Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 48737
Vorher
Stora Enso Beteiligungen GmbHStora Enso Deutschland GmbHStora Enso Paper GmbH
Eingetragen
7.7.2003
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Waren ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Gegenstand
Agentur- und Handelsgeschäfte aller Art; Einkauf und Organisation von Transportdienstleistungen, Vermittlung von Transortgeschäften und deren speditionsgemäße Abwicklung; die Erbringung von Inkassodienstleistungen nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sari Häkli
seit 30.12.2024
Prokura
Lars Peter Völkel
seit 30.12.2024
Geschäftsführer
Matthias Dr. Friedrich
seit 10.10.2023
Prokura
Nicole Dr. Send
seit 25.8.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stora Enso OyjFIN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stora Enso Oyj
Finland
106.180.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stora Enso Germany GmbH (vormals: Stora Enso Paper GmbH)

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Gesellschaft war bis zum Verkauf der Stora Enso Maxau GmbH (nunmehr firmierend als Maxauer Papierfabrik GmbH) zum 28. Februar 2023 die geschäftsleitende Holding der ehemaligen Stora Enso Paper Gruppe in Deutschland mit Sitz in Düsseldorf. Das Segment "Paper" wurde ab dem 1. Januar 2023 nicht mehr als eigenständiges Segment geführt, sondern in den Segmenten "Packaging Materials" und "Other" eingegliedert. Nach der Verschmelzung der Stora Enso Paper Oy, Helsinki/Finnland (vormals im Besitz von 94 % der Anteile der Gesellschaft) auf die Stora Enso Oyj, Helsinki/Finnland (vormals im Besitz von 6 % der Anteile der Gesellschaft) zum 1. Januar 2024 ist der alleinige Anteilseigner die Stora Enso Oyj, Helsinki/Finnland.

Neben der Management-Holdingfunktion erbringt die Gesellschaft Dienstleistungstätigkeiten im Konzern sowohl für ihre Schwestergesellschaften als auch für die Konzernmutter. Die Gesellschaft unterstützt die Verkaufsfunktion für die Papierprodukte der Produktionsgesellschaften der Stora Enso Gruppe in Mittel-, Ost- und Südeuropa über ihre Verkaufsorganisation inkl. der ausländischen Niederlassungen in Italien und den Niederlanden. Die Niederlassung in Spanien wurde zum 22. September 2023 und die in Polen zum 30. September 2023 geschlossen. Die Schließung der Niederlassung in den Niederlanden ist für das 2. Quartal 2024 geplant. Die geplante Schließung der italienischen Niederlassung bedarf zunächst noch des Abschlusses einer steuerlichen Vereinbarung mit den italienischen Behörden.

Am 29. März 2022 verkündete Stora Enso den Start eines Verkaufsprozess für ihre vier Papierwerke in Anjala (Finnland), Hylte und Nymölla (Schweden) und Karlsruhe (Maxau) in Deutschland. Die Veräußerung der Werke unterstützen die Stora Enso Strategie eines langfristigen Wachstums von nachhaltigen Produkten in den Bereichen Packaging, Building Solutions und Biomaterials Innovation.

Mit Geschäftsanteilskaufvertrag vom 12. September 2022 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Stora Enso Maxau GmbH, Karlsruhe (nunmehr firmierend als Maxauer Papierfabrik GmbH), mit Wirkung zum 28. Februar 2023 veräußert. Der zwischen der Gesellschaft und der Stora Enso Maxau GmbH bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, durch den sich das Tochterunternehmen zur Abführung ihrer Gewinne an die Stora Enso Paper GmbH und zugleich die Stora Enso Paper GmbH sich zur Übernahme etwaiger Verluste ihres Tochterunternehmens verpflichtet haben, wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2023, 24:00 Uhr gekündigt.

Am 2. Januar 2023 wurde der Verkauf des Papierwerkes Nymölla (Schweden) und am 4. April 2023 der des Papierwerkes Hylte (Schweden) als abgeschlossen verkündet. Nachdem im Frühjahr 2023 der Verkaufsprozess der Papierfabrik in Anjala, Finnland, gestoppt wurde, führte im November 2023 eine Konzentration der Produktion von zwei Papiermaschinen im Werk zur Schließung einer Maschine.

Diese Maßnahmen hatten und werden einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten und die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft haben.

Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

"Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr in recht moderatem Tempo. Im vierten Quartal ließ das Expansionstempo nochmals nach. Maßgeblich war ein geringerer Anstieg der Produktion in den Schwellenländern, nicht zuletzt in China, während sie in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften insgesamt mit wenig veränderter, wenngleich sehr mäßiger Rate zunahm". Die Weltproduktion wuchs mit 3,1 Prozent im Jahr 2023 ähnlich stark wie im Jahr zuvor. "Die Inflation ist gegenüber dem Höchststand Ende 2022 deutlich zurückgegangen, zuletzt allerdings nur noch wenig gesunken. Vor allem der Anstieg der Preise für Dienstleistungen erweist sich als hartnäckig, so dass die Inflationsraten voraussichtlich erst im Jahr 2025 wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken sinken. Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur und ergeben sich etwa aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen". "Die Expansion in den Vereinigten Staaten verliert angesichts nachlassender fiskalischer Impulse etwas an Fahrt, in Europa und Japan belebt sich die Konjunktur mit dem Abklingen der bremsenden Wirkungen des Inflationsschocks allmählich. Stimulierend wirkt auch die sich abzeichnende leichte Erholung beim Welthandel. Die wirtschaftliche Aktivität in China dürfte im Prognosezeitraum angesichts struktureller Probleme allerdings nur verhalten expandieren und im Jahresdurchschnitt 2024 merklich schwächer zunehmen als im vergangenen Jahr. Nicht zuletzt deshalb wird der Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - mit 2,8 Prozent etwas niedriger ausfallen als 2023 (3,1 Prozent). Für das kommende Jahr rechnen wir wieder mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent". (Quelle: ifw Kiel, Institut für Weltwirtschaft - Kieler Konjunkturberichte Weltwirtschaft im Frühjahr 2024, Nr. 111 vom 5. März 2024, S. 2 f.).

In Deutschland lassen die Auftriebskräfte länger als erwartet auf sich warten. Im Schlussquartal des Jahres 2023 gab die realwirtschaftliche Aktivität um 0,3 % nach. "Insbesondere die Industrieproduktion war bis zuletzt deutlich abwärtsgerichtet; offenbar konnten die - ausweislich der amtlichen Statistik - immer noch recht hohen Auftragspolster das seit längerem schwä-chelnde Neugeschäft weniger stützen, als von uns erwartet worden war. In der Folge zeigt sich das Verarbeitende Gewerbe schwächer als erwartet, während der Einbruch der Bauaktivität im vierten Quartal witterungsbedingt überzeichnet sein dürfte". Entgegen der Prognose aus dem Vorjahr, die mit einer verhaltenen Zuwachsrate beim Bruttoinlandsprodukt von 0,5 % vorhergesagt war, fiel diese mit -0,3 % sogar negativ aus. Für das laufende Jahr 2024 dürfte das Bruttoinlandsprodukt mit einer Steigerung von 0,1 % praktisch stagnieren und im kommenden Jahr 2025 um 1,2 % zulegen. (Quelle: ifw Kiel, Institut für Weltwirtschaft - Konjunkturberichte, Deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2024, Nr. 112 vom 5. März 2024, S. 3 f.).

Die Stora Enso Paper GmbH war bis zum Verkauf ihrer Anteile an der ehemaligen Stora Enso Maxau GmbH zum 28. Februar 2023 als geschäftsleitende Holding der Stora Enso Paper Gruppe in Deutschland wesentlich und im Anschluss lediglich im geringen Umfang über die Verkaufsfunktion für die Papierprodukte der verbleibenden Produktionsgesellschaften der Stora Enso Gruppe der Branchenkonjunktur und dem Strukturwandel in der Papierindustrie ausgesetzt, in der sich folgendes Bild ergab:

Die deutsche Papier- und Zellstoffindustrie hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang bei Produktion und Absatz hinnehmen müssen. Wie der Verband DIE PAPIERINDUSTRIE mitteilte, ging die Produktion im Jahr 2023 um rund 14 %zurück, brach der Absatz um 13 % ein und der Branchenumsatz fiel um 27 %. Die überproportionale Reduzierung des Umsatzes ist auch ein Indiz für empfindliche Preisnachlässe zu Lasten der Wirtschaftlichkeit der Unternehmen. (Quelle: DIE PAPIERINDUSTRIE e.V. - Presse 01.03.2024)

2.2. Lage

Geschäftsverlauf und Ertragslage

- Entwicklung des Beteiligungsunternehmens (bis 28. Februar 2023)

Im Segment der Zeitungsdruckpapiere, welches als Handelswarengeschäft von der Maxauer Papierfabrik GmbH (vormals Stora Enso Maxau GmbH) mit den von der Model Sachsen Papier GmbH (früher Stora Enso Sachsen GmbH) erworbenen Produkten geführt wurde, ist durch die Stilllegung der Produktion im 4. Quartal 2022 bei der Model Sachsen Papier GmbH im Jahr 2023 kein operatives Ergebnis angefallen. Die im Jahr 2021 dafür gebildeten und per 1. Dezember 2022 an die Stora Enso Paper GmbH übertragenen Drohverlustrückstellungen für dieses Geschäft wurden im Jahr 2023 in Anspruch genommen beziehungsweise ein kleiner Restbetrag aufgelöst.

Im Segment der ungestrichenen Magazinpapiere (Maxauer Papierfabrik GmbH) lagen die Umsatzerlöse im Januar bis Februar 2023 aufgrund geringerer Absatztonnage trotz gestiegener Absatzpreise unter denen des vergleichbaren Zeitraumes des Vorjahres. In nahezu allen Bereichen lagen allerdings auch die Kosten auf einem höheren Niveau als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Lediglich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (aufgrund von geringeren Frachtkosten) und dem neutralen Ergebnis (insbesondere Auflösungen von Pensionsrückstellungen) konnte ein positiver Effekt erzielt werden, sodass das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 28. Februar 2023 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden konnte.

Das Ergebnis der Stora Enso Maxau GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 ist dem Anhang zu entnehmen und wurde an die Gesellschaft abgeführt.

- Verkaufsaktivitäten

Die Geschäftsaktivitäten der Stora Enso Paper GmbH beinhalten Marketing- und Verkaufsunterstützungsleistungen für die verbliebenen Produktionsgesellschaften der Division Paper des Stora Enso Konzerns. Dazu bestehen Vereinbarungen mit der Stora Enso Oyj.

Die Aktivitäten werden durch den Außendienst und ein sogenanntes Customer Service Center (CSC) wahrgenommen, das sich in Karlsruhe befindet. Das Verkaufsgebiet beinhaltet Deutschland, die Niederlande sowie Süd-, Mittel- und Osteuropa als Betreuungsgebiete. Die Umsatzerlöse lagen mit insgesamt 7 Mio. EUR um 3 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr. Basis für die Berechnung ist das Gesamtkostenvolumen der Organisation zuzüglich eines Aufschlags.

Der Papiermarkt war im Jahr 2023 von dramatischen Verbrauchsrückgängen geprägt. Hohe Papierpreise haben zu Einsparungsmaßnahmen im gesamten Print-Sektor geführt. Der deutsche Markt verzeichnete ein Minus von 25 % im Vergleich zum Vorjahr. In den Nachbarstaaten (BE, NL, PL, FR) betrug der Rückgang sogar bis zu 27 %. Somit entstand eine Überkapazität bei Pressepapieren in Europa, was sich deutlich auf sinkende Papierpreise ausgewirkt hat.

Der Ausblick in das nächste Jahr ist pessimistisch. Die geopolitische Lage so wie der anhaltende Trend in die Digitalisierung wird den Printmarkt weiter belasten.

- Dienstleistungen

Die Gesellschaft erbringt neben den Dienstleistungen für Verkaufsaktivitäten Management Dienstleistungen im Bereich Recht und Global Business Services für diverse Stora Enso Konzerngesellschaften im In- und Ausland.

- Ertragslage

Die Umsatzerlöse verminderten sich im Wesentlichen durch die weitere Reduzierung des Papiergeschäftes bei Stora Enso und den damit verbundenen geringeren Marketing- und Verkaufsunterstützungsleistungen der Gesellschaft sowie durch die verringerten Dienstleistungen an die ehemalige "Paper" Division, die in die anderen Segmente der Stora Enso eingegliedert wurde, um insgesamt 6 Mio. EUR auf nunmehr 10 Mio. EUR. Durch den einmaligen Gewinn aus dem Verkauf der Anteile an der ehemaligen Stora Enso Maxau GmbH in Höhe von 99 Mio. EUR bei zugleich erheblich geringeren Aufwendungen für Altersversorgung und Personal (durch Mitarbeiterabbau) erzielte die Gesellschaft im Berichtsjahr ein insgesamt positives operatives Ergebnis in Höhe von 98 Mio. EUR (Vorjahr: -11 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 24 Mio. EUR auf insgesamt 8 Mio. EUR. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere der Ertrag aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der ehemaligen Stora Enso Maxau GmbH in Höhe von 3 Mio. EUR (Vorjahr: Verlustausgleich

9 Mio. EUR) und stark gestiegene Zinserträge in Höhe von 9 Mio. EUR aus dem Cashpool-Guthaben, das sich durch die Kaufpreiszahlung aus dem Verkauf der Anteile an der ehemaligen Stora Enso Maxau GmbH erheblich erhöht hat.

Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von -1 Mio. EUR (Vorjahr: -0,4 Mio. EUR) schließt die Gewinn- und Verlustrechnung mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 105 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag -26 Mio. EUR).

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 80 Mio. EUR auf 284 Mio. EUR.

Auf der Aktivseite verringerten sich vor allem die Finanzanlagen durch den Verkauf der Anteile an der ehemaligen Stora Enso Maxau GmbH um 95 Mio. EUR. Dagegen erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 176 Mio. EUR, was insbesondere auf die Erhöhung der Cashpool-Forderungen um 183 Mio. EUR zurückzuführen ist.

Auf der Passivseite verringerten sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 10 Mio. EUR, insbesondere durch den Ausgleich der Verbindlichkeiten aus einem Ergebnisabführungsvertrag, die im Vorjahr in Höhe von 9 Mio. EUR enthalten waren. Daneben haben sich die Rückstellungen um 16 Mio. EUR aufgrund des Rückgangs der Rückstellungen mit Pensions- und Personalbezug sowie dem Abschluss von ungewissen Verbindlichkeiten im Berichtsjahr vermindert. Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich um den Jahresüberschuss in Höhe von 105 Mio. EUR auf 127 Mio. EUR. Dadurch erhöhte sich die Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme um 34 % Punkte auf nunmehr 45 %.

Finanzlage

Die Gesellschaft kam im Geschäftsjahr 2023 ihren Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang nach. Die Finanzkraft der Gesellschaft wurde durch den Erhalt der Kaufpreiszahlung für die Anteile an der ehemaligen Stora Enso Maxau GmbH in Höhe von 211 Mio. EUR deutlich gestärkt. Das Cashpool-Guthaben, das für Liquiditätsschwankungen zur Verfügung steht, hat sich im Wesentlichen dadurch auf 280 Mio. EUR (Vorjahr: 98 Mio. EUR) erhöht.

Gesamtaussage

Die weiterhin bestehenden Unwägbarkeiten des Krieges in der Ukraine und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Papiermarkt, aber besonders der vollzogene Verkauf von 3 Papierwerken und die Stilllegung einer weiteren Papiermaschine hatten einen tiefgreifenden Einfluss auf die zuvor berichtete Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge. Der Einmalertrag aus dem Verkauf der Stora Enso Maxau GmbH in Höhe von 99 Mio. Euro und die Kaufpreiszahlung in Höhe von 211 Mio. EUR stärkten die Eigenkapitalbasis und die Finanzausstattung der Gesellschaft in einem Maße, dass die verbleibenden Versorgungs- und Umweltverpflichtungen aus den vorhandenen Finanzreserven gedeckt werden können. Gleichzeitig sind durch den Beteiligungsverkauf die Chancen und Risiken, die sich aus den Ergebnisbeiträgen der Stora Enso Maxau GmbH ergeben haben, entfallen. Im Jahr 2024 wird die Reduzierung des Papiergeschäftes bei Stora Enso und den damit verbundenen geringeren Marketing- und Verkaufsunterstützungsleistungen der Gesellschaft sowie die verringerten Dienstleistungen an die ehemalige "Paper" Division dazu führen, dass die wirtschaftliche Entwicklung im Wesentlichen geprägt sein wird durch die Zinserträge aus dem Cashpool und die weitere Entwicklung der Pensionsrückstellungen und der Umweltverpflichtungen. Durch die im Jahr 2024, rückwirkend zum 1. Januar 2024, beschlossene Verschmelzung der Stora Enso Germany GmbH auf die Stora Enso Paper GmbH ist die weitere Entwicklung außerdem von der Nachfrage nach den angebotenen konzerninternen Dienstleistungen abhängig.

2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren der Stora Enso Paper GmbH stellt sich in Mio. EUR wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2023 2022 2021 * 2021 2020
Umsatzerlöse 10 16 17 17 22
davon Provisionserlöse 7 10 10 10 12
Sonstige Umsatzerlöse 3 6 7 7 10
Finanzergebnis 8 -16 -108 -104 -7
davon Beteiligungsergebnis 3 -9 -98 -98 11
davon Abschreibungen
auf Beteiligungsbuchwerte - - - -1 -14
davon Pensionszinsen (saldiert) -3 -5 -10 -3 -3
davon Darlehenszinsen 8 -2 0 -2 -1
Unternehmensergebnis vor
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 105 -26 -87 -82 -6
Anlagevermögen 1 96 96 281 311
Umlaufvermögen 283 108 163 118 44
Gesamtvermögen 284 204 259 399 355
Eigenkapital 127 22 11 8 39
Langfristiges Fremdkapital 146 156 149 42 40
Langfristiges Kapital 273 178 160 50 79
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 11 26 99 349 276
Gesamtkapital 284 204 259 399 355
Anlagevermögen finanziert durch
Eigenkapital in % >100 23 11 3 13
Langfristiges Kapital in % >100 >100 >100 18 25
Gesamtvermögen finanziert durch
Eigenkapital in % 45 11 4 2 11
Langfristiges Kapital in % 96 87 62 13 22
Nettoumlaufvermögen 272 82 64 -231 -232

* Konsolidierte Vergleichswerte inklusive der verschmolzenen Gesellschaften

Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind fett hervorgehoben.

Die Umsatzerlöse verringerten sich wie erwartet im Wesentlichen durch die Reduzierung des Papiergeschäftes bei Stora Enso und den damit verbundenen geringeren Marketing- und Verkaufsunterstützungsleistungen der Gesellschaft und die verringerten Dienstleistungen an die ehemalige "Paper" Division; sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt 10 Mio. EUR (Vorjahr 16 Mio. EUR).

Das in der Prognose für 2023 erwartete (positive) Ergebnis der Tochtergesellschaft für die beiden Monate bis zum Verkauf der Gesellschaft belief sich im Berichtsjahr auf 3 Mio. EUR (Beteiligungsergebnis Vorjahr -9 Mio. EUR). Insbesondere dadurch und durch die Zinserträge in Höhe von 9 Mio. EUR, die maßgeblich aus dem deutlich erhöhten Cashpool-Bestand aufgrund des Anteilsverkaufs resultierten, verbesserte sich das Finanzergebnis auf insgesamt 8 Mio. EUR im Gegensatz zum Vorjahr, in dem -16 Mio. EUR anfielen.

Das Anlagevermögen verminderte sich im Wesentlichen durch den Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der Stora Enso Maxau GmbH (nunmehr firmierend als Maxauer Papierfabrik GmbH) und ist durch diesen Verkauf nicht mehr als bedeutsamer Leistungsindikator der Gesellschaft einzustufen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Mit dem Verkauf der Papierwerke Nymölla und Hylte (Schweden) und Maxau (Deutschland) und der Stilllegung einer Papiermaschine in Anjala (Finnland) hat die Aussicht auf die Konjunktur im Papiermarkt nur noch eine geringe Bedeutung für das Ergebnis der Gesellschaft.

Für das Geschäft von Marketing- und Verkaufsunterstützung der Gesellschaft wird bedingt durch die oben beschriebenen Maßnahmen mit einer Ertragssituation erheblich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 gerechnet.

Da das Papiergeschäft perspektivisch bei Stora Enso und damit die Grundlage der operativen Aktivitäten der Stora Enso Paper GmbH entfällt, wird in Zukunft die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich von der Entwicklung der Versorgungs- und Umweltverpflichtungen abhängig sein. Besonders das Finanzergebnis wir durch den Entfall nennenswerter Beteiligungsergebnisse nach der letztmaligen Ergebnisabführung der Stora Enso Maxau GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 in Zukunft geprägt durch die Zinsaufwendungen für die Pensionsverpflichtungen und die Darlehenszinsen für das durch den Verkauf der Stora Enso Maxau GmbH Zinserträge aus dem stark gestiegenen Cashpool-Guthaben.

Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 13. Mai 2024 wurde die Verschmelzung der Stora Enso Germany GmbH als übertragende Gesellschaft mit der Stora Enso Paper GmbH als übernehmende Gesellschaft und die Umbenennung der übernehmenden Gesellschaft in Stora Enso Germany GmbH vereinbart.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen.

Die Risikogrundsätze werden in Übereinstimmung mit der Stora Enso-Gruppe formuliert und vom Management entsprechend der Organisations- und Verantwortungsstruktur umgesetzt. Damit ist ein Überwachungssystem eingerichtet, welches die Erkennung, die Analyse und die Kommunikation bestandsgefährdender Risiken und ihre Veränderungen sicherstellt.

Die Gesellschaft bedient sich hier auch der zentralisierten Dienstleistungen der für das Risikomanagement verantwortlichen Organisationseinheiten des Stora Enso-Konzerns.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung der Gesellschaft gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Mit der Einbindung in das bei der Stora Enso Oyj geführte zentrale Cash-Management System ist sichergestellt, dass ausreichende Liquidität zur Verfügung steht. Stora Enso Oyj hat ständigen Zugang zum Kapitalmarkt.

Die Überprüfung im Rahmen des Risikomanagements ergab, dass im Berichtszeitraum keine bestandsgefährdenden Risiken bestanden haben und derzeit auch für die Zukunft keine Risiken erkennbar sind, die über die mit dem künftig eingeschränkten Geschäftsbetrieb verbundenen Risiken hinausgehen.

Zur Gewährleistung ordnungsgemäßen Handelns und zur Vermeidung von Risiken hat der Stora Enso Konzern einen Stora Enso Code eingeführt, der auch eine Business Practice Policy beinhaltet. Compliance-Schulungen werden laufend durchgeführt.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
T EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 53.916 88
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 191.976 288
245.892 376
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Mietereinbauten 0 1
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.058 250
184.058 251
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.437 94.854
2. Beteiligungen 10.000 10
14.437 94.864
444.387 95.491
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.004 6
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 280.371.704 104.600
(davon gegen Gesellschafter T EUR 280.356; Vorjahr T EUR 97.850)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.587.567 3.435
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T EUR 431; Vorjahr T EUR 432)
282.966.275 108.041
II. Guthaben bei Kreditinstituten 97.433 371
283.063.708 108.412
C. Rechnungsabgrenzungsposten - 2
283.508.095 203.905

PASSIVA

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
T EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 106.180.000 106.180
II. Kapitalrücklage 105.169.081 105.169
III. Verlustvortrag -189.567.843 -163.188
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 105.393.820 -26.380
127.175.058 21.781
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 146.170.644 155.582
2. Steuerrückstellungen 1.772.463 1.340
3. Sonstige Rückstellungen 6.436.333 13.088
154.379.440 170.010
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 342.443 265
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr T EUR 342; Vorjahr T EUR 265)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 705.827 10.442
(davon gegenüber Gesellschaftern T EUR 676;Vorjahr T EUR 197)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr T EUR 706; Vorjahr T EUR 10.442)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 818.505 1.301
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr T EUR 819; Vorjahr T EUR 1.301)
(davon aus Steuern T EUR 220; Vorjahr T EUR 236)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T EUR 10; Vorjahr T EUR 28)
1.866.775 12.008
D. Rechnungsabgrenzungsposten 86.822 106
283.508.095 203.905

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

EUR 2023
EUR
2022
T EUR
1. Umsatzerlöse 10.355.101 15.720
2. Sonstige betriebliche Erträge 101.210.127 5.713
(davon aus der Währungsumrechnung T EUR 0; Vorjahr T EUR 13)
3. Personalaufwand
a) Gehälter -6.776.184 -11.738
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.268.104 -13.184
(davon für Altersversorgung T EUR -382; Vorjahr T EUR -11.760)
-8.044.288 -24.922
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -175.735 -271
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.860.658 -6.559
(davon aus der Währungsumrechnung T EUR 10; Vorjahr T EUR -13)
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.505.731 -
(davon aus verbundenen Unternehmen T EUR 2.506; Vorjahr T EUR -)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.790.286 506
(davon aus verbundenen Unternehmen T EUR 8.474; Vorjahr T EUR 266)
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme - -9.392
(davon an verbundene Unternehmen T EUR -; Vorjahr T EUR -9.392)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.566.535 -6.734
(davon an verbundene Unternehmen T EUR -624; Vorjahr T EUR -2.286)
(davon aus der Aufzinsung T EUR -2.594; Vorjahr T EUR -4.437)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -820.209 -441
11. Ergebnis nach Steuern = Jahresfehlbetrag 105.393.820 -26.380

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften und allgemeine Erläuterungen

Die Stora Enso Paper GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 48737 geführt.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 und 4 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß den in den §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) vorgegebenen Gliederungsschemata.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Mit Geschäftsanteilskaufvertrag vom 12. September 2022 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Stora Enso Maxau GmbH (nunmehr firmierend als Maxauer Papierfabrik GmbH) mit Wirkung zum 28. Februar 2023 veräußert. Der zwischen der Gesellschaft und der Stora Enso Maxau GmbH bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, durch den sich das Tochterunternehmen zur Abführung ihrer Gewinne an die Stora Enso Paper GmbH und zugleich die Stora Enso Paper GmbH sich zur Übernahme etwaiger Verluste ihres Tochterunternehmens verpflichtet haben wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2023, 24:00 Uhr gekündigt.

Zum 22. September 2023 erfolgte die Schließung der spanischen Niederlassung und zum 30. September 2023 die der polnischen Niederlassung.

Aus der Umrechnung des Abschlusses einer ausländischen Niederlassung in die Berichtswährung der Stora Enso Paper GmbH resultieren in geringfügigem Umfang Wechselkursdifferenzen, die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wurden.

Aufgrund ihres geringen Umfangs und ihres Betriebskostencharakters werden die sonstigen Steuern unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Bei den nachfolgenden Zahlen und Tabellen können sich aus rechentechnischen Gründen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (Mio. EUR, % usw.) ergeben.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Im Rahmen der Übertragung von vier ausländischen Niederlassungen auf die Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2017 vier Geschäfts- oder Firmenwerte erworben. Im Geschäftsjahr wurden infolge der Schließung von zwei Niederlassungen die entsprechenden Firmenwerte ausgebucht. Aus der Übernahme des Forschungs- und Entwicklungszentrums Mönchengladbach im Geschäftsjahr 2018 und des bis zur Übernahme in der Stora Enso Sachsen GmbH angesiedelten Country Accounting Service im Geschäftsjahr 2021 ergaben sich weitere Geschäfts- oder Firmenwerte, die aktiviert wurden. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte bestimmt sich die Nutzungsdauer nach der Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten dieser Geschäfts- und Firmenwerte. Diese ergeben sich maßgeblich aus den Kundenbeziehungen und dem produktionstechnischen Know-how (Mitarbeiter, Prozesse).

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern bilanziert. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr vollständig im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250 EUR nicht übersteigen. Entsprechende Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR werden jahresweise in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Bei den planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden überwiegend folgende branchenübliche und handelsrechtlich zulässige Nutzungsdauern berücksichtigt:

Konzessionen, Schutzrechte u.a. 3 - 15 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwerte 10 Jahre
Gebäude einschl. Einbauten in fremden Gebäuden 10 - 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 25 Jahre

Soweit den Anlagegegenständen am Bilanzstichtag auf Dauer ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Soweit die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird die vorgenommene Abschreibung durch eine Zuschreibung zurückgenommen.

Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorschriften zum Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB werden durch entsprechende Abschreibungen auf Finanzanlagen beachtet.

Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für diese Wertberichtigungen ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich aller erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.

Guthaben bei Kreditinstituten

Die Bilanzierung der Guthaben erfolgt zum Nennwert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 % p.a. (Vorjahr: 1,79 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) und Rentensteigerungen von jährlich 2,00 % p.a. (Vorjahr: 2,00 % p.a.) zugrunde gelegt, sowie eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuation in einer Bandbreite von 0,00 % bis 8,00 % (Vorjahr: 0,00 % bis 8,00 %) unterstellt.

Der Zuführungsbetrag aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen in 2010 wurde aufgrund der erfolgten Verschmelzung mit der FPB Holding AG aus Gründen der Gleichbetrachtung gleichartiger Geschäftsvorfälle bereits im Vorjahr komplett zugeführt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die Gesellschaft hat Rückdeckungsversicherungsverträge zur Finanzierung unmittelbarer Pensionszusagen abgeschlossen, die unter Beachtung des IDW-Rechnungslegungshinweises "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" (IDW RH FAB 1.021) bewertet werden. Sofern eine (teilweise oder volle) Kongruenz zwischen den Zahlungsströmen aus der Pensionszusage und den Leistungen aus der Rückdeckungsversicherung vorliegt, erfolgt insofern auf der Aktiv- und der Passivseite der Bilanz eine korrespondierende Bewertung unter Anwendung des Deckungskapitalverfahrens mit Aktivprimat.

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck für bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen nach Maßgabe des Blockmodells bewertet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden entsprechend der mittleren bestandsspezifischen Duration pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dieser Zinssatz beträgt 1,08 % p.a. (Vorjahr: 0,59 % p.a.) für bereits abgeschlossene bzw. 1,26 % p.a. (Vorjahr: 0,84 % p.a.) für zukünftige potenzielle Vereinbarungen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) zugrunde gelegt. Für den handelsrechtlichen Ansatz wurden die Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Abfindungscharakters in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Erfüllungsverpflichtungen wurden anteilig berücksichtigt.

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens (Spezialfonds) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der anhand des Marktwertes der Wertpapiere bestimmt wird.

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert.

Rückstellungen für Jubiläen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläen wurden entsprechend der mittleren bestandsspezifischen Duration pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dieser Zinssatz beträgt 1,33 % p.a. (Vorjahr: 0,93 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Dienstjubiläen wurde eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuation in einer Bandbreite von 0,00 % bis 8,00 % (Vorjahr: 0,00 % bis 8,00 %) zugrunde gelegt.

Alle anderen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung der erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen erforderlich ist, um zukünftige Verpflichtungen abzudecken, angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Erträge und Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen sowie die Effekte aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden im Jahresabschluss der Stora Enso Paper GmbH nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organgesellschaften bestehen, an denen die Stora Enso Paper GmbH als Gesellschafterin beteiligt ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit diese als werthaltig erachtet werden. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Stora Enso Paper GmbH von aktuellen 30,687 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer. Passive latente Steuern aus der nur handelsbilanziell erfolgten Aufstockung von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten und am Bilanzstichtag bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse aus Vermittlungsleistungen, administrativen Verwaltungsdienstleistungen und Technical Customer Support. Die Umsatzrealisierung erfolgt mit der Erbringung der Leistung.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens der Stora Enso Paper GmbH im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge des Geschäftsjahres
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 4.598.821 - -806
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 21.264.837 - -95.271
25.863.658 - -96.077
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Mietereinbauten 518.724 - -
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 815.326 6.314 -82.745
1.334.050 6.314 -82.745
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 94.854.392 17.000.000 -111.849.955
2. Beteiligungen 10.000 - -
94.864.392 17.000.000 -111.849.955
122.062.100 17.006.314 -112.028.777
Anschaffungskosten
Differenz aus Währungsumrechnung *
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte - 4.598.015
2. Geschäfts- oder Firmenwerte -1.955 21.167.611
-1.955 25.765.626
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Mietereinbauten - 518.724
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 738.895
- 1.257.619
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - 4.437
2. Beteiligungen - 10.000
- 14.437
-1.955 27.037.682
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge des Geschäftsjahres
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 4.510.096 34.809 -806
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 20.977.328 70.827 -71.107
25.487.424 105.636 -71.913
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Mietereinbauten 517.404 1.320 -
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 565.586 68.779 -79.528
1.082.990 70.099 -79.528
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - -
2. Beteiligungen - - -
- - -
26.570.414 175.735 -151.441
Abschreibungen
Differenz aus Währungsumrechnung *
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte - 4.544.099
2. Geschäfts- oder Firmenwerte -1.413 20.975.635
-1.413 25.519.734
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Mietereinbauten - 518.724
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 554.837
- 1.073.561
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - -
2. Beteiligungen - -
- -
-1.413 26.593.295
Buchwert
31.12.2023
EUR
31.12.2022
T EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 53.916 88
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 191.976 288
245.892 376
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Mietereinbauten 0 1
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.058 250
184.058 251
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.437 94.854
2. Beteiligungen 10.000 10
14.437 94.864
444.387 95.491

* Die Differenzen aus Währungsumrechnung resultieren aus der Umrechnung des Abschlusses der polnischen Betriebsstätte in die Berichtswährung der Stora Enso Paper GmbH

Bei den Abgängen zu den Finanzanlagen im Jahr 2023 handelt es sich um die Veräußerung der Beteiligung an der Stora Enso Maxau GmbH.

Die Finanzanlagen umfassen folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:

Unternehmen Anteile am Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2023
Mio EUR
Jahresergebnis 31.12.2023
Mio EUR
Stora Enso Belgium NV, Gent (Belgien) 0,02 0,8 1) 0,1 1)

1) gemäß IFRS

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 280,4 Mio. EUR (Vorjahr: 104,6 Mio. EUR) und resultieren aus Cashpool-Guthaben (280,2 Mio. EUR; Vorjahr: 97,7 Mio. EUR), sowie aus Lieferungen und Leistungen (0,2 Mio. EUR; Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Darüber hinaus bestanden im Vorjahr Forderungen aus der Rückstellung im Zusammenhang mit der Übernahme des so genannten Sachsengeschäftes von der Stora Enso Maxau GmbH in Höhe von 6,7 Mio. EUR. Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (2,6 Mio. EUR; Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche und Zinsen auf Steuerforderungen (2,0 Mio. EUR; Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Außerdem werden hier die nicht saldierungsfähigen Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen ausgewiesen (0,4 Mio. EUR; Vorjahr: 0,4 Mio. EUR), die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 106,2 Mio. EUR und ist voll eingezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrifft andere Zuzahlungen im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR) und entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 % p.a.) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,76 % p. a.).

