Evonik Logistics Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VESTOLIT GmbH & Co. KGMarlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Hinweise: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VESTOLIT GmbH & Co. KG, Marl, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 24. Februar 2012 Ernst
& Young GmbH
Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer Schlüter, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011
Anhang für das Geschäftsjahr 2011Allgemeine ErläuterungenDie VESTOLIT GmbH & Co. KG ist unter der Handelsregister - Nummer HR A 2744 mit Sitz in Marl beim Amtsgericht Gelsenkirchen eingetragen. Anteilseigner mit 100 % der Stimmrechte ist die Kommanditistin VESTOLIT Holding GmbH, die ihrerseits seit November 2006 100 %iges Tochterunternehmen der VESTO PVC Holding GmbH ist. Komplementärin ist die VESTOLIT Verwaltungsgesellschaft mbH, Marl, eingetragen mit HR B 5577 beim Amtsgericht Gelsenkirchen. Das Stammkapital beträgt TEUR 25. Die VESTOLIT GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der VESTO PVC Holding GmbH einbezogen. Anwendung gesetzlicher VorschriftenDer Jahresabschluss der VESTOLIT GmbH & Co. KG wird gemäß den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt (§§ 264a ff HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und um die Position Forschungskosten ergänzt. Der Abschluss ist in Euro aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, WährungsumrechnungEntgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bewegliche Anlagegüter, welche bis zum Ende des Geschäftsjahres 2007 zugegangen sind, werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer in der Regel degressiv, seit dem 1. Januar 2008 linear abgeschrieben. Unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Möglichkeit des Übergangs von der degressiven auf die lineare Abschreibung wird genutzt, wenn die letztgenannte Methode zu höheren Abschreibungen führt. Bei der Ermittlung der Abschreibung im Zugangsjahr wird gemäß § 7 EStG die Jahresabschreibung "pro rata temporis" angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 150 EUR die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft wurden, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Alle geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 150 EUR und bis zu 1.000 EUR werden im Jahr des Zugangs in einem wirtschaftsjahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst und einheitlich über 5 Jahre abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegt die Abschreibungstabelle des Bundesministers der Finanzen für den Wirtschaftszweig Chemische Industrie zugrunde. Das Finanzanlagevermögen wird zum Anschaffungswert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die aus der Neubewertung des Anlagevermögens im Jahr 2000 entstandenen Aufstockungsbeträge wurden im Jahr 2001 den einzelnen Produktionseinheiten zugeordnet. Im Zusammenhang mit dieser Zuordnung wurde eine Analyse der wirtschaftlichen Restnutzungsdauern der Produktionseinheiten durchgeführt. Dies führte zu einer Anpassung der Restnutzungsdauern im Anlagevermögen, die für alle Wirtschaftsgüter der Produktionseinheiten einschließlich den diesen Anlagen zugeordneten Aufstockungsbeträgen umgesetzt wurde. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen einbezogen. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und für freiwillige soziale Leistungen sowie für betriebliche Altersversorgung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch Abwertungen abgedeckt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert, soweit nicht individuelle Einzelrisiken durch Wertabschläge zu berücksichtigen sind. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Im lfd. Jahr wurde die Pauschalwertberichtigung mit 2 % angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Wertpapiere des Umlaufvermögens, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Altersteilzeit saldiert. Bei Wertminderungen werden Abschreibungen vorgenommen. Sofern der Grund für die Wertminderungen im Folgejahr entfällt, wird die Wertminderung wieder zurückgenommen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden im Rahmen der handelsrechtlich zulässigen Bandbreiten auf der Grundlage der Methode der anteilig erworbenen planmäßigen Anwartschaft (PuC Methode) ermittelt. Der Berechnung der Verpflichtung liegen ein Rechnungszinsfuß von 5,14 %, Trendsteigerungen für Einkommen und Renten von 2,50 % und 1,75 % sowie die "Richttafeln 2005" von Prof. Dr. Heubeck zugrunde. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren verteilt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungAnlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel gesondert dargestellt. Der Anlagespiegel ist diesem Anhang als Anlage beigefügt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen In diesem Posten sind Forderungen aus Darlehen, einschließlich aufgelaufener Zinsen, an Gesellschafter in Höhe von TEUR 16.903 ausgewiesen (davon in Höhe von TEUR 14.963 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr). Im Geschäftsjahr 2011 wurde von der VESTOLIT Holding GmbH eine Rückzahlung in Höhe von TEUR 7.900 vorgenommen. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 4.046 und Forderungen an das Hauptzollamt in Höhe von TEUR 1.316 aus Energiesteuern enthalten. Ferner sind mit TEUR 335 Rückzahlungsansprüche aus der zum 31. Dezember 2006 gekündigten Beteiligung an der BKV Beteiligungs- und Kunststoffverwertungsgesellschaft mbH, Frankfurt / Main erfasst. Die Rückzahlungsansprüche in Höhe von TEUR 168 haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Guthaben bei Kreditinstituten In dieser Position sind die von der Factoring-Bank temporär einbehaltenen Beträge aus den Forderungsverkäufen von TEUR 5.274 enthalten (Vorjahr TEUR 4.545). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Hier sind Vorauszahlungen auf Zinsgeschäfte, Vorauszahlungen für die Nutzung von Rohrleitungskapazitäten, vorausgezahlte Pachten, das Disagio auf Nachrangdarlehen sowie sonstige Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 16,8 % zugrunde gelegt. Auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 49.312 wurden latente Steueransprüche berücksichtigt. Eigenkapital Das zu 100 % von der VESTOLIT Holding GmbH gehaltene Kommanditkapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 100. Die Rücklage beträgt zum Stichtag TEUR 31.509 (Vorjahr TEUR 47.974). Die VESTOLIT Holding GmbH hat im Geschäftsjahr 2011 TEUR 5.340 aus der Rücklage entnommen. Die Rücklage enthält TEUR 14.980 aus den im Vorjahr vorgenommen Anpassungen nach BilMoG. Der Verlust der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Danach wurde der aufgelaufene Verlustvortrag von TEUR 11.125 mit der Rücklage verrechnet. Aus dem Jahresüberschuss des laufenden Jahres hat die VESTOLIT Holding GmbH per 28. Dezember 2011 TEUR 8.500 entnommen. Pensionsrückstellungen Art. 67 II EGHGB Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt für Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag TEUR 8.608. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten personalbezogene Verpflichtungen (für Jubiläen, Zeitsalden, Urlaub und Berufsgenossenschaftsbeiträge), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen und Rückstellung für unterlassene Instandhaltung. Weiterhin sind Rückstellungen für Altersteilzeit nach Saldierung mit den zur Sicherung der Ansprüche gehaltenen Wertpapieren sowie Bonusrückstellungen für leistungs- und ergebnisabhängige Bonuszahlungen an Mitarbeiter in dieser Position ausgewiesen. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für Rückstellungen Altersteilzeit
Verbindlichkeiten
Im Interesse einer weiteren finanziellen Absicherung gegen Schwankungen im operativen Geschäft hat die Gesellschaft 2005 ein unbesichertes Nachrangdarlehen (Mezzanine) von 10 Mio. EUR aufgenommen. Dieses wird unter einer gesonderten Position innerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Zuge des Gesellschafterwechsels 2006 wurde ein Bankdarlehen über TEUR 85.000 aufgenommen, das mit TEUR 49.750 valutiert. Zur Absicherung des Bankdarlehens sind wesentliche Vermögensgegenstände verpfändet. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten sonstige Verbindlichkeiten gegen die Konzerngesellschaften. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus einem Darlehen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 539 (Vorjahr TEUR 475) und im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 100 (Vorjahr TEUR 87) enthalten. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Zur Verlagerung von Teilanlagen wurde im Jahr 2005 ein Zuschuss von Dritten für Investitionen in Sachanlagen mit TEUR 13.700 und öffentliche Zuschüsse von TEUR 2.067 gewährt. In den Jahren 2008 und 2011 wurden, gemäß den Förderbedingungen, nach Vorlage der Verwendungsnachweise Teilbeträge der öffentlichen Zuschüsse in Höhe von insgesamt TEUR 268 zurückgezahlt. Die Zuschüsse werden seit Juli 2007 über einen Zeitraum von 15 Jahren erfolgswirksam amortisiert. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2011 bestehen keine Haftungsverhältnisse. Für Darlehen an die VESTO PVC Holding GmbH wurden Vermögensgegenstände als Sicherheiten hingegeben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen sowie aus einem Instandhaltungsvertrag von 76,3 Mio. EUR, deren Höhe sich im Wesentlichen aus einem Erbbaurechtsvertrag über insgesamt 99 Jahre und einem Mietvertrag über insgesamt 30 Jahre ergibt, die beide im Jahr 1994 abgeschlossen wurden. Im Geschäftsjahr 2001 und 2007 wurden mehrjährige Verträge im Logistikbereich mit einer Grundvergütung für Leasing und Nutzung geschlossen. Des Weiteren wurden Verträge über Instandhaltungsleistungen am Standort Marl von 2008 bis 2013 abgeschlossen. Von den gesamten "sonstigen finanziellen Verpflichtungen" und dem Instandhaltungsvertrag sind fällig:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus dem Investitionsobligo und Beschaffungsverträgen liegen im industrieüblichen Rahmen. Derivative Finanzinstrumente Zur Zinssicherung wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Für einen Teil des Bankdarlehens wurde durch einen "Payer Swap" ein fester Zinssatz gesichert. Weitere Zinssicherungsgeschäfte wurden zur Absicherung gegen einen Anstieg des EURIBOR abgeschlossen, teilweise mit Vereinbarung eines Mindestzinssatzes. Es wurden für Prämienzahlungen aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, die über die jeweilige Laufzeit amortisiert werden. Die Bewertung zum Bilanzstichtag ergab einen Marktwert von TEUR 2 für diese Zinssicherungsgeschäfte. Devisenterminmarktgeschäfte Die Gesellschaft tätigt zur Absicherung von Handelsgeschäften Devisentermingeschäfte in US-Dollar. Zum Stichtag bestand ein Kontrakt über Devisenverkauf. Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen:
Pasten-PVC und Extrusions-PVC gehören zur Produktgruppe der Polymere. Natronlauge wird unter der Produktgruppe der Monomere erfasst.
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Die Kosten der umgesetzten Leistungen umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse, die Anschaffungskosten der verkauften Handelswaren sowie die Gestehungskosten sonstiger Umsatzerlöse. Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogenen Waren Der Materialaufwand für den Berichtszeitraum umfasst Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren von 322,9 Mio. EUR (Vorjahr 272,5 Mio. EUR). Aufwendungen für bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betragen 63,9 Mio. EUR (Vorjahr 63,7 Mio. EUR). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Versicherungszahlungen in Höhe von TEUR 13.728 erfasst. Ferner sind Erträge aus der Gewährung eines Investitionszuschusses und Kursgewinne enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Rückstellungen, Kursverluste, Aufwand aus Anlagenabgängen und Gebühren für das Factoring ausgewiesen. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 7.375. Hierin sind insbesondere Erträge aus langfristigen Lieferverträgen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 786 periodenfremde Beträge enthalten. Außerordentliche Aufwendungen und Erträge Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. l bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren außerordentliche Aufwendungen für die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 662. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag ist die Gewerbesteuerrückstellung mit TEUR 1.259 und die Steuern der ausländischen Betriebsstätten ausgewiesen. Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag entfällt in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Latente Steuern Die latenten Steuern mindern den Steueraufwand um TEUR 575. Personalaufwand Mitarbeiter
Anpassungen im Renten- und Einkommenstrend führten zu höheren Aufwendungen für die Altersversorgung. Da im Vorjahr allerdings hohe Aufwendungen aufgrund von Nachzahlungen für in früheren Perioden einbehaltene Entgelte zu verzeichnen waren, lag der Personalaufwand insgesamt unter dem Vorjahreswert. Anteilsbesitz (§285 Nr. 11 HGB)
Bezüglich der Angaben zur Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen GmbH & Co. KG, Ahaus (Anteil 25 %) machen wir von § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB Gebrauch und unterlassen die Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis. Die mit nahestehenden Personen vollzogenen Geschäfte ( i. S. d. § 285 (21) HGB) entsprechen den marktüblichen Bedingungen. Konzern Die VESTO PVC Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig auch größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Marl erhältlich. Hinsichtlich der Verpflichtung zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichts nimmt die Gesellschaft die Befreiungsvorschriften gemäß § 291 HGB in Anspruch. Abschlussprüferhonorar Im Geschäftsjahr 2011 sind TEUR 90 Abschlussprüfungshonorare und TEUR 9 für andere Bestätigungsleistungen vom bestellten Abschlussprüfer berechnet worden. Beirat der VESTOLIT Holding GmbH Im Geschäftsjahr 2011 gehörten dem Beirat der VESTOLIT Holding GmbH an:
Die Mitglieder haben Bezüge in Höhe von TEUR 248 erhalten. Beirat der VESTOLIT GmbH & Co. KG Dem Beirat der VESTOLIT GmbH & Co. KG gehörten im Geschäftjahr 2011 die folgenden Mitglieder an:
Die Mitglieder haben Bezüge in Höhe von TEUR 15 erhalten. Persönlich haftender Gesellschafter / Geschäftsführung Persönlich haftende Gesellschafterin und Geschäftsführerin ist die VESTOLIT Verwaltungsgesellschaft mbH, Marl, mit einem Stammkapital von 25.000 EUR. Sie wird vertreten durch ihre Geschäftsführung:
Für die Bezüge der jetzigen und der früheren Mitglieder der Geschäftsführung machen wir von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, und unterlassen die Angaben.
Marl, 24. Februar 2012 VESTOLIT Verwaltungsgesellschaft mbH Die Geschäftsführung Dr. Michael Träger Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht zum Geschäftsjahr 2011A. Geschäftsverlauf und RahmenbedingungenIn 2011 legte die Nachfrage nach chemischen Produkten in nahezu allen Bereichen und Regionen nur leicht zu. Während in der deutschen Chemieindustrie die Produktion um 1,2 % zulegte, fiel der Anstieg im Bereich der Kunststoffe mit 2,3 % leicht besser aus. Die nur schwach gestiegene Nachfrage machte es den Unternehmen schwerer, steigende Roh Stoff kosten an die Kunden weiter zu geben. Der Bereich PVC liegt dabei - wie bereits in 2010 - hinter den sonstigen Kunststoffen zurück. Obwohl der Gesamtabsatz der europäischen PVC-Industrie um 0,7 % stieg, lagen die Verkäufe in Deutschland und Europa (EU 27) unter Vorjahr. 1. Marktentwicklung Anders als in Europa stieg in 2011 die weltweite Nachfrage nach PVC. Dabei wurde das Niveau der Spitzen-Jahre 2007/08 in Asien erstmals wieder übertroffen. An dieser Entwicklung konnten die europäischen PVC - Produzenten sowohl bei den thermoplastischen Anwendungen als auch beim Pasten-PVC partizipieren und so die Nachfrageschwäche in Deutschland und der EU 27 kompensieren. Erfreulich verlief die Entwicklung insbesondere bei der Nachfrage der Automobilindustrie. Die Anlagenauslastung lag in 2011 bei 83 % und damit leicht über Vorjahr. Aufgrund weiterhin vorhandener Überkapazitäten blieben die Margen auf einem unbefriedigend niedrigen Niveau. Die schwache Nachfrage nach Chlorderivaten insbesondere im 2. Halbjahr 2011, führte zu einer angebotsseitigen Verknappung des Kuppelprodukts Natronlauge. Zusätzlich war das Geschäftsjahr geprägt durch eine gute Exportnachfrage aus Übersee. In der Folge stieg auch der Laugepreis deutlich und erreichte zu Beginn des vierten Quartals 2011 seinen Höchstpunkt. 2. Geschäftsverlauf VESTOLIT GmbH & Co. KG Bei VESTOLIT war der Produktionsverbund im Geschäftsjahr 2011 noch beeinträchtigt durch einen Schaden in Teilen der Chlor-Elektrolyse-Anlage, hervorgerufen durch einen Blitzschlag in eine Überlandleitung des Netzbetreibers im Juli des Vorjahres. Für den entstandenen Schaden besteht eine branchenübliche Sachsubstanz- und Ertragausfallversicherung. a) Absatz Die Absatzmengen der VESTOLIT GmbH & Co. KG ("VESTOLIT") entwickelten sich wegen des Ausfalls der oben beschriebenen Anlagen in Summe aller PVC-Typen schwächer als der Branchendurchschnitt. Im Jahresverlauf hat die Gesellschaft ihren Absatz bei Pasten-PVC gegenüber dem Vorjahr allerdings leicht steigern können. Der PVC-Absatz von insgesamt 332 kt lag um 9 kt (2,7 %) unter dem Vorjahr. Dabei konnte die Gesellschaft an der positiven Marktentwicklung im ersten Halbjahr nur bedingt partizipieren. Nach Wiederherstellung der vollen Produktionsverfügbarkeit begrenzte im zweiten Halbjahr die konjunkturell schlechtere Nachfrage nach S-PVC das Absatzwachstum. Im Bereich der Monomere konnten die Absätze bei nahezu allen Produktgruppen gesteigert werden. Der Absatz der Natronlauge stieg um 11 kt (5,3 %), während sich die Absatzmengen bei den Alkylchloriden um etwa 14 % erhöhten. b) Umsatz-, Preis- und Mengenentwicklung Die Gesellschaft erzielte 2011 Umsatzerlöse von insgesamt 458 Mio. EUR. Das sind 13,3 % mehr als in 2010. Davon entfallen rd. 77 % (Vorjahr 78 %) auf die Europäische Gemeinschaft, während rd. 23 % (Vorjahr 22 %) in Länder außerhalb der Europäischen Gemeinschaft exportiert wurden. Innerhalb des PVC-Umsatzes stiegen die Umsätze im Bereich Extrusion um 2 % und im Bereich Pasten-PVC um 15 %. Der Umsatz im Bereich der Monomere lag um 32 % höher als Vorjahr. Die Einsatzfaktoren Ethylen und Energie machen den weitaus größten Teil der gesamten Herstellungskosten aus. Die Ethylen-Kosten stiegen im Wesentlichen aufgrund des Preisanstiegs im ersten Halbjahr des Jahres deutlich um 21 % im Vergleich zum Vorjahr an. Die Energiekosten stiegen insbesondere wegen höherer Preise für Strom und Primärenergie um 14,2 Mio. EUR (17,8 %). Weiterhin war der EDC-Zukauf durch den andauernden Ausfall von Teilen der Chlor-Elektrolyse erhöht. c) Produktion Trotz der bis in das zweite Halbjahr eingeschränkten Verfügbarkeit der Chlor-Elektrolyse lag die Produktion der VESTOLIT-Anlagen im ersten Halbjahr um 3,5 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Auslastung der Produktionsanlagen konnte im gesamten Jahresverlauf, einerseits durch eine Optimierung des Rohstoffeinkaufs und andererseits durch schadensmindernde technische Maßnahmen, in der Chlorerzeugung und den Folgestufen auf knapp unter 80 % gehalten werden. Die beschädigten Transformatoren sind nach zwischenzeitlicher Reparatur seit August 2011 in Betrieb. d) Investitionen Wie im Vorjahr wurden neben notwendigen Ersatzinvestitionen auch Projekte zur verbesserten Anlagenverfügbarkeit und zur Kostenreduzierung umgesetzt. Hierfür wurden 2011 2,4 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR) investiert, während für Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen 7,5 Mio. EUR (Vorjahr 6,8 Mio. EUR) aufgewendet wurden. Die Abschreibungen von 16,9 Mio. EUR (Vorjahr 20,5 Mio. EUR) lagen erneut über den Zugängen zum Anlagevermögen. e) Personal und Soziales Der Personalbestand inklusive Auszubildenden lag zum Jahresende bei 590 Mitarbeitern (Vorjahr 588). 358 (Vorjahr 357) sind gewerbliche Mitarbeiter und 232 (Vorjahr 231) Angestellte. Die Zahl der Auszubildenden veränderte sich von im Vorjahr 21 auf 19 im laufenden Jahr. Derzeit befinden sich 10 Mitarbeiter (Vorjahr 26) in Altersteilzeit. 10 Mitarbeiter (Vorjahr 23) sind in der Freistellungsphase der Altersteilzeit. In 2011 ereigneten sich zwei meldepflichtige Arbeitsunfälle. f) Umweltschutz und Qualitätsmanagement Im Berichtsjahr 2011 wurde das integrierte Managementsystem im Rahmen einer externen Begutachtung gemäß den Normforderungen ISO 9001:2008 und ISO 14001:2005 sowie den EMAS-Anforderungen erfolgreich überprüft. B. Darstellung der Lage1. Ertragslage Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse von 458 Mio. EUR (Vorjahr 404 Mio. EUR) erzielt. Bei Herstellungskosten von 396 Mio. EUR (Vorjahr 370 Mio. EUR) ergibt sich ein Bruttoergebnis von 62 Mio. EUR (Vorjahr 34 Mio. EUR) und damit eine Bruttomarge von 16 % (Vorjahr 9 %). Vertriebs-, Forschungs- und Verwaltungskosten liegen mit 59 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (58 Mio. EUR) und entsprechen 12,8 % (Vorjahr 14,2 %) der Umsatzerlöse. Der Materialaufwand ohne die bezogenen Leistungen betrug 323 Mio. EUR (Vorjahr 273 Mio. EUR). Das sind 70 % (Vorjahr 68 %) vom Umsatz. Der Personalaufwand verringerte sich von 48 Mio. EUR im Vorjahr auf 47 Mio. EUR und lag bei 10 % (Vorjahr 12 %) vom Umsatz. Die Abschreibungen lagen mit 16,9 M io. EUR auf einem deutlich geringeren Stand als noch im Vorjahr. Sie machen damit 3,7 % (Vorjahr 5,1 %) der Umsätze aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 23,8 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr (28,3 Mio. EUR). Sie enthalten insbesondere Kompensationsleistungen des Versicherers. Darüber hinaus sind neben periodenfremden Erträgen auch Kursgewinne und Erträge aus der Auflösung passivierter Zuschüsse enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 5,6 Mio. EUR (Vorjahr 5,0 Mio. EUR) enthalten vor allem Kursverluste, Mindererlöse aus Anlagenabgängen und Factoringgebühren. Das Betriebsergebnis beträgt 22,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR). Das Zinsergebnis verbesserte sich leicht auf -6,1 Mio. EUR (Vorjahr -7,2 Mio. EUR). Die Beteiligungserträge lagen bei 2,5 Mio. EUR (Vorjahr 4,9 Mio. EUR). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 20,6 Mio. EUR. Außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR resultieren aus der nach BilMoG erforderlichen Anpassung der Pensionsrückstellungen. Danach verbleibt ein Jahresüberschuss von 16,7 Mio. EUR und damit eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (Jahresfehlbetrag 1,2 Mio. EUR). Das EBITDA 1) liegt mit 42,0 Mio. EUR um 15,3 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 26,7 Mio. EUR.
1 gemäß der im internen Reporting
verwendeten Definition
2. Finanzlage Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich der Bestand an liquiden Mitteln um 4,7 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR Sämtliche Verpflichtungen gegenüber den Banken und anderen Kapitalgebern konnten wie auch im Vorjahr bedient werden. Die Bankenverschuldung konnte durch Tilgung um 8,0 Mio. EUR gesenkt werden. Durch Entnahmen aus der Kapitalrücklage in Höhe von 5,3 Mio. EUR wurden Mittel an die oberste Konzerngesellschaft VESTO PVC Holding GmbH abgeführt. Aus dem Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres hat die VESTOLIT Holding GmbH im Dezember 2011 8,5 Mio. EUR entnommen, von denen 7,9 Mio. EUR als Darlehnstilgung an die VESTOLIT GmbH & Co. KG zurückflössen. Der Differenzbetrag in Höhe von 0,6 Mio. EUR wurde an die VESTO PVC Holding GmbH weitergereicht. Der Betrag von 5,9 Mio. EUR aus den Entnahmen aus Kapitalrücklage und Jahresüberschuss wurde von der VESTO PVC Holding zur Bedienung des Fremdkapitals eingesetzt. Des Weiteren wurden Investitionen in Höhe von 9,9 Mio. EUR getätigt. Die Betriebsmittellinie von 15,0 Mio. EUR wurde im Berichtsjahr regelmäßig vorübergehend in unterschiedlichen Teilbeträgen genutzt und war neben der geringen Nutzung von Avallinien am Jahresende nicht in Anspruch genommen (Vorjahr Inanspruchnahme 4,3 Mio. EUR). Die mit den Banken vereinbarten Kennzahlen (Covenants) wurden in 2011 eingehalten. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich Ende 2011 um 10,2 Mio. EUR auf 212,1 Mio. EUR verringert. Die Abschreibungen überstiegen die Neuzugänge, so dass sich das Anlagevermögen um 7,2 Mio. EUR auf 116,1 Mio. EUR verminderte. Die sonstigen Vermögensgegenstände gingen im Wesentlichen wegen der im Vorjahr hier ausgewiesenen Forderung gegen die Versicherung um 8,7 Mio. EUR zurück. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Steuererstattungsansprüche und Forderungen an das Hauptzollamt aus Energiesteuern enthalten. Die aktiven latenten Steuern betragen 7,9 Mio. EUR (Vorjahr 7,3 Mio. EUR). Die Vorräte erreichten einen um 10,8 Mio. EUR höheren Bestandswert als im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen etwas unter dem Vorjahreswert. Das Eigenkapital (ohne eigenkapitalähnliche Mittel in Höhe von 10 Mio. EUR aus Mezzanine und 10,8 Mio. EUR Zuschüssen) erhöhte sich um 2,9 Mio. EUR. Trotz Entnahmen aus der Kapitalrücklage in Höhe von 5,3 Mio. EUR und einer Vorabdividende in Höhe von 8,5 Mio. EUR wurde damit die Eigenkapitalbasis gestärkt, zumal 7,9 Mio. EUR der Vorabdividende an die Gesellschaft als Tilgung des an die VESTOLIT Holding GmbH gewährten Darlehens zurückflössen. Ermöglicht wurde dies durch den hohen Jahresüberschuss von 16,7 Mio. EUR. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 2,2 Mio. EUR auf 74,1 Mio. EUR und die langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 18,7 Mio. EUR auf 42,1 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen (Mezzanine) betragen wie im Vorjahr 10 Mio. EUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten (3,6 Mio. EUR) enthalten die noch abzuführende Lohnsteuer und Verbindlichkeiten aus Nutzungsrechten für Soleleitungen. Die Rückstellungen (45,2 Mio. EUR, davon 32,9 Mio. EUR langfristig) lagen um 4,5 Mio. EUR höher als Ende 2010. Dies lag im Wesentlichen an den aufgrund geänderter Annahmen zu Renten- und Gehaltstrends gestiegenen Pensionsrückstellungen. Zur Anlagenfinanzierung wurde im Jahr 2006 ein Investitions-Zuschuss des Landes NRW von 2,1 Mio. EUR gewährt, der zusammen mit einem in 2004 gewährten aus dem Verkaufsvertrag von 1999 resultierendem Zuschuss von 13,7 Mio. EUR als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen ist. Der Posten wird zeitanteilig seit Inbetriebnahme der neuen Elektrolyse parallel zu den Abschreibungen gewinnerhöhend aufgelöst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Leasing-, Miet- oder Pachtverträge abgeschlossen. Bezüglich der bestehenden Verträge wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. C. Forschung und EntwicklungVESTOLIT betreibt vor allem in den Segmenten Fenster- und Pasten-PVC laufende Produktentwicklungen und Produktverbesserungen um den Kundenanforderungen gerecht zu werden und sich im Wettbewerb zu differenzieren. Als Forschungs- und Entwicklungskosten sind 5,0 Mio. EUR (Vorjahr 4,5 Mio. EUR) ausgewiesen. D. ZweigniederlassungenDie Gesellschaft unterhält Vertriebsbüros als Betriebsstätten in Italien, Belgien und den Niederlanden sowie eine Repräsentanz in Moskau / Russland. E. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die zum 31. Dezember 2011 hätten bilanziell berücksichtigt werden müssen, waren nicht zu verzeichnen. F. Risiken / Chancen / ComplianceVESTOLIT bekennt sich zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Gesamtunternehmens höchste Priorität hat. Diesem Grundsatz wird durch umfassende Richtlinien und Regelungen Rechnung getragen. Wie im Vorjahr lag der Schwerpunkt des Risikomanagements im Forderungsmanagement. Dort wurde das Monitoring der ungesicherten Kundenforderungen entsprechend der gestiegenen Risikolage durch Implementierung einer standardisierten Software nochmals intensiviert. Weiterhin wurden sämtliche bisher festgestellten Risiken überarbeitet und dazugehörige "Risiko-Steckbriefe" aktualisiert oder durch neue Risiken ergänzt. Spätestens seit August 2011 befinden sich alle durch den Blitzschlag beschädigten Transformatoren vor Ort in Betrieb. Über den Bilanzstichtag hinaus steht eine abschließende Beurteilung durch Hersteller, Versicherer und Sachverständige noch aus. VESTOLIT fühlt sich der Einhaltung sämtlicher gesetzlichen und behördlichen Vorgaben verpflichtet. Um dieses auch systematisch zu begleiten, wurde das im Vorjahr implementierte Compliance-Management für die in- und ausländischen Bereiche weiter intensiviert. Besondere Vorkommnisse waren nicht zu verzeichnen. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 1. Marktentwicklung Das PVC-Geschäft ist generell zyklisch ausgeprägt. Diese Schwankungen in der Ertragskraft lassen sich zunächst auf die Konjunkturentwicklung in den wichtigsten Abnehmerbranchen der Bauindustrie und (zu einem geringen Teil) der Automobilindustrie zurückführen. Außerdem spielen der Ausgleich von Angebot und Nachfrage von PVC sowie Verfügbarkeit und Preise der Rohstoffe eine grundlegende Rolle in der Geschäftsentwicklung. Da aber VESTOLIT in der Rohstoffversorgung stark rückintegriert ist und sich auf spezielle Produktsegmente konzentriert hat, sind die Zyklen weniger stark ausgeprägt als bei einer Reihe von Wettbewerbern. Dennoch können kurzfristige, starke Schwankungen sowohl der Natronlauge als auch der Ethylen-Preise, verstärkt durch die Unsicherheiten an den Weltmärkten für Primärenergien, einen erheblichen temporären Einfluss auf die Ertragssituation haben. Das Jahr 2011 hat gezeigt, dass die schwache Nachfrage nach Chlorderivaten insbesondere im 2. Halbjahr 2011 zu einer deutlichen Verknappung des Kuppelprodukts Natronlauge geführt hat. In der Folge stieg der Laugepreis deutlich an. Dies zusammen mit einer besseren Nachfragesituation nach anderen Monomer-Produkten trug wesentlich zur Ergebnisverbesserung bei. Die Nachfrage nach PVC stieg gegenüber dem Vorjahr demgegenüber nur leicht, so dass die Margen - insbesondere für thermoplastische Anwendungen - nicht gesteigert werden konnten und nach wie vor auf einem unauskömmlichen Niveau liegen. 2. Risiken bei Einsatz von Finanzinstrumenten Da die Finanzierung überwiegend durch Darlehen auf EURIBOR - Basis beruht, ist das Unternehmen grundsätzlich Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Hier bestehen über den Stichtag hinaus umfangreiche Zinssicherungsgeschäfte. Aktuell profitiert das Unternehmen von den stark gesunkenen Zinssätzen. Auch in Zukunft werden Instrumente zur Zinssicherung genutzt werden, um das Risiko von Zinserhöhungen zu begrenzen. Bezüglich der gelegentlich im Absatzbereich entstehenden Währungsrisiken versucht die Gesellschaft, diese durch kurze Forderungslaufzeiten gering zu halten. In allen anderen Fällen werden in der Regel Instrumente zur Absicherung gegen Währungsrisiken genutzt. In Ausübung des Wahlrechts nach § 254 HGB werden keine bilanziellen Bewertungseinheiten gebildet. 3. Chancen Chancen bestehen in einer schnelleren Wiederbelebung der europäischen Bauindustrie mit entsprechenden Auswirkungen auf die PVC Mengen und Margen, sowie eine Fortführung der Verbesserung energiepolitischer Rahmenbedingungen für energieintensive Unternehmen (umfangreiche Entlastung von Netznutzungsentgelten, Vergütung von Abschaltbarkeiten und Kompensation indirekter CO2-Kosten). G. PrognoseberichtWir weisen darauf hin, dass es sich im Folgenden zum Teil um zukunftsbezogene Aussagen handelt. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn gewisse Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als nicht zutreffend erweisen. Die Nachfrage nach PVC ist seit der 2. Jahreshälfte 2011 leicht rückläufig. Entsprechend werden die gegenwärtigen Margen weiterhin als unzureichend angesehen. Angesichts der zu Jahresbeginn saisonbedingt niedrigeren Nachfrage wird sich eine nachhaltige Steigerung der Margen erst im Laufe des Jahres 2012 umsetzen lassen. Risikofaktoren hierbei sind ein weiterer möglicher Nachfragerückgang oder ein Angebotsüberhang durch Überkapazitäten insbesondere in den globalen Märkten. Bezüglich der Preisentwicklung bei Rohstoffen und Energien werden keine signifikanten Schwankungen im Jahr 2012 erwartet. Positiv auf die Kostensituation bei Energien werden sich gesetzgeberische Maßnahmen auswirken, die die enormen Belastungen unserer energieintensiven Produktion aus der Vergangenheit zum Teil kompensieren werden. Bezüglich der Ergebnisentwicklung in 2012 gehen wir davon aus, dass die in anderen Bereichen der Chemischen Industrie bereits etablierte Konjunkturerholung auch im PVC-Bereich eine verstärkte positive Wirkung zeigt. Die Gesellschaft rechnet daher, trotz steigender Fixkosten, für 2012 mit einem steigenden Jahresüberschuss in einer ähnlichen Größenordnung wie 2011, und einem Anstieg in 2013. Unter Berücksichtigung der getroffenen Risikovorsorge und verschiedener Maßnahmen auf der Absatz- und der Kostenseite werden aus heutiger Sicht die mit den Banken vereinbarten Kennzahlen (Covenants) in den Folgejahren eingehalten. Nachdem die drastischen Auswirkungen der Finanzkrise überwunden sind, rechnet die Gesellschaft wieder, entsprechend ihrer Mittelfristplanung, mit stark verbesserten Ergebnissen und finanziellen Überschüssen. Die Gründe liegen vor allem in der abnehmenden Verschuldung, einer verbesserten Kostenstruktur sowie steigenden Beteiligungserträgen. Wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat, ist das Unternehmen mit seiner Marktstellung und den umgesetzten Effizienzverbesserungen unempfindlicher gegen konjunkturelle und branchenbedingte Risiken geworden.
Marl, 24. Februar 2012 VESTOLIT Verwaltungsgesellschaft mbH Die Geschäftsführung Dr. Michael Träger |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
26 nahegelegene Organisationen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Energetische Verwertung von Abfällen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Herstellung von sonstigen anorganischen Grundstoffen und Chemikalien
Elektrizitätsverteilung
Erbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und Erdgas
Großhandel mit Anstrichmitteln
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen