UPM GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcus Kuhr seit 28.12.2011 | Prokura |
Gaby Kleemann seit 28.12.2011 | Prokura |
Heiko Kroll seit 1.9.2011 | Prokura |
Petteri Kalela seit 1.9.2011 | Prokura |
Olaf Schwemmer seit 1.9.2011 | Prokura |
Wolfgang Bucher seit 1.9.2011 | Prokura |
Hans-Ulrich Embacher seit 1.9.2011 | Prokura |
Andreas Ferdinand Dr. Deischl seit 1.9.2011 | Prokura |
Hartmut Dr. Wurster seit 1.9.2011 | Geschäftsführer |
Nicole-Yvonne Nickolai seit 1.9.2011 | Prokura |
Mikko Torkkeli seit 1.9.2011 | Prokura |
Dirk Ernst Gottfried Dr. von Gehlen seit 1.9.2011 | Prokura |
Rudolf Neumüller seit 28.10.2009 | Prokura |
Roland Mayer seit 30.8.2007 | Prokura |
Martina Schöner seit 30.8.2007 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Myllykoski Sales GmbHAugsburgJahresabschluss zum 31.12.2010Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010der Myllykoski Sales GmbHAllgemeinesBisherige GeschäftstätigkeitDie Myllykoski-Gruppe produziert holzhaltige ungestrichene und gestrichene Druckpapiere einschließlich Zeitungspapier, überwiegend aus Altfaseranteil, sowohl Rollen als auch Format. Diese werden an Verlage, Druckereien und Katalogversender in der ganzen Welt verkauft. Ihre Anwendung finden diese Produkte im Tiefdruck, Coldset- und Heatset-Druck. Sie werden weltweit, jedoch mit Konzentration auf Europa und Nordamerika, vertrieben. Myllykoski ist der drittgrößte Produzent von SC-Papier und gehört zu den Spitzenherstellern von holzhaltigen gestrichenen Papiersorten. Die Produktion läuft in den Werken Papierfabrik Albbruck GmbH in Albbruck, MD Papier GmbH in Plattling, Gebr. Lang GmbH Papierfabrik in Ettringen und Myllykoski Paper Oy in Finnland sowie der selbstständigen Rhein Papier GmbH mit Standorten in Hürth und in Plattling (kurz: Plattling Papier). Der Vertrieb der Papiere der Myllykoski Corporation und der selbstständigen Rhein Papier GmbH mit Standorten in Hürth und in Plattling erfolgt über die Myllykoski Sales GmbH als eigener Vertriebsorganisation der Myllykoski-Gruppe. Die Myllykoski Sales GmbH ist in allen wichtigen europäischen Märkten und Nordamerika mit eigenen Verkaufsbüros vertreten. Die Kundenbetreuung außerhalb dieser Märkte übernehmen von der Myllykoski Sales GmbH beauftragte Vertriebsagenturen. Die Myllykoski Sales GmbH ist eine Tochter der Myllykoski Sales International AG in der Schweiz, deren Muttergesellschaft wiederum die Myllykoski Holding BV in den Niederlanden ist. Letztere ist der Myllykoski Corporation in Finnland zugeordnet, die eine internationale, sich im Familienbesitz befindende Unternehmung ist und Papierfabriken in Finnland, Deutschland und den USA betreibt. Neben dem Papierhandel für die oben genannten Papierfabriken umfasst unsere Geschäftstätigkeit auch die Deutsche Vertriebsagenturtätigkeit. Der Geschäftssitz der Myllykoski Sales GmbH ist in 86153 Augsburg, Beim Glaspalast 1. Angegliedert ist hier die Vertriebseinheit mit 25 Mitarbeitern, die den deutschen Markt bearbeitet. Der international ausgerichtete Teil der Mitarbeiter (17) der Headquarters-Funktion ist in der Zweigniederlassung in 85716 Unterschleißheim, Freisinger Str. 9 untergebracht. Die finnische UPM-Gruppe ("UPM") hat im Dezember 2010 vertraglich vereinbart, die Myllykoski-Gruppe und die Rhein Papier GmbH zu erwerben. Die Transaktion bedarf u.a. noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Die Myllykoski-Gruppe und die Rhein Papier GmbH werden beide weiterhin unabhängig operieren bis die Transaktion durch das Closing abgeschlossen sein wird. Der Vollzug der Transaktion ist für das dritte Quartal 2011 geplant. Geschäftliches UmfeldDer Aufwärtstrend der globalen Wirtschaft setzte sich in 2010 fort, nach der Rezession, die auf die Krise der Finanzmärkte Ende 2008 folgte, mit deren Folgen für das Jahr 2009. Die Erholung in Europa war im Verhältnis zu den USA etwas verhaltener. In erster Line war für die Entwicklung Europas das Wirtschaftswachstum in Deutschland verantwortlich, welches sich im Frühjahr des Jahres 2010 positiv abzeichnete. Der Verbrauch an gestrichenen Magazinpapieren und Zeitungspapieren stieg kontinuierlich, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Das spiegelte sich in einem verbesserten Auftragsbestand wieder. Um dem gerecht zu werden, wurde die Papiermaschine 10 von MD Plattling, nach einem längeren Stillstand, wieder in Betrieb genommen. Das Wachstum der ungestrichenen Magazinpapiere bewegte sich auf einem zufriedenstellenden Level. Die Erholung im Verbrauch zeigte sich aus preislicher Sicht in keiner Weise. Getragen durch die Geschäftsentwicklung in 2009, verbunden mit Überkapazitäten und der Sorge um Stillstände, fiel das Preisniveau in allen Segmenten auf historisch niedrige Niveaus. Speziell im Bereich der Zeitungsdruckpapiere für den Verlagsbedarf fielen die Preise um bis zu 25 % im Verhältnis zum Vorjahresniveau. Aufgrund von Jahresverträgen, die in diesem Kundensegment bis dato traditionell abgeschlossen wurden, war hier im Verlaufe des Jahres 2010 keine Ergebnisverbesserung zu erreichen. Analog entwickelten sich auch die Zeitungsdruck Heatset-Papiere preislich entsprechend auf niedrigstem Niveau. Allerdings konnten aufgrund der kürzeren Vertragslaufzeiten, zumindest hier, leichte Ergebnisverbesserungen erzielt werden. Speziell im letzten Quartal diesen Jahres wurden Ergebnisverbesserungen durch eine starke Nachfrage von Exportmärkten, wie z.B. Indien, gestützt. Die Preise der LWC- und SC-Papiere erholten sich nicht auf ein zufriedenstellendes Niveau, da trotz verstärkter Nachfrage die Kapazitäten der Industrie nicht einheitlich ausgelastet werden konnten. Besondere Veränderungen hinsichtlich Konsolidierungen auf Druckerei- bzw. Verlagsseite gab es nicht, somit blieb unser angestammter Kundenkreis nahezu stabil. Ein sich jedoch für uns weiterhin positiv entwickelndes Kundensegment sind, wie auch in der jüngsten Vergangenheit, die Discounter. Der Verdrängungswettbewerb der Marktführer dieser Kundengruppe, in Verbindung mit niedrigen Papierpreisen in 2010, hat das Print- Werbeaufkommen mit erhöhten Beilagenzirkulationen absatzseitig stark positiv beeinflusst. Der Trend großer Endkunden, Bedarfsfälle selbst zu verhandeln und auch an diese Unternehmen zu fakturieren bzw. für finanzielle Ausfälle für Lieferungen an Dritte (Druckereien) aufzukommen, setzt sich fort, womit sich das finanzielle Risiko für die Papierindustrie verkleinert. Währenddessen es sich aus finanzieller Sicht bei Liefer- und Rechnungsstellung an unsere Druckereikunden zunehmend risikoreicher entwickeln wird. Grund hierfür sind Überkapazitäten im Druckmaschinenbereich, die den Preisverfall für Druckleistungen weiter forcieren werden. Die Investitionsbereitschaft in neue Produktionsanlagen seitens der Druckindustrie hat im abgelaufenen Jahr wieder leicht zugenommen, hauptsächlich jedoch bei Offsetdruckmaschinen. Ursächlich verantwortlich dafür ist jedoch der Verdrängungswettbewerb einhergehend mit Kostenführerschaft. Die