Der gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) und resultiert aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 149,0 Mio. EUR (Vorjahr: 160,1 Mio. EUR). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Als Deckungsvermögen werden dem Zugriff fremder Dritter entzogene Rückdeckungsversicherungen, die bei der Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit treuhänderisch angelegt sind, eingesetzt. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem jeweils vom Versicherer bestätigten Deckungskapital. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR).

Die Erträge des Deckungsvermögens in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) wurden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert und sind im Finanzergebnis enthalten.

Unter Berücksichtigung der dargestellten Verrechnungen ergibt sich die bilanzielle Abbildung der Pensionsverpflichtungen wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022
Ungedeckt
Mio. EUR
Gedeckt
Mio. EUR
Ungedeckt
Mio. EUR
Gedeckt
Mio. EUR
Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen 145,9 3,1 155,3 4,8
Deckungsvermögen - -2,8 - -4,5
Pensionsrückstellungen 145,9 0,3 155,3 0,3

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (6,4 Mio. EUR; Vorjahr: 13,1 Mio. EUR) betreffen im Wesentlichen die Verpflichtungen zur Sicherung und Sanierung der ehemaligen Deponien der ehemaligen Stora Enso Baienfurt GmbH in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR), personalabhängige Aufwendungen (1,6 Mio. EUR; Vorjahr: 3,1 Mio. EUR), sonstige Restrukturierungen (0,2 Mio. EUR; Vorjahr: -) sowie Zinsen auf Ertragsteuern (0,5 Mio. EUR; Vorjahr: 1,0 Mio. EUR).

Durch die Übernahme des Geschäftes der ehemaligen Stora Enso Sachsen GmbH von der Stora Enso Maxau GmbH zum 1. Dezember 2022 verblieb zum 31. Dezember 2022 noch eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Diese ist im Geschäftsjahr vollständig verbraucht worden.

Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen, die den personalabhängigen Aufwendungen zuzurechnen sind, bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich eine Netto-Verpflichtung in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR).

Als Deckungsvermögen werden dem Zugriff fremder Dritter entzogene Wertpapierguthaben (Spezialfonds) eingesetzt. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR) wurde aus den Börsenkursen des Fondsvermögens abgeleitet. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere belaufen sich auf 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR).

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: Aufwand 12 TEUR) wurden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert und sind im Finanzergebnis enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 12,0 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie im Vorjahr die umsatzsteuerliche Organschaft in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Darüber hinaus bestanden im Vorjahr Verbindlichkeiten aus einem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 9,4 Mio. EUR.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Zum 1. September 2018 wurde das Forschungs- und Entwicklungszentrum Mönchengladbach im Rahmen eines Asset Deals erworben. Dabei wurden auch Pensionsverpflichtungen übernommen, die zum IFRS-Wert verkauft wurden. Der hieraus resultierende Unterschiedsbetrag der Anschaffungskosten zwischen IFRS und HGB wurde in einen Passivposten eingestellt (0,2 Mio. EUR). Der Bewertungsunterschied resultiert im Wesentlichen aus der Zinsdifferenz. Daher wird der Passivposten entsprechend der Entwicklung des Zinssatzes über eine Gesamtlaufzeit von zehn Jahren ertragswirksam aufgelöst (Periode der Durchschnittszinsberechnung nach HGB). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 0,1 Mio. EUR.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen belaufen sich für ein Jahr auf 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR), davon keine gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Außerdem bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für das kommende Geschäftsjahr in Höhe von 0,1 Mio. EUR und für die Folgejahre in Höhe von 0,1 Mio. EUR. Diese bestehen ausschließlich gegenüber Dritten.

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen handelt es sich in allen Fällen um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten.

Darüber hinaus bestehen, wie im Vorjahr, keine weiteren anzugebenden nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte und sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr: 15,7 Mio. EUR) beinhalten Erlöse für Marketing- und Verkaufsunterstützungsleistungen in Höhe von 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 9,5 Mio. EUR). Von diesen Erlösen entfallen 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) auf die Niederlassungen in Polen, Niederlanden, Italien und Spanien. Weitere wesentliche Umsatzerlöse entfallen mit 3,2 Mio. EUR (Vorjahr 6,2 Mio. EUR) auf verwaltungsbezogene Dienstleistungen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 101,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR) ist der Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an der Stora Enso Maxau GmbH als außergewöhnlicher Ertrag in Höhe von 98,9 Mio. EUR enthalten. Darüber hinaus sind u.a. periodenfremde Erträge in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR), die sich aus der Auflösung von Rückstellungen ergeben haben.

Im Vorjahr wurden zusätzlich noch Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe 0,3 Mio. EUR ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) umfassen im Wesentlichen Fremdleistungen (0,7 Mio. EUR; Vorjahr: 1,3 Mio. EUR), Raum- und Leasingkosten (0,3 Mio. EUR; Vorjahr: 0,7 Mio. EUR), Konzernumlagen (3,0 Mio. EUR; Vorjahr: 1,7 Mio. EUR) sowie Reisekosten (0,2 Mio. EUR; Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Sie umfassen ferner periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).

Im Vorjahr wurde unter dieser Position noch der komplette restliche Zuführungsbetrag aus der ratierlichen Anpassung der Pensionsrückstellung über 15 Jahre in Höhe von 2,0 Mio. EUR ausgewiesen.

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus einem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: -) betreffen die Stora Enso Maxau GmbH.

Aufwendungen aus Verlustübernahme

Aufwendungen aus Verlustübernahme sind im Geschäftsjahr nicht zu berichten. Im Vorjahr fielen 9,4 Mio. EUR durch die Übernahme des Verlustes der Stora Enso Maxau GmbH an.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) betreffen mit 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) Körperschaftsteuer für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr. Für Vorjahre sind Netto-Aufwendungen aus Veränderung (Auflösung/Zuführung) der Rückstellung und Rückzahlungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) enthalten.

Die Stora Enso-Gruppe fällt grundsätzlich in den Anwendungsbereich der globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelung der Mindestbesteuerung gilt in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen (§ 101 Abs. 1 MinStG). Gemäß dem Mindeststeuergesetz ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die deutschen Konzerngesellschaften noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Aufgrund der Komplexität der Anwendung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen von Pillar II, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar.

III. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse ausschließlich gegenüber fremden Dritten in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) aus Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen. Sie betreffen eine Verpflichtung nach § 4 Abs. 3 und 6 Bundesbodenschutzgesetz aus dem Verkauf des Werksgrundstückes Baienfurt in Höhe von 2,2 Mio. EUR. Eine Inanspruchnahme scheint aufgrund der bisherigen langjährigen Erfahrung unwahrscheinlich.

Das etwaige Risiko aus bewerteten Anpassungsverpflichtungen der Stora Enso Deutschland Unterstützungskasse e.V. gemäß IdW 1.2021 umfasst nach den vorliegenden Gutachten einen Betrag in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus der Subsidiärhaftung wird aufgrund der erwarteten Überschüsse aus dem Vermögen der Versorgungseinrichtung (bei künftig steigenden Zinsen) und der Möglichkeit, eine Leistungskürzung der externen Versorgungseinrichtung durch Zahlung zusätzlicher Beiträge zu verhindern, als gering eingestuft. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sind diesbezüglich keine Rückstellungen enthalten.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Stora Enso Paper GmbH Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Stora Enso Paper GmbH unterliegen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit anderen verbundenen Unternehmen im Stora Enso-Konzern abgeschlossen, ferner mit Versorgungsplänen. Es handelt sich vor allem um Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte.

Alle derartigen Geschäfte werden zu den auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen. Im Übrigen gelten die OECD-Standards.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beinhaltet Honorar für:

Gesamt
T EUR
davon für 2023
T EUR
davon für das Vorjahr
T EUR
Abschlussprüferleistungen 123 78 45

Organmitglieder

Geschäftsführung:

 

Dr. Wolf Ulrich Wehlmann, Essen (Geschäftsführer)

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

An frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurden Gesamtbezüge in Höhe von 1,0 Mio. EUR gezahlt. Für Pensionsverpflichtungen sind 14,4 Mio. EUR zurückgestellt.

Aufsichtsrat:

Am 2. März 2023 gab die Geschäftsführung der Gesellschaft im Rahmen eines sogenannten Statusverfahrens nach § 97 Abs. 1 AktG ihre Ansicht bekannt, dass die Verpflichtung zur Bildung eines Aufsichtsrats mit der Veräußerung sämtlicher Geschäftsanteile an der Stora Enso Maxau GmbH und der damit verbundenen Absenkung der dauerhaften Anzahl an Arbeitnehmern unter 500 Personen nach Maßgabe der Vorschriften der §§ 1 Abs. 1 Nr. 3, 4 Abs. 1 DrittelbG entfällt und der Aufsichtsrat aufgelöst wird.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 57 (Vorjahr: 98). Es handelt sich hierbei ausschließlich um Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis, die sich nach Geschäftsbereichen wie folgt verteilen:

Mitarbeiter nach Geschäftsbereichen 2023 2022
Holding / Dienstleistungsfunktion 12 24
Verkaufsaktivitäten 45 74
Gesamt 57 98

Konzernzugehörigkeit und Konzernabschluss

Die Anteile der Gesellschaft wurden zum 31. Dezember 2023 zu 94 % von der Stora Enso Paper Oy, Helsinki/Finnland, und zu 6 % von der Stora Enso Oyj, Helsinki/Finnland, gehalten. Die Gesellschaft war über die Stora Enso Paper Oy ein mittelbares Tochterunternehmen der Konzernobergesellschaft Stora Enso Oyj, Helsinki (Finnland).

Die Gesellschaft hat daher alle Unternehmen, zu denen sich Stora Enso Oyj in einem direkten oder indirekten Mehrheitsverhältnis befindet, als verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB angesehen.

Die Stora Enso Oyj stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird nach den IFRS-Vorschriften erstellt und wird als gleichwertig mit einem nach EU-Recht erstellten Konzernabschluss gemäß § 292 HGB i. V. m. der dazu ergangenen Rechtsverordnung erachtet. Er wird beim Amtsgericht Helsinki/Finnland unter der Nummer 828 offengelegt und kann im Internet (www.storaenso.com) abgerufen werden. Zudem wird der Konzernabschluss der Stora Enso Oyj zum 31. Dezember 2023 im Handelsregister der Stora Enso Paper GmbH offengelegt. Die Gesellschaft verzichtet daher gemäß § 291 Abs. 1 Satz 1 HGB auf die Erstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der Stora Enso Paper GmbH.

Nachtragsbericht

Zum 1. Januar 2024 wurde die Stora Enso Paper Oy auf die Stora Enso Oyj verschmolzen.

Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 13. Mai 2024 wurde die Verschmelzung der Stora Enso Germany GmbH als übertragende Gesellschaft mit der Stora Enso Paper GmbH als übernehmende Gesellschaft rückwirkend zum 1. Januar 2024 beschlossen. Außerdem wurde die Änderung des Namens in Stora Enso Germany GmbH beschlossen. Die Eintragung im Handelsregister stand zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Abschlusses noch aus.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von insgesamt 105.393.820 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, den 10. Juni 2024

Der Geschäftsführer

Dr. Wolf Ulrich Wehlmann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stora Enso Germany GmbH (vormals Stora Enso Paper GmbH), Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stora Enso Germany GmbH (vormals Stora Enso Paper GmbH), Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stora Enso Germany GmbH (vormals Stora Enso Paper GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 3. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner Horn, Wirtschaftsprüfer

ppa. Kati Höfer, Wirtschaftsprüferin

Beschluss über die Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 105.393.820 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30.08.2024 festgestellt.

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