SCM Bundes-Verlag gGmbH

Bodenborn 43, 58452 Witten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 8836
Vorher
Bundes-Verlag GmbH
Eingetragen
15.1.1986
Branche
Verlegen von ZeitungenVerlegen von ZeitschriftenVerlegen von Büchern
Gegenstand
1) Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung; sie hat den Zweck, für den Bund Freier evangelischer Gemeinden regelmäßig erscheinende kirchliche Zeitschriften, Gemeindeschrifttum und Arbeitshilfen aller Art herauszugeben. Dadurch verwirklicht sie unbedingt, unmittelbar und tatsächlich die Zwecke des Bundes als Religionsgemeinschaft des öffentlichen Rechts gemäß Art. 2 Abs. 1 seiner Verfassung. Durch ihre Tätigkeit tritt die Gesellschaft nur in unvermeidbaren Maß zu nicht begünstigten Betrieben derselben oder ähnlicher Art in Wettbewerb. 2) Die Tätigkeit der Gesellschaft ist nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Bildung von Rücklagen gemäß § 58 AO ist zulässig. 3) Zur Erfüllung ihres Zweckes beschäftigt die Gesellschaft hauptamtliche Schriftleiter, Autoren auf Honorarbasis und weitere Mitarbeiter. Sie vergibt Druck und Herstellung von Zeitschriften und Büchern und betreibt deren Vertrieb. 4) Mit ihrem Zweck setzt die Gesellschaft den ursprünglichen Auftrag fort, den die 1887 in Witten gegründete Buchhandlung der "Stadtmission" begonnen hatte und der von der "Bundes-Verlag-eG" mit erweitertem Geschäftsumfang fortgeführt wurde.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Dr. Brenner
seit 18.1.2022
Geschäftsführer
Marc Brocksieper
seit 10.11.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stiftung Christliche Medien
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stiftung Christliche Medien
Germany
600000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCM Bundes-Verlag gGmbH

Witten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

Die SCM Bundes-Verlag gGmbH ist ein christliches Verlagshaus innerhalb der SCM-Verlagsgruppe mit Schwerpunkt in der Produktion und im Vertrieb von christlichen Zeitschriften für Kinder, Teenager und Erwachsene. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Stiftung Christliche Medien (SCM), die als eine gemeinnützige kirchliche Stiftung privaten Rechts mit Sitz in Witten am 16. Juni 2000 gegründet wurde. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung der kirchlichen und religiösen Belange aller auf der Basis der Deutschen Evangelischen Allianz stehenden kirchlichen Körperschaften und Institutionen. Umgesetzt werden soll dieser Zweck im In- und Ausland, insbesondere durch die Förderung der christlichen Verlags-, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit wie auch durch die Förderung von Gemeindearbeit, die eine Gründung und Unterstützung neuer Gemeinden miteinschließt.

Jede Zeitschrift des Bundes-Verlages wendet sich mit einer eigenen Themenwelt an jeweils unterschiedliche Leser. Jedes Magazin besitzt einen eigenen Charakter und eine eigene Sprache. Manche fördern das persönliche Glaubenswachstum, andere sind auf die Herausforderungen und Alltagsthemen bestimmter Lebensphasen zugeschnitten oder unterstützen den Dienst in und um Gemeinden.

Die Zeitschriften werden sowohl in Papierform als auch digital angeboten. Der Zielmarkt umfasst Privatkunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Darüber hinaus werden Anzeigen in eigenen und Fremdzeitschriften vermarktet.

Die Position eines kaufmännischen Geschäftsführers ist in der Schwestergesellschaft SCM Verlagsgruppe GmbH seit Frühjahr 2023 nicht besetzt. Seit 01.04.2023 ist Dr. Brenner Alleingeschäftsführer.

Die in den Jahren 2022 und 2023 erfolgten Personalwechsel in Schlüsselpositionen (neben der Kaufmännischen Geschäftsführung auch die Abteilungsleitung Rechnungswesen) hatten insbesondere Auswirkungen im Bereich des betrieblichen Rechnungswesens. Der Wissensverlust, der mit den Abgängen einherging, verbunden mit den fragilen IT-Systemen, die vorhanden waren, und der Veränderung der Geschäftsprozesse, führten insbesondere zu Verzögerungen im Jahresabschlusserstellungsprozess.

Zum 01.04.2024 ist mit Christian Hauser ein neuer kaufmännischer Leiter in der SCM Verlagsgruppe GmbH eingestellt worden, der im Rahmen seiner Aufgaben auch für die SCM Bundes Verlag gGmbH tätig ist.

Mit der Neuaufstellung der Geschäftsführung wurde ein Prozess der Analyse bzw. Reorganisation der Prozesse und Abläufe begonnen. Ziel ist, die Organisation schlanker und effizienter aufzustellen, um die aus den gesellschaftsrechtlichen Verschmelzungen der Unternehmen möglich werdenden Potenziale zu heben und interne Aufwände bzw. Kosten zu senken.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung Zeitschriftenmarkt:

Im Jahr 2022 wirkt sich die hohe Inflation negativ auch auf die Einzelverkäufe von Zeitungen und Zeitschriften an den Kiosken aus. Diesen Schluss legt die Auflagenerhebung der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) für das Schlussquartal 2022 nahe. Die Einzelverkäufe von Presseerzeugnissen in den vom IVW-Audit erfassten Printgattungen verlieren mit einem Minus von 11,86 bis 32,27 Prozent gegenüber dem Vorjahr in einem ähnlichen Ausmaß wie zuletzt in der Corona-Krise - und schlagen entsprechend auf die Gesamtverkäufe durch. Für die Publikumspresse beläuft sich im Schlussquartal 2022 der Rückgang der Gesamtverkäufe im Vergleich zum Vorjahr auf ein Minus von 8,45 Prozent (4/2022: 51,33 Mio. verkaufte Exemplare gegenüber 56,06 Mio. abgesetzter Stücke in 4/2021).

Die Fachzeitschriften müssen im direkten Jahresvergleich einen Rückgang von 7,84 Prozent ihrer Gesamtverkäufe hinnehmen. Im zurückliegenden Quartal erreichten sie eine verkaufte Auflage von 7,68 Mio. Stück gegenüber 8,33 Mio. Exemplare im Schlussquartal 2021. Im gleichen Zeitraum sinkt ihre Gesamtverbreitung um 5,96 Prozent auf 15,06 Mio. Stück. (4/2021: insgesamt 16,02 Mio. verbreitete Exemplare). (Quelle: www.ivw.de).

Gemäß der MVFP-Trendumfrage 2023, die nach eigenen Angaben etwa 2/3 des Branchenumsatzes repräsentiert, verzeichneten die angeschlossenen Verlagshäuser im Jahr 2022 einen Rückgang der Vertriebserlöse aus dem Verkauf von Magazinen i.H.v. 4%. Dieser vergleichsweise geringe Umsatzrückgang konnte v.a. durch eine überproportionale Erhöhung der Copypreise um 18,9% erzielt werden (Quelle: www.mvfp.de).

Im Folgejahr 2023 stiegen die Copypreise der Magazine dann um weitere 11,3% (Quelle: Präsentation der Jahrespressekonferenz des MVFP Anfang 2024. (Quelle: www.mvfp.de).

Für die Publikumspresse beläuft sich im Schlussquartal 2023 der Rückgang ihrer Gesamtverkäufe im Vergleich zum Vorjahr auf ein Minus von 9,87 Prozent (4/2023: 46,26 Mio. verkaufte Exemplare gegenüber 51,33 Mio. abgesetzter Stücke in 4/2022). Der Anteil der ePaper-Verkäufe am Gesamtabsatz der Publikumspresse liegt da bei 2, 94 Mio. abgesetzten ePaper-Exemplaren - ein Plus von 6,42 Prozent gegenüber dem Vorjahr (4/2022: 2,77 Mio. ePaper-Verkäufe).

Die Fachzeitschriften müssen im direkten Jahresvergleich einen Rückgang von 6,20 Prozent ihrer Gesamtverkäufe hinnehmen. Im Schlussquartal 2023 erreichten sie eine verkaufte Auflage von 7,20 Mio. Stück gegenüber 7,68 Mio. Exemplare im Schlussquartal 2022. Im gleichen Zeitraum sinkt ihre Gesamtverbreitung um 9,74 Prozent auf 13,59 Mio. Stück. (4/2022: insgesamt 15,06 Mio. verbreitete Exemplare). (Quelle: www.ivw.de).

Bezogen auf den Umsatz bedeutet das, dass im Jahr 2023 das Gesamtwachstum der Fachmedienbranche erneut durch die Entwicklung im Printgeschäft gedämpft wird (-2,0%). Der Rückgang der Erlöse im Printbereich in Höhe von 72 Millionen Euro ist zum überwiegenden Teil auf sinkende Werbeerlöse zurückzuführen, die um 60 Millionen Euro nachgeben (-4,5%). Einen leichten Rückgang um 0,6 Prozent verzeichnen die Vertriebserlöse.

Die Titelvielfalt in Print hat bei den Fachzeitschriften nach der vorliegenden Erhebung leicht zugelegt und ist nach zwei Jahren Rückgang um 37 Titel von 5.576 (2022) auf nunmehr 5.613 (2023) gestiegen. Diesem Zuwachs von 0,67 Prozent steht jedoch ein Rückgang der Zeitschriftenerlöse um 2,39 Prozent gegenüber. Damit sinken die Erlöse je Titel um durchschnittlich 3,05 Prozent. Weiterhin rückläufig sind die Auflagen der Print-Titel von 554,0 Millionen auf 544,1 Millionen Exemplare (-2,2%). (Quelle: www.deutsche -fachpresse.de).

2024 war die Entwicklung der Publikumszeitschriften weiterhin von einem Rückgang der Auflagenzahlen geprägt, obwohl es auch positive Entwicklungen wie ein "Revival" bei High-End-Lesern und überraschende Ausreißer nach oben gab. Das reichweitenstärkste Segment blieben Programmzeitschriften, gefolgt von aktuellen Zeitschriften und wöchentlichen Frauenzeitschriften. Die Gesamtauflage der Publikumszeitschriften ist seit Jahren rückläufig, ein Trend, der sich auch 2024 fortsetzte.

Die verkaufte Auflage deutscher Publikumszeitschriften sank im vierten Quartal 2024 weiter und erreichte rund 435 Millionen Exemplare im Vergleich zu 469,5 Millionen im Vorjahr, ein Rückgang von 7,3 %, sodas Wochenmagazin Campaign. Trotz des allgemeinen Trends gab es 2024 bei den Pressemedien und Zeitschriften auch positive Ausreißer mit wachsender Reichweite. Die Printmagazine erlebten 2024 bei High-End-Lesern ein Revival, was auf eine veränderte Nachfrage und Nutzung hinweist.

Im Jahr 2025 setzte sich der strukturelle Rückgang im Markt der Publikumszeitschriften fort - wenn auch leicht abgeschwächt im Vergleich zu den Vorjahren. Die verkaufte Auflage sank im Jahresvergleich um etwa 5,2 % auf rund 412 Millionen Exemplare, nachdem sie 2024 noch bei 435 Millionen gelegen hatte (epd medien, 25. April 2025). Damit setzte sich der langfristige Abwärtstrend fort, auch wenn einzelne Titel und Segmente leichte Zuwächse verzeichnen konnten. Laut IVW konnten 23 der 100 auflagenstärksten Titel ihren Absatz steigern, vor allem dank wachsender Digitalabos. So legten Magazine wie Der Spiegel (+ 2,9 %) und Focus (+ 3,1 %) zu (MEEDIA, April 2025).

Der Strukturwandel hin zum Digitalen beschleunigte sich 2025 weiter. Die Zahl der als eigenständige ePaper ausgewiesenen Ausgaben nahm deutlich zu, während bei klassischen Print-Abos und Einzelverkäufen ein weiterer Rückgang zu verzeichnen war (IVW, Oktober 2025).

Der Umsatz im Segment der Publikumszeitschriften lag laut PwC bei rund 2,3 Milliarden Euro, ein Minus von etwa 3 % gegenüber 2024 (PwC German Entertainment & Media Outlook).

Entwicklung konfessioneller Zeitschriftenmarkt

„Wenn die aktuelle Entwicklung weiter anhält, werden bis 2024 30 Prozent der Fachmedien, bis zu 80 Prozent der konfessionellen Medien und 20 Prozent der Publikumszeitschriften in ihrer Existenz stark gefährdet sein“, sagte MVFP-Vizepräsident Philipp Welte im April 2022. Bis 2024 sei ein Großteil der durch den Verband vertretenen konfessionellen Zeitschriftentitel, unter ihnen Bistumsblätter und Kirchenzeitschriften, nicht mehr in der Lage, ihre bisherigen Geschäftsmodelle rentabel weiterzuführen. Das sei das Ergebnis einer 2022 durchgeführten repräsentativen Branchenanalyse. Die eher ältere Leserschaft der konfessionellen Zeitschriften schrumpfe besonders stark. Darüber hinaus kämpften die Titel damit, dass das Interesse für Themen des Glaubens und der Kirche bei der jüngeren Zielgruppe abnehme. (Quelle: Pro Medienmagazin).

Im Jahr 2024 ging der Absatz der konfessionellen Printmedien ggü. dem Vorjahr um 39.696 Exemplare zurück, was einem Rückgang von 9,2% entspricht (Quelle: IVW Konfi I. Quartal 2025.xlsx).

Für das Jahr 2025 liegen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes noch keine vergleichbaren Branchendaten für das Jahr 2025 vor.

Entwicklung Anzeigenmarkt:

2022 erzielte Print mit digitalen Werbeerlösen und Printwerbung insgesamt 7.553,1 Mio. Euro (2021: 7.650,7 Mio. Euro), ein Minus von 1,3 Prozent. Die digitalen Werbeeinnahmen der Publisher (der Zeitungen, Fachzeitschriften und Verzeichnismedien) stiegen hingegen deutlich um rund 4 Prozent auf 2.236,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2.143,1 Mio. Euro). Die Daten sind monetär Teil der Display Ads im Segment Internetwerbung. Die Printwerbung der Tageszeitungen, Fachzeitschriften, Anzeigenblätter, Publikumszeitschriften und Verzeichnismedien sank um 3,5 Prozent auf 5.316,5 Mio. Euro (2021: 5.507,6 Mio. Euro). Die Fachzeitschriftenwerbung stieg 2022 leicht um 0,4 Prozent auf 1.355 Mio. Euro (Vorjahr: 1.349 Mio. Euro). Die Publikumszeitschriften erzielten Nettoerlöse in Höhe von 632,6 Mio. Euro, ein Rückgang von 11 Prozent zum Vorjahr (2021: 710,0 Mio. Euro). Zeitschriften sind weiterhin ein gefragtes Medium: 83 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren lesen sie regelmäßig. (Quelle: www.zaw.de).

2023 erzielte Print mit digitalen Werbeerlösen und Printwerbung insgesamt 7.290,31 Mio. Euro (2022: 7.553,14 Mio. Euro), ein Minus von 3,5 Prozent. Die digitalen Werbeeinnahmen der Publisher (Zeitungen, Fachzeitschriften und Verzeichnismedien) stiegen hingegen deutlich um 4,7 Prozent auf 2.341,55 Mio. Euro (Vorjahr: 2.236,60 Mio. Euro). Die Daten sind monetär Teil der Display Ads im Segment Internetwerbung. Die Printwerbung der Tageszeitungen, Fachzeitschriften, Anzeigenblätter, Publikumszeitschriften und Verzeichnismedien sank um 6,9 Prozent auf 4.948,76 Mio. Euro (2022: 5.316,54 Mio. Euro). [...] Die Fachzeitschriftenwerbung sank 2023 um 4,5 Prozent auf 1.294,00 Mio. Euro (Vorjahr: 1.355,00 Mio. Euro). Die digitalen Werbeerlöse der Fachzeitschriften, die Bestandteil der Print-Digitalerlöse gesamt sind, stiegen dagegen leicht auf 1.505,00 Mio. Euro gegenüber 1.458,00 Mio.

Euro im Jahr 2022. [...] Die Publikumszeitschriften erzielten Nettoerlöse in Höhe von 572,00 Mio. Euro, ein Rückgang von 9,6 Prozent zum Vorjahr (2022: 632,58 Mio. Euro). Zeitschriften sind gleichwohl weiterhin ein gefragtes Medium: 81 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren lesen sie regelmäßig, bei den 14- bis 19-Jährigen sind es 64 Prozent, die regelmäßig zur Zeitschrift greifen. (Quelle: www.zaw.de).

Auch 2024 setzte sich der strukturelle Wandel im Werbemarkt fort: Die Gesamterlöse aus Print und digitalen Werbeerlösen sanken weiter, getrieben vor allem durch rückläufige Printwerbung. Print erzielte 2024 mit digitalen Werbeerlösen und Printwerbung insgesamt 6.885,39 Mio. Euro (2023: 7.290,31 Mio. Euro) und damit ein Minus von 5,6 Prozent. Nahezu alle Unterkategorien (Tageszeitungen, Anzeigenblätter, Publikumszeitschriften, Verzeichnismedien), aber auch die digitalen Erlöse, notierten aus den eingangs aufgeführten Gründen deutlich rückläufig - wenngleich mit unterschiedlichen Ausprägungen. Die Publikumszeitschriften erzielten Nettoerlöse in Höhe von 518,10 Mio. Euro, ein Rückgang von 9,4 Prozent zum Vorjahr (2023: 572,00 Mio. Euro). Die gedruckten Verzeichnismedien meldeten 218,83 Mio. Euro und damit einen Rückgang um 13,3 Prozent zum Vorjahr (2023: 252,45 Mio. Euro) und Fachzeitschriften verzeichnen ebenfalls einen Rückgang um 7,0 Prozent auf 1.203 Mio. Euro.

Für das Jahr 2025 wird prognostiziert, dass der Print-Werbemarkt in Deutschland seinen strukturellen Rückgang fortsetzt. Im ersten Halbjahr lag der Rückgang der Werbespendings bei den Publikumszeitschriften bei -4,3%. Zahlen für des Gesamtjahr liegen noch nicht vor. (Quelle: www.meedia.de)

b. Geschäftsverlauf

Die Bundes-Verlag gGmbH hat im Geschäftsjahr 2022 eine Umsatzsteigerung von 45 T€ bzw. 0,7% erzielt. Vor dem Hintergrund der inflationsbedingten negativen Einflussfaktoren, ist der realisierte Umsatz im Geschäftsjahr 2022 positiv zu bewerten. Hauptgrund sind die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Mediaerlöse. Aber auch bei den Dienstleistungserträgen konnten die Umsätze gesteigert werden.

Die Spendenerträge sind um 40,6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieses Ergebnis ist umso bemerkenswerter, als dass der Ukraine-Krieg und die erwarteten Energiepreissteigerungen ab dem zweiten Quartal zu einer großen Spenden-Zurückhaltung geführt haben.

Mit der digitalen Magazinflatrate, den Online-Angeboten für Mitarbeitende in der Arbeit mit Kindern sowie die Portale amen.de, Jesus.de, edenjobs, Sprinkle.net, dem TikTok-Engagement und FOCUS online verfügt der Bundes-Verlag über einige digitale Leuchtturm-Projekte. Diese gilt es in den Folgejahren auszubauen und weitere innovative Projekte an den Start zu bringen. Die ist umso schwieriger, als dass lukrative digitale Geschäftsmodelle in säkularen Großverlagen selten Contentgetrieben sind und hier somit wenig Blaupausen vorhanden sind. Durch die Gemeinnützigkeit genießt der Bundes-Verlag hingegen den strategischen Vorteil, Aktivitäten durch Fundraising refinanzieren zu können. Hier ist jedoch unsere Verlags-Herkunft immer wieder ein Hemmschuh in unserer Außenwahrnehmung.

Im Herbst 2022 wurde das Lydia-Magazin in die im Bundes-Verlag angesiedelten SCM-Magazinprozesse integriert. Die Ausgabe 4/22 war das erste durch den Bundes-Verlag betreute und abgerechnete Heft. Weiterhin entstand im Herbst ein Kampagnenbuch gemeinsam mit dem Bund FeG zu den Konferenzen für die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter auf Langeoog und an den anderen Standorten. Mit dem Historischen Arbeitskreis wurde ein Buch zu Gerhard Tersteegen herausgebracht und wird an der Herausgabe mehrerer Bände zur FeG-Geschichte gearbeitet. Gerade in dieser bewegten Zeit erleben wir ein sehr gutes Miteinander mit dem Bund FeG und den anderen Bundes-Werken.

Im Jahres-Endgeschäft ist es gelungen, fast 40.000 Verteilkalender zu verkaufen, die in Kirchen und Gemeinden im Rahmen von Feierlichkeiten an Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter verschenkt wurden. Auch die Verkäufe vom KLÄX-Weihnachsspecial sowie des LebensLust-Weihnachtsspecials waren mit 12.000 und 30.000 Heften positiv. Das Ende 2021 gelaunchte LebensLust Special „The Chosen” entwickelt sich zum Longseller, es wurden bereits über 6.000 Hefte abgesetzt. Auch unterstützte der Bundes-Verlag im Jahr 2022 mit Family wieder die Marriage-Week mit über 6.000 Verteilheften. Seit 2018 begleitet das Teensmag Special „Konfirmation“ junge Menschen, von dem seit 2018 über 10.000 Hefte abgesetzt wurden. Ebenfalls ein Longseller ist der multimediale family-Ehekurs „Wir beide“, von dem seit 2018 bereits über 4.000 Kurse zum Preis von 30 € abgesetzt wurden. Dieser Kurs ist als nachträgliche Zweitverwertung aus der durch die SCM Stiftung geförderte TV-Kooperation mit Bibel TV und dem ERF entstanden.

Eine besondere Herausforderung stellen Jahr für Jahr die Entwicklungen der Vertriebspartner dar. Hier verliert der Bundes-Verlag seit Jahren stärker als im eigenen (Abo-)Bereich. Der österreichische Vertriebspartner ist zwar sehr bemüht, kämpft aber dauerhaft mit einer sehr dünnen Personaldecke, hoher Personalfluktuation und einer schlechten Liquidität. Der vormals größte deutsche Vertriebspartner Oncken hatte bereits Ende 2018 seine Geschäftstätigkeit im Bereich des Fremdzeitschriftenvertriebs eingestellt und seine Abonnements an Blessings4You abgegeben. Leider ist auch hier nach wie vor wenig Marketing- und Vertriebspower in Richtung der Magazine vorhanden, so dass die Absätze auch hier zurückgehen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Berichtszeitraums sind nicht eingetreten.

Ertragslage

Es wurde ein operatives Ergebnis (inkl. Spendenerträge/vor Ertragsteuern) in Höhe von 351 T€ (Vorjahr: 251 T€) erzielt. Das erzielte Ergebnis entspricht damit dem ursprünglichen Planansatz.

Der Rohertrag ist gesunken um 161 T€ auf 4.532 T€. Grund hierfür war die Kostensteigerung für Druck und Material. Der Spendeneingang beträgt T€ 336 (Vorjahr: T€ 239) und liegt damit über dem Vorjahresniveau. Die Spendeneinnahmen sind in das operative Ergebnis mit einzubeziehen, da diese satzungsgemäß für die Erhaltung bzw. Entwicklung bestehender bzw. neuer Projekte eingesetzt werden und damit in direktem Zusammenhang zu entsprechenden Aufwendungen stehen.

Die wesentlichen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zum Vorjahr sind nachfolgend dargestellt:

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31.12.2022 31.12.2021 Ergebnismäßige Veränderung
T€ T€ T€ %
Rohertrag 4.532 4.693 -161 -3,4
Sonstige Erträge incl. Zinsen 868 505 +363 +71,9
Personalaufwand 2.820 2.722 -98 +3,6
Sonstige Aufwendungen incl. Zinsen 2.118 2.120 +2 +0,1
Abschreibungen 111 105 -6 +5,7
Steuern vom Einkommen und Ertrag 207 114 -93 +81,6
Jahresergebnis 144 137 +7 +5,1

Der um 3,4% gesunkene Rohertrag ist vor allem auf eine Kostensteigerung im Bereich Druckkosten zurückzuführen.

Die Rohertragsquote liegt somit im Geschäftsjahr bei 67,0% und ist im Verhältnis zum Vorjahr (69,9%) um 2,9 Prozentpunkte gesunken.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 % gestiegen.

Die Sonstigen Erträge sind um 71,9 % gestiegen, insbesondere aufgrund von erhöhten Weiterbelastungen von Personalkosten in Zusammenhang mit der ab dem Jahr 2022 erfolgenden operativen Betreuung der Zeitschrift Lydia durch den Bundes-Verlag.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 3,6 %.

Die sonstigen Aufwendungen incl. Zinsen und sonstigen Steuern sind um 0,1% gesunken.

Der Ertragsteueraufwand erhöhte sich um 81,6 % aufgrund der nachträglich zu erfassenden Aufwendungen für die Jahre 2019 bis 2021 zur Berücksichtigung der Ergebnisse der von Seiten der Finanzverwaltung durchgeführten Betriebsprüfung.

Das Jahresergebnis 2022 erhöhte sich aufgrund der zuvor erwähnten Einflüsse per Saldo um 5,1% auf 144 T€.

Finanzlage

Nachfolgende Übersicht zeigt die gegenüber dem Vorjahr eingetretenen Veränderungen in der Kapitalstruktur. Das Eigenkapital steigt durch das positive Jahresergebnis (144 T€) entsprechend an.

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31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
T€ T€ T€
Eigenkapital 5.890 72,5% 5.746 72,7% 144
Rückstellungen 589 7,3% 384 4,9% 205
Verbindlichkeiten 1.645 20,2% 1.772 22,4% -127
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0% 1 0,0% -1
PASSIVA 8.124 100% 7.903 100 221

Die Rückstellungen haben sich insgesamt um 205 T€ erhöht, insbesondere zur Berücksichtigung zu erwartender Steuernachforderungen für die Jahre 2019 bis 2021 aufgrund der von der Finanzverwaltung angeordneten Betriebsprüfung sowie zur entsprechenden Berücksichtigung der damit angefallenen zusätzlichen Steuerberatungskosten.

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Bankverbindlichkeiten. Die Finanzierung des operativen Betriebs sowie von Investitionen erfolgt über eigene Mittel. Bei den ausgewiesenen Verbindlichkeiten handelt es sich insbesondere um Lieferverpflichtungen aus den im jeweiligen Geschäftsjahr in Rechnung gestellten Zeitschriftenabonnements für Ausgaben des Folgejahres.

Der Zahlungsmittelbestand (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.504 T€ auf 1.228 T€ reduziert. Zusammengefasst stellt sich die Kapitalflussrechnung für 2022 wie folgt dar:

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2022 2021
T€ T€
= Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der laufenden Geschäftstätigkeit 159 36
= Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Investitionstätigkeit -2.663 -29
= Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus der Finanzierungstätigkeit 0 -5
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.504 2
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.732 3.730
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.228 3.732

Der Bundes-Verlag war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Da die Ergebnisentwicklung in den Folgejahren 2023, 2024 und 2025 vergleichbar war, änderte sich an dieser grundsätzlichen Ausgangslage nichts.

Vermögenslage

Nachfolgende Übersicht zeigt die gegenüber dem Vorjahr eingetretenen Veränderungen im Vermögensaufbau. Das Anlage- und Umlaufvermögen entwickelt sich insgesamt stabil. Das Umlaufvermögen beinhaltet liquide Mittel in Höhe von 1.228 T€.

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31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
T€ T€ T€
Anlagevermögen 4.005 49,3% 3.095 39,2% 910
Umlaufvermögen 4.014 49,4% 4.697 59,4% -683
Rechnungsabgrenzungsposten 105 1,3% 111 1,4% -6
AKTIVA 8.124 100 7.903 100 221

c. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung werden folgende finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen:

Umsatzerlöse

Anzahl Abonnenten

Anzahl Nutzer Digitalversionen

Die Anzahl der Abonnenten und Nutzer von Digitalversionen haben sich im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

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31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
Anzahl Abonnenten 102.266 103.291 -1.025 (-1%)
Anzahl digitale Nutzer 1.534 1.528 6 (0%)
Anzahl Nutzer hybrider Angeb. 8.420 7.712 708 (9%)

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a. Prognosebericht

Die Aussichten für den Bundes-Verlag sind, trotz der rückläufigen Tendenzen im Zeitschriftenmarkt, grundsätzlich weiterhin positiv. So verzeichnen wir im Bundes-Verlag eine vermehrte Bereitschaft unserer Kunden, die Verbreitung unserer Inhalte über unsere Kernleserschaft hinaus mit Spenden zu unterstützen. Die steigende Anzahl an Dauerspendern und Zuwendungen von Stiftungen stimmt hier positiv. Aktuell eher unklar ist die Lage im Bereich der Anzeigen- und Beilagen-Vermarktung: Auch wenn sich die Buchungslage durch Kunden wieder entspannt hat, wird der Verlauf der Abozahlen insgesamt zu beobachten sein, da die Wertigkeit einer Anzeige in unmittelbarer Korrelation zu der Reichweite im Kernmarkt der jeweiligen Zeitschrift stehen.

Generell erweist sich das Geschäftsmodell des Bundes-Verlags nach wie vor als tragfähig, eine Vielzahl von eigenen Produkten anzubieten, die spezifisch auf die jeweiligen Kundengruppen zugeschnitten sind. Mit dieser Strategie gelang es dem Bundes-Verlag bereits in den vergangenen Jahren in einem schrumpfenden Gesamtmarkt seinen relativen Marktanteil zu halten. Weiterhin beobachten wir nach wie vor im Hinblick auf die Abopreise eine preisunelastische Nachfrage, so dass mittels realisierter Preiserhöhungen Absatzrückgänge auch in der näheren Zukunft kompensiert werden können. Der Bundes-Verlag geht nach einer Stabilisierung der Umsätze in den Jahren 2022 und 2023 für das Jahr 2024 und 2025 von einer sinkenden Zahl an Abos eigener Zeitschriften aus. Auch die Abonnements der Handelszeitschriften wird in den kommenden Jahren rückläufig sein. Aufgrund von Preiserhöhungen bei einigen Magazintiteln sowie seit Übernahme der Aboverwaltung, des Marketings und der Herstellung des Magazins Lydia ist auf der Grundlage der vorläufigen Unternehmensdaten für die Geschäftsjahre 2023, 2024 und im Jahr 2025 eine weitere Konsolidierung des Umsatzniveaus auf dem Niveau des Jahres 2022 zu erwarten. Darüber hinaus muss versucht werden, trotz sinkender Auflagenzahlen die Anzeigenerlöse stabil zu halten. Eine weitere Maßnahme kann der Start eines neuen Magazins sein, dass durch ein Kombiabo einen Mehrwert zu den bestehenden Abonnements schafft und damit eine deutliche Preiserhöhung rechtfertigt.

Nach derzeit ausgewiesenen positiven Jahresergebnissen für die Jahre 2023 und 2024 in einer Größenordnung zwischen T€ 50 und T€ 250 gehen wir trotz der weiter bestehenden Herausforderungen im Gesamtmarkt und den verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Jahren 2025 und 2026 sowie in den Folgejahren von entsprechend positiven Jahresergebnissen zwischen T€ 50 und T€ 100 aus.

Ein Liquiditätsrisiko wird aufgrund der sehr hohen Liquiditätsbestände nicht erwartet. Fortbestandsgefährdende Risiken sind für die SCM Bundes-Verlag gGmbH nicht erkennbar.

b. Chancen- und Risikobericht

Für die zukünftige Entwicklung gibt es verschiedene Chancen und Risiken, die sich wie folgt einteilen lassen:

Markt- und unternehmensbezogene Chancen und Risiken:

Marktchancen und -risiken:

Die Entwicklung des christlichen Zeitschriften- und Anzeigenmarktes ist determiniert durch die Anzahl der potenziellen christlichen Mediennutzer, neuartige technische Möglichkeiten, die Entwicklung der zur Verfügung stehenden Vertriebswege und konjunkturelle Einflüsse. Die Entwicklung des allgemeinen Marktklimas sowie des christlichen Markts ist negativ. Eine durchgreifende Entlastung durch digitale Geschäftsmodelle ist weder im Allgemeinen noch in unserem speziellen Marktsegment sichtbar. Das Umsatzwachstum durch digitale Angebote im Publikumszeitschriften-Bereich wird aktuell als gering eingeschätzt, da ein Großteil der älteren Kunden weiterhin Zeitschriften in Papierform präferiert, jüngere Generationen tendenziell aber weit weniger printaffin sind und die Zahlungsbereitschaft dieser Alters-Zielgruppe für christlichen Content bisher gering ausfällt. Im Jahr 2020 wurde bereits das klassische Print-Geschäftsmodell durch die Einführung einer digitalen Flatrate ergänzt: www.bundesverlag.net/digital. Weil im säkularen Bereich durch First Mover, wie beispielsweise Spotify, NETFLIX und Sky, solche Flatrate-Modelle mittlerweile bei den Konsumenten gängig in Gebrauch sind, sehen wir hier weiterhin eine Möglichkeit, mit einem digitalen Vermarktungsmodell positive Zusatz-Deckungsbeiträge zu generieren. Weiterhin ist zu beobachten, dass vor allem große Gemeinden und Multisite-Churches zu Wettbewerbern der Verlage werden, indem sie hochwertig produzierten digitalen Content gratis im Internet zugänglich machen.

Unternehmensbezogene Chancen und Risiken:

In einem schrumpfenden Gesamtmarkt gelang es dem Bundes-Verlag, den Marktanteil während der vergangenen Jahre zu halten. Daran hat die Vielzahl der eigenen Produkte, die spezifisch auf die jeweiligen Kundengruppen zugeschnitten sind, einen starken Anteil. Der sich schnell verändernde Markt erfordert einerseits eine ständige Aktualisierung des Produktportfolios durch Neuerscheinungen und Relaunchs. Hier sind immer verschiedene Projekte in der Entwicklung. Andererseits ist es bei der hohen Kundenfluktuation erforderlich, viel im Bereich Kundenakquise zu investieren.

Daneben besteht weiterhin die Chance, den Marktanteil langfristig auszubauen. Der Bundes-Verlag ist mit seinen Dienstleistungen im Bereich Zeitschriften Marktführer im christlichen Zeitschriftenmarkt. Der Wettbewerbsvorteil liegt hier in dem Standard der internen Prozesse und der Manövriermasse durch die Unternehmensgröße. Gleichzeitig können durch die Zusammenarbeit innerhalb der SCM-Gruppe weitere Potenziale gehoben werden.

Aktuell wird im SCM Bundes-Verlag an der Einführung eines digitalen Content-Bezahlmodells gearbeitet. Der mögliche Start ist für das Jahresende 2026 geplant. Folgende Maßnahmen wurden bereits umgesetzt:

Entwicklung des inhaltlichen Konzepts, Zusammenstellung möglicher Angebote, Konkurrenzanalyse

Sichtung möglicher Anbieter einer technischen Lösung, Evaluation potenzieller Angebote

Entwicklung des Businessplans; damit einhergehend die Erarbeitung möglicher Stellenprofile

Durch die zurückgehenden Responsequoten auf Mailings und die langsame Verlagerung von Mediabudgets in den Bereich Internet ergeben sich Risiken im Bereich Vertrieb und Anzeigen. Durch Investitionen in Internet-Plattformen wie Jesus.de, edenjobs und Amen.de stellt sich der Bundes-Verlag auf diese Veränderungen ein.

Die Zeitschrift Lydia aus dem Verlagsbereich Gerth Medien der SCM-Verlagsgruppe wird seit dem Jahr 2022 operativ vom Bundes-Verlag betreut. Damit wurde die SCM Bundes-Verlag gGmbH auch interner Dienstleister für die SCM Verlagsgruppe GmbH. Durch diesen Schritt wurde das Zeitschriftengeschäft gebündelt, um die Skaleneffekte („Economies of Scale“) innerhalb der SCM-Verlagsgruppe bestmöglich zu nutzen.

Im Jahr 2025 wurde die Einführung von COVER als neue ERP- und Aboverwaltungs-Software vorbereitet. Zum Launch wurde die Lydia am 1.1.2026 vollständig in die Strukturen des Bundes-Verlages übernommen. Dieser Schritt ermöglicht es, weitere Synergien in den Arbeitsprozessen zu schaffen und somit die wirtschaftliche Situation weiter zu verbessern.

Insgesamt wird der Bundes-Verlag den in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weg von Bestandspflege, Neugründungen und Ausweitung des Dienstleistungsangebots fortsetzen.

 

Witten, im Februar 2026

gez. Dr. Christian Brenner, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

(Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß §§ 325 ff. HGB)

AKTIVA

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Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64.195,00 101.343,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 125.836,71 169.035,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.870,06 5.324,28
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.047,33 31.938,16
153.754,10 206.298,09
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 12.485,49 12.485,49
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.775.000,00 2.775.000,00
3.787.485,49 2.787.485,49
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 64.732,68 57.654,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.721.180,89 906.235,25
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.233.880,08 € (Vorj.: 444.630,54 €)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.227.692,16 3.732.494,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 104.849,83 111.140,68
8.123.890,15 7.902.652,20

PASSIVA

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Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 306.775,13 306.775,13
II. Gewinnrücklagen 5.571.017,36 5.430.410,30
III. Bilanzgewinn 11.777,71 8.619,58
5.889.570,20 5.745.805,01
B. Rückstellungen 589.352,90 384.085,61
C. Verbindlichkeiten 1.644.967,05 1.772.131,58
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 285.305,06 € (Vorj.: 74.861,71 €)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 630,00
8.123.890,15 7.902.652,20

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

(Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß §§ 325 ff. HGB)

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Vorjahr
1. Rohergebnis 5.300.346,71 5.169.777,31
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.338.659,39 2.241.471,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 481.963,79 480.250,25
2.820.623,18 2.721.721,67
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 110.626,23 105.301,86
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.109.621,95 2.105.721,80
5. Erträge aus Beteiligungen 1,29 1,10
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 50.702,74 27.673,97
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.430,24 625,27
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.814,99 10.261,93
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 206.686,54 113.639,46
9. Ergebnis nach Steuern 148.108,09 141.430,93
10. Sonstige Steuern 4.342,90 4.131,90
11. Jahresüberschuss 143.765,19 137.299,03
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.619,58 2.301,47
13. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 311.035,97 225.340,81
14. Einstellungen in Gewinnrücklagen 451.643,03 356.321,73
15. Bilanzgewinn 11.777,71 8.619,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die SCM Bundes-Verlag gGmbH hat ihren Sitz in Witten und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bochum unter der Nummer HRB 8836.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den gesetzlichen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 242 und 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH- Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 Absatz 1 Satz 1 und 2 sowie Absatz 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 HGB).

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stellen sich wie folgt dar:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Werteverzehr wird grundsätzlich durch planmäßige Abschreibungen berücksichtigt, die nach der linearen Methode ermittelt werden.

Abnutzbare bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden als Aufwand erfasst; solche mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 € bis zu 800,00 € werden in ein Anlagenverzeichnis übernommen und im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen (§ 253 Abs. 3 Satz 6 HGB).

Vorräte werden mit den Herstellungskosten bzw. Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgt mit den direkt zuzuordnenden Material- und Fertigungskosten zuzüglich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Soweit erforderlich wurden zur Einhaltung des Niederstwertprinzips Abschläge vorgenommen. Die Abwertungen wegen Ungängigkeit bemessen sich nach dem Erscheinungsdatum und der Verkäuflichkeit der Bestände.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung (1,00%; Vorjahr: 1,00%) angemessen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktivische Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Gewinnrücklagen wurden aus Jahresüberschüssen vergangener Geschäftsjahre gebildet.

Sie dienen zur Finanzierung zukünftiger Projekte und Investitionen sowie zur Deckung von gegebenenfalls auftretenden Jahresfehlbeträgen.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden unter Zugrundelegung der „Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck, eines Rechnungszinssatzes von 1,78% (Vorjahr: 1,87%) sowie einer Gehaltsdynamik von 0,00% (Vorjahr: 0,00%) und einer Rentendynamik von 2,00% (Vorjahr: 2,00%) ermittelt. Bei der Berechnung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Ausweis der Erfolgsauswirkung aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung erfolgt unter der Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31.12.2022 6.874,00 € (Vorjahr: 10.997,00 €).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, angemessen und ausreichend ab. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Fremdwährungsumrechnung von kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgte gem. § 256a HGB zum Euro-Referenzkurs (Devisenkassamittelkurs) am Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden die Forderungen und Verbindlichkeiten höchstens mit dem Kurs im Zeitpunkt der Anschaffung bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag 100 % der Anteile an der bvMedia Christliche Medien GmbH, Ins/Schweiz. Das Eigenkapital dieser Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2022 176.740,00 CHF (179.486,14 €) (Vorjahr: 158.580,92 CHF; 153.500,07 €), der Jahresüberschuss 2022 betrug 18.159,08 CHF (18.441,23 €) (Vorjahr: 31.733,72 CHF; 30.716,99 €).

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen zwei der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen, langfristig gewährte Darlehen.

Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen (6,0 T€; Vorjahr: 6,1 T€) und Pauschalwertberichtigungen (4,3 T€; Vorjahr: 3,9 T€) berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2.233.880,08 €; Vorjahr: 444.630,54 €) beinhalten in Höhe von 2.111.105,89 € (Vorjahr: 316.591,35 €) ein der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen, auf Kontokorrentbasis gewährtes Darlehen und in Höhe von 122.774,19 € (Vorjahr: 128.039,19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 8.068,55 € (Vorjahr: 621,23 €) Forderungen gegen Gesellschafter.

In dem ausgewiesenen Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 8.619,58 € (Vorjahr: 2.301,47 €) enthalten.

Die Rückstellungen betragen insgesamt 589.352,90 € (Vorjahr: 384.058,61 €) davon sind sonstige Rückstellungen 271.281,56 € (Vorjahr: 172.161,55 €). Diese beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten 127.704,17 € (Vorjahr: 47.179,03 €), Rückstellungen für Personal 44.591,86 € (Vorjahr: 53.553,80 €) und Rückstellungen für Remissionen 14.386,00 € (Vorjahr 30.432,00 €).

Verbindlichkeiten in Höhe von 1.644.967,05 € (Vorj.: 1.772.131,58 €) sind innerhalb eines Jahres fällig und Verbindlichkeiten in Höhe von 0,00 € (Vorj.: 0,00 €) haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen vollständig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sich für das Folgejahr aus Miet-, Leasing- und Pachtverpflichtungen ergebenden finanziellen Verpflichtungen betragen 29.697,04 € (Vorjahr: 27.227,55 €).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens beinhalten Zinserträge aus Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 99.132,98 € (Vorjahr: 28.299,24 €)

Aus der Fremdwährungsumrechnung entstanden in 2022 insgesamt Erträge in Höhe von 3.005,50 € (Vorjahr: 1.925,45 €) sowie Aufwendungen in Höhe von 0,53 € (Vorjahr: 15,64 €). Der Ausweis erfolgt jeweils in den Positionen „Sonstige betriebliche Erträge“ und „Sonstige betriebliche Aufwendungen“.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit Spendenerträgen in Höhe von 335.677,07 € (Vorjahr: 229.742,88 €) außergewöhnliche Beträge von nicht untergeordneter Bedeutung.

Aus der Aufzinsung von Rückstellungen resultiert ein Zinsaufwand in Höhe von 3.892,00 € (Vorjahr: 4.372,00 €)

V. Ergänzende Angaben

Geschäftsführer

Zu Geschäftsführern der SCM Bundes-Verlag gGmbH, Witten, sind bestellt:

Herr Dr. Christian Brenner (seit 01.09.2021), Schorndorf

Herr Dr. Alexander Weinstock (ab 01.10.2021 bis 31.03.2023), Aalen

Hinsichtlich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Gesellschafter

Alleinige Gesellschafterin der SCM Bundes-Verlag gGmbH, Witten, ist zum Bilanzstichtag die Stiftung Christliche Medien, Witten, die von der Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 293 Absatz 1 HGB befreit ist.

Zahl der Arbeitnehmer

Die gemäß § 267 Abs. 5 HGB ermittelte durchschnittliche Beschäftigtenzahl des Geschäftsjahres beträgt 78 (Vorjahr: 78), davon 78 (Vorjahr: 78) Angestellte, wobei Teilzeitbeschäftigte unabhängig von ihrer Arbeitszeit voll berücksichtigt wurden, und keine gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 0).

Ergebnisverwendungsvorschlag, Rücklagenveränderung

Der Gesellschafterversammlung wird folgende Ergebnisverwendung vorgeschlagen:

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Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.619,58 €
Jahresüberschuss des Geschäftsjahres vom 01.01. bis zum 31.12.2022 143.765,19 €
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 311.035,97 €
Einstellungen in Gewinnrücklagen 451.643,03 €
Bilanzgewinn 11.777,71 €

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCM Bundes-Verlag gGmbH wesentlich beeinflussen, haben sich nicht ergeben.

 

Witten, den 23. Februar 2026

gez. Dr. Christian Brenner, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte und Lizenzen 663.220,60 5.000,00 0,00 428.967,17 239.253,43
663.220,60 5.000,00 0,00 428.967,17 239.253,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.543.304,19 0,00 0,00 0,00 1.543.304,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 36.946,66 0,00 0,00 10.718,50 26.228,16
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 420.967,10 34.630,77 0,00 88.761,79 366.836,08
2.001.217,95 34.630,77 0,00 99.480,29 1.936.368,43
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 12.485,49 0,00 0,00 0,00 12.485,49
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.775.000,00 1.000.000,00 0,00 0,00 3.775.000,00
2.787.485,49 1.000.000,00 0,00 0,00 3.787.485,49
5.451.924,04 1.039.630,77 0,00 528.447,46 5.963.107,35
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kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Abschreibung 2022 Auf die Abgänge 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte und Lizenzen 561.876,65 42.148,95 428.967,17 175.058,43
561.876,65 42.148,95 428.967,17 175.058,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.374.268,54 43.198,94 0,00 1.417.467,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.622,38 1.454,22 10.718,50 22.358,10
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 389.028,94 23.824,12 70.064,31 342.788,75
1.794.919,86 68.477,28 80.782,81 1.782.614,33
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.356.796,51 110.626,23 509.749,98 1.957.672,76
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Restbuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte und Lizenzen 64.195,00 101.343,95
64.195,00 101.343,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 125.836,71 169.035,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.870,06 5.324,28
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.047,33 31.938,16
153.754,10 206.298,09
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 12.485,49 12.485,49
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.775.000,00 2.775.000,00
3.787.485,49 2.787.485,49
4.005.434,59 3.095.127,53

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SCM Bundes-Verlag gGmbH, Witten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SCM Bundes-Verlag gGmbH, Witten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCM Bundes-Verlag gGmbH, Witten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab.

Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Euskirchen, den 23. Februar 2026

dhpg Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Berufsausübungsgesellschaft

gez. Loesenbeck, Wirtschaftsprüfer

gez. Knobloch, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde in der Gesellschafterversammlung am 26.02.2026 festgestellt bzw. bewilligt.

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