Freya Bunde-Etzel Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Kersten seit 24.1.2017 | Prokura |
Axel Dr. Wietfeld seit 3.2.2016 | Geschäftsführer |
Frank Werner Dipl.-Ing. Holschumacher seit 12.2.2013 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 76.11% | |
| 32.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Uniper Energy Storage GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1.1 Geschäftstätigkeit Uniper ist ein privates internationales Energieunternehmen mit Aktivitäten in mehr als 40 Ländern und rund 12.000 Mitarbeitern. Oberste Führungsgesellschaft des Konzerns ist die Uniper SE, der Hauptsitz des Unternehmens ist Düsseldorf. Die Uniper Energy Storage GmbH wird beim Amtsgericht Essen unter der Nummer HRB 20318 im Handelsregister geführt. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der Uniper Global Commodities SE, Düsseldorf. Die Uniper Energy Storage GmbH ist, gemessen an ihrer Kapazität und langjährigen Erfahrung, eine der führenden Speichergesellschaften für Erdgas in Deutschland und in Europa. Die Geschäftstätigkeit der Uniper Energy Storage GmbH besteht in der Errichtung, dem Erwerb, der Betriebsführung, der Nutzung und der Vermarktung von Anlagen zur Erdgasspeicherung einschließlich der hierfür erforderlichen Speicheranschlussleitungen, Grundstücke und Gebäude sowie der Erbringung und Vermarktung von Dienstleistungen auf diesen Gebieten. Die Uniper Energy Storage GmbH unterliegt mit dem Betrieb ihrer Erdgasspeicher der bergbaulichen Aufsicht und muss dementsprechend bergbauliche Verpflichtungen einhalten. Die Uniper Energy Storage GmbH versteht sich als Infrastrukturanbieter. Im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG ist die Gesellschaft im Bereich Gasspeicher tätig. Daneben hält die Uniper Energy Storage GmbH Beteiligungen an anderen energiewirtschaftlichen Unternehmen in Deutschland. Als Führungsgesellschaft der Speicheraktivitäten im Uniper-Konzern bewirtschaftet Uniper Energy Storage GmbH mit ihren Beteiligungen sowie einer Niederlassung in Österreich eine Arbeitsgaskapazität von rund 8,2 Milliarden Kubikmetern. Durch die Niederlassung in Wien/Österreich wird der Speicherstandort 7Fields betreut. Die Vermarktung der Speicherkapazitäten erfolgt über das sogenannte Einzelspeichermodell. In diesem Modell kann der Kunde Kapazitäten einer individuell bestimmbaren Speicherlokation buchen. Möglich sind Einzelspeicherprodukte in fünf abgestuften Bündeltypen, die in den unterschiedlichen Speichern angeboten werden und das gesamte Spektrum von saisonalen Speicherdienstleistungen bis zu schnellen und leistungsstarken Produkten für den Ausgleich kurzfristiger Bedarfsspitzen abdecken. Darüber hinaus können individuelle Einzelleistungen hinzugebucht werden. Die Produktpalette ist als feste wie auch als unterbrechbare Leistung buchbar. Daneben wurden in den letzten Jahren weitere Produkte entwickelt, die es erlauben, flexibel auf den Bedarf der Kunden einzugehen. Der überwiegende Teil der Speicherkapazitäten wird gegenwärtig an die Uniper Global Commodities SE vermarktet. Im Geschäftsjahr 2017 wurden rund ein Fünftel der Speicherkapazitäten an Kunden außerhalb des Uniper-Konzerns vermarktet. Die optimale Nutzung und Verfügbarkeit von Speicherkapazitäten ist ein wesentliches Element zur Stärkung wettbewerbsfähiger Strukturen. Auf Basis neuer Erdgas-Handelsprodukte, die tages-, monats- oder quartalsweise zu kaufen und verkaufen sind, eröffnet eine intelligente Nutzung von Speicherkapazitäten neue Spielräume und hilft Energieunternehmen, flexibler auf Änderungen im Nachfrageverhalten zu reagieren. 1.2 Technologie und Innovation Der Ausbau regenerativer Energien führt bereits heute zu neuen Herausforderungen für die Energiewirtschaft. Zu dem immer schon veränderlichen Verbrauch kommt eine zunehmend veränderliche Produktion. Auch sind erneuerbare Energiequellen auf natürliche regionale Schwerpunkte und nicht auf die Verbrauchszentren konzentriert. Die Folge sind zeitweise Netzüberlastungen, die zu Zwangsabschaltungen von Erzeugungsanlagen und zu Defiziten zu anderen Zeiten führen. Daher bedarf es Maßnahmen zum Ausbau der Stromnetze für den Transport und zusätzlicher Energiespeicher bzw. Energietransformationstechnologien für den zeitlichen Ausgleich und die Integration von erneuerbarem Strom in andere Energiesysteme. Als Betreiber von Erdgasspeichern hat Uniper Energy Storage GmbH mit der Speicherung von Energie technologisch wie ökonomisch langjährige Erfahrung. Uniper Energy Storage GmbH verfügt damit über die Grundlagen, um einen maßgeblichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten. Die Geschäftsentwicklung im Bereich der Energiespeicherung unterstützt die Innovationsaktivitäten des Uniper-Konzerns bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten. Hierzu gehören Verfahren und Technologien, die mittels der Elektrolyse Strom zu Gas transformieren ("Power to Gas"). Im Jahr 2017 wurde der Testbetrieb mit der Pilotanlage "WindGas Falkenhagen" (Brandenburg) ausgesetzt, da die Anlage um eine Methanisierungsanlage erweitert wird. In diesem neuen Anlagenteil wird der Wasserstoff mit CO 2 zu einem Synthetischen Erdgas gewandelt. Die Inbetriebnahme ist für 2018 geplant. Die Anlage in Hamburg wurde nach dem Ende der 12-monatigen Pilotphase mit Beginn des Jahres 2017 in den ruhenden Betrieb versetzt. Gemeinsam mit regionalen Stakeholdern wurden verschiedene Nachnutzungsmöglichkeiten untersucht, die einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb ermöglichen können. Ferner werden die Möglichkeiten zur Nutzung der Power to Gas-Technologie für den Raffinerieprozess untersucht und entwickelt. Aufgrund der funktionalen Neuausrichtung des Uniper-Konzerns wurden Aktivitäten aus dem Bereich der Stromspeicherung an die Konzerntochter Uniper Technologies GmbH übergeben und dort weitergeführt. 1.3 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das globale Wirtschaftswachstum hat sich im Jahr 2017 beschleunigt. Nach Schätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dürfte der Zuwachs des globalen Bruttoinlandsprodukts mit rund 3,6 % auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2010 gelegen haben. Dabei hat sich wirtschaftliche Dynamik sowohl in den Industrieländern als auch in den Schwellenländern verbessert. Wichtige Stimmungsindikatoren zum Konsumentenvertrauen und Geschäftsklima liegen auf hohem Niveau und die Beschäftigung verzeichnet kräftige Zuwächse. Der Welthandel und die Investitionstätigkeit verzeichneten hingegen nur verhaltene Zuwächse. Gleichwohl blieb sowohl die Inflation als auch das Lohnwachstum im Vergleich zu früheren Aufschwüngen bemerkenswert niedrig. In der Eurozone hat sich die konjunkturelle Grunddynamik leicht verbessert. Maßgeblich hierfür war die anziehende Binnennachfrage, getragen von einer robusten Arbeitsmarktentwicklung und einem verbesserten Investitionsklima. Die Europäische Zentralbank hat im Oktober 2017 die graduelle Verringerung ihrer monatlichen Anleihekäufe angekündigt. Leitzinserhöhungen sind anders als in den USA bislang aber noch nicht in Sicht, allein die angekündigte Rückführung des geldpolitischen Expansionsrades hat jedoch zu einer deutlichen Erholung des Euro geführt. Dieser profitierte zudem von der allgemein gesunken politischen Unsicherheit nach den Präsidentschaftswahlen in Frankreich. In Deutschland blieb der Aufwärtstrend der Wirtschaft ungebrochen. Steigende Immobilienpreise stützten zusammen mit niedrigen Zinsen und steigenden Einkommen die Baukonjunktur. Der private Konsum profitierte vom anhaltenden Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt und die Exportwirtschaft von der anziehenden Konjunktur in wichtigen Partnerländern. Demgegenüber hat sich die Konjunktur in Großbritannien im Jahr 2017 merklich eingetrübt. Nachdem das Wachstum unmittelbar nach dem Referendum zum Ausscheiden aus der Europäischen Union ("Brexit") im Jahr 2016 noch bemerkenswert robust geblieben war, schlug sich die Abwertung des britischen Pfundes in einer stark gestiegenen Inflation nieder. Der damit einhergehende Kaufkraftverlust belastete den privaten Konsum und die nach den Parlamentswahlen abermals verstärkte politische Unsicherheit das Investitionsklima. 1.4 Energiepolitisches Umfeld 1.4.1 Europäische Union Die Uniper Energy Storage GmbH leistet mit ihren Produkten einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Europa. Insoweit hatten die energiepolitischen Diskussionen in der Europäischen Union im Jahr 2017 in Bezug auf die Stärkung der Gasversorgungssicherheit, auf die Fortentwicklung der Klimapolitik sowie auf die weiteren Beratungen zum sog. Winterpaket der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2016 eine hohe Relevanz für das Geschäft der Uniper Energy Storage GmbH. Die neue Verordnung zur Stärkung der Gasversorgungssicherheit trat am 1. November 2017 in Kraft. Sie enthält erstmals Vorgaben zur Krisenprävention und -abwehr in der europäischen Gasversorgung. Eine wesentliche Maßnahme hierzu ist die Bildung mehrerer Gruppen regional verbundener Mitgliedstaaten. Ferner sind Maßnahmen zur solidarischen Hilfe gegenüber benachbarten Mitgliedstaaten vorgesehen, falls dort die Versorgung vor allem der Haushaltskunden nicht mehr gewährleistet werden kann. Sie sieht auch Pflichten für Gasversorgungsunternehmen vor, bestimmte Inhalte von bedeutenden, langfristigen Gasbeschaffungsverträgen gegenüber zuständigen nationalen Behörden und der EU-Kommission offenzulegen. Die Vorschläge der EU-Kommission aus dem Winterpaket vom 30. November 2016 wurden unter dem Namen "Saubere Energie für alle Europäer" mit acht Gesetzesvorschlägen und zahlreichen nicht-legislativen Dokumenten weiter im Parlament und Rat diskutiert, ohne dass es im Jahr 2017 zu abschließenden Beschlüssen kam. Dazu zählen u.a. Regeln nach denen der europäische Elektrizitätsmarkt in Zukunft funktionieren oder wie der Markt für Erneuerbare Energien in Zukunft gestaltet werden soll. 1.4.2 Nationaler Energiemarkt In Deutschland stand das Jahr 2017 politisch im Zeichen zahlreicher Landtagswahlen und nicht zuletzt den Bundestagswahlen im September. Vor diesem Hintergrund gab es nur wenige neue energiepolitische Initiativen zur Umsetzung der Energiewende. Im August 2017 trat die neue Netzzugangsverordnung für Gas in Kraft, die u.a. ein einheitliches Marktgebiet für Gas in Deutschland spätestens ab dem Jahr 2022 vorsieht. Dies lässt höhere Liquidität und Transparenz im Markt erwarten. Da die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl vom 24. September 2017 noch nicht abgeschlossenen ist, wurde bis auf die Vorlage einer Änderung der Verordnung über den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen noch kein weiteres energiewirtschaftliches Gesetzesvorhaben beraten. 1.5 Branchensituation Das Marktumfeld der Speicherbranche in Deutschland ist weiterhin durch starken Wettbewerb bei nachhaltig niedrigen Sommer-Winter-Spreads sowie einer mäßigen Gaspreisvolatilität gekennzeichnet. Die schwierigen Marktbedingungen für die Speicherwirtschaft finden allerdings nur begrenzt Berücksichtigung in der Ausgestaltung des nationalen und europäischen Regulierungsrahmens. Die Nutzung der Speicher durch die Kunden erfolgt hauptsächlich zum Ausgleich der saisonalen Verbrauchsschwankungen zwischen Sommer und Winter, zur Deckung des Flexibilitätsbedarfs sowie zum wertorientierten Handel an den virtuellen Gashandelsplätzen. Speicherkunden, die sich auf den Ausgleich der Verbrauchsschwankungen sowie die Erfüllung des Flexibilitätsbedarfs von Regionalversorgern oder Stadtwerken fokussieren, reicht oft die saisonale Nutzung von Speichern aus. Insbesondere die zunehmende Kundengruppe der Gashandelsgesellschaften fokussiert sich auf die wertorientierte Nutzung von Speicherkapazitäten, bei der vor allen Dingen die Realisierung von kurzfristigen Preisunterschieden (Preisvolatilitäten) und Arbitragemöglichkeiten zwischen Marktgebieten im Vordergrund stehen. Insbesondere Kavernenspeicher eignen sich durch die schnelle Reaktionsfähigkeit für diese Anforderungen. Neben den zuvor genannten Nutzungsmöglichkeiten dienen Speicher nach wie vor der Gewährleistung der Versorgungssicherheit. So konnten sich auch im Jahr 2017 Speicherkunden wieder an Ausschreibungen der Transportnetzbetreiber bzw. Marktgebietsverantwortlichen für marktbasierte Absicherungsprodukte (Lastflusszusagen, Regelenergieprodukte) beteiligen. 1.6 Energiepreisentwicklung Der europäische Gasmarkt war im ersten Quartal des Jahres 2017 geprägt von hohem Ausspeicherungsbedarf verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Ursächlich für die zugrundeliegende Gasnachfrage war ein hoher Gaseinsatz in der Stromerzeugung, der durch eine niedrige Verfügbarkeit an Nuklearkapazitäten sowohl in Frankreich als auch in Deutschland verursacht wurde. Relativ kühle Temperaturen in der Hochphase des Winters führten zudem zu einer erhöhten Wärmenachfrage. Erst mit Eintreten wärmerer Temperaturen, vor allem im März 2017, entspannte sich die Gasspeichersituation. Dennoch starteten die Speicher mit relativ niedrigen Füllständen in das neue Speicherjahr, welches jeweils am 1. April eines Kalenderjahres beginnt. Der Markt war im Jahr 2017 durch einen vergleichsweise hohen Gasbedarf im Stromsektor geprägt. Dies resultierte aus einer geringeren Verfügbarkeit von Nuklearkraftwerken in Frankreich, Reservoirdefiziten in mehreren europäischen Ländern und durch "Fuel Switching" (Stromerzeugung durch Gaskraftwerke anstatt durch Kohlekraftwerke) aufgrund komparativer Preisvorteile der Gaskraftwerke. Trotz hoher norwegischer und russischer Gaslieferungen machten sich die in den letzten Jahren reduzierten Eigenproduktionsmengen sowie die relativ geringen, da dem globalen Wettbewerb ausgesetzten, LNG-Lieferungen in Nord-West-Europa bemerkbar. Am Ende des Gaswirtschaftsjahres 2017, welches jeweils am 1. Oktober eines Kalenderjahres endet, waren die Gasspeicher in Europa rund 5 % geringer gefüllt als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Allerdings konnte dieses Defizit bis Ende des Jahres auf rund 1,5 % reduziert werden. Preisentwicklung für Erdgasspeicherkapazitäten Uniper Energy Storage GmbH bietet Speicherkapazitäten sowohl zu Festpreisen als auch auf Basis von variablen Preismodellen an. Damit hat der Speicherkunde die Wahlmöglichkeit, entsprechend seiner Markt- und Risikoeinschätzung Speicherkapazitäten zu buchen. Die Festpreise erlauben dem Kunden die Sicherung von Speicherkapazitäten zu Preisen, die bei Vertragsschluss bereits der Höhe nach vereinbart und entsprechend vorab für die gesamte Vertragsdauer kalkulierbar sind. Planungssicherheit ist hier der wesentliche Vorteil. Die variablen Preismodelle bieten hingegen die Möglichkeit, Speicherkapazitäten über einen mittelfristigen Zeitraum zu jeweils jährlich ermittelten, am Handelsmarkt orientierten Preisen zu buchen. Während die Grundlagen der Preisermittlung damit ebenfalls bei Vertragsabschluss bereits festgelegt sind (z.B. Preisformel in Abhängigkeit von der Entwicklung der Sommer-Winter-Spreads für Gas am Markt) erfolgt die Ermittlung der Preishöhe für das jeweilige Speicherjahr erst vor Beginn des jeweiligen Speicherjahres anhand der vereinbarten Formel. Das Preisrisiko für Uniper Energy Storage GmbH wird dabei üblicherweise durch einen Mindestpreis begrenzt. Um auch nur kurzfristig zur Verfügung stehende Speicherkapazitäten vermarkten zu können, betreibt Uniper Energy Storage GmbH zusätzlich eine Day-Ahead Handelsplattform weiter, über die von Bestandskunden zu Tagespreisen Ein- und Ausspeicherleistung ge- oder verkauft werden können. 1.7 Geschäftsverlauf Insgesamt liegt das im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags abgeführte handelsrechtliche Ergebnis der Gesellschaft im Jahr 2017 mit 232,7 Mio. € deutlich über dem Vorjahr (71,0 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen durch im Vorjahr vorgenommene hohe außerplanmäßige Abschreibungen und Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften begründet. Gegenläufig wirken die im Geschäftsjahr geringeren Umsatzerlöse. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage2.1 Ertragslage 2.1.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Die Uniper Energy Storage GmbH wird in den Konzernabschluss der Uniper SE einbezogen, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wird. Ab dem Geschäftsjahr 2017 wird zur internen Steuerung und als wichtigster zentraler Leistungsindikator (KPI) für die operative Ertragskraft eines Geschäfts im Uniper-Konzern ein um nicht-operative Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("Adjusted EBIT") verwendet. Im Zuge der Umstellung der Konzernsteuerung auf Basis des Adjusted EBIT hat auch die Uniper Energy Storage GmbH ihre Steuerung umgestellt und verwendet ab dem Geschäftsjahr 2017 ebenfalls als Steuerungsgröße das Adjusted EBIT. Im Geschäftsjahr 2016 wurde zudem ein um nicht operative Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("Adjusted EBITDA") zu Steuerungszwecken zusätzlich herangezogen. Ausgangspunkt für die Ermittlung des Adjusted EBIT ist das unbereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern unter Berücksichtigung des Beteiligungsergebnisses ("EBIT"). Zur Erhöhung der Aussagekraft als Indikator für die operative Ertragskraft des Uniper-Geschäfts wird das EBIT um bestimmte nicht-operative Effekte bereinigt. Die nicht-operativen Ergebniseffekte umfassen konzernweit insbesondere Erträge und Aufwendungen aus der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten aus Sicherungsgeschäften sowie, soweit von wesentlicher Bedeutung, Buchgewinne/-verluste, Aufwendungen für Restrukturierung/Kostenmanagement, die vor der Abspaltung initiiert wurden, Wertminderungen/Wertaufholungen auf das Anlagevermögen, auf at equity bewertete Unternehmen sowie sonstige Finanzanlagen und auf Goodwill im Rahmen von Werthaltigkeitstests und sonstige nicht-operative Ergebnisbeiträge. Der KPI weicht vom Ergebnis nach Steuern auf Grundlage der Bilanzierungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) ab. Die Unterschiede ergeben sich - abgesehen vom Zinsergebnis - im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bilanzierungsvorschriften und Bewertungsmethoden. Die wesentlichen Bewertungsunterschiede zwischen IFRS und HGB ergeben sich unter anderem aus den verschiedenen Abschreibungsansätzen/-dauern des Anlagevermögens sowie dessen Aktivierbarkeit und unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen für Rückstellungen. Ferner enthält der KPI keine Gewinn- oder Verlustübernahmen aus Ergebnisabführungsverträgen. Das Adjusted EBIT der Uniper Energy Storage GmbH liegt für den Berichtszeitraum mit 439,3 Mio. € deutlich unter der Vergleichsperiode (603,1 Mio. €), aber spürbar über den Erwartungen. Wesentlicher Grund für das geringere Adjusted EBIT ist das Auslaufen verschiedener älterer Speichervermarktungsverträge, deren Kapazitäten in der Folge nur zu wesentlich schlechteren Konditionen vermarktet werden konnten. Verstärkte Anstrengungen zur Kostenreduzierung, die Inanspruchnahme zum Vorjahresende gebildeter Drohverlustrückstellungen sowie geringere Abschreibungen vor allem infolge vorjähriger Wertberichtigungen führten dazu, dass das Ergebnis dennoch spürbar über den Erwartungen liegt. 2.1.2 Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse betrugen für das Jahr 2017 687,9 Mio. € (Vorjahr 851,6 Mio. €). Mit Ende des Speicherjahres 2016/2017 sind im erheblichen Umfang langfristig vermarktete Speicherkapazitäten planmäßig ausgelaufen. Zwar konnten die Kapazitäten - zumeist mit ein- bis zweijähriger Laufzeit - neu vermarktet werden, die aktuell erzielten Marktpreise können das Niveau vergangener Jahre aber nicht erreichen. 2.1.3 Wesentliche Ergebnisentwicklungen Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 78 % auf 23,5 Mio. € (Vorjahr 107,3 Mio. €). Im Wesentlichen ist dies im Vergleich zum Vorjahr durch geringere Auflösungen von Rückstellungen und dem in 2016 vorgenommenen Verkauf der Erdgasspeicher in Hähnlein und Stockstadt begründet. Der Materialaufwand der Uniper Energy Storage GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 195,1 Mio. € (Vorjahr 206,1 Mio. €) verringert. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen für bezogene Leistungen zurückzuführen. Der Personalaufwand sank auf 18,4 Mio. € (Vorjahr 19,4 Mio. €). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind auf 103,6 Mio. € (Vorjahr 421,4 Mio. €) gesunken. Die Abschreibungen des Vorjahres waren geprägt von außerplanmäßigen Abschreibungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 48 % auf 94,8 Mio. € (Vorjahr 182,4 Mio. €). Dies ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch geringere Rückstellungszuführungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften bedingt. Gegenläufig wirkt ein Verlust aus dem Abgang von Gesellschaftsanteilen an der Uniper Energy Storage Limited, Birmingham/Großbritannien, die sich im Rahmen der Umstrukturierung des Gasspeichergeschäfts in Großbritannien in einer freiwilligen Liquidation befindet. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 18,3 Mio. € (Vorjahr 19,2 Mio. €) resultieren überwiegend aus den Ausschüttungen der Etzel Gas-Lager GmbH & Co. KG und der Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (Geschäftsjahr 82,3 Mio. €; Vorjahr: 77,3 Mio. €) sind im Wesentlichen durch Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen sowie Aufzinsungen langfristiger Rückstellungen geprägt. 2.1.4 Jahresergebnis Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags wurde der Jahresüberschuss in Höhe von 232,7 Mio. € an die Uniper Global Commodities SE abgeführt (im Vorjahr Abführung des Jahresüberschusses in Höhe von 71,0 Mio. €). 2.2 Finanzlage 2.2.1 Finanzstrategie Die Uniper Energy Storage GmbH ist in das Cashpooling-System des Uniper-Konzerns eingebunden, welches die zur Begleichung aller externen Zahlungsverpflichtungen nötige Liquidität bereitstellt. Die Uniper Energy Storage GmbH informiert die Uniper SE regelmäßig über ihren Finanzbedarf und die kurzfristige Liquiditätsplanung. 2.2.2 Cashflow und Finanzposition Die Finanzlage der Uniper Energy Storage GmbH wird durch das Cashpooling des Uniper-Konzerns sowie durch den Ergebnisabführungsvertrag geprägt. Die Uniper Energy Storage GmbH wies zum 31. Dezember 2016 eine Nettofinanzverschuldung von 801,7 Mio. € aus. Zum Jahresende 2017 beträgt die Nettofinanzverschuldung 499,4 Mio. €. Die Verringerung der Nettofinanzverschuldung zum Vorjahresstichtag beträgt 302,3 Mio. €. Die Nettofinanzposition wird definiert, indem liquide Mittel, finanzielle Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie langfristige Wertpapiere summiert werden, von denen dann die Finanzverbindlichkeiten abgezogen werden. Die Uniper Energy Storage GmbH berichtet über ihre Finanzlage unter anderem mit der Kennzahl Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit fortgeführter Aktivitäten. Mit 370,7 Mio. € war der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit positiv und lag dabei unterhalb des Vorjahreswerts von 557,1 Mio. €. Der Hauptgrund für die Verschlechterung lag im Wesentlichen an den gesunkenen Umsatzerlösen des Geschäftsjahres. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf -6,0 Mio. € (Vorjahr -5,3 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von -76,3 Mio. € (Vorjahr -318,6 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus der Auszahlung aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Uniper Global Commodities SE. 2.2.3 Vermögenslage Die Vermögenslage der Uniper Energy Storage GmbH weist eine typische Anlagenbetreiberstruktur auf, die weitgehend aus langfristigen Aktiva, Eigenkapital und langfristigen Verbindlichkeiten besteht. Das Anlagevermögen betrug zum Abschlussstichtag 1.479,7 Mio. € (Vorjahr: 1.612,6 Mio. €) und hat damit einen Anteil am Gesamtvermögen von 71 % (Vorjahr: 85 %). Das Anlagevermögen ist zu 18 % mit Eigenkapital finanziert (Vorjahr: 16 %). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 13 % (Vorjahr: 14 %). Die Investitionen der Uniper Energy Storage GmbH in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2017 betrugen 13,4 Mio. € und sind überwiegend mit Investitionen am Speicherstandort Epe verbunden. Die Uniper Energy Storage GmbH hat den Kavernenspeicher Krummhörn zum 1. April 2017 vom Markt genommen und begonnen obertägige Anlagenteile zurückzubauen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 20. Juli 2017 wurde die Uniper Storage Innovation GmbH, Essen, auf die Uniper Energy Storage GmbH verschmolzen. Mit Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der Uniper Energy Storage GmbH am 1. September 2017 ist das Vermögen der Uniper Storage Innovation GmbH im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf Uniper Energy Storage GmbH übergegangen. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten veränderten sich zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahrjahresende überwiegend durch eine höhere Ergebnisabführung an die Uniper Global Commodities SE und einem Anstieg der Forderungen aus dem konzernweiten Cashpooling gegen Uniper SE. Im Rahmen der Speichertätigkeit ist die Uniper Energy Storage GmbH auch Haftungsverhältnisse in Höhe von 664,7 Mio. € eingegangen. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurden außerbilanzielle Verpflichtungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen mit 1,7 Mrd. € ausgewiesen. 3. Mitarbeiter3.1 Mitarbeiteranzahl Die Belegschaft umfasst 158 Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2017, welche allesamt in Deutschland beschäftigt sind. Die Mitarbeiterzahl ist im Vergleich zu 2016 (172) rückläufig. 3.2 Anteil weiblicher Mitarbeiter, Altersstruktur und Teilzeitbeschäftigung Der Frauenanteil an der Belegschaft lag zum 31. Dezember 2017 bei 18,4 %. Das Durchschnittsalter bei der Gesellschaft betrug zum Jahresende 44 Jahre. Insgesamt 12 Mitarbeiter der Gesellschaft waren am Jahresende in Teilzeit beschäftigt. 3.3 Arbeitssicherheit, Objekt-, Gesundheits- und Umweltschutz Arbeitssicherheit, Objekt-, Gesundheits- und Umweltschutz (Health, Safety, Security and Environment - HSSE) sowie Energie- und Qualitätsmanagement haben für die Uniper Energy Storage GmbH höchste Priorität. Aus diesem Grund verfügt die Uniper Energy Storage GmbH über Managementsysteme gemäß OHSAS 18001:2007, TSM DVGW G-1000, DIN EN ISO 14001:2009, DIN EN ISO 9001:2008 sowie DIN EN ISO 50001:2011 und lässt diese extern zertifizieren. Im Geschäftsjahr 2017 erreichte die Uniper Energy Storage GmbH einen TRIF (Total Recordable Incidents Frequency) von 0,0. Der TRIF misst die Anzahl der arbeitsbedingten Unfälle und Berufserkrankungen einschließlich tödlicher Unfälle, Arbeits- und Dienstwegeunfälle mit und ohne Ausfalltage, die einer ärztlichen Behandlung bedurften oder wo weiteres Arbeiten nur an einem Ersatzarbeitsplatz bzw. nur ein eingeschränktes Weiterarbeiten möglich war, pro eine Million Arbeitsstunden. 4. Risiko- und ChancenberichtDas Risikomanagementsystem der Uniper Energy Storage GmbH basiert auf dem des Uniper-Konzerns und ist funktional organisiert. Die Zuständigkeit für Risiken wird dem funktionalen Team zugewiesen, das zur Verwaltung des entsprechenden Risikos am besten geeignet ist. Unternehmensspezifische Präzisierungen und Ergänzungen werden dort vorgenommen, wo sie die Geschäftsaktivitäten der Uniper Energy Storage GmbH erforderlich machen. Die Organisationsstruktur, Fachkompetenz, Kontrollen, Methoden, IT-Systeme, Prozesse und internen Richtlinien bilden wesentliche Bestandteile des Risikomanagementsystems der Uniper Energy Storage GmbH und stellen sicher, dass Risiken angemessen identifiziert, analysiert, bewertet und gesteuert werden. Die Uniper Energy Storage GmbH ist in das Risikomanagementsystem des Uniper-Konzerns integriert. Alle identifizierten wesentlichen Risiken werden an die zentrale Abteilung Enterprise Risk gemeldet und dort im Sinne eines integrierten Ansatzes unter Berücksichtigung der Risikoneigung des Konzerns gesteuert. 4.1 Risiken und Chancen Die Geschäftsaktivitäten der Uniper Energy Storage GmbH sind unvermeidbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Die Uniper Energy Storage GmbH ist maßgeblich operativen Risiken sowie Marktpreis- und Kreditrisiken ausgesetzt. Diesen stehen operative Chancen, Marktpreischancen und finanzwirtschaftliche Chancen gegenüber. 4.1.1 Operative Risiken/Chancen 4.1.1.1 Risiken/Chancen aus dem Betrieb technischer Anlagen Die Uniper Energy Storage GmbH verfügt über technisch hoch entwickelte und leistungsfähige Speicheranlagen. Die Speicheranlagen sind ein wesentlicher Bestandteil des europäischen Erdgasverbundsystems und leisten damit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Energieversorgung. Um betriebstechnischen Risiken und Störungen wirkungsvoll zu begegnen und vorzubeugen, werden folgende Maßnahmen regelmäßig durchgeführt:
4.1.1.2 Politische und Regulatorische Risiken/Chancen Externe Risiken ergeben sich aus dem politischen und regulatorischen Umfeld der Uniper Energy Storage GmbH, dessen Änderung zu Planungsunsicherheiten führen kann. Uniper Energy Storage GmbH verfolgt das Ziel, durch intensiven und konstruktiven Dialog mit Behörden und Politik sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene sachlich, kompetent und aktiv die Rahmenbedingungen mitzugestalten. Zusätzlich engagiert sich Uniper Energy Storage GmbH im deutschen Speicherverband "Initiative Erdgasspeicher" auf der Ebene des Vorstandes sowie in Arbeitskreisen und im europäischen Gasinfrastrukturverband (Gas Infrastructure Europe) auf Vorstands- und Arbeitsgruppenebene. Erfolge dieser intensiven Arbeit können u.a. darin gesehen werden, dass aktuell sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene konkrete Projekte zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Speichernutzung (z.B. zum Thema "Verbesserung der Netznutzungsbedingungen bei der Speicherbewirtschaftung durch eine sachgerechte Ausgestaltung der Transporttarife") erreicht werden konnten. Dennoch können sich aus den Aktivitäten der Europäischen Union, regulatorischen Maßnahmen oder potenziellen Regelungsänderungen nationaler Gesetze künftig Ertragsrisiken für Uniper Energy Storage GmbH ergeben, deren Höhe sich heute nicht abschätzen lässt. Beispielsweise können die Einführung von Speichervorhalteverpflichtungen wie derzeit in Frankreich das Auslastungsrisiko verringern aber andererseits die Speichernutzungsmöglichkeiten ohne flankierende regulatorische Maßnahmen entwerten. Die politischen und regulatorischen Umfeldbedingungen, die bezugs- und absatzseitigen Gasmärkte sowie deren kurz- und langfristige Entwicklungen werden unternehmensweit ständig beobachtet und beurteilt. 4.1.2 Marktrisiken/-chancen 4.1.2.1 Commoditypreisrisiken/-chancen Dem Beschaffungsrisiko beim Bezug von Antriebsenergie für die Verdichteranlagen wird durch Bezug bei der Muttergesellschaft Uniper Global Commodities SE oder anderen etablierten Energieversorgungsunternehmen Rechnung getragen. Im Zuge der Einzelspeichervermarktung sichert Uniper Energy Storage GmbH Preisrisiken aus der Veränderung von Commoditypreisen durch die Bindung an entsprechende Preisindizes auf der Vermarktungsseite ab. 4.1.2.2 Risiken/Chancen im Zusammenhang mit dem Marktumfeld Die Speicherkapazitäten der Uniper Energy Storage GmbH waren in den letzten Geschäftsjahren über kurz-, mittel- und langfristige Verträge vollständig vermarktet. Auch die erheblichen Kapazitäten der im Speicherjahr 2017/2018 ausgelaufenen Langfristverträge konnte Uniper Energy Storage GmbH erfolgreich zumeist mit ein- bis zweijähriger Laufzeit zu Marktpreisen neu vermarkten, so dass auch in diesem Speicherjahr wiederum eine Vollvermarktung erreicht werden konnte. Um eine vollständige Vermarktung aller derzeit noch nicht kontrahierten Kapazitäten auch in den kommenden Jahren zu gewährleisten, hat Uniper Energy Storage GmbH bereits frühzeitig im Rahmen der strategischen Planung Vertriebskonzepte mit mehrjährigem Planungshorizont entwickelt. Bei der operativen Geschäftstätigkeit ergeben sich für Uniper Energy Storage GmbH zudem Chancen und Risiken in Verbindung mit der Entwicklung insbesondere der saisonalen wie auch intrasaisonalen Marktpreisdifferenzen. Nach Einschätzung der Gesellschaft sind die Vermarktungsrisiken jedoch hinsichtlich ihres Umfangs begrenzt. Für die im Rahmen von Vermarktungen erzielbaren Preise wird auf folgende Ziffer 4.1.3 verwiesen. 4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken/Chancen Uniper Energy Storage GmbH ist bei ihrer operativen Geschäftstätigkeit und den daraus resultierenden Finanzaktivitäten finanzwirtschaftlichen Risiken im Zusammenhang mit der Beschaffung von Speicherkapazitäten bei Dritten zur Weitervermarktung und der Beschaffung von Antriebsenergie für den Betrieb von Verdichteranlagen ausgesetzt. Zur Begrenzung der Risiken aus der Anmietung von Speicherkapazitäten bediente sich die Gesellschaft vertraglicher Bindungen. Leistungsumfang und Leistungskonditionen sind langfristig festgelegt und in ihrer Entwicklung durch die Bindung an öffentlich zugängliche Indexreihen nachvollziehbar sowie mit ausreichender Sicherheit prognostizierbar. Die Laufzeit dieser bezugsseitigen Verträge überschreitet die der Vermarktungsseite teilweise bei Weitem. Auch sind die vertraglichen Bedingungen im Vergleich zu denen, die bei aktuellen Neuabschlüssen auf der Absatzseite realisiert werden können, finanziell nachteilig. Uniper Energy Storage GmbH begegnet dem durch die Bildung absatzseitiger Drohverlustrückstellungen sowie umfangreiche Bemühungen, eine Anpassung der bezugsseitigen Konditionen zu erreichen. 4.1.4 Kreditrisiko Auf der Vermarktungsseite besteht ein allgemeines Adressenausfallrisiko. Diesem wird durch dingliche Sicherung der Forderungen mit Bezug auf die eingespeicherten Gasmengen Rechnung getragen. Zudem führt Uniper Energy Storage GmbH regelmäßig Bonitätsprüfungen ihrer Kunden durch. 4.2 Beurteilung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung Die Gesamtrisiko-/Chancensituation der Uniper Energy Storage GmbH wird regelmäßig analysiert und beurteilt und mit dem Management erörtert. Insgesamt hat sich die Risiko- und Chancenlage der Uniper Energy Storage GmbH im operativen Geschäft im Jahr 2017 gegenüber dem Jahresende 2016 kaum verändert. Aus heutiger Sicht sind durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag für die absehbare Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Es bestehen keine wesentlichen Abhängigkeiten von einzelnen, nicht dem Uniper-Konzern zugehörigen Kunden und Lieferanten. 5. Prognosebericht5.1 Voraussichtliche Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die OECD erwartet für das Jahr 2018 eine geringe Beschleunigung des globalen Wachstums, welches gleichwohl im Vergleich zu früheren Aufschwüngen verhalten bleibt. Konjunkturelle Treiber sind dabei vor allem die positive Beschäftigungsentwicklung sowie die günstigen Finanzierungsbedingungen bei weiterhin expansiver geld- und fiskalpolitischer Ausrichtung. In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden ist von einer weiterhin robusten Konjunktur auszugehen. Getragen wird das Wachstum von den Investitionen bei anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen und dem anhaltenden Beschäftigungsaufschwung. Auch die Exporte dürften weiter vom globalen Wirtschaftsaufschwung profitieren. Gleiches gilt für den Euroraum insgesamt, wenngleich das Arbeitslosigkeitsniveau in vielen europäischen Ländern nach wie vor hoch ist, weshalb das Lohnwachstum und auch die Inflation niedrig bleiben dürften. Trotz sichtbarer Fortschritte bilden ungelöste Schuldenprobleme im Bankensektor sowie in den Staatshaushalten, insbesondere in Italien und anderen südeuropäischen Ländern, nach wie vor erhebliches Risikopotential. In den USA dürfte sich die Expansion der Wirtschaft im Jahr 2018 nochmals leicht beschleunigen. Wachstumstreiber bleiben dabei weiterhin der private Konsum und die Investitionen, welche von den beschlossenen Steuerreformen profitieren dürften. Zwar wird die US-Notenbank "Federal Reserve" den geldpolitischen Expansionsgrad weiter verringern, aber der Beschäftigungsaufschwung dürfte sich in einem höheren Lohnwachstum und damit höherer Kaufkraft niederschlagen. Für Großbritannien ist hingegen eine weitere Verlangsamung des Wachstums zu erwarten, da insbesondere die Konsumausgaben unter dem inflationsbedingten Kaufkraftverlust leiden dürften. Auch die Investitionstätigkeit dürfte in Folge des anstehenden "Brexit" und den damit verbundenen Unwägbarkeiten verhalten bleiben. In Schweden erwartet die OECD ebenfalls eine leichte konjunkturelle Verlangsamung, da sich auf dem Arbeitsmarkt ein zunehmender Arbeitskräftemangel abzeichnet, der die Investitionen insbesondere im Baugewerbe bremsen dürfte. In Russland dürfte der Aufschwung bei stabilen Ölpreisen und verbesserten Finanzierungsbedingungen anhalten, das Wachstum insgesamt aber verhalten bleiben. 5.2 Energiemärkte Insgesamt ist auf den Energiemärkten für das Jahr 2018 mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen, da diese weiterhin deutlich durch gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und politische Entscheidungen beeinflusst werden. Die Einflussfaktoren für den Gasmarkt werden voraussichtlich auch im Jahr 2018 denen für den Gasmarkt im vergangenen Jahr 2017 ähneln, mit absehbar hohem Einspeicherungsbedarf im folgenden Sommer - bei saisonal normalen Wetterverhältnissen im Winter. Nordwesteuropa wird weiter global um LNG-Lieferungen konkurrieren. Die angestoßenen Kohlekapazitätsreduktionen werden voraussichtlich weiter die Gasnachfrage im Stromsektor begünstigen und die Eigenproduktion in der Europäischen Union wird weiter zurückgehen. Die allgemeine Situation im Speichermarkt hat in der jüngeren Vergangenheit bereits dazu geführt, dass der Betrieb von Speichern für die Betreiberfirmen unwirtschaftlich wurde und als Konsequenz einzelne Speicherschließungen vorbereitet wurden bzw. werden. Auch die Uniper Energy Storage GmbH hat sich entschieden, den Speicher Krummhörn vom Markt zu nehmen und keine weiteren Speicherverträge mehr für diesen abzuschließen sowie einzelne obertägige Anlagenteile am Standort zurückzubauen. Unter anderem aufgrund ihrer durch langjährige Erfahrung erworbenen Kompetenz wird die Uniper Energy Storage GmbH aber auch weiterhin die führende Speichergesellschaft am Markt für Speicherdienstleistungen sein. 5.3 Personal Durch die Einsparungen im Rahmen des Kostensenkungs- und Reorganisationsprogramms wird es unter anderem voraussichtlich zu einem Rückgang der Mitarbeiterzahl kommen. 5.4 Erwartete Ertragslage Die künftige Entwicklung der Uniper Energy Storage GmbH ist von einem störungsfreien Betrieb der Anlagen abhängig. Zudem ist die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch im Konzernzusammenhang zu sehen. Für die Uniper Energy Storage GmbH wird in 2018 vor allem durch weiter rückläufige Erlöse aus der Vermarktung von Speicherkapazitäten ein deutlich niedrigeres Adjusted EBIT nach IFRS erwartet. 5.5 Erwartete Finanzlage Der Uniper-Konzern stellt über ein konzernweites Cashpooling-System die zur Begleichung aller externen Zahlungsverpflichtungen nötige Liquidität für die Uniper Energy Storage GmbH bereit. Die künftige Entwicklung der Uniper Energy Storage GmbH und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind im Konzernzusammenhang und im Rahmen der Vertragsstruktur der Gesellschaft zu sehen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Uniper Energy Storage GmbH wird sich - auch durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag - weiterhin geordnet darstellen. 5.6 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft Die zukünftige Entwicklung der Uniper Energy Storage GmbH ist geprägt durch eine rückläufige Entwicklung des Speichergeschäftes. Chancen eröffnen sich im Wesentlichen bei einem sich ändernden Marktumfeld, durch politische und regulatorische Entwicklungen sowie durch die Umsetzung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Risiken ergeben sich im Wesentlichen durch den operativen Betrieb, rechtliche, regulatorische sowie politische und kommerzielle Risiken. Zusammenfassend ist das Fortbestehen der Uniper Energy Storage GmbH entsprechend des Grundsatzes der Unternehmensfortführung für die absehbare Zukunft gesichert. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Uniper Energy Storage GmbH bietet im Zusammenhang mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag eine geeignete Basis für Uniper Energy Storage GmbH, um den Risiken und Chancen in der Zukunft zu begegnen. Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017A. Allgemeine GrundlagenDie Uniper Energy Storage GmbH mit Sitz in Essen wird beim Amtsgericht Essen unter der Nummer HRB 20318 im Handelsregister geführt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Uniper Energy Storage GmbH werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) aufgestellt. Die Uniper Energy Storage GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T €) angegeben. Um die Übersichtlichkeit und Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen bzw. erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Gemäß § 291 HGB ist die Uniper Energy Storage GmbH von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen, befreit. Die Uniper Energy Storage GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den befreienden Konzernabschluss der Uniper SE, Düsseldorf, einbezogen. Die Uniper SE ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Uniper SE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden. Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht der Uniper SE werden einschließlich des Bestätigungsvermerks im Bundesanzeiger bekannt gemacht. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAktiva Anlagevermögen Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie die aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Bei beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die vor dem 1. Januar 2010 angeschafft oder hergestellt worden sind und degressiv abgeschrieben wurden, wurde im Rahmen der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) zum 1. Januar 2010 das Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt und die degressive Abschreibung fortgeführt. Vermögensgegenstände, die ab dem 1. Januar 2010 angeschafft und hergestellt wurden, werden ausschließlich linear abgeschrieben. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:
Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam erfasst. Für abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten jeweils 150 €, aber nicht 1.000 € übersteigen, wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben und am Ende des fünften Jahres jeweils ausgebucht wird. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei technischer oder wirtschaftlicher Wertminderung. Bei Wegfall der Gründe der Wertminderungen werden Wertaufholungen vorgenommen. Sofern nach den Grundsätzen über Finanzierungsleasing das wirtschaftliche Eigentum an Speicherkapazitätsanteilen handelsrechtlich der Uniper Energy Storage GmbH zuzuordnen ist, aktiviert die Uniper Energy Storage GmbH den Speicherkapazitätsanteil/Vermögensgegenstand in Höhe der Anschaffungskosten, die dem Barwert der Speicherentgeltzahlungen unter Anwendung eines risikoadjustierten Fremdkapitalzinses entsprechen, und passiviert in gleicher Höhe eine sonstige Verbindlichkeit. Im Rahmen der Folgebilanzierung wird der aktivierte Vermögensgegenstand über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Speicheranlagen bzw. entsprechend der kürzeren Vertragsdauer abgeschrieben. Die Auflösung des Tilgungsanteils der Verbindlichkeit erfolgt ergebnisneutral, die Auflösung des Zinsanteils der Verbindlichkeit ergebniswirksam. Innerhalb der Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten angesetzt. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Bei Wegfall der Gründe der Wertminderungen werden Wertaufholungen vorgenommen. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert bilanziert. Zugänge bei unverzinslichen und niedrig verzinslichen Ausleihungen sind zum Barwert aktiviert, Aufzinsungen als Zugang ausgewiesen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 20. Juli 2017 wurde die Uniper Storage Innovation GmbH, Essen, auf die Uniper Energy Storage GmbH verschmolzen. Mit Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der Uniper Energy Storage GmbH am 1. September 2017 ist das Vermögen der Uniper Storage Innovation GmbH im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf Uniper Energy Storage GmbH übergegangen. Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten. Umlaufvermögen Die Vorräte werden unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips erfasst. Die Vorräte werden grundsätzlich im Einklang mit § 240 Abs. 4 HGB mittels des Durchschnittskostenverfahrens bewertet und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bilanziert. In diese werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens eingerechnet. Bestände von Zertifikaten aus ökologischen Anreiz- bzw. Regulierungssystemen (CO 2-Zertifikate; sog. Emissionsrechte) werden als Vorräte ausgewiesen, im Einklang mit § 240 Abs. 4 HGB mittels des Durchschnittskostenverfahrens bewertet und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen sind mit ihren Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen für mögliche Ausfallrisiken angesetzt (niedrigerer beizulegender Wert). Der Ausweis der Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt grundsätzlich unsaldiert. Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung sowie aus Altersteilzeitguthaben und Langzeitkonten der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel im Rahmen eines sogenannten Contractual Trust Arrangements (CTA) in inländischen Fondsanteilen, einer Beteiligung an einer luxemburgischen Personengesellschaft sowie in Festgeldern bzw. liquiden Mitteln angelegt. Die Fondsanteile werden vom Uniper Pension Trust e.V., Düsseldorf, und die Festgelder bezüglich Altersteilzeitguthaben und Langzeitkonten von dem Energie-Sicherungstreuhand e.V., Hannover, treuhänderisch für die Uniper Energy Storage GmbH verwaltet. Die betreffenden Vermögensgegenstände sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser wird mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Sofern sich ein die Verpflichtungen übersteigender beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens ergibt, wird dieser als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Ein sich ergebender Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Passiva Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Kapitalrücklage wurde nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB dotiert. Rückstellungen Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind darin auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Es finden die Abzinsungssätze Anwendung, die unter Berücksichtigung der Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht werden. Für zum Bilanzstichtag drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden auf Basis der Verpflichtungsüberschüsse entsprechende Rückstellungen gebildet. Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie Deputate, die Altersversorgungscharakter haben und als Rentenbaustein gewertet werden, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Weiterhin sind ein Gehaltstrend und eine Rentendynamik berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Vorruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Der Uniper Pension Trust e.V. verwaltet zentral als Treuhänder das Deckungsvermögen für die Uniper Energy Storage GmbH. Das Portfolio besteht aus Anteilen an dem inländischen Spezial-Fonds PSF (Wertpapiere) sowie aus Anteilen an der UPT Global Alternatives S.C.S. SICAV-SIF, Luxemburg. Die UPT Global Alternatives S.C.S. SICAV-SIF stellt eine Personengesellschaft nach luxemburgischem Recht dar, die in Immobilienfonds oder Private Equity Fonds investiert. Da die UPT Global Alternatives S.C.S. SICAV-SIF Deckungsvermögen darstellt, wird diese Gesellschaft nicht in den Konzernabschluss der Uniper einbezogen. Für Pensionsleistungen, die über den mittelbaren Durchführungsweg des Pensionsfonds erbracht werden, haftet die Uniper Energy Storage GmbH nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) weiterhin subsidiär. Das Vermögen des Pensionsfonds deckt den Erfüllungsbetrag der übertragenen Versorgungsverpflichtungen/-anwartschaften. Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Analog zu den Pensionsverpflichtungen wird für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen. Ferner wird ein Gehaltstrend berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde. Für Altersteilzeit- und Vorruhestandsverpflichtungen wird von einer Duration von unter einem Jahr bzw. 2,5 Jahren ausgegangen. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgeleitet. Ferner wird ein Gehaltstrend von jeweils 2,25 Prozent p.a. berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Der Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgt grundsätzlich unsaldiert. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Höchstwert- bzw. Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Passive latente Steuern Passive latente Steuern werden ausgewiesen, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die latenten Steuern betreffen die österreichische Betriebsstätte, die nicht in den ertragsteuerlichen Organkreis der Uniper SE einbezogen wird. C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz(1) Anlagevermögen Die in der Bilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind in der gesonderten Aufstellung "Entwicklung des Anlagevermögens" dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs. (2) Sachanlagen Die Zugänge zu den Sachanlagen entfallen überwiegend auf Investitionen am Speicherstandort Epe. Die Uniper Energy Storage GmbH hat den Kavernenspeicher Krummhörn zum 1. April 2017 vom Markt genommen und begonnen, obertägige Anlagenteile zurückzubauen. (3) Finanzanlagen Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Uniper Energy Storage GmbH ist integraler Bestandteil des Anhangs und erfolgt am Ende des Anhangs. Im Rahmen der Umstrukturierung des Gasspeichergeschäfts in Großbritannien befindet sich die Uniper Energy Storage Limited, Birmingham/Großbritannien, in einer freiwilligen Liquidation. Die damit zusammenhängende Herabsetzung der Gesellschaftsanteile im Geschäftsjahr 2017 führt zu einem Buchwertabgang in Höhe von 40.200 T €. Mit Verschmelzungsvertrag vom 20. Juli 2017 wurde die Uniper Storage Innovation GmbH auf die Uniper Energy Storage GmbH verschmolzen. Mit Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der Uniper Energy Storage GmbH am 1. September 2017 ist das Vermögen der Uniper Storage Innovation GmbH im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf Uniper Energy Storage GmbH übergegangen. (4) Vorräte
Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind Vorratsmaterialien der Erdgasspeicher ausgewiesen. In den unfertigen Leistungen sind an Dritte abzurechnende Aufträge enthalten. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus der Vermarktung von Speicherkapazitäten und dem Dienstleistungsgeschäft. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich überwiegend aus dem konzerninternen Cashpooling mit der Uniper SE in Höhe von 519.680 T € (Vorjahr 233.187 T €). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.123 T € (Vorjahr: 6.222 T €) enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus Gewinnansprüchen. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 105 T € (Vorjahr: 1.727 T €) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungs- und sonstige Ansprüche sowie geleistete Anzahlungen enthalten. (6) Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel bestehen ausschließlich aus Bankguthaben. (7) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Aus der Verrechnung der Deckungsvermögen im Zusammenhang mit dem Erfüllungsrückstand der Pensionsverpflichtungen ergab sich im Geschäftsjahr 2016 ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzte:
(8) Eigenkapital Das Eigenkapital der Uniper Energy Storage GmbH blieb im Geschäftsjahr unverändert. Alleingesellschafterin ist die Uniper Global Commodities SE, Düsseldorf.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sind entsprechende Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt in inländische Fondsanteile, sowie einer Beteiligung an einer luxemburgischen Personengesellschaft, die vom Uniper Pension Trust e.V. treuhänderisch verwaltet werden, angelegt. Sie sind in Anwendung des § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beläuft sich für die Uniper Energy Storage GmbH zum Abschlussstichtag auf 30.307 T € und liegt um 2.052 T € über den Anschaffungskosten von 28.255 T €. Der Werterhöhung stehen frei verfügbare Rücklagen in ausreichender Höhe gegenüber. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2017 für die Uniper Energy Storage GmbH 5.373 T €. Diesem Betrag stehen frei verfügbare Rücklagen in ausreichender Höhe gegenüber. (9) Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
(10) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsverpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer. In den Pensionsverpflichtungen sind die Verpflichtungen aus Gasdeputaten enthalten. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind im Rahmen eines sogenannten Contractual Trust Arrangements (CTA) teils durch inländische Fondanteile, teils durch Anteile an einer Beteiligung an einer luxemburgischen Personengesellschaft, die jeweils vom Uniper Pension Trust e.V. treuhänderisch verwaltet werden, besichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Der in der nachstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen beziehungsweise allgemein anerkannter Bewertungsmethoden zum Abschlussstichtag abgeleitet. Der Zeitwert der gegenüber Anspruchsberechtigten verpfändeten Forderungen entspricht den Anschaffungskosten in Höhe des vom Versicherer nachgewiesenen Deckungskapital zum 29. Dezember 2017.
Der angewandte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich im Geschäftsjahr 2017 auf 3,68 Prozent p.a. (im Vorjahr 4,01 Prozent p.a.). Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von gegenüber dem Vorjahr unveränderten 2,25 Prozent p.a. und eine Rentendynamik von gegenüber dem Vorjahr unveränderten 1,75 Prozent p.a. zugrunde gelegt. Analog zu den Pensionsverpflichtungen wird für Deputatsverpflichtungen, die Altersversorgungscharakter haben und als Rentenbaustein gewertet werden, ein Rechnungszinssatz von 3,68 Prozent p.a. (im Vorjahr 4,01 Prozent p.a.) herangezogen. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von gegenüber dem Vorjahr unveränderten 1,75 Prozent p.a. zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr wird § 253 Abs. 2 HGB in der Fassung des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften angewandt. Der damit geänderte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, beträgt 3,68 Prozent. Ohne Berücksichtigung dieser Änderungen hätte sich ein durchschnittlicher Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ermittelt hätte, von 2,8 Prozent ergeben. (11) Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen des Vorjahres betrafen Körperschaftsteuern früherer Geschäftsjahre sowie offene Betriebsprüfungszeiträume der österreichischen Betriebstätte. Im Geschäftsjahr ergangene Steuerbescheide führten zur Inanspruchnahme. (12) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, für Rekultivierungsmaßnahmen sowie für noch ausstehende Abrechnungen. Soweit die durch BilMoG geänderten Bewertungsregeln nach § 253 HGB im Umstellungsjahr 2010 zu einer Auflösung von sonstigen Rückstellungen führten und mit einer Zuführung bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zu rechnen ist, wurde der höhere Wertansatz beibehalten. Der Betrag der Überdeckung beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 3.949 T €. Für die Vorruhestandsverpflichtungen ergibt sich bei einer Duration von 2,5 Jahren (im Vorjahr 2,9 Jahre) ein Rechnungszins von 1,38 Prozent p.a. (im Vorjahr 1,79 Prozent p.a.). Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von gegenüber dem Vorjahr unveränderten 2,25 Prozent p.a. zugrunde gelegt. Für Altersteilzeitverpflichtungen ergibt sich bei einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Duration von unter einem Jahr ein Rechnungszins von 0,00 Prozent p.a. (im Vorjahr 0,00 Prozent p.a.). Ferner wurde ein Gehaltstrend von gegenüber dem Vorjahr unveränderten 2,25 Prozent p.a. berücksichtigt. Von der Rückstellung für Altersteilzeit wurde der auf den Erfüllungsrückstand entfallende Teil mit den Festgeldanlagen beim Energie-Sicherungstreuhand e.V., Hannover, wie folgt verrechnet:
Der beizulegende Zeitwert der Festgeldanlagen stimmt mit den Anschaffungskosten überein. Für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen wird ein Rechnungszinssatz von 2,8 Prozent p.a. (im Vorjahr 3,23 Prozent p.a.) herangezogen. Ferner wurde ein Gehaltstrend von gegenüber dem Vorjahr unveränderten 2,25 Prozent p.a. zugrunde gelegt. (13) Verbindlichkeiten
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen resultieren im Wesentlichen aus Gemeinschaftsprojekten mit Dritten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren vor allem aus Speicherentgelten für angemietete Speicherkapazitäten sowie dem Dienstleistungsgeschäft. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen die Gewinnabführung an die Uniper Global Commodities SE für das Geschäftsjahr 2017 sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen. Die Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin Uniper Global Commodities SE beträgt zum Abschlussstichtag 233.267 T € (Vorjahr 73.248 T €). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren vor allem aus einer Verbindlichkeit aus Liquiditätsüberschüssen der Etzel Gas-Lager GmbH & Co. KG, Friedeburg-Etzel, sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Leasingverbindlichkeiten. Darüber hinaus sind im Wesentlichen Zuschüsse sowie noch nicht fällige Steuerverpflichtungen erfasst. Für die Verbindlichkeiten bestehen maximal im branchenüblichen bzw. gesetzlichen Umfang entstehende Sicherheiten. (14) Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten betrifft vertragsgemäß vereinnahmte Zahlungen im Zusammenhang mit der Vermarktung von Speicherkapazitäten, die wirtschaftlich Folgejahren zuzurechnen sind und über den Leistungszeitraum vereinnahmt werden. (15) Passive latente Steuern Zum Abschlussstichtag werden für die österreichische Betriebsstätte keine latenten Steuern ausgewiesen, da sich ein Aktivüberhang ergibt und vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht wird. Die sich grundsätzlich ergebenden latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen der deutschen Handelsbilanz und der österreichischen Steuerbilanz. Den Berechnungen für 2017 und 2016 liegt ein Steuersatz von 25 % zugrunde. Zum Bilanzstichtag ergeben sich passive latente Steuern aus dem Sachanlagevermögen sowie den immateriellen Vermögensgegenständen. Diese passiven latenten Steuern können vollständig mit aktiven latenten Steuern aus sonstigen Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten saldiert werden. Der steuerliche Verlustvortrag der Betriebsstätte wird nicht in die Saldierung einbezogen. Der im Vorjahr 2016 erfolgte Ausweis passiver latenter Steuern in Höhe von 4.181 T € setzte sich aus der Saldierung aktiver latenter Steuern in Höhe von 170.312 T € auf sonstige Verbindlichkeiten und steuerliche Verlustvorträge mit den passiven latenten Steuern in Höhe von 174.493 T € auf Differenzen beim Anlagevermögen und bei den sonstigen Rückstellungen zusammen. D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung(16) Umsatzerlöse Die mit 687.855 T € (Vorjahr: 851.568 T €) ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der Vermarktung von Speicherkapazitäten sowie dem Dienstleistungsgeschäft. Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland erzielt. Darüber hinaus sind Erlöse aus der Speichervermarktung in Österreich enthalten. Diese belaufen sich auf rund 17 Prozent (Vorjahr: rund 19 Prozent) der gesamten Umsatzerlöse. (17) Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen Die Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen beträgt 9.434 T € (Vorjahr: 1.307 T €) und ist Folge ausstehender Abrechnungen aus laufenden Projekten. (18) Sonstige betriebliche Erträge Dieser Posten enthält im Berichtsjahr vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 17.474 T € und Buchgewinne aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens. Aus der Fremdwährungsbewertung ergeben sich Erträge in Höhe von 3 T € (Vorjahr: 7 T €). (19) Personalaufwand
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind im Zinsergebnis ausgewiesen.
(20) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen betragen insgesamt 103.616 T € und beinhalten im Wesentlichen Wertminderungen bei den Maschinen und technischen Anlagen. Außerplanmäßige Wertminderungen waren im Geschäftsjahr in Höhe von 16.339 T € zu erfassen (Vorjahr: 321.697 T €). (21) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Geschäftsjahr 2017 mit 49.502 T € im Wesentlichen Rückstellungszuführungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Anhaltend negative Entwicklungen des Marktumfeldes sind verantwortlich für verschlechterte Ertragsprognosen und führen zu drohenden Verlusten schwebender Verträge. Im Rahmen der Umstrukturierung des Gasspeichergeschäfts in Großbritannien befindet sich die Uniper Energy Storage Limited in einer freiwilligen Liquidation. Der damit verbundene Abgang von Anteilen an der Gesellschaft führt bei Uniper Energy Storage GmbH zu einem Verlust in Höhe von 26.235 T €. Die sonstigen Steuern belaufen sich im Geschäftsjahr auf 1.818 T € (Vorjahr: 2.045 T €) und sind im Wesentlichen durch Strom- und Energiesteuern bedingt. Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung ergeben sich in Höhe von 2 T € (Vorjahr: 8 T €). (22) Finanzergebnis Das Finanzergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2017 64.612 T € (Vorjahr: 57.569 T €). Die einzelnen Bestandteile des Finanzergebnisses sind in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. (23) Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist ein Aufwand in Höhe von 1.635 T € aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (2.835 T €) nach Verrechnung mit dem Nettoertrag aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert (1.200 T €) enthalten. (24) Steuern Der Posten beinhaltet Aufwendungen und Erträge österreichischer Körperschaftsteuer in Höhe von gesamt 2.801 T € (Vorjahr: Erträge in Höhe von 4.284 T €). Des Weiteren sind Erträge aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von 4.181 T € erfasst (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 4.181 T €). Die Steuern betreffen die österreichische Betriebsstätte, die nicht in den ertragsteuerlichen Organkreis der Uniper SE einbezogen wird. Auf die Erhebung von Ertragsteuerumlagen wird im Organkreis der Uniper SE verzichtet. (25) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags wurde der Jahresüberschuss in Höhe von 232.721 T € an die Uniper Global Commodities SE abgeführt. E. Sonstige AngabenGeschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG Gemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen und assoziierten Unternehmen im Anhang gesondert auszuweisen. Die Uniper Energy Storage GmbH schließt mit diesen Unternehmen Kapazitätsnutzungsverträge sowie damit in Verbindung stehende Dienstleistungsverträge ab. Für alle Verträge wurden marktübliche Konditionen vereinbart. Die Uniper Energy Storage GmbH ist in das konzernweite Cashpooling der Uniper SE eingegliedert. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Forderung aus dem Cashpooling auf 519.680 T € (Vorjahr 233.187 T €). Die Bereitstellung der Finanzmittel erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Das Zinsergebnis wird diesbezüglich in Höhe von 1.503 T € (Vorjahr: 426 T €) belastet. Rechnungslegungsmäßige Entflechtung der Rechnungslegung Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft stellen die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung des Tätigkeitsbereichs "Gasspeicherung" im Sinne des § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 EnWG dar. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2017 liegen nicht vor. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Rahmen der Beteiligung an nationalen Speicherprojekten sowie aus der Veräußerung von Anteilen an einer ehemaligen Gasspeichertochter in Budapest/Ungarn hat die Uniper Energy Storage GmbH Garantien übernommen. Aus diesen Garantien bestehen zum 31. Dezember 2017 Verpflichtungen von insgesamt 664,7 Mio. €. Haftungsverhältnisse werden bei der Uniper Energy Storage GmbH nur nach intensiver Abwägung des Risikos und grundsätzlich nur in Verbindung mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen eingegangen. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses werden aus der Risikoevaluierung gewonnene Erkenntnisse in die Bewertung der Haftungsverhältnisse und der ihnen zugrundeliegenden Verpflichtungen einbezogen. Die Uniper Energy Storage GmbH geht davon aus, dass sämtliche Verpflichtungen erfüllt werden können und daher das Risiko der Inanspruchnahme bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen als unwahrscheinlich eingestuft wird. Aufgrund langjähriger Erfahrungswerte aus begebenen Garantien sind diese Verpflichtungen nicht zu passivieren, da nach dem Gesamtbild der Verhältnisse nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist. In Wahrnehmung der vertraglich übernommenen Aufgabe der Gasspeicherung für ihre Kunden ist die Uniper Energy Storage GmbH langfristige vertragliche Verpflichtungen eingegangen. Diese umfassen im Wesentlichen finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Lease-Verträgen für angemietete Speicher sowie aus dem Bestellobligo. Der Gesamtbetrag dieser Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2017 1,7 Mrd. € (davon verbundene Unternehmen: 2,2 Mio. €). Die Vorteile der außerbilanziellen Geschäfte liegen in der langfristigen Verfügbarkeit von Kapazitäten bei den angemieteten Speichern. Risiken können sich dann ergeben, wenn sich Inkongruenzen aus gemieteten und vermarkteten Speicherkapazitäten ergeben. Honorar des Abschlussprüfers Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Anhang bei der Uniper SE enthalten. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2017 war Herr Dr. Axel Wietfeld alleiniger Geschäftsführer der Uniper Energy Storage GmbH. Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge verzichtet.
Essen, 9. Februar 2018 Uniper Energy Storage GmbH Dr. Axel Wietfeld Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB
1) nicht konsolidiertes verbundenes Unternehmen aufgrund untergeordneter Bedeutung (bewertet zu Anschaffungskosten) 2) Gemeinschaftsunternehmen 3) assoziiertes Unternehmen (bewertet nach Equity-Methode) 4) assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen aufgrund untergeordneter Bedeutung (bewertet zu Anschaffungskosten) Entwicklung des Anlagevermögens der Uniper Energy Storage GmbH, Essen, zum 31. Dezember 2017
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Uniper Energy Storage GmbH, Essen VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Uniper Energy Storage GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Uniper Energy Storage GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, geprüft. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, in allen wesentlichen Belangen erfüllt. Wir haben unsere Prüfung nach § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend sowie im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" weitergehend beschrieben. Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie zur Einhaltung dieser Pflichten als notwendig erachtet haben. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt wurden sowie einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung umfasst die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Düsseldorf, den 16. Februar 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Servos, Wirtschaftsprüfer ppa. Theresia Korste, Wirtschaftsprüferin Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde am 10. April 2018 festgestellt. |
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