Helios Euterpe V GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sabine Benking seit 31.3.2016 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fresenius SE & Co. KGaABad Homburg v. d. HöheFresenius SE & Co. KGaA IFRS Konzernabschluss 20162016Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht der Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v. d. H.zum 31. Dezember 2016 gemäß § 315a HGB nach International Financial Reporting StandardsKONZERN-LAGEBERICHT.Fresenius blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück. Unsere Prognosen haben wir erfüllt. Wir erzielten einen Umsatz von rund 29,5 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von 1,6 Milliarden Euro. Die operative Cashflow-Marge betrug 12,2 %. GRUNDLAGEN DES KONZERNSGESCHÄFTSMODELL DES KONZERNSFresenius ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern in der Rechtsform einer SE & Co. KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien). Wir bieten Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung an. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Trägerschaft von Krankenhäusern. Zudem realisieren wir weltweit Projekte und erbringen Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen. Das operative Geschäft betreiben vier rechtlich selbstständige Unternehmensbereiche (Segmente), die von der Fresenius SE & Co. KGaA als operativ tätiger Muttergesellschaft geführt werden. Diese sind regional und dezentral aufgestellt.
KONZERNSTRUKTUR
Zu den wichtigsten Produktgruppen zählen Dialysatoren, Dialysegeräte und Dialysemedikamente. Darüber hinaus erbringt Fresenius Medical Care im Bereich Versorgungsmanagement zusätzliche Dienstleistungen rund um die medizinische Versorgung von Patienten.
Fresenius unterhält ein internationales Vertriebsnetz und betreibt rund 90 Produktionsstätten. Die größten davon befinden sich in den USA, in China, Japan, Deutschland und Schweden. Dazu kommen Werke in weiteren Ländern Europas, Lateinamerikas, der Region Asien-Pazifik und in Südafrika. WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONFresenius ist in rund 80 Ländern mit Tochtergesellschaften aktiv. Hauptabsatzmärkte sind Nordamerika mit 48 % und Europa mit 37 % des Umsatzes. Fresenius Medical Care ist der weltweite Marktführer sowohl bei Dialysedienstleistungen - mit einem Marktanteil von etwa 10 %, gemessen an der Anzahl der behandelten Patienten - als auch bei Dialyseprodukten mit einem weltweiten Marktanteil von rund 34 %. Fresenius Kabi nimmt in Europa führende Marktstellungen ein und hält auch in den Wachstumsmärkten Asien-Pazifik und Lateinamerika bedeutende Marktanteile. In den USA ist Fresenius Kabi einer der führenden Anbieter generischer I.V.-Arzneimittel. Fresenius Helios ist der größte Krankenhausbetreiber in Deutschland und nach dem Abschluss der Akquisition von Quirónsalud im Januar 2017 zugleich der größte private Krankenhausbetreiber in Spanien. Auch Fresenius Vamed zählt auf seinem Gebiet zu den weltweit führenden Unternehmen. RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTORENDie rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben für das operative Geschäft des Fresenius-Konzerns im Wesentlichen unverändert. Unsere lebensrettenden und lebenserhaltenden Produkte und Therapien haben große Bedeutung für Menschen auf der ganzen Welt. Daher sind unsere Märkte vergleichsweise stabil und weitgehend unabhängig von Wirtschaftszyklen. Über unsere Märkte berichten wir auf den Seiten 17 ff. Die Diversifikation in vier Unternehmensbereiche und unsere globale Ausrichtung verleihen dem Konzern zusätzliche Stabilität. Schwankende Währungsrelationen, vor allem zwischen Euro und US-Dollar, führen zu Währungsumrechnungseffekten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz. Der Euro war im Jahresdurchschnitt mit 1,11 US-Dollar unverändert gegenüber dem Wert des Jahres 2015. Hieraus ergaben sich im Geschäftsjahr 2016 insofern keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Leicht negative Währungsumrechnungseffekte auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich im Geschäftsjahr 2016 jedoch insbesondere aus der Abwertung lateinamerikanischer Währungen und des chinesischen Yuan gegenüber dem Euro. Aufgrund der veränderten Stichtagsrelation von 1,09 US-Dollar zum 31. Dezember 2015 auf 1,05 US-Dollar zum 31. Dezember 2016 stieg die Bilanzsumme währungsbedingt um 2 % an. Rechtsstreitigkeiten mit wesentlichem Einfluss auf die Geschäftsentwicklung gab es im Berichtsjahr nicht. LEITUNG UND KONTROLLEDie Rechtsform der KGaA sieht folgende Organe der Gesellschaft vor: die Hauptversammlung, den Aufsichtsrat und die persönlich haftende Gesellschafterin, die Fresenius Management SE. An der Fresenius Management SE hält die Else Kröner-Fresenius-Stiftung 100 %. Die KGaA hat ein duales Führungssystem. Leitung und Kontrolle sind streng voneinander getrennt. Die persönlich haftende Gesellschafterin, vertreten durch ihren Vorstand, führt die Geschäfte der KGaA und vertritt diese gegenüber Dritten. Der Vorstand besteht grundsätzlich aus sieben Mitgliedern. Entsprechend der Geschäftsordnung des Vorstands sind diese Mitglieder für ihre jeweiligen Aufgabenbereiche selbst, für die Geschäftsleitung des Konzerns jedoch gemeinsam verantwortlich. Neben der Fresenius SE & Co. KGaA hat die Fresenius Management SE einen eigenen Aufsichtsrat. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat der Fresenius Management SE regelmäßig Bericht zu erstatten, insbesondere über Geschäftspolitik und Strategien. Des Weiteren berichtet er pflichtgemäß über die Rentabilität des Geschäfts, den laufenden Geschäftsbetrieb und alle sonstigen Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von erheblicher Bedeutung sein können. Der Aufsichtsrat der Fresenius Management SE berät und überwacht zudem den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er darf grundsätzlich keine Geschäftsführungsfunktion ausüben. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht jedoch vor, dass dieser bestimmte Geschäfte nicht ohne Zustimmung des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE vornehmen darf. Der Vorstand wird laut Artikel 39 der SE-Verordnung durch den Aufsichtsrat der Fresenius Management SE bestellt und abberufen. Nach der Satzung der Fresenius Management SE können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA berät und überwacht die Geschäftsführung durch die persönlich haftende Gesellschafterin, prüft den Jahresabschluss und den Konzernabschluss und nimmt die sonstigen durch Gesetz und Satzung ihm zugewiesenen Aufgaben wahr. Er ist in Strategie und Planung eingebunden sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen. Dem Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA gehören sechs Vertreter der Anteilseigner und sechs Vertreter der Arbeitnehmer an. Für die Wahlvorschläge der Anteilseignervertreter wurde ein Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA gebildet. Dieser orientiert sich an den Vorgaben des Gesetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Hauptversammlung der Fresenius SE & Co. KGaA wählt die Anteilseignervertreter. Der Europäische Betriebsrat wählt die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA. Der Aufsichtsrat tritt mindestens zweimal pro Kalenderhalbjahr zusammen. Er bildet aus dem Kreis seiner Mitglieder zwei ständige Ausschüsse: den Prüfungsausschuss mit fünf und den Nominierungsausschuss mit drei Mitgliedern. Ihre Mitglieder sind auf Seite 160 des Konzernabschlusses aufgeführt. Die Arbeitsweisen der Ausschüsse des Aufsichtsrats werden in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 72 bis 86 des Geschäftsberichts erläutert. Diese Erklärung findet sich auch auf der Website www.fresenius.de/corporate-governance. Der Vergütungsbericht auf den Seiten 137 bis 149 des Konzernabschlusses beschreibt das Vergütungssystem und weist individuell aus, welche Vergütung Vorstand und Aufsichtsrat der Fresenius Management SE sowie der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA erhalten. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzern-Lageberichts. KAPITALIEN, AKTIONÄRE, SATZUNGSBESTIMMUNGENDas Grundkapital der Fresenius SE & Co. KGaA bestand zum 31. Dezember 2016 aus 547.208.371 Stammaktien (31. Dezember 2015: 545.727.950). Die Fresenius-Aktien sind Stückaktien, die auf den Inhaber lauten. Auf jede Stückaktie entfällt ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 1,00 €. Die Rechte der Aktionäre regelt das Aktiengesetz. Die Fresenius Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA ermächtigt:
Bericht der persönlich haftenden Gesellschafterin entsprechend § 203 Abs. 2 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 186 Abs. 4 Satz 2 AktG i.V.m. § 278 Abs. 3 AktG über die teilweise Ausnutzung des von der ordentlichen Hauptversammlung vom 16. Mai 2014 beschlossenen Genehmigten Kapitals IDer Vorstand der persönlich haftende Gesellschafterin hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. September 2016, konkretisiert durch Beschluss vom 12. Januar 2017, beschlossen, von der gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung eingeräumten Ermächtigung teilweise Gebrauch zu machen und das Grundkapital der Gesellschaft um 6.108.176 € durch Ausgabe von 6.108.176 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien (Stückaktien) im Wege der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu erhöhen. Die Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals von 545.727.950 € auf 551.836.126 € wurde am 31. Januar 2017 in das Handelsregister eingetragen. Das Volumen der Kapitalerhöhung entspricht rund 1,12 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausnutzung. Die neuen Stückaktien, dividendenberechtigt ab 1. Januar 2016, wurden an die HC Investments BV gegen Sacheinlage von Anteilen an der IDC Salud S.L.U. ("Quirónsalud") ausgegeben. Die Kapitalerhöhung steht im Zusammenhang mit dem Erwerb sämtlicher Anteile an Quirónsalud für insgesamt 5,76 Mrd € (frei von Netto-Finanzverbindlichkeiten), der zu einem Teil (für 4.548.101 der insgesamt 32.518.921 Quirónsalud-Anteile) gegen die Ausgabe neuer Aktien und im Übrigen gegen Zahlung eines Barkaufpreises erfolgte. Auf die eingebrachten 4.548.101 Anteile entfallen rund 14 % des Unternehmenswertes von Quirónsalud. Der Ausschluss des Bezugsrechts erfolgte aufgrund der Ermächtigung in § 4 Abs. 4 Unterabs. 2 der Satzung für Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Erwerb eines Unternehmens. Diese Möglichkeit, schnell und flexibel zu handeln, wurde im Interesse der Gesellschaft genutzt. Der Bedarf, den Kaufpreis durch Fremdkapitalinstrumente zu finanzieren, wurde auf diese Weise reduziert. Der Wert der Sacheinlage steht in angemessenem Verhältnis zum Wert der neuen Aktien. Aufgrund des geringen Volumens der Kapitalerhöhung konnten und können Aktionäre, die an der Erhaltung ihrer Beteiligungsquote interessiert sind, Aktien der Gesellschaft über die Börse hinzuerwerben. Die Vermögens- und Stimmrechtsinteressen der Aktionäre wurden damit angemessen gewahrt. Darüber hinaus bestehen die nachfolgend genannten Bedingten Kapitalien. Die Bedingten Kapitalien I und II wurden zwischenzeitlich durch die Ausübung von Aktienoptionen angepasst.
Die Gesellschaft ist ermächtigt, bis zum 15. Mai 2019 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben und zu verwenden. Sie ist darüber hinaus ermächtigt, beim Erwerb eigener Aktien Eigenkapitalderivate mit möglichem Ausschluss eines etwaigen Andienungsrechts einzusetzen. Zum 31. Dezember 2016 hat sie von diesen Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Bad Homburg, Deutschland als größter Aktionär hat der Gesellschaft am 16. Dezember 2016 mitgeteilt, dass sie 144.695.094 Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA hält. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 26,44 % zum 31. Dezember 2016. Änderungen der Satzung erfolgen gemäß § 278 Abs. 3 und § 179 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 17 Abs. 3 der Satzung der Fresenius SE & Co. KGaA. Soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften dem entgegenstehen, bedürfen Satzungsänderungen der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Gemäß § 285 Abs. 2 Satz 1 AktG bedürfen Satzungsänderungen darüber hinaus der Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Fresenius Management SE. Die Satzung der Fresenius SE & Co. KGaA befugt den Aufsichtsrat, die Satzung, soweit es ihre Fassung betrifft, ohne Beschluss der Hauptversammlung zu ändern. Ein Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots hätte unter Umständen Auswirkungen auf einige unserer langfristigen Finanzierungsverträge, die Change-of-Control-Klauseln enthalten. Diese marktüblichen Vereinbarungen räumen Gläubigern das Recht zur vorzeitigen Kündigung bzw. Fälligstellung der ausstehenden Beträge bei Eintritt eines Kontrollwechsels ein. Das Kündigungsrecht ist teilweise aber nur dann wirksam, wenn der Kontrollwechsel mit einer Herabstufung des Ratings der Gesellschaft oder der entsprechenden Finanzierungsinstrumente verbunden ist. ZIELE UND STRATEGIENUnser Ziel ist es weiterhin, die Position von Fresenius als ein global führender Anbieter von Produkten und Therapien für schwer und chronisch kranke Menschen auszubauen. Dabei konzentrieren wir uns mit unseren vier Unternehmensbereichen auf ausgewählte Bereiche des Gesundheitswesens. Dank dieser klaren Ausrichtung haben wir einzigartige Kompetenzen entwickelt. Wir werden diese langfristige Strategie weiterhin konsequent verfolgen und unsere Chancen nutzen. Die zentralen Elemente der Strategie und die Ziele des Fresenius-Konzerns stellen sich wie folgt dar:
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Weitere Informationen über unsere Ziele bietet der Ausblick auf den Seiten 35 bis 41. UNTERNEHMENSSTEUERUNGDer Vorstand trifft die operativen und strategischen Managemententscheidungen auf Grundlage unserer konzernweit verwendeten Leistungsindikatoren für Wachstum, Profitabilität, Liquidität, Kapitaleffizienz und Kapitalmanagement. Die für uns bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind nachfolgend erläutert und im Finanzglossar auf den Seiten 163 bis 165 definiert. WACHSTUM DER UMSATZERLÖSEIm Rahmen unserer Wachstumsstrategie ist die währungsbereinigte Umsatzentwicklung auf Konzernebene und in den Unternehmensbereichen, insbesondere das organische Umsatzwachstum, von zentraler Bedeutung. PROFITABILITÄTDie Ertragskraft der Bereiche messen wir mit dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und dem währungsbereinigten EBIT-Wachstum. Auf der Ebene des Konzerns verwenden wir hierzu primär das Konzernergebnis bzw. das währungsbereinigte Wachstum des Konzernergebnisses. Um die operative Leistung über mehrere Perioden hinweg besser vergleichen zu können, werden die Ergebnisgrößen gegebenenfalls zusätzlich um Sondereinflüsse bereinigt. LIQUIDITÄTAls wesentliche Liquiditätskennzahl wird auf Konzernebene die Cashflow-Marge verwendet. Um die Beiträge unserer Unternehmensbereiche zum operativen Cashflow weiter zu analysieren und zu optimieren, nutzen wir ferner die ergänzenden Kennzahlen DSO 1 (Forderungslaufzeit bzw. Days Sales Outstanding) und SOI 1 (Vorratsreichweite bzw. Scope of Inventory). Sie zeigen den Forderungs- bzw. Vorratsbestand im Verhältnis zum Umsatz bzw. zu den Kosten der umgesetzten Leistungen des vergangenen Berichtszeitraums. KAPITALEFFIZIENZMit dem Kapital, das uns Aktionäre und Kreditgeber zur Verfügung stellen, arbeiten wir so profitabel und effizient wie möglich. Um dies zu steuern, ermitteln wir vorrangig die Kapitalrendite (Return on Invested Capital, ROIC) und die Rendite des betriebsnotwendigen Vermögens (Return on Operating Assets, ROOA) 2 .
1 Gehört nicht zu den bedeutsamsten
finanziellen Leistungsindikatoren.
KAPITALMANAGEMENTAls zentrale Messgröße zur Steuerung der Kapitalstruktur verwenden wir den Quotienten aus den Netto-Finanzverbindlichkeiten und dem EBITDA. Diese Kennzahl zeigt an, inwieweit ein Unternehmen in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Unsere Unternehmensbereiche halten in der Regel führende Positionen in wachsenden, größtenteils nichtzyklischen Märkten. Sie generieren überwiegend stabile, planbare Cashflows, da unsere Kunden mehrheitlich über eine hohe Kreditqualität verfügen. Daher kann sich der Konzern stärker über Fremdkapital finanzieren als Unternehmen anderer Branchen. INVESTITIONSPROZESSInvestitionen tätigen wir nach einem detaillierten Abstimmungs- und Evaluierungsprozess. Ausgehend von entsprechenden Investitionsanträgen, legt der Vorstand zunächst das Budget sowie die Schwerpunkte für Investitionen des Konzerns fest. Im nächsten Schritt analysieren die jeweiligen Unternehmensbereiche und der konzerninterne Ausschuss AIC (Acquisition & Investment Council) die vorgeschlagenen Projekte und Maßnahmen. Dabei berücksichtigen sie die Gesamtstrategie, das Gesamtbudget sowie die Renditeanforderungen und -potenziale. Die Investitionsprojekte bewerten wir auf Basis allgemein gängiger Verfahren, insbesondere der internen Zinsfuß- und der Kapitalwertmethode. Je nach Investitionsvolumen erfordert ein Projekt die Genehmigung des Vorstandsgremiums oder der Geschäftsführung des jeweiligen Unternehmensbereichs, des Vorstands oder gar des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE. EINSTELLUNG DER FREIWILLIGEN US-GAAP-BERICHTERSTATTUNGDie Fresenius SE & Co. KGaA erfüllt als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union die Pflicht, den Konzernabschluss nach IFRS unter Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) aufzustellen und zu veröffentlichen. Da unsere größte Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA aufgrund eines sogenannten Pooling Agreements nach US-GAAP bilanziert hat, hat Fresenius neben dem gesetzlich vorgeschriebenen IFRS-Konzernabschluss zusätzlich einen Konzernabschluss nach US-GAAP veröffentlicht, um die wirtschaftliche Lage des Konzerns vergleichbar und transparent darzustellen. Die Verpflichtung der Fresenius Medical Care zur Konzernbilanzierung und -berichterstattung nach US-GAAP wurde mit einem Beschluss von ihrer Hauptversammlung 2016 aufgehoben. Dem Ansatz der einheitlichen Steuerung und Darstellung des Fresenius-Konzerns und aller Konzernbereiche folgend, werden mit Beginn des Geschäftsjahres 2017 der Konzern und alle Unternehmensbereiche ausschließlich nach IFRS berichten. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWAND NACH BEREICHEN 1
1 Alle Angaben der Unternehmensbereiche
gemäß US-GAAP
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGNeue Produkte und Verfahren zu entwickeln und Therapien zu verbessern ist ein fester Bestandteil unserer Wachstumsstrategie. Wir richten unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die Kernkompetenzen in folgenden Bereichen aus:
Neben neuen Produkten entwickeln und optimieren wir vor allem Therapien, Behandlungsverfahren und Dienstleistungen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr 528 Mio € (2015: 451 Mio €) 1 . Dies entspricht 5,6 % unseres Produktumsatzes (2015: 5,2 %). Im Jahr 2016 haben Fresenius Medical Care 17 % und Fresenius Kabi 5 % mehr Mittel für Forschung und Entwicklung aufgewendet als 2015. Details hierzu finden Sie in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 60 f. Am 31. Dezember 2016 beschäftigten die Forschungs- und Entwicklungsbereiche 2.770 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2015: 2.247). Davon waren 816 für Fresenius Medical Care (2015: 671) und 1.954 für Fresenius Kabi (2015: 1.576) tätig. KENNZAHLEN FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
1 Bereinigt um außerplanmäßige
Abschreibungen auf erworbene Entwicklungsaktivitäten
Unsere Hauptentwicklungsstandorte liegen in Europa, den USA und Indien. Produktionsnahe Entwicklungstätigkeiten finden auch in China statt. Unsere Forschung und Entwicklung erfolgt vornehmlich durch eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Forschungsleistungen Dritter nehmen wir nur in geringem Umfang in Anspruch. FRESENIUS MEDICAL CAREDie komplizierten Wechselwirkungen und Begleiterscheinungen, die bei Nierenversagen auftreten, werden immer besser erforscht. Parallel dazu verbessern sich die technologischen Möglichkeiten, Patienten zu therapieren. Forschung und Entwicklung bei Fresenius Medical Care zielen darauf ab, neue Erkenntnisse zügig in marktreife Produkte umzusetzen, um Patienten immer schonender, sicherer und individueller behandeln zu können. Mit unserem globalen F & E-Portfoliomanagement wollen wir Grundfunktionen und einzelne Komponenten unserer Therapiesysteme weltweit vereinheitlichen sowie Prozess- und Kontrollstrukturen standardisieren. Damit verkürzen wir die Entwicklungszeiten und bündeln unsere Ressourcen. Gleichzeitig erlaubt uns dies, auf lokale Besonderheiten einzugehen. Bei der Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen profitieren wir von unserer vertikalen Integration. Sie öffnet uns den Zugang zu Erfahrungen von Patienten und medizinischem Fachpersonal. Auch im Jahr 2016 hat Fresenius Medical Care Produkte weiterentwickelt und Neuerungen eingeführt, u. a. ein neues Therapiesystem. Das sogenannte 6008 CAREsystem optimiert die Dialysebehandlung und minimiert die benötigten Bedienschritte während des Verfahrens. Es besteht aus einem neuartigen Kassettensystem mit vormontierten Blutschläuchen für sämtliche Behandlungsarten. Da es auch die Abfallmenge bei Dialysebehandlungen verringert, arbeitet das 6008 CAREsystem zugleich kosteneffizient und umweltfreundlich. Darüber hinaus haben wir 2016 die ersten klinischen Daten für einen neuen Dialysator erhoben. Wir haben die Innenwand der Hohlfaser modifiziert, um eine hämokompatiblere Faseroberfläche zu erzeugen. Dadurch konnten wir den Heparinbedarf bei Standard-Dialysebehandlungen reduzieren. Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln wir ein Portfolio modernster Technologien für die automatisierte Peritonealdialyse (APD). Eigens für die aufstrebenden Märkte entwickeln wir zudem ein Portfolio an Produkten, die höchste Anforderungen an Qualität und Wirtschaftlichkeit erfüllen. Wir arbeiten daran u. a. in unserem eigenen Entwicklungszentrum in China. FRESENIUS KABIDie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Fresenius Kabi konzentrieren sich auf Produkte für die Therapie und Versorgung kritisch und chronisch Kranker. Mit unseren Produkten wollen wir den medizinischen Fortschritt in der Akut- und Folgeversorgung fördern und die Lebensqualität von Patienten verbessern. Unsere Entwicklungskompetenz umfasst alle relevanten Komponenten: den Arzneimittelrohstoff, die Arzneimittelformulierung, das Primärbehältnis, das medizintechnische Produkt zur Verabreichung von Arzneimitteln und Infusionen sowie die Herstellungstechnologie. Im Bereich I.V.-Arzneimittel arbeiten wir kontinuierlich an dem Ausbau unseres Wirkstoffsortiments. Unser Ziel ist es, neue generische Produkte zeitnah zum Patentablauf der Originalpräparate auf den Markt zu bringen. Darüber hinaus entwickeln wir neue Formulierungen bereits patentfreier I.V.-Arzneimittel. Im Jahr 2016 haben wir an 107 Generikaprojekten gearbeitet. Wir konzentrieren uns dabei u. a. auf komplexe Formulierungen, beispielsweise auf Wirkstoffe in liposomalen 1 Lösungen. Des Weiteren entwickeln wir gebrauchsfertige Produkte, die besonders anwenderfreundlich und sicher sind, beispielsweise Fertiglösungen in unseren freeflex-Infusionsbeuteln sowie vorgefüllte Fertigspritzen. Arzneimittel in Fertigspritzen sind im Vergleich zur traditionellen Verabreichung einfacher und sicherer anzuwenden. Damit helfen sie, die Patientenversorgung zu verbessern. Klinische Ernährung dient der Versorgung von Patienten, die keine oder nicht genügend normale Nahrung zu sich nehmen können. Dies betrifft beispielsweise Patienten auf Intensivstationen, schwer und chronisch Kranke sowie Mangelernährte. Wird klinische Ernährung indikationsgerecht und frühzeitig eingesetzt, können Mangelernährung und deren Konsequenzen für Patienten vermieden werden. Im Bereich Parenterale Ernährung legen wir die Schwerpunkte auf Produkte, die maßgeblich zur Verbesserung der klinischen Behandlung und des Ernährungszustands des Patienten beitragen, sowie auf Behältnisse wie unsere Mehrkammerbeutel, die im medizinischen Alltag sicher und einfach anwendbar sind. Im Berichtsjahr haben wir die Entwicklung parenteraler Formulierungen fortgeführt. Wir konzentrieren uns dabei auf Formulierungen, die auf die Bedürfnisse einzelner Patientengruppen ausgerichtet sind. Ferner forschen wir an neuen parenteralen Ernährungsprodukten, die eine optimierte Nährstoffaufnahme ermöglichen. Teil unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist auch, marktspezifische parenterale Formulierungen zu entwickeln. Im Berichtsjahr haben wir u. a. an Produkten für die USA und China gearbeitet. Im Bereich Enterale Ernährung haben wir an neuen Produkt- und Verpackungskonzepten gearbeitet, um Besonderheiten von weiteren lokalen Märkten zu berücksichtigen, die wir künftig mit unserem Portfolio bedienen möchten. Darüber hinaus befassen wir uns mit Rezepturentwicklungen, die eine tägliche Zufuhr von enteralen Ernährungsprodukten für den Patienten erleichtern. Im Bereich Medizintechnische Produkte/Transfusionstechnologie haben wir u. a. an der Erweiterung unseres Produktangebots in der Applikationstechnik gearbeitet. Mit der Marke Agilia bieten wir ein breites Portfolio an stationärer und ambulanter Applikationstechnik, die sicher und effizient ist. Im Berichtsjahr haben wir eine Infusionspumpe entwickelt, die es Patienten erlaubt, sich selbst intravenös ein Schmerzmittel (Analgetikum) zu verabreichen. Diese Form der Schmerztherapie wird meist nach Operationen eingesetzt. Die neue Pumpe, Agilia Connect PCA, verfügt über Softwareanbindungen, die zur Vereinfachung der täglichen Arbeit und der Patientensicherheit in der medizinischen Versorgung beiträgt. Wir planen, die neue Pumpe im Jahr 2017 einzuführen. MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERDas Wissen, die Erfahrung und der engagierte Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind entscheidend für unseren Erfolg. Darum pflegt Fresenius eine Kultur der Vielfalt. Erst das Zusammenspiel unterschiedlicher Sichtweisen, Meinungen, kultureller Prägungen, Erfahrungen und Werte ermöglicht es uns, unsere Potenziale als global agierendes Unternehmen erfolgreich auszuschöpfen. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im Jahr 2016 um rund 5 % gestiegen, auf 232.873 Beschäftigte zum Jahresende. MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER NACH REGIONEN
Der Personalaufwand im Fresenius-Konzern belief sich 2016 auf 11.643 Mio € (2015: 10.835 Mio €) oder 39,5 % des Umsatzes (2015: 38,7 %). Der Anstieg von 7 % ist hauptsächlich auf den Mitarbeiteranstieg, Gehaltssteigerungen und Akquisitionen zurückzuführen. Der Personalaufwand pro Mitarbeiter betrug 50,8 Tsd € (2015: 49,2 Tsd €), währungsbereinigt lag er bei 51,1 Tsd €. In Deutschland haben Fresenius-Konzerngesellschaften Tarifverträge mit der IG BCE, dem Marburger Bund sowie der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di geschlossen. An den tariflichen und betrieblichen Vereinbarungen hat sich im Berichtszeitraum strukturell nichts Wesentliches geändert. PERSONALMANAGEMENTWir passen unsere Personalinstrumente ständig neuen Anforderungen an. Diese ergeben sich aus der demografischen Entwicklung, dem Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft, dem Fachkräftemangel und der Forderung nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So ermöglichen wir beispielsweise eine flexible Arbeitszeitgestaltung und bieten ein Zeitkonto für eine langfristige berufliche Planung an. In dieses Langzeitkonto bringen Mitarbeiter freiwillig Urlaubstage oder Beiträge aus dem Gehalt ein, die sie für Weiterbildung, Pflegezeiten oder den vorzeitigen Ruhestand nutzen können.
Darüber hinaus gehört es zu unserem Selbstverständnis als Gesundheitskonzern, das Wohlergehen unserer Mitarbeiter nachhaltig zu fördern und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Fresenius SE & Co. KGaA erhielt im Geschäftsjahr 2016 die Auszeichnung "Gesundes Unternehmen". Die gleichnamige Initiative will Unternehmen mit einer vorbildlichen Gesundheitsförderung sichtbar machen. MITARBEITERGEWINNUNG UND PERSONALENTWICKLUNGUm unseren Bedarf an qualifizierten Fachkräften langfristig zu sichern und neue Mitarbeiter zu gewinnen, setzen wir auf digitales Personalmarketing, richten eigene Bewerberveranstaltungen aus und nehmen regelmäßig an Karrieremessen teil. Darüber hinaus binden wir unsere Mitarbeiter mit attraktiven Entwicklungsangeboten dauerhaft an unser Unternehmen. Die Konzepte und Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und Personalentwicklung richten sich nach den jeweiligen Marktanforderungen unserer einzelnen Segmente. Sie werden daher bereichsspezifisch abgestimmt, entwickelt und realisiert. Wir unterstützen die fachliche Entwicklung und Persönlichkeitsbildung konzernweit durch individuelle Beratungsgespräche und durch ein breit gefächertes Trainingsangebot. Dieses Angebot erweitern wir kontinuierlich auf allen Hierarchieebenen. Wir fördern Frauen langfristig und nachhaltig. Bewerber wählen wir allein nach ihrer Qualifikation aus. Männer und Frauen haben bei Fresenius bei vergleichbarer Eignung die gleichen Karrierechancen. Der Anteil weiblicher Mitarbeiter im Fresenius-Konzern lag zum 31. Dezember 2016 bei 68 %. Gemessen an der Zahl der Teilnehmer am Aktienoptionsprogramm hatten wir bei den oberen Führungskräften eine Frauenquote von 30 %. Für die Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen sieht das Gesetz bestimmte Zielgrößen vor. Detaillierte Informationen dazu finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB auf unserer Website unter www.fresenius.de/corporate-governance sowie auf der Seite 84 des Geschäftsberichts. Ferner engagieren wir uns intensiv in der beruflichen Ausbildung. An unseren deutschen Standorten haben wir im Jahr 2016 mehr als 3.700 junge Menschen in 30 verschiedenen Berufen ausgebildet sowie - gemeinsam mit dualen Hochschulen - über 100 Studierende in 15 Studiengängen. Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitsprozesse stellt auch uns vor Herausforderungen. Darum haben wir die Zahl der angebotenen Ausbildungs- und Studienplätze in den IT- und IT-nahen Berufen erhöht. Zudem stellen wir neue duale Studiengänge bereit, etwa im Fach Digitale Medien. Als willkommene Alternative zum klassischen Direkteinstieg bietet Fresenius Hochschulabsolventen Traineeprogramme an. Nicht zuletzt engagieren wir uns in zwei Initiativen zur beruflichen Integration junger Flüchtlinge in Bad Homburg und Frankfurt am Main. Unser Ziel ist es, die Flüchtlinge nach einer Orientierungsphase und einer erfolgreichen Einstiegsqualifizierung in eine Berufsausbildung zu übernehmen. Unser mehrfach ausgezeichnetes Karriereportal finden Sie auf www.karriere.fresenius.de. ERFOLGSBETEILIGUNG UND AKTIENOPTIONSPLANSeit vielen Jahren bietet Fresenius eine aktienbasierte Erfolgsbeteiligung an. Diese wird ausgeschüttet, wenn der Konzern die im Programm definierten EBIT- und Ergebnisziele erreicht. Die Entwicklung der Erfolgsbeteiligung zeigt die unten stehende Tabelle. Mit unserem Long Term Incentive Program 2013 verfügen wir über ein globales Vergütungsinstrument für Führungskräfte, das unternehmerische Mitverantwortung mit zukünftigen Chancen und Risiken verknüpft. Es umfasst den Aktienoptionsplan 2013 sowie den Phantom Stock Plan 2013 und verbindet die Ausgabe von Aktienoptionen mit der Ausgabe von Phantom Stocks. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 125 ff. dieses Geschäftsberichts. ERFOLGSBETEILIGUNG
1 Die Erfolgsbeteiligung gilt für das
angegebene Jahr und wird jeweils im nachfolgenden
Geschäftsjahr ausgezahlt. In einigen deutschen
Konzerngesellschaften ist sie Bestandteil der
Vergütung.
VERÄNDERUNGEN IN AUFSICHTSRAT UND VORSTANDIn der Hauptversammlung am 13. Mai 2016 wurden als Vertreter der Anteilseigner Frau Prof. Dr. med. Iris Löw-Friedrich und Frau Hauke Stars neu in den Aufsichtsrat gewählt. Als Vertreter der Arbeitnehmer wurden Frau Stefanie Lang und Frau Frauke Lehmann sowie Herr Oscar Romero De Paco durch den Europäischen Betriebsrat neu in das Gremium gewählt. Gesetzliche Regelungen schreiben für den Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA eine Quote von jeweils mindestens 30 % Frauen und Männern vor. Mit diesen turnusgemäßen Wahlen wurden die gesetzlichen Quoten erfüllt. Am 26. Juni 2016 gab die Fresenius SE & Co. KGaA bekannt, dass der Aufsichtsrat der Fresenius Management SE Herrn Stephan Sturm (52) zum 1. Juli 2016 einstimmig zum Vorstandsvorsitzenden (CEO) von Fresenius berufen hat. Herr Stephan Sturm folgt auf Herrn Dr. Ulf M. Schneider (50), der das Unternehmen zum 30. Juni 2016 auf eigenen Wunsch verlassen hat, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. BESCHAFFUNGMATERIALAUFWAND NACH UNTERNEHMENSBEREICHEN 1
1 Alle Angaben der Unternehmensbereiche
gemäß US-GAAP und vor Konsolidierungsbuchungen
Im Jahr 2016 betrugen die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen 7.599 Mio € (2015: 7.493 Mio €). Der Anstieg von 1 % ist auf die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten zurückzuführen.
Für unsere Profitabilität ist eine effiziente Wertschöpfungskette entscheidend. Stetige Einsparbemühungen der Kostenträger im Gesundheitswesen und Preisdruck auf den Absatzmärkten prägen unser Umfeld. Die vier Unternehmensbereiche des Fresenius-Konzerns steuern die Beschaffungsprozesse daher über zentrale Koordinationsstellen. Diese bündeln gleichartige Bedarfe, schließen weltweit Rahmenverträge ab, beobachten fortwährend die Markt- und Preisentwicklung und gewährleisten die Sicherheit und Qualität der Materialien. QUALITÄTSMANAGEMENTDie Qualität unserer Produkte, Dienstleistungen und Therapien ist Voraussetzung für eine optimale medizinische Versorgung. Zum Wohl der Patienten und zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen wir daher an alle Prozessabläufe höchste Qualitäts- und Sicherheitsmaßstäbe an. Unser Qualitätsmanagement verfolgt im Wesentlichen drei Ziele:
FRESENIUS MEDICAL CAREAls lebensrettende Behandlung muss die Dialyse höchste Anforderungen an Sicherheit und Qualität erfüllen. Das gilt sowohl für die Produktion unserer Dialyseprodukte als auch für die Dialysebehandlung in unseren Kliniken. Fresenius Medical Care hat deshalb an allen Produktionsstandorten und in den Dialysekliniken Qualitätsmanagementsysteme etabliert, die regelmäßig extern überprüft werden. In Europa kontrolliert der Technische Überwachungsverein (TÜV) in Audits, d. h. standardisierten Inspektionen, jährlich unsere Klinikorganisation gemäß den Normen ISO 9001 für Qualitätsmanagement und ISO 14001 für Umweltmanagement. In den USA überwachen die Behörden des staatlichen Gesundheitsfürsorgeprogramms (Centers for Medicare and Medicaid Services - CMS) unsere Kliniken. Unsere Qualitätsmanagementsysteme überprüfen wir regelmäßig zudem in unternehmensinternen Audits. Die Behandlungsqualität in unseren Dialysekliniken messen und bewerten wir anhand allgemein anerkannter Standards. Dazu gehören u. a. branchenrelevante klinische Richtwerte sowie unternehmenseigene Qualitätsziele, die Fresenius Medical Care z. B. für Service- und Beratungsleistungen festlegt. Die von uns erhobenen medizinischen Parameter, z. B. der Hämoglobinwert, sind anerkannte Standards der Branche. FRESENIUS KABIDas globale Qualitätsmanagementsystem von Fresenius Kabi basiert auf der weltweit anerkannten Norm ISO 9001. Es berücksichtigt u. a. Good Clinical Practice (GCP), Good Manufacturing Practice (GMP), Good Distribution Practice (GDP), den Code of Federal Regulations (CFR) der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA sowie die Norm ISO 13485 für Medizinprodukte. Der TÜV Süd hat das globale Qualitätsmanagementsystem zertifiziert und auditiert es regelmäßig. Wesentliche Bestandteile des Qualitätsmanagements sind:
Entlang der gesamten Wertschöpfungskette erfolgen zusätzlich Inspektionen durch Behörden sowie Audits durch unabhängige Organisationen und Kunden. Unser Qualitätsmanagementsystem berücksichtigt nicht nur interne Prozesse, sondern auch die Anwendung unserer Produkte und Dienstleistungen bei Kunden. Um frühzeitig über deren Probleme informiert zu werden und adäquat reagieren zu können, hat Fresenius Kabi ein globales Überwachungs- und Meldesystem (Vigilanzsystem) implementiert. Dieses dient der Patientensicherheit und wird daher auch von den zuständigen Aufsichtsbehörden überwacht. Im Jahr 2016 haben wir unsere Qualitätsprozesse weiter auf elektronische Verfahren umgestellt. Mit diesen globalen Systemen können wir Abläufe zunehmend harmonisieren und Daten zur Risikoabwehr besser bereitstellen. FRESENIUS HELIOSHELIOS nutzt ein Verfahren, das interne Maßnahmen des Qualitätsmanagements mit dem Einsatz von Qualitätsindikatoren verbindet. Anhand von Kennzahlen und Routinedaten messen wir die medizinische Ergebnisqualität einer Behandlung. Die eigene Qualität machen wir mithilfe von G-IQI-Qualitätsindikatoren (German Inpatient Quality Indicators) transparent. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir das HELIOS-Qualitätsmanagementsystem weiterentwickelt. Mit der Umstellung der G-IQI-Indikatoren auf die Version 5.0 werden wir ab 2017 inhaltlich verfeinerte Kennzahlen und aktualisierte Referenzzahlen anwenden. HELIOS-QUALITÄTSKENNZAHLEN (AUSZUG)
1 SMR von 1 entspricht dem
Bundesdurchschnitt,SMR <1 = Sterblichkeit liegt unter
dem Bundesdurchschnitt
Weitere Informationen: www.helios-kliniken.de/medizin/qualitaetsmanagement Bei statistischen Auffälligkeiten untersuchen HELIOS-Ärzte die Behandlungsabläufe anhand von Krankenakten (Peer-Review-Verfahren). Das Thema Hygiene steht dabei weiterhin im Mittelpunkt. Zur Klärung spezieller Fragen, z. B. in der Intensivmedizin, kamen 2016 erstmals sogenannte interprofessionelle Teams zum Einsatz. So haben besonders geschulte Mitarbeiter aus Pflegeberufen in 11 von 19 Peer-Review-Verfahren das ärztliche Team unterstützt. Ergänzend nutzen wir sehr intensiv einen Pool von Indikatoren, die wir im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätssicherung erheben. So haben wir z. B. in der Geburtshilfe nach Peer-Review-Verfahren Schulungen und Trainings initiiert, um Entbindungen noch sicherer zu machen. Ein weiteres Ziel von HELIOS ist es, Behandlungskonzepte für Patienten mit bösartigen Tumoren in einer interdisziplinären Gruppe abzustimmen. Der Medizinische Beirat aus zehn erfahrenen HELIOS-Chefärzten verschiedener Fachrichtungen überwacht diese Abstimmung mit vierteljährlichen Qualitätsanalysen. HELIOS tauscht sich mit anderen Krankenhausträgern über die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) aus. Deren Mitglieder verpflichten sich zu drei grundsätzlichen Vorgehensweisen: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der Ergebnisse und Peer-Review-Verfahren. Die IQM-Mitglieder versorgen in über 400 Krankenhäusern in Deutschland und der Schweiz jährlich rund 6,3 Millionen Patienten stationär. In Deutschland liegt ihr Anteil an der stationären Versorgung bei 30 %. Für 46 1 der G-IQI-Qualitätsindikatoren haben wir konkrete Zielwerte definiert. Diesen Werten liegt unser Anspruch zugrunde, besser zu sein als der Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2016 sind wir diesem Anspruch bei 43 Qualitätsindikatoren gerecht geworden, was einer Zielerreichungsquote von 93 % (2015: 91 %) entspricht. Wir sind überzeugt, dass Transparenz entscheidende Anreize für Verbesserungen erzeugt. HELIOS veröffentlicht daher die Daten zur medizinischen Behandlungsqualität, Ergebnisse von Patientenbefragungen und Hygienekennzahlen jeder Akutklinik auf der Website www.helios-kliniken.de. Damit gehen wir über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Das nationale Qualitätsinstitut (IQTIG) ist vom Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragt worden, Qualitätsindikatoren zu empfehlen, die sich als Entscheidungsgrundlage zur Krankenhausplanung eignen. Erste Indikatoren aus den Leistungsbereichen gynäkologische Operationen, Geburtshilfe und Mammachirurgie, die im Rahmen der externen stationären Qualitätssicherung erhoben werden, stehen nun fest und werden ab 2017 erprobt. HELIOS ist mit dem eigenen Qualitätsmanagementsystem auf die neue Verfahrensweise vorbereitet. FRESENIUS VAMEDFresenius Vamed stellt bei der Planung und Errichtung von Krankenhäusern hohe Qualitätsansprüche. Diese zielen insbesondere darauf ab, Prozesse zu optimieren, nach modularen Versorgungsstufen zu differenzieren sowie Gebäude, Bereiche und Stationen auf eine möglichst flexible Nutzung auszulegen. Für die internen Prozesse von Fresenius Vamed gelten geschäftsfeldübergreifende Qualitätsstandards. Diese orientieren sich an folgenden Normen: ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem), ISO 13485 (Qualitätsmanagementsystem Medizinprodukte), ISO 17020 (Inspektionsstellen für Medizintechnikprodukte), ISO 17025 (Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien), ISO 14001 (Umweltmanagement), ISO 19600 (Compliance Managementsystem), ISO 50001 (systematisches Energiemanagement), ISO 27001 (Informationssicherheits-Managementsystem) sowie Standards der EFQM (European Foundation for Quality Management). Die EFQM hat die für den technischen Betrieb des AKH Wien zuständige VAMED-Gesellschaft bereits vier Mal in unterschiedlichen Kategorien ausgezeichnet, darunter als Excellence Award Prize Winner und europäisches Vorbildunternehmen im Hinblick auf Erfolge durch Mitarbeiter (2010, 2013), Innovation (2012) und Nutzen für den Kunden (2015). Darüber hinaus sind die Unternehmen von Fresenius Vamed nach zahlreichen relevanten Fachnormen zertifiziert. Für Gesundheitseinrichtungen verwenden wir u. a. das Zertifizierungsmodell JCI (Joint Commission International). Nach diesem Modell haben bisher drei von uns gemanagte Einrichtungen in Österreich die höchste Qualitätsstufe erreicht: in der Patientenversorgung, bei Hygiene und Sicherheit sowie in der Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit. Dieser Status wird uns im Rahmen der von JCI vorgesehenen Rezertifizierungen regelmäßig bestätigt. VERANTWORTUNG, UMWELTMANAGEMENT, NACHHALTIGKEITWir orientieren unser Handeln an langfristigen Zielen und gewährleisten so, dass unsere Arbeit den Bedürfnissen von Patienten und Mitarbeitern sowie Aktionären und Geschäftspartnern gerecht wird. Unsere Verantwortung als Gesundheitskonzern reicht über unser operatives Geschäft hinaus. Sie erstreckt sich auch darauf, die Natur als Lebensgrundlage zu schützen und mit ihren Ressourcen sorgsam umzugehen. Es ist selbstverständlich für uns, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und Maßnahmen für den Umwelt- und Gesundheitsschutz, die Arbeits- und Anlagensicherheit sowie die Produktverantwortung und die Logistik stetig zu verbessern. Im Umweltmanagement haben wir die internationale ISO-Norm 14001 sowohl in Produktionsstätten als auch in den meisten Dialysekliniken umgesetzt. Sie sieht u. a. vor, dass Standorte kontinuierlich auf mögliche Umweltbelastungen hin überprüft werden. Wichtige Umweltindikatoren sind u. a. der Energie- und Wasserverbrauch, die Abfallmenge und die Recyclingquote. In Europa unterliegen unsere Produktionsstandorte der EU-Verordnung REACH - Registration, Evaluation and Authorization of CHemicals (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien). Ihr Ziel ist es, Mensch und Umwelt vor Gefahren und Risiken zu schützen, die von Chemikalien ausgehen können. Im Geschäftsjahr 2016 hat Fresenius ein konzernweites Projekt etabliert, das die Berichterstattung zur Nachhaltigkeit erweitern soll. Im vierten Quartal haben wir dazu eine umfangreiche Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt, in die wir relevante interne und externe Stakeholder eingebunden haben. Wir werden das Projekt im Geschäftsjahr 2017 fortführen und planen, im Geschäftsbericht 2017 ausführlich darüber zu berichten. FRESENIUS MEDICAL CAREUnser betriebliches Umweltmanagement arbeitet systematisch daran, Umweltauflagen zu erfüllen und unsere Produkte und Verfahren ressourceneffizient zu gestalten. Darüber hinaus unterstützt es die Geschäftsbereiche dabei, mit umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen einen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) ist das TÜV-zertifizierte Umweltmanagement Bestandteil des integrierten Managementsystems. Ende 2016 waren acht (2015: acht) europäische Produktionsstandorte und die Medizinprodukteentwicklung nach ISO 14001 zertifiziert. An unseren deutschen Produktionsstandorten St. Wendel und Schweinfurt nutzen wir ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001. Darüber hinaus haben wir das zertifizierte Umweltmanagementsystem in 14 (2015: 14) europäischen Ländern implementiert. Wir wollen auch die Auswirkungen von Dialysebehandlungen auf die Umwelt weiter reduzieren. Ein zentrales Instrument zur Steuerung der Ressourceneffizienz unserer Kliniken in den Regionen EMEA und Lateinamerika ist die Software e-con5. Wir verwenden sie in 526 (2015: 518) europäischen und in 213 (2015: 209) lateinamerikanischen Dialysekliniken. Mit diesem Managementsystem für Umweltdaten können wir Daten zur Ressourceneffizienz erfassen und vergleichen sowie Verbesserungen rasch umsetzen. Von 2009 bis zum Berichtsjahr 2016 konnten wir den durchschnittlichen Wasserverbrauch pro Dialysebehandlung in unseren Zentren um 7 % und den Stromverbrauch um 15 % reduzieren. In den vergangenen Jahren haben wir außerdem die Menge des blutkontaminierten Abfalls stark verringert. Unser Ziel ist, die bereits erreichten niedrigen Werte dauerhaft und unter Berücksichtigung bestehender Gesetzesvorgaben auch in Zukunft einzuhalten. Darüber hinaus haben wir uns in dem im Jahr 2013 verabschiedeten Umweltprogramm das Ziel gesteckt von 2013 bis 2018 unseren durchschnittlichen Wasserverbrauch pro Dialysebehandlung in unseren Zentren um 11 % und den Stromverbrauch um 7 % weiter zu reduzieren. FRESENIUS KABIEin Umweltmanagementsystem nach dem internationalen Standard ISO 14001 ist integraler Bestandteil des globalen Qualitätsmanagements von Fresenius Kabi. Die Fresenius Kabi AG und mehrere Standorte sind nach diesem Standard zertifiziert. Darüber hinaus haben wir an mehreren Standorten Arbeits- und Gesundheitsschutzsysteme gemäß OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment System) implementiert und machen Vorgaben für alle Standorte. Alle Werke der Fresenius Kabi Deutschland GmbH sind nach dem internationalen Standard für Energiemanagementsysteme ISO 50001 zertifiziert. Außerhalb Deutschlands sind die Werke Wuxi in China und La Châtre in Frankreich nach ISO 50001 zertifiziert. Zudem haben wir die Umweltmaßnahmen in unseren Werken intensiviert, weltweit und insbesondere außerhalb Europas. In Österreich konnten wir den Energieverbrauch am Standort Graz trotz gestiegener Produktionsmengen und vergrößerter Produktionsflächen auf dem Niveau des Vorjahres halten. Wir haben drei Wärmeaustauscher installiert, um Wärme aus dem abgeleiteten Wasserdampf zu gewinnen. Mit ihr erwärmen wir wiederum das Wasser, bevor es in den Dampfkessel gelangt. Dessen Gasverbrauch konnten wir dadurch signifikant reduzieren. Zusätzlich haben wir den Gasbrenner erneuert, um sowohl den Gasverbrauch als auch die Emissionen, besonders von Stickoxiden, zu reduzieren. Des Weiteren haben wir Verpackungsmaterialien wiederverwendet und so knapp 2.200 t CO 2 eingespart. Die Recyclingquote lag 2016 erneut bei über 80 %. In Schweden lag der Energieverbrauch im Jahr 2016 am Standort Uppsala unverändert bei 2,8 kWh pro Liter produzierter Lösung. Rund 42 % des Energiebedarfs an den schwedischen Standorten Uppsala und Brunna decken wir durch erneuerbare Energien ab (2015: 40 %). Die Recyclingquote blieb konstant bei 99,5 %. Am Produktionsstandort Pune in Indien konnten wir im Vergleich zum Vorjahr den Verbrauch von Briketts um rund 8 % und den von Wasser um 5 % senken. Am Standort Haina in der Dominikanischen Republik haben wir im Berichtsjahr den Plastikabfall um 30 % und dank der Verwendung neuer Technologien für Beleuchtung und Klimatisierung den Stromverbrauch um rund 8 % reduziert. FRESENIUS HELIOSKrankenhäuser haben einen hohen Bedarf an Energie und Wasser. Um unsere Mitarbeiter zum sparsamen Umgang mit diesen Ressourcen anzuhalten, haben wir unsere Umweltkampagne im Berichtsjahr intensiviert. Der Energieverbrauch einer Klinik hängt in hohem Maße von ihrem baulichen Zustand ab. Alle Neubauten und Gebäudemodernisierungen bei HELIOS entsprechen daher den Anforderungen an eine effiziente Wärmedämmung nach der aktuellen Energieeinsparverordnung. Weitere Verbesserungen beruhen auf unserem umfassenden Controllingsystem für die Immobilienbewirtschaftung. Es ermöglicht uns, Soll- und Ist-Werte regelmäßig und umgehend abzugleichen. Zum Vorjahr hat sich der Energiebedarf bereinigt um 3 % verringert. Dies entspricht einer CO 2 -Reduktion von rund 1.571 Mg / a und spart uns etwa 1,4 Mio €, die wir in die Medizin investieren können. Dieses System bildet auch die Grundlage für die Zertifizierung aller HELIOS-Kliniken nach dem neuen Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G). Wir identifizieren fortwährend Maßnahmen zur weiteren Senkung der benötigten Ressourcen und setzen sie möglichst kurzfristig um. So forcieren wir weiter die Bereitstellung von Wärme aus regenerativen Energien, z. B. aus Holzpellets. Sie ist CO 2 -neutral und damit deutlich umweltschonender als Wärme aus Gas oder Öl. Jedoch ist der fossile Energieträger Erdgas zur Strom- und Wärmebereitstellung durch neun errichtete Blockheizkraftwerkanlagen nicht wegzudenken. Dank der bisherigen Maßnahmen haben wir im Jahr 2016 rund 4.680 Mg CO 2 (2015: 29.747 Mg CO 2 ) eingespart. Der Wasserverbrauch in allen HELIOS-Kliniken lag bei 4.760.500 m 3 (2015: 4.434.810 m 3 ). Davon entfällt der größte Anteil auf die Sterilisation, die Prozesskühlung sowie die Wasseraufbereitung. Um den Wasserverbrauch zu senken, nutzen einige Krankenhäuser Brunnenwasser, z. B. für die Kühltürme von Klimaanlagen. Für Krankenhäuser hat eine ordnungsgemäße Abfallentsorgung hohe Bedeutung. HELIOS versteht das Entsorgungsmanagement als Prozess: Er beginnt mit der Abfallvermeidung und reicht bis zur konsequenten Verwertung oder umweltverträglichen Beseitigung. Dabei sind Anforderungen an den Umwelt-, Arbeits- und Infektionsschutz sowie an die Krankenhaushygiene zu berücksichtigen. Dies betrifft insbesondere Klinikabfälle, z. B. aus der Diagnose und der Behandlung von Krankheiten. Im Jahr 2016 betrug deren Gesamtmenge in allen HELIOS-Kliniken 21.560 t (2015: 20.775 t). FRESENIUS VAMEDIm Projektgeschäft berücksichtigt VAMED die jeweiligen nationalen Umweltvorgaben bereits bei der Planung von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen. Insbesondere in den Wachstumsmärkten Afrika und Asien ist unser umfassendes Wissen im Bereich Umweltmanagement ein wichtiger Erfolgsfaktor. Abwasserreinigung und die Entsorgung medizintechnischer Abfälle erfolgen auf dem höchstmöglichen Standard. Auch im Dienstleistungsgeschäft sind unsere Umweltschutzmaßnahmen sehr erfolgreich. Ein Beispiel dafür ist das AKH Wien, für dessen technische Betriebsführung wir seit mehr als 30 Jahren verantwortlich sind. In dieser Zeit ging der Stromverbrauch des AKH um rund 14 % zurück, der Bedarf an Fernwärme um 23 % und der Trinkwasserverbrauch um 45 %. Die Gesamtmenge der gefährlichen medizinischen Abfälle des AKH sank um rund 90 %. Seit 2015 ist das Energiemanagement von Fresenius Vamed in Österreich nach ISO 50001:2011 zertifiziert. WIRTSCHAFTSBERICHTBRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENDer Gesundheitssektor zählt zu den weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweigen. Im Vergleich zu anderen Branchen ist er weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen und konnte auch in den letzten Jahren überdurchschnittlich wachsen. Wesentliche Wachstumsfaktoren sind
Zusätzliche Wachstumstreiber in den Schwellenländern sind
Zugleich erhöhen sich die Kosten der Gesundheitsversorgung. Ihr Anteil am Volkseinkommen wächst stetig. Insgesamt gaben die OECD-Länder im Jahr 2015 durchschnittlich 9,0 % ihres BIP oder 3.814 US$ pro Kopf für Gesundheitsleistungen aus. Die höchsten Ausgaben pro Kopf verzeichneten wie in den Vorjahren die USA (9.451 US$). Deutschland belegt mit 5.267 US$ den sechsten Rang im OECD-Ländervergleich. Die OECD-Länder haben ihre Gesundheitsausgaben im Jahr 2015 im Durchschnitt zu 73 % aus öffentlichen Mitteln finanziert. In Deutschland lag dieser Anteil bei 85 %. Die Lebenserwartung hat sich in den meisten OECD-Staaten in den letzten Jahrzehnten erhöht. 2014 lag sie bei durchschnittlich 80,6 Jahren. Die Gründe dafür sind bessere Lebensbedingungen, eine intensivere Gesundheitsvorsorge sowie Fortschritte bei der medizinischen Versorgung. Um die stetig steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen zu begrenzen, werden zunehmend die Versorgungsstrukturen überprüft und Kostensenkungspotenziale identifiziert. Doch Rationalisierungen allein reichen nicht aus, um den Kostendruck zu kompensieren. Daher sollen marktwirtschaftliche Elemente verstärkt Anreize schaffen, im Gesundheitswesen kosten- und qualitätsbewusst zu handeln. Gerade durch eine verbesserte Qualität lassen sich die Behandlungskosten insgesamt reduzieren. Darüber hinaus gewinnen Vorsorgeprogramme ebenso an Bedeutung wie innovative Vergütungsmodelle, die an die Behandlungsqualität gekoppelt sind. Unsere wichtigsten Märkte haben sich wie folgt entwickelt: DER DIALYSEMARKTDer weltweite Markt für Dialyseprodukte und Dienstleistungen lag im Jahr 2016 bei rund 76 Mrd US$. Währungsbereinigt wuchs er um 4 %. Weltweit wurden im Jahr 2016 etwa 3,7 Millionen Patienten mit chronischem Nierenversagen behandelt. Davon unterzogen sich rund 3,0 Millionen Patienten einer Dialysebehandlung, rund 726.000 lebten mit einer Spenderniere. Etwa 88 % der Patienten wurden mittels der Hämodialyse und 12 % mittels der Peritonealdialyse versorgt. ANTEIL DER GESUNDHEITSAUSGABEN AM BIP
Quelle: OECD-Gesundheitsdaten 2016 Wachstumstreiber ist im Wesentlichen die steigende Zahl von Menschen, die an Diabetes und Bluthochdruck leiden -Erkrankungen, die dem chronischen Nierenversagen häufig vorausgehen. Die Zahl der Dialysepatienten ist im Jahr 2016 um etwa 6 % gestiegen. In den USA, Japan sowie West- und Mitteleuropa war das Patientenwachstum niedriger als in ökonomisch schwächeren Regionen, in denen das Wachstum zumeist über 6 % lag. Die Prävalenzrate, also die relative Zahl der wegen terminaler Niereninsuffizienz behandelten Menschen pro Million Einwohner (PME), fällt regional sehr unterschiedlich aus. In Entwicklungsländern kann sie bei weit unter 100 liegen. In der Europäischen Union beträgt sie im Durchschnitt etwas mehr als 1.100. Sehr hohe Werte, zum Teil deutlich über 2.000, weisen Länder wie Japan und die USA auf. Gründe hierfür sind zum einen Unterschiede in der Altersstruktur und bei den Risikofaktoren, die eine Nierenerkrankung auslösen können, sowie genetische Dispositionen und kulturelle Unterschiede, etwa in der Ernährung. Zum anderen ist der Zugang zu Dialysebehandlungen in vielen Ländern weiterhin begrenzt. Dadurch werden viele Menschen mit terminaler Niereninsuffizienz nicht behandelt und folglich auch nicht in der Prävalenzkalkulation erfasst. DialysedienstleistungenDer weltweite Markt für Dialysedienstleistungen (einschließlich Dialysemedikamenten) lag im Jahr 2016 bei rund 62 Mrd US$. Fresenius Medical Care behandelte im Berichtsjahr gut 10 % aller Dialysepatienten weltweit. Mit 3.624 Dialysekliniken und 308.471 Dialysepatienten in über 45 Ländern betreibt das Unternehmen das mit Abstand größte und internationalste Kliniknetzwerk. In den USA hat Fresenius Medical Care im Jahr 2016 rund 38 % der Dialysepatienten (> 185.000 Patienten) behandelt. In den USA ist der Markt für Dialysedienstleistungen bereits stark konsolidiert. Fresenius Medical Care und der Anbieter DaVita versorgen zusammen rund 75 % aller Patienten. Außerhalb der USA ist der Markt für Dialysedienstleistungen wesentlich stärker fragmentiert. Hier steht Fresenius Medical Care insbesondere im Wettbewerb mit Klinikketten, unabhängigen Einzelkliniken und solchen, die Krankenhäusern angegliedert sind. DIALYSEPATIENTEN - REGIONALE AUFTEILUNG
Die Vergütungssysteme weisen erhebliche Unterschiede auf. Sie variieren nicht nur von Land zu Land, sondern oft sogar innerhalb eines Landes. In den USA stellen die staatlichen Gesundheitsfürsorgeprogramme Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS) die medizinische Versorgung für die überwiegende Mehrheit aller US-amerikanischen Dialysepatienten sicher. DialyseprodukteDer weltweite Markt für Dialyseprodukte lag im Jahr 2016 bei rund 14 Mrd US$. Fresenius Medical Care ist mit einem Marktanteil von rund 34 % der weltweit führende Anbieter. Größter Wettbewerber im Dialyseproduktgeschäft ist Baxter mit einem weltweiten Marktanteil von rund 28 %. Die Anteile der übrigen Anbieter liegen jeweils im einstelligen Prozentbereich. Bei Hämodialyseprodukten hält Fresenius Medical Care einen weltweiten Marktanteil von 38 % und ist damit das führende Unternehmen. Bei Produkten für die Peritonealdialyse hat Fresenius Medical Care einen Anteil von rund 21 % und ist nach Baxter weltweit die Nummer zwei. VersorgungsmanagementDas Versorgungsmanagement umfasst beispielsweise medizinische Leistungen im Bereich der Gefäßchirurgie, nicht dialysebezogene Labordienstleistungen, Dienstleistungen durch niedergelassene Ärzte sowie die Koordination von stationären und intensivmedizinischen Behandlungen durch spezialisierte Ärzte, Versicherungsdienstleistungen für Dialysepatienten, die Distribution verschreibungspflichtiger Arzneimittel sowie die ambulante Versorgung. In den USA ist Fresenius Medical Care im Bereich Versorgungsmanagement u. a. mit einem Netzwerk aus über 2.200 spezialisierten Krankenhausärzten, sogenannten Hospitalists, sowie Intensivmedizinern und Fachkräften in der Pflegeüberleitung tätig. In rund 350 Krankenhäusern und Postakuteinrichtungen wurden im Jahr 2016 mehr als 1,5 Millionen Patienten betreut. DER MARKT FÜR GENERISCHE I.V.-ARZNEIMITTEL, ERNÄHRUNGS- UND INFUSIONSTHERAPIEN UND MEDIZINTECHNISCHE PRODUKTE / TRANSFUSIONSTECHNOLOGIE 1Der weltweite Markt für generische I.V.-Arzneimittel, Ernährungs- und Infusionstherapien und medizintechnische Produkte / Transfusionstechnologie lag im Jahr 2016 bei rund 48 Mrd €. Davon entfielen rund 29 Mrd € 2 auf den globalen Markt für generische I.V.-Arzneimittel. Durch gezielte Investitionen und die Vergrößerung des Portfolios u. a. in den Bereichen komplexe Formulierungen, Peptiden und vorgefüllte Fertigspritzen konnte Fresenius Kabi zusätzliche Segmente im weltweiten adressierbaren Markt erschließen. In Europa und den USA wuchs der Markt für generische I.V.-Arzneimittel um rund 12 %. Für Zuwächse sorgen im Wesentlichen Produkte, die nach Ablauf des Patentschutzes auf den Markt kommen, sowie patentfreie Originalpräparate, die durch Alleinstellungsmerkmale weiterhin preisstabil angeboten werden. Ferner ist das Marktwachstum begründet in starken Preisanstiegen bei ausgewählten Molekülen einzelner Wettbewerber. In den USA, dem für Fresenius Kabi wichtigsten Markt für generische I.V.-Arzneimittel, ist das Unternehmen einer der führenden Anbieter. Wettbewerber von Fresenius Kabi sind u. a. Pfizer, Sandoz und Teva Pharmaceutical Industries. Der weltweite Markt für klinische Ernährung lag im Jahr 2016 bei rund 8 Mrd €. In Europa wuchs der Markt um rund 2 %. In den Wachstumsregionen Asien-Pazifik, Lateinamerika und Afrika hingegen konnten Steigerungsraten von bis zu 10 % in einzelnen Ländern verzeichnet werden. Wachstumspotenzial auf diesem Markt ergibt sich, weil Ernährungstherapien oft in noch nicht ausreichendem Maße bei der Patientenversorgung eingesetzt werden, obwohl Studien ihren medizinischen und ökonomischen Nutzen belegen. So lassen sich beispielsweise durch die Gabe von klinischer Ernährung bei krankheits- und altersbedingter Mangelernährung Krankenhauskosten einsparen - durch kürzere Liegezeiten und geringeren Pflegebedarf. Schätzungen 3 gehen davon aus, dass allein in der Europäischen Union bei 20 Millionen Menschen das Risiko einer Mangelernährung besteht. Im Markt für klinische Ernährung ist Fresenius Kabi einer der führenden Anbieter weltweit. Im Markt für parenterale Ernährung ist Fresenius Kabi der weltweit führende Anbieter, im Markt für enterale Ernährung eines der führenden Unternehmen in Europa. Wettbewerber im Markt für parenterale Ernährung sind u. a. Baxter, B. Braun und Kelun Pharmaceuticals. Im Markt für enterale Ernährung konkurriert Fresenius Kabi u. a. mit Danone, Nestle und Abbott. Der Markt für Infusionstherapien lag im Jahr 2016 weltweit bei rund 5 Mrd €. In Europa war aufgrund der eingeschränkten Anwendung von Blutvolumenersatzstoffen kein Wachstum zu verzeichnen. In den Regionen Asien-Pazifik, Lateinamerika und Afrika wuchs der Markt für Infusionstherapien in ausgewählten Märkten um rund 8 %. Infusionstherapien (z. B. Elektrolyte) gehören weltweit zum medizinischen Standard in Krankenhäusern. Wachstumstreiber ist im Wesentlichen der steigende Bedarf in den Schwellenländern. Fresenius Kabi ist im Markt für Infusionstherapien das führende Unternehmen in Europa. Wettbewerber sind u. a. Baxter und B. Braun. Der Markt für medizintechnische Produkte / Transfusionstechnologie lag im Jahr 2016 weltweit bei rund 6 Mrd €. Davon entfielen rund 4 Mrd € auf medizintechnische Produkte und rund 2 Mrd € auf Transfusionstechnologie. Der Markt wuchs im Jahr 2016 um rund 3 %. Wachstumstreiber im Markt für medizintechnische Produkte sind insbesondere Informationstechnologielösungen, die deren Anwendung sicherer machen und die Effizienz der Therapie erhöhen. In der Transfusionstechnologie ergibt sich ein Marktwachstum vor allem durch den allgemein steigenden Bedarf an Blutprodukten in Schwellenländern. Gegenläufig wirkte sich der sinkende Bedarf an Blutbeuteln in Europa und den USA durch neue Behandlungsmethoden, die einen geringeren Bedarf an Fremdblut zu Folge haben, aus. Die so entstehenden Überkapazitäten gehen mit Preisrückgängen einher. Im Markt für medizintechnische Produkte zählt Fresenius Kabi weltweit zu den führenden Anbietern. Wettbewerber sind u. a. Baxter, B. Braun sowie Becton, Dickinson and Company und ICU Medical. In der Transfusionstechnologie ist Fresenius Kabi weltweit eines der führenden Unternehmen. Zu den Wettbewerbern gehören u. a. Haemonetics, Macopharma und Terumo.
1 Marktdaten basieren auf eigenen Erhebungen und
beziehen sich auf die für Fresenius Kabi
adressierbaren Märkte. Sie unterliegen jährlichen
Schwankungen, u. a. aufgrund von Veränderungen der
Währungsrelationen und von Patentabläufen der
Originalpräparate im Markt der I.V.-Arzneimittel.
DER KRANKENHAUSMARKT 1Der Markt für Akutkrankenhäuser in Deutschland hatte im Jahr 2015 eine Größe von rund 94 Mrd € 2 . Davon entfielen etwa 62 % auf Personalkosten und 38 % auf Sachkosten. Personal- und Sachkosten erhöhten sich jeweils um rund 4 %. Durch Steigerungen der Fallzahlen wächst der Akutkrankenhausmarkt organisch um rund 1 %. Darüber hinaus ergeben sich durch Klinikzukäufe bzw. Privatisierungen zusätzliche Wachstumschancen für private Krankenhausbetreiber. Obwohl sich ihre wirtschaftliche Situation gegenüber den Vorjahren verbessert hat, verzeichnete ein Drittel (33 %) der deutschen Krankenhäuser im Jahr 2015 Verluste. Weitere 10 % hatten ein ausgeglichenes Ergebnis, 57 % konnten einen Jahresüberschuss erwirtschaften. Zu der oft schwierigen wirtschaftlichen und finanziellen Situation kommt ein enormer Investitionsbedarf. Er ergibt sich aus dem medizinischen und technologischer Fortschritt, erhöhten Qualitätsanforderungen und notwendigen Modernisierungen. Gleichzeitig konnten die Bundesländer ihrer gesetzlichen Verpflichtung, die dafür notwendigen Mittel bereitzustellen, in den letzten Jahren nicht ausreichend nachkommen. Die Folge ist ein kontinuierlich wachsender Investitionsstau. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) schätzt, dass sich der jährliche Investitionsbedarf in deutschen Krankenhäusern - ohne die Universitätskliniken - auf mindestens 5,5 Mrd € beläuft. Das ist in etwa das Doppelte des derzeitigen Fördervolumens der Länder. Im Jahr 2015 gab es in Deutschland 1.956 Krankenhäuser mit insgesamt 499.351 Betten. Wesentliche Kennzahlen zeigt die unten stehende Tabelle. ANTEIL DER KRANKENHAUSBETTEN NACH TRÄGERN
Quelle: Statistisches Bundesamt 2016 Fresenius Helios ist mit einem Anteil von rund 6 % das führende Unternehmen im deutschen Markt für Akutkrankenhäuser. Die Kliniken von Fresenius Helios konkurrieren vorwiegend mit Einzelkrankenhäusern oder lokalen und regionalen Klinikverbünden. Private Wettbewerber sind im Wesentlichen Asklepios, Rhön-Klinikum und Sana Kliniken. Für den Anstieg in der Vergütung von Krankenhausleistungen ist der sogenannte Veränderungswert maßgeblich. Er dient zur Kompensation steigender Kosten im Krankenhausmarkt, insbesondere der Personal- und Sachkosten. Der Veränderungswert wird jährlich für das Folgejahr neu festgelegt. Für das Jahr 2016 lag er bei 2,95 % (2015: 2,53 %). Die 1.152 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland verfügten über insgesamt 165.013 Betten. Davon befanden sich zwei Drittel (66 %) in privater und 16 % bzw. 18 % in freigemeinnütziger und öffentlicher Trägerschaft. Die Zahl der behandelten Patienten blieb mit 1,97 Millionen nahezu unverändert. Die durchschnittliche Verweildauer betrug unverändert 25,3 Tage (2014: 25,3 Tage). KENNZAHLEN ZUR STATIONÄREN VERSORGUNG IN DEUTSCHLAND
Quelle: Statistisches Bundesamt 2016
1 Jeweils aktueller Stand der verfügbaren
Daten
Quellen: Statistisches Bundesamt 2016; Deutsches Krankenhaus Institut, Krankenhaus Barometer 2016; OECD-Gesundheitsdaten 2016; Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Krankenhaus Rating Report 2016 Mit dem Abschluss der Akquisition des größten privaten Krankenhausbetreibers Spaniens, Quirónsalud, im Januar 2017 ist auch der private spanische Krankenhausmarkt für uns relevant geworden. Dieser hatte im Jahr 2015 eine Größe von rund 13 Mrd € 1 . Wachstumschancen für private Betreiber eröffnen sich insbesondere durch die steigende Anzahl privat versicherter Patienten. Eine private Krankenversicherung ist in Spanien Voraussetzung, um Leistungen in privaten Krankenhäusern in Anspruch nehmen zu können. Die Attraktivität privater Kliniken ergibt sich u. a. aus vergleichsweise geringen Wartezeiten für geplante Behandlungen. Private Zusatzversicherungen in Spanien sind verhältnismäßig günstig. Weiteres Potenzial eröffnet die Möglichkeit, dass private Krankenhausbetreiber ihr Netzwerk durch zusätzliche Klinikneugründungen erweitern können. Darüber hinaus bietet der Markt aufgrund seiner starken Fragmentierung erhebliches Konsolidierungspotenzial. Quirónsalud ist mit einem Marktanteil von rund 10 % (nach Umsatz) mit großem Abstand Marktführer. Wettbewerber sind eine Vielzahl privat geführter Einzelkliniken oder kleinere regionale Ketten, u. a. Asisa, HM Hospitales, Hospiten, Ribera, Salud Sanitas und Vithas. DER MARKT FÜR PROJEKTE UND DIENSTLEISTUNGEN FÜR KRANKENHÄUSER UND ANDERE GESUNDHEITSEINRICHTUNGENDer Markt für Projekte und Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen ist stark fragmentiert, sodass sich keine Angabe zur Gesamtmarktgröße darstellen lässt. Der Markt weist große Unterschiede zwischen den Ländern auf und ist in hohem Maße geprägt von der jeweiligen staatlichen Gesundheitspolitik, dem Grad der Regulierung und Privatisierung sowie von wirtschaftlichen, demografischen und politischen Gegebenheiten. In den etablierten Gesundheitsmärkten, in denen der Kostendruck zunimmt, sind Gesundheitseinrichtungen vor allem aufgefordert, ihre Effizienz zu steigern. Gefragt sind insbesondere eine nachhaltige Planung und energieeffiziente Errichtung, optimierte Betriebsabläufe in den Einrichtungen sowie die Übernahme medizintechnischer Dienstleistungen durch externe Spezialisten. Dies ermöglicht es den Krankenhäusern, sich auf ihre Kernkompetenz zu konzentrieren, die Behandlung ihrer Patienten. In den aufstrebenden Märkten hingegen gilt es, die Infrastruktur weiterzuentwickeln und die medizinische Versorgung zu verbessern. Fresenius Vamed gehört zu den global führenden Unternehmen in seinem Markt. Das Unternehmen hat keine Wettbewerber, die ein vergleichbar umfassendes Portfolio von Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus weltweit abdecken. Fresenius Vamed konkurriert deshalb je nach Dienstleistung zum einen mit großen, international tätigen Konzernen und Konsortien und zum anderen mit kleineren, lokalen Anbietern. ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFEINSCHÄTZUNG DES VORSTANDS ZUR AUSWIRKUNG DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN UND BRANCHENSPEZIFISCHEN ENTWICKLUNG AUF DEN GESCHÄFTSVERLAUFDie weltweite Konjunktur hat sich im Geschäftsjahr 2016 insgesamt nur unwesentlich auf unsere Branche ausgewirkt. Sowohl in den etablierten als auch in den Wachstumsmärkten ist der Bedarf an Gesundheitsleistungen weiter gestiegen. Dies hatte einen positiven Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung. BEURTEILUNG DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG DURCH DEN VORSTAND UND WESENTLICHE EREIGNISSE FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF 2Nach Überzeugung des Vorstands war 2016 ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr für den Fresenius-Konzern mit Umsatz- und Ergebnissteigerungen in allen Unternehmensbereichen. Fresenius Medical Care steigerte den Umsatz um 7 % auf 17.911 Mio US$. Der Anstieg ist vor allem auf eine gute Entwicklung der Gesundheitsdienstleistungen zurückzuführen. Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Jahresergebnis stieg vor Einmaleffekten um 16 % 3
2 Alle Angaben der Unternehmensbereiche
gemäß US-GAAP
Fresenius Kabi erreichte ein organisches Umsatzwachstum von 5 % und steigerte den EBIT 1 um 3 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 1.224 Mio €. Neue Produkteinführungen in den USA trugen dazu bei, dass Fresenius Kabi sich in dieser Region besser entwickelt hat als zunächst erwartet. Das organische Wachstum von Fresenius Helios betrug 4 %. Hierzu trugen gestiegene Fallzahlen sowie höhere Erstattungssätze bei. Das Unternehmen konnte den EBIT 1 um 7 % auf 682 Mio € steigern. Fresenius Vamed erreichte ein organisches Umsatzwachstum von 5 %. Der EBIT stieg um 8 % auf 69 Mio €. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF 3Unsere Annahme hat sich bestätigt, dass die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen im Jahr 2016 weiterhin stark bleiben würde. Die unten stehende Übersicht zeigt die Entwicklung des Ausblicks gemäß US-GAAP für den Konzern und die Unternehmensbereiche im Jahr 2016. Aufgrund der über unseren ursprünglichen Erwartungen liegenden starken Geschäftsentwicklung, insbesondere bei Fresenius Kabi in den USA, haben wir unterjährig den Konzernergebnisausblick insgesamt zweimal verbessert. Der Fresenius-Konzern hat die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzwachstum erreicht. Es lag mit 6 % innerhalb der Prognosebandbreite. Das Konzernergebnis 2 stieg währungsbereinigt um 13 % und lag damit im Zielkorridor von 12 bis 14 %. Wir haben 1.621 Mio € in Sachanlagen investiert (2015: 1.512 Mio €). Dies entspricht dem vorgesehenen Wert von rund 6 % unseres Umsatzes. Der operative Cashflow betrug 3.574 Mio € (2015: 3.327 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 12,3 % (2015: 12,0 %) und lag damit über unserer Erwartung. Wir hatten in Aussicht gestellt, eine Cashflow-Marge zwischen 9 und 11 % zu erreichen.
1 2015 vor Sondereinflüssen
ZIELERREICHUNG DES KONZERNS 2016 (US-GAAP)
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der
Fresenius SE & Co. KGaA entfällt; 2015 vor
Integrationskosten (12 Mio € vor Steuern für
erworbene Krankenhäuser der Rhön-Klinikum AG),
vor Kosten für das Effizienzprogramm bei Fresenius
Kabi (105 Mio € vor Steuern) und vor
Veräußerungsgewinnen zweier HELIOS-Kliniken (34
Mio € vor Steuern)
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 25. Die Sondereinflüsse sind jeweils im Segment Konzern / Sonstiges ausgewiesen. Die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA betrug 2,34 1 . Der Verschuldungsgrad lag damit unter dem prognostizierten Wert von rund 2,5. Der ROIC stieg im Konzern auf 8,50 % 2 (2015: 8,26 % 3 ), der ROOA auf 10,13 % 2 (2015: 10,11 % 3 ). Beide Kennziffern lagen damit, wie prognostiziert, über dem Wert des Jahres 2015. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEERTRAGSLAGEUmsatzIm Geschäftsjahr 2016 konnten wir den Konzernumsatz währungsbereinigt um 6 % und zu Ist-Kursen um 5 % auf 29.471 Mio € steigern (2015: 27.995 Mio €). Die nebenstehende Grafik zeigt die Einflüsse auf das Umsatzwachstum. Dabei ergaben sich im Jahr 2016 keine wesentlichen Effekte aus der Veränderung des Sortimentsmix. Preiseinflüsse gab es bei Fresenius Medical Care. Die Medicare-Erstattungssätze blieben im Jahr 2016 nahezu unverändert, bei gleichzeitig gestiegenen Personalkosten. Die unten stehende Tabelle zeigt das Umsatzwachstum nach Regionen. Die Umsätze in unseren Unternehmensbereichen 4 entwickelten sich wie folgt:
UMSATZEINFLÜSSE
1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA
jeweils zu durchschnittlichen Wechselkursen der
vorhergehenden zwölf Monate gerechnet; pro forma
Akquisitionen
UMSATZ NACH REGIONEN
ErgebnisstrukturDas Konzernergebnis 1, 2 stieg um 9 % auf 1.560 Mio € (2015: 1.436 Mio €) 3 . Das währungsbereinigte Wachstum betrug 9 %. Das Ergebnis je Aktie 1, 2 erhöhte sich auf 2,85 € (2015: 2,64 €). Dies entspricht einem Plus von 8 %, währungsbereinigt von 9 %. Die durchschnittliche Anzahl der Aktien belief sich auf 546,4 Millionen Stück. Die Inflationsentwicklung hatte während des Berichtszeitraums keine signifikanten Auswirkungen auf unsere Ertragslage. Der Konzern-EBITDA 2 stieg um 8 % auf 5.517 Mio € (2015: 5.125 Mio €). Währungsbereinigt betrug der Anstieg 8 %. Der Konzern-EBIT 2 stieg um 8 % auf 4.302 Mio € (2015: 4.001 Mio €) 4 . Währungsbereinigt betrug der Anstieg 8 %. Der EBIT der Unternehmensbereiche 5 entwickelte sich wie folgt:
UMSATZ NACH UNTERNEHMENSBEREICHEN 5
AUFTRAGSEINGANG / -BESTAND FRESENIUS VAMED 5
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der
Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 25. Die Sondereinflüsse sind jeweils im Segment Konzern / Sonstiges ausgewiesen.
Überleitungsrechnung auf das KonzernergebnisDas IFRS-Konzernergebnis zum 31. Dezember 2016 enthält keine Sondereinflüsse, während das IFRS-Konzernergebnis zum 31. Dezember 2015 Sondereinflüsse enthält. Um die operative Entwicklung des Konzerns im Berichtszeitraum darzustellen, wurden die relevanten Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung um diese Sondereinflüsse bereinigt. Die unten stehende Tabelle zeigt sämtliche Sondereinflüsse sowie eine Überleitung des Ergebnisses vor Sondereinflüssen zum Ergebnis inklusive Sondereinflüssen gemäß IFRS. Entwicklung weiterer wesentlicher Posten der Gewinn- und VerlustrechnungDas Bruttoergebnis vom Konzernumsatz stieg auf 9.513 Mio € und übertraf damit um 7 % den Vorjahreswert von 8.923 Mio € (währungsbereinigt: 7 %). Die Bruttoergebnis-Marge stieg auf 32,3 % (2015: 31,9 %). Die Umsatzkosten nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 5 % auf 19.958 Mio € zu (2015: 19.072 Mio €). Der Anteil der Umsatzkosten am Konzernumsatz fiel auf 67,7 % gegenüber 68,1 % im Jahr 2015. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten umfassen hauptsächlich Personalkosten, Vertriebskosten und Abschreibungen. Sie erhöhten sich um 3 % auf 4.683 Mio € (2015: 4.538 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der bestehenden Geschäftsaktivitäten zurückzuführen. Der Anteil der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten am Konzernumsatz fiel daher auf 15,9 % (2015: 16,2 %). Der Aufwand für Forschung und Entwicklung betrug 528 Mio € (2015: 451 Mio €). Er lag mit 6 % über der anvisierten Bandbreite von rund 4 bis 5 % des Produktumsatzes. Abschreibungen beliefen sich auf 1.215 Mio € (2015: 1.124 Mio €). Die Abschreibungsquote betrug 4,1 % (2015: 4,0 %). Der Personalaufwand im Konzern stieg auf 11.643 Mio € (2015: 10.835 Mio €). Die Personalkostenquote lag bei 39,5 % (2015: 38,7 %). Die nebenstehende Grafik verdeutlicht die Ergebnisstruktur des Jahres 2016. ERGEBNISSTRUKTUR (VOR SONDEREINFLÜSSEN)
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der
Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Die Sondereinflüsse sind jeweils im Segment Konzern / Sonstiges ausgewiesen. Das Zinsergebnis des Konzerns lag mit - 582 Mio € unter dem Vorjahreswert (2015: - 613 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf verbesserte Finanzierungskonditionen und verminderte Netto-Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Die Konzern-Steuerquote (vor Sondereinflüssen) lag mit 28,1 % (2015: 29,3 %) unter dem Vorjahresniveau. Der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinn stieg auf 1.116 Mio € (2015: 958 Mio €). Davon entfielen 96 % auf nicht beherrschende Anteile an der Fresenius Medical Care. Die Entwicklung der Renditekennzahlen im Verhältnis zum Umsatz zeigt die Tabelle auf Seite 27. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (KURZFASSUNG)
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der
Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 25. Die Sondereinflüsse sind jeweils im Segment Konzern / Sonstiges ausgewiesen. FINANZLAGEGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsDie Finanzierungsstrategie des Fresenius-Konzerns hat folgende wesentliche Ziele:
Finanzielle Flexibilität zu sichern hat höchste Priorität in der Finanzierungsstrategie des Fresenius-Konzerns. Dies gewährleisten wir durch eine Vielzahl von Finanzierungsinstrumenten, bei deren Auswahl Kriterien wie Marktkapazität, Investorendiversifikation, Flexibilität bei der Inanspruchnahme, Kreditauflagen und das bestehende Fälligkeitsprofil berücksichtigt werden. Das Fälligkeitsprofil des Konzerns weist eine breite Streuung auf mit einem hohen Anteil von mittel- und langfristigen Finanzierungen. Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente berücksichtigen wir auch, in welchen Währungen unsere Erträge und Cashflows erwirtschaftet werden, und stellen diesen gezielt passende Fremdkapitalstrukturen in den entsprechenden Währungen gegenüber. FINANZIERUNGSMIX DES FRESENIUS-KONZERNS
Die wesentlichen Fremdfinanzierungsinstrumente des Konzerns sind in der oben stehendenen Grafik dargestellt. Inklusive der Finanzierungsaktivitäten im Zusammenhang mit dem Erwerb von Quirónsalud ergeben sich beim Finanzierungsmix nur geringfügige Verschiebungen. Wir haben einen angemessenen Finanzierungsspielraum mit freien Kreditlinien aus syndizierten oder bilateral mit Banken vereinbarten Krediten. Darüber hinaus verfügen die Fresenius SE & Co. KGaA und die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA über Commercial-Paper-Programme. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten bietet zudem das Fresenius Medical Care-Forderungsverkaufsprogramm. Ein weiteres wesentliches Ziel der Finanzierungsstrategie des Fresenius-Konzerns ist es, die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten zu optimieren. Dazu setzen wir ganz gezielt einen ausgewogenen Mix aus Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierungen ein. Aufgrund der Diversifikation des Unternehmens innerhalb des Gesundheitssektors und der starken Marktpositionen der Unternehmensbereiche in globalen, wachsenden und nichtzyklischen Märkten können wir planbare und nachhaltige Cashflows erwirtschaften. Diese erlauben einen deutlichen Anteil an Fremdkapital, d. h. den Einsatz eines umfangreichen Mix aus Finanzverbindlichkeiten. Zur langfristigen Sicherung des Wachstums ziehen wir in Ausnahmefällen, etwa zur Finanzierung einer großen Akquisition, auch eine Kapitalerhöhung in Erwägung. Entsprechend der Konzernstruktur erfolgen die Finanzierungen separat für Fresenius Medical Care und für den übrigen Fresenius-Konzern. Es gibt keine gemeinsamen Finanzierungen und keine gegenseitigen Garantien. Die Unternehmensbereiche Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed werden hauptsächlich durch die Fresenius SE & Co. KGaA finanziert, um strukturelle Nachrangigkeit zu vermeiden. FinanzierungFresenius deckt den Finanzierungsbedarf durch eine Kombination aus operativen Cashflows, die in den Unternehmensbereichen erwirtschaftet wurden, und durch die Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Wichtige Instrumente neben Bankfinanzierungen sind Anleihen, Schuldscheindarlehen, Wandelanleihen, Commercial-Paper-Programme und ein Forderungsverkaufsprogramm. Die Finanzierungsaktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb der IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud). Von dem Gesamtkaufpreis von 5,76 Mrd € wurden 5,36 Mrd € durch Fremdkapitalinstrumente finanziert. 400 Mio € wurden in Form von neuen Aktien der Fresenius SE & Co. KGaA aus genehmigten Kapital erbracht. Folgende Finanzierungsaktivitäten wurden durchgeführt:
1 2012 - 2015 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 25. Die Sondereinflüsse sind jeweils im Segment Konzern / Sonstiges ausgewiesen.
Neben den Maßnahmen im Rahmen des Erwerbs von Quirónsalud, erfolgten im Geschäftsjahr 2016 Finanzierungsaktivitäten für allgemeine Unternehmenszwecke:
FÄLLIGKEITSSTRUKTUR DER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE DES FRESENIUS-KONZERNS 1
Die oben stehende Grafik zeigt die Fälligkeitsstruktur des Konzerns. Die Fresenius SE & Co. KGaA und die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA verfügen über Commercial-Paper-Programme, in deren Rahmen jeweils kurzfristige Schuldtitel bis zu 1,0 Mrd € ausgegeben werden können. Am 31. Dezember 2016 war das Commercial-Paper-Programm der Fresenius SE & Co. KGaA in Höhe von 178 Mio € genutzt. Unter dem Commercial-Paper-Programm der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von 476 Mio €. Der Fresenius-Konzern nahm im Rahmen von bilateralen und syndizierten Bankkrediten Mittel in Höhe von rund 4,4 Mrd € in Anspruch. Darüber hinaus bestanden per 31. Dezember 2016 rund 3,4 Mrd € freie Kreditlinien (einschließlich fest zugesagter Kreditlinien in Höhe von rund 2,8 Mrd €). Diese Kreditlinien stehen im Allgemeinen zur Finanzierung von Betriebsmitteln zur Verfügung. Mit Ausnahme der syndizierten Kreditvereinbarungen der Fresenius SE & Co. KGaA und der Fresenius Medical Care sind die Kreditlinien in der Regel unbesichert. Am 31. Dezember 2016 erfüllten sowohl die Fresenius SE & Co. KGaA als auch die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA einschließlich aller Tochtergesellschaften die Kreditauflagen und Verpflichtungen aus sämtlichen Finanzierungsverträgen. Detaillierte Informationen zur Finanzierung des Fresenius-Konzerns finden Sie auf den Seiten 91 bis 99 im Konzern-Anhang. Einen Ausblick auf Finanzierungsmaßnahmen im Jahr 2017 geben wir auf Seite 40 im Prognosebericht. Bedeutung außerbilanzieller Finanzierungsinstrumente für die Finanz- und VermögenslageFresenius ist nicht an außerbilanziellen Geschäften beteiligt, die sich gegenwärtig oder zukünftig aller Wahrscheinlichkeit nach in wesentlicher Weise auswirken werden auf die Finanzlage, Aufwendungen oder Erträge, die Ertragslage, Liquidität, Investitionsausgaben, das Vermögen oder die Kapitalausstattung. LiquiditätsanalyseWesentliche Quellen der Liquidität waren im Berichtsjahr Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit, d. h. die Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden beeinflusst durch die Rentabilität des Geschäfts von Fresenius und durch das Nettoumlaufvermögen (Working Capital), insbesondere durch den Forderungsbestand. Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit werden durch die Nutzung verschiedener kurzfristiger Finanzierungsinstrumente generiert. Dazu begeben wir Commercial Paper und nehmen Bankkreditlinien in Anspruch. Zudem kann Fresenius Medical Care kurzfristig Forderungen im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms veräußern. Mittel- und langfristige Finanzierungen werden überwiegend durch die syndizierten Kreditvereinbarungen der Fresenius SE & Co. KGaA und der Fresenius Medical Care sowie durch Anleihen, Schuldscheindarlehen und Wandelanleihen bereitgestellt. Fresenius ist davon überzeugt, dass die bestehenden Kreditfazilitäten, Zuflüsse aus Anleiheemissionen sowie die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit und aus sonstigen kurzfristigen Finanzierungsquellen zur Deckung des vorhersehbaren Liquiditätsbedarfs des Konzerns ausreichen werden. CASHFLOW-DARSTELLUNG IN MIO €
FÜNFJAHRESÜBERSICHT FINANZLAGE
DividendeDie persönlich haftende Gesellschafterin und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, die Dividende zu erhöhen: Für das Geschäftsjahr 2016 soll eine Dividende von 0,62 € je Aktie an die Aktionäre gezahlt werden. Dies entspricht einer Steigerung von rund 13 %. Die Ausschüttungssumme erhöht sich um rund 14 % auf 343 Mio € (2015: 300 Mio €). Cashflow-AnalyseDer Cashflow stieg um 10 % auf 3.892 Mio € (2015: 3.532 Mio €). Die Veränderung des Working Capital betrug - 307 Mio € (2015: - 183 Mio €), bedingt durch die Ausweitung der bestehenden Geschäftsaktivitäten. Der im Jahr 2016 erwirtschaftete Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) stieg trotz einer freiwilligen Zuführung von 100 Mio US$ zum Pensionsplanvermögen bei Fresenius Medical Care Nordamerika um 7 % auf 3.585 Mio € (2015: 3.349 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 12,2 % (2015: 12,0 %). Der operative Cashflow überstieg den Finanzierungsbedarf aus Investitionstätigkeit vor Akquisitionen, wobei die Auszahlungen für Investitionen 1.641 Mio € und die Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 25 Mio € betrugen (2015: 1.511 Mio € bzw. 27 Mio €). Der Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden belief sich auf 1.969 Mio € (2015: 1.865 Mio €). Hieraus konnten wir die Dividenden des Konzerns in Höhe von 738 Mio € finanzieren. Der Dividendenbetrag ermittelt sich wie folgt: Dividende an die Aktionäre der Fresenius SE & Co. KGaA in Höhe von 300 Mio €, Dividende der Fresenius Medical Care an deren Aktionäre in Höhe von 244 Mio € sowie Dividende an Dritte in Höhe von 270 Mio € (im Wesentlichen Fresenius Medical Care betreffend). Dagegen steht die Dividende in Höhe von 76 Mio €, die die Fresenius SE & Co. KGaA als Aktionärin von Fresenius Medical Care erhalten hat. Der Mittelbedarf aus Akquisitionen (netto) in Höhe von 485 Mio € wurde aus dem Cashflow finanziert. FÜNFJAHRESÜBERSICHT INVESTITIONEN, AKQUISITIONEN, OPERATIVER CASHFLOW UND ABSCHREIBUNGEN IN MIO €
KAPITALFLUSSRECHNUNG (KURZFASSUNG)
Die ausführliche Kapitalflussrechnung ist im Konzernabschluss dargestellt. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (ohne Dividendenzahlungen) betrug 236 Mio € (2015: 1.343 Mio €). Er war im Jahr 2016 vor allem geprägt durch den Abbau von Finanzverbindlichkeiten aufgrund des freien Cashflows und Refinanzierungsmaßnahmen. Die flüssigen Mittel erhöhten sich um 535 Mio € auf 1.579 Mio € am 31. Dezember 2016 (31. Dezember 2015: 1.044 Mio €). Währungsumrechnungseffekte wirkten sich mit 25 Mio € (2015: 18 Mio €) positiv auf den Kassenbestand aus. Investitionen und AkquisitionenIm Jahr 2016 hat der Fresenius-Konzern 2.559 Mio € (2015: 2.051 Mio €) für Investitionen und Akquisitionen bereitgestellt. Die Investitionen in Sachanlagen stiegen auf 1.633 Mio € (2015: 1.534 Mio €). Sie betrugen 5,5 % vom Umsatz (2015: 5,5 %) und überstiegen deutlich die Abschreibungen in Höhe von 1.215 Mio €. Damit sichern sie den langfristigen Werterhalt und die Expansion des Unternehmens. Die für Akquisitionen eingesetzten Mittel betrugen 926 Mio € (2015: 517 Mio €). Von der Gesamtinvestitionssumme im Jahr 2016 entfielen demnach 64 % auf Sachanlagen und 36 % auf Akquisitionen. Die unten stehende Tabelle zeigt die Verteilung der Investitionen / Akquisitionen nach Unternehmensbereichen. Die nebenstehende Grafik macht die regionale Aufteilung der Investitionen deutlich. Die Mittelabflüsse für Akquisitionen betrafen im Wesentlichen folgende Unternehmensbereiche: Fresenius Medical Care investierte im Wesentlichen in den Erwerb von Dialysekliniken und den Ausbau des Bereichs Versorgungsmanagement. Die Akquisitionsausgaben von Fresenius Kabi betrafen im Wesentlichen den Erwerb einer US-Produktionsstätte und eines Portfolios von sieben I.V.-Arzneimitteln. INVESTITIONEN NACH REGIONEN
Fresenius Helios tätigte Akquisitionsausgaben, die im Wesentlichen auf den Erwerb von 100 % der Klinikum Niederberg gGmbH sowie auf den Erwerb medizinischer Versorgungszentren entfielen. Wir haben folgende wesentliche Sachanlageinvestitionen durchgeführt:
INVESTITIONEN / AKQUISITIONEN NACH UNTERNEHMENSBEREICHEN 1
1 Alle Angaben der Unternehmensbereiche
gemäß US-GAAP
INVESTITIONEN UND AKQUISITIONEN
Für die Fortführung bereits laufender großer Investitionsvorhaben zum Bilanzstichtag werden im Jahr 2017 Sachanlageinvestitionen in Höhe von 273 Mio € erfolgen. Hierbei handelt es sich um Investitionsverpflichtungen im Wesentlichen für Krankenhäuser bei Fresenius Helios sowie um Investitionsmittel für den Ausbau und die Optimierung von Produktionsanlagen bei Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi. Die Finanzierung dieser Projekte soll aus dem operativen Cashflow erfolgen. Erwerb der IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud)Am 5. September 2016 gab Fresenius Helios die Unterzeichnung eines Vertrags zum Erwerb von 100 % der Anteile an der IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud), Spanien, für einen Gesamtkaufpreis von 5,76 Mrd € bekannt. Verkäufer sind das Private-Equity-Unternehmen CVC Capital Partners, Victor Madera, Mitbegründer und Vorsitzender der Geschäftsführung, und weitere Mitglieder der Geschäftsführung von Quirónsalud. Quirónsalud, der mit Abstand größte private Krankenhausbetreiber Spaniens, bietet ein umfassendes medizinisches Leistungsspektrum in der stationären und ambulanten Versorgung an. Die Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden erfolgte am 22. Dezember 2016 und die Transaktion wurde am 31. Januar 2017 abgeschlossen. Quirónsalud wird ab 1. Februar 2017 konsolidiert. VERMÖGENSLAGEVermögens- und KapitalstrukturDie Bilanzsumme des Konzerns stieg um 8 % auf 46.697 Mio € (31. Dezember 2015: 43.233 Mio €). Währungsbereinigt entspricht dies einem Anstieg von 6 %. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten und Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen. Letztere haben zu einer Erhöhung der Bilanzsumme von 0,9 Mrd € geführt. Die Inflationsentwicklung hatte im Berichtsjahr keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögenslage von Fresenius. Auf der Aktivseite stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte auf 11.744 Mio € (31. Dezember 2015: 10.433 Mio €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 10 % auf 5.052 Mio € zu (31. Dezember 2015: 4.597 Mio €). Die durchschnittliche Forderungslaufzeit lag mit 63 Tagen über dem Vorjahresniveau von 61 Tagen. Die Vorräte sind um 12 % auf 3.189 Mio € gestiegen (31. Dezember 2015: 2.860 Mio €). Die Vorratsreichweite betrug 58 Tage (31. Dezember 2015: 55 Tage). Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag auf 6,8 % erhöht (31. Dezember 2015: 6,6 %). Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 7 % auf 34.953 Mio € (31. Dezember 2015: 32.800 Mio €). Währungsbereinigt betrug der Anstieg 4 %. Hier wirkten sich Zugänge im Sachanlagevermögen und bei den Firmenwerten aus. Die Firmenwerte in Höhe von insgesamt 22.901 Mio € (31. Dezember 2015: 21.646 Mio €) haben sich als werthaltig erwiesen und stiegen im Wesentlichen aufgrund der im Geschäftsjahr 2016 getätigten Akquisitionen und aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen an. Der Zugang zum Firmenwert aus Akquisitionen im Geschäftsjahr 2016 betrug 692 Mio €. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf den Seiten 86 ff. im Konzern-Anhang. Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital einschließlich nicht beherrschender Anteile um 13 % auf 20.849 Mio € gestiegen (31. Dezember 2015: 18.453 Mio €). Währungsbereinigt betrug der Anstieg 10 %. Das Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt, erhöhte das Eigenkapital um 1.560 Mio €. Die Eigenkapitalquote einschließlich nicht beherrschender Anteile lag bei 44,6 % am 31. Dezember 2016 (31. Dezember 2015: 42,7 %). Die Passivseite der Bilanz zeigt eine solide Finanzierungsstruktur: Das Eigenkapital des Konzerns einschließlich nicht beherrschender Anteile deckt die langfristigen Vermögenswerte zu 60 % (31. Dezember 2015: 56 %). Eigenkapital, nicht beherrschende Anteile und langfristige Verbindlichkeiten decken die gesamten langfristigen Vermögenswerte und 84 % der Vorräte ab.Die langfristigen Verbindlichkeiten fielen zum Bilanzstichtag um 2 % auf 16.769 Mio € (31. Dezember 2015: 17.115 Mio €). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 18 % auf 9.079 Mio € (31. Dezember 2015: 7.665 Mio €). Im Konzern bestehen keine Rückstellungen, die als Einzelsachverhalt von wesentlicher Bedeutung sind. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns blieben mit 14.780 Mio € (31. Dezember 2015: 14.769 Mio €) nahezu unverändert (währungsbereinigt - 2 %). Der Anteil an der Bilanzsumme lag bei 32 % (31. Dezember 2015: 34 %). Von den Finanzverbindlichkeiten sind rund 52 % in US-Dollar aufgenommen. Das Volumen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betrug 1.937 Mio € (31. Dezember 2015: 1.162 Mio €); bei den Fälligkeiten von über einem Jahr handelte es sich um einen Betrag von 12.843 Mio € (31. Dezember 2015: 13.607 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns reduzierten sich um -4 % (währungsbereinigt: -5 %) auf 13.201 Mio € (31. Dezember 2015: 13.725 Mio €). Das Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital einschließlich nicht beherrschender Anteile (Gearing) beträgt 63 % (31. Dezember 2015: 74 %). Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern (Eigenkapital der Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA) fiel auf 12,3 % (31. Dezember 2015: 12,9 % 1 ). Die Gesamtkapitalrentabilität nach Steuern und vor nicht beherrschenden Anteilen stieg auf 5,7 % (2015: 5,5 % 1 ). Der ROIC erhöhte sich im Konzern auf 8,51 % 2 (2015: 8,38 % 1 ), der ROOA fiel auf 10,02 % 2 (2015: 10,16 % 1 ). Bei der Berechnung des ROIC wirkt sich in der Position "Investiertes Kapital" der Firmenwert in Höhe von 22,9 Mrd € als maßgebliche Einflussgröße aus. Hierbei ist zu berücksichtigen: Rund 62 % des Firmenwerts entfallen auf die strategisch bedeutsamen Akquisitionen von National Medical Care im Jahr 1996, Renal Care Group und HELIOS-Kliniken im Jahr 2006, APP Pharmaceuticals im Jahr 2008, Liberty Dialysis Holdings im Jahr 2012 und Kliniken der Rhön-Klinikum AG im Jahr 2014. Diese haben die Marktstellung des Fresenius-Konzerns erheblich gestärkt.
1 2015 vor Sondereinflüssen
FÜNFJAHRESÜBERSICHT VERMÖGENSLAGE
1 Einschließlich nicht beherrschende
Anteile
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 25. Die Sondereinflüsse sind jeweils im Segment Konzern / Sonstiges ausgewiesen. Der ROIC und der ROOA nach Unternehmensbereichen:
1 Alle Angaben der Unternehmensbereiche
gemäß US-GAAP
Die im Jahr 2016 erwirtschaftete Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) des Fresenius-Konzerns übersteigt unsere Kapitalkosten deutlich. Dabei betrug der durchschnittliche Gesamtkapitalkostensatz (WACC - Weighted Average Cost of Capital) für Fresenius Medical Care 5,1 %, für die übrigen Unternehmensbereiche 5,9 %. Devisen- und ZinsmanagementZum 31. Dezember 2016 betrug das Nominalvolumen aller Devisenkontrakte 2.635 Mio € mit einem Marktwert von - 7 Mio €. Das Nominalvolumen der Zinssicherungskontrakte belief sich auf 647 Mio € mit einem Marktwert von 3 Mio €. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Risikobericht auf den Seiten 49 f. sowie im Konzern-Anhang auf den Seiten 114 bis 121. RATING DES UNTERNEHMENSDie führenden Rating-Agenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch bewerten und überprüfen regelmäßig die Kreditwürdigkeit von Fresenius. Im Juli 2016 hat die Ratingagentur Fitch das Unternehmensrating von Fresenius von BB+ auf BBB- mit stabilem Ausblick angehoben. Standard & Poor's und Moody's hatten das Unternehmensrating von Fresenius im Jahr 2015 auf Investment-Grade-Status angehoben. Die Tabelle zeigt das Unternehmensrating und den Ausblick zum 31. Dezember 2016. RATING DER FRESENIUS SE & CO. KGAA
FÜNFJAHRESÜBERSICHT FINANZIERUNGSKENNZAHLEN
1 Vor Sondereinflüssen
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGEZum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts beurteilt der Vorstand die Geschäftsentwicklung des Fresenius-Konzerns weiterhin als positiv. Nach wie vor sehen wir weltweit eine stetig wachsende Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen. PROGNOSEBERICHTEinige der im Lagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der Aussagen zu künftigen Umsätzen, Kosten und Investitionsausgaben sowie zu möglichen Veränderungen in der Branche oder zu Wettbewerbsbedingungen und zur Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf der Grundlage von Erwartungen und Einschätzungen des Vorstands über künftige, den Konzern möglicherweise betreffende Ereignisse und auf Basis unserer Mittelfristplanung formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität von Fresenius wesentlich von denjenigen abweichen - in positiver wie in negativer Hinsicht -, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Informationen hierzu finden Sie auch in unserem Chancen- und Risikobericht auf den Seiten 42 ff. GESAMTAUSSAGE UND MITTELFRISTIGER AUSBLICKDie Aussichten des Fresenius-Konzerns für die kommenden Jahre schätzen wir weiterhin als positiv ein. Um Patienten und Kunden verlässlich versorgen und beliefern zu können, arbeiten wir fortwährend daran, unsere Kosten zu optimieren, unsere Kapazitäten anzupassen, unseren Produktmix zu verbessern sowie unser Produkt- und Dienstleistungsgeschäft auszubauen. Wir erwarten, dass diese Aktivitäten in den kommenden Jahren zu Ergebnissteigerungen führen werden. Gute Wachstumschancen für Fresenius ergeben sich vor allem aus folgenden Faktoren:
Darüber hinaus nehmen wir Chancen wahr, die sich aus Kostenmanagement und Effizienzsteigerungen im operativen Geschäft ergeben. Wir optimieren beispielsweise Geschäftsprozesse, produzieren noch kosteneffizienter und verbessern kontinuierlich den Einkauf. Die Prognose berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bekannten Ereignisse, die unsere Geschäftsentwicklung im Jahr 2017 und darüber hinaus beeinflussen könnten. Wesentliche Risiken erläutern wir im Risikobericht. Wie in der Vergangenheit setzen wir alles daran, unsere Ziele zu erreichen und - wenn möglich - zu übertreffen. KÜNFTIGE ABSATZMÄRKTEWir erwarten, dass sich die Konsolidierung der Wettbewerber in unseren Märkten fortsetzt, insbesondere in Europa, in der Region Asien-Pazifik und in Lateinamerika. Wir werden daher auch künftig neue Absatzmärkte erschließen können, indem wir sowohl unsere regionale Präsenz als auch unser Produktprogramm ausbauen. Fresenius Medical Care erschließt neue Absatzmärkte, insbesondere in Schwellenländern, durch die sukzessive regionale Ausdehnung des Produkt- und Dienstleistungsspektrums. Zudem baut die Gesellschaft den Bereich Versorgungsmanagement aus, der zusätzliche Dienstleistungen rund um die medizinische Versorgung von Patienten anbietet. Fresenius Kabi plant, bestehende Produkte in den USA einzuführen und die Produktpalette vor allem in den schnell wachsenden Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika zu komplettieren. In den Bereichen I.V.-Arzneimittel, Medizintechnik für Infusions- und Ernährungstherapien sowie Transfusionstechnologie will Fresenius Kabi seine Marktanteile mit neuen Produkten erweitern. Fresenius Helios kann dank der nahezu flächendeckenden Präsenz in Deutschland neue Versorgungsmodelle entwickeln. Darüber hinaus dürften sich auf dem deutschen Krankenhausmarkt weiterhin Möglichkeiten zum Erwerb von Krankenhäusern bieten. Erhebliche Chancen eröffnen sich für private Betreiber wie Quirónsalud durch die steigende Anzahl privatversicherter Patienten in Spanien. Fresenius Vamed erwartet, dass sowohl das Projekt- als auch das Dienstleistungsgeschäft durch den Bedarf an Lebenszyklus- und PPP-Projekten weiter wachsen wird. Darüber hinaus will das Unternehmen seine Position über Anschlussaufträge mit bestehenden Kunden ausbauen und darüber hinaus neue Zielmärkte erschließen. GESUNDHEITSSEKTOR UND MÄRKTEDer Gesundheitssektor gilt als weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen. Die Nachfrage insbesondere nach lebensrettenden und lebenserhaltenden Produkten und Dienstleistungen wird aufgrund ihrer medizinischen Notwendigkeit und der Alterung der Gesellschaft weiter steigen. Darüber hinaus dürften der medizinische Fortschritt und die große Zahl schwer oder nicht heilbarer Erkrankungen zu weiterem Wachstum beitragen. In den Schwellenländern steigt der Bedarf an einer breiteren medizinischen Basisversorgung ebenso wie die Nachfrage nach hochwertigen Therapien. Dazu kommt: Je höher das Pro-Kopf-Einkommen und damit die Ansprüche an einen modernen Lebensstil steigen, desto häufiger treten Zivilisationskrankheiten auf. Andererseits wird erwartet, dass staatliche Finanzierungsengpässe einen höheren Preisdruck erzeugen und so das Umsatzwachstum der im Gesundheitsmarkt tätigen Unternehmen verringern könnten. In einigen Ländern führt die angespannte Haushaltslage zu erheblichen Finanzierungsproblemen im Bereich der Gesundheitsversorgung. Insbesondere in den Industrieländern dürfte der Spardruck zunehmen, da die Gesundheitsausgaben einen Großteil ihrer Staatshaushalte ausmachen. Für Unternehmen in diesem Sektor wird es daher immer wichtiger, den Nutzen für die Patienten zu erhöhen, die Behandlungsqualität zu verbessern und präventive Therapien anzubieten. Darüber hinaus werden jene Produkte und Therapien an Bedeutung gewinnen, die nicht nur medizinisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll sind. DER DIALYSEMARKTFür 2017 erwarten wir, dass der globale Dialysemarkt währungsbereinigt um 4 % wächst. Die Zahl der Dialysepatienten wird 2017 weltweit voraussichtlich um rund 6 % zunehmen. Die zum Teil erheblichen regionalen Unterschiede dürften bestehen bleiben: Angesichts der bereits relativ hohen Prävalenz in den USA, Japan sowie Mittel- und Westeuropa rechnen wir dort mit einem Anstieg der Patientenzahlen um rund 0 bis 4 %. In ökonomisch schwächeren Regionen liegen die Zuwachsraten deutlich höher. In Asien, Lateinamerika, Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika verbessert sich die Infrastruktur, es etablieren sich Gesundheitssysteme, und chronische Erkrankungen nehmen zu. Infolgedessen rechnen wir hier mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. Die Tatsache, dass ein Großteil der Weltbevölkerung in diesen Regionen lebt, verdeutlicht das starke Wachstumspotenzial für Dialyseprodukte und -dienstleistungen. Insgesamt tragen vor allem die alternde Gesellschaft und die steigende Zahl von Menschen mit Diabetes und Bluthochdruck dazu bei, dass der Dialysemarkt weiter wächst. Diese Erkrankungen gehen dem terminalen Nierenversagen häufig voraus. Zudem steigt die Lebenserwartung von Dialysepatienten, da sich Behandlungsqualität und Lebensstandard auch in den Entwicklungsländern stetig verbessern. Der Markt für Versorgungsmanagement eröffnet Fresenius Medical Care zusätzliches Wachstumspotenzial. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten 17 ff. des Lageberichts. DER MARKT FÜR GENERISCHE I.V.-ARZNEIMITTEL, ERNÄHRUNGS- UND INFUSIONSTHERAPIEN SOWIE MEDIZINTECHNISCHE PRODUKTE UND TRANSFUSIONSTECHNOLOGIE 1Wir erwarten, dass der weltweite Markt für generische I.V.-Arzneimittel, Ernährungs- und Infusionstherapien sowie medizintechnische Produkte und Transfusionstechnologie im Jahr 2017 um rund 4 bis 5 % wachsen wird. Der Markt für generische I.V.-Arzneimittel sollte im Jahr 2017 in Europa und den USA um 7 bis 9 % wachsen. Gesundheitsökonomisch betrachtet, dürfte die Nachfrage nach generischen I.V.-Arzneimitteln weiter steigen, da sie deutlich preisgünstiger sind als Originalpräparate. Das Wachstum wird weiterhin angetrieben von Originalpräparaten, deren Patentschutz abläuft, sowie von patentfreien Originalpräparaten, die durch Alleinstellungsmerkmale preisstabil angeboten werden. Gegenläufig wirken sich Preissenkungen bei Originalpräparaten nach Patentablauf wie auch bei bereits eingeführten Generika aus. Der Markt für klinische Ernährung sollte 2017 in Europa um rund 2 % wachsen. Allerdings setzen viele Länder angesichts der Finanzlage ihre Bestrebungen fort, Kosten im Gesundheitswesen einzusparen. Erhebliches Potenzial eröffnen uns nach wie vor die Regionen Asien-Pazifik, Lateinamerika und Afrika mit höheren Wachstumsraten von teilweise bis zu 10 % in einzelnen Ländern. Der Markt für Infusionstherapien in Europa wird unserer Einschätzung nach auf Vorjahresniveau liegen. Neben einem leicht rückläufigen Markt für Blutvolumenersatzstoffe aufgrund eingeschränkter Anwendung wirkt sich hier fortgesetzter Preisdruck bei Ausschreibungen für Standardlösungen aus. Außerhalb Europas erwarten wir ebenfalls, dass sich der Markt der Infusionstherapien auf Vorjahresniveau bewegt, wobei die Region Lateinamerika ein Wachstum von bis zu 8 % aufweist. Der Markt für medizintechnische Produkte / Transfusionstechnologie dürfte 2017 um bis zu 4 % wachsen. Quelle: eigene Erhebung DER KRANKENHAUSMARKTDer Markt für Akutkrankenhäuser in Deutschland wird nach unseren Erwartungen 2017 leicht wachsen. Wir gehen von einem Anstieg der Fallzahlen um rund 1 % aus. Für den Anstieg in der Vergütung von Krankenhausleistungen ist der sogenannte Veränderungswert maßgebend. Er wurde für 2017 auf 2,50 % festgesetzt. Zudem sieht das Krankenhausfinanzierungssystem verschiedene Zu- und Abschläge für Akutkrankenhäuser vor. Für Mehrleistungen, die vorab mit den Krankenkassen vereinbart wurden, mussten die Krankenhäuser bislang einen Mehrleistungsabschlag von 25 % hinnehmen. Ab dem Jahr 2017 kommt bei Mehrleistungen der sogenannte Fixkostendegressionsabschlag von 35 bis 50 % zur Anwendung. Dessen genaue Höhe handeln die Krankenhäuser mit den Krankenkassen aus. Für nicht vereinbarte Mehrleistungen fällt weiterhin ein Abschlag von 65 % an, der sogenannte Mehrerlösausgleich. Ab 2017 ersetzt der Pflegezuschlag den bisherigen Versorgungszuschlag. Er soll die Pflege im Krankenhaus fördern und wird nach den Pflegekosten der einzelnen Klinik gewährt. Das Fördervolumen beträgt für 2017 rund 500 Mio €. Wir erwarten, dass sich die Zu- und Abschläge 2017 insgesamt neutral auf das Ergebnis von HELIOS auswirken werden. Ab 2018 wird bei der Vergütung die medizinische Ergebnisqualität berücksichtigt. Der Gemeinsame Bundesausschuss wird bis Ende 2017 Qualitätsindikatoren dafür definieren. Aus diesem Grund lässt sich derzeit noch nicht sagen, welche konkreten finanziellen Effekte dies auf HELIOS haben wird. Wir erwarten jedoch keine negativen Auswirkungen, da die HELIOS-Gruppe sich konsequent auf Qualität ausrichtet, medizinische Ergebnisse transparent macht und daher gut auf eine qualitätsorientierte Vergütung vorbereitet ist. Trotz steigender Erlöse sind die allgemeinen wirtschaftlichen Erwartungen der Krankenhäuser für 2017 eher pessimistisch. Nach dem Krankenhaus Barometer 2016 des Deutschen Krankenhausinstituts erwartet nur ein Viertel (24 %) der Häuser eine Verbesserung, 36 % der Kliniken rechnen damit, dass sich ihre wirtschaftliche Situation verschlechtert. Zudem wächst der Bedarf an Investitionen, während die Fördermittel sinken. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erwartet, dass sich künftig mehr Kliniken zu Verbünden zusammenschließen und ihre Leistungen stärker bündeln, um dem wirtschaftlichen Druck zu begegnen. Ein Verbund bietet einzelnen Krankenhäusern u. a. die Möglichkeit, Kostenvorteile zu erzielen, etwa im Einkauf. Wir gehen auch für die Zukunft von weiteren Privatisierungen und Konsolidierungen im deutschen Kliniksektor aus. Der private Krankenhausmarkt in Spanien wird nach unseren Erwartungen 2017 um 2 bis 3 % wachsen. Die weiterhin steigende Anzahl privat versicherter Patienten sollte den privaten Betreibern auch zukünftig Wachstumschancen eröffnen. Wichtige Marktkennzahlen, beispielsweise landesweite Gesundheitsausgaben und Bettendichte, lassen einen Nachholbedarf des spanischen Gesundheitssystems im Vergleich zu anderen EU-Ländern erkennen. Daraus ergeben sich auch Möglichkeiten für Klinikneugründungen. Daneben ist von einer weiteren Konsolidierung des fragmentierten privaten Krankenhausmarktes auszugehen. DER MARKT FÜR PROJEKTE UND DIENSTLEISTUNGEN FÜR KRANKENHÄUSER UND ANDERE GESUNDHEITSEINRICHTUNGENFür 2017 erwarten wir, dass der Bedarf an Projekten und Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen global im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen wird. In den etablierten Gesundheitsmärkten Zentraleuropas rechnen wir mit einem soliden Wachstum. Die Nachfrage wird weiterhin steigen. Gründe dafür sind die demografische Entwicklung und ein zunehmender Investitions- und Modernisierungsbedarf bei öffentlichen Gesundheitseinrichtungen. Quellen: eigene Erhebung; Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Krankenhaus Rating Report 2013 Gefragt sind vor allem Dienstleistungen, d. h. die Wartung und Instandhaltung der Medizin- und Krankenhaustechnik, das Facility-Management, die technische oder die Gesamtbetriebsführung sowie die Optimierung infrastruktureller Prozesse -insbesondere im Rahmen von Public-Private-Partnership-Modellen. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich daraus, dass öffentliche Einrichtungen nichtmedizinische Leistungen verstärkt an private Dienstleister auslagern. In den aufstrebenden Märkten rechnen wir mit einer insgesamt dynamischen Entwicklung. So wächst z. B. in Afrika, Lateinamerika und Südostasien zunächst die Nachfrage nach einer effizienten und bedarfsgerechten medizinischen Grundversorgung. In anderen Märkten, etwa in China und im Mittleren Osten, gilt es, die Infrastruktur weiterzuentwickeln und neue Versorgungs-, Forschungs- und Ausbildungsstrukturen zu schaffen. KONZERNUMSATZ UND KONZERNERGEBNISMit Beginn des Geschäftsjahres 2017 werden der Fresenius-Konzern und alle Unternehmensbereiche ausschließlich nach IFRS berichten. In dem folgenden Ausblick werden daher sowohl die Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 als auch die Mittelfristziele und die Ziele für 2017 auf Basis von IFRS dargestellt (siehe hierzu auch Seite 8). MITTELFRISTZIELE DES KONZERNS
1 Alle Angaben gemäß IFRS; zu aktuell
geltenden IFRS-Regeln
Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020 soll der Konzernumsatz auf 43 bis 47 Mrd € ansteigen. Das Konzernergebnis 1 soll bis 2020 auf 2,4 bis 2,7 Mrd € steigen. Für das Geschäftsjahr 2017 planen wir einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes von 15 bis 17 %. Das Konzernergebnis 1 soll währungsbereinigt um 17 bis 20 % steigen.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der
Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
ZIELE DES KONZERNS 2017
1 Alle Angaben gemäß IFRS
UMSATZ UND ERGEBNIS DER UNTERNEHMENSBEREICHEFür das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir in den Unternehmensbereichen nachfolgende Umsatz- und Ergebnisentwicklung: ZIELE DER UNTERNEHMENSBEREICHE 2017
1 Alle Angaben gemäß IFRS
Fresenius Medical Care erwartet für das Geschäftsjahr 2017 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 8 bis 10 %. Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Jahresergebnis soll währungsbereinigt um 7 bis 9 % steigen. Effekte aus der Vergütungsnachzahlung für die Behandlung von US-Kriegsveteranen sind nicht inkludiert. Fresenius Kabi erwartet für 2017 ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 %. Der Unternehmensbereich prognostiziert ferner ein währungsbereinigtes EBIT-Wachstum von 5 bis 7 %. Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2017 ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 5 % 1 , und einen Umsatz von ~ 8,6 Mrd € (davon Quirónsalud: ~ 2,5 Mrd € 2 ). Der EBIT soll auf 1.020 bis 1.070 Mio € (davon Quirónsalud: 300 bis 320 Mio € 2 ) steigen. Fresenius Vamed erwartet für 2017 ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 10 % und einen EBIT-Anstieg von 5 bis 10 %. FINANZIERUNGFür das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir einen weiterhin starken Cashflow bei einer Cashflow-Marge zwischen 10 und 12 %. Darüber hinaus verfügen wir über einen angemessenen Finanzierungsspielraum mit umfangreichen freien Kreditlinien aus syndizierten oder bilateral mit Banken vereinbarten Krediten. Im Jahr 2017 sind aufgrund des ausgewogenen Fälligkeitsprofils nur in kleinerem Umfang Refinanzierungen erforderlich. Wir erwarten, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA 3 am Jahresende 2017 in der unteren Hälfte der selbst gesetzten Bandbreite von 2,5 bis 3,0 liegen wird. Die Fremdkapitalfinanzierung für den Erwerb von IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud), Spaniens größter privater Krankenhausgruppe, haben wir im Januar 2017 abgeschlossen.
1 Helios Kliniken Deutschland, exklusive
Quirónsalud
INVESTITIONENWir planen, im Geschäftsjahr 2017 rund 6 % des Umsatzes in Sachanlagen zu investieren. Rund 50 % der vorgesehenen Investitionen entfallen auf Fresenius Medical Care, rund 20 % auf Fresenius Kabi und 25 % auf Fresenius Helios. Die übrigen Mittel sind für sonstige Investitionen und die Erweiterung der Konzernzentrale vorgesehen. Bei Fresenius Medical Care sollen die Investitionen im Wesentlichen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten, in die Kostenoptimierung der Produktion sowie in die Einrichtung neuer Dialysekliniken fließen. Fresenius Kabi wird im Wesentlichen in den Ausbau und den Erhalt der Produktionsstandorte sowie in die Einführung neuer Fertigungstechnologien investieren. Fresenius Helios investiert primär in den Neubau und die Modernisierung sowie die Ausstattung bestehender und neu erworbener Kliniken. Regionale Schwerpunkte des Konzerns sind Europa mit rund 55 % und Nordamerika mit rund 35 % des Investitionsvolumens. Die übrigen Mittel werden wir in Asien, Lateinamerika und Afrika investieren. Rund 30 % der Gesamtsumme sind für Investitionen in Deutschland vorgesehen. Wir gehen davon aus, dass die Rendite auf das betriebsnotwendige Vermögen (ROOA) und auf das investierte Kapital (ROIC) aufgrund der Akquisition von Quirónsalud jeweils unter dem Wert von 2016 liegen wird. BESCHAFFUNGAuch im Jahr 2017 werden wir unser Beschaffungsmanagement weiter optimieren: Wir werden verstärkt auf günstigere Preise und Konditionen sowie insbesondere auf höhere Qualität drängen, um den Ertrag weiter zu steigern. Aufgrund der Entwicklungen in der Finanz- und der Realwirtschaft gehen wir davon aus, dass die Preisschwankungen anhalten, ungeachtet einer kurz- bis mittelfristigen Entspannung an den Rohstoffmärkten. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGUnsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben auch in Zukunft einen hohen Stellenwert. Innovationen und neuartige Therapien sollen das Wachstum des Unternehmens langfristig sichern. Wir wollen 2017 unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern erhöhen und planen, dafür rund 5 % unseres Produktumsatzes zu investieren. Für den Erfolg neuer Produkte ist es von zentraler Bedeutung, Forschungs- und Entwicklungsprojekte marktorientiert und unter strengem zeitlichem Management voranzutreiben. Daher überprüfen wir unsere Forschungsergebnisse kontinuierlich auf der Grundlage klar definierter Zwischenziele. Innovative Ideen, Produktentwicklungen und Therapien mit hohem Qualitätsniveau werden stets die Basis für marktführende Positionen sein. Angesichts fortgesetzter Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen gewinnt Kosteneffizienz, gepaart mit strikter Qualitätsorientierung, zunehmend an Bedeutung bei der Entwicklung von Produkten und der Verbesserung von Behandlungskonzepten und Therapien. Bei Fresenius Medical Care planen wir, unsere globale Plattformarchitektur für Forschung und Entwicklung weiter auszubauen. Einen Schwerpunkt unserer Aktivitäten werden die Heimdialyse sowie damit verbundene Technologien und Produkte bilden. Ein wichtiges Ziel dabei ist, den Wasserverbrauch für die Heim-Hämodialyse deutlich zu reduzieren, um mit einem ressourceneffizienten und flexibel einsetzbaren Gerät dem Dialysepatienten größtmögliche Unabhängigkeit und Mobilität zu bieten. Wir werden unser Angebot auch in Zukunft um innovative Produkte und Verfahren erweitern, um Wachstumschancen zu nutzen - zunehmend auch, um die Nachfrage nach einer integrierten Versorgung bestmöglich zu bedienen. Schwerpunkte der Forschung und Entwicklung von Fresenius Kabi liegen auf Infusions- und Ernährungstherapien sowie auf generischen I.V.-Arzneimitteln. Wir werden uns u. a. darauf konzentrieren, rechtzeitig zum Patentablauf von Originalpräparaten die entsprechende generische Arzneimittelformulierung anbieten zu können. Ferner werden wir daran arbeiten, unser Sortiment um zusätzliche gebrauchsfertige Produkte zu erweitern, beispielsweise vorgefüllte Fertigspritzen und Fertiglösungen in unseren freeflex-Infusionsbeuteln. Mit unseren medizintechnischen Produkten möchten wir dazu beitragen, dass Infusionen und Nährstofflösungen effektiv und zugleich sicher appliziert werden können. Darum werden wir entsprechende Produkte auch künftig neu und weiterentwickeln. In der Transfusionstechnologie konzentrieren wir unsere Entwicklungsarbeit auf Geräte und Einmalartikel, die eine sichere, anwenderfreundliche und effiziente Herstellung von Blutprodukten ermöglichen, sowie die Therapie spezifischer Krankheiten, insbesondere von Autoimmunerkrankungen. ERWARTETE ÄNDERUNGEN IM PERSONAL- UND SOZIALBEREICHDie Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern wird angesichts des erwarteten Wachstums weiter zunehmen. Sie soll im Jahr 2017 auf rund 270.000 1 ansteigen (31. Dezember 2016: 232.873). Zuwächse planen wir in allen Unternehmensbereichen. Rund 55 % unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in Europa, rund 30 % in Nordamerika und etwa 15 % in Asien-Pazifik, Lateinamerika und Afrika beschäftigt sein. DIVIDENDEIn den letzten 23 Jahren hat Fresenius die Dividenden stets erhöht. Unsere Dividendenpolitik zielt darauf ab, die Dividenden in Einklang mit dem Ergebnis je Aktie (vor Sondereinflüssen) zu steigern. Die Ausschüttungsquote soll in der Bandbreite von etwa 20 bis 25 % gehalten werden. Unseren Aktionärinnen und Aktionären wollen wir wiederum eine ertragsorientierte Ausschüttung in Aussicht stellen. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTDer Fresenius-Konzern ist infolge der Komplexität und Dynamik seiner Geschäfte einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Diese sind zwangsläufige Folgen unternehmerischen Handelns, denn Chancen kann nur nutzen, wer bereit ist, Risiken einzugehen. Als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für schwer und chronisch kranke Menschen sind wir kaum von Konjunkturzyklen betroffen. Die Diversifikation in vier Unternehmensbereiche, die in unterschiedlichen Segmenten des Gesundheitswesens aktiv sind, und die globale Ausrichtung des Konzerns vermindern unser Risikoprofil weiter. Langjährige Erfahrung sowie regelmäßig führende Positionen in unseren Märkten bilden zudem eine solide Basis, um Risiken realistisch einschätzen zu können. Das Gesundheitswesen bietet vielfältige und nachhaltige Wachstumschancen, die wir auch künftig gezielt nutzen werden. CHANCENMANAGEMENTWir sehen das Chancenmanagement als fortwährende unternehmerische Aufgabe. Um langfristig erfolgreich zu sein, sichern und verbessern wir Bestehendes und schaffen Neues. Organisation und Management des Fresenius-Konzerns sind dezentral und regional strukturiert. Dadurch können wir Trends, Anforderungen und Chancen der oftmals fragmentierten Märkte erkennen und analysieren sowie unser Handeln danach ausrichten. Um neue Potenziale zu erschließen, diskutieren wir kontinuierlich mit Forschergruppen und wissenschaftlichen Institutionen. Zudem beobachten wir intensiv unsere Märkte und den Wettbewerb. Unsere Unternehmensbereiche tauschen zielgerichtet Erfahrungen aus, um so zusätzliche Chancen und Synergien zu identifizieren und zu nutzen. Chancen stellen wir im Prognosebericht ab Seite 35 dar. RISIKOMANAGEMENTFRESENIUS-RISIKOMANAGEMENTSYSTEMAuch das Management von Risiken ist eine fortwährende Aufgabe. Die Fähigkeit, Risiken zu erfassen, zu kontrollieren und zu steuern, ist ein wichtiges Element solider Unternehmensführung. Das Fresenius-Risikomanagementsystem ist eng mit der Unternehmensstrategie verknüpft. Chancen werden im Risikomanagementsystem nicht erfasst. RISIKOMANAGEMENT
In den Unternehmensbereichen sind die Verantwortlichkeiten für Prozessablauf und Prozesskontrolle wie folgt festgelegt:
Das Risikomanagementsystem wird sowohl auf Konzernebene als auch in den Unternehmensbereichen durch das Risikocontrolling sowie ein Managementinformationssystem unterstützt. Auf Basis detaillierter Monats- und Quartalsberichte identifizieren und analysieren wir Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus umfasst das Risikomanagementsystem ein Kontrollsystem aus organisatorischen Sicherungsmaßnahmen sowie internen Kontrollen und Prüfungen. Mit ihnen erkennen wir frühzeitig wesentliche Risiken, um ihnen gegensteuern zu können. Die Wirksamkeit unseres Risikomanagementsystems wird regelmäßig vom Vorstand und von der Internen Revision überprüft. Erkenntnisse daraus fließen in die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems ein, damit wir Veränderungen in unserem Umfeld frühzeitig begegnen können. Dieses System hat sich bislang bewährt. Auch das Kontrollsystem wird von Vorstand und Interner Revision regelmäßig überprüft. Des Weiteren beurteilt der Abschlussprüfer, ob das vom Vorstand eingerichtete Überwachungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Aus der Abschlussprüfung resultierende Erkenntnisse in Bezug auf interne Kontrollen der Finanzberichterstattung werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung berücksichtigt. Fresenius hat die Organisation und die Systeme zur Identifikation, Beurteilung und Kontrolle von Risiken sowie zur Entwicklung von Gegenmaßnahmen funktionsfähig eingerichtet und angemessen ausgestaltet. Eine absolute Sicherheit, Risiken in vollem Umfang identifizieren und steuern zu können, kann es jedoch nicht geben. INTERNE KONTROLLEN DER FINANZBERICHTERSTATTUNGMit einer Vielzahl von Maßnahmen und internen Kontrollen stellt Fresenius die Verlässlichkeit der Rechnungslegungsprozesse und die Korrektheit der Finanzberichterstattung sicher. Dies schließt die Erstellung eines regelkonformen Jahresabschlusses und Konzernabschlusses sowie eines Lageberichts und Konzern-Lageberichts ein. Insbesondere sichert unser in der Regel vierstufiger Berichtsprozess eine intensive Erörterung und Kontrolle der Finanzergebnisse. Auf jeder Ebene, nämlich
werden Finanzdaten und Kennzahlen berichtet, erörtert und monatlich mit den Vorjahreszahlen, den Budgetwerten und der aktuellen Hochrechnung verglichen. Dabei werden alle Sachverhalte, Annahmen und Schätzungen, die eine relevante Auswirkung auf die extern berichteten Konzern- und Segmentzahlen haben, intensiv mit der Abteilung besprochen, die die Konzernabschlüsse erstellt. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erörtert diese Vorgänge quartalsweise. Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmungen, stellen eine zuverlässige Finanzberichterstattung ebenso sicher wie die zutreffende Erfassung von Transaktionen in der Buchhaltung. Der von den Konzerngesellschaften zu berichtende Inhalt und Umfang wird zentral vorgegeben und regelmäßig an Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften angepasst. Die Konsolidierungsvorschläge erfolgen IT-gestützt. In diesem Zusammenhang findet u. a. ein umfangreicher Abgleich konzerninterner Salden statt. Um Missbrauch zu vermeiden, achten wir darauf, Funktionen systematisch zu trennen. Überwachungen und Bewertungen des Managements tragen zusätzlich dazu bei, dass Risiken mit direktem Einfluss auf die Finanzberichterstattung identifiziert werden und Kontrollen zur Risikominimierung eingerichtet sind. Darüber hinaus verfolgen wir Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften intensiv und schulen die mit der Finanzberichterstattung betrauten Mitarbeiter regelmäßig und umfassend. Bei Bedarf greifen wir auf externe Experten zurück, z. B. auf Gutachter. Bei der Erstellung der Abschlüsse sind unterstützend die Abteilungen Treasury, Steuern, Controlling und Recht eingebunden. Die für die Erstellung der Konzernabschlüsse zuständige Abteilung verifiziert dabei ein weiteres Mal die bereitgestellten Informationen. Fresenius Medical Care unterliegt zudem dem Kontrollumfeld des Abschnitts 404 des Sarbanes-Oxley Act. RISIKOFELDERGESAMTWIRTSCHAFTLICHES RISIKO UND RISIKEN AUFGRUND WIRTSCHAFTLICHER RAHMENBEDINGUNGENAus der globalen Wirtschaftsentwicklung ergibt sich aus heutiger Sicht kein wesentliches Risiko für den Fresenius-Konzern. Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir davon aus, dass sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum fortsetzt. Von allgemeinen Konjunkturschwankungen ist Fresenius nur in geringem Maße betroffen. Wir erwarten, dass die Nachfrage nach unseren lebensrettenden und lebenserhaltenden Produkten und Dienstleistungen weiterhin wächst. Zudem strebt Fresenius eine ausgewogene Verteilung des Geschäfts in den wichtigsten Regionen der Welt und zwischen etablierten und Schwellenländern an. Die Risikosituation unserer Unternehmensbereiche hängt insbesondere von der Entwicklung der für sie relevanten Märkte ab. Daher beobachten und bewerten wir auch die länderspezifischen politischen, rechtlichen und finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgfältig, insbesondere im gegenwärtigen makroökonomischen Umfeld. Dies gilt beispielsweise für unsere Forderungsbestände in Staaten, die aufgrund ihrer Verschuldung Haushaltsprobleme haben. Dies gilt auch für mögliche Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, die sich aus der Entscheidung Großbritanniens, aus der Europäischen Union auszutreten, ergeben. Und dies gilt insbesondere für die Initiativen der neuen US-Regierung zur möglichen Erhebung von Einfuhrzöllen, zu möglichen Änderungen an den momentan existierenden Gesundheitsvorsorgeprogrammen sowie zur möglichen Senkung von Unternehmenssteuern. BRANCHENRISIKOVon wesentlicher Bedeutung für den Fresenius-Konzern sind Risiken, die sich aus Veränderungen im Gesundheitsmarkt ergeben. Dabei handelt es sich vor allem um die Finanzierung der Gesundheitssysteme sowie die entsprechenden Erstattungssysteme und die Entwicklung neuer Produkte und Therapien. Finanzierung der Gesundheitssysteme und ErstattungssystemeIn unserem weitgehend reglementierten Geschäftsumfeld können sich Gesetzesänderungen, auch in Bezug auf Kostenerstattungen, einschneidend auf unseren Geschäftserfolg auswirken. Aufgrund des hohen Anteils am Konzernumsatz trifft dies in besonderem Maße auf den US-Markt zu, wo vor allem Änderungen im staatlichen Erstattungssystem, z. B. Erstattungen für Dialysebehandlungen, unser Geschäft erheblich beeinflussen könnten. So erzielte Fresenius Medical Care im Jahr 2016 rund 32 % des Umsatzes durch Erstattungen der staatlichen Gesundheitsversorgungsprogramme Centers of Medicare und Medicaid Services (CMS) in den USA. Ein Rückgang der Erstattungsraten oder der erstatteten Leistungen könnte zu einer erheblichen Reduzierung des Umsatzes und des Ergebnisses führen. Die Dialyseerstattung durch Medicare erfolgt seit dem Jahr 2011 im Rahmen eines Pauschalvergütungssystems (PVS), das bestimmte Produkte sowie Dienstleistungen in einem Erstattungssatz bündelt und zu einer niedrigeren Erstattung pro Behandlung geführt hat als das bis dahin geltende System. Der PVS-Erstattungsbetrag wird jährlich auf der Grundlage des Kostenanstiegs eines sogenannten Warenkorbs bestimmter Produkte und Dienstleistungen für die medizinische Versorgung abzüglich eines Produktivitätsfaktors angepasst. Das Qualitätsverbesserungsprogramm (QVP) des PVS beeinflusst die Medicare-Erstattungen auf Basis der Erfüllung von Qualitätsstandards durch Kliniken. Für Dialysekliniken, die die festgelegten Qualitätsstandards nicht erreichen, können die Erstattungen um bis zu 2 % gekürzt werden. Die zugrunde liegenden Qualitätsmaßstäbe werden durch die CMS jährlich überarbeitet, erweitert und angepasst. Sollte es Fresenius Medial Care in größerem Ausmaß nicht gelingen, die Mindestanforderungen des QVP zu erfüllen, könnte dies eine wesentliche negative Auswirkung auf unser Geschäft, die Finanzlage und das Ergebnis haben. Fresenius Medical Care hat die Auswirkungen des PVS und der weiteren vorstehend aufgeführten Gesetzesinitiativen mit zwei umfassenden Maßnahmen begrenzt. Erstens arbeitet Fresenius Medical Care mit Klinikleitungen und behandelnden Ärzten im Sinne des QVP sowie guter klinischer Praxis an Änderungen der Abläufe bei der Behandlung der Patienten und verhandelt über Kosteneinsparungen beim Arzneimittelkauf. Des Weiteren führt Fresenius Medical Care mit dem Ziel, Effizienzsteigerungen und verbesserte Patientenbehandlungserfolge zu erreichen, neue Initiativen ein, um die Patientenversorgung bei Dialysebeginn zu verbessern, den Anteil der Heimdialysepatienten zu steigern und weitere Kosteneinsparungen in den Kliniken zu generieren. Die CMS arbeiten mit Gesundheitsdienstleistungskonzernen, sogenannten "ESRD - Seamless Care Organization" (ESCOs) zusammen, um ein neues Zahlungs- und Behandlungssystem zu testen. Dialysekliniken und Ärzte können im Rahmen des sogenannten"Comprehensive ESRD Care Models", einem neuen Vergütungs- und Versorgungsmodel der CMS, ECSOs bilden. Ziel ist es, die Gesundheit der Patienten zu verbessern und dabei gleichzeitig die Kosten der CMS zu senken. ESCOs, die die Mindestqualität des Programms erreichen und Senkungen der Behandlungskosten der CMS oberhalb bestimmter Schwellenwerte für ihre Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz generieren, werden einen Anteil der Kosteneinsparungen erhalten. Von ESCOs, die Dialyseketten mit mehr als 200 Kliniken einbeziehen, wird gefordert, dass sie das Risiko von Kostensteigerungen teilen und den CMS einen Teil solcher Steigerungen erstatten. Das am 1. Oktober 2015 gestartete Modell umfasst sechs unserer Organisationen. Der anfängliche Vertragszeitraum des Modells beträgt drei Jahre. Außerdem nimmt die Fresenius Medical Care gegenwärtig an verschiedenen wertorientierten Programmen teil, wie z. B. dem "Bundled Payments for Care Improvement Program" (BPCI) und den sogenannten "Medicare Advantage Chronic Special Needs Plans" (MA-CSNP) sowie Vergütungsvereinbarungen mit Versicherern. Im Rahmen der BPCI hat Fresenius Medical Care die Möglichkeit, zusätzliche Zahlungen zu erhalten, sofern es gelingt, hochwertige Gesundheitsversorgung für Kosten unterhalb einer bestimmten Referenzgröße anzubieten. Ebenso ist Fresenius Medical Care dem Risiko ausgesetzt, beim Verfehlen dieser Vorgaben zur Zahlung von Geldbußen herangezogen zu werden. Sollte Fresenius Medical Care die Anforderungen der BPCI oder der CMS verfehlen, könnte Fresenius Medical Care neben verschiedenen Maßnahmen auch der Entzug der Teilnahmeberechtigung an der BPCI zu Teilen oder auch im Ganzen durch die CMS drohen. Darüber hinaus wird erwartet, dass es zu einer Überarbeitung oder einem Widerruf des "Affordable Care Act" unter der neuen US-Regierung kommen wird. Ebenso könnte sich die Haltung der CMS gegenüber derartigen Programmen von der vorherigen Regierung unterscheiden. Diese Entwicklungen könnten die Zukunft dieses Programms in einer nicht vorhersehbaren Weise beeinflussen. Ferner wird ein Teil der Dialysebehandlung in den USA durch private Krankenversicherungen und sogenannte Managed-Care-Organisationen erstattet. Falls es diesen Versicherungsträgern in den USA gelingt, eine Senkung der Erstattungssätze durchzusetzen, könnte dies ebenso die Umsatzerlöse für Produkte und Dienstleistungen sowie das Ergebnis von Fresenius Medical Care wesentlich verringern. Ein Teil dieser privat versicherten Dialyse-Patienten der Fresenius Medical Care, der auf karitative Unterstützung zur Deckung der Versicherungsbeiträge angewiesen ist, könnte in naher Zukunft zu einem Wechsel in die staatliche Krankenversicherung gezwungen sein. Sollten die jüngsten Anstrengungen, diese Möglichkeit der karitativen Finanzierung in den USA einzuschränken oder abzuschaffen, erfolgreich sein, könnte dies aufgrund daraus resultierender niedrigerer Erstattungssätze einen wesentlichen negativen Effekt auf das operatives Ergebnis der Fresenius Medical Care haben. Ähnliches gilt für den Krankenhausmarkt in Deutschland. Das DRG-System (Diagnosis Related Groups) soll die Effizienz in den Krankenhäusern steigern und die Aufwendungen im Gesundheitssystem reduzieren. Wir verfolgen daher sehr genau die gesetzlichen Entwicklungen. Die Belegung in den Kliniken erfolgt in erheblichem Umfang durch gesetzliche Krankenkassen und Rentenversicherungsträger. Der Fortbestand der Verträge mit diesen Institutionen beeinflusst daher den Erfolg von Fresenius Helios. Wir beobachten intensiv die gesetzgeberischen Aktivitäten und Planungen und arbeiten mit den staatlichen Gesundheitsorganisationen zusammen. Durch die Akquisition der spanischen privaten Klinikenkette Quirónsalud wird Fresenius Helios erstmals außerhalb Deutschlands tätig. Quirónsalud betreibt Krankenhäuser über PPP-Verträge (Public-Private-Partnership). Diese sind Teil des öffentlichen Gesundheitssystems in Spanien. Somit ist dem Unternehmen Verantwortung für die gesetzlich versicherten Bürger Spaniens in bestimmten Bereichen der Gesundheitsversorgung übertragen worden. Dafür erhält Quirónsalud eine Vergütung in Form einer Pro-Kopf-Pauschale oder ein Entgelt für die jeweilige erbrachte Leistung. Sollte Quirónsalud die Konzession verlieren, Krankenhäuser mit PPP-Verträgen zu betreiben, oder bei Neuverhandlungen mit öffentlichen oder privaten Versicherungen schlechtere Bedingungen erzielen oder sollten die Krankenhäuser nicht in der Lage sein, niedrigere Erstattungssätze durch Kosteneinsparungen auszugleichen, kann dies eine wesentliche negative Auswirkung auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Einsparungen bei der Erstattung von Gesundheitsleistungen können sich ebenso negativ auf die Verkaufspreise von Produkten von Fresenius Kabi auswirken. Änderungen der Gesetzgebung bzw. der Erstattungspraxis könnten den Umfang der Erstattungen für Dienstleistungen, den Umfang des Versicherungsschutzes und das Produktgeschäft beeinflussen. Dies könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Insgesamt wollen wir solchen möglichen regulatorischen Risiken über Leistungssteigerungen und Kostenreduktionen entgegenwirken. Entwicklung neuer Produkte und TherapienDie Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen oder die Entwicklung überlegener Technologien durch Wettbewerber könnten unsere Produkte und Dienstleistungen weniger wettbewerbsfähig oder gar überflüssig machen und damit ihren Absatz, die Preise der Produkte und den Umfang der Dienstleistungen wesentlich nachteilig beeinflussen. Dies trifft auch auf die Einführung von Generika oder patentierten Medikamenten durch Wettbewerber zu, was Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis haben könnte. Kooperationen mit Ärzten und Wissenschaftlern ermöglichen es uns, wichtige technologische Innovationen aufzugreifen und zu fördern. So sind wir stets über aktuelle Entwicklungen alternativer Behandlungsmethoden informiert, sodass wir unsere unternehmerische Strategie bewerten und gegebenenfalls anpassen können. RISIKEN DES OPERATIVEN GESCHÄFTSDie Geschäftstätigkeit von Fresenius ist weltweit einer Vielzahl von Risiken und umfassender staatlicher Regulierung ausgesetzt. Diese betreffen u. a. die folgenden Bereiche:
Sollte Fresenius gegen Gesetze oder Vorschriften verstoßen, kann dies vielfältige Rechtsfolgen nach sich ziehen: Insbesondere Straf- und Bußgelder, erhöhte Aufwendungen zur Erfüllung behördlicher Auflagen, der Ausschluss aus staatlichen Kostenerstattungsprogrammen oder die vollständige oder teilweise Untersagung der Geschäftstätigkeit könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Wesentliche Risiken des operativen Geschäfts für den Fresenius-Konzern werden in den folgenden Abschnitten beschrieben. Produktion, Produkte und DienstleistungenDie Einhaltung von Produktspezifikationen und Produktions-Vorschriften stellen wir durch unsere Qualitätsmanagementsysteme sicher. Diese sind gemäß der international anerkannten Qualitätsnorm ISO 9001 strukturiert und berücksichtigen zahlreiche internationale und nationale Regularien. Wir setzen sie mithilfe von internen Richtlinien wie Qualitätshandbüchern und Verfahrensanweisungen um und überprüfen sie regelmäßig durch interne und externe Audits an Produktionsstandorten, in Vertriebsgesellschaften und Dialysekliniken. Dies betrifft die Einhaltung aller Anforderungen und Vorschriften von der Leitung und Verwaltung über die Produktherstellung und die klinischen Dienstleistungen bis hin zur Patientenzufriedenheit. Unsere Produktionsstätten erfüllen die Good Manufacturing Practice ihrer jeweiligen Absatzmärkte. Sie werden von der FDA und anderen Behörden überprüft. Stellen diese Mängel fest, werden diese beanstandet und das Unternehmen wird zur Mängelbeseitigung aufgefordert, so etwa im Rahmen der Inspektionen unserer US-Produktionsanlage in Grand Island und in Kalyani, Indien, in den Vorjahren. Die Nichteinhaltung von Anforderungen der Aufsichtsbehörden in unseren Produktionsstätten oder bei unseren Lieferanten könnte regulatorische Maßnahmen zur Folge haben, u. a. Abmahnungen, Produktrückrufe, Produktionsunterbrechungen, Geldstrafen oder Verzögerungen bei der Zulassung neuer Produkte. Jede dieser Maßnahmen könnte unsere Fähigkeit beeinträchtigen, Umsatz zu generieren, und erhebliche Kosten verursachen. Möglichen Risiken bei der Inbetriebnahme neuer Produktionsstätten oder neuer Technologien begegnen wir, indem wir Projekte sorgfältig planen und ihren Fortschritt regelmäßig analysieren und überprüfen. Die Produktionskapazitäten an einigen Standorten könnten z. B. beeinträchtigt werden durch technisches Versagen, Naturkatastrophen, regulatorische Rahmenbedingungen oder die Unterbrechung von Lieferungen, etwa bei Rohstoffen. In unseren Krankenhäusern, Fachkliniken und Dialysekliniken erbringen wir medizinische Leistungen, die grundsätzlich Risiken unterliegen. So bergen z. B. Störungen im Prozessablauf Risiken für Patienten und die Klinik. Daneben bestehen Betriebsrisiken, etwa durch Hygienemängel. Diesen Risiken begegnen wir, indem wir Abläufe strukturiert organisieren, Mitarbeiter kontinuierlich schulen und unsere Arbeitsweise an den Bedürfnissen der Patienten ausrichten. Darüber hinaus arbeiten wir im Rahmen von Qualitätsmanagementsystemen kontinuierlich daran, die Behandlung der Patienten zu verbessern. Risiken der Leistungserfüllung, die mit dem Projektgeschäft der Fresenius Vamed verbunden sind, begegnen wir mit professioneller Projektsteuerung, kompetentem Projektmanagement und einem ausgereiften, der jeweiligen Geschäftstätigkeit angepassten System zur Erkennung, Bewertung und Minimierung dieser Risiken. Dies umfasst zum einen organisatorische Maßnahmen: So gelten schon bei der Erstellung eines Angebots Standards für die Risikokalkulation; noch vor Auftragsannahme werden Risiken eingeschätzt und anschließend im Rahmen des Projektcontrollings fortlaufend aktualisiert. Um möglichen Ausfallrisiken vorzubeugen, besteht das System zum anderen aus finanztechnischen Maßnahmen wie Bonitätsprüfungen und in der Regel aus Sicherungen durch Vorauszahlungen, Akkreditive und besicherte Kredite. Bei der Entwicklung neuer Produkte und Therapien besteht grundsätzlich das Risiko, dass Ziele nicht oder verspätet erreicht werden und dass Behörden eine Zulassung nicht oder nur verzögert erteilen. So ist es bei I.V.-Arzneimitteln entscheidend, dass rechtzeitig und stetig neue Produkte eingeführt werden. Daher überwachen wir die Entwicklung dieser Produkte anhand detaillierter Projektpläne und orientieren uns strikt an Erfolgsfristen. So können wir Gegenmaßnahmen ergreifen, falls wir die geplanten Ziele infrage stellen müssen. BeschaffungIm Beschaffungssektor entstehen mögliche Risiken hauptsächlich aus Preissteigerungen oder der mangelnden Verfügbarkeit von Rohstoffen und Gütern. Dem begegnen wir mit einer entsprechenden Auswahl und Kooperation mit unseren Lieferanten, mit längerfristigen Rahmenverträgen in bestimmten Einkaufssegmenten sowie mit der Bündelung der zu beschaffenden Mengen im Konzern. Im Rahmen des Medicare-Pauschalvergütungssystems ist die Erstattung für Erythropoietin-stimulierende Substanzen (ESA) im gebündelten Erstattungssatz enthalten. Eine Lieferunterbrechung oder ein wesentlicher Anstieg in der Verwendung oder bei den Anschaffungskosten von ESA könnten Umsatz und Ergebnis maßgeblich beeinträchtigen. Im Jahr 2015 endete der Patentschutz einiger ESAs. Dies ermöglicht uns eine Diversifizierung der Beschaffungsquellen und eine damit einhergehende Verringerung der Risiken in Verbindung mit Versorgungsengpässen sowie mit Preiserhöhungen. Ein weiteres Risiko besteht in mangelnder Qualität fremdbezogener Rohstoffe, Halbfertigprodukte und Bauteile. Dem begegnen wir im Wesentlichen mit präzisen Qualitätsanforderungen an unsere Lieferanten. Hierzu gehören ein strukturierter Qualifizierungsprozess, der Audits, Dokumenten- und Vorabmusterprüfungen umfasst, sowie regelmäßige Qualitätskontrollen der Anlieferungen. Wir beziehen ausschließlich qualitativ hochwertige Produkte, deren Sicherheit und Eignung erwiesen ist, von qualifizierten Lieferanten, die unseren Spezifikationen und Anforderungen entsprechen. WettbewerbEin verschärfter Wettbewerb, u. a. auch ausgelöst durch den Wiedereintritt von Wettbewerbern in den US-Markt für generische I.V.-Arzneimittel nach Produktionseinschränkungen, könnte sich nachteilig auf die Preisgestaltung und den Verkauf unserer Produkte und Dienstleistungen auswirken. Die Einführung von Generika oder patentierten Medikamenten durch Wettbewerber könnte Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis unserer Produkte haben. Insgesamt ist der Gesundheitssektor durch Preisdruck (u. a. bei Tendergeschäften), Wettbewerb und Kosteneinsparungen gekennzeichnet. Dies könnte geringere Umsätze zur Folge haben und sich nachteilig auf unser Geschäft sowie unsere Finanz- und Ertragslage auswirken. In den USA verkauft Fresenius Kabi nahezu alle injizierbaren pharmazeutischen Produkte mittels Vereinbarungen mit Einkaufskooperationen (Group Purchasing Organization -GPO) und Distributoren. Die meisten Krankenhäuser haben mit den GPOs ihrer Wahl Verträge abgeschlossen, um ihren Bedarf zu decken. Derzeit kontrollieren weniger als fünf GPOs den größten Teil dieses Geschäfts. Fresenius Kabi erzielt einen Großteil des Umsatzes in den USA mit einer kleinen Anzahl GPOs und hat mit den wichtigsten von ihnen Vereinbarungen getroffen. Um diese Geschäftsbeziehungen aufrechtzuerhalten, muss Fresenius Kabi eine qualitativ hochwertige Produktpalette zu konkurrenzfähigen Preisen zuverlässig liefern und die Bestimmungen der U.S. Food and Drug Administration (FDA) einhalten. Die GPOs haben auch mit anderen Herstellern Verträge abgeschlossen. Der Bieterprozess ist sehr wettbewerbsintensiv. Die meisten Verträge von Fresenius Kabi mit GPOs in den USA können kurz- oder mittelfristig gekündigt werden. Im Bereich der Transfusionstechnologie sind wesentliche Kunden Plasmafirmen und Blutzentren. Der US-Markt wird von vier großen Plasmafirmen bedient. Bei Blutzentren findet in den USA eine zunehmende Marktkonsolidierung statt, da Krankenhäuser verstärkt Maßnahmen treffen, um Blutkonserven einzusparen, und sich dies auf die Preisentwicklung auswirkt. ZahlungsausfälleUm das Risiko von Zahlungsverzögerungen bzw. -ausfällen zu begrenzen, bewerten wir in der Regel die Kreditwürdigkeit von Neukunden. Zudem führen wir kontinuierlich Nachfolgebewertungen und Prüfungen der Kreditlimits durch. Wir überwachen Außenstände bestehender Kunden und bewerten das Ausfallrisiko der Forderungen. Dies gilt insbesondere in Ländern mit Haushaltsproblemen und Ländern, die politischen Risiken ausgesetzt sind. Durch Maßnahmen wie z. B. Factoring haben wir auch im Jahr 2016 an unserem Forderungsbestand gearbeitet. PersonalDem potenziellen Mangel an qualifiziertem Personal wirkt Fresenius extern durch geeignete Maßnahmen im Personalmarketing entgegen und intern durch umfangreiche Personalentwicklungsprogramme. Wir stärken die Bindung an unser Unternehmen, indem wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern attraktive Sozialleistungen, zum Teil Erfolgsbeteiligungsprogramme oder in verschiedenen Bereichen die Einrichtung von Langzeitkonten anbieten. Dem generellen Mangel an Klinikfachpersonal begegnen wir mit zielgruppenspezifischen Maßnahmen. So gewinnen wir qualifiziertes und motiviertes Fachpersonal und sichern den hohen Qualitätsstandard in der Behandlung. Gleichzeitig qualifizieren wir junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und binden sie an das Unternehmen. Aufgrund all dieser Maßnahmen stufen wir die Risiken im Bereich Personal als nicht wesentlich ein. RISIKEN IM ZUSAMMENHANG MIT FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGBei der Entwicklung neuer Produkte und Therapien besteht grundsätzlich das Risiko, dass Ziele nicht oder verspätet erreicht werden. Bis zur Zulassung eines Produkts sind kostenintensive und umfangreiche präklinische Prüfungen und klinische Studien notwendig. Es besteht auch das Risiko, dass Behörden eine Zulassung nicht oder nur verzögert erteilen. Zudem besteht die Gefahr, dass mögliche Nebenwirkungen eines Produkts erst nach dessen Zulassung bzw. Registrierung entdeckt werden, sodass es ganz oder teilweise vom Markt genommen werden muss. Eine solche Rücknahme kann freiwillig erfolgen oder auch durch rechtliche oder behördliche Schritte begründet sein. Da wir Produkte für unterschiedliche Produktsegmente entwickeln, sind diese Risiken im Fresenius-Konzern breit gestreut. Wir begegnen ihnen, indem wir Entwicklungstrends kontinuierlich analysieren und evaluieren sowie die Projektfortschritte überprüfen. Zugleich überwachen wir die strikte Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für die klinische und chemisch-pharmazeutische Forschung und Entwicklung. Bei I.V.-Arzneimitteln ist es darüber hinaus entscheidend, dass rechtzeitig und stetig neue Produkte eingeführt werden. Daher überwachen wir die Entwicklung dieser Produkte anhand detaillierter Projektpläne und orientieren uns strikt an Erfolgsfristen. So können wir Gegenmaßnahmen ergreifen, falls wir die geplanten Ziele infrage stellen müssen. RISIKEN AUS AKQUISITIONENDie Übernahme und Integration von Unternehmen birgt Risiken, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Fresenius auswirken können. Die Strukturen eines erworbenen Unternehmens müssen integriert, rechtliche und vertragliche Fragen gelöst und das Marketing, der Service für Patienten sowie logistische Abläufe vereinheitlicht werden. Dabei besteht das Risiko, wesentliche Führungskräfte zu verlieren. Auch der Geschäftsablauf sowie die Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Mitarbeitern könnten in Mitleidenschaft gezogen oder Change-of-Control-Klauseln in Anspruch genommen werden. Der Integrationsprozess erweist sich möglicherweise als schwieriger oder kostet mehr Zeit und Mittel als erwartet. In der Geschäftstätigkeit neu erworbener Gesellschaften könnten Risiken auftreten, die Fresenius nicht erkannt oder als nicht wesentlich erachtet hat. Vorteile, die Fresenius sich von dem Erwerb versprochen hat, treffen möglicherweise nicht oder nicht im erwarteten Maße ein. Künftige Akquisitionen könnten eine Herausforderung für die Finanzierung und das Management unseres Geschäfts darstellen. Ferner kann der Erwerb von Unternehmen zur Folge haben, dass Fresenius gegenüber Dritten direkt oder mittelbar in Haftung genommen wird oder Ansprüche gegenüber Dritten sich als nicht durchsetzbar erweisen. Risiken aus Akquisitionen begegnen wir mit detaillierten Integrationsplänen sowie mit einem dezidierten Integrations- und Projektmanagement. So können wir bei Abweichungen von der erwarteten Entwicklung frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Die o. g. Risiken treffen auch auf die Akquisition der spanischen privaten Klinikkette Quirónsalud durch Fresenius Helios zu. Ebenso wurden und werden die genannten Gegenmaßnahmen ergriffen. Darüber hinaus ergeben sich Risiken für die von Quirónsalud über PPP-Verträge betriebenen Krankenhäuser. Sollte Quirónsalud die Konzession verlieren, Krankenhäuser mit PPP-Verträgen zu betreiben, oder bei Neuverhandlungen mit öffentlichen oder privaten Versicherungen schlechtere Bedingungen erzielen oder sollten die Krankenhäuser nicht in der Lage sein, niedrigere Erstattungssätze durch Kosteneinsparungen auszugleichen, kann dies eine wesentliche negative Auswirkung auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. RISIKEN DER INFORMATIONSTECHNOLOGIEMit dem kontinuierlichen Wachstum und der zunehmenden Internationalisierung von Fresenius werden die Abläufe im Unternehmen komplexer. Entsprechend erhöht sich die Abhängigkeit von Informations- und Kommunikationstechnologien sowie von den entsprechenden Systemen, mit denen Abläufe strukturiert und zunehmend überregional harmonisiert werden können. Ein Ausfall dieser Systeme könnte vorübergehend zum Erliegen weiter Teile unseres Geschäfts führen und somit hohe Schäden verursachen. Durch den Verlust sensibler Daten oder die Nichteinhaltung datenschutzbezogener Gesetze, Bestimmungen und Standards könnte unsere Stellung im Wettbewerb, unsere Reputation sowie das gesamte Unternehmen Schaden nehmen. Fresenius begegnet diesen Risiken mit diversen Sicherungsmaßnahmen, Kontrollen und Prüfungen. Zudem investieren wir kontinuierlich in Hard- und Software und verbessern stetig unser System-Know-how. Dazu kommt ein detaillierter Notfallplan, den wir laufend verbessern und testen. Wesentliche IT-Systeme oder Kommunikationsinfrastrukturen halten wir redundant vor. Um organisatorische Risiken, wie Manipulationen oder unzulässige Zugriffe, zu minimieren, haben wir einen Zugriffsschutz durch Passwörter eingerichtet. Darüber hinaus sind Unternehmensrichtlinien zu beachten, die auch die Berechtigungsvergabe regeln und deren Einhaltung wir kontrollieren. Daneben führen wir operative und sicherheitsbezogene Prüfungen durch. Durch die vermehrte Integration von IT-Systemen in unsere Geschäftsprozesse besteht außerdem die Möglichkeit, dass mithilfe von Cyberangriffen in unsere internen und externen Systeme eingedrungen wird und Angreifer dabei Schaden anrichten oder sensible Informationen erlangen könnten. Die existierende IT-Sicherheitsarchitektur mit diversen Sicherheitsmaßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen schützt die Systeme in unseren Datenzentren. Der Zugang zu sensiblen oder kritischen Daten von außerhalb des geschützten Datenzentrumsnetzwerks ist durch die Nutzung von sicheren Protokollen sowie kryptografischen Maßnahmen gesichert. Zudem werden für Anwendungen mit kritischen Daten (z. B. Patienten- oder Personaldaten) jährliche Penetrationstests durchgeführt. FINANZRISIKENWährungs- und ZinsrisikenAus unserer internationalen Ausrichtung ergeben sich vielfältige Fremdwährungsrisiken. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit setzt uns darüber hinaus verschiedenen Zinsänderungsrisiken aus. Um diese Risiken zu begrenzen, setzen wir u. a. derivative Finanzinstrumente ein. Wir beschränken uns auf marktgängige, außerbörslich gehandelte Instrumente und nutzen sie ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken. Alle Transaktionen erfolgen über Banken mit hohem Rating. Unser Währungsmanagement basiert auf einer vom Vorstand verabschiedeten Richtlinie. Sie legt Ziele, Organisation und Ablauf der Risikomanagementprozesse fest. Insbesondere definiert sie, wer für die Ermittlung von Risiken, den Abschluss von Sicherungsgeschäften und die regelmäßige Berichterstattung über das Risikomanagement verantwortlich ist. Die Verantwortlichkeiten entsprechen den Entscheidungsstrukturen in den übrigen Geschäftsprozessen des Konzerns. Entscheidungen über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente im Zinsmanagement fallen grundsätzlich in enger Abstimmung mit dem Vorstand. Bis auf vereinzelte devisenrechtlich bedingte Ausnahmen werden die Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten unter Kontrolle der zentralen Treasury-Abteilung des Fresenius-Konzerns getätigt. Sie unterliegen strenger interner Aufsicht. So ist sichergestellt, dass der Vorstand über alle wesentlichen Risiken und über die bestehenden Sicherungsgeschäfte stets umfassend informiert ist. Grundsätzlich ist Fresenius gegen Währungs- und Zinsrisiken in hohem Maße gesichert: Von den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 31. Dezember 2016 waren rund 66 % durch Festsatzfinanzierungen bzw. durch Zinssicherungen gegen einen Zinsanstieg geschützt. Somit unterlagen rund 34 % einem Zinsänderungsrisiko. Mit Abschluss der langfristigen Finanzierungen für den Erwerb von Quirónsalud hat sich dieses Verhältnis nur geringfügig verändert. Eine Sensitivitätsanalyse zeigt: Wenn die für Fresenius relevanten Referenzzinsen um 0,5 % steigen, beeinflusst dies das Konzernergebnis um weniger als 1,0 %. Fresenius unterliegt als weltweit tätiger Konzern in hohem Maße Währungsumrechnungseffekten aufgrund sich ändernder Währungsrelationen. Angesichts des starken US-Geschäfts spielt dabei das Verhältnis zwischen US-Dollar und Euro eine besondere Rolle. Währungsumrechnungsrisiken werden nicht gesichert. Eine Sensitivitätsanalyse zeigt, dass eine Veränderung des US-Dollars zum Euro von 1 Cent einen jährlichen Effekt von etwa 120 Mio € auf den Konzernumsatz, von rund 20 Mio € auf den EBIT und von rund 5 Mio € auf das Konzernergebnis hätte. Als global agierendes Unternehmen verfügen wir über Produktionskapazitäten in allen wesentlichen Währungsräumen. In den Servicegeschäften decken sich unsere Umsatz- und unsere Kostenbasis in hohem Maße. Mit einem Cashflow-at-Risk-Modell schätzen wir die Transaktionsrisiken in fremder Währung ab und quantifizieren sie. Diese Analyse basiert dabei auf den mit hinreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Fremdwährungszahlungsströmen der nächsten zwölf Monate abzüglich der erfolgten Absicherungen. Zum 31. Dezember 2016 beträgt der Cashflow-at-Risk des Fresenius-Konzerns 73 Mio €, d. h., mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % wird ein möglicher Verlust aus den Fremdwährungszahlungsströmen der nächsten zwölf Monate nicht höher als 73 Mio € ausfallen. Weitere Informationen zu den Finanzrisiken sind im Konzern-Anhang auf den Seiten 114 bis 121 enthalten. Werthaltigkeit von VermögenswertenFinanzwirtschaftliche Risiken, die aus Akquisitionen und Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte resultieren könnten, prüfen wir unter Einbeziehung externer Berater sorgfältig und detailliert. Die immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Firmenwerte, Produktrechte, Markennamen und Managementverträge tragen einen wesentlichen Teil zu der Bilanzsumme des Fresenius-Konzerns bei. Die Werthaltigkeit der in der Konzernbilanz enthaltenen Firmenwerte sowie der sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer stellen wir in jährlichen Impairment-Tests fest. Bei einer wesentlichen Verschlechterung unserer Zukunftsaussichten oder der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann ein zusätzlicher Abschreibungsbedarf entstehen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten 86 ff. im Konzern-Anhang. SteuernAls weltweit tätiger Konzern unterliegt Fresenius zahlreichen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Risiken, die sich daraus ergeben, werden fortlaufend identifiziert und bewertet. In den Gesellschaften des Fresenius-Konzerns finden regelmäßige steuerliche Betriebsprüfungen statt. Änderungen bei den steuerlichen Regelungen und Anpassungen, die sich aus den Betriebsprüfungen ergeben, können zu höheren Steuerzahlungen führen. Informationen zum Stand der steuerlichen Betriebsprüfungen finden Sie im Konzern-Anhang auf den Seiten 81 ff. Verschuldung und LiquiditätZum 31. Dezember 2016 betrugen die Finanzverbindlichkeiten des Fresenius-Konzerns 14.780 Mio €. Die Verschuldung könnte die Fähigkeit zur Zahlung von Dividenden, die Refinanzierung und die Einhaltung von Kreditklauseln oder die Umsetzung der Geschäftsstrategie beeinträchtigen. Im Falle einer anhaltend schwierigen Lage auf den Finanzmärkten könnten sich Finanzierungsrisiken für Fresenius ergeben. Diese Risiken reduzieren wir durch einen hohen Anteil an mittel- und langfristigen Finanzierungen mit einem ausgewogenen Fälligkeitsprofil. Unsere Finanzierungsvereinbarungen enthalten Auflagen, die uns zur Einhaltung bestimmter finanzieller Kennzahlen sowie weiterer finanzieller Kriterien verpflichten. Die Nichteinhaltung dieser Auflagen könnte zu einer Verpflichtung zur vorzeitigen Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten führen. Über Konditionen und Fälligkeiten informieren wir im Konzern-Anhang auf den Seiten 91 ff. sowie im Lagebericht auf den Seiten 27 ff. COMPLIANCE- UND RECHTSRISIKENCompliance-RisikenDie Geschäftstätigkeit von Fresenius unterliegt in nahezu allen Ländern umfassenden staatlichen Regulierungen und Kontrollen. Davon sind wir insbesondere in den USA, Deutschland und zukünftig Spanien betroffen. Darüber hinaus hat Fresenius weitere allgemein anwendbare Rechtsvorschriften zu beachten, die sich von Land zu Land unterscheiden. Sollte Fresenius gegen diese Gesetze oder Vorschriften verstoßen, kann dies vielfältige Rechtsfolgen nach sich ziehen. Wir müssen insbesondere Vorschriften und Auflagen zur Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte und Dienstleistungen einhalten. Deshalb legen wir besonderen Wert auf die strikte Umsetzung unserer Compliance-Programme und Richtlinien. Sie helfen uns, den eigenen Erwartungen wie auch denen unserer Partner zu entsprechen und unsere Geschäftsaktivitäten an anerkannten Standards sowie lokalen Gesetzen und Verordnungen auszurichten. Verantwortlich für Entwicklung und Umsetzung dieser Richtlinien und Vorgehensweisen ist der Chief Compliance Officer (Vorstand Recht, Compliance und Personal), dem die Stabsstelle Compliance unterstellt ist. Außerdem verfügt jeder Unternehmensbereich über einen eigenen Compliance Officer. Dieser wird je nach Organisations- und Geschäftsstruktur durch weitere Compliance-Beauftragte unterstützt. Die Mitarbeiter der Corporate-Compliance-Abteilungen unterstützen die Compliance-Beauftragten der Unternehmensbereiche, Regionen und Länder. Mit unseren Compliance-Programmen setzen wir verbindliche Vorgaben für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir gehen davon aus, dass wir ausreichend Vorsorge dafür getroffen haben, dass die nationalen und internationalen Regeln beachtet und eingehalten werden. RechtsrisikenRisiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ergeben, werden innerhalb des Unternehmens fortlaufend identifiziert, bewertet und berichtet. Unternehmen in der Gesundheitsbranche sind regelmäßig Klagen wegen Sorgfaltspflichtverletzungen, Produkthaftung, Verletzung ihrer Gewährleistungspflichten, Patentverletzungen, Behandlungsfehlern und anderen Ansprüchen ausgesetzt. Diese können hohe Schadenersatzforderungen und erhebliche Kosten für die Rechtsverteidigung mit sich bringen, unabhängig davon, ob letztlich ein Schadenersatzanspruch besteht. Klageverfahren können ferner dazu führen, dass sich Risiken dieser Art zukünftig nicht mehr zu angemessenen Bedingungen versichern lassen. Produkte aus der Gesundheitsbranche können zudem Rückrufaktionen unterliegen, die sich nachteilig auf die Finanz- und Ertragslage auswirken könnten. Angaben zu rechtlichen Verfahren und einer laufenden internen Compliance-Untersuchung bei Fresenius Medical Care finden Sie auf den Seiten 108 bis 113 im Konzern-Anhang. Darüber hinaus ist der Fresenius-Konzern in verschiedene Rechtsstreitigkeiten involviert, die sich aus seiner Geschäftstätigkeit ergeben. Obwohl sich deren Ausgang nicht vorhersagen lässt, erwarten wir derzeit aus den anhängigen Verfahren keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. SONSTIGE RISIKENRisiken sonstiger Art, z. B. Umweltrisiken oder Risiken aus Steuerungs- und Controllingsystemen, stufen wir für Fresenius als nicht wesentlich ein. BEURTEILUNG DER GESAMTRISIKOSITUATIONFür die Einschätzung des Gesamtrisikos ist das von Fresenius eingesetzte Risikomanagement grundlegend. Dieses wird vom Management regelmäßig überprüft. Risiken für Fresenius ergeben sich aus Faktoren, die wir nicht unmittelbar beeinflussen können. Hierzu gehört etwa die allgemeine Konjunkturentwicklung, die wir regelmäßig analysieren. Dazu kommen von uns unmittelbar beeinflussbare Risiken, zumeist operativer Art, die wir möglichst frühzeitig antizipieren und gegen die wir, falls notwendig, Maßnahmen einleiten. Daher sind derzeit für die zukünftige Entwicklung von Fresenius keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Fresenius-Konzerns führen könnten. Organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. RISIKEN MIT AUSWIRKUNGEN AUF DEN 1-JAHRES-PROGNOSEZEITRAUMWesentliche Risiken, die innerhalb des einjährigen Prognosezeitraums zu Abweichungen von der erwarteten Unternehmensentwicklung führen können, zeigt die Übersicht auf Seite 52. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich bei der Eingruppierung und den potentiellen Auswirkungen der Risiken keine Änderungen ergeben. Beim regulatorischen Umfeld sind wir auf Grund der Initiativen der neuen US-Regierung dem Risiko von Einfuhrzöllen und der Änderung an momentan existierenden Gesundheitsvorsorgeprogrammen ausgesetzt. Bei den Erstattungssätzen erhöhen mögliche Änderungen der Patientenstruktur in den USA das Risiko in Bezug auf Erstattungen durch private Krankenversicherungen. Zur Klassifizierung der Risiken werden neben quantitativen Faktoren vor allen Dingen qualitative Einschätzungen herangezogen. Die Skalen zur Klassifizierung der potenziellen Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit sind in den beiden folgenden Abbildungen dargestellt.
AUSWIRKUNGEN AUF UNSER MITTELFRISTZIELGrundsätzlich können alle im Risikobericht erläuterten Risikofelder und Risiken zu Abweichungen von unserem mittelfristigen Ziel führen. Von besonderer Bedeutung sehen wir dabei:
RISIKEN MIT AUSWIRKUNGEN AUF DEN 1-JAHRES-PROGNOSEZEITRAUM
KonzernabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Der nachfolgende Konzern-Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Der nachfolgende Konzern-Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-BILANZAKTIVA
Der nachfolgende Konzern-Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
ERGÄNZENDE INFORMATIONEN ZU ZAHLUNGSVORGÄNGEN, DIE IM MITTELZUFLUSS AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ENTHALTEN SIND
Der nachfolgende Konzern-Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
Der nachfolgende Konzern-Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNGNACH UNTERNEHMENSBEREICHEN
1 Vor Kosten für das Effizienzprogramm
NACH REGIONEN
Die Konzern-Segmentberichterstattung nach Unternehmensbereichen ist integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs. Der nachfolgende Konzern-Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Die Konzern-Segmentberichterstattung nach Regionen ist integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs. Der nachfolgende Konzern-Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzern-AnhangALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN1. GRUNDLAGENI. KONZERNSTRUKTURFresenius ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Trägerschaft von Krankenhäusern. Zudem realisiert der Fresenius-Konzern weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen. Neben den Tätigkeiten der Muttergesellschaft Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v. d. H., verteilten sich die operativen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2016 auf folgende rechtlich eigenständige Unternehmensbereiche:
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 31. Dezember 2016 behandelte Fresenius Medical Care 308.471 Patienten in 3.624 Dialysekliniken. Im Bereich Versorgungsmanagement baut das Unternehmen sein Angebot zusätzlicher medizinischer Dienstleistungen rund um die Dialyse aus. Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Fresenius Helios ist der größte Klinikbetreiber in Deutschland. Die Klinikgruppe verfügte Ende 2016 über 112 Kliniken, darunter 88 Akutkrankenhäuser mit 7 Maximalversorgern in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wiesbaden und Wuppertal sowie 24 Rehabilitationskliniken. Fresenius Helios versorgt in seinen Kliniken jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär, und verfügt über insgesamt rund 35.000 Betten. Mit dem Abschluss der Akquisition von Quirónsalud am 31. Januar 2017 ist Fresenius Helios auch der größte private Krankenhausbetreiber in Spanien. Quirónsalud bietet ein umfassendes medizinisches Leistungsspektrum in der stationären und ambulanten Versorgung in 43 Krankenhäusern, 39 ambulanten Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe versorgt in ihren Kliniken in Spanien jährlich rund 320.000 Patienten stationär und rund 9,4 Millionen ambulant und verfügt insgesamt über rund 6.600 Betten. Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung. Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 betrug der Anteil der Fresenius SE & Co. KGaA am gezeichneten Kapital der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC-AG & Co. KGaA) 30,82 %. Die persönlich haftende Gesellschafterin der FMC-AG & Co. KGaA, die Fresenius Medical Care Management AG, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Fresenius SE & Co. KGaA. Dadurch verfügt die Fresenius SE & Co. KGaA über Rechte, die ihr die Fähigkeit zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten und damit der Ergebnisse der FMC-AG & Co. KGaA verleihen. Daher wird die FMC-AG & Co. KGaA zu 100 % im Fresenius-Konzernabschluss konsolidiert. Die Beteiligungen an den Leitungsgesellschaften der Unternehmensbereiche Fresenius Kabi (Fresenius Kabi AG) sowie Fresenius Helios und Fresenius Vamed (gehalten über die Fresenius ProServe GmbH) betrugen zum 31. Dezember 2016 unverändert 100 %. Über die Fresenius ProServe GmbH ist die Fresenius SE & Co. KGaA zu 100 % an der HELIOS Kliniken GmbH sowie zu 77 % an der VAMED AG beteiligt. Daneben hält die Fresenius SE & Co. KGaA Beteiligungen an Gesellschaften, die die Holdingfunktionen hinsichtlich Immobilien, Finanzierung und Versicherung wahrnehmen, sowie an der Fresenius Netcare GmbH, die Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnik anbietet. Die Berichtswährung im Fresenius-Konzern ist der Euro. Aus Gründen der Übersichtlichkeit erfolgt die Darstellung der Beträge überwiegend in Millionen Euro. Beträge, die aufgrund der vorzunehmenden Rundungen unter 1 Mio € fallen, werden mit "-" gekennzeichnet. II. GRUNDLAGE DER DARSTELLUNGDie Fresenius SE & Co. KGaA erfüllt als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) die Pflicht, den Konzernabschluss nach den "International Financial Reporting Standards" (IFRS) unter Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) aufzustellen und zu veröffentlichen. Der Konzernabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA ist zum 31. Dezember 2016 nach den am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des "International Accounting Standards Board" (IASB) und den verbindlichen Interpretationen des "International Financial Reporting Interpretations Committee" (IFRIC), wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden sind, aufgestellt worden und wird veröffentlicht. Da die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA aufgrund eines sogenannten "Pooling Agreements" nach US-GAAP bilanziert, veröffentlicht der Fresenius-Konzern neben dem gesetzlich vorgeschriebenen IFRS-Konzernabschluss den auf freiwilliger Basis nach den "United States Generally Accepted Accounting Principles" (US-GAAP) aufgestellten Konzernabschluss. Im Mai 2016 wurde in der Hauptversammlung der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA die Verpflichtung zur Konzernbilanzierung und -berichterstattung nach US-GAAP aufgehoben. Als Folge wird der Fresenius-Konzern mit Beginn des Geschäftsjahres 2017 die Konzernsteuerung von US-GAAP auf IFRS umstellen. Auf eine freiwillige Aufstellung des Konzernabschlusses nach US-GAAP wird zukünftig verzichtet. Zur Verbesserung der Lesbarkeit sind verschiedene Positionen der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese sind im Konzern-Anhang gesondert angegeben, um den Adressaten des Konzernabschlusses weitere Informationen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus enthält der Konzern-Anhang gemäß § 315a Abs. 1 Satz 1 HGB bestimmte Angaben zu Regelungen des HGB. Gemäß § 315a HGB i. V. m. § 315 HGB ist der Konzernabschluss nach IFRS um einen Konzernlagebericht ergänzt worden. Die Konzern-Bilanz enthält die nach "International Accounting Standard" (IAS) 1, Presentation of Financial Statements, geforderten Angaben und ist nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten gegliedert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die persönlich haftende Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA ist die Fresenius Management SE, welche einen eigenen Konzernabschluss aufstellt. Der Vorstand der Fresenius Management SE hat den Konzernabschluss am 21. Februar 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen. III. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEa) KonsolidierungsgrundsätzeDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Unternehmenserwerbe werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch die Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Dabei werden die Vermögenswerte und Schulden sowie nicht beherrschende Anteile mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag zwischen den Beteiligungsbuchwerten zuzüglich den nicht beherrschenden Anteilen und dem neu bewerteten Eigenkapital wird als Firmenwert aktiviert und mindestens einmal jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Alle wesentlichen konzerninternen Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten werden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen in das Anlage- und das Vorratsvermögen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Auf konsolidierungsbedingte temporäre Unterschiede werden latente Steuern gebildet. Nicht beherrschende Anteile werden als Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter am konsolidierungspflichtigen Kapital angesetzt. Im Rahmen der Erstkonsolidierung erfolgt deren Ansatz zum Marktwert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die den konzernfremden Gesellschaftern zustehenden Gewinne und Verluste separat ausgewiesen. Soweit der Fresenius-Konzern aufgrund geschriebener Put-Optionen zum Rückkauf dieser Anteile konzernfremder Gesellschafter verpflichtet werden kann, ist die potenzielle Kaufpreisverbindlichkeit zum Marktwert am Bilanzstichtag in den langfristigen Rückstellungen und sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten bzw. den kurzfristigen Rückstellungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten erfasst. Entsprechend der Present Access-Methode werden die Anteile konzernfremder Gesellschafter gleichzeitig im Eigenkapital als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Die erstmalige Erfassung der Kaufpreisverbindlichkeit sowie die Bilanzierung von Wertänderungen erfolgt erfolgsneutral über das Eigenkapital. Als assoziierte Unternehmen gelten in der Regel Gesellschaften, bei denen die Fresenius SE & Co. KGaA direkt oder indirekt mehr als 20 % und weniger als 50 % der Stimmrechtsanteile hält und die Möglichkeit besteht, einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben. Die Bilanzierung von assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode. Nicht als assoziierte Unternehmen eingestufte Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Marktwerten bilanziert. b) KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der Fresenius SE & Co. KGaA alle wesentlichen Unternehmen gemäß IFRS 10 und IFRS 11 einbezogen, über die die Fresenius SE & Co. KGaA Beherrschung ausübt. Die Fresenius SE & Co. KGaA beherrscht ein Unternehmen, sofern sie die Verfügungsgewalt über das Unternehmen hat. Das heißt, die Fresenius SE & Co. KGaA verfügt über bestehende Rechte, die ihr die gegenwärtige Fähigkeit zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten des Unternehmens verleihen. Dies sind Tätigkeiten, die die Rendite des Unternehmens wesentlich beeinflussen. Darüber hinaus ist die Fresenius SE & Co. KGaA schwankenden Renditen aus ihrem Engagement in dem Unternehmen ausgesetzt oder besitzt Anrechte auf diese. Des Weiteren hat sie die Fähigkeit, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Fresenius Vamed engagiert sich für einen begrenzten längerfristigen Zeitraum in eigens für diesen Zweck gegründeten Projektgesellschaften zur Errichtung und zum Betrieb von Thermen. Bei diesen Projektgesellschaften übt Fresenius Vamed keinen beherrschenden Einfluss aus, weshalb sie nicht konsolidiert werden. Die Projektgesellschaften erwirtschafteten im Jahr 2016 rund 114 Mio € Umsatz (2015: 110 Mio €). Sie finanzieren sich im Wesentlichen durch Fremdkapital, Genussrechte und Investitionszuschüsse. Der Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Verbindung mit diesen Projektgesellschaften ist unwesentlich. Fresenius Vamed leistete an diese Gesellschaften neben den vertraglich vereinbarten keine weiteren Zahlungen. Aufgrund bestehender vertraglicher Regelungen ist aus heutiger Sicht aus diesen Projektgesellschaften kein nennenswertes Verlustrisiko erkennbar. Der Konzernabschluss umfasste im Jahr 2016 neben der Fresenius SE & Co. KGaA 2.477 (2015: 2.323) vollkonsolidierte Unternehmen. Nach der Equity-Methode wurden 33 (2015: 31) Gesellschaften bilanziert. Wesentliche Veränderungen des Konsolidierungskreises ergaben sich im Jahr 2016 außer den in Anmerkung 2, Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzanlagen, genannten nicht. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes der Fresenius SE & Co. KGaA mit Sitz in 61352 Bad Homburg v. d. H., Else-Kröner-Straße 1, und eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht in Bad Homburg v. d. H. unter der Nummer B11852, wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und beim Unternehmensregister hinterlegt. Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften werden für das Geschäftsjahr 2016 von der Befreiungsvorschrift der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Gebrauch machen:
c) AusweisDer Ausweis bestimmter Positionen des Konzernabschlusses 2015 wurde dem Ausweis im Jahr 2016 angepasst. Um der Berichterstattung des aktuellen Jahres zu entsprechen, wurden im Konzernabschluss des vergangenen Jahres latente Steuern in Höhe von 154 Mio €, die sich auf weitergehende Saldierungen im Bereich der latenten Steuern beziehen, angepasst. d) Grundsätze der UmsatzrealisierungUmsätze aus Dienstleistungen werden in Höhe derjenigen Beträge realisiert, mit deren Erzielung aufgrund bestehender Erstattungsvereinbarungen mit Dritten gerechnet werden kann. Die Realisierung erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Dienstleistung erbracht und die damit zusammenhängenden Produkte geliefert wurden. Zu diesem Zeitpunkt ist der Kunde zur Zahlung verpflichtet. Umsätze aus Produktlieferungen werden zu dem Zeitpunkt realisiert, in dem das wirtschaftliche Eigentum auf den Käufer übergeht; entweder zum Zeitpunkt der Lieferung, bei Annahme durch den Kunden oder zu einem anderen Zeitpunkt, der den wirtschaftlichen Eigentumsübergang eindeutig definiert. Da die Rücksendung von Produkten untypisch ist, wird dafür keine Abgrenzung gebildet. Falls eine Rücksendung von Waren erfolgt, werden die Umsätze, die Umsatzkosten und die Forderungen entsprechend vermindert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. Im Unternehmensbereich Fresenius Vamed erfolgt die Umsatzrealisierung für die langfristigen Fertigungsaufträge bei Erfüllung der Anwendungsvoraussetzungen entsprechend dem Projektfortschritt (Percentage-of-Completion-Method -PoC-Methode). Der Fertigstellungsgrad wird dabei entweder auf Basis des Verhältnisses der bereits angefallenen Kosten zum geschätzten gesamten Kostenvolumen des Vertrags, der vertraglich vereinbarten Meilensteine oder des Leistungsfortschritts bestimmt. Gewinne aus der PoC-Methode werden nur dann realisiert, wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich ermittelt werden kann. Jeder erwartete Überschuss der gesamten Auftragskosten über die gesamten Auftragserlöse für einen Auftrag wird sofort als Aufwand erfasst. Jede Umsatzsteuer, die von einer staatlichen Behörde erhoben wird, wird netto ausgewiesen; ebenso wird der Umsatz abzüglich der Steuer dargestellt. e) Zuwendungen der öffentlichen HandDer Fresenius-Konzern erhält im Wesentlichen für Krankenhäuser in Deutschland staatliche Fördermittel zur Finanzierung von Gebäuden und medizinischer Ausstattung. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur dann bilanziell erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendung wird bei Gewährung zunächst passiviert und im Zeitpunkt der tatsächlichen Verwendung (Anschaffung eines Anlagegutes) mit den Anschaffungskosten des Gutes verrechnet. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden erfolgswirksam behandelt und grundsätzlich in den Perioden verrechnet, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. f) Forschungs- und EntwicklungsaufwendungenForschung ist die eigenständige und planmäßige Suche mit der Aussicht, zu neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen zu gelangen. Entwicklung ist die technische und kommerzielle Umsetzung von Forschungsergebnissen und findet vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Nutzung statt. Die Forschungs- und Entwicklungsphase endet bei pharmazeutischen Produkten üblicherweise mit der Zulassung durch die zuständigen Behörden am Markt des jeweiligen Landes. In der Regel wird ein neues pharmazeutisches Produkt zuerst an einem der etablierten Märkte zugelassen. Als etablierte Märkte gelten Europa, die USA, China und Japan. Forschungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Der Teil der Entwicklungskosten, für den die Voraussetzungen zur Aktivierung als immaterielle Vermögenswerte vollständig erfüllt sind, wird als immaterieller Vermögenswert angesetzt. g) WertminderungenDer Fresenius-Konzern prüft die Buchwerte seines Sachanlagevermögens und seiner immateriellen Vermögenswerte sowie seiner sonstigen langfristigen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit, wenn Ereignisse oder Veränderungen darauf hindeuten, dass der Buchwert höher ist als der erzielbare Betrag. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere aus Nettoveräußerungserlös und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungserlös ergibt sich aus dem erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der dem Verkauf direkt zuordenbaren Kosten. Der Nutzungswert ist die Summe der diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows der betreffenden Vermögenswerte. Können diesen Vermögenswerten keine eigenen zukünftigen Finanzmittelflüsse zugeordnet werden, werden die Wertminderungen anhand der Finanzmittelflüsse der entsprechenden sogenannten kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash generating units) geprüft. Bei Fortfall der Gründe für die Wertminderung wird eine entsprechende Zuschreibung bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme von Wertminderungen auf Firmenwerte, vorgenommen. Vermögenswerte, die zum Verkauf bestimmt sind, werden mit dem Buchwert oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung bilanziert. Für diese Vermögenswerte werden keine weiteren planmäßigen Abschreibungen vorgenommen. h) Aktivierte ZinsenDer Fresenius-Konzern aktiviert Zinsen, sofern sie dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zuzuordnen sind. In den Geschäftsjahren 2016 bzw. 2015 wurden Zinsen in Höhe von 4 Mio € bzw. 5 Mio €, basierend auf einem durchschnittlichen Zinssatz von 4,64 % bzw. 4,48 %, aktiviert. i) ErtragsteuernLaufende Ertragsteuern werden auf Basis des zum Bilanzstichtag aktuellen Ergebnisses des Geschäftsjahres und den derzeitig geltenden Steuervorschriften in den einzelnen Ländern ermittelt. Erwartete und gezahlte zusätzliche Steueraufwendungen und Steuererträge für Vorjahre werden ebenfalls berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden für zukünftige Auswirkungen ermittelt, die sich aus den temporären Differenzen zwischen den im Konzernabschluss zugrunde gelegten Werten für die Aktiva und Passiva und den steuerlich angesetzten Werten ergeben. Außerdem werden latente Steuern auf bestimmte ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern enthalten auch Forderungen auf Steuerminderungen, die sich aus der wahrscheinlich erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge ergeben. Die Werthaltigkeit latenter Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen bzw. deren Nutzbarkeit wird aufgrund der Ergebnisplanung des Fresenius-Konzerns sowie konkret umsetzbarer Steuerstrategien beurteilt. Latente Steuern werden anhand der Steuersätze bewertet, deren Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die am Abschlussstichtag gültig oder gesetzlich angekündigt sind. Die Werthaltigkeit des Buchwerts eines latenten Steueranspruchs wird an jedem Bilanzstichtag überprüft. Grundlage für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung des Managements, in welchem Umfang aktive latente Steuern wahrscheinlich realisiert werden. Die Realisierung aktiver latenter Steuern hängt von der Erzielung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden ab, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Hierbei werden die erwartete Umkehrung bestehender passiver latenter Steuern sowie die künftigen steuerpflichtigen Gewinne berücksichtigt. Ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass ein ausreichend zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, um den latenten Steueranspruch, entweder zum Teil oder insgesamt, zu nutzen, wird der Buchwert des latenten Steueranspruchs in diesem Umfang bilanziert. Der Fresenius-Konzern erfasst Vermögenswerte aus mit Unsicherheiten behafteten Steuerpositionen, soweit es wahrscheinlich ist, dass die Steuer erstattet werden wird. Zinsen und sonstige Zuschläge im Zusammenhang mit Ertragsteuerverpflichtungen erfasst der Fresenius-Konzern als Ertragsteueraufwand. j) Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem Konzernergebnis geteilt durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Anzahl von Stammaktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie enthält die Auswirkung aller Optionsrechte, indem sie behandelt werden, als hätten sich die entsprechenden Aktien während des Geschäftsjahres im Umlauf befunden. Die durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten auszugleichenden Ansprüche im Rahmen der Fresenius- bzw. Fresenius Medical Care-Aktienoptionspläne können zu einem Verwässerungseffekt führen. k) Flüssige MittelDie flüssigen Mittel enthalten Barmittel und kurzfristige liquide Anlagen mit einer Fälligkeit von ursprünglich bis zu drei Monaten (Termingelder und Wertpapiere). l) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nominalwerten abzüglich Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen angesetzt. Die Wertberichtigungen werden auf Basis von Schätzungen ermittelt, welche die kundenspezifische Auswertung hinsichtlich des vergangenen Zahlungsverhaltens, die derzeitige Finanzstabilität und die gegebenen länderspezifischen Risiken für Forderungen mit einer Fälligkeit größer einem Jahr umfassen. In gewissen zeitlichen Abständen wird überprüft, ob sich Veränderungen im Zahlungsverhalten ergeben haben, um die Angemessenheit der Wertberichtigungen sicherzustellen. m) VorräteIn den Vorräten sind diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (fertige Erzeugnisse), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung oder Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt entweder zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (ermittelt nach der Durchschnittskosten- bzw. Fifo-Methode) oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. n) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteAnlagen in Eigenkapitalinstrumenten, Schuldinstrumenten und Fondsanteilen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Fresenius-Konzern ermittelt regelmäßig, ob objektive substanzielle Hinweise vorliegen, die darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder eines Portfolios finanzieller Vermögenswerte eingetreten ist. Nach Durchführung eines Werthaltigkeitstests wird ein gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungsaufwand ergebniswirksam erfasst. Gewinne und Verluste aus einem zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswert werden direkt im Konzern-Eigenkapital erfasst, bis der finanzielle Vermögenswert abgegangen ist oder eine Wertminderung festgestellt wird. Im Falle einer Wertminderung wird der kumulierte Nettoverlust dem Konzern-Eigenkapital entnommen und im Konzernergebnis ausgewiesen. o) SachanlagevermögenDie Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Fresenius-Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte vorgenommen, die für Gebäude und Einbauten zwischen 3 und 50 Jahren (im gewogenen Durchschnitt 16 Jahre) und für technische Anlagen und Maschinen zwischen 2 und 15 Jahren (im gewogenen Durchschnitt 11 Jahre) liegt. p) Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter NutzungsdauerIm Fresenius-Konzern werden immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer, wie z. B. Patente, Produkt- und Vertriebsrechte, Verträge über Wettbewerbsverzichte, Technologie sowie Lizenzen zur Fertigung, Distribution und zum Verkauf von Arzneimitteln, über die jeweilige Restnutzungsdauer linear auf ihren Restwert abgeschrieben und auf Werthaltigkeit hin überprüft (siehe Anmerkung 1. III. g, Wertminderungen). Die Nutzungsdauer für Patente, Produkt- und Vertriebsrechte liegt zwischen 5 und 20 Jahren, die durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt 13 Jahre. Kundenbeziehungen haben eine Nutzungsdauer zwischen 6 und 15 Jahren, die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt bei 10 Jahren. Verträge über Wettbewerbsverzichte mit einer bestimmten Nutzungsdauer haben eine Nutzungsdauer zwischen 2 und 25 Jahren und eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 6 Jahren. Für Technologie liegt die bestimmte Nutzungsdauer bei 15 Jahren. Lizenzen zur Fertigung, Distribution und zum Verkauf von Arzneimitteln werden abgeschrieben auf Basis des vertraglich festgelegten Lizenzzeitraums. Alle anderen immateriellen Vermögenswerte werden über ihre jeweilige geschätzte Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren abgeschrieben. Dauerhafte Wertminderungen werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen. Entwicklungskosten werden als Herstellungskosten aktiviert, sofern sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. Bei Fresenius Medical Care richtet sich der Aktivierungszeitpunkt von Entwicklungskosten der Dialysegeräte nach der technischen Einsatzfähigkeit dieser Maschinen. Die aktivierten Entwicklungskosten haben eine Nutzungsdauer zwischen 5 und 20 Jahren, die durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt 11 Jahre. Bei Fresenius Kabi werden Entwicklungskosten ab dem Zeitpunkt aktiviert, ab dem eine Registrierung als sehr wahrscheinlich angesehen wird. Dies ist insbesondere der Fall, wenn bereits eine Zulassung in einem etablierten Markt existiert. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen auf Basis der erwarteten Nutzungsdauer. Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen für ein in 2016 zugelassenes Produkt, für welches sich trotz der Zulassung die bisherigen Ertragsaussichten verändert haben. Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich Zuschreibungen auf Entwicklungsprojekte, deren Ertragsaussichten sich verbessert haben, so dass außerplanmäßige Abschreibungen der Vorjahre wieder zurückgenommen werden konnten (siehe Anmerkung 8, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen). q) Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter NutzungsdauerDer Fresenius-Konzern identifizierte immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, weil es aufgrund einer Analyse aller relevanten Faktoren keine vorhersehbare Begrenzung der Periode gibt, in der die Vermögenswerte voraussichtlich Netto-Cashflows für den Konzern generieren werden. Die Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, wie z. B. Markennamen, erfolgt getrennt vom Firmenwert. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten. Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und unterjährig bei Eintritt bestimmter Ereignisse auf Werthaltigkeit hin überprüft (Impairment Test). Zur jährlichen Durchführung des Impairment Tests von Firmenwerten hat der Fresenius-Konzern einzelne sogenannte kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash generating units - CGUs) festgelegt und den Buchwert jeder CGU durch Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich vorhandener Firmenwerte und immaterieller Vermögenswerte, bestimmt. Eine CGU wird in der Regel eine Ebene unter der Segmentebene nach Regionen oder Art der Geschäftstätigkeit festgelegt. In den Segmenten Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi wurden jeweils vier CGUs ermittelt (Europa, Lateinamerika, Asien-Pazifik und Nordamerika). Das Segment Fresenius Helios besteht entsprechend der regionalen Organisationsstruktur aus zehn CGUs, die durch einen Zentralbereich gesteuert werden. Das Segment Fresenius Vamed setzt sich aus zwei CGUs zusammen (Projekt- und Servicegeschäft). Mindestens einmal jährlich wird der erzielbare Betrag jeder CGU mit deren Buchwert verglichen. Der erzielbare Betrag einer CGU wird unter Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens als Nutzungswert ermittelt, basierend auf den erwarteten Zahlungsmittelzuflüssen (Cashflows) der CGU. Falls der Nutzungswert der CGU niedriger ist als der Buchwert, wird die Differenz zuerst beim Firmenwert der CGU als Wertminderung berücksichtigt. Um die Werthaltigkeit von einzeln abgrenzbaren immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer zu beurteilen, vergleicht der Fresenius-Konzern die erzielbaren Beträge dieser immateriellen Vermögenswerte mit ihren Buchwerten. Der erzielbare Betrag eines immateriellen Vermögenswerts wird unter Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens oder - sofern angemessen - anderer Methoden ermittelt. Die Werthaltigkeit der in der Konzern-Bilanz enthaltenen Firmenwerte und der sonstigen einzeln abgrenzbaren immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer war gegeben. Wertminderungen auf Firmenwerte waren daher in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 nicht erforderlich. Ergibt sich aus der Kaufpreisallokation ein negativer Unterschiedsbetrag (Badwill), ist dieser nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze sofort ergebniswirksam zu erfassen. r) LeasingGemietete Sachanlagen, die wirtschaftlich auf Basis von Chancen und Risiken dem Fresenius-Konzern zuzurechnen sind (Finanzierungsleasing), werden zum Zeitpunkt des Zugangs zu Barwerten der Leasingzahlungen bilanziert, soweit die Marktwerte nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Ist ein späterer Eigentumsübergang des Leasinggegenstandes unsicher und liegt keine günstige Kaufoption vor, wird die Laufzeit des Leasingvertrags zugrunde gelegt, sofern diese kürzer ist. Liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, wird der Leasinggegenstand wertgemindert. Sind die Gründe für die Wertminderung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingraten passiviert und als Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Vermietete Sachanlagen, die der Fresenius-Konzern bilanziert, werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die Leasingdauer linear auf den erwarteten Restwert abgeschrieben. s) FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind alle Verträge, die einen finanziellen Vermögenswert bei der einen Gesellschaft und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Gesellschaft begründen. Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert. Der Fresenius-Konzern macht von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair Value Option), keinen Gebrauch. Folgende Kategorien (abgeleitet aus IAS 39, Financial Instruments: Recognition and Measurement) sind für den Fresenius-Konzern relevant: Kredite und Forderungen, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten / Vermögenswerte. Weitere Kategorien sind im Fresenius-Konzern in unwesentlichem Umfang oder gar nicht vorhanden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Reklassifizierungen zwischen den Kategorien vorgenommen. Der Fresenius-Konzern teilt die Finanzinstrumente ihrem Charakter nach in folgende Klassen ein: flüssige Mittel, zum Buchwert bilanzierte Vermögenswerte, zum Buchwert bilanzierte Verbindlichkeiten, Derivate zu Sicherungszwecken sowie zum Marktwert bilanzierte Vermögenswerte, zum Marktwert bilanzierte Verbindlichkeiten und zum Marktwert bilanzierte nicht beherrschende Anteile mit Put-Optionen. Der Zusammenhang zwischen den Klassen und den Kategorien sowie die Überleitung zur Konzern-Bilanz ist in Anmerkung 30, Finanzinstrumente, in tabellarischer Form dargestellt. Der Fresenius-Konzern kann aufgrund geschriebener Put-Optionen dazu verpflichtet werden, die Anteile, die andere Gesellschafter an einigen seiner Tochtergesellschaften halten, zu erwerben. Bei Ausübung dieser Put-Optionen innerhalb eines festgelegten Zeitraums wäre der Fresenius-Konzern dazu verpflichtet, sämtliche oder Teile der nicht beherrschenden Anteile zum geschätzten Marktwert im Zeitpunkt der Ausübung zu erwerben. Zur Schätzung der Marktwerte der nicht beherrschenden Anteile mit Put-Optionen setzt der Fresenius-Konzern den höheren Wert aus Netto-Buchwert und Gewinnmultiplikatoren an, wobei die Gewinnmultiplikatoren auf historischen Gewinnen, dem Entwicklungsstadium des zugrunde liegenden Geschäftes und anderen Faktoren beruhen. Des Weiteren gibt es Put-Optionen, die von einem externen Unternehmen bewertet werden. Die externe Bewertung schätzt die Marktwerte mittels einer Kombination aus Discounted Cashflows und Gewinn- und / oder Umsatzmultiplikatoren. Sofern zutreffend, werden die Verpflichtungen zu einem Diskontierungssatz vor Steuern abgezinst. Dieser spiegelt die Marktbewertung des Zinseffektes und das spezifische Risiko der Verbindlichkeit wider. In Abhängigkeit von den Marktgegebenheiten können die geschätzten Marktwerte der nicht beherrschenden Anteile mit Put-Optionen schwanken und die Discounted Cashflows und Gewinn- und / oder Umsatzmultiplikatoren der finalen Kaufpreisverpflichtungen für die nicht beherrschenden Anteile mit Put-Optionen erheblich von den derzeitigen Schätzungen abweichen. Derivative Finanzinstrumente, im Wesentlichen Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, werden als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Marktwert in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Die Marktwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente, die als Fair Value Hedges klassifiziert werden, und der dazugehörigen gesicherten Grundgeschäfte werden periodengerecht ergebniswirksam erfasst. Der effektive Teil der Marktwertänderungen der als Cashflow Hedges klassifizierten Finanzinstrumente wird bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral im Eigenkapital (kumuliertes Other Comprehensive Income (Loss)) ausgewiesen (siehe Anmerkung 30, Finanzinstrumente). Der ineffektive Teil von Cashflow Hedges wird in der laufenden Periode ergebniswirksam gebucht. Die Marktwertveränderungen der Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung, also Derivate für die kein Hedge-Accounting angewendet wird, werden periodengerecht ergebniswirksam erfasst. Eingebettete Derivate werden vom Basisvertrag getrennt und separat bilanziert, sofern ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind und der Basisvertrag nicht als zur Veräußerung verfügbares Finanzinstrument designiert oder für ihn die Fair Value Option gewählt wurde. Diese eingebetteten Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und die Marktwertänderungen werden erfolgswirksam erfasst. t) VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Bilanzstichtag mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die in der Regel dem Rückzahlungsbetrag entsprechen. u) RechtskostenDer Fresenius-Konzern ist im normalen Geschäftsablauf in Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsverfahren, Verwaltungsverfahren und Ermittlungen hinsichtlich verschiedenster Aspekte seiner Geschäftstätigkeit involviert. Der Fresenius-Konzern analysiert regelmäßig entsprechende Informationen und bildet die erforderlichen Rückstellungen für möglicherweise aus solchen Verfahren resultierende Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechts- und Beratungskosten. Für diese Analysen nutzt der Fresenius-Konzern sowohl seine interne Rechtsabteilung als auch externe Ressourcen. Die Bildung einer Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten richtet sich nach der Wahrscheinlichkeit eines für den Fresenius-Konzern nachteiligen Ausgangs und der Möglichkeit, einen Verlustbetrag sinnvoll schätzen zu können. Die Erhebung einer Klage oder die formelle Geltendmachung eines Anspruchs bzw. die Bekanntgabe einer solchen Klage oder der Geltendmachung eines Anspruchs bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Rückstellung zu bilden ist. v) RückstellungenDie Rückstellungen für Steuern und sonstige Verpflichtungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung resultierend aus einem Ereignis der Vergangenheit gegenüber Dritten besteht, die künftige Zahlung wahrscheinlich ist und der Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen für Garantien und Reklamationen werden anhand von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit geschätzt. Die Steuerrückstellungen enthalten neben der Berechnung für das laufende Jahr auch Verpflichtungen für frühere Jahre. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. w) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt gemäß IAS 19 (revised 2011), Employee Benefits, nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung (Projected Unit Credit Method), wobei auch zukünftige Lohn-, Gehalts- und Rententrends berücksichtigt werden. Der Bewertungsstichtag des Fresenius-Konzerns zur Bestimmung des Finanzierungsstatus ist für alle Pläne der 31. Dezember. Der Fresenius-Konzern bestimmt den Nettozinsaufwand (Nettozinsertrag) durch Multiplikation der Pensionsrückstellung zu Periodenbeginn mit dem der Diskontierung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung am Periodenbeginn zugrunde liegenden Zinssatz. Die Pensionsrückstellung ergibt sich aus der Pensionsverpflichtung abzüglich des Marktwerts des Planvermögens. Die Neubewertungskomponente umfasst zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung. Des Weiteren enthält sie den Unterschiedsbetrag zwischen tatsächlich realisierter Planvermögensrendite und der zu Periodenbeginn zum Errechnen des Nettozinsaufwandes verwendeten Rendite. Im Falle einer Überdotierung des Plans enthält die Neubewertungskomponente darüber hinaus die Veränderung des Nettovermögenswerts aus der Anwendung der Obergrenze (Asset Ceiling), soweit diese nicht in der Nettozinskomponente berücksichtigt wurde. Sämtliche Neubewertungseffekte erfasst der Fresenius-Konzern unmittelbar im kumulierten Other Comprehensive Income (Loss). Sie dürfen in den Folgeperioden nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden. Die Komponenten des Nettopensionsaufwands werden im Gewinn und Verlust der Periode berücksichtigt. x) Kosten der FremdkapitalaufnahmeAufwendungen, die im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital anfallen, werden in der Bilanz als direkter Abzug vom Buchwert der entsprechenden Finanzverbindlichkeit ausgewiesen. Die Aufwendungen werden über die Laufzeit der zugrunde liegenden Finanzverbindlichkeiten ergebniswirksam verteilt. y) Aktienbasierte VergütungspläneDer Gesamtwert der an die Vorstandsmitglieder und leitende Mitarbeiter des Fresenius-Konzerns ausgegebenen Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen zum Ausgabetag wird mithilfe eines finanzmathematischen Modells bestimmt und über die Sperrfrist der Aktienoptionspläne ergebniswirksam verteilt. Die Bewertung der an die Vorstandsmitglieder und Führungskräfte des Fresenius-Konzerns (mit Ausnahme der Fresenius Medical Care) ausgegebenen Phantom Stocks bzw. der an die Vorstandsmitglieder und Führungskräfte der Fresenius Medical Care ausgegebenen Performance Shares, die durch Barzahlung beglichen werden, erfolgt zum jeweiligen Bewertungsstichtag mithilfe der Monte-Carlo-Simulation. Die entsprechende Verbindlichkeit wird basierend auf dem Wert der Phantom Stocks bzw. Performance Shares zum jeweiligen Bilanzstichtag über die Wartezeit der Phantom-Stock- bzw. Performance-Share-Programme ratierlich gebildet. Die Bewertung der an die Vorstandsmitglieder und Führungskräfte der Fresenius Medical Care ausgegebenen Phantom Stocks, die durch Barzahlung beglichen werden, erfolgt zum jeweiligen Bewertungsstichtag mithilfe des Binomialmodells. Die entsprechende Verbindlichkeit wird basierend auf dem Wert der Phantom Stocks zum jeweiligen Bilanzstichtag über die Wartezeit der Phantom-Stock-Programme ratierlich gebildet. z) SelbstversicherungsprogrammeÜber das Versicherungsprogramm für Berufs-, Produkt- und allgemeine Haftpflichtrisiken sowie für Pkw-Schäden, Arbeitnehmer-Entschädigungsansprüche und Entschädigungsansprüche für ärztliche Behandlungsfehler trägt die in Nordamerika ansässige größte Tochtergesellschaft der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC-AG & Co. KGaA) die Risiken hinsichtlich Berufshaftpflichtrisiken teilweise selbst. Die Absicherung aller anderen eingetretenen Schadensfälle übernimmt die FMC-AG & Co. KGaA bis zu einer festgesetzten Schadenshöhe selbst. Wird diese überschritten, treten andere externe Versicherungen ein. Die im Geschäftsjahr bilanzierten Verbindlichkeiten stellen Schätzungen von zukünftigen Zahlungen für die gemeldeten sowie für die bereits entstandenen, aber noch nicht gemeldeten Schadensfälle dar. Die Schätzungen basieren auf historischen Erfahrungen und gegenwärtigem Anspruchsverhalten. Diese Erfahrungen beziehen sowohl die Anspruchshäufigkeit (Anzahl) als auch die Anspruchshöhe (Kosten) ein und werden zur Schätzung der bilanzierten Beträge mit Erwartungen hinsichtlich einzelner Ansprüche kombiniert. aa) FremdwährungsumrechnungDie Berichtswährung ist der Euro. Grundsätzlich werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der ausländischen Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, zu Stichtagskursen umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital (kumuliertes Other Comprehensive Income (Loss)) erfasst. Außerdem werden Umrechnungsdifferenzen von bestimmten konzerninternen Fremdwährungsdarlehen, die als langfristige Anlage betrachtet werden, ebenfalls als Währungsumrechnungsdifferenz im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen und anderen konzerninternen Fremdwährungsdarlehen, sofern sie nicht Eigenkapitalcharakter haben, werden als allgemeine Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016 resultierten aus dieser Umrechnung nur unwesentliche Gewinne. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
bb) Fair-Value-HierarchieDie dreistufige Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 7, Financial Instruments Disclosures, gliedert die zum Marktwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten basierend auf den Daten, die für die Marktwertermittlung herangezogen werden. Level 1 umfasst demnach beobachtbare Daten, wie quotierte Marktpreise auf aktiven Märkten. Level 2 werden alle am Markt direkt oder indirekt beobachtbaren Preisdaten zugeordnet, die nicht quotierte Marktpreise in aktiven Märkten darstellen. Level 3 stellen alle nichtbeobachtbaren Werte dar, für die keine oder nur wenige Marktdaten zur Verfügung stehen und die deshalb die Entwicklung von unternehmenseigenen Annahmen erforderlich machen. Die dreistufige Fair-Value-Hierarchie findet Anwendung in Anmerkung 30, Finanzinstrumente. cc) Verwendung von SchätzungenDie Erstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS macht Schätzungen und Annahmen durch die Unternehmensleitung erforderlich, die die Höhe der Aktiva und Passiva, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Höhe der Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und Ermessensentscheidungen sind insbesondere bei den Positionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aktive latente Steuern und Pensionsrückstellungen sowie bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Firmenwerten erforderlich. dd) ForderungsmanagementDie Gesellschaften des Fresenius-Konzerns führen laufend Überprüfungen der finanziellen Lage ihrer Kunden durch und verlangen von diesen bei der Lieferung von Produkten und der Erbringung von Serviceleistungen üblicherweise keine Sicherheiten. Etwa 19 % bzw. 18 % der erwirtschafteten Umsätze des Fresenius-Konzerns in den Jahren 2016 und 2015 unterlagen den Regularien der staatlichen Gesundheitsprogramme in den USA, Medicare und Medicaid, die von US-Regierungsbehörden verwaltet werden. ee) Neu angewendete VerlautbarungenIm Geschäftsjahr 2016 wurden die IFRS zugrunde gelegt, die verpflichtend bzw. freiwillig vorzeitig auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am 1. Januar 2016 beginnen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine für die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns wesentlichen neuen Standards erstmals angewendet. ff) Noch nicht angewendete neue VerlautbarungenDas "International Accounting Standards Board" (IASB) hat die folgenden für den Fresenius-Konzern relevanten neuen Standards herausgegeben, die frühestens für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2017 anzuwenden sind: Im Januar 2016 verabschiedete das IASB IFRS 16, Leases, welcher den bisherigen Standard zur Leasingbilanzierung IAS 17 sowie die Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27, ersetzt. Die wesentlichen Neuerungen durch IFRS 16 betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Für jeden Leasingvertrag ist laufend ein Aufwand aus der Abschreibung des Nutzungsrechts und ein Zinsaufwand aus der Fortschreibung der Leasingverbindlichkeit zu zeigen. Es werden damit keine linearisierten Mietaufwendungen mehr gezeigt. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber entsprechen weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17. Der Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühere Anwendung ist möglich, sofern auch IFRS 15, Revenue from Contracts with Customers, zu diesem Zeitpunkt bereits angewendet wird. Der Fresenius-Konzern erwartet aufgrund der Aktivierung für erlangte Nutzungsrechte und der Passivierung der Verbindlichkeiten für eingegangene Zahlungsverpflichtungen für bis dahin als operatives Leasing gewürdigte Leasingverhältnisse, insbesondere aus der Anmietung von Kliniken und Gebäuden, eine Konzern-Bilanzverlängerung. Basierend auf einer ersten Auswirkungsanalyse per 31. Dezember 2015 unter Heranziehung bestimmter Annahmen und Vereinfachungen erwartet der Fresenius-Konzern derzeit eine zusätzliche Finanzverbindlichkeit in Höhe von rund 5 Mrd €. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erwartet der Fresenius-Konzern aufgrund der Aufteilung des bisherigen Leasing- und Mietaufwands in Abschreibung und Zinsen, bei gleichbleibenden Zahlungsströmen, eine Verbesserung des EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) sowie des operativen Ergebnisses. Der Verschuldungsgrad wird sich entsprechend um 0,3 bis 0,4 erhöhen. Die Auswirkungen auf den Fresenius-Konzern werden abhängig vom Vertragsportfolio zum Zeitpunkt der Erstanwendung sein sowie von der herangezogenen Übergangsvorschrift beeinflusst. Die ersten Untersuchungen ergaben, dass der Fresenius-Konzern als Übergangsmethode den modifiziert rückwirkenden Ansatz heranziehen wird. Der Fresenius-Konzern evaluiert derzeit Wahlrechte des IFRS 16. Im Januar 2016 verabschiedete das IASB Amendments to IAS 7, Statement of Cash Flows. Die Änderungen haben die Zielsetzung, mittels erweiterter Anhangangaben die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Der Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Fresenius-Konzern wird die überarbeitete Fassung des IAS 7 frühestmöglich anwenden. Im Mai 2014 verabschiedete das IASB IFRS 15, Revenue from Contracts with Customers. In IFRS 15 wird geregelt, wann und in welcher Höhe ein nach IFRS bilanzierendes Unternehmen Umsatzerlöse zu erfassen hat. Zudem hat der Standard zum Ziel, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ersetzt IAS 18, Revenue, IAS 11, Construction Contracts und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Der Standard gilt für fast alle Verträge mit Kunden, die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. Im September 2015 verabschiedete das IASB die Änderung Effective Date of IFRS 15, die die verpflichtende Anwendung von IFRS 15 um ein Jahr auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, verschiebt. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Fresenius-Konzern wird IFRS 15 nicht frühzeitig anwenden und untersucht zurzeit die Auswirkung von IFRS 15 in Verbindung mit allen Anpassungen des Standards auf den Konzernabschluss. Aufgrund der bisher gewonnenen Erkenntnisse erwartet der Fresenius-Konzern Unterschiede zur bisherigen Bilanzierung vor allem im Bereich der Ermittlung des Transaktionspreises für erbrachte Gesundheitsdienstleistungen. Die nach IFRS 15 geforderte Berücksichtigung von impliziten Preiszugeständnissen bei der Ermittlung des Transaktionspreises wird zu einer entsprechenden Verminderung der Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen führen. Diese werden somit dann nicht mehr als Wertberichtigung auf Forderungen in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten erfasst. Eine erste Analyse dieses Sachverhalts ergab eine ergebnisneutrale Verminderung der Umsatzerlöse um rund 1 bis 2 %. Eine genauere Quantifizierung der Auswirkungen des IFRS 15 ist derzeit noch nicht möglich. Zudem evaluiert der Fresenius-Konzern Wahlrechte sowie Übergangsvorschriften des IFRS 15. Im Juli 2014 verabschiedete das IASB eine neue Version von IFRS 9, Financial Instruments. Mit dieser Version wird IFRS 9 als vollständig und endgültig erachtet; somit wird IAS 39 mit Wirkung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS 9 im Wesentlichen ersetzt. Sie enthält neben den bereits verabschiedeten Verlautbarungen zur Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten und zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erstmals Vorschriften zur Wertminderung (Impairment) von Finanzinstrumenten sowie geänderte Regelungen zu Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte. Die Vorschriften zur Wertminderung berücksichtigen erstmals erwartete Ausfälle (expected loss model). Dabei ist zweistufig vorzugehen: Ab Erstansatz sollen grundsätzlich erwartete Verluste innerhalb der nächsten zwölf Monate erfasst werden. Bei signifikanter Verschlechterung des Kreditrisikos ist ab diesem Zeitpunkt auf die Erfassung von erwarteten Gesamtverlusten überzugehen. Die Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung wurden dahingehend geändert, dass nun eine zusätzliche dritte Kategorie geschaffen wurde, die für bestimmte Schuldinstrumente eine ergebnisneutrale Fair Value-Bewertung (fair value through other comprehensive income) erlaubt. Der Standard enthält zudem zusätzliche Offenlegungspflichten und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Fresenius-Konzern wird IFRS 9 nicht frühzeitig anwenden und untersucht zurzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Der Großteil der nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerte wird derzeit gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Analyse hinsichtlich der Geschäftsmodelle und des Zahlungsstromkriteriums je Einzelinstrument dauert noch an. Die Anforderungen an die Klassifizierung und Bewertung der nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten haben sich nicht signifikant verändert. Daher erwartet der Fresenius-Konzern nur begrenzt Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Nicht als Sicherungsinstrumente designierte derivative Finanzinstrumente werden weiterhin als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert und bewertet. Der Fresenius-Konzern beabsichtigt, das vereinfachte Verfahren für die Ermittlung der Risikovorsorge bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Leasingverhältnissen und gemäß IFRS 15 aktivierten Vertragskosten anzuwenden. Eine Quantifizierung dieser Auswirkungen ist noch nicht möglich. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind die derivativen Finanzinstrumente, die aktuell als Sicherungsgeschäfte designiert sind, auch gemäß den Anforderungen des IFRS 9 als Sicherungsgeschäfte qualifiziert. Der Fresenius-Konzern evaluiert Wahlrechte und Übergangsvorschriften des IFRS 9. Die Anerkennung des IFRS 16 sowie der Änderungen zu IAS 7 durch die EU-Kommission stehen noch aus. Alle weiteren vom IASB veröffentlichten neuen Verlautbarungen haben nach Einschätzung des Fresenius-Konzerns erwartungsgemäß keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss. IV. KRITISCHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZEDie folgenden Rechnungslegungsgrundsätze und -themen sind nach Meinung des Managements des Fresenius-Konzerns kritisch für den Konzernabschluss im gegenwärtigen ökonomischen Umfeld. Die Einflüsse und Beurteilungen sowie die Ungewissheiten, die auf sie einwirken, sind ebenfalls wesentlich für das Verständnis der jetzigen und künftigen operativen Ergebnisse des Fresenius-Konzerns. a) Werthaltigkeit von Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter NutzungsdauerDie Firmenwerte sowie die sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, die nicht der planmäßigen Abschreibung unterliegen, tragen einen wesentlichen Teil zur Bilanzsumme des Fresenius-Konzerns bei. Zum 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 belief sich deren Buchwert auf 23.131 Mio € bzw. 21.873 Mio €. Dies entsprach 50 % bzw. 51 % der Bilanzsumme. Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf einen erforderlichen Abschreibungsbedarf hin untersucht (Impairment Test) oder wenn Ereignisse eintreten oder Veränderungen darauf hindeuten, dass die Buchwerte dieser Vermögenswerte nicht mehr realisiert werden können. Um eventuelle Wertminderungen dieser Vermögenswerte zu ermitteln, werden die erzielbaren Beträge in Form von Nutzungswerten der Cash Generating Units (CGUs) mit deren Buchwerten verglichen. Der Nutzungswert der CGUs wird durch Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens unter Einbeziehung der spezifischen gewichteten Gesamtkapitalkosten (Weighted-Average Cost of Capital - WACC) bestimmt. Zur Ermittlung der diskontierten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse wird eine Vielzahl von Annahmen getroffen. Diese betreffen insbesondere zukünftige Erstattungssätze und Verkaufspreise, die Anzahl der Behandlungen, Absatzmengen und Kosten. Zur Bestimmung der Zahlungsmittelzuflüsse werden in allen CGUs das genehmigte Budget der nächsten drei Jahre sowie Projektionen für die Jahre vier bis zehn und entsprechende Wachstumsraten für alle nachfolgenden Jahre zugrunde gelegt. Diese Wachstumsraten liegen bei Fresenius Medical Care zwischen 0 % und 4 %, bei Fresenius Kabi bei 3 % sowie bei Fresenius Helios und Fresenius Vamed bei 1 %. Die Wachstumsraten der beiden wesentlichen CGUs von Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi in Nordamerika (Buchwerte der Firmenwerte am 31. Dezember 2016: 10.927 Mio € bzw. 4.083 Mio €) betrugen 1 % bzw. 3 %. Projektionen von bis zu zehn Jahren sind aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit und durch den weitgehend gleichförmigen und konjunkturunabhängigen Verlauf des Geschäfts des Fresenius-Konzerns möglich. Der Abzinsungsfaktor ermittelt sich aus dem WACC der jeweiligen CGU. Im Jahr 2016 basierte der WACC der Fresenius Medical Care auf einer Basisrate von 5,14 % und der WACC im Segment Fresenius Kabi auf einer Basisrate von 5,93 %. Diese Basisrate wird für jede CGU um die jeweiligen länderspezifischen Risikoraten sowie, sofern angemessen, um die erhöhten Risiken aus den Cashflows kürzlich erfolgter wesentlicher Akquisitionen bis zu ihrer entsprechenden Integration in Form eines Zuschlages angepasst. Im Jahr 2016 lagen die WACCs (nach Steuern) für die CGUs der Fresenius Medical Care zwischen 5,12 % und 15,88 % und für die CGUs der Fresenius Kabi zwischen 5,93 % und 14,38 %. In den Segmenten Fresenius Helios und Fresenius Vamed lag der WACC (nach Steuern) bei 5,93 %, länderspezifische Anpassungen waren nicht erforderlich. Für die beiden wesentlichen CGUs von Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi in Nordamerika betrugen die WACCs (nach Steuern) 5,12 % bzw. 5,93 %. Falls der Nutzungswert der CGU niedriger ist als der Buchwert, wird die Differenz zuerst beim Firmenwert der CGU als Wertminderung berücksichtigt. Ein Anstieg des WACC (nach Steuern) um 0,5 Prozentpunkte hätte im Geschäftsjahr 2016 nicht zu einem Abschreibungsbedarf geführt. Zusätzliche Sensitivitätsanalysen wurden für die CGUs in Lateinamerika durchgeführt. Bei der CGU Fresenius Medical Care Lateinamerika (Buchwert der Firmenwerte zum 31. Dezember 2016: 89 Mio €) hätte ein Anstieg des WACC um 1 Prozentpunkt zu einem Wertberichtigungsbedarf von 47 Mio € geführt. Bei einem Anstieg des WACC um 0,61 Prozentpunkte hätte der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entsprochen. Bei der CGU Fresenius Kabi Lateinamerika (Buchwert der Firmenwerte zum 31. Dezember 2016: 171 Mio €) hätte ein Anstieg des WACC um 2 Prozentpunkte zu einem Wertberichtigungsbedarf von 43 Mio € geführt. Bei einem Anstieg des WACC um 1,51 Prozentpunkte hätte der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entsprochen. Ein länger anhaltender Abschwung im Gesundheitswesen mit einem niedrigeren als erwarteten Anstieg der Erstattungsraten und Preise und / oder mit höheren als erwarteten Kosten für die Erbringung der Gesundheitsdienstleistungen und die Herstellung der Produkte könnte die Schätzungen des Fresenius-Konzerns der zukünftigen Cashflows bestimmter Länder oder Segmente negativ beeinflussen. Weiterhin könnten Veränderungen im makroökonomischen Umfeld den Abzinsungssatz beeinflussen. Die mögliche Folge wäre, dass die künftigen operativen Ergebnisse des Fresenius-Konzerns in wesentlichem Umfang negativ durch zusätzliche Wertminderungen auf Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer beeinflusst werden könnten. b) Rechtliche EventualverbindlichkeitenDer Fresenius-Konzern ist in verschiedene Rechtsstreitigkeiten involviert, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben. Der Ausgang dieser Rechtsangelegenheiten könnte einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Fresenius-Konzerns haben. Zu Einzelheiten wird auf Anmerkung 29, Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten, verwiesen. Der Fresenius-Konzern analysiert regelmäßig entsprechende Informationen und bildet die erforderlichen Rückstellungen für möglicherweise aus solchen Verfahren resultierende Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtsberatungskosten. Für diese Analysen nutzt der Fresenius-Konzern sowohl seine interne Rechtsabteilung als auch externe Ressourcen. Die Bildung einer Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten richtet sich nach der Wahrscheinlichkeit eines für den Fresenius-Konzern nachteiligen Ausgangs und der Möglichkeit, einen Verlustbetrag sinnvoll schätzen zu können. Die Erhebung einer Klage oder die formelle Geltendmachung eines Anspruchs bzw. die Bekanntgabe einer solchen Klage oder der Geltendmachung eines Anspruchs bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Rückstellung zu bilden ist. c) Wertberichtigungen auf zweifelhafte ForderungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen sind eine wesentliche Bilanzposition, und die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen bedürfen einer umfangreichen Schätzung und Beurteilung durch das Management. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen betrugen 5.052 Mio € bzw. 4.597 Mio € im Jahr 2016 bzw. 2015. Rund 66 % stammen aus dem Unternehmensbereich Fresenius Medical Care und hier im Wesentlichen aus dem Bereich der Dialysedienstleistungen in Nordamerika. Die größten Schuldner oder Schuldnergruppen an den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfielen zum 31. Dezember 2016 mit 19 % auf die US Medicare und Medicaid Gesundheitsprogramme sowie mit 11 % auf private Versicherungen in den USA. Darüber hinaus existieren aufgrund der internationalen und heterogenen Kundenstruktur im Fresenius-Konzern keinerlei Risikokonzentrationen in nennenswertem Ausmaß. Die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen betrugen 700 Mio € bzw. 650 Mio € zum 31. Dezember 2016 bzw. zum 31. Dezember 2015. Die Wertberichtigungen werden auf Basis von Schätzungen ermittelt, welche die kundenspezifische Auswertung hinsichtlich des vergangenen Zahlungsverhaltens, die derzeitige Finanzstabilität und die gegebenen länderspezifischen Risiken für überfällige Forderungen umfassen. Der Fresenius-Konzern ist der Auffassung, dass diese Analysen zu einer sachlich begründeten Schätzung der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen führen. In gewissen Zeitabständen überprüft der Fresenius-Konzern Veränderungen im Zahlungsverhalten, um die Angemessenheit der Wertberichtigungen sicherzustellen. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn konkrete Anhaltspunkte vorliegen, dass ein Betrag uneinbringlich sein könnte. Eine Forderung gilt als uneinbringlich und wird ausgebucht, wenn nach einer angemessenen Überprüfung durch das Management alle Bemühungen, eine Forderung einzuziehen, erschöpft sind, einschließlich der Einschaltung von Inkassobüros (falls erforderlich und zulässig). Das Entstehen eines Forderungsrückstandes und Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen könnten eine Anhebung der Schätzung des Wertberichtigungsbedarfs auf zweifelhafte Forderungen erfordern. Solche zusätzlichen Aufwendungen für uneinbringliche Forderungen könnten die künftigen operativen Ergebnisse in wesentlichem Umfang negativ beeinflussen. d) SelbstversicherungsprogrammeÜber das Versicherungsprogramm für Berufs-, Produkt- und allgemeine Haftpflichtrisiken sowie für Pkw-Schäden, Arbeitnehmer-Entschädigungsansprüche und Entschädigungsansprüche für ärztliche Behandlungsfehler trägt die in Nordamerika ansässige größte Tochtergesellschaft der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA die Risiken hinsichtlich Berufshaftpflichtrisiken teilweise selbst. Zu weiteren Details über die Rechnungslegungsgrundsätze für Selbstversicherungsprogramme siehe Anmerkung 1. III. z, Selbstversicherungsprogramme. 2. AKQUISITIONEN, DESINVESTITIONEN UND FINANZANLAGENAKQUISITIONEN, DESINVESTITIONEN UND FINANZANLAGENDer Fresenius-Konzern hat Akquisitionen, Finanzanlagen und Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 926 € im Jahr 2016 bzw. 517 Mio € im Jahr 2015 getätigt. Hiervon wurden im Jahr 2016 Kaufpreiszahlungen in Höhe von insgesamt 675 Mio € in bar geleistet und finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 251 Mio € übernommen. Fresenius Medical CareIm Jahr 2016 tätigte Fresenius Medical Care Akquisitionsausgaben in Höhe von 774 Mio €, die im Wesentlichen auf den Erwerb von Dialysekliniken und auf den Erwerb eines auf die Behandlung von Herz- und Lungenerkrankungen fokussierten Medizingeräteherstellers entfielen. Im Jahr 2015 tätigte Fresenius Medical Care Akquisitionsausgaben in Höhe von 385 Mio €, die im Wesentlichen auf den Erwerb von Dialysekliniken sowie auf ein Darlehen an ein assoziiertes Unternehmen entfielen. Im 3. Quartal 2015 veräußerte Fresenius Medical Care das Dialysedienstleistungsgeschäft in Venezuela. Die Veräußerung führte zu einem Verlust nach Steuern in Höhe von 24 Mio € (26,9 Mio US$). Ferner veräußerte Fresenius Medical Care im 3. Quartal 2015 die europäischen Vermarktungsrechte für bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Nierenerkrankungen an das Gemeinschaftsunternehmen Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma. Die Transaktion führte zu einem Gewinn in Höhe von 10,0 Mio € (11,1 Mio US$) nach Steuern. Fresenius KabiIm Jahr 2016 tätigte Fresenius Kabi Akquisitionsausgaben in Höhe von 114 Mio €, die u. a. auf den Erwerb einer US-Produktionsstätte und eines Portfolios von sieben I.V.-Arzneimitteln entfielen. Im Jahr 2015 tätigte Fresenius Kabi Akquisitionsausgaben in Höhe von 37 Mio €, die im Wesentlichen auf den Erwerb von 100 % der Anteile an der medi1one medical gmbh, Deutschland, sowie auf den Erwerb weiterer Anteile an der Fresenius Kabi Bidiphar JSC, Vietnam, entfielen. Am 16. Februar 2015 verkaufte Fresenius Kabi das onkologische Compounding-Geschäft in Deutschland. Am 30. September 2015 verkaufte Fresenius Kabi ferner das Compounding-Geschäft in Australien. Die Verkäufe führten jeweils zu einem Buchgewinn in unwesentlicher Höhe. Fresenius HeliosIm Jahr 2016 tätigte Fresenius Helios Akquisitionsausgaben in Höhe von 38 Mio €, die auf den Erwerb von 100 % der Anteile an der Klinikum Niederberg gGmbH, Deutschland, sowie auf den Erwerb medizinischer Versorgungszentren entfielen. Erwerb der IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud)Am 31. Januar 2017 hat Fresenius Helios den Erwerb von 100 % der Anteile an IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud), dem mit Abstand größten privaten Krankenhausbetreiber in Spanien, abgeschlossen. Quirónsalud wird ab 1. Februar 2017 konsolidiert. 5,36 Mrd € des Kaufpreises von insgesamt 5,76 Mrd € hat der Fresenius-Konzern über verschiedene Fremdkapitalinstrumente finanziert und bar bezahlt (siehe Anmerkungen 22, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen, 23, Anleihen und 24, Wandelanleihen). Die restlichen 400 Mio € wurden in Form von Fresenius-Aktien erbracht. Dazu wurden am 31. Januar 2017 6.108.176 neue Aktien der Fresenius SE & Co. KGaA aus Genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben. Eine Kaufpreisallokation konnte aufgrund der zeitlichen Nähe der Akquisition zum Berichtsdatum noch nicht durchgeführt werden. Auf Basis erster interner Analysen erwartet der Fresenius-Konzern für die Eröffnungsbilanz von Quirónsalud einen Firmenwert in Höhe von 3,5 Mrd €, immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,2 Mrd € sowie ein Nettovermögen (net assets) in Höhe von 1,3 Mrd €. Quirónsalud hat im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 2,5 Mrd € sowie einen EBITDA 1 in Höhe von 461 Mio € erzielt. Mit 43 Krankenhäusern, 39 ambulanten Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement bietet Quirónsalud in Spanien ein umfassendes medizinisches Leistungsspektrum in der stationären und ambulanten Versorgung. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter. Mit dem Erwerb baut Fresenius Helios seine Position als Europas größter privater Klinikbetreiber aus. Im Jahr 2015 tätigte Fresenius Helios Akquisitionsausgaben in Höhe von 99 Mio €, die im Wesentlichen auf den Erwerb der 49 % Minderheitsanteile an dem HELIOS Kreiskrankenhaus Gotha / Ohrdruf GmbH, auf nachträgliche Kaufpreiszahlungen, auf den Erwerb von medizinischen Versorgungszentren sowie auf den Erwerb von 94 % der Anteile an der Lungenklinik Diekholzen gGmbH, Deutschland, entfielen. Fresenius VamedIm Jahr 2015 tätigte Fresenius Vamed Akquisitionsausgaben in Höhe von 4 Mio €, die im Wesentlichen auf eine Beteiligung zur Erweiterung einer Therme in Österreich entfielen.
1 Vor Sondereinflüssen; im Wesentlichen in
Verbindung mit der Transaktion
Konzern / SonstigesDas Segment Konzern / Sonstiges enthält im Jahr 2015 die Konsolidierung einer konzerninternen Transaktion in Höhe von 8 Mio €. AUSWIRKUNGEN VON AKQUISITIONEN AUF DEN ABSCHLUSS DES FRESENIUS-KONZERNSDie Akquisitionen des Geschäftsjahres 2016 wurden gemäß der Erwerbsmethode bilanziert und infolgedessen ab dem Erwerbszeitpunkt konsolidiert. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Akquisitionskosten und dem Marktwert des Nettovermögens betrug 903 Mio € bzw. 305 Mio € im Jahr 2016 bzw. 2015. Die Kaufpreisaufteilung wurde noch nicht für alle Akquisitionen des laufenden Jahres abgeschlossen. Auf Basis der vorläufigen Kaufpreisaufteilung wurden 692 Mio € als Firmenwerte und 211 Mio € als sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Von diesen Firmenwerten entfallen 586 Mio € auf die Akquisitionen von Fresenius Medical Care, 5 Mio € auf die von Fresenius Kabi und 101 Mio € auf die von Fresenius Helios. Der Firmenwert ist ein Vermögenswert, der den künftigen wirtschaftlichen Nutzen anderer bei dem Unternehmenserwerb übernommener Vermögenswerte darstellt, die nicht einzeln identifiziert und getrennt erfasst werden können. Der Firmenwert entsteht grundsätzlich durch die Wertdifferenz des Marktwerts erwarteter zukünftiger Cashflows im Vergleich zum Neuaufbau eines vergleichbaren Geschäfts. Die im Geschäftsjahr 2016 durchgeführten bzw. erstmalig für ein volles Geschäftsjahr einbezogenen Akquisitionen leisteten zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung den folgenden Beitrag:
Die Akquisitionen haben die Bilanzsumme des Fresenius-Konzerns um 977 Mio € erhöht. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG3. SONDEREINFLÜSSEDas Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt) des Jahres 2016 in Höhe von 1.560 Mio € enthält keine Sondereinflüsse. Das Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt) des Jahres 2015 in Höhe von 1.386 Mio € enthielt Sondereinflüsse aus dem Fresenius Kabi-Effizienzprogramm und der Integration der erworbenen Rhön-Kliniken. Aus dem bereits im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Verkauf zweier HELIOS-Kliniken fiel aufgrund vertraglicher Vereinbarungen im Geschäftsjahr 2015 ein weiterer Veräußerungsgewinn an. Die Sondereinflüsse wirkten sich auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2015 wie folgt aus:
4. UMSATZDer Umsatz ergab sich aus folgenden Tätigkeiten:
Die Gliederung des Umsatzes nach Segmenten und Regionen ist aus der Segmentberichterstattung auf den Seiten 60 bis 61 ersichtlich. 5. UMSATZKOSTENDie Umsatzkosten setzten sich wie folgt zusammen:
6. MATERIALAUFWANDDer Materialaufwand gliederte sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie in Aufwendungen für bezogene Leistungen:
7. PERSONALAUFWANDIn den Umsatzkosten, den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen war im Jahr 2016 bzw. 2015 Personalaufwand in Höhe von 11.643 Mio € bzw. 10.835 Mio € enthalten. Der Personalaufwand gliederte sich wie folgt:
Im Jahresdurchschnitt verteilten sich die Mitarbeiter im Fresenius-Konzern auf die folgenden Funktionsbereiche:
8. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWENDUNGENIn den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 528 Mio € (2015: 451 Mio €) waren neben den Forschungs- und nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten auch planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 16 Mio € (2015: 16 Mio €) enthalten. Ferner waren im Jahr 2016 in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen Wertminderungen in Höhe von 26 Mio € (2015: Zuschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 7 Mio €) enthalten. Diese betrafen Entwicklungsaktivitäten aus Zulassungsprojekten, die im Rahmen der Akquisition von Fresenius Kabi USA, Inc. erworben wurden. 9. VERTRIEBS- UND ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTENDie Vertriebskosten betrugen 916 Mio € (2015: 915 Mio €). Sie enthielten vor allem Aufwendungen für Vertriebspersonal in Höhe von 459 Mio € (2015: 444 Mio €). Die allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von 3.767 Mio € (2015: 3.623 Mio €) betrafen Aufwendungen der Verwaltung, die weder der Forschung und Entwicklung noch der Produktion oder dem Vertrieb zugeordnet werden können. In den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten waren im Jahr 2016 sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 327 Mio € (2015: 303 Mio €) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 157 Mio € (2015: 238 Mio €) enthalten. 10. ZINSERGEBNISDas Zinsergebnis in Höhe von - 582 Mio € setzte sich aus Zinsaufwendungen in Höhe von 678 Mio € und Zinserträgen in Höhe von 96 Mio € zusammen. Der wesentliche Teil der Zinsaufwendungen resultierte aus den Finanzverbindlichkeiten des Fresenius-Konzerns, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bilanziert sind (siehe Anmerkung 30, Finanzinstrumente). Der wesentliche Teil der Zinserträge resultierte aus der Bewertung der Call Optionen im Zusammenhang mit der Wandelanleihe der Fresenius SE & Co. KGaA und der in die Wandelanleihe eingebetteten Derivate der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (siehe Anmerkung 24, Wandelanleihen). 11. STEUERNERTRAGSTEUERNDas Ergebnis vor Ertragsteuern war den folgenden geographischen Regionen zuzuordnen:
Die Steueraufwendungen bzw. -ertrage für die Jahre 2016 und 2015 setzten sich wie folgt zusammen:
Nachfolgend wird die Überleitung vom erwarteten Steueraufwand zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands erfolgt durch Anwendung des deutschen Körperschaftsteuersatzes (einschließlich Solidaritätszuschlag) zuzüglich des effektiven Gewerbesteuersatzes auf das Ergebnis vor Ertragsteuern. Der daraus resultierende kombinierte Ertragsteuersatz betrug 30,7 % für das Geschäftsjahr 2016 (2015: 30,5 %).
LATENTE STEUERNDer steuerliche Effekt aus temporären Differenzen und Verlustvorträgen, die zu aktiven und passiven latenten Steuern führen, ergab sich zum 31. Dezember wie folgt:
In der Konzern-Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert wie folgt ausgewiesen:
Zum 31. Dezember 2016 verfügt Fresenius Medical Care über weitere, in ausländischen Tochtergesellschaften thesaurierte Gewinne in Höhe von etwa 7,0 Mrd €, auf die keine passiven latenten Steuern gebildet wurden, weil diese Gewinne auf unbestimmte Zeit investiert bleiben sollen. VERLUSTVORTRÄGEDas Auslaufen der Vortragsfähigkeit der steuerlichen Verlustvorträge stellt sich wie folgt dar:
Die verbleibenden Verluste von 685 Mio € sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig. Im Gesamtbetrag der bestehenden Verlustvorträge zum 31. Dezember 2016 ist ein Anteil von 514 Mio € (2015: 373 Mio €) enthalten, der voraussichtlich nicht realisiert werden kann. Aktive latente Steuern wurden bezüglich dieser Verlustvorträge nicht angesetzt. Ausgehend von dem steuerpflichtigen Gewinn früherer Jahre und dem zukünftig erwarteten steuerpflichtigen Gewinn hält es der Fresenius-Konzern für wahrscheinlich, dass die Vorteile aus den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen aktiven latenten Steuern abzüglich der Wertberichtigung genutzt werden können. BETRIEBSPRÜFUNGENDie Fresenius SE & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften sind Gegenstand regelmäßiger steuerlicher Betriebsprüfungen in Deutschland und in den USA sowie laufender steuerlicher Betriebsprüfungen in anderen Ländern. In Deutschland werden bei der Fresenius SE & Co. KGaA und ihren Tochtergesellschaften gegenwärtig die Steuerjahre 2006 bis 2013 durch die Steuerbehörden geprüft. Der Fresenius-Konzern hat die sich bisher aus dieser Betriebsprüfungsperiode ergebenden zusätzlichen Aufwendungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Die Jahre 2014 bis 2016 sind steuerlich noch nicht geprüft. Bei Fresenius Kabi USA sind die Prüfungshandlungen durch die Steuerbehörden für die Steuerjahre bis 2012 für die Bundessteuern abgeschlossen. In den zwei für Fresenius Kabi USA relevantesten Bundesstaaten erfolgen Prüfungshandlungen, die zum Teil abgeschlossen sind. Daraus ergeben sich jedoch keine materiellen Anpassungen. Die Jahre 2013 bis 2016 sind steuerlich für Bundessteuerzwecke noch nicht geprüft. Bei Fresenius Medical Care sind in den USA die Jahre 2013 bis 2016 steuerlich noch nicht geprüft. Außerdem unterliegt die Fresenius Medical Care Holdings, Inc. der steuerlichen Betriebsprüfung in verschiedenen US-Bundesstaaten. Zahlreiche dieser Betriebsprüfungen finden derzeit statt, während in anderen US-Bundesstaaten die steuerliche Betriebsprüfung für verschiedene Jahre noch aussteht. Alle bisher bekannten Ergebnisse aus den Betriebsprüfungen des Bundes und der US-Bundesstaaten wurden im Konzernabschluss berücksichtigt. Außer in Deutschland und den USA finden weltweit länderspezifische steuerliche Betriebsprüfungen von Tochtergesellschaften der Fresenius SE & Co. KGaA statt. Der Fresenius-Konzern schätzt die Auswirkungen dieser steuerlichen Betriebsprüfungen auf den Konzernabschluss als nicht wesentlich ein. 12. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILEDie nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis nach Ertragsteuern im Fresenius-Konzern stellten sich zum 31. Dezember wie folgt dar:
Die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA leistete im Geschäftsjahr 2016 Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter in Höhe von 169 Mio € (2015: 163 Mio €). 13. ERGEBNIS JE AKTIEDas Ergebnis je Aktie mit und ohne Verwässerungseffekt durch ausgegebene Aktienoptionen stellte sich wie folgt dar:
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ14. FLÜSSIGE MITTELZum 31. Dezember setzten sich die flüssigen Mittel wie folgt zusammen:
Zum 31. Dezember 2016 bzw. 2015 waren in den flüssigen Mitteln zweckgebundene Mittel in Höhe von 61 Mio € bzw. 57 Mio € enthalten. Der Fresenius-Konzern verfügt über ein Cash Management System mit einem währungsübergreifenden Notional Pooling. Die Voraussetzungen für eine Saldierung innerhalb dieses Cash Management Systems wurden erfüllt. Zum 31. Dezember 2016 saldierte der Fresenius-Konzern 86 Mio € (31. Dezember 2015: 106 Mio €) Bankguthaben mit Bankverbindlichkeiten. Davon betrafen 46 Mio € Fresenius Medical Care. 15. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGENZum 31. Dezember setzten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt zusammen:
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fristigkeit von unter einem Jahr. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr:
Im Folgenden werden die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie deren Wertberichtigungen dargestellt:
16. VORRÄTEZum 31. Dezember setzten sich die Vorräte wie folgt zusammen:
In den Geschäftsjahren 2016 und 2015 gab es keine Zuschreibungen auf Vorräte. Die Gesellschaften des Fresenius-Konzerns haben sich verpflichtet, zu festgelegten Bedingungen Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren im Wert von etwa 1.119 Mio € zu kaufen, von denen zum 31. Dezember 2016 für Käufe im Geschäftsjahr 2017 575 Mio € vorgesehen waren. Die Laufzeit dieser Vereinbarungen beträgt ein bis acht Jahre. Erhaltene Anzahlungen in Höhe von 420 Mio € (2015: 564 Mio €) wurden von den Vorräten abgesetzt. Diese betrafen ausschließlich langfristige Fertigungsaufträge. 17. SONSTIGE KURZ- UND LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTEZum 31. Dezember setzten sich die sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerte wie folgt zusammen:
Die At-Equity-Beteiligungen betrafen im Wesentlichen das Gemeinschaftsunternehmen Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. von Fresenius Medical Care und Galenica Ltd. Die sich im Jahr 2016 aus der Equity-Bewertung ergebenden Erträge in Höhe von 59 Mio € (2015: 28 Mio €) waren in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten enthalten. In den Wertpapieren und langfristigen Darlehen waren zum 31. Dezember 2016 zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 258 Mio € (2015: 257 Mio €) enthalten. Diese beinhalteten im Wesentlichen Fondsanteile. Die Forderungen nach dem deutschen Krankenhausrecht umfassten im Wesentlichen Ansprüche der Fresenius Helios auf Auszahlung von zweckgebundenen Fördermitteln, die durch bereits vorliegende Bescheide der entsprechenden Förderinstitutionen fest zugesagt sind. Die Position "Versicherungserstattungsansprüche Fresenius Medical Care" enthielt die bilanzierte Forderung in Zusammenhang mit der grundsätzlichen außergerichtlichen Einigung hinsichtlich der NaturaLyte ® und GranuFlo ® Verfahren, die die Position "Vergleich Fresenius Medical Care" innerhalb der Rückstellungen (siehe Anmerkung 20, Rückstellungen) teilweise ausgleicht. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 29, Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten. Auf sonstige langfristige Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr 2016 Abschreibungen in unwesentlicher Höhe (2015: keine Abschreibungen) vorgenommen. 18. SACHANLAGENZum 31. Dezember setzten sich die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen des Sachanlagevermögens wie folgt zusammen: ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
ABSCHREIBUNGEN
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
ABSCHREIBUNGEN
BUCHWERTE
Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen 982 Mio € bzw. 925 Mio € im Geschäftsjahr 2016 bzw. 2015. Sie sind in den Umsatzkosten, den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten und in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen entsprechend der Nutzung des Vermögenswerts enthalten. LEASINGIn der Position technische Anlagen und Maschinen waren zum 31. Dezember 2016 bzw. 2015 Beträge in Höhe von 771 Mio € bzw. 720 Mio € für Medizingeräte enthalten, die Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi an Kunden, Patienten und im Rahmen von Operate-Leasingverträgen an Ärzte vermieteten. 19. FIRMENWERTE UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEZum 31. Dezember setzten sich die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte wie folgt zusammen: ANSCHAFFUNGSKOSTEN
ABSCHREIBUNGEN
ANSCHAFFUNGSKOSTEN
ABSCHREIBUNGEN
BUCHWERTE
Die Unterscheidung in planmäßig abzuschreibende und nicht planmäßig abzuschreibende immaterielle Vermögenswerte ergibt folgende Darstellung: PLANMÄSSIG ABZUSCHREIBENDE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die aktivierten Entwicklungskosten bei Fresenius Medical Care beliefen sich auf 1 Mio € zum 31. Dezember 2016 bzw. 1 Mio € zum 31. Dezember 2015. Die aktivierten Entwicklungskosten werden planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von elf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 1 Mio € (2015: 1 Mio €). Bei Fresenius Kabi beliefen sich die aktivierten Entwicklungskosten auf 192 Mio € zum 31. Dezember 2016 bzw. auf 218 Mio € zum 31. Dezember 2015. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgten die planmäßigen linearen Abschreibungen auf Basis einer Nutzungsdauer von sechs bis zehn Jahren und betrugen 15 Mio € (2015: 15 Mio €). Ferner wurden im Geschäftsjahr 2016 Wertminderungen in Höhe von 26 Mio € (2015: Zuschreibungen in Höhe von 7 Mio €) vorgenommen (siehe Anmerkung 8, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen). Diese sind in den vorherigen Tabellen zu den Abschreibungen jeweils in der Spalte Zugänge enthalten. Die erwarteten planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte für die nächsten fünf Jahre zeigt die folgende Tabelle:
NICHT PLANMÄSSIG ABZUSCHREIBENDE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 233 Mio € im Geschäftsjahr 2016 bzw. auf 199 Mio € im Geschäftsjahr 2015. Sie sind in den Umsatzkosten, den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten und in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen entsprechend der Nutzung des Vermögenswerts enthalten. Der Buchwert der Firmenwerte hat sich wie folgt entwickelt:
Zum 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 betrugen die Buchwerte der sonstigen nicht planmäßig abzuschreibenden immateriellen Vermögenswerte 202 Mio € bzw. 198 Mio € für Fresenius Medical Care und 28 Mio € bzw. 29 Mio € für Fresenius Kabi. 20. RÜCKSTELLUNGENDie Rückstellungen setzten sich zum 31. Dezember wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Die Rückstellungen für Personalaufwand umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien, Abfindungen, aktienbasierte Vergütungspläne, Altersteilzeit und Resturlaub. Die Position "Vergleich Fresenius Medical Care" beinhaltet Rückstellungen im Zusammenhang mit der grundsätzlichen außergerichtlichen Einigung hinsichtlich der NaturaLyte ® und GranuFlo ® Verfahren, die teilweise durch die Position "Versicherungserstattungsansprüche Fresenius Medical Care" innerhalb der Sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerte (siehe Anmerkung 17, Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte) ausgeglichen werden. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 29, Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten. Zu Rückstellungen für Selbstversicherungsprogramme wird auf Anmerkung 1. III. z, Selbstversicherungsprogramme, verwiesen. 21. SONSTIGE VERBINDLICHKEITENDie sonstigen Verbindlichkeiten setzten sich zum 31. Dezember wie folgt zusammen:
Der Fresenius-Konzern kann aufgrund geschriebener Put-Optionen dazu verpflichtet werden, die Anteile, die andere Gesellschafter an einigen seiner Tochtergesellschaften halten, zu erwerben. Bei Ausübung dieser Put-Optionen innerhalb eines festgelegten Zeitraums wäre der Fresenius-Konzern dazu verpflichtet, sämtliche oder Teile anderer Gesellschafter zu bereits festgelegten Kaufpreisen bzw. zum geschätzten Marktwert im Zeitpunkt der Ausübung zu erwerben. Die Verbindlichkeiten nach dem deutschen Krankenhausrecht umfassen im Wesentlichen bereits erhaltene zweckgebundene Fördermittel der Fresenius Helios, die noch nicht entsprechend verwendet wurden und daher als Verbindlichkeit gegenüber den Förderinstitutionen auszuweisen sind. Von den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.268 Mio € zum 31. Dezember 2016 waren 1.027 Mio € in ein bis fünf Jahren und 241 Mio € nach fünf Jahren fällig. Die Bilanzposition langfristige Rückstellungen und sonstige langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 1.615 Mio € beinhaltete des Weiteren langfristige Rückstellungen in Höhe von 347 Mio € zum 31. Dezember 2016. 22. FINANZVERBINDLICHKEITEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS AKTIVIERTEN LEASINGVERTRÄGENKURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITENZum 31. Dezember setzten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:
Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Darlehen, die einzelne Konzerngesellschaften im Rahmen von Kreditvereinbarungen bei Geschäftsbanken aufgenommen haben. Im Durchschnitt wurden die Darlehen zum 31. Dezember 2016 bzw. 2015 mit 5,97 % bzw. 6,31 % verzinst. LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS AKTIVIERTEN LEASINGVERTRÄGENZum 31. Dezember setzten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen abzüglich Finanzierungskosten wie folgt zusammen:
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen haben folgende Fälligkeiten:
Die Gesamtsummen der jährlichen Rückzahlungen im Rahmen der oben aufgeführten langfristigen Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen betragen für die folgenden Geschäftsjahre:
Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012Am 30. Oktober 2012 schloss die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC-AG & Co. KGaA) eine syndizierte Kreditvereinbarung (Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012) in Höhe von ursprünglich 3.850 Mio US$ und einer Laufzeit von fünf Jahren mit einer großen Gruppe von Banken und institutionellen Investoren (gemeinsam: die Gläubiger) ab. Am 26. November 2014 wurde die Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 auf einen Kreditrahmen von insgesamt ca. 4.400 Mio US$ erhöht und vorzeitig um zwei Jahre, bis zur Fälligkeit am 30. Oktober 2019, verlängert. Die folgenden Tabellen zeigen die zur Verfügung stehenden Fazilitäten und die Inanspruchnahmen aus der Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 zum 31. Dezember:
Die Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 bestand zum 31. Dezember 2016 aus:
In Abhängigkeit von der gewählten Zinsperiode kann Fresenius Medical Care zwischen folgenden Zinsvarianten entscheiden: Entweder sie zahlt Zinsen auf Basis von LIBOR oder EURIBOR zuzüglich einer bestimmten Marge oder auf Basis der gemäß den Definitionen der Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 festgelegten "Base Rate" zuzüglich einer bestimmten Marge. Zum 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 betrug der gewichtete Durchschnittszinssatz der ausstehenden US-Dollar-Tranchen der Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 2,15 % bzw. 1,72 %. Die Euro-Tranche hatte zum 31. Dezember 2016 bzw. zum 31. Dezember 2015 einen Zinssatz in Höhe von 1,25 % bzw. 1,38 %. Die jeweilige Marge ist variabel und hängt vom Verschuldungsgrad der Fresenius Medical Care ab. Dieser wird gemäß den Festlegungen in der Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 als Quotient aus Finanzverbindlichkeiten (abzüglich der flüssigen Mittel) und EBITDA (gemäß Definition der Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012) ermittelt. Außerhalb der festgelegten Tilgungsraten müssten die Verbindlichkeiten aus der Fresenius Medical Care Kreditvereinbarung 2012 durch die Nettoerlöse aus der Veräußerung von bestimmten Vermögenswerten getilgt werden. Zur Besicherung der gesamten Verbindlichkeiten aus der Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 sind die Anteile am Stammkapital wesentlicher Tochtergesellschaften an die Gläubiger verpfändet worden. Die Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 enthält Unterlassungs- und Leistungsverpflichtungen in Bezug auf die FMC-AG & Co. KGaA und ihre Tochterunternehmen. Die Beschränkungen durch diese Vertragsklauseln betreffen unter bestimmten Umständen u. a. die Aufnahme weiterer Verbindlichkeiten und die Gewährung von Sicherungsrechten. Die FMC-AG & Co. KGaA ist außerdem zur Einhaltung eines maximalen Verschuldungsgrads (Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum EBITDA) verpflichtet. Darüber hinaus enthält die Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 Beschränkungen in Bezug auf Dividenden, Aktienrückkäufe und ähnliche Zahlungen. Die Dividendenzahlung im Jahr 2017 ist auf 440 Mio € begrenzt. Zusätzliche Dividenden- und andere Zahlungen sind bei Einhaltung eines maximalen Verschuldungsgrads zulässig. Die Beträge für maximal zulässige Zahlungen dieser Art steigen in den Folgejahren. Bei Nichteinhaltung der Kreditbedingungen ist die ausstehende Verbindlichkeit aus der Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 sofort fällig und auf Verlangen der Gläubiger zu zahlen. Zum 31. Dezember 2016 haben die FMC-AG & Co. KGaA und ihre Tochterunternehmen alle in der Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 festgelegten Verpflichtungen erfüllt. Am 31. Dezember 2016 bzw. am 31. Dezember 2015 hatte Fresenius Medical Care zusätzlich Letters of Credit in Höhe von 4 Mio US$ des revolvierenden Kredits in US-Dollar genutzt, die nicht in den oben genannten Inanspruchnahmen zu diesen Zeitpunkten enthalten waren, die jedoch die zur Verfügung stehenden Beträge der revolvierenden Kreditfazilität entsprechend reduzieren. Kreditvereinbarung 2013Am 20. Dezember 2012 schlossen die Fresenius SE & Co. KGaA und verschiedene Tochtergesellschaften eine syndizierte Kreditvereinbarung (Kreditvereinbarung 2013) mit verzögerter Ziehung in Höhe von ursprünglich 1.300 Mio US$ und 1.250 Mio € ab. Die Kreditvereinbarung 2013 wurde seit der Auszahlung im Juni 2013 um verschiedene Tranchen erweitert. Des Weiteren wurden sowohl planmäßige Tilgungen als auch freiwillige vorzeitige Rückzahlungen vorgenommen. Am 29. Januar 2015 erfolgte eine freiwillige vorzeitige Tilgung einer Darlehenstranche B in Höhe von 297 Mio €. Am 12. Februar 2015 wurden die revolvierenden Kreditlinien und die Darlehenstranchen A, die ursprünglich im Juni 2018 fällig geworden wären, vorzeitig um zwei Jahre bis zum 28. Juni 2020 verlängert. Am 29. Februar 2016 erfolgte die freiwillige vorzeitige Tilgung des Darlehens B in Höhe von 489 Mio US$. Am 14. Oktober 2016 wurde die Kreditvereinbarung 2013 um Fazilitäten in Gesamthöhe von 1.200 Mio € erweitert. Diese setzen sich zusammen aus einer zusätzlichen 900 Mio € Darlehensfazilität sowie einer zusätzlichen revolvierenden Fazilität in Höhe von 300 Mio €. Die Aufstockung dient als Finanzierungsquelle für den Erwerb der IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud) durch Fresenius Helios. Die Auszahlung dieser zusätzlichen Tranchen erfolgte am 31. Januar 2017. Die folgenden Tabellen zeigen die zur Verfügung stehenden Fazilitäten und die Inanspruchnahmen aus der Kreditvereinbarung 2013 zum 31. Dezember:
Enthält nicht die zusätzlichen Kreditfazilitäten in Höhe von 1,2 Mrd €, welche erst im Januar 2017 ausgezahlt wurden
Die Kreditvereinbarung 2013 bestand zum 31. Dezember 2016 aus:
In Abhängigkeit von der gewählten Zinsperiode kann der Fresenius-Konzern zwischen folgenden Zinsvarianten wählen: (i) dem jeweiligen LIBOR, oder für Ziehungen in Euro dem EURIBOR, zuzüglich der anwendbaren Marge oder (ii) der "Base Rate" gemäß den Definitionen der Kreditvereinbarung 2013 zuzüglich der anwendbaren Marge. Die anwendbare Marge ist variabel und verändert sich in Abhängigkeit vom Verschuldungsgrad gemäß den Definitionen der Kreditvereinbarung 2013. Zusätzlich zu den verbindlich festgelegten Tilgungsraten muss die ausstehende Verbindlichkeit aus der Kreditvereinbarung 2013 entsprechend vorgeschriebener Rückzahlungsklauseln bei bestimmten Anlässen getilgt werden. Dies erfolgt im Falle der Veräußerung bestimmter Vermögenswerte oder der Aufnahme weiterer bestimmter Verbindlichkeiten. Die Höhe dieser Rückzahlungen ist dann abhängig von den Erlösen, die aus der jeweiligen Transaktion erzielt werden. Die Kreditvereinbarung 2013 wird von der Fresenius SE & Co. KGaA, der Fresenius ProServe GmbH, der Fresenius Kabi AG sowie einigen US-Tochtergesellschaften der Fresenius Kabi AG garantiert. Zur Besicherung der gesamten Verbindlichkeiten aus der Kreditvereinbarung 2013 sind die Anteile am Stammkapital wesentlicher Tochtergesellschaften der Fresenius Kabi AG an die Gläubiger verpfändet worden. Seit Auszahlung von zusätzlichen Kreditfazilitäten im Februar 2014 werden die Verbindlichkeiten aus der Kreditvereinbarung zudem durch Verpfändung von Anteilen am Stammkapital der HELIOS Kliniken GmbH besichert. Die Kreditvereinbarung 2013 enthält übliche Unterlassungs- und Leistungsverpflichtungen. Die Beschränkungen durch diese Vertragsklauseln betreffen unter bestimmten Umständen u. a. die Gewährung von Sicherungsrechten, die Veräußerung von Vermögenswerten und die Aufnahme weiterer Verbindlichkeiten. Die Kreditvereinbarung 2013 verpflichtet die Fresenius SE & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften (ausgenommen Fresenius Medical Care und deren Tochtergesellschaften) außerdem zur Einhaltung der im Vertrag definierten Finanzkennzahlen. Diese betreffen den maximalen Verschuldungsgrad sowie eine Mindesthöhe beim Zinsdeckungsgrad. Zum 31. Dezember 2016 hat der Fresenius-Konzern alle in der Kreditvereinbarung 2013 festgelegten Verpflichtungen erfüllt. SchuldscheindarlehenZum 31. Dezember setzten sich die Schuldscheindarlehen des Fresenius-Konzerns abzüglich Finanzierungskosten wie folgt zusammen:
Am 19. Dezember 2016 hat die Fresenius SE & Co. KGaA Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 1.000 Mio € begeben. Sie bestehen aus Tranchen mit fester und variabler Verzinsung und Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Die Auszahlung erfolgte am 31. Januar 2017. Der Emissionserlös dient allgemeinen Unternehmenszwecken sowie der Finanzierung des Erwerbs der IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud) durch Fresenius Helios. Die am 4. April 2016 fällig gewordenen Schuldscheindarlehen der Fresenius SE & Co. KGaA in Höhe von 108 Mio € wurden planmäßig zurückgezahlt. Am 10. März 2016 hat die Fresenius US Finance II, Inc. Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 400 Mio US$ begeben. Sie bestehen aus Tranchen mit fester und variabler Verzinsung und Laufzeiten von fünf und sieben Jahren. Die am 22. August 2017 fällig werdenden Schuldscheindarlehen der Fresenius SE & Co. KGaA in Höhe von insgesamt 125 Mio € werden in der Konzern-Bilanz als kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen ausgewiesen. Im März 2015 hat die Fresenius SE & Co. KGaA variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen in Höhe von 172 Mio € mit Fälligkeit in den Jahren 2016 und 2018 freiwillig vorzeitig gekündigt. Des Weiteren wurde den Investoren einer im April 2016 fälligen festverzinslichen Tranche ein Aufhebungsangebot für Schuldscheindarlehen in Höhe von 156 Mio € unterbreitet, das in Höhe von 48 Mio € angenommen wurde. Die Rückzahlung dieser Darlehen erfolgte am 7. April 2015. Des Weiteren wurden im April 2015 neue Schuldscheindarlehen in Höhe von 112 Mio € begeben, die in den Jahren 2018 und 2022 fällig werden. Die Schuldscheindarlehen der Fresenius SE & Co. KGaA werden von der Fresenius Kabi AG und der Fresenius ProServe GmbH garantiert. Die Schuldscheindarlehen der Fresenius US Finance II, Inc. werden von der Fresenius SE & Co. KGaA, der Fresenius Kabi AG und der Fresenius ProServe GmbH garantiert. Zum 31. Dezember 2016 hat der Fresenius-Konzern die Verpflichtungen aus den Bedingungen der Schuldscheindarlehen erfüllt. Forderungsverkaufsprogramm der Fresenius Medical CareDie von der Fresenius Medical Care abgeschlossene Rahmenvereinbarung über Forderungsverkäufe (das Forderungsverkaufsprogramm) mit einem Gesamtvolumen von 800 Mio US$ wurde am 6. Dezember 2016 bis zum 6. Dezember 2019 verlängert. Zum 31. Dezember 2016 bestanden Verbindlichkeiten aus dem Forderungsverkaufsprogramm in Höhe von 175 Mio US$ (166 Mio €) (2015: 51 Mio US$ (47 Mio €)). In den angegebenen Beträgen sind die Finanzierungskosten nicht berücksichtigt. Weiterhin hatte Fresenius Medical Care zum 31. Dezember 2016 im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms Letters of Credit in Höhe von 16 Mio US$ (15 Mio €) (2015: 17 Mio US$ (15 Mio €)) genutzt. Die Letters of Credit waren nicht in den oben genannten Inanspruchnahmen zum 31. Dezember 2016 enthalten, reduzieren jedoch die zur Verfügung stehenden Beträge des Forderungsverkaufsprogramms entsprechend. Im Rahmen dieses Programms werden zunächst bestimmte Forderungen an die NMC Funding Corp. (NMC Funding), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Fresenius Medical Care, verkauft. Die NMC Funding tritt anschließend in gewissem Umfang Eigentumsrechte aus diesen Forderungen anteilig an bestimmte Bankinvestoren ab. Gemäß den vertraglichen Bestimmungen des Forderungsverkaufsprogramms behält sich die NMC Funding das Recht vor, jederzeit an die Banken übertragene Eigentumsrechte zurückzufordern. Folglich verbleiben die Forderungen in der Konzern-Bilanz und die Erlöse aus der Abtretung werden als langfristige Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die NMC Funding zahlt den Bankinvestoren Zinsen, die auf der Grundlage des Zinses für Geldmarktpapiere (commercial paper rate) für die jeweils gewählten Tranchen ermittelt werden. Zum 31. Dezember 2016 und 2015 lag der Zinssatz bei 1,00 % und 0,89 %. Refinanzierungskosten einschließlich Rechtskosten und Bankgebühren werden über die Laufzeit des Forderungsverkaufsprogramms abgeschrieben. KREDITLINIEN UND SONSTIGE LIQUIDITÄTSQUELLENNeben den zuvor beschriebenen Verbindlichkeiten stehen dem Fresenius-Konzern weitere Kreditfazilitäten zur Verfügung, die zum Stichtag nicht oder nur teilweise genutzt waren. Der zusätzlich verfügbare Finanzierungsspielraum aus freien Kreditlinien betrug am 31. Dezember 2016 rund 3,4 Mrd €. Davon entfielen auf syndizierte Kreditlinien 2,5 Mrd €. Dieser Betrag umfasst die ungenutzten Mittel der Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 in Höhe von 1.408 Mio US$ (1.336 Mio €) und die ungenutzten Mittel aus der Kreditvereinbarung 2013 in Höhe von 1.248 Mio US$ (1.184 Mio €). Des Weiteren bestanden bilaterale Kreditlinien in Höhe von rund 900 Mio €, die einzelne Konzerngesellschaften mit Geschäftsbanken vereinbart haben. Sie werden für allgemeine Geschäftszwecke verwendet und sind in der Regel unbesichert. Neben diesen Kreditfazilitäten verfügt die Fresenius SE & Co. KGaA außerdem über ein Commercial-Paper-Programm, in dessen Rahmen kurzfristige Schuldtitel von bis zu 1.000 Mio € ausgegeben werden können. Am 31. Dezember 2016 war das Commercial-Paper-Programm der Fresenius SE & Co. KGaA mit 178 Mio € genutzt. Fresenius Medical Care kann ebenfalls im Rahmen eines Commercial-Paper-Programms kurzfristige Schuldtitel von bis zu 1.000 Mio € ausgeben. Am 31. Dezember 2016 war das Commercial-Paper-Program der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA mit 476 Mio € genutzt. Darüber hinaus bestehen weitere Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen des Fresenius Medical Care Forderungsverkaufsprogramms mit einem maximalen Volumen von 800 Mio US$, das zum 31. Dezember 2016 mit 191 Mio US$ in Anspruch genommen war. ZwischenfinanzierungPer 31. Dezember 2016 verfügte die Fresenius SE & Co. KGaA über eine Darlehensfazilität in Höhe von 2.750 Mio €, die im September 2016 als Zwischenfinanzierung für den Erwerb der IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud) abgeschlossen worden war. Das ursprüngliche Nominalvolumen in Höhe von 3.750 Mio € war im Dezember 2016 um 1.000 Mio € reduziert worden. Mit Abschluss der weiteren langfristigen Finanzierungen in Form von Anleihen und Wandelanleihen im Januar 2017 wurde die Zwischenfinanzierung vorzeitig gekündigt, ohne dass sie zuvor in Anspruch genommen worden war. 23. ANLEIHENZum 31. Dezember setzten sich die Anleihen des Fresenius-Konzerns abzüglich Finanzierungskosten wie folgt zusammen:
Alle in der Tabelle enthaltenen Anleihen sind unbesichert. Am 29. Juli 2016 wurde die Fresenius Tochtergesellschaft Fresenius Finance B.V. als Emittentin der ausstehenden Fresenius Finance B.V. Anleihen durch die Muttergesellschaft Fresenius SE & Co. KGaA ersetzt. Die am 15. Juli 2015 fällig gewordenen Anleihen der Fresenius US Finance II, Inc. wurden planmäßig zurückgezahlt und durch die Begebung von Commercial Paper kurzfristig refinanziert. Am 25. September 2015 hat die Fresenius US Finance II, Inc. eine Anleihe im Volumen von 300 Mio US$ mit einer Laufzeit von sieben Jahren begeben. Der Coupon der Anleihe beträgt 4,50 %. Die Anleihe wurde zum Nennwert ausgegeben. Die Erlöse wurden für die Refinanzierung von Commercial Paper verwendet. Alle Anleihen der Fresenius US Finance II, Inc. werden von der Fresenius SE & Co. KGaA, der Fresenius Kabi AG und der Fresenius ProServe GmbH garantiert. Die Anleihen der Fresenius SE & Co. KGaA werden von der Fresenius Kabi AG und der Fresenius ProServe GmbH garantiert. Die Gläubiger dieser Anleihen haben das Recht, einen Rückkauf der Anleihe durch die Emittenten zu 101 % des Nennwerts zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu fordern, wenn es nach einem Kontrollwechsel zu einer Herabstufung des Ratings der jeweiligen Anleihe kommt. Die Anleihen der Fresenius SE & Co. KGaA und der Fresenius US Finance II, Inc. können vor ihrer Fälligkeit zu einem Rückzahlungskurs von 100 % zuzüglich aufgelaufener Zinsen und einer in den Anleihebedingungen festgelegten Prämie unter Einhaltung bestimmter Fristen von den Emittenten zurückgekauft werden. Die Fresenius SE & Co. KGaA ist zum Schutz der Anleihegläubiger verschiedene Verpflichtungen eingegangen, die in gewissem Umfang den Handlungsspielraum der Fresenius SE & Co. KGaA und ihrer Tochtergesellschaften (außer Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC-AG & Co. KGaA) und deren Tochtergesellschaften) im Hinblick auf die Aufnahme weiterer Verschuldung, die Belastung oder Veräußerung von Vermögenswerten, das Eingehen von Sale-and-lease-back-Transaktionen sowie Zusammenschlüsse und Verschmelzungen mit anderen Gesellschaften einschränken. Einige dieser Auflagen wurden automatisch aufgehoben, da das Rating der jeweiligen Anleihe einen sogenannten Investment Grade Status erreicht hat. Bei bestimmten Verstößen gegen die Anleihebedingungen steht den Anleihegläubigern, sofern sie in ihrer Gesamtheit mindestens 25 % des ausstehenden Anleihebetrags besitzen, das Recht zu, die Anleihe fällig zu stellen und die sofortige Rückzahlung des Anleihebetrags plus Zinsen zu verlangen. Der Fresenius-Konzern befand sich zum 31. Dezember 2016 in Übereinstimmung mit seinen diesbezüglichen Verpflichtungen. Am 30. Januar 2017 hat die Fresenius Finance Ireland PLC, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Fresenius SE & Co. KGaA, Anleihen im Gesamtvolumen von 2,6 Mrd € begeben. Sie bestehen aus vier Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben, zehn und fünfzehn Jahren. Der Emissionserlös dient der Finanzierung der Akquisition von IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud) sowie allgemeinen Unternehmenszwecken. Die am 15. Juli 2016 fällig gewordenen Anleihen der FMC Finance VI S.A. und die am 15. Oktober 2016 fällig gewordenen Anleihen der FMC Finance VIII S.A. wurden planmäßig zurückgezahlt. Für die am 15. Juli 2017 fällig werdenden Anleihen der Fresenius Medical Care US Finance, Inc. erfolgt der Ausweis in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten als kurzfristig fälliger Teil der Anleihen. Die Anleihen der Fresenius Medical Care US Finance, Inc., der Fresenius Medical Care US Finance II, Inc., der FMC Finance VII S.A. und der FMC Finance VIII S.A. (hundertprozentige Tochtergesellschaften der FMC-AG & Co. KGaA) werden durch die Gesellschaften FMC-AG & Co. KGaA, Fresenius Medical Care Holdings, Inc. und Fresenius Medical Care Deutschland GmbH gesamtschuldnerisch garantiert. Die Anleihegläubiger haben das Recht, einen Rückkauf der jeweiligen Anleihe durch den jeweiligen Emittenten zu 101 % des Nennwerts zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu fordern, wenn es nach einem Kontrollwechsel der FMC-AG & Co. KGaA zu einer Herabstufung des Ratings der jeweiligen Anleihen kommt. Die Emittenten haben jederzeit das Recht, die Anleihen zu 100 % des Nennwerts zuzüglich aufgelaufener Zinsen und bestimmten in den Anleihebedingungen festgelegten Aufschlägen zurückzukaufen. Die FMC-AG & Co. KGaA ist zum Schutz der Anleihegläubiger verschiedene Verpflichtungen eingegangen, die unter bestimmten Umständen den Spielraum der FMC-AG & Co. KGaA und ihrer Tochtergesellschaften im Hinblick auf die Aufnahme von Verbindlichkeiten, die Belastung oder Veräußerung von Vermögenswerten, das Eingehen von Sale-and-lease-back-Transaktionen sowie Zusammenschlüsse oder Verschmelzungen mit anderen Gesellschaften einschränken. Zum 31. Dezember 2016 haben die FMC-AG & Co. KGaA und ihre Tochterunternehmen alle Verpflichtungen aus den Anleihebedingungen erfüllt. 24. WANDELANLEIHENZum 31. Dezember setzten sich die Wandelanleihen des Fresenius-Konzerns abzüglich Finanzierungskosten wie folgt zusammen:
Zum 31. Dezember 2016 hatte das in die Wandelanleihe eingebettete Derivat der Fresenius SE & Co. KGaA einen Marktwert in Höhe von 267 Mio €. Der Marktwert des in die Wandelanleihe eingebetteten Derivats der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC-AG & Co. KGaA) lag zum 31. Dezember 2016 bei 95 Mio €. Zur Besicherung zukünftiger Marktwertschwankungen dieser Derivate haben die Fresenius SE & Co. KGaA und die FMC-AG & Co. KGaA Aktienoptionen (Call Optionen) erworben, die zum 31. Dezember 2016 in Summe ebenfalls einen Marktwert in Höhe von 267 Mio € bzw. 95 Mio € aufwiesen. Die Wandlungen erfolgen durch Barausgleich. Über den Wandlungspreis hinausgehende Kurssteigerungen der Fresenius-Aktie und der Fresenius Medical Care-Aktie würden durch die korrespondierenden Wertsteigerungen der Call Optionen ausgeglichen. Die in die Wandelanleihe eingebetteten Derivate und die Call Optionen sind in der Konzern-Bilanz in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten / Vermögenswerten ausgewiesen. Die Fresenius SE & Co. KGaA hat am 31. Januar 2017 eine eigenkapital-neutrale Wandelanleihe im Volumen von 500 Mio € mit einer Laufzeit bis 2024 begeben. Die Wandelanleihe ist unverzinslich und wurde zu einem Emissionspreis von 101 % ausgegeben. Dies entspricht einer Rückzahlungsrendite von - 0,142 % pro Jahr. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 107,0979 €. Dies entspricht einer Prämie von 45 % auf den Referenzkurs der Fresenius-Aktie von 73,8606 €. Der Emissionserlös dient der Finanzierung der Akquisition von IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud) sowie allgemeinen Unternehmenszwecken. 25. PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENGRUNDLAGENDer Fresenius-Konzern hat Pensionsverpflichtungen und bildet Pensionsrückstellungen für laufende und zukünftige Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter des Fresenius-Konzerns. Je nach rechtlicher, wirtschaftlicher und steuerlicher Gegebenheit eines Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung. Der Fresenius-Konzern unterhält zwei Arten von Versorgungssystemen. Dies sind zum einen leistungs- und zum anderen beitragsorientierte Versorgungspläne. Die Höhe der Pensionsleistungen hängt bei leistungsorientierten Versorgungsplänen grundsätzlich von der gesamten bzw. einem Teil der Beschäftigungsdauer sowie dem letzten Gehalt der Mitarbeiter ab. In beitragsorientierten Versorgungsplänen werden die Pensionsleistungen durch die Höhe der Beiträge der Mitarbeiter und der Arbeitgeber sowie der Erträge aus dem Planvermögen festgelegt. Die Beiträge können durch gesetzliche Höchstbeträge begrenzt sein. Im Falle des Ausscheidens eines Mitarbeiters ist der Fresenius-Konzern bei leistungsorientierten Pensionsplänen verpflichtet, die zugesagten Leistungen an den ehemaligen Mitarbeiter zu zahlen, wenn diese fällig werden. Leistungsorientierte Versorgungspläne können rückstellungs- oder fondsfinanziert sein. Fondsfinanzierte Versorgungspläne bestehen im Fresenius-Konzern im Wesentlichen in den USA, in Norwegen, in Großbritannien, in den Niederlanden und in Österreich. Rückstellungsfinanzierte Versorgungspläne bestehen in Deutschland und Frankreich. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen wird auf Basis versicherungsmathematischer Annahmen berechnet, wodurch Schätzungen erforderlich werden. Die Annahmen zur Lebenserwartung, der Abzinsungsfaktor sowie die künftigen Gehalts- und Leistungsniveaus beeinflussen als wesentliche Parameter die Höhe der Pensionsverpflichtung. Im Rahmen der fondsfinanzierten Pläne des Fresenius-Konzerns werden Vermögenswerte für die Erbringung der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen gehalten. Der erwartete Ertrag aus diesem Planvermögen wird in der entsprechenden Periode als Ertrag erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, wenn sich die tatsächlichen Werte der Parameter eines Jahres von den versicherungsmathematischen Annahmen für dieses Jahr unterscheiden sowie bei Abweichungen zwischen tatsächlichem und erwartetem Barwert der Versorgungszusage und des Ertrags auf das Planvermögen. Die Pensionsrückstellungen einer Gesellschaft werden durch diese versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste beeinflusst. Des Weiteren werden die Pensionsrückstellungen durch verschiedene Risiken beeinflusst. Diesen Risiken ist der Fresenius-Konzern im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Pensionsplänen ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsänderungsrisiko ist der Fresenius-Konzern dem Kapitalmarkt- bzw. Anlagerisiko ausgesetzt. Die Pensionsverpflichtungen des Fresenius-Konzerns werden bei einem fondsfinanzierten Versorgungsplan mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögen saldiert (Finanzierungsstatus). Übersteigt die Pensionsverpflichtung den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, so wird eine Pensionsrückstellung in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Übersteigt das Planvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage und hat das Unternehmen einen Anspruch auf Rückerstattung oder Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Fonds, so wird in der Konzern-Bilanz ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt der Fresenius-Konzern während der Dienstzeit eines Mitarbeiters durch den Mitarbeiter festgelegte Beiträge an einen unabhängigen Dritten. Durch diese Beiträge sind alle Verpflichtungen des Fresenius-Konzerns abgegolten. Scheidet der Mitarbeiter aus dem Unternehmen aus, so behält er den Anspruch auf seine geleisteten Beiträge und den unverfallbaren Anteil der vom Unternehmen geleisteten Beiträge. Der Fresenius-Konzern unterhält einen wesentlichen beitragsorientierten Versorgungsplan für Mitarbeiter in den USA. LEISTUNGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNEDie Pensionsverpflichtungen (Defined benefit obligation - DBO) des Fresenius-Konzerns zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 1.671 Mio € (2015: 1.489 Mio €) waren mit 532 Mio € (2015: 422 Mio €) durch Fondsvermögen gedeckt und mit 1.139 Mio € (2015: 1.067 Mio €) rückstellungsfinanziert. Zusätzlich sind in den Pensionsrückstellungen Pensionszusagen anderer Tochtergesellschaften der Fresenius Medical Care in Höhe von 34 Mio € (2015: 28 Mio €) enthalten. Der kurzfristige Teil der Pensionsrückstellungen in Höhe von 18 Mio € (2015: 18 Mio €) wird in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Rückstellungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der langfristige Teil der Rückstellungen in Höhe von 1.155 Mio € (2015: 1.077 Mio €) wird als Pensionsrückstellung ausgewiesen. Der größte Teil der Pensionsrückstellungen entfällt auf Deutschland. Zum 31. Dezember 2016 wurden 78 % der Pensionsrückstellungen in Deutschland gebildet, weitere 20 % verteilen sich überwiegend auf das übrige Europa und Nordamerika. Von den Bezugsberechtigten waren 55 % in Nordamerika, 31 % in Deutschland und der Rest im übrigen Europa bzw. auf anderen Kontinenten beschäftigt. Die Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.173 Mio € beruhen zu 69 % auf der "Versorgungsordnung der Fresenius-Unternehmen" von 2016 (Pensionsplan 2016), die, mit Ausnahme von Fresenius Helios, für die meisten deutschen Gesellschaften gilt. Der Pensionsplan 2016 ist eine aktualisierte Fassung des Pensionsplans 1988 mit unwesentlichen Änderungen. Die übrigen Pensionsrückstellungen entfallen auf individuelle Versorgungspläne von deutschen Gesellschaften des Unternehmensbereichs Fresenius Helios und von ausländischen Gesellschaften des Fresenius-Konzerns. Die Pensionszahlungen hängen generell von der Beschäftigungsdauer und der Vergütung des Mitarbeiters bei Eintritt des Versorgungsfalles ab. Wie in Deutschland üblich, sind die dortigen Pensionszusagen der Gesellschaften des Fresenius-Konzerns unmittelbare Versorgungszusagen. Für den deutschen Pensionsplan 2016 besteht kein gesonderter Pensionsfonds. Für die Mitarbeiter der Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH), einer Tochtergesellschaft der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, in den USA bestehen ein leistungsorientierter Pensionsplan sowie ergänzende Pensionspläne für leitende Mitarbeiter, die im 1. Quartal 2002 gekürzt wurden. Durch diese Plankürzung werden im Wesentlichen alle gemäß den Plänen anspruchsberechtigten Mitarbeiter keine zusätzlichen Versorgungsansprüche für zukünftige Leistungen mehr erhalten. Die FMCH hat alle Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft aus den unverfallbaren und eingefrorenen Pensionsansprüchen der Mitarbeiter zum Zeitpunkt der Plankürzung beibehalten. Jedes Jahr führt FMCH dem Pensionsplan, der die US-amerikanischen Angestellten abdeckt, mindestens den Betrag zu, der sich aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Employee Retirement Income Security Act of 1974 in seiner ergänzten Form) ergibt. Für das Jahr 2016 sahen die gesetzlichen Vorschriften eine Mindestzuführung in Höhe von 10 Mio US$ (9 Mio €) vor. Im Jahr 2016 wurden neben gesetzlichen Zuführungen freiwillige Zuführungen in Höhe von 101 Mio US$ (91 Mio €) für den leistungsorientierten Pensionsplan getätigt. Die erwarteten Zuführungen für das Jahr 2017 betragen 1 Mio US$ (1 Mio €). Zusätzlich zu den beschriebenen Zusagen werden von anderen Tochtergesellschaften der Fresenius Medical Care außerhalb der USA, Deutschland und Frankreich gesonderte Zusagen auf Altersrente gewährt. Die Pensionsrückstellung für diese Zusagen beträgt zum 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 34 Mio € bzw. 28 Mio € und beinhaltet ein langfristiges Pensionsvermögen in Höhe von 0 Tsd € (2015: 56 Tsd €), das in der Konzern-Bilanz unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen wird. Die kurzfristige Pensionsrückstellung anderer Tochtergesellschaften in Höhe von 2 Mio € (2015: 3 Mio €) wird in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Rückstellungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der langfristige Teil der Rückstellungen in Höhe von 32 Mio € (2015: 25 Mio €) wird als Pensionsrückstellung ausgewiesen. Der Fresenius-Konzern hat Pensionsverpflichtungen in Höhe von 694 Mio € aus Pensionsplänen, die entweder vollständig oder teilweise durch einen Pensionsfonds gedeckt werden. Pensionsverpflichtungen aus Pensionsplänen ohne Fondsvermögen belaufen sich auf 977 Mio €. Im Folgenden werden die Veränderung der Pensionsverpflichtungen, die Veränderung des Planvermögens, der Finanzierungsstatus der Versorgungspläne und die Pensionsrückstellung dargestellt. Die Rentenzahlungen in der Veränderung der Pensionsverpflichtungen beinhalten Zahlungen sowohl aus den fondsfinanzierten als auch aus den rückstellungsfinanzierten Versorgungsplänen. Dagegen beinhalten die Rentenzahlungen in der Veränderung des Planvermögens lediglich die Zahlungen, die über Pensionsfonds geleistet werden. Die Pensionsrückstellung stellte sich wie folgt dar:
Das Planvermögen wird weder im Fresenius-Konzern noch in verbundenen Unternehmen des Fresenius-Konzerns investiert. Zum 31. Dezember 2016 und zum 31. Dezember 2015 überstieg in keinem Pensionsplan der Marktwert des Planvermögens die Pensionsverpflichtungen. Des Weiteren ergaben sich zum Jahresende 2016 und 2015 keine Auswirkungen auf die Begrenzung des Vermögenswerts für die Leistungszusage (Asset Ceiling). Die Zinssätze der einzelnen Pläne basieren auf den Renditen von Portfolios aus Fremdkapitalinstrumenten mit hohem Rating und Laufzeiten, die den Zeithorizont der Pensionsverpflichtung widerspiegeln. Der Zinssatz des Fresenius-Konzerns ergibt sich aus dem mit den Pensionsverpflichtungen der einzelnen Pläne gewichteten Durchschnitt dieser Zinssätze. Den errechneten Pensionsverpflichtungen liegen folgende gewichtete durchschnittliche Annahmen zum 31. Dezember zugrunde:
Die versicherungsmathematischen Gewinne, die im Geschäftsjahr zu einer Verminderung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagen führten, ergeben sich im Wesentlichen aus der der versicherungsmathematischen Berechnung zugrunde liegenden Änderung der Abzinsungssätze sowie der Änderung der Annahmen zu Inflation und Mortalitäten. Versicherungsmathematische Verluste bestanden in Höhe von insgesamt 707 Mio € (2015: 595 Mio €). SensitivitätsanalyseEin Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen um 0,5 %-Punkte hätte auf die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2016 folgende Auswirkungen:
Den Sensitivitätsberechnungen liegt die durchschnittliche Laufzeit der zum 31. Dezember 2016 ermittelten Versorgungsverpflichtungen zugrunde. Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Parameter isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen auf den zum 31. Dezember 2016 berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen separat aufzuzeigen. In der Sensitivitätsanalyse für die Gehaltsdynamik und den Rententrend ist der US-amerikanische Plan nicht enthalten, da dieser eingefroren ist und die Veränderungen der beiden versicherungsmathematischen Annahmen deshalb keinen Einfluss auf die Pensionsverpflichtung haben. Sonstige ErläuterungenDer Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von 88 Mio € (2015: 79 Mio €) setzte sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Der Pensionsaufwand wird den Umsatzkosten, den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten oder den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen als Personalaufwand zugeordnet. Dies ist davon abhängig, in welchem Bereich der Bezugsberechtigte beschäftigt ist. Dem errechneten Pensionsaufwand liegen folgende gewichtete durchschnittliche Annahmen zum 31. Dezember zugrunde:
Die folgende Tabelle zeigt die in den nächsten zehn Jahren erwarteten Rentenzahlungen:
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung belief sich zum 31. Dezember 2016 und zum 31. Dezember 2015 auf 19 Jahre. Die Marktwerte des Planvermögens, gegliedert nach Kategorien, beliefen sich auf:
1 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich
kostengünstige, nicht aktiv gemanagte
eigenkapitalbasierte Index-Fonds, die den S & P 500, S
& P 400, Russell 2000, MSCI Emerging Markets Index und
Morgan Stanley International EAFE Index nachbilden.
Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Werte, die zur Ermittlung der Marktwerte des Planvermögens zugrunde lagen, erläutert: Die Marktwerte der Index-Fonds basieren auf Marktpreisen. Sonstige Eigenkapitalpapiere werden zu ihrem Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet. Staatsanleihen werden sowohl zu quotierten Marktpreisen (Level 1) als auch zu direkt oder indirekt beobachtbaren Marktpreisen (Level 2) bewertet. Die Marktwerte der Unternehmensanleihen und der sonstigen Anleihen basieren auf Marktpreisen zum Bilanzstichtag. Flüssige Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt, der dem Marktwert entspricht. US Treasury Geldmarktfonds sowie andere Geldmarkt- und Investmentfonds werden zu ihrem Marktpreis bewertet. Investmentpolitik und Strategie für das Planvermögen in den USADer Fresenius-Konzern überprüft regelmäßig die Annahme über die erwartete langfristige Rendite des Planvermögens. Im Rahmen dieser Überprüfung wird eine Bandbreite für die erwartete langfristige Rendite des gesamten Planvermögens ermittelt, indem erwartete zukünftige Renditen für jede Klasse von Vermögenswerten mit dem Anteil der jeweiligen Klasse am gesamten Planvermögen gewichtet werden. Die ermittelte Renditebandbreite basiert sowohl auf aktuelle ökonomische Rahmendaten berücksichtigenden Prognosen langfristiger Renditen als auch auf historischen Marktdaten über vergangene Renditen, Korrelationen und Volatilitäten der einzelnen Klassen von Vermögenswerten. Ziel der globalen Investitionsstrategie des US-amerikanischen Pensionsplans ist es, etwa 98 % der Vermögenswerte in Investments mit langfristigem Wachstum und Ertrag zu binden und etwa 2 % in flüssige Mittel. Der Ertrag aus Investments und die flüssigen Mittel sollen kurzfristig für die Rentenzahlungen verfügbar sein. Die Investments unterliegen der Investitionspolitik und schließen breit diversifizierte Fonds oder auf Performance-Indizes ausgelegte Fonds ein. Die Investmentpolitik des US-amerikanischen Pensionsplans strebt eine Verteilung der Vermögenswerte zu rund 30 % auf Aktien und 70 % auf langfristige US-Unternehmensanleihen an und berücksichtigt, dass es einen zeitlichen Horizont für investierte Mittel von mehr als fünf Jahren geben wird. Das gesamte Portfolio wird an einem Index gemessen, der die Benchmark der jeweiligen Anlagekategorien sowie die angestrebte Verteilung der Vermögenswerte widerspiegelt. Entsprechend der Richtlinie darf nicht in Aktien der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA oder anderer nahe stehender Unternehmen investiert werden. Die Maßstäbe für die Entwicklung der separaten Anlagekategorien beinhalten: S & P 500 Index, S & P 400 Mid-Cap Index, Russell 2000 Index, MSCI EAFE Index, MSCI Emerging Markets Index sowie Barclays Capital Long-Corporate Bond Index. Die folgende Tabelle beschreibt die Aufteilung für die fondsfinanzierten Pläne des Fresenius-Konzerns:
Die erwarteten Zuführungen zum Planvermögen für das Geschäftsjahr 2017 belaufen sich auf 11 Mio €. BEITRAGSORIENTIERTE PENSIONSPLÄNEDer Gesamtaufwand aus beitragsorientierten Plänen im Fresenius-Konzern betrug im Jahr 2016 139 Mio € (2015: 134 Mio €). Davon entfielen 87 Mio € auf Beiträge, die der Fresenius-Konzern für Mitarbeiter von Fresenius Helios an mehrere öffentliche Zusatzversorgungskassen geleistet hat. Weitere 44 Mio € entfielen auf Beiträge für den US-amerikanischen Plan, an dem die Mitarbeiter der Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) teilnehmen können. Aufgrund tarifvertraglicher Regelungen leistet der Fresenius-Konzern für eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern von Fresenius Helios Beiträge an die Rheinische Zusatzversorgungskasse (RZVK) und an andere öffentliche Zusatzversorgungskassen (nachfolgend zusammen ZVK ÖD) zur Ergänzung der gesetzlichen Renten. Da in solchen ZVK ÖDs Mitarbeiter einer Vielzahl von Mitgliedsunternehmen versichert sind, handelt es sich um sogenannte Multi-Employer Plans (gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber). Die Altersversorgungsleistungen über die ZVK ÖDs sind nach IAS 19 als leistungsorientierte Pläne zu werten, da die Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf die satzungsmäßigen Leistungen haben, und zwar unabhängig von den tatsächlich geleisteten Beiträgen. Das dem Unternehmen zuzurechnende Kassenvermögen zur Bewertung und Berechnung einer möglichen Deckungslücke ist von den betroffenen Einrichtungen nicht zu erhalten. Aufgrund des Fehlens der erforderlichen Informationen über die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen ist eine Rückstellungsbildung nach IAS 19 daher nicht zulässig. Die Verpflichtung ist gemäß IAS 19.34a als beitragsorientierter Plan zu bilanzieren. Die Beiträge werden hauptsächlich im Rahmen eines Umlageverfahrens erhoben und basieren auf einem Hebesatz auf Teile des Bruttoentgeltes. Die Beitragszahlungen werden in den Umsatzkosten und den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten jeweils als Personalaufwand erfasst und betrugen im Jahr 2016 87 Mio € (2015: 84 Mio €). Davon waren 47 Mio € (2015: 45 Mio €) Zahlungen an die Rheinische Zusatzversorgungskasse, an die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder und an die Zusatzversorgungskasse Wiesbaden. Die zu erwartenden Beitragszahlungen für das Geschäftsjahr 2017 betragen 90 Mio €. Die Mitarbeiter der FMCH können bis zu 75 % ihres Gehalts im Rahmen des US-amerikanischen Plans anlegen. Dabei gilt für Mitarbeiter im Alter von unter 50 Jahren ein jährlicher Maximalbetrag von 18.000 US$ und für Mitarbeiter ab einem Alter von 50 Jahren ein jährlicher Maximalbetrag von 24.000 US$. Fresenius Medical Care zahlt 50 % des Mitarbeiterbeitrags ein, allerdings maximal 3 % des Gehalts des betreffenden Mitarbeiters. Im Geschäftsjahr 2016 betrug der Gesamtaufwand aus diesem beitragsorientierten Plan der Fresenius Medical Care 44 Mio € (2015: 42 Mio €). 26. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILEDie nicht beherrschenden Anteile im Fresenius-Konzern zum 31. Dezember stellten sich wie folgt dar:
Hinsichtlich weiterer Finanzinformationen zu Fresenius Medical Care wird auf die Konzern-Segmentberichterstattung auf den Seiten 60 bis 61 verwiesen. Die nicht beherrschenden Anteile veränderten sich wie folgt:
27. EIGENKAPITAL DER ANTEILSEIGNER DER FRESENIUS SE & CO. KGAAGEZEICHNETES KAPITALEntwicklung des Gezeichneten KapitalsZum 1. Januar 2016 bestand das Gezeichnete Kapital der Fresenius SE & Co. KGaA aus 545.727.950 Inhaber-Stammaktien. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 1.480.421 Aktienoptionen ausgeübt. Das Gezeichnete Kapital der Fresenius SE & Co. KGaA bestand danach zum 31. Dezember 2016 aus 547.208.371 Inhaber-Stammaktien. Die Aktien sind als Stückaktien ohne Nennwert ausgegeben. Der anteilige Betrag am Gezeichneten Kapital beträgt 1,00 € je Aktie. Im Rahmen der Akquisition von Quirónsalud wurden am 31. Januar 2017 6.108.176 neue Aktien der Fresenius SE & Co. KGaA aus Genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben. Diese neuen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2016 voll dividendenberechtigt. GENEHMIGTES KAPITALZum 31. Dezember 2016 ist die Fresenius Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Mai 2019, das Gezeichnete Kapital der Fresenius SE & Co. KGaA um insgesamt bis zu 120.960.000 € durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien gegen Bareinlagen und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Hiervon wurden am 31. Januar 2017 6.108.176 € durch die Ausgabe von 6.108.176 Aktien ausgenutzt, wodurch sich das Genehmigte Kapital I auf 114.851.824 € verringert hat. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in definierten Fällen auszuschließen (u. a. zum Ausgleich von Spitzenbeträgen). Bei Bareinlagen ist dies nur zulässig, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch die persönlich haftende Gesellschafterin nicht wesentlich unterschreitet. Des Weiteren darf bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen der anteilige Betrag der unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Gezeichneten Kapitals nicht überschreiten. Ein Bezugsrechtsausschluss im Rahmen der Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Fresenius SE & Co. KGaA oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Fresenius SE & Co. KGaA ermöglichen oder zu ihm verpflichten, ist während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals bis zu dessen Ausnutzung anzurechnen. Bei Sacheinlagen kann das Bezugsrecht beim Erwerb eines Unternehmens, von Teilen eines Unternehmens oder einer Beteiligung an einem Unternehmen ausgeschlossen werden. Von den Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts kann die Fresenius Management SE nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 20 % des Gezeichneten Kapitals nicht überschreitet. Ein Bezugsrechtsausschluss im Rahmen der Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Fresenius SE & Co. KGaA oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Fresenius SE & Co. KGaA ermöglichen oder zu ihm verpflichten, ist während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals bis zu dessen Ausnutzung anzurechnen. BEDINGTES KAPITALZur Bedienung der Aktienoptionspläne der Fresenius SE & Co. KGaA bestehen die folgenden Bedingten Kapitalien: Bedingtes Kapital I (Aktienoptionsplan 2003), Bedingtes Kapital II (Aktienoptionsplan 2008) und Bedingtes Kapital IV (Aktienoptionsplan 2013) (siehe Anmerkung 34, Aktienbasierte Vergütungspläne). Des Weiteren besteht die als Bedingtes Kapital III geführte Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen. Danach ist die persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Mai 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2,5 Mrd € zu begeben. Zur Erfüllung der gewährten Bezugsrechte ist das Gezeichnete Kapital der Fresenius SE & Co. KGaA um bis zu 48.971.202 € durch Ausgabe von bis zu 48.971.202 neuen Inhaber-Stammaktien bedingt erhöht worden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von gegen Barleistung ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus gegen Barleistung ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Inhaber-Stammaktien nehmen ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem ihre Ausgabe erfolgt, am Gewinn teil. Das Bedingte Kapital hat sich wie folgt entwickelt:
Zum 31. Dezember 2016 setzte sich das Bedingte Kapital wie folgt zusammen:
KAPITALRÜCKLAGEDie Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und der Ausübung von Aktienoptionen. GEWINNRÜCKLAGEIn der Gewinnrücklage sind die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen enthalten, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. DIVIDENDENNach deutschem Aktienrecht (AktG) ist der Bilanzgewinn, wie er sich aus dem nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA ergibt, Grundlage für die Ausschüttung von Dividenden an die Aktionäre. Im Mai 2016 wurde auf der Hauptversammlung eine Dividende von 0,55 € je Inhaber-Stammaktie, entsprechend einer Gesamtausschüttung von 300 Mio €, beschlossen und ausgezahlt. 28. OTHER COMPREHENSIVE INCOME (LOSS)Im Other Comprehensive Income (Loss) sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften sowie die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten und die erfolgsneutrale Veränderung aus der Pensionsbewertung nach Steuern ausgewiesen. Folgende Änderungen ergaben sich im Other Comprehensive Income (Loss) für das Jahr 2016 bzw. 2015:
Die Änderungen der Bestandteile des kumulierten Other Comprehensive Income (Loss) nach Steuern stellten sich für das Jahr 2016 bzw. 2015 wie folgt dar:
Die Umbuchungen aus dem kumulierten Other Comprehensive Income (Loss) in das Konzernergebnis für das Jahr 2016 bzw. 2015 stellten sich wie folgt dar:
1 Erträge werden mit negativem Vorzeichen
dargestellt, Aufwendungen mit positivem Vorzeichen.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN29. VERPFLICHTUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITENOPERATE LEASING UND MIETZAHLUNGENDie Gesellschaften des Fresenius-Konzerns mieten Kliniken, Verwaltungsgebäude, Betriebsstätten sowie Maschinen, Anlagen und Einrichtungen im Rahmen verschiedener Miet- und Leasingverträge, die zu unterschiedlichen Terminen bis zum Jahr 2106 auslaufen. Im Jahr 2016 bzw. 2015 betrugen die Aufwendungen hierfür 899 Mio € bzw. 832 Mio €. Die zukünftigen Mindestmietzahlungen aus den nicht kündbaren Miet- und Leasingverträgen für die folgenden Geschäftsjahre betragen:
Zum 31. Dezember 2016 bestanden Restinvestitionsverpflichtungen aus Kaufverträgen für Krankenhäuser in projektierter Höhe von bis zu 308 Mio € bis zum Jahr 2022, wovon 59 Mio € auf das Jahr 2017 entfallen. Über die oben genannten Eventualverbindlichkeiten hinaus ist der Umfang der sonstigen Verpflichtungen unbedeutend. RECHTLICHE UND BEHÖRDLICHE ANGELEGENHEITENDer Fresenius-Konzern ist regelmäßig in Klagen, Rechtsstreitigkeiten, behördliche und steuerbehördliche Prüfungen, Ermittlungen und sonstige Rechtsangelegenheiten involviert, die sich größtenteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Erbringung von Dienstleistungen und Lieferung von Produkten im Gesundheitswesen ergeben. Im Folgenden werden solche rechtlichen Angelegenheiten beschrieben, die der Fresenius-Konzern derzeit als wesentlich oder beachtenswert erachtet. Für diejenigen der im Folgenden beschriebenen rechtlichen Angelegenheiten, von denen der Fresenius-Konzern annimmt, dass ein Schaden zum einen vernünftigerweise möglich und zum anderen bestimmbar ist, wird eine Schätzung des möglichen Schadens oder der Rahmen des Schadenrisikos angegeben. Für die übrigen der im Folgenden beschriebenen Angelegenheiten erachtet der Fresenius-Konzern die Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts als gering und / oder kann den Schaden oder den Rahmen des möglichen Schadens vernünftigerweise nicht zum jetzigen Zeitpunkt abschätzen. Der genaue Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und anderen Rechtsangelegenheiten kann stets nur schwer vorhergesagt werden, und es können sich Resultate ergeben, die von der Einschätzung des Fresenius-Konzerns abweichen. Der Fresenius-Konzern ist überzeugt, stichhaltige Einwände gegen die in anhängigen Rechtsangelegenheiten geltend gemachten Ansprüche oder Vorwürfe zu besitzen und wird sich vehement verteidigen. Dennoch ist es möglich, dass die Entscheidung einer oder mehrerer derzeit anhängiger oder drohender rechtlicher Angelegenheiten erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns sowie auf dessen Finanz- und Ertragslage haben könnten. ZivilrechtsstreitigkeitenProdukthaftungsverfahrenAm 5. April 2013 ordnete das United States Judicial Panel on Multidistrict Litigation an, die zahlreichen bei verschiedenen Bundesgerichten anhängigen Klagen gegen Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) und bestimmte ihr nahe stehende Unternehmen wegen behaupteter Ansprüche aufgrund Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit im Zusammenhang mit den Säure-Konzentrat-Produkten von FMCH, NaturaLyte ® und GranuFlo ® , für die Handhabung im Vorfeld des Verfahrens für ein zusammengefasstes bezirksübergreifendes Bundesverfahren an das Bundesbezirksgericht für den District of Massachusetts zu übertragen und dort zusammenzufassen. Siehe unter dem Aktenzeichen Fresenius GranuFlo / NaturaLyte Dialysate Products Liability Litigation, Case No. 2013-md-02428. Die Gerichte des Bundesstaates Massachusetts und das Gericht in St. Louis City (Missouri) haben daraufhin ähnliche zusammengefasste Verfahren für die bei den Bezirksgerichten von Massachusetts und dem Gericht von St. Louis City (Missouri) eingereichten Klagen eingerichtet. Siehe unter dem Aktenzeichen Consolidated Fresenius Cases, Case No. MICV 2013-03400-O (Massachusetts Superior Court, Middlesex County). Die Klagen stellten die allgemeine Behauptung auf, dass unzureichende Etikettierung und Warnhinweise der Produkte die Schädigung von Patienten verursacht hätten. Zusätzlich waren einige ähnliche Verfahren vor anderen Bundesstaatengerichten anhängig gemacht worden. Am 17. Februar 2016 hat FMCH eine grundsätzliche außergerichtliche Einigung mit einem Gremium von Klägeranwälten in potenziell allen Verfahren erzielt und den Gerichten angezeigt. Die Einigung sah eine Zahlung durch FMCH in Höhe von 250 Mio US$ in einen Vergleichsfonds vor, im Gegenzug für die Aufgabe aller oder im Wesentlichen aller Forderungen der Kläger, wobei FMCH das Recht hatte, sich unter bestimmten Bedingungen vom Vergleich zu lösen, einschließlich dann, wenn mehr als 3 % aller Kläger den Vergleich ablehnten oder wenn die Verteilung der ablehnenden Kläger bestimmte Kriterien erfüllte. Entsprechend einer nachträglichen Vereinbarung zwischen FMCH und dem Klägergremium und wie von den Gerichten verfügt können die Kläger den Vergleich durchsetzen und FMCH zur Zahlung zwingen, wenn die Gesamtzahl der Fälle, die an dem Vergleich teilnehmen oder vom Gericht freiwillig oder unfreiwillig endgültig abgewiesen wurden, 97 % aller Fälle umfasst. Die Gerichte sprechen "Lone Pine"-Anordnungen aus, mit denen von den Klägern, die sich nicht zur Teilnahme am Vergleich entschieden haben, unter Androhung der Klageabweisung verlangt wird, eine konkrete und für das Gericht zufriedenstellende Begründung für ihre Klagen einzureichen, einschließlich einer anwaltlichen Bestätigung bestimmter wesentlicher Tatsachenbehauptungen sowie medizinischer Expertengutachten im Hinblick auf die Kausalität. FMCH hat die Möglichkeit, sich bis zum 10. Mai 2017 vom Vergleich zu lösen, falls die Schwelle von 97 % nicht erreicht wurde oder falls es bei den sich nicht am Vergleich beteiligenden Klägern verdächtige Muster gibt. Die gelegentliche Änderung dieses Termins ist wahrscheinlich. Die Gerichtsverhandlungen in den Fällen, die nicht am Vergleich teilnehmen, können planmäßig nach dem Ermessen der jeweiligen Gerichte fortgesetzt werden. FMCH erwartet, dass das Lone Pine-Verfahren in Kombination mit den Teilnahmeerklärungen und den bereits ergangenen Klageabweisungen zur Bestätigung des Vergleichs führen wird. Die betroffenen Versicherer der FMCH haben vereinbart, 220 Mio US$ für den Vergleichsfonds vorbehaltlich der finalen Klärung von Fragen der Versicherungsdeckung zwischen FMCH und ihren Versicherern und unter den Versicherern bereitzustellen, sofern der Vergleich nicht für unwirksam erklärt wird. FMCH hat für die Durchführung des Vergleichs Rückstellungen für Nettoaufwendungen in Höhe von 60 Mio US$ einschließlich Rechtskosten und sonstiger erwarteter Kosten gebildet. Im Anschluss an die grundsätzliche außergerichtliche Einigung haben die Versicherer der FMCH der AIG Gruppe eine Feststellungsklage beim New York State Court eingereicht, in der sie verschiedene Behauptungen vorbringen, die ihre Leistungsverpflichtungen reduzieren sollen. FMCH hat Klage beim Massachusetts State Court eingereicht, mit der sie anstrebt, die Anerkennung der Versicherer aus der AIG Gruppe hinsichtlich ihrer Verpflichtungen unter relevanten Versicherungspolicen zu erzwingen, die einschließlich des Ersatzes von Verteidigungskosten gegenüber der FMCH entstanden sind, bevor die grundsätzliche außergerichtliche Einigung erzielt wurde. Die betroffenen Versicherer haben bestätigt, dass die Rechtsstreitigkeiten über den Versicherungsschutz ihre Zusage zur Zahlung von 220 Mio US$ aus dem Vergleich mit den Klägern nicht beeinträchtigt. Bestimmte Klagen im GranuFlo ® / NaturaLyte ® Verfahren benannten zusätzlich zu FMCH und deren inländischen verbundenen Unternehmen in den USA Kombinationen von Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, Fresenius Medical Care Management AG, Fresenius SE & Co. KGaA und Fresenius Management SE als Beklagte. Die grundsätzliche außergerichtliche Einigung sieht die Entlassung aus und Freistellung von Klagen vor, die die europäischen Beklagten umfassen. Vier institutionelle Kläger haben gemäß bundesstaatlichen Gesetzen gegen irreführende Praktiken Klagen gegen FMCH und deren nahe stehende Unternehmen eingereicht, die auf bestimmten Hintergrundbehauptungen beruhen, die aus den Granuflo ® / NaturaLyte ® -Personenschadensverfahren bekannt sind, mittels derer jedoch die Rückzahlung von Beträgen verlangt wird, die im Zusammenhang mit den Granuflo ® / NaturaLyte ® Produkten an FMCH gezahlt worden sind. Diese Fälle bringen andere rechtliche Standards, Haftungstheorien und Arten möglicher Entschädigung mit sich, als die Personenschadensverfahren, und die betreffenden Ansprüche werden nicht durch den vorab beschriebenen Vergleich in den Personenschadensverfahren erlöschen. Die vier Kläger sind die Generalanwälte von Kentucky, Louisiana und Mississippi und das privatwirtschaftliche Versicherungsunternehmen Blue Cross Blue Shield of Louisiana in seiner Eigenschaft als solches. Siehe unter den Aktenzeichen State of Mississippi ex rel. Hood, v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc., No. 14-cv-152 (Chancery Court, DeSoto County); State of Louisiana ex re. Caldwell and Louisiana Health Service & Indemnity Company v. Fresenius Medical Care Airline, 2016 Civ. 11035 (U.S.D.C. D. Mass.); Commonwealth of Kentucky ex rel. Beshear v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc. et al., No. 16-CI-00946 (Circuit Court, Franklin County). Sonstige Rechtsstreitigkeiten und potenzielle RisikenFresenius Medical Care Holdings - "qui tam" Klage (Massachusetts)Am 15. Februar 2011 wurde eine Anzeige eines Whistleblowers (Anzeigeerstatter) auf Basis des U.S. False Claims Acts gegen Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) auf Anordnung des Bundesbezirksgerichts für den Bezirk Massachusetts entsiegelt und durch den Anzeigeerstatter zugestellt. Siehe unter dem Aktenzeichen United States ex rel. Chris Drennen v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc., 2009 Civ. 10179 (D. Mass). Die Vereinigten Staaten waren anfänglich nicht in das Verfahren eingetreten. Die Anzeige des Anzeigeerstatters, die im Februar 2009 zunächst versiegelt eingereicht worden war, stützte sich auf die Behauptung, dass FMCH die Vergütung von Labortests auf Ferritin im Blutserum sowie verschiedene Arten von Labortests auf Hepatitis B durch staatliche Zahlstellen anstrebte und erhielt, die medizinisch nicht notwendig waren oder nicht ordnungsgemäß von einem Arzt verordnet wurden. Die Discovery bezüglich der Klage des Anzeigeerstatters wurde im Mai 2015 abgeschlossen. Am 2. Oktober 2015 stellte der US-Bundesstaatsanwalt den Antrag ausschließlich bezogen auf bestimmte vor 2011, als die Vergütungsregeln unter Medicare geändert wurden, durchgeführte Hepatitis B Oberflächenantigen-Tests, in das Verfahren aufgrund der Klage des Anzeigeerstatters einzutreten. FMCH hat dem Antrag der Regierung, in das Verfahren einzutreten, widersprochen. Eine Entscheidung hierüber steht aus. Vorlageverfügung "Fresenius Vascular Care"Das Office of Inspector General of the United States Department of Health and Human Services (OIG) hat am 6. Oktober 2015 eine Vorlageverfügung gegenüber der Fresenius Medical Care erlassen und verlangt darin Informationen über die Nutzung und Abrechnung von Fresenius Vascular Care-Einrichtungen insgesamt für den Zeitraum beginnend mit dem Erwerb der American Access Care, LLC (AAC) im Oktober 2011 durch Fresenius Medical Care. Fresenius Medical Care kooperiert bei der Untersuchung der Regierung, die von der U.S. Bundesanwaltschaft für den Eastern District of New York geleitet wird. Bezüglich der Vorwürfe gegen AAC, die in Bezirken in Connecticut, Florida und Rhode Island im Hinblick auf Nutzung und Abrechnung erhoben wurden, wurde im Jahr 2015 eine Einigung erzielt. Interne UntersuchungFresenius Medical Care hat Mitteilungen erhalten, die das Vorliegen von Verhaltensweisen in Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten behaupten, die gegen den U.S. Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) oder andere Anti-Korruptionsgesetze verstoßen könnten. Das Audit and Corporate Governance Committee des Aufsichtsrates der Fresenius Medical Care führt unter Mitwirkung von unabhängigen Anwälten Untersuchungen durch. Fresenius Medical Care hat die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) sowie das US-Justizministerium (U.S. Department of Justice - DOJ) freiwillig informiert. Die Untersuchungen der Fresenius Medical Care sowie der Dialog mit der SEC und dem DOJ dauern an. Fresenius Medical Care kooperiert bei den staatlichen Untersuchungen. Es ist Verhalten erkannt worden, welches Geldstrafen oder andere Sanktionen gemäß FCPA oder anderen Anti-Korruptionsgesetzen zur Folge haben könnte. Zudem könnte dies negative Auswirkungen auf Fresenius Medical Care's Fähigkeit haben, in bestimmten Jurisdiktionen Geschäfte zu betreiben. Fresenius Medical Care hat für einen identifizierten Sachverhalt bereits eine Rückstellung über einen nicht wesentlichen Betrag gebildet. Angesichts des gegenwärtigen Stands der Untersuchung und von Maßnahmen zur Abhilfe kann Fresenius Medical Care keine vernünftige Schätzung der Größenordnung möglicher Einbußen geben, die aus erkannten Sachverhalten oder dem endgültigen Ergebnis der Untersuchung oder aus den Abhilfemaßnahmen resultieren könnten. Fresenius Medical Care implementiert Verbesserungen ihres Anti-Korruptions-Compliance-Programms einschließlich der internen Kontrollprozesse bezüglich der Einhaltung von internationalen Anti-Korruptionsgesetzen. Fresenius Medical Care bekennt sich weiterhin vollumfänglich zur Einhaltung des FCPA und anderer Anti-Korruptionsgesetze. Vorlageverfügung "Maryland"Im August 2014 erhielt Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) eine Vorlageverfügung der US-Bundesanwaltschaft des District of Maryland, die Informationen zu vertraglichen Vereinbarungen von FMCH mit Krankenhäusern und Ärzten, einschließlich Verträgen bezüglich des Managements von stationären Akutdialyse-Dienstleistungen abfragt. FMCH kooperiert in dieser Untersuchung. Zivilklage "Hawaii"Im Juli 2015 hat der Generalstaatsanwalt für Hawaii eine Zivilklage nach dem False Claims Act des Bundesstaates Hawaii eingereicht, die den Vorwurf einer konspirativen Absprache enthält, nach der bestimmte Liberty-Tochtergesellschaften von Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) der Hawaii Medicaid für die Verabreichung von Epogen ® durch Liberty im Zeitraum von 2006 bis 2010, der vor dem Erwerb von Liberty durch FMCH liegt, zu viel berechnet hätten. Siehe unter dem Aktenzeichen Hawaii v. Liberty Dialysis - Hawaii, LLC et al., Case No. 15-1-1357-07 (Hawaii 1st Circuit). Der Bundesstaat behauptet, dass Liberty unrechtmäßig gehandelt habe, indem es auf die unrichtige und nicht autorisierte Abrechnungsanleitung vertraut habe, die Liberty von Xerox State Healthcare, LLC erhalten habe, welche vom Bundesstaat Hawaii im relevanten Zeitraum mit der Administration des Erstattungswesens im Rahmen seines Medicaid-Programms beauftragt war. Die vom Bundesstaat behauptete Überzahlung beträgt ca. 8 Mio US$, jedoch legt der Bundesstaat zivilrechtliche Rechtsbehelfe ein und begehrt Zinsen, Bußgelder und Geldstrafen von Liberty und FMCH unter dem False Claims Act des Bundesstaates Hawaii, die diese Überzahlung deutlich überschreiten. FMCH hat gegen Xerox aufgrund von Rückgriffs- und Freistellungsansprüchen Dritt-Parteien-Klage eingereicht. Die Klage des Bundesstaates nach dem False Claims Act wurde eingereicht, nachdem Liberty ein Verwaltungsverfahren dagegen angestrengt hatte, dass der Staat sich durch die Nichtzahlung fälliger laufender Verbindlichkeiten gegenüber Liberty für die behaupteten Überzahlungen schadlos hielt. Das zivilrechtliche und das Verwaltungsverfahren werden parallel geführt. Vorlageverfügungen "Colorado und New York"Am 31. August 2015 und am 25. November 2015 erhielt Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) jeweils eine Vorlageverfügung der US-Bundesanwaltschaft des District of Colorado bzw. der US-Bundesanwaltschaft des Eastern District of New York mit Fragen zu Beteiligungen von FMCH an Dialyseklinik-Joint Ventures, an denen Ärzte beteiligt sind, und zum Management dieser Joint Ventures. FMCH kooperiert mit diesen Untersuchungen. Vorlageverfügung "Texas (Dallas)"Am 30. Juni 2016 erhielt Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) eine Vorlageverfügung der US-Bundesanwaltschaft des Northern District of Texas (Dallas), mit der Informationen über den Gebrauch und die Handhabung von Medikamenten einschließlich Velphoro ® sowie über die Zusammenarbeit von FMCH mit DaVita Healthcare Partners, Inc. angefragt wurden. Nach dem Verständnis der FMCH bezieht sich diese Vorlageverfügung auf eine Untersuchung, die von DaVita zuvor veröffentlicht worden ist und die DaVita, Amgen und Sanofi umfasst. FMCH kooperiert bei der Untersuchung. Vorlageverfügung "New York"Am 18. November 2016 erhielt Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) eine Vorlageverfügung der US-Bundesanwaltschaft für den Eastern District of New York, mit der Unterlagen und Informationen bezüglich der Geschäftstätigkeit der im Oktober 2013 von der FMCH erworbenen Shiel Medical Laboratory, Inc. angefragt wurden. Im Rahmen der Kooperation mit der Untersuchung und der Vorbereitung der Antwort auf die Vorlageverfügung hat FMCH Falschausstellungen und Falschdarstellungen in Unterlagen, die von einem Shiel Vertriebsmitarbeiter eingereicht wurden, identifiziert, die die Integrität bestimmter Rechnungen betreffen, die von Shiel für Labortests von Patienten in Kliniken für Langzeitbehandlungen eingereicht wurden. Am 21. Februar 2017 veranlasste Fresenius Medical Care North America (FMCNA) die Kündigung des Mitarbeiters und informierte die US-Bundesanwaltschaft über die Kündigung und deren Begleitumstände. FMCH kann zum jetzigen Zeitpunkt weder das Ausmaß des in der Kündigung des Mitarbeiters implizierten Verhaltens beurteilen, noch ob eine diesbezügliche Haftung für Überzahlungen oder Strafzahlungen nach dem False Claims Act wesentlich sein könnten. Vorlageverfügung "American Kidney Fund" / Rechtsstreit CMSAm 3. Januar 2017 erhielt Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) eine Vorlageverfügung der US-Bundesanwaltschaft für den District of Massachusetts, in der die Interaktionen und Beziehungen der FMCH mit dem American Kidney Fund (AKF) angefragt werden, einschließlich der Spendenbeiträge der FMCH an den Fund und den finanziellen Hilfen, die der Fund Patienten für Versicherungsbeiträge gewährt. FMCH kooperiert bei der Untersuchung. Am 14. Dezember 2016 veröffentlichte Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS) eine vorübergehend abschließende Regelung (Interim Final Rule, IFR) mit der Bezeichnung "Medicare Program; Conditions for Coverage for End-Stage Renal Disease Facilities-Third Party Payment", die zu einer Änderung der Rahmenbedingungen für die Versicherungsabteilung gegenüber Dialyseanbietern wie Fresenius Medical Care North America (FMCNA) führen würde. Die IFR hätte Versicherer gewissermaßen in die Lage versetzt, Beitragszahlungen von Patienten, die Zuschüsse vom AKF für ihren privaten Krankenversicherungsschutz erhalten, abzulehnen und dies hätte somit dazu führen können, dass diese Patienten ihren privaten Versicherungsschutz verloren hätten. Der Verlust des privaten Versicherungsschutzes dieser Patienten hätte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertragslage der FMCH haben können. Am 25. Januar 2017 hat ein Bundesbezirksgericht in Texas es CMS als Reaktion auf eine von einer Interessengruppe von Patienten und Dialysedienstleistern angestrengten Klage vorläufig untersagt, die IFR umzusetzen. Dialysis Patient Citizens v. Burwell (E.D. Texas, Sherman Div.). Die einstweilige Verfügung basiert auf dem Versäumnis von CMS, bei der Verabschiedung der IFR ein angemessenes Bekanntmachungs- und Anhörungsverfahren befolgt zu haben. Die einstweilige Verfügung bleibt solange in Kraft wie keine gegenteilige Entscheidung des Bezirks- oder Berufungsgerichts ergeht. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar, in welchem Umfang CMS zukünftig gegen die einstweilige Verfügung vorgehen wird. Es ist ebenfalls unklar, ob CMS sich entscheiden wird, eine anderweitige Regelung im Rahmen eines Bekanntmachungs- und Anhörungsverfahrens zu diesem Sachverhalt zu verfolgen. Das Betreiben von wohltätigen Unterstützungsprogrammen findet auch zunehmend die Aufmerksamkeit von Aufsichtsbehörden der Bundesstaaten, einschließlich der Versicherungsaufsichtsbehörden. Im Ergebnis kann dies zu regulatorischen Rahmenbedingen führen, die sich von Bundesstaat zu Bundesstaat unterscheiden. Auch ohne die IFR oder ähnliche Maßnahmen der Verwaltungsbehörden ist zu erwarten, dass die Versicherer weiterhin Schritte unternehmen werden, um der Unterstützung für Versicherungsprämien entgegen zu wirken, die den Patienten der Fresenius Medical Care für private Krankenversicherungspläne sowie sonstigen Versicherungsschutz gewährt werden. Vorlageverfügung "Nevada"Im November 2014 hat die Fresenius Kabi Oncology Limited (FKOL) eine Vorlageverfügung des US-Justizministeriums, Bundesanwalt für den Bezirk Nevada, erhalten. Mit der Verfügung werden Dokumente angefordert, die im Zusammenhang mit der im Januar 2013 von der US-Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) in der Produktionsstätte für Arzneimittelrohstoffe von FKOL in Kalyani, Indien, durchgeführten Untersuchung stehen. Die damalige Untersuchung hatte einen Warning Letter der FDA im Juli 2013 zur Folge. Mit der jetzigen Vorlageverfügung führt das Justizministerium straf- und / oder zivilrechtliche Ermittlungen in diesem Zusammenhang durch und fordert Information aus der gesamten Fresenius Kabi Gruppe an. Mit ergänzender Verfügung vom Januar 2016 hat das Justizministerium weitere historische Informationen und Daten angefordert. Mit weiteren ergänzenden Verfügungen vom Juni und November 2016 hat das Justizministerium weitere Informationen von Fresenius Kabi USA und Fresenius Kabi AG angefordert, ohne den Ermittlungsgegenstand zu ändern. Fresenius Kabi kooperiert vollumfänglich mit den behördlichen Ermittlungen. Der Fresenius-Konzern ist im normalen Geschäftsverlauf Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsverfahren und Ermittlungen hinsichtlich verschiedenster Aspekte seiner Geschäftstätigkeit. Der Fresenius-Konzern analysiert regelmäßig entsprechende Informationen einschließlich, sofern zutreffend, seine Verteidigungsmaßnahmen und seinen Versicherungsschutz, und bildet die erforderlichen Rückstellungen für wesentliche aus solchen Verfahren resultierende Verbindlichkeiten. Die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns unterliegt, wie die anderer Gesundheitsdienstleister, Krankenversicherer und Lieferanten, strengen staatlichen Regulierungen und Kontrollen. Der Fresenius-Konzern muss Vorschriften und Auflagen einhalten, die sich auf die Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte, auf das Marketing und den Vertrieb solcher Produkte, auf den Betrieb von Produktionsanlagen, Laboren, Kliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen sowie auf den Umwelt- und Arbeitsschutz beziehen. Im Hinblick auf Entwicklung, Herstellung, Marketing und Vertrieb medizinischer Produkte kann der Fresenius-Konzern bei Nichtbeachtung der einschlägigen Vorschriften zum Gegenstand erheblicher nachteiliger regulatorischer Maßnahmen der US-Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) und vergleichbarer Behörden außerhalb der USA werden. Derartige regulatorische Maßnahmen können Warning Letters oder andere Mitteilungen der FDA und / oder vergleichbarer ausländischer Behörden umfassen, wodurch der Fresenius-Konzern gezwungen werden könnte, erhebliche Zeit und Ressourcen aufzuwenden, um geeignete Korrekturmaßnahmen zu implementieren. Falls der Fresenius-Konzern im Hinblick auf die in Warning Letters oder anderen Mitteilungen adressierten Punkte nicht zur Zufriedenheit der FDA und / oder vergleichbarer ausländischer Behörden für Abhilfe sorgt, können diese Behörden weitere Maßnahmen einleiten, einschließlich Produktrückrufe, Vertriebsverbote für Produkte oder Verbote des Betriebs von Produktionsstätten, Zivilstrafen, Beschlagnahmungen von Produkten des Fresenius-Konzerns und / oder Strafverfolgung. Fresenius Medical Care Holdings, Inc. befasst sich zurzeit mit Abhilfemaßnahmen im Zusammenhang mit einem Warning Letter der FDA, Fresenius Kabi mit Abhilfemaßnahmen im Zusammenhang mit zwei Warning Letters der FDA. Der Fresenius-Konzern muss ebenfalls die US-Bundesgesetze über das Verbot illegaler Provisionen (Anti-Kickback Statute), gegen betrügerische Zahlungsanforderungen an staatliche Einrichtungen (False Claims Act), das Stark Law, das Gesetz über zivilrechtliche Geldstrafen (Civil Monetary Penalties Law) sowie Vorschriften gegen Korruption im Ausland (Foreign Corrupt Practices Act) und andere US-Bundes- und Staatsgesetze gegen Betrug und Missbrauch einhalten. Die zu beachtenden Gesetze und Regulierungen können geändert werden oder Kontrollbehörden oder Gerichte können die Vorschriften oder geschäftliche Tätigkeiten anders auslegen als der Fresenius-Konzern. In den USA hat die Durchsetzung der Vorschriften für die amerikanische Bundesregierung und für einige Bundesstaaten eine hohe Priorität erlangt. Außerdem ermuntern die Bestimmungen des False Claims Act (Gesetz gegen betrügerische Zahlungsanforderungen), die dem Anzeigenden eine Beteiligung an den verhängten Bußgeldern zusichern, private Kläger, Whistleblower-Aktionen einzuleiten. Angesichts dieses von Regulierungen geprägten Umfeldes sind die geschäftlichen Aktivitäten und Praktiken des Fresenius-Konzerns Gegenstand intensiver Überprüfungen durch Regulierungsbehörden und Dritte sowie von Untersuchungsverlangen, Vorladungen, anderen Anfragen, Rechtsansprüchen und Gerichtsverfahren, die sich auf die Einhaltung der relevanten Gesetze und Regulierungen beziehen. Der Fresenius-Konzern wird nicht in jedem Falle von vornherein wissen, dass Untersuchungen oder Aktionen gegen ihn angelaufen sind; das gilt insbesondere für Whistleblower-Aktionen, die von den Gerichten zunächst vertraulich behandelt werden. Der Fresenius-Konzern betreibt eine große Anzahl von Betriebsstätten und verarbeitet personenbezogene Gesundheitsdaten ihrer Patienten und Begünstigten in allen Teilen der USA und in anderen Ländern. In einem derart dezentralisierten System ist es häufig schwierig, das wünschenswerte Maß an Aufsicht und Kontrolle über Tausende von Mitarbeitern sicherzustellen, die bei einer Vielzahl von Tochterunternehmen beschäftigt sind. Bei der Führung, dem Management und der Kontrolle dieser Mitarbeiter verlässt sich der Fresenius-Konzern auf seine Führungsstruktur, auf seine Regelungskompetenz und juristischen Ressourcen sowie auf die effektive Umsetzung seines Programms zur Einhaltung von Verhaltensregeln. Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass der Fresenius-Konzern feststellen muss, dass Mitarbeiter oder Vertreter absichtlich, sorglos oder versehentlich die Gesellschaftsrichtlinien missachten oder gegen das Gesetz verstoßen. Das rechtswidrige Verhalten solcher Mitarbeiter kann dazu führen, dass gegenüber dem Fresenius-Konzern und seinen Tochtergesellschaften Haftungsansprüche u. a. nach dem Anti-Kickback Statute, dem Stark Law, dem False Claims Act, dem Health Insurance Portability and Accountability Act, dem Health Information Technology for Economic and Clinical Health Act sowie dem Foreign Corrupt Practices Act oder anderen Rechtsvorschriften und vergleichbaren Gesetzen in anderen Ländern geltend gemacht werden. Es werden zunehmend Prozesse gegen Ärzte, Krankenhäuser und andere Akteure des Gesundheitswesens wegen der Verletzung von Berufspflichten, Behandlungsfehlern, Produkthaftung, Mitarbeiterentschädigungs- und ähnlicher Ansprüche angestrengt, von denen viele zu hohen Schadensersatzforderungen und zu erheblichen Anwaltskosten führen. Gegen den Fresenius-Konzern sind aufgrund der Art seines Geschäfts solche Prozesse geführt worden und werden gegenwärtig geführt, und es ist damit zu rechnen, dass auch in Zukunft solche Verfahren angestrengt werden. Obwohl der Fresenius-Konzern in angemessenem Umfang versichert ist, kann er nicht garantieren, dass die Obergrenzen des Versicherungsschutzes immer ausreichend sein werden oder dass alle geltend gemachten Ansprüche durch die Versicherungen abgedeckt sind. Ein erfolgreich durchgesetzter Schadensersatzanspruch gegen den Fresenius-Konzern oder gegen irgendeine seiner Tochtergesellschaften, der den Versicherungsschutz übersteigt, könnte eine wesentliche negative Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns sowie auf seine Finanz- und Ertragslage haben. Jeder Schadensersatzanspruch, unabhängig von seiner Begründetheit oder dem Ausgang eines möglichen Verfahrens, kann wesentliche ungünstige Auswirkungen auf den Ruf und die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns haben. Gegen den Fresenius-Konzern sind auch Schadensersatzansprüche geltend gemacht und Klage erhoben und Gerichtsverfahren eingeleitet worden, die sich auf angebliche Patentrechtsverletzungen oder von dem Fresenius-Konzern erworbene oder veräußerte Unternehmen beziehen. Diese Ansprüche und Verfahren können sich sowohl auf den Geschäftsbetrieb als auch auf das Akquisitions- oder Veräußerungsgeschäft beziehen. Der Fresenius-Konzern hat eigene Ansprüche geltend gemacht, wo dies angebracht war. Eine erfolgreiche Klage gegen den Fresenius-Konzern oder eine seiner Tochtergesellschaften könnte wesentliche ungünstige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns sowie auf seine Finanz- und Ertragslage haben. Sämtliche Ansprüche, unabhängig von ihrem sachlichen Gehalt oder dem Ausgang eines möglichen Verfahrens, können wesentliche ungünstige Auswirkungen auf den Ruf und die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns haben. 30. FINANZINSTRUMENTEDer Zusammenhang zwischen Klassen und Kategorien sowie die Zuordnung der Bilanzpositionen zu den Klassen wird in der folgenden Übersicht dargestellt:
BEWERTUNG VON FINANZINSTRUMENTENDie Buchwerte der Finanzinstrumente, gegliedert nach Kategorien gemäß IAS 39, betrugen zum 31. Dezember:
In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte und Marktwerte sowie die Fair-Value-Hierarchiestufen der Finanzinstrumente des Fresenius-Konzerns, gegliedert nach Klassen, zum 31. Dezember dargestellt:
Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Annahmen erläutert, die bei der Ermittlung der Marktwerte von Finanzinstrumenten sowie bei der Klassifizierung entsprechend der dreistufigen Fair-Value-Hierarchie angewendet werden: Flüssige Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt, der dem Marktwert entspricht. Für den überwiegenden Teil der kurzfristigen Finanzinstrumente, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, stellt der Nominalwert den Buchwert dar, der aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente eine angemessene Schätzung des Marktwerts ist. Die Marktwerte der wesentlichen langfristigen Finanzinstrumente werden anhand vorhandener Marktinformationen ermittelt. Finanzinstrumente, für die Kursnotierungen verfügbar sind, werden mit den zum Bilanzstichtag aktuellen Kursnotierungen bewertet. Der Marktwert der anderen langfristigen Finanzinstrumente ergibt sich als Barwert der entsprechenden zukünftigen Zahlungsströme. Für die Ermittlung dieser Barwerte werden die am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und Kreditmargen des Fresenius-Konzerns berücksichtigt. Die Klasse der zum Buchwert bilanzierten Vermögenswerte ist als Level 2 klassifiziert. Die Klasse der zum Marktwert bilanzierten Vermögenswerte umfasste Fondsanteile. Die Marktwerte dieser Vermögenswerte werden anhand vorhandener Marktinformationen ermittelt. Der Marktwert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden, basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag (Level 1). Daher ist die Klasse insgesamt als Level 1 klassifiziert. Die Klasse der zum Buchwert bilanzierten Verbindlichkeiten ist als Level 2 klassifiziert. In der Klasse der zum Marktwert bilanzierten Verbindlichkeiten sind die in die Wandelanleihen eingebetteten Derivate enthalten. Der Marktwert der eingebetteten Derivate ermittelt sich aus der Differenz des Marktwerts der Wandelanleihe und einer Vergleichsanleihe ohne Wandlungsoption, diskontiert mit dem Marktzinssatz zum Bilanzstichtag (Level 2). Zudem sind in dieser Klasse ausstehende variable Kaufpreiszahlungen enthalten, die mit dem Marktwert angesetzt werden. Die Schätzungen der jeweiligen Marktwerte basieren auf den vertraglich festgelegten Einflussfaktoren, die die künftigen Zahlungen bedingen sowie der Erwartungshaltung, die der Fresenius-Konzern für diese Werte hat (Level 3). Der Fresenius-Konzern beurteilt die Wahrscheinlichkeit im Hinblick auf die Erreichung der festgelegten Zielgrößen und deren Zeitpunkt. Die getroffenen Annahmen werden in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Klasse wurde als Level 3 klassifiziert. Die Bewertung der Klasse der zum Marktwert bilanzierten nicht beherrschenden Anteile mit Put-Optionen erfolgt zu signifikanten nicht-beobachtbaren Werten. Sie ist daher als Level 3 klassifiziert. Im Folgenden werden die Veränderungen der nicht beherrschenden Anteile mit Put-Optionen im Geschäftsjahr 2016 dargestellt:
Von den nicht beherrschenden Anteilen mit Put-Optionen entfielen zum 31. Dezember 2016 98 % auf Fresenius Medical Care. Die im Wesentlichen aus Zinsswaps und Devisentermingeschäften bestehenden Derivate werden wie folgt bewertet: Bei Zinsswaps erfolgt die Bewertung durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis der am Bilanzstichtag für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze. Für die Ermittlung der Marktwerte von Devisentermingeschäften wird der kontrahierte Terminkurs mit dem Terminkurs des Bilanzstichtags für die Restlaufzeit des jeweiligen Kontraktes verglichen. Der daraus resultierende Wert wird unter Berücksichtigung aktueller Marktzinssätze der entsprechenden Währung auf den Bilanzstichtag diskontiert. In die Ermittlung der Marktwerte der als Verbindlichkeiten bilanzierten Derivate wird das eigene Kreditrisiko einbezogen. Für die Bewertung der als Vermögenswerte bilanzierten Derivate wird das Kreditrisiko der Vertragspartner berücksichtigt. Das Kreditausfallrisiko von derivativen Finanzinstrumenten wird regelmäßig überwacht und analysiert. Darüber hinaus wird das Kreditausfallrisiko bei der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente im Fair Value je Einzelinstrument berücksichtigt. Die Berechnungsgrundlage der Ausfallwahrscheinlichkeiten bilden laufzeitadäquate Credit Default Swap Spreads je Kontrahent. Die Ermittlung des in der Bewertung berücksichtigten Kreditrisikos erfolgt basierend auf einer Multiplikation der laufzeitadäquaten Ausfallwahrscheinlichkeit mit den diskontierten zu erwartenden Cashflows des derivativen Finanzinstruments. Die Klasse der Derivate zu Sicherungszwecken enthält Call Optionen zur Besicherung der Wandelanleihen, deren Marktwerte aus Kursnotierungen abgeleitet werden. Die Marktwert-Berechnung der Klasse der Derivate zu Sicherungszwecken basiert auf signifikanten sonstigen beobachtbaren Werten, die Klasse ist daher entsprechend der definierten Fair-Value-Hierarchiestufen als Level 2 klassifiziert. Derzeit gibt es keinen Hinweis auf eine mögliche Wertminderung der Finanzforderungen des Fresenius-Konzerns. Daher sind die Wertberichtigungen auf Kreditausfälle von Finanzforderungen unwesentlich. MARKTWERTE DER DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTE
Derivative Finanzinstrumente werden in jeder Berichtsperiode zum Marktwert bewertet, demzufolge entsprechen die Buchwerte zum Bilanzstichtag den Marktwerten. Auch Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung, also Derivate, für die kein Hedge-Accounting angewendet wird, werden ausschließlich zur Absicherung von wirtschaftlichen Risiken eingesetzt und nicht für Spekulationszwecke abgeschlossen. Die Derivate zu Sicherungszwecken sowie die in die Wandelanleihen eingebetteten Derivate wurden in der Konzern-Bilanz unsaldiert unter den sonstigen Vermögenswerten in Höhe von 408 Mio € und den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 411 Mio € ausgewiesen. Der kurzfristig fällige Teil der Derivate, der in der vorhergehenden Tabelle als Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit gezeigt ist, wird in der Konzern-Bilanz unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten bzw. unter den kurzfristigen Rückstellungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der als Vermögenswert bzw. als Verbindlichkeit ausgewiesene langfristig fällige Teil ist in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten bzw. in den langfristigen Rückstellungen und sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten. Die in die Wandelanleihen eingebetteten Derivate und die Call Optionen zur Besicherung der Wandelanleihen sind in der Konzern-Bilanz in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten / Vermögenswerten ausgewiesen. Erfolgswirksame Effekte der FinanzinstrumenteDie Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten betrafen Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 431 Mio € sowie Transaktionen in Fremdwährung in Höhe von 4 Mio €. Die Zinserträge in Höhe von 96 Mio € resultierten im Wesentlichen aus der Bewertung der Call Optionen im Zusammenhang mit der Wandelanleihe der Fresenius SE & Co. KGaA und der in die Wandelanleihe eingebetteten Derivate der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen an verbundene Unternehmen. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 678 Mio € resultierten im Wesentlichen aus Finanzverbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bilanziert sind. EFFEKT DER ALS SICHERUNGSINSTRUMENTE DESIGNIERTEN DERIVATE AUF DIE GESAMTERGEBNISRECHNUNG
EFFEKT DER DERIVATE OHNE BILANZIELLE SICHERUNGSBEZIEHUNG AUF DIE GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen aus Devisenkontrakten ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung stehen in entsprechender Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Erträge aus den zugehörigen Grundgeschäften gegenüber. Der Fresenius-Konzern erwartet innerhalb der nächsten zwölf Monate die erfolgswirksame Erfassung von Aufwendungen aus Devisenkontrakten aus dem kumulierten Other Comprehensive Income (Loss) in Höhe von insgesamt 4 Mio € (netto). Aus Zinssicherungsgeschäften erwartet der Fresenius-Konzern innerhalb der nächsten zwölf Monate die erfolgswirksame Erfassung von Zinsaufwendungen in Höhe von 29 Mio €, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen. Die Erträge und Aufwendungen aus Devisenkontrakten und den jeweiligen Grundgeschäften verteilen sich in der Gewinn- und Verlustrechnung auf die Positionen Umsatzkosten, Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten und Zinsergebnis. Die erfolgswirksam erfassten Erträge und Aufwendungen aus Zinssicherungsgeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsergebnis ausgewiesen. Aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Jahr 2016 Erträge in Höhe von 13 Tsd € (2015: Aufwendungen in Höhe von 79 Tsd €) im Other Comprehensive Income (Loss) angesetzt. Die folgende Tabelle gibt an, in welchem Zeitraum der Cashflow aus derivativen Finanzinstrumenten voraussichtlich eintreten wird. CASHFLOW AUS DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEN
MARKTRISIKOAllgemeinesAus der internationalen Geschäftstätigkeit in zahlreichen Währungen ergeben sich für den Fresenius-Konzern Risiken aus Wechselkursschwankungen. Zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit emittiert der Fresenius-Konzern Anleihen und Geldmarktpapiere und vereinbart mit Banken im Wesentlichen langfristige Darlehen und Schuldscheindarlehen. Daraus können sich für den Fresenius-Konzern Zinsrisiken aus variabler Verzinsung und Kursrisiken für Bilanzpositionen mit fixer Verzinsung ergeben. Zur Steuerung der Zins- und Währungsrisiken tritt der Fresenius-Konzern im Rahmen der vom Vorstand festgelegten Limite in bestimmte Sicherungsgeschäfte mit Banken ein, die ein hohes Rating aufweisen. Der Fresenius-Konzern schließt derivative Finanzinstrumente nicht für spekulative Zwecke ab. Der Fresenius-Konzern führt seine Aktivitäten auf dem Gebiet der derivativen Finanzinstrumente grundsätzlich unter Kontrolle einer zentralen Abteilung durch. Der Fresenius-Konzern hat dazu in Anlehnung an einschlägige Normen aus dem Bankenbereich Richtlinien für die Risikobeurteilung und die Kontrolle über den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten festgelegt. Diese Richtlinien regeln insbesondere eine klare Trennung der Verantwortlichkeiten in Bezug auf Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Kontrolle. Risikolimits werden kontinuierlich beobachtet und gegebenenfalls wird der Umfang der Sicherungsgeschäfte entsprechend angepasst. Zur Quantifizierung der Zins- und Währungsrisiken definiert der Fresenius-Konzern für die einzelnen Risikopositionen jeweils einen Richtwert (Benchmark) auf Basis erzielbarer bzw. tragfähiger Sicherungskurse. In Abhängigkeit von den jeweiligen Richtwerten werden dann Sicherungsstrategien vereinbart und in der Regel in Form von Mikro-Hedges umgesetzt. Das Jahresergebnis des Fresenius-Konzerns wurde nur unwesentlich durch die Ineffektivität von Sicherungsgeschäften beeinflusst, da die Kontraktspezifikationen der Zins- und Devisenkontrakte weitgehend mit den Parametern der entsprechenden Risikopositionen übereinstimmten. Derivative FinanzinstrumenteAusweisZur Reduzierung des Kreditrisikos aus derivativen Finanzinstrumenten hat der Fresenius-Konzern mit verschiedenen Bankpartnern Rahmenverträge für derivative Geschäfte abgeschlossen, aufgrund derer im Falle der Insolvenz des Geschäftspartners positive und negative Marktwerte miteinander verrechnet werden können. Das gilt für Transaktionen zwischen Vertragsparteien, bei denen sich der Gesamtbetrag der Verpflichtungen und der Gesamtbetrag der Forderungen nicht ausgleichen. Im Insolvenzfall ist die Partei, die den größeren Betrag schuldet, verpflichtet, der anderen Partei den Differenzbetrag in Form einer Ausgleichszahlung zu begleichen. Eine Saldierung von derivativen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wurde in der Konzern-Bilanz nicht vorgenommen, da die abgeschlossenen Rahmenverträge für derivative Finanzinstrumente die Saldierungskriterien nach den International Financial Reporting Standards nicht erfüllen. Zum 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 bestanden derivative finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 45 Mio € und 37 Mio € sowie derivative finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 46 Mio € und 19 Mio €, denen Rahmenverträge zugrunde lagen. Saldiert ergäbe sich für die derivativen Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 ein aktivischer Betrag in Höhe von jeweils 28 Mio € sowie ein passivischer Betrag in Höhe von 29 Mio € und 10 Mio €. Management des WährungsrisikosFür die Finanzberichterstattung ist der Euro Berichtswährung. Daher beeinflussen Translationsrisiken aus der Änderung von Wechselkursen zwischen dem Euro und den lokalen Währungen, in denen die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften erstellt werden, das im Konzernabschluss ausgewiesene Jahresergebnis und die Darstellung der finanziellen Lage. Daneben gibt es Transaktionsrisiken einzelner Konzerngesellschaften, die sich vor allem aus in fremder Währung fakturierten Einkäufen, Verkäufen, Projekten und Dienstleistungen sowie aus konzerninternen Verkäufen von Produkten an andere Konzerngesellschaften in verschiedenen Währungsräumen ergeben. Dadurch sind die Tochtergesellschaften von Wechselkursänderungen zwischen den Fakturierungswährungen und den Währungen betroffen, in denen diese ihre lokalen Geschäftstätigkeiten durchführen. Ausschließlich zur Sicherung der bestehenden oder zu erwartenden Transaktionsrisiken setzt der Fresenius-Konzern Devisentermingeschäfte und in unwesentlichem Umfang Devisenoptionen ein. Im Zusammenhang mit Darlehen in Fremdwährung tätigt der Fresenius-Konzern in der Regel Devisenswapgeschäfte. Dadurch wird sichergestellt, dass aus diesen Darlehen keine Wechselkursrisiken entstehen. Zum 31. Dezember 2016 betrug das Nominalvolumen aller Devisengeschäfte 2.635 Mio €. Der Abschluss dieser Devisenkontrakte erfolgte zur Absicherung von Transaktionsrisiken aus dem operativen Geschäft und im Zusammenhang mit Darlehen in fremder Währung. Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Transaktionsrisiken aus dem operativen Geschäft wurden ausschließlich als Cashflow Hedges bilanziert. Der Marktwert der Cashflow Hedges betrug - 11 Mio €. Der effektive Teil der Marktwertänderungen von Devisenterminkontrakten, die als Cashflow Hedges für geplante Wareneinkäufe und -verkäufe bestimmt und geeignet sind, wird erfolgsneutral im Eigenkapital (kumuliertes Other Comprehensive Income (Loss)) abgegrenzt. Diese Beträge werden in der Folgezeit zeitgleich mit den Ergebniswirkungen der entsprechenden Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung als Umsatzkosten oder als Teil der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten erfasst. Der Fresenius-Konzern hatte zum 31. Dezember 2016 Devisenkontrakte mit einer maximalen Laufzeit von 19 Monaten im Bestand. Für die Abschätzung und Quantifizierung der Transaktionsrisiken in fremder Währung verwendet der Fresenius-Konzern ein Cashflow-at-Risk Modell. Als Ausgangsbasis für die Analyse des Währungsrisikos dienen dabei die mit hinreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Fremdwährungs-Zahlungsströme der nächsten zwölf Monate abzüglich aller getätigten Absicherungen. Im Cashflow-at-Risk Ansatz werden die möglichen Währungsschwankungen dieser Netto-Risikopositionen als Wahrscheinlichkeitsverteilungen dargestellt, die auf historischen Volatilitäten und Korrelationen der letzten 250 Werktage basieren. Die Berechnung erfolgt mit einem Konfidenzniveau von 95 % und einer Haltedauer von bis zu einem Jahr. Im Zuge der Aggregation der Währungsrisiken ergeben sich risikomindernde Effekte durch Korrelationen zwischen den betrachteten Transaktionen, d. h. das Risiko des Gesamtportfolios ist grundsätzlich geringer als die Summe der jeweiligen Einzelrisiken. Zum 31. Dezember 2016 beträgt der Cash-flow-at-Risk des Fresenius-Konzerns 73 Mio €, d. h. mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % wird ein möglicher Verlust aus den geplanten Fremdwährungs-Zahlungsströmen der nächsten zwölf Monate nicht höher als 73 Mio € sein. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Nettofremdwährungspositionen der Währungen zum 31. Dezember 2016, die einen wesentlichen Einfluss auf das Währungsrisiko des Fresenius-Konzerns haben.
Management des ZinsrisikosDie Zinsrisiken des Konzerns erwachsen im Wesentlichen aus den Geld- und Kapitalmarkttransaktionen des Fresenius-Konzerns zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit. Der Fresenius-Konzern setzt Zinsswaps und in geringem Umfang Zinsoptionen ein, um sich gegen das Risiko steigender Zinssätze abzusichern. Diese Zinsderivate sind überwiegend als Cashflow Hedges designiert und werden abgeschlossen, um Zahlungen aus variabel verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten in fixe Zinszahlungen umzuwandeln sowie im Hinblick auf die Aufnahme zukünftiger langfristiger Finanzverbindlichkeiten (Pre-Hedges). Euro denominierte Zinsswaps hatten zum 31. Dezember 2016 ein Nominalvolumen von 257 Mio € und einen Marktwert von - 2 Mio €. Diese Euro Zinsswaps werden zwischen den Jahren 2017 und 2022 fällig. Der durchschnittliche Zinssatz beträgt 0,41 %. Zudem bestanden US-Dollar denominierte Zinsswaps in Höhe von 200 Mio US$ (190 Mio €) mit einem Marktwert von 5 Mio US$ (5 Mio €), die im Jahr 2021 fällig werden und einen durchschnittlichen Zinssatz von 1,22 % haben. Im Bestand befindliche Zinsoptionen hatten ein Nominalvolumen von 200 Mio € und einen Marktwert von 4 Tsd €. Die Laufzeit der Zinsoptionen endet im Jahr 2018. Die Pre-Hedges dienen zur Absicherung von Zinssätzen, die für die Aufnahme der zukünftigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten relevant werden, und die bis zum Zeitpunkt der Begebung dieser Finanzverbindlichkeiten ansteigen könnten. Diese Pre-Hedges werden zum Ausgabezeitpunkt der zugrunde liegenden langfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgelöst und der erfolgsneutral im kumulierten Other Comprehensive Income (Loss) erfasste Zahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzverbindlichkeiten im Zinsaufwand berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 betrug der im kumulierten Other Comprehensive Income (Loss) abgegrenzte Verlust aus Pre-Hedges nach Steuern 45 Mio € bzw. 68 Mio €. Die aus den Swap-Vereinbarungen resultierenden Zinsverbindlichkeiten und Zinsforderungen werden abgegrenzt und als Anpassung des Zinsaufwands zum jeweiligen Bilanzstichtag erfasst. In einzelnen Fällen können im Bereich der Zinssicherungsgeschäfte außerplanmäßige Tilgungen oder die Neuverhandlung von gesicherten Grundgeschäften zur Auflösung (De-Designation) der bis dahin bestehenden Sicherungsbeziehung führen. Die betroffenen Sicherungsgeschäfte werden ab diesem Zeitpunkt erfolgswirksam über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bewertet. Zur Analyse der Auswirkungen von Änderungen der für Fresenius relevanten Referenzzinsen auf die Ertragslage des Konzerns wird der Anteil der Finanzverbindlichkeiten ermittelt, der originär zu variablen Sätzen verzinst wird und nicht durch den Einsatz von Zinsswaps oder Zinsoptionen gegen einen Anstieg der Referenzzinsen gesichert ist. Für den auf diese Weise ermittelten Teil der Finanzverbindlichkeiten wird unterstellt, dass die Referenzzinssätze am Berichtsstichtag jeweils einheitlich um 0,5 % höher gewesen wären als sie tatsächlich waren. Der daraus folgende zusätzliche jährliche Zinsaufwand wird zu dem Konzernergebnis ins Verhältnis gesetzt. Diese Analyse ergibt, dass ein Anstieg der für den Fresenius-Konzern relevanten Referenzzinssätze um 0,5 % einen Einfluss auf das Konzernergebnis und das Eigenkapital der Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA von weniger als 1,0 % hätte. KREDITRISIKODer Fresenius-Konzern ist in Bezug auf Finanzinstrumente dem Risiko ausgesetzt, dass Vertragspartner ihre Leistungsverpflichtungen nicht erfüllen. Im Hinblick auf derivative Finanzinstrumente wird jedoch erwartet, dass die Vertragspartner ihren Verpflichtungen nachkommen, da es sich bei diesen um Banken handelt, die ein hohes Rating aufweisen. Das maximale Kreditrisiko aus Derivaten ergibt sich aus der Summe der Derivate mit einem zum Bilanzstichtag positiven Marktwert. Das maximale Kreditrisiko der Währungsderivate betrug 41 Mio €. Das maximale Kreditrisiko aus Zinsderivaten betrug 5 Mio €. Das maximale Kreditrisiko aus nicht-derivativen Finanzinstrumenten entspricht dem Gesamtwert aller Forderungen. Das Management des Fresenius-Konzerns analysiert zur Kontrolle dieses Kreditrisikos die Altersstruktur der Forderungen. Zu Details im Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wertberichtigungen wird auf Anmerkung 15, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, verwiesen. LIQUIDITÄTSRISIKODas Liquiditätsrisiko ist definiert als das Risiko, dass eine Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Mittels eines effektiven Working-Capital- und Cash-Managements sowie einer vorausschauenden Evaluierung von Refinanzierungsalternativen steuert das Management des Fresenius-Konzerns die Liquidität des Konzerns. Das Management des Fresenius-Konzerns ist davon überzeugt, dass die bestehenden Kreditfazilitäten sowie die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit und aus sonstigen kurzfristigen Finanzierungsquellen zur Deckung des vorhersehbaren Liquiditätsbedarfs der Gesellschaft ausreichen (siehe Anmerkung 22, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen). Die folgende Tabelle zeigt die künftigen nicht-diskontierten vertraglich vereinbarten Zahlungen (inklusive Zinsen) aus finanziellen Verbindlichkeiten und die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente:
31. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ZUM KAPITALMANAGEMENTDer Fresenius-Konzern verfügt über ein solides Finanzprofil. Das Kapitalmanagement schließt sowohl Eigenkapital als auch Finanzverbindlichkeiten ein. Ein wesentliches Ziel des Kapitalmanagements des Fresenius-Konzerns ist es, die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten zu optimieren. Ferner wird ein ausgewogener Mix aus Eigen- und Fremdkapital angestrebt. Zur langfristigen Sicherung des Wachstums wird in Ausnahmefällen, etwa zur Finanzierung einer großen Akquisition, auch eine Kapitalerhöhung in Erwägung gezogen. Aufgrund der Diversifikation des Unternehmens innerhalb des Gesundheitssektors und der starken Marktpositionen der Unternehmensbereiche in globalen, wachsenden und nicht zyklischen Märkten werden planbare und nachhaltige Cashflows erwirtschaftet. Diese erlauben einen angemessenen Anteil an Fremdkapital, d. h. den Einsatz eines umfangreichen Mix aus Finanzverbindlichkeiten. Zudem verfügen die Kunden des Fresenius-Konzerns im Allgemeinen über eine hohe Kreditqualität. Das Eigen- und Fremdkapital hat sich wie folgt entwickelt: EIGENKAPITAL
Die Fresenius SE & Co. KGaA unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Sie hat Verpflichtungen zur Ausgabe von Aktien aus dem Bedingten Kapital im Zusammenhang mit Ausübungen von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen auf Basis der bestehenden Aktienoptionspläne 2003, 2008 und 2013 (siehe Anmerkung 34, Aktienbasierte Vergütungspläne). FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die finanzielle Flexibilität zu sichern, hat höchste Priorität in der Finanzierungsstrategie des Konzerns. Diese Flexibilität wird erreicht durch eine breite Auswahl von Finanzierungsinstrumenten und durch eine hohe Diversifikation der Investoren. Das Fälligkeitsprofil des Fresenius-Konzerns weist eine breite Streuung der Fälligkeiten mit einem hohen Anteil von mittel- und langfristigen Finanzierungen auf. Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente werden Marktkapazität, Investorendiversifikation, Flexibilität, Kreditauflagen und das bestehende Fälligkeitsprofil berücksichtigt. Als eine zentrale finanzwirtschaftliche Zielgröße verwendet der Fresenius-Konzern den Verschuldungsgrad, gemessen an der Kennzahl Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA. Zum 31. Dezember 2016 betrug der Verschuldungsgrad auf Basis von US-GAAP-Zahlen 2,4. Die Finanzierungsstrategie des Fresenius-Konzerns spiegelt sich im Kreditrating wider. Der Fresenius-Konzern wird von den Rating-Agenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch bewertet. Die folgende Tabelle zeigt das Unternehmensrating der Fresenius SE & Co. KGaA: RATING DER FRESENIUS SE & CO. KGAA
Am 29. Juli 2016 hat Fitch das Unternehmensrating von BB+ auf BBB - angehoben und mit einem stabilen Ausblick versehen. 32. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Konzern-Kapitalflussrechnungen der Geschäftsjahre 2016 und 2015 des Fresenius-Konzerns sind auf den Seiten 56 und 57 dargestellt. Die in der Konzern-Kapitalflussrechnung und in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel umfassen alle Kassenbestände, Schecks, Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Fresenius Helios verwendete im Geschäftsjahr 2016 für Investitionen in Sachanlagen Fördermittel in Höhe von 110 Mio € (2015: 104 Mio €), die in der Konzern-Kapitalflussrechnung in der Position Erwerb von Sachanlagen verrechnet wurden. Die Auszahlungen für Akquisitionen (ohne den Erwerb von Lizenzen) setzten sich wie folgt zusammen:
Die Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften betrugen 1 Mio € im Jahr 2016 (2015: 149 Mio €). 33. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNGALLGEMEINE ERLÄUTERUNGENDie Tabellen zur Konzern-Segmentberichterstattung als integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs befinden sich auf den Seiten 60 bis 61. Die Segmentierung im Fresenius-Konzern mit den Unternehmensbereichen Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed folgt den internen Organisations- und Berichtsstrukturen (Management Approach) zum 31. Dezember 2016. Die Kennzahlen, die im Rahmen der Segmentberichterstattung dargestellt werden, entsprechen den Kennzahlen der internen Berichterstattung des Fresenius-Konzerns. Interne und externe Berichterstattung und Unternehmensrechnung korrespondieren; es werden die gleichen Kennzahlen und Definitionen verwendet. Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, die auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Verwaltungsleistungen werden über Dienstleistungsvereinbarungen abgerechnet. Grundlage für die Segmentierung ist die Rechnungslegungsvorschrift IFRS 8, Operating Segments, in der die Segmentberichterstattung in den Jahres- und Quartalsabschlüssen zu den operativen Geschäfts-, Produkt- und Dienstleistungsbereichen und Regionen geregelt ist. Die Segmentierung stellt sich somit wie folgt dar:
Das Segment Konzern / Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Holdingfunktionen der Fresenius SE & Co. KGaA und die Fresenius Netcare GmbH, die Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie anbietet. Des Weiteren enthält das Segment Konzern / Sonstiges die zwischen den Segmenten durchzuführenden Konsolidierungsmaßnahmen und Sondereinflüsse (siehe Anmerkung 3, Sondereinflüsse). Eine Erläuterung zu den einzelnen Unternehmensbereichen befindet sich auf der Seite 63 des Konzern-Anhangs. Der Vorstand der Fresenius Management SE (die persönlich haftende Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA) hat bis zum 31. Dezember 2016 die jeweiligen Segmente anhand von Zielgrößen, die auf US-GAAP-Zahlen basieren, gesteuert. Ab dem Geschäftsjahr 2017 wird die Steuerung auf IFRS umgestellt. In der Konzern-Segmentberichterstattung nach Unternehmensbereichen werden daher die Kennzahlen der einzelnen Unternehmensbereiche bis 2016 gemäß US-GAAP dargestellt. Mit den in der Spalte "IFRS-Überleitungen" dargestellten Bewertungsunterschieden wird von den Segmentdaten nach US-GAAP auf die Kennzahlen gemäß IFRS übergeleitet. Die Unterschiede zwischen den Kennzahlen nach US-GAAP und IFRS resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen bilanziellen Behandlung von akquirierten Entwicklungsprojekten, der unterschiedlichen Bewertung bestimmter Rückstellungen sowie dem unterschiedlichen Ausweis der Aufwendungen für bestimmte Wertberichtigungen auf Forderungen. Des Weiteren führen Gewinne aus Sale-and-lease-back-Transaktionen mit einer Operating-Lease Vereinbarung, Entwicklungskosten, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für Pensionen sowie bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten zu Unterschieden. Die regionale Segmentierung berücksichtigt neben der kontinentalen Aufteilung auch die Homogenität der Märkte bezüglich Chancen und Risiken. Die Zuordnung zu den einzelnen Segmenten richtet sich nach dem Sitz der Kunden. ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTDATENDie Zielgrößen, an denen die Segmente vom Vorstand gemessen werden, sind so gewählt, dass diese alle Erträge und Aufwendungen beinhalten, die im Entscheidungsbereich der Segmente liegen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass der dafür am besten geeignete Maßstab das operative Ergebnis (EBIT) ist. Der Vorstand geht davon aus, dass neben dem operativen Ergebnis auch die Kenngröße Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) für Investoren hilfreich sein kann, um die Fähigkeit des Fresenius-Konzerns in Bezug auf die Erzielung von finanziellen Überschüssen und die Bedienung seiner finanziellen Verpflichtungen zu beurteilen. Die Kennzahl EBITDA ist außerdem die Basis für die Beurteilung der Einhaltung von vorgegebenen Kennzahlen im Rahmen der Kreditvereinbarungen des Fresenius-Konzerns (z. B. Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2012 oder Kreditvereinbarung 2013). Die Abschreibungen beziehen sich auf die in dem jeweiligen Unternehmensbereich gebundenen Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer. Das Zinsergebnis umfasst Zinsaufwendungen und Zinserträge. Das Konzernergebnis ist definiert als das Ergebnis nach Ertragsteuern und nach nicht beherrschenden Anteilen. Der operative Cashflow ist der durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Mittelzufluss / -abfluss. Der Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden errechnet sich aus dem operativen Cashflow abzüglich der Netto-Investitionen. Die Finanzverbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, Wandelanleihen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Verbindlichkeiten aus ausstehenden Zahlungen für Akquisitionen sowie Konzernverbindlichkeiten. Die Investitionen beinhalten im Wesentlichen die Zugänge von Sachanlagen. Bei den Akquisitionen handelt es sich sowohl um den Erwerb von Anteilen an rechtlich selbstständigen Unternehmen als auch um den Kauf von Unternehmensteilen und immateriellen Vermögenswerten (z. B. Lizenzen). Die hier dargestellten Kennzahlen geben die vertraglichen Kaufpreise wieder, die sich aus bar bezahlten Beträgen (abzüglich erworbener flüssiger Mittel), übernommenen Schulden sowie der Ausgabe von Aktienanteilen zusammensetzen. In die Kapitalflussrechnung hingegen fließen die in bar gezahlten Kaufpreisbestandteile abzüglich der erworbenen flüssigen Mittel ein. Die EBITDA-Marge errechnet sich aus dem EBITDA im Verhältnis zum Umsatz. Die EBIT-Marge ermittelt sich aus dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz. Die Rentabilität des betriebsnotwendigen Vermögens (ROOA) ist definiert als Quotient aus dem EBIT und dem durchschnittlichen betriebsnotwendigen Vermögen. Das betriebsnotwendige Vermögen ermittelt sich aus der Bilanzsumme abzüglich der aktiven latenten Steuern, der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der erhaltenen Anzahlungen und zugesagten Fördermittel. Des Weiteren werden die Kenngrößen "Abschreibungen in % vom Umsatz" und "Operativer Cashflow in % vom Umsatz" ausgewiesen. ABSTIMMUNG DER KENNZAHLEN ZUM KONSOLIDIERTEN ERGEBNIS
HERLEITUNG DER NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN AUS DER KONZERN-BILANZ
Die regionale Aufteilung der langfristigen Aktiva stellt sich wie folgt dar:
In Deutschland wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Umsatz in Höhe von 6.913 Mio € erwirtschaftet (2015: 6.625 Mio €). In den USA betrug der Umsatz im Jahr 2016 zu aktuellen Währungskursen 13.931 Mio € (2015: 12.786 Mio €) und währungsbereinigt 13.899 Mio €. 34. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSPLÄNEPERSONALAUFWAND AUS DEN AKTIENBASIERTEN VERGÜTUNGSPLÄNEN DES FRESENIUS-KONZERNSIm Geschäftsjahr 2016 weist der Fresenius-Konzern für die seit dem Jahr 2013 ausgegebenen Aktienoptionen 46 Mio € an Personalaufwand aus. Für die leistungsorientierten Pläne berücksichtigt der Fresenius-Konzern Personalaufwand in den Perioden bis zur Unverfallbarkeit der Optionen. Dabei wird von den Marktwerten der zugrunde liegenden Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Gewährung ausgegangen. Der Personalaufwand durch die Ausgabe von Instrumenten mit Barausgleich wird durch den beizulegenden Zeitwert zum jeweiligen Bewertungsstichtag und der Anzahl der ausgegebenen Phantom Stocks oder Performance Shares bestimmt und wird über die Wartezeit bzw. den Erdienungszeitraum verteilt. Der Personalaufwand für Instrumente mit Barausgleich im Geschäftsjahr 2016 betrug 52 Mio €. MARKTWERT DER AKTIENOPTIONENFür die Schätzung der Marktwerte der nach den Aktienoptionsplänen der Fresenius SE & Co. KGaA und der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA gewährten Aktienoptionen wendet der Fresenius-Konzern ein Binomialmodell an. Optionspreismodelle verlangen die Berücksichtigung von sehr subjektiven Annahmen einschließlich der erwarteten Volatilität des Aktienkurses. Die Annahmen des Fresenius-Konzerns beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf Marktentwicklungen und Erfahrungen anderer Gesellschaften ähnlicher Größe und vergleichbarer Industriezweige. Zur Berücksichtigung einer erwarteten frühzeitigen Ausübung wurde eine frühzeitige Ausübung der Optionen mit erfüllter Wartezeit angenommen, sobald der Aktienkurs eine Kursschwelle von 150 % des Ausübungspreises erreicht. Die Aktienoptionen des Fresenius-Konzerns haben Eigenschaften, die wesentlich von den Eigenschaften gehandelter Optionen abweichen. Änderungen subjektiver Annahmen können einen wesentlichen Effekt auf den Marktwert der Option haben. Die gewichteten durchschnittlichen Annahmen zur Bewertung der Marktwerte für Zusagen, die in den Jahren 2016 und 2015 aus dem Fresenius SE & Co. KGaA Aktienoptionsplan 2013 gewährt wurden, sind wie folgt:
Die erwartete Volatilität ergibt sich aus der historischen Volatilität über die erwartete Laufzeit der Aktienoptionen. Die Volatilität wurde bei erstmaliger Berechnung des Fair Values der Aktienoptionen ermittelt und anschließend jährlich mit der Ausgabe einer neuen Tranche überprüft. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSPLÄNE DER FRESENIUS SE & CO. KGAABeschreibung der gültigen aktienbasierten Vergütungspläne der Fresenius SE & Co. KGaAZum 31. Dezember 2016 bestanden in der Fresenius SE & Co. KGaA drei aktienbasierte Vergütungspläne: der auf Wandelschuldverschreibungen basierende Fresenius AG Aktienoptionsplan 2003 (Aktienoptionsplan 2003), der auf Aktienoptionen basierende Fresenius SE Aktienoptionsplan 2008 (Aktienoptionsplan 2008) und das Fresenius SE & Co. KGaA Long Term Incentive Program 2013 (LTIP 2013), das auf Aktienoptionen und Phantom Stocks basiert. Aktienoptionen und Phantom Stocks wurden im Geschäftsjahr 2016 ausschließlich aus dem LTIP 2013 gewährt. LTIP 2013Das LTIP 2013 umfasst den Fresenius SE & Co. KGaA Aktienoptionsplan 2013 (SOP 2013) sowie den Fresenius SE & Co. KGaA Phantom Stock Plan 2013 (PSP 2013) und verbindet die Ausgabe von Aktienoptionen mit der Ausgabe von Phantom Stocks. Nach Ausübung der Phantom Stocks steht den Begünstigten ein Anspruch auf Geldzahlung zu. Sowohl dem SOP 2013 als auch dem PSP 2013, die zusammen das LTIP 2013 bilden, liegt jeweils eine gesonderte Dokumentation zugrunde. SOP 2013Nach Zustimmung durch die Hauptversammlung der Fresenius SE & Co. KGaA am 17. Mai 2013 wurde die Fresenius Management SE ermächtigt, gemäß dem SOP 2013 bis zum 16. Mai 2018 ursprünglich bis zu 8,4 Millionen Bezugsrechte auf bis zu 8,4 Millionen auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien) der Fresenius SE & Co. KGaA auszugeben. Von den ursprünglich bis zu 8,4 Millionen Optionen entfielen bis zu 1,6 Millionen Optionen auf die Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE; bis zu 4,4 Millionen Optionen waren für die Mitglieder der Geschäftsführung direkt oder indirekt verbundener Unternehmen (mit Ausnahme der Fresenius Medical Care) bestimmt und bis zu 2,4 Millionen Optionen waren für Führungskräfte der Fresenius SE & Co. KGaA und ihrer verbundenen Unternehmen (mit Ausnahme der Fresenius Medical Care) bestimmt. Im Zusammenhang mit dem Aktiensplit im Jahr 2014 wurde das Gesamtvolumen der für die Ausgabe zur Verfügung stehenden, noch nicht gewährten Aktienoptionen im gleichen Verhältnis wie das Gezeichnete Kapital (Faktor 3) erhöht, soweit aus dem SOP 2013 noch keine Aktienoptionen ausgegeben worden sind. Gleiches gilt für die Teilmengen der Aktienoptionen, die auf die einzelnen Personengruppen entfallen. Für vor dem Wirksamwerden des Aktiensplits 2014 ausgegebene und noch nicht ausgeübte Aktienoptionen wurde der Anspruch der Bezugsberechtigten, durch Ausübung der Option neue Aktien zu beziehen, in demselben Verhältnis wie das Gezeichnete Kapital erhöht (Faktor 3) und berechtigt nunmehr zum Bezug von drei Inhaber-Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA. Der Ausübungspreis wurde in demselben Verhältnis herabgesetzt. Die Optionen werden in fünf jährlichen Tranchen jeweils mit Wirkung zum letzten Montag im Juli oder ersten Montag im Dezember zugeteilt. Über die Zuteilung von Optionen an Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE entscheidet deren Aufsichtsrat; für die übrigen Teilnehmer des SOP 2013 entscheidet dies der Vorstand der Fresenius Management SE. Der Ausübungspreis einer Option entspricht dem volumengewichteten Durchschnittskurs (Schlusskurs) der nennbetragslosen Stammaktie der Fresenius SE & Co. KGaA im elektronischen Xetra Handel der Deutschen Börse AG in Frankfurt am Main oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem an den letzten 30 Kalendertagen vor dem jeweiligen Zuteilungstag. Die gewährten Optionen haben eine Laufzeit von acht Jahren, können jedoch erst nach einer vierjährigen Wartezeit ausgeübt werden. Zwingende Voraussetzung für die Ausübung von Optionen ist jeweils das Erreichen des jährlichen Erfolgsziels innerhalb der vierjährigen Wartezeit. Das Erfolgsziel ist jeweils erreicht, wenn innerhalb der Wartezeit entweder (i) das um außerordentliche Effekte bereinigte konsolidierte Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt) nach US-GAAP währungsbereinigt um mindestens 8 % pro Jahr im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr gestiegen ist oder (ii), sollte dies nicht der Fall sein, die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (Compounded Annual Growth Rate) des um außerordentliche Effekte bereinigten konsolidierten Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt) nach US-GAAP währungsbereinigt in den vier Jahren der Wartezeit mindestens 8 % beträgt. Sollte das Erfolgsziel in den vier Jahren der Wartezeit weder für die einzelnen Jahre noch für die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate erreicht sein, verfallen die jeweils ausgegebenen Optionen in dem anteiligen Umfang, wie das Erfolgsziel innerhalb der Wartezeit nicht erreicht worden ist, d. h. um ein Viertel, um zwei Viertel, um drei Viertel oder vollständig. In den Jahren 2013, 2014, 2015 und 2016 wurde das Erfolgsziel erreicht. Das bereinigte Konzernergebnis nach US-GAAP (einschließlich Währungsbereinigung) und seine Veränderungen gegenüber dem bereinigten Konzernergebnis nach US-GAAP (ohne Währungsbereinigung) des maßgeblichen Vergleichsjahres werden jeweils vom Abschlussprüfer der Fresenius SE & Co. KGaA auf der Grundlage des geprüften Konzernabschlusses verbindlich verifiziert. Bei den Ausübungen von Optionen hat die Fresenius SE & Co. KGaA das Recht, die Aktienoptionen durch eigene Aktien zu bedienen, anstatt durch Ausgabe von neuen Aktien das Kapital zu erhöhen. Nach Ablauf der Wartezeit können alle Optionen, sofern das Erfolgsziel erreicht wurde, zu jedem Zeitpunkt außerhalb der festgelegten Ausübungssperrfristen ausgeübt werden. PSP 2013Der PSP 2013 der Fresenius SE & Co. KGaA wurde im Mai 2013 zusammen mit dem SOP 2013 im Rahmen des LTIP 2013 eingeführt. Zuteilungen von Phantom Stocks können an jedem Zuteilungstag unter dem SOP 2013 gewährt werden. Die unter dem PSP 2013 zugeteilten Phantom Stocks können an Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE, Mitglieder der Geschäftsführung direkt oder indirekt verbundener Unternehmen (mit Ausnahme der Fresenius Medical Care) und Führungskräfte der Fresenius SE & Co. KGaA und ihrer verbundenen Unternehmen (mit Ausnahme der Fresenius Medical Care) gewährt werden. Den Inhabern von vor dem Wirksamwerden des Aktiensplits 2014 bereits zugeteilten Phantom Stocks wird ein wirtschaftlicher Ausgleich gewährt in Form der nachträglichen Verdreifachung der vor dem Wirksamwerden des Aktiensplits 2014 zugeteilten Anzahl von Phantom Stocks. Wie beim SOP 2013 entscheidet über die Zuteilung von Phantom Stocks an die Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE deren Aufsichtsrat; für die übrigen Teilnehmer des PSP 2013 entscheidet dies der Vorstand der Fresenius Management SE. Die unter dem PSP 2013 zugeteilten Phantom Stocks berechtigen den Begünstigten zu einer Geldzahlung. Für jede zugeteilte Phantom Stock erhält der Begünstigte einen Betrag in Höhe des volumengewichteten Durchschnittskurses (Schlusskurs) der nennbetragslosen Stammaktie der Fresenius SE & Co. KGaA im elektronischen Xetra Handel der Deutschen Börse AG in Frankfurt am Main oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem der letzten drei Monate vor dem Ausübungstag des Phantom Stocks. Zwingende Voraussetzung für die Ausübung von Phantom Stocks ist jeweils das Erreichen des jährlichen Erfolgsziels innerhalb der vierjährigen Wartezeit. Das Erfolgsziel ist jeweils erreicht, wenn innerhalb der Wartezeit entweder (i) das um außerordentliche Effekte bereinigte konsolidierte Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt) nach US-GAAP währungsbereinigt um mindestens 8 % pro Jahr im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr gestiegen ist oder (ii), sollte dies nicht der Fall sein, die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (Compounded Annual Growth Rate) des um außerordentliche Effekte bereinigten konsolidierten Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt) nach US-GAAP währungsbereinigt in den vier Jahren der Wartezeit mindestens 8 % beträgt. Sollte das Erfolgsziel in den vier Jahren der Wartezeit weder für die einzelnen Jahre noch für die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate erreicht sein, verfallen die jeweils ausgegebenen Phantom Stocks in dem anteiligen Umfang, wie das Erfolgsziel innerhalb der Wartezeit nicht erreicht worden ist, d. h. um ein Viertel, um zwei Viertel, um drei Viertel oder vollständig. In den Jahren 2013, 2014, 2015 und 2016 wurde das Erfolgsziel erreicht. Das bereinigte Konzernergebnis nach US-GAAP (einschließlich Währungsbereinigung) und seine Veränderungen gegenüber dem bereinigten Konzernergebnis nach US-GAAP (ohne Währungsbereinigung) des maßgeblichen Vergleichsjahres werden jeweils vom Abschlussprüfer der Fresenius SE & Co. KGaA auf der Grundlage des geprüften Konzernabschlusses verbindlich verifiziert. Nach Ablauf der Wartezeit werden alle ausübbaren Phantom Stocks am 1. März des Jahres, das dem Ende der Wartezeit folgt (oder am darauf folgenden Bankarbeitstag), als vollständig ausgeübt angesehen und ausbezahlt. Aktienoptionsplan 2008Im Jahr 2008 führte die Fresenius SE den Aktienoptionsplan 2008 zur Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands und leitende Mitarbeiter der Gesellschaft und verbundener Unternehmen ein. Darunter konnten ursprünglich bis zu 6,2 Millionen Optionen ausgegeben werden, die ausschließlich zum Bezug von insgesamt 6,2 Millionen Stammaktien berechtigten. Für vor dem Wirksamwerden des Aktiensplits 2014 ausgegebene und noch nicht ausgeübte Aktienoptionen erhöht sich der Anspruch der Bezugsberechtigten, durch Ausübung der Option neue Aktien zu beziehen, in demselben Verhältnis wie das Gezeichnete Kapital erhöht wurde (Faktor 3) und berechtigt nunmehr zum Bezug von drei Inhaber-Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA. Dementsprechend erhöht sich die Zahl der höchstens auszugebenden Stammaktien. Der Ausübungspreis wurde in demselben Verhältnis herabgesetzt. Die gewährten Optionen haben eine Laufzeit von sieben Jahren, können jedoch erst nach einer dreijährigen Wartezeit ausgeübt werden. Zwingende Voraussetzung für die Ausübung von Optionen ist das Erreichen des jährlichen Erfolgsziels innerhalb der dreijährigen Wartezeit. Das Erfolgsziel ist jeweils erreicht, wenn das um außerordentliche Effekte bereinigte konsolidierte Konzernergebnis des Fresenius-Konzerns jeweils im Vergleich zum bereinigten Konzernergebnis des vorherigen Geschäftsjahres um mindestens 8 % gestiegen ist. Für jedes Jahr, in dem das Ziel nicht erreicht wird, verfallen die Optionen anteilig um jeweils ein Drittel. Das bereinigte Konzernergebnis ist auf der Grundlage der Berechnungsmethode der Bilanzierungsgrundsätze nach US-GAAP zu ermitteln und wird für Zwecke des Aktienoptionsplans 2008 festgelegt und vom Abschlussprüfer der Gesellschaft auf der Grundlage des geprüften Konzernabschlusses verbindlich verifiziert. Das Erfolgsziel wurde in allen Jahren erreicht. Bei Erfüllung aller Voraussetzungen können die Optionen ganzjährig mit Ausnahme festgelegter Ausübungssperrfristen ausgeübt werden. Dieses auf Aktienoptionen basierende Vergütungsprogramm wurde durch den SOP 2013 ersetzt. Im Jahr 2012 wurden aus diesem Plan letztmalig Aktienoptionen ausgegeben. Aktienoptionsplan 2003Im Jahr 2003 führte die Fresenius AG den Aktienoptionsplan 2003 zur Ausgabe von Aktien an Mitglieder des Vorstands und leitende Mitarbeiter ein. Dieses auf Wandelschuldverschreibungen basierende Vergütungsprogramm wurde durch den Aktienoptionsplan 2008 ersetzt. Im Jahr 2007 wurden aus diesem Plan letztmalig Wandelschuldverschreibungen ausgegeben. Der Aktienoptionsplan 2003 gewährt den Bezugsberechtigten das Recht, Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA zu erwerben. Die aus diesem Plan gewährten Wandelschuldverschreibungen haben eine Laufzeit von zehn Jahren. Sie können jeweils zu einem Drittel frühestens nach zwei, drei oder vier Jahren nach dem Ausgabedatum gewandelt werden. Transaktionen im Geschäftsjahr 2016Im Geschäftsjahr 2016 gab die Fresenius SE & Co. KGaA im Rahmen des LTIP 2013 2.254.663 Aktienoptionen mit einem gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreis von 66,03 € und einem gewichteten durchschnittlichen Marktwert von 15,31 € pro Aktienoption aus. Hiervon wurden 348.750 Aktienoptionen an den Vorstand der Fresenius Management SE ausgegeben. Der Marktwert aller ausgegebenen Aktienoptionen beträgt 35 Mio € und wird über die vierjährige Wartezeit amortisiert. Die Fresenius SE & Co. KGaA gewährte zudem 234.987 Phantom Stocks im Rahmen des LTIP 2013, davon 34.574 Phantom Stocks an Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE, zu einem Marktwert am Bewertungsstichtag, dem 31. Dezember 2016, von je 71,34 € und einem Gesamtmarktwert von 17 Mio €, der im Falle einer Marktwertänderung neu bewertet und über die vierjährige Wartezeit amortisiert wird. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 1.480.421 Aktienoptionen ausgeübt. Der durchschnittliche Aktienkurs der Stammaktie zum Ausübungszeitpunkt betrug 67,30 €. Durch diese Ausübungen flossen der Fresenius SE & Co. KGaA flüssige Mittel in Höhe von 31 Mio € zu. Der innere Wert der ausgeübten Wandelschuldverschreibungen und Aktienoptionen im Geschäftsjahr 2016 betrug 65 Mio €. Der Bestand an Wandelschuldverschreibungen aus dem Aktienoptionsplan 2003 betrug 284.062 Stück zum 31. Dezember 2016, die alle ausübbar waren. Die Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE hielten keine Wandelschuldverschreibungen mehr. Der Bestand an Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2008 betrug 2.560.201 Stück zum 31. Dezember 2016, die alle ausübbar waren. 248.280 entfielen auf die Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE. Der Bestand an Aktienoptionen aus dem LTIP 2013 betrug 8.056.013 Stück zum 31. Dezember 2016, wovon 1.046.250 auf die Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE entfielen. Der Bestand an Phantom Stocks aus dem LTIP 2013 betrug 1.056.188 Stück, davon entfielen 202.055 auf die Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE. Die Transaktionen hinsichtlich der Aktienoptionen sind wie folgt zusammengefasst:
Die folgende Tabelle zeigt Angaben bezüglich der ausstehenden und ausübbaren Aktienoptionen zum 31. Dezember 2016: OPTIONEN AUF STAMMAKTIEN
Zum 31. Dezember 2016 betrug der kumulierte innere Wert der ausübbaren Optionen auf Stammaktien 143 Mio €. Am 31. Dezember 2016 bestand nach dem Aktienoptionsplan 2008 und dem LTIP 2013 der Fresenius SE & Co. KGaA ein unrealisierter Personalaufwand in Höhe von 57 Mio € für Aktienoptionen, die die Wartezeit noch nicht erfüllt haben. Es wird erwartet, dass dieser Aufwand über einen durchschnittlichen Zeitraum von 2,9 Jahren anfällt. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSPLÄNE DER FRESENIUS MEDICAL CARE AG & CO. KGAADie Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC-AG & Co. KGaA) hat zum 31. Dezember 2016 verschiedene aktienbasierte Vergütungspläne, die entweder die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten oder von Instrumenten mit Barausgleich vorsehen. Vergütungsplan mit langfristiger Anreizwirkung der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA 2016Die Zuteilung von Aktienoptionen oder Phantom Stocks unter dem Vergütungsprogramm mit langfristiger Anreizwirkung der FMC-AG & Co. KGaA 2011 (Long-Term Incentive Program 2011 - LTIP 2011) ist seit dem 11. Mai 2016 nicht mehr möglich. Um die Mitglieder des Vorstands, die Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie andere Führungskräfte im Interesse der Fresenius Medical Care auch weiterhin in angemessener Weise am langfristigen und nachhaltigen Erfolg von Fresenius Medical Care teilhaben zu lassen, haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der Fresenius Medical Care Management AG (FMC Management AG) den Vergütungsplan mit langfristiger Anreizwirkung der FMC-AG & Co. KGaA 2016 (Long-Term Incentive Plan 2016 - LTIP 2016) als Nachfolgeprogramm mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 gebilligt und eingeführt. Bei dem LTIP 2016 handelt es sich um ein variables Vergütungsprogramm mit langfristiger Anreizwirkung. Der LTIP 2016 sieht vor, dass den Planteilnehmern in den Jahren 2016 bis 2018 ein- oder zweimal jährlich sogenannte "Performance Shares" zugeteilt werden können. Performance Shares sind nicht durch Eigenkapital hinterlegte, virtuelle Vergütungsinstrumente, die in Abhängigkeit von der Erreichung vordefinierter, nachstehend im Einzelnen beschriebener Erfolgsziele sowie von der Entwicklung des Aktienkurses der FMC-AG & Co. KGaA Ansprüche auf Barzahlung vermitteln können. Für die Mitglieder des Vorstands legt der Aufsichtsrat nach pflichtgemäßem Ermessen mit Rücksicht auf die individuellen Verantwortlichkeiten und die Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder als Initialgröße für jede Gewährung an Vorstandsmitglieder einen sogenannten Gewährungswert fest. Für die übrigen Planteilnehmer erfolgt diese Festlegung durch den Vorstand. Der Gewährungswert wird in der Währung festgelegt, in der der jeweilige Planteilnehmer zum Zeitpunkt der Gewährung sein Grundgehalt bezieht. Um die Anzahl der den einzelnen Planteilnehmern zugeteilten Performance Shares aus dem Gewährungswert zu ermitteln, wird deren jeweiliger Gewährungswert durch den Wert einer Performance Share im Zeitpunkt der Zuteilung dividiert, der sich im Wesentlichen nach dem Durchschnittskurs der Aktie der FMC-AG & Co. KGaA im Zeitraum von 30 Kalendertagen vor dem jeweiligen Zuteilungstag bestimmt. Die Anzahl an Performance Shares kann sich über den dreijährigen Bemessungszeitraum in Abhängigkeit vom Grad der Erreichung der folgenden drei Erfolgsziele verändern: (i) Wachstum der Umsatzerlöse (Revenue Growth), (ii) Steigerung des auf die Anteilseigner der FMC-AG & Co. KGaA entfallenden jährlichen Konzernergebnisses (Steigerung des Konzernergebnisses, Net Income Growth) sowie (iii) Steigerung der Rendite auf das investierte Kapital (Return on Invested Capital (ROIC) improvement). Die Umsatzerlöse, das Konzernergebnis und der ROIC werden gemäß IFRS in Euro basierend auf Ganzjahreszahlen ermittelt. Das Wachstum der Umsatzerlöse und die Steigerung des Konzernergebnisses werden für die Zwecke dieses Plans währungsbereinigt bestimmt. Für das Erfolgsziel Wachstum der Umsatzerlöse ist eine jährliche 100 %-Zielerreichung gegeben, wenn dieses für jedes einzelne Jahr der dreijährigen Bemessungsgrundlage bei 7 % liegt; ein Wachstum der Umsatzerlöse von 0 % führt zu einer Zielerreichung von 0 %, die maximale Zielerreichung von 200 % ist bei einem Wachstum der Umsatzerlöse von mindestens 16 % gegeben. Wird ein Wachstum der Umsatzerlöse zwischen diesen Werten erreicht, wird der Grad der Zielerreichung linear zwischen diesen Werten interpoliert. Eine jährliche 100 %-Zielerreichung für das Erfolgsziel der Steigerung des Konzernergebnisses ist gegeben, wenn die Steigerung des Konzernergebnisses für jedes einzelne Jahr der dreijährigen Bemessungsgrundlage bei 7 % liegt. Bei einer Steigerung des Konzernergebnisses von 0 % beträgt auch die Zielerreichung 0 %; die maximale Zielerreichung von 200 % wird bei einer Steigerung des Konzernergebnisses von mindestens 14 % erreicht. Zwischen diesen Werten wird der Grad der Zielerreichung linear interpoliert. Als drittes Erfolgsziel wird die Steigerung der Rendite auf das Investierte Kapital (ROIC) gemessen. Eine jährliche 100 %-Zielerreichung ist gegeben, wenn das für das jeweilige Jahr definierte ROIC-Ziel erreicht ist. Dieses beträgt für das Jahr 2016 7,3 % und erhöht sich pro Jahr jeweils um 0,2 Prozentpunkte, also auf 7,5 % (2017), 7,7 % (2018), 7,9 % (2019) bzw. 8,1 % (2020). Eine Zielerreichung von 0 % ist gegeben, wenn das ROIC-Ziel in dem jeweiligen Jahr um 0,2 Prozentpunkte oder mehr unterschritten wird, während die maximale Zielerreichung von 200 % erreicht ist, wenn das ROIC-Ziel in dem jeweiligen Jahr um 0,2 Prozentpunkte oder mehr überschritten wird. Der Grad der Zielerreichung bei einem ROIC-Ergebnis zwischen diesen Werten wird linear interpoliert. Sofern die Zielerreichung des jährlichen ROIC-Ziels im dritten Jahr eines Bemessungszeitraums höher ist als die Zielerreichung in jedem der beiden Vorjahre dieses Bemessungszeitraums oder dieser entspricht, gilt die ROIC-Zielerreichung des dritten Jahres für alle Jahre des jeweiligen Bemessungszeitraums. Der Grad der Zielerreichung für jedes dieser drei Erfolgsziele fließt jährlich zu jeweils einem Drittel in die Berechnung des Grades der jährlichen Zielerreichung ein, die für jedes Jahr des dreijährigen Bemessungszeitraums errechnet wird. Der Grad der Gesamtzielerreichung während des dreijährigen Bemessungszeitraums bestimmt sich dann nach dem Mittel dieser drei durchschnittlichen jährlichen Zielerreichungen. Die Gesamtzielerreichung kann in einem Korridor zwischen 0 % und 200 % liegen. Die Anzahl der den Planteilnehmern zu Beginn des Bemessungszeitraums jeweils zugeteilten Performance Shares wird mit dem Grad der Gesamtzielerreichung multipliziert, um die endgültige Anzahl an Performance Shares zu ermitteln. Die endgültige Anzahl an Performance Shares gilt prinzipiell vier Jahre nach dem Tag der jeweiligen Zuteilung als erdient (Erdienungszeitraum). Die Anzahl der solchermaßen erdienten Performance Shares wird dann mit dem Durchschnittskurs der Aktie der FMC-AG & Co. KGaA während eines Zeitraums von 30 Tagen vor Ablauf dieses Erdienungszeitraums multipliziert. Der sich hieraus ergebende Betrag wird den Planteilnehmern dann als Barvergütung ausbezahlt. Vergütungsprogramm mit langfristiger Anreizwirkung der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA 2011 (Long Term Incentive Program 2011)Durch Zustimmung der ordentlichen Hauptversammlung der FMC-AG & Co. KGaA wurde am 12. Mai 2011 der Aktienoptionsplan 2011 der FMC-AG & Co. KGaA geschaffen. Der Aktienoptionsplan 2011 bildet zusammen mit dem Phantom Stock Plan 2011, der durch Beschluss des Vorstands und des Aufsichtsrats der FMC Management AG geschaffen wurde, das Long Term Incentive Program 2011 (LTIP 2011). Nach dem LTIP 2011 wurden den Teilnehmern Zuteilungen gewährt, die aus einer Kombination von Aktienoptionen und Phantom Stocks bestanden. Die letzte Gewährung im Rahmen des LTIP 2011 erfolgte im Dezember 2015. Die Zuteilungen unter dem LTIP 2011 unterliegen einer vierjährigen Wartezeit. Ausgeübt werden können die gewährten Zuteilungen nur dann, wenn die vordefinierten Erfolgsziele erreicht werden. In Zusammenhang mit der Einführung des Aktienoptionsplans 2011 wurde eine Kapitalerhöhung von bis zu 12 Mio € beschlossen, bedingt durch die Ausgabe von bis zu 12 Millionen nennwertlosen Inhaber-Stammaktien mit einem Nennwert von 1,00 € pro Aktie. Die unter dem LTIP 2011 gewährten Aktienoptionen haben eine Laufzeit von acht Jahren und können erstmalig nach einer Wartezeit von vier Jahren ausgeübt werden. Der Ausübungspreis der Aktienoptionen, die unter dem LTIP 2011 gewährt wurden, ist der Durchschnittskurs der Aktie der FMC-AG & Co. KGaA an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten 30 Kalendertage unmittelbar vor dem Datum einer jeweiligen Gewährung. Bei Aktienoptionen, die unter dem LTIP 2011 an Bezugsberechtigte aus den USA gewährt werden, handelt es sich um nicht qualifizierte Aktienoptionen gemäß dem United States Internal Revenue Code (dem amerikanischen Bundessteuergesetz) in der angepassten Fassung von 1986. Bezugsberechtigte oder deren Erben können die unter dem LTIP 2011 gewährten Aktienoptionen nicht übertragen, verpfänden, abtreten oder anderweitig veräußern. Nach Ausübung der unter dem LTIP 2011 gewährten Phantom Stocks stehen den Begünstigten Zahlungsansprüche gegen die FMC-AG & Co. KGaA in Euro zu. Die Zahlung pro Phantom Stock, die anstelle der Ausgabe einer Aktie vorgenommen wird, basiert auf dem Aktienkurs einer Aktie der FMC-AG & Co. KGaA an der Frankfurter Wertpapierbörse am Tag der Ausübung. Die Phantom Stocks haben eine Laufzeit von fünf Jahren und können erstmalig nach einer vierjährigen Wartezeit ausgeübt werden. Abweichend hiervon werden Phantom Stocks von Teilnehmern, die dem US-Steuerrecht unterliegen, in jedem Fall im März des Jahres, das dem Ende der Wartezeit folgt, als ausgeübt angesehen. Aktienoptionsplan 2006Im Zusammenhang mit der Implementierung des Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA Aktienoptionsplans 2006 (angepasster Plan 2006) wurde im Jahr 2006 eine Kapitalerhöhung von bis zu 12,8 Mio € beschlossen, bedingt durch die Ausgabe von bis zu 5 Millionen neuer Inhaber-Stammaktien mit einem Nennwert von 1,00 € pro Aktie. Durch den im Jahr 2007 erfolgten Aktiensplit wurde der Gesamtnennbetrag im selben Verhältnis angepasst, wie das Gezeichnete Kapital durch die Kapitalerhöhung von bis zu 15 Mio € durch Ausgabe von bis zu 15 Millionen neuen nennwertlosen Inhaber-Stammaktien. Seit Dezember 2010 wurden keine weiteren Aktienoptionen unter dem angepassten Plan 2006 ausgegeben. Die ausstehenden Aktienoptionen sind bis Dezember 2017 ausübbar. Bei den unter dem angepassten Plan 2006 gewährten Aktienoptionen für bezugsberechtigte Planteilnehmer aus den USA handelt es sich um nicht qualifizierte Aktienoptionen gemäß dem United States Internal Revenue Code (dem amerikanischen Bundessteuergesetz) in der angepassten Fassung von 1986. Bezugsberechtigte oder deren Erben können die unter dem angepassten Plan 2006 gewährten Aktienoptionen nicht übertragen, verpfänden, abtreten oder anderweitig veräußern. Transaktionen im Geschäftsjahr 2016Am 25. Juli 2016 wurden die ersten Zuteilungen unter dem LTIP 2016 vorgenommen. Im Laufe des Geschäftsjahres 2016 hat Fresenius Medical Care 642.349 Performance Shares unter dem LTIP 2016 gewährt. Dies beinhaltet 79.888 Performance Shares, die an die Vorstandmitglieder der FMC Management AG gewährt wurden. Der durchschnittliche gewichtete beizulegende Zeitwert je Performance Share am Bewertungsstichtag betrug 76,19 € mit einem Gesamtmarktwert von 49 Mio €, der im Falle einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts neu bewertet wird. Der Gesamtmarktwert wird über den vierjährigen Erdienungszeitraum verteilt. Im Jahr 2016 flossen der FMC-AG & Co. KGaA 39 Mio € flüssige Mittel aus der Ausübung von Aktienoptionen zu. Der innere Wert der ausgeübten Aktienoptionen im Jahr 2016 betrug 31 Mio €. Eine im Zusammenhang stehende Steuergutschrift in Höhe von 8 Mio € wird von der FMC-AG & Co. KGaA für das Jahr 2016 ausgewiesen. Im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich nach dem LTIP 2011 und dem LTIP 2016 wurden Aufwendungen in Höhe von 35 Mio € und 11 Mio € im Jahr 2016 und 2015 erfasst. Zum 31. Dezember 2016 hielten die Mitglieder des Vorstands der FMC Management AG 1.010.784 Aktienoptionen und Mitarbeiter der FMC-AG & Co. KGaA 5.056.383 Aktienoptionen aus den verschiedenen aktienbasierten Vergütungsplänen der Fresenius Medical Care. Zum 31. Dezember 2016 hielten die Mitglieder des Vorstands der FMC Management AG 81.019 Phantom Stocks und Mitarbeiter der FMC-AG & Co. KGaA 812.970 Phantom Stocks aus dem LTIP 2011. Zum 31. Dezember 2016 hielten die Mitglieder des Vorstands der FMC Management AG 79.888 Performance Shares. Mitarbeiter der FMC-AG & Co. KGaA hielten 555.148 Performance Shares aus dem LTIP 2016. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der ausstehenden Aktienoptionen am 31. Dezember 2016 im Vergleich zum 31. Dezember 2015:
Die folgende Tabelle zeigt Angaben bezüglich der ausübbaren Aktienoptionen für Stammaktien, die die Wartezeit zum 31. Dezember 2016 erfüllt haben:
Am 31. Dezember 2016 bestand nach allen Plänen ein unrealisierter Personalaufwand in Höhe von 21 Mio € für Aktienoptionen, die die Wartezeit noch nicht erfüllt haben. Es wird erwartet, dass dieser Aufwand über einen durchschnittlichen Zeitraum von 2 Jahren anfällt. 35. GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN MIT NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMENHerr Prof. Dr. h. c. Roland Berger, Gesellschafter der Roland Berger Strategy Consultants Holding GmbH, war bis zum 13. Mai 2016 Mitglied des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE und der Fresenius SE & Co. KGaA. Der Fresenius-Konzern hat im Geschäftsjahr 2016 keine Beratungsleistungen von der Roland Berger Gruppe in Anspruch genommen. Im Jahr 2015 hat der Fresenius-Konzern an mit dieser Gesellschaft verbundene Unternehmen der Roland Berger Gruppe 0,05 Mio € für erbrachte Beratungsleistungen gezahlt, nachdem sich zuvor der Aufsichtsrat der Fresenius Management SE und der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA mit den Beratungsleistungen befasst und ihnen zugestimmt hatte. Herr Dr. Dieter Schenk, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Fresenius Management SE, ist Partner der international agierenden Rechtsanwaltskanzlei Noerr LLP, die für den Konzern tätig ist. Der Fresenius-Konzern hat dieser Anwaltssozietät rund 0,9 Mio € für erbrachte Rechtsberatung im Jahr 2016 gezahlt (2015: 1,4 Mio €), nachdem sich zuvor der Aufsichtsrat der Fresenius Management SE mit den Mandatierungen befasst und diesen zugestimmt hatte. Dieser Zahlungsbetrag beinhaltet auch Zahlungen für bereits im Jahr 2015 erbrachte Dienstleistungen, die erst in 2016 zur Auszahlung gekommen sind. An die persönlich haftende Gesellschafterin Fresenius Management SE wurden im Jahr 2016 Zahlungen in Höhe von 14 Mio € für Vergütungen für Vorstände und Aufsichtsräte, Haftungsvergütungen und sonstigen Auslagenersatz geleistet (2015: 18 Mio €). Zum 31. Dezember 2016 bestanden gegenüber der Fresenius Management SE Verbindlichkeiten in Höhe von 38 Mio € (31. Dezember 2015: 34 Mio €), im Wesentlichen bestehend aus Pensionsverpflichtungen und Vorstandsvergütungen. Die zuvor genannten Beträge sind Nettobeträge. Darüber hinaus wurde die jeweilige Umsatz- bzw. Versicherungssteuer gezahlt. Im Jahr 2015 gewährte Fresenius Medical Care einem assoziierten Unternehmen unbesicherte Darlehen in Höhe von 60 Mio € zu marktüblichen Konditionen, die zum 30. Juni 2016 vollständig zurückgezahlt wurden. 36. WESENTLICHE EREIGNISSE SEIT ENDE DES GESCHÄFTSJAHRESAm 31. Januar 2017 hat Fresenius Helios den Erwerb von 100 % der Anteile an IDC Salud Holding S.L.U. (Quirónsalud), dem mit Abstand größten privaten Krankenhausbetreiber in Spanien, zu einem Kaufpreis von 5,76 Mrd € abgeschlossen. Zu weiteren Einzelheiten der Akquisition und ihrer Finanzierung siehe Anmerkungen 2, Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzanlagen, 21, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen, 22, Anleihen, 23, Wandelanleihen und 26, Eigenkapital der Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA. Seit Ende des Geschäftsjahres 2016 bis zum 21. Februar 2017 haben sich keine wesentlichen Änderungen im Branchenumfeld ergeben. Sonstige Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind seit Ende des Geschäftsjahres ebenfalls nicht eingetreten. ERLÄUTERUNGEN NACH DEM HANDELSGESETZBUCH37. VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATIndividualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im geprüften Vergütungsbericht (siehe Seite 137 ff.), der Bestandteil des Konzern-Lageberichts ist, dargestellt. Die Vergütung des Vorstands ist in ihrer Gesamtheit leistungsorientiert und setzte sich im Geschäftsjahr 2016 aus drei Komponenten zusammen:
Die Barvergütung des Vorstands belief sich für die Wahrnehmung seiner Aufgaben auf 14.573 Tsd € (2015: 13.998 Tsd €). Davon entfielen 5.319 Tsd € (2015: 6.055 Tsd €) auf eine erfolgsunabhängige Vergütung und 9.254 Tsd € (2015: 7.943 Tsd €) auf eine erfolgsbezogene Vergütung. Die Höhe der erfolgsbezogenen Vergütung ist abhängig von der Erreichung von Zielen im Hinblick auf das Konzernergebnis des Fresenius-Konzerns und der Unternehmensbereiche. Als Komponente mit langfristiger Anreizwirkung erhielten die Mitglieder des Vorstands 348.750 Aktienoptionen aus dem Fresenius SE & Co. KGaA Aktienoptionsplan 2013 und eine aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich in Höhe von 5.140 Tsd €. Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug 25.051 Tsd € (2015: 27.065 Tsd €). Die Gesamtvergütung der Aufsichtsräte der Fresenius SE & Co. KGaA und der Fresenius Management SE und deren Ausschüsse belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 4.388 Tsd € (2015: 3.648 Tsd €). Davon entfielen 220 Tsd € (2015: 206 Tsd €) auf Festvergütung, 100 Tsd € (2015: 100 Tsd €) auf Vergütung für Ausschusstätigkeit und 4.068 Tsd € (2015: 3.342 Tsd €) auf variable Vergütung. Im Geschäftsjahr 2016 sind im Rahmen von Pensionszusagen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder Bezüge in Höhe von 1.094 Tsd € (2015: 1.081 Tsd €) gezahlt worden. Für diesen Personenkreis besteht eine Pensionsverpflichtung von 23.183 Tsd € (2015: 17.835 Tsd €). In den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wurden an die Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE keine Darlehen oder Vorschusszahlungen auf zukünftige Vergütungsbestandteile gewährt. 38. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERSIn den Geschäftsjahren 2016 bzw. 2015 wurden folgende Honorare für den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, und die mit ihr nahe stehenden Unternehmen im Aufwand erfasst:
Der für die Auftragsdurchführung verantwortliche Abschlussprüfer ist seit 2012 für die Prüfung des Konzernabschlusses zuständig. 39. CORPORATE GOVERNANCEFür jedes in den Konzernabschluss einbezogene börsennotierte Unternehmen ist die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären über die Internetseite der Fresenius SE & Co. KGaA (www.fresenius.de/corporate-governance) bzw. der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (www.freseniusmedicalcare.com/de) zugänglich gemacht worden. 40. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGDie persönlich haftende Gesellschafterin und der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn des Jahres 2016 der Fresenius SE & Co. KGaA wie folgt zu verwenden:
41. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Bad Homburg v. d. H., den 21. Februar 2017 Fresenius SE & Co. KGaA, vertreten durch: Fresenius Management SE, die persönlich haftende Gesellschafterin Der Vorstand S. Sturm Dr. F. De Meo Dr. J. Götz M. Henriksson R. Powell Dr. E. Wastler Corporate GovernanceWeitere Angaben zur Corporate GovernanceVERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht fasst die wesentlichen Elemente des Systems zur Vergütung des Vorstands der Fresenius Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA zusammen und erläutert in diesem Zusammenhang vor allem die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung. Darüber hinaus werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts des Einzelabschlusses und des Konzern-Lageberichts der Fresenius SE & Co. KGaA. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie unter Berücksichtigung der Entsprechenserklärung der Fresenius SE & Co. KGaA vom Dezember 2016 erstellt und beinhaltet ferner die Angaben, die nach den maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften, vor allem dem Handelsgesetzbuch, erforderlich sind. VERGÜTUNG DES VORSTANDSFür die Festlegung der Vorstandsvergütung ist das Aufsichtsratsplenum der Fresenius Management SE zuständig. Der Aufsichtsrat wird dabei von einem Personalausschuss unterstützt. Der Personalausschuss der Fresenius Management SE setzte sich aus den Herren Dr. Gerd Krick, Dr. Dieter Schenk und Dr. Karl Schneider zusammen. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Mitglieder des Vorstands an der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens entsprechend ihren Aufgaben und Leistungen sowie den Erfolgen bei der Gestaltung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Unternehmens unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds angemessen teilhaben zu lassen. Die Vergütung des Vorstands ist in ihrer Gesamtheit leistungsorientiert und setzte sich im Geschäftsjahr 2016 aus drei Bestandteilen zusammen:
Des Weiteren bestehen für die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen. Herr Dr. Ulf M. Schneider ist mit Wirkung zum 30. Juni 2016 aus dem Vorstand der Fresenius Management SE ausgeschieden. Er erhielt für das Geschäftsjahr zeitanteilig die erfolgsunabhängige Vergütung sowie den Bonus. Ihm wurden dagegen für das Geschäftsjahr 2016 keine Aktienoptionen und Phantom Stocks gewährt. Die Teilnahmebedingungen der Aktienoptionspläne sehen bei einem einvernehmlichen Ausscheiden vor, dass Teilnehmer innerhalb von 60 Kalendertagen (gegebenenfalls zuzüglich Ausübungssperrfristen) nach ihrem Ausscheiden Aktienoptionen ausüben können, sofern deren Wartefrist abgelaufen und das Erfolgsziel erreicht ist. Von dieser Möglichkeit hat Herr Dr. Ulf M. Schneider Gebrauch gemacht und nach seinem Ausscheiden 227.040 Aktienoptionen ausgeübt. 270.000 ihm bereits zugeteilte Aktienoptionen und 80.499 ihm bereits zugeteilte Phantom Stocks verfielen ersatzlos, da deren Wartefrist noch nicht abgelaufen war. Herrn Dr. Ulf M. Schneiders dienstvertragliche Pensionszusage bleibt von seinem Ausscheiden unberührt. Die Ausgestaltung der einzelnen Bestandteile folgt den nachstehenden Kriterien: Die Festvergütung wurde im Geschäftsjahr 2016 in zwölf monatlichen Raten ausbezahlt. Herr Rice Powell erhält einen Teil seiner Festvergütung von Fresenius Medical Care North America in 24 Raten ausbezahlt. Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen erhalten, die im Wesentlichen aus Versicherungsleistungen, der Privatnutzung eines Firmen-Pkw, Sonderzahlungen wie Wohnkostenzuschüssen und Gebührenerstattungen, Schulgeld, der Übernahme von Kosten für den Betrieb von Einbruchmeldeanlagen sowie Zuschüssen zur Renten- und Krankenversicherung bestehen. Die erfolgsbezogene Vergütung wird auch für das Geschäftsjahr 2016 in Form einer kurzfristig ausgerichteten Barzahlungskomponente (einjährige variable Vergütung) und als Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung (Aktienoptionen, aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich (Phantom Stocks), verschobene Zahlungen der einjährigen variablen Vergütung) gewährt. Die Höhe der jeweiligen einjährigen variablen Vergütung ist davon abhängig, dass bestimmte am Konzernergebnis des Fresenius-Konzerns bzw. der relevanten Unternehmensbereiche orientierte Zielparameter erreicht werden. Im Falle der Vorstandsmitglieder mit funktionaler Verantwortlichkeit für den Gesamtkonzern -das sind die Herren Sturm, Dr. Schneider 1 und Dr. Götz - leitet sich die Höhe der einjährigen variablen Vergütung vollständig vom jeweiligen Konzernjahresüberschuss der Fresenius SE & Co. KGaA (nach Abzug von Minderheitsanteilen) ab. Bei den Herren Henriksson und Dr. De Meo hängt die Höhe der einjährigen variablen Vergütung rund hälftig von der Entwicklung des Konzernjahresüberschusses der Fresenius SE & Co. KGaA sowie im Übrigen von der Entwicklung des Jahresüberschusses des Unternehmensbereichs (jeweils nach Abzug von Minderheitsanteilen), für den das jeweilige Vorstandsmitglied zuständig ist, ab. Die einjährige variable Vergütung von Herrn Dr. Wastler richtet sich rund hälftig nach dem Konzernjahresüberschuss der Fresenius SE & Co. KGaA (nach Abzug von Minderheitsanteilen) sowie nach dem Konzernjahresergebnis vor Steuern und außerordentlichen Erträgen / Aufwendungen der VAMED-Gruppe. Herr Rice Powell erhält seine Vergütung ausschließlich von Fresenius Medical Care. Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat Mitgliedern des Vorstands eine Ermessenstantieme für besondere Leistungen gewähren. Für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 stellte sich die Höhe der Barvergütung des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA wie folgt dar:
1 Herr Rice Powell erhielt seine Vergütung
ausschließlich von der Fresenius Medical Care, an der
die Fresenius SE & Co. KGaA einen Anteil von rund 30,82
% hält.
Die direkt ausgezahlte einjährige variable Vergütung, ohne die Auszahlung an Herrn Rice Powell, beträgt für das Geschäftsjahr 2016 6.851 Tsd €. Dies entspricht der gesamten einjährigen variablen Vergütung. Um zu gewährleisten, dass das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt auf eine langfristige und nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist, sieht das Vergütungssystem vor, dass der Anteil der langfristig orientierten variablen Vergütungsbestandteile betragsmäßig mindestens die Hälfte der dem jeweiligen Vorstandsmitglied insgesamt eingeräumten variablen Vergütungsbestandteile ausmacht. Zur Sicherstellung dieser Mindestrelation zugunsten der langfristig orientierten variablen Vergütungsbestandteile ist ausdrücklich vorgesehen, dass der Aufsichtsrat bestimmen kann, dass die grundsätzlich jährlich zu zahlende einjährige variable Vergütung (anteilig) in eine auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage basierende variable Vergütungskomponente, die auch etwaigen negativen Entwicklungen innerhalb des Bemessungszeitraums Rechnung trägt, umgewandelt wird. Dies geschieht in der Weise, dass die Fälligkeit der an sich jährlich erdienten einjährigen variablen Vergütung nach dem Ermessen des Aufsichtsrats anteilig oder vollständig um zwei Jahre verschoben wird. Dabei wird gleichzeitig sichergestellt, dass eine Auszahlung an das Vorstandsmitglied auch nach Ablauf dieses mehrjährigen Zeitraums nur dann erfolgt, wenn (i) keine nachträgliche Berichtigung des für die Bemessung der einjährigen variablen Vergütung maßgeblichen (um Sondereffekte bereinigten) Konzernjahresüberschusses der Fresenius SE & Co. KGaA (nach Abzug von Minderheitsanteilen) außerhalb einer betragsmäßigen Toleranzbreite von 10 % erfolgt und (ii) der (um Sondereffekte bereinigte) Konzernjahresüberschuss der Fresenius SE & Co. KGaA in den beiden relevanten Folgejahren die (um Sondereffekte bereinigten) Konzernjahresüberschüsse (nach Abzug von Minderheitsanteilen) der jeweiligen vorangegangenen Geschäftsjahre betragsmäßig nicht wesentlich unterschreitet. Im Falle einer lediglich geringfügigen bzw. teilweisen Verfehlung der vorgenannten Auszahlungsvoraussetzungen kann der Aufsichtsrat eine entsprechende anteilige Auszahlung des umgewandelten Teils der einjährigen variablen Vergütung beschließen. Eine Verzinsung des umgewandelten Anspruchs auf einjährige variable Vergütung von der erstmaligen Entstehung bis zu dessen effektiver Auszahlung findet nicht statt. Auf diese Weise kann die einjährige variable Vergütung anteilig oder vollständig in einen echten auf mehrjähriger Bemessungsgrundlage basierenden variablen Vergütungsbestandteil umgewandelt werden, der etwaige negative Entwicklungen während des relevanten Bemessungszeitraums berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde kein Teil der einjährigen variablen Vergütung in eine Komponente mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage umgewandelt. Als weitere Komponente mit langfristiger Anreizwirkung wurden im Geschäftsjahr 2016 Leistungen aus dem LTIP 2013 der Fresenius SE & Co. KGaA bzw. für Herrn Rice Powell aus dem LTIP 2016 der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA gewährt. Diese bestehen zum einen aus einer aktienbasierten Vergütung mit Barausgleich (Phantom Stocks) und zum anderen aus Aktienoptionen auf Basis des Aktienoptionsplans 2013 der Fresenius SE & Co. KGaA bzw. aus Performance Shares aus dem LTIP 2016 der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA für Herrn Rice Powell. Der LTIP 2013 steht sowohl für Vorstandsmitglieder als auch für sonstige Führungskräfte zur Verfügung. In Übereinstimmung mit der aktienrechtlichen Kompetenzordnung erfolgen Zuteilungen an Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat der Fresenius Management SE und an sonstige Führungskräfte durch den Vorstand. Die Anzahl der zuzuteilenden Aktienoptionen und Phantom Stocks für Vorstandsmitglieder wird durch den Aufsichtsrat nach dessen pflichtgemäßem Ermessen festgelegt, wobei alle Vorstandsmitglieder, mit Ausnahme des Vorsitzenden des Vorstands, der jeweils die doppelte Anzahl von Aktienoptionen und Phantom Stocks erhält, grundsätzlich dieselbe Anzahl von Aktienoptionen und Phantom Stocks erhalten. Im Zeitpunkt der Zuteilung können die Teilnehmer des LTIP 2013 wählen, ob sie Aktienoptionen zu Phantom Stocks im Verhältnis 75 : 25 oder 50 : 50 erhalten möchten. Die Ausübung der Aktienoptionen und der Phantom Stocks, die unter dem LTIP 2013 der Fresenius SE & Co. KGaA gewährt werden, ist an mehrere Bedingungen wie den Ablauf einer vierjährigen Wartezeit, die Beachtung von Ausübungssperrfristen, das Erreichen des definierten Erfolgsziels sowie das Fortbestehen des Dienst- respektive Arbeitsverhältnisses geknüpft. Die ausübbaren Aktienoptionen können innerhalb von vier Jahren ausgeübt werden. Die ausübbaren Phantom Stocks werden am 1. März des Jahres, das dem Ende der Wartezeit folgt, ausbezahlt. Die Höhe der Barauszahlung nach Maßgabe des Phantom Stock Plans 2013 richtet sich nach dem volumengewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der Aktie der Fresenius SE & Co. KGaA in den drei Monaten vor dem Ausübungstag. Das Erfolgsziel ist jeweils erreicht, wenn innerhalb der Wartezeit das bereinigte Konzernergebnis der Gesellschaft (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Gesellschaft entfällt) währungsbereinigt um mindestens 8 % pro Jahr im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr gestiegen ist. Das Erfolgsziel ist auch erreicht, wenn die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des bereinigten Konzernergebnisses der Gesellschaft in den vier Jahren der Wartezeit währungsbereinigt mindestens 8 % beträgt. Sollte hinsichtlich eines Vergleichszeitraums oder mehrerer der vier Vergleichszeiträume innerhalb der Wartezeit weder das bereinigte Konzernergebnis der Gesellschaft währungsbereinigt um mindestens 8 % pro Jahr im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr gestiegen sein, noch die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des bereinigten Konzernergebnisses der Gesellschaft währungsbereinigt in den vier Jahren der Wartezeit mindestens 8 % betragen haben, verfallen die jeweils ausgegebenen Aktienoptionen und Phantom Stocks in dem anteiligen Umfang, wie das Erfolgsziel innerhalb der Wartezeit nicht erreicht worden ist, d. h. um ein Viertel, um zwei Viertel, um drei Viertel oder vollständig. Die Grundzüge des LTIP 2013 der Fresenius SE & Co. KGaA und des LTIP 2016 der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA werden in Anmerkung 34 des Konzern-Anhangs, Aktienbasierte Vergütungspläne, näher dargestellt. Den Mitgliedern des Vorstands mit Ausnahme von Herrn Dr. Ulf M. Schneider 2 und Herrn Rice Powell wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Anspruch auf eine weitere aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich (weitere Phantom Stocks) im Gegenwert von 100 Tsd € je Vorstandsmitglied gewährt. Für diese gelten in Bezug auf Erfolgsziel und Wartezeit dieselben Anforderungen wie für die Phantom Stocks, die unter dem LTIP 2013 gewährt wurden. Für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 sind die Anzahl und der Wert der ausgegebenen Aktienoptionen, der Wert der aktienbasierten Vergütung mit Barausgleich (Phantom Stocks bzw. Performance Shares) und der Wert der verschobenen erfolgsbezogenen Vergütung in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2016 an die Mitglieder des Vorstands unter dem LTIP 2013 gewährten Aktienoptionen ist im Vergleich zu 2015 grundsätzlich unverändert. Für das Geschäftsjahr 2016 erhielt Herr Dr. Ulf M. Schneider aufgrund seines Ausscheidens zum 30. Juni 2016 allerdings keine Aktienoptionen bzw. Phantom Stocks. Herr Stephan Sturm erhielt pro rata für die Zeit bis zum 30. Juni 2016 als einfaches Vorstandsmitglied die reguläre Anzahl und für die Zeit ab dem 1. Juli 2016 als Vorstandsvorsitzender die verdoppelte Anzahl an Aktienoptionen bzw. Phantom Stocks. Die angegebenen Werte entsprechen deren Zeitwert (Fair Value) zum Zeitpunkt ihrer Gewährung, somit einem Wert in Höhe von 15,31 € (2015: 14,76 €) pro Aktienoption der Fresenius SE & Co. KGaA. Der Ausübungskurs für die gewährten Aktienoptionen der Fresenius SE & Co. KGaA beträgt 66,02 € (2015: 60,64 €). In den im Vergleich zu 2015 höheren Werten drückt sich ebenso wie in dem gestiegenen Ausübungskurs die hervorragende Kursentwicklung der Fresenius-Aktie aus. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) der im Geschäftsjahr 2016 an die Mitglieder des Vorstands gewährten Phantom Stocks zum Zeitpunkt ihrer Gewährung entspricht einem Wert in Höhe von 64,31 € (2015: 58,70 €) pro Phantom Stock der Fresenius SE & Co. KGaA und in Höhe von 85,06 US$ pro erstmalig gewährter Performance Share der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA. KOMPONENTEN MIT LANGFRISTIGER ANREIZWIRKUNG
1 Aktienoptionen, die in den Jahren 2016 und
2015 aus dem Aktienoptionsprogramm der Fresenius SE &
Co. KGaA ausgegeben wurden. Herr Rice Powell erhielt
Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm der Fresenius
Medical Care.
Am Ende des Geschäftsjahrs 2016 hielten die Mitglieder des Vorstands insgesamt 1.294.530 (2015: 1.030.920) Aktienoptionen der Fresenius SE & Co. KGaA und 344.793 (2015: 465.318) der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA. Sie hielten insgesamt ferner 262.524 (2015: 237.911) Phantom Stocks der Fresenius SE & Co. KGaA sowie 19.852 erstmalig gewährte Performance Shares und 17.853 (2015: 24.124) Phantom Stocks der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA. Die Entwicklung und der Stand der Aktienoptionen des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
1 Herr Rice Powell hält Aktienoptionen aus
dem Aktienoptionsplan der Fresenius Medical Care.
Die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA stellte sich für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 damit wie folgt dar:
Die Aktienoptionen und der Anspruch auf eine aktienbasierte Vergütung (Phantom Stocks) können erst nach Ablauf festgelegter Mindestlaufzeiten (Erdienungszeiträume) ausgeübt werden. Ihr Wert wird auf die Erdienungszeiträume verteilt und als Aufwand im jeweiligen Geschäftsjahr berücksichtigt. Der auf die Geschäftsjahre 2016 und 2015 entfallende Aufwand ist in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesen. Bei Herrn Dr. Ulf M. Schneider beinhalten die Werte für das Jahr 2016 Anpassungen des Aufwands der vergangenen Jahre für die Aktienoptionen und Phantom Stocks, die aufgrund seines Ausscheidens verfallen sind. AUFWAND FÜR KOMPONENTEN MIT LANGFRISTIGER ANREIZWIRKUNG
Die kurzfristige erfolgsbezogene Vergütung ist der Höhe nach begrenzt. Für Aktienoptionen und Phantom Stocks gibt es eine vertraglich geregelte Begrenzungsmöglichkeit. Dadurch kann vor allem solchen außerordentlichen Entwicklungen angemessen Rechnung getragen werden, die in keinem relevanten Zusammenhang mit den Leistungen des Vorstands stehen. Die Höhe der Festvergütung und die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder nach Maßgabe des Vergütungssystems wurde bzw. wird unter besonderer Berücksichtigung relevanter Vergleichswerte anderer DAX-Unternehmen und ähnlicher Gesellschaften vergleichbarer Größe und Leistung aus dem relevanten Industriesektor bemessen. ZUSAGEN AN MITGLIEDER DES VORSTANDS FÜR DEN FALL DER BEENDIGUNG DER TÄTIGKEITFür die Vorstandsmitglieder Stephan Sturm, Dr. Francesco De Meo und Dr. Jürgen Götz bestehen individuelle Pensionszusagen auf der Grundlage ihrer Anstellungsverträge mit der persönlich haftenden Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA. Für das zum 30. Juni 2016 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Dr. Ulf M. Schneider besteht eine individuelle Pensionszusage auf der Grundlage seines beendeten Anstellungsvertrags mit der persönlich haftenden Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA. Das Vorstandsmitglied Dr. Ernst Wastler hat eine Pensionszusage der VAMED AG, Wien; für die Verpflichtungen hieraus hat die Fresenius SE & Co. KGaA eine Garantie abgegeben. Das Vorstandsmitglied Mats Henriksson hat eine Versorgungszusage der Fresenius Kabi AG. Dem Vorstandsmitglied Rice Powell wurde eine einzelvertragliche Pensionszusage der Fresenius Medical Care Management AG erteilt. Er hat ferner unverfallbare Ansprüche aus der Teilnahme an Pensionsplänen für Mitarbeiter der Fresenius Medical Care North America erworben und nahm im Geschäftsjahr 2016 am US-basierten 401(k) Savings Plan teil. Dieser Plan ermöglicht es generell Mitarbeitern in den USA, einen Teil ihrer Bruttovergütung in Programme zur Ruhestandsversorgung zu investieren. Hinsichtlich der Pensionszusagen für zum 31. Dezember amtierende Vorstandsmitglieder bestanden im Fresenius-Konzern zum 31. Dezember 2016 Pensionsverpflichtungen in Höhe von 31.180 Tsd € (2015: 25.111 Tsd €). Die Zuführung zur Pensionsrückstellung betrug im Geschäftsjahr 2016 6.069 Tsd € (2015: 5.024 Tsd €). Die Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Die Pensionszusagen sehen jeweils ab dem endgültigen Ausscheiden aus der aktiven Erwerbstätigkeit, frühestens jedoch ab Vollendung des 63. bzw. 65. (Herr Rice Powell) Lebensjahres oder ab dem Eintritt der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, ein von der Höhe der letzten Festvergütung abhängiges Ruhegehalt und eine Hinterbliebenenversorgung vor. Das Ruhegehalt beträgt mindestens 30 % der letzten Festvergütung und erhöht sich für jedes volle Dienstjahr als Vorstandsmitglied ab Beginn der Pensionszusage um 1,5 Prozentpunkte, wobei maximal 45 % erreicht werden können. Laufende Ruhegehälter erhöhen sich nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften (§ 16 BetrAVG). Spätere Einkünfte aus einer Erwerbstätigkeit des Vorstandsmitglieds sind mit 30 % ihres Bruttobetrags auf die Pension wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit anzurechnen. Im Fall des Todes eines der Vorstandsmitglieder erhält die Witwe eine Pension in Höhe von 60 % des sich zu diesem Zeitpunkt ergebenden Pensionsanspruchs. Ferner erhalten leibliche eheliche Kinder des verstorbenen Vorstandsmitglieds bzw. im Einzelfall vom verstorbenen Vorstandsmitglied als Kind angenommene leibliche Kinder seiner Ehefrau bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, eine Waisenpension in Höhe von 20 % des sich zu diesem Zeitpunkt ergebenden Pensionsanspruchs. Alle Waisenpensionen und die Witwenpension erreichen zusammen jedoch höchstens 90 % des Pensionsanspruchs des Vorstandsmitglieds. Scheiden die Vorstandsmitglieder vor Vollendung des 63. bzw. 65. (Herr Rice Powell) Lebensjahres als Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE (bzw. Herr Rice Powell als Mitglied des Vorstands der Fresenius Medical Care Management AG) auf andere Weise als durch Eintritt der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit aus, bleiben die Anwartschaften auf die vorgenannten Versorgungsleistungen erhalten, jedoch vermindert sich die bei Eintritt eines Versorgungsfalles zu zahlende Pension im Verhältnis der tatsächlichen Dienstzeit als Vorstandsmitglied zur möglichen Dienstzeit bis zur Vollendung des 63. bzw. 65. (Herr Rice Powell) Lebensjahres. Die Pensionszusage von Dr. Ernst Wastler sieht die Gewährung von Normalpension, Vorpension, Berufsunfähigkeitspension sowie Witwen- und Waisenpension vor. Die Normalpension wird frühestens ab Vollendung des 60. Lebensjahres, die Vorpension frühestens ab Vollendung des 55. Lebensjahres gewährt. Die Pensionsleistungen betragen pro Dienstjahr 1,2 % bezogen auf die letzte Festvergütung, wobei maximal 40 % erreicht werden können. Die Witwenpension (60 %) und die Waisenpensionen (je 20 %) erreichen zusammen maximal den zum Zeitpunkt des Todes bestehenden Pensionsanspruch von Herrn Dr. Ernst Wastler. Von Dritten geleistete Pensionen, Ruhe- oder Versorgungsbezüge werden auf die Pensionsleistung angerechnet. Das Vorstandsmitglied Mats Henriksson hat ausschließlich eine Versorgungszusage von der Fresenius Kabi AG aus der Zeit seiner vorherigen Tätigkeit. Diese Versorgungszusage blieb durch den Dienstvertrag mit der Fresenius Management SE, beginnend am 1. Januar 2013, unberührt. Sie basiert auf der Versorgungsordnung der Fresenius-Unternehmen vom 1. Januar 1988 und sieht die Gewährung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrenten vor. Eine Anrechnung anderer Einkünfte oder Versorgungsbezüge ist nicht vorgesehen. Die Witwenrente beträgt 60 % der zum Todeszeitpunkt zu gewährenden Invaliden- bzw. Altersrente; die Waisenrente beträgt 10 % (Halbwaisen) bzw. 20 % (Waisen) der zum Todeszeitpunkt zu gewährenden Invaliden- bzw. Altersrente. Die Ansprüche der Hinterbliebenen sind insgesamt auf 100 % der Rentenansprüche von Herrn Mats Henriksson begrenzt. Für alle Vorstandsmitglieder wurde ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart. Sofern dieses zur Anwendung kommt, erhalten die Vorstände für die Dauer von maximal zwei Jahren für jedes Jahr der sie jeweils betreffenden Geltung des Wettbewerbsverbots eine Karenzentschädigung, die grundsätzlich die Hälfte ihrer jeweiligen jährlichen Festvergütung beträgt. Die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine ausdrücklichen Regelungen für den Fall eines "Change of Control". SONSTIGESAlle Vorstandsmitglieder haben einzelvertragliche Zusagen zur Fortzahlung ihrer Bezüge im Krankheitsfall für maximal zwölf Monate erhalten, wobei ab sechs Monaten krankheitsbedingtem Ausfall gegebenenfalls Versicherungsleistungen zur Anrechnung gebracht werden. Im Falle des Versterbens eines Vorstandsmitglieds werden den Hinterbliebenen nach dem Monat des Versterbens noch drei Monatsbezüge ausbezahlt, längstens jedoch bis zum Ende des jeweiligen Anstellungsvertrags. Im Geschäftsjahr 2016 wurden an die Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE keine Darlehen oder Vorschusszahlungen auf zukünftige Vergütungsbestandteile gewährt. Die Fresenius SE & Co. KGaA hat sich verpflichtet, die Mitglieder des Vorstands von Ansprüchen, die gegen sie aufgrund ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft und deren konzernverbundene Unternehmen erhoben werden, soweit solche Ansprüche über ihre Verantwortlichkeit nach deutschem Recht hinausgehen, im Rahmen des gesetzlich Zulässigen freizustellen. Zur Absicherung derartiger Verpflichtungen hat die Gesellschaft eine Directors & Officers-Versicherung mit einem Selbstbehalt abgeschlossen, der den aktienrechtlichen Vorgaben entspricht. Die Freistellung gilt für die Zeit, in der das jeweilige Mitglied des Vorstands amtiert, sowie für Ansprüche in diesem Zusammenhang nach jeweiliger Beendigung der Vorstandstätigkeit. Im Geschäftsjahr sind im Rahmen von Pensionszusagen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder 1.094 Tsd € (2015: 1.081 Tsd €) und an Herrn Dr. Ben Lipps aufgrund eines anstelle einer Pensionsregelung abgeschlossenen Beratervertrags mit der Fresenius Medical Care Management AG 585 Tsd € (2015: 588 Tsd €) gezahlt worden. Für diesen Personenkreis besteht eine Pensionsverpflichtung von 23.183 Tsd € (2015: 17.835 Tsd €). Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Ulf M. Schneider 5.182 Tsd €.
1 Für die einjährigen variablen
Vergütungen existieren keine Zielwerte bzw.
vergleichbaren Werte für Vorstandsmitglieder, die ihre
Vergütung von der Fresenius Management SE erhalten.Die
einjährige variable Vergütung wird anhand von
Bonuskurven ermittelt, die für mehrere Jahre gelten.
Daher ist bei diesen der Zufluss aus der einjährigen
variablen Vergütung angegeben.
TABELLEN ZUM WERT DER GEWÄHRTEN ZUWENDUNGEN UND ZUM ZUFLUSSDer Deutsche Corporate Governance Kodex sieht vor, dass im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied bestimmte Informationen zu den für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen sowie dem Zufluss und dem Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr dargestellt werden sollen. Für diese Informationen sollen die dem Deutschen Corporate Governance Kodex als Anlage beigefügten Mustertabellen verwendet werden. Die nachfolgenden Tabellen enthalten Angaben sowohl zum Wert der gewährten Zuwendungen als auch zum Zufluss. Sie folgen der Struktur und weitgehend auch den Vorgaben der Mustertabellen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Tabelle zum Zufluss weist zusätzlich den Zufluss für das Berichtsjahr, d. h. ohne mehrjährige variable Vergütung / Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, aus. Dies dient der Verdeutlichung, welcher Zufluss der Tätigkeit in dem jeweiligen Berichtsjahr zuzuordnen ist und welcher Zufluss sich aus Vergütungskomponenten ergibt, die in vorangegangenen - ggf. sogar mehreren - Berichtsjahren gewährt wurden. Durch die Differenzierung wird auch die Vergleichbarkeit der jeweiligen Vergütungsentwicklung erhöht.
1 In diesem Betrag ist für das
Geschäftsjahr 2015 eine Ermessenstantieme für
Herrn Rice Powell in Höhe von 541 Tsd €
enthalten.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSDie Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 13 der Satzung der Fresenius SE & Co. KGaA geregelt. Die feste Vergütung pro Aufsichtsratsmitglied beträgt für jedes volle Geschäftsjahr nach der Satzung 13 Tsd €. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses der Fresenius SE & Co. KGaA erhalten zusätzlich 10 Tsd €, der Vorsitzende des Ausschusses weitere 10 Tsd €. Die Vergütung erhöht sich für jedes volle Geschäftsjahr um jeweils 10 %, wenn das Dreifache der Dividende für dieses Geschäftsjahr, die auf eine Stammaktie ausgeschüttet wird (Dividendenbetrag laut Beschluss der Hauptversammlung (Bruttodividende)), um jeweils einen Prozentpunkt höher ist als 3,6 % des auf eine einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrags des Grundkapitals; Zwischenbeträge werden interpoliert. Beschließt die Hauptversammlung unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses eine höhere Vergütung, so gilt diese. Der Vorsitzende erhält das Doppelte und seine Stellvertreter das Eineinhalbfache der Vergütung eines Aufsichtsratsmitglieds. Allen Aufsichtsratsmitgliedern werden die in Ausübung ihres Amtes entstandenen Auslagen ersetzt, zu denen auch die anfallende Umsatzsteuer zählt. Zusätzlich wurden für Herrn Dr. Krick in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der Fresenius Management SE die Kosten für den Betrieb einer Einbruchmeldeanlage in Höhe von 1,4 Tsd € übernommen. Die Fresenius SE & Co. KGaA stellt den Aufsichtsratsmitgliedern Versicherungsschutz in einem für die Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit angemessenen Umfang mit einem Selbstbehalt zur Verfügung, der dem für den Vorstand vereinbarten entspricht. Soweit ein Mitglied des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrats der persönlich haftenden Gesellschafterin Fresenius Management SE ist und für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Fresenius Management SE Vergütungen erhält, werden die Vergütungen für die Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA auf die Hälfte reduziert. Das Gleiche gilt hinsichtlich der zusätzlichen Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA bzw. seinen Stellvertreter, soweit dieser gleichzeitig Vorsitzender bzw. sein Stellvertreter im Aufsichtsrat der Fresenius Management SE ist. Soweit der Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Fresenius SE & Co. KGaA gleichzeitig Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE ist, erhält er für seine Tätigkeit als Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Fresenius SE & Co. KGaA insoweit keine zusätzliche Vergütung. Die Vergütung des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE wurde gemäß § 7 der Satzung der Fresenius SE & Co. KGaA an die Fresenius SE & Co. KGaA weiterbelastet. Für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 stellt sich die Höhe der Vergütung einschließlich der Vergütung für Ausschusstätigkeit für die Mitglieder des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA und der Fresenius Management SE (ohne Auslagen und Erstattungen) wie folgt dar:
DIRECTORS & OFFICERS-VERSICHERUNGDie Fresenius SE & Co. KGaA hat eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Unternehmensleiter (D & O-Versicherung) mit Selbstbehalt für den Vorstand und den Aufsichtsrat der persönlich haftenden Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA und den Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA sowie für alle Organe der verbundenen Unternehmen im In- und Ausland abgeschlossen. Die bestehende D & O-Versicherung ist weltweit gültig und hat eine Laufzeit bis Ende Juni 2017. Die Versicherung deckt die Rechtskosten der Verteidigung eines Organs bei Inanspruchnahme und gegebenenfalls den zu leistenden Schadenersatz im Rahmen der bestehenden Deckungssummen. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v. d. Höhe, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 21. Februar 2017 KPMG
AG
Rohrbach, Wirtschaftsprüfer Walter, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Fresenius Management SE, bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Und er hat die Geschäftsführung im Rahmen seiner Verantwortung als Aufsichtsrat überwacht. ZUSAMMENWIRKEN VON GESCHÄFTSFÜHRUNG UND AUFSICHTSRATIm Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit ließ sich der Aufsichtsrat von der Geschäftsführung regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich berichten. Unterrichtet wurde er u. a. über:
Alle bedeutenden Geschäftsvorgänge hat der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin in den Ausschüssen und im Plenum ausführlich besprochen. Auch die strategische Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin mit dem Aufsichtsrat erörtert. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA trat im Geschäftsjahr 2016 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen: im März, Mai, Oktober und Dezember. Zudem hat er eine außerordentliche Sitzung im September abgehalten. In dieser Sitzung wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats über die Akquisition der spanischen Krankenhausgruppe IDC Salud Holding S.L.U. ("Quirónsalud") durch Fresenius Helios sowie über die Finanzierung der Transaktion informiert. Vor den Sitzungen hatte der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin regelmäßig ausführliche Berichte und umfassende Beschlussvorlagen an die Mitglieder des Aufsichtsrats versandt. In den Sitzungen hat der Aufsichtsrat auf der Grundlage der Berichterstattungen des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin die Geschäftsentwicklung eingehend erörtert. Außerdem ging es um für das Unternehmen bedeutsame Entscheidungen. Alle Angelegenheiten, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden ihm rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Er hat in allen Fällen seine Zustimmung erteilt. Dies geschah nach der Prüfung der jeweiligen Beschlussvorlagen und nach ausführlicher Beratung mit dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin. Über wichtige Geschäftsvorfälle wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen unterrichtet. Ferner hat der Vorstandsvorsitzende der persönlich haftenden Gesellschafterin den Aufsichtsratsvorsitzenden in Einzelgesprächen regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die anstehenden Entscheidungen informiert und diese mit ihm beraten. An der Sitzung des Aufsichtsrats im März 2016 haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Im Mai hat sich der Aufsichtsrat im Anschluss an die Wahl der Arbeitnehmervertreter durch den Europäischen Betriebsrat sowie die Wahl der Anteilseignervertreter in der Hauptversammlung neu konstituiert. Auch danach haben alle Mitglieder an den weiteren Sitzungen des Aufsichtsrats im Jahr 2016 teilgenommen. Die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses ist auf der Website der Gesellschaft für alle Mitglieder individuell ausgewiesen. Die Angaben finden sich unter der Rubrik "Aufsichtsrat". SCHWERPUNKTE DER AUFSICHTSRATSARBEITIm Jahr 2016 lagen die Schwerpunkte der Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrats auf dem operativen Geschäft sowie auf Investitionen der Unternehmensbereiche. Ferner hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand alle weiteren für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge ausführlich besprochen. Dies betraf Akquisitionen, insbesondere den Erwerb von Quirónsalud durch Fresenius Helios, und Investitionen wie die geplante Erweiterung der Konzernzentrale. Der Aufsichtsrat befasste sich zudem mit den folgenden Punkten:
Er informierte sich außerdem sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Plenum regelmäßig über Risikolage, Risikomanagement und Compliance im Konzern. Ein weiterer Schwerpunkt war die Erörterung der Vorschläge zur Wahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung der Fresenius SE & Co. KGaA im Mai 2016. In der Sitzung am 11. März 2016 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Prüfung und Billigung von Jahresabschluss, Konzernabschlüssen (IFRS und US-GAAP) sowie Lagebericht und Konzern-Lagebericht der Fresenius SE & Co. KGaA. Auf der Grundlage eines ausführlichen Berichts des Prüfungsausschussvorsitzenden und der Darlegungen des Abschlussprüfers wurden die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015 erörtert. In derselben Sitzung erfolgte die Beschlussfassung über den Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Fresenius Management SE. Außerdem berichteten die jeweiligen Unternehmensbereiche im Detail über den Geschäftsverlauf der ersten beiden Monate des Geschäftsjahres. Dabei wurden für Fresenius Kabi die Wettbewerbssituation in Nordamerika sowie Innovationen in der Division "Pharmaceuticals" besprochen. Ferner wurde der Aufsichtsrat über die Planungen zur Erweiterung der Konzernzentrale informiert. Vorbereitet durch den Nominierungsausschuss behandelte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung auch eingehend die Vorschläge für die Wahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung der Gesellschaft im Mai 2016. Dabei berücksichtigte der Aufsichtsrat die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, den Aspekt der Unabhängigkeit der Kandidatinnen und Kandidaten sowie Vielfalt sowohl im Hinblick auf Qualifikation als auch auf die gesetzlichen Anforderungen an die Besetzung mit weiblichen Aufsichtsratsmitgliedern. Schließlich führte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung seine jährliche Effizienzprüfung durch. In seiner Sitzung am 13. Mai 2016 im Anschluss an die unmittelbar vorausgegangene Wahl der Anteilseignervertreter durch die Hauptversammlung konstituierte sich der Aufsichtsrat neu. Es wurden der Vorsitzende und die beiden stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie die jeweiligen Mitglieder und Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und des Nominierungsausschusses gewählt und die Geschäftsordnung gebilligt. Der Vorstand informierte über die EU-Marktmissbrauchsverordnung und deren Folgen für die Gesellschaft und ihre Organmitglieder, insbesondere zu meldepflichtigen Wertpapiergeschäften. Der Vorstand berichtete ferner über den Geschäftsverlauf der Monate Januar bis April 2016. Am 5. September 2016 fand eine außerordentliche Sitzung in Form einer Telefonkonferenz statt. Darin wurde eingehend der Erwerb der spanischen Krankenhausgruppe Quirónsalud durch Fresenius Helios behandelt. Dabei erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats umfassende Informationen zum spanischen Gesundheitsmarkt sowie zum medizinischen Leistungsspektrum und zu den wirtschaftlichen Rahmendaten von Quirónsalud. Die Sitzung des Aufsichtsrats am 14. Oktober 2016 diente der Beschlussfassung über die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals I zur Finanzierung des Erwerbs von Quirónsalud sowie der Bildung eines Ausschusses für die weitere Begleitung der Eigenkapitalfinanzierung der Transaktion. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurde der Geschäftsverlauf von Januar bis September 2016 im Detail erläutert. Den Schwerpunkt bildete dabei der Unternehmensbereich Fresenius Helios. Ferner stellten in dieser Sitzung alle vier Unternehmensbereiche ihre jeweiligen Digitalisierungsinitiativen und unternehmensbereichsübergreifenden Projekte im IT-Bereich vor. Schwerpunkt der Sitzung des Aufsichtsrats am 9. Dezember 2016 war zum einen der Geschäftsverlauf 2016. Zum anderen wurde die Planung für die Jahre 2017 bis 2019 für den Konzern sowie gesondert für alle vier Unternehmensbereiche vorgestellt. Der Prüfungsausschussvorsitzende berichtete eingehend über den Stand der Vorbereitung des Jahresabschlusses. Weitere Schwerpunkte waren die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Information des Aufsichtsrats zum Thema Compliance, zu regulatorischen Themen und zu Rechtsrisiken. Zusätzlich zu den Aufsichtsratssitzungen fand am 13. Oktober 2016 eine ausführliche Einführungsveranstaltung ("Onboarding") statt. Darin wurden dem neu konstituierten Aufsichtsrat das Unternehmen mit seinen vier Unternehmensbereichen, Governance- und Finanzthemen sowie die Else Kröner-Fresenius-Stiftung vorgestellt. CORPORATE GOVERNANCEDer Aufsichtsrat und der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin haben am 20. Dezember 2016 eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Sie verfolgen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen, noch gewähren sie anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile. Nebentätigkeiten oder Geschäfte der Organmitglieder mit dem Unternehmen sind dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen. Sie bedürfen dessen Genehmigung. Herr Prof. Dr. med. D. Michael Albrecht ist Aufsichtsratsmitglied unserer Gesellschaft und medizinischer Vorstand und Sprecher des Vorstands des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Universitätsklinik Aachen. Der Fresenius-Konzern unterhält mit diesen Kliniken regelmäßig Geschäftsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. Herr Klaus-Peter Müller ist Aufsichtsratsmitglied sowie Vorsitzender des Prüfungsausschusses unserer Gesellschaft und Mitglied des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE. Ferner ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank AG. Mit dieser unterhält der Fresenius-Konzern Geschäftsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. Herr Michael Diekmann ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE. Er war ferner Non-Executive Director im Board of Directors der Allianz Australia Ltd. Die vom Fresenius-Konzern an die Allianz gezahlten Versicherungsprämien im Geschäftsjahr 2016 entsprachen marktüblichen Konditionen. Es bestehen keine unmittelbaren Beratungs- oder sonstigen Dienstleistungsbeziehungen zwischen der Gesellschaft und einem Aufsichtsratsmitglied. Im Geschäftsjahr 2016 wurden verschiedene Fresenius-Konzerngesellschaften durch Gesellschaften der international agierenden Rechtsanwaltssozietät Noerr beraten. Herr Dr. Dieter Schenk, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE, ist zugleich Partner der Sozietät Noerr LLP. Der Fresenius-Konzern hat der Anwaltssozietät Noerr im Berichtsjahr insgesamt rund 0,9 Mio € gezahlt (2015: 1,4 Mio €). Dies entspricht weniger als 0,5 % der Rechts- und Beratungskosten des Fresenius-Konzerns im Jahr 2016 (2015: 1 %). Dieser Zahlungsbetrag beinhaltet auch Zahlungen für bereits im Jahr 2015 erbrachte Dienstleistungen, die erst in 2016 zur Auszahlung gekommen sind. Von dem genannten Gesamtbetrag für das Jahr 2016 entfielen weniger als 0,1 Mio € auf Mandate, die Fresenius-Konzerngesellschaften außerhalb des Unternehmensbereichs Fresenius Medical Care betreffen. Mandate, die von Konzerngesellschaften des Unternehmensbereichs Fresenius Medical Care erteilt werden, bedürfen der separaten Zustimmung der Aufsichtsräte der Fresenius Medical Care Management AG sowie der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA. Der Aufsichtsrat der Fresenius Management SE hat sich mit der Mandatierung der Sozietät Noerr eingehend beschäftigt und dieser bei Stimmenthaltung von Herrn Dr. Schenk zugestimmt. Der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA, in dem Herr Dr. Schenk nicht vertreten ist, hat sich mit dem Verhältnis des Honorarvolumens für die Rechtsberatungsleistungen der Sozietät Noerr zu den Honorarvolumina anderer Sozietäten befasst. Die in diesem Abschnitt genannten Beträge in Euro sind Nettobeträge. Darüber hinaus wurde die jeweilige Mehrwertsteuer gezahlt. Weitere Erläuterungen zur Corporate Governance bei Fresenius sind der Erklärung zur Unternehmensführung und dem Corporate-Governance-Bericht auf den Seiten 72 bis 84 des Geschäftsberichts zu entnehmen. Die Angaben zu den nahestehenden Personen hat Fresenius in den Quartalsberichten sowie auf der Seite 181 im Geschäftsbericht veröffentlicht. ARBEIT DER AUSSCHÜSSEDer Prüfungsausschuss trat im Berichtsjahr zu drei Sitzungen zusammen. Darüber hinaus hielt er vier Telefonkonferenzen ab. Im Blickpunkt seiner Überwachungstätigkeit stand dabei die Vorprüfung des Jahresabschlusses und der Konzernabschlüsse für das Geschäftsjahr 2015. Auch hat er die Prüfungsberichte und die Prüfungsschwerpunkte mit dem Wirtschaftsprüfer erörtert. Außerdem befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Empfehlung an den Aufsichtsrat für den Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss und die Konzernabschlüsse für das Geschäftsjahr 2016. Der Aufsichtsrat hat der ordentlichen Hauptversammlung 2016 die Wahl der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, vorgeschlagen. Dieser Vorschlag ging auf eine entsprechende Empfehlung des Prüfungsausschusses zurück. Schließlich beschäftigte sich der Prüfungsausschuss eingehend mit folgenden Punkten:
Über die Arbeit des Prüfungsausschusses hat der Ausschussvorsitzende dem Aufsichtsrat regelmäßig in den jeweils folgenden Sitzungen berichtet. Der Nominierungsausschuss der Gesellschaft kam im Jahr März 2016 zu einer Sitzung zusammen. Darin hat er die Aufsichtsratswahl im Mai 2016 vorbereitet. Der Gemeinsame Ausschuss ist zuständig für die Zustimmung zu bestimmten wesentlichen Transaktionen der Fresenius SE & Co. KGaA sowie bestimmten Rechtsgeschäften zwischen der Gesellschaft und der Else Kröner-Fresenius-Stiftung. Im Jahr 2016 wurden keine Geschäfte getätigt, die seiner Zustimmung bedurften. Daher hat er im Jahr 2016 nicht getagt. Einen Vermittlungsausschuss gibt es nicht, da der Aufsichtsrat der Fresenius SE & Co. KGaA die Mitglieder des Vorstands der Fresenius Management SE nicht bestellt. Weitere Informationen zu den Ausschüssen, ihrer Zusammensetzung und Arbeitsweise finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung und im Corporate-Governance-Bericht auf den Seiten 76 und 77 sowie auf Seite 195 des Geschäftsberichts. PERSONALIENMit der Hauptversammlung der Fresenius SE & Co. KGaA am 13. Mai 2016 endete die Amtszeit sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft. Wir danken den ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre wertvolle Mitarbeit und ihre Beiträge zur erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens. Die turnusgemäße Neuwahl der sechs Vertreter der Anteilseigner erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 13. Mai 2016. Erstmals in das zwölfköpfige Gremium gewählt wurden Frau Prof. Dr. Iris Löw-Friedrich und Frau Hauke Stars. Wiedergewählt wurden die Herren Prof. Dr. D. Michael Albrecht, Michael Diekmann, Dr. Gerd Krick und Klaus-Peter Müller. Der Europäische Betriebsrat wählte als Vertreter der Arbeitnehmer die Herren Konrad Kölbl, Rainer Stein und Niko Stumpfögger, die bisher schon dem Aufsichtsrat angehörten. Er wählte außerdem Frau Stefanie Lang, Frau Frauke Lehmann und Herrn Oscar Romero De Paco. Der Aufsichtsrat wählte in seiner konstituierenden Sitzung am 13. Mai 2016 Herrn Dr. Gerd Krick zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Fresenius SE & Co. KGaA. Zu seinen Stellvertretern wurden auf Vorschlag der Vertreter der Anteilseigner Herr Michael Diekmann und auf Vorschlag der Arbeitnehmervertreter Herr Niko Stumpfögger gewählt. In derselben Sitzung wurden Frau Hauke Stars und die Herren Konrad Kölbl, Dr. Gerd Krick, Klaus-Peter Müller sowie Rainer Stein zu Mitgliedern des Prüfungsausschusses gewählt. Herr Klaus-Peter Müller wurde zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses gewählt. Ferner wurden in der Aufsichtsratssitzung am 13. Mai 2016 die Herren Michael Diekmann, Dr. Gerd Krick und Klaus-Peter Müller zu Mitgliedern des Nominierungsausschusses und Herr Dr. Gerd Krick zu dessen Vorsitzendem gewählt. Auch die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat der persönlich haftenden Gesellschafterin Fresenius Management SE hat sich geändert. In der ordentlichen Hauptversammlung der Fresenius Management SE am 13. Mai 2016 wurden turnusgemäß die Aufsichtsratsmitglieder gewählt. Herr Dr. Kurt Bock zog neu in das Gremium ein. Wiedergewählt wurden die Herren Michael Diekmann, Dr. Gerd Krick, Klaus-Peter Müller, Dr. Dieter Schenk und Dr. Karl Schneider. Zum 1. Juli 2016 wurde Herr Stephan Sturm zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Er war bereits seit mehr als elf Jahren Finanzvorstand (CFO) des Unternehmens. In dieser Zeit hat er sich als hervorragender Finanzfachmann und Unternehmer bewährt. Die Strategie für das anhaltend kräftige Wachstum hat er maßgeblich mitgestaltet und umgesetzt. Die Berufung von Herrn Stephan Sturm zum Vorstandsvorsitzenden ist ein Zeichen für die Kontinuität in der Führung des Unternehmens. Er folgte auf Herrn Dr. Ulf M. Schneider. Herr Dr. Ulf M. Schneider hat das Unternehmen zum 30. Juni 2016 auf eigenen Wunsch verlassen, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Ulf M. Schneider sehr für seinen überaus erfolgreichen Einsatz für Fresenius über die vergangenen 13 Jahre. Er hat maßgeblichen Anteil an dem rasanten und nachhaltigen Wachstum: In der Zeit des Vorstandsvorsitzes von Herrn Dr. Ulf M. Schneider hat sich der Konzernumsatz vervierfacht, der Gewinn mehr als verzwölffacht. Herr Dr. Ulf M. Schneider hat das Unternehmen geprägt und sich um Fresenius herausragende Verdienste erworben. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSDie KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat die Buchführung, den nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 geprüft. Dies erfolgte gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der Fresenius SE & Co. KGaA vom 13. Mai 2016 und der anschließenden Beauftragung durch den Aufsichtsrat. Jahresabschluss und Lagebericht sind mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen. Gleiches gilt für die Konzernabschlüsse der Gesellschaft. Sie wurden nach IFRS und den gemäß § 315a HGB ergänzend anwendbaren handelsrechtlichen Bestimmungen sowie auf freiwilliger Basis nach US-GAAP aufgestellt. Jahresabschluss, Konzernabschlüsse, die Lageberichte und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen jedem Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft rechtzeitig vor. In ihren Sitzungen am 9. und 10. März 2017 erörterten zunächst der Prüfungsausschuss und sodann der Aufsichtsrat alle Unterlagen eingehend. Der Abschlussprüfer berichtete in beiden Sitzungen über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen. Er hat keine Schwächen des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess festgestellt. Der Abschlussprüfer nahm an allen Sitzungen des Aufsichtsrats sowie an allen Sitzungen und Telefonkonferenzen des Prüfungsausschusses teil. Den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers haben der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat zugestimmt. Auch nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung hatten der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft sowie gegen die Konzernabschlüsse und die Konzern-Lageberichte. Der Aufsichtsrat billigte in seiner Sitzung am 10. März 2017 die von der persönlich haftenden Gesellschafterin vorgelegten Abschlüsse und Lageberichte. Auch billigte er die darin enthaltenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung. Dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2016 schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre herausragenden Leistungen.
Bad Homburg v. d. H., 10. März 2017 Der Aufsichtsrat Dr. Gerd Krick, Vorsitzender GREMIENAUFSICHTSRAT FRESENIUS SE & CO. KGAADr. Gerd KrickEhemaliger Vorstandsvorsitzender Fresenius AG Vorsitzender Mandate Aufsichtsrat Fresenius Management SE (Vorsitzender) Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (Vorsitzender) Fresenius Medical Care Management AG VAMED AG, Österreich (Vorsitzender) Prof. Dr. med. D. Michael AlbrechtMedizinischer Vorstand und Sprecher des Vorstands des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden Mandate Aufsichtsrat GÖK Consulting AG Universitätsklinikum Aachen Prof. Dr. h. c. Roland Berger(bis 13.05.2016) Unternehmensberater Mandate Aufsichtsrat Fresenius Management SE (bis 13.05.2016) Rocket Internet SE Schuler AG WMP EuroCom AG (bis 27.07.2016; stellvertretender Vorsitzender) Board of Directors Banzai S.p.A., Italien (seit 14.04.2016) Geox S.p.A., Italien (bis 19.05.2016) Michael DiekmannEhemaliger Vorsitzender des Vorstands der Allianz SE Stellvertretender Vorsitzender Mandate Aufsichtsrat BASF SE (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) Fresenius Management SE Linde AG (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) Siemens AG Board of Directors Allianz Australia Ltd., Australien (bis 31.12.2016; Non-Executive Director) Dario Anselmo Ilossi(bis 13.05.2016) Gewerkschaftsmitarbeiter FEMCA Cisl -Energie, Mode und Chemie Konrad KölblFreigestellter Betriebsrat Arbeiterbetriebsrat der VAMED-KMB Krankenhausmanagement und Betriebsführungsges. m.b.H. Konzernbetriebsratsvorsitzender der VAMED AG Stellvertretender Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats der Fresenius SE & Co. KGaA Konzernmandate Aufsichtsrat VAMED-KMB Krankenhausmanagement und Betriebsführungsges. m.b.H., Österreich Stefanie Lang(seit 13.05.2016) Freigestellte Betriebsrätin Betriebsratsvorsitzende Fresenius Medical Care Deutschland GmbH Frauke Lehmann(seit 13.05.2016) Freigestellte Betriebsrätin Betriebsratsvorsitzende HELIOS Kliniken Schwerin GmbH Mitglied des Europäischen Betriebsrats der Fresenius SE & Co. KGaA Konzernmandate Aufsichtsrat HELIOS Kliniken Schwerin GmbH (stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende) Prof. Dr. med. Iris Löw-Friedrich(seit 13.05.2016) Chief Medical Officer und Executive Vice President, Head of Development and Medical Patient Value Practices, UCB S.A. Mandate Aufsichtsrat Evotec AG Klaus-Peter MüllerVorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank AG Mandate Aufsichtsrat Commerzbank AG (Vorsitzender) Fresenius Management SE Board of Directors Parker Hannifin Corporation, USA Dieter Reuß(bis 13.05.2016) Freigestellter Betriebsrat Vorsitzender des Gemeinschaftsbetriebsrats der Fresenius SE & Co. KGaA / Standort Bad Homburg v. d. H. Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Fresenius SE & Co. KGaA Gerhard Roggemann(bis 13.05.2016) Unternehmensberater Mandate Aufsichtsrat Bremer AG (seit 16.08.2016) Deutsche Beteiligungs AG (stellvertretender Vorsitzender) Deutsche Börse AG (bis 11.05.2016) GP Günter Papenburg AG (Vorsitzender) WAVE Management AG (stellvertretender Vorsitzender) Oscar Romero De Paco(seit 13.05.2016) Mitarbeiter Produktion Mitglied des Europäischen Betriebsrats der Fresenius SE & Co. KGaA Stefan Schubert(bis 13.05.2016) Krankenpfleger und freigestellter Betriebsrat Betriebsratsvorsitzender der HELIOS Klinik Bad Schwalbach und der HELIOS Klinik Idstein Konzernbetriebsratsvorsitzender der Wittgensteiner Kliniken GmbH (bis 09.09.2016) Mitglied des Europäischen Betriebsrats der Fresenius SE & Co. KGaA Hauke Stars(seit 13.05.2016) Mitglied des Vorstands Deutsche Börse AG Mandate Aufsichtsrat Eurex Frankfurt AG (Konzernmandat Deutsche Börse AG) GfK SE (bis 20.05.2016) Klöckner & Co. SE (bis 13.05.2016) Verwaltungsrat Eurex Zürich AG (Konzernmandat Deutsche Börse AG) Kühne + Nagel International AG (seit 03.05.2016) Rainer SteinFreigestellter Betriebsrat Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der HELIOS Kliniken GmbH Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats der Fresenius SE & Co. KGaA Niko StumpföggerGewerkschaftssekretär ver.di, Bereichsleiter Betriebs- und Branchenpolitik im Bereich Gesundheit und Soziales Stellvertretender Vorsitzender AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATSNominierungsausschussDr. Gerd Krick (Vorsitzender) Prof. Dr. h. c. Roland Berger (bis 13.05.2016) Michael Diekmann Klaus-Peter Müller (seit 13.05.2016) PrüfungsausschussProf. Dr. h. c. Roland Berger (bis 13.05.2016; Vorsitzender) Klaus-Peter Müller (seit 13.05.2016; Vorsitzender) Konrad Kölbl Dr. Gerd Krick Gerhard Roggemann (bis 13.05.2016) Hauke Stars (seit 13.05.2016) Rainer Stein Gemeinsamer Ausschuss 1Dr. Dieter Schenk (Vorsitzender) Michael Diekmann Dr. Gerd Krick Dr. Karl Schneider VORSTAND FRESENIUS MANAGEMENT SE (persönlich haftende Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA)Dr. Ulf M. Schneider(bis 30.06.2016) Vorsitzender Konzernmandate Aufsichtsrat Fresenius Kabi AG (bis 30.06.2016; Vorsitzender) Fresenius Medical Care Management AG (bis 30.06.2016; Vorsitzender) Board of Directors Fresenius Kabi USA, Inc., USA (bis 30.06.2016) Mandate Board of Directors E. I. du Pont de Nemours and Company, USA Stephan SturmVorsitzender (seit 01.07.2016) und Finanzen Konzernmandate Aufsichtsrat Fresenius Kabi AG (stellvertretender Vorsitzender bis 29.08.2016; Vorsitzender seit 29.08.2016) Fresenius Medical Care Management AG (seit 11.05.2016; Vorsitzender seit 30.06.2016) VAMED AG, Österreich (stellvertretender Vorsitzender) Mandate Aufsichtsrat Deutsche Lufthansa AG Dr. Francesco De MeoUnternehmensbereich Fresenius Helios Konzernmandate Aufsichtsrat HELIOS Beteiligungs AG (Vorsitzender) HELIOS Kliniken Schwerin GmbH (Vorsitzender) Dr. Jürgen GötzRecht, Compliance, Personal Mats HenrikssonUnternehmensbereich Fresenius Kabi Konzernmandate Aufsichtsrat Fresenius Kabi Austria GmbH, Österreich (Vorsitzender) Fresenius Kabi España S.A.U., Spanien Labesfal - Laboratórios Almiro, S.A., Portugal Board of Directors Fenwal, Inc., USA FHC (Holdings) Ltd., Großbritannien Fresenius Kabi Pharmaceuticals Holding, Inc., USA Fresenius Kabi (Singapore) Pte Ltd., Singapur Fresenius Kabi USA, Inc., USA Sino-Swed Pharmaceutical Corp, Ltd., China Verwaltungsrat Fresenius Kabi Italia S.p.A., Italien (Vorsitzender) Rice PowellUnternehmensbereich Fresenius Medical Care Konzernmandate Board of Directors Fresenius Medical Care Holdings, Inc., USA (Vorsitzender) Verwaltungsrat Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd., Schweiz (stellvertretender Vorsitzender) Dr. Ernst WastlerUnternehmensbereich Fresenius Vamed Konzernmandate Aufsichtsrat Charite CFM Facility Management GmbH (stellvertretender Vorsitzender) VAMED-KMB Krankenhausmanagement und Betriebsführungsges. m.b.H., Österreich (Vorsitzender) AUFSICHTSRAT FRESENIUS MANAGEMENT SE (persönlich haftende Gesellschafterin der Fresenius SE & Co. KGaA)Dr. Gerd KrickVorsitzender Prof. Dr. h. c. Roland Berger(bis 13.05.2016) Dr. Kurt Bock(seit 13.05.2016) Vorsitzender des Vorstands BASF SE Michael DiekmannKlaus-Peter MüllerDr. Dieter SchenkRechtsanwalt und Steuerberater Stellvertretender Vorsitzender Mandate Aufsichtsrat Bank Schilling & Co. AG (Vorsitzender) Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (stellvertretender Vorsitzender) Fresenius Medical Care Management AG (stellvertretender Vorsitzender) Gabor Shoes AG (Vorsitzender) Greiffenberger AG (stellvertretender Vorsitzender) TOPTICA Photonics AG (Vorsitzender) Stiftungsrat Else Kröner-Fresenius-Stiftung (Vorsitzender) Dr. Karl SchneiderEhemaliger Vorstandssprecher Südzucker AG Mandate Stiftungsrat Else Kröner-Fresenius-Stiftung (stellvertretender Vorsitzender) GLOSSARBegriffe aus dem Finanzwesen 1
1 Bestandteil des Konzernlageberichts
CashflowWirtschaftliche Messgröße, die den Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode darstellt. Operativer CashflowDer operative Cashflow ist eine wirtschaftliche Messgröße, die den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit darstellt. Er errechnet sich aus Jahresüberschuss abzüglich nicht-zahlungswirksamer Erträge und zuzüglich nicht-zahlungswirksamer Aufwendungen. Cashflow aus InvestitionstätigkeitDer Cashflow aus Investitionstätigkeit ist eine wirtschaftliche Messgröße, die Auszahlungen für den Erwerb von Anlagevermögen und Einzahlungen aus der Veräußerung von Anlagevermögen gegenüberstellt. Cashflow aus FinanzierungstätigkeitDer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist eine wirtschaftliche Messgröße, die aufzeigt, wie die Investitionen der Berichtsperiode finanziert wurden. Er errechnet sich aus Eigenkapitalzuführungen zuzüglich Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen abzüglich Dividendenzahlungen zuzüglich Zuführung durch Fremdkapitalgeber (Kredite, Anleihen, etc.) abzüglich Tilgungszahlungen für Kredite, Anleihen oder ähnliche Fremdkapitalinstrumente. Zudem berücksichtigt der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Veränderungen sonstiger nicht beherrschende Anteile sowie Einzahlungen und Auszahlungen aus der Kurssicherung von Konzerndarlehen in Fremdwährungen. Cashflow vor Akquisitionen und DividendenFresenius verwendet als Free-Cashflow-Messgröße den Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden. Der Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden errechnet sich aus dem operativen Cashflow abzüglich der Netto-Investitionen (Erwerb von Sachanlagen abzüglich Erlösen aus dem Verkauf von Sachanlagen). EBIT (Earnings before Interest and Taxes)Der EBIT ist das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Abschreibungen und Zuschreibungen auf das Anlagevermögen sind im EBIT enthalten. Der EBIT errechnet sich aus Umsatzerlösen abzüglich der Positionen Umsatzkosten, Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. EBIT-MargeDie EBIT-Marge ermittelt sich aus dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz. EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)Der EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen. Der EBITDA errechnet sich aus dem EBIT zuzüglich erfolgswirksamer Abschreibungen und abzüglich erfolgswirksamer Wertaufholungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. EBITDA-MargeDie EBITDA-Marge errechnet sich aus dem EBITDA im Verhältnis zum Umsatz. Forderungslaufzeit (Days Sales Outstanding, DSO)Kennzahl, die angibt, nach wie vielen Tagen eine Forderung im Durchschnitt beglichen wird. Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDADie Kennzahl Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA gibt darüber Aufschluss, inwieweit Fresenius in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Nettofinanzverbindlichkeiten und EBITDA werden jeweils zu durchschnittlichen Wechselkursen der vergangenen zwölf Monate berechnet. Berechnung Netto-Finanzverbindlichkeiten: Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten + Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen + Kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen + Kurzfristig fälliger Teil der Anleihen + Langfristige Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen, abzüglich des kurzfristig fälligen Teils + Anleihen, abzüglich des kurzfristig fälligen Teils + Wandelanleihen = Finanzverbindlichkeiten - flüssige Mittel = Netto-Finanzverbindlichkeiten NOPAT (Net Operating Profit After Taxes)Er errechnet sich aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen operativen Ergebnis (EBIT) abzüglich Ertragsteuern. Organisches WachstumBezeichnet den Teil des Wachstums eines Unternehmens, der aus eigener Kraft heraus erfolgt und nicht aus Akquisitionen, Desinvestitionen oder Währungsumrechnungseffekten. ROE (Return on Equity)Rentabilität des Eigenkapitals. Zeigt die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals an. Errechnet aus: Gewinn / Eigenkapital x 100. ROIC (Return on Invested Capital)Rentabilität des investierten Kapitals. Errechnet aus: (EBIT - Steuern) : Investiertes Kapital Investiertes Kapital = Bilanzsumme + kumulierte Goodwill-Abschreibung - aktive latente Steuern - flüssige Mittel - Lieferantenverbindlichkeiten - Rückstellungen (ohne Pensionsrückstellungen) - sonstige nicht verzinsliche Verbindlichkeiten. ÜBERLEITUNG DES DURCHSCHNITTLICH INVESTIERTEN KAPITALS UND DES ROIC
1 Enthalten sind langfristige
Rückstellungen und ausstehende Kaufpreiszahlungen
für Akquisitionen, nicht enthalten sind
Pensionsrückstellungen und nicht beherrschende Anteile
mit Put-Optionen.
ÜBERLEITUNG DES DURCHSCHNITTLICHEN BETRIEBSNOTWENDIGEN VERMÖGENS UND DES ROOA
1 Beinhaltet Anpassungen für in der
Berichtsperiode getätigte Akquisitionen, deren
Kaufpreis eine bestimmte Größenordnung
übersteigt (2016: 421 Mio €; 2015: -).
ROOA (Return on Operating Assets)Rentabilität des betriebsnotwendigen Vermögens. Die Rentabilität des betriebsnotwendigen Vermögens (ROOA) ist definiert als Quotient aus dem EBIT und dem durchschnittlichen betriebsnotwendigen Vermögen. Das betriebsnotwendige Vermögen ermittelt sich aus der Bilanzsumme abzüglich der aktiven latenten Steuern, der Lieferantenverbindlichkeiten, der zweckgebundenen Finanzmittel sowie der erhaltenen Anzahlungen und zugesagten Fördermittel. Vorratsreichweite (Scope of Inventory, SOI)Kennzahl, die die durchschnittliche Zeitspanne in Tagen zwischen dem Wareneingang der Vorräte bis zum Abverkauf der fertiggestellten Produkte angibt. Errechnet aus: (Vorräte / Umsatzkosten) x 365 Tage Vor SondereinflüssenUm die operative Leistung über mehrere Perioden hinweg besser vergleichen zu können, werden die Ergebnisgrößen gegebenenfalls zusätzlich um Sondereinflüsse bereinigt und entsprechend mit "vor Sondereinflüssen" gekennzeichnet. Eine Überleitungsrechnung ist im jeweiligen Quartalsfinanzbericht bzw. Geschäftsbericht gesondert ausgewiesen und zeigt auf, wie sich die Sondereinflüsse zusammensetzen. WährungsbereinigungenWährungsbereinigungen bei Erträgen und Aufwendungen werden mithilfe der jeweiligen Durchschnittskurse bzw. bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Mittelkurs am jeweiligen Bilanzstichtag des Vorjahres errechnet. Working CapitalUmlaufvermögen (inklusive Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten) - Rückstellungen - Lieferantenverbindlichkeiten - Übrige Verbindlichkeiten - Passiver Rechnungsabgrenzungsposten. FINANZKALENDER
1 Vorbehaltlich der Zustimmung durch die
Hauptversammlung
Terminaktualisierungen, Hinweise zu Live-Übertragungen sowie weitere Termine unter www.fresenius.de/events-und-praesentationen FRESENIUS-AKTIE / ADR
KonzernzentraleElse-Kröner-Straße 1 Bad Homburg v. d. H. PostanschriftFresenius SE & Co. KGaA 61346 Bad Homburg v. d. H. Kontakt für AktionäreInvestor Relations Telefon: (0 61 72) 6 08-24 87 Telefax: (0 61 72) 6 08-24 88 E-Mail: ir-fre@fresenius.com Kontakt für PresseKonzern-Kommunikation Telefon: (0 61 72) 6 08-23 02 Telefax: (0 61 72) 6 08-22 94 E-Mail: pr-fre@fresenius.com Sitz und Handelsregister: Bad Homburg v. d. H.; HRB 11852 Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Gerd Krick Persönlich haftende Gesellschafterin: Fresenius Management SE Sitz und Handelsregister: Bad Homburg v. d. H.; HRB 11673 Vorstand: Stephan Sturm (Vorsitzender), Dr. Francesco De Meo, Dr. Jürgen Götz, Mats Henriksson, Rice Powell, Dr. Ernst Wastler Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Gerd Krick Dieser Bericht erscheint auch in englischer Sprache. This Report is also available in English. Der Redaktionsschluss für diesen Bericht war der 15. März 2017. Der Bericht wurde am 16. März 2017 veröffentlicht. Der Geschäftsbericht, der Jahresabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA und der Konzernabschluss nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen sind auf unserer Website verfügbar und können bei Investor Relations angefordert werden. Weitere Informationen und aktuelle Unternehmensnachrichten können Sie abrufen auf unserer Website unter: www.fresenius.de. Zukunftsbezogene Aussagen: Dieser Konzernabschluss enthält Angaben, die sich auf die zukünftige Entwicklung beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der uns derzeit zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Aussagen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie im Risikobericht und in den bei der SEC eingereichten Unterlagen der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA angesprochen - eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. |
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