Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 55371
Eingetragen
17.11.2001
Branche
Einzelhandel mit BekleidungEinzelhandel mit TextilienGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Einzelhandel mit Modeartikeln aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator
Liquidator
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

4.00% identifiziert96.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
4.00%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Hallhuber Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hallhuber GmbH

München

Jahresabschluss zum Rumpfgeschäftsjahr vom 01.06.2021 bis zum 31.10.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Oktober 2021

Inhalt

1. Grundlagen

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Veränderung der Eigentümerstruktur

1.3 Ziele und Strategie

1.4 Steuerungssystem

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftstätigkeit

2.3 Zweigniederlassungen

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3.1 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3.2 Ertragslage

3.3 Finanzlage

3.3.1 Investitionen

3.3.2 Liquidität

3.3.3 Finanzierung

3.4 Vermögenslage

4. Prognosebericht

4.1 COVID-19-Pandemie

4.2 Entwicklung der Wirtschaftslage

4.3 Umsatzprognose

4.4 Ergebnisprognose

5. Risikobericht

5.1 Risikomanagement

5.2 Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

5.2.1 Risiken aus der COVID-19-Pandemie

5.2.2 Markt und Branche

5.2.3 Vertriebsrisiko

5.2.4 Investitionen

5.2.5 Beschaffung

5.2.6 Absatz und Warenbestand

5.2.7 Personal

5.2.8 Finanzierung und Liquidität

5.2.9 Versicherungsschutz

5.3 Verwendung von Finanzinstrumenten

1. Grundlagen

Das Geschäftsjahr 2021 (Berichtsjahr) mit Bilanzstichtag 31. Oktober 2021 ist ein Rumpf-Geschäftsjahr und umfasst einen Zeitraum von 5 Monaten, während das Geschäftsjahr 2020/2021 mit Bilanzstichtag 31. Mai 2021 ein Rumpfgeschäftsjahr mit 10 Monaten und 12 Tagen war. Somit sind beide Geschäftsjahre nur bedingt vergleichbar.

1.1 Geschäftsmodell

Die Hallhuber GmbH, München, (nachfolgend "HALLHUBER") ist ein vertikaler Retailer im gehobenen Segment von Damenoberbekleidung, Schuhen und modischen Accessoires. Die Produkte werden nach eigenen Entwürfen von ausgewählten Lieferanten gefertigt und über eigene Einzelhandelsfilialen, Concession-Partner sowie in Online-Shops vertrieben.

Die kreative Entwicklung der Kollektion, das Weiterentwickeln der Passform bzw. Technik der Modelle, die Beschaffung, die Produktionsparameter, das Aussteuern der Artikel in Kollektionsbildern an den Point of Sales und auf die Online-Plattformen, die Vermarktung, die Endverbraucherkommunikation und der Vertrieb werden zentral gesteuert und entlang der HALLHUBER Wertschöpfungskette in der Firmenzentrale in München geleitet.

Die Distribution findet ausschließlich über die eigenen Kanäle - Stores und Concession-Flächen in A-Lagen des Einzelhandels, den eigenen Online-Shop und über Marktplätze von Online-Händlern - statt. Die Preishoheit liegt dabei immer bei HALLHUBER, da alle Waren bis zum Übergang an die Kundin Eigentum des Unternehmens bleiben.

Das HALLHUBER Filialnetz bestand zum Bilanzstichtag aus 195 aktiven Verkaufsflächen im Kernmarkt Deutschland sowie in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Luxemburg. HALLHUBER betreibt einen eigenen Online-Shop für Kundinnen aus Deutschland sowie verschiedenen anderen europäischen Ländern und ist zusätzlich auf mehreren Online-Marktplätzen vertreten.

1.2 Veränderung der Eigentümerstruktur

Die Anteile an der Hallhuber GmbH werden seit 1. Juli 2021 vollständig von der Hallhuber Holding GmbH, München, gehalten. Die ehemalige Gesellschafterin Hallhuber Beteiligungs GmbH, München, ist am 30. Juni 2021 als Gesellschafterin ausgeschieden.

1.3 Ziele und Strategie

Mit konsequentem Fokus auf das vertikale Geschäftsmodell plant HALLHUBER, die klare Positionierung im Premium Segment weiter auszubauen. Im Mittelpunkt dieses Leitbilds steht die Kontrolle über die Wertschöpfung und die Prozesse sowie die Sicherstellung einer eigenständigen Marke und Stilistik mit klarer Abgrenzung zum mittleren Preissegment. Durch Ausbau des E-Commerce und die stärkere Verzahnung des stationären Vertriebs mit dem Online-Geschäft (Omnichannel) soll der Kundin über alle Kanäle hinweg ein hochwertiges Markenerlebnis angeboten werden.

Um das strategische Leitbild zu verwirklichen und künftig auf einen profitablen Wachstumspfad zu gelangen, hat HALLHUBER umfangreiche Maßnahmen für das Retail- und Online-Geschäft definiert. Durch die Ausarbeitung eines detaillierten Markenkonzeptes mit bislang ungenutzten Potentialen im Bereich der Kommunikationsformate wird die Markenbekanntheit sowie der Markenwert gesteigert. Über die Einführung eines neuen CRM-Systems mitsamt Loyalty Engine werden alle Potentiale des vertikalen Geschäftsmodells genutzt. Technische Voraussetzung hierfür ist ein neues, voll integriertes ERP-System, welches künftig die Basis für eine nahtlose Customer Journey bildet und die Omnichannel-Fähigkeit ermöglicht.

1.4 Steuerungssystem

Das interne Steuerungssystem der Hallhuber GmbH soll die Umsetzung der Unternehmensstrategie unterstützen, mit dem Ziel einer nachhaltigen Unternehmenswertsteigerung. Dabei werden zentrale Steuerungsgrößen verwendet, die die Leistungen der einzelnen Bereiche des Unternehmens messbar und bewertbar machen.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen sind Ergebnissteigerung und Umsatzwachstum. Nach der erfolgreichen Sanierung des Unternehmens und der Straffung des Filialnetzes möchte HALLHUBER wieder profitabel wachsen.

Zur Beurteilung der operativen Profitabilität wird das EBITDA als zentrale Steuerungsgröße eingesetzt, da diese Kennzahl die wirtschaftliche Lage des Unternehmens am besten widerspiegelt - gegebenenfalls wird dieses EBITDA um Sondereffekte bereinigt. Die Ergebnisentwicklung wird für jede Verkaufsfläche und für das Unternehmen als Ganzes sowie im E-Com Bereich für jeden Kanal aus jedem Land ermittelt. Das Ziel ist die kontinuierliche Steigerung des EBITDA durch Umsatzwachstum und Kostendegression.

Zur Beurteilung des tatsächlichen operativen Erfolgs im Retail-Geschäft ist die Flächenproduktivität, gemessen als Umsatz pro Quadratmeter Verkaufsfläche entscheidend, genauso wie das flächenbereinigte Umsatzwachstum. HALLHUBER ermittelt das Umsatzwachstum sowohl absolut als auch auf Basis vergleichbarer Flächen. Dazu werden die POS in Klassen eingeteilt und vergleichbaren Vorjahreswerten und Budgets gegenübergestellt. Neue POS werden gegenüber den Budgets gemessen. Ziel dieser Steuerung ist, ein positives Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis über der Marktentwicklung zu erzielen und damit Marktanteile zu gewinnen.

Im E-Com Geschäft wird über den in eigenen Online-Shops oder bei Online-Partnern realisierten Bestellumsatz das operative Geschäft gesteuert, bei gleichzeitig überwachter Retourenquote.

Als weitere Steuerungsgrößen für die einzelnen Vertriebskanäle sind unternehmensspezifische Frühindikatoren definiert, deren Entwicklung positive wie negative Implikationen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu zählen die Entwicklung der Besuche in den Online-Shops sowie die Conversion-Rate, also das Verhältnis zwischen den Website-Besuchern und den getätigten Transaktionen. Auch für andere operative Bereiche wurden Kennzahlen definiert, deren Entwicklung und Zielerreichung im Rahmen des internen Steuerungssystems überwacht wird.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft war auch im Kalenderjahr 2021 aufgrund der Corona-Krise und der damit einhergehenden Beschränkung wirtschaftlicher Tätigkeiten beeinflusst. Der stationäre Modehandel hatte in dieser Zeit mit Widrigkeiten zu kämpfen, insbesondere mit der bereits vor der Krise bestehenden eingetrübten Konsumstimmung für Modeartikel und den sinkenden Frequenzen in den Innenstädten.

In Deutschland verloren die Modehandelsunternehmen im Kalenderjahr 2021 laut TW-Testclub der Textil-Wirtschaft auf Jahressicht nochmals rund 12% ihrer Erlöse gegenüber dem ebenfalls von Covid-19 beeinträchtigten Kalenderjahr 2020 (Quelle: Textilwirtschaft, Januar 2022). Insgesamt waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum deutlich herausfordernder als ohnehin schon in den Vorperioden.

Profitiert hat im Kalenderjahr 2021 der Online-Handel mit einem Wachstum gegenüber dem Kalenderjahr 2020 i.H.v. 14,5% (Quelle: Textilwirtschaft, Januar 2022).

Der stationäre Modehandel konnte zwar in den Monaten Juni bis Oktober 2021 ein durchgängiges Wachstum gegenüber 2020 verzeichnen, allerdings waren die Erlöse im Jahr 2020 massiv durch die Pandemie beeinflusst und sind dadurch als Vergleichswert nur bedingt aussagekräftig.

2.2 Geschäftstätigkeit

HALLHUBER umfasst zum 31. Oktober 2021 ein Portfolio von 195 stationären Point of Sale (POS), überwiegend in der DACH-Region. Gegenüber dem vorherigen Bilanzstichtag sind drei weitere Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz eröffnet worden. Die Filiale in Italien wurde im Berichtsjahr geschlossen.

Hauptabsatzmarkt ist Deutschland mit einem erwirtschafteten Umsatzanteil von rund 81% (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr 77%), gefolgt von Österreich mit rund 10% und der Schweiz mit einem Anteil von rund 7% (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr rd. 11% bzw. 8%). Der relative Anstieg des Umsatzanteils in Deutschland liegt vor allem an den Zeiten des Lockdowns, welche in der Vergleichsperiode den Umsatzanteil im Inland reduziert hatten.

Der Gesamtumsatz im Berichtsjahr liegt bei € 59,0 Mio. und ist nach wie vor von der Covid-19-Pandemie beeinflusst. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum von Juni bis Oktober 2020 lagen die Umsatzerlöse bei € 66,2 Mio. (flächenbereinigt inkl. Online € 55,1 Mio. im Berichtsjahr gegenüber € 52,7 Mio. im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr). Steigende Inzidenzzahlen sowie Reise- und Kontaktbeschränkungen führten im Berichtszeitraum zu -39,9% weniger Frequenz auf vergleichbarer Fläche gegenüber dem Vergleichszeitraum (Juni bis Oktober 2019) vor der Pandemie.

Das EBITDA (inklusive des anteiligen Anspruchs auf die Überbrückungshilfe) belief sich im Berichtsjahr auf € 4,2 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € -11,1 Mio. ohne den Sanierungsgewinn in Folge des Insolvenzplans).

Das operative Ergebnis ist im Wesentlichen auf die Folgen der Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden Frequenzrückgänge im stationären Handel sowie Mehraufwendungen für die Logistik, sowohl in der Beschaffung als auch im Online-Geschäft, zurückzuführen. Durch den Erhalt von Staatshilfe, vor allem in Deutschland i.H.v. € 9,9 Mio. aus der Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 und der allgemeinen Bundesregelung Schadensausgleich, konnte ein positives Ergebnis im Berichtsjahr erzielt werden.

2.3 Zweigniederlassungen

HALLHUBER unterhielt im Berichtsjahr Zweigniederlassungen in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Luxemburg, Italien und Großbritannien.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Bei den Vergleichsangaben ist zu berücksichtigen, dass das Rumpfgeschäftsjahr 2020/2021 (Vergleichsjahr) 10,4 Monate umfasste, während sich das Rumpfgeschäftsjahr 2021 (Berichtsjahr) nur über 5 Monate erstreckt. Durch den saisonalen Geschäftsverlauf und die Covid-19 bedingten Unterschiede wegen Lockdowns in einzelnen Monaten des Vergleichsjahres, ist die Gegenüberstellung der Geschäftsjahre nur bedingt aussagekräftig.

3.1 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wie in Abschnitt 1.4. dargestellt, sind die wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen "Umsatzwachstum" und "Ergebnissteigerung".

Im Berichtszeitraum war das flächenbereinigte Umsatzwachstum bei den stationären POS gegenüber dem vergleichbaren Vorkrisenzeitraum 2019 negativ (-14%). Ausschlaggebend dafür war die durch Covid-19 bedingte niedrigere Kundenfrequenz. Auf vergleichbarer Fläche wurde dadurch ein operatives Ergebnis i.H.v. € 6,3 Mio. (vergleichbar € 7,9 Mio. in 2019) erzielt.

Teilweise konnten steigende Online-Umsätze (+20,9% gegenüber den Vergleichsmonaten Juni bis Oktober 2019) den Rückgang beim stationären Vertrieb kompensieren. Durch überproportional ansteigende Aufwandspositionen hat sich der Deckungsbeitrag im Online-Geschäft allerdings gegenüber dem vergleichbaren Vorkrisenniveau um € -1,4 Mio. auf € 1,1 Mio. im Berichtszeitraum reduziert.

3.2 Ertragslage

Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse i.H.v. € 59,0 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 91,4 Mio.) erzielt. Damit lag der Umsatz im Rahmen der Prognose für die Monate Juni bis Oktober 2021. Davon entfallen € 14,2 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 34,5 Mio.) auf den Online-Handel, was einem Anteil am Gesamtumsatz von 24,0% (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr 37,7%) entspricht. Der prozentual höhere Online-Anteil im Vergleichszeitraum erklärt sich im Wesentlichen durch den teilweise geschlossenen stationären Handel in den Lockdown-Monaten.

Der Materialaufwand reduzierte sich anteilig im Berichtsjahr auf € 23,0 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 38,1 Mio.). Die Materialaufwandsquote verbesserte sich entsprechend von 41,7% im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr auf 39,0% im Berichtsjahr. Ausschlaggebend hierfür waren geringere Preisreduzierungen auf aktuelle Ware sowie ein höherer Anteil von Vorjahresware, die bereits teilweise abgeschrieben war.

Der Personalaufwand betrug € 14,0 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 19,1 Mio.), womit die Personalkostenquote bei 23,7% (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr 20,9%) vom Umsatz lag. Die höhere Personalkostenquote resultierte im Wesentlichen daraus, dass im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr während des zweiten Lockdowns im Winter 2020 bis Frühjahr 2021 ein Großteil der Mitarbeiter insolvenzbedingt im sogenannten "Winterschlaf" freigestellt war. Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter lag im Geschäftsjahresdurchschnitt bei 1.121 Personen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr € 28,4 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 58,3 Mio.). Die wesentlichen Aufwendungen entfallen auf Mieten und Konzessionsgebühren i.H.v. € 12,7 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 22,7 Mio.), Fracht- und Logistikkosten von € 6,0 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 11,9 Mio.), Rechts- und Beratungskosten von € 1,1 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 6,7 Mio.) sowie Marketing- und Werbeaufwendungen i.H.v. € 1,9 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 3,3 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres i.H.v. € 10,6 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 86,7 Mio.) bestehen im Wesentlichen aus den zeitanteilig vereinnahmten Corona-Staatshilfen (€ 9,9 Mio., vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 11,5 Mio.). Im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr ist außerdem der Sanierungsgewinn aus der Umsetzung des Insolvenzplans (€ 73,7 Mio.) enthalten.

Das operative Ergebnis EBITDA (inklusive des anteiligen Anspruchs auf die Überbrückungshilfe) belief sich im Berichtsjahr auf € 4,2 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € -11,1 Mio. ohne den Sanierungsgewinn in Folge des Insolvenzplans) und lag damit im Rahmen der Prognose für die Monate Juni bis Oktober 2021.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen € 1,7 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 6,2 Mio., wovon € 1,6 Mio. auf Sonderabschreibungen für erfolgte Schließungen von Verkaufsflächen entfielen). Im Wesentlichen setzen sich die Abschreibungen im Berichtsjahr aus der planmäßigen Abschreibung von Betriebs- und Geschäftsausstattung (€ 0,6 Mio.), aktivierter Software (€ 0,3 Mio.) und Mietereinbauten (€ 0,8 Mio.) zusammen.

Das Zinsergebnis i.H.v. € -1,0 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € -2,6 Mio.) hat sich unter Berücksichtigung der unterschiedlich langen Berichtsperioden verbessert, obwohl weitere Ziehungen aus den zur Verfügung gestellten Darlehensfazilitäten im Berichtszeitraum erfolgten.

Insgesamt ergab sich im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von € 1,5 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 54,1 Mio.).

3.3 Finanzlage

3.3.1 Investitionen

Die Investitionen betrugen € 0,8 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 0,6 Mio.) und flossen vor allem in die Expansion (drei neue Filialen bzw. vereinzelte Umbauten von Stores) sowie in Projektkosten für das neue ERP-System.

3.3.2 Liquidität

Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Berichtsjahres € 13,4 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 2,9 Mio.).

3.3.3 Finanzierung

Die Finanzierung von HALLHUBER wurde im Rahmen der Beendigung des Insolvenzverfahrens (zum Ende des vorherigen Rumpfgeschäftsjahres) neu strukturiert. Die Finanzierungspartner ROBUS und CSP stellen in unterschiedlichen Kreditlinien mit verschiedenen Rängen die Hauptfinanzierung. In der Berichtsperiode wurden aus den zur Verfügung gestellten Darlehensfazilitäten € 7,6 Mio. zusätzlich in Anspruch genommen, wovon die im Insolvenzplan definierte Abgeltungszahlung (€ 3,0 Mio.) beglichen sowie der zweite Massekredit (€ 2,1 Mio.) abgelöst wurden.

Nach dem Bilanzstichtag 31.10.2021 wurden im Mai 2022 noch € 1,0 Mio. aus der Hauptfinanzierung in Anspruch genommen (aus der Komponente "Robus New Second Lien"). Im September 2022 haben die Finanzierungspartner die Laufzeiten der bestehenden Kreditverträge bis ins Jahr 2026 verlängert und die Zielwerte der in den Kreditverträgen definierten Finanzkennzahlen ("Covenants") an die aktuelle Entwicklung angepasst. Darüber hinaus hat Robus einen zusätzlichen kurzfristigen Überbrückungskredit i.H.v. € 4,1 Mio. gewährt, welcher nach der Finalisierung eines externen Sanierungsgutachtens (nach IDW Standard S6) nun auch mittelfristig zur Verfügung steht. Zudem wurde die Darlehensfazilität des "Robus New Monies Facility" von vormals € 6,6 Mio. um € 0,5 Mio. auf € 7,1 Mio. erhöht. Diese € 0,5 Mio. wurden im Januar 2023 ebenfalls in Anspruch genommen.

3.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um € 8,0 Mio. gegenüber dem vorherigen Rumpfgeschäftsjahr erhöht, im Wesentlichen aus den in Anspruch genommenen Darlehensfazilitäten.

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem vorherigen Rumpfgeschäftsjahr um € 1,1 Mio. reduziert und liegt zum Bilanzstichtag bei € 10,7 Mio. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen mit € 1,2 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 1,3 Mio.) vorwiegend Software. Das Sachanlagevermögen hat sich um € 0,9 Mio. von € 10,5 Mio. auf € 9,6 Mio. reduziert, nachdem die planmäßigen Abschreibungen höher als die Investitionen waren.

Die Vorräte sind von € 23,5 Mio. auf € 19,1 Mio. gesunken, im Wesentlichen durch eine Verschiebung der Wareneingänge in die Folgemonate sowie durch einen durch den Lockdown verursachten höheren Warenbestand im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf € 3,6 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 3,0 Mio.). Stichtags- und jahreszeitlich bedingt waren vor allem die Forderungen aus dem Online-Geschäft aber auch die Forderungen gegenüber Retail-Partnern höher als zum vorherigen Bilanzstichtag.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen existieren seit dem Ausscheiden der früheren Gesellschafterin Hallhuber Beteiligungs GmbH zum 30. Juni 2021 nicht mehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten den anteilig aktivierten Anspruch auf die staatliche Überbrückungshilfe III und III Plus in Deutschland (€ 8,4 Mio.), welche im November 2021 bzw. Februar 2022 vereinnahmt wurden. Im Übrigen haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere durch die hinterlegten Barkautionen sowie debitorische Kreditoren gegenüber dem vorherigen Rumpfgeschäftsjahr erhöht.

Das gezeichnete Kapital zum Stichtag (€ 0,7 Mio.) entspricht der Kapitaleinlage der Hallhuber Holding GmbH. Durch den in dieser Berichtsperiode realisierten Gewinn i.H.v. € 1,5 Mio. erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Mai 2021 auf € 19,4 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 17,9 Mio.).

Die Rückstellungen erhöhten sich um € 2,3 Mio. von € 4,5 Mio. auf € 6,8 Mio., im Wesentlichen durch Rückstellungen im Personalbereich, welche nach dem insolvenzbedingten "Winterschlaf" neu aufgebaut wurden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind mit € 5,2 Mio. (vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 5,3 Mio.) anhaltend auf niedrigem Niveau. Insbesondere durch geringe Zahlungsziele sowie erhöhtes Anzahlungsvolumen im Bereich der Warenlieferanten ist das Working Capital belastet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen zu großen Teilen aus Krediten der Finanzierungspartner ROBUS und CSP (€ 28,7 Mio., vorheriges Rumpfgeschäftsjahr € 25,7 Mio.).

4. Prognosebericht

Der folgende Prognosebericht basiert auf den Einschätzungen der Geschäftsführung über den zukünftigen Geschäftsverlauf der Hallhuber GmbH. Der Bericht entspricht dem Kenntnisstand der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts.

Nach dem Austritt aus dem Insolvenzhauptverfahren zum 31. Mai 2021 endete das Berichtsjahr satzungsmäßig am 31. Oktober 2021. Das Geschäftsjahr 2021 ist daher erneut ein Rumpfgeschäftsjahr und umfasst die 5 Monate vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Oktober 2021. Nach einer zwischenzeitlich erfolgten Satzungsänderung enden zukünftige Geschäftsjahre der Hallhuber GmbH jeweils Ende Februar, wodurch das Geschäftsjahr 2021/2022 mit Bilanzstichtag 28. Februar 2022 und nur vier Monaten wiederum ein Rumpfgeschäftsjahr ist.

Der Businessplan der Hallhuber GmbH für den Planungszeitraum bis zum Geschäftsjahr 2026 (28. Februar 2026) wurde im Rahmen eines Sanierungsgutachtens (gemäß IDW S6) per 23. Dezember 2022 von einer renommierten Beratungsgesellschaft als plausibel bestätigt.

4.1 COVID-19-Pandemie

Das weitere Pandemiegeschehen und die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, insbesondere im Hinblick auf Restriktionen im Einzelhandel, können nur schwer prognostiziert werden. Zwar sind alle HALLHUBER Filialen seit Juni 2021 wieder geöffnet, allerdings könnten die Öffnungsregeln bei steigenden Inzidenzen erneut angepasst werden. Mehrere Regierungen haben aufgrund von COVID-19-Infektionen regionale oder landesweite Beschränkungen erlassen, welche sich weiterhin auf die Wertschöpfungskette von der Herstellung bis zum Transport auswirken. Die allgemeine Situation in der Lieferkette bleibt aufgrund von Hafenüberlastungen, begrenzten Lieferkapazitäten und anhaltenden Frachtratenerhöhungen schwierig. Diese Tatsachen führen weiterhin zu einer erheblichen Prognose-Unsicherheit.

4.2 Entwicklung der Wirtschaftslage

HALLHUBER beurteilt sein wirtschaftliches Umfeld als weiterhin sehr herausfordernd. Zu der Corona-Krise kommt das unverändert sehr wettbewerbsintensive Marktumfeld der Modebranche sowie eine rückläufige Nachfrage im Bereich der Konsumgüter durch die anhaltende Inflation hinzu.

