Beteiligungsgesellschaften
THORLABS GmbH
Münchner Weg 1, 85232 Bergkirchen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carolin Wolke seit 13.10.2025 | Prokura |
Julien Dr. Vigroux seit 20.12.2022 | Geschäftsführer |
Bruno Dr. Gross seit 20.12.2022 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Thorlabs. Inc. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
THORLABS GmbHBergkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Thorlabs GmbH hat ihren Sitz in Bergkirchen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 85345 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. Bei Wahlrechten im Zusammenhang mit Vermerkangaben wurden zur Wahrung der Übersichtlichkeit die Angaben im Anhang gemacht. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem Gliederungsschema gemäß § 266 HGB i. V. m. § 42 GmbHG; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Für geringwertige abnutzbare bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens kommen unter Berücksichtigung der Wesentlichkeit Vereinfachungsregelungen zur Anwendung. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten. Die Herstellungskosten umfassen neben den verursachungsgerecht zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten des Produktionsbereiches einschließlich Abschreibungen, jedoch keine Finanzierungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet. Unverzinsliche / niedrigverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt. Flüssige Mittel beinhalten Bar- und Bankguthaben und werden zu Nominalwerten angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Thorlabs GmbH von aktuell 27,475 %. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine zu bilanzierende passive latente Steuer. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. Erläuterungen zur Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 3 HGB wird in Anspruch genommen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich überwiegend um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3. Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn ist der Gewinnvortrag des Vorjahres i. H. von TEUR 47.096 enthalten. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten inkl. Berufsgenossenschaften (TEUR 605) und für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.656) und Gewährleistungen (TEUR 195). 5. Verbindlichkeiten Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 15.305 (i. V. TEUR 21.328) ausgewiesen und resultieren in voller Höhe aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
6. Passive latente Steuer Die passiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
II. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Die Umsatzerlöse entfallen zu 26,2 % auf das Inland und zu 73,8 % auf das Ausland. Die Umsatzerlöse lassen sich auf die Geschäftsbereiche Eigenproduktion mit 33,9 % und Handelsware (European Warehouse) mit 66,1 % aufschlüsseln. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 2.002 (i. V. TEUR 5.082) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 1.621 (i. V. TEUR 4.159) enthalten. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Es ergaben sich periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 30 (i. V. TEUR 9) sowie periodenfremde Aufwendungen von insgesamt TEUR 51 (i. V. TEUR 257). Außergewöhnliche Erträge aus Förder- und Forschungszuschüssen sind in Höhe von TEUR 624 enthalten. Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und, Solidaritätszuschlag ausgewiesen. Erträge aus der Auflösung der Passiven latenten Steuern sind im Steueraufwand in Höhe von TEUR 157 enthalten und resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 27,475 %. D. Sonstige Angaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 336. 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen keine. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die jährlichen Mietverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 1.937. Aus künftigen Miet- und Leasingzahlungen resultiert eine Verpflichtung von insgesamt TEUR 18.091 (i. V. TEUR 19.705). 3. Honorar für den Abschlussprüfer Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar vom Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 36 zuzüglich Auslagenersatz. 4. Organ der Gesellschaft Geschäftsführer ist:
Die Geschäftsführerbezüge werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. 5. Konzernzugehörigkeit Thorlabs GmbH, Bergkirchen, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft des weltweiten Thorlabs- Konzerns. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Thorlabs GmbH, Bergkirchen, einbezogen ist, stellt die Thorlabs Inc., Newton NJ 07860, New Jersey/USA, auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. E. Gewinnverwendung Auf Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 15.516.460,23 zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von EUR 47.095.619,87 auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Bergkirchen, im April 2024 Thorlabs GmbH Geschäftsführung Dr. Julien Vigroux Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind in der Entwicklung, Herstellung, Handel und dem Vertrieb von optischen und optoelektronischen Komponenten und Systemen tätig. Zu unseren Kunden zählen Forscher und Entwickler in Universitäten, Forschungseinrichtungen und in der Industrie, die sich mit Entwicklungen rund um Laser und deren Anwendungen beschäftigen ebenso wie Hersteller von Lasern und optischen Systemen. Die Bereitstellung von Forschungsbudgets auf nationaler sowie europäischer Ebene, die allgemeine Weiterentwicklung von Lasern und optischen Messverfahren in Diagnose und Produktion sowie neue Anwendungsfelder in der Photonik beeinflussen unsere Geschäftsentwicklung. Der wichtigste Vertriebskanal ist unser online Katalog mit rund 20.000 Produkten. Die überwiegende Anzahl dieser Produkte werden im Haus bzw. an einer der weltweiten Niederlassungen von Thorlabs entwickelt und hergestellt. Eine hohe Verfügbarkeit der Produkte, Schnelligkeit in der Abwicklung von Anfragen und Aufträgen sowie eine hohe Servicebereitschaft gegenüber Kunden sind entscheidend für unseren Erfolg. Der direkte Vertrieb wird für komplexe Produkte und Systeme sowie zunehmend für OEM-Aufträge eingesetzt. Messen und Fachtagungen ebenso wie der persönliche Austausch insbesondere im System- und Industriegeschäft dienen einer effizienten Kundenpflege. Schlanke Produktion und konsequente Lieferantenpartnerschaften als integraler Bestandteil unserer schnellen Lieferkette sind seit Jahren etabliert und konnten auch 2023 trotz der anhaltenden Nachwirkungen der Pandemie und der geschwächten weltweiten Lieferkette im Industrievergleich eine zufriedenstellende Lieferbereitschaft bei verbesserter Vorratssituation gewährleisten. Wir konzentrieren uns auf Wertschöpfungsbeiträge, die wir zur Sicherung des Know-Hows im Hause behalten und verringern die Fertigungstiefe für Bauteile, die technologisch sinnvollerweise durch Partner abgedeckt werden. Unsere Produktqualität sichern wir durch sorgfältige Entwicklungsprozesse, durch intensive Tests während der Prototypenphase, durch einen planvollen Produktionsanlauf und durch sichere Beschaffungs- und Produktionsprozesse ab. Wichtige Kennzahlen, die die Auftragsabwicklung, die Produktion, die Qualität und die Logistik umfassen, werden täglich analysiert und visualisiert. Für die permanente Prozessoptimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette nutzen wir unsere Prozesse, die nach ISO9001:2015 zertifiziert sind. Neue Forschungsgebiete in der Photonik, die konkrete Umsetzung in neue industrielle Anwendungen, aber auch das weiterhin klare politische Bekenntnis zur Photonik als Schlüsseltechnologie in Europa sind eine wichtige Basis für unser langfristiges Geschäft. Nationale, europäische sowie weltweite Förderprogramme für Quantentechnologien bieten zusätzliche Chancen. Globale Trends und Entwicklungen, beeinflussen unser Geschäft als Unternehmen mit einem hohen Exportanteil positiv wie negativ. Forschung und Entwicklung Zur Untermauerung des Wachstums und zur Sicherung des langfristigen Geschäftserfolges wird das Produktportfolio laufend erweitert. So wurden auch im Jahr 2023 eine Vielzahl neuer Produkte entwickelt und erneuert sowie unsere Technologiebasis erweitert. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team an hochqualifizierten Mitarbeiter*innen, das wir auch 2023 vergrößern und weiterqualifizieren konnten. Damit können wir sowohl die Entwicklung von Basistechnologien vorantreiben als auch auf spezielle Kundenwünsche und OEM- Anfragen mit unserem Entwicklungs- und Applikations-Team schnell und kundennah reagieren. Die Mitarbeiterzahl in Forschung und Entwicklung und im Applikationsbereich ist bei fast 80 Mitarbeiter. 2023 haben wir daneben TEUR 1.460 für Forschung und Entwicklung aufgewendet; im Vorjahr lag der Betrag bei TEUR 1.767. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Thorlabs Deutschland, mit Hauptsitz in Bergkirchen bei München und weiteren Betriebsstätten in Lübeck und Mittweida, konnte sich auch 2023 gut im Wettbewerbsumfeld behaupten, wobei sich der Umsatz sehr erfreulich entwickelt hat und alle Produktfamilien gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Wachstum erzielt haben. Die Märkte entwickelten sich insgesamt positiv. Sowohl unsere Forschungs- als auch unsere Industriekunden haben zu diesem starken Wachstum beigetragen. Die starke Nachfrage hat zu Engpässen in den Produktions- und Logistikkapazitäten geführt. Die knappe Verfügbarkeit von Bauteilen hat die gesamte Industrie betroffen und stellt bis heute eine Herausforderung dar. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Rückblickend verlief der Absatz im Jahr 2023 sehr zufriedenstellend. Die Umsatzerlöse stiegen im Jahresvergleich zum Vorjahr wie erwartet um rd. 12%. Die Strukturkosten stiegen nur leicht unterproportional um insgesamt rd. 11% bedingt durch die Kostensteigerungen in allen Bereichen sowie positiv beeinflusst durch vorteilhaftere Währungseffekte als in 2022. Das operative Ergebnis belief sich damit insgesamt auf TEUR 19.736, das entspricht einem Anstieg von rd. 26% gegenüber dem Vorjahr (TEUR 15.659). Wir haben 2023 insgesamt TEUR 2.042 in das Anlagevermögen investiert. Wie in den Vorjahren flossen Investitionen insbesondere in Software, Messgeräte und Protypenbau, sowie in die Aktualisierung der IT-Infrastruktur und Geschäftsausstattung in unserem neuen Gebäude in Bergkirchen sowie in den Aufbau der Ausleihungen für eine alternative Finanzierungsanlage. Die Vorräte der Komponenten und Waren für die Fertigung unserer Produkte, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse stiegen, unter Berücksichtigung der Wertberichtigungen, um TEUR 3.077 oder rd. 10% gegenüber Vorjahr; im Wesentlichen zur Stabilisierung der Lieferfähigkeit und der taggleichen Auslieferung aller Produkte, die in unserem European Warehouse vorgehalten werden. Die Forderungen gegenüber Drittkunden sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert und spiegeln die gute und hohe Zahlungsmoral unserer Kunden bei insgesamt deutlich gestiegenen Geschäftsvolumen wider. Die Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber Dritten konnten sogar reduziert werden und beliefen sich auf TEUR 2.348 (Vorjahr TEUR 2.938). Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft, da im Geschäftsjahr keine Ausschüttung an die Alleingesellschafterin erfolgte, mit rd. 72% Eigenkapital weiterhin eine verbesserte und sehr zufriedenstellende Eigenkapitalstruktur aus. Der im Berichtsjahr erwirtschaftete Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, basierend auf dem um TEUR 3.766 verbesserten operativen Periodenergebnis, ist im Wesentlichen durch die insgesamte Mittelverwendung im working capital (TEUR -5.054; i.V. TEUR 1.100) durch die Mittelbindung beeinflusst. Die wesentlichen Faktoren waren hier der Aufbau des Vorratsvermögens (TEUR 3.077) und der Sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.219) sowie die Mittelverwendung durch die Abnahme der Verbindlichkeiten von insgesamt TEUR -2.855. Folglich verminderte sich für 2023 der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um TEUR 3.354 auf TEUR 8.877. Investitionen in das Anlagevermögen (TEUR -2.042) konnten somit aus dem erwirtschafteten Cashflow des Berichtsjahres vollständig finanziert werden. Insgesamt führte dies mit vereinnahmten Zuschüssen zu einer Zunahme des Finanzmittelfonds um TEUR 7.166 auf TEUR 30.114. Wir betrachten unsere wirtschaftliche Lage insgesamt als sehr zufriedenstellend. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei den meisten Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Für die erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Geschäfts sind hochmotivierte Mitarbeiter*innen besonders wichtig. Thorlabs steht für eine leistungs- und entwicklungsorientierte Unternehmenskultur verbunden mit einer ausgeprägten sozialen Verantwortung. Wir fördern personelle und kulturelle Vielfalt im Unternehmen und legen besonderen Wert auf ein ansprechendes Arbeitsumfeld, flexible Arbeitsbedingungen sowie erstklassige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Wir bieten attraktive Perspektiven und wollen auch zukünftig die besten Talente für die erfolgreiche und nachhaltige Weiterentwicklung unseres Unternehmens gewinnen. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 336 Mitarbeiter beschäftigt. Die Anzahl stieg damit im Berichtszeitraum durchschnittlich um 2 Mitarbeiter. In den direkten Bereichen waren dies vor allem Maßnahmen für die höhere Produktionsleistung unserer eigenen Produktlinie. In den indirekten Bereichen lag der Fokus weiter auf der Intensivierung der Kundenbeziehungen, auf der Verstärkung unserer Entwicklungsabteilung und den hierdurch wiederum gestiegenen Vertriebsanforderungen. Im Geschäftsjahr wurden die Gehälter aller Mitarbeiter*innen marktgerecht angepasst und erhöht. III. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft neben dem Hauptsitz in Bergkirchen in Mittweida und Lübeck unterhalten. Insgesamt beschäftigen wir außerhalb Bergkirchen rund 50 Mitarbeiter. IV. Prognosebericht Die Nachfrage nach Komponenten, Geräten und Systemen ist im Bereich der Photonik ungebrochen. Wir erwarten, dass steigende politische Instabilitäten sowie die anhaltende Inflation weiter spürbar sein werden. Wie in 2021 und 2022 hat auch im Jahr 2023 die Thorlabs GmbH sämtliche Geschäftsbeziehungen zu Russland eingestellt. Der damit verbundene Umsatzverlust ist jedoch gering im Vergleich zum Gesamtumsatz. Die Anspannung der globalen Lieferketten haben sich inzwischen deutlich reduziert und die Verfügbarkeit der für uns kritische Komponenten ist gewährleistet. Daher plant die Thorlabs GmbH 2024, wie bereits im Vorjahr, mit einem weiteren zweistelligen Wachstum gegenüber 2023. Die Umsatzentwicklung der ersten vier Monate 2024 ist sehr erfreulich und bestätigt diese Erwartung. Wesentliche Herausforderungen für 2024 sind die globale wirtschaftliche Lage sowie die Ressourcenknappheit beim Personal. Die bei Thorlabs eingeleiteten und fortwährend angepassten Maßnahmen um unsere Präsenz in unseren Schlüsselmärkten zu stärken sind wirksam und geeignet, um das prognostizierte Wachstum zu stemmen. Dazu zählt auch, dass wir auch 2024 planen die Zahl unserer Mitarbeiter*innen zu erhöhen. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. V. Risiko- und Chancenbericht Wir überprüfen täglich unsere Umsatzentwicklung ebenso wie weitere relevante operative Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr sowie zur aktualisierten Planung. Monatlich wird die Ergebnissituation analysiert. Die Geschäftsführung berichtet regelmäßig an die Muttergesellschaft schriftlich und mündlich, wobei auch der Informationsfluss über Entwicklungen, die die Muttergesellschaft plant, sichergestellt ist. Mindestens einmal jährlich treffen sich die Geschäftsführer aller Thorlabs-Gesellschaften zur Überprüfung der Politik und ggf. Nachregeln der Strategie. Dies erfolgt nach wie vor virtuell. Ziel des Finanz- und Risikomanagements von Thorlabs ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik. Mit diesen Maßnahmen kann relativ kurzfristig auf Veränderungen und Bedrohungen reagiert werden. Im Rahmen der Zertifizierung nach ISO 9001:2015 erfolgt eine laufende Überprüfung der Prozesse mit dem Ziel, nachhaltig Qualität auf verschiedensten Ebenen abzusichern und damit auch Risiken, die in den Fachbereichen erkennbar werden, zu thematisieren. 1. Risikobericht Im Folgenden werden die Risikofaktoren und Chancen beschrieben, die erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Thorlabs haben und die Entwicklung der Gesellschaft maßgeblich beeinflussen. Die auf die allgemeine Darlegung des Risikomanagementsystems folgende Darstellung der Risiken und Chancen erfolgt jeweils in abschlussadressatenbezogen gegliederten Kategorien. Die dargestellten einzelnen Risiken entsprechen der gegenwärtigen Einschätzung des relativen Risikomaßes für die Gesellschaft und damit der derzeitigen Bedeutung dieser Risiken im internen Risikomanagementsystem. Risikomanagementsystem In unseren Geschäftsprozessen ist das Abwägen von Chancen und Risiken Grundlage unserer täglichen unternehmerischen Entscheidungen. Damit betrachten wir das Chancen- und Risikomanagement als integralen Bestandteil unserer Geschäftssteuerung und folglich nicht als Aufgabe einer bestimmten organisatorischen Einheit. Ausgangspunkte für unser Chancen- und Risikomanagement sind unsere Strategie- und Planungsprozesse, aus denen relevante externe und interne Opportunitäten sowie Herausforderungen ökonomischer, ökologischer und sozialer Natur abgeleitet werden. Die Identifikation erfolgt anhand von Beobachtungen und Analysen von Trends sowie gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, regionalen und lokalen Entwicklungen. Im nächsten Schritt werden die identifizierten Chancen und Risiken bewertet und in Abstimmung mit der Muttergesellschaft in strategische und operative Handlungsrahmen überführt. Die Risiken versuchen wir durch entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu vermeiden, zu vermindern bzw. sofern möglich und wirtschaftlich vertretbar auf Dritte (z. B. Versicherungen) zu übertragen. Überschaubare und beherrschbare Risiken, die in einem angemessenen Verhältnis zu den erwarteten Opportunitäten stehen, nehmen wir bewusst in Kauf und tragen diese. Die Chancen und Risiken werden anhand von Kennzahlen laufend überwacht, um frühzeitig Veränderungen, beispielsweise aus dem wirtschaftlichen und gesetzlichen Umfeld, zu erkennen und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Risiko durch COVID-19 Pandemie Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie sind in Jahr fünf der Pandemie nur sehr wenig zu spüren. Inzwischen hat sich vieles wieder normalisiert. Insbesondere ist der Geschäftsreiseverkehr größtenteils wieder möglich und die für uns wichtigen Messen in den USA und Europa finden wieder in Präsenz statt. Waren und Lieferketten sind größtenteils intakt. Die Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen haben sich als wirksam erwiesen. Risiko durch den Krieg in der Ukraine Kurz nach Ausbruch des Krieges und mit dem Inkrafttreten der Sanktionen gegen Russland hat Thorlabs entschieden, sämtliche Geschäftsbeziehungen zu Russland einzustellen. Der fehlende Umsatz konnte in Jahr 2023 leicht absorbiert werden und durch das Wachstum in anderen Geschäftssparten ersetzt werden. Die Geschäftsbeziehungen von Thorlabs zu Russland sind weiterhin eingestellt. Für die Komponenten, die Thorlabs bisher aus Russland oder Weißrussland bezogen hatte, wurden sehr schnell Alternativen gefunden. Somit ist der direkte Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von Thorlabs gering und beherrschbar. Ob und inwiefern der Krieg weitere mittelbare Folgen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa und der Welt haben wird, bleibt abzuwarten. Risiko durch den Israelisch-palästinensischer Konflikt Israel ist für Thorlabs ein relevanter Markt, der aber bisher, trotz diesem Konflikt, weiterhin dynamisch geblieben ist. Die Aufrechterhaltung der logistischen Wege nach Israel ermöglicht eine weiterhin reibungslose Auslieferung unserer Produkte. Welche Auswirkungen auf dem allgemeinen Photonik-Markt und auf Thorlabs speziell die weiteren Entwicklungen dieses Konfliktes und damit verbundene potenzielle Exportbeschränkungen haben werden, bleibt allerdings noch ungewiss. Politische Risiken Insgesamt lässt sich feststellen, dass in den letzten 12 Monaten die weltweiten politischen Risiken zugenommen haben. Militärische Konflikte, Handelssanktionen und zunehmende Spannungen im Verhältnis USA/China prägen die derzeitige Situation. Bisher ist der freie Warenverkehr von Photonik-Produkten nicht wesentlich betroffen. Auch wenn nicht davon auszugehen ist, dass es zu einem größeren Konflikt zwischen USA/Europa und China kommen wird, so beobachten wir die weiteren Entwicklungen sehr genau. Somit schätzen wir das Risiko für spürbare Handelseinschränkungen für Photonik-Produkte weiterhin als gering ein. Branchenspezifische Risiken Wir erwarten weiterhin, dass sich die Branche mit einer grundsätzlich stabilen Kundenstruktur im institutionellen und industriellen Bereich positiv wachsend entwickeln wird. Es ist davon auszugehen, dass sowohl im Feld der Kunden als auch der Wettbewerber sowie Lieferanten Bereinigungseffekte auftreten werden. Weitere größere Fusionen fanden bereits statt bzw. werden gerade verhandelt. Das könnte im Einzelfall zu einem stärkeren Wettbewerbsdruck führen. Durch die derzeitige hohe Nachfrage nach bestimmten Hochtechnologieprodukten kommt es insbesondere bei Lieferanten von Halbleiter-Bauelementen zu Engpässen und zu erheblichen Preissteigerungen. Preissteigerungen gibt es auch im Bereich von Rohstoffen und Energie. Dies beobachten wir sehr sorgfältig und treffen verschiedene Maßnahmen, um die Folgen zu Minimieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit kann im Einzelfall mittel bis hoch sein. Insgesamt schätzen wir das Risiko als mittel ein. Ertragsorientierte Risiken Für 2024 erwarten wir eine deutliche Umsatzsteigerung. Auf der Kostenseite rechnen wir weiterhin für bestimmte Waren mit Kostensteigerungen, auf Grund der globalen Inflation. Des Weiteren rechnen wir mit weiter steigenden Personalkosten bedingt durch eine weitere generelle Gehaltssteigerung sowie Personalaufbau. Darüber hinaus bauen wir unsere Lagerbestände weiterhin auf, um die Lieferfähigkeit zu verbessern. Dafür sehen wir uns jedoch weiterhin gut gerüstet. Zum einen erwirtschaften wir nach wie vor positive Margen und die Liquiditätsreserven sind angemessen. Währungskursrisiken betreffen primär den US-Dollar. Diese Risiken schätzen wir insgesamt als mittel ein. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Unternehmensbezogene Risiken Personalrisiken ergeben sich insbesondere durch die Abhängigkeit der Gesellschaft von Geschäftsführung, Führungskräften sowie von hochqualifizierten Ingenieur*innen. Neben diesen Schlüsselpersonen gibt es im Personalbereich das generelle Risiko, gut ausgebildete Mitarbeiter*innen in ausreichender Zahl zu rekrutieren. Dazu kommt das Risiko der Personalfluktuation, besonders im Raum München geprägt durch geringe Arbeitslosigkeit und starken Wettbewerb. Diesen Risiken wird durch attraktive, leistungsorientierte Vergütungsmodelle, die Pflege einer offenen und partizipativen Unternehmenskultur und der Schaffung eines guten Arbeitsklimas sowie attraktiver Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten begegnet. Auch das moderne Umfeld im neuen Gebäude wirkt sich positiv auf die Identifikation der Mitarbeiter*innen mit dem Unternehmen aus. Das Schadensausmaß durch Personalrisiken wird als mittel bewertet. Aufgrund des sehr guten Arbeitsklimas sowie der qualitativ anspruchsvollen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten wird die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risiko insgesamt als gering bewertet. Bisher hält sich die Fluktuation trotz der oben dargestellten Risiken in Grenzen und es ist bisher auch immer gelungen, weiteres Personal zu gewinnen. IT-Risiken ergeben sich aus der Abhängigkeit der Geschäftsprozesse, insbesondere in den Bereichen Produktion, Vertrieb, Warenwirtschaft und Logistik, von einer leistungsstarken IT- Infrastruktur. Um die Funktionsfähigkeit und Verfügbarkeit zu gewährleisten und Risiken aus Systemunterbrechungen, Datenverlusten und unberechtigten Zugriffen zu verringern, wurden geeignete Maßnahmen im Konzern ergriffen; insbesondere der stetige Aufbau der eigenen IT- Abteilung verbunden mit der Investition in eine moderne IT-Infrastruktur im neuen Gebäude, die auch das mobile Arbeiten für große Teile der Belegschaft unterstützt, ermöglicht die konsequente Umsetzung des Konzernkonzepts vor Ort. Daneben bestehen Zugriffsrechte- und Zugangskontrollsysteme sowie Sicherheits- und Antivirenkonzepte. Das Schadensausmaß durch IT-Risiken wird als mittel für Thorlabs bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aufgrund der technischen Weiterentwicklung der Systeme als mittel bis gering bewertet, ebenso das Risiko insgesamt. Datenschutzrechtliche Risiken ergeben sich unter anderem aus der Europäischen Datenschutzverordnung, die 2018 in Kraft trat. Hierzu wurden geeignete Maßnahmen sowohl global als auch länderbezogen im Unternehmen getroffen. Unser externer Datenschutzbeauftragter hat bestätigt, dass die Thorlabs GmbH diesbezüglich insgesamt gut aufgestellt ist. Somit wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering bewertet. Nennenswerte rechtliche Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind nicht gegeben. 2. Chancenbericht Die sehr breite Basis an Kunden aus verschiedenen Branchen, öffentlich wie privatwirtschaftlich, breit verteilt in Europa und der Welt verschaffen uns eine große Unabhängigkeit von lokalen, nationalen oder sektorenspezifischen Risiken. Dies trägt zur Sicherheit und Stabilität des Unternehmens bei. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten, insbesondere aus dem Konzernverbund zurückgreifen. Kernkomponenten sowie wichtige Technologien sind im eigenen Haus verfügbar. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unserem eigenen, in unseren Geschäftsräumen befindlichen Labor, durch. Durch vermehrte Partnerschaften mit Forschungsgruppen an Universitäten ergeben sich Chancen neue Technologiefelder zu besetzten und das Produktportfolio signifikant auszuweiten. Gerade im Bereich der Medizin, Pharmazie und Analysetechnik gewinnt die Photonik weiter an Bedeutung. Mit den getätigten Investitionen sind wir gut aufgestellt, um an dieser Entwicklung zu partizipieren. Der unter anderem durch die Bundesregierung gesetzte Schwerpunkt zur Förderung von Quantentechnologien eröffnet für uns als Lieferant von optischen Komponenten, Geräten und Systemen Wachstumsmöglichkeiten in diesem Forschungsfeld. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem weiterhin dynamischen Wettbewerbsumfeld, möglichen Währungseffekten insbesondere durch eine Schwäche des Euro, Kostensteigerungen auf der Lieferantenseite oder auch in der Verknappung mancher Halbleiter-Komponenten. Ferner bleibt offen, ob die aktuellen militärischen Konflikte in der Ukraine und im Mittelost oder die Spannungen zwischen China und USA, zu weltweiten politischen oder wirtschaftlichen Unsicherheiten führen werden. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Die zufrieden stellende Liquiditätslage erlaubt uns auch in der aktuellen Lage sowie künftig, die notwendigen Investitionsvorhaben unabhängig und bedarfsgerecht umzusetzen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten; Kreditlinien von Banken sind derzeit weiterhin nicht erforderlich. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Insgesamt stufen wir diese Risiken als gering bis mäßig ein.
Bergkirchen, im April 2024 Thorlabs GmbH Geschäftsführung Dr. Julien Vigroux Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Thorlabs GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Thorlabs GmbH, Dachau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Thorlabs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 10. Mai 2024 acms
GmbH
Martin Schillinger, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde am 13. August 2024 festgestellt.
Thorlabs GmbH Geschäftsführung Dr. Julien Vigroux |
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