B7 GmbH
28mSonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Björn B. Dr. Schmidt seit 22.11.2022 | Prokura |
Kevin Alansky seit 22.11.2021 | Prokura |
Christoph Gregor Dr. Streng seit 5.7.2021 | Prokura |
Rolf Dr. Gegenmantel seit 5.7.2021 | Prokura |
Florian Mark Sebastian Winterstein seit 1.2.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Insight Luxembourg XI S.à r.l. | 46.48% |
IrisNext FPCI | 16.38% |
| 10.68% | |
Wecken & Cie. KG | 10.19% |
Insight Luxembourg XII S.à r.l. | 6.60% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
8 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 8 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jedox GmbHFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft1.1 Geschäftsmodell Die Jedox GmbH in Freiburg im Breisgau gehört zu den führenden Anbietern von Enterprise Performance Management-Lösungen (EPM). Neben dem Vertrieb der selbstentwickelten Software bietet das Unternehmen Support, Implementierungsdienstleistungen und Trainings an. Über 1.900 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen nutzen die Jedox-Lösungen weltweit wobei Jedox innerhalb der Unternehmen in unterschiedlichsten Fachbereichen (bspw. Finanzen, Controlling, Personal, Einkauf, Vertrieb) zum Einsatz kommt. Das Excel- und das Web-Frontend ermöglichen außerdem beider maßen die komplette Administration der Kernkomponente der Jedox-eigenen Suite, die OLAP-Datenbank. Der Anwender kann ohne Einbeziehung der IT-Abteilung Geschäftsmodelle in der in-memory Planungsdatenbank modellieren, Daten importieren sowie Reporting- und Planungsmasken generieren und anpassen ("Self Service BI"). Jedox positioniert sich als SaaS bzw. Cloud-Unternehmen: um den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen wird neben Public Cloud auch eine sog. Private Cloud angeboten (Deployment Model). Das Produkt wird als "Software as a Service" (SaaS) angeboten, d.h. es handelt sich um wiederkehrende Umsätze (Revenue Model). 1.2 Struktur Die Jedox GmbH hat im Konzern eine Doppelrolle: Neben der Tätigkeit als Vertriebsgesellschaft für den Kernmarkt DACH werden wesentliche Zentralfunktionen wie bspw. Produktentwicklung und Produktmanagement von der Jedox GmbH übernommen. Supportleistungen und die Bereitstellung von Clouddiensten werden fast ausschließlich zentral von der GmbH erbracht. Marketing, Personal und Finance werden zentral koordiniert und die regionalen Tochtergesellschaften unterstützt. 1.3 Ziele und Strategien Die Unternehmensstrategie ist auf Wachstum und Profitabilität ausgerichtet: Der Gewinnung neuer Kunden und dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen steht gleichermaßen eine nachhaltige Profitabilität, insbesondere im Cash Flow, gegenüber. Das Wachstum soll weiterhin vorrangig aus folgenden Treibern kommen:
Die Profitabilität, insbesondere im Cash Flow, soll sich ergeben aus einerseits Kostendisziplin bzw. Effizienzgewinnen und andererseits aus Skalierungseffekten, getrieben aus dem korrespondierenden Wachstumsziel. 1.4 Forschung und Entwicklung Das Produkt wird fortlaufend weiterentwickelt und verbessert. Neben Erhöhung der Nutzerfreundlichkeit und Reporting und Analyse Funktionalität durch Canvas und New Views (Dynatables), wurde noch Snowflake Connector und Natural Language Processing for Knowledge Management und New Views eingeführt. Zusätzlich stehen die Zuverlässigkeit und der Funktionsumfang im Fokus, z.B. Safe Splashing, Database Audit. Analog zum Vorjahr wurde der Release Cycle beibehalten. Insgesamt gab es wie geplant vier Releases: Februar (2023.1), Mai (2023.2), August (2023.3) und November (2023.4). 71 Mitarbeiter (Vj. 69) sind im Jahresdurchschnitt im Geschäftsjahr 2023 in Forschung und Entwicklung tätig gewesen, was rund 25 % (Vj. 18 %) der Belegschaft entspricht. Weitere 58 Personen (Vj. 79) sind bei externen Dienstleistungsgesellschaften beschäftigt, die Jedox in Forschung und Entwicklung unterstützen und durch langfristige Verträge an die Jedox GmbH gebunden sind. Im Geschäftsjahr 2023 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt 8.224 TEUR (Vj. 6.969 TEUR) angefallen. Die Entwicklungsaufwendungen wurden wie in den Vorjahren nicht aktiviert. 1.5 Finanzierung Zur weiteren Finanzierung der Gesellschaft ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 01.12.2022 das Stammkapital um 16.667,00 EUR auf 230.826 EUR erhöht worden. Die Kapitalrücklage ist im Rahmen dieser Erhöhung von TEUR 69.619 auf TEUR 94.602 angestiegen. 1.6. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiterzufriedenheit ist ein zentraler Punkt in unserer Personalstrategie. Hierzu werden jährlich Mitarbeiterbefragungen durchgeführt, um eventuellen Anpassungsbedarf in unserer Personalentwicklung und Personalstrategie vornehmen zu können. Eine kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter ist die Basis für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Daher arbeiten wir stetig daran unsere Talent-Management-Prozesse auszuweiten und den Mitarbeitern Möglichkeiten für ihre persönliche Weiterbildung zu bieten. Die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur ist eine weitere Priorität der Unternehmensstrategie im Geschäftsjahr. Es werden regelmäßig Workshops zur Definition und Umsetzung der Unternehmenswerte durchgeführt. Die Mitarbeiterzahl hat sich zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Stand des Vorjahres um 33 Mitarbeiter auf insgesamt 257 vermindert. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Rahmenbedingungen Laut Gartner ist der weltweite Software-Umsatz im Bereich "Analytic Platforms" im Jahr 2023 um 13,8% (Vj. 6,3%) auf 37.113 Mio. USD gestiegen. Bis 2028 wird mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 13,6% (Vj. 12,4%) gerechnet. 4 2.2 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von 44,8 Mio. EUR (Vj. 36,1 Mio. EUR) erzielt. Der Umsatzanstieg von 24 % (Vj. 33,5%) setzt sich zusammen aus einem Anstieg mit konzernexternen Kunden in Höhe von 25,5 % (Vj. 29,7 %) und einem konzerninternen Anstieg von 18,9 % (Vj. 51,0 %). Der Umsatz mit konzernexternen Kunden betrug 34,8 Mio. EUR (Vj. 27,7 Mio. EUR) und verteilte sich auf die wesentlichen Umsatzträger wie folgt: Softwareumsatz 28,9 Mio. EUR (Vj. 22,1 Mio. EUR), Beratungsumsatz 5,1 Mio. EUR (Vj. 4,8 Mio. EUR) und sonstige Umsätze 0,8 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR). Im Softwareumsatz sind 26,0 Mio. EUR (Vj. 18,9 Mio. EUR) wiederkehrende Umsatzerlöse ("Recurring") enthalten. Dies entspricht einer erneuten Steigerung von 37,2 % (Vj. 48,2 %). Das Ziel eines materiellen Umsatzwachstums wurde somit erreicht. 66,5 % (Vj. 71,5 %) des Umsatzes mit externen Kunden wurden im deutschsprachigen Markt erzielt. Das Wachstum lag im deutschsprachigen Markt bei 15,4 % (Vj. 30,0 %), im nicht deutschsprachigen bei 51,1 % (Vj. 30,0 %). Der auf die Jedox GmbH entfallende ARR zum 31.12.2023 beträgt 33,4 Mio. EUR (Vorjahr: 28,8 Mio. EUR) und ist somit, wie im Vorjahr prognostiziert, angestiegen. Die Prognose eines Anstiegs des ARR im zweistelligen Prozentbereich wurde mit einem Wachstum von 16 % somit erreicht. Die geplanten externen Umsatzerlöse von 38,5 Mio. EUR konnten nicht komplett erreicht werden. Dies wurde jedoch durch weniger Personalaufwendungen und sonstigen operativen Kosten mehr als kompensiert. Das EBIT für das Geschäftsjahr 2023 lag mit -9,1 Mio. EUR deutlich über dem EBIT des Vorjahres von -19,4 Mio. EUR. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage
Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr von -52,4 % auf -18,9 % erheblich verbessert. Dies resultiert im Wesentlichen aus Kosteneinsparungen im Bereich Personal und sonstigen operativen Kosten. Die übrigen betrieblichen Erträge sind im Berichtsjahr um 12,8 Mio. EUR zurückgegangen. Der wesentliche Grund hierfür liegt in der Auflösung der Rückstellung für Mitarbeiterbeteiligung in Höhe von 9,4 Mio. EUR sowie der Einbuchung von Forderungen aus Erstattungs- bzw. Rückgriffsansprüchen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 6,0 Mio. EUR im Vorjahr. Zur Vermeidung einer Unterbilanz wurde mit den Gesellschaftern am 13. November 2023 eine Vereinbarung zur befreienden Schuldübernahme unterzeichnet. Kommt es im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes zu einem Exit-Event und damit zu einer Auszahlung an die betroffenen Mitarbeiter, wird diese Auszahlung aus den Exit-Erlösen der Gesellschafter finanziert und die Gesellschaft schadlos gestellt. Dies wurde bereits im Abschluss 2022 erstmalig berücksichtigt. Der Materialaufwand ist um 1,3 Mio. EUR auf 11 Mio. EUR oder um 13,5 % gestiegen. Der deutlich gestiegene Umsatz mit Cloud Lizenzen führte im Berichtsjahr auch zu einem Anstieg in den Cloud-Infrastrukturkosten (+0,8 Mio. EUR) sowie im Partnerbereich zudem zu höheren Provisionen (+0,6 Mio. EUR). Die Personalkosten lagen mit 25,8 Mio. EUR um 10,4 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Der Grund hierfür ist im Wesentlichen die Veränderung der Zuführung zu den Rückstellungen für Mitarbeiterbeteiligung in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 11,4 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Betriebsleistung) war mit 53,2 % (Vj. 66,9 %) wesentlich besser als im Vorjahr. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen sind um 5,3 Mio. EUR (-20,6 %) auf 20,5 Mio. EUR gesunken. Die wesentliche Ursache für diesen Rückgang resultiert aus geplanten Kosteneinsparungen in sämtlichen operativen Bereichen (-1,4 Mio. EUR) sowie einem Rückgang in den Aufwendungen aus den Software Distributions Agreements mit den Tochtergesellschaften (-3,9 Mio. EUR). Dadurch erhöhte sich das EBIT der Gesellschaft von -19,4 Mio. EUR auf -9,1 Mio. EUR. Das Jahresergebnis stieg von -18,9 Mio. EUR auf -8,5 Mio. EUR. 2.3.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur In der nachfolgenden Tabelle ist die Vermögenslage dargestellt:
Per 31. Dezember 2023 beträgt die Bilanzsumme 39,2 Mio. EUR (Vj. 56,0 Mio. EUR). Die Geschäftsräume sind angemietet. Die Gesellschaft hat kein Immobilieneigentum. Das Umlaufvermögen hat sich im Wesentlichen auf Grund dem Rückgang in den Forderungen und sonstigen Vermögensgenstände (-9,8 Mio. EUR) sowie dem Rückgang der Liquiden Mitteln (-8,3 Mio. EUR) vermindert. Die Nettoforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten) haben sich im Geschäftsjahr erhöht und betragen 10,4 Mio. EUR (Vj. 3,7 Mio. EUR). Der Rückgang in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände resultiert unter anderem aus den ausstehenden Einlagen eines Gesellschafters im Vorjahr in Höhe von 6,0 Mio. EUR. Die Einlagen wurden zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 komplett einbezahlt. Zudem sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 5,5 Mio. EUR aufgrund von Aufrechnungen mit den bestehenden Verbindlichkeiten sowie Zahlungen der Tochtergesellschaften gesunken. Weiterhin ergab sich ein Anstieg der Forderungen an Gesellschafter um 1,9 Mio. EUR aufgrund eines Anstiegs der Rückgriffs- bzw. Erstattungsansprüche gegen die Gesellschafter aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm. Die liquiden Mittel sind nach einer Kapitalerhöhung in 2022 um 8,3 Mio. EUR gesunken. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten um 12,0 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR durch den Rückgang in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gesunken. Die Rückstellungen haben sich um 0,8 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen in der Erhöhung der Rückstellung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zurückzuführen ist. Die Rückstellung stieg vor allem aufgrund des Wertzuwachses der Gesellschaft. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ebenfalls um 2,9 Mio. EUR auf 14,2 Mio. EUR stark angestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an dem gestiegenen Abschluss von Cloud/Subscription sowie Wartungs- und Supportverträgen, die meist im Voraus für mindestens ein Jahr berechnet werden. Das Eigenkapital reduzierte sich um 8,5 Mio. EUR. Hier wirkte sich der Jahresfehlbetrag von 8,5 Mio. EUR negativ aus. Damit ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 25,4% (Vorjahr: 32,9%). 2.3.3 Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war mit -14,0 Mio. EUR (Vorjahr: -15,7 Mio. EUR) deutlich negativ. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -0,3 Mio. EUR (Vorjahr: -0,2 Mio. EUR), der aus der Finanzierungstätigkeit +6,0 Mio. EUR (Vorjahr: +19,0 Mio. EUR). Entsprechend reduzierten sich die Liquiden Mittel um 8,3 Mio. EUR auf 13,0 Mio. EUR. 2.4 Zusammenfassende Beurteilung Die externen Umsatzerlöse lagen im Jahr 2023 etwas unter dem geplanten Niveau i.H.v. 38,5 Mio. EUR. Erfreulich war insbesondere, dass in allen Umsatzbereichen deutliche Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden konnten. Lediglich die Planung konnte im Bereich der Softwareumsätze und im Consultingbereich nicht ganz erreicht werden. 2023 war erneut in hohem Maße durch Unsicherheiten und der anhaltenden Inflation geprägt. Die Stabilität des Geschäftsmodells "SaaS" konnte jedoch in dieser unsicheren Zeit bewiesen werden. Der operative externe Betriebsaufwand lag unter Budgetniveau und konnte somit den geringeren Umsatz ausgleichen. Insgesamt kommt die Geschäftsleitung zu der Einschätzung, dass das vergangene Jahr zufriedenstellend verlaufen ist und weitere wichtige Grundlagen für weiteres Wachstum gelegt werden konnten. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 Prognosebericht Gartner erwartet auf dem weltweiten "Analytic Platforms" Markt bis 2027 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von +13,6%. 5 Auch Jedox geht für das Geschäftsjahr 2024 von einem materiellen Wachstum in den wesentlichen Bereichen aus. Jedox sieht sich 2024 mit einem weiterhin schwierigen makroökonomischen Umfeld konfrontiert. Die Folge ist ein erhöhter ökonomischer Druck auf Kunden und potenziellen Neukunden, der wiederum zu verzögerten Rechnungszahlungen und einer verstärkten Prüfung der Ausgaben für Softwarelösungen wie Jedox führen kann. Als Folge dessen hat Jedox ihre Wachstumsziele (gemessen am ACV) für 2024 leicht reduziert. Es wird jedoch weiterhin damit gerechnet, dass sich die Umsatzerlöse materiell erhöhen werden. Im gleichen Zuge soll auch der ARR stark steigen. Die Personalkosten sowie sonstige Betriebskosten sollen in 2024 unterproportional zu den Umsatzerlösen wachsen. Das geplante EBIT für 2024 wird somit erstmals leicht positiv sein. Das Jahresergebnis wird in etwa dem EBIT entsprechen. Im ersten Halbjahr 2024 wurde ein positiver Cash-Flow erzielt. Der Konzern ist mindestens bis zum Ende 2025 ausreichend finanziert (2024 und die Jahre darauf werden gemäß Budget und Mittelfristplanung einen positiven Cash-Flow erwirtschaften), wobei weitere Maßnahmen zur Liquiditätssteigerung (z.B. weitere Kosteneinsparungen, Factoring, aktives Forderungsmanagement), falls erforderlich, möglich sind. Das Risiko der Zahlungsunfähigkeit im Sinne des Insolvenzrechts wird auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden liquiden Mittel sowie dem erwarteten Cash-Flow durch die Geschäftsleitung als äußerst gering eingestuft. Die Prognosen sind auf Grund des Datums der Erstellung des Jahresabschlusses mit geringer Unsicherheit behaftet. 3.2 Risikobericht 3.2.1 Risikobericht allgemein Aufgrund der Saisonalität 6 der Vertragsabschlüsse ergeben sich insbesondere am Jahresende und Jahresanfang besonders hohe Zahlungseingänge. Da demgegenüber die Kosten monatlich weitgehend in gleicher Höhe anfallen, werden die liquiden Mittel im Jahresverlauf typischerweise tendenziell zurückgehen und erst am Jahresende bzw. zu Beginn des Folgejahres wieder ansteigen. Dies birgt das Risiko (gering), dass die Nichterreichung von unterjährigen Umsatzzielen zu einem vorübergehenden Liquiditätsbedarf führt, der, da mangels Bedarfs keine Kreditlinien vorhanden sind, durch eigene Liquidität gedeckt werden muss. Aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung ist dieses Risiko im Vergleich zu den Vorjahren als gering einzustufen. Wesentlich für die Erzielung der geplanten Umsatzerlöse ist auch, dass Jedox ausreichend qualifizierte Mitarbeiter gewinnen kann und diese gehalten werden können. Diesem Risiko (mittel) begegnet die Gesellschaft mit einem Ausbau der Fachabteilung Human Relations (HR). Potentielle Risiken aus dem Russland-Ukraine Krieg, erhöhte Inflation, eingeschränkte Lieferketten und steigenden Zinsen werden als unwesentlich eingeschätzt. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. 3.2.2 Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Konzernleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zu den Maßnahmen hinsichtlich der Minimierung des Liquiditätsrisikos wird auf die Ausführungen unter Punkt 3.2.1 verwiesen. Um die Ausfallrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, werden ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen eingesetzt. Im Zusammenhang mit unserer Tätigkeit sind wir grundsätzlich auch Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Die Zinsrisiken sind gering, aktuell hat sich die Gesellschaft nicht über Bankdarlehen, sondern ausschließlich über Eigenkapital finanziert. Währungsrisiken bestehen aus Sicht des Mutterunternehmens hauptsächlich bei den Tochterunternehmen in Australien und den USA. Diese Risiken sind zurzeit (aufgrund der Größe der Tochterunternehmen) von geringerer Bedeutung. Derivative Finanzinstrumente wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht eingesetzt. 3.3 Chancenbericht Die Jedox GmbH sieht insbesondere in der Umstellung auf Subscription, der weiteren Internationalisierung sowie im weiteren Ausbau des Partnerkanals gute Chancen zu stärkerem Wachstum. Stärkung der wiederkehrenden Umsatzerlöse: Durch den Ausbau des wiederkehrenden Subscription/Cloud-Umsatzes erfahren die Umsatzerlöse zwar kurzfristig eine geringere Steigerung als durch Perpetual, jedoch wird damit eine starke Basis für künftiges Wachstum gebaut. Subscription-Verträge werden in der Regel mit einer Laufzeit von einem Jahr und jährlicher, oftmals automatischer, Verlängerung geschlossen. Die Zahlung erfolgt am Anfang der Laufzeit. Der Anteil des wiederkehrenden Umsatzes am gesamten Umsatz wird auch künftig deutlich weiter steigen (groß). Stärkere internationale Markterschließung durch ausländische Tochterunternehmen: Die Jedox GmbH hat in den letzten Jahren Tochterunternehmen in Paris, Boston, Singapur, Melbourne, Dubai und England aufgebaut. Diese Tochterunternehmen bieten für Jedox die Chance, dass die Märkte in den jeweiligen Regionen schneller erschlossen werden, da Jedox damit direkt vor Ort beim Kunden vertreten ist (groß). Wachstum durch den Ausbau des Partnerkanals: Die Jedox GmbH hat in den letzten Jahren ein internationales Partnernetzwerk aufbauen können. Die Partner übernehmen dabei neben der Kundenakquise meist auch die benötigten Consulting Leistungen beim Kunden. Hierdurch rechnet Jedox mit einem künftig beschleunigten Wachstum durch den Partnerkanal (groß). Digitalisierung & Cloud: Wir erwarten weiterhin massive Investitionen in die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Dies schließt insbesondere das Thema Planung, Reporting und Budgetieren mit ein. Zahlreiche Kernmärkte von Jedox, nicht zuletzt auch Deutschland haben erheblichen Nachholbedarf in der Digitalisierung und ungenutzte Potentiale. Dies gilt für nahezu alle Branchen und auch den öffentlichen Sektor. Weiterhin ist zu erwarten, dass die gegenwärtige Situation die Vorzüge von Cloud-Anwendungen offenbart und der Sales-Zyklus sich aufgrund sinkenden Informationsbedarfes reduziert. 3.4 Zusammenfassende Beurteilung zu Risiko- und Chancenbericht Insgesamt schätzt der Geschäftsführer der Jedox GmbH die Risikolage für 2024 als gering ein. Entsprechend werden keine Risiken als bestandsgefährdend eingestuft. Durch den deutlich gestiegenen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen aufgrund langlaufender Softwareverträge (SaaS) und der hohen Auslastung der Dienstleistungen wird kein Umsatzrückgang erwartet. Die Liquidität wird intensiv und aktiv gemanagt, da ggf. das Zahlungsverhalten der Kunden negativ beeinflusst sowie in geringerem Umfang Zahlungsausfälle zu erwarten sind. Das Jahr 2024 ist geprägt durch das Risiko einer Verschlechterung der Lage, der Ukrainekrise, das sich ändernde Zinsumfeld, ansteigende Inflation und Problemen in den Lieferketten. Aus den Risikofaktoren sind jedoch keine Auswirkungen zu erwarten. Der Kundenstamm in Ukraine, Russland und Weißrussland ist zu vernachlässigen. Aufgrund der vollständigen Finanzierung durch Eigenkapital ist ein Umfeld von steigenden Zinsen unbeachtlich. Die von uns bezogenen Leistungen sind überwiegend nicht von Inflation und Lieferkettenprobleme betroffen, auch wenn mit steigenden Personalkosten zu rechnen ist. Durch die Möglichkeit von Preiserhöhungen kann dies aber kompensiert werden. Insgesamt ergeben sich zahlreiche Chancen und wir blicken grundsätzlich positiv in die Zukunft.
Freiburg im Breisgau, den 10. Juli 2024 Florian Winterstein, Geschäftsführer
1 Annualized Contract Value (
ACV) ist der auf 12 Monate annualisierte Wert des
Auftragseingangs (Booking). Beträgt die
Vertragslaufzeit mehr als 12 Monate wird der ACV aus dem
TCV (Total Contract Value, Gesamtvertragswert) wie folgt
berechnet: TCV geteilt durch Anzahl Monate der fest
vereinbarten Laufzeit des Vertrages multipliziert mit 12
(zwölf). ACV bezieht sich ausschließlich auf
Softwarelizenzen, Dienstleistungen sind unbeachtlich.
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. AllgemeinesDie Jedox GmbH hat ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRB 723467 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die Gesellschaft gilt nach den Kriterien des § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - soweit es sich um abnutzbare Gegenstände handelt - reduziert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Geschäftsjahres werden grundsätzlich pro rata temporis linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Den immateriellen Vermögensgegenständen bestehend aus entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden Nutzungsdauern von 1 bis 5 Jahren und den Sachanlagen bestehend aus anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 Jahren bis 6 Jahren zu Grunde gelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben (Geringwertige Wirtschaftsgüter). Finanzanlagen Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Vorräte Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten verlustfrei bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die angefallenen, einzeln nachgewiesenen Arbeitszeiten, die mit dem durchschnittlichen Tages- bzw. Stundensatz der im Beratungsbereich tätigen Mitarbeiter bewertet wurden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten angesetzt. Ausfallrisiken werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Um das allgemeine Ausfallrisiko abzudecken, wird eine Pauschalwertberichtigung von 1% für die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, analog zum Vorjahr, gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestände in EUR und sämtliche Guthaben in EUR bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung wurden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten betrifft Auszahlungen für Aufwendungen einer späteren Periode. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen im Rahmen der Rückstellung aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in Höhe von TEUR 7.893. Bei der Berechnung wurde ein risikofreier Zinssatz von 2,5% unterstellt. Auf Grund einer Neubewertung auf Basis einer Markttransaktion wurde in den Vorjahren eine Ansammlungsrückstellung für Mitarbeiter mit anteilsbasierter Vergütung gebildet. Der Erfüllungsbetrag für die Verpflichtung aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (Virtuelle Beteiligung) wurde mit dem beizulegenden Zeitwert unter Verwendung des Black-Scholes Modells bewertet. Soweit Mitarbeiterbeteiligungen nach dem Stichtag, aber vor Aufstellung der Bilanz abgefunden wurden, wurde der Erfüllungsbetrag passiviert. Passiviert werden lediglich die Optionen, welche bereits von den Mitarbeitern erdient (gevested) wurden. Zur Vermeidung einer Unterbilanz wurde mit den Gesellschaftern am 13. November 2023 eine Vereinbarung zur befreienden Schuldübernahme unterzeichnet. Kommt es im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes zu einem Exit-Event und damit zu einer Auszahlung an die betroffenen Mitarbeiter, wird diese Auszahlung aus den Exit-Erlösen der Gesellschafter finanziert und die Gesellschaft schadlos gestellt. Da dadurch die Verpflichtungen aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm teilweise entfallen sind, wurde die Rückstellung zum 31. Dezember 2022 entsprechend teilweise vermindert und für neu erdiente Beträge bezüglich der entfallenen Verpflichtungen im Berichtsjahr keine Rückstellung mehr gebildet. In Höhe der verbleibenden Rückstellungen wurde auf Basis einer Erstattungs- bzw. Rückgriffsvereinbarung mit den Gesellschaftern eine Forderung gegen die Gesellschafter erfasst. Erhaltene Anzahlungen Die erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren im Wesentlichen aus der Abgrenzung von Einzahlungen soweit diese einen Ertrag für einen Zeitraum nach dem Stichtag darstellen. Latente Steuern Auf zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen werden latente Steuern gebildet, soweit sie nach § 274 HGB zulässig sind. Für Steuerabgrenzungen wird ein Steuersatz von 30 % (für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Auf die Aktivierung latenter Steuern aus künftigen Steuerentlastungen durch Verlustvorträge wurde verzichtet, da die Nutzung innerhalb von fünf Jahren, aufgrund der aktuellen Wachstumsphase, nicht hinreichend sicher erscheint. Fremdwährungsumrechnung Umsatzerlöse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Aufwendungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung werden zum Erfassungszeitpunkt in EUR umgerechnet. Forderungen, Bankbestände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Laufzeit von unter einem Jahr werden mit Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Ergebniseffekte aus der Fremdwährungsumrechnung werden als Sonstige betriebliche Erträge (Kursgewinne) oder als Sonstiger betrieblicher Aufwand (Kursverluste) ausgewiesen. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Angaben zum Anteilsbesitz
* mittelbare Beteiligung Die Jedox GmbH stellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten eine Mietkaution in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 174), die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweist. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zu TEUR 3.819 (Vorjahr: TEUR 6.198) aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie zu TEUR 8.060 (Vorjahr: TEUR 11.151) aus der Überlassung von Finanzmitteln als kurzfristige Darlehen. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 7.944 (Vorjahr: TEUR 12.025). Hiervon resultieren TEUR 7.893 (Vorjahr: TEUR 5.984) aus Erstattungs- bzw. Rückgriffsansprüchen gegen die Gesellschafter im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.990) aus ausstehenden Einlagen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten betrifft im Wesentlichen vorausbezahlte Partnerprovisionen für zukünftige Subscription- und Support-Umsätze, Softwarenutzungsgebühren und -wartungsverträge, Werbekosten, Reisekosten und Versicherungsprämien. Eigenkapital/Gezeichnetes Kapital/ Kapitalrücklage Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag EUR 230.826 und ist eingeteilt in 230.826 auf den Namen lautende Stückaktien. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile TEUR 1.078 (Vorjahr: TEUR 1.602) sowie Rückstellungen für Urlaubsansprüche TEUR 298 (Vorjahr: TEUR 385). Auf das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm entfallen TEUR 7.893 (Vorjahr: TEUR 5.984). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren im Wesentlichen aus der Abgrenzung von Support-, Partner- oder zeitlich befristeten Lizenzverträgen mit ein oder mehrjähriger Laufzeit. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse bestehen aus Softwareumsatz TEUR 28.889 (Vorjahr: TEUR 22.166), Beratungsumsatz TEUR 5.088 (Vorjahr: TEUR 4.810), Partnergebühren TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 401) und sonstigen Umsätzen TEUR 10.457 im Wesentlichen mit verbundenen Unternehmen (Vorjahr: TEUR 8.766). Bestandsveränderungen In den Bestandsveränderungen sind im Geschäftsjahr geleistete, aber noch nicht fakturierte Consultingleistungen in Höhe der Herstellungskosten berücksichtigt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der befreienden Schuldübernahme im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes TEUR 1.909 (Vorjahr: TEUR 5.984), Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 1.144 (Vorjahr: TEUR 554) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen TEUR 401 (Vorjahr TEUR 0). Im Vorjahr waren Erträge aus der Auflösung der Rückstellung für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in Höhe von TEUR 9.428 sowie aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 124enthalten. Sie enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 401 (Vorjahr: TEUR 9.552). Materialaufwand Aufwendungen, die betriebswirtschaftlich in direktem und zeitlichem Zusammenhang mit der Realisierung von Umsatzerlösen anfallen, werden unter den Materialaufwendungen ausgewiesen. Hierzu gehören insbesondere der Aufwand für die Cloud Infrastruktur, externe Dienstleister und Provisionen an Vertriebspartner, die zeitanteilig und abhängig vom periodisch anfallenden Umsatz entstehen. Personalaufwand Im Personalaufwand sind die Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 115) enthalten. Das Unternehmen hat zur Motivation und Bindung von hochqualifizierten Mitarbeitern ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm etabliert. Der zu berücksichtigende Aufwand für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm hängt an der jeweiligen Realisierung von virtuellen Anteilen (Vesting) und wird in der Bilanz als Rückstellung bilanziert. Der Aufwand im Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 1.909 (Vorjahr: TEUR 11.389). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 1.281 (Vorjahr: TEUR 1.017) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen werden Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 527 (Vorjahr: TEUR 482) ausgewiesen. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden keine Zinsaufwendungen mit verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Bilanzverlust Der Bilanzverlust stellt sich wie folgt dar:
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen z. B. aus Miet-, Leasing- sowie Forschungs- und Entwicklungsverträgen betragen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen nur gegenüber konzernfremden Dritten. Die Vorteile von Leasing/Miete bestehen in der geringeren Kapitalbindung sowie durch einen schnelleren Austausch von Geräten bei technischem Wandel bzw. einer Variabilität der Mietflächen. Risiken bestehen in höheren Belastungen durch Neuabschlüsse, wenn seitens der Leasinggeber/Vermieter Preissteigerungen verlangt werden. Haftungsverhältnisse Die Jedox GmbH hat sich gegenüber den verbundenen Unternehmen Jedox France SAS, Frankreich, sowie Jedox Pte Ltd, Singapur verpflichtet, sicherzustellen, dass die Tochterunternehmen ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen können, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem sie in der Lage sein werden, die eigene Geschäftstätigkeit durch operative Cash-Flows oder geeignete externe Finanzierungen zu finanzieren; jedoch mindestens bis 12 Monate nach Aufstellungsdatum des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 bzw. zum 30. Juni 2025. Das maximale Risiko zum Bilanzstichtag 31.12.2023 schätzen wir in Höhe der an konzernexterne Gläubiger zu zahlenden Verpflichtungen. Diese betrugen bei der Jedox France SAS zum 31. Dezember 2023 TEUR 413 (Vorjahr: TEUR 1.094) und bei der Jedox Pte Ltd zum 31. Dezember 2023 TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 350). Gründe der Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme: Aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 positiven Entwicklung der Umsatzerlöse der Tochterunternehmen und der fortlaufend aktualisierten Liquiditätsplanung sieht die Geschäftsführung nur ein geringes Risiko der Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis. Beschäftigte Die Jedox GmbH hatte im vergangenen Geschäftsjahr im Jahresdurchschnitt, 257 Festangestellte und 20 Auszubildende und Werkstudenten beschäftigt. Von 257 Festangestellten entfallen 43 auf die Bereiche Go-To-Market, 85 auf R & D & Support, 35 auf Services, 11 auf Customer Success, 31 auf Marketing und Product Management, sowie 52 auf Executive und Admin. Honorar für den Ab s chlussprüfer Auf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der Jedox GmbH enthalten sind. Organbezüge Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. Die Mitglieder des Beirats erhielten keine Bezüge. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Aufgrund der umfangreichen Finanzierung in der Vergangenheit kann Jedox jedoch ihre Wachstumsstrategie fortsetzen und es erfolgt unverändert die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Im ersten Halbjahr 2024 wurde ein positiver Cash-Flow erzielt. Der Konzern ist mindestens bis zum Ende 2025 ausreichend finanziert (2024 und die Jahre darauf werden gemäß Budget und Mittelfristplanung einen positiven Cash-Flow erwirtschaften), wobei weitere Maßnahmen zur Liquiditätssteigerung (z.B. weitere Kosteneinsparungen, Factoring, aktives Forderungsmanagement), falls erforderlich, möglich sind. Das Risiko der Zahlungsunfähigkeit im Sinne des Insolvenzrechts wird auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden liquiden Mittel sowie dem erwarteten Cash-Flow durch die Geschäftsleitung als äußerst gering eingestuft Die anhaltende Inflation hat keine Wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf von Jedox. Die von Jedox bezogenen Leistungen sind zudem überwiegend nicht von Inflation und Lieferkettenproblemen betroffen. Auf Basis der Gesellschafter-Finanzierung und der aktuellen Geschäftsentwicklung erfolgt unverändert die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Unternehmensorgane Die Gesellschaft hat einen Beirat. Die Mitglieder des Beirats im Geschäftsjahr waren:
Geschäftsführer der Jedox GmbH:
Freiburg im Breisgau, den 10. Juli 2024 Florian Winterstein, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Jedox GmbH, Freiburg im Breisgau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jedox GmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jedox GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 12. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer ppa. Kerstin Riewe, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 25.07.2024 festgestellt. |
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