ET Global Exhibit Germany GmbHLiquidiert

60486 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 113260
Vorher
Mainstern Vorrat H 47 GmbH
Eingetragen
7.10.2018
Branche
Messe-, Kongress- und Business-Event-VeranstalterVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenMontage, Installation und Aufbau von Ständen auf Märkten, Ausstellungen und Messen
Gegenstand
Entwicklung hochwertiger Ausstellungsstände und deren weltweite Vermietung.

Historie

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Management

NameRolle
Jörn Trierweiler
seit 11.5.2020
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Everest Capital Holding GmbH

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

KONZERNBILANZ zum 31.12.2018

AKTIVA

31.12.2018
TEUR
A. Anlagevermögen  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.769
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.691
  57.460
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.131
2. technische Anlagen und Maschinen 442
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.367
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 185
  20.125
III. Finanzanlagen  
sonstige Ausleihungen 5.195
  82.780
B. Umlaufvermögen  
I. Vorräte  
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 503
2. unfertige Leistungen 4.149
3. Geleistete Anzahlungen 358
  5.010
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.190
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.635
  16.825
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.593
  29.428
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.007
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 10.729
  126.944

PASSIVA

 
  31.12.2018
  TEUR
A. Eigenkapital  
I. Gezeichnetes Kapital 26
II. Kapitalrücklagen 793
III. Bilanzverlust -13.659
IV. Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen 2.111
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 10.729
  0
B. Rückstellungen  
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 270
2. Steuerrückstellungen 416
3. sonstige Rückstellungen 6.172
  6.858
C. Verbindlichkeiten  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.845
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.961
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.106
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 478
5. sonstige Verbindlichkeiten 92.969
- davon aus Steuern TEUR 1.478  
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 60  
  108.359
D. Passive latente Steuern 11.727
  126.944

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Geschäftsjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 94.849
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 231
3. andere aktivierte Eigenleistungen 2.046
4. sonstige betriebliche Erträge 2.188
davon aus Währungsumrechnung TEUR 318  
5. Materialaufwand  
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -19.507
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -31.873
  -51.380
6. Personalaufwand  
a) Löhne und Gehälter -22.342
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.727
- davon für Altersversorgung TEUR 78  
  -26.069
7. Abschreibungen  
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10.787
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -6
  -10.793
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -16.734
- davon aus Währungsumrechnung TEUR 78  
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.689
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.084
13. Ergebnis nach Steuern -11.248
14. sonstige Steuern -268
15. Konzernjahresfehlbetrag -11.516

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

I. Allgemeine Angaben

Die Everest Capital Holding GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main - im Folgenden auch Everest, Muttergesellschaft oder Mutterunternehmen genannt - ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (Reg. Nr. B 11 02 89).

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 Abs. 2 HGB in der Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Konsolidierungskreis und Entstehung des Konzerns

Mit Kaufvertrag vom 18.12.2017 wurde die Everest Capital Holding GmbH (vormals UNA 332. Equity Management GmbH) als Vorratsgesellschaft erworben. Die Everest Capital Holding GmbH hat wiederum mit Wirkung vom 18.12.2017 100 % der Geschäftsanteile an der E3 Capital Holding GmbH vom ehemaligen Gesellschafter, Patrick O. Soschinski, erworben.

Zum Stichtag 31.12.2017 hatte der Konzern noch keine operativen Tätigkeiten. Es wurde die größenabhängige Befreiung nach § 293 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen.

Der Konzernabschluss wurde erstmalig zum 31.12.2018 aufgestellt. Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen ergeben sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes, die gesondert dem Anhang (Anlage 2 zum Konzernanhang) beigefügt ist.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungsstichtag

Die Abschlussstichtage der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind mit dem des Mutterunternehmens identisch.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode.

Aus der Erstkonsolidierung entstand ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 231, welcher im Rahmen der Erstkonsolidierung ergebniswirksam aufgelöst wurde sowie ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 13.848 welcher linear über 10 Jahre abgeschrieben wird.

Auf wesentliche Konsolidierungsmaßnahmen werden latente Steuern abgegrenzt. Ein sich aus der Saldierung aktiver und passiver Abgrenzungen ergebender Posten wird in der Konzernbilanz gesondert ausgewiesen.

Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen mit dem Steuersatz der Muttergesellschaft in Höhe von 31,92 % vorgenommen.

Konsolidierung von Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen, Eliminierung von Zwischengewinnen

Bei der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften aufgerechnet. Die daraus resultierenden Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Zur Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Erträge und Aufwendungen aus Transaktionen zwischen den einbezogenen Tochterunternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen und Erträgen verrechnet. Dabei auftretende Währungsdifferenzen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen dargestellt.

Zwischengewinne aus konzerninternen Leistungsbeziehungen, wie dem Erwerb von Anlagevermögen oder Vorräten, werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert und mit den ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen.

IV. Währungsumrechnung

Die Posten der Bilanz werden grundsätzlich zu den am Konzernbilanzstichtag gültigen Devisenkassamittelkursen umgerechnet, nicht jedoch die Eigenkapitalpositionen, die - mit Ausnahme des laufenden Jahresergebnisses (s. unten) - mit den historischen Kursen umgerechnet werden.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden alle Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Auch das Jahresergebnis wird zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet, sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch im Eigenkapital.

Entstehende Währungsumrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital ausgewiesen.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Dabei wurden die vom Mutterunternehmen angewandten Ansatz- und Bewertungsregeln auch von den Tochtergesellschaften beachtet. Sofern ausländische Tochtergesellschaften ihre Abschlüsse nach abweichenden Landesvorschriften erstellen, werden diese, mit Ausnahme unwesentlicher Fälle, für die Erstellung des Konzernabschlusses angepasst.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, Sachanlagen inkl. aktivierter Eigenleistungen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und, falls erforderlich, außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen sowohl notwendige Einzel- als auch Gemeinkosten. Es wurden keine Fremdkapitalzinsen in die Herstellkosten einbezogen. Die Wahlrechtbestandteile des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB wurden nicht als Herstellungskosten angesetzt. Die Nutzungsdauern orientieren sich grundsätzlich an der betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Immaterielle Vermögensgegenstände Nutzungsdauer
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3 bis 15 Jahre
Geschäfts- und Firmenwert 10 Jahre
   
Sachanlagen Nutzungsdauer
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 12 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre
Geleistete Anzahlungen im Bau keine

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam abgeschrieben. Daneben wurde ein Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 gebildet und im Jahr der Bildung und den vier Folgejahren mit je 1/5 abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zum Nennwert. Die sonstigen Ausleihungen enthalten Mieterdarlehen mit Daueranlagecharakter, die in Höhe der gezahlten Beträge bewertet werden und bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt werden. Die Genossenschaftsanteile werden innerhalb der Finanzanlagen zu Anschaffungskosten angesetzt.

Innerhalb des Vorratsvermögens erfolgt die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist, wurden mit einer gleichbleibenden Menge und einem gleichbleibenden Wert angesetzt.

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet.

Die in den unfertigen Leistungen enthaltenen, im Bau befindlichen Messestände wurden jeweils mit den Anschaffungskosten des Materials und den durch die Be- und Verarbeitung entstandenen Lohnkosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bzw. zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen bilanziert. Für das allgemeine Kreditrisiko sowie für zu erwartende Rechnungskürzung wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Umrechnungskurs des Entstehungsmonats erfasst. Kursdifferenzen werden beim Eingang der Valutaforderungen berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag erfolgt die Umrechnung gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs.

Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2018 veröffentlichte Zinssatz von 3,21% verwendet.

Als Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen werden durch einen Rententrend von 2,0% p.a. berücksichtigt.

Die Differenz der Erfüllungsbeträge zwischen dem 10-Jahres-Zins (Ermittlung des Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 2 HGB alte Fassung) und dem 7-Jahres-Zins beträgt EUR 49.053 und ist ausschüttungsgesperrt.

Die Rückdeckungsversicherung wird mit dem Rückkaufswert angesetzt und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Die Entwicklung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie der kumulierten Abschreibungen aller Positionen des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 ist aus dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage 1 zum Konzernanhang) ersichtlich.

Im Rahmen der Neubewertung wurden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt Markenrechte der Marken "Expotechnik", "ET Global", "Reception +", "Electra" sowie "Bluepool" in Höhe von TEUR 22.135 sowie Werte für Kundenbeziehungen in Höhe von 26.084 (vor latenten Steuern) aktiviert.

Die Marken werden planmäßig linear zwischen 10 und 15 Jahren abgeschrieben und haben zum Bilanzstichtag einen Restbuchwert von TEUR 20.978.

Die Kundenbeziehungen werden planmäßig linear zwischen 2 und 7 Jahre abgeschrieben und haben zum Bilanzstichtag einen Restbuchwert von TEUR 23.391.

Ferner wurde im Rahmen der Neubewertung zum Erstkonsolidierungszeitpunkt im Berichtsjahr insgesamt stille Reserven auf das Messematerial in Höhe von TEUR 396 und Gebäuden in Höhe von TEUR 2.107 sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 18, (vor latenten Steuern) aufgedeckt. Die stillen Reserven werden über eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 10 Jahren auf Messematerial und 25 Jahren auf Gebäuden abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die sonstigen Ausleihungen enthalten im Wesentlichen Mieterdarlehen mit Daueranlagecharakter in Höhe von TEUR 4.771 sowie gezahlte Kautionen in Höhe von TEUR 411.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 13.190 haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Seit 2013 betreibt die ET Global GmbH, Frankfurt am Main, Factoring. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden um die verkauften Forderungen vermindert ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.635 beinhalten hauptsächlich Forderungen aus Steuerüberzahlungen in Höhe von TEUR 1.808 sowie Forderungen aus berechneten Baukostenzuschüssen gegen den Vermieter in Höhe von TEUR 663.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen die Abgrenzung der Zusatzkosten für das Logistikzentrum Taunusstein-Orlen in Höhe von TEUR 29, Vorauszahlungen für Wartungen, Versicherungen und anderen Aufwendungen in Höhe von TEUR 534 sowie abgegrenzte Kosten in Höhe von TEUR 3.398, welche im Rahmen der Finanzierung im Berichtsjahr verauslagt wurden.

Eigenkapital

Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2018 TEUR -10.729. Hierin enthalten sind Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.143, welche sich aus dem Vorjahresergebnis des Tochterunternehmens E3 Capital Holding GmbH ergaben. Die im Berichtsjahr zugeführte Kapitalrücklage resultiert aus der Einlage von Geschäftsanteilen des ehemaligen Gesellschafters, Patrick O. Soschinski, an der ET Global Group in den Everest Konzern. Auf den Eigenkapitalspiegel wird verwiesen.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung resultiert aus der Tochtergesellschaft ET Global GmbH, Frankfurt am Main (ehemals Expotechnik Heinz Soschinski GmbH, Taunusstein) Die Pensionsrückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Dabei wird die Übergangsvorschrift gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB angewandt, die eine Verteilung des durch die Neuregelungen des BilMoG verursachten Erhöhungsbetrags der Pensionsrückstellung über 15 Jahre vorsieht. Der am 31. Dezember 2018 noch bestehende, bis zum 31. Dezember 2024 zu verteilende Betrag beläuft sich auf TEUR 42. Im Geschäftsjahr 2018 wurden TEUR 7 als Aufwendungen nach Art 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der Erfüllungsbetrag der verbleibenden Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 beträgt TEUR 528.

Der Rückkaufswert der Rückdeckungsversicherung beläuft sich auf TEUR 258 und wird auf Grund der Vorschriften § 246 Abs. 2 Satz HGB mit dem Rückstellungsbetrag saldiert ausgewiesen. Die mit den Erträgen saldierten Aufwendungen aus der Rückdeckungsversicherung belaufen sich auf TEUR 11.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.172 wurden im Wesentlichen für Personalkosten wie Boni, Erfolgsbeteiligungen, Überstunden sowie Abfindungszahlungen (sog. service gratuity) (TEUR 1.755), für offene Rechnungen (TEUR 3.583) sowie Rückstellungen für Abschlusskosten (TEUR 285) gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel:

Stand 31.12.2018 Restlaufzeit bis 1 Jahr, Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre, Restlaufzeit mehr als 5 Jahre,
  TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.845 1.845 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.961 1.961 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.106 11.106 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 478 0 478 0
sonstige Verbindlichkeiten 92.969 14.079 0 78.890
  108.359 28.991 478 78.890

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr handelt es sich um einen Geldmarktkredit sowie kurzfristige Kreditlinien.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten überwiegend die im Berichtsjahr erfolgte Umfinanzierung der gesamten Everest Gruppe über einen Europäischen Debt Fund in Höhe von TEUR 78.890, welcher eine Laufzeit von über 7 Jahren hat, ausstehende Kaufpreiszahlungen in Höhe von TEUR 10.247, Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 399 sowie ein gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 1.000 von nahestanden Personen.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern i. H. v. TEUR 11.727 resultieren im Wesentlichen aus der Aufdeckung von stillen Reserven (TEUR 24) auf Messematerial sowie auf die Aktivierung der Markenrechte und Kundenbeziehungen (TEUR 12.707) im Rahmen der Erstkonsolidierung. Die Auflösung im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 985 erfolgt über die Nutzungsdauern der zugrundeliegenden Vermögensgegenstände. Die zukünftige höhere Steuerbelastung wurde mit einem Steuersatz von 31,92 % berücksichtigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende wesentliche sonstige künftige finanzielle Verpflichtungen:

Kfz mit TEUR 456 (davon im Folgejahr fällig: TEUR 252)
EDV-Hardware, Büromaschinen und Kommunikationsgeräte mit TEUR 106 (davon im Folgejahr fällig: TEUR 44)
Maschinen/technische Anlagen mit ca. TEUR 239 (davon im Folgejahr fällig: TEUR 80)
sonstige Mietverpflichtungen für Geschäftsräume und Lager mit TEUR 26.196 (davon im Folgejahr fällig: TEUR 3.433)
Servicegebühren für Dienstleistungen, welche im Zusammenhang mit dem Mietvertrag für Geschäftsräume stehen mit TEUR 1.258 (davon im Folgejahr fällig: TEUR 145)

VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten Erlöse aus mietweiser Gestellung von Messeständen und Messemobiliar, der Erbringung von Lager- und Logistikdienstleistungen für Messematerial in Kundeneigentum, Verkaufserlöse für System-Messestandmaterial sowie Erlöse aus sonstigen Lieferungen. Sie werden vermindert um Skonti, Preisnachlässe, Kundenboni und Rabatte ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.188 beinhalten Erträge aus Währungskursgewinnen i. H. v. TEUR 318. Weiterhin enthält die Position Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.081.

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet Kosten für bezogene Waren sowie zugekaufte Dienstleistungen. Sie beinhalten direkt zurechenbare Material- und Fertigungseinzelkosten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen TEUR 10.787. Hinsichtlich der auf die einzelnen Positionen der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen entfallenden Abschreibungsbeträge wird auf den Konzern-Anlagespiegel verwiesen. In diesen Beträgen sind Abschreibungen auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven auf Sachanlagen (TEUR 102) sowie Abschreibungen auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierte Marke, Kundenbeziehungen und Goodwill in Höhe von TEUR 4.977 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere die Aufwendungen für Raum- und Gebäudemieten sowie dazugehörige Nebenkosten des Geschäftsjahres, Rechts- und Beratungskosten, Aufwendungen für den Fuhrpark sowie Werbeaufwendungen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus der Verzinsung von Bankguthaben.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Verzinsung von Verbindlichkeiten im Rahmen der Finanzierung der Gruppe.

In den Zinsaufwendungen sind darüber hinaus Aufwendungen aus der Aufzinsung für Pensionen i. H. v. TEUR 19 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag i. H. v. TEUR 1.084 setzen sich aus Steuererträgen für das Jahresergebnis bzw. Erstattungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 99 und aus latenten Steuererträgen i. H. v. TEUR 985 zusammen.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen

Die E3 Capital Holding GmbH hat mit Vertrag vom 2. Januar 2018 einen Dienstleistungsvertrag über die Stellung eines Geschäftsführers mit der POS GmbH & Co. KG, deren Gesellschafter Patrick O. Soschinski ist, abgeschlossen.

Ab dem 28. Dezember 2018 wurde der Everest Capital Holding GmbH ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.000 von der POS GmbH & Co. KG, deren Gesellschafter Patrick O. Soschinski ist, gewährt.

VIII. Nachtragsbericht

Mit Vertrag vom 6. Mai 2019 hat die E3 Capital Holding GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Everest Capital Holding GmbH, 100% Geschäftsanteile an der Keck GmbH mit Sitz in Weil der Stadt erworben.

IX. Sonstige Angaben

Das berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers betrug für

2018
in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 197
Steuerberatungsleistungen 105
Sonstige Leistungen 67
  369

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug:

2018
Angestellte 379
Arbeiter 377
  756

Die Everest Capital Holding GmbH, Frankfurt am Main, stellt als oberste Muttergesellschaft einen Konzernabschluss für den größten Kreis von diversen Unternehmen, welche aus Anlage 2 zum Konzernanhang ersichtlich sind, auf. Dieser befreiende Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des HGB aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Die Everest Capital Holding GmbH erklärte im Berichtsjahr die Einstandspflicht gegenüber ihren Tochterunternehmen und nimmt die Befreiungserleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB für diese Tochterunternehmen in Anspruch. Wir verweisen hierzu auf die Anteilsbesitzliste.

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2018 vertreten durch ihren Geschäftsführer:

Herr Patrick Oliver Soschinski

Die Mitglieder der Geschäftsführung haben im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft bezogen.

 

Frankfurt, den 30.08.2019

Patrick O. Soschinski

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Stand 01.01.2018 Konzernkreisveränderung Zugänge
  TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 50.109 240
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 13.848 0
  0 63.957 240
II. Sachanlagen   63.957  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 5.326 87
2. technische Anlagen und Maschinen 0 516 0
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 12.489 4.915
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 179
  0 18.331 5.181
III. Finanzanlagen      
sonstige Ausleihungen 0 4.309 886
  0 86.597 6.307
Abgänge Währungsänderung Stand 31.12.2018
  TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 349 50.698
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 101 13.949
  0 450 64.647
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 111 5.524
2. technische Anlagen und Maschinen 0 -3 513
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.631 599 16.372
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 6 185
  -1.631 713 22.594
III. Finanzanlagen      
sonstige Ausleihungen 0 0 -5.195
  -1.631 1.163 92.436
Abschreibungen
Stand 01.01.2018 Zugänge Abgänge Währungsänderung Stand 31.12.2018
  TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 5.884 0 45 5.929
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 1.254 0 4 1.258
  0 7.138 0 49 7.187
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 354 0 39 393
2. technische Anlagen und Maschinen 0 76 0 -5 71
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 3.219 -1.631 417 2.005
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  0 3.649 -1.631 451 2.469
III. Finanzanlagen          
sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
  0 10.787 -1.631 500 9.656
Buchwert
Stand 31.12.2018
  TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.769
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.691
  57.460
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.131
2. technische Anlagen und Maschinen 442
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.367
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 185
  20.125
III. Finanzanlagen  
sonstige Ausleihungen 5.195
  82.780

Anteilsbesitzliste

Everest Capital Holding GmbH, Frankfurt am Main

Nr. Name und Sitz Anteil am Kapital Anteile werden gehalten über Nr.
1. Everest Capital Holding GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
2. E3 Capital Holding GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland 100% 1 1)
3. ET Global Holding GmbH & Co. KG (ehemals Expotechnik International Holding GmbH & Co.KG) Frankfurt am Main, Deutschland 100% 2 1)
4. ET Global GmbH (ehemals Expotechnik Heinz Soschinski GmbH), Frankfurt am Main, Deutschland 100% 3 1)
5. Expotechnik America Limited Partnership, Suwanee, Georgia, USA 1% 8
    99% 11
6. Expotechnik Pacific Holding Pte. Ltd., Singapur, Singapur 100% 3
7. Expotechnik Asia Pte. Ltd., Singapur, Singapur 100% 6
8. Expotechnik America Inc., Suwanee, Georgia, USA 100% 3
9. ET Global Management GmbH (ehemals Expotechnik Management GmbH), Frankfurt am Main, Deutschland 100% 3 1)
10. ET Global Custom GmbH & Co. KG (ehemals Expotechnik Custom GmbH & Co. KG), Frankfurt am Main, Deutschland 100% 3 1)
11. Expotechnik USA GbR, Taunusstein, Deutschland 100% 3
12. Expotechnik China (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, China 100% 6
13. Expo Concept International Ltd. BVI 100% 2
14. Electra Exhibitions LLC 49% 13
15. Electra Marquees Tent Trading LLC 49% 13
16. Electra Exhibitions FZ LLC 100% 13
17. Electra FZ LLC, RAK 32% 16
    68% 13
18. Bluepool GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland 100% 2 1)
19. BIGBLUE Solution GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland 100% 2 1)
20. Excite Europe GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland 100% 2 1)
21. ET Global Exhibit Germany GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland 100% 2 1)
22. Reception + GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland 100% 2 1)
23. SCF Corporate Services GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland 100% 2 1)
24. SCF Production GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland 100% 23 1)

1) Die gekennzeichneten deutschen Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft beziehungsweise Personengesellschaft machen von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB beziehungsweise § 264b HGB Gebrauch.

Konzernkapitalflussrechnung

2018
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -11.516
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10.787
Abnahme der Rückstellungen -269
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -231
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.081
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.599
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.045
zzgl. Zinsaufwand 6.689
abzgl. Zinsertrag -14
Ertragsteueraufwand/ -ertrag -1.084
Ertragssteuerzahlung -485
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.242
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.081
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.739
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -240
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -886
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -37.030
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -42.814
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 79.890
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -26.761
Auszahlungen für Zinsen -9.556
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 43.573
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.001
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 70
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 5.522
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.593

Konzerneigenkapitalspiegel

in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen / Konzernergebnis
Stand 31.12.2017/1.1.2018 25 0 -2.143
Dividendenausschüttung 0 0 0
Konzernergebnis 2018 0 0 -11.516
Sonstige Veränderungen 1 793 0
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0 0 0
Stand am 31.12.2018 26 793 -13.659
Kumuliertes übriges Konzernergebnis
in TEUR Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Eigenkapital des Mutterunternehmens / Konzerneigenkapital
Stand 31.12.2017/1.1.2018 0 0 -2.118
Dividendenausschüttung 0 0 0
Konzernergebnis 2018 0 0 -11.516
Sonstige Veränderungen 2.111 0 2.905
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0 10.729 10.729
Stand am 31.12.2018 2.111 10.729 0

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Everest Capital Holding GmbH, Frankfurt am Main

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäft und Organisation

Die Everest Capital Holding GmbH ("Everest") hält 100% der Anteile an der E3 Capital Holding GmbH. Die von der E3 Capital Holding gehaltenen Gesellschaften bilden die E3 Group. Die Everest stellt für das Geschäftsjahr 2018 erstmalig einen Konzernabschluss auf und weist daher keine Vorjahrvergleichs-zahlen aus.

Die E3 Group ist eine sektorfokussierte Plattform für Unternehmen aus den Bereichen Exhibitions, Events und Environments. Im Bereich Live Marketing Solutions bietet sie ein breites Spektrum an Consulting- und Execution-Brands, die für Bluechip Kunden und führende mittelständische Unternehmen Kreativleistung in Bezug auf Kommunikation, Digitalisierung und Realisierung erbringen. Zur E3 Group gehören unter anderem die Angebotsmarken ET GLOBAL, bluepool, EXCITE, BIGBLUE, Electra Solutions, Reception Plus und SCF Corporate Services.

Die E3 Group ist global aufgestellt und mit 15 Standorten in den Wirtschaftsregionen AMERICAS, EMEA und APAC vertreten. Der Hauptsitz der Gruppe ist in Frankfurt am Main, die globale Leitung liegt bei CEO Patrick O. Soschinski. Die Portfoliounternehmen betreiben derzeit weltweit insgesamt 15 Offices für den Kundendialog und die Projektsteuerung direkt vor Ort, 6 Hubs mit Schwerpunktaufgaben im Bereich Consulting und Execution mit Projektplanung und Querschnittsfunktionen sowie Logistikzentren mit einer Gesamtfläche von ca. 150.000 m 2.

Schwerpunkt der Tätigkeit der E3 Group ist die Entwicklung und Realisierung von 3-dimensionalen Markeninszenierungen für die Bereiche Messen, Events und permanente Installationen wie Showrooms und Foyers (Environments). Unser Portfolio umfasst neben dem Systembau auch individual gefertigte Messestände. Um langfristig erfolgreich zu sein, verfügen wir über flexible Messebausysteme, eine diversifizierte Kundenbasis, eine globale Aufstellung mit regionaler Flexibilität sowie eine unternehmerisch geprägte Managementstruktur.

Mit Innovationen und gezielten Ergänzungen unseres Produktportfolios positionieren wir uns als Universal-Anbieter, der seinen Kunden zuverlässig Messestände in Premium-Qualität vermietet sowie ihre Innovationsprozesse aktiv begleitet und auf diese Weise messbaren Mehrwert für sie generiert. So stärken wir die Kundenbindung, unterscheiden uns von unseren Wettbewerbern und streben auch in wettbewerbsintensiven Marktphasen bzw. Segmenten danach, adäquate Margen zu generieren.

Die E3 Capital Holding hat in 2018 die Anteile an der ET GLOBAL Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main (vormals Expotechnik International Holding GmbH & Co. KG, Taunusstein), erworben. Der Gesellschafter der E3 Capital Holding war mit seinem Bruder zusammen ebenfalls Gesellschafter der ET GLOBAL Holding GmbH & Co. KG. Der ET GLOBAL Holding GmbH & Co. KG sind die ET GLOBAL GmbH, Frankfurt am Main, die Expotechnik USA GbR, Frankfurt am Main, die Expotechnik America Inc., Suwanee/Georgia, die ET GLOBAL Custom GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, und die Expotechnik Pacific Holding Pte. Ltd., Singapur, als 100%-ige Töchter direkt zugeordnet. Die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden indirekt über die Zwischenholdings Expotechnik USA GbR, Frankfurt am Main, die Expotechnik America Inc., Suwanee/Georgia, sowie die Expotechnik Pacific Holding Pte. Ltd., Singapur, gehalten.

Im März 2018 brachte der Gesellschafter die Reception+ GmbH, Frankfurt am Main, in die E3 Gruppe ein. Als führender Anbieter von Premium-Leistungen für Empfangsdienste und Outsourcing-Leistungen für Unternehmen stellt Reception+ GmbH überall dort ihre Leistungen zur Verfügung, wo ein Unternehmen nach außen hin repräsentiert werden soll. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunde bzw. Gast eine hohe professionelle und persönliche Qualität zu bieten, ist Anspruch und Verpflichtung zugleich. So wird entsprechendes Personal regelmäßig entsprechend ausgebildet und sehr individuell auf die Unternehmen und seine Werte eingestellt. Dafür wurde eigens die Reception Plus Academy gegründet. Das Portfolio an Dienstleistungen ist in den letzten Jahren mit dem zunehmenden Bedarf des Marktes gewachsen. Neben dem Premium-Anspruch ist hohe Flexibilität ein weiterer wichtiger Wert und Nutzen - entsprechende Mitarbeiter werden langfristig oder auch zur Überbrückung zur Verfügung gestellt.

Weiterhin wurde im Februar 2018 die Electra Group, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, erworben. Electra ist führend in der Ausstellungs- und Eventmarketing-Branche im Mittleren Osten. Seit 1998 hat sich das Unternehmen zu einer starken Kraft im Bereich Messe, Corporate Events und in der Schaffung bleibender Markenräume entwickelt. Der Dienstleister bietet und organisiert integrierte Marketing-Angebote - und schafft Erlebnisräume, in denen Menschen sich begegnen. Die Electra Group besteht aus fünf Unternehmen, die in und um Dubai Markeninszenierungen für namhafte Agenturen und andere Kunden umsetzen.

Im August 2018 erfolgte die Akquisition der bluepool GmbH, Leinfelden-Echterdingen ("bluepool"). Einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands, der Raum Stuttgart, bietet bluepool einen hervorragenden Ausgangspunkt für eine hochwertige und international ausgerichtete Kundenstruktur. Jährlich über 1200 Projekte in 60 Ländern werden hierbei ganzheitlich geplant und umgesetzt - mit einem Leistungsspektrum von der Beratung, über Konzeption & Design bis hin zur Projektierung und der gesamten logistischen Abwicklung. Diese umfangreichen Inhouse-Leistungen mit einem 120 Mitarbeiter starken Team werden über den sogenannten Servicepool noch um erfahrene zusätzliche Dienstleistungen zum Beispiel aus den Bereichen Catering oder Programmierung ergänzt.

Besonders im Bereich von B2C-Messen und -Events ist heute die präzise Ausrichtung einer Marke und ihrer Ziele entscheidend und muss sich wirksam mit anderen Marketingmaßnahmen ergänzen. Mit dem "Prinzip Begeisterung" setzt die neu gegründete Excite GmbH Projekte für ihre Kunden deshalb immer so auf, dass sehr persönliche und eng verzahnte Möglichkeiten des gegenseitigen Austausches und der Beratung entstehen können. Von der ersten gemeinsamen Analyse, über die Planung, die Umsetzung bis hin zur Nachbetrachtung. Dafür steht ein 30-köpfiges Team an 2 Standorten zur Verfügung, welches Kunden mit einem jeweils festen Team in ganz Europa betreut. In Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen ET GLOBAL sind aber ebenso auch weltweite Auftritte sicher planbar.

Im weiteren Jahresverlauf wurden die Bereiche Einkauf, Finanzen, Lagerhaltung, Personal und IT aus den bestehenden deutschen Gesellschaften der E3 Group in die SCF Corporate Services überführt. SCF entwickelt und standardisiert Prozesse und Tools für die gesamte Unternehmensgruppe, um individuell ausgerichtete Dienstleistungen effizient und kostengünstig zu erbringen. Mit 85 Mitarbeitern stellt das Unternehmen für die Schwesterunternehmen der E3 Group in den Bereichen Einkauf, Finanzen, Lagerhaltung, Personal und IT spezifische Dienstleistungen zur Verfügung. Damit vernetzt SCF das Portfolio intelligent, koordiniert dessen Bedarf und setzt Themenstellungen in den genannten Bereichen um. Für Angebotsmarken wie die ET GLOBAL, Bluepool, Electra oder Excite entsteht damit die Möglichkeit, sich uneingeschränkt auf hochqualifizierte Beratung und Umsetzung zu konzentrieren.

Die E3 Group hat mit Vertrag vom März 2019 zum Mai 2019 die Keck GmbH, Weil der Stadt, nebst Tochtergesellschaften erworben, und setzt damit ihren Wachstumskurs auch in 2019 fort.

Steuerungsgröße

Sämtliche Gesellschaften innerhalb des Everest Konzerns werden auf Basis der Leistungsindikatoren Umsatz sowie um Einmaleffekte bereinigtes EBITDA gesteuert. Das EBITDA stellt auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ab.

Investitionsstrategie

Wir streben an, unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen mit dem Fokus auf attraktiven Wachstumschancen in profitablen Märkten zu steigern. Für unsere Investitionspolitik gelten dabei die folgenden Leitlinien:

Wir investieren in Unternehmen unserer Branche, die führend in ihrem Tätigkeitsfeld sind, und es uns ermöglichen, neue Märkte zu erschließen und/oder Synergien mit bereits der E3 Group angehörenden Unternehmen zu realisieren.
Wir investieren in nachhaltig wachsende Märkte, auf die wir uns strategisch in den operativen Segmenten fokussiert haben.
In Sachanlagevermögen investieren wir nur, wenn dieses zur Differenzierung vom Wettbewerb dienlich ist. Austauschbare Güter beziehen wir bedarfsorientiert für unsere Projekte am Mietmarkt.
Investitionen unterliegen klaren finanziellen Kriterien, die mindestens den Erhalt einer Kapitalrendite von 6% sicherstellen, die in einem normalen Geschäftszyklus durchschnittlich auf Konzernebene erreicht wird.
Investitionen in Sachanlagen werden wesentlich aus dem Cashflow der operativen Geschäftstätigkeit und, falls diese Mittel nicht ausreichen, aus sonstigen zur Verfügung stehenden Barmitteln und Kreditlinien finanziert.

Finanzierungsstrategie

Die Finanzierungspolitik der E3 Group ist langfristig und auf Wachstum angelegt. Eckpfeiler ist ein starker Partner, der den Expansionskurs der E3 Group mit Fremdfinanzierung stützt.

Das Wachstum der Konzerngesellschaften wird aus dem operativen Geschäft und über gezielte Finanzierungsmaßnahmen ermöglicht. Es ist unser Ziel, neben einem positiven Ergebnisbeitrag auch einen positiven operativen Cashflow zu erwirtschaften.

Vertriebsstrategie

Die E3 Group erbringt Dienstleistungen weltweit an mehrere hundert Kunden in über 30 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen wie z.B. Abbott, Astra Zeneca, Bosch Rexroth, Chanel, Daimler, Deutsche Lufthansa, Fraunhofer Institut, Hermés, Krones, John Deere, Phoenix Contact, Rational, SEW-Eurodrive oder Siemens zählen zu unserem festen Kundenstamm. In sämtlichen Vertriebsregionen verfügen wir über langjährige Kundenbeziehungen. Unseren Vertrieb steuern wir in unseren operativen Gesellschaften weltweit, wobei die Möglichkeit für aktiveres Crossselling weiter gestärkt und die Vorteile des Unternehmensverbundes ausgeschöpft werden soll. Diese globale Präsenz bauen wir kontinuierlich aus, um weiter an Marktnähe zu gewinnen und strategische Potenziale besser evaluieren zu können. In einigen Ländern, in denen wir bisher keine eigene Gesellschaft unterhalten, arbeiten wir mit lokalen Vertriebspartnern zusammen. Um die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, haben wir regionale Marketing- und Vertriebsstrukturen etabliert. Dies ermöglicht eine stärkere Kundennähe und schnellere, flexiblere Reaktionsfähigkeit. Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten unsere Business Units ihre Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. Unsere Tochtergesellschaften in fünf Ländern bieten uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil. Unsere Kunden werden, soweit möglich, jeweils von den regionalen Standorten aus beliefert. Dies verschafft ihnen sowohl Zeit- als auch Kostenvorteile.

II. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Angewiesen auf die Marketing- und Kommunikationsbudgets der Aussteller, ist die Messebranche stark abhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung.

Das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2018 ist mit 3,6% moderat ausgefallen. Der Internationale Währungsfonds geht in seiner Prognose vom Januar 2019 davon aus, dass die Weltwirtschaft 2019 um 3,3% wachsen wird; im Jahr 2017 betrug das Wachstum 3,8%.

Für Deutschland wird ein Wachstum in Höhe von 0,8% in 2019 und 1,4 % für 2020 prognostiziert. Für die USA wird das Wirtschaftswachstum auf 2,3% (2019) und 1,9% (2020) geschätzt. Etwas nach unten revidiert wurde Chinas Wachstumsprognose, und zwar auf 6,3% für 2019 und 6,1% für 2020. Das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Arabischen Emirate wird für 2019 mit 3,7%, für 2020 mit 3,6% prognostiziert.

Allgemein zeigt der AUMA (Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der deutschen Wirtschaft e.V.) - MesseTrend 2019, dass unter den ersten zehn Instrumenten, die für ausstellende Unternehmen wichtig oder sehr wichtig sind, vier persönliche Kontaktmedien sind: So halten 83 % der befragten Aussteller Messen neben dem Außendienst mit 76 % für wichtig, 35 % das Instrument Event und 28% die Präsentation auf Kongressen, die insbesondere in den USA stark mit den Messen verwoben sind. Die Bedeutung von Messen hat sich in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt kaum verändert. Führendes Instrument - quasi als Basiskommunikation - bleibt die eigene Website, die 90 % der Unternehmen für sehr wichtig oder wichtig halten.

Die Anzahl der Messebeteiligungen deutscher Aussteller im Inland wird sich in den Jahren 2018/2019 kaum verändern. In diesem Zeitraum wollen 29% der befragten Unternehmen mehr in Messebeteiligungen investieren, 56% wollen ihre Ausgaben konstant halten. Der Anteil des Messebudgets am Gesamtkommunikationsbudget liegt bei den befragten Unternehmen mit 47% deutlich über den bisherigen Prognosen und weiterhin auf Rekordniveau.

Die Zahl der Aussteller auf dem Messeplatz Deutschland hat sich in 2018 um gut 10% erhöht und liegt auf einem 5-Jahres-Hoch. Der Wert der durchschnittlichen Messebeteiligungen der befragten Unternehmen liegt bei 5,4 und damit in etwa auf dem Vorjahresniveau. Der mit Abstand größte Teil, nämlich 65% aller Befragten, wird den Umfang seiner Beteiligungen auf deutschen Messen beibehalten. 83% der Unternehmen werden demnach in den Jahren 2018/2019 auf gleich vielen oder mehr deutschen Messen präsent sein. Im Vergleich zu den vergangenen Untersuchungen ergeben sich damit keine signifikanten Veränderungen.

Die Beteiligung deutscher Aussteller auf Messen im Ausland hat sich in den vergangenen 20 Jahren von 12%, die auch auf ausländischen Messen aktiv sind, auf 24% verdoppelt. Der Erwerb der Electra trägt auch dieser Entwicklung Rechnung. Größere Unternehmen sind verstärkt auf Auslandsmessen aktiv, was der Präsenz in diesen Auslandsmärkten sowie größeren Marketingbudgets zuzuschreiben ist. So stellten Unternehmen mit mehr als 50 Mio. EUR Jahresumsatz in den vergangenen zwei Jahren im Schnitt fast elfmal auf Auslandsmessen aus, wogegen es bei kleineren Unternehmen 1,8 Beteiligungen waren.

III. Erläuterungsteil

1. Ertragslage

Im Berichtsjahr erwirtschaftete der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 94.849. Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von TEUR 53.193 von in Deutschland, TEUR 12.780 von in den USA, TEUR 25.178 von in den Vereinigten Arabischen Emiraten und TEUR 3.698 von im Pazifischen Raum domizilierten Unternehmen erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich insbesondere aus Währungsgewinnen in Höhe von TEUR 318 sowie Erträgen aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.081 zusammen.

Der Materialaufwand von insgesamt von TEUR 51.380 beinhaltet den Projekten direkt zurechenbare Material- und Fertigungskosten für bezogene Waren sowie zugekaufte Dienstleistungen.

Die konzernweiten Personalaufwendungen betrugen in 2018 TEUR 26.069. Die Mitarbeiteranzahl zum Bilanzstichtag betrug 834 Mitarbeiter, wovon sich 433 in einem Anstellungsverhältnis und 401 Mitarbeiter in einem gewerblichen Beschäftigungsverhältnis befanden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 16.734 beinhalten im Wesentlichen Raum- und Gebäudemieten sowie dazugehörige Nebenkosten, Rechts- und Beratungskosten des Geschäftsjahres, Aufwendungen für den Fuhrpark sowie Werbungskosten der Gruppe.

Das EBITDA im Geschäftsjahr beläuft sich somit auf TEUR 5.136.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf TEUR 10.793 und beinhalten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 7.138, die überwiegend aus den aufgedeckten stillen Reserven der Unternehmenserwerbe resultieren.

Das Finanzergebnis 2018 beläuft sich auf TEUR -6.670. Es setzt sich im Wesentlichen aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 14 und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR -6.689 zusammen.

Der Konzern erwirtschaftete daher einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 11.516.

Das Ergebnis wurde unter anderem durch Einmalaufwendungen in Höhe von TEUR 4.990 im Zusammenhang mit der Gründung bzw. Neustrukturierung der Unternehmensgruppe, der Refinanzierung und auch damit verbundenen Ablösung der alten Finanzierung, sowie infolge der im Laufe des Jahres erfolgten Akquisitionen belastet. Die Einmaleffekte werden durch den Kreditvertrag mit dem Hauptfinanzierer definiert und umfassen alle einmaligen, sich nicht wiederholenden Sachverhalte im Zusammenhang mit der Reorganisation von Aktivitäten innerhalb des Konzerns, wie z.B. Aufwendungen für Beratung oder Personalaufwendungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung von Aktivitäten.

Steuerungsgröße für den Konzern ist das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA. Dieses beträgt in 2018 TEUR 10.126.

2. Finanzlage

2018
TEUR
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.242
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -42.814
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 43.573
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.001
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 70
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 5.522
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.593

Der Finanzmittelfonds beinhaltet fast ausschließlich Bankguthaben. Die Everest Gruppe verfügt zum Aufstellungszeitpunkt (30. August 2019) über offene Kreditlinien bei der erworbenen Keck GmbH in Höhe von TEUR 365.

Das Eigenkapital im Konzern zum 31. Dezember 2018 ist negativ und beträgt TEUR -10.729. Wir verweisen auf den Chancen und Risikobericht.

Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag setzten sich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.845, erhalten Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.961, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11.106, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 478 sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 92.969 zusammen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Darlehensverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von 7 Jahren in Höhe von TEUR 78.890 gegenüber einem Europäischen Debt Fund sowie kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Anteilserwerben an die Altgesellschafter in Höhe von TEUR 10.247 enthalten.

Im Berichtsjahr wurde das in 2017 von der ET Global Holding GmbH & Co. KG (ehemals Expotechnik International Holding GmbH & Co. KG) aufgenommene Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 17.500 sowie aufgenommene Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 5.000 vorzeitig abgelöst. Die bereits bestehenden KfW-Darlehen in Höhe von TEUR 344 mit Restlaufzeiten 30. September 2019 blieben ebenso wie ein Factoring für die Hauptgesellschaft ET Global GmbH (ehemals Expotechnik Heinz Soschinski GmbH) unverändert.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug im Berichtsjahr TEUR 126.944, daraus resultiert eine Anlagenquote von 65,21%.

Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 82.780 beinhaltet Zugänge aus Konsolidierungskreisveränderungen in Höhe von TEUR 86.649. Die Zugänge enthalten insbesondere im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 13.848 (bzw. Restbuchwert zum Bilanzstichtag von TEUR 12.691) und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 50.109 (bzw. Restbuchwert zum Bilanzstichtag von TEUR 44.769).

Das Umlaufvermögen setzt sich insbesondere aus den Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 13.190) sowie dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 7.593) zusammen. Die Vorräte in Höhe von TEUR 5.010 beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe TEUR 503, in Bau befindliche Messestände in Höhe von TEUR 4.149, sowie geleistet Anzahlungen in Höhe von TEUR 358.

Das Eigenkapital ist auf Grund des erwirtschafteten Konzernjahresfehlbetrags in Höhe TEUR 11.516 und dem Verlustvortrag aus 2017 in Höhe von TEUR 2.143 mit TEUR 10.729 negativ. Daher ergibt sich auch eine Eigenkapitalquote von -8,45%.

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.858 setzten sich überwiegend aus den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.172 zusammen, welche Rückstellungen für offene Rechnungen, Personalkosten sowie Abschluss- und Prüfkosten enthalten.

Die in der Bilanz unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 78.890 wurden für die ordnungsgemäße Darstellung der Kapitalflussrechnung in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit berücksichtigt.

4. Gesamtaussage

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die neu geformte E3-Unternehmensgruppe einen wesentlichen Schritt zur Etablierung einer sektorfokussierten Plattform für die Bereiche Exhibitions, Events und Environments gemacht hat. Die im Rahmen der Gründung und Etablierung der Unternehmensgruppe getätigten Einmalaufwendungen haben das Ergebnis der E3 Group erwartungsgemäß erheblich belastet. Die Gesellschaft weist auch infolge hoher laufender Abschreibungen aus immateriellen Vermögensgegenständen und dem negativen Finanzergebnis einen Konzernjahresfehlbetrag aus, der zu einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 10.729 führte.

IV. Prognosebericht

Die E3 Group hat sowohl kurz- als auch langfristige Planungsrechnungen aufgestellt. Danach soll im Jahr 2019 bei einem Umsatz von rd. EUR 137,6 Mio. ein um Einmaleffekte bereinigtes EBITDA in Höhe von EUR 18,6 Mio. erzielt werden.

Die gesetzten Ziele halten wir auf Grund der im ersten Halbjahr erzielten Umsatzerlöse und EBITDAs und den erwarteten Umsätzen in den folgenden Quartalen für realistisch.

Diese Prognosen basieren auf Hochrechnungen und Erfahrungswerten. Die Hochrechnung der Umsatzerlöse erfolgt in regelmäßigen Abständen anhand der bereits abgeschlossenen und der noch offenen vertraglichen Vereinbarungen bzw. auf Basis der monatlichen Reportings der Tochtergesellschaften.

Mit Datum vom 28. März 2019 hat die E3 Capital Holding GmbH zum 6. Mai 2019 100% der Anteile der Keck GmbH erworben.

V. Chancen und Risikobericht

Die Gesellschaften der E3 Group sind aufgrund der anhaltenden Strukturänderungen innerhalb der Live-Communication-Branche (Individualisierung und Verstärkung der Preissensibilität sowie zunehmender Wettbewerb der Zulieferer aus dem Ausland, die preislich unterbieten), der zunehmenden Internationalisierung der Gruppe sowie der konjunkturellen und politischen Gegebenheiten in den einzelnen regionalen Märkten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Risiko verbunden sind. Die erfolgreiche und planmäßige Integration der Erwerbe in die E3 Group und die Realisierung der Synergien ist dabei entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Beurteilung und zum richtigen Umgang mit diesen Risiken werden regelmäßige Management-Meetings abgehalten.

Es lassen sich die folgenden Risikokategorien unterscheiden:

Allgemeine Marktrisiken

Die E3 Group ist vor allem Marktrisiken auf der Absatzseite ausgesetzt.

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit der Konjunkturentwicklung in einzelnen Märkten ist mit einer erkennbaren Volatilität der Märkte zu rechnen. Unternehmen könnten im nächsten Jahr zurückhaltender und vorsichtiger bei ihren Marketingausgaben sein. So ist bei einer Verschlechterung der Wirtschaftslage damit zu rechnen, dass viele Unternehmen "auf Sicht fahren" und nur noch kurzfristig ihre Marketing-Investments tätigen, was das Schließen von langfristig angelegten Rahmenverträgen erschwert. Allerdings haben hier erfahrungsgemäß die Messen aufgrund der langen Vorlaufzeiten und Bindungsfristen einen erheblichen Vorteil gegenüber anderen Marketinginstrumenten, deren Buchungen auch kurzfristig ausgesetzt werden können. Sollte es zu Budgetkürzungen kommen, ist damit zu rechnen, dass eher bei den "teuren" und "flexibel einsetzbaren" Instrumenten (wie TV und Print) gespart wird, als bei den Messeauftritten. Hier profitieren wir vor allem von dem aktuellen Paradigmenwechsel im Marketing. So gehen seit mehreren Jahren immer mehr Unternehmen dazu über, ihre Marketingbudgets von der traditionellen "above-the-line" Kommunikation (klassische Werbung) hin zur "below-the-line" Kommunikation umzugliedern (Messen, Events, Internet).

Die Bündelung der Entscheidungsgewalt in der Einkaufsabteilung der Kunden hat rigidere Kostenpolitik bei der Auftragsvergabe zur Folge, wodurch die Positionierung Expotechnik's als Premiumanbieter unter Druck gerät. Der interne Kostendruck wird ungebrochen an die Lieferanten weitergegeben und schmälert somit die mögliche Marge.

Dennoch legen sich Unternehmen mittels Ausschreibung auf wenige "preferred partner" fest. Aufgrund der hohen Marktbedeutung bestehen für die Marken der E3 Group gute Chancen, als Rahmenvertragspartner gelistet zu werden und ganze Auftragspakete zu erhalten. Trotz der Tendenz, mit festen Realisierungspartnern zusammen zu arbeiten, darf nicht vernachlässigt werden, dass nach wie vor das Einzelprojektgeschäft die Branche dominiert.

Betriebsrisiken

Die E3 Gruppe schützt ihr Eigentum durch zahlreiche Maßnahmen. Dazu gehört vor allem die Begrenzung von Schadens- und Haftungsrisiken, die durch entsprechende Haftpflichtversicherungen sowie Geschäfts- und Sachversicherungen realisiert wird. Dem Risiko einer ungeplanten Betriebsunterbrechung begegnen wir präventiv durch Brandschutz- und andere sicherheitstechnische Maßnahmen sowie durch einen adäquaten Versicherungsschutz im Schadensfall.

Risiken der Umstrukturierung und Integration

Die neu geformte E3 Group setzt sich aus der Übernahme verschiedener bislang eigenständiger Unternehmen zusammen. Die erfolgreiche Integration dieser Unternehmen auf eine einheitliche Plattform und Geschäftsprozesse innerhalb der planten Zeitraums erfordert erhebliche Anstrengungen. Diese Herausforderungen betreffen die Einführung von neuen IT-Lösungen bzw. die Überführung auf eine einheitliche IT-Lösung und die damit zusammenhängende Anpassung von Geschäftsprozessen, den Aufbau und die Allokation von personellen und finanziellen Kapazitäten. Damit zusammenhängend ist auch die Hebung von Synergien für eine höhere Ertragskraft und ausgeweitetes Umsatzvolumen eingeplant. Zeitliche Verzögerungen oder das nicht Gelingen der Integration bzw. das nicht erreichen von geplanten Synergiezielen kann sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ auswirken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Rahmen des operativen Geschäftes sind wir in geringem Maße Zinsrisiken ausgesetzt. Weiterhin bestehen in begrenztem Umfang Währungsrisiken durch die Internationalität der E3 Group.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist im hohen Maße von Fremdfinanzierung abhängig, die zu einem hohen Finanzierungsaufwand führt. Die Gesellschaft muss mittelfristig ausreichend positive Cashflows aus der operativen Tätigkeit erzielen bzw. zum Fälligkeitszeitpunkt der Fremdfinanzierung über eine ausreichende Refinanzierung bzw. alternative Finanzierungsmöglichkeiten verfügen. Weiterhin sieht die Finanzierungsvereinbarung die jährliche Einhaltung von Finanzkennzahlen vor. Eine Nichteinhaltung dieser Finanzkennzahlen kann zu einer Erhöhung des zukünftigen Zinssatzes führen.

Rechtliche Risiken

Soweit verschiedene Gerichtsverfahren gegen Unternehmen der E3 Group anhängig sind, handelt es sich bei diesen Verfahren nach unserer Ansicht um routinemäßige und in Zusammenhang mit dem Geschäft des Konzerns stehende Rechtsstreitigkeiten, aus denen keine wesentlichen Risiken erwachsen.

Politische Risiken

Wie bei jedem global wirtschaftenden Unternehmen unterliegt die Tätigkeit der E3 Group auch politischen Risiken und damit deren Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage. Akute Risiken bestehen nach unserer Einschätzung derzeit nicht.

Chancen

Für die E3 Group ergeben sich neben den Risiken im Markt auch Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Mit den zum Konzern gehörenden Marken ET GLOBAL, Excite und bluepool können Kunden zielgruppenspezifischer adressiert werden, ohne die Marken zu verwässern. Während unter der Marke ET GLOBAL auch Beratungskompetenz und Design neben der Realisierung eine bedeutende Rolle spielen, konzentriert sich Excite auf die schnelle und kompetente Ausführung von Konzepten. Dieser Markenzuschnitt soll im Verlauf der nächsten Jahre weiter geschärft werden.

Potenziale bietet auch die Erschließung des arabischen Marktes durch den Erwerb der Electra. So konnten bereits in 2018 erste Projekte in Gemeinschaftsarbeit realisiert werden. Die Expo 2020 in Dubai bietet hier darüber hinaus ein zusätzliches Potenzial.

Aufgrund der starken Marktstellung der E3 Group insbesondere in Deutschland erwartet die Unternehmensführung in den kommenden Jahren ein Wachstum. Der Markt signalisiert weiterhin, dass das Bestreben der Kunden, einen Dienstleister für alle Anforderungen der Repräsentation zu beauftragen, zunimmt. Mit der Stärkung der Beratungskompetenz sowie ständigen Produktweiterentwicklungen und der flexiblen Ausrichtung der Produktpalette ist die E3 Group bestens auf diesen Wandel der Marktnachfrage vorbereitet und kann den ganzheitlichen Anforderungen des Marktes gerecht werden.

Allgemein zeigt der AUMA (Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der deutschen Wirtschaft e.V.) - Messe Trend 2019 ein nahezu unverändertes Niveau an Messebeteiligungen. Aufgrund der eingangs erwähnten Trends im Markt hat die E3 Group für 2019 neben der intensiven Betreuung der Bestandskunden auch den Aufbau von Kundenbeziehungen zu Unternehmen im Fokus, die sich im mittelgroßen bis großen Umsatzbereich bewegen.

Die E3 Group verfolgt die Strategie, dass ein Kunde nicht mehr als 5% des Gesamtumsatzes ausmachen soll, um die Abhängigkeit von Kunden zu reduzieren. So ist im Falle eines Wegfalls eines Großkunden kein existenzielles Risiko gegeben.

Gesamtaussage

Aus heutiger Sicht sind für die E3 Group keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Die Gruppe hat im Geschäftsjahr 2018 einen deutlichen Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 11.516 erzielt und weist zum 31. Dezember 2018 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 10.729 aus. Im Jahresabschluss weist die Gesellschaft ein positives Eigenkapital aus. Die Gesellschaft verfügt nach Einschätzung des gesetzlichen Vertreters basierend auf der aktuellen Planung über ausreichende Liquidität und Finanzierungsmöglichkeiten. Die Planungen sehen eine deutliche Verbesserung der Profitabilität vor, welche stark abhängig von der Realisierung zukünftiger Synergieeffekte ist.

Die Ausgabenbereitschaft der Unternehmen für dreidimensionale Markeninszenierungen stellt weiterhin einen großen Einflussfaktor auf die Geschäftstätigkeit dar. Nach wie vor müssen weiterhin alle Anstrengungen unternommen werden, die Aufträge termingerecht und in einwandfreier Qualität umzusetzen.

Die E3 Group analysiert die Risiken und Chancen im Markt kontinuierlich, um darauf frühzeitig reagieren zu können. Durch die Unternehmenskäufe gestaltet die Unternehmensgruppe den Markt mit und kann so proaktiv neue zukunftsträchtige Wachstumsfelder für die Unternehmen der E3 Group beschreiten.

Mit der seit Mai 2019 zum Konzern gehörenden Keck Group hat der Konzern seine starke Position in Deutschland weiter ausgebaut und ist zusätzlich in Kanada vertreten.

In Bezug auf die zuvor dargestellten zukunftsbezogenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse unter Umständen wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

Frankfurt am Main, den 30. August 2019

gez. Patrick O. Soschinski

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Everest Capital Holding GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Everest Capital Holding GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Everest Capital Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 17. September 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pürsün, Wirtschaftsprüfer

Badziura, Wirtschaftsprüfer

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