bestehende Überkapazität von Druckmaschinen, sowohl im Offset- als auch im Tiefdruck, führte zu einem weiteren Preisverfall innerhalb der Druckindustrie. Die Konsolidierungsphase der Druckindustrie wird sich weiter fortsetzen. Geschäftsverlauf und ErtragslageGestrichene Papiere:Im Vergleich zum Budget wurde hier ~ 16 % mehr Tonnage verkauft. Neben geplanter Revisions- und marktbedingter Stillstände zeigt jedoch hier die marktbedingte Inbetriebnahme der Anlage 10 von MD Plattling ab Mitte des ersten Quartals in diesem Jahr positive Auswirkungen. Aufgrund der frühzeitigen Budgetierungsphase in 2009 für 2010, mit den zu dem damaligen Zeitpunkt nicht absehbaren positiven Auswirkungen, konnten die Mengenvorgaben in 2010 übertroffen werden. Der Preisverfall zu Beginn des Jahres konnte jedoch bei weitem nicht aufgeholt werden. Während die Tiefdruckpreise kontraktbedingt über die Laufzeit von meist mind. 6 Monaten vertragskonform auf einem sehr schlechten Niveau verblieben sind, setzte sich das Abschmelzen der Offsetpreise im zweiten Quartal noch fort. Die marginalen Erhöhungen im zweiten Halbjahr konnten das schlechte erste Halbjahr zu keiner Zeit entlasten. Folglich war die Ergebnissituation einhergehend mit drastisch gestiegenen Kosten völlig unbefriedigend. Ungestrichene Papiere:Die Absatzmengen im Bereich der ungestrichenen Papiere waren im Vergleich zum Budget um ~ 10 % höher. Während die SC-Papiere leicht unter Budget blieben, konnte dieser Rückgang durch die gute Entwicklung der Zeitungsdruckpapiere ausgeglichen werden. Die gute Entwicklung der Zeitungsdruckpapiere hat ihre Ursache in der starken Werbetätigkeit der Discounter und Möbelhäuser. Speziell die aufgebesserten Zeitungsdruckpapiere haben sich sehr gut entwickelt. Allerdings wurde der erhöhte Verbrauch auch durch die sehr niedrigen Preise forsiert. Der Absatz der SC-Papiere war über das Jahr gesehen auf einem zufriedenstellenden Niveau. Zu Ende des Jahres mussten wir jedoch einen leichten Auftragsrückgang in Kauf nehmen, durch den das Abstellen der Papiermaschine 6 von Myllykoski Paper resultierte. Allgemein:Die Umsatzerlöse betrugen 1.326 Mio. Euro und sind damit deutlich niedriger als im Vorjahr. Die Aufwendungen für den Papiereinkauf von den Produktionswerken der Unternehmensgruppe beliefen sich auf 1.279 Mio. Euro und entsprachen somit 96,5 % (i.Vj. 96,3 %) der Umsatzerlöse. Die Margen verblieben auf Vorjahresniveau. Die gesamten Personalkosten betrugen insgesamt 3,2 Mio. Euro, dies entspricht 0,2 % vom Umsatzerlös. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Marketing, Vertrieb, Versand, Reisekosten, Sonstiges) lagen bei 40,8 Mio. Euro (i.Vj. 43,2 Mio. Euro) und entsprachen damit 3,1 % des Umsatzes. Der Rückgang erklärt sich im Wesentlichen aus den niedrigeren Vertriebskosten. Der Jahresüberschuss 2010 des gesamten Unternehmens beträgt TEUR 2.291 nach Steuer. Darstellung der Vermögens- und FinanzlageDie Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2010 eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 261.606 (i.Vj. TEUR 253.207) aus. Von der Bilanzsumme entfallen ca. 0,1 % auf das Anlagevermögen, ca. 3,8 % auf die Vorräte, 68,1 % auf Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und 28,0 % auf das restliche Umlaufvermögen. Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert vor allem aus den höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund der höheren Cashpool-Guthaben. Die Finanzierungsseite hat sich kaum verändert. Hier sind insbesondere sämtliche Verbindlichkeiten aus den Papierlieferungen der Werke bilanziert - sie machen 85,4 % der Bilanzsumme aus - sowie die aus dem Papierhandel resultierenden, kurzfristig fälligen absatzbezogenen Rückstellungen, insbesondere für nachträglich zu gewährende Rabatte und Boni. Risiken der künftigen EntwicklungEs können, neben bzw. aufgrund des wirtschaftlichen Gesamtumfeldes, heute jedoch nicht im Detail absehbare, punktuelle wirtschaftliche bzw. numerische Bestandsgefährdungen von Kunden bestehen. Die Myllykoski Sales GmbH unterliegt der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung und ist unmittelbar gekoppelt an die Entwicklung der Werbewirtschaft und klassischen Medien wie Tageszeitungen und Verlagen, das Konsumverhalten der Endverbraucher sowie an die wirtschaftliche Entwicklung der im Konzern angeschlossenen Produktionsstandorte. Für das Jahr 2011 rechnen wir aufgrund der weiter bestehenden Überkapazitäten im Druckbereich mit einem voranschreitenden und starken Verdrängungswettbewerb, um Druckkapazitäten auszulasten. Der anhaltende und sich verstärkende Verfall von Druckpreisen und die massiven Papierpreiserhöhungen nach den exorbitant niedrigen Niveaus in 2010 werden zu vermehrten Risiken und Zahlungsunfähigkeiten in 2011 führen. Aufgrund der Befürchtung von Auftragsverlusten werden speziell Drucker die Preiserhöhungen der Papierindustrie nicht in vollem Umfang weitergeben. Höchste Priorität gilt der Überwachung von Kreditlinien und der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Kunden und hier in der Folge die klare Einhaltung unserer Credit Management Policy. Die wesentlichen Umsatzerlöse erzielen wir im Euro-Raum. Allerdings unterliegen wir auch Fremdwährungsrisiken durch Lieferungen, bei denen wir in der Währung des Bestimmungslandes abrechnen. Diese Lieferungen machten in 2010 ca. 15,2 % unseres Liefervolumens aus. Sie betreffen vor allem Umsätze mit Kunden in den USA, UK und Schweden. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenKommend von einem historisch niedrigen Niveau werden für das Jahr 2011 deutliche Preiserhöhungen erzielt werden. Neben einem weiter steigenden Papierbedarf in 2011, zurück auf Niveaus vor der Krise, ist die Papierindustrie auch aus Kostengesichtspunkten gezwungen, das Preisniveau zu verbessern. Diese Anstrengungen werden zudem getragen von verbesserten Konjunkturaussichten in Europa, vor allem aber auch der "Nicht - Euro - Zonen". Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt über das Cash Management der Muttergesellschaft. Die Hauptfinanzierungsgeber der Myllykoski-Gruppe hatten im März 2010 vereinbart, die bestehende Finanzierung bis zum 31. März 2011 zu verlängern. Die Myllykoski-Eigentümer haben am 21. Dezember 2010 den Verkauf der Myllykoski Corporation an UPM-Kymmene Corporation bekanntgegeben. Zum gleichen Zeitpunkt wurde eine Lock-up-Vereinbarung von Myllykoski's Hauptgläubigern, UPM-Kymmene Corporation und Myllykoski unterschrieben. Diese Vereinbarung verlängert die bestehende Finanzierung bis zum Abschluss des Geschäfts mit UPM und regelt die Umstrukturierung der Darlehen zum Zeitpunkt des Closings. Zusätzlich zur Lock-up-Vereinbarung befindet sich Myllykoski derzeit in aussichtsreichen Verhandlungen mit den Hauptgläubigern über eine separate Finanzierungsvereinbarung. Diese Vereinbarung würde eine Finanzierungslösung bis zum Abschluss des UPM-Deals beinhalten, inkl. einer Lösung für die im Mai 2011 fälligen capital loan notes. Weiterhin würde diese Vereinbarung eine langfristige Finanzierungslösung für den Fall beinhalten, dass der UPM-Deal nicht von den Kartellbehörden genehmigt wird, und Myllykoski weiterhin als selbständiges Unternehmen agieren wird. Auch unter den gegebenen Unsicherheiten glaubt der Aufsichtsrat an einen positiven Abschluss der Verhandlungen in naher Zukunft. Jedoch gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Sicherheit über den tatsächlichen Abschluss des UPM-Geschäfts und über die separate Finanzierungsvereinbarung und somit ist ein Finanzierungsrisiko gegeben, welches bei Eintreffen die Fortführung des operativen Geschäfts von Myllykoski gefährdet. Die Fortführung des Unternehmens über den Zeitpunkt des erwarteten Closings hinaus hängt davon ab, dass die erforderlichen Kreditlinien über den Erwerber UPM oder im Falle des Scheiterns des Closing von den Kreditinstituten bereit gestellt werden. Trotz dieser Entwicklung sehen wir uns für das kommende Geschäftsjahr aus heutiger Perspektive in der Lage, die geplanten Mengen abzusetzen und unsere Ziele zu erreichen. Nach heutigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass ein Jahresüberschuss innerhalb der Myllykoski Sales GmbH erwirtschaftet wird. Im Hinblick auf die Kaufabsichten unseres Unternehmens werden sich bereits zu Beginn des kommenden Jahres die Parameter der Papierindustrie substanziell verbessern. Sonstige AngabenEs gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres.
Augsburg, den 31. März 2011 Olaf Schwemmer Wolfgang Bucher Bilanz zum 31. Dezember 2010Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
Anhang für das Geschäftsjahr 2010Die Gesellschaft wendet die durch das BilMoG geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB gemäß Art. 66 Abs. 3 S. 1 EGHGB erstmalig im Berichtsjahr an. Die Anpassung der Wertansätze erfolgt unter Beachtung der Übergangsvorschriften zum 1. Januar 2010. Die wesentlichen Umstellungseffekte betreffen: 1) Wahlrechte bei der Bilanzierung der
Pensionsrückstellungen zum Erfüllungsbetrag
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|
2010
% |
|
| Inland | 46 |
| Europa | 45 |
| Nordamerika | 1 |
| Sonstige Länder | 8 |
| 100 |
Nach Geschäftsfeldern geordnet setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:
|
2010
% |
|
| Zeitungsdruckpapier | 17 |
| Magazinpapier | 83 |
| 100 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 453 TEUR enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen den Zahlungseingang ausgebuchter Forderungen sowie Ausbuchungen von Verbindlichkeiten. Erträge aus Währungsumrechnung sind mit 103 TEUR enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus nachträglichen Abrechnungen in Höhe von 424 TEUR enthalten. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung belaufen sich auf 3.806 TEUR.
Außerordentliche Aufwendungen und Erträge wurden ausschließlich in Folge der Übergangsvorschriften zum Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz erfasst.
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Wesentlichen Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer und Aufwendungen aus latenten Steuern enthalten.
Die Aufwendungen aus latenten Steuern (43 TEUR) ergeben sich aus der Fortschreibung der Unterschiede zwischen steuerlicher und handelsrechtlicher Fremdwährungsbewertung und der abweichenden Bewertung von Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen. Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 29 % zugrunde gelegt.
Auf Grund unserer internationalen Geschäftstätigkeit sind wir Währungskursschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken, die aus in Fremdwährung berechneten Lieferungen resultieren, werden durch den Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte begrenzt. Der Abschluss der Geschäfte erfolgt zentral durch unsere Konzernobergesellschaft Myllykoski Corporation, die uns die entsprechenden Aufwendungen und Erträge aus den Geschäften weiterbelastet. Zum Bilanzstichtag 2010 bestanden keine offenen Kontrakte.
Auf die Angabe des Honorars für den Abschlussprüfer wird auf Grund der Angabe im Konzernanhang der Muttergesellschaft verzichtet.
Die Geschäftsführer waren wie im Vorjahr die Herren Olaf Schwemmer, Kaufmann, Diedorf, und Henrik Björnberg, Kaufmann, Küsnacht/Schweiz (bis 15. Januar 2010). Herr Henrik Björnberg war zudem Vorsitzender der Geschäftsleitung. Am 15. Januar 2010 wurde Herr Wolfgang Bucher, Kaufbeuren, zum Geschäftsführer bestellt. Zum gleichen Datum wurde Henrik Björnberg als Geschäftsführer abberufen.
Aufsichtsratsmitglieder waren im Geschäftsjahr die Herren:
| ― |
Sverre Norrgard, Aufsichtsratsvorsitzender, CEO Myllykoski Corporation |
| ― |
Jukka Pahta, CFO Myllykoski Corporation |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten keine Bezüge.
Im Geschäftsjahr 2010 waren durchschnittlich 42 Angestellte beschäftigt.
Das Stammkapital der Gesellschaft wird von der Myllykoski Sales International AG, Zürich/ Schweiz, gehalten, die wiederum über ihre Aktionärin, die Myllykoski Holding B.V., Mij-drecht/Niederlande, eine Tochtergesellschaft der Myllykoski Corporation, Kouvola, Finnland, ist.
Die Myllykoski Corporation stellt einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht für den größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser ist beim finnischen Handelsregister am Sitz der Gesellschaft erhältlich.
Augsburg, den 31. März 2011
Die Geschäftsführung
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|
1.1.2010
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
31.12.2010
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 116.422,80 | 0,00 | 0,00 | 116.422,80 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 644.128,20 | 5.012,70 | 60.300,23 | 588.840,67 |
| 760.551,00 | 5.012,70 | 60.300,23 | 705.263,47 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|
1.1.2010
EUR |
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR |
Abgänge
EUR |
31.12.2010
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 116.422,80 | 0,00 | 0,00 | 116.422,80 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 367.462,73 | 52.955,32 | 59.139,14 | 361.278,91 |
| 483.885,53 | 52.955,32 | 59.139,14 | 477.701,71 | |
| Buchwerte | ||
|
31.12.2010
EUR |
31.12.2009
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 0,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 227.561,76 | 276.665,47 |
| 227.561,76 | 276.665,47 | |
Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Myllykoski Sales GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt "Risiken und Chancen des Geschäftsbetriebs" ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft davon abhängt, dass die erforderlichen Kreditlinien über den Erwerber UPM oder im Falle eines Scheiterns des Closings von den Kreditinstituten der Myllykoski-Gruppe bereit gestellt werden.
Augsburg, den 31. März 2011
KPMG
Bayerische Treuhandgesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Bauer, Wirtschaftsprüfer
Duschl, Wirtschaftsprüfer
Als alleiniger Gesellschafter der Myllykoski Sales GmbH, Augsburg, halten wir hiermit unter Verzicht auf die gesellschaftsvertraglichen und gesetzlichen Formund Fristvorschriften eine Gesellschafterversammlung ab, auf der folgende Beschlüsse gefasst werden:
1. Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 wird mit einem Jahresüberschuss von € 2.290.633,82 und einem Bilanzgewinn von € 10.469.387,70 festgestellt.
2. Den Geschäftsführern wird Entlastung erteilt.
3. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG, Augsburg, wird beauftragt, den Jahresabschluss zum 31.12.2011 zu prüfen.
Augsburg/Unterschleissheim, den 10.05.2011
Myllykoski Sales International AG
Henrik Björnberg
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