Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 75815
Eingetragen
25.9.2015
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Gegenstand
Der Erwerb von Grundstücken in Recklinghausen sowie die Entwicklung, Bebauung und Vermietung dieser Grundstücke mit dem Ziel der Errichtung des Einkaufszentrums "Recklinghausen Arcaden" und anschließend der Besitz, die Vermietung und Verwaltung der "Recklinghausen Arcaden".

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Makovec
seit 27.2.2025
Geschäftsführer
Jakub Jan Skwarło
seit 27.2.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert99.99% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (6)

NameAnteil
Purple Grafton S.à r.l.LUX
86.41%
Rodamco Retail Deutschland B.V.NLD
7.54%
Rodamco Retail Deutschland B.V.NLD
4.58%
CPP Investment Board Europe Inc.CAN
0.84%
CPP Investment Board Europe Inc.CAN
0.52%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Unibail-Rodamco Beteiligungs GmbH
Germany
23.700 €
94.80%
AS Holding GmbH
Germany
1.275 €
5.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Palais Vest GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 108.285.625,94 112.956.505,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 526.423,00 594.231,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 634.033,00 777.508,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 761.777,74 798.126,17
110.207.859,68 115.126.371,11
II. Finanzanlagen
Wertpapiere 48.483,52 48.483,52
110.256.343,20 115.174.854,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Noch nicht abgerechnete Leistungen 2.055.617,02 3.849.323,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Vermietung 1.456.575,79 1.364.117,75
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 117.319,89 224.915,77
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.628.106,09 4.732.099,64
4. Sonstige Vermögensgegenstände 303.484,40 307.466,72
7.505.486,17 6.628.599,88
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.570.534,65 1.737.121,98
11.131.637,84 12.215.045,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 227.893,83 426.860,44
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 14.373.277,36 13.747.872,62
135.989.152,23 141.564.632,88

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 65.665.000,00 65.665.000,00
III. Verlustvortrag -79.437.872,62 -76.085.143,77
IV. Jahresfehlbetrag -625.404,74 -3.352.728,85
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 14.373.277,36 13.747.872,62
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.590,00 5.985,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.801.308,06 3.068.721,71
2.806.898,06 3.074.706,71
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 59.992.360,18 59.987.452,89
2. Erhaltene Anzahlungen 1.316.920,01 3.715.704,12
3. Verbindlichkeiten aus Vermietung 208.428,41 190.985,39
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 564.922,82 740.075,13
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63.009.058,36 63.478.031,14
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.057.835,13 10.073.615,95
133.149.524,91 138.185.864,62
D. Rechnungsabgrenzungsposten 32.729,26 304.061,55
135.989.152,23 141.564.632,88

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.505.204,47 13.985.771,57
2. Veränderung des Bestands an noch nicht abgerechneten Leistungen -1.878.570,93 -1.789.934,21
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.485.854,64 1.335.974,96
16.112.488,18 13.531.812,32
4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
a) Aufwendungen für die Bewirtschaftung 6.019.585,39 6.010.179,47
b) Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen 234.157,27 374.825,24
6.253.742,66 6.385.004,71
5. Rohergebnis 9.858.745,52 7.146.807,61
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 4.571.805,68 4.554.239,52
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.692.983,68 1.617.991,88
3.593.956,16 974.576,21
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.816,59 12.043,20
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 40.830,5 (Vj.: TEUR 12)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.806.740,09 3.880.667,86
davon an verbundene Unternehmen EUR 2.015.579,04 (Vj.: TEUR 2.089)
-3.762.923,50 -3.868.624,66
-168.967,34 -2.894.048,45
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.243,00 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -166.724,34 -2.894.048,45
12. Sonstige Steuern 458.680,40 458.680,40
13. Jahresfehlbetrag -625.404,74 -3.352.728,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Unsere Gesellschaft ist unter der Firma Palais Vest GmbH mit Sitz in Düsseldorf im Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Nummer HRB 75815 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die größenabhängigen Befreihungen des § 285 Abs. 3 HGB werden in Anspruch genommen.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte grundsätzlich entsprechend den Regelungen des § 266 Abs. 2 und 3 HGB und den Regelungen des § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) sowie in Anlehnung an die Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen in der Fassung vom 16. Oktober 2020.

Um den unternehmensspezifischen Besonderheiten der Gesellschaft Rechnung zu tragen und zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit sowie in Anlehnung an die gemäß § 330 HGB bei Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen sind die nachstehenden Postenbezeichnungen entsprechend den Regelungen des § 265 Abs. 6 HGB verwendet worden:

Minderung und Erhöhung des Bestandes an noch nicht abgerechneten Leistungen

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen

Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen

Aufwendungen für die Bewirtschaftung.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Unsere Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag buchmäßig überschuldet. Der gemäß § 268 Abs. 3 HGB ausgewiesene Posten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" beträgt TEUR 14.373. Mit Datum vom 1. September 2021 und zweitem Nachtrag vom 29. März 2023 hat die Gesellschafterin der Gesellschaft eine Darlehenszusage gegeben, um einen zukünftig auftretenden Liquiditätsbedarf abzudecken. Sie erklärt sich unwiderruflich und unter Verzicht auf sämtliche Einreden und Einwendungen bereit, der Gesellschaft jeweils auf erstes Anfordern auch im Insolvenzfall einen Betrag in Höhe von maximal TEUR 23.000 als Darlehen zur freien Verfügung zu stellen. Unsere Gesellschaft ist somit nicht im insolvenzrechtlichen Sinne nach § 19 Abs. 2 InsO überschuldet.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird daher der Rechnungslegungsgrundsatz zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) angewandt. Im Hinblick auf bestandsgefährdende Risiken verweisen wir auf Abschnitt "5.2 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung" des Lageberichts.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren daher im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 5 und 33 Jahren) vermindert.

Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Vor dem Geschäftsjahr 2018 wurden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurde bis 2018 das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Seit der Anhebung der Grenze für geringwertigen Anlagegüter im Geschäftsjahr 2018 werden keine neuen Sammelposten in der Handelsbilanz mehr gebildet.

Die Grundstücke und Bauten werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der gewerblich genutzte Teil der Bauten wird über 33 Jahre abgeschrieben. Die Herstellungskosten berücksichtigen die Einzel- und Gemeinkosten. Für die wesentlichen Baumaßnahmen, die im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen wurden, wurden auch die Zinsen für Fremdkapital, das zur Baufinanzierung verwendet wurde, in die Herstellungskosten einbezogen, soweit diese Zinsen auf den Zeitraum der Herstellung entfielen (Zinsaktivierung bis einschließlich Geschäftsjahr 2014 in Höhe von kumuliert insgesamt TEUR 5.419). Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei dauerhaften Wertminderungen i.S.d. IDW RS IFA 2 erfasst. Zur Ermittlung eines außerplanmäßigen Abschreibungsbedarfs wird der beizulegende Zeitwert der Immobilie gemäß Gutachten eines externen Sachverständigen zunächst mit den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Abschlussstichtag verglichen. Liegt der Zeitwert unter dem Buchwert, so wird bei der bei Annahme der planmäßigen Abschreibungen fortgeführte Buchwert innerhalb der nächsten 5 Jahre mit dem Zeitwert verglichen. Sofern innerhalb von 5 Jahren keine Unterdeckung des Buchwerts durch den Zeitwert mehr vorliegt, ist nicht von einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung auszugehen und kein außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf angezeigt.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Gemäß Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen sind noch nicht abgerechnete Betriebskosten unter den unfertigen Leistungen auszuweisen. In Anlehnung an diese Verordnung weist die Gesellschaft die noch nicht abgerechneten Betriebskosten unter den noch nicht abgerechneten Leistungen innerhalb der Vorräte aus. Ebenso werden noch nicht abgerechnete Forderungen aus umsatzabhängigen Mieten (Umsatzmieten) bis zu ihrer Rechnungstellung in den Vorräten ausgewiesen. Die Bewertung der noch nicht abgerechneten Leistungen erfolgt zum Nennbetrag der zukünftigen Forderungen.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt grundsätzlich zum Nennbetrag. Bei den Forderungen aus Vermietung erkennbare Einzelrisiken werden in Form von Einzelwertberichtigen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung von 2 % wird auf den Rest-Netto-Forderungsbestand gebildet.

Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Bei den ausgewiesenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Palais Vest GmbH leistet vertragliche Investitionskostenzuschüsse an ausgewählte Mieter. Die Gesellschaft grenzt die Investitionskostenzuschüsse gemäß HFA 2/1996 über den vertraglich vereinbarten Mietzeitraum als aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ab.

Das Gezeichnete Kapital stimmt mit den Angaben im Gesellschaftsvertrag sowie mit der Eintragung im Handelsregister überein und beträgt zum Abschlussstichtag EUR 25.000,00. Der Ansatz erfolgt zum Nennbetrag.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgt nach der Nettomethode.

Bei den ausgewiesenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt gemäß des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Die Mieten zahlreicher Mieter bemessen sich entweder nach einem Prozentsatz der erzielten Ladenumsätze (sogenannte Umsatzmieten) oder nach vertraglich fixierten Mindestmieten, wenn die erzielten Umsätze zu gering sind. Die Berechnung der Umsatzmieten erfolgt auf Basis von Umsatztestaten der Mieter. Sollte ein Testat zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses der Palais Vest GmbH noch nicht vorliegen, wird die Umsatzmiete auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Gesellschaft ermittelt.

Analog der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen weist die Gesellschaft Aufwendungen für die Bewirtschaftung und Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen innerhalb der Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen aus.

Die Gesellschaft erwartet aus der zukünftigen Anwendung des Mindeststeuergesetzes und ausländischen Mindeststeuergesetzen keine wesentlichen Auswirkungen.

III. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Sämtliche Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus den folgenden Sachverhalten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderung aus nicht gezahlter Kapitalrücklage 3.349 3.349
Aus Lieferung und Leistungen 1.383 1.383
Aus Cash-Pooling 896 0
5.628 4.732

Im Falle der Forderungen aus nicht Eingezahlter Kapitalrücklage handelt es sich um Forderungen gegen Gesellschafter.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet gegebene Investitionskostenzuschüsse an Mieter des Centers. Die Auflösung erfolgt linear über die jeweilige Laufzeit des Mietvertrages.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Mietrisiken 1.325 910
Ausstehende Eingangsrechnungen 1.070 1.753
Ausstehende Rechnungen für Mietnebenkosten 348 349
Steuerberatung 26 25
Übrige 33 32
2.801 3.069

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben zu den Verbindlichkeiten in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Restlaufzeit der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023

Davon Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
C. Verbindlichkeiten 133.149 4.975 128.084 90
1. Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 59.992 1.192 58.800 0
2. Erhaltene Anzahlungen 1.317 1.317 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Vermietung 208 92 26 90
4. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 565 565 0 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63.009 1.809 61.200 0
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.058 0 8.058 0

Restlaufzeit der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022

Davon Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
C. Verbindlichkeiten 138.186 7.984 130.100 102
1. Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 59.987 1.187 58.800 0
2. Erhaltene Anzahlungen 3.716 3.716) 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Vermietung 191 63 26 102
4. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 740 740 0 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63.478 2.278) 61.200 0
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.074 0 10.074 0

Unsere Gesellschaft hat ein Darlehen von einem ausländischen Pensionsfonds erhalten, bei dem es sich weder um ein Kreditinstitut noch ein verbundenes Unternehmen handelt. Der Ausweis dieser nach teilweiser Tilgung bis zum Abschlussstichtag verbleibenden Darlehensschuld erfolgt insoweit unter dem Posten "Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern".

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus den folgenden Sachverhalten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
aus Darlehen 62.441 62.436
aus organschaftlicher Steuerverrechnung 294 408
aus Lieferungen und Leistungen 274 78
aus Cash Pooling 0 556
63.009 63.478

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren ausschließlich aus einem Darlehen nebst aufgelaufener Zinsen. Der Darlehensgläubiger ist gleichzeitig ein verbundenes Unternehmen.

IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse umfassen im Wesentlichen Mieterlöse. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 697 Umsatzmieten für Vorjahre an die Mieter fakturiert, die im Jahresabschluss des Vorjahres lediglich mit geschätzten Beträgen im Bilanzposten "Noch nicht abgerechnete Leistungen" über den Erfolgsposten "Bestandsveränderung" aktiviert waren. Der Unterschied in Höhe von TEUR 375 zwischen dem nunmehr fakturierten Betrag und dem im Vorjahr geschätzten Betrag ergibt für das Berichtsjahr per Saldo einen periodenfremden Ertrag.

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rohmieten * 9.103 22.212
Umlagen 6.791 5.111
Sonstige Mieten 857 158
Erlösschmälerung -245 1
16.505 13.956

* Vertraglich vereinbarte Mindestmieten

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Nebenkostenabrechnungen 2020, 2021 und 2022 vorgenommen. In ähnlicher Form erfolgt die Erstaktivierung im Entstehungsjahr und die Fakturierung zeitversetzt, per Saldo ergab sich hier im Berichtsjahr ein periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 1.063.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 620 (Vj. TEUR 677) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 702 (Vj. TEUR 402). Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen insbesondere Erträge aus Weiterbelastungen TEUR 29 (Vj. TEUR 113) und Erträge aus Schadenersatzforderungen TEUR 45 (Vj. TEUR 109) enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und die Erträge aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sind periodenfremd.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus Vermietung in Höhe von TEUR 1.045 (Vj. TEUR 1.151) und Einzelwertberichtigungen auf andere Forderungen in Höhe von TEUR 114 (Vj. TEUR 0) sowie Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten i.H.v. TEUR 295 (Vj. TEUR 121) enthalten. Weiterhin sind im Geschäftsjahr periodenfremde Aufwendungen i.H.v. TEUR 178 (Vj. TEUR 0) enthalten.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen beinhalten die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr i.H.v. TEUR 4.572 auf Bauten des Objekts Palais Vest.

Der Zinsaufwand in Höhe von TEUR 3.807 resultiert im Wesentlichen aus den Zinsen für das Darlehen der Unibail-Rodamco-Westfield SE i.H.v. TEUR 1.864 (Vj. TEUR 1.864), für das Darlehen des ausländischen Pensionsfonds i.H.v. TEUR 1.791 (Vj. TEUR 1.791) und für das Gesellschafterdarlehen i.H.v. TEUR 135 (Vj. TEUR 211).

V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

Die Rechtsvorgängerin der Gesellschaft hatte am 23. April 2012 mit der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf, einen Objektmanagementvertrag geschlossen. Die Vertragslaufzeit begann am 1. März 2013 und endet nach Ablauf von 15 vollen Kalenderjahren. Der Vertrag verlängert sich jeweils um fünf Jahre, wenn er nicht von einem der Vertragspartner unter Einhaltung der Kündigungsfrist von zwölf Monaten zu seinem Ablauf gekündigt wird. Gegenstand dieses Vertrages sind die kaufmännische und die technische Objektverwaltung und -betreuung des Palais Vest.

Weiterhin besteht zwischen der Gesellschaft und der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf, ein Geschäftsbesorgungsvertrag. Dieser Vertrag begann am 1. März 2010 und hatte eine ursprüngliche Laufzeit bis zum 31. Dezember 2012. Der Vertrag verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn er nicht von einer der Vertragsparteien aus wichtigem Grund gekündigt wird.

Es besteht zwischen der Gesellschaft und der mfi Immobilien Marketing GmbH ein Standortsicherungsvertrag. Hierin verpflichtet sich die mfi Immobilien Marketing GmbH dazu, alle ihr erforderlich erscheinenden Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherung des Objektstandortes Palais Vest in Recklinghausen vorzunehmen, um somit die Mieteinnahmen der Gesellschaft sowohl kurz- als auch langfristig zu sichern. Die Vereinbarung endet automatisch mit der Beendigung oder Kündigung des Objektmanagementvertrags mit der mfi Shopping Center GmbH.

Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum Abschlussstichtag sind für diese Leistungen Honorare in Höhe von TEUR 1.729 (Vj. TEUR 1.896) angefallen. Die Gesellschaft erwartet in den Folgejahren Vergütungen in ähnlicher Höhe p.a.

VI. Sonstige Angaben

Geschäftsführung und Vertretung

Die Geschäftsführung erfolgte durch die folgenden Personen:

Herrn Paul Douay, Düsseldorf; Director of Operations Austria & Germany bei der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf,

Herrn Andreas Hohlmann, Tübingen; Regional Managing Director Austria & Germany bei der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf,

Frau Raisa Nazarova, Düsseldorf; Head of Performance Management & Control Germany & Austria bei der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf,

Herrn Philipp Artus Gideon von Wallenberg-Pachaly, Düsseldorf; Director of Legal bei der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf,

Herrn Constantin Wiesmann, Köln; Director of Leasing Austria & Germany bei der mfi Shopping Center Management GmbH, Düsseldorf.

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Die Geschäftsführung erhielt für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr keine Vergütung von der Gesellschaft.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.

Konzernverhältnisse

Die Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2023 den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die Offenlegung dieses Konzernabschlusses erfolgt durch Einreichung beim Betreiber des Unternehmensregisters.

Der Konzernabschluss für den größten Konzernkreis, in den unsere Gesellschaft einbezogen wird, wird zum 31. Dezember 2023 von der Unibail-Rodamco-Westfield SE, Paris, aufgestellt und ist am Sitz der Gesellschaft bzw. auf deren Internetseite erhältlich.

Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf, einbezogen wird.

Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag ergeben.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 625 zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen

 

Düsseldorf, 07. Juni 2024

Palais Vest GmbH, Düsseldorf

- Geschäftsführung -

Paul Douay

Andreas Hohlmann

Raisa Nazarova

Philipp von Wallenberg-Pachaly

Constantin Wiesmann

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 195.744.278,71 243.386,86 583.447,98 195.404.217,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.385.776,66 29.703,80 0,00 1.415.480,46
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.335.987,62 0,00 0,00 2.335.987,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 798.126,17 93.976,57 130.325,00 761.777,74
200.264.169,16 367.067,23 713.772,98 199.917.463,41
II. Finanzanlagen
Wertpapiere 52.242,72 0,00 0,00 52.242,72
200.316.411,88 367.067,23 713.772,98 199.969.706,13
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 82.787.772,77 4.330.818,88 0,00 87.118.591,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 791.545,66 97.511,80 0,00 889.057,46
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.558.479,62 143.475,00 0,00 1.701.954,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
85.137.798,05 4.571.805,68 0,00 89.709.603,73
II. Finanzanlagen
Wertpapiere 3.759,20 0,00 0,00 3.759,20
85.141.557,25 4.571.805,68 0,00 89.713.362,93
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 108.285.625,94 112.956.505,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 526.423,00 594.231,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 634.033,00 777.508,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 761.777,74 798.126,17
110.207.859,68 115.126.371,11
II. Finanzanlagen
Wertpapiere 48.483,52 48.483,52
110.256.343,20 115.174.854,63

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Palais Vest GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Palais Vest GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Palais Vest GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe "II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 5.2 "Bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft infolge eines Wertverfalls ihrer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie nicht in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten aus dem gegenwärtig erzielbaren Veräußerungserlös vollständig zurückzuzahlen. Aus diesem Grund wurde die Rückzahlung der Verbindlichkeiten, soweit es zwischenzeitlich nicht zu einer Veräußerung der Immobilie kommt, bis zum 31. Dezember 2025 gestundet. Bei einer Veräußerung der Immobilie im Prognosezeitraum besteht eine Verpflichtung zur Rückzahlung des Darlehens mittels des Veräußerungserlöses. Für den Fall eines zu geringen Veräußerungserlöses besteht eine mit einer Frist von sechs Monaten zum Jahresende kündbare Kreditlinie, die in Anspruch genommen werden kann.

Wie in Angabe II und Abschnitt 5.2 dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 7. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Velder, Wirtschaftsprüfer

Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsmodell

Die Palais Vest GmbH ist im Besitz von und verwaltet sowie vermietet das Einkaufszentrum in Recklinghausen, das "Palais Vest". Die Gesellschaft ist Tochtergesellschaft der Unibail-Rodamco-Westfield Germany GmbH, Düsseldorf, sowie - mittelbar - der Konzernobergesellschaft Unibail-Rodamco-Westfield SE, Paris.

Die Gesellschaft beschäftigt unverändert kein eigenes Personal. Die mfi Shopping Center Management GmbH, Düsseldorf, ist mit den Vermietungsleistungen des Shopping-Centers betraut; dies umfasst die Betreuung der Kunden und Mieter vor Ort durch das Centermanagement sowie die kaufmännische Verwaltung der Mieter im Property Management.

Das Centermanagement umfasst die technische Betreuung des Objektes in den Bereichen Property, Maintenance, Purchase and Sustainability (PMPS) sowie das umfassende Marketing für das Objekt im Auftrag der tätigen Werbegemeinschaft. Eine weitere Aufgabe besteht im Führen von Mietergesprächen auch hinsichtlich der Nachvermietung von freistehenden Mietflächen.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr unserer Gesellschaft war von folgenden Geschäfts- und Rahmen-bedingungen geprägt.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", so die Präsidentin des statistischen Bundesamtes bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so die Präsidentin weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Laut dem Investmentmarktüberblick von JLL zum Q4 2023 hat der deutsche Investmentmarkt das Jahr 2023 mit einem Transaktionsvolumen inklusive der Nutzungen Living von insgesamt Mrd. 32 EUR abgeschlossen. Das Ergebnis ist gleichbedeutend mit einem Minus von rund 52 % gegenüber dem Vorjahr. Damit schließt 2023 als das schlechtestes Investmentjahr seit 2011 und sogar um 58 % unter dem 10-Jahres-Schnitt. Vom Rückgang beim Transaktionsvolumen um 52 % sind Portfolio- und Einzeltransaktionen gleichermaßen betroffen.

Mit Einzeltransaktionen wurde 2023 ein Volumen von knapp Mrd. 20 EUR erzielt (- 49%), auf Portfoliodeals entfielen Mrd. 12 EUR (- 56 %).

Der Handelsverband Deutschland (HDE) blickt in seiner Jahrespressekonferenz am 31. Januar 2024 auf ein schwaches Jahr 2023 zurück. So verliert der Einzelhandel preisbereinigt 3,5 % an Umsatz gegenüber dem Vorjahr.

3. Geschäftsverlauf und Lage

3.1 Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 625 abgeschlossen. Die Ergebnisveränderungen stellen sich im Verhältnis zum Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 16.505 13.986 2.519
Bestandsveränderung - 1.878 - 1.790 -88
Sonstiger betrieblicher Ertrag 1.486 1.336 150
Betriebliche Leistung 16.113 13.532 2.581
Betriebliche Aufwendungen 1) - 12.519 - 12.557 38
Finanzergebnis 2) - 3.763 - 3.869 106
Ergebnis vor Steuern - 169 - 2.894 2.725
Steuern - 456 - 459 3
Jahresfehlbetrag -625 -3.353 2.728

1) Summe Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen

2) Summe der Zinserträge und -aufwendungen

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Rohmieten * 9.103 22.212 -13.109
Umlagen 6.791 5.111 1.680
Sonstige Mieten 857 158 699
Erlösschmälerung -245 1 -246
16.505 13.956 2.549

* Vertraglich vereinbarte Mindestmieten

Die Veränderungen der betrieblichen Leistungen sind im Wesentlichen auf die Steigerung der Erlöse aus der Vermietung des Shopping Centers zurückzuführen.

Die betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber 2022 um TEUR 5.575 auf TEUR 135.989 verringert. Die Veränderung der Aktivseite ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 4.918 bedingt durch planmäßige Abschreibungen, einem Rückgang der noch nicht abgerechneten Leistungen um TEUR 2.436 sowie dem Anstieg der Forderungen aus Cashpooling in Höhe von TEUR 896.

Die Reduzierung der Passivseite resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang der erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 2.399, sowie aus der Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um TEUR 2.016 und der Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 469. Das Eigenkapital verringerte sich um TEUR 625, ursächlich dafür ist der Jahresfehlbetrag.

2023
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.629
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 7
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.802
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -166
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.737
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.571

Der operative Cashflow ergibt sich vereinfacht aus dem Jahresergebnis nach Steuern i.H.v. TEUR -625, der Abschreibungen i.H.v. TEUR 4.572, der Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 3.869, der Zinsaufwendungen i.H.v. TEUR 3.807 sowie der Abnahme der Vorräte und sonstigen Aktiva i.H.v. TEUR 2.011. Der Investitionscashflow ergibt sich im Wesentlichen aus der Veränderung des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 347 abzüglich der Veränderung aus der Zunahme der Cash-Pool Forderung i.H.v. TEUR 340. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wird im Wesentlichen durch die Tilgung der Darlehen um insgesamt TEUR 2.000 sowie dem negativen Finanzergebnis des Geschäftsjahres i.H.v. TEUR -3.763 geprägt.

Der Finanzmittelfond setzt sich ausschließlich aus liquiden Mitteln, d.h. Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

Unsere Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag buchmäßig überschuldet. Der gemäß § 268 Abs. 3 HGB ausgewiesene Posten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehl-betrag" beträgt TEUR 14.373. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu einem bestandsgefährdenden Risiko unter 5.2 "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung" des Lageberichts.

Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres sind wir insgesamt zufrieden, da trotz anhaltender Überschuldung der Jahresfehlbetrag im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert werden konnte.

3.3 Kennzahlen

Für die Gesellschaft wesentliche Leistungsindikatoren werden anhand nachstehender Kennzahlen dargestellt.

2023 2022
TEUR TEUR
Rohmiete 9.103 8.717
EBITDA 8.166 5.529

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht als wesentlich erachtet, da sie nicht für die Steuerung des Unternehmens herangezogen werden.

3.4 Prognose-Ist-Vergleich

Wir haben für das Geschäftsjahr 2023 leicht steigende Rohmieten und ein leicht steigendes EBITDA jeweils im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. In diesem Kontext bedeutete "leicht steigend" einen Anstieg von bis zu 5 %. Die Rohmiete ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 385 (4 %) gestiegen, unsere Prognose ist somit eingetreten. Der Anstieg lässt sich insbesondere mit neuverhandelten Mindestmieten begründen.

Das EBITDA ist im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen (48%); unsere Prognose wurde sogar übertroffen. Ursächlich sind deutlich höhere Erlöse aus der Vermietung des Shopping Centers.

4. Finanzsituation

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Verbindlichkeiten insgesamt um TEUR 5.037 gegenüber dem Vorjahresstichtag gesunken. Ursächlich für diese Verringerung waren Teilrückzahlungen auf die bestehenden Darlehensfinanzierungen sowie ein Rückgang der erhaltenen Anzahlungen aufgrund von Nebenkostenabrechnungen um TEUR 2.399.

Unsere Gesellschaft hatte mit Datum vom 30. Januar 2015 einen Darlehensvertrag über TEUR 187.942 mit der Unibail-Rodamco-Westfield SE, Paris, abgeschlossen. Das Darlehen war endfällig am 30. Januar 2020, ermöglichte der Gesellschaft jedoch in einem bestimmten Rahmen, freie Liquidität zu Sondertilgungen zu verwenden. Das Darlehen wurde später zu 49 % von einem ausländischen Pensionsfonds übernommen. Da es sich bei dem ausländischen Pensionsfonds weder um ein Kreditinstitut noch um ein verbundenes Unternehmen handelt, erfolgt der Bilanzausweis der nach teilweiser Tilgung zum Abschlussstichtag verbleibenden Darlehensschuld insoweit unter dem Posten "Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern". Hingegen wird der Darlehensanteil der Unibail-Rodamco-Westfield SE in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Im Januar 2020 wurden beide Darlehensverträge jeweils mit einer Laufzeit von 5 Jahren mit Endfälligkeit zum 30. Januar 2025 neu geschlossen, die Darlehen valutierten zu diesem Zeitpunkt mit TEUR 61.200 bzw. TEUR 58.800. Beide Darlehen sind mit einem Zinssatz von 2,96 % versehen. Jährliche Sondertilgungen sind in einem bestimmten Rahmen vertraglich möglich und von unserer Gesellschaft beabsichtigt.

Mit Datum vom 1. September 2021 und Nachtrag vom 29. März 2023 hat die Gesellschafterin der Gesellschaft eine Darlehenszusage gegeben, um einen zukünftig auftretenden Liquiditätsbedarf abzudecken. Sie erklärt sich unwiderruflich und unter Verzicht auf sämtliche Einreden und Einwendungen bereit, der Gesellschaft jeweils auf erstes Anfordern auch im Insolvenzfall einen Betrag in Höhe von maximal TEUR 23.000 als Darlehen zur freien Verfügung zu stellen.

5. Risiko- und Chancenbericht

5.1 Risikomanagement

Als Risikomanagementmethoden sind die Analyse der Umsatzentwicklung der Mieter aufgrund quartalsweise gemeldeter Umsätze, die monatlichen Soll-Ist-Vergleiche der Ergebnisse sowie das permanente Forderungsmanagement zu erwähnen.

5.2 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die mit der operativen Tätigkeit des Unternehmens einhergehenden Risiken werden im Folgenden, ihrer Bedeutung nach fallend, aufgeführt.

Neben den Risiken, die sich mittelbar aus negativen Konjunkturschwankungen des Einzelhandels auf die erzielbaren Vermietungserlöse ergeben können, bestehen allgemeine Risiken in der Durchsetzbarkeit von Nebenkostenforderungen aufgrund aktueller Rechtsprechung. Dem Ausfallrisiko solcher Forderungen wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

In Bezug auf die im ersten Halbjahr 2025 auslaufenden Gesellschafterdarlehen hat die Gesellschaft mit einer separaten Vertragsänderung im Mai 2024 eine Stundungsvereinbarung ihrer Darlehen bis 31. Dezember 2025 mit auflösender Bedingung im Falle einer vereinbarten Verlängerung oder eines Verkaufs vereinbart.

Die Gesellschaft ist infolge eines Wertverfalls ihrer Immobilie nicht in der Lage, ihre Verbindlichkeiten aus dem gegenwärtig erzielbaren Veräußerungserlös vollständig zurückzuzahlen. Aus diesem Grund wurde die Rückzahlung der Verbindlichkeiten, soweit es zwischenzeitlich nicht zu einer Veräußerung der Immobilie kommt, bis zum 31. Dezember 2025 gestundet. Bei einer Veräußerung der Immobilie im Prognosezeitraum besteht eine Verpflichtung zur Rückzahlung des Darlehens mittels des Veräußerungserlöses. Für den Fall eines zu geringen Veräußerungserlöses besteht eine mit einer Frist von sechs Monaten zum Jahresende kündbare Kreditlinie, die in Anspruch genommen werden kann. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die ein bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft darstellen.

Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen werden durch regelmäßige Analysen der Altersstruktur der Forderungen zusammen mit einem ausgeprägten Mahnwesen begegnet.

Aus dem allgemeinen Insolvenzrisiko der Mieter ergeben sich für die Gesellschaft eventuell Anfechtungsrisiken in Bezug auf bereits vereinnahmte Mieten. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit angemessener Rückstellungsbildung.

Darüber hinaus gehende Risiken in Bezug auf die Nebenkostenabrechnungen werden über angemessene Rückstellungen abgebildet. Pauschale Risikoabschläge und vertragliche Vereinbarungen mit den einzelnen Mietern werden innerhalb der Vorratsbewertung berücksichtigt.

Daneben bestehen noch folgende allgemeine Risiken:

Ein weiteres Risiko besteht aus strukturellen Veränderungen der Umgebung. So könnten neu errichtete Shopping-Center in unmittelbarer Nähe eine Verschärfung des Wettbewerbs sowie den Verlust von potenzieller Kundschaft für unsere Mieter bedeuten. Derzeit ist der Geschäftsführung über solche Pläne nichts bekannt.

Generell können makroökonomische Risiken sowie eine wiederkehrende, länger anhaltende Pandemie die aus unserem Immobilienbesitz resultierenden zukünftigen Zahlungsströme wieder belasten mit der Folge, dass die Marktbewertung (Fair Value) weiter unter Druck kommt, insbesondere auch durch entsprechend erschwerte Neu- und Nachvermietungen.

Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielt eine entscheidende Rolle für die Geschäftsentwicklung. Insbesondere die regionale Konjunkturentwicklung bestimmt die Richtung und die Intensität der Nachfrage nach Produkten unserer Mieter. Eine globale Wirtschaftskrise sowie eine hohe Inflation mit einem Einbruch der volkswirtschaftlichen Entwicklung würde zu deutlichen Umsatzrückgängen mit entsprechenden Ergebniseinflüssen bei unseren Mietern führen, was somit auch Einfluss auf die durchsetzbare Miethöhe und den Leerstand unserer Mietflächen haben könnte.

Aufgrund der durch den Russland-Ukraine Krieg angespannten wirtschaftlichen Lage und einer weiterhin schwierigen Vermietungssituation in unserem Shopping-Center hat sich die Risikosituation weiter verschärft. Wir verweisen auf den nachfolgenden Abschnitt 6. "Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft" dieses Lageberichts.

Bestandsgefährdendes Risiko:

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 14.373 (i. Vj. TEUR 13.748) auf. Zudem ist der beizulegende Zeitwert der Immobilie um TEUR 16.447 (14,23%) von TEUR 115.578 auf TEUR 99.131 gesunken. Damit liegt der Zeitwert zum Abschlussstichtag unterhalb des Buchwerts der Gesellschafterdarlehen von TEUR 121.802. Infolge dieses Wertverfalls ist die Gesellschaft nicht in der Lage, ihre Verbindlichkeiten aus dem gegenwärtig erzielbaren Veräußerungserlös vollständig zurückzuzahlen. Aus diesem Grund wurde die weiter oben beschriebene Stundung der Gesellschafterdarlehen im Mai 2024 eingeräumt. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin angewiesen, die mit Datum vom 1. September 2021 und Nachtrag vom 29. März 2023 eine Darlehenszusage an die Gesellschaft gegeben hat, in der sie sich unwiderruflich und unter Verzicht auf sämtliche Einreden und Einwendungen bereit erklärt, der Gesellschaft jeweils auf erstes Anfordern auch im Insolvenzfall einen Betrag in Höhe von maximal TEUR 23.000 als Darlehen zur freien Verfügung zu stellen.

Die Gesellschaft ist daher zur Aufrechterhaltung ihrer Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf die unmittelbare Gesellschafterin finanziell angewiesen. Dies stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

Da die Gesellschaft ein aktives Mieter- und Mietflächenmanagement durchführt ergeben sich dadurch zukünftig Chancen in Bezug auf eine Steigerung der Rohmieten. Ferner sieht die Gesellschaft aufgrund der allgemeinen Erholung der wirtschaftlichen Lage Chancen in der Steigerung umsatzbasierter Mieten.

6. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die wirtschaftliche Schwächephase hält auch zum Jahreswechsel 2023/24 an. Nach einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang des BIP um 0,3 % zum Jahresende 2023 deuten aktuelle Frühindikatoren noch nicht auf eine rasche konjunkturelle Erholung hin. Mit einem rückläufigen Trend der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die deutsche Wirtschaft aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen, führt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz der Bundesrepublik Deutschland (BMWK) in seiner Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 aus.

JLL führt in seinem Ausblick für 2024 aus, dass je nachdem, wie sich die Zentralbanken in ihrer Zinspolitik positionieren, sich im Laufe des Jahres 2024 auch rasch eine dynamischere Aufwärtsentwicklung ergeben könnte. Aus der aktuellen Marktsituation heraus erachtet JLL für das Jahr 2024 ein Transaktionsplus von 20-30 % gegenüber 2023 als realistisch. Darin enthalten ist auch eine Rückkehr institutioneller Anleger, die nahezu das gesamte Jahr 2023 im Beobachtungsmodus operiert haben. JLL bemerkte bereits, dass sie langsam aktiver werden und Immobilien wieder mehr in den Fokus rücken. Dies umso mehr, weil die Renditen von Staatsanleihen stark gesunken sind und bei realer Betrachtung nach Abzug der Inflation erneut in den negativen Bereich zurückgefallen sind.

Nach einem schwierigen Jahr 2023 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit zumindest leicht verbesserten Umsätzen für den Einzelhandel im laufenden Jahr. Im Vorjahresvergleich steigen die Umsätze demnach nominal um 3,5 %, real entspricht das einem Plus von 1 %. Gleichzeitig bleiben aber viele Risiken für den Konsum. Dazu gehören die Kriege in der Ukraine und in Nahost sowie der sich verschärfende Arbeitskräftemangel, berichtete der HDE in seiner Pressekonferenz am 31. Januar 2024.

Die Gestaltung des Kundenerlebnisses bleibt weiterhin im Fokus. Durch marketinggetriebene Prozesse sind wir bestrebt, die Shopping Center mit einem Profil zu positionieren, das Demographie, Umweltaspekte und Wettbewerbssituation in vollem Umfang Rechnung trägt.

Die Neu- und Nachvermietungen von freistehenden Mietflächen sowie die weitere Optimierung des Shopping Centers werden auch in den kommenden Geschäftsjahren fortgesetzt.

Auf bestandsgefährdende Risiken haben wir unter Abschnitt 5.2 "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung" hingewiesen.

Unter Berücksichtigung der Entwicklungsziele der Gesellschaft wird für 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr eine leicht sinkende Rohmiete und ein spürbar sinkendes EBITDA prognostiziert. Leicht sinkend bedeutet in diesem Kontext einen Rückgang von bis zu 5 % und spürbar sinkend einen Rückgang von mehr als 5 % im Vergleich zum Vorjahr.

 

Düsseldorf, 7. Juni 2024

Palais Vest GmbH, Düsseldorf

Geschäftsführung

Paul Douay

Andreas Hohlmann

Raisa Nazarova

Philipp von Wallenberg-Pachaly

Constantin Wiesmann

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 5.August 2024 festgestellt.

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