NavVis GmbH
Blutenburgstraße 18, 80636 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Kniewasser seit 14.11.2025 | Geschäftsführer |
Finn Boysen seit 20.5.2021 | Geschäftsführer |
Felix Dr. Reinshagen seit 23.5.2013 | Geschäftsführer |
Georg Schroth seit 23.5.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
9 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 9 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NavVis GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen1.1 Das Geschäftsmodell NavVis GmbH ("NavVis") ist im Bereich Spatial Intelligence tätig. Das Unternehmen mit Hauptsitz in München wurde 2013 gegründet und erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet weltweit Produkte und Dienstleistungen für die digitale und dreidimensionale Umgebungserfassung zur anschließenden Visualisierung und anderweitigen Nutzbarmachungen der genannten Daten. Produkte und Kunden Die von NavVis entwickelte Technologie erlaubt eine effiziente und kostengünstige Erfassung von Umgebungen im dreidimensionalen Raum, die anschließend in Form eines "digitalen Zwillings" (Digital Twin) zur Verfügung gestellt wird. Die digitalen Zwillinge werden für eine Vielzahl von verschiedenen Aufgaben herangezogen, u.a. zur Erfassung der aktuellen Gegebenheiten bei Umbaumaßnahmen, zur Planung und Optimierung von Fertigungen, zur Koordination von Baumaßnahmen im Rahmen des Building Information Model (BIM) Ansatzes oder zur Dokumentation von (historischen) Gebäuden. Hardware In der Produktkategorie Hardware bietet NavVis GmbH Geräte an, die zur dreidimensionalen mobilen Datenerfassung von Umgebungen mittels Lasertechnologie im Innen- und Außenbereich dienen. Hierzu zählen insbesondere die aktuellen Geräte VLX 2 und VLX 3. Software In der Produktkategorie Software bietet NavVis GmbH verschiedene Softwarekomponenten an, die zur Erfassung, Verarbeitung und Nutzbarmachung der mit den oben genannten Geräten gesammelten 3D Informationen dienen. Hierunter fallen insbesondere die Produkte NavVis Cloud Processing und NavVis IVION. Projekte und Services In der Produktkategorie Projekte und Services bietet NavVis GmbH sowohl Dienstleistungen zur Projektdurchführung für die Umgebungserfassung als auch Supportdienstleistungen für die Nutzung der angebotenen Technologien an. NavVis Kunden lassen sich im Wesentlichen in zwei Kundengruppen unterscheiden. In der einen finden sich Großunternehmen (Enterprise) als Endkunden, die die erfassten Daten für ihren Betrieb bzw. zur Erweiterung des eigenen Produktangebots nutzen. Die andere umfasst sogenannte Laser Scanning Professionals (LSP), die die NavVis Technologie einsetzen, um ihrerseits Projekte für eigene Endkunden durchzuführen. 1.2 Organisation und Konzernstruktur NavVis GmbH mit Sitz in München ist die Hauptgesellschaft der NavVis Gruppe. Die NavVis GmbH ist in erster Linie eine Betriebsgesellschaft, in der neben Vermarktungs- und Vertriebstätigkeiten auch die Entwicklung und Produktion stattfinden. Darüber hinaus ist die NavVis GmbH auch die Muttergesellschaft der Tochtergesellschaften NavVis US, Inc. mit Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika, der NavVis UK Ltd mit Sitz im Vereinigten Königreich sowie der NavVis Information Technology (Shanghai) Co. Ltd. mit Sitz in der Volksrepublik China. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den direkten und indirekten Anteilsbesitz der NavVis GmbH zum 31. Dezember 2023:
1.3 Märkte NavVis teilt seine Absatzmärkte regional in die Märkte EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika), Americas (Nord- und Südamerika) sowie APAC (Asien-Pazifik), wobei Japan und China gesondert betrachtet werden. Der größte regionale Absatzmarkt im Geschäftsjahr 2023 war die Region EMEA. Innerhalb der regionalen Märkte wird des Weiteren nach Kundensegmenten bzw. Vertriebskanälen differenziert. So teilen sich EMEA und Americas weiter in ein Enterprise- und ein LSP-Geschäft auf. In regionalen Märkten ohne Präsenz in Form einer eigenen Rechtseinheit arbeitet NavVis regelmäßig mit Vertriebspartnern (Resellern) zusammen. 1.4 MitarbeiterInnen Während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte die NavVis GmbH durchschnittlich 311 Personen.(VJ: 270 Personen). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten um etwa 15% gestiegen. Diversity, Equity & Inclusion (DEI) sind für NavVis' Selbstverständnis und internationalen Vision von größter Bedeutung. Zum Jahresende 2023 beschäftige NavVis GmbH Mitarbeiter aus mehr als 60 unterschiedlichen Nationalitäten. Wir sind davon überzeugt, dass eine integrative Politik, Führung und gerechte Ressourcen ein besseres Arbeitsumfeld schaffen, in dem alle Mitarbeiter erfolgreich sein können. 1.5 Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten Die Fähigkeit, das bestehende Produktportfolio kontinuierlich weiterzuentwickeln und innovative Produkte und Produktverbesserungen auf den Markt zu bringen, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ein erfolgreiches Unternehmen im High-Tech Umfeld. NavVis legt einen wesentlichen Schwerpunkt auf seine Entwicklungsaktivitäten. Neben der kontinuierlichen Wartung und schrittweisen Verbesserung der bestehenden Produkte sind die Forschungs- und Entwicklungsteams auch für die Entwicklung neuer Funktionalitäten bzw. Produkte zuständig, wofür sie einen erheblichen Teil ihrer Zeit aufwenden. Die Fokussierung des Unternehmens auf Forschung und Entwicklung spiegelt sich auch im weiteren Personalaufbau in diesen Bereichen während des Geschäftsjahres wider. Die Entwicklungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2023 konzentrierten sich auf die Einführung des neuen VLX 3 sowie auf die Weiterentwicklung der bestehenden Softwareprodukte (siehe Abschnitt 1.1). NavVis steigerte dabei seine im Bereich R&D angestellten Mitarbeiter auf durchschnittlich 110 (VJ: 84). 1.6 Leistungsindikatoren Für die Zwecke der Unternehmensführung hat NavVis finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren festgelegt, um den Erfolg der Geschäftstätigkeit zu messen. Die folgenden Indikatoren werden als relevante Leistungsindikatoren für ein nachhaltiges Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Wertes von NavVis angesehen: • Umsatzerlöse • Jahresergebnis • Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitionstätigkeit • Diversity-Kennzahlen in Zusammenhang mit unseren Mitarbeitern Die Umsatzerlöse sind ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator für das Unternehmenswachstum und der bedeutsamste Leistungsindikator für die externe und interne Bewertung des Unternehmenserfolgs. Das Jahresergebnis liefert einen wichtigen Hinweis für die Kosteneffizienz der Leistungserbringung durch die Gesellschaft. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitionstätigkeiten spiegelt den Grad der Innenfinanzierungsfähigkeit des Unternehmens wider und dient als Indikator zur Beobachtung der Fortschritte des Unternehmens auf dem Weg zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für NavVis GmbH ist es als Arbeitgeber attraktiv zu sein, um auch weiterhin als Unternehmen schnell wachsen zu können. Dies gilt nicht nur für den lokalen, sondern auch für den internationalen Arbeitsmarkt. Insofern ist die Heterogenität (u.a. Anzahl der verschiedenen Nationalitäten) im Mitarbeiterpool hierfür ein wichtiger Indikator. Der finanzielle Leistungsindikator Umsatzerlöse ist für das Geschäftsjahr 2024 erstmalig als bedeutsamer Leistungsindikator definiert worden. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresfehlbetrag, der über dem des Geschäftsjahres 2022 (11,4 Mio. EUR) liegt, prognostiziert. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 liegt mit 25,9 Mio. EUR innerhalb der Prognose. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Makroökonomisches und branchenspezifisches Umfeld Makroökonomische Rahmenbedingungen Nach dem Auslaufen der Covid-19 Pandemie und der Entspannung der Versorgungsengpässe im Jahr 2022 hielt sich die Weltwirtschaft "im Jahr 2023 besser als erwartet, eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich aber noch nicht ab"1. Das - trotz Ende der Pandemie, Erholung von Rohstoff- und Energiepreise und nachlassender Inflation - verhaltene Wachstum wird auf die verbliebene Unsicherheit in der politischen Lage und in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie dem hohen Zinsniveau zurückgeführt. Nach einer Berechnung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (ifw) stieg die globale gesamtwirtschaftliche Produktion im Berichtsjahr um 3,1% und fiel damit etwas schwächer aus als im Jahr 2022 (3,3%). Für den Euroraum und für die USA wurden sogar ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum bestimmt: die Erwartung für den Euroraum für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2023 liegt bei nur 0,5%, das erwartete BIP-Wachstum für die Vereinigten Staaten von Amerika liegt bei 2,5%. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Dagegen sind die für die NavVis GmbH relevanten Märkte erneut signifikant gewachsen. Der Markt für Mobile Mapping ist nach Einschätzung von The Business Research Company in 2023 um 14% auf 40,7 Mrd. USD2 gestiegen. Fortune Business Insights schätzt den Markt für Digital Twins in 2023 auf 12,9 Mrd. USD und nimmt damit ein Wachstum um 45% gegenüber dem Vorjahr an3. 2.2 Geschäftsverlauf Trotz schwieriger Konjunkturbedingungen war das Geschäftsjahr 2023 bezüglich des Auftragseingangs erneut sehr erfolgreich, auch wenn sich dies noch nicht in einem Umsatzwachstum während des Berichtsjahres niederschlägt. Der Auftragseingang stieg um 26% gegenüber dem Vorjahr trotz der Umstellung auf ein neues Preismodell mit der zeitgleichen Markteinführung einer neuen Gerätegeneration. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1 Ertragslage Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge Aus den Auftragseingängen im Geschäftsjahr 2023 sowie aus Beauftragungen aus Vorperioden resultierten in 2023 Umsatzerlöse von 25,9 Mio. EUR (VJ: 27,4 Mio. Euro). Dies entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahr von -6%. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Umstellung des Preismodells während des Geschäftsjahres 2023 zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich von 1,4 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch rückläufige Währungskursgewinne bedingt. Aufwandspositionen Im Geschäftsjahr 2023 reduzierte sich der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2% auf 12,3 Mio. EUR (VJ: 12,5 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote stieg von 42,0% auf 44,3%, was unter anderem auf die Auswirkungen des neuen Preismodells zurückzuführen ist. Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 27,5 Mio. EUR (VJ: 21,2 Mio. EUR). Der Zuwachs ist unter anderem auf den unterjährigen (Netto-)Personalaufbau während des Jahres so wie den des Vorjahres 2022 zurückzuführen, der im Berichtsjahr erstmalig über den gesamten Zeitraum aufwandseitig wirkt. Des Weiteren stieg der Personalaufwand aufgrund eines höheren durchschnittlichen Vergütungsniveaus aufgrund einer Steigerung der durchschnittlichen Seniorität sowie inflationsbedingten Anpassungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 19% auf 9,4 Mio. EUR (VJ: 7,9 Mio. EUR). Die Zunahme ist ebenfalls auf den weiteren Unternehmensausbau sowie auf eine inflationsbedingte Erhöhung bei Sachkosten und externen Dienstleistungen zurückzuführen. Der Zinsaufwand erhöhte sich um 5,1 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR (VJ: 0,5 Mio. EUR). Grund hierfür ist die erstmalige Bilanzierung von Verpflichtungen aus Optionen, welche als Gegenleistung für die Gewährung von erhaltenen Darlehensbeträgen ausgegeben wurden. Ergebnisentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -25,9 Mio. EUR (VJ: -11,4 Mio. EUR) erwirtschaftet. Die Veränderung ist insbesondere auf die temporären Übergangseffekte des neuen Preismodells im Zusammenspiel mit dem gleichzeitigen weiteren Ausbau des Unternehmens, die erstmalige Bilanzierung von Bezugsrechten in Verbindung mit einer Fremdkapitalfinanzierung sowie inflations- und strukturell bedingten gestiegenen Personal- und Sachkosten zurückzuführen. 2.3.2 Vermögenslage Bilanzsumme Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 hat sich die Bilanzsumme der Gesellschaft um 1,4 Mio. EUR auf 41,1 Mio. EUR reduziert (31. Dezember 2022: 42,5 Mio. EUR). Während die langfristigen Vermögensgegenstände (Anlagevermögen) um 5,3 Mio. EUR auf 15,0 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 9,7 Mio. EUR) stiegen, verringerten sich die kurzfristigen Vermögensgegenstände um 13,0 Mio. EUR auf 19,3 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 32,3 Mio. EUR). Anlagevermögen Zum 31. Dezember 2023 umfassten die langfristigen Vermögensgegenstände der Gruppe immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen. Der Anstieg der langfristigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Finanzanlagen, die um 5,4 Mio. EUR auf 13,3 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 7,9 Mio. EUR) gestiegen sind. Der Anstieg im Finanzanlagevermögen resultiert aus weiteren Investitionen in die Tochtergesellschaften, im Wesentlichen Ausleihungen. Umlaufvermögen Der Reduktion des Umlaufvermögens zum 31. Dezember 2023 ist hauptsächlich auf den Rückgang der Guthaben bei Kreditinstituten um 11,3 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 17,0 Mio. EUR) zurückzuführen. Wesentlicher Grund hierfür war der weitere Ausbau der Geschäftsaktivitäten. Die Vorräte erhöhten sich zum 31. Dezember 2023 im Vorjahresvergleich um 2,7 Mio. EUR auf 8,7 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 6,0 Mio. EUR) insbesondere aufgrund der Einführung einer weiteren Gerätegeneration. Die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 5,3 Mio. EUR) ist stichtagsbedingt. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1,9 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 ist im Wesentlichen durch den Anstieg der Ausleihungen bedingt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Erhöhung des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zum 31. Dezember 2023 um 2,9 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 0,5 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf das Disagio in Zusammenhang mit den ausgegebenen Optionsrechten zurückzuführen (2,6 Mio. EUR). Eigenkapital Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 -3,4 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 12,3 Mio. EUR) und lag damit um 15,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2023 -8% (31. Dezember 2022: 29%). Es besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 3,4 Mio. EUR, erklärt durch den Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr. Die handelsrechtliche bilanzielle Überschuldung führt bei einer mittelfristig gegebenen Zahlungsfähigkeit nicht zu einer insolvenzrechtlichen Überschuldung. Dies gilt soweit die Fortführung des Unternehmens überwiegend wahrscheinlich ist und die Zahlungsfähigkeit gegeben ist und/oder stille Reserven (bspw. aus selbst erstellter Software) zur Deckung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags vorhanden sind. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Zum 31. Dezember 2023 stiegen die Rückstellungen der Gesellschaft um 7,9 Mio. EUR auf 9,9 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 2,0 Mio. EUR) - im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Bilanzierung von Verpflichtungen aus Optionen, welche als Gegenleistung für die Gewährung von erhaltenen Darlehensbeträgen ausgegeben wurden, von höheren Urlaubs- und Bonusrückstellungen sowie Rückstellungen für Jahresabschlusstätigkeiten. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sanken zum 31. Dezember 2023 um 0,4 Mio. EUR auf 23,3 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 23,7 Mio. EUR. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme lag am 31. Dezember 2023 mit 57% (31. Dezember 2022: 56%) etwas über dem Niveau des Vorjahres. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten stieg gegenüber dem Vorjahr zum 31. Dezember 2023 um 3,4 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR an (31. Dezember 2022: 4,5 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zunahme des Lizenzgeschäfts während des Geschäftsjahres zurückzuführen. 2.3.3 Finanzlage Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements NavVis GmbH ist ein mit Risikokapital finanziertes High-Tech-Unternehmen, das ein starkes Wachstum anstrebt. Die Liquidität des Unternehmens war während des Berichtsjahres gesichert. Die Geschäftsführung der NavVis GmbH überprüft regelmäßig die gesamten Barmittel und Barmitteläquivalente der Gruppe. Im Rahmen dieser Überprüfung berücksichtigt das Management die Gesamtliquidität, die Mittelabflüsse und die Refinanzierungsaktivitäten (durch Ausgabe von Eigenkapital bzw. Aufnahme von Fremdkapital), um die Liquidität der Gruppe und den Wert des Eigenkapitals zu sichern. Analyse der finanziellen Situation Die Nettoliquidität (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen abzüglich verzinslicher Finanzverbindlichkeiten) belief sich zum 31. Dezember 2023 auf -10,7 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 5,6 Mio. EUR). Der Rückgang der Nettoliquidität gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus der Verringerung der liquiden Mittel, die sich aus den folgenden Cashflows ergibt. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete NavVis GmbH einen operativen Cashflow von -15,3 Mio. EUR (VJ: -13,5 Mio. EUR). Damit ergab sich eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr von -1,8 Mio. EUR. Der erhöhte Liquiditätsbedarf erklärt sich insbesondere durch höhere Auszahlungen im Bereich Personal. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten betrug im Geschäftsjahr 2023 aufgrund von weiteren Investitionen in Tochtergesellschaften -6,0 Mio. EUR (VJ: -3,3 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2023 erhielt die Gesellschaft einen Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 10,2 Mio. EUR. Im Vorjahr 2022 wurde kein Eigenkapital ausgegeben. Darüber hinaus führten Zinszahlungen sowie erhaltene Zinszahlungen zu einem Nettomittelabfluss in Höhe von 0,2 Mio. EUR (2022: -0,2 Mio. EUR). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 5,7 Mio. EUR im Vergleich zu 17,0 Mio. EUR zum Bilanzstichtag der Vorperiode. Diese Änderung ergab sich aus dem Saldo der dargestellten Zahlungsströme. 3 PrognoseberichtErwartete makroökonomische Situation Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine weitere Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen erwartet. Die Rohstoff- und Energiepreise sowie die Inflation sind deutlich gesunken und die internationalen Lieferketten funktionieren wieder besser. Dennoch verbleibt Unsicherheit aufgrund von militärischen Konflikten (Ukraine, Israel) und politischen Spannungen (USA/China, Russland) sowie anstehenden Wahlen (USA). Diese Unsicherheit sowie das weiterhin hohe Niveau bei den Leitzinsen dürfte sich auch weiterhin grundsätzlich dämpfend auf die Investitionsbereitschaft von Unternehmen auswirken4. Für den Euroraum geht das Kiel Institut für Weltwirtschaft (ifw) für 2024 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,7% (2023: 0,5%) aus. Des Weiteren wird eine Inflationsrate von 2,3% (2023: 5,4%) und eine Arbeitslosenquote von 6,4% (2023: 6,5%) erwartet. Für die Vereinigten Staaten von Amerika geht das Kiel Institut für Weltwirtschaft (ifw) für 2024 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,1% (2023: 2,5%) aus. Des Weiteren wird eine Inflationsrate von 2,9% (2023: 4,1%) und eine Arbeitslosenquote von 3,7% (2023: 3,6%) erwartet. Für das Vereinigte Königreich geht das Kiel Institut für Weltwirtschaft (ifw) für 2024 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,4% (2023: 0,1%) aus. Des Weiteren wird eine Inflationsrate von 3,6% (2023: 7,2%) und eine Arbeitslosenquote von 3,8% (2023: 4,0%) erwartet. Für die Volksrepublik China geht das Kiel Institut für Weltwirtschaft (ifw) für 2024 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 4,4% (2023: 5,2%) aus. Des Weiteren wird eine Inflationsrate von 0,6% (2023: 0,2%) erwartet. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Übereinstimmend prognostizieren Marktbeobachter trotz aller globalen Krisen - möglichweise auch durch diese beschleunigt - weiterhin eine dynamische Entwicklung mit zweistelligen Marktwachstumsraten in den Märkten für Mobile Mapping und Digital Twins. Die Marktforscher von The Business Research Company erwarten für 2024 ein Wachstum des weltweiten Mobile Mapping Marktes um 17% auf 47,8 Mrd. USD5. Die Marktforscher von Fortune Business Insights erwarten für 2024 ein Wachstum des globalen Mobile Digital Twin Marktes um 37% auf 17,7 Mrd. USD6. Prognose Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die NavVis GmbH trotz der anhaltend herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage ein Umsatzwachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Umsatz im Geschäftsjahr 2023. Unsere Prognose stützt sich dabei vor allem auf die folgenden Prämissen: • Eintritt der prognostizierten Marktentwicklung • Planmäßige Skalierung bestehender Märkte und Partner • Planmäßige Markteinführung von neuen Produktinnovationen 4 Chancen- und RisikoberichtRisikomanagement Das Identifizieren von Risiken und Ergreifen von Maßnahmen zur Risiko-Reduzierung sind eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der NavVis GmbH. Aus diesem Grund hat die NavVis GmbH ein Risikomanagement etabliert, welches den Konformitätsanforderungen der ISO9001 und ISO27001 entspricht. Hierdurch wird sichergestellt, dass Risiken zeitnah erkannt und gemäß internen Richtlinien behandelt werden. Hierfür werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkung eines potenziellen Risikos bewertet. Die hierfür möglichen Bewertungsstufen sind "niedrig", "mittel", "hoch" und "sehr hoch". Eine Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung ergibt am Ende das potenzielle Gesamtrisiko und die mögliche Auswirkung auf die Erreichung der Prognose bzw. auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Bewertung der Chancen erfolgt analog. NavVis GmbH hat sich hierbei ein enges Raster zum Ziel gesetzt. So wird bereits eine Eintrittswahrscheinlichkeit über 60% sowie eine Auswirkung von über 1 Mio. EUR mit "sehr hoch" bewertet. Nachfolgend wird auf ausgewählte Chancen und Risiken hingewiesen, die die Erreichung der prognostizierten bedeutsamen Leistungsindikatoren beeinflussen könnten. Chancen Chancen durch die weitere Erschließung wachsender Märkte und durch den Ausbau bestehender Partnerschaften Für das kommende Geschäftsjahr sieht NavVis signifikante Chancen in der Steigerung des Umsatzes in Märkten, in denen die die Gesellschaft bereits in 2023 selbst oder über Vertriebspartner aktiv war. Hierfür ist die Intensivierung der Zusammenarbeit mit bei den bestehenden Vertriebspartnerschaften geplant. Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, den Umsatz zu steigern, sondern wirken sich auch positiv auf die Marktdurchdringung und die internationale Markenbildung aus. Die Bedeutung der Chance wird als hoch eingeschätzt. Chancen durch die Erschließung weiterer Kundengruppen in regionalen Märkten NavVis GmbH sieht eine wesentliche Chance in der Gewinnung von Großkunden in bestehenden regionalen Märkten, in denen diese Kundengruppe noch nicht im Fokus der Vertriebsaktivitäten stand. Die Bedeutung der Chance wird als hoch eingeschätzt. Chancen durch weitere Produktinnovationen NavVis GmbH plant auch für das kommende Geschäftsjahr mehrere Produktverbesserungen und Produktinnovationen, die den Einsatz der NavVis Technologie weiter vereinfach und erweitern sowie die Qualität der generierten Punktwolken weiter verbessern wird. Die Bedeutung der Chance wird als sehr hoch eingeschätzt. Gesamtaussage zum Chancenbericht Insgesamt wird die Bedeutung der Chancen als hoch eingeschätzt. Im Vorjahresvergleich ergibt sich keine Änderung. Operationelle Risiken Konjunktur und Marktrisiken Es besteht das Risiko, dass potenzielle Kunden ihre Entscheidung für eine Investition in die NavVis Technology aufgrund konjunktureller Unsicherheiten, geringer Auftragslage, Budgetzwängen oder Finanzierungsschwierigkeiten verschieben. Um dieses Risiko zu verringern, wird Kunden im Kundensegment Laser Scanning Professionals die Möglichkeit angeboten sich als NavVis Mapping Partner zu qualifizieren und somit als Subdienstleister von NavVis in zusätzliche Projekte eingebunden zu werden. Des Weiteren bietet NavVis eine enge Zusammenarbeit mit den Finanzierungspartner (Banken, Leasingfirmen) der Kunden an. Zudem prognostizieren Marktexperten ein Marktwachstum im zweistelligen Prozentbereich, so dass - falls erforderlich - relativ schnell alternative Absatzmöglichkeiten identifiziert werden können. Aufgrund der genannten und weiteren Maßnahmen und Rahmenbedingungen sowie der eng gesteckten Risikomatrix wird die Bedeutung dieses Risikos als mittel eingestuft. Rechtliche und steuerliche Risiken Rechtliche und steuerliche Risiken ergeben sich aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb, stellen jedoch kein relevantes Risiko dar und werden von ihrer Bedeutung her als niedrig eingestuft. Störungen in den Lieferketten Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass für die Produktion der Hardware notwendige Komponenten aufgrund von Lieferengpässen nicht oder nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. NavVis GmbH adressiert dieses Risiko proaktiv, u.a. durch einen weit vorausschauenden Einkauf, durch erhöhte Lagerbestände, durch multiple Bezugsquellen sowie durch die kontinuierliche und systematische Identifikation von möglichen Alternativkomponenten. Diese Strategie hat sich bereits in der Vergangenheit als erfolgreich erwiesen. Die Bedeutung dieses Risikos wird als niedrig eingestuft. Informationssicherheit und Datenschutz Es besteht das Risiko eines Hackerangriffs bzw. eines Datenlecks, bei dem sensible Daten öffentlich zugänglich bzw. an nicht berechtige Dritte gelangen können oder die Systeme aufgrund von Manipulationen nicht mehr zugänglich oder bestimmungsgemäß betrieben werden können. NavVis GmbH hat verschiedene interne Sicherheitsmaßnahmen technischer und organisatorischer Art installiert und führt regelmäßig Penetrationstests, Schwachstellenscans und Bedrohungsanalysen durch unabhängige Dritte durch. Darüber hinaus lässt NavVis GmbH regelmäßig TISAX und ISO 27001 Audits durchführen und ist entsprechend zertifiziert. Entsprechend werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult. Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen wird die Bedeutung des verbleibende Risiko als mittel eingestuft. Finanzielle Risiken Ausfallrisiko Grundsätzlich besteht das Risiko möglicher Zahlungsausfälle von Kunden, die sich negativ auf das Ergebnis und den Cashflow auswirken würden. Um das Risiko zu verringern, werden kunden- bzw. kundensegmentspezifischen sowie länderspezifische Zahlungsziele vereinbart und nachgehalten. Des Weiteren erlaubt eine cloudbasierte Softwareleistung die sofortige Einstellung der erbrachten Leistungen im Falle eines Zahlungsverzugs oder -ausfalls, wodurch die kostenseitigen Folgen einer solchen Situation limitiert werden können. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen wird die Bedeutung des Risikos als niedrig eingestuft. Wechselkursrisiko Das Geschäft der NavVis GmbH unterliegt aufgrund ihrer internationalen Tätigkeiten grundsätzlich Wechselkursschwankungen. Wo möglich und sinnvoll werden auf Verträge in Euro geschlossen. Für das verbleibende Wechselkursrisiko werden selektiv Mitigationsmaßnahmen vorgenommen. Des Weiteren zeigen Bankenprognosen, dass die für 2024 zu erwartenden Wechselkursschwankungen in den für NavVis relevanten Währungen als gering erwartet werden. Die Bedeutung des Risikos wird als niedrig eingestuft. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Gesellschaft Schwierigkeiten bei der Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen hat. Der Ansatz für das Liquiditätsmanagement besteht darin, genügend Barmittel bereitzuhalten, um ihren Verpflichtungen bei Fälligkeit sowohl unter normalen als auch unter angespannten Bedingungen nachzukommen. NavVis GmbH steuert die Liquiditätsrisiken durch die kontinuierliche und enge Überwachung der ein- und ausgehenden Liquiditätsflüsse mit entsprechend verbundenen Prognosen und Sensitivitätsanalysen. Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 verfügt die Gesellschaft über Guthaben bei Kreditinstituten von 5,7 Mio. EUR welche sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 Mio. EUR verringert haben. Nach dem Ablauf des Geschäftsjahres erhielt die Gesellschaft im Rahmen einer Kapitalerhöhung im Januar 2024 zusätzliches Kapital in Form von liquiden Mitteln in Höhe von 10,0 Mio. EUR. Im Weiteren sollen ca. EUR 1 Mio. im zweiten Quartal 2024 im Rahmen einer weiteren Kapitalerhöhung zufließen. Im Geschäftsjahr 2025 wird eine Folgefinanzierung für am 12.06.2025 fällige Finanzierungskredite in Höhe von TEUR 10.000 zzgl. Zinsen erforderlich werden. Zudem könnten zurückgestellte Verpflichtungen bis zu TEUR 3.701 aus dem Erfüllungswahlrecht der gewährten Optionen für erhaltene Darlehensbeträge als Barauszahlung fällig werden. Die Gesellschaft ist bereits in Gesprächen bezüglich der Refinanzierung der Finanzierungskredite und der Finanzierung der möglichen Barauszahlung aus der Optionsverpflichtung. Sollte eine (Re-)Finanzierung im notwendigen Umfang nicht zu Stande kommen, könnte dies Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen. Letztere erfordert zudem weiteres Umsatzwachstum, um eine ausreichende Innenfinanzierung sicher zu stellen. Der Fortbestand der Gesellschaft ist daher insbesondere von einer Refinanzierung der auslaufenden Darlehen und der Finanzierung der Optionsverpflichtungen sowie vom Erreichen des Umsatzwachstums oder alternativ von weiterer finanzieller Unterstützung durch aktuelle und ggf. neue Gesellschafter abhängig. Vor diesem Hintergrund bestehen wesentliche Unsicherheiten, welche bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Die Gesellschaft ist daher möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Gesamtaussage zum Risikobericht Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Insgesamt wird die Bedeutung der Risken als mittel eingeschätzt. Wie bereits im oberen Absatz beschrieben besteht jedoch hinsichtlich der Finanzierung/Liquidität ein bestandsgefährdendes Risiko.
München, den 11. April 2024 Die Geschäftsführung gez. Dr. Felix Reinshagen gez. Jeno Schadrack gez. Dr. Georg Schroth gez. Finn Boysen 1 https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6aa6a98f-44b7-4fb4-8e1f-de5a57d2ca3e-KKB_111_2024-Q1_Welt.pdf 2 https://www.thebusinessresearchcompany.com/report/mobile-mapping-global-market-report 3 https://www.fortunebusinessinsights.com/digital-twin-market-106246 4 https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6aa6a98f-44b7-4fb4-8e1f-de5a57d2ca3e-KKB_111_2024-Q1_Welt.pdf 5 https://www.thebusinessresearchcompany.com/report/mobile-mapping-global-market-report 6 https://www.fortunebusinessinsights.com/digital-twin-market-106246 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023NavVis GmbH, MünchenALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS 1. Grundsätzliche Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung. Vorjahreswerte sind in Klammern angegeben. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma NavVis GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 205407 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist München. A. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN Die im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der NavVis GmbH wurden beibehalten mit Ausnahme der Umgliederungen von in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen und von in den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Umgliederungen entsprechend zum 31. Dezember 2022 vorgenommen. Zum 31. Dezember 2023 wurde zudem erstmalig eine Verpflichtung aus der Gewährung von Optionen als Gegenleistung für erhaltene Darlehensbeträge bilanziert. Weitere Informationen hierzu finden sich in den Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 1. Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 246 ff. HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern"). 2. Bewertungsmethoden Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundlegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren für EDV-Programme und Lizenzen, sofern die Nutzungsdauer beschränkt ist, und für gewerbliche Schutzrechte und Patente 10 bis 20 Jahre. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter EUR 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Anlagegüter zwischen einem Wert in Höhe von EUR 250,01 bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr planmäßig in voller Höhe abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen Technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten in Form von Produktions- und Lagerkosten sowie sonstigen Gemeinkosten einbezogen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurde die gewogene Durchschnittsmethode verwendet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundlegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1-6 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundlegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1 bis 15 Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 250,00 werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Anlagegüter zwischen einem Wert in Höhe von EUR 250,01 bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr planmäßig in voller Höhe abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Ausleihungen an verbundene Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nominalwert bilanziert. Kurzfristige Ausleihungen in Höhe von TEUR 2.991 werden unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesen, da mit einer Verlängerung der Ausleihung zu rechnen ist. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens ihren Buchwert zum Bilanzstichtag unterschreiten und damit nicht mehr werthaltig sind, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten und -nebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen unter Inanspruchnahme der Wahlmöglichkeit der §§ 256 S. 2 i. V. m. 240 Abs. 4 HGB (gewogene Durchschnittsmethode) angesetzt. Abschläge für Ungängigkeit werden vorgenommen, soweit erforderlich. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Fertige und unfertige Erzeugnisse und Leistungen werden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten, die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtig sind, anteilige Gemeinkosten in Form von Produktions- und Lagerkosten sowie sonstigen Gemeinkosten einbezogen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurde die gewogene Durchschnittsmethode verwendet. Abschläge für Ungängigkeit werden vorgenommen, soweit erforderlich. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Geleistete Anzahlungen sind zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch Erfassung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit dem Nennwert angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Darüber hinaus wird der Unterschiedsbetrag zwischen Erfüllungsbetrag und Ausgabebetrag einer Verbindlichkeit (Disagio) als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten angesetzt und durch planmäßige jährliche Abschreibung getilgt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert bewertet. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei der Ermittlung von Gewährleistungsrückstellungen wurden Erfahrungswerte berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend der Restlaufzeit abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einzahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Grundlagen der Währungsumrechnung Fremdwährungsposten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. Grundlagen der Umsatzrealisierung Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt mit Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums bzw. mit Leistungserbringung. Bei zeitlich limitierten Softwarelizenzen erfolgt die Realisierung anteilig der Laufzeit. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich zukünftig insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer zukünftigen Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergaben sich ausschließlich aktive latente Steuern, welche nicht bilanziert wurden. Derivative Finanzinstrumente NavVis hat Optionen als Gegenleistung für die Gewährung von erhaltenen Darlehensbeträgen ausgegeben. Es handelt sich hierbei um verkaufte Optionen. Der für das Eingehen dieser Stillhalterverpflichtungen erhaltene Betrag (= Stillhalterprämie) wurde passiviert. Da die Optionen ein Erfüllungswahlrecht beinhalten, erfolgte der Ansatz als Sonstige Rückstellung. Zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag wird der Wert der Option ermittelt und, sofern dieser die anfängliche Stillhalterprämie übersteigt, aufwandswirksam eine Drohverlustrückstellung (ebenfalls unter den Sonstigen Rückstellungen) passiviert. Sinkt der Wert der Option, wird die Drohverlustrückstellung ertragswirksam aufgelöst. Die Sonstige Rückstellung in Höhe der Stillhalterprämie bleibt jedoch stets unverändert. B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagespiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (in TEUR) stellen sich zum 31.12.2023 hinsichtlich Restlaufzeiten und davon-Angaben folgendermaßen dar:
Die auf die Ausleihungen an verbundene Unternehmen entfallende Zinsforderung ist unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und beläuft sich auf TEUR 323 (Vorjahr TEUR 111), davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (Vorjahr TEUR 16). 3. Latente Steuern Für 2023 ergibt sich aus den sonstigen Rückstellungen eine aktive latente Steuer aus temporären Differenzen. Zudem besteht eine aktive Steuerlatenz aufgrund bislang nicht genutzter körperschaftsteuerlicher und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge, die mangels Werthaltigkeit nicht angesetzt werden kann. Die Bewertung erfolgt mit einem kombinierten Ertragssteuersatz von 33 %. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz aktiver latenter Steuern wird nicht ausgeübt. 4. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 67.339 (Vorjahr EUR 63.990). Die Differenz ergibt sich aus der Ausgabe von 3.349 neuen Anteilen mit einem Nennwert von je EUR 1 im Rahmen einer in 2023 durchgeführten Finanzierungrunde. Kapitalrücklage Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 75.636 (Vorjahr TEUR 65.440). Die Erhöhung zum Vorjahr ergibt sich aus der Ausgabe von 3.349 neuen Anteilen im Rahmen einer in 2023 durchgeführten Finanzierungsrunde. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Zum Bilanzstichtag liegt ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag i.H.v. TEUR 3.410 (Vorjahr TEUR 0) vor. Im Nachtragsbericht des Anhangs finden sich weitere Informationen hierzu. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 insgesamt auf TEUR 9.878 (Vorjahr TEUR 1.980) und bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Bezugsrechte Dritter in Verbindung mit einer Fremdkapitalfinanzierung TEUR 6.508 (Vorjahr TEUR 0) und für daraus drohende Verluste aus schwebenden Geschäften TEUR 573 (Vorjahr TEUR 0), für Bonuszahlungen TEUR 893 (Vorjahr TEUR 643), für Urlaub TEUR 737 (Vorjahr TEUR 474) und für ausstehende Rechnungen TEUR 692 (Vorjahr TEUR 757). Die Gesellschaft hat ein virtuelles Beteiligungsprogramm für ihre Mitarbeiter eingerichtet. Dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 15.3.2017 (I R 11/15) folgend, wurden hierfür keine Rückstellungen gebildet. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Darlehen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 20.000 (Vorjahr TEUR 20.000). Die resultierenden Zinsverbindlichkeit aus den Darlehen gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 984 (Vorjahr TEUR 734). Im Zusammenhang mit den oben genannten Darlehen hat NavVis eine Optionsrechtsvereinbarung mit dem Darlehensgeber geschlossen. Durch die Optionsrechtsvereinbarung erhält der Darlehensgeber von NavVis als Stillhalter unabhängig von dem Darlehen ein selbstständiges Recht, eine bestimmte Anzahl an Geschäftsanteilen zu einem Ausübungspreis von EUR 1,00 zu erwerben. Alternativ zum Anteilserwerb steht dem Optionsberechtigten bei Eintritt bestimmter Triggering Events das Recht zu, einen entsprechenden Barausgleich zu verlangen. Aufgrund der Optionsrechtsvereinbarung entfiel ein Teil der erhaltenen Darlehensbeträge auf die für die ausgegebenen Optionsrechte (= Stillhalterprämie). Für den Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Erfüllungsbetrag der Darlehensverbindlichkeit und dem Auszahlungsbetrag, der auf die reinen Darlehenstranchen entfällt, wurde ein Disagio in Höhe von TEUR 6.508 angesetzt. Dieses wird in der Folge aufwandswirksam aufgelöst. Zum Stichtag beläuft sich das Disagio auf TEUR 2.635. Der beizulegende Zeitwert der Optionsrechte beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 7.082. Für die Bewertung der Optionsrechte zum beizulegenden Zeitwert sind Annahmen zu treffen, da diese nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden. Die Gesellschaft verwendet eine Monte-Carlo-Simulation zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Bezugsrechte, das heißt, er ergibt sich als Mittelwert von Optionswerten, die auf Basis einer Vielzahl möglicher Szenarien ermittelt wurden, unter Einbeziehung des nicht notierten Anteilspreises der Gesellschaft und der historischen Aktienvolatilität einer Peer-Gruppe als wesentliche Inputfaktoren. Zur Ermittlung des Preises der Anteile der Gesellschaft wurde die letzte Finanzierungsrunde herangezogen. Der Buchwert der ausgereichten Optionsrechte setzt sich zusammen aus der Stillhalterprämie in Höhe von TEUR 6.508, die in den Sonstigen Rückstellung erfasst wurde, und TEUR 573 Drohverlustrückstellung, die ebenfalls unter den Sonstigen Rückstellungen angesetzt ist. Zum 31.12.2022 hätte das Disagio TEUR 3.936 betragen. Der beizulegende Zeitwert der Optionsrechte betrug im Vorjahr TEUR 7.720. Der Buchwert der Optionsrechte hätte sich zum 31.12.2022 aus der Stillhalterprämie in Höhe von TEUR 6.508 und einer Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 1.211, beides ausgewiesen in den Sonstigen Rückstellungen, zusammengesetzt. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 356 (Vorjahr TEUR 541). Es handelt sich in voller Höhe um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Fristigkeit der Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten (in TEUR) stellen sich zum 31.12.2023 hinsichtlich Restlaufzeiten und davon-Angaben folgendermaßen dar:
C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Im Jahr 2023 erzielte die NavVis GmbH Umsatzerlöse von TEUR 25.865. Hiervon entfielen TEUR 11.038 (Vorjahr TEUR 12.940) auf den Verkauf von Hardware, TEUR 11.267 (Vorjahr TEUR 9.942) auf das Softwaregeschäft und EUR 3.560 (Vorjahr TEUR 4.487) auf das Geschäft mit Projekten und anderen Services. Es entfielen TEUR 7.120 (Vorjahr TEUR 7.087) auf Umsätze mit Kunden in Deutschland, TEUR 5.786 (Vorjahr TEUR 5.049) auf Umsätze mit Kunden in der EU und TEUR 12.959 (Vorjahr TEUR 15.233) auf Kunden in Drittländern. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 357 (Vorjahr TEUR 644) ausgewiesen. Des Weiteren wurden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR -7) erzielt. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 9.395 (Vorjahr TEUR 7.937) und enthalten im Wesentlichen Fremdleistungen und Fremdarbeiten, Mieten für unbewegliche Gegenstände, Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten, Werbekosten, Mieten für Lizenzen und Ausgangsfrachten und Einstellungen in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen TEUR 811 (Vorjahr TEUR 410) aus Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Des Weiteren sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 82) enthalten. D. SONSTIGE ANGABEN 3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 311 Personen.
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 1.380 bis zum Jahr 2027. Für die chinesische Tochtergesellschaft wurde im Jahr 2019 eine Patronatserklärung abgegeben. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Position sowie der im Rahmen der Geschäftsplanung prognostizierten zukünftigen Entwicklung als gering eingeschätzt. Zum 31.12.2023 bestehen offene Abnahmeverpflichtungen aus Einkaufsverträgen für Produktionsmaterial in Höhe von TEUR 3.251 bis März 2025. 5. Verbundene Unternehmen Die NavVis GmbH ist zum 31.12.2023 an folgenden Unternehmen beteiligt:
Die Beträge in der Tabelle sind jeweils in der Landeswährung der entsprechenden Tochtergesellschaften angegeben. Zum Abschlussstichtag gelten folgende Devisenkassamittelkurse: 1 EUR entspricht 1,1050 USD, 7,8509 CNY und 0,8691 GBP. 6. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bis heute: - Dr. Felix Reinshagen, Chief Executive Officer, München - Jeno Schadrack, CFA, Chief Financial Officer, Herrsching am Ammersee - Dr. Georg Schroth, Chief Technology Officer , München - Finn Boysen, Chief Revenue Officer, München 7. Bezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 936 (Vorjahr TEUR 948). Darüber hinaus erhält die Geschäftsführung Bezüge in Form von virtuellen Beteiligungen. 8. Bezüge des Beirats Die Bezüge des Beirats für das Geschäftsjahr 2023 betragen TEUR 44 (Vorjahr TEUR 44). 9. Abschlussprüferhonorar Die Honorare des Abschlussprüfers für Prüfungs- und Beratungsleistungen betragen für 2023 TEUR 286. Hiervon entfallen TEUR 286 auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 0 auf andere Bestätigungsleistungen, TEUR 0 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 0 auf sonstige Leistungen. 10. Nachtragsbericht Nach dem Ablauf des Geschäftsjahres erhielt die Gesellschaft im Rahmen einer Kapitalerhöhung im Januar 2024 zusätzliches Kapital in Höhe von TEUR 10.002. Davon entfallen EUR 3.281 auf Einzahlungen in das gezeichnete Kapital für 3.281 neu ausgegebene Anteile mit einem Nennwert von je EUR 1 und TEUR 9.998 auf Einzahlungen in die Kapitalrücklage. Im Weiteren sollen ca. EUR 1 Mio. im zweiten Quartal 2024 im Rahmen einer weiteren Kapitalerhöhung der NavVis GmbH zufließen. Im Geschäftsjahr 2025 wird eine Folgefinanzierung für am 12.06.2025 fällige Finanzierungskredite in Höhe von TEUR 10.000 zzgl. Zinsen erforderlich werden. Zudem könnten zurückgestellte Verpflichtungen bis zu TEUR 3.701 aus dem Erfüllungswahlrecht der gewährten Optionen für erhaltene Darlehensbeträge als Barauszahlung fällig werden. Die Gesellschaft ist bereits in Gesprächen bezüglich der Refinanzierung der Finanzierungskredite und der Finanzierung der möglichen Barauszahlung aus der Optionsverpflichtung. Sollte eine (Re-)Finanzierung im notwendigen Umfang nicht zu Stande kommen, könnte dies Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen. Letztere erfordert zudem weiteres Umsatzwachstum, um eine ausreichende Innenfinanzierung sicher zu stellen. Der Fortbestand der Gesellschaft ist daher insbesondere von einer Refinanzierung der auslaufenden Darlehen und der Optionsverpflichtungen sowie vom Erreichen des Umsatzwachstums oder alternativ von weiterer finanzieller Unterstützung durch aktuelle und ggf. neue Gesellschafter abhängig. Vor diesem Hintergrund bestehen wesentliche Unsicherheiten, welche bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Die Gesellschaft ist daher möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. 11. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 25.912 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 53.201 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 11. April 2024 Die Geschäftsführung gez. Dr. Felix Reinshagen gez. Jeno Schadrack gez. Dr. Georg Schroth gez. Finn Boysen Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.05.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die NavVis GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NavVis GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NavVis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Nachtragsbericht" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "Liquiditätsrisiko" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft vom Erreichen des Umsatzwachstums sowie der Refinanzierung auslaufender Darlehen und Optionsverpflichtungen durch Fremdkapitalgeber oder alternativ von weiterer finanzieller Unterstützung durch aktuelle und ggf. neue Gesellschafter abhängig ist. Wie in Abschnitt "Nachtragsbericht" im Anhang und Abschnitt "Liquiditätsrisiko" im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 11 April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer ppa. Uta Menne, Wirtschaftsprüferin |
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Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
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Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Beteiligungsgesellschaften
Wärme- und Kältehandel
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen