NOXXON Pharma N.V. Niederlassung Deutschland
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Laura Elizabeth Walsh seit 13.11.2025 | Geschäftsführer |
Sylvia Wilczek seit 21.5.2025 | Prokura |
Nicolas Grumbach seit 23.12.2024 | Geschäftsführer |
Stephane Bittoun seit 13.8.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Horoscope.com, Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ingenio Europe GmbH (vormals: Astro Holdings GmbH)BerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Ingenio Europe GmbH, BerlinAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Ingenio Europe GmbH, BerlinAllgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wird gemäß §§ 290 ff. Handelsgesetzbuch (nachfolgend: "HGB") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Ein Vorjahresvergleich ist nicht gegeben, da die Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt 01. Mai 2022 erfolgte. Diese sind entsprechend lediglich mit einem Rumpfgeschäftsjahr von acht Monaten im Konzernabschluss berücksichtigt. Für weitere Informationen ist auf den Konzernlagebericht zu verweisen. Registerinformationen Die Ingenio Europe GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 235401 B eingetragen. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden alle Gesellschaften einbezogen, auf welche die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt. Der Kreis der einbezogenen Gesellschaften ergibt sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Der Konzernabschluss umfasst die Ingenio Europe GmbH, Berlin, sowie drei inländische und fünf ausländische Tochtergesellschaften. Die Tochtergesellschaften werden im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Ingenio Europe GmbH, Berlin, hat am 02. Mai 2022 die adviqo Management und Verwaltungs GmbH, Berlin, und die adviqo Management und Verwaltung International GmbH, Berlin, erworben. Die Tochterunternehmen dieser Einheiten sind die MRVL Management GmbH, Berlin, die Cinderella Management GmbH, Berlin, die adviqo GmbH, Berlin, die viversum GmbH, Nürnberg, die adviqo UK Limited, Norwich, Großbritannien, die Horoscope Friends Limited, Norwich, Großbritannien, die Ashelka GmbH, Hamburg, die adviqo Technology Corp., Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, die adviqo Services LLC, Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, die adviqo France SAS, Paris, Frankreich, und die Kang SAS, Paris, Frankreich. Zur Finanzierung der Unternehmenskäufe erfolgte eine Einzahlung in die Kapitalrücklage sowie die Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens. Gemäß Vertrag vom 05. Mai 2022, eingetragen im Handelsregister am 13. Mai 2022, wurden die adviqo Management und Verwaltungs GmbH, Berlin, die adviqo Management und Verwaltung International GmbH, Berlin, die MRVL Management GmbH, Berlin, und die Cinderella Management GmbH, Berlin, auf die Ingenio Europe GmbH, Berlin, verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend zum 30. September 2021. Die Zurechnung der Vermögengegenstände und Schulden konnte jedoch erst zum 01. Januar 2022 erfolgen, da erst zu diesem Stichtag die Voraussetzungen für die Zuordnung vollumfänglich gegeben waren (vgl. IDW RS HFA 42 Tz. 28 ff.). Die adviqo Technology Corp., Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, wurde mit Wirkung zum 01. September 2022 mit ihrer Tochergesellschaft, der adviqo Services LLC, Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, verkauft. Am 19. September 2022 wurde das Tochterunternehmen Ingenio France SAS, Paris, Frankreich, gegründet. Die adviqo France SAS, Paris, Frankreich, und die Kang SAS, Paris, Frankreich, wurden am 27. September 2022 an die Ingenio France SAS, Paris, Frankreich, verkauft. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen T ochterunternehmen geworden ist. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen werden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet respektive angesetzt, wobei die Markenrechte der Handelsnamen und die Plattform als immaterielle Vermögensgegenstände in der Konzernbilanz als Vermögensgegenstände zusätzlich angesetzt wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen werden aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie anderen konzerninternen Erträgen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des HGB. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (zwei bis 15 Jahre; lineare Methode) vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände werden zeitanteilig vorgenommen. Außerordentliche Abschreibungen werden vorgenommen, sofern diese erforderlich sind. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Markennamen werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die Plattformen werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte, einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen, werden über einen Zeitraum von 15 Jahren linear abgeschrieben, da die voraussichtliche Kundenbindungsdauer 15 Jahre beträgt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerordentliche Abschreibungen werden vorgenommen, sofern diese erforderlich sind. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert angesetzt, Fremdwährungsguthaben wurden zum Stichtag mit dem entsprechenden Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit im nächsten Geschäftsjahr darstellen, wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem in Abhängigkeit von ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst.
* Abzinsungszinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB / 7-Jahresdurchschnitt der Deutschen Bundesbank (Dezember 2022) Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für Einnahmen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit im nächsten Geschäftsjahr darstellen, wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Hs. 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu den historischen Devisenkassamittelkursen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Der Geschäfts- und Firmenwert beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 84.004, der als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden planmäßige Abschreibungen von TEUR 4.597 vorgenommen, sowie außerplanmäßige von TEUR 616. Angaben zum Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz per 31. Dezember 2022 gliedert sich wie folgt:
Vorräte Die Vorräte zum Bilanzstichtag bestehen aus geleisteten Anzahlungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Ertragssteuern in Höhe von TEUR 747 und Kautionen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 206. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält hauptsächlich Zahlungen im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten TV-Reichweiten, Lizenzen und Versicherungsbeiträge, welche wirtschaftlich kommende Geschäftsjahre betreffen. Aktive Latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus handels- und steuerrechtlichen Bilanzunterschieden bei Rückstellungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 25 entspricht den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Konzerngewinnvortrag in Form von erworbenem Ergebnis in Höhe von TEUR 616. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Abfindungen aus Restrukturierungsmaßnahmen und Vertragsauflösungen (TEUR 2.550), Sondervergütungen und Bonusverpflichtungen (TEUR 526), Urlaubsansprüche (TEUR 338), Prozesskosten aus vor allem einem laufenden Gerichtsverfahren (TEUR 297), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 262), Nebenkosten aus dem Mietverhältnis (TEUR 190) und ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 1.554) gebildet. Verbindlichkeiten
Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Für ausländische Steuern kamen folgende Steuersätze zur Anwendung: 19 % bei der adviqo UK Limited, Norwich, Großbritannien, 25 % bei der adviqo France SAS, Paris, Frankreich, und 25 % bei der Kang SAS, Paris, Frankreich. Entwicklung der latenten Steuern Aufgrund der Entstehung des Konzerns und Erstkonsolidierung am 1. Mai 2022 erfolgt kein Vorjahresvergleich. Vom 1. Mai 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sind die passiven latenten Steuern um TEUR 1.313 gesunken und die aktiven latenten Steuern sind um TEUR 2 gestiegen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sämtliche Tochterunternehmen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzernabschlusses lediglich mit acht Monaten Ergebnis berücksichtigt, außer der adviqo Technology Corp., Wilmington / Delaware, USA, sowie der adviqo Services LLC, Wilmington / Delaware, USA. Sie sind im Geschäftsjahr nur mit vier Monaten in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingeflossen. Die unterjährige Entkonsolidierung erfolge zum 01. September 2022. Auf einen Vergleich zum Vorjahr der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wir aufgrund der Entstehung des Konzerns am 01. Mai 2022 verzichtet. Aufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 473 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 277), Erträge aus Inkassotätigkeit (TEUR 43), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 38), sowie periodenfremde Erträge (TEUR 96). Diese betreffen im Wesentlichen Erlöse aus den Kabelweiterleitungssende-Rechten und Korrekturbuchungen von Kulanzerlassen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 19.014 handelt es sich im Wesentlichen um Marketingaufwendungen (TEUR 8.745), Entkonsolidierungsverlusten (TEUR 2.773), Fremdleistungen und Honorare (TEUR 1.873), Patent-, Lizenz- und sonstige Gebühren (TEUR 1.254) und Miet- und Leasingkosten sowie Pachten (TEUR 796). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 189 periodenfremde Aufwendungen sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (TEUR 78). Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Im April 2022 hat die Gesellschaft zur Finanzierung des Erwerbs der adviqo Management und Verwaltungs GmbH und der adviqo Management und Verwaltung International GmbH vom Mutterunternehmen ein Gesellschafterdarlehen aufgenommen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern noch TEUR 68.780. Zur Finanzierung dieses Darlehens hat die Mutter ihr Senior-Darlehen aufgestockt. Als Kreditsicherheiten für die Aufstockung wurden Pfandrechte an den Bankkonten und Geschäftsanteilen der Gesellschaft und sämtlicher Tochtergesellschaften einem Sicherheitsargenten gestellt. Das Risiko einer tatsächlichen Inanspruchnahme der Pfandrechte für die Verbindlichkeiten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften als gering eingeschätzt. Es besteht eine Bürgschaft gegenüber einem weltweit agierenden Anbieter von Finanzdienstleistungen und eine Patronatserklärung gegenüber einem global aufgestellten Zahlungsunternehmen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft und der Patronatserklärung wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.319. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028. Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft im Berichtsjahr waren:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen betragen TEUR 1.317. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für:
Konzernverhältnisse Die Ingenio Europe GmbH, Berlin, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis der Gesellschaften. Dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt. Folgende Tochterunterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB teilweise in Anspruch:
Des Weiteren ist der Konzern der Ingenio Europe GmbH als Teilkonzern im Konzernabschluss der Ingenio, LLC, San Francisco/Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika, berücksichtigt. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.643 zusammen. Nachtragsbericht Der Anstellungsvertrag mit einem der Geschäftsführer der Muttergesellschaft, Herr Sven Loth wurde zum 31.01.2023 aufgelöst. Er ist zum 31.12.2022 aus der Geschäftsleitung ausgeschieden. Im Dezember 2022 wurde ein Restrukturierungsprogramm beschlossen und die Belegschaft wurde hierüber informiert. Bis Ende November 2023 haben aufgrund dessen 54 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Am 2. November 2023 ist Warren Heffelfinger aus der Geschäftsleitung der Ingenio Europe GmbH, Berlin, ausgeschieden. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 865 auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 8. Dezember 2023 Die Geschäftsführung Tom Tews Bryan Leppi Mike Ballard Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 12. Dezember 2023.
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022Ingenio Europe GmbH, Berlin
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Ingenio Europe GmbH, Berlin1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Ingenio Europe GmbH, Berlin, (Ingenio-Konzern) erwarb per 02.05.2022 die adviqo-Gruppe mit ihren verschiedenen Marken (Marken in Deutschland: "Questico"; "viversum", "AstroTV"; Marken international: "fortunica" (weltweit), "TheCircle" (in England), "Kang" (in Frankreich, Spanien und Italien), "CocoTarot", "Zodiac" und "Psiquicos" (in Nord- und Südamerika)). Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt (01.05.2022) waren die erworbenen Tochter- und Enkelunternehmen (adviqo GmbH, Berlin, viversum GmbH, Nürnberg, Ashelka GmbH, Hamburg, adviqo UK Limited, Norwich, Großbritannien, Horoscope Friends Limited, Norwich, Großbritannien, adviqo France SAS, Paris, Frankreich, Kang SAS, Paris, Frankreich, adviqo Technology Corp., Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, adviqo Services LLC, Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika) mit Ihren Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Aufdeckung der stillen Reserven, wobei die Markenrechte der Handelsnamen und die Plattform als immaterielle Vermögensgegenstände zusätzlich angesetzt wurden, erstmalig in den Konzern zu übernehmen. In der Erstkonsolidierung wurden derivative Geschäfts- und Firmenwerte aktiviert. Nicht konsolidiert wurden die erworbenen Einheiten adviqo Management und Verwaltungs GmbH, Berlin, adviqo Management und Verwaltung International GmbH, Berlin, MRVL Management GmbH, Berlin, und Cinderella Management GmbH, Berlin, da diese rückwirkend zum Stichtag 01.10.2021, 00:00 Uhr bzw. 08.10.2021, 00:00 Uhr (adviqo Management und International Verwaltung GmbH) auf ihre Mutterunternehmen verschmolzen wurden. Am 16.09.2022 wurde die Ingenio France SAS (Eintragung im französischen Handelsregister am 19.09.2022) als 100%ige Tochtergesellschaft der Ingenio Europe GmbH gegründet. Am 27.09.2022 erwarb diese Einheit die Geschäftsanteile an der adviqo France SARL, Paris, Frankreich, und der Kang SAS, Paris, Frankreich von der Ingenio Europe GmbH. Die Ingenio Europe GmbH, Berlin, veräußerte am 29.09.2022 die Geschäftsanteile an der adviqo Technology Corp., Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, und ihrer 100%igen Tochtergesellschaft, der adviqo Services LLC, Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, an ihre Muttergesellschaft, die Horoscope.com, Inc., Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, Inc. zum 01.09.2022. Bei der adviqo GmbH, Berlin, der Ashelka GmbH, Hamburg, der viversum GmbH, Nürnberg, der adviqo France SAS, Paris, Frankreich, der Kang SAS, Paris, Frankreich, der adviqo UK Limited, Norwich, Großbritannien, der Horoscope Friends Limited, Norwich, Großbritannien, adviqo Services LLC, Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, und adviqo Technology Corp., Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, erfolgte die Umstellung des Geschäftsjahres vom Stichtag 30.09. auf den Stichtag 31.12. Gegenstand der Ingenio Europe GmbH, Berlin, ist unter anderem die Erbringung von Verwaltungsdienstleistungen, einschließlich Geschäftsführungsdienstleistungen. Am 02.05.2022 scheidet Tarek Keßler als Geschäftsführer der Ingenio Europe GmbH aus. Ebenfalls als Geschäftsführer der Ingenio Europe GmbH scheidet Sven Loth am 31.12.2022 aus. Der Ingenio-Konzern bietet Dienstleistungen und Produkte mit Schwerpunkt in alternativer Lebensberatung an und bringt auf seinen Internet-Beratungsplattformen Ratsuchende und Berater zu Themengebieten in den Bereichen Astrologie und Esoterik sowie spiritueller Lebensberatung (Advice) per Telefon, E-Mail oder Chat zusammen. Dieses mitgliederbasierte Geschäft wird durch Beratungsgespräche via kostenpflichtiger Rufnummern ("Mehrwertdienste") ohne Registrierung (Marke: "Kosmica") ergänzt. Es wird außerdem eine Zeitschrift im Abonnement vertrieben, die sich mit Selbstfindung, Spiritualität und Wellness befasst (Marke: "Zukunftsblick"). Ebenfalls können die Advice-Dienstleistungen des Ingenio-Konzerns auf mobilen Endprodukten (z. B. Apps) in Anspruch genommen werden (Marken: "fortunica", "Questico", "viversum", "viversum.fr", "The Circle", "Kang", "Zodiac Touch", "Zodiac Live", "Psiquicos", "Red Psiquica"" und "CocoTarot"). Die Muttergesellschaft ist unter der Firma Ingenio Europe GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 235401 B eingetragen. Ein wesentlicher Bereich für die Verbreitung von Spiritualität, sind die vom Ingenio-Konzern produzierten Fernsehformate, die über den eigenen TV-Sender "AstroTV" ausgestrahlt werden. Während der Sendezeit wird den Kunden der Kontakt zu den Beratern per "Call-in" (Sendung: "Astro live") über Mehrwertdienst-Rufnummern ermöglicht. Weiterhin wird eine redaktionelle Show zu den Themen Lifestyle, Wellness und Spiritualität ausgestrahlt (Sendung: "Leichter Leben - Zeit für mich!"). Ebenfalls bietet der Ingenio-Konzern externen Beratern und Unternehmen die Möglichkeit, sich und ihr Unternehmen bzw. ihre Produkte in bestimmten Sendezeiten auf dem hauseigenen TV-Kanal und online im Web-Shop zu vermarkten. Weitere Geschäftsbereiche sind der Verkauf von Horoskopen, Content-Produktion und -Vertrieb sowie die Erzielung von Einnahmen aus der Bewerbung von Astrologie-Angeboten im Rahmen der Lieferung von Horoskopen. 1.2 Forschung und Entwicklung Die F&E-Tätigkeit der adviqo-Gruppe umfasst alle Kerntechnologien ihrer Plattformen sowie deren Integration. Dazu gehören im abgelaufenen Geschäftsjahr z. B. die Neu- und Weiterentwicklung der Kernplattformen für einige der Webseiten des Ingenio-Konzerns. Für die deutschen Marken "Questico", "viversum" und "Kosmica" wurde an einer vollständigen Neuentwicklung der Kernplattform und Apps sowie angeschlossener IT-Services (z. B. Payment-Service und Data-Platform) gearbeitet. Außerdem wurde in die Weiter- und Neuentwicklung von Apps, einer neuen Frontend-Technologie und der Telefonie-Plattformen investiert. Der Ingenio-Konzern konzipiert die Produkte, Services und Apps und nutzt interdisziplinäre Teams aus internen und externen Entwicklern für die Programmierung und Erstellung der Software. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche, technische und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Ingenio-Konzern ist mit seinen verschiedenen Marken im Markt der alternativen Lebensberatung tätig und vermittelt etablierte und erfahrene Experten und Berater an Ratsuchende über ihre Internet-Plattformen. Der Ingenio-Konzern hat mit der Gründung der Marke ("Questico") im Jahr 2000 und der Fokussierung auf das Thema Spiritualität im Jahr 2002 den Markt der Spiritualität in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) stark beeinflusst und geprägt. Insbesondere der Fernsehsender AstroTV hat stark zur Verbreitung der Produkte und Themen des Ingenio-Konzerns beigetragen. Mit dem allgemeinen Rückgang der Call-In-Formate ("AstroTV") in der TV-Landschaft und dem Rückgang der TV-Reichweiten für AstroTV in Sendefenstern anderer TV-Sender ist auch die Verbreitung von AstroTV über Kabel und Satellit in die Haushalte zurückgegangen. Die Verkaufszahlen für TV-Geräte sinken seit 2012 stetig, während die Absatzzahlen für Smartphones und Tablets zunehmen. Diese technischen Rahmenbedingungen verändern den Verbreitungsmarkt für die Internetplattform und auch für den Fernsehsender AstroTV stark. Die alternative Lebensberatung als Kerngeschäft des Ingenio-Konzerns mit seinem nationalen und internationalen Markenportfolio hat zum Stichtag 31. Dezember 2022 mit ca. 7,7 Millionen registrierten Nutzern eine Vorrangstellung innerhalb des deutschen und gesamteuropäischen Markts. Das Marktumfeld in diesem Segment im DACH-Gebiet ist durch eine Vielzahl weiterer kleiner Anbieter von Beratungsplattformen und Webseiten geprägt. Im übrigen Europa zeichnet sich insgesamt ein ähnliches Wettbewerbsbild ab, wobei die Marktanteile der ausländischen Tochtergesellschaften in ihren Märkten geringer sind. Das Interesse an spirituell relevanten Begriffen weist im deutschsprachigen und internationalen Markt in den letzten fünf Jahren eine positive Entwicklung auf, dies kann anhand von Sucheingaben in Internet-Suchmaschinen nachvollzogen werden. Grundsätzlich ist zu beobachten, dass Themen wie Spiritualität und Astrologie eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz erfahren. Spiritualität ist heute eng mit dem Begriff Wellness verknüpft. Zusammen bilden sie ein Konzept zum Wohlfühlen im Leben. Die Nutzung von mobilen Endgeräten und Apps zeigt weltweit ein starkes Wachstum. Im Jahr 2022 ist die Anzahl der globalen Smartphone Nutzer auf 6,7 Mrd. gestiegen. Das entspricht einem Wachstum zum Vorjahr von +4,6 % gegenüber 2021. 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 war beim Ingenio-Konzern insbesondere durch den Erwerb der Anteile an der adviqo-Gruppe und die Integration in den neuen US-Mutterkonzern geprägt. Die Erstkonsolidierung der erworbenen Tochterunternehmen erfolgte zum Zeitpunkt 01.05.2022. Aufgrund des Verkaufes der zwei US-Töchter, adviqo Services LLC, Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, und adviqo Technology Corp., Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, enthält die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung die Geschäftsvorfälle dieser beiden Einheiten von vier Monaten. Des Weiteren wurden neue konzernübergreifende Reporting-Strukturen eingeführt. Der Fokus im Geschäftsjahr 2022 lag insbesondere auf den Ausbau von mobilen Applikationen, der Modernisierung der IT-Infrastruktur und Frontendtechnologie sowie einer stärkeren Kundenbindung im Advice-Geschäft der DACH- und internationalen Marken. Gleichzeitig wurde das Wachstum, der in den vergangenen Jahren hinzuerworbenen Marken "Kang", "Zodiac Touch", "Zodiac Live", "Psiquicos", "Red Psiquica" und "Cocotarot" forciert. Um den Bereich E-Commerce zu steigern, wurde der Astro TV Online Shop weiter ausgebaut. Infolge der anhaltenden strategischen Ausrichtung, alle Advice-Dienstleistungen des Ingenio-Konzerns auf mobilen Endgeräten nutzen zu können, wurde in die IT-Infrastruktur von Apps investiert. Damit soll auch zukünftig der steigende Bedarf an alternativer Beratung bedient werden können. Des Weiteren wurde verstärkt in die Modernisierung der Webseiten investiert. Zur Reduzierung des Kunden-Churn wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in den Kernmarken Marketinginitiativen im Bereich der Kundengewinnung, der Kundenzufriedenheit sowie der Kundenrückgewinnung erfolgreich umgesetzt. Die Maßnahmen im Bereich der Kundenakquisition beinhalteten die Optimierung der Online-Marketing-Kampagnen, welche eine Effizienzsteigerung zur Folge hatten. Der Einsatz von Software, Tools und externen Agenturen hat dies signifikant unterstützt. Die Initiativen bei den Bestandskunden führten zu einer Stabilisierung des Umsatzes in den Kernsegmenten der Marken "Questico" und "Viversum" sowie zu einer deutlichen Steigerung des Kundenumsatzes "ARPU" (Average Revenue per User). Im Geschäftsjahr 2022 konnte darüber hinaus das Angebot an textuellen Advice-Dienstleistungen (Marken: "fortunica", "Kang", "Zodiac Touch", "Zodiac Live", "Psiquicos", "Red Psiquica") im internationalen Raum weiter gefestigt werden. Die Möglichkeit, Dienstleistungen in lokalen Sprachen und Währungen anbieten zu können führen zu Wachstumsraten im Bereich der digitalen Produkte. 2.3 Lage Eine Vergleichbarkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2022 mit dem Vorjahr ist aufgrund der Konzernneugründung nicht gegeben. 2.3.1 Ertragslage Die Ergebnislage des Ingenio-Konzerns ist im Geschäftsjahr durch einen Jahresfehlbetrag von TEUR 10.542 gekennzeichnet.
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2022 von TEUR 59.896 ergeben nach Abzug des Materialaufwandes von TEUR 27.566 einen Rohertrag von TEUR 32.330. Somit liegt die Rohertragsmarge bei 54,0 %. Die Umsatzerlöse lassen sich aufgliedern in Advice-Geschäft mit TEUR 51.846 (86,6 %), Apps mit TEUR 5.515 (9,2 %), Marketplace mit TEUR 1.308 (2,2 %) sowie E-Commerce und sonstige Umsatzerlöse mit TEUR 955 bzw. TEUR 272 (1,6 % bzw. 0,5 %). Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen die Aufwendungen für externe Berater in Höhe von TEUR 24.949. Der Personalaufwand lag bei TEUR 12.528 und betraf zu zahlende Gehälter und Sozialabgaben sowie Aufwände für die Bildung von Abfindungsrückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 473 und setzen sich größtenteils aus Erlösen aus Währungsumrechnung, aus periodenfremden Erträgen, Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen, sowie Inkassotätigkeit und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen, zusammen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei TEUR 19.014 im Geschäftsjahr 2022. Diese bestehen aus Marketingausgaben von TEUR 8.745 sowie weitere betriebliche Aufwendungen von TEUR 10.266. Die Marketingaufwendungen beinhalten Kosten für die Neukundenakquise (TEUR 5.586), TV-Produktionskosten (TEUR 1.287), Bestandskundenmarketing (TEUR 1.285) und Ausgaben für Content und Brand (TEUR 587). Die weiteren betrieblichen Aufwendungen setzen sich aus allgemeinen Geschäftsausgaben in Höhe von TEUR 3.269, Aufwand aus der Entkonsolidierung verkaufter Einheiten TEUR 2.773, Fremdleistungen und Honorar von TEUR 1.873, Patent-, Lizenz- und sonstige Gebühren von TEUR 1.254, Miet- und Leasingkosten sowie Pachten von TEUR 796 und TEUR 301 für sonstige Aufwendungen zusammen. Die Abschreibungen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 6.934 setzen sich aus planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte TEUR 6.705 und auf Sachanlagen TEUR 229 zusammen. In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind planmäßige Abschreibungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 4.597 enthalten, sowie außerplanmäßige in Höhe von TEUR 616. Das negative Finanzergebnis von in Höhe von TEUR -4.957 resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Bank- und Gesellschafterdarlehen. Der Ingenio-Konzern erwirtschaftet einen Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 10.542. 2.3.2 Finanzlage Der Ingenio-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen positiven operativen Cashflow in Höhe von TEUR 2.801. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit von TEUR 89.239 betrifft Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis und resultiert aus der Kaufpreiszahlung für den Erwerb der adviqo Gruppe (TEUR 119.406), welcher mit dem Bestand an Zahlungsmitteln in der Konzernmutter saldiert wurde. Gegenläufige Einzahlungen aus den Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens betrafen die Verkäufe der US-Töchter adviqo Technology Corp., Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, und adviqo Services LLC, Wilmington / Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika (TEUR 30.454), welche mit dem Gesellschafterdarlehen verrechnet wurden. Das Geschäftsjahr 2022 weist einen positiven Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 85.153 auf und betrifft im Wesentlichen die Aufnahme von Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 140.078, die Tilgung des Gesellschafterdarlehens der aktuellen Gesellschafter in Höhe von TEUR 31.256, die Tilgungen von Bankkrediten von TEUR 14.806, Zinszahlungen in Höhe von TEUR 4.960 sowie die Tilgung von Gesellschafterdarlehen gegenüber den vormaligen Gesellschaftern von TEUR 3.902. Nach operativem Cashflow, Investitions- und Finanzierungscashflow ergeben sich insgesamt Mittelabflüsse von TEUR 1.285. Der Finanzmittelbestand am 31.12.2022 beträgt nach konsolidierungskreis- und wechselkursbedingten Änderungen TEUR 4.643.
Der Ingenio-Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 2.3.3 Vermögenslage Der Ingenio-Konzern weist eine solide Vermögenslage auf. Im Geschäftsjahr beträgt die Bilanzsumme um TEUR 119.133. Aktiva
Das Anlagevermögen umfasst im Wesentlichen die im Rahmen der Erstkonsolidierung der adviqo Gruppe übernommenen und erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände von TEUR 427 (Lizenzen etc.) und Sachanlagen von TEUR 1.080 sowie die im Rahmen der Kaufpreisallokation zusätzlich angesetzten immateriellen Vermögensgegenstände (Markenrechte der Handelsnamen und Plattform) in Höhe von TEUR 24.889 und Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 84.004 für die Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.212 erfasst wurden. Die Handelswaren, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 1.935 und sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 1.229. Die übrigen Aktiva beinhalten insbesondere aktive Rechnungsabgrenzungsposten im Wesentlichen für vorab geleistete Lizenzzahlungen von TEUR 855 sowie aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 41.
Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 auf TEUR 30.128. Die Eigenkapitalquote liegt somit bei 25,3 %. Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 2.150, Steuerrückstellungen von TEUR 1.732, ausstehende Rechnungen von TEUR 1.554 sowie Prämien, Bonusverpflichtungen und Urlaub in Höhe von TEUR 1.264. Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 68.780), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.046) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 740). Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen und zur detaillierten Erläuterung der Bilanzpositionen wird auf den Anhang verwiesen. 2.4 Leistungsindikatoren des Ingenio-Konzerns 2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Der Ingenio-Konzern zieht für die Beurteilung der finanziellen Leistung die Kennzahlen Cashflow (aus betrieblicher Tätigkeit), die Eigen- und Gesamtkapitalrendite, die Umsatzrendite sowie das EBITDA und EBIT heran. Auf einen Vorjahresvergleich dieser Leistungsindikatoren kann im Geschäftsjahr aufgrund des Erwerbs der Anteile an der adviqo Gruppe und damit der Entstehung des Ingenio-Konzerns verzichtet werden. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt mit TEUR 2.801 bei einer Umsatzrelation von 4,7 %. Die Eigen- und Gesamtkapitalrendite beträgt -35,0 % bzw. -8,8 %. Die Umsatzrendite liegt im Geschäftsjahr 2020/2021 bei -17,6 %. Das EBITDA ergibt mit TEUR 1.264 eine EBITDA-Relation zum Umsatz von 2,1 %. Das EBIT im Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf TEUR -5.673. Dies führt zu einer EBIT-Relation zum Umsatz von -9,5 % 2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (KPI - Key Performance Indicator) für das Advice-Geschäft sind: Neuregistrierungen / Installs, der Umsatz je Kunde (ARPU - Average Revenue Per User) und die monatlich aktiven Kunden (MAU - Monthly Active User) in den operativen Geschäftseinheiten. Für die Beurteilung der Entwicklung dieser Indikatoren wird aus Vergleichbarkeitsgründen der identische Zeitraum im Vorjahr herangezogen. Mai bis Dezember 2022 wird mit Mai bis Dezember 2021 verglichen. Die Marken der US-Töchter, die zum 01.09.2022 veräußert wurden, sind nur bis einschließlich August 2022 in den Kennzahlen berücksichtigt. Die Anzahl der Neuregistrierungen/Installs in den Kernmarken ist im Geschäftsjahr 2022 deutlich gesunken (-61,5 %). Die signifikante Abnahme (-72,2 %) der Neuanmeldungen/Installs der verschieden Marken der US-Gesellschaften, wie z. B. "Zodiac Touch" und "Psiquicos" geht im Wesentlichen auf den Verkauf dieser Marke Anfang September 2022 zurück. Im deutschsprachigen Raum mit den Marken "Questico" und "viversum" hat die Anzahl der Neuanmeldungen im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls spürbar abgenommen (-35,0 %). Die internationalen Einheiten mit den Marken "viversum.fr", "The Circle", "Kang" und "CocoTarot" verzeichnen gleichfalls einen Rückgang bei den Neuanmeldungen/Installs (-10,4 %). Sehr positiv zu erwähnen ist, dass die Fokussierung auf Bestandskunden in den Kernmarken zu einer deutlichen Steigerung des monatlichen Umsatzes je Kunden (ARPU) geführt hat (GJ: +19,1 %). In allen Bereichen des Advice-Geschäfts konnte eine Steigerung festgestellt werden. In der DACH-Region mit den Marken "Questico" und "viversum" sowie "Expert Call" hat sich der durchschnittliche Kundenumsatz im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich um 12,9 % erhöht. Die internationalen Marken weisen ebenfalls eine deutliche Steigerung des Umsatzes je Kunden auf. Der ARPU der UK-Marke "The Circle" ist im Schnitt um 20,6 % gewachsen. Der Umsatz je Kunde der Marken "Kang" und "CocoTarot", welche hauptsächlich in Frankreich, Spanien, Italien und Nordamerika zu finden sind, hat sich im Schnitt um 18,9 % erhöht. Ein starkes Wachstum im internationalen Geschäft mit durchschnittlich 225,1 % ist bei den diversen Marken der US-Gesellschaften zu beobachten, welche hauptsächlich in Nord- und Südamerika tätig sind. In Folge der Fokussierung auf Bestandskunden und der damit verbunden Steigerung des monatlichen Umsatzes je Kunden (ARPU) waren im Berichtsjahr 2022 konzernweit im Schnitt 17,1 % weniger Kunden im Monat aktiv (MAU). Dieses betrifft vor allem Neukunden mit geringem Umsatz. In der DACH-Region waren ca. 9,4 % weniger monatlich aktive Kunden zu verzeichnen. Bei den internationalen Geschäftseinheiten waren im Durchschnitt 21,4 % weniger Kunden monatlich aktiv. Insbesondere bei "The Circle" sowie den Marken der US-Gesellschaften sind starke Rückgänge zu beobachten, was zum einem am Verkauf der US-Marken nach vier Monaten des Geschäftsjahres und zum anderen an einer Anpassung der Marketingstrategie lag. Auch das App-Geschäft der Marke "fortunica" weist mit -24,1 % gegenüber dem Vorjahr ebenfalls einen Rückgang auf. Durch eine genauere Marketingaussteuerung wurde jedoch die Kosteneffizienz gesteigert. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass in den Folgejahren eine Steigerung der monatlich aktiven Kunden erreicht werden kann. 2.5 Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2022 hat die Erwartungen insbesondere in Bezug auf das operative Geschäft grundsätzlich erfüllt und wird insgesamt durch die Geschäftsführung als positiv beurteilt. Insbesondere die Veränderungen in den nationalen und internationalen Märkten in Folge des Ukrainekrieges und der ansteigenden Inflation (z.B. durch stark gestiegene Energiekosten) konnten gut kompensiert werden, so dass es auf Jahressicht zu keinen operativen Umsatz- und Profiteinbußen gekommen ist. Finanzielle Leistungsindikatoren, wie EBIT und die Renditekennzahlen, werden durch hohe Firmenwertabschreibungen belastet. Die Integration der adviqo-Gruppe in den US-Mutter-Konzern brachte hohe Einmalkosten mit sich. Außerdem wurden geplante Reorganisationskosten bereits im Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 berücksichtigt. Die Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verlief im Wesentlichen wie prognostiziert. Registrierungen / Installs sowie aktive Kunden je Monat (MAU) weisen jedoch insgesamt deutlichere Rückgänge zum Vorjahr als prognostiziert auf. Das ist mit der Anpassung der Marketingstrategie und der daraus resultierenden Fokussierung auf Bestandskunden in den Kernmarken zu erklären. Im Gegensatz zu der geringen Anzahl an aktiven Kunden, ist der Umsatz je Kunde (ARPU) signifikant gestiegen. 3. Prognose, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht 3.1.1 Entwicklungen der Branche Das Interesse der Menschen an spirituellen Themen ist im deutsch- und englischsprachigen Markt in den letzten 5 Jahren deutlich gewachsen, was sich im Suchvolumen zu Themen wie Astrologie, Achtsamkeit, Emotional Wellness oder Spiritualität zeigt. Umfragen ergeben, dass das persönliche Interesse an esoterischen Methoden oder Themen insbesondere in den Bereichen Astrologie, Tarot oder Pendeln vorhanden ist. Themen der Branche, wie Achtsamkeit und Spiritualität außerhalb der religiösen Institutionen entwickeln sich in Richtung Mainstream. Infolgedessen geht die Geschäftsführung des Ingenio-Konzerns von weiterhin steigenden Suchvolumen für den deutsch- und englischsprachigen Markt für die zukünftigen Geschäftsjahre aus. 3.1.2 Prognose der Geschäftsentwicklung Das Geschäftsjahr 2022 enthält acht Monate operatives Geschäft. Im Geschäftsjahr 2023 werden zwölf Monate operatives Geschäft einbezogen werden. Das Management des Ingenio-Konzerns geht davon aus, dass auch im Folgejahr auf Basis der Markt- und Wettbewerbsentwicklung sowie des auf Kundenverhaltensanalysen prognostizierten Churns bei den Bestandskunden das Kerngeschäft "Advice" einen leichten Umsatzrückgang verzeichnen wird. Die vollständige Neuentwicklung der Kernplattform der deutschen Marken "Questico" und "viversum" sowie der Apps und die Weiterentwicklung sämtlicher Webseiten (Frontends) wird nach Einschätzung der Geschäftsleitung mittel- und langfristig zu einer Umsatzsteigerung führen. Der Fokus der Investitionen liegt weiterhin auf der Modernisierung der Plattformen sowie Apps, um auch in Zukunft nachhaltig die Bedürfnisse der Kunden befriedigen zu können. 3.1.3 Gesamtaussage Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass das wachsende Marktvolumen, die geplante Produktfokussierung sowie die Modernisierung der Plattformen zu einem nachhaltigen Wachstum des Umsatzes und des EBIT führen werden. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Geschäftsführung, dass sich die Umsatzerlöse stabilisieren (normalisiert auf zwölf Monate) und sich EBITDA sowie EBIT und die Eigenkapitalrendite stark verbessern werden. Der Zahlungsmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2023 wird nach Einschätzung der Geschäftsführung leicht unter dem Geschäftsjahres 2022 liegen. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird jedoch über dem Vorjahresniveau liegen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 nur unwesentlich verändern werden. Neuregistrierungen/Installs sowie die monatlich aktiven Kunden (MAU - Monthly Active User) werden nach Einschätzung der Geschäftsleitung über dem Niveau des Vorjahres liegen. Der Umsatz je Kunde (ARPU - Average Revenue Per User) bleibt voraussichtlich stabil oder steigt leicht. 3.2 Risikobericht Der Ingenio-Konzern verfügt über ein Risiko-Management-System, das folgende Maßnahmen enthält: regelmäßige Marktrecherche (inkl. Wettbewerbsanalysen), permanente Beobachtung von Technologie- und Kundenbedürfnissen, klare operative Zielsetzung und Erfolgsmessung über regelmäßige Planzyklen, monatliche Berichterstattung für alle (Teil-) Bereiche der Gesellschaft sowie das laufende "Monitoring" operativer Parameter in täglichen und monatlichen Berichtsroutinen. Ebenso werden in diesen Berichtsroutinen die Chancen des bestehenden Geschäfts und neue Produkte sowie Marktchancen erörtert. Weiterhin sind, sofern sinnvoll und möglich, Risiken durch Versicherungen oder Sicherungsgeschäfte abgedeckt bzw. konkrete Rückstellungen gebildet. Die Einstufung von Risiken ergibt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der zu erwartenden Schadenshöhe in einer Risikomatrix.
Es werden folgende Risiken unterschieden: unwesentliche Risiken (C-Risiken), geschäftsübliche Risiken (B-Risiken) und wesentliche/geschäftsgefährdende Risiken (A-Risiken). Zur Quantifizierung der Risiken werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß bei Eintritt jedem der Risiken zugeordnet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird in unmöglich ("nur theoretisch möglich") über unwahrscheinlich ("unter ungünstigen Bedingungen möglich") und möglich ("unter normalen Bedingungen im Ausnahmefall") sowie wahrscheinlich ("unter normalen Bedingungen zu erwarten") bis zu sehr wahrscheinlich ("regelmäßig zu erwarten") unterteilt. Die Einordnung des Schadensausmaßes orientiert sich an der Höhe des Eigenkapitals der Gesellschaft zwischen unbedeutend ("unter 0,25 % des EK") über leicht ("0,25 % und 0,5 % des EK"), mittel ("zwischen 0,5 % und 1 % des EK") sowie ernst ("zwischen 1 % und 2,5 % des EK") und wesentlich ("zwischen 2,5 % und 5 % des EK") zu katastrophal ("mehr als 5 % des EK"). Der Ingenio-Konzern sieht Risiken, die er vor allem mit der Unsicherheit über die zukünftige Markt- und Wettbewerbsentwicklung, z. B. geändertes Kommunikationsverhalten jüngerer Kundengruppen, vermehrter Wettbewerb durch kleine, spezialisierte Webseiten sowie technologische Neuentwicklungen in Verbindung bringt. So ist es technologisch immer einfacher möglich, eine Webseite oder App mit ähnlichem Angebot aufzubauen. Die Geschäftsführung schätzt diese Risiken, mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit ("wahrscheinlich") als geschäftsüblich ("leicht") ein (B-Risiko). Ebenso wird das Risiko des erhöhten Rückgangs der faktischen Reichweite des TV-Senders eingeschätzt, der durch Erhöhung der Anzahl der Sender oder Verlust von Kabelnetzverbreitung eintreten kann. Weitere Risiken sieht die Geschäftsführung in einer möglichen Verschärfung der Wettbewerbssituation in Bezug auf den Preis, in einem Ansteigen des Mitgliederschwunds sowie in einer negativen PR. Die Geschäftsführung schätzt diese Risiken, als geschäftsüblich ("leicht") ein (B-Risiko). Als für die Gesellschaft unbedeutend werden die Risiken aus der Reduktion der Kaufkraft, Markterschließungsrisiken sowie Risiken aus dem Verlust von Kooperationen eingestuft (C-Risiken). Finanzwirtschaftliche Risiken können durch Veränderungen des Kundenverhaltens im Bereich Payment entstehen und zu erhöhten Wertberichtigungen auf Forderungen führen. Sollten die Tochtergesellschaften sich nachhaltig schlechter entwickeln als bei dem Ertragswertverfahren angenommen, besteht das Risiko eines Abwertungsbedarfs der Marken und des Geschäfts- oder Firmenwerts. Auf die Tochtergesellschaften wirken in weitem Umfang die gleichen Risiken wie auf den Ingenio-Konzern. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken für die Abwertung mit eher niedriger ("unbedeutend") Eintrittswahrscheinlichkeit als geschäftsüblich ("leicht") ein (B-Risiko). Weitere Risiken sieht die Geschäftsführung in einer möglichen Veränderung des Kundenverhaltens im Rahmen der steigenden Zinsen, der hohen Inflation aufgrund des Ukrainekrieges und der damit verbundenen Verteuerung von Energie sowie die daraus entstehende Möglichkeit einer gesamtwirtschaftlichen Regression in den Kernländern. Das könnte zu einer geringeren Kaufkraft führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit gilt als geschäftsüblich ("mittel") ein (B-Risiko). Weiterhin sieht die Geschäftsführung Risiken im allgemeinen Geschäftsbetrieb in unerwarteten Technikproblemen in Form von überdurchschnittlich hohen Down-Times der Webseiten oder einzelnen Systemkomponenten. Ebenso stellen mögliche Änderungen im Medien-, Presse- und Telekommunikationsrecht ein Risiko dar, das die Geschäftsführung, wie in den Vorperioden, als geschäftsüblich mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit einschätzt (B-Risiko). Die Risiken aus der Unternehmensbesteuerung bzw. insbesondere in deren Kommentierung und Auslegung werden mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit noch als geschäftsüblich eingestuft (B-Risiko). 3.3 Chancenbericht Der Ingenio-Konzern hat seine Strategie auf etablierte Geschäftsbereiche mit Wachstumspotenzial ausgerichtet und fokussiert. Des Weiteren wird der Launch der Kernplattform und verschiedener Apps für Sommer 2023 angestrebt, um neue und auch jüngere Zielgruppen zu erreichen. Die Geschäftsführung sieht nach wie vor erhebliche Wachstumschancen durch den Ausbau der Online-/Mobile-Aktivitäten, insbesondere durch die Verbesserung der technischen Visualisierung und Individualisierung der Webangebote auf allen webfähigen Geräten sowie von mobilen Endgeräten oder Applikationen ("Apps"). Weitere Chancen werden in der Neuentwicklung von Features und mobilen Applikationen in den Kernmärkten gesehen. Ebenso sieht die Geschäftsführung Chancen in der Kundenakquise in den Kernmarken durch den Einsatz der o. g. Verbesserungen. Die Neuerungen der Plattformen mit dem Fokus die Konvertierung von der Registrierung zum Bezahlkunden zu erhöhen, birgt ebenfalls großes Potential. 3.4 Gesamtaussage Die Geschäftsführung schätzt die aktuelle Lage und die Zukunftsaussichten des Ingenio-Konzerns aufgrund der soliden Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens sowie den erfolgversprechend eingeleiteten Maßnahmen weiterhin positiv ein. Spezifische Risiken, welche die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinflussen könnten oder bestandsgefährdend wären, sind derzeit nicht ersichtlich. Nach Einschätzung und den Erfahrungen der Vorjahre sowie dem aktuellen Geschäftsjahr hat sich die allgemeine Risikosituation, auch unter Berücksichtigung einer größeren Volatilität des Kundenverhaltens im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, nicht wesentlich verändert. Die Chancen im Markt des Ingenio-Konzerns sind nach Einschätzung der Geschäftsführung nachvollziehbar und durch die solide Finanzlage und die technischen Fähigkeiten der Gesellschaft greifbar.
Berlin, 8. Dezember 2023 Ingenio Europe GmbH Tom Tews Bryan Leppi Mike Ballard Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ingenio Europe GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Ingenio Europe GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ingenio Europe GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Duisburg, 8. Dezember 2023 Moore
Rhein Ruhr GmbH
Dipl.-Kfm. Dr. Alexander Wolff, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Bw. (FH) Frank Honig, Wirtschaftsprüfer |
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