Main Access Capital GmbHLiquidiert

60325 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 103115
Vorher
Main Access Brokers GmbH
Eingetragen
10.9.2015
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
(1) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung - § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 1 KWG), (2) die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung - § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 1a KWG), (3) die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung - § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 2 KWG), (4) die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung - § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummer 3 KWG) sowie (5) sämtliche mit den vorgenannten Dienstleistungen verbundenen Geschäfte zu erbringen.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MSJY Investments S.A.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MSJY Investments S.A.
Luxembourg
100.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Main Access Capital GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Main Access Capital GmbH, Frankfurt am Main

1. Grundlagen der Gesellschaft

· Geschäftsmodell

Die Main Access Brokers GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 30.07.2015 gegründet und am 10.09.2015 ins Handelsregister eingetragen. Die Änderung des Namens in Main Access Capital GmbH sowie des Gegenstands des Unternehmens wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 30.08.2016 beschlossen und am 11.10.2016 ins Handelsregister eingetragen.

Der Tätigkeitsschwerpunkt der Main Access Capital GmbH ist das aktive Verwalten von Währungen (Foreign Exchange) mit dem Ziel das Vermögen der Mandanten langfristig zu steigern. Weiterhin gehören Overlay Mandate zu unserem Angebot, mit denen unsere Kunden u.a. das Fremdwährungsrisiko ihrer Aktien- oder Anleiheportfolios absichern (Hedgen) können.

Die für diese Geschäftstätigkeit notwendige Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Anlagevermittler (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG), Abschlussvermittler (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG), Anlageberater (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG) sowie Finanzportfolioverwalter nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG wurde der Gesellschaft am 08.07.2016 erteilt. Die Gesellschaft hat ihre erlaubnispflichtige Tätigkeit am 10.10.2016 aufgenommen.

Der Main Access Capital GmbH ist es weder gestattet, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen, noch Finanzinstrumente auf eigene Rechnung anzuschaffen oder zu veräußern.

· Organisatorische Struktur

Aufgrund der Größe sowie der Art und des Umfangs der Geschäftstätigkeit wird die Main Access Capital GmbH von einem Geschäftsführer, Herr Marijo Knezevic, geleitet. Zum 31.12.2018 waren bei der Gesellschaft darüber hinaus 3 weitere Mitarbeiter beschäftigt.

· Niederlassungen

In- und ausländische Niederlassungen bestehen nicht.

· Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine diesbezüglichen Aktivitäten.

· Externe Einflussfaktoren für das Geschäft

Als externe Einflussfaktoren sind in erster Linie die Entwicklung der Finanzmärkte zu nennen, die die Wertentwicklung der verwalteten Vermögen beeinflussen.

2. Wirtschaftsbericht

· Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Trotz einer sehr robusten US Konjunktur schwächte sich die globale Wirtschaft im Jahr 2018 im Großen und Ganzen kontinuierlich ab. Zum allgemeinen Abschwung trug insbesondere die Schwäche Chinas bei. Dessen nachlassende Binnennachfrage hatte nicht nur auf die Konjunktur seiner asiatischen Nachbarländer einen negativen Einfluss, sondern auch auf andere Länder, mit denen die Volksrepublik enge Handelsbeziehungen pflegt, wie bspw. Deutschland oder Japan. Zusätzlich zu seinen binnenwirtschaftlichen Herausforderungen kam es zum Disput mit den USA über angeblich unfaire Handelspraktiken.

Bereits 2017 hatten die USA mit Nachverhandlungen von bestehenden Handelsabkommen wie dem NAFTA begonnen. Nachdem NAFTA, ein seit Jahrzehnten bestehendes Handelsabkommen, deren größte Teilnehmer die USA, Kanada und Mexiko sind, vom neuen USMCA (United States Mexico Canada Agreement) abgelöst wurde, wendeten sich die Vereinigten Staaten mit diesem Thema verstärkt China zu. Die USA erhoben Strafzölle auf chinesische Importe und erlegten dem Reich der Mitte weitere Handelsbeschränkungen auf, um zum einen ihre inländische Wirtschaft vor billigen Importen zu schützen, und zum anderen, um es zu zwingen sich weiter für amerikanische Unternehmen zu öffnen. Peking reagierte seinerseits mit Strafzöllen auf selektierte Importe aus den USA, gab gleichzeitig aber in einigen Punkten nach. Die Verhandlungen zwischen den USA und China waren zum Jahresende noch nicht abgeschlossen.

Außer den USMCA-Verbündeten und China wandten sich die USA auch Europa zu, um die derzeit bestehenden Handelsusancen nachzubessern. Bis zum Jahresende kamen die USA bisher kaum über gegenseitige Drohungen hinaus. Vermutlich werden die Vereinigten Staaten erst ihre Verhandlungen mit China zum Abschluss gebracht haben wollen, bevor sie sich verstärkt Europa zuwenden. Dennoch warfen die Drohungen Washingtons bereits ihre Schatten auf die Stimmung in Europa, und hier insbesondere auf Deutschland, dass mit seinem großen Handelsbilanzüberschuss den USA besonders negativ auffällt.

Zeitlich näher und in seinen wirtschaftlichen Konsequenzen mindestens genauso bedeutend wie ein Handelsstreit mit den USA, beschäftigte der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU die Märkte durchgehend das ganze Jahr. Nach einem zähen Ringen zwischen der britischen Regierung und der EU Kommission wurde zum Jahresende ein Vertragswerk präsentiert, das den geordneten Austritt Großbritanniens aus der EU regeln soll. Dieses Vertragswerk muss noch vom britischen Unterhaus verabschiedet werden, die Zustimmung dazu war jedoch zum Jahresende nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Je länger die Verhandlungen ergebnislos blieben, umso mehr trübte sich die Stimmung auf beiden Seiten des Ärmelkanals ein. Dies war auf der britischen Seite zwar stärker zu spüren, aber auch in Kontinentaleuropa stieg die Unsicherheit. Auf beiden Seiten wurden Vorkehrungen für einen ungeordneten Austritt ("hard BREXIT") getroffen und sich mit Investitionen zurückgehalten. Dies hatte spürbare Auswirkungen auf die Wirtschaftstätigkeit.

Auch die Italienische Politik beschäftigte die Märkte im Jahr 2018 mehr als sonst. Am 1. Juni 2018 wurde unter dem Ministerpräsidenten Giuseppe Conte eine Regierung aus der Fünf-Sterne-Bewegung und der Liga Nord gebildet. Beide Parteien traten bereits im Mai mit Ausgabenplänen an die Öffentlichkeit, die die Finanzmärkte verunsicherten. Zur Finanzierung ihrer politischen Vorhaben brachten sie einen Vorschlag für das Budget 2019 ein, der ein Defizit von 2,4% vom Bruttoinlandsprodukt vorsah. Das war das Dreifache dessen, was die Vorgängerregierung mit der EU vereinbart hatte und damit aus Sicht der EU deutlich zu viel für ein Land, das eine Staatsverschuldung von mehr als 130% des Bruttoinlandsproduktes hat. Gegen Jahresende beruhigten sich die Finanzmärkte, nachdem Italien sein Defizitziel auf 2,04% reduzierte.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die meisten größeren Notenbanken haben auf den globalen Wirtschaftsabschwung und damit einher gehenden niedrigen Inflationsraten mit Aussetzungen ihrer eigentlich schon geplanten Zinsanhebungen, bzw. der Beendung ihrer stimulierenden Geldpolitik reagiert. Kaum dass die EZB ihre Anleihekäufe beendet hat, führt sie nun bereits wieder öffentliche Diskussionen über die Wiederauflage von subventionierten Bankkrediten (TRTLOs). Die amerikanische Notenbank (FED) hat im Dezember 2018 vermutlich vorerst ein letztes Mal die Zinsen angehoben. Der Zielkorridor für den Leitzins der Fed beträgt derzeit 2,25% - 2,5%. Noch wenige Monate vor ihrer Sitzung im Dezember 2018 hatten die Anleihenmärkte für 2019 noch mit drei bis vier weiteren Zinsanhebungen auf ca. 3,5% gerechnet, zum Jahresende hin wurden diese Erwartungen auf nur noch eine bis maximal zwei Zinsschritte reduziert (also maximal 2,75%-3,0%). Der Grund für die gesunkenen Erwartungen war jedoch nicht nur in der heimischen US-Wirtschaft zu finden, sondern auch im internationalen Umfeld. Insbesondere Chinas schwaches Wirtschaftswachstum, das schon vor der Ausweitung des Handelsstreits mit den USA spürbar war, bewog die Fed zu einer Abkehr von weiteren Zinsschritten. Dahinter steht folgende Logik: Anleger würden bei weiteren Zinserhöhungen mit einer Abschwächung der US Konjunktur rechnen. Das hätte auch eine geringere Nachfrage nach Importgütern z.B. aus China zur Folge, was wiederum den Druck auf deren Volkswirtschaft erhöhen würde.

Dazu sei angemerkt, dass niedrige Inflationsraten der Fed diesen Spielraum erlauben. Bei dem starken Wachstum und der hohen Beschäftigungsrate, den die Vereinigten Staaten im Jahr 2018 verzeichnen konnten sind die derzeitigen Inflationsraten von ca. 2,0% im historischen Vergleich eine Ausnahme.

Aufgrund global schlechter werdender Konjunkturdaten kamen Aktienmärkte zum Jahresende weltweit unter Druck. Sie erholten sich erst, nachdem die Fed und auch andere Zentralbanken eine Pause von ihrer stringenteren Geldpolitik ankündigten.

Abgesehen von einer kurzen Schwäche zu Jahresanfang gewann der US Dollar über fast den gesamten Jahresverlauf hinweg an Stärke und zwar gegen praktisch alle anderen G10-Währungen. Der Verlauf der Dollar-Stärke zu den anderen Währungen variierte zum Teil stark. Der EUR fiel jedoch kontinuierlich über den gesamten Jahresverlauf, was auf die unterschiedliche Wirtschaftsentwicklung in beiden Regionen zurück zu führen ist. Während die USA mit durchgehend starken Konjunkturdaten aufwarten konnte, blieb die Euro Zone hier zurück und schwächte sich in der zweiten Jahreshälfte sogar deutlich ab. Zudem lastete die US Handelspolitik und der BREXIT auf dem EUR. Insbesondere letzteres traf auch auf das britische Pfund zu, das ähnlich wie der EUR relativ gleichmäßig im Jahresverlauf gegen den Dollar sank. Mit Zuspitzung des Handelsstreits zwischen den USA und China verlor auch der japanische Yen laufend an Stärke gegenüber dem Dollar. Erst als die Aktien zum Jahresende einbrachen sank der Dollar rapide zum Yen, womit der Yen seinen Status als "safe haven" Währung demonstrierte.

· Unternehmensentwicklung

Die Wertentwicklung der verwalteten Kundengelder blieb im Jahr 2018 insgesamt unter unserem langfristigen Jahresdurchschnittsziel, jedoch gelang es uns mit unserem Ergebnis die meisten klassischen Anlageklassen zu übertreffen.

Bei einer vergleichbar niedrigen monatlichen Volatilität gelang es uns z.B. den Deutschen Aktien Leitindex (DAX) um mehr als 17% sowie den Amerikanischen Dow Jones (DOW) um mehr als 4% zu übertreffen.

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

· Finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren zählen im Wesentlichen die Höhe der verwalteten Vermögen (Assets under Management).

· Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Provisionserträge sind ebenso beeinflusst durch Risiken aus den Veränderungen der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, als auch aus Risiken aus der Beendigung von Kundenverträgen.

Wesentlich beeinflusst werden die Erträge darüber hinaus durch die Kundenzufriedenheit. Die Main Access Capital GmbH hatte im Berichtsjahr keine Beschwerden oder Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf die erbrachten Finanzdienstleistungen zu verzeichnen.

Die Erbringung der Dienstleistungen zur Zufriedenheit der Kunden und unter Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen ist in hohem Maße von der fachlichen Qualifikation der Mitarbeiter sowie adäquater Humanressourcen abhängig. Die Main Access Capital ist bestrebt, die Mitarbeiter laufend fortzubilden und durch adäquate Vergütungssysteme die Grundlage für integres Arbeitsverhalten zu schaffen.

4. Darstellung der Lage der Main Access Capital GmbH

· Ertragslage

Im zweiten vollen Geschäftsjahr seit Erlaubniserteilung stiegen die Provisionserträge von T€ 83,6 auf T€ 86,2.

Die Verwaltungsaufwendungen konnten im Berichtsjahr um ca. 3% von T€ 817 auf T€ 790 gesenkt werden. Dabei dominierten folgende Kostenarten im Verhältnis zu den Gesamtkosten:

• Personalkosten (63,7 %)

• Raumkosten (16,0%)

• Rechtsberatungs- sowie Abschluss- und Prüfungskosten (6,0 %)

• Dateninformationssysteme (4,9 %)

Die Main Access Capital GmbH war im Geschäftsjahr nicht in der Lage, die Aufwendungen durch Provisionserträge zu decken. Sie schließt das Geschäftsjahr 2018 daher mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -720 ab.

· Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Eigenkapital. Darlehensaufnahmen bei Kreditinstituten waren zur Finanzierung nicht erforderlich.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr stets gegeben. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel von TEUR 239. Die liquiden Mittel sind bei Kreditinstituten täglich verfügbar.

· Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote beträgt 78 % bei einem Eigenkapital von TEUR 325. Die Main Access Capital GmbH ist ausreichend mit haftenden Eigenmitteln zur Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen ausgestattet.

Im Geschäftsjahr hat die Main Access Capital GmbH zur Stärkung der Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung und zur Sicherstellung der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen eine Zuführung zu den Kapitalrücklagen durch die Gesellschafterin in Höhe von T€ 400 erhalten.

5. Chancen, Risiko und Prognosebericht

a) Risikomanagement und -bericht

Angesichts der Art der Geschäftstätigkeit, der begrenzten Größe der Gesellschaft und des Geschäftsumfangs sind die bestehenden Risiken überschaubar und wurden von der Geschäftsleitung vor allem in Form von Marktrisiken, Liquiditätsrisiken und Adressenausfallrisiken sowie Ertragsrisiken und operationelle Risiken identifiziert. Zur Steuerung und Überwachung dieser Risiken dienen insbesondere die Unternehmens- und Liquiditätsplanung sowie das Risikomanagement.

Durch die Gesellschaft erfolgt eine GuV- / bilanzorientierte Betrachtung der Risikotragfähigkeit, wobei lediglich bilanzielle Positionen als Risikodeckungspotenzial angesetzt werden. Als Risikodeckungspotenzial ist das bilanziell ausgewiesene Eigenkapital definiert.

In der per 1. Dezember 2018 durchgeführten Risikotragfähigkeitsanalyse wurde eine zukunftsorientierte Betrachtung vorgenommen, aus welcher der zukünftige Kapitalbedarf abgeleitet wurde.

· Marktpreisrisiken

Marktrisiken als negative Kursentwicklungen an den Finanzmärkten ist die Gesellschaft nur indirekt über erfolgsabhängige Provisionserträge ausgesetzt, die im worst case ausbleiben könnten. Im Ergebnis ist die Gesellschaft keinen direkten Marktpreisrisiken ausgesetzt.

· Liquiditätsrisiken

In der Phase des Geschäftsaufbaus werden durch die Main Access Capital GmbH noch keine ausreichenden Assets under Management verwaltet, deren Provisionserträge die laufenden Kosten decken.

Die hieraus entstehenden Liquiditätsrisiken werden durch die Zusage der Gesellschafterin, die MSJY Investments S.A. in der Aufbauphase durch ausreichende Kapitalzuführungen zu unterstützen, minimiert. Die Sicherstellung der Liquidität ist daher für die Gesellschaft als wesentlich anzusehen.

· Ausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko ist aufgrund der Forderungsstruktur als gering anzusehen. Eigenmittel, die der Gesellschaft langfristig zur Verfügung stehen, werden auf Kontokorrentkonten bzw. Tagesgeldkonten angelegt. Die Main Access unterhält ihre Konten nur bei Kreditinstituten erster Bonität um Ausfallrisiken bei den Forderungen gegenüber Kreditinstituten vorzubeugen.

Die Honorarforderungen sind durch kurze Laufzeiten und ausreichende Bonität gekennzeichnet. Wichtige Instrumente zur Steuerung der Adressenausfallrisiken sind eine zeitnahe Überwachung der Zahlungseingänge.

· Operationale Risiken

Das operationale Risiko wird definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. In diesem Zusammenhang sind mit Bezug auf die Main Access Capital GmbH insbesondere Personal- und IT-Risiken als wesentliche Risiken zu nennen. Hinsichtlich der operationalen Risiken tragen der fachlich qualifizierte Personalstamm und die implementierten Vertretungsregeln zur Risikominderung bei. Im Rahmen des Datenmanagements bestehen Sicherungsroutinen und -systeme. Ein Notfallkonzept ist eingerichtet.

· Ertragsrisiken

Unter Ertragsrisiken versteht man die Gefahr der Kostenunterdeckung durch die vereinnahmten Erträge mit der Folge von Gewinneinbußen, Verlustrealisierung, Eigenkapitalverringerung bis hin zu Zahlungsschwierigkeiten und Zahlungsunfähigkeit.

Ertragsrisiken können im Geschäftsmodell (Geschäftsstrategie) oder im laufenden Geschäftsbetrieb begründet sein und entsprechen dem allgemeinen Unternehmensrisiko. Sie stellen somit nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf das Institut ein wesentliches Risiko dar.

Unsere Gesellschafterin sorgt für einen angemessen Eigenkapitalbestand. Diese gewährleistet bei Kostenunterdeckung die Risikotragfähigkeit über eine ausreichend lange Zeit, so dass wir mit strategischen Maßnahmen reagieren könnten.

b) Chancen- und Prognosebericht

Aufgrund des aktuell schwierigen Marktumfeldes für Kapitalanleger bietet die Main Access Capital GmbH alternative Investmentmöglichkeiten mit attraktiven Renditechancen. Nach mehreren Akquisegesprächen mit potenziellen Kunden erwartet die Geschäftsleitung signifikante Mittelzuflüsse im Laufe des kommenden Geschäftsjahres.

In 2019 werden die laufenden Kosten voraussichtlich durch Aufwendungen zur Gewinnung von Neukunden beeinflusst werden. Die Planungsrechnung weist unter Berücksichtigung vorsichtig geplanter Zuflüsse von Assets under Management für 2019 ein deutlich verbessertes Ergebnis aus, das aber noch nicht zur Deckung der Aufwendungen ausreichen wird. In jedem Fall sind zur Liquiditätsunterstützung und zur Sicherstellung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin erforderlich und vorgesehen.

 

Frankfurt am Main, 05.04.2019

Marijo Knezevic

BILANZ zum 31. Dezember 2018

Main Access Capital GmbH, Frankfurt am Main

AKTIVA

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig   239.073,11 505.699,36
2. Forderungen an Kunden   44.059,62 41.907,75
3. Immaterielle Anlagewerte      
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   1.828,00 3.181,00
4. Sachanlagen   110.587,00 133.620,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände   7.463,04 50.718,01
6. Rechnungsabgrenzungsposten   13.002,56 14.012,44
    416.013,33 749.138,56

PASSIVA

     
EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten   18.331,50 39.504,76
2. Rückstellungen      
a) andere Rückstellungen   73.000,00 64.850,00
3. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 100.000,00   100.000,00
b) Kapitalrücklage 2.870.000,00   2.470.000,00
c) Bilanzverlust -2.645.318,17 324.681,83 -1.925.216,20
davon Verlustvortrag EUR 1.925.216,20- (EUR 1.163.357,95-)      
    416.013,33 749.138,56

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2018 bis 31.12.2018

Main Access Capital GmbH, Frankfurt am Main

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Zinserträge aus      
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften EUR 6,04 (EUR 10,00)      
  6,04   10,00
2. Zinsaufwendungen 1.073,44   1.878,23
    -1.067,40 -1.868,23
3. Provisionserträge   86.210,16 83.678,62
4. Sonstige betriebliche Erträge   11.540,70 0,00
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter 438.885,54   441.900,41
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 64.608,51   64.472,79
darunter: für Altersversorgung EUR 10.273,00 (EUR 10.596,25)      
Summe Personalaufwand 503.494,05   506.373,20
b) andere Verwaltungsaufwendungen 286.906,18   310.605,76
    790.400,23 816.978,96
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen   25.058,23 25.037,28
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   1.326,97 1.652,64
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit   -720.101,97 -761.858,49
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00 -0,24
10. Jahresfehlbetrag   720.101,97 761.858,25
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   1.925.216,20 1.163.357,95
12. Bilanzverlust   2.645.318,17 1.925.216,20

ANHANG zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung per 31.12.2018

der Firma Main Access Capital GmbH, Frankfurt am Main

I. Allgemeine Angaben

Die Firma Main Access Brokers GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 30.07.2015 gegründet und am 10.09.2015 ins Handelsregister eingetragen. Die Änderung des Namens in Main Access Capital GmbH sowie des Gegenstands des Unternehmens wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 30.08.2016 beschlossen und am 11.10.2016 ins Handelsregister eingetragen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Main Access Capital GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Frankfurt am Main
Register -Nr.: HRB 103115

Die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zum Betreiben der Anlagevermittlung, Anlageberatung, Abschlussvermittlung und Finanzportfolioverwaltung wurde am 08.07.2016 erteilt. Die Gesellschaft hat ihre Tätigkeit am 10.10.2016 aufgenommen.

Gemäß § 6 (1) Nr. 3 EAG wird die Gesellschaft der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen zugeordnet.

Der Berichtszeitraum umfasst das Wirtschaftsjahr vom 01.01.2018 bis 31.12.2018.

Tz.1 Gliederung des Jahresabschlusses

Als Finanzdienstleistungsinstitut ist die Main Access Capital GmbH verpflichtet, ihren Jahresabschluss unter Beachtung der gesonderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Kreditinstitute sowie der §§ 340 ff HGB, insbesondere §§ 340 Abs. 4 und 340 a HGB, und der "Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV)" zu erstellen sowie gemäß § 340a HGB die Vorschriften hinsichtlich des Jahresabschlusses und des Lageberichts für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Hinsichtlich der in § 340 a Abs. 2 S. 2 HGB genannten Formblätter wird auf die RechKredV verwiesen. Die Anwendung dieser Vorschrift ergibt sich aus § 39 Abs. 2 der Verordnung.

Tz.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der besonderen Vorschriften der RechKredV aufgestellt.

Der Bilanzansatz der Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit dem Nominalwert. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibung vermindert angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden i.H.v. € 672,23 gem. § 6 (2) EStG sofort abgeschrieben.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten die Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für die nächste Berichtsperiode darstellen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen wurden unter Beachtung von vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und bewertet.

Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Schulden sind mit den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt in Anlehnung an § 340 h HGB.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Tz.1 Anlagenspiegel

Die Gliederung des Anlagevermögens erfolgte gem. den Vorschriften des § 268 (2) HGB und § 34 (3) RechKredV. Der Anlagenspiegel ist als Anlage 1 zum Anhang beigefügt.

Tz.2 Sachanlagen

Der Gesamtbetrag der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 31.12.2017
Vorjahr
Geschäftsausstattung 79.487,00 99.409,00
Einbauten in fremde Grundstücke 31.100,00 34.211,00
Summe 110.587,00 133.620,00

Tz.3 Forderungen gegenüber Kunden

Der Gesamtbetrag der Forderungen gegenüber Kunden enthält ausschließlich erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung gegenüber Dritten gemäß § 35 (1) Nr.5 RechKredV.

Tz.4 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt auf: 31.12.2018
T€
Vorjahr
T€
Sonstiges 0 1
Umsatzsteuer 7 50
Summe 7 51

Tz.5 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf: 31.12.2018
T€
Vorjahr
T€
Verbindlichkeiten Mietkaution Untermieter 10 10
Lohnsteuer 0 11
Übrige Verbindlichkeiten 8 18
Summe 18 39

Tz.6 Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen betreffen mit T€ 32 (Vj.: T€ 22) Prüfungs- und Jahresabschlusskosten, mit T€ 9 (Vj.: T€ 18) Mietnebenkosten, mit T€ 20 (Vj.: T€ 12) Personalkosten und mit T€ 12 (Vj.: 13) übrige ausstehende Rechnungen.

Tz.7 Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2018
Vorjahr
Stammkapital 100.000,00 100.000,00
Kapitalrücklage 2.870.000,00 2.470.000,00
Bilanzverlust -2.645.318,17 -1.925.216,20
buchmäßiges Eigenkapital 324.681,83 644.783,80

Tz.8 Fristangaben nach § 9 RechKredV

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig, die Forderungen gegenüber Kunden bis 3 Monate. Die sonstigen Verbindlichkeiten nach Nr. 1 der Passiva bestehen nicht gegenüber Kunden. Die Restlaufzeit dieses Postens beträgt bis 3 Monate.

Tz.9 Fremdwährung

Der Gesamtbetrag der in Fremdwährung lautenden Forderungen gegenüber Kreditinstituten beträgt € 9.721,71. Der Gesamtbetrag der in Fremdwährung lautenden Forderungen gegenüber Kunden beträgt € 44.059,62. Grundlage für die Umrechnung ist der Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Tz.1 Provisionserträge

Der Gesamtbetrag der Provisionserträge enthält ausschließlich erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung gegenüber Dritten gemäß § 35 (1) Nr.5 RechKredV.

Tz.2 Abschreibungen

Die Abschreibungen ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht vorzunehmen.

Tz.3 Sonstige wichtige Einzelbeträge

In dem Posten -sonstige betriebliche Aufwendungen- sind keine wichtigen Einzelbeträge enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Auflösung der Rückstellungen.

Tz.4 Außergewöhnliche Erträge oder Aufwendungen

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung lagen im Berichtszeitraum nicht vor.

Tz.5 Aufteilung der Ertragsteuern

Aufgrund des Verlustes fallen keine Ertragsteuern an.

Tz.6 Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr voraussichtlich zu berechnende Gesamthonorar beträgt:

2018
T€
Abschlussprüfung 15
Sonstige Bestätigungsleistung 10

IV. Sonstige Angaben

Tz.1 Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten

Die Zahl der Arbeitnehmer betrug im Berichtsjahr durchschnittlich 4 (Vj.: 4) Personen.

Tz.2 Nicht bilanzierte Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine nicht bilanzierten Verbindlichkeiten im Sinne von § 251 HGB. Zum 31.12.2018 bestanden Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume und Parkplätze. Die Gesamtverpflichtung der sonstigen nicht bilanzierten Verbindlichkeiten beträgt € 671.164,36.

Tz.3 Angaben zu Gesellschaftern und Organen der Gesellschaft

Gesellschafter: Beteiligung am Stammkapital
MSJY Investments S.A. 100.000,00
54,route de Mondorf, L-3260 Bettembourg  
Luxembourg  
Geschäftsführer: Bei Eintritt/Austritt Zeitraum
Marijo Knezevic, Bankkaufmann  

Auf die Angabe der gewährten Gesamtbezüge für die Geschäftsführung wird gem. § 286 (4) HGB verzichtet.

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Tz.4 Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Im Geschäftsjahr bestanden keine Rechte und Pflichten gegenüber Gesellschaftern.

Tz.5 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind bis zur Erstellung des Jahresabschlusses nicht eingetreten.

Tz.6 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von € 2.645.318,17 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt/Main, 5. April 2019

Für die Geschäftsführung:

Marijo Knezevic

Anlagespiegel

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2018

Main Access Capital GmbH, Frankfurt am Main

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2018
EUR
kumulierte Abschreibungen 01.01.2018
EUR
EDV-Software 4059,76       4059,76 878,76
Geschäftsausstattung 128488,47       128488,47 29079,47
Einbauten in fremde Grundstücke 40432,34       40432,34 6221,34
Geringwertige Wirtschaftsgüter 2127,68 672,23 2799,91   0 2127,68
  175108,25 672,23 2799,91   172980,57 38307,25
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2018
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2018
EUR
EDV-Software 1353     2231,76   1828
Geschäftsausstattung 19922     49001,47   79487
Einbauten in fremde Grundstücke 3111     9332,34   31100
Geringwertige Wirtschaftsgüter 672,23 2799,91        
  25058,23 2799,91   60565,57   112415

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Main Access Capital GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Main Access Capital GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Main Access Capital GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 16. April 2019

DASE HAENEL GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

I.-M. Haenel, Wirtschaftsprüferin

I. Abraham, Wirtschaftsprüferin

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