BMI Technical Services GmbHLiquidiert

61440 Oberursel (Taunus), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 5830
Vorher
Lafarge Roofing Technical Centers GmbHMonier Technical Centre GmbH
Eingetragen
19.12.1996
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
a) Im Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung (Technical Center) ist Gegenstand des Unternehmens die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten; Erbringung von Labor-, Prüfungs-, und Serviceleistungen; Beratung und Service in der Produkt- und Prozessentwicklung, Schulung und Training; Beratung und Service im Bereich Know How Management und der Schutzrechteverwaltung; Erstellung von Analysen, Produkt-, System- und Produktionskonzepten und Gutachten jeweils für die Bau- und Baustoffindustrie sowie für deren Zulieferer. b) Im Geschäftsbereich Produktionstechnik und Gießerei (Production Support) ist Gegenstand des Unternehmens die Konzeptionierung, Herstellung, Vertrieb, Handel sowie Pflege und Wartung von Produktionsanlagen für die Baustoffindustrie; Herstellung und Vertrieb von Zubehörprodukten für geneigte- und flache Dächer, insbesondere aus Aluminium; Analyse, Gestaltung und Optimierung von Produktionsprozessen, Qualitätsmanagement, Produktions- und Organisationsberatung für die Baustoffindustrie; Installation und Betrieb von Einrichtungen und technischen Anlagen sowie Produktionsanlagen für die technische Infrastruktur in der Baustoffindustrie. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar dienen oder die Entwicklung des Unternehmens fördern.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Timke Karsten Precht
seit 25.9.2020
Geschäftsführer
Prokura
Christian Dr. Pohl
seit 22.2.2011
Geschäftsführer
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH)

Oberursel (Taunus)

Jahresabschluss zum 31.12.2017

(vormals: Monier Technical Centre GmbH)

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH), Oberursel (Taunus) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 7. August 2018

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Seidel, Wirtschaftsprüfer

Grotenrath, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

EUR EUR 31.12.2016
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   262.027,10 236.961,55
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 48.977,75   108,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.234.107,29   1.247.584,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.368.971,81   1.332.752,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.002.088,65   567.147,68
    3.654.145,50 3.147.592,63
    3.916.172,60 3.384.554,18
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 635.908,02   665.396,24
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 39.421,65   505.987,77
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 315.759,48   8.496,88
    991.089,15 1.179.880,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.520,00   22.880,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.551.919,08   20.066.877,89
3. Sonstige Vermögensgegenstände 16.181,21   3.981,67
    21.577.620,29 20.093.739,56
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   161,59 704,57
    22.568.871,03 21.274.325,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten   3.337,10 3.337,10
    26.488.380,73 24.662.216,30

Passiva

     
  EUR EUR 31.12.2016
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00   100.000,00
II. Kapitalrücklage 5.995.934,71   5.995.934,71
    6.095.934,71 6.095.934,71
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17.118.932,76   15.736.214,84
2. Sonstige Rückstellungen 1.272.059,26 18.390.992,02 1.204.695,81 16.940.910,65
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.386.798,46   1.362.552,19
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 337.747,73   113.474,17
3. Sonstige Verbindlichkeiten 276.907,81   149.344,58
davon aus Steuern EUR 99.588,86 (Vj. EUR 88.597,87)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 12.574,32 (Vj. EUR 16.738,46)      
    2.001.454,00 1.625.370,94
    26.488.380,73 24.662.216,30

Gewinn- und Verlustrechnung für 2017

EUR EUR 2016
EUR
1. Umsatzerlöse 20.897.022,76   18.739.427,54
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 270.461,78   143.818,73
3. Sonstige betriebliche Erträge 44.095,49   438.857,58
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 12.953,37 (Vj. EUR 40.748,59)      
    21.211.580,03 19.322.103,85
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.307.181,28   -3.316.232,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.754.048,83   -3.962.415,21
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -5.632.285,83   -5.261.253,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.102.473,81   -937.668,57
davon für Altersversorgung EUR 218.524,00 (Vj. EUR 97.233,48)      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -695.719,73   -768.316,82
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.422.948,74   -4.293.951,85
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 58.593,29 (Vj. EUR 48.641,21)      
    -19.914.658,22 -18.539.838,94
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.812,32   89.647,85
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 10.812,32 (Vj. EUR 88.445,85)      
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.570.224,62   -404.726,44
davon an verbundene Unternehmen EUR 397,62 (Vj. EUR 47.604.44)      
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 1.558.188,00 (Vj. TEUR 343.530,00)      
    -1.559.412,30 -315.078,59
10. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Ergebnisabführung   -262.490,49 467.186,32
11. Sonstige Steuern   -44,00 -44,00
12. Erträge aus Verlustübernahme (Vj. Aufwendungen aus Ergebnisabführung)   262.534,49 -467.142,32
13. Jahresergebnis   0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unter der Firma BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) mit Sitz in Oberursel (Taunus) im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg v. d. Höhe unter der Nummer HRB 5830 eingetragen.

Die Gesellschaft ist Teil der BMI-Gruppe (vormals: Braas Monier Gruppe) mit der BMI Group Holding S.à.r.l, Luxemburg, als oberster Konzerngesellschaft, über die sie sich auch finanziert. Nach der Übernahme seitens Standard Industries Inc. im April 2017 wurde die bestehende Konzernfinanzierung mit den Banken gekündigt. Stattdessen wurde seitens des neuen Aktionärs ein Darlehensrahmen in Höhe von TEUR 200.000 mit einer Laufzeit von 4 Jahren eingeräumt. Wegen der "Change of Control" Klausel war die Gruppe verpflichtet, ein Rücknahmeangebot an die Inhaber der bestehenden Anleihe in Höhe von TEUR 435.000 (Braas Monier Building Group Bond Finance S.C.A., Luxemburg) zu richten. Ein Inhaber hat sich entschieden, seine Anteile in Höhe von TEUR 750 anzudienen. Die Anleihe valutiert dementsprechend zum 31. Dezember 2017 mit einem Nennwert von TEUR 434.250. Das Aktionärsdarlehen in Höhe von TEUR 200.000 wurde zum 31. Dezember 2017 in Höhe von TEUR 90.000 in Anspruch genommen.

Zum 3. April 2017 hatte sich Standard Industries 94,5% des Grundkapitals und der Stimmrechte der BMI Group S.A. gesichert.

Als Produktions- und Servicecenter innerhalb der BMI-Gruppe übernimmt die Gesellschaft die Herstellung von Unterlagsplatten (Pallets) für die Produktion von Dachsteinen sowie die Herstellung von Aluminium-Dachzubehör. Darüber hinaus ist die Gesellschaft für die Analyse, Gestaltung und Optimierung von Produktionsprozessen, die zentrale Verwaltung von Schutzrechten und die Aufrechterhaltung des Qualitätswesens sowie für die Produktionsberatung der Produktionsgesellschaften zuständig.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige lineare und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht enthalten.

Die Abschreibungen für Zugänge im Sachanlagevermögen bis zum 31. Dezember 2009 wurden in Anlehnung an die amtlichen Steuertabellen vorgenommen. Im Rahmen der Erstanwendung des BilMoG ab 2010 wurden die Abschreibungsdauern nochmals überprüft und an die voraussichtliche Nutzungsdauer angepasst. Die Abschreibungsdauer liegt bei Bauten bis zu 20 Jahren und bei technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen zwischen 7 und 20 Jahren. Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung haben eine Abschreibungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren. Die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 werden sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung des laufenden Jahres erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Der jährliche Sammelposten, dessen Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, wird entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschal über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten angesetzt.

Die Ermittlung des Wertansatzes der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder einem niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten. Diese enthalten Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Kosten der allgemeinen Verwaltung und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Auf schlechtgängige Bestände werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Bei langfristigen Forderungen wird das Realisationsprinzip beachtet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die Fremdwährungsforderungen werden mit dem Transaktionskurs und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs, bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen zum 31. Dezember 2017 beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten von Towers Watson Deutschland GmbH, Wiesbaden. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von zehn Jahren von 3,68 % (Vj. 4,01 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,65 % (Vj. 1,65 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 3,00 % (Vj. 3,00 %) berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Vorräte

Insgesamt sind die Vorräte um TEUR 189 auf TEUR 991 (i. Vj. TEUR 1.180) gesunken.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 1.104 (i. Vj. TEUR 586) werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB von den unfertigen Erzeugnissen (TEUR 1.143; i. Vj. TEUR 1.092), auf die sie entfallen, abgesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von TEUR 636 (i. Vj. TEUR 665) liegen ca. 4 % unter dem Vorjahresniveau.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 21.552 (i.Vj. TEUR 20.067) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 946 (i. Vj. TEUR 2.766) enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Cash Pooling gegen die BMI Group Services GmbH, Oberursel (Taunus), mit TEUR 3.990 (i. Vj. TEUR 3.099), Forderungen aus Cash Pooling gegen die Monier Finance S.à.r.l, Senningerberg, Luxemburg, mit TEUR 11.110 (i. Vj. TEUR 8.780) sowie Forderungen aus Cash-Pooling gegen die Gesellschafterin Monier Roofing GmbH in Höhe von TEUR 5.689 (i. Vj. TEUR 5.422) enthalten. Zusätzlich besteht eine Forderung auf Verlustausgleich gegenüber der Gesellschafterin.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten.

4. Eigenkapital

Das Eigenkaptal der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr unverändert TEUR 6.096 und teilt sich auf die Positionen gezeichnetes Kapital in Höhe von TEUR 100 und Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.996 auf.

5. Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen betragen im Geschäftsjahr TEUR 17.119 (i. Vj. TEUR 15.736) und betreffen, wie auch schon im Vorjahr, vollständig Direktzusagen.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen, mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (in Vorjahren: zehn Jahre), ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.713. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der gesamte Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung abgeführt bzw. Verluste übernommen.

Die Entwicklung der Pensionsrückstellungen zeigt folgende Darstellung:

31.12.2017
%
31.12.2016
%
Fluktuation 3,00 3,00
Rechnungszins (per 31. Dezember 2017; Vorjahr per 30. Dezember 2016) 3,68 4,01
Dynamik der anrechenbaren Bezüge 2,25 2,25
Anpassung der laufenden Renten 1,65 1,65

Für die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen zum 31. Dezember 2017 wurde ein Rechnungszins von 3,68 % verwendet, der - entsprechend der gesetzlichen Regelung in § 253 Abs. 2 HGB - auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre basiert (im Vorjahr: 4,01 %).

Die Entwicklung der Direktzusagen zeigt folgende Darstellung:

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Pensionsrückstellung zum Beginn des Geschäftsjahres 15.736 15.610
Bestandsänderung der Verpflichtungen 0 4
Personalaufwandskomponente der Regelzuführung -353 -400
Zinsaufwandskomponente der Regelzuführung 1.558 344
Pensionsrückstellung vor außerordentlicher Zuführung aus der Umstellung wegen BilMoG 16.941 15.558
Außerordentliche Zuführung aus der Umstellung wegen BilMoG 178 178
Pensionsrückstellung zum Ende des Geschäftsjahres 17.119 15.736

Die außerordentliche Zuführung aus der Umstellung wegen BilMoG in Höhe von TEUR 178 entspricht der Mindestzuführung von 1/15 des Zuführungsbetrags nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB. Es verbleibt ein Unterschiedsbetrag von TEUR 1.242, der bis spätestens zum 31. Dezember 2024 anzusammeln ist.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Prämien (TEUR 616; i. Vj. TEUR 601), für Garantien (TEUR 92; i. Vj. TEUR 78), für Jubiläumsgelder (TEUR 181; i. Vj. TEUR 191), für nicht genommene Urlaubstage (TEUR 161; i. Vj. TEUR 127), für Berufsgenossenschaft (TEUR 52; i. Vj. TEUR 47) sowie übrige sonstige Rückstellungen (TEUR 137; i. Vj. TEUR 161).

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und haben - mit Ausnahme von TEUR 13 (i. Vj. TEUR 17) mit einer Restlaufzeit bis fünf Jahren - wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 338 (i. Vj. TEUR 113) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.158 auf TEUR 20.897 gestiegen und gliedern sich wie folgt:

2017
TEUR
2016
TEUR
Weiterbelastungen 11.778 11.416
Verkäufe Eigenerzeugnisse 8.290 6.821
Handelswaren 442 157
Sonstige Umsätze 387 345
Erlösschmälerungen 0 0
  20.897 18.739

Die Verkäufe von Eigenerzeugnissen betreffen Unterlagsplatten (Pallets) und Aluminium-Dachzubehör. Die Umsätze aus Weiterbelastungen resultieren im Wesentlichen aus Weiterbelastungen von Forschungs- und Entwicklungskosten an die Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus) (TEUR 11.448), und aus Weiterbelastungen von Patentamtsaufwendungen (TEUR 197).

Die Umsatzerlöse nach Regionen gliedern sich wie folgt:

2017
TEUR
2016
TEUR
Deutschland 16.513 14.472
Südafrika 1.402 0
Österreich 921 322
Großbritannien 671 1.554
Schweden 601 0
Finnland 353 0
Malaysia 188 -15
Frankreich 84 879
Tschechien 76 0
Indien 53 0
Polen 21 318
Italien 12 397
Dänemark 2 193
Türkei 0 270
Norwegen 0 198
Spanien 0 94
USA 0 51
Russland 0 4
Niederlande 0 2
  20.897 18.739

2. Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten sonstige betriebliche Erträge enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 16 (i.Vj. TEUR 389), und Erträge aus Währungskursgewinnen in Höhe von TEUR 13 (i.Vj. TEUR 41).

3. Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen TEUR 696 (i. Vj. TEUR 768).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 129 auf TEUR 4.423 gestiegen und gliedern sich wie folgt:

2017
TEUR
2016
TEUR
Verwaltungs- und Vertriebskosten 2.758 2.822
Reparatur und Instandhaltung 533 567
Reise- und Repräsentationskosten 433 389
Freiwillige Sozialleistungen 97 75
Übrige 602 441
  4.423 4.294

Aufwendungen aus Währungskursverlusten sind in Höhe von TEUR 59 (i.Vj. TEUR 49) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind darüber hinaus aufgrund der BilRUG-Anpassungen Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 u. 2 EGHGB (BilMoG-Zuführungsbetrag für Pensionsrückstellung) in Höhe von TEUR 178 (i. Vj. TEUR 178) enthalten.

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 90) entfallen TEUR 9 (i. Vj. TEUR 14) auf die Cash-Pool Forderung gegen die Monier Roofing GmbH, Oberursel, und TEUR 7 (i. Vj. TEUR 5) auf die Cash-Pool Forderung gegen die BMI Group Services GmbH, Oberursel. Darüber hinaus wurden Verzugszinsen in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 69) an verbundene Unternehmen berechnet.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2017
TEUR
2016
TEUR
Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen 1.558 344
Cash Pool-Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen 0 48
Übrige 12 13
  1.570 405

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der bestehenden gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organschaft mit der Monier Roofing GmbH, Oberursel, als Organträgerin, ist die Gesellschaft nicht mit Ertragsteuern belastet. Aus diesem Grund werden auch keine temporären Differenzen aus steuerlichen Unterschiedsbeträgen bei der Gesellschaft erfasst. Dem folgend wird die Steuerabgrenzung resultierend aus temporären Differenzen (latente Steuern) gemäß DRS 18 beim Organträger bilanziert.

V. Sonstige Angaben

1. Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen in der BMI Technical Services GmbH (vormals Monier Technical Centre GmbH) keine außerbilanziellen Geschäfte i. S. d. § 285 Nr. 3 HGB. Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Abnahmeverpflichtungen aus offenen Bestellungen in Höhe von TEUR 145 sowie Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.380 (davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 2.004). Hinzu kommen IT-Verpflichtungen in Höhe von TEUR 117. Die Laufzeit der Verträge beträgt zwischen 2018 bis 2021.

3. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern beträgt für

2017 2016
Gehaltsempfänger 55 45
Lohnempfänger 22 27
  77 72

4. Mitglieder und Bezüge der Geschäftsführung

Als Geschäftsführer sind

Dr. Christian Pohl, bis 16. März 2018 exekutiver Direktor, seit 16. März 2018 Direktor BMI Technical Center, Degree in Mechanical Engineering, Doctorate in Engineering, Wehrheim

Josef Fink, non-exekutiver Direktor, Ingenieur für Maschinenbau, Blindenmarkt, Österreich (bis 16. März 2018)

Robert Schoklitsch, Direktor Group Production Support, Ingenieur (seit 16. März 2018)

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

5. Nachtragsberichterstattung

Zum 16. März 2018 wurde Robert Schoklitsch zum Geschäftsführer der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) berufen. Der vorherige Geschäftsführer Josef Fink wurde mit Wirkung zum 16. März 2018 von seiner Funktion abberufen.

Die Gesellschafterin hat zusammen mit der Geschäftsleitung entschieden, den Namen der Gesellschaft zu ändern und damit an die neue Struktrur und den Gegebenheiten anzupassen, die sich aus der Zusammenführung von Braas Monier Building Group und Icopal Group ergeben. Die Gesellschaft firmiert seit dem 4. Mai 2018 unter dem Namen "BMI Technical Services GmbH".

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben

6. Mutterunternehmen und befreiender Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus).

Das Mutterunternehmen dieser Gesellschaft, das zum 31. Dezember 2017 den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt, ist die BMI Group S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg. Der Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen wird von der BMI Group Holdings UK Limited, London, Großbritannien, erstellt.

Der befreiende Konzernabschluss und -lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 wird von der BMI Group Holdings UK Limited, London, Großbritannien, gemäß § 291 HGB nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, zum Handelsregister in Bad Homburg v. d. Höhe eingereicht und im Bundesanzeiger unter der Firma BMI Group Services GmbH, Oberursel (Taunus), (oberstes deutsches Mutterunternehmen), in deutscher Sprache veröffentlicht.

 

Oberursel, den 7. August 2018

Dr. Christian Pohl

Robert Schoklitsch

Entwicklung des Anlagenvermögens im Geschäftsjahr 2017

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 763.153,08 71.207,49 -49.047,56 2.400,00 787.713,01
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 599.689,04 0,00 -6.544,54 51.555,53 644.700,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.838.510,40 48.400,05 -1.288.119,67 56.185,00 6.654.975,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.879.677,37 203.410,57 -691.412,34 363.012,83 6.754.688,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 567.147,68 908.094,33 0,00 -473.153,36 1.002.088,65
  15.885.024,49 1.159.904,95 -1.986.076,55 -2.400,00 15.056.452,89
  16.648.177,57 1.231.112,44 -2.035.124,11 0,00 15.844.165,90
Abschreibungen Buchwerte
Stand 1.1.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2017
EUR
Stand 31.12.2017
EUR
Stand 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 526.191,53 48.541,94 -49.047,56 525.685,91 262.027,10 236.961,55
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 599.580,63 2.686,19 -6.544,54 595.722,28 48.977,75 108,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.590.926,37 118.061,79 -1.288.119,67 5.420.868,49 1.234.107,29 1.247.584,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.546.924,86 526.429,81 -687.638,05 5.385.716,62 1.368.971,81 1.332.752,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00   1.002.088,65 567.147,68
  12.737.431,86 647.177,79 -1.982.302,26 11.402.307,39 3.654.145,50 3.147.592,63
  13.263.623,39 695.719,73 -2.031.349,82 11.927.993,30 3.916.172,60 3.384.554,18

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

1. Grundlagen des Unternehmens

Die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH), Oberursel (Taunus), übernimmt als Produktions- und Servicecenter die Herstellung von Unterlagsplatten (Pallets) für die Produktion von Dachsteinen sowie die Herstellung von Aluminium-Dachzubehör für Konzerngesellschaften der BMI-Gruppe. Darüber hinaus ist die Gesellschaft für die Analyse, Entwicklung und Optimierung von Produktionsprozessen, die Produktentwicklung, die zentrale Verwaltung von Schutzrechten und Aufrechterhaltung des Qualitätswesens sowie für die Produktionsberatung der Produktionsgesellschaften zuständig.

Besitzverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) ist die Monier Roofing GmbH mit Sitz in Oberursel (Taunus).

Die Gesellschaft ist mit einem Stammkapital von EUR 100.000,00 im Handelsregister Bad Homburg v. d. Höhe eingetragen.

Geschäftstätigkeit und Standorte

Die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) bestand bis zum 31. Dezember 2017 aus zwei Geschäftsbereichen, dem Bereich Aluminium-Gießerei und dem Bereich Technical Centre Services. Ab 2018 wurden die Geschäftsbereiche um den Bereich Production Support ergänzt.

Der Geschäftsbereich Aluminium-Gießerei deckt nahezu den gesamten Bedarf der Gesellschaften der BMI-Gruppe an Pallets für die Produktion von Dachsteinen und an Dachzubehörteilen aus AluminiumDruckguss ab.

Die Produkte der Aluminium-Gießerei werden nahezu ausschließlich an Schwestergesellschaften innerhalb der BMI-Gruppe vertrieben. Die Dachzubehörteile werden zu einem sehr hohen Maße über Schwestergesellschaften in den deutschen Bedachungsmarkt geliefert, während Pallets weltweit direkt an Schwestergesellschaften vertrieben werden. Umsatzerlöse außerhalb des BMI-Firmenverbunds werden nur in Einzelfällen, bspw. mit ehemaligen Schwestergesellschaften, die nicht mehr Bestandteil des Konzern-Konsolidierungskreises sind, generiert.

Im Bereich Technical Centre Services sind die gruppenweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammengefasst. Er ist das Know-How-Zentrum der BMI-Gruppe für die Bereiche F&E, Produktionsprozesse, Qualität und Materialkunde für die Produktlinien Dachstein, Dachziegel sowie Dachzubehör. Darüber hinaus verwaltet der Bereich Technical Centre Services das geistige Eigentum aller Konzerngesellschaften der früheren Braas-Monier-Gruppe, die in der BMI-Gruppe aufgegangen sind.

Der Geschäftsbereich Technical Centre Services gliedert sich in die Bereiche Concrete, Clay sowie Common Mission auf.

Die Bereiche Concrete (Betondachsteine) und Clay (Tonziegel) sind für die weltweite operative Betreuung von Produktionsstätten zuständig und verantworten die Bereiche Produktentwicklung, Ingenieurtechnik und Produktionsprozessunterstützung.

Im Bereich Common Mission sind Spezialisten zusammengefasst, die gleichermaßen für Dachsteine und Dachziegel zuständig sind. Hierzu zählen insbesondere das Labor sowie der Windtunnel in Heusenstamm, die Produktvalidierung, die Patentverwaltung für die gesamte Braas Monier-Gruppe als auch der Bereich Marketing.

Der Geschäftsbereich Technical Centre Services hat bezogen auf seine Managementstruktur auch einen Standort in Crawley im Vereinigten Königreich. Bis Ende 2014 waren die britischen Aktivitäten des Geschäftsbereichs in der Schwestergesellschaft Monier Technical Centre Ltd., Crawley, Großbritannien, gebündelt. Die vormals: rechtlich selbstständige Monier Technical Centre Ltd. hat Ende 2014 die operative Tätigkeit eingestellt. Das Anlagevermögen sowie bestehende Arbeitsverträge wurden auf die Monier Redland Ltd., Crawley, ebenfalls Teil der Braas-Monier Gruppe, übertragen.

Während früher die Monier Technical Centre Ltd. analog zur BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) ihre Kosten der Monier Roofing GmbH direkt in Rechnung stellte, werden seit Januar 2015 die Aufwendungen (Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen) der britischen Aktivitäten des Geschäftsbereichs Technical Centre Services der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) in Rechnung gestellt. Die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) verrechnet dann die gesamten Kosten des Bereichs Technical Centre Services an die Monier Roofing GmbH weiter.

Die neue Struktur der Weiterverrechnung basiert auf dem zwischen der Gesellschaft und der Monier Redland Ltd. geschlossenen "Service Agreement", welches am 1. Januar 2015 in Kraft trat. Das bestehende "Funding Agreement" zwischen der Gesellschafterin Monier Roofing GmbH und der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) blieb unverändert.

Die neue Verrechnungssystematik führte zu einer Änderung der Umsatz- und Kostenentwicklung der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH). Da diese bereits seit 1. Januar 2015 implementiert ist, sind die Zahlen des Geschäftsjahres 2017 vollständig mit dem Vorjahr vergleichbar.

Sämtliche administrativen Bereiche der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) werden im Shared Service Center durch die Braas GmbH, Oberursel, beziehungsweise die BMI Group Services GmbH, Oberursel (vormals: Braas Monier Building Group Services GmbH, Oberursel) abgedeckt.

Neben dem Sitz in Oberursel unterhält die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) einen Standort in Heusenstamm, an dem unter anderem die F&E-Tätigkeiten und der Windtunnel angesiedelt sind und an dem die Herstellung von Aluminiumprodukten erfolgt. Das seit April 2012 bestehende Konsignationslager in Zevenaar, Niederlande, wurde im ersten Quartal 2015 aufgelöst.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Gesellschaft durch die Geschäftsführer Josef Fink (bis 16. März 2018) und Dr. Christian Pohl vertreten. Mit Wirkung zum 16. März 2018 wurde Herr Robert Schoklitsch zum Geschäftsführer bestellt.

Ergebnisabführungsvertrag

Die Gesellschaft hat am 7. Dezember 2011 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Monier Roofing GmbH, Oberursel, abgeschlossen, welcher rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 gilt.

Zudem wurde am 13. November 2014 mit Wirkung zum 12. Dezember 2014 durch Eintragung im Handelsregister ein Beherrschungsvertrag mit der Monier Roofing GmbH als herrschendem Unternehmen abgeschlossen.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Geschäfts- und Marktentwicklung, Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Geschäftsführung der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) ging bezogen auf den Geschäftsbereich Aluminium-Gießerei 2017 von einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung aus, die von einer ebenso gearteten Entwicklung in den relevanten Märkten -insbesondere Deutschland - getragen werden sollte. Bezüglich der Erlösentwicklung wurde bei den Pallets mit einer zweistelligen Prozentsteigerung gerechnet.

Diese Erwartung hat sich im Geschäftsjahr erfüllt bzw. wurde in Teilbereichen sogar übertroffen. Die Absatzvolumen in den Produktlinien Zubehör (+5%) und Pallets (+8%) übertraf die Erwartungen gegenüber dem Budget. Verbunden mit gestiegenen Durchschnittserlösen (Pallets +14%, Zubehör +2%) stieg der Umsatz der Gießerei insgesamt um 4% gegenüber dem Budget. Die Erlössteigerung in der Produktlinie Pallets lässt sich damit begründen, daß im Vorjahr nach Ausfall von Aufträgen asiatischer Schwestergesellschaften aufgrund der lokalen Marktsituation Aufträge kurzfristig akquiriert wurden, um die geplante Auslastung zu sichern und eine bessere Fixkostendeckung zu erreichen. In der Produktlinie Formen wurde die Umsatzerwartung exakt ebenfalls um +5% gegenüber dem Budget übertroffen.

Hinsichtlich des Geschäftsbereiches Technical Centre Services wurden für 2017 höhere Kosten als 2016 erwartet, mit den Personalkosten als Treiber. Tatsächlich waren die Personalkosten mit +15% deutlich höher als im Vorjahr, allerdings auch ca. TEUR 275 niedriger als zu Beginn des Jahres eingeschätzt: die durchschnittliche Mitarbeiter-Anzahl war niedriger als geplant, da die vakanten Stellen später als erwartet oder gar nicht besetzt werden konnten. Die Sachkosten wiederum waren etwas höher als erwartet, vor allem bedingt durch zugekaufte Ingenieursdienstleistungen.

Durch die bessere Umsatzentwicklung 2017 bei gleichzeitiger niedrigerer relativen Steigerung der Kosten entwickelte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuer mit TEUR 1.297 deutlich über dem Vorjahr (TEUR 782). Entgegen der Erwartung der Geschäftsleitung hat die Gesellschaft dennoch im Gegensatz zum Vorjahr einen Jahresfehlbetrag erwirtschaftet, der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 263 (i. Vj. Jahresüberschuss von TEUR 467) und liegt damit deutlich unter dem prognostizierten Ergebnis. Die Verschlechterung um TEUR 730 resultiert aus höheren Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen, die aufgrund veränderter Zinssätze um TEUR 1.214 anstiegen.

Am für den Geschäftsbereich Aluminium-Gießerei besonders wichtigen deutschen Markt für Dachmaterial hält der Abschwung trotz anhaltend guter Baukonjunktur an. Im Jahr 2017 schrumpft die Nachfrage um rund 2,5% gegenüber Vorjahr. Damit verliert die Warengruppe seit 2012 mehr als zwölf Prozent an Volumen. Für die Kontraktion verantwortlich ist einmal mehr das extrem schwache Sanierungsgeschäft, doch auch der Neubau entwickelt sich mengenmäßig vergleichsweise schwach. Grund dafür ist aber nicht nur die vermehrte Errichtung von Flachdächern, sondern generell gravierende Änderungen in den Dachformen, infolge des Trends zu kubischen Baukörpern. Dadurch werden statt Sattel- oder Walmdächer immer öfter einfache Pultdächer errichtet, wodurch die zu bedeckende Dachfläche substanziell schrumpft. Nicht zuletzt durch die schwache Nachfrage stehen auch die Preise erheblich unter Druck.

Laut des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wird für Deutschland ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für 2018 von 2,5% prognostiziert. 1 Die Konsumausgaben steigen aufgrund der hohen Einkommenszuwächse weiter an. Die günstigen Finanzierungsbedingungen fördern weiterhin den Bau-Boom. Durch den Aufschwung der Weltwirtschaft werden die Exporte stimuliert. Zudem steigen die Unternehmensinvestitionen aufgrund der hohen Kapazitätsauslastungen und der hervorragenden Geschäftsaussichten, das wiederum zu einem weiteren Standbein des Wachstums werden.

Die Umsatzentwicklung des Geschäftsbereichs Technical Centre Services ist Markteinflüssen nur wenig unterworfen, da der Geschäftsbereich die gruppenweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammenfasst und als Know-How-Zentrum der Braas-Monier-Gruppe für die Bereiche F&E, Produktionsprozesse, Qualität und Materialkunde dient.

1 Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, Deutsche Konjunktur im Winter 2017

Umsatzsituation

Der Geschäftsbereich Aluminium-Gießerei verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung von 27 % auf TEUR 8.831 (i. Vj. TEUR 6.978). Ein Umsatzwachstum war erwartet worden, getrieben durch den prognostizierten höheren Absatz in den wichtigsten Produktbereichen, das Ausmaß übertraf allerdings die Erwartungen. Erfreulicherweise konnten in den Hauptproduktgruppen Pallets und Zubehör sowohl Menge als auch Erlös gesteigert werden. Auch im Bereich Formen konnte mehr umgesetzt werden.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Technical Centre Services betrugen 2017 TEUR 12.066 (i. Vj. TEUR 11.762). Diese resultieren vor allem aus Weiterbelastungen von Forschungs- und Entwicklungskosten an das Mutterunternehmen Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus) von TEUR 11.448 (i. Vj. TEUR 10.996). Die Weiterbelastungen von Forschungs- und Entwicklungskosten korrespondieren mit den aufgewendeten Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres 2017. Dies beruht auf einem "Funding Agreement", welches am 3. Mai 2002 mit Wirkung zum 1. Januar 2002 mit der alleinigen Gesellschafterin Monier Roofing GmbH abgeschlossen worden war. Dieses besagt, dass sämtliche Aufwendungen im Bereich Technical Centre Services durch die Monier Roofing GmbH zu tragen sind.

Die höheren Kosten gegenüber dem Vorjahr, die der Bereich Technical Centre Services ausweist, schlägt sich auch in der Weiterbelastung an die Mutter Monier Roofing GmbH nieder.

Investitionen

Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2017 betrug insgesamt TEUR 1.231. Davon entfielen auf den Geschäftsbereich Aluminium-Gießerei TEUR 717 und auf den Geschäftsbereich Technical Centre Services TEUR 514. Im Bereich Technical Centre Services wurde insbesondere in Labor- und Testgeräte sowie IT investiert, während in der Aluminium-Gießerei die Beschaffung einer neuen Druckgußmaschine die wesentliche Investition war.

Personalsituation

Per Ende Dezember 2017 betrug die Anzahl der Beschäftigten (Aktive inklusive Auszubildende) 77 (i. Vj. 72). Der Einsatz von Leiharbeitern wurde im 4. Quartal 2017 durch die Erweiterung um eine Schicht im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.826 auf TEUR 26.488 gestiegen.

Während das Anlagevermögen (TEUR +532) und das Vorratsvermögen (TEUR -189) im Vergleich geringere Veränderungen aufweisen, verzeichnen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR +1.484) im Vergleich zum Vorjahr einen starken Zuwachs. Die Entwicklung der Passiva ist im Wesentlichen durch eine Erhöhung der Pensionsrückstellungen (TEUR +1.383) gekennzeichnet.

Das Sachanlagevermögen stieg investitionsbedingt um TEUR 507, die immateriellen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (TEUR +25). Gleiches gilt für Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die im Geschäftsjahr 2017 um TEUR 29 gesunken sind. Die unfertigen Erzeugnisse gingen um TEUR 467 zurück, während der Bestand an Fertigerzeugnissen und Handelswaren um TEUR 307 anstieg.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 1.484 auf TEUR 21.578 angewachsen. Dies resultiert insbesondere aus höheren Forderungen gegenüber den konzerninternen Cash Pools und der Forderung aufgrund des Verlustausgleiches.

Das Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 6.096. Durch die höhere Bilanzsumme aufgrund gestiegener Pensionsrückstellungen verschlechtert sich die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2017 auf 23,0 % nach 24,7 % im Vorjahr.

Die Rückstellungen sind durch einen Anstieg um TEUR 1.450 gekennzeichnet. Die Rückstellungen für Pensionen stiegen um TEUR 1.383, die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 67 auf TEUR 1.272 erhöht. Wesentliche Bestandteile der sonstigen Rückstellungen sind Prämien-(TEUR 616; i. Vj. TEUR 601), Jubiläums- (TEUR 181; i. Vj. TEUR 191), Urlaubs- (TEUR 161; i. Vj. TEUR 127) sowie Garantierückstellungen (TEUR 92; i. Vj. TEUR 78).

Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 376 gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen um TEUR 24 höher, auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen (TEUR +224) und die sonstige Verbindlichkeiten (TEUR +128) haben zugenommen.

Finanzlage

Die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) nimmt auf Weisung der Gesellschafterin Monier Roofing GmbH am Cash Pooling der Braas Monier Icopal-Gesellschaften teil.

Ein Cash Pool wird bei der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, auf der Grundlage eines Vertrags vom 5. Juli 2007 betrieben. Der Commerzbank-Cash Pool wird von der BMI Group Holding S.à r.L, Luxemburg (vormals: Monier Finance S.à r.L, Luxemburg) geführt. Diese hat die Funktion einer Inhouse Bank übernommen. Eine aktualisierte Version des Vertrags mit der BMI Group Holding S.à r.L, Luxemburg, wurde am 30. Januar 2017 unterzeichnet.

Eine schriftliche Cash Pool-Vereinbarung zwischen der BMI Group Services GmbH und der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) sowie zwischen der Monier Roofing GmbH und der Monier Technical Centre GmbH ist zum 1. April 2009 getroffen worden.

Fällige Verpflichtungen wurden im Geschäftsjahr 2017 stets fristgerecht beglichen.

Ertragslage

Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme beträgt TEUR 263 und liegt damit trotz höherer Umsatzerlöse und besserem operativen Ergebnis deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres (Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von TEUR 467). Das Ergebnis exklusive Zinsen und Steuer weist eine stark positive Entwicklung aus. Die Verschlechterung des Gesamtergebnisses wird getrieben durch einen deutlichen Anstieg der Zinsaufwendungen für Pensionen, bedingt durch die Anpassung des Zinssatzes. Die sonstigen Steuern liegen auf Vorjahresniveau.

Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 um TEUR 2.158 ist insbesondere auf die folgenden wesentlichen Effekte zurückzuführen:

Die Umsatzerlöse im Bereich der Eigenerzeugnisse konnten gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.469 erhöht werden. Diese Entwicklung ist insbesondere auf gestiegene Durchschnittserlöse sowie einem Mengenzuwachs von 11% bei Pallets und 13% (jeweils ggü. Vorjahr) bei Dachzubehörteilen zurückzuführen. Zudem wurde im Geschäftsjahr bei Handelswaren eine Zunahme von TEUR 285 verzeichnet, was insbesondere auf zusätzliche Verkäufe von Formen zurückzuführen ist.

Darüber hinaus stiegen die Umsätze aus Weiterbelastungen um TEUR 362. Diese Steigerung ist im Wesentlichen auf das erhöhte Funding (TEUR 452) durch die Gesellschafterin zurückzuführen. Die sonstigen Umsätze liegen TEUR 42 über dem Vorjahresniveau.

Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zur Vorperiode um TEUR 783 auf TEUR 8.061 erhöht. Diese Zunahme resultiert im Wesentlichen aus gestiegener Geschäftsaktivität sowie Effekten aus der Umbewertung des Bestands.

Die Personalaufwendungen sind um TEUR 536 angestiegen. Löhne und Gehälter sind um TEUR 371 angestiegen, die Zunahme spiegelt dabei sowohl Erhöhungen von Löhnen- und Gehältern als auch eine höhere Anzahl an Mitarbeitern wider. Die Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung haben sich analog um TEUR 165 erhöht.

Die Abschreibungen sind um TEUR 73 im Vergleich zum Vorjahr niedriger, da Anfang des Jahres eine große Anlage vollständig abgeschrieben war.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weisen gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um TEUR 129 auf TEUR 4.423 auf. Ursächlich hierfür ist vor allem die erstmalige Buchung einer Management-Umlage der Konzernholding der BMI-Gruppe in London, Großbritannien.

Die außerordentlichen Aufwendungen bzgl. Mindestzuführung von 1/15 des nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB den Pensionsrückstellungen zuzuführenden Betrags von TEUR 178 sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Das Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.244 verschlechtert. Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf höheren Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Dotierung der Pensionsrückstellungen. Die Aufwendungen hierfür stiegen um TEUR 1.214 im Vergleich zum Vorjahr.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 1.883. Der Cash Flow wurde mittels vereinfachter Betrachtung als Veränderung von Jahresergebnis vor Steuern, Abschreibungen sowie der Rückstellungen ermittelt.

Zusammenfassende Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das operative Ergebnis hat sich durch Umsatzsteigerung bei einem gleichzeitigen vergleichsweise moderaten Kostenanstieg positiv entwickelt. Durch den Anstieg der Pensionszinsaufwendungen hat sich das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung im Jahr 2017 enttäuschend entwickelt.

Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich weiterhin sehr solide dar.

4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Chancen

Aufgrund des Geschäftsmodells als konzerninterner Dienstleister, dessen Aufwendungen in erheblichem Maße durch beauftragende Konzerngesellschaften übernommen werden, sind die Möglichkeiten einer eigenständigen Entwicklung begrenzt.

Aufgrund der prognostizierten Entwicklungen der Schwestergesellschaften geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die Absatzmengen im Bereich Pallets steigen werden, wohingegen der Absatz an Zubehörteilen im Vergleich zu 2017 zurückgehen wird. Allerdings rechnet die Geschäftsleitung mit einem Rückgang des durchschnittlichen Verkaufspreises im Bereich Pallets bedingt durch einen veränderten Produktmix. Die Aufwandsstruktur in der Gießerei ist an das gegenwärtige Mengenniveau angepasst, zudem können Arbeitszeiten in der Produktion recht flexibel nach Auftragslage ausgerichtet werden. Aufgrund der positiven Absatzprognose im Bereich Pallets wurden im ersten Quartal 2018 drei neue Mitarbeiter in der Produktion eingestellt, der Aufwand an Leiharbeitnehmer soll entsprechend zurückgefahren werden.

Höhere Mengen bieten daher gute Chancen, sich aufgrund der Kostendegression positiv auf das Geschäftsergebnis des Aluminium-Gießerei-Bereichs auszuwirken, da sie unmittelbar lediglich auf die Rohstoff- und Energiekosten einen Effekt haben. Bei zusätzlichen Mengen werden so bessere Margen erzielt. Zudem besteht die Chance, dass aufgrund von Einkaufsvorteilen im Bereich der Rohstoffe die Ertragssituation zusätzlich verbessert werden kann.

Risiken und Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement zielt auf systematische Identifikation, Steuerung, Bewertung und Kontrolle von Risiken ab. Wesentliche Risiken der Gesellschaft werden vor allem im Rahmen des Budgetierungsprozesses, der mehrmals jährlichen Überarbeitung des Budgets (Vorschau) sowie der monatlichen Ergebnisanalyse erkannt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft als Teil der BMI Group in deren international übergreifende Kontrollmechanismus eingebunden.

Geschäfts- und operationale Risiken

Die Geschäftsergebnisse hängen von der Entwicklung des Baugewerbes ab, welche wiederum von der allgemeinen konjunkturellen Lage beeinflusst wird. Darüber hinaus bestehen Risiken durch Änderungen in Politik und Gesetzgebung. Die weitere Entwicklung in Deutschland und auf den Exportmärkten lässt sich so nur schwer abschätzen. Dem Umsatzrisiko wird durch ein striktes Kostenmanagement Rechnung getragen.

Die Dynamik auf den Weltrohstoffmärkten (insbesondere Aluminium und Gas) könnte Einfluss auf die Materialkosten und auf die Absätze haben. Diesen Risiken wird durch Einschaltung alternativer Lieferanten, restriktiver Kostenfreigaben sowie Monitoring der Marktentwicklung und dessen Folgen Rechnung getragen.

Gewährleistungsrisiken für Pallets werden durch eine entsprechende Rückstellung abgedeckt. Die Rückstellung wurde auf Basis bisher vorliegender Informationen berechnet. Die Garantieaufwendungen für Zubehör waren in den vergangenen Jahren gering, so dass eine Rückstellung für Gewährleistung nicht angemessen erscheint.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken ergeben sich im Zusammenhang mit der konzerninternen Finanzierungspolitik über die Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus), die BMI Group Services GmbH, Oberursel, sowie über die BMI Group Holding S.à r.l., Luxemburg, in der die Monier Finance S.à r.l., Luxemburg, aufgegangen ist. Durch die Einbindung in das Cash Pooling der Monier Roofing GmbH, der BMI Group Services GmbH sowie der BMI Group Holding S.à r.l. ist die Gesellschaft auch indirekt von der finanziellen Ausstattung dieser Gesellschaften durch deren Gesellschafter abhängig. Die Finanzierung der vorgenannten Gesellschaften erfolgt hauptsächlich über Bankkredite, wodurch auch für eine ausreichende Liquidität der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) gesorgt ist.

Um obigen Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken, hat die Geschäftsführung folgende Maßnahmen implementiert:

Abschluss von Cash Pool-Verträgen mit einer Reihe von Rechten für die Gesellschaft:

Recht auf volle oder teilweise Rückzahlung der Cash Pool-Forderungen

Verstöße gegen Kapitalerhaltungsvorschriften können nicht durchgesetzt werden

Einrichtung eines Frühwarnsystems seitens der Obergesellschaften

Ordentliches und außerordentliches Kündigungsrecht

Recht auf Einrichtung und Dotierung eines unabhängigen Bankkontos

Berechnung und Planung einer eisernen Reserve, um Zahlungsstockungen zu vermeiden (eine Dotierung kann kurzfristig über ein unabhängiges Bankkonto erfolgen):-

Planung des Eigenkapitals unter Berücksichtigung von Krisensituationen

Eigenständige zwölfmonatige Liquiditätsplanung

Die Gesellschaft ist Teil der BMI-Gruppe (vormals: Braas Monier Gruppe) mit der BMI Group S.à.r.l., Luxemburg, als oberster Konzerngesellschaft, über die sie sich auch finanziert. Nach der Übernahme seitens Standard Industries Inc. im April 2017 wurde die bestehende Konzernfinanzierung mit den Banken gekündigt. Stattdessen wurde seitens des Aktionärs ein Darlehensrahmen in Höhe von EUR 200.000.000 und einer Laufzeit von 4 Jahre eingeräumt.

Wegen der "Change of Control"-Klausel wurde die Gruppe gezwungen, ein Rücknahmeangebot an die Inhaber der festverzinslichen Anleihe in Höhe von TEUR 435.000 (Emittent Braas Monier Bulding Group Bond Finance S.C.A., Luxemburg) zu richten. Ein Inhaber hat sich entschieden seine Anteile in Hohe von EUR 750.000 anzudienen.

Die Anleihe valutiert dementsprechend zum 31. Dezember 2017 mit einem Nennwert von TEUR 434.250. Das Aktionärsdarlehen in Höhe von TEUR 200.000 wurde zum 31. Dezember 2017 in Höhe von TEUR 90.000 in Anspruch genommen.

Im Rahmen der Ablösung der seit 2014 bestehenden Konzernfinanzierung ist die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) mit ihren Forderungen gegenüber anderen Konzerngesellschaften aus dem Nachrang entlassen worden.

Diese strukturellen Rahmenbedingungen gewährleisten die laufende Liquidität der Gruppe. Dennoch muss die Gruppe gewisse vertraglich festgelegte Kennzahlen erfüllen, die in den Anleihebedingungen festgelegt sind.

Verfehlungen dieser Kennzahlen könnten gewisse negative Folgewirkungen haben, die im schlimmsten Falle für die konzerninterne Finanzierung sowie die Inanspruchnahme von Kreditsicherheiten für die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen. Die Einhaltung der Financial Covenants wird daher auf Konzernebene sehr genau überwacht. Die von der Konzernleitung aufgestellte Unternehmensplanung zeigt, dass die Financial Covenants im Prognosezeitraum eingehalten werden. Aufgrund der wirtschaftlichen und finanziellen Verflechtungen der Gesellschaft mit anderen Konzernunternehmen der Braas MonierGruppe könnte der Fortbestand der Gesellschaft bedroht sein, wenn die der Konzernunternehmensplanung zugrunde liegenden Annahmen nicht erreicht werden.

Standard Industries hat Braas Monier im September 2016 ein Übernahmeangebot unterbreitet. Im Dezember 2016 hat das Board der Braas Monier Building Group dem Vorschlag zugestimmt. Nachdem auch die EU-Wettbewerbskommission die Übernahme von Braas Monier durch Standard Industries genehmigt hatte, gab der US-Konzern am 3. April bekannt, dass man das Übernahmeangebot auch vollziehen werde. Der neue Name für das europäische Geschäft des Dachbaustoffkonzerns, zu dem auch das Flachdachgeschäft von Icopal gehört, lautet "BMI Group".

Zum 3. April 2017 hatte sich Standard Industries 94,5% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Braas Monier Building Group S.A. (heute BMI Group S.A.) gesichert. Im Rahmen des Kontrollwechsels hatten die kreditgebenden Banken das Recht, ihre Kredite sofort fällig zu stellen, alle beteiligten Banken haben auf dieses Recht verzichtet. Den Inhabern von Anteilen der Anleihe wurde ein Abfindungsangebot unterbreitet, allerdings wurde dieses Angebot lediglich von einem Inhaber angenommen. Darüber hinaus hatte Standard Industries zugesichert, im Falle der Annahme des Abfindungsangebots durch einzelne Anleihebesitzer die Finanzierung der Gruppe zu sichern.

Standard Industries führt die beiden früheren Unternehmensgruppen Braas Monier Building Group (mit der obersten Konzerngesellschaft BMI Group S.à r.l., vormals: Braas Monier Building Group S.A.) und Icopal Group (mit der obersten Konzerngesellschaft Icopal Holding ApS) zur BMI-Group zusammen (oberste Konzerngesellschaft BMI Group Holdings UK Limited).

Aufgrund der momentanen positiven Ertrags- und Kapitalflusssituation der Gruppe sieht das Management der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) jedoch kein Liquiditätsrisiko.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Die im Rahmen des deutschen Organkreises abgeschlossenen Ergebnisabführungs- und Cash PoolVerträge führen zu einem Risiko aus Zahlungsstromschwankungen, da nicht sicher prognostiziert werden kann, in welcher Höhe und in welche Richtung die Zahlungsströme aus den obigen Verträgen fließen werden.

Management der dargestellten Risiken

Folgende Maßnahmen werden ergriffen, um die oben dargestellten Geschäfts- und operationale Risiken, Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen und allgemeine Risiken frühzeitig zu erkennen bzw. ausschalten zu können:

Es werden detaillierte Pläne (Budgets, Forecasts) erstellt, die auf monatlicher Basis mit den Ist-Werten verglichen und kommentiert werden.

Die Liquiditätsversorgung der Gesellschaft findet im Rahmen des Cash Poolings durch die Monier Roofing GmbH, die BMI Group Services GmbH und die Monier Finance S.à r.l statt. Aufgrund der abgeschlossenen Cash Pool-Verträge zwischen der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) und den drei Holdinggesellschaften ist geregelt, dass seitens der Monier Roofing GmbH, der BMI Group Services GmbH und der Monier Finance S.à r.l. adäquate Frühwarnsysteme eingerichtet werden, aufgrund derer wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten rechtzeitig erkannt werden und entsprechende Gegenmaßnahmen frühzeitig eingeleitet werden können. Darüber hinaus beinhalten die Verträge ordentliche und außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten.

Ein internes Kontrollsystem ist bei der Gruppe für die Einhaltung der Kreditvereinbarungen eingerichtet.

Gesamtaussage

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Weitere Sachverhalte bzw. Umstände, aus denen sich bestandsgefährdende Risiken ergeben könnten, sind der Geschäftsführung nicht bekannt. Insgesamt bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft.

5. Ausblick

Für den Geschäftsbereich Aluminium-Gießerei geht die Geschäftsführung der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) hinsichtlich der Marktentwicklung für das Geschäftsjahr 2018 in den relevanten Märkten - insbesondere Deutschland - insgesamt von einer stabilen Entwicklung aus. Im Bereich Pallets wird eine höhere Absatzmenge als 2017 erwartet. Durch mixbedingte niedrigere Durchschnittserlöse wird die Umsatzentwicklung abgemildert, wird aber insgesamt im niedrigen zweistelligen Bereich eingeschätzt. Die Mengenentwicklung im Bereich Zubehör wird bei konstanten Erlösen negativ eingeschätzt. Auch das Geschäft mit Formen wird weniger stark erwartet als 2017. Insgesamt wird von einem Umsatzrückgang in der Gießerei von 1% ausgegangen.

Dennoch ist nicht von einer substantiellen Änderung der Absatzsituation der Gießerei auszugehen. Die mittelfristige Mengenentwicklung für Zubehör wird konstant auf dem Niveau von 2017 eingeschätzt, im Bereich Pallets ist der mittelfristige Ausblick positiv.

Aufgrund der Entwicklung der Umsatzstruktur der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) in den letzten Jahren zulasten des produzierenden Gewerbes geht die Geschäftsleitung davon aus, dass weiterhin nicht Steuerentlastungen nach § 9b Stromsteuergesetz (StromStG) und §§ 51 und 54 Energiesteuergesetz (EnergieStG) realisiert werden können.

Die Zusammenführung der beiden früheren Unternehmensgruppen Braas Monier Building Group und Icopal Group wirkt sich auch auf die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) in den folgenden organisatorischen Änderungen aus:

Die Geschäftsbereiche Technical Centre Services der Braas Monier Building Group und Group R&D der Icopal Group werden zur Funktion BMI Technical Center zusammengeführt; einer der Geschäftsführer der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) bekommt als Direktor BMI Technical Center die Verantwortung für diese Funktion übertragen

Die Bereiche Concrete und Clay der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) konzentrieren sich wie bisher auf Steildachaktiväten, während die Icopal-Standorte vornehmlich flachdachspezifische Projekte und Themen bearbeiten

Der Bereich Common Mission deckt zukünftig übergreifend sowohl Steildach- und Flachdachaktivitäten ab, der Aufgabenbereich wird erweitert

Die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) wird zukünftig aus drei Geschäftsbereichen bestehen, die bestehenden Bereiche Gießerei und BMI Technical Center (vormalig Technical Centre Services) werden ergänzt um den Bereich Production Support

Eine Abteilung von Technical Centre Service wird in den Bereich Production Support organisatorisch umgegliedert, andere Abteilungen wie Group Quality, Factory Excellence, Engineering Flat sowie Manufacturing Controls werden aufgebaut

Der Bereich Production Support deckt übergreifend sowohl Steildach- als auch Flachdachaktivitäten ab. Einer der Geschäftsführer der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) bekommt als Direktor Group Production Support die Verantwortung für diese Funktion übertragen

Aufgrund dieser Erweiterungen und Aufstockungen werden für 2018 höhere Kosten als 2017 erwartet.

Aufgrund des bestehenden Funding Agreements mit der Monier Roofing GmbH werden diese Kostenerhöhungen in den Bereichen BMI Technical Center und Production Support jedoch zu einer entsprechenden Erhöhung der Umsätze im gleichen Umfang führen, sodass sich daraus keine Ergebnisveränderung für die BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) ergeben wird. Somit bleibt auch zukünftig das operative Ergebnis der Bereiche Technical Center und Production Support ausgeglichen.

Aufgrund des leicht zurückgehenden Umsatzes bei gleichzeitigen Inflationseffekten im Aufwand geht die Geschäftsführung der BMI Technical Services GmbH (vormals: Monier Technical Centre GmbH) für 2018 daher von einem leicht niedrigeren Ergebnis vor Zinsen und Steuer aus. Allerdings wird erwartet, dass der Aufwand für Pensionszinsen deutlich geringer sein wird als 2017, so dass im Gegensatz zu 2017 für das kommende Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung erwartet wird.

 

Oberursel, den 7. August 2018

Dr. Christian Pohl

Robert Schoklitsch

Gesellschafterbeschluss der BMI Technical Services GmbH Oberursel

Die Monier Roofing GmbH mit Sitz in Oberursel, eingetragen im Handelsregisterdes Amtsgerichts Bad Homburg unter HRB 3300, ist die alleinige Gesellschafterin derBMI Technical Services GmbH mit Sitz in Oberursel, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg unter HRB 5830 (die "Gesellschaft").

Unter Verzicht auf sämtliche Form- und Fristerfordernisse hinsichtlich der Einberufung und Abhaltung von Gesellschafterversammlungen der Gesellschaft sowie der Fassungvon Gesellschafterbeschlüssen fasst die Monier Roofing GmbH folgende Beschlüsse:

1. Der Jahresabschluß 2017 der BMI Technical Services GmbH einschließlich Anhang wird genehmigt und ist damit festgestellt.

2. Der Jahresfehlbetrag wird mit 262.534,49 EUR festgestellt. Dieser wird gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag vom 07. Dezember 2011 durch die Monier Roofing GmbH ausgeglichen.

3. Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2017 Entlastung erteilt.

4.Zum Abschlussprüfer für das laufende Geschäftsjahr wird die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestellt.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

 

Oberursel, den 14.09.2018

Monier Roofing GmbH

Georg Harrasser

Johannes Schmidt-Schultes

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

13 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.