Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 7776
Vorher
CCM Sport Radsport-Vertriebs-GmbH
Eingetragen
3.6.2002
Branche
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehörGroßhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Gegenstand
Großhandel mit Fahrradteilen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Alfter
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CCM -Sport GmbH

Rheinbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

CCM-Sport GmbH

I. Darstellung des Unternehmens und des Unternehmensumfelds 1989 wurde die CCM-Sport GmbH im Großraum Bonn gegründet und ist der Region über zwei Standortwechsel hinweg treu geblieben. Heute erwirtschaften ca. 20 Mitarbeiter einen zweistelligen Millionenumsatz im Großhandel insbesondere mit Fahrradteilen und -komponenten.

Fahrräder - das ökologischste Fortbewegungsmittel überhaupt - sind zentraler Bestandteil unseres täglichen Arbeitens. Naheliegend und nur konsequent, dass wir unsere Prozesse nachhaltig gestalten.

Neben Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und hoher Qualitätssicherung haben aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung eine entsprechende Bedeutung in unserer Unternehmensphilosophie. Projekte wie die Eindeckung der kompletten Hallenfläche mit einer hochmodernen Photovoltaikanlage wurden erfolgreich umgesetzt.

Dem Fahrrad gehört als Fortbewegungsmittel weiterhin die Zukunft. Neue Technologien und digitale Innovationen sind der Garant für attraktive Produkte und machen sowohl das klassische Fahrrad als auch das E-Bike sicherer, smarter und komfortabler.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Konsumzurückhaltung (negatives Konsumklima) bestimmte im Jahr 2023 maßgeblich das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland und in der ganzen Welt und beeinflusste auch die deutsche Fahrrad- und E-Bike-Industrie signifikant.

Der Radverkehr hat für die Mobilität von heute und der Zukunft eine zunehmende Bedeutung. Das zeigt sich trotz der enormen Konsumzurückhaltung im Jahr 2023 durch gegenüber dem Vorjahr nur leicht rückläufigen Kennzahlen der deutschen Fahrradindustrie: Der Umsatz mit Fahrrädern und E-Bikes in 2023 war nur leicht von 7,36 Mrd. Euro auf 7,06 Mrd. Euro gesunken. Auch der Komponenten- und Zubehörbereich bewegt sich auf diesem Niveau, so dass der über alle Vertriebswege ein geschätzter Gesamtumsatz der deutschen Fahrrad-, E-Bike, Komponenten- und Zubehörindustrie mit ca. 10,24 Mrd. EUR zu 10,79 Euro im Vorjahr relativ stabil blieb.

Die rückläufige Stückzahl der verkauften Fahrräder beeinflusst den Branchenumsatz nur geringfügig, da erneut die durchschnittlichen Verkaufspreise pro Fahrrad (inkl. E-Bikes, Pedelecs und Lastenfahrräder) gestiegen sind, da der Trend zu immer hochwertigeren Ausstattungen der Fahrräder geht (Quelle: Marktbericht 2023 des Zweirad-Industrie-Verbands e.V./ZIV).

Auch im Jahr 2023 gehörte das Fahrrad zu den wichtigsten Verkehrsmitteln und Freizeitvergnügen. Das Mobilitätsverhalten und die Bewegung spielen bei den Bundesbürgern zunehmend eine wichtige Rolle. Fahrrad und E-Bike erleben eine anhaltende Renaissance, denn sie bieten eine individuelle, flexible, ökonomische und vor allem zeitsparende Form der Alltagsmobilität. Damit lässt das Fahrradfahren - mit klassischem Rad oder E-Bike -Sportarten wie Joggen, Wandern oder Schwimmen hinter sich. Diese Bewegung spürt die deutsche Fahrrad-, Fahrradteile- und Zubehörindustrie. Das Fahrrad ist allgegenwärtig, denn es verbindet die Themen Alltagsmobilität (auch durch die die Elektrifizierung des Fahrrades) und individuellen Lifestyle in nie gekannter Form.

Nach einem infolge der branchenweiten Überbestände herausfordernden Jahr 2024 und auch einem in 2025 eher angespannten Jahr wird ab 2026 von einer deutlichen Verbesserung der Branche ausgegangen.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

a.) Ertragslage:

Im Geschäftsjahr 2023 ist der Jahresüberschuss um 589 TEUR auf TEUR 1.414 (Vorjahr: TEUR 2.003) gesunken.

Das Rohergebnis (§ 276 S. 1 HGB) sank bei einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse trotz einer leicht gestiegenen Warenrohertragsmarge um TEUR 1.192 auf 3.910 TEUR.

Bei nahezu unveränderten Personal- und Sachkosten und einem gestiegenen Zins- und Beteiligungsergebnis (+ TEUR 286) ist das erzielte Jahresergebnis mit 1.414 TEUR zwar um 589 TEUR niedriger als im Vorjahr, aber dennoch zufriedenstellend.

b.) Vermögens- und Finanzlage

Unverändert weisen wir bei einer Bilanzsumme von TEUR 18.967 (Vj. TEUR 19.110) ein komfortables Eigenkapital von TEUR 17.304 (im Vj.: 15.890) auf. Die Eigenkapitalquote beläuft sich damit auf 91,2% (Vj.: 83,1%).

Vermögensseitig sind die für die Umlauffinanzierung nicht benötigten Wertpapiere des Finanzanlagevermögens mit TEUR 5.876 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 7.441) durch Verkäufe und die erstmalige Saldierung von Rückdeckungsansprüchen zu Pensionsrückstellungen (§ 246 II HGB) gesunken.

Im Jahr 2023 wurde begonnen, den hohen Vorratsbestand (Vorjahr 7.592 TEUR) abzubauen. Der Vorratsbestand beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 7.044 TEUR.

Liquide Mittel halten wir stichtagsbezogen in Höhe von 4,5 Mio. Euro (Vj.: 1,5 Mio. €) vor.

Hierdurch waren wir auch in 2023 in der Lage, die Finanzierung der für die Umsatztätigkeit erforderlichen Dispositionen bankenunabhängig treffen zu können, was sich in entsprechend geringen Lieferantenverbindlichkeiten widerspiegelt (31.12.2023: 0,1 Mio. Euro, Vj. 0,4 Mio. Euro).

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Unternehmenssteuerung analysieren und überwachen wir regelmäßig insbesondere den Auftragseingang, die Umsatzerlöse sowie unsere Rohertragsmargen.

Entsprechend der Entwicklung dieser Größen sowie der aktualisierten in diesem Zusammenhang dynamisierten Reichweiten unserer Handelsartikel passen wir die Bestandsplanung und -Bevorratung entsprechend an.

Die Entwicklung von Umsatz, Roherträgen sowie der Personal- und Sachkosten analysieren wir im Rahmen eines monatlichen finanzwirtschaftlichen Controllings und leiten - wenn notwendig - entsprechende Maßnahmen ein.

4. Gesamtbeurteilung:

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 zufrieden.

III. Prognosebericht

Die Rahmenbedingungen unseres Geschäftsfelds sind in 2023 schwieriger geworden. Angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine mit Inflation und allgemeiner Kaufzurückhaltung war das Jahr 2024 für die gesamte Fahrradbranche wieder eine Herausforderung. Das Unternehmen, wie auch die Gesamtbranche, können sich jedoch weiterhin über eine Stabilität bzw. solides Wachstum freuen. Die Branche ist daher nicht übermäßig stark von der extremen Kaufzurückhaltung getroffen worden.

Das Geschäftsjahr 2024 wird bei gestiegenen Umsatzerlösen und einem erhöhten Rohergebnis voraussichtlich mit einem gegenüber dem Jahr 2023 deutlich höheren Jahresüberschuss enden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2025 erwarten wir - in vorsichtiger Vorausschau - einen ähnlichen Umsatz und einen vergleichbaren Jahresüberschuss wie im Jahr 2023.

IV. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Risiken sehen wir tendenziell auch in höheren Einkaufspreisen (einschließlich Transportkosten), insbesondere infolge des anhaltenden Krieges in der Ukraine. Ob und inwieweit eventuell steigende Materialkosten absatzseitig weitergegeben werden, ist derzeit noch nicht absehbar, eine negative Auswirkung auf unsere Handelsmargen und unser Geschäftsergebnis sowie die daraus resultierenden Zahlungsströme ist jedoch nicht auszuschließen.

Den Engpässen bei der Beschaffung von Waren aufgrund nahezu weltweit beeinträchtigten Lieferketten wurde mit einer frühzeitigen Planung und wenn erforderlich einer höheren Bevorratung entgegengetreten. Durch die Käuferzurückhaltung können die erhöhten Lagerbestände problematisch werden, gerade auch bei der Konkurrenz, die dann mit Abverkäufen die Preispolitik negativ beeinflussen können.

Darüber hinaus erwarten wir keine Risiken, die den Unternehmenserfolg wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen. Chancen sehen wir insbesondere in der sehr guten Marktpositionierung der CCM-Sport GmbH mit einer effizienten Organisation und damit einer gegenüber dem Handel relativ hohen Wertschöpfung im Unternehmen, einem großen Kundenkreis mit zum Teil langjährigen Partnern und der relativ konjunkturunabhängigen Entwicklung der Nachfrage nach hochwertigen Fahrrädern insbesondere in Deutschland.

 

Rheinbach, den 10. Mai 2025

CCM-Sport GmbH

gez. Ulrich Hergesell-Bulian, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.166.458,65 7.744.252,89
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 289.665,00 302.997,00
1. technische Anlagen und Maschinen 145.802,00 159.861,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.863,00 143.136,00
III. Finanzanlagen 5.876.791,65 7.441.253,89
B. Umlaufvermögen 12.717.683,31 11.342.494,04
I. Vorräte 7.043.751,00 7.591.833,35
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 247,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.182.944,17 2.206.959,01
1. Forderungen gegen Gesellschafter 825.164,42 1.523.040,17
2. sonstige Vermögensgegenstände 357.779,75 683.918,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.490.988,14 1.543.701,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.770,00 22.770,00
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 59.963,13
Summe Aktiva 18.966.875,09 19.109.516,93

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 17.303.787,25 15.889.781,23
I. eingefordertes Kapital 12.782,29 12.782,29
1. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.782,30 -12.782,30
II. Bilanzgewinn 17.291.004,96 15.876.998,94
davon Gewinnvortrag 15.876.998,94 13.874.149,38
B. Rückstellungen 576.030,81 1.471.312,92
C. Verbindlichkeiten 1.087.057,03 1.748.422,78
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.685,70 558.668,77
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.104,74 514.983,40
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 34.580,96 43.685,37
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.043.371,33 1.189.754,01
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.043.371,33 1.189.754,01
Summe Passiva 18.966.875,09 19.109.516,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.909.854,87 5.102.153,57
2. Personalaufwand 1.161.852,35 1.034.529,66
a) Löhne und Gehälter 980.242,86 828.270,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 181.609,49 206.259,51
davon für Altersversorgung 49.607,46 93.845,87
3. Abschreibungen 58.499,12 58.744,65
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 58.499,12 58.744,65
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 682.550,40 790.045,17
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 552,17 622,18
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 62.738,17 13.056,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 156.855,24 9.789,29
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 41.607,56 140.747,22
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 41.607,56 140.747,22
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.150,71 30.361,23
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 0,00 14.354,37
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 730.171,12 1.066.892,37
10. Ergebnis nach Steuern 1.414.617,02 2.003.678,56
11. sonstige Steuern 611,00 829,00
12. Jahresüberschuss 1.414.006,02 2.002.849,56
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 15.876.998,94 13.874.149,38
14. Bilanzgewinn 17.291.004,96 15.876.998,94

Anhang zum 31. Dezember 2023

CCM-Sport GmbH, Rheinbach

Jahresabschluss

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft firmiert unter CCM-Sport GmbH mit dem Sitz in Rheinbach und ist beim Registergericht des Amtsgericht Bonn unter der Nummer HRB 7776 eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 264 Abs. 1 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend dem Gliederungsschema der §§ 266, 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt. Die Davon-Vermerke im Zusammenhang mit den Restlaufzeiten der ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten werden aus Gründen der größeren Klarheit und Übersichtlichkeit im Anhang ausgewiesen. Gleiches gilt für die Verbindlichkeiten aus Rechtsgeschäften mit Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG).

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde gemäß der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB aufgestellt. Darüber hinaus wurden die Vorschriften des GmbHG beachtet. Die Grundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

2.2 Vergleichbarkeit (§ 265 Abs. 2 S. 2 HGB)

Infolge der erstmaligen Verrechnung der Pensionsverpflichtungen mit dem Deckungsvermögen (§ 246 Abs. 2 HGB) sind folgende Posten nicht mit dem Vorjahresausweis (31.12.2022) vergleichbar:

Bilanz:

- Finanzanlagen/Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen

- Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

- Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Gewinn- und Verlustrechnung:

- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

2.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die abnutzbaren immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Planmäßige Abschreibungen werden degressiv oder linear auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen, wobei die steuerlich zulässigen Abschreibungssätze zugrunde gelegt werden, soweit diese handelsrechtlich zulässig sind. Außerplanmäßige Abschreibungen werden - bei abnutzbaren und nicht abnutzbaren Gegenständen des Sachanlagevermögens - bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände im Sinne von § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG werden im Anschaffungsjahr unter Annahme ihres gleichzeitigen Abgangs voll abgeschrieben.

Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren sowie geleistete Anzahlungen sind mit den Anschaffungskosten oder, soweit nach dem Niederstwertprinzip niedrigere beizulegende Werte zum Bilanzstichtag zu berücksichtigen waren, mit diesen bewertet.

Die in den Vorräten enthaltenen Bestandsrisiken aus langer Lagerdauer und mangelnder Verwendbarkeit sind durch entsprechende Abschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Wenn erforderlich werden angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.

Liquide Mittel sind mit dem Nominalbetrag des Kassenbestandes und der Bankguthaben angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nominalzahlbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungspositionen

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagkurs umgerechnet.

3. Angaben zu Posten der Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens (§ 284 Abs. 3 HGB) wird auf den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel verwiesen (Anlage zum Anhang).

3.2 Finanzanlagen

Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgten in Höhe von TEUR 40 (Vj.: TEUR 141), § 253 Abs. 3 S. 5 f. HGB.

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen den Alleingesellschafter - zugleich Geschäftsführer - ergeben sich aus einem Darlehen und werden mit 0,5 % p.a. verzinst. Das Darlehen (Ursprungsbetrag 1,5 Mio. EUR, Auszahlung im April 2020) ist spätestens zum 31.12.2024 vollständig zurückzuzahlen, es kann mit einer Frist von 4 Wochen zurückgefordert werden. Sicherheiten wurden nicht gestellt. Es besteht die Berechtigung seitens des Darlehensnehmers, das Darlehen vollständig oder in Teilbeträgen vorzeitig zurückzuzahlen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Darlehen außerplanmäßig mit zwei Tranchen im Februar 2023 (TEUR 500) und März 2023 (TEUR 200) anteilig zurückgeführt. Die Zinsen des Geschäftsjahres 2023 wurden forderungserhöhend abgegrenzt.

3.4 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

(Pensionsrückstellungen)

Infolge einer Verpfändungsvereinbarung hat die Gesellschaft ihren Rückdeckungsanspruch an den Gesellschafter-Geschäftsführer verpfändet. Ein entsprechender Gesellschafterbeschluss wurde in 2023 gefasst. Die Verpfändung wurde der Versicherungsgesellschaft angezeigt. Erstmalig wird die zur Sicherung der Pensionszusage abgeschlossene Lebensversicherung daher mit der Rückstellungsverpflichtung verrechnet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018" von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82 % bei der Bewertung zugrunde gelegt.

Die Pensions-Rückstellungen wurden auf Grundlage eines Durchschnittszinssatzes der letzten 10 Jahre ermittelt.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf EUR 12.620 (im Vj.: EUR 56.203). In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre (§ 253 VI HGB).

Es wurde ein Rententrend von 1,5% berücksichtigt, entsprechend der Vereinbarung wurde im Übrigen keine weitere Dynamik berücksichtigt.

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände beläuft sich auf TEUR 953, die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände auf rd. TEUR 370. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31.12.2023 auf TEUR 893.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechneten Aufwendungen und Erträge belaufen sich auf:

- TEUR 132 aus dem Zuwachs des Deckungsvermögens

- TEUR 16 aus der Verzinsung der Pensionsrückstellung

Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände wurde aus dem Rücknahmekurs der berücksichtigten Fondsanteile zum 31.12.2023 ermittelt.

3.5 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beläuft sich auf DM 50.000,00 und wurde in den entsprechenden EURO-Wert umgerechnet.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von EUR 15.876.998,94 berücksichtigt (Vorjahr: EUR 13.874.149,38).

3.6 Sonstige Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich hauptsächlich um Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für Gewährleistungen, für die Berufsgenossenschaft, für ausstehende Rechnungen und für die Kosten der Aufbewahrung.

3.7 Verbindlichkeiten

Nach Restlaufzeiten gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
(Vorjahreswerte in Klammern) TEUR kleiner 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
grösser 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 43,7 9,1 34,6 0,0
(558,7) (515,0) (43,7) (0,0)
erhaltene Anzahlungen aus Lieferungen und Leistungen 12,8 12,8 0,0 0,0
(0,1) (0,1) (0,0 (0,0)
85,3 85,3 0,0 0,0
(399,7) (399,7) (0,0) (0,0)
gegenüber Gesellschaftern 130,0 130,0 0,0 0,0
(120,0) (120,0) (0,0) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 815,3 815,3 0,0 0,0
(669,9) (669,9) (0,0) (0,0)
Summe 1.087,1 1.052,5 34,6 0,0
(1.748,4) (1.704,7) (43,7) (0,0)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Warenlieferanten bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Sonstige Verbindlichkeiten: Die enthaltenen Steuerverbindlichkeiten (insgesamt TEUR 537) umfassen mit TEUR 447 die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für 2022, entsprechend den in 2024 ergangenen Steuerbescheiden. Im Übrigen umfassen die Steuerverbindlichkeiten die Umsatzsteuer des Jahres 2023.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens:

Es wird auf die Ausführungen zu Abschnitt 3.2 verwiesen (Angaben zur Bilanz/ Finanzanlagen).Verrechnete Aufwendungen und Erträge aus Deckungsvermögen:

Es wird auf die Ausführungen zu Abschnitt 3.4 verwiesen (=Angaben zur Bilanz/ Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung/Pensionsrückstellungen).

5. Sonstige Angaben

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Mietverträgen. Die finanziellen Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag für die nächsten fünf Geschäftsjahre voraussichtlich EUR 546.480,00 (Vj.: EUR 546.480,00).

Weitere Verträge mit nicht erfüllbaren Abnahmeverpflichtungen oder Rücknahmeverpflichtungen bestehen nicht.

5.2 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (unverzinslich) bestehen in Höhe von EUR 130.000 (Vorjahr EUR 120.000,00). Diese werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

5.3 Angaben zur Geschäftsführung

Die Geschäftsführung obliegt Herrn Ulrich Hergesell-Bulian, Kaufmann. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Organbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. IV HGB verzichtet.

5.4 Angaben zu den beschäftigten Arbeitnehmern

Während des Geschäftsjahres wurden im Durchschnitt 20 Mitarbeiter beschäftigt, davon sieben Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich und dreizehn Mitarbeiter im gewerblichen Bereich.

5.5 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 17.291.004,96 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Rheinbach, den 10. Mai 2025

gez. Ulrich Hergesell-Bulian, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.877,49
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 15.877,49
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 266.555,09
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 435.479,10 51.943,12 91.209,25
Summe Sachanlagen 702.034,19 51.943,12 91.209,25
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.644.848,78 53.636,92 780.086,49
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 796.405,11 156.247,02 952.652,13
Summe Finanzanlagen 7.441.253,89 209.883,94 1.732.738,62
Summe Anlagevermögen 8.159.165,57 261.827,06 1.823.947,87
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.877,49 15.875,49
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 15.877,49 15.875,49
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 266.555,09 106.694,09 14.059,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 396.212,97 292.343,10 44.440,12 84.433,25
Summe Sachanlagen 662.768,06 399.037,19 58.499,12 84.433,25
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.918.399,21 0,00 41.607,56
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 5.918.399,21 0,00 41.607,56
Summe Anlagevermögen 6.597.044,76 414.912,68 100.106,68 84.433,25
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.875,49 2,00 2,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 15.875,49 2,00 2,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 120.753,09 145.802,00 159.861,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 252.349,97 143.863,00 143.136,00
Summe Sachanlagen 373.103,06 289.665,00 302.997,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 41.607,56 5.876.791,65 6.644.848,78
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 796.405,11
Summe Finanzanlagen 41.607,56 5.876.791,65 7.441.253,89
Summe Anlagevermögen 430.586,11 6.166.458,65 7.744.252,89

sonstige Berichtsbestandteile

Herr Ulrich Hergesell-Bulian, Kaufmann.

 

Rheinbach, den 10.05.2025

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.05.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die CCM-Sport GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CCM-Sport GmbH, Rheinbach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CCM-Sport GmbH, Rheinbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegburg, 13.Mai 2025

RSI Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Schnürer, Wirtschaftsprüfer

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