Brunner Holding International GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Dr. Brunner seit 30.12.2025 | Geschäftsführer |
Helena Anna Brunner seit 11.8.2006 | Geschäftsführer |
Rolf Brunner seit 11.8.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
T*** L******* | 14.93% |
| 14.93% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Brunner Holding GmbHRheinauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Unternehmensgruppe Brunner GmbH zählt zu den führenden Objektmöbelherstellern Europas. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Entwicklung und Herstellung hochwertiger Objektmöbel für unsere weltweit ansässigen Kunden in den Bereichen Office, Hotel & Gastronomie, Event & Großraum sowie Pflege & Gesundheit. Brunner bietet in all diesen Bereichen auch spezifische Sonderlösungen, welche die individuellen Bedürfnisse der Kunden erfüllt. Besonderen Wert legt das Unternehmen dabei auf den ästhetischen und funktionalen Anspruch an die Möbel sowie auf effiziente, ressourcen- und umweltschonende Prozesse in der Herstellung. Der Vertrieb erfolgt überwiegend über unsere in ganz Europa verteilten Vertriebsniederlassungen sowie weltweit ansässigen internationalen Partner. Diese Strategie erweist sich als äußerst erfolgreich, was sich darin zeigt, dass sich die Brunner GmbH in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld zu einem der erfolgreichsten Objektmöbelhersteller Europas etablieren konnte. Am Standort in Rheinau-Freistett, dem Konzern-Verwaltungssitz, stellt der Brunner-Konzern als eines der wenigen unabhängigen deutschen Familienunternehmen in der Möbelindustrie seine Produkte mit modernster Technik her. In den Konzernabschluss der Brunner Holding GmbH wurden folgende Konzernunternehmen einbezogen: • Brunner GmbH, Rheinau-Freistett • Brunner International GmbH, Rheinau-Freistett • Brunner S.A.S., Weyersheim Frankreich • Brunner (UK) Holdings Limited, London Großbritannien Die nachfolgenden Aussagen zum Konzern beruhen im Wesentlichen auf Sachverhalten der Brunner GmbH, die dem Konzern als operative Gesellschaft ein maßgebendes Gepräge verleiht. Die aus Sicht des Mutterunternehmens der Brunner Holding GmbH zugehörigen Enkelunternehmen haben mit ihrer operativen Geschäftstätigkeit lediglich eine untergeordnete Bedeutung für das Konzerngepräge. Das Enkelunternehmen, die Brunner International GmbH, mietet zur Stromgewinnung Dachflächen der Brunner GmbH an und übt außerdem keine weitere Geschäftstätigkeit aus. Die beiden anderen Enkelunternehmen, die Brunner S.A.S. und die Brunner (UK) Holdings Ltd., üben ausschließlich Vertriebstätigkeiten für die Brunner GmbH aus. 2. Ziele und Strategien Der Brunner Konzern strebt neben einer nachhaltigen Steigerung von Absatz und Profitabilität eine finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns an. Wir setzen dabei vor allem auf unsere Kernkompetenz, innovative und individuelle Produkte und Lösungen zu entwickeln und diese erfolgreich zu vermarkten. Unsere Unternehmensstrategie ist auf Wachstum ausgerichtet. Besonderes Augenmerk liegt dabei an der Entwicklung neuer Produkte und Lösungen, die einen deutlichen Mehrwert für den Kunden schaffen. Wir wollen auch weiterhin eine führende Rolle in unserem Geschäftsfeld einnehmen und unsere vorhandene Position stetig weiterentwickeln sowie das organische Wachstum durch Investitionen in Forschung und Entwicklung nachhaltig stärken. Darüber hinaus arbeiten wir daran, die Geschäftsprozesse noch weiter an die sich ändernden Marktgegebenheiten anzupassen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die nachhaltige Ausrichtung unseres Geschäfts ist eine Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns. Das bedeutet für uns, dass wir bei der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung unserer Produkte anstreben, unsere ökonomischen Ziele in Einklang mit gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen zu bringen. Durch verantwortungsvolle Geschäftspraktiken wollen wir uns eine gesellschaftliche Akzeptanz bei unseren Kunden und Partnern für unser Geschäft sichern. Zudem haben wir in unserer Unternehmensentwicklung und -wachstumsstrategie verankert, die finanzielle Kraft des Unternehmens in der Unternehmensgruppe zu erhalten. Dies ermöglicht uns neben Investitionen aus eigener Kraft und finanzieller Flexibilität ebenso Stabilität in Krisenzeiten. 3. Forschung und Entwicklung Die Brunner Unternehmensgruppe versteht sich als Innovationstreiber der Branche und betreibt daher umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsbemühungen. Im Jahr 2023 wurden Investitionen in die Forschung und Entwicklung über dem Vorjahresniveau angestrebt. Zeitlich umsetzen konnten wir dabei umfangreiche Investitionen in neue Werkzeuge, die am Ende unserer Entwicklungsarbeiten der erste Schritt in die Produktion unserer Innovationen sind. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt mit Entwicklung von Prototypen und verschiedenen Vorstufen rd. 1.530 T€ investiert (im Vorjahr +0,5 T€). Im Ergebnis wurde unter anderem die Produktserie "oval" im Markt eingeführt. Dieses vielfältige Loungesystem ist eine Polstermöbelserie, welche sowohl im Office, aber auch in Lounge oder Wartebereichen zum Einsatz kommt. "oval" fügt sich mit den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten somit auch hervorragend in die von der Brunner GmbH im Jahr 2022 implementierte Online-Plattform "future works" ein, welche im Jahr 2023 weiterhin ausgebaut wurde. Sie zeigt die Gestaltungsmöglichkeiten, welche die designorientierten Objektmöbel von Brunner für die zukünftigen Büroräumlichkeiten mit höchsten Ansprüchen an Funktion und Ästhetik bieten. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit wird zentral durch die Brunner GmbH, als Tochterunternehmen der Brunner Holding GmbH, für die Unternehmensgruppe koordiniert, finanziert und durchgeführt. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter, welchen die notwendigen Ressourcen für die kontinuierliche Weiter- und Neuentwicklung unserer Produkte zur Verfügung gestellt werden. Im Team für den Bereich Forschung und Entwicklung waren im Jahr 2023 13 Mitarbeiter beschäftigt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Maßgebender Absatzmarkt für den Brunner Konzern ist die Europäische Union - hier wurden in der Vergangenheit über 80 % der Umsatzerlöse erzielt, die Erlöse der Brunner GmbH stammen mit knapp 70 % aus dem deutschen Inlandsmarkt. Das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) und der Eurozone stieg im Jahr 2023 auf rd. 16,97 Billionen EUR (EU-27) und rd. 14,38 Billionen EUR i der Eurozone. Dies entsprach einem Anstieg von rd. 6,5 % gegenüber dem Vorjahr. Damit erholte sich die Wirtschaft im vergangenen Jahr sichtlich von den Folgen der Corona-Pandemie. Die deutsche Konjunktur ist bedingt durch die anhaltenten Preissteigerungen im Jahr 2023 gedämpft. Die steigenden Zinsen im Jahr 2023 führten außerdem zu ungünstigen Finanzierungsbedingungen, was sich in geringer Nachfrage sowohl im In- wie auch im Ausland niederschlägt. Die Entwicklung des preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2023 liegt bei einem Rückgang von -0,1 %. Insgesamt kommt die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2023 damit zum Stocken. In den einzelnen Wirtschaftsbereichen fallen die Entwicklungen sehr unterschiedlich aus. Im produzierenden Gewerbe (ohne Bau) geht die Wirtschaftsleistung deutlich um 2 % zurück. Während die Automobilbranche eine positive Entwicklung aufweisen kann, sinkt die Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Branchen wie Chemie und Metall nach der bereits rückläufigen Entwicklung im Jahr 2022 erneut. In der Baubranche führt neben den hohen Materialkosten und dem Fachkräftemangel zusätzlich die Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen dazu, dass die preisbereinigte Entwicklung der Branche nicht über einen Anstieg von 0,2 % hinauskommt. Wie der Industrieverband Büro- und Arbeitswelt e.V. (iba) mit Sitz in Wiesbaden in einer Pressemitteilung für 2023 mitteilte, bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in der deutschen Büromöbelindustrie im Jahr 2023 mit einem Wachstum von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil. Die Entwicklung im Jahr 2023 war dabei im Inland mit einer Umsatzsteigerung von 0,6 % und einem Wachstum von 0,7 % im Export ähnlich. Positive Impulse gibt es durch die Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung bestehender Arbeitsplätze. Hersteller von Bürotischen und Korpusmöbeln zeigen eine Entwicklung von 1,1 % auf, währen die Umsätze mit Bürositzmöbeln bei +0,1 % stagnieren. Der Industrieverband iba verweist außerdem auf eine Studie, nach der in die Schaffung zusätzlicher Kommunikationsmöglichkeiten im Büro im Jahr 2023 weniger investiert wurde. Diese Situation wird als paradox bezeichnet, denn häufigere Anwesenheit im Büro und eine gesteigerte Teambindung führen zu besseren Ergebnissen und hierfür wiederum sind Investitionen in moderne multifunktionale Räumlichkeiten die beste Grundlage. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Brunner Unternehmensgruppe ist im Jahr 2022 äußerst positiv zu bewerten. Nachdem mit dem Kriegsausbruch im Februar 2022 eine große Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung einherging, war die Nachfrage nach unseren Produkten stabil, maximal mit einem leichten Wachstum, erwartet worden. Die Entwicklung mit einer Umsatzsteigerung von 20 % gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass die Erwartungen deutlich übertroffen wurden und die hervorragende Position am Markt weiter ausgebaut wurde. a. Umsatzentwicklung und Geschäftsergebnis Die Entwicklung der Umsätze im Jahr 2023 von +9 % konnte erzielt werden, weil sich die Quartalsumsätze im Jahr 2023 auf dem hohen Niveau, welches zuletzt im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2022 erreicht wurde, stabilisiert haben. Die ersten drei Quartale im Jahr 2023 weisen jeweils ein Wachstum von mehr als 10 % gegenüber dem Vorjahresniveau auf. Ein weiteres leichtes Wachstum von +1 % im vierten Quartal führt insgesamt zu der Steigerung von 9 % betrachtet auf den Gesamtjahreszeitraum. Während in der Branchenentwicklung des iba die leichte Steigerung gleichermaßen durch die Entwicklung der Nachfrage im In- und Ausland erreicht wird, trägt bei der Brunner GmbH die Umsatzsteigerung von rd. 10 % im Inland einen höheren Anteil zum Wachstum bei wie die Steigerung von +6 % im Export. Im Konzern stiegen die Umsätze im deutschen und europäischen Raum insgesamt um 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Das im Jahr 2023 erzielte Konzernergebnis von 10.384 T€ liegt mit einer Steigerung von 3.847 T€ deutlich über dem Konzernergebnis des Vorjahres und lässt sich auf die unerwartet deutliche Umsatzsteigerung bei gleichzeitig hervorragendem Kostenmanagement zurückführen. Das Jahresergebnis mit einer 8 %-igen Rendite übertrifft damit die ursprüngliche Prognose von 7 % und ist für uns positiv zu bewerten. Die beschriebene Geschäftsjahresentwicklung mit der genannten Steigerung im Umfeld der gesamtwirtschaftlichen Stagnation zeigt gleichzeitig, dass die strategische Ausrichtung des Unternehmens auch im Geschäftsjahr 2023 durch die entsprechende Steuerung der Geschäftsprozesse unverändert erfolgreich umgesetzt wurde. Die strategische Geschäftsausrichtung trägt wesentlich zur Gewinnerwirtschaftung bei und ist für wichtige Investitionen, Prozessablauf sowie das Produktportfolio verantwortlich. b. Produktion Die Produktion war durch die beschriebene Umsatzentwicklung über das gesamte Jahr 2023 hinweg voll ausgelastet. Zur Sicherung und zum Ausbau der Kapazitäten der Produktherstellung wurden nach individuellem Bedarf der Fertigungsbereiche Ersatzinvestitionen getätigt, sowie in den weiteren Ausbau der LED Beleuchtung investiert. c. Beschaffung Die Beschaffungsmärkte haben sich im Jahr 2023 nach den turbulenten Vorjahren stabilisiert. Im intensiven Austausch mit unseren strategischen Partnern konnten, die in vielen Bereichen vorrübergehenden Energiepreiszuschläge im Jahresverlauf abgebaut werden. Damit hat sich eine verlässliche Kontinuität in den Beschaffungsmärkten wiederhergestellt. d. Investitionen Im Jahr 2023 wurde im Bereich der Immateriellen Vermögensgegenstände die Investition in die Erneuerung des ERP-Systems fortgesetzt, welche eine zentrale strategische Investitionsentscheidung in die digitale Zukunft der Prozesse darstellt. Bedeutende Investitionen im Sachanlagenbereich wurden für die Umgestaltung unserer Showrooms am Hauptsitz in Rheinau vorgenommen. Daneben wurde in die Erneuerung unseres Fuhrparks der Versandlogistik sowie in die bereits genannte Stabilisierung der Produktionskapazitäten investiert. Im Bereich der Finanzanlagen wurde die strategische Entscheidung für eine bedeutende Investition im Beteiligungsmanagement getroffen. Insgesamt wurden Investitionen im Umfang von 13.997 T€ getätigt. e. Finanzierungsmaßnahmen Der Konzern befindet sich weiterhin in einer äußerst komfortablen Situation. Die genannten Investitionen werden aus eigenen liquiden Mitteln gedeckt. Zusätzlich wurde in den zurückliegenden Jahren ein Teil der Investitionen über ein langfristiges zweckgebundenes Darlehen finanziert. Die Brunner GmbH verfügt über eine solide Mittelausstattung, um den Liquiditätsbedarf des Unternehmens jederzeit decken zu können. f. Personalentwicklung Die Personalentwicklung bei Brunner im Jahr 2023 folgt ebenso dem Wachstumskurs. Im Durchschnitt wurden 482 (Vorjahr: 473) Arbeitnehmer beschäftigt. Die Personalkosten beliefen sich insgesamt auf 32.512 T€ und lagen mit 10,0 % über dem Vorjahr. g. Nachhaltigkeit bzw. Umweltschutz Der Brunner Konzern als Hersteller ist sich seinem Einfluss auf die Umwelt bewusst und unterstützt mit seinem Handeln den gesellschaftlichen Wandel hin zu einer klima- und gesundheitsbewussten Gesellschaft. Diese Entwicklung wird belegt durch den veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht in Bezug auf die GRI (Global Reporting Initiative) Standards, welcher erstmals im Jahr 2023 veröffentlicht wurde. Der Bericht über das Geschäftsjahr 2023 wird in Q3 2024 veröffentlicht. Für ein nachhaltigeres Handeln haben wir uns fünf Handlungsfelder definiert, die bei all unseren Geschäftstätigkeiten wichtige Leitplanken bilden: Eine achtsame Ressourcennutzung wird z. B. durch die bestehende Zertifizierung "PEFC" belegt. Bei der Möbelherstellung werden heimische Hölzer aus PEFC-zertifizierter, nachhaltiger Waldbewirtschaftung sowie recyclingfähige und umweltverträgliche Materialien verwendet. Unsere Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2015 belegt, dass die Produktionsprozesse strengen ökologischen Richtlinien entsprechen, deren Einhaltung mittels Umweltmanagementsystem dokumentiert wird. Um uns und unsere Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette ständig zu verbessern, setzen wir zur betrieblichen Steuerung zudem auf das Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001:2015. Strategische Partnerschaften mit Lieferanten, Kunden und anderen Geschäftspartnern sind für uns wesentlich, um als Gemeinschaft konkrete Ziele zu verfolgen und eine höhere Wirksamkeit bei unserem Einfluss auf die Umwelt zu erreichen. Im Bereich der effizienten Produktion erheben wir seit 2021 unseren Corporate Carbon Footprint nach dem Greenhouse Gas Protocol (GHG) und ermitteln hieraus die größten Erzeuger der Treibhausgasemissionen. Im Zusammenspiel mit einzelnen Abteilungen wurden so Maßnahmen definiert, um z. B. den Energieverbrauch zu reduzieren. Hierfür hat die Brunner GmbH in den letzten Jahren u. a. in folgende Initiativen investiert: den Ausbau der LED-Leuchtmittel, die sukzessive Umstellung des Fuhrparks auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge, die Einführung von Mehrwegverpackungen, die Bereitstellung von Shuttlebussen für Mitarbeiter und die Verringerung der internen Transportfahrten durch den Einsatz von Routenzügen. Material und Gesundheit greift u. a. die Anforderungen unserer Kunden an das Thema der Schadstoffbelastung der eingesetzten Materialien auf. Im Jahr 2023 wurden daher die jährlichen Kontrollprüfungen im Rahmen der Zertifizierung "TÜV schadstoff- und emissionsgeprüft" durchgeführt. Das Zertifikat belegt, dass insbesondere die Grenzwerte der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK), sowie der flüchtigen organischen Stoffe (VOC) und auch weiterer umweltrelevanter Stoffe, wie Formaldehyd, in den eingesetzten Materialien eingehalten werden. Zur Unterstützung von Transparenz und Wissen arbeiten wir kontinuierlich daran, ein breites Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Um für mehr Klarheit über die Umweltauswirkungen einzelner Produktserien und -modelle zu sorgen, haben wir für ca. 80 % unseres Portfolios Produkt-Umwelterklärungen erstellt. Diese geben Auskunft über allgemeine Umweltaspekte bei Brunner und verweisen auf die jeweils verwendeten Materialien und die Recyclingfähigkeit des Produktes. Seit 2023 werden zusätzlich Lebenszyklusanalysen für Kernprodukte erstellt. Das ermöglicht eine Bewertung weiterer Aspekte, wie das Treibhausgaspotenzial und die Toxizität für Menschen. Dadurch können Produkte besser verglichen und Kaufentscheidungen auf einer nachhaltig fundierten Grundlage getroffen werden. Für die Vermittlung eines soliden Basiswissens ist das Thema Nachhaltigkeit fester Bestandteil unseres Schulungsprogrammes "Brunner Academy". Im Jahr 2023 fanden insgesamt drei Basic-Schulungen statt. 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Leistungsindikatoren Der Brunner Konzern hat sich in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld hervorragend entwickelt. Das im Geschäftsjahr 2023 erzielte Wachstum bei gleichzeitiger Stagnation in der Branche zeigt, dass im Blick auf den Wettbewerb der Konzern durch die ständige Weiterentwicklung des Produktportfolios gut positioniert ist, um weiterhin die Wachstums- und Ergebnisziele zu erreichen. Die bewusste Ausrichtung auf die Gestaltung der neuen Arbeitswelten mit unseren nachhaltigen und designorientierten Produktneuheiten und eine solide Kapitalausstattung bilden die Grundlage unserer strategischen Unternehmensziele. a. Vermögens- und Kapitalstruktur Die Vermögenslage zeigt sich insgesamt weiterhin sehr stabil. Die Brunner Unternehmensgruppe legt großen Wert auf eine solide und gesunde Bilanz. Die Bilanzsumme von 86.237 T€ ist gegenüber dem Vorjahr mit 83.061 T€ leicht um 3,8 % gestiegen. Der Anstieg im Anlagevermögen lag insgesamt bei 1,3 % und resultiert aus den strategischen Investitionen bei den immateriellen Vermögensgegenständen, beruhend auf unserem SAP-Projekt, sowie im Beteiligungsmanagement. Das Anlagevermögen zusammen mit den Finanzanlagen lag bei 37.390 T€, gegenüber dem Vorjahreswert von 36.897 T€. Das Vorratsvermögen lag bei 10.913 T€ mit 1,3 % höher als im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf rd. 6,7 Mio. EUR und lagen damit um knapp 0,5 Mio. EUR unter dem Vorjahr (7.201 T€). Liquide Mittel beliefen sich im Konzern auf 26.710 T€ und lagen damit über dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalausstattung ist solide, unser Liquiditätsstatus sichert uns eine hohe finanzielle Flexibilität und unternehmerische Unabhängigkeit. Damit ist der Brunner Konzern seit Jahren in der Lage, Investitionen und zukünftiges Wachstum aus eigener Kraft zu tragen. Wesentliche Veränderungen in der Kapitalstruktur im Geschäftsjahr 2023 sind die Folgenden: Das Eigenkapital betrug 58.140 T€ und blieb stabil. Rückstellungen stiegen insgesamt von 15.627 T€ auf 19.838 T€, maßgeblich durch den Anstieg bei den sonstigen Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig zurückgeführt und belaufen sich zum Bilanzstichtag noch auf 2.083 T€; die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 2.482 T€ zum Bilanzstichtag um rd. 1 Mio. EUR unterhalb des Vorjahrs. Die sonstigen Verbindlichkeiten mit 2.133 T€ lagen auf Vorjahresniveau (2.268 T€). b. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023, das durch das Wachstum geprägt ist, konnte der Situation entsprechend ein hervorragendes Ergebnis erzielt werden. Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 10.014 T€ auf 126.971 T€. Somit wurde in der Gesamtleistung ein Wachstum von 8,6 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Diese Entwicklung war für das durch die Inflation und steigende Zinsen geprägte Geschäftsjahr in dieser Höhe unerwartet und fiel somit gegenüber den angenommenen Erwartungen von einer stabilen bis hin zu einer leicht positiven Umsatzentwicklung äußerst positiv aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen im Jahr 2023 bei 2.599 T€ und sind somit gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen (2022: 1.088 T€). Sie entfallen insbesondere auf Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren mit rd. 1.337 T€, auf Erträge aus Versicherungsleistungen (396 T€) und auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (286 T). Die Entwicklung der Kosten spiegelt im Bereich des Materialaufwands die genannten Preissteigerungen auf den Rohstoff- und Energiemärkten wider. Die Materialkosten lagen mit 68.253 T€ um 6 % über dem Vorjahresniveau (64.345 T€). Auch die Personalkosten mit 32.512 T€ sind gegenüber dem Vorjahr um 10 % angestiegen auf 29.544 T€, unter anderem bedingt durch Lohn- und Gehaltssteigerung sowie das Auszahlen von Inflationsausgleichsprämien. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen auf 482 Beschäftigte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit insgesamt 13.336 T€ sind mit 8 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen (12.343 T€), was in erster Linie an Kostensteigerungen lag, welche umsatzbedingt gewachsen sind, wie z.B. die Kosten der Ausgangslogistik. Eingespart haben wir dagegen Kosten der Instandhaltung und Reparaturen mit 274 T€ weniger als im Vorjahr. Die verschiedenen betrieblichen Aufwendungen stiegen jedoch um 446 T€ auf 3.137 T€, insbesondere durch Ausgaben EDV- und Garantiekosten. Der Finanz- und Beteiligungserfolg lag im Geschäftsjahr 2023 insgesamt bei 1.096 T€ und basiert im Wesentlichen auf Beteiligungserträgen in Höhe von 628 T€, Erträgen aus Wertpapieren in Höhe von 220 T€ sowie Zinserträgen in Höhe von 421 T€ entsprechend der veränderten Situation auf dem Finanzmarkt. Das Ergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3.847 T€ verbessert und verzeichnet damit eine Entwicklung von +58,8 %. Damit hat der Brunner Konzern ein hervorragendes Jahresergebnis von 10.384 T€ erzielen können. c. Finanzlage Die Finanzpolitik der Brunner Unternehmensgruppe hat zum Ziel, die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens durch die Sicherstellung ausreichender Liquidität zu wahren und somit die Finanzkraft auf hohem Niveau zu halten. Dabei sollen Risiken bei Finanzanlagen weitgehend vermieden werden. Der Cashflow wird nach der indirekten Methode ermittelt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2023 11.690 T€ und bleibt damit auf dem Vorjahresniveau. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit spiegelt die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 wieder. Maßgeblich wurden Investitionen in das strategische Finanzmanagement, die Umgestaltung der Showrooms sowie in den Ausbau und Erhalt der Produktions- und Logistikkapazitäten getätigt. Gemeinsam mit dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist der Cash-Flow des Geschäftsjahres 2023 mit 3.327 T€ positiv. Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2023 beläuft sich auf 26.709 T€ und liegt mit 3.327 T€ über dem Vorjahr. Damit bleibt die Finanzierungsstruktur des Brunner Konzerns weiterhin sehr stabil und ermöglicht fortlaufend eine finanzielle Unabhängigkeit. d. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung sind insbesondere die nachstehenden Kennzahlen von Bedeutung: a. Umsatz pro Mitarbeiter Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt im Konzern 263 T€ und ist somit gegenüber dem Vorjahr mit 247 T€ um 6,5 % höher. b. Umsatzrendite Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Sie ist im Vergleich zum Vorjahr auf rd. 11 % angestiegen. c. Cash Flow Der Cashflow wird nach der indirekten Methode ermittelt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 11.690; der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit TEUR -2.373 spiegelt die Investitionen des Geschäftsjahres sowie die teilweise Rückführung von Finanzanlagevermögen im Jahr 2023 wider. Gemeinsam mit dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -10.736 ist der Cash-Flow des Geschäftsjahres 2023 mit TEUR 3.327 positiv. Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2023 beläuft sich auf 26.709 T€ (Vorjahr 23.382 T€). e. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a. Kundenzufriedenheit Die Zufriedenheit unserer Kunden ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Im stetig geführten persönlichen intensiven Dialog mit all unseren zuverlässigen Partnern weltweit erfahren wir, dass insbesondere die Fähigkeit, Projekte individuell nach Kundenwünschen realisieren zu können, zu unserem gemeinsamen Erfolg beiträgt. Hier gehen wir insbesondere auch auf die Anforderungen und den aktuellen Wandel der Arbeitswelt ein. Wir bieten mit der Plattform "Brunner Future Works" einen Einblick in unsere große Produktvielfalt in außergewöhnlichen Designs und neuesten Technologien zur funktionalen und ästhetischen Gestaltung der agilen Arbeitswelten. b. Mitarbeiterzufriedenheit Qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ebenso eine wichtige Grundlage unseres Unternehmenserfolgs. Durch regelmäßige interne und externe Weiterbildungen können die Kenntnisse weiter vertieft und ausgebaut werden. Im Rahmen unseres Brunner Academy Programms werden intern und extern sowohl Produktwissen als auch branchenübergreifende Kompetenzen vermittelt. Einen weiteren wichtigen unternehmensinternen Schwerpunkt setzen wir auf die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter. Insgesamt werden unsere Mitarbeiter regelmäßig zum Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz geschult. Im Jahr 2023 wurden unter anderem zum Thema Brandschutz geschult. Das Thema Home-Office haben wir auch über die "Corona-Zeit" fortgesetzt, weil flexible Home-Office-Lösungen insbesondere bei Mitarbeitern sehr geschätzt werden. Sie bieten mehr Flexibilität und ermöglichen eine bessere Balance zwischen Arbeit und privaten Verpflichtungen. Unser Betriebsrestaurant, welches für alle Mitarbeiter zugänglich und insbesondere durch die Brunner GmbH bezuschusst ist, versorgt unsere Mitarbeiter täglich mit frisch zubereiteten Speisen und trägt so ebenfalls zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit bei. III. Prognosebericht Vom ifa Institut der deutschen Wirtschaft wird für das Jahr 2024 ein leichtes Wachstum von 0,2 % für Deutschland prognostiziert. Die EU-Kommission teilt in ihrer Wirtschaftsprognose für die Union eine niedrige Wachstumsrate von rd. 1 % mit. Dabei wird erwartet, dass sich das wirtschaftliche Wachstum ab der zweiten Jahreshälfte wieder stabilisieren wird. Dies wird auf den weiter erwarteten Rückgang der Inflation sowie die erwartete Zinssenkung mit einer Aussicht auf verbesserte Kreditbedingungen zurückgeführt. Auch der Branchenverband iba spricht im Ausblick für das Jahr 2024 über einen verhaltenen Optimismus. Dies begründet er in erster Linie mit erwartet steigenden Lohnkosten aus den aktuellen Tarifabschlüssen sowie steigenden Logistikkosten, welche die wirtschaftliche Erholung in der Branche bremsen werden. Wir im Brunner Konzern teilen diesen Ausblick des Branchenverbands weitestgehend. Die Energiemärkte haben sich wieder stabilisiert. Die Finanzierungsbedingungen für Investitionen werden sich im Jahr 2024 wieder verbessern. Zu erwarten sind jedoch für 2024 noch Lohnsteigerungen als Reaktion auf die zurückliegende massive Inflation. Außerdem sind wir im Besonderen mit steigenden Logistikkosten konfrontiert, welche in erster Linie durch die massive Steigerung der Mautkosten verursacht wird. Dies führt in der Summe zu weiterhin steigenden Preisen, weshalb auch wir im Jahr 2024 moderate Preissteigerungen an unsere Kunden weitergeben müssen. Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2024 unter dem weiter anhaltendem Krieg in Europa sowie der neuen Konfliktherde in Nahost schwer zu prognostizieren. Unsere Planungen sehen vor dem Hintergrund verschiedener Entwicklungen verschiedene Szenarien vor. Die Nachfrage nach unseren Produkten schätzen wir für 2024 als stabil bzw. leicht rückgehend gegenüber dem Vorjahr ein. Diese gedämpften Erwartungen resultieren in erster Linie aus den sehr verhaltenen Aussichten eines wirtschaftlichen Wachstums der deutschen Wirtschaft. Den Konzernjahresüberschuss schätzen wir entsprechend bei stagnierendem Umsatz und gleichzeitig steigender Kosten für Personal und Logistik eher leicht rückgängig ein und rechnen dabei mit einer Umsatzrendite von 9%. Da für das Jahr 2024 eine steigende Anzahl der Mitarbeiter geplant ist, planen wir mit einem leichten Rückgang beim Umsatz pro Mitarbeiter. Bezüglich des Cashflows erwarten wir aufgrund der geplanten Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte einen wachsenden Mittelabfluss im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wird der Cashflow aus dem operativen Geschäftsbetrieb weiterhin zur Finanzierung dieser eingesetzt. Insgesamt rechnen wir in der Brunner GmbH für das kommende Geschäftsjahr nach einem erfolgreichen Start im ersten Quartal mit einer stabilen Entwicklung und mit einem positiven Ergebnis. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Wir verstehen Risiken als potenzielle interne wie externe Ereignisse, die das Erreichen unserer kurzfristigen Ziele oder die Umsetzung unserer langfristigen Strategien negativ beeinflussen oder gar den Fortbestand der Gesellschaft bedrohen können. a. Einkauf Ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Unternehmens liegt in der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, zuverlässigen und kosteneffizienten Rohstoffbeschaffung. Entsprechend drohen aus dem Einkaufsbereich immer besondere Risiken. Die Phase der massiven Energiekostensteigerungen mit entsprechenden Teuerungszuschlägen im Materialeinkauf hat sich im Verlauf des Jahres 2023 wieder normalisiert. Unser bewährtes Instrument im Bereich der Beschaffung sind weiterhin längerfristige Lieferverträge. Eingerichtete funktionsfähige und wirksame Qualitätskontrollen ermöglichen es uns, unsere Qualitätsansprüche sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unseren eigenen Geschäftsräumen durchzusetzen. Aufgrund anhaltender Tarifkonflikte und den hieraus zu erwartenden Lohnkostensteigerung und Preissteigerungen vor allem in der Logistik, rechnen wir für das Folgegeschäftsjahr mit weiteren Preissteigerungen im Einkaufsprozess. Diese werden wir dann erneut mit unseren Kunden und Lieferanten diskutieren müssen, um sie an höheren Kosten zu beteiligen. b. Absatz Im Vergleich mit anderen europäischen Märkten, wird im deutschen Inlandsmarkt derzeit eine eher schwache Entwicklung erwartet. Der deutsche Markt erwirtschaftet knapp 70 % unserer Umsätze. Eine schwache Konsum- und Investitionsnachfrage im Inland stellt deshalb generell für uns ein Absatzrisiko dar. Dies beeinflusst die Nachfrage nach unseren Produkten negativ und kann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken mit sich bringen. Reduzieren können wir dieses Risiko durch unser breit aufgestelltes Produktportfolio. Insgesamt konzentriert sich unser Absatz nicht auf einzelne Branchen, sondern wir bedienen ein breites Spektrum von der Industrie über das Hotelgewerbe bis hin zum Pflegebereich. Darüber hinaus wird das Risiko im Absatzbereich durch den fortschreitenden Ausbau der globalen Absatzmärke für den Brunner Konzern reduziert, so z.B. mit den neuen strategischen Partnern im asiatischen Raum wie auch im nahen Osten. Die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) werden im Laufe des Jahres 2024 voraussichtlich gesenkt werden, was die Finanzierungsbedingungen für die privaten Haushalte sowie auch für die Unternehmen im Jahr 2024 wieder verbessern wird und sich somit auch hierdurch wieder mehr Nachfrage bei Unternehmen entwickeln wird. Durch die globale wirtschaftliche Entwicklung sind unsere Kunden vermehrt Insolvenzrisiken ausgesetzt. Forderungsausfälle können damit auch uns treffen. Wir setzen verstärkt darauf, Außenstände und Ausfallrisiken fortlaufend zu überwachen und mit unseren Kunden rechtzeitig zu kommunizieren. c. Wettbewerb Auch oder vor allem unter erschwerten gesamtwirtschaftlichen Bedingungen ist der Wettbewerb groß, insbesondere wenn die Nachfrage sinkt, steigt das Angebot. Und so investieren wir in 2024 in die Neuentwicklung von Produkten, um die vorhandene Nachfrage nach Objektmöbeln, welche höchsten ergonomischen wie auch ästhetischen Ansprüchen gerecht werden sollen, zu bedienen. Dabei kommen wir im Besonderen auch der gesteigerten Nachfrage im Bereich der hybriden Arbeitswelten nach. Wir gehen davon aus, dass wir uns mit unseren existierenden und auch neuen Produkten gegenüber dem Wettbewerb erfolgreich behaupten können und somit unsere Marktposition aufrechterhalten können. d. Liquidität Eine negative wirtschaftliche Entwicklung birgt automatisch Liquiditätsrisiken. Aufgrund unserer komfortablen finanziellen Ausstattung und die mögliche Finanzierung im Konzern sehen wir uns heute keinen erheblichen Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Unsere solide Liquiditätsausstattung hat uns bisher finanzielle Unabhängigkeit und Stabilität ermöglicht. Die zukünftige Entwicklung ist jedoch stark durch die Entwicklung der operativen Tätigkeit bestimmt. Außerdem versuchen wir trotz internationaler Geschäfte geringes Zins- und Währungsrisiko einzugehen. 2. Chancenbericht Zur zeitnahen Erkennung relevanter Chancen und Marktpotenziale analysieren wir regelmäßig die für uns relevanten Absatz- und Beschaffungsmärkte, insbesondere im deutschsprachigen Raum sowie den angrenzenden europäischen Ländern, aber zunehmend auch auf globalen Märkten. Die zunehmende Nachfrage nach langlebigen Produkten aus Unternehmen mit nachhaltiger Herstellung, die auf einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren Ressourcen, der Gesellschaft und den Mitarbeitern achten, hat deutlich zugenommen. Durch unsere bewusste Materialauswahl und Produktion von langlebigen Produkten in entsprechender Qualität versprechen wir uns Kundenbindung, Kundenzufriedenheit und Kundenzuwachs. Dem stärkeren Wettbewerb werden wir weiterhin durch gelebte Kundennähe sowie mit innovativen Produkten begegnen. Gleichzeitig legen wir Wert auf die Weiterentwicklung der Marke "brunner" als Designmarke und stärken diese Position mit der Gewinnung neuer Designpartner, aus deren Kooperationen im Jahr 2023 erste neue Produktserien hervorgegangen sind. So wurden im Jahr 2023 eine Reihe von Neuheiten im Markt etabliert. Gemeinsam mit der Designagentur "Atelier Oi" wurde auf der Mailänder Design Week der ausziehbare Raumtrenner "folid" erstmals vorgestellt. Weiterhin setzen wir zur Stärkung unserer Position die "Brunner Academy" ein. Sie umfasst ein firmeneigenes Schulungs- und Ausbildungsprogramm, welches sowohl den Mitarbeitern wie auch den nationalen und internationalen Partnern ermöglicht, die Produktexpertise auszubauen. Dies unterstützt uns im stetigen Wettbewerb die besonderen Stärken unserer Produkte hervorzuheben und so auch weiterhin erfolgreich gegenüber den Wettbewerbsprodukten bestehen zu können. Gleichzeitig bildet dies eine hervorragende Chance, die Loyalität unserer Mitarbeiter zu stärken, deren Wissen und Einsatz maßgeblich zu unserem Erfolg beitragen. Unsere finanzielle Kraft und solide Kapitalausstattung ermöglichen uns nicht nur eine finanzielle Unabhängigkeit, sondern insbesondere finanzielle Kraft, auch Krisen standhaft durchzustehen und wie aktuell in schwierigen Zeiten dennoch Investitionen zu finanzieren. 3. Gesamtaussage Nach derzeitiger Beurteilung ist mit besonderem Blick auf die Wirtschaftsentwicklung im Deutschland eine spürbare konjunkturelle Erholung frühestens in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten. Die weltpolitische Lage ist derzeit von vielen bereits bestehenden und weiteren drohenden Konflikten geprägt, welche zum Teil auch weltwirtschaftliche Konsequenzen mit sich bringen. Entsprechend können auch die Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage derzeit nicht vollumfänglich abgeschätzt werden. Wir rechnen jedoch weiterhin mit einem positiven Ergebnis für das Folgegeschäftsjahr mit einer stabilen Rendite von 9%. Unsere Umsätze planen wir auf stabilem Niveau wie Geschäftsjahr 2023 mit leicht steigenden Mitarbeiterzahlen und ein Ergebnis zwar unter dem des Jahresergebnisses 2023, aber auf ähnlichem Niveau wie 2022. I. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanz- und Risikomanagements unseres Unternehmens ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapiere. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle werden durch unseres nachhaltiges Forderungsmanagement sowie unsere Kundennähe absolut minimiert. Zudem arbeiten wir zum Teil mit einer Warenkreditversicherung, die uns hilft, weitere Ausfallrisiken zu minimieren. Im Rahmen des Forderungsmanagements informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht, bei bedeutenden Aufträgen einen Liquiditätsplan zur besseren Auftragssteuerung zu erstellen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Unsere in die Zukunft gerichteten Annahmen und Einschätzungen basieren auf Aussagen sowie prognostizierten Entwicklungen der Märkte und unterliegen damit stets einer grundsätzlichen Unsicherheit für Prognosen. Die tatsächlichen Ereignisse und Ergebnisse können von unseren Einschätzungen abweichen und unseren Erwartungen entgegenstehen.
Rheinau-Freistett, den 18. November 2024 Brunner Holding GmbH Die Geschäftsführüng gez. Helena Brunner Rolf Brunner BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangKonzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegel 2023 Die nachstehende Abbildung kann durch kaufmännische Rundungen zu Abweichungen führen. Sie können aus Wesentlichkeitsgründen vernachlässigt werden.
A. ALLGEMEINE ANGABEN Die Brunner Holding GmbH ist das Mutterunternehmen des Brunner Konzerns und hat ihren Sitz in Rheinau-Freistett. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRB 371704 eingetragen. Der Konzernabschluss der Brunner Holding GmbH für das am 31. Dezember 2023 abgelaufene Geschäftsjahr wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Der Konzernanhang enthält die erforderlichen Einzelangaben bzw. die entsprechenden Erläuterungen. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in Euro. Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang darzustellen, werden diese aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit im Konzernanhang aufgeführt. Die Gliederungsvorschriften des § 297 ff. HGB i.V.m § 266 HGB für die Bilanz und des § 297 ff. HGB i.V.m § 275 HGB für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden beachtet. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 297 ff. HGB i.V.m § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die Abschlusstage der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entsprechen dem des Mutterunternehmens. B. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND ANTEILSBESITZ Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Konzernunternehmen:
Der Konzernabschluss umfasst zwei inländische und ein ausländisches Tochterunternehmen, die im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wurden. Weiterhin besteht ein Beteiligungsverhältnis zu einem ausländischen Unternehmen, welches als assoziiertes Unternehmen nach der "At-Equity"-Methode einbezogen wurde. Im Geschäftsjahr der Brunner Holding GmbH wurden weitere Anteile an der Brunner UK Holdings Limited, London (UK), erworben. Der Hinzuerwerb erfolgte nach dem Bilanzstichtag des assoziierten Unternehmens und führte in 2023 zu keinen Veränderungen im Konsolidierungskreis. Der Kreis der konsolidierten Unternehmen blieb damit im Geschäftsjahr 2023 unverändert. Die Brunner Holding GmbH, Rheinau-Freistett, stellt den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht für die zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses bzw. Teilkonzernlageberichts verpflichteten Brunner GmbH auf. Die Brunner Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konzernkreis auf. Der geprüfte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger unter dem Mutterunternehmen, der Brunner Holding GmbH, bekannt gemacht. Zudem nimmt die Brunner GmbH als in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht einbezogenes Tochterunternehmen der Brunner Holding GmbH die Befreiung von der Pflicht zur Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum 1. Juli 1999 (Erstkonsolidierungszeitpunkt). Eine Anpassung an den § 301 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilMoG ist zulässigerweise nicht erfolgt. Minderheitenanteile stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Minderheitenanteile werden gemäß § 307 HGB in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Das assoziierte Unternehmen Brunner (UK) Holdings Limited, London (UK), wurde gemäß § 312 Abs. 1 HGB erstmals zum 31. Dezember 2003 mit dem Buchwert in den Konzernabschluss einbezogen. Grundlage war der Jahresabschluss zum 30. September 2003. Das assoziierte Unternehmen wird in der Folgekonsolidierung gemäß § 312 Abs. 1 HGB At-Equity bilanziert. Entsprechend § 312 Abs. 6 S. 2 HGB wird der jeweils letzte Konzernabschluss der Brunner (UK) Holdings Limited zugrunde gelegt. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern. Für die Berichtsperiode war keine Steuerabgrenzung vorzunehmen. D. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN, WÄHRUNGS- UMRECHNUNG Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet. Die beim assoziierten Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen im Wesentlichen denen des Mutterunternehmens (§ 308 Abs. 1 HGB). Unter Beachtung der Wesentlichkeitsgrundsätze ist eine gegebenenfalls erforderliche Anpassung unterblieben. Danach waren folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear bzw. soweit zulässig degressiv vorgenommen. Für bewegliche Vermögensgenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass im Jahr der Vollabschreibung auch der Abgang erfolgt. Bewegliche Vermögensgengestände mit einem Wert von bis zu EUR 250,00 werden im Jahr ihrer Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung entsprechend § 253 Abs. 3 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz wegfallen, werden entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen. Vom Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unter den Finanzanlagen ausgewiesene Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach den Grundsätzen der "At-Equity"-Bilanzierung mit dem Buchwert zum Zeitpunkt der Ersteinbeziehung des assoziierten Unternehmens in den Konzernabschluss angesetzt und entsprechend § 312 Abs. 4 HGB um die Eigenkapitalveränderungen fortgeführt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bewertet. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet (§ 256 Satz 1 HGB). Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist, wurden Festwerte gemäß § 240 Abs. 3 HGB angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die Bewertung erfolgt nach der verlustfreien Methode, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen genügend Rechnung getragen. Soweit diese Vermögensgegenstände auf Fremdwährung lauten, werden diese gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für wesentliche Posten gebildet, soweit Ausgaben vor dem Bilanzstichtag getätigt werden, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Abs. 2 S.2 HGB mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Das zur Saldierung herangezogene Deckungsvermögen, bestehend aus Rückdeckungsversicherung der Allianz mit einem am Bilanzstichtag ausgewiesenen Saldo in Höhe von € 2.853.454,46. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter der Anwendung der Projected Unit Credit Methode ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde dem eingeräumten Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,82% (im Vorjahr 1,78%) angesetzt. Künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen werden mit 0% bei der Berechnung berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen vor Verrechnung mit dessen Deckungsvermögen betrug am Bilanzstichtag € 9.785.551,00. Nach der Saldierung gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wird die Pensionsverpflichtung mit € 6.932.096,54 ausgewiesen. Entsprechend wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von € 132.734,00 mit Zinserträgen oder Zinsaufwendungen aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von € 9.937,55 saldiert. Der Saldo in Höhe von € 122.796,45 ist in der Position Zinsen und Aufwendungen enthalten. Aufgrund hinausgeschobenen Pensionsalters berücksichtigt der Erfüllungsbetrag die noch nicht in Anspruch genommene Pension in Form einer Kompensation des Barwert-Abfalls nach Erreichen des Pensionsalters durch eine ausgleichende Erhöhung der Versorgungsleistungen. Die Bewertungsänderung folgt der Bewertung nach steuerlicher Betriebsprüfung. Der im Geschäftsjahr 2023 verbuchte Personalaufwand betrug -894.909,00 EUR (Vorjahr: -306.620,00 EUR). Der auf die Neubewertung entfallende Betrag ist darin enthalten. Die Anwendung des IDW RH FAB 1.021 ist nicht einschlägig, insoweit ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 keine weiteren Änderungen hinsichtlich der Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Die Steuerrückstellungen entfallen auf die noch ausstehenden Steuerschulden des Geschäftsjahres. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Rückstellung berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Soweit die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen liegen, kommt der höhere Wert zum Ansatz. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für die Währungsumrechnung wurden unter anderem im Geschäftsjahr folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darauf entfallene Umsatzsteuer entsprechende der Nettomethode vermindert. Die Gliederung und die Bewertung entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang auf den Abnehmer vorliegt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer wirtschaftlichen Verursachung ergebniswirksam. E. ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS I. Erläuterung zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Assoziiertes Unternehmen: Der nach der "At-Equity"-Methode im Jahr der Erstkonsolidierung ermittelte Wertansatz der Brunner (UK) Holdings Limited wurde gemäß § 312 Abs. 4 Satz 1 HGB um den Betrag der anteiligen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Zum 31.12.2023 beträgt der Beteiligungsbuchwert nach Hinzuerwerb der Anteile TEUR 5.266. Aktivische Unterschiedsbeträge i.S.d. § 312 Abs. 1 S.2 HGB betragen zum 31. Dezember 2022 0,00 EUR. Entsprechend § 312 Abs. 6 S. 2 HGB wurde der letzte Konzernabschluss der Brunner (UK) Holdings Limited zugrunde zum 30.09.2023 zugrunde gelegt. Sofern das assoziierte Unternehmen in seinem Jahres- bzw. Konzernabschluss vom Konzernabschluss der Brunner Holding GmbH abweichende Bewertungsmethoden anwendet, werden diese aus Wesentlichkeitsgründen nicht angepasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vermögensgegenstände, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen, in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 15) enthalten. Diese betreffen Vorsteuern, die erst im Folgejahr abziehbar sind. Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr beläuft sich auf TEUR 8.018 (Vorjahr: TEUR 7.836). Pensionsrückstellung Es bestehen weitere sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 2.853 (Vorjahr: T€ 2.844), die als Deckungsvermögen mit Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet wurden. Diese haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 85. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. In der Position sind im Wesentlichen folgende Rückstellungen enthalten:
Verbindlichkeitenspiegel
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Waren. II. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Hauptumsatzträger sind hochwertige Stühle und Tische. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Auf den Ausweis der Erlösschmälerungen in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde verzichtet. Die Erlösschmälerungen betrugen TEUR 2.466 (Vorjahr: TEUR 2.041). Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 91). Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 63). Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 40). Die Auflösung der Personalaufwendungen betrug TEUR 895 (Vorjahr: TEUR 307). Die periodenfremden Erträge betrugen im Geschäftsjahr T€ 1 (Vorjahr: T€ 7). Hierbei handelt es sich überwiegend um erhaltene Gutschriften. Die periodenfremden Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 0 EUR (Vorjahr: T€ 5). Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Finanzanlageverkäufen insgesamt in Höhe von TEUR 1.337 (Vorjahr: TEUR 319) enthalten. Unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Abschreibungen auf Finanzanlagen insgesamt in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.253) sowie Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen insgesamt in Höhe von TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 412) enthalten. Zudem beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Forderungsverluste in Höhe von TEUR 408. Diese sind insgesamt gleichzeitig von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB. Die Erträge aus Beteiligungen aus assoziierten Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 628 (Vorjahr: TEUR 815). III. Erläuterung zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird in Übereinstimmung mit dem Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) Nr. 21 erstellt. Der Finanzmittelfond umfasst den Bilanzposten B.III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks abzüglich jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird dabei nach der indirekten Methode ermittelt. IV. Sonstige Pflichtangaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Konzern werden diverse Miet- und Leasingverträge für Betriebsräume bzw. für Betriebs- und Geschäftsausstattung mit unterschiedlichen Laufzeiten abgeschlossen. Sie dienen der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs, stellen einen aktuellen technischen Stand sicher und tragen zur Planungssicherheit bei.
Als wesentliche Risiken aus den vorstehenden Verpflichtungen sind die daraus resultierenden Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft zu nennen. Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer, getrennt nach Gruppen (§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB):
Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Herr Rolf Brunner, Kaufmann, und Frau Helena Brunner, Großhandelskauffrau, sind zu jeweils alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern bestellt. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Philip Brunner wurde am 16.01.2023 zum Geschäftsführer bestellt, er ist gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer vertretungsbefugt und nicht von § 181 BGB befreit. Für die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) und b) HGB wird die Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 und 5 HGB in Anspruch genommen. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 158; davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 76, auf Steuerberatungsleistungen TEUR 43, auf sonstige Dienstleistungen TEUR 39. Haftungsverhältnisse Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten haftet die Gesellschaft für eine fremde Schuld in Höhe von T€ 156 gesamtschuldnerisch. Aufgrund der bisherigen Schuldentilgung des Schuldners wird mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht gerechnet. Weitere Haftungsverhältnisse entfallen auf Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von T€ 475 und auf Bürgschaften in Höhe von T€ 2.229. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bürgschaftsnehmer als gering eingeschätzt. Nachtragsbericht Besondere Vorkommnisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Konzernjahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 10.384 zuzüglich des um die offenen Gewinnausschüttungen geminderten Gewinnvortrags in Höhe von TEUR 34.961 auf neue Rechnung vorzutragen.
Rheinau-Freistett, den 18. November 2024 Brunner Holding GmbH Die Geschäftsführung Helena Brunner Rolf Brunner Konzernanlagenspiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Rheinau-Freistett, den 18. November 2024 gez.
Die Geschäftsführung Helena Brunner Rolf Brunner Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Brunner Holding GmbH, Rheinau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Brunner Holding GmbH, Rheinau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Brunner Holding GmbH, Rheinau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Achern, den 18. November 2024 Schultze
& Braun GmbH
Oksana Miglietti, Wirtschaftsprüfer Brunner GmbH, Rheinau-Freistett Bekanntmachung nach § 264 Abs. 3 HGB zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 Die Gesellschafterversammlung der Brunner GmbH hat am 12. Juli 2024 einstimmig beschlossen, dass Wahlrecht gemäß § 264 Abs. 3 HGB für die Veröffentlichung gemäß §§ 325 ff. HGB des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 in Anspruch zu nehmen. Das Mutterunternehmen, die Brunner Holding GmbH, hat sich bereit erklärt, für die von dem Tochterunternehmen Brunner GmbH bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen. Die Brunner GmbH wird in den Konzernabschluss der Brunner Holding GmbH (Mutterunternehmen) einbezogen, und der geprüfte Konzernabschluss und der Konzernlageberichtsamt dem Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2023 werden unter dem Mutterunternehmen, der Brunner Holding GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRB 371704, veröffentlicht.
Rheinau-Freistett, den 12.Juli 2024 Brunner Holding GmbH Rolf Brunner Helena Brunner als gesetzliche Vertreter |
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