Anteilsbesitz per 31.12.2023 mit einem Anteil am Kapital von mindestens 20 % umfasst zum Bilanzstichtag folgende Gesellschaften:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital 31.12.2023 (%) Währung Eigenkapital 31.12.2022
in Tausend
Währungs-
einheiten
Ergebnis nach
nationalem Recht 2022
in Tausend
Währungs-
einheiten
Verbundene Unternehmen:
01 astora GmbH, Kassel (Deutschland) 100,00 EUR 34.434 -*
02 SEFE Marketing & Trading Ltd., London
(Großbritannien)
100,00 GBP 323.471 -60.395
03 SEFE Mobility GmbH, Berlin (Deutschland) 100,00 EUR 16.310 -*
04 SEFE Schweiz AG, Zug (Schweiz) 100,00 CHF 24.864 -34.874
05 WIBG GmbH, Kassel (Deutschland) 100,00 EUR 1.592.630 -*
06 ZGG - Zarubezhgazneftechim Trading GmbH,
Wien (Österreich)
100,00 EUR 24.248 -22.361
Übrige Beteiligungen:
07 Bunde-Etzel-Pipeline Verwaltungsgesellschaft GmbH,
Westerstede (Deutschland)
16,00 EUR 52 0
08 Bunde-Etzel-Pipelinegesellschaft GmbH & Co. KG,
Westerstede (Deutschland)
16,00 EUR 4.567 5.837
09 Etzel-Kavernenbetriebsgesellschaft mbH & Co. KG,
Bremen (Deutschland)
33,33 EUR 106.823 5.797
10 Etzel-Kavernenbetriebs-Verwaltungsgesellschaft mbH,
Bremen (Deutschland)
33,33 EUR 82 0
11 PremiumGas S.p.A., Bergamo (Italien)
in Liquidation
50,00 EUR 4.559 0
12 VEMEX s.r.o., Prag (Tschechien) 67,00 CZK -186.859 2.514
13 WIGA Transport Beteiligungs-GmbH & Co. KG,
Kassel (Deutschland)
49,98 EUR 1.404.320 -415.383
14 WIGA Verwaltungs-GmbH,
Kassel (Deutschland)
49,98 EUR 263 3

* Ergebnisabführungsvertrag

Der mittelbare Anteilsbesitz per 31.12.2023 mit einem Anteil am Kapital von mindestens 20 % besteht am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital 31.12.2023 (%) Währung Eigenkapital 31.12.2022
in Tausend
Währungs-
einheiten
Ergebnis nach
nationalem Recht 2022
in Tausend
Währungs-
einheiten
Verbundene Unternehmen:
15 IMUK AG, Zug (Schweiz) 100,00 CHF 12 -1.208
16 SEFE LNG Ltd., London (Großbritannien) 100,00 USD -324.044 -517.944
17 SEFE Energy SAS, Paris (Frankreich) 100,00 EUR -2.361 3.020
18 SEFE M&T Mexico S. de R. L. de C.V., Tijuana (Mexiko) 100,00 USD -50.228 -42.998
19 SEFE Energy Ltd., London (Großbritannien) 100,00 GBP 63.743 36.852
20 SEFE Marketing & Trading Singapore Pte Ltd., Singapur (Singapur) 100,00 USD -986.718 -441.746
21 SEFE Marketing & Trading Switzerland AG, Zug (Schweiz) 100,00 CHF 85.992 85.842
22 SEFE Marketing & Trading USA Inc., Delaware (USA) 100,00 USD -1.221 9.607
23 SEFE Marketing & Trading Mex (UK) 1 Limited, London (Großbritannien) 100,00 GBP 1 0
24 SEFE Marketing & Trading Mex (UK) 2 Limited, London (Großbritannien) 100,00 GBP 0 0
25 SEFE Marketing & Trading India Pte Ltd., Singapur (Singapur) 100,00 USD -** -**
26 SEFE Turkey Enerji Anonim Sirketi, Istanbul (Türkei) 100,00 TRY 1.766 -3.495
27 VEMEX ENERGO s.r.o., Bratislava (Slowakei) 100,00 EUR 1.142 -154
28 WIEE Bulgaria EOOD, Sofia (Bulgarien) 100,00 BGN 1.363 488
29 WIEE Hungary Kft., Budapest (Ungarn) 100,00 HUF 1.115.641 -5.436.621
30 WIEE Romania S.R.L., Bukarest (Rumänien) 100,00 RON 19.537 14.759
31 WINGAS Benelux BV, Brüssel (Belgien) 100,00 EUR 1.148 92
32 WINGAS GmbH, Kassel (Deutschland) 100,00 EUR 500.000 -*
33 WINGAS Holding GmbH, Kassel (Deutschland) 100,00 EUR 187.571 -*
34 WINGAS UK Ltd., London (Großbritannien) 100,00 GBP 10.509 86
Übrige Beteiligungen:
35 Industriekraftwerk Greifswald GmbH, Kassel (Deutschland) 51,00 EUR 19.669 2.221

* Ergebnisabführungsvertrag ** Gesellschaft gegründet in 2023

3 Vorräte

Die Vorräte betreffen mit 15.143 TEUR (Vorjahr: 15.427 TEUR) im Wesentlichen Waren und im Übrigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
TEUR Summe Davon Restlaufzeit größer 1 Jahr Summe Davon Restlaufzeit größer 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 207 - - -
Finanzierungstätigkeit 2.137.050 - 9.172.897 -
Lieferungen und Leistungen 6.067 - 14.542 -
Sonstige Vermögensgegenstände 422.097 - 23.811 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.565.214 - 9.211.250 -
Finanzierungstätigkeit 456 - 1.869 -
Lieferungen und Leistungen 1.812 - 488 -
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
2.268 - 2.357 -
Sonstige Vermögensgegenstände 34.690 50 400.556 73
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.602.379 50 9.614.163 73

Es bestehen Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR) im Wesentlichen aus einem Dienstleistungsvertrag.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: 73 TEUR).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

5 Eigenkapital

TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklage
Bilanzgewinn/
-verlust
Summe
Stand 01.01.2022 225.595 800.122 - 228.828 1.254.546
Einstellung in die Gewinnrücklage - - 228.828 -228.828 -
Kapitalherabsetzung -225.595 -800.122 -228.828 1.254.545 -
Kapitalerhöhung 225.595 - - - 225.595
Sonstige Zuwendungen - 6.300.000 - - 6.300.000
Jahresfehlbetrag - - - -3.624.886 -3.624.886
Stand 31.12.2022 225.595 6.300.000 - -2.370.341 4.155.254
Ausschüttung Kapitalrücklage - -5.000 - - -5.000
Jahresüberschuss - - - 2.551 2.551
Stand 31.12.2023 225.595 6.295.000 - -2.367.790 4.152.805

6 Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde nach § 4 Fördergebietsgesetz in Verbindung mit § 281 Abs. 1 HGB gebildet. In Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG werden die Werte des Sonderpostens mit Rücklageanteil unter Anwendung der geltenden Vorschriften in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung des HGB fortgeführt.

7 Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen
TEUR Steuer-
rückstellungen
Rückstellungen
für drohende
Verluste aus
schwebenden
Geschäften
Rückliefer-
verpflichtungen
Erdgas
Ausstehende
Rechnungen
und sonstige
ungewisse
Verbindlichkeiten
Andere
sonstige
Rückstellungen
Summe
Rückstellungen
01.01.2023 4.010 60.696 22.370 9.633 22.791 119.501
Zugang 147.419 229 3.723 9.080 354.653 515.104
Aufzinsung - 420 249 - 52 721
Verbrauch -530 - - -8.143 -10.010 -18.683
Auflösung -1.237 -19.821 -133 -845 -2.522 -24.558
Sonstige Veränderungen - - - - -29 -29
31.12.2023 149.663 41.523 26.208 9.725 364.935 592.054

Unter den sonstigen Veränderungen der Rückstellungen werden ausschließlich Anpassungen aus der Fremdwährungsbewertung zum Bilanzstichtag dargestellt.

In den anderen sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Freistellungs- und ähnliche Verpflichtungen sowie Restrukturierungsrückstellungen enthalten.

Die SEFE Securing Energy for Europe GmbH hat Altersteilzeit-Zusagen abgeschlossen. Sich daraus ergebene Altersteilzeit-Verpflichtungen werden als Rückstellungen bilanziert. Diese sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Diese Vermögensgegenstände werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Altersteilzeit-Verpflichtungen verrechnet. Die Vermögensgegenstände werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Zum 31.12. des Vorjahres überstiegen die bilanzierten Vermögensgegenstände den Bestand der Rückstellungen. Der Unterschiedsbetrag wurde als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Erfüllungsbetrag der Altersteilzeit-Verpflichtungen 3.121 2.206
Verrechnete Vermögensgegenstände -2.417 -2.208
Summe Nettowert der Altersteilzeit-Verpflichtungen 704 -2

Im Rahmen der Verrechnung von Schulden und Vermögensgegenständen wurden Zinsaufwendungen in Höhe von 10 TEUR und Zinserträge in Höhe von 211 TEUR in dem Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge saldiert.

Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen 2.446 TEUR.

8 Verbindlichkeiten

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.347 5.533.950
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.907 3.651
Lieferungen und Leistungen 189 7.632
Sonstige Verbindlichkeiten 1.493.473 6.218.035
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.493.663 6.225.667
Lieferungen und Leistungen 97 -
Sonstige Verbindlichkeiten 203.022 263.387
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
203.119 263.387
Davon aus Steuern 9.119 1.683
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - 2
Übrige Verbindlichkeiten 2.493 2.579
Sonstige Verbindlichkeiten 11.612 4.264
Summe Verbindlichkeiten 1.718.648 12.030.919

Zum Bilanzstichtag sind wie im Vorjahr sämtliche Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten zum Stichtag Verbindlichkeiten in Höhe von 2.338 TEUR (Vorjahr: 5.533.937 TEUR), die durch Verpfändung des unmittelbaren Anteilsbesitzes an der WIBG GmbH, der astora GmbH, der SEFE Mobility GmbH und der SEFE Marketing & Trading Ltd. sowie des mittelbaren Anteilsbesitzes an der WINGAS GmbH gesichert sind. Zusätzlich wurde das Guthaben bei Kreditinstituten anteilig sicherungsübereignet.

9 Latente Steuern

Die temporären Unterschiede zwischen Steuer- und Handelsbilanz basieren überwiegend auf steuerlich abweichenden Ansatzvorschriften und Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen und bei Rückstellungen sowohl beim Organträger als auch bei den Organgesellschaften. Die temporären Unterschiede bei den Rückstellungen betreffen insbesondere die Pensions- und Drohverlustrückstellungen. Die Bewertungsunterschiede führen überwiegend zu aktiven latenten Steuern. Die latenten Steuern, die auf Deutschland entfallen, sind aufgrund des bestehenden Aktivüberhangs nicht bilanziert worden.

Die im Berichtsjahr bilanzierten passiven latenten Steuern in Höhe von 71 TEUR (Vorjahr: 68 TEUR) betreffen latente Steuern, die auf das Ausland entfallen.

31.12.2023
TEUR Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Saldo
Betriebsstätte Österreich 13.391 13.462 -71
Summe latente Steuern 13.391 13.462 -71
31.12.2022
TEUR Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Saldo
Betriebsstätte Österreich 11.900 11.968 -68
Summe latente Steuern 11.900 11.968 -68

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

10 Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen 101.816 TEUR (Vorjahr: 37.610 TEUR) auf Vermietung und Verpachtung sowie damit zusammenhängende Nebenleistungen und 22.369 TEUR (Vorjahr: 22.839 TEUR) auf Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse in Höhe von 124.185 TEUR (Vorjahr: 60.450 TEUR) werden ausschließlich in Europa erzielt.

11 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Zuschreibung von zuvor wertberichtigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 45.291 TEUR (Vorjahr: 3.022 TEUR), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 24.558 TEUR (Vorjahr: 2.183 TEUR), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 16.817 TEUR (Vorjahr: 139.004 TEUR) und Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 60 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR).

12 Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 407 TEUR (Vorjahr: 404 TEUR).

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Angestellte - Vollzeit 175 223
Angestellte - Teilzeit 32 36
Summe Beschäftigte 207 259

13 Abschreibungen

TEUR 2023 2022
Sachanlagen 2.972 2.865
Immaterielle Vermögensgegenstände 15 23
Planmäßige Abschreibungen 2.987 2.888
Summe Abschreibungen 2.987 2.888

14 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 23.805 TEUR (Vorjahr: 136.128 TEUR).

15 Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten wie im Vorjahr ausschließlich Dividenden von sonstigen Beteiligungen.

16 Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Verlust/erhaltener Gewinn

Im Geschäftsjahr werden Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 407.430 TEUR (Vorjahr: 4.916 TEUR) ausgewiesen. Aufwendungen für Verlustübernahmen sind im laufenden Geschäftsjahr nicht entstanden (Vorjahr: 3.056.368 TEUR).

Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen sowie die Aufwendungen für Verlustübernahmen betreffen vollständig verbundene Unternehmen.

17 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten Erträge aus Aufzinsung in Höhe von 2.909 TEUR (Vorjahr: 1.978 TEUR).

18 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten mit 227.263 TEUR (Vorjahr: 391.638 TEUR) Zinsen aus verbundenen Unternehmen.

19 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 92.709 TEUR (Vorjahr: 38.560 TEUR) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 710 TEUR (Vorjahr: 481 TEUR).

20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

TEUR 2023 2022
Periodenfremde Steuern -148 232
Laufende Ertragsteuern -171.533 -1.308
Quellensteuern -8.244 -2.042
Latente Steuern -3 -207
Summe Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -179.928 -3.326

Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Die SEFE Securing Energy for Europe GmbH ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen die SEFE Securing Energy for Europe GmbH eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermin- und Swapgeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.

Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung eingesetzt.

Angaben zu Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden:

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Art / Kategorie Basisbetrag Beizulegender
Zeitwert
Basisbetrag Beizulegender
Zeitwert
Währungsbezogene Geschäfte 790.720 1.799 - -
Währungsbezogene Geschäfte 126.500 -229 - -

Der beizulegende Zeitwert entspricht den Marktpreisen.

Für Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag wurden Rückstellungen gebildet.

Haftungsverhältnisse

TEUR 2023 2022
Zahlungsgarantien, Bürgschaften 6.961.393 1.889.944
Summe Haftungsverhältnisse 6.961.393 1.889.944
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 6.691.393 1.888.330

Hinsichtlich der Zahlungsgarantien ist eine Inanspruchnahme für das kommende Geschäftsjahr aufgrund der vorliegenden aktuellen Planung der Gesellschaften nicht erkennbar.

Das Guthaben der Gesellschaft bei Kreditinstituten ist zum Stichtag anteilig verpfändet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus sonstigen Leistungsbeziehungen gegenüber Dritten in Höhe von 31.452 TEUR (Vorjahr: 44.751 TEUR). Ferner wird erwartet, dass der Gesellschafter der SEFE im Folgejahr über die Rückführung von Kapital aus der Kapitalrücklage in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionenbetrages beschließen wird.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind.

Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Gemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen im Anhang gesondert auszuweisen. Als Geschäfte größeren Umfangs werden diejenigen Geschäfte angesehen, die im Zusammenhang mit den regulierten Tätigkeiten stehen und den Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit überschreiten sowie für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Mit verbundenen und assoziierten Unternehmen bestehen im Wesentlichen Dienstleistungs-, Miet-, Cashpooling- und Finanzierungsverträge. Der Gesamtbetrag der Erträge aus den Geschäften mit verbundenen Unternehmen beträgt im Geschäftsjahr 262.004 TEUR (Vorjahr: 351.923 TEUR) während der Gesamtbetrag der Aufwendungen bei 110.850 TEUR (Vorjahr: 65.721 TEUR) liegt.

Die vorgenannten Geschäfte sind zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt worden.

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Berichtszeitraum war:

Dr. Egbert Läge SEFE Securing Energy for Europe GmbH

Mit Wirksamkeit zum 2. Januar 2024 und Gesellschafterbeschluss vom 20. Juni 2023 ist Dr. Christian Ohlms als Geschäftsführer bestellt worden.

Die Angabe der Bezüge für Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt im Berichtsjahr unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Honorare an den Abschlussprüfer

Auf die Angabe der Honorare an Abschlussprüfer wird mit Verweis auf deren Nennung im Anhang des Konzernabschlusses der SEEHG Securing Energy for Europe Holding GmbH verzichtet.

Nachtragsbericht

Am 13. März 2024 hat die SEFE Securing Energy for Europe GmbH einen aufschiebend bedingten Vertrag über den Kauf von 50,02% der Anteile an der WIGA Transport Beteiligungs-GmbH & Co. KG sowie der WIGA Verwaltungs-GmbH geschlossen. Die Genehmigung der EU-Kommission sowie weitere aufschiebende Bedingungen sind zum Aufstellungsstichtag des Jahresabschlusses noch nicht erfolgt.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

Konzernverhältnisse

Die SEFE Securing Energy for Europe GmbH ist eine unmittelbare 100%ige Tochtergesellschaft SEEHG Securing Energy for Europe Holding GmbH, Berlin, einer 100%igen Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Berlin.

Die SEEHG Securing Energy for Europe Holding GmbH stellt einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den gemäß § 315e Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden Regeln auf, der beim Unternehmensregister eingereicht wird.

Die SEFE Securing Energy for Europe GmbH wird in den Konzernabschluss der SEEHG Securing Energy for Europe Holding GmbH einbezogen, somit ist die Gesellschaft nach § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

 

Berlin, 15. März 2024

Dr. Egbert Läge Geschäftsführer

Dr. Christian Ohlms Geschäftsführer

Tätigkeitsabschluss zum 31. Dezember 2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Tätigkeitsabschluss

Zuordnung der Posten zu den Tätigkeits-Bilanzen

Vorbemerkung

Zuordnung der Posten der Aktiva


Anlagevermögen Umlaufvermögen

Zuordnung der Posten der Passiva


Eigenkapital Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten

Zuordnung der Posten zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten.

Bilanz

31.12.2023 31.12.2022
TEUR Gasspeicherung Gasspeicherung
Sachanlagen 10.628 12.706
Anlagevermögen 10.628 12.706
Vorräte 299 285
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 117.931 73.995
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 117.342 72.263
Sonstige Vermögensgegenstände 590 1.732
Umlaufvermögen 118.230 74.280
Summe Aktiva 128.858 86.986
Bilanzgewinn 49.291 19.956
Ausgleichsposten Tätigkeitsbereich 30.565 29.857
Eigenkapital 79.856 49.812
Steuerrückstellungen 11.477 530
Sonstige Rückstellungen 32.163 27.226
Rückstellungen 43.640 27.756
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.214 1.994
Davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 5.214 1.994
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 78 7.351
Davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 78 7.351
Sonstige Verbindlichkeiten - 4
Davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr - 4
Verbindlichkeiten 5.292 9.349
Passive latente Steuern 71 68
Summe Passiva 128.858 86.986

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
TEUR Gasspeicherung Gasspeicherung
Umsatzerlöse 57.464 24.888
Sonstige betriebliche Erträge 254 91
Materialaufwand -9.406 -12.166
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.244 -6.324
Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.163 -5.842
Personalaufwand -136 -129
Löhne und Gehälter -111 -105
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -25 -23
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
-2.174 -2.329
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.500 -13.110
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -292 -131
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -11.874 -1.042
Ergebnis nach Steuern 29.336 -3.927
Sonstige Steuern - -4
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 29.336 -3.931

Tätigkeitsabschluss

Nach § 6b Abs. 3 EnWG i.V.m. § 6b Abs. 1 EnWG haben Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den nachfolgend aufgeführten Bereichen so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt würden:

Katalogtätigkeiten nach §6b Abs. 3 Satz 1 und 2 EnWG:

Elektrizitätsübertragung

Elektrizitätsverteilung

Gasfernleitung

Gasverteilung

Gasspeicherung

Betrieb von LNG-Anlagen

Jede wirtschaftliche Nutzung eines Eigentumsrechts an Elektrizitäts- oder Gasversorgungsnetzen, Gasspeichern oder LNG-Anlagen

Sonstige Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Satz 3 und 4 EnWG:

Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und innerhalb des Gassektors

Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors

Zuordnung der Posten zu den Tätigkeits-Bilanzen

Vorbemerkung

Die SEFE Securing Energy for Europe GmbH führt gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG von den genannten Tätigkeitsbereichen die "Gasspeicherung" durch, für die ein Tätigkeitsabschluss erstellt wird.

Neben der vorgenannten Katalogtätigkeit der "Gasspeicherung" werden bei der SEFE Securing Energy for Europe GmbH auch andere Tätigkeiten außerhalb des Gassektors nach § 6b Abs. 3 Satz 3 und 4 EnWG ausgeübt.

Der Tätigkeitsabschluss ist in EUR aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend EUR (TEUR) angegeben.

Zuordnung der Posten der Aktiva

Anlagevermögen

Die Aufteilung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte anhand der Anlagenbuchhaltung und wurde direkt auf die Tätigkeitsbereiche aufgeteilt.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden direkt dem Bereich Gasspeicherung zugeordnet. Es handelt sich hierbei um Ersatzmaterial für bereits bestehende Anlagen des Speichers Haidach.

Die Zuordnung der Tagesgeldforderungen, ausgewiesen in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, erfolgte auf Basis eigener auf Tätigkeitsbereiche zugeordneter Cash-Pool-Konten.

Zuordnung der Posten der Passiva

Eigenkapital

Die Verrechnung zwischen den Tätigkeitsbereichen wird in der Kapitalrücklage abgebildet.

Sonstige Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen setzen sich aus bergbaulichen Verpflichtungen und aus einer Rückzahlungsverpflichtung für ersparte Förderzinsen/Förderkosten zusammen. Sie wurden vollständig dem Bereich Gasspeicherung zugeordnet. Die kurzfristigen Rückstellungen beinhalten ausschließlich Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen für Betriebskosten sowie Personalrückstellungen und wurden direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Sie bestehen im Wesentlichen aus der Abrechnung von Strom, Netznutzungsentgelten und Gaskosten.

Zuordnung der Posten zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zuordnung der Aufwendungen und Erträge zu den Tätigkeitsbereichen der SEFE Securing Energy for Europe GmbH erfolgte nach deren Verursachung. Die Umsatzerlöse und die damit im Zusammenhang stehenden Kosten betreffen im Wesentlichen die Speicheraktivitäten in der Betriebsstätte Haidach.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Teilauflösung von Rückstellungen.

Die Materialkosten in Höhe von 9.406 TEUR (Vorjahr: 12.166 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für nutzungsabhängige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 2.258 TEUR (Vorjahr: 6.299 TEUR) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 7.163 TEUR (Vorjahr: 5.842 TEUR). Im ersten Halbjahr 2022 sind die Aufwendungen für die nutzungsabhängigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe aufgrund einer anderen Vertragskonstellation nicht auf Ebene der SEFE Securing Energy for Europe GmbH angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 4.169 TEUR (Vorjahr: 8.618 TEUR).

Die Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen entstanden.

Die Einkommen- und Ertragsteuern betreffen die in Österreich zu versteuernden Betriebsstätteneinkünfte.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SEFE Securing Energy for Europe GmbH, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SEFE Securing Energy for Europe GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SEFE Securing Energy for Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten

Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit "Gasspeicherung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach

§ 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflich ten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob der Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Berlin, den 15. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin ppa. Andra Grußien, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 5. Juli 2024 festgestellt.

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