Myllykoski Sales GmbHLiquidiert

86153 Augsburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 22862
Eingetragen
14.12.2001
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Rohholz, Holzhalbwaren und Bauelementen aus HolzHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Import, Export und Handel von/mit Papieren und Papierprodukten sowie Holz bzw. Holzprodukten aller Art im eigenen und fremden Namen sowie die Weiterverarbeitung/Veredelung von Papierund Kartonprodukten insbesondere Selbstklebeprodukten sowie Kunststoffen und deren Vertrieb im In- und Ausland sowie Durchführung von Geschäften, die diesen Gegenstand zu fördern geeignet sind.

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Kuhr
seit 28.12.2011
Prokura
Gaby Kleemann
seit 28.12.2011
Prokura
Heiko Kroll
seit 1.9.2011
Prokura
Petteri Kalela
seit 1.9.2011
Prokura
Olaf Schwemmer
seit 1.9.2011
Prokura
Wolfgang Bucher
seit 1.9.2011
Prokura
Prokura
Prokura
Hartmut Dr. Wurster
seit 1.9.2011
Geschäftsführer
Prokura
Mikko Torkkeli
seit 1.9.2011
Prokura
Prokura
Rudolf Neumüller
seit 28.10.2009
Prokura
Roland Mayer
seit 30.8.2007
Prokura
Martina Schöner
seit 30.8.2007
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Myllykoski Sales GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

der Myllykoski Sales GmbH

Allgemeines

Bisherige Geschäftstätigkeit

Die Myllykoski-Gruppe produziert holzhaltige ungestrichene und gestrichene Druckpapiere einschließlich Zeitungspapier, überwiegend aus Altfaseranteil, sowohl Rollen als auch Format. Diese werden an Verlage, Druckereien und Katalogversender in der ganzen Welt verkauft. Ihre Anwendung finden diese Produkte im Tiefdruck, Coldset- und Heatset-Druck. Sie werden weltweit, jedoch mit Konzentration auf Europa und Nordamerika, vertrieben. Myllykoski ist der drittgrößte Produzent von SC-Papier und gehört zu den Spitzenherstellern von holzhaltigen gestrichenen Papiersorten.

Die Produktion läuft in den Werken Papierfabrik Albbruck GmbH in Albbruck, MD Papier GmbH in Plattling, Gebr. Lang GmbH Papierfabrik in Ettringen und Myllykoski Paper Oy in Finnland sowie der selbstständigen Rhein Papier GmbH mit Standorten in Hürth und in Plattling (kurz: Plattling Papier).

Der Vertrieb der Papiere der Myllykoski Corporation und der selbstständigen Rhein Papier GmbH mit Standorten in Hürth und in Plattling erfolgt über die Myllykoski Sales GmbH als eigener Vertriebsorganisation der Myllykoski-Gruppe. Die Myllykoski Sales GmbH ist in allen wichtigen europäischen Märkten und Nordamerika mit eigenen Verkaufsbüros vertreten. Die Kundenbetreuung außerhalb dieser Märkte übernehmen von der Myllykoski Sales GmbH beauftragte Vertriebsagenturen.

Die Myllykoski Sales GmbH ist eine Tochter der Myllykoski Sales International AG in der Schweiz, deren Muttergesellschaft wiederum die Myllykoski Holding BV in den Niederlanden ist. Letztere ist der Myllykoski Corporation in Finnland zugeordnet, die eine internationale, sich im Familienbesitz befindende Unternehmung ist und Papierfabriken in Finnland, Deutschland und den USA betreibt. Neben dem Papierhandel für die oben genannten Papierfabriken umfasst unsere Geschäftstätigkeit auch die Deutsche Vertriebsagenturtätigkeit.

Der Geschäftssitz der Myllykoski Sales GmbH ist in 86153 Augsburg, Beim Glaspalast 1. Angegliedert ist hier die Vertriebseinheit mit 25 Mitarbeitern, die den deutschen Markt bearbeitet. Der international ausgerichtete Teil der Mitarbeiter (17) der Headquarters-Funktion ist in der Zweigniederlassung in 85716 Unterschleißheim, Freisinger Str. 9 untergebracht.

Die finnische UPM-Gruppe ("UPM") hat im Dezember 2010 vertraglich vereinbart, die Myllykoski-Gruppe und die Rhein Papier GmbH zu erwerben. Die Transaktion bedarf u.a. noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Die Myllykoski-Gruppe und die Rhein Papier GmbH werden beide weiterhin unabhängig operieren bis die Transaktion durch das Closing abgeschlossen sein wird. Der Vollzug der Transaktion ist für das dritte Quartal 2011 geplant.

Geschäftliches Umfeld

Der Aufwärtstrend der globalen Wirtschaft setzte sich in 2010 fort, nach der Rezession, die auf die Krise der Finanzmärkte Ende 2008 folgte, mit deren Folgen für das Jahr 2009. Die Erholung in Europa war im Verhältnis zu den USA etwas verhaltener. In erster Line war für die Entwicklung Europas das Wirtschaftswachstum in Deutschland verantwortlich, welches sich im Frühjahr des Jahres 2010 positiv abzeichnete. Der Verbrauch an gestrichenen Magazinpapieren und Zeitungspapieren stieg kontinuierlich, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Das spiegelte sich in einem verbesserten Auftragsbestand wieder. Um dem gerecht zu werden, wurde die Papiermaschine 10 von MD Plattling, nach einem längeren Stillstand, wieder in Betrieb genommen. Das Wachstum der ungestrichenen Magazinpapiere bewegte sich auf einem zufriedenstellenden Level.

Die Erholung im Verbrauch zeigte sich aus preislicher Sicht in keiner Weise. Getragen durch die Geschäftsentwicklung in 2009, verbunden mit Überkapazitäten und der Sorge um Stillstände, fiel das Preisniveau in allen Segmenten auf historisch niedrige Niveaus. Speziell im Bereich der Zeitungsdruckpapiere für den Verlagsbedarf fielen die Preise um bis zu 25 % im Verhältnis zum Vorjahresniveau. Aufgrund von Jahresverträgen, die in diesem Kundensegment bis dato traditionell abgeschlossen wurden, war hier im Verlaufe des Jahres 2010 keine Ergebnisverbesserung zu erreichen. Analog entwickelten sich auch die Zeitungsdruck Heatset-Papiere preislich entsprechend auf niedrigstem Niveau. Allerdings konnten aufgrund der kürzeren Vertragslaufzeiten, zumindest hier, leichte Ergebnisverbesserungen erzielt werden. Speziell im letzten Quartal diesen Jahres wurden Ergebnisverbesserungen durch eine starke Nachfrage von Exportmärkten, wie z.B. Indien, gestützt. Die Preise der LWC- und SC-Papiere erholten sich nicht auf ein zufriedenstellendes Niveau, da trotz verstärkter Nachfrage die Kapazitäten der Industrie nicht einheitlich ausgelastet werden konnten.

Besondere Veränderungen hinsichtlich Konsolidierungen auf Druckerei- bzw. Verlagsseite gab es nicht, somit blieb unser angestammter Kundenkreis nahezu stabil. Ein sich jedoch für uns weiterhin positiv entwickelndes Kundensegment sind, wie auch in der jüngsten Vergangenheit, die Discounter. Der Verdrängungswettbewerb der Marktführer dieser Kundengruppe, in Verbindung mit niedrigen Papierpreisen in 2010, hat das Print- Werbeaufkommen mit erhöhten Beilagenzirkulationen absatzseitig stark positiv beeinflusst. Der Trend großer Endkunden, Bedarfsfälle selbst zu verhandeln und auch an diese Unternehmen zu fakturieren bzw. für finanzielle Ausfälle für Lieferungen an Dritte (Druckereien) aufzukommen, setzt sich fort, womit sich das finanzielle Risiko für die Papierindustrie verkleinert. Währenddessen es sich aus finanzieller Sicht bei Liefer- und Rechnungsstellung an unsere Druckereikunden zunehmend risikoreicher entwickeln wird. Grund hierfür sind Überkapazitäten im Druckmaschinenbereich, die den Preisverfall für Druckleistungen weiter forcieren werden.

Die Investitionsbereitschaft in neue Produktionsanlagen seitens der Druckindustrie hat im abgelaufenen Jahr wieder leicht zugenommen, hauptsächlich jedoch bei Offsetdruckmaschinen. Ursächlich verantwortlich dafür ist jedoch der Verdrängungswettbewerb einhergehend mit Kostenführerschaft. Die bestehende Überkapazität von Druckmaschinen, sowohl im Offset- als auch im Tiefdruck, führte zu einem weiteren Preisverfall innerhalb der Druckindustrie. Die Konsolidierungsphase der Druckindustrie wird sich weiter fortsetzen.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Gestrichene Papiere:

Im Vergleich zum Budget wurde hier ~ 16 % mehr Tonnage verkauft. Neben geplanter Revisions- und marktbedingter Stillstände zeigt jedoch hier die marktbedingte Inbetriebnahme der Anlage 10 von MD Plattling ab Mitte des ersten Quartals in diesem Jahr positive Auswirkungen. Aufgrund der frühzeitigen Budgetierungsphase in 2009 für 2010, mit den zu dem damaligen Zeitpunkt nicht absehbaren positiven Auswirkungen, konnten die Mengenvorgaben in 2010 übertroffen werden.

Der Preisverfall zu Beginn des Jahres konnte jedoch bei weitem nicht aufgeholt werden. Während die Tiefdruckpreise kontraktbedingt über die Laufzeit von meist mind. 6 Monaten vertragskonform auf einem sehr schlechten Niveau verblieben sind, setzte sich das Abschmelzen der Offsetpreise im zweiten Quartal noch fort. Die marginalen Erhöhungen im zweiten Halbjahr konnten das schlechte erste Halbjahr zu keiner Zeit entlasten. Folglich war die Ergebnissituation einhergehend mit drastisch gestiegenen Kosten völlig unbefriedigend.

Ungestrichene Papiere:

Die Absatzmengen im Bereich der ungestrichenen Papiere waren im Vergleich zum Budget um ~ 10 % höher. Während die SC-Papiere leicht unter Budget blieben, konnte dieser Rückgang durch die gute Entwicklung der Zeitungsdruckpapiere ausgeglichen werden. Die gute Entwicklung der Zeitungsdruckpapiere hat ihre Ursache in der starken Werbetätigkeit der Discounter und Möbelhäuser. Speziell die aufgebesserten Zeitungsdruckpapiere haben sich sehr gut entwickelt. Allerdings wurde der erhöhte Verbrauch auch durch die sehr niedrigen Preise forsiert. Der Absatz der SC-Papiere war über das Jahr gesehen auf einem zufriedenstellenden Niveau. Zu Ende des Jahres mussten wir jedoch einen leichten Auftragsrückgang in Kauf nehmen, durch den das Abstellen der Papiermaschine 6 von Myllykoski Paper resultierte.

Allgemein:

Die Umsatzerlöse betrugen 1.326 Mio. Euro und sind damit deutlich niedriger als im Vorjahr. Die Aufwendungen für den Papiereinkauf von den Produktionswerken der Unternehmensgruppe beliefen sich auf 1.279 Mio. Euro und entsprachen somit 96,5 % (i.Vj. 96,3 %) der Umsatzerlöse. Die Margen verblieben auf Vorjahresniveau. Die gesamten Personalkosten betrugen insgesamt 3,2 Mio. Euro, dies entspricht 0,2 % vom Umsatzerlös.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Marketing, Vertrieb, Versand, Reisekosten, Sonstiges) lagen bei 40,8 Mio. Euro (i.Vj. 43,2 Mio. Euro) und entsprachen damit 3,1 % des Umsatzes. Der Rückgang erklärt sich im Wesentlichen aus den niedrigeren Vertriebskosten.

Der Jahresüberschuss 2010 des gesamten Unternehmens beträgt TEUR 2.291 nach Steuer.

Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2010 eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 261.606 (i.Vj. TEUR 253.207) aus. Von der Bilanzsumme entfallen ca. 0,1 % auf das Anlagevermögen, ca. 3,8 % auf die Vorräte, 68,1 % auf Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und 28,0 % auf das restliche Umlaufvermögen.

Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert vor allem aus den höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund der höheren Cashpool-Guthaben. Die Finanzierungsseite hat sich kaum verändert. Hier sind insbesondere sämtliche Verbindlichkeiten aus den Papierlieferungen der Werke bilanziert - sie machen 85,4 % der Bilanzsumme aus - sowie die aus dem Papierhandel resultierenden, kurzfristig fälligen absatzbezogenen Rückstellungen, insbesondere für nachträglich zu gewährende Rabatte und Boni.

Risiken der künftigen Entwicklung

Es können, neben bzw. aufgrund des wirtschaftlichen Gesamtumfeldes, heute jedoch nicht im Detail absehbare, punktuelle wirtschaftliche bzw. numerische Bestandsgefährdungen von Kunden bestehen.

Die Myllykoski Sales GmbH unterliegt der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung und ist unmittelbar gekoppelt an die Entwicklung der Werbewirtschaft und klassischen Medien wie Tageszeitungen und Verlagen, das Konsumverhalten der Endverbraucher sowie an die wirtschaftliche Entwicklung der im Konzern angeschlossenen Produktionsstandorte.

Für das Jahr 2011 rechnen wir aufgrund der weiter bestehenden Überkapazitäten im Druckbereich mit einem voranschreitenden und starken Verdrängungswettbewerb, um Druckkapazitäten auszulasten. Der anhaltende und sich verstärkende Verfall von Druckpreisen und die massiven Papierpreiserhöhungen nach den exorbitant niedrigen Niveaus in 2010 werden zu vermehrten Risiken und Zahlungsunfähigkeiten in 2011 führen. Aufgrund der Befürchtung von Auftragsverlusten werden speziell Drucker die Preiserhöhungen der Papierindustrie nicht in vollem Umfang weitergeben. Höchste Priorität gilt der Überwachung von Kreditlinien und der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Kunden und hier in der Folge die klare Einhaltung unserer Credit Management Policy.

Die wesentlichen Umsatzerlöse erzielen wir im Euro-Raum. Allerdings unterliegen wir auch Fremdwährungsrisiken durch Lieferungen, bei denen wir in der Währung des Bestimmungslandes abrechnen. Diese Lieferungen machten in 2010 ca. 15,2 % unseres Liefervolumens aus. Sie betreffen vor allem Umsätze mit Kunden in den USA, UK und Schweden.

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Kommend von einem historisch niedrigen Niveau werden für das Jahr 2011 deutliche Preiserhöhungen erzielt werden. Neben einem weiter steigenden Papierbedarf in 2011, zurück auf Niveaus vor der Krise, ist die Papierindustrie auch aus Kostengesichtspunkten gezwungen, das Preisniveau zu verbessern. Diese Anstrengungen werden zudem getragen von verbesserten Konjunkturaussichten in Europa, vor allem aber auch der "Nicht - Euro - Zonen".

Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt über das Cash Management der Muttergesellschaft. Die Hauptfinanzierungsgeber der Myllykoski-Gruppe hatten im März 2010 vereinbart, die bestehende Finanzierung bis zum 31. März 2011 zu verlängern. Die Myllykoski-Eigentümer haben am 21. Dezember 2010 den Verkauf der Myllykoski Corporation an UPM-Kymmene Corporation bekanntgegeben. Zum gleichen Zeitpunkt wurde eine Lock-up-Vereinbarung von Myllykoski's Hauptgläubigern, UPM-Kymmene Corporation und Myllykoski unterschrieben. Diese Vereinbarung verlängert die bestehende Finanzierung bis zum Abschluss des Geschäfts mit UPM und regelt die Umstrukturierung der Darlehen zum Zeitpunkt des Closings.

Zusätzlich zur Lock-up-Vereinbarung befindet sich Myllykoski derzeit in aussichtsreichen Verhandlungen mit den Hauptgläubigern über eine separate Finanzierungsvereinbarung. Diese Vereinbarung würde eine Finanzierungslösung bis zum Abschluss des UPM-Deals beinhalten, inkl. einer Lösung für die im Mai 2011 fälligen capital loan notes. Weiterhin würde diese Vereinbarung eine langfristige Finanzierungslösung für den Fall beinhalten, dass der UPM-Deal nicht von den Kartellbehörden genehmigt wird, und Myllykoski weiterhin als selbständiges Unternehmen agieren wird. Auch unter den gegebenen Unsicherheiten glaubt der Aufsichtsrat an einen positiven Abschluss der Verhandlungen in naher Zukunft.

Jedoch gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Sicherheit über den tatsächlichen Abschluss des UPM-Geschäfts und über die separate Finanzierungsvereinbarung und somit ist ein Finanzierungsrisiko gegeben, welches bei Eintreffen die Fortführung des operativen Geschäfts von Myllykoski gefährdet.

Die Fortführung des Unternehmens über den Zeitpunkt des erwarteten Closings hinaus hängt davon ab, dass die erforderlichen Kreditlinien über den Erwerber UPM oder im Falle des Scheiterns des Closing von den Kreditinstituten bereit gestellt werden.

Trotz dieser Entwicklung sehen wir uns für das kommende Geschäftsjahr aus heutiger Perspektive in der Lage, die geplanten Mengen abzusetzen und unsere Ziele zu erreichen.

Nach heutigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass ein Jahresüberschuss innerhalb der Myllykoski Sales GmbH erwirtschaftet wird. Im Hinblick auf die Kaufabsichten unseres Unternehmens werden sich bereits zu Beginn des kommenden Jahres die Parameter der Papierindustrie substanziell verbessern.

Sonstige Angaben

Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres.

 

Augsburg, den 31. März 2011

Olaf Schwemmer

Wolfgang Bucher

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

  31.12.2010 31.12.2009
  EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   0,00   0,00
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   227.561,76   276.665,47
    227.561,76   276.665,47
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
Waren   9.999.183,94   14.994.133,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 178.260.410,58   180.257.380,92  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 59.459.205,99   45.343.666,77  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.550.963,76 245.270.580,33 6.925.960,76 232.527.008,45
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   6.020.256,07   5.358.569,28
    261.290.020,34   252.879.710,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten   42.077,08   50.522,81
D. Aktive latente Steuern   46.622,43   0,00
    261.606.281,61   253.206.899,09

Passiva

       
      31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital     25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage     5.003.000,00 5.003.000,00
III. Andere Gewinnrücklagen     39.959,39 0,00
IV. Gewinnvortrag     8.178.753,88 3.670.679,08
V. Jahresüberschuss     2.290.633,82 4.508.074,80
      15.537.347,09 13.206.753,88
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     201.393,00 156.135,00
2. Steuerrückstellungen     2.036.281,44 1.878.472,00
3. Sonstige Rückstellungen     16.399.238,81 15.513.944,70
      18.636.913,25 17.548.551,70
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     42.289.910,12 59.003.324,90
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen     181.242.349,48 159.937.245,42
3. Sonstige Verbindlichkeiten     3.625.016,24 3.511.023,19
--davon aus Steuern EUR 2.423.801,24 (i. Vj. EUR 1.370.266,21)--        
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 2.574,09)--        
      227.157.275,84 222.451.593,51
D. Passive latente Steuern     274.745,43 0,00
      261.606.281,61 253.206.899,09

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

  2010 2009
  EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   1.325.967.651,12   1.426.787.596,84
2. Sonstige betriebliche Erträge   587.316,87   362.146,81
3. Materialaufwand   -1.279.388.053,78   -1.374.628.950,98
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -2.678.532,18   -2.714.770,51  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -482.605,81 -3.161.137,99 -452.372,02 -3.167.142,53
--davon für Altersversorgung EUR 29.501,60 (i. Vj. EUR 15.916,60)--        
5. Abschreibungen auf Sachanlagen   -52.955,32   -61.570,44
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -40.753.907,06   -43.189.604,73
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   232.015,33   241.171,51
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 213.289,37 (i. Vj. EUR 118.385,73)--        
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -109.653,28   -6.175,90
--davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 4.974,96)--        
--davon aus Abzinsung EUR 30.274,00 (i. Vj. EUR 0,00)--        
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   3.321.275,89   6.337.470,58
10. Außerordentliche Erträge 582.322,84   0,00  
11. Außerordentliche Aufwendungen -35.400,00 546.922,84 0,00 0,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -1.492.774,78   -1.829.395,78
13. Sonstige Steuern   -84.790,13   0,00
14. Jahresüberschuss   2.290.633,82   4.508.074,80

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

Die Gesellschaft wendet die durch das BilMoG geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB gemäß Art. 66 Abs. 3 S. 1 EGHGB erstmalig im Berichtsjahr an.

Die Anpassung der Wertansätze erfolgt unter Beachtung der Übergangsvorschriften zum 1. Januar 2010.

Die wesentlichen Umstellungseffekte betreffen:

1) Wahlrechte bei der Bilanzierung der Pensionsrückstellungen zum Erfüllungsbetrag
(Art. 67 Abs. 1 S. 1 HGB - Ansammlung)

Auf Grund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ist zum 1. Januar 2010 eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erforderlich. Diese beträgt insgesamt 66 TEUR. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB erlaubt, diese Zuführung entweder sofort in vollem Umfang oder aber in gleich hohen Teilbeträgen bis zum 31. Dezember 2024 zuzuführen. Darüber hinaus ist auch eine schnellere Ansammlung möglich.

Die Gesellschaft hat entschieden, den Betrag entsprechend Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Im Geschäftsjahr wird ein Betrag in Höhe von 4 TEUR zugeführt. Die nicht gebildete Rückstellung beträgt 62 TEUR.

2) Erstmalige Anwendung des § 274 HGB zur Bilanzierung von latenten Steuern
(Art. 67 Abs. 6 S. 1 EGHGB)

Aus der erstmaligen Anwendung des § 274 HGB ergaben sich bei der Gesellschaft Erträge in Höhe von 40 TEUR, die unmittelbar mit den Gewinnrücklagen verrechnet wurden. Daraus ergab sich für die Gewinnrücklagen eine einmalige Erhöhung um 40 TEUR.

3) Inhalt und Umfang der außerordentlichen Aufwendungen und Erträge aus der Umstellung auf BilMoG
(Art. 67 Abs. 7 EGHGB)

Aus der Anwendung des Art. 66 EGHGB sowie der Absätze 1 bis 5 des Art. 67 EGHGB haben sich außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 35 TEUR und außerordentliche Erträge in Höhe von 582 TEUR ergeben. Insgesamt ist ein einmaliger positiver Effekt auf das Jahresergebnis in Höhe von 547 TEUR entstanden. Im Einzelnen resultieren die außerordentlichen Aufwendungen aus der geänderten Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen (Aufwand 30 TEUR), der geänderten Bewertung der Jubiläumsrückstellung (Aufwand 1 TEUR) und der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen (Aufwand 4 TEUR). In den außerordentlichen Erträgen sind enthalten: Erträge aus der Neubewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten und die darauf entfallenden latenten Steuern (573 TEUR) und Erträge aus latenten Steuerforderungen auf die Neubewertung von Altersteilzeit und Jubiläumsrückstellung (9 TEUR).

Weitere allgemeine Angaben

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der §§ 246 bis 256a HGB in Verbindung mit den rechtsformabhängigen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes angewandt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertungsgrundsätze und -methoden sind, insofern sich durch das BilMoG keine Änderungen ergeben haben, gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden.

Die Vorjahreszahlen wurden nach Art. 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB nicht angepasst. Entsprechend wurden die §§ 252 Abs. 1 Nr. 6, 265 Abs. 1 und 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB auf Grund der durch das BilMoG geänderten Vorschriften im Jahresabschluss 2010 nicht angewandt.

Im Einzelnen wendet die Gesellschaft dabei folgende Grundsätze an:

Aktiva

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare und soweit erforderlich um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Dabei werden die steuerlichen Nutzungsdauern zu Grunde gelegt. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und soweit erforderlich um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Abschreibungen erfolgen nach der linearen bzw. degressiven Methode.

Für Zugänge ab dem 01. Januar 2010 wird nur noch die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 150 EUR werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Anlagegüter größer als 150 EUR bis zu einem Wert von 1.000 EUR werden im Jahr des Zugangs als Sammelposten verbucht und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit werden durch entsprechende Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind grundsätzlich zu Nennbeträgen bilanziert. Kreditrisiken und andere erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Alle Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB zur Bildung eines Postens für aktive latente Steuern auf Grund von Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, welche sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wird in Anspruch genommen. Passive latente Steuern für zukünftige Steuerbelastungen werden gem. § 274 Abs. 1 S. 1 HGB gebildet. Für bestehende steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern nur gebildet, wenn in den nächsten 5 Jahren eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Der Steuersatz für die Abgrenzungen beläuft sich auf 29 %.

Aktive und passive latente Steuern werden, soweit wie möglich, miteinander verrechnet.

Passiva

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Allgemein werden Pensionsrückstellungen gemäß § 6a EStG unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einem Zinssatz von 5,16 % bewertet. Bei der Berechnung wurde ein Rententrend von 2,0 % unterstellt. Ein Gehaltstrend ist nicht notwendig, da Festbeträge zugesagt sind. Als versicherungsmathematische Methode wurde die Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren) angewandt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitkongruenten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. Naturgemäß treten bei der Bewertung der Rückstellungen Ermessensspielräume auf.

Verbindlichkeiten werden gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden am Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips zum historischen Kurs oder zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, der Sachanlagen und der Finanzanlagen im Jahre 2010 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind vor Ablauf eines Jahres fällig.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 114 TEUR enthalten.

Passiva

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht geändert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rabatte in Höhe von 13.537 TEUR, Skontorückstellungen in Höhe von 760 TEUR, ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.629 TEUR und Personalkosten in Höhe von 395 TEUR.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten gegenüber unserer Gesellschafterin bestehen nicht. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 181.242 TEUR enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasinggeschäften betragen am Bilanzstichtag insgesamt 393 TEUR (i. Vj. 281 TEUR).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Nach geographischen Gesichtspunkten gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

  2010
%
Inland 46
Europa 45
Nordamerika 1
Sonstige Länder 8
  100

Nach Geschäftsfeldern geordnet setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:

  2010
%
Zeitungsdruckpapier 17
Magazinpapier 83
  100

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 453 TEUR enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen den Zahlungseingang ausgebuchter Forderungen sowie Ausbuchungen von Verbindlichkeiten. Erträge aus Währungsumrechnung sind mit 103 TEUR enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus nachträglichen Abrechnungen in Höhe von 424 TEUR enthalten. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung belaufen sich auf 3.806 TEUR.

Außerordentliche Aufwendungen und Erträge

Außerordentliche Aufwendungen und Erträge wurden ausschließlich in Folge der Übergangsvorschriften zum Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz erfasst.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / Latente Steuern

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Wesentlichen Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer und Aufwendungen aus latenten Steuern enthalten.

Die Aufwendungen aus latenten Steuern (43 TEUR) ergeben sich aus der Fortschreibung der Unterschiede zwischen steuerlicher und handelsrechtlicher Fremdwährungsbewertung und der abweichenden Bewertung von Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen. Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 29 % zugrunde gelegt.

Sonstige Angaben

Finanzinstrumente

Auf Grund unserer internationalen Geschäftstätigkeit sind wir Währungskursschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken, die aus in Fremdwährung berechneten Lieferungen resultieren, werden durch den Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte begrenzt. Der Abschluss der Geschäfte erfolgt zentral durch unsere Konzernobergesellschaft Myllykoski Corporation, die uns die entsprechenden Aufwendungen und Erträge aus den Geschäften weiterbelastet. Zum Bilanzstichtag 2010 bestanden keine offenen Kontrakte.

Auf die Angabe des Honorars für den Abschlussprüfer wird auf Grund der Angabe im Konzernanhang der Muttergesellschaft verzichtet.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführer waren wie im Vorjahr die Herren Olaf Schwemmer, Kaufmann, Diedorf, und Henrik Björnberg, Kaufmann, Küsnacht/Schweiz (bis 15. Januar 2010). Herr Henrik Björnberg war zudem Vorsitzender der Geschäftsleitung. Am 15. Januar 2010 wurde Herr Wolfgang Bucher, Kaufbeuren, zum Geschäftsführer bestellt. Zum gleichen Datum wurde Henrik Björnberg als Geschäftsführer abberufen.

Aufsichtsrat

Aufsichtsratsmitglieder waren im Geschäftsjahr die Herren:

Sverre Norrgard, Aufsichtsratsvorsitzender, CEO Myllykoski Corporation

Jukka Pahta, CFO Myllykoski Corporation

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten keine Bezüge.

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2010 waren durchschnittlich 42 Angestellte beschäftigt.

Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Das Stammkapital der Gesellschaft wird von der Myllykoski Sales International AG, Zürich/ Schweiz, gehalten, die wiederum über ihre Aktionärin, die Myllykoski Holding B.V., Mij-drecht/Niederlande, eine Tochtergesellschaft der Myllykoski Corporation, Kouvola, Finnland, ist.

Die Myllykoski Corporation stellt einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht für den größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser ist beim finnischen Handelsregister am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

 

Augsburg, den 31. März 2011

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  1.1.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.422,80 0,00 0,00 116.422,80
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 644.128,20 5.012,70 60.300,23 588.840,67
  760.551,00 5.012,70 60.300,23 705.263,47
  Kumulierte Abschreibungen
  1.1.2010
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.422,80 0,00 0,00 116.422,80
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 367.462,73 52.955,32 59.139,14 361.278,91
  483.885,53 52.955,32 59.139,14 477.701,71
  Buchwerte
  31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.561,76 276.665,47
  227.561,76 276.665,47

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Myllykoski Sales GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt "Risiken und Chancen des Geschäftsbetriebs" ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft davon abhängt, dass die erforderlichen Kreditlinien über den Erwerber UPM oder im Falle eines Scheiterns des Closings von den Kreditinstituten der Myllykoski-Gruppe bereit gestellt werden.

 

Augsburg, den 31. März 2011

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bauer, Wirtschaftsprüfer

Duschl, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

Als alleiniger Gesellschafter der Myllykoski Sales GmbH, Augsburg, halten wir hiermit unter Verzicht auf die gesellschaftsvertraglichen und gesetzlichen Formund Fristvorschriften eine Gesellschafterversammlung ab, auf der folgende Beschlüsse gefasst werden:

1. Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 wird mit einem Jahresüberschuss von € 2.290.633,82 und einem Bilanzgewinn von € 10.469.387,70 festgestellt.

2. Den Geschäftsführern wird Entlastung erteilt.

3. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG, Augsburg, wird beauftragt, den Jahresabschluss zum 31.12.2011 zu prüfen.

 

Augsburg/Unterschleissheim, den 10.05.2011

Myllykoski Sales International AG

Henrik Björnberg

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