Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 4605
Vorher
Biotrans GmbHxxx
Eingetragen
3.2.1989
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Das Transportieren, Verpacken, Handeln und Lagern von Waren aller Art, insbesondere die Entsorgung und der Transport von biologischen Abfällen. Die Gesellschaft kann auch die Geschäftsführung und die Vertretung von Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen oder sich an solchen Unternehmen beteiligen oder diese erwerben. Die Gesellschaft kann auch Zweigniederlassungen errichten. Darüber hinaus ist die Gesellschaft berechtigt, alle sonstigen, dem Geschäftszweck dienlichen und damit in Zusammenhang stehenden Geschäfts vorzunehmen. Gegenstand des Unternehmens sind die Durchführung von Entsorgungs-, Recycling- und damit verbundenen Transportarbeiten aller Art. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, sich daran beteiligen und diese vertreten, die persönliche Haftung und die Geschäftsführung anderer Unternehmen übernehmen, sie darf Zweigniederlassungen errichten. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Michael Müller
seit 8.10.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Michael Müller
58239 Schwerte, Reichshofstr.89
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Biotrans GmbH

Schwerte

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Biotrans GmbH ist seit der Gründung im Jahr 1991 in der Entsorgungswirtschaft tätig. Kerngeschäft sind das Recycling von Fenstern und Bauelementen, das Recycling von Altholz und Grünschnitt und die Produktion von Biomassebrennstoff daraus sowie alle damit verbundenen Transportleistungen, die mit dem eigenen Fuhrpark aus gut 20 Lkw und 1.000 Wechselbehältern ausgeführt werden. Darüber hinaus werden verschiedene Gewerbeabfälle, wie Baustellenabfälle, Bauschutt, Altreifen, Eisenschrotte, NE-Metalle etc. entsorgt oder recycelt.

Im Mittelpunkt der Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 stand wie schon in den Vorjahren der Ausbau des Fensterrecyclings. Alle anderen Geschäftsbereiche wurden unverändert fortgeführt.

Die Coronakrise hat keine bedeutenden Auswirkungen mehr im Geschäftsjahr gehabt. Prinzipiell hatte die Corona-Krise für die Entsorgungswirtschaft eher positive Auswirkungen, die die Vorjahre geprägt haben und sich im Geschäftsjahr abgeschwächt fortgesetzt haben.

Organisatorische Struktur

Der Betrieb der Biotrans GmbH gliedert sich in die Bereiche Abfallentsorgung, Recycling von Abfällen und Erzeugung von Sekundärrohstoffen sowie den Transport.

Rechtliche Struktur

Sitz der Biotrans GmbH ist in Schwerte. Es gibt keine Tochtergesellschaften oder verbundene Unternehmen. Die Anteile der Biotrans GmbH sind seit 2008 zu 100 % im Besitz von Herrn Michael Müller. Es gibt eine Betriebsaufspaltung, in deren Besitz sich die vom Unternehmen genutzten Betriebsimmobilien befinden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Dem Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Branchenentwicklung der Entsorgungswirtschaft

Auch in 2023 war die Entwicklung der Entsorgungsbetriebe einerseits durch höhere technische und gesetzliche Anforderungen geprägt, andererseits durch ein geändertes Kundenverhalten, was ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld schafft.

Durch weitere Verschärfungen von Grenzwerten, Quoten und Gesetzen ersetzen unsere Kunden immer mehr die klassischen Entsorgungsleistungen durch Abfallvermeidung und innerbetriebliche Kreisläufe.

Abfälle werden auch für den Betrieb von Verbrennungsanlagen eingesetzt. Hier kann es zu einem verstärkten Wettbewerb zwischen stofflichen und energetischen Verwertern kommen, wenn die Ressource Abfall knapp wird. Im Jahr 2023 war das von untergeordneter Bedeutung.

Die Konjunkturentwicklung im Jahr 2023 hat negativen Einfluss auf die Menge des Mülls bzw. auch auf die Nachfrage nach stofflicher Verwertung der Sekundärrohstoffe. Dadurch wurde die Auslastung von unseren Anlagen bzw. deren Wirtschaftlichkeit beeinträchtigt.

Das Recycling von Abfällen und die damit verbundene Produktion von Sekundärrohstoffen hat sich zu einer wichtigen Stütze der Herstellung verschiedenster Produkte und der Erzeugung von Strom aus regenerativen Energiequellen entwickelt. Recyclingprodukte werden z. B. in der Produktion von Fensterprofilen eingesetzt und Altholz dient als Brennstoff für die Biomasseverstromung.

Das weitere Ziel, die Recyclingquoten bei Kunststoffen zu erhöhen, stützt unser Geschäftsmodell. Der Branchenverband Rewindo bündelt die Kräfte der wesentlichen Hersteller von PVC-Profilen für die Fensterproduktion im Hinblick auf die Erfassung von Altfenstern und deren Recycling zur Herstellung von Sekundärrohstoffen, die direkt in der Produktion von neuen Profilen eingesetzt werden können. Im Jahr 2022 konnte die Recyclingmenge trotz schwacher Baukonjunktur gegenüber 2021 um 3,8 % auf 44.247 t gesteigert werden. Zahlen für 2023 liegen noch nicht vor, wir gehen hier von konstanten Mengen, ggf. auch von einem geringfügigen Anstieg aus.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Biotrans GmbH ist als Containerdienst und Entsorger von Gewerbeabfällen regional tätig. Das Geschäftsfeld Fensterrecycling mit den damit verbundenen Transporten wird bundesweit angeboten.

Die schwierigeren Bedingungen der Baubranche (Fachkräftemangel, gestiegene Baukosten) haben den in den Vorjahren dynamischen Anstieg im Recycling von Fenstern und Bauelemente in diesem Geschäftsjahr weiter gebremst. Trotzdem wurde ein leichter Anstieg der behandelten Menge verzeichnet.

Das Geschäftsjahr 2023 war zu Beginn von einer unverändert stabilen Auftragslage geprägt. Die Nachfrage nach PVC-Rezyklat war gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt aber insgesamt noch gut ebenso wie die nach Fe-Schrott und NE-Metallen. Die erzielten Preise gaben im Jahresverlauf als Folge der Normalisierung der Lage am Rohstoffmarkt deutlich nach. Da unser Geschäftskonzept wesentlich auf der Annahme gemischter Bauelemente fußt, deren Annahmepreise nicht so volatil wie die Verkaufspreise der produzierten Rohstoffe sind, führt dies unmittelbar zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses.

Die deutlich höheren Energiepreise trugen in Verbindung mit den inflationsbedingt weiter gestiegenen Lohnkosten zum Rückgang des Betriebsergebnisses bei.

Im Bereich der Biomasse und der anderen Abfälle und Rohstoffe waren die Absteuerungswege stabil und uneingeschränkt verfügbar.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Rohergebnis 8.928 9.862 -934 -9,5
Betriebsergebnis 935 1.636 -701 -42,8
Zinsergebnis 31 -48 +79 -164,6
Steuerergebnis -322 -527 205 -38,9
Jahresergebnis 644 1.061 -417 -39,3

Die Biotrans GmbH erwirtschaftete ein um 9,5 % niedrigeres Rohergebnis als im Vorjahr, welches sich im Wesentlichen aus den im Geschäftsjahr rückläufigen Preisen für PVC-Rezyklat, Eisenschrott und NE-Metallen ergibt.

Der Umsatzrückgang steht im Einklang mit dem Branchentrend und dem allgemeinen Abflauen der Konjunktur.

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird als sehr gut eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr T€ 2.021. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit können die laufenden Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Für größere Investitionen für Fahrzeuge und Maschinen werden weiterhin Darlehen über Objektfinanzierer genutzt, teilweise aber auch liquide Mittel verwendet.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 4.979 5.158 -179 -3,5
kurzfristige Vermögenswerte 1.939 1.731 208 12,0
liquide Mittel 1.713 2.531 -818 -32,3
Passiva
Eigenkapital 5.232 4.588 644 14,0
langfristige Verbindlichkeiten 1.132 1.571 -439 -27,9
Bilanzsumme 8.718 9.480 -762 -8,0

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 179 gesunken. Dabei stehen den Investitionen in Sachanlagen in Höhe von T€ 1.191 Abgänge in Höhe von T€ 23 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 1.377 gegenüber. Die Investitionstätigkeit ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, die Verringerung des Anlagevermögens ist auf die seit dem Jahr 2021 genutzte AfA-Tabelle mit kürzerer Abschreibungsdauer zurückzuführen. Dadurch werden nicht unerhebliche stille Reserven geschaffen.

Der Barmittelbestand ist insbesondere aufgrund des Einsatzes liquider Mittel für die Anzahlungen im Bau befindlicher PV-Anlagen auf T€ 1.713 gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen auf T€ 958 gestiegen. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden. Die unternehmensinterne durchschnittliche Debitorenlaufzeit von durchschnittlich unter 20 Tagen liegt im Vergleich zum Branchendurchschnitt deutlich im positiven Bereich.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 5.232. Die Eigenkapitalquote ist damit auf 60,0% gestiegen.

Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht beansprucht.

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr trotz Investitionstätigkeit um T€ 666 reduziert, da liquide Mittel eingesetzt wurden. In den langfristigen Verbindlichkeiten sind keine Rückstellungen für Pensionen enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr stichtagsbezogen um T€ 321 auf T€ 686 erhöht da zum Jahreswechsel u.a. Abrechnungen für im Bau befindlichen Anlagen erfolgt sind.

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr entsprechend der Prognose im Vorjahr entwickelt. Bei verringerten Umsatzerlösen fällt das Betriebsergebnis deutlich schlechter aus als im Vorjahr. Es ist aber immer noch auf einem historisch hohen Niveau.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung, Mengenentwicklung und Betriebsergebnis

Unser Umsatz hat sich im Geschäftsjahr mit -8,2 % deutlich verringert und entsprach den Erwartungen. Rückläufige Rohstoffpreise für PVC-Rezyklat, Eisenschrott und NE-Metalle werden durch gestiegene Inputmengen in anderen Bereich nur teilweise kompensiert.

Die Entwicklung der verarbeiteten Mengen und des damit verbundenen Umsatzes hat hohe Priorität, um in einem Markt, der von Konzentration bestimmt ist, weiter eigenständig bleiben zu können. Im Geschäftsjahr sind die Mengen mit +16,6 % entgegen unseren Planannahmen überproportional deutlich gestiegen.. Der Anstieg resultiert aber nur zum Teil aus dem Kerngeschäft Fenster- und Bauelementerecycling. Bestimmend war hier ein zeitlich begrenztes Sondergeschäft im Holzrecycling.

Das Betriebsergebnis hat sich im Geschäftsjahr verschlechtert. Mit T€ 935 lag es deutlich unterhalb des Vorjahresergebnisses von T€ 1.636, was auch so in unserer Planung berücksichtigt war. Hier haben sich insbesondere erhöhte Personal- und Energiekosten und sinkende Rohstoffpreise ausgewirkt. Letztere wirken sich bei der Wertschöpfung aus eigener Produktion