Der aktuelle Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat die Konsumbereitschaft im Textileinzelhandel zusätzlich belastet. Auch weiterhin muss mit einer angespannten geopolitischen Lage und einer daraus resultierenden Planungsunsicherheit gerechnet werden. Die Entwicklung der Inflation führt aktuell zu signifikanten Preiserhöhungen bei Gütern des täglichen Bedarfs und wirkt sich dadurch negativ auf die Kaufkraft der Zielkundinnen aus. Zudem führen der Krieg und die Sanktionen gegen Russland zu erneuten Unterbrechungen an einigen Stellen der derzeit ohnehin strapazierten globalen Lieferketten. Unter diesen Umständen werden die pandemiebedingten Produktionshemmnisse in China und der Krieg in der Ukraine die weltwirtschaftliche Erholung im Jahr 2022 verlangsamen, aber nicht zum Stehen bringen. Für 2022 rechnet das IfW Kiel mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (preisbereinigt) in Deutschland um 1,9% gegenüber 2021. Zeitgleich wird für 2022 ein Anstieg der Verbraucherpreise um bis zu 8,0% (Stand Dezember 2022) gegenüber Vorjahr prognostiziert. Für 2023 erwartet das IfW Kiel ein Wachstum von 0,3% und eine Inflation von 5,4%.

4.3 Umsatzprognose

Im Rumpfgeschäftsjahr 2022 (01.11.2021 bis 28.02.2022) lag der Umsatz bei € 46 Mio. Die Geschäftsführung der Hallhuber GmbH geht vor dem Hintergrund der oben dargestellten Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds für das Geschäftsjahr 2023 (Zeitraum 01.03.2022 bis 28.02.2023) von einem Umsatz zwischen € 145 Mio. und € 150 Mio. und für das Geschäftsjahr 2024 (Zeitraum 01.03.2023 bis 29.02.2024) von einem Umsatz zwischen € 160 Mio. und € 170 Mio. aus.

Die Unternehmensplanung sieht ein Ziel-Umsatzvolumen i.H.v. rund € 190 Mio. im Geschäftsjahr 2026 vor. Daraus ergibt sich ein Rückgang der Umsatzerlöse im Planungszeitraum um rund € −7,5 Mio. gegenüber dem Vorkrisenniveau im Geschäftsjahr 2018/2019. Die Umsatzplanung basiert auf der zum Ende des Insolvenzverfahrens ab Juni 2021 angepassten Vertriebsstruktur mit eigenen Filialen und Outlets, ausgewählten Shop-in-Shop-Flächen und dem Online-Geschäft. Der Umsatz im stationären Handel soll durch organisches Wachstum und vereinzelte Neueröffnungen jährlich steigen, aber flächenbereinigt erst ab dem Geschäftsjahr 2026 wieder auf Vorkrisenniveau zurückkommen. Die Umsätze aus dem Online-Geschäft sollen zunächst im Rumpfgeschäftsjahr 2022 auf dem Niveau der Krisen-Monate gehalten werden und perspektivisch durch die Umsetzung der Omnichannel-Strategie sowie den Ausbau des CRM-Systems im jährlichen Durchschnitt um ca. 12,2 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 ansteigen.

4.4 Ergebnisprognose

Im Rumpfgeschäftsjahr 2022 (01.11.2021 bis 28.02.2022) lag das EBITDA bei € -3,4 Mio. und war von den oben dargestellten Entwicklungen des wirtschaftlichen Umfelds beeinträchtigt. Der Forecast für das Geschäftsjahr 2023 (01.03.2022 bis 28.02.2023) liegt aktuell bei ca. € -10,5 Mio. Die Geschäftsführung der Hallhuber GmbH plant, das EBITDA ab dem Geschäftsjahr 2024 (Zeitraum 01.03.2023 bis 28.02.2024) auf einen positiven Wert im unteren einstelligen Millionenbereich zu verbessern. Diese Entwicklung soll sich durch eine verbesserte Produktmarge auch über den Planungshorizont von 3 Jahren fortsetzen und zu einem positiven EBITDA im oberen einstelligen Millionenbereich führen.

Die Rohertragsmarge soll durch die Verbesserung der Warendisposition (POS) und des Retourenmanagements (Online-Geschäft) sowie einem marktgerechten Pricing gesteigert werden. Durch ein überproportionales Wachstum des Online-Geschäfts soll zudem mittelfristig auch die Personalaufwandsquote sinken.

Im Planungszeitraum bis zum Geschäftsjahr 2026 sind neben vereinzelten Neueröffnungen von Filialen insbesondere Investitionen in die Renovierung der POS, in ein neues ERP-System sowie in Systeme und Prozesse zur Stärkung der Omnichannel-Fähigkeit vorgesehen.

Insgesamt sieht die Geschäftsleitung das Unternehmen, auch infolge der abgeschlossenen operativen und finanziellen Sanierung, auf dem richtigen Wege zur Steigerung des Markenwertes und der Erreichung der gesteckten Ziele. Angesichts der nicht vorhersehbaren weiteren Entwicklung der Corona-Krise sowie der aktuellen inflationsbedingten Kaufzurückhaltung, hängt die Entwicklung der Hallhuber GmbH insbesondere davon ab, inwieweit sich das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in den entsprechenden Märkten wieder normalisieren wird und ob es gelingt, vor diesem Hintergrund die Strategie und die dafür erforderlichen Maßnahmen wie geplant umzusetzen. HALLHUBER ist zum aktuellen Zeitpunkt zuversichtlich, dass dies gelingen wird.

5. Risikobericht

Die Berichterstattung von Risiken und Chancen im Lagebericht bezieht sich grundsätzlich auf einen Zeitraum von einem Jahr ab Erstellung des Lageberichts.

5.1 Risikomanagement

HALLHUBER ist als vertikaler Retailer im Rahmen seiner Aktivitäten in den Absatzmärkten den branchenüblichen Chancen und Risiken ausgesetzt.

Die Controllinginstrumente zur Risikoerkennung werden stetig verbessert. Ihr Einsatz liefert frühzeitig Informationen über potenzielle Fehlentwicklungen für die Entscheidungsträger. Das Management hat so die Möglichkeit, rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die im Rahmen der Budgetplanung von der Geschäftsführung verabschiedeten Ziele unterliegen den unvermeidbaren Planungsrisiken, wie z.B. in Bezug auf die Höhe der Umsätze, die Abschätzung von Preisreduzierungen und die Abschreibungen auf Vorräte sowie den Erfolg von Standortentscheidungen und von Maßnahmen im Bereich der inneren Organisation.

Diese Planwerte werden im Rahmen eines abgestimmten Planungs-, Reporting- und Controllingsystems monatlich den Ist-Zahlen gegenübergestellt, damit die Geschäftsleitung etwaige Abweichungen rechtzeitig erkennen, eingrenzen und geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten kann.

Des Weiteren ergeben sich aus der Covid-19-Pandemie und den damit zusammenhängenden Infektionsschutzmaßnahmen und sonstigen Einschränkungen zusätzliche Chancen und Risiken, die HALLHUBER berücksichtigt.

5.2 Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

5.2.1 Risiken aus der COVID-19-Pandemie

Durch die anhaltende COVID-19-Pandemie und die resultierenden einschneidenden Auswirkungen auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sieht sich auch die Hallhuber GmbH weiterhin einer Situation ausgesetzt, die einen bedeutsamen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben kann.

Je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens kann es im Jahresverlauf zu weiteren bzw. erneuten Restriktionen (Maskenpflicht/Zugangsbeschränkung) im Filialbetrieb kommen. Aktuell geht die Geschäftsführung von keiner deutschlandweiten Zwangsschließung im kommenden Winter 2022/2023 aus, allerdings sind Frequenzrückgänge von bis zu 20% gegenüber dem Vor-Covid-Niveau in der aktuellen Planung angenommen.

Je nach Entwicklung der Pandemie und im Falle eines erneuten Lockdowns beantragt HALLHUBER auslastungsabhängig Kurzarbeit für die in Deutschland ansässigen Mitarbeiter. Für Mitarbeiter an ausländischen Standorten, die von Schließungen betroffen sind, werden ähnliche Lösungen entsprechend den dort vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten umgesetzt.

Die Geschäftsführung ist aktuell davon überzeugt, mit den genannten Maßnahmen den Risiken aus der COVID-19-Pandemie wirksam entgegnen zu können.

5.2.2 Markt und Branche

Die Produkte von HALLHUBER unterliegen einem konjunkturellen und modischen Risiko. Konjunkturelle Schwächen und eine geringere Konsumbereitschaft können zu Umsatz- und Ertragseinbußen führen.

Der Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation und vor allem die Preiserhöhungen bei Bedarfsgütern spiegeln sich in der aktuellen Entwicklung des Konsumklima Index wider. Insbesondere die für HALLHUBER relevante Anschaffungsneigung ist bei Berichterstellung auf einem historischen Tiefpunkt seit der Wirtschaftskrise 2008 angelangt. Das Einkaufsverhalten im mittleren Preissegment hat sich dadurch verändert. Größere Konsumausgaben werden von der Kundin kritisch hinterfragt, und eine rasche Besserung der Kauflaune ist kurzfristig nicht zu erwarten. Von der Entwicklung ist auch der Online-Handel betroffen, welcher während der Covid-19 Pandemie den Umsatzrückgang der Filialen noch in Teilen kompensieren konnte.

Die HALLHUBER Zielkundin im Premium Segment verfügt allerdings über eine vergleichsweise höhere Kaufkraft als die durchschnittliche Kundin für Damenoberbekleidung und sollte dadurch im geringeren Maße von der Kaufzurückhaltung betroffen sein. Um dem inflationsbedingten Risiko mittelfristig entgegenzuwirken, wird der Ausbau der Premium Strategie konsequent weiterverfolgt. Mit höheren durchschnittlichen Verkaufspreisen sollen die gestiegenen Kostenpositionen in Teilen kompensiert werden. Zusammenfassend kann die konjunkturell bedingte Kaufzurückhaltung als ein bedeutendes Risiko angesehen werden.

HALLHUBER setzt bei der Kreation seiner Produkte auf absehbare modische Trends und beschäftigt ein eigenes Designteam, um die Produktpalette auf die Kundenwünsche abzustimmen. Dazu werden Trends und Kaufverhalten laufend systematisch analysiert und neue Styles in kleineren Stückzahlen getestet, bevor größere Mengen produziert werden. Vor diesem Hintergrund wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Kollektionen nicht den Trends und Anforderungen der Kundinnen entsprechen, weiterhin als gering eingeschätzt. Falls jedoch dieses Risiko eintritt, wird das Ausmaß als wesentlich eingeschätzt. Damit wird das Kollektionsrisiko als bedeutendes Risiko klassifiziert.

Der Eintritt neuer Wettbewerber in das Marktsegment von HALLHUBER kann zu einem höheren Wettbewerb und damit verbunden zu einem Verlust von Marktanteilen führen. Auch könnten sich durch eine veränderte Preisstruktur des Wettbewerbs die Margen verschlechtern. Die derzeitige Konsolidierungswelle in der Modebranche bietet jedoch auch Chancen, den Marktanteil zu vergrößern. Ungünstig wirkt sich dagegen die zunehmende Anzahl und die steigende Bedeutung von reinen Online-Händlern aus.

HALLHUBER reduziert die aus einer veränderten Wettbewerbsstruktur möglicherweise resultierenden Risiken durch eine Vielzahl von Maßnahmen. Mit trendigen und qualitativ hochwertigen Kollektionen, der Fähigkeit, auf Trends rechtzeitig zu reagieren und diese in kurzer Zeit für die Kundinnen tragbar zu machen, einer emotionalen und inspirierenden Zielkundenansprache und der zunehmenden Erweiterung der stationären und digitalen Serviceleistungen wird die Kundenbindung erhöht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass neue Wettbewerber in das Marktsegment von HALLHUBER eintreten, wird aktuell als gering eingeschätzt. Die direkten Auswirkungen auf das eigene Geschäft werden ebenfalls für gering erachtet. Aufgrund zunehmender Herausforderungen aus dem Online-Handel werden die Risiken aus einer veränderten Wettbewerbsstruktur dennoch als mittleres Risiko eingeschätzt.

5.2.3 Vertriebsrisiko

Der Verkauf der Produkte erfolgt über eigene POS in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Luxemburg. Der Betrieb der eigenen Verkaufsflächen ist mit erheblichen Miet- und Personalkosten verbunden. Aufgrund der langfristigen Bindung der Mietverträge hat das Vertriebsrisiko einen strategischen Charakter. Bei starken Umsatzschwankungen besteht das Risiko, dass einzelne Standorte unrentabel arbeiten. Unrentable Stores und Verkaufsflächen wurden im Rahmen des abgeschlossenen Insolvenzverfahrens geschlossen und werden auch künftig sukzessive identifiziert und nach eingehender Analyse geschlossen.

Insbesondere in Zeiten sinkender Kundenfrequenzen und eines veränderten Konsumverhaltens hängt der Erfolg der eigenen POS auch von der richtigen Standortwahl ab. HALLHUBER legt deshalb für jede Investitionsentscheidung hohe Maßstäbe an die Rentabilität zugrunde. Das Umsatzrisiko wird schließlich durch eine Fortsetzung der Diversifikation über verschiedene Vertriebskanäle (eigene Shops in 1A-City-Lagen und sehr guten Center-Lagen, Shop-in-Shop-Konzepte, Online-Shops, Outlets) reduziert. Erkennbare Kannibalisierungseffekte werden bereits in der Unternehmensplanung und bei Expansionsentscheidungen individuell für jeden Standort bzw. Partner berücksichtigt. Darüber hinaus wird generell mit einer im Markt weiterhin rückläufigen Besucherfrequenz geplant, der mit einer Verbesserung der Serviceleistung entgegnet wird.

Durch die permanente Kontrolle der Vertriebskanäle verfügt HALLHUBER zeitnah über alle wesentlichen Informationen zur Unternehmenssteuerung. Zur besseren Steuerung der Fixkosten wurden ferner Maßnahmen ergriffen, um die Personal- und Mietkosten des stationären Vertriebs zu flexibilisieren. Dazu zählen unter anderem die Vereinbarung umsatzabhängiger Mieten und den Einsatz von flexiblen Aushilfskräften.

Angesichts der andauernden COVID-19-Pandemie und der Erfahrung der Corona-bedingten Umsatzausfälle im aktuellen Verlauf, werden die Auswirkungen für bedeutsam bei einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit erachtet.

Mit dem weiteren Ausbau des Online-Geschäfts entwickelt sich HALLHUBER zu einem Multi-Channel-Anbieter mit deutlichen Wachstumschancen weiter. Weitere Wachstumspotenziale bestehen auch in einer weiteren Internationalisierung und Expansion von Verkaufsflächen in Bestlagen.

5.2.4 Investitionen

Neben dem Investitionsrisiko, das mit der Neueröffnung von eigenen Verkaufsflächen verbunden ist, können Fehlinvestitionen und/oder Abweichungen von Plankosten für andere Investitionsprojekte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hallhuber GmbH negativ beeinflussen.

HALLHUBER plant mit einem Investitionsvolumen von rund € 13 Mio. bis zum Geschäftsjahr 2026. Das betrifft auch Investitionen in neue Flächen. Es werden sehr selektiv Flächen mit klar definierten Kosten- und Prozessvorgaben eröffnet. Aktuell und auch künftig wird außerdem in die Digitalisierung des Geschäftsmodells und die Ausweitung der Online-Aktivitäten investiert. Ferner wird ein Teil des Investitionsvolumens für die Umsetzung der Omnichannel-Strategie und der dafür notwendigen Anpassung und Erneuerung der Prozesse und IT-Systeme verwendet.

Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund verbesserter Überwachungsmaßnahmen und Budgetkontrollen u.a. durch die Steuerung sämtlicher Unternehmensprojekte durch ein Projekt Management Office, erachtet HALLHUBER die Eintrittswahrscheinlichkeit von zukünftigen Fehlinvestitionen als eher unwahrscheinlich. Das Risiko von Fehlinvestitionen wird daher als niedrig klassifiziert.

5.2.5 Beschaffung

Risiken bei der Beschaffung können durch den Ausfall von Lieferanten oder verspätete Lieferungen entstehen. Ein kurzfristig notwendiger Lieferantenwechsel könnte zu Verzögerungen in der Belieferung und/oder zu erhöhten Beschaffungspreisen führen. Gleiches gilt im Falle gestiegener Beschaffungspreise aufgrund von Lohnerhöhungen, Handelsbeschränkungen und/oder höherer Zölle. Darüber hinaus besteht trotz umfassender Qualitätsprüfungen das Risiko, dass Materialien oder Verarbeitungstechniken verwendet werden, die nicht den eigenen Vorgaben oder Qualitätsstandards entsprechen. Entsprechendes gilt für die Einhaltung von Sozialstandards und Arbeitsbedingungen bei den Lieferanten oder deren Zulieferern. Die COVID-19-Pandemie führt in der Modebranche zu strukturellen Beeinträchtigungen der Lieferketten, was sich künftig in höheren Kosten sowie Kapazitätsengpässen niederschlagen kann.

HALLHUBER verfügt über eine breite Basis von Lieferanten aus unterschiedlichen Ländern in Kerneuropa, Osteuropa und Fernost, mit denen teilweise seit vielen Jahren zusammengearbeitet wird. HALLHUBER hat angesichts der Pandemie seine Sourcing-Aktivitäten regional breiter aufgestellt. Die Top 20 Lieferanten teilen sich auf neun Länder auf; innerhalb dieser Gruppe entfällt der größte Anteil auf die Türkei (33%), China (32%) und Bulgarien (19%). Dies führt zu einer Risikostreuung in Einzelrisiken mit jeweils geringem Schadenspotenzial. Abweichungen von den gesetzten Qualitätsstandards und von vereinbarten Lieferterminen oder -mengen sind in der Regel zum Schadensausgleich mit Vertragsstrafen belegt. Dank der hauseigenen Produktentwicklung können zudem schnell und flexibel die Produktionspartner gewechselt werden.

Vor dem Hintergrund der weltweit anhaltenden Corona-Krise und den Erfahrungen in den Geschäftsjahren 2019/2020 und 2020/2021 konnten und können Verwerfungen bei den Beschaffungspartnern und Verspätungen bei der Beschaffung der Ware nicht ausgeschlossen werden. Daher wird das aktuelle Beschaffungsrisiko als mittleres Risiko angesehen.

5.2.6 Absatz und Warenbestand

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass die bei den Lieferanten bestellten Kollektionen von den Endverbrauchern nicht im geplanten Umfang angenommen werden. Durch die Staffelung und Anpassung der Bestellmengen und Liefertermine für die jeweiligen Kollektionsthemen wird das Risiko eines unzureichenden Verkaufs und damit der Ungängigkeit reduziert. Die Bestände werden monatlich analysiert und gegebenenfalls auch durch Warentransfers zwischen den Verkaufsstellen laufend optimiert. Regelmäßige Preisreduzierungen bei schlecht verkäuflichen Artikeln und die Verkaufsmöglichkeiten in eigenen Outlets verringern das Risiko von Warenüberhängen.

Auf Basis der implementierten Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen erachtet HALLHUBER die Eintrittswahrscheinlichkeit von nicht geplanten Überbeständen im normalen Geschäftsbetrieb als gering. Das Ausmaß bei Eintritt des Risikos wird als mittel eingeschätzt, wodurch das Risiko insgesamt als mittleres Risiko klassifiziert wird.

5.2.7 Personal

Das Engagement und die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter sowie das von ihnen aufgebaute Expertenwissen sind entscheidende Faktoren für den Erfolg von HALLHUBER. Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen durch die Personalbeschaffung, mangelnde Qualifikation und durch Fluktuation der Mitarbeiter. Scheiden Mitarbeiter in Schlüsselpositionen aus dem Unternehmen aus oder fallen sie krankheitsbedingt aus, fließen wichtiges Know-how, Erfahrungen und Kompetenzen ab und es können Unsicherheiten bei Mitarbeitern oder Geschäftspartnern entstehen. Diese Positionen nachzubesetzen, aber auch die Zeit der Überbrückung, kann zu zusätzlichen Kosten führen.

Um diese Risiken zu begrenzen, werden unterschiedliche Ansätze verfolgt: attraktive Vergütungs- und flexible Arbeitszeitmodelle, spannende und herausfordernde Aufgaben und vielfältige Karriereperspektiven sollen die Mitarbeiter an HALLHUBER binden.

Seit Wiedereröffnung der POS ab Mai 2021 konnte ein Großteil der offenen Stellen inzwischen wieder besetzt werden. Hier war jedoch festzustellen, dass sich die Personalsuche deutlich schwieriger gestaltete als in den Vorjahren, auch weil viele Fachkräfte in andere Branchen abgewandert sind.

Mit der Neuaufstellung des Unternehmens erachtet HALLHUBER die Eintrittswahrscheinlichkeit von Personalrisiken derzeit als gering bis mittel ein. Dem Risiko steigender Personalkosten wird mit einem laufenden Personalcontrolling begegnet. Der Personaleinsatz wird dabei stundenweise pro Filiale im Detail geplant. Dieses Risiko wird als geringes Risiko eingestuft.

5.2.8 Finanzierung und Liquidität

Beim Finanzierungs- bzw. Liquiditätsrisiko besteht die Gefahr, dass liquide Mittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen oder nur zu überhöhten Kosten beschafft werden können.

Die aktuelle Einschätzung des Finanzierungs- und Liquiditätsrisikos ist eng verknüpft mit dem Risiko aus der COVID-19-Pandemie sowie der Entwicklung des Konsumklimas. Es wird daher an dieser Stelle auf die Ausführungen unter 5.2.1 und 5.2.2 verwiesen.

Mit der bereitgestellten Finanzierung nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens besitzt HALLHUBER die benötigten finanziellen Ressourcen, um die identifizierten Sanierungsmaßnahmen umzusetzen. Zum Tag der Aufstellung dieses Lageberichts wurden aus den unterschiedlichen Darlehensfazilitäten € 33,8 Mio. in Anspruch genommen. Die Liquiditätsplanung zeigt keine Unterdeckung im Planungszeitraum. Die Liquidität wird laufend überwacht und rollierend im Voraus geplant.

Die Geschäftsführung der Hallhuber GmbH ist davon überzeugt, mit den genannten Maßnahmen die Liquidität des Unternehmens und die Fortführung der Geschäftstätigkeit angemessen abzusichern. Pandemiebedingt wird das Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko dennoch als hoch angesehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aktuell als mittel eingeschätzt und das Ausmaß der Auswirkung als wesentlich.

5.2.9 Versicherungsschutz

Die Betriebs- und Geschäftseinrichtungen, die Warenvorräte und technischen Anlagen sind bei namhaften Gesellschaften versichert, wobei die Versicherungswerte jährlich überprüft und angepasst werden. Ferner bestehen eine Feuer- bzw. Betriebsunterbrechungsversicherung sowie Haftpflichtversicherungen und eine Gruppen-Unfallversicherung für Tätigkeiten außer Haus. Das Versicherungsrisiko wird als geringes Risiko eingestuft.

5.3 Verwendung von Finanzinstrumenten

Bei HALLHUBER bestanden im Berichtsjahr und bestehen auch aktuell keine Finanzderivate.

 

München, 30. Januar 2023

Hallhuber GmbH

Rouven Angermann, Geschäftsführer

Torsten Eisenkolb, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Oktober 2021

Aktiva

31.10.2021
31.05.2021
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.020.702,00 1.305.394,28
3. Geleistete Anzahlungen 144.768,30 0,00
  1.165.470,30 1.305.394,28
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.044.621,49 6.766.330,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.240.224,00 3.687.464,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 273.212,63 19.098,00
  9.558.058,12 10.472.892,49
  10.723.528,42 11.778.286,77
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Waren 19.125.862,48 21.014.591,16
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.514.125,63
  19.125.862,48 23.528.716,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.566.058,42 2.990.477,27
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 2.763,76
3. Sonstige Vermögensgegenstände 16.882.434,41 14.959.710,91
  20.448.492,83 17.952.951,94
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 13.437.481,77 2.873.807,54
  53.011.837,08 44.355.476,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 971.186,40 654.495,78
  64.706.551,90 56.788.258,82

Passiva

   
31.10.2021
31.05.2021
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 660.000,00 660.000,00
II. Bilanzgewinn 18.730.282,62 17.223.421,59
  19.390.282,62 17.883.421,59
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 35.900,00 64.500,00
2. Sonstige Rückstellungen 6.776.501,93 4.393.850,82
  6.812.401,93 4.458.350,82
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen 0,00 498,89
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.158.606,83 5.337.603,17
3. Sonstige Verbindlichkeiten 32.604.184,87 28.281.149,89
- davon aus Steuern T€ 1.722 (i.Vj. T€ 175)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 91 (i.Vj. T€ 131)    
  37.762.791,70 33.619.251,95
D. Rechnungsabgrenzungsposten 741.075,65 827.234,46
  64.706.551,90 56.788.258,82

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Oktober 2021 (mit Vergleichszahlen des Rumpf-Geschäftsjahres vom 20. Juli 2020 bis zum 31. Mai 2021)

Rumpf-GJ 01.06.2021 - 31.10.2021
Rumpf-GJ 20.07.2020 - 31.05.2021
1. Umsatzerlöse 59.024.977,10 91.421.879,18
2. Sonstige betriebliche Erträge 10.550.002,79 86.666.531,85
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 22.993.834,03 38.016.769,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.002,88 102.688,46
  23.002.836,91 38.119.457,68
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 12.672.104,78 15.551.208,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.359.509,75 3.519.695,35
- davon für Altersversorgung T€ 45 (i.Vj. T€ 36)    
  14.031.614,53 19.070.903,46
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.682.508,45 6.180.662,27
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 28.355.367,37 58.275.870,19
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,57 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 994.880,45 2.550.379,73
- davon an verbundene Unternehmen T€ 0 (i.Vj. T€ 117)    
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.085,72 -189.857,40
10. Ergebnis nach Steuern 1.506.687,03 54.080.995,10
11. Sonstige Steuern -174,00 8.273,00
12. Jahresüberschuss 1.506.861,03 54.072.722,10
13. Gewinn-/Verlustvortrag 17.223.421,59 -43.262.219,32
14. Entnahme aus der Kapitalrücklage 0,00 5.112.918,81
15. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 0,00 1.300.000,00
16. Bilanzgewinn 18.730.282,62 17.223.421,59

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Oktober 2021

1. Vorbemerkungen

Der vorliegende Jahresabschluss der Hallhuber GmbH, München, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 55371), wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Wertangaben erfolgen, soweit nicht anders angegeben, jeweils in Tausend Euro (T€).

Das Berichtsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr. Es beginnt am 1. Juni 2021 nach der Aufhebung des Insolvenzverfahrens und endet satzungsgemäß am 31. Oktober 2021. Das Vorjahr ist ebenfalls ein Rumpfgeschäftsjahr und entspricht dem Zeitraum des Insolvenz-Hauptverfahrens, das am 20. Juli 2020 über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet und am 31. Mai 2021 auf Basis eines rechtskräftigen Insolvenzplanes und mit positiver Fortsetzungsprognose aufgehoben wurde. Wegen der Rumpfgeschäftsjahre sind die Vorjahresangaben nur eingeschränkt vergleichbar.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer (z.B. Laufzeit des Mietvertrages) um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Nutzungsdauern richten sich bei den Ausbauten der Filialen nach der festen Mietzeit und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung nach den steuerlichen AfA-Tabellen. Die planmäßigen Abschreibungen des Vorjahres wurden unverändert fortgeführt. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Berechnung der Abschreibung zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst.

2.2 Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Soweit erforderlich, werden Wertabschläge (Altersabschläge) vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert in Euro angesetzt. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

2.3 Aktive Rechnungsabgrenzung

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für Zahlungen gebildet, die Aufwendungen für Zeiträume nach dem Stichtag betreffen.

2.4 Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Bewertung der Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen erfolgt unter Berücksichtigung zukünftiger Kostensteigerungen und Diskontierung bei Verwendung eines laufzeitadäquaten Zinssatzes.

2.5 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.6 Passive Rechnungsabgrenzung

Bei der passiven Rechnungsabgrenzung handelt es sich um Baukostenzuschüsse. Diese werden im Jahr der Erteilung als passive Rechnungsabgrenzung erfasst und periodengerecht über die entsprechende Mietzeit aufgelöst.

2.7 Fremdwährungen

Finanzielle Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

3.2 Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden im Vorjahr gegenüber der inzwischen ausgeschiedenen Gesellschafterin Hallhuber Beteiligungs GmbH.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten den zeitanteilig aktivierten Anspruch auf die staatliche Überbrückungshilfe III Plus in Deutschland i.H.v. T€ 8.353 (im Vorjahr Überbrückungshilfe III i.H.v. T€ 10.500).

3.3 Eigenkapital

Im Rahmen der Sanierung gemäß Insolvenzplan wurde zum Ende des Insolvenzverfahrens im Mai 2021 das frühere gezeichnete Kapital (T€ 1.300) zum Ausgleich der aufgelaufenen Verluste auf Null herabgesetzt. Vorab wurden die Kapitalrücklage (T€ 5.113) und der Gewinnvortrag (T€ 1.999) zur Verlustverrechnung verwendet. Im Zusammenhang mit dieser (vereinfachten) Kapitalherabsetzung (§ 58a GmbHG) erfolgte eine Kapitalerhöhung durch die neu eintretende Gesellschafterin Hallhuber Holding GmbH, München, um T€ 660. Diese Kapitalmaßnahmen wurden zum Monatsultimo des auf die Rechtskraft des Insolvenzplans (26. Mai 2021) folgenden Monats, d.h. am 30. Juni 2021 in das Handelsregister eingetragen und erlangten damit ihre Wirksamkeit. Sie wurden in analoger Anwendung des § 58e GmbHG im Abschluss des Vorjahres bereits berücksichtigt.

Die Hallhuber Holding GmbH hat Anfang Juni 2021 das von ihr gezeichnete Kapital vollständig eingezahlt. Sie ist seit 1. Juli 2021 alleinige Gesellschafterin der Hallhuber GmbH.

3.4 Rückstellungen

Die Rückstellungen für Ertragssteuern (T€ 36; Vorjahr T€ 65) betreffen Steuern für ausländische Betriebsstätten.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten (T€ 2.428; Vorjahr T€ 859), Retouren aus dem Online-Geschäft (T€ 1.893; Vorjahr T€ 1.646), Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen (T€ 1.051; Vorjahr T€ 1.013), Kosten für Jahresabschluss und Steuererklärungen (T€ 361; Vorjahr T€ 356), Miete und Mietnebenkosten (T€ 326; Vorjahr T€ 88), HallhuberCard-Bonusgutscheine (T€ 299; Vorjahr T€ 210) sowie für die Endabrechnung der Corona-Hilfen (T€ 241; Vorjahr T€ 0) gebildet.

Die Bewertung der Rückbauverpflichtungen aus fortgesetzten Mietverhältnissen erfolgte unter Berücksichtigung zukünftiger Kostensteigerungen und Diskontierung bei Verwendung eines laufzeitadäquaten Zinssatzes (Restlaufzeiten jeweils über ein Jahr). Die Auflösung der Diskontierung erfolgt über die Restlaufzeit der zugrundeliegenden Mietvereinbarungen jährlich als Aufzinsung im Zinsergebnis. Im Berichtsjahr fiel ein Aufzinsungsbetrag von T€ 3 (Vorjahr T€ 8) an.

Wesentliche Posten innerhalb der Personalrückstellungen sind noch nicht genommene Urlaubstage und Überstunden (T€ 845; Vorjahr T€ 351), Prämien- bzw. Bonuszahlungen (T€ 693; Vorjahr T€ 58), Abfindungen (T€ 454; Vorjahr T€ 147) sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld (T€ 298; Vorjahr T€ 235).

3.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

31.10.2021 31.05.2021
Betrag
T€
bis zu 1 Jahr
T€
Betrag
T€
bis zu 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 5.159 5.159 5.338 5.338
Sonstige Verbindlichkeiten 32.604 32.604 28.281 28.281

Zum Stichtag bestehen (wie im Vorjahr) keine Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über fünf Jahren. Die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Kredite der Finanzierungspartner ROBUS und CSP i.H.v. T€ 28.702 (Vorjahr T€ 20.582) sind durch Sicherungsübereignung von Bankkonten, Warenbeständen, Forderungen sowie Rechten an Internetdomains besichert.

3.6 Passive Rechnungsabgrenzung

Die Passive Rechnungsabgrenzung wird für Baukostenzuschüsse für Umbauten und Einbauten bei neu eröffneten Filialen gebildet. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft keine neuen Zuschüsse erhalten (Vorjahr ebenso). Von den passivierten Zuschüssen wurden zeitanteilig T€ 86 erfolgswirksam vereinnahmt (Vorjahr T€ 356).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen zu 76% den Filialhandel und werden zu 24% im Online-Geschäft erzielt (Vorjahr 62% bzw. 38%). Sie gliedern sich geographisch wie folgt:

Berichtsjahr
T€
Vorjahr
T€
Umsätze Inland 47.133 70.838
Umsätze EU 7.490 13.202
Umsätze Drittland 4.402 7.382
Umsatzerlöse 59.025 91.422

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten:

Berichtsjahr
T€
Vorjahr
T€
staatliche Corona-Hilfe Deutschland (Überbrückungshilfe III Plus bzw. III) 9.853 10.500
staatliche Corona-Hilfe Ausland (i.W. Österreich) 0 992
Sanierungsgewinn zum Ende des Insolvenzverfahrens 0 73.713
andere sonstige Erträge 697 1.462
sonstige betriebliche Erträge 10.550 86.667

4.3 Währungskursgewinne und-verluste

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungskursgewinne i.H.v. T€ 6 (Vorjahr T€ 335) und in den betrieblichen Aufwendungen Währungskursverluste i.H.v. T€ 166 (Vorjahr T€ 159) enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (rollierender Durchschnitt) beträgt:

Geschäftsjahr Vorjahr
Vollzeitkräfte 345 408
Teilzeit- und Aushilfskräfte 773 1.048
Auszubildende 3 3
  1.121 1.459

5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Miet- und Pachtverträgen einschließlich der damit in Verbindung stehenden Werbekostenbeteiligungen i.H.v. € 83 Mio. (Vorjahr € 113 Mio.) mit folgender Fälligkeitsstruktur:

Berichtsjahr
€ Mio.
Vorjahr
€ Mio.
Fällig innerhalb eines Jahres: 21 27
Fällig in zwei bis fünf Jahren: 52 69
Fälligkeit in mehr als fünf Jahren: 10 17
  83 113

Aus Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen von € 0,3 Mio. (Vorjahr € 0,4 Mio.).

Aus dem Insolvenzplan bestehen Besserungsvereinbarungen, die für Insolvenzgläubiger bei Erreichen bestimmter Ergebnisziele bzw. Erzielung bestimmter Sondererträge zusätzliche Zahlungen vorsehen. Nach dem Bilanzstichtag sind derartige Erträge i.H.v. € 0,1 Mio. entstanden und im September 2022 an die berechtigten Gläubiger ausgezahlt worden. Die Bedingungen für weitere Verpflichtungen aus Besserungsvereinbarungen sind bislang nicht eigetreten.

Derivative Finanzinstrumente lagen zum Stichtag nicht vor.

5.3 Geschäftsführung

 

Rouven Angermann, Oberhaching, CEO

 

Torsten Eisenkolb, Erlangen, CFO

Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

5.4 Mutterunternehmen - Konzernabschluss

Einziger Anteilseigner der Gesellschaft ist zum Stichtag die Hallhuber Holding GmbH, München, die im Februar 2021 gegründet wurde und noch keinen Konzernabschluss erstellt hat.

5.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Berichtsjahr beträgt netto T€ 65 und entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen (T€ 40) und Steuerberatungsleistungen (T€ 25).

5.6 Verwendung des Jahresergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 18.730 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag wurden im Mai 2022 noch € 1,0 Mio. aus der Hauptfinanzierung in Anspruch genommen (aus der Komponente "Robus New Second Lien"). Im September 2022 haben die Finanzierungspartner die Laufzeiten der bestehenden Kreditverträge bis ins Jahr 2026 verlängert und die Zielwerte der in den Kreditverträgen definierten Finanzkennzahlen ("Covenants") an die aktuelle Entwicklung angepasst. Darüber hinaus hat Robus einen zusätzlichen kurzfristigen Überbrückungskredit i.H.v. € 4,1 Mio. gewährt, welcher nach der Finalisierung eines externen Sanierungsgutachtens (nach IDW Standard S6) nun auch mittelfristig zur Verfügung steht. Zudem wurde die Darlehensfazilität der "Robus New Monies Facility" von vormals € 6,6 Mio. um € 0,5 Mio. auf € 7,1 Mio. erhöht. Diese € 0,5 Mio. wurden im Januar 2023 ebenfalls in Anspruch genommen.

Der Businessplan der Hallhuber GmbH für den Planungszeitraum bis zum 28. Februar 2026 wurde im Rahmen des Sanierungsgutachtens (gemäß IDW Standard S6) per 23. Dezember 2022 von einer renommierten Beratungsgesellschaft als plausibel bestätigt.

Der bisherige Geschäftsverlauf, insbesondere in Bezug auf Umsatz, Rohertragsmarge und Liquidität, entspricht zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses den geplanten Werten aus dem IDW-S6 Gutachten.

 

München, 30. Januar 2023

Hallhuber GmbH

Rouven Angermann, Geschäftsführer

Torsten Eisenkolb, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Oktober 2021

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Werte
in T€
01.06.21 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.10.21
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 372 T€ - T€ - T€ - T€ 372 T€
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.391 T€ - T€ - T€ - T€ 5.391 T€
Geleistete Anzahlungen - T€ 145 T€ - T€ - T€ 145 T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.763 T€ 145 T€ - T€ - T€ 5.908 T€
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.427 T€ 218 T€ - T€ 216 T€ 27.430 T€
Andere Anlagen , Betriebs- & Geschäftsausstattung 20.801 T€ 149 T€ 19 T€ 138 T€ 20.831 T€
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 19 T€ 273 T€ - 19 T€ - T€ 273 T€
Sachanlagen 48.248 T€ 641 T€ - T€ 354 T€ 48.534 T€
Anlagevermögen 54.011 T€ 785 T€ - T€ 354 T€ 54.442 T€
Kumulierte Abschreibungen
Werte
in T€
01.06.21 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.10.21
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 372 T€ - T€ - T€ - T€ 372 T€
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.086 T€ 285 T€ - T€ - T€ 4.370 T€
Geleistete Anzahlungen - T€ - T€ - T€ - T€ - T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.458 T€ 285 T€ - T€ - T€ 4.742 T€
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.661 T€ 835 T€ - T€ 111 T€ 21.385 T€
Andere Anlagen , Betriebs- & Geschäftsausstattung 17.114 T€ 563 T€ - T€ 86 T€ 17.591 T€
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau - T€ - T€ - T€ - T€ - T€
Sachanlagen 37.775 T€ 1.398 T€ - T€ 196 T€ 38.976 T€
Anlagevermögen 42.232 T€ 1.683 T€ - T€ 196 T€ 43.718 T€
Buchwerte
Werte
in T€
31.05.21 31.10.21
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte - T€ - T€
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.305 T€ 1.021 T€
Geleistete Anzahlungen - T€ 145 T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.305 T€ 1.165 T€
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.766 T€ 6.045 T€
Andere Anlagen , Betriebs- & Geschäftsausstattung 3.687 T€ 3.240 T€
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 19 T€ 273 T€
Sachanlagen 10.473 T€ 9.558 T€
Anlagevermögen 11.778 T€ 10.724 T€

Hinweis: wegen der Darstellung in Tausend Euro sind Rundungsdifferenzen möglich

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hallhuber GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hallhuber GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Oktober 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hallhuber GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Oktober 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Oktober 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 30. Januar 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Maik Schure, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Oktober 2021 wurde am 6. Februar 2023 festgestellt.

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