Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 212056
Vorher
All3DP UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
22.5.2014
Branche
Herstellung von Maschinen für die additive FertigungErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenDatenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Entwicklung und Betrieb von Plattformen im Internet mit Fokus auf Informations- und Marktplatzangeboten für Nutzer von 3D-Drucktechnologien und damit verwandten Angeboten und Märkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mikkel Kring
seit 5.5.2025
Geschäftsführer
Stefan Schwarz-Ulrich
seit 10.11.2016
Prokura
Anatol Locker
seit 10.11.2016
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (23)

NameAnteil
12.79%
11.47%
4.21%

Ungelöste Beteiligungen (4)

Gesellschafter
Beta

5 von 23 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Bayern Kapital Innovationsfonds GmbH & Co. KG
Germany
13.37%
M****** P****
12.79%
Deutsche Balaton Aktiengesellschaft
Germany
12.54%
A***** L*****
11.47%
HZG Additive Manufacturing Tech Fund GmbH & Co. KG
Germany
5.80%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

All3DP GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 89.701,00 122.595,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 53.543,00 102.740,00
II. Sachanlagen 36.158,00 19.855,00
B. Umlaufvermögen 503.121,57 1.806.535,15
I. Vorräte 0,00 25.072,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 402.136,63 348.671,84
davon gegen Gesellschafter 6.376,17 6.008,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 100.984,94 1.432.790,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.435,62 6.756,41
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.760.035,47 78.524,40
Aktiva 4.367.293,66 2.014.410,96

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 82.449,00 82.449,00
II. Kapitalrücklage 5.306.893,45 5.306.893,45
III. Verlustvortrag 5.467.866,85 3.843.268,95
IV. Jahresfehlbetrag 3.681.511,07 1.624.597,90
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 3.760.035,47 78.524,40
B. Rückstellungen 441.332,86 110.500,00
C. Verbindlichkeiten 3.812.459,81 1.898.683,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.624.959,81 1.898.683,80
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 187.500,00  
D. Rechnungsabgrenzungsposten 113.500,99 5.227,16
Passiva 4.367.293,66 2.014.410,96

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der All3DP GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gesellschaft erfüllt die nach § 267 Abs. 1 HGB erforderlichen Merkmale für kleine Kapitalgesellschaften.

Die Bilanz wurde nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB in der Form aufgestellt, wie sie auch für große Kapitalgesellschaften Anwendung findet. Für die Offenlegung der Bilanz durch Einreichung beim Handelsregister werden die nach § 266 HGB mit arabischen Zahlen versehenen Posten der Bilanz in Anwendung des § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB nicht gesondert ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt, wobei von der Vorschrift des § 276 Satz 1 HGB kein Gebrauch gemacht wurde.

Der Anhang wurde unter Inanspruchnahme der für kleine Kapitalgesellschaften eingeräumten Erleichterungen aufgestellt (§ 288 HGB). Dem Anhang ist der Anlagenspiegel beigefügt, in dem nach
§ 268 Abs. 2 HGB die Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt wird.

2. Annahme der Unternehmensfortführung
a. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).
Die Gesellschaft hat im Jahr 2022 in Erwartung einer weiteren maßgeblichen Finanzierung durch Venture Kapital-Geber mit hohen Investitionen den im Budget für das Jahr 2022 verabschiedeten  Wachstumskurs verfolgt. Zur Fortsetzung des Wachstumkurses war ein Mittelzufluß von Seiten neuer Gesellschafter in Höhe von ca. EUR 6.000.000 geplant. Die Einwerbung dieser Mittel scheiterte jedoch im vierten Quartal 2022. Alternative Finanzierungs-Szenarien sahen die Ausstattung der Gesellschaft mit weiteren Mitteln der Gesellschafter vor, allerdings in deutlich geringerem Umfang. Die Gesellschaft war daraufhin gezwungen, eine umfassende Neuorientierung vornehmen. Ein massiver Kostenschnitt sowie eine abrupte Erhöhung der Brutto-Marge sollten die Entwicklung zum Breakeven der Gesellschaft ermöglichen. Dieser Turn- around-Prozess wurde im Dezember 2022 angestoßen und fand Niederschlag im Budget für das Jahr 2023, das als Ziel hatte, mit den durch Gesellschafter und neue Darlehensgeber bereitgestellten Mitteln den Breakeven zu erreichen. Als zwei maßgebliche Maßnahmen dieses Turnaround-Prozesses sind zu nennen:
-  die Halbierung der Mitarbeiterzahl von 60 festangestellten Mitarbeitenden im Dezember 2022 auf 30 Mitarbeitende im April 2023 und
-  die Verdopplung der Brutto-Marge im Bereich Craftcloud in zwei Schritten, einer Preis- und einer Kommissions-Erhöhung jeweils im März 2023 respektive im Juli 2023. Für die Gesellschaft messbar nachteilige Effekte auf Seiten der Kunden oder Herstellungspartner wurden hierdurch nicht ausgelöst.
b. Die positive Fortführungsprognose ergibt sich weiterhin daraus, dass die Gesellschafter sich zu ihrem Investment bekennen und dem Unternehmen zu den bis zum 31.12.2022 aufgelaufenen Wandeldarlehen in Höhe von Euro 1.963.833,67 im Jahr 2023 zur Sicherung der Finanzierung weitere nachrangige Wandeldarlehen in Höhe von insgesamt EUR 1.350.000,00 haben zukommen lassen und in diesem Rahmen auch neue private Darlehensgeber gewonnen werden konnten. Die von den Gesellschaftern begebenen Wandeldarlehen sind faktisch wie Eigenkapital anzusehen, weil sie nach § 39 Abs. 1 S. 1 Nr.5 InsO in der Insolvenz nachrangig zu bedienen sind. Gemäß der vertraglichen Regelungen zu den Wandeldarlehen können die Darlehensgeber Forderungen nur aus künftigen Gewinnen, einem etwaigen Liquidationsüberschuss oder aus einem die sonstigen Verbindlichkeiten der Darlehensnehmerin übersteigenden freien Vermögen geltend machen. Es ist jedoch zu beachten, dass trotz einer möglichen Wandlung ein negatives Eigenkapital und damit eine bilanzielle Überschuldung zum Abschlussstichtag besteht.
c. Im Wirtschaftsjahr 2023 konnte eine erhebliche Verbesserung der Rohgewinnspanne sowie eine Senkung der Fixkosten erreicht werden. Der damit verbundene Turnaround führte dazu, dass nur im letzten Quartal 2023 erstmals ein positives EBITDA erwirtschaftet wurde. Gleichwohl wird das Wirtschaftsjahr 2023 voraussichtlich wiederum mit einem vorläufigen Verlust von ca. TEUR 850 abgeschlossen, was den Verlusten bzw. Restrukturierungskosten vor allem in den ersten Monaten des Jahres geschuldet ist. Der Verlust im Jahr 2023 wird den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf rd. Euro 4.615.000 steigern. Nach Herausrechnung der mit Rangrücktritt versehenen Wandeldarlehen in Höhe von rd. Euro 3.395.000 wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von rd. Euro 1.220.000 verbleiben.
Dennoch wird eine erfolgreiche Fortführung der Gesellschaft angenommen. Nach unserer unter konservativen Gesichtspunkten erstellten Planung werden sich auf der Grundlage des Ergebnisses für das letzte Quartal 2023 für 2024 ein ausgeglichenes Ergebnis und eine Verbesserung der Liquiditätslage ergeben.
d. Wir sehen hierbei fortbestehende Risiken in unserem Hauptumsatzbereich Craftcloud, in dem wir unter Annahme eines Umsatzanstieges entsprechend der Entwicklung in 2023 (Umsatzanstieg von 31 % bzw. Euro 1.354.000) zugleich von einer erheblichen Verbesserung des Ertrags ausgehen. Der Bereich wird nach unserer Planung noch geringfügig das Ergebnis 2024 belasten.
Im Bereich Craftcloud sehen wir zum Berichtszeitpunkt eine grundsätzlich positive Geschäftsentwicklung. Hier kann die Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2021, 2022 und 2023 ein gutes Umsatzwachstum ausweisen. Die Gesellschaft greift dabei auf eine wachsende Anzahl von wiederkehrenden Kunden zurück. Der Anteil wiederkehrender Kunden an allen Kunden hat sich von 37 % im 1. Quartal 2022 sukzessive und sehr stetig über 48 % im 1. Quartal 2023 auf 64 % im 4. Quartal 2023 gesteigert. Auch der durchschnittliche Warenkorb weist einen Anstieg aus. Die Grundlage hierfür ist eine immer stärker werdende Marktposition des Produkts Craftcloud. Die Zahl der jährlichen Aufträge (automatische Bestellungen nach Stornierungen) von Craftcloud wuchs von 22.713 in 2021 über 37.882 in 2022 auf 42.717 in 2023. Der Jahresumsatz von Craftcloud stieg von 2021 auf 2022 um 143 % und von 2022 auf 2023 um 31 %. Ein weiterer Indikator für die anhaltend positive Entwicklung ist die weiter gestiegene Zahl von Aufträgen. So wurden im Monat Januar 2024 4.609 Aufträge erreicht, was deutlich über dem Durchschnitt der Monate im vorlaufenden 4. Quartal 2023 liegt (3.801 Aufträge/Monat) und um 33 % den Wert von Januar 2023 (3.473 Aufträge) sowie um 78 % den Wert vom Januar 2022 (2.583 Aufträge) übertrifft.
e. Bei unseren Erlösen aus dem Bereich Magazin gehen wir davon aus, dass sich diese weiter steigern lassen (Umsatzanstieg TEUR 196 in 2023) und sich auch insoweit der Rohertrag weiter verbessern wird.

3. Bestandsgefährdende Risiken
Insgesamt bestehen trotz der geschilderten positiven Entwicklung in beiden Geschäftsbereichen betreffend die Weiterentwicklung der Umsätze und Verbesserung der Roherträge wesentliche Unsicherheiten, die bestandsgefährdend sein können.
Wir gehen bei unserer Planung von Umsatzzuwächsen aus. Wenn diese Zuwächse nicht eintreten, kann dies zu einer schweren Belastung für die Gesellschaft führen. Das Umsatzwachstum im Bereich Craft- cloud beruht dabei auch auf einer Fortführung der effizienten Marketingmaßnahmen und der Aufrechterhaltung der entsprechenden Effizienzkennzahlen. Der Verlust an Effizienz im Marketing gegenüber den im vierten Quartal 2023 und im Januar 2024 gemessenen Werten stellt ein erhebliches Risiko für ein Verfehlen der Wachstumsziele dar.
Es besteht das Risiko einer unerwarteten Kostensteigerung, die die Rentabilität der beiden Produkte Craftcloud und Magazin beeinträchtigen kann. Grundlage für dieses Risiko sowie für Risiken in der Umsatzplanung sind unvorhersehbare Veränderungen der Marktsituation, wie zum Beispiel konjunkturelle Schwankungen oder Brüche in der Weltwirtschaft aufgrund unvorhergesehener Effekte. Die mit einer Kostensteigerung verbundene Preiserhöhung im Bereich Craftcloud kann zu einem ungeplanten Rückgang der Nachfrage führen. Der Bereich Magazin ist stark von Werbeeinnahmen abhängig, die konjunkturell prozyklisch ausgeprägt sind. Bei einem Markteinbruch besteht damit ein hohes Ausfallrisiko unserer wichtigsten Werbekunden. Zudem besteht im Bereich der Premium-Display-Werbung ein Klumpenrisiko: Im Jahr 2023 wurden 72 % (2022: 76 %) dieser Werbeeinnahmen mit den fünf größten Werbekunden von insgesamt 56 Werbekunden erzielt. Dem entgegen wirken kann die geographische Streuung der Werbekunden auf die drei Kernmärkte Nordamerika, Westeuropa und Asien.
Die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Liquidität bleibt die wichtigste Aufgabe der Gesellschaft im operativen Geschäft, um weiterhin die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken. Dies ist vor allem im Bereich Craftcloud der Fall. Entsprechend ist das Auftreten von Zahlungsstockungen hinsichtlich der Lieferantenverbindlichkeiten aufgrund geringer Liquidität das zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusseses größte Risiko der Gesellschaft. Existenzgefährdend wird knappe Liquidität werden, wenn Umsätze nicht wie geplant bzw. nur deutlich geringer als geplant realisiert werden können. Zahlungsstockungen gegenüber Lieferanten wiederum bergen das hohe Risiko in sich, dass die Lieferanten die Lieferungen einstellen und damit der Geschäftsgang bis hin zur Einstellung des Geschäftsbetriebs gestört werden kann.
Mit dem Liquiditätsrisiko gehen auch Währungsrisiken einher. Die Gesellschaft ist international tätig und wickelt einen großen Teil des Zahlungsverkehrs in US-Dollars ab.
Die Gesellschaft strebt im Jahresverlauf 2024 die Aufnahme weiterer Darlehen u.a. von den Gesellschaftern an, um die Liquiditätssituation zu verbessern und das Working Capital zu stärken. Es besteht das Risiko, dass diese Darlehen nicht aufgenommen werden können bzw. nicht bereitgestellt werden, so dass die Liquiditätssituation weiterhin sehr angespannt bleibt und die vorstehend benannten Risiken bestehen bleiben.
Die Geschäftsleitung geht trotz der vorstehend geschilderten Risikoposition aufgrund der bis zur Erstellung des Jahresabschlusses in 2022 eingetretenen Geschäftsentwicklung davon aus, dass die Gesellschaft in dem Prognosezeitraum von 24 Monaten ab 31.12.2022 über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um ihren Verbindlichkeiten jeweils im Zeitpunkt der Fälligkeit nachzukommen. Die positive Entwicklung im 4. Quartal 2023 und im Januar 2024 gibt Anlass, eine gegenüber dem vorliegenden Budget für 2024 bessere Entwicklung anzunehmen und mit den Gesellschaftern die Aufnahme liquiditätsstärkender Mittel zu planen und damit die sich bietenden Wachstumschancen besser auszuschöpfen, bei Aufrechterhaltung des Zieles eines anhaltend positiven Ergebnisses.

4. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen sind folgende Grundsätze und Methoden angewendet worden:

Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte werden zu den Herstellungskosten bilanziert und um planmäßige Abschreibungen gemindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungsko­sten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Abschreibungen wurden grundsätzlich nach der linearen Methode berechnet. Die Abschreibungssätze der verschiedenen Anlagegüter (ausgenommen GWG -siehe unten-) richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an die steuerliche Bewertungsvorschrift nach
§ 6 Abs. 2 EStG bei Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800 im Zugangsjahr sofort abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken insbesondere im Hinblick auf die Einbringlichkeit bewertet. Wertberichtigungen zu Forderungen waren in Anbetracht des Umsatzes mit Vorkasse des Bestellers im Internetgeschäft  nur noch geringfügig erforderlich.

Die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

5. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro
Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Referenzkurs der europäischen Zentralbank oder Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Während des Geschäftsjahres werden eingehende und ausgehende Zahlungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen regelmäßig ebenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag des jeweiligen Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Aufwendungen aus Kursdifferenzen sind in Höhe von EUR 132.151,75 (im Vorjahr EUR 37.800,81) neben dem Ausweis im sonstigen betrieblichen Aufwand in den Aufwendungen für Materialaufwand (vgl. § 275 Abs. 2 Nummer 5 lit. a HGB) ausgewiesen, soweit die Kursdifferenzen mit dem Beschaffungsprozess des Bereichs craft cloud in engem Zusammenhang stehen.

6. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Forderungen gegenüber dem Gesellschafter-Geschäftsführer bestehen aus Auslagenvorschüssen zum Stichtag in Höhe von EUR 6.376,17 (im Vorjahr EUR 6.008,04).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind mit einem Rangrücktritt versehene Wandeldarlehen von fünf Gesellschaftern in Höhe von insgesamt EUR 1.963.833,67 enthalten. Nach Abschluss des Berichtsjahres sind der Gesellschaft wiederum bis zum 31.3.2023 EUR 1.253.696,48 als Wandeldarlehen zugeflossen. Bis Ende August 2023 kamen weitere Wandeldarlehen in Höhe von Euro 115.978,96 hinzu.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den für die Büroräume und die Tiefgaragenstellplätze geschlossenen Mietverträgen ergeben sich für die am Stichtag noch vereinbarte Vertragsdauer (jährliche Kündigung) Verpflichtungen einschließlich Umsatzsteuer in Höhe von EUR 274.478,02.

8. Sicherungsrechte für Verbindlichkeiten

Für einen über die Stadtsparkasse München aufgenommenen Förderkredit hat die Gesellschaft ein Festgeld über Euro 20.000,00 verpfändet.

9. Energiepreispauschale

Die All3DP GmbH hat eine Energiepreispauschale vereinnahmt, die in Höhe von EUR 15.900,00 unter den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten ist.

10. Außergewöhnliche Aufwendungen

Hervorzuheben sind die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen außergewöhnlichen Aufwendungen für Werbung (insbesondere auf Internetplattformen), die von TEuro 80,7 im Vorjahr auf insgesamt rund TEuro 907,8 stiegen.

11. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 3.681.511,07 auf neue Rechnung
vorzutragen, mit dem Verlustvortrag von EUR 5.467.866,85 zusammenzufassen und mit insgesamt EUR 9.149.377,92 auf neue Rechnung vorzutragen.

12. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 212056 eingetragen.
Durchschnittlich waren im Jahr 2022 52,75 Arbeitnehmer beschäftigt.
Alleiniger Geschäftsführer war im Geschäftsjahr Herr Dipl.-Volksw. Mathias Plica, München

München, den 10.10.2023/01.02.2024
Mathias Plica



Geschäftsführer


sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 20.03.2024 festgestellt.

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