Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 12679
Vorher
Ovako Stahl GmbH
Eingetragen
10.11.2003
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und KleineisenwarenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Handel mit Eisen und Stahl, Maschinen und Werkzeugen und anderen Erzeugnissen aus Eisen und Stahl.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Czeczor
seit 22.10.2019
Prokura
Carsten Blank
seit 4.3.2014
Geschäftsführer
Rainer Günther
seit 4.5.2011
Prokura
Ralf Schützeberg
seit 20.10.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ovako Sweden ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ovako Sweden AB
Sweden
2.950.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ovako GmbH

Erkrath

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

AKTIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
- Sachanlagen
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.807,91 22.154,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
- fertige Erzeugnisse und Waren 1.575.682,03 2.740.502,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.626.066,13 2.274.592,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.680.187,76 8.362.149,47
3. sonstige Vermögensgegenstände 56.201,53 50.815,20
11.362.455,42 10.687.557,51
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 120,96 22,81
12.938.258,41 13.428.082,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.845,38 21.348,33
12.993.911,70 13.471.584,99

PASSIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.950.000,00 2.950.000,00
II. Kapitalrücklage 3.721.031,29 3.721.031,29
III. Gewinnvortrag 1.004.669,73 3.923,94
IV. Jahresüberschuss 403.588,61 1.000.745,79
8.079.289,63 7.675.701,02
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.631.155,00 2.818.830,00
2. Steuerrückstellungen 867.255,00 1.378.259,00
3. sonstige Rückstellungen 222.203,00 262.762,00
3.720.613,00 4.459.851,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.759,74 26.478,83
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 940.694,04 1.061.636,37
3. sonstige Verbindlichkeiten 223.555,29 247.917,77
1.194.009,07 1.336.032,97
12.993.911,70 13.471.584,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13.046.316,21 15.350.347,58
2. sonstige betriebliche Erträge 9.653,38 0,00
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.918.508,40 -9.968.308,67
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -123.119,63 -108.345,26
-9.041.628,03 -10.076.653,93
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.312.376,63 -2.187.936,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -395.873,83 -480.597,75
- davon für Altersversorgung: EUR 8.553,67 (Vj. EUR 131.126,92)
-2.708.250,46 -2.668.533,77
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen -15.367,62 -12.240,78
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -936.507,61 -1.087.168,39
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 324.056,22 94.159,94
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 314.801,22 (Vj. EUR 94.159,94)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -51.695,00 -52.191,00
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 51.695,00 (Vj. EUR 52.191,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -219.044,79 -541.823,62
10. Ergebnis nach Steuern 407.532,30 1.005.896,03
11. sonstige Steuern -3.943,69 -5.150,24
12. Jahresüberschuss 403.588,61 1.000.745,79

Anhang für das Geschäftsjahr 01.04.2023-31.03.2024

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde (teilweise) Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Ovako GmbH mit Sitz in Erkrath im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter der Nummer HRB 12679 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen enthält ausschließlich andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden linear über die erwartete betriebliche Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren abgeschrieben.

Die Vorräte (Waren) werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren (gleitender Durchschnitt) unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Prinzips der verlustfreien Bewertung angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. Marktpreisen ergeben, bestanden nicht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist im Wesentlichen durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Auf die Bildung einer Pauschalwertberichtigung wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet. Unverzinsliche und verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert passviert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method (PUC)) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Rechnungszinssatz der letzten 10 Jahre bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom Februar 2024 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) berücksichtigt. Aufgrund der langjährigen sehr geringen Fluktuation wurde bei der Berechnung eine Fluktuationsrate (unverändert zum Vorjahr) von 0 % berücksichtigt. Der unter Verwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes der letzten 10 Jahre ermittelte Verpflichtungsumfang beträgt zum 31. März 2024 TEUR 2.631. Der Verpflichtungsumfang, der sich unter Verwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes der letzten 7 Jahre ergibt, beläuft sich zum 31. März 2024 auf TEUR 2.639.

Aufgrund der Anpassung des Zinssatzes für die Ermittlung der Rückstellung von einem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre auf einen 10 Jahres-Durchschnittszins ergibt sich gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag von insgesamt TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 90).

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit den gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten und von der Bundesbank veröffentlichen laufzeitadäquaten Zinssätzen, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den Unternehmenssteuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden nach § 274 HGB saldiert. Da ein aktiver Überhang von latenten Steuern besteht, wird von der Ausübung des Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Somit werden keine latenten Steuern in der Bilanz ausgewiesen.

Verbindlichkeiten und Vermögensgegenstände in fremder Währung bestehen nicht.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Sachanlagen bestehen ausschließlich aus anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Gründe, die zu einer außerplanmäßigen Abschreibung führen, haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

Vorräte

Die Vorräte bestehen vollständig aus Waren.

Forderungen

Die Restlaufzeiten der Forderungen betragen - wie im Vorjahr - weniger als ein Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 9.680 (VJ: TEUR 8.362) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Cash-Pool Guthaben. Das Cash-Pool Guthaben beträgt TEUR 9.016 (VJ: TEUR 7.609). Der Cash-Pool wird bei der Ovako AB, Stockholm, Schweden geführt. Der restliche Forderungsbestand beinhaltet wie im Vorjahr ausschließlich Leistungen.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen TEUR 432 (VJ: TEUR 420).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert von TEUR 2.950 ausgewiesen und zum Vorjahr unverändert.

Die Kapitalrücklage beträgt wie im Vorjahr TEUR 3.721 und wurde ausschließlich nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 gebildet.

Pensionsrückstellungen

Der nach den im vorherigen Abschnitt beschriebenen Grundsätzen ermittelte Verpflichtungsumfang unter Verwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes der letzten 10 Jahre beträgt zum 31. März 2024 TEUR 2.631, wohingegen sich der Verpflichtungsumfang unter Verwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes der letzten 7 Jahre zum 31. März 2024 auf TEUR 2.639 beläuft.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 222 (VJ: TEUR 263) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 173 (VJ: TEUR 216) und Aufwand für den Jahresabschluss in Höhe von TEUR 36 (VJ: TEUR 35) sowie ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 13 (VJ: TEUR 12).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 941 (VJ: TEUR 1.062) enthalten mit TEUR 941 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin (VJ: TEUR 973).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 224 (VJ: TEUR 248) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 198 (VJ: TEUR 246) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 26 (VJ: TEUR 2).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Für das Geschäftsjahr 01.04.2023-31.03.2024 sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 937 (VJ: TEUR 1.087) deutlich gesunken. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Miete für Büroräume, Kompensationskosten für das Verkaufsbüro in den Niederlanden, EDV-Kosten, KFZ-Kosten, Reisekosten, externe Beratungskosten und sonstige Kosten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Geschäftsjahr sind laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 219 (VJ: TEUR 542) angefallen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 403 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft belaufen sich auf TEUR 468 (VJ: TEUR 478). Die Gesellschaft hat mehrere Miet- bzw. Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Firmenfahrzeuge abgeschlossen. Darüber hinaus besteht ein Mietvertrag für die Büro- und Geschäftsräume mit einer festen Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025. Die Miet-/Leasingverpflichtungen für die festen Grundmieten/Leasingraten bis zum Ende der Laufzeit betragen:

Jahr TEUR
2024/04 - 2025/03 247
2025/04 - 2026/03 173
ab 2026/04 48
Gesamt 468

Die Miet- und Leasingverträge dienen dem Zweck der Schonung der Liquidität bzw. der zeitlichen Verteilung der Auszahlungen über den Zeitraum der Nutzung. Diesem Vorteil steht das Risiko der Bindung an eine festgelegte Vertragslaufzeit gegenüber. Die Vorteile liegen insbesondere in der Verbesserung der Liquidität der Gesellschaft.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr an:

Carsten Blank, Geschäftsführer, Mülheim an der Ruhr

Herr Carsten Blank ist aufgrund der allgemeinen Vertretungsbefugnisregelungen des Gesellschaftervertrages allein vertretungsberechtigt und übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten am 31. März 2024 folgende Personen an:

Mathias Tillman, EVP Group Sales der Ovako AB, Vorsitzender

Eric Bohman, CFO Ovako Sweden AB, Mitglied

Der Aufsichtsrat ist gemäß Gesellschaftsvertrag nicht an die aktienrechtlichen Vorschriften für Aufsichtsräte gebunden.

Aufwendungen für Organe

Der Aufsichtsrat hat keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Die Möglichkeit zur Unterlassung von Angaben zu § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich insgesamt 24 Angestellte (VJ: 23) beschäftigt. Getrennt nach Gruppen waren das 18 männliche (VJ: 18) und 6 weibliche (VJ: 5) Angestellte.

Konzernverhältnisse

100 % des Stammkapitals der Gesellschaft werden von der Ovako Sweden AB, Hofors/Schweden, gehalten.

Der Konzernabschluss wird für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Ovako GmbH, Erkrath, einbezogen ist, von der Triako Holdco AB, mit Sitz in Stockholm/Schweden, Kungsträdgardsgatan 10, erstellt und ist dort erhältlich.

Die Nippon Steel, Corporation, Tokio, Japan erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreise von Unternehmen auf, in den die Ovako GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist im elektronischen Verzeichnis für Investoren "Investors' NETWork" (EDINET) unter der Nummer E01225 veröffentlicht.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Rahmen Ihrer Geschäftstätigkeiten unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten, in Form von

Kauf und Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug und Erbringung von Dienstleistungen

die in nachfolgender Zusammenfassung erläutert sind.

Erbrachte Lieferungen und Leistungen und sonstige Erträge:

In TEUR 2024/03 2023/03
Lieferungen 0 0
Leistungen 3.857 5.233
Gesamt 3.857 5.233

Empfangene Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen:

In TEUR 2024/03 2023/03
Lieferungen 7.770 11.796
Leistungen 234 379
Gesamt 8.004 12.175

Diese Aufstellung erhält alle wesentlichen Geschäftsvorfälle.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

Erkrath, den 14. August 2024

OVAKO GmbH

Carsten Blank, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.04.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Geschäfts- oder Firmenwert 752.000,00 0,00 0,00 0,00 752.000,00
II. Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 290.662,58 34.021,46 0,00 0,00 324.684,04
Insgesamt 1.042.662,58 34.021,46 0,00 0,00 1.076.684,04
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.04.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Geschäfts- oder Firmenwert 752.000,00 0,00 0,00 0,00 752.000,00
II. Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 268.508,51 15.367,62 0,00 0,00 283.876,13
Insgesamt 1.020.508,51 15.367,62 0,00 0,00 1.035.876,13
Restbuchwerte
Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
II. Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.807,91 22.154,07
Insgesamt 40.807,91 22.154,07

Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.04.2023-31.03.2024

1. Allgemeiner Teil

Die Ovako GmbH ist eine Vertriebsgesellschaft und zu 100 Prozent Tochter der Ovako Sweden AB, Hofors/Schweden. Das Verkaufsprogramm umfasst Edelbau- und Wälzlagerstähle in nahtlosen Rohren, Stabstahl, gewalzte Ringe, Blankstahl und verchromte Produkte aus Ovako-Werken in Schweden, Finnland, Frankreich und Italien.

Die Stahlproduktion der Ovako-Gruppe basiert auf recyceltem Schrott und umfasst Stahlprodukte in Form von Stab, Rohr, Ring und Vorkomponenten. Die Ovako-Gruppe beschäftigt ca. 2.900 Mitarbeiter in mehr als 30 Ländern mit 8 Produktionsstätten mit einer Kapazität von 1 Million Tonnen Stahl. Der Ovako-Konzern ist eine Tochtergesellschaft der Sanyo Special Steel und Teil der Nippon Steel Corporation, einem der größten Stahlproduzenten der Welt. Mehr Informationen finden sich unter www.ovako.com, www.sanyo-steel.co.jp und www.nipponsteel.com.

Die vertrieblichen Aktivitäten der Ovako GmbH konzentrieren sich auf den deutschsprachigen Raum sowie Benelux. Die Abwicklung erfolgt hauptsächlich im Kommissions- und zu einem geringen Anteil im Eigengeschäft. Im Eigengeschäft tritt die GmbH als Zwischenhändler auf, in dem das Material entweder vom Werk direkt an den Kunden geliefert oder in einem Konsignationslager auf Vorrat gehalten wird. Das Kommissionsgeschäft basiert auf der Vermittlung von Kundenaufträgen, die von den jeweiligen Werken direkt abgewickelt werden. Hier erhält die GmbH eine Verkaufsprovision.

Schwerpunkte der Marktbearbeitung sind die Kugellagerindustrie und Verwender qualitativ hochwertiger Langstahl- und Ringprodukte wie die Automobilindustrie oder der allgemeine Maschinenbau. Unsere Verkaufsstrategie ist darauf ausgerichtet, unsere Position im Markt zu festigen und über innovative Qualitätsprodukte in den Segmenten Automobil- und Schmiedeindustrie sowie Agrarwirtschaft auszubauen.

Die Stahlindustrie mit ihrem CO 2 intensiven Herstellungsprozess erfährt einen zunehmenden Druck der Verbraucher hin zu klimaneutral produziertem Stahl. Aufgrund der schrottbasierten Stahlproduktion und eines geringen Einsatzes fossiler Brennstoffe als Energieträger befindet sich Ovako schon heute in einer guten Position. Im September 2023 wurde eine erste Pilotanlage zur fossilfreien Erzeugung von Wasserstoff auf unserem Werksgelände in Hofors/Schweden in Betrieb genommen. Der dort produzierte Wasserstoff wird als Energieträger zur Erwärmung des Vormaterials vor dem Walzen eingesetzt, was unsere Klimabilanz weiter verbessert. Wir erwarten daher eine verstärkte Nachfrage nach Ovako-Stahlprodukten.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Kalenderjahr 2023 um 0,3 Prozent und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent zurück. Gegenüber dem Vorquartal verbesserte sich das deutsche BIP im ersten Quartal des Jahres 2024 preis- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent, was in erster Linie auf gesteigerte Exporte und Investitionen zurückgeführt werden konnte. Im Vorjahresvergleich wurde dagegen deutlich weniger investiert und auch im verarbeitenden Gewerbe ging die Wirtschaftsleistung zurück. Insbesondere die Automobilproduktion, die Herstellung von Metallerzeugnissen sowie der Maschinenbau waren davon betroffen.

Eine weiterhin schwache Nachfrage hat die Stahlproduktion in Deutschland 2023 mit 35,4 Mio. Tonnen auf ein historisch niedriges Niveau gedrückt. Besonders betroffen war dabei die Elektrostahlerzeugung mit einem Minus von rund 11 Prozent oder 9,8 Millionen Tonnen in 2023. Die Oxygenstahlproduktion stabilisierte sich auf einem niedrigen Niveau.

Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr, 01.04.2023 - 31.03.2024, hat sich unser Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 11 Prozent reduziert, das Verkaufsvolumen verringerte sich um 22 Prozent auf 118.600 Tonnen (VJ: 153.000 Tonnen). Die Erhöhung der Basispreise zum Jahresbeginn (Effektivpreise abzüglich Zuschläge für Energie, Schrott und Legierungselemente) hat sich mit durchschnittlich 6,4 Prozent erfreulich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Dies führte trotz der wiederholt schwachen Verkaufszahlen zu einem positiven Rohergebnis in Höhe von TEUR 4.005 (VJ: TEUR 5.274).

Seit dem 01.07.2023 verfügt die Ovako GmbH über ein Außenbüro in Almelo/NL zur Betreuung unserer Kunden in Benelux. Die beiden Mitarbeiter wurden aus dem geschlossenen Ovako Werk Twente/NL übernommen.

Leistungsindikatoren

Zur Analyse unserer strategischen Unternehmensziele verfolgen wir insbesondere als maßgebliche Leistungsindikatoren die Entwicklung der verkauften Menge, die sich hieraus ergebende Höhe der Kommissionserlöse und den EBIT. Eine straffe Kontrolle zur Einhaltung des Kostenbudgets wird ebenfalls durchgeführt.

Produktion

Die Ovako GmbH ist kein produzierendes Unternehmen. Die Produktion findet in Werken anderer Gruppengesellschaften in Schweden, Finnland, Frankreich und Italien statt.

Das Qualitätsmanagementsystem der Werke unserer Schwestergesellschaften entspricht den Anforderungen der ISO 9001: 2015 sowie IATF 16949.

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt.

Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch Eigenkapital und durch liquide Mittel aus dem Cash-Pool. Das Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 ausschließlich aus Einnahmen der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert. Einen möglichen weiteren Finanzmittelbedarf könnte die Gesellschaft über das internationale Cash-Pooling/Treasury der Muttergesellschaft in Schweden decken. Somit war die notwendige Liquidität des Unternehmens im Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt.

Personal und Sozialbereich

Als Verkaufsgesellschaft innovativer und beratungsintensiver Stähle steht bei uns neben dem Verkauf die technische Kundenberatung im Mittelpunkt. Die Mitarbeiter sind langjährig im Unternehmen, die Fluktuation ist sehr gering. Damit können wir nach wie vor auf die wesentlichen Know-How-Träger zurückgreifen und die in der Vergangenheit aufgebauten Kundenbeziehungen weiter vertiefen.

Unsere Mitarbeiter werden im Rahmen der Konzernrichtlinien individuell nach Bedarf weitergebildet.

3. Darstellung der Ertragslage

Die vollständige Umstellung des Geschäftsmodells von Eigen- auf Kommissionsgeschäft wird weiterverfolgt. Im Geschäftsjahr konnte ein Konsignationslager zur Abrechnung direkt mit dem Werk umgestellt werden. Der verbleibende aus dem Eigengeschäft resultierende Umsatz von TEUR 9.187 ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 10.116) um 9,2% gefallen.

Die Kommissionserlöse sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 5.233) um etwas mehr als 26% auf TEUR 3.857 gefallen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 9 (VJ: TEUR 0). Diese bestehen einzig aus der Auflösung einer Rückstellung aus dem Vorjahr.

Der Materialaufwand inklusive der bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 9.042 (VJ: TEUR 10.077) ist mit 10,3 Prozent etwas stärker als die Umsatzerlöse gesunken. Dies ist durch den Ausgleich der Energiezuschlagskosten im laufenden Jahr zu erklären, wofür es im Vorjahr noch keine vertragliche Grundlage gab. Während im Vorjahr der Ausgleich für die Differenzen bei Schrott und Legierung bei TEUR 2 lag, betrugen diese im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 43. Hinzu kam der Ausgleich von TEUR 106 für die Differenzen beim Energiezuschlag (VJ: TEUR 0).

Die erwirtschaftete Marge (Verhältnis der Umsatzerlöse aus dem Eigengeschäft zum operativen Ergebnis) liegt mit 1,6 Prozent (VJ: 0,4 Prozent) aus vorgenannten Gründen deutlich über Vorjahresniveau. Unter Einbeziehung der Kommissionserlöse hat sie sich mit 30,7 Prozent (VJ: 34,4 Prozent) etwas verringert, da durch die fehlende Verkaufsmenge die Höhe der Kommissionserlöse von TEUR 5.233 im Vorjahr auf jetzt TEUR 3.857 gesunken ist.

Die übrigen operativen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.660 (VJ: TEUR 3.768) sind insgesamt um 2,9 Prozent gesunken. Während der Personalaufwand mit TEUR 2.708 auf gleichem Niveau zum Vorjahr (TEUR 2.669) blieb und die Abschreibungen nur unwesentlich von TEUR 12 auf TEUR 15 stiegen, blieben die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 937 um 13,9% deutlich unter den Vorjahreswerten (VJ: TEUR 1.087). Diese gegenläufigen Veränderungen erklären sich einerseits durch den verspäteten Übergang des Mitarbeiters in Österreich zum Vertriebsgebiet Osteuropa und der Übernahme der Mitarbeiter in den Niederlanden und andererseits durch den dadurch bedingten Wegfall der von uns getragenen Umlagekosten für das Vertriebsgebiet Benelux.

Die Finanzpositionen haben sich im Bereich der Aufwendungen nicht verändert, während sich die Zinserträge um mehr als das Dreifache deutlich erhöht haben. Dies ist durch den Erhalt von Guthabenzinsen in Höhe von TEUR 324 (VJ: TEUR 94) auf dem Cash-Pool Konto zu erklären.

Die laufenden Steuern von Einkommen und Ertrag betragen TEUR 219 (VJ: TEUR 542) und sind aufgrund des niedrigeren Ergebnisses entsprechend rückläufig.

Unser Ergebnis für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 403 (Budget: TEUR 1.306). Der EBIT ist mit TEUR 355 im Vergleich zum Budget mit TEUR 1.866 um TEUR 1.511 deutlich geringer ausgefallen. Der aus dem Eigengeschäft erzielte Gross Profit in Höhe von TEUR 146, die Kommissionserlöse in Höhe von TEUR 3.857 und die Mieterträge in Höhe von TEUR 2 liegen insgesamt mit TEUR 4.005 deutlich unter den budgetierten TEUR 5.447. Dies ist durch die fehlenden Kommissionserlöse in Höhe von TEUR 1.442 aufgrund der Differenz von etwas mehr als 56.000 Tonnen weniger verkaufter Menge von nur 118.600 Tonnen zu den budgetierten 175.000 Tonnen zu begründen. Auch die um TEUR 166 höher ausgefallenen Personalkosten von TEUR 2.708 (Budget TEUR 2.542) tragen zu diesem Ergebnis bei. Einzig die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 937 um TEUR 92 unter dem Budgetwert in Höhe von TEUR 1.029.

4. Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

Der wertmäßige Lagerbestand beträgt zum Stichtag TEUR 1.576 (VJ: TEUR 2.741) und ist damit um 43 Prozent geschrumpft. Dieser Rückgang ist durch die schon vorher beschriebene Umstellung eines Konsignationslagers zur Abwicklung direkt mit dem Werk zu erklären. Der verbleibende Bestand betrifft noch 2 Kunden, deren Lagerabwicklung noch über unsere GmbH läuft.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 1.626 (VJ: TEUR 2.275). Die Reichweite der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen DSO (Days Sales Outstanding) lag zum Bilanzstichtag bei 61 Tagen(VJ: 53 Tage). Diese spiegelt das Verhältnis der Kundenforderungen und der Umsatzerlöse wider. Die Überfälligkeiten zum Stichtag lagen wie schon im Vorjahr bei 0,0 Prozent.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 9.680 (VJ: TEUR 8.362). Sie beinhalten Kommissionsforderungen in Höhe von TEUR 663 (VJ: TEUR 753) und Cash-Pool Guthaben in Höhe von TEUR 9.017 (VJ: TEUR 7.609. Der Cash-Pool wird bei der Ovako AB, Stockholm, Schweden geführt.

Die sonstigen Forderungen wiesen zum Stichtag einen Betrag in Höhe von TEUR 56 (VJ: TEUR 51) aus. Sie bestehen im Wesentlichen aus Forderungen an externe Dienstleister in Höhe von TEUR 34, an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 17 und an ausländische Finanzbehörden (NL) in Höhe von TEUR 3.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betragen am Ende des Geschäftsjahres TEUR 15 (VJ: TEUR 21). Diese beinhalten im Wesentlichen Versicherungsleistungen.

Im Geschäftsjahr erreicht unsere Gesellschaft mit einem Eigenkapital von TEUR 8.079 eine Eigenkapitalquote von 62,2 Prozent (VJ: 57,0 Prozent).

Die Rückstellungen wiesen zum Stichtag einen Betrag in Höhe von TEUR 3.721 (VJ: TEUR 4.460) aus. Sie bestehen aus Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.631 (VJ: TEUR 2.819), Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 867 (VJ: TEUR 1.378) und sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 222 (VJ: TEUR 263).

Die Verbindlichkeiten betragen am Ende des Geschäftsjahres TEUR 1.194 (VJ: TEUR 1.336). Sie beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 30 (VJ: TEUR 26), Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 941 (VJ: TEUR 1.062) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 223 (VJ: TEUR 248).

5. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Im kommenden Wirtschaftsjahr 2024/25 bieten sich Chancen, die sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken können:

Der Druck auf die Industrie zu nachhaltigen Lösungen und zur Herstellung klimaneutraler Produkte nimmt zu. OEMs fordern von ihren Zulieferern den CO 2 -Fußabdruck für ihre Produkte zu reduzieren. Wir erwarten daher in den kommenden Jahren eine verstärkte Nachfrage nach Ovako-Stahl, der über die ressourcenschonende Elektrostahlroute bei einem Anteil von 97 Prozent recyceltem Stahl produziert wird und dessen CO 2 -Emissionen in der Produktion seit 2015 um 56 % reduziert worden sind.

Investitionen in die Infrastruktur durch die öffentliche Hand und privaten Unternehmen bieten der Stahlindustrie bedeutende Chancen. Groß angelegte Infrastrukturprojekte wie Verkehrsnetze, erneuerbare Energien und städtische Entwicklungsinitiativen können die Nachfrage nach Stahlprodukten intensivieren.

Weitere gute Vertriebschancen für unsere qualitativ hochwertigen Produkte bieten sich in den Anwendungsbereichen Agrarwirtschaft, Windenergie, Schiffbau sowie durch Nutzung der bestehenden Geschäftsbeziehungen mit japanischen Langstahlverbrauchern unserer Konzernobergesellschaft Nippon Steel mit Produktionsstätten in unserem Verkaufsgebiet.

Risiken

Im kommenden Wirtschaftsjahr 2024/25 sieht sich die Stahlindustrie weiterhin verschiedenen Risiken ausgesetzt, die die Geschäftsentwicklung beeinflussen können:

Eine weitere wirtschaftliche Stagnation in unserem deutschen Kernmarkt oder Unsicherheiten in Bezug auf die Nachfrage nach Stahlprodukten stellen ein erhebliches Risiko dar. Eine weiterhin schwache Bautätigkeit, eine ausbleibende Belebung der Automobilproduktion oder fehlende Investitionen in die Infrastruktur können zu einer geringeren Nachfrage nach Stahl führen und sich negativ auf Absatzvolumen und Umsatz auswirken.

Ovako steht im Wettbewerb mit internationalen und regionalen Stahlherstellern. Mit diesen tritt Ovako hauptsächlich in den Wettbewerb um Preise, Qualität und Liefertreue. Sollte das Unternehmen in einem dieser Punkte nicht mehr wettbewerbsfähig sein, könnten sich Kunden für Produkte und Serviceleistungen von Wettbewerbern entscheiden. Das Risiko eines Rückgangs der Nachfrage unserer Produkte sehen wir als hoch mit einer mittleren Wahrscheinlichkeit an.

6. Voraussichtliche Entwicklung

Nach einer Phase der Rezession stagniert die deutsche Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres 2024 auf einem schwachen Niveau. Es wird mit einem nur leichten Wirtschaftswachstum im 2. Halbjahr gerechnet. In den für den Stahlsektor relevanten Segmenten Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe herrscht weiterhin Auftragsmangel bzw. der vorhandene Auftragsbestand sinkt weiter. Nach in den letzten Monaten leichtem Optimismus schätzen die Unternehmen die Entwicklung der kommenden Monate wieder pessimistischer ein.

Für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland erwartet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in seiner Frühjahrprojektion für das Jahr 2025 ein reales Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,0%.

Die Nachfrage unserer Kunden und damit auch unser Auftragseingang haben sich in den vergangenen Monaten weiter abgeschwächt, allerdings geringer als noch im vergangenen Geschäftsjahr. In der ersten Hälfte des Kalenderjahres ging unser Auftragseingang im Vorjahresvergleich um annähernd 4 Prozent zurück. Unsere Verkaufszahlen liegen nach dem ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2023/24 um knapp 4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres können wir ein positives Ergebnis von TEUR 257 ausweisen.

In unserem im Januar 2024 aufgestellten Budget für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarteten wir bei einer prognostizierten Verkaufsmenge von knapp 153.000 Tonnen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 4.493 in Form von Kommissionserlösen. Umsatzerlöse im Eigengeschäft wurden, wie schon im Vorjahr, auf Grund der Fortführung der Umstellung des Geschäftsmodells von Eigen- auf Kommissionsgeschäft nicht separat budgetiert und ausgewiesen, sondern sind in der Prognose enthalten. Die Gesamtkosten hatten wir mit TEUR 3.860 kalkuliert. Unser EBIT würde damit bei TEUR 633 liegen.

Für die kommenden Monate rechnen wir nicht mit einer Erholung des Marktes und erwarten eine auf niedrigem Niveau verharrende Nachfragetätigkeit mindestens bis zum Jahresende. Vor diesem Hintergrund müssen wir davon ausgehen, dass wir unsere Mengen- und Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2024/25 nicht erreichen werden.

 

Erkrath, den 14. August 2024

OVAKO GmbH

Carsten Blank, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ovako GmbH, Erkrath

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ovako GmbH, Erkrath, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ovako GmbH, Erkrath für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. August 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer

Kathrin Jaeger, Wirtschaftsprüferin

Ovako GmbH, Erkrath Jahresabschluss zum 31. März 2024 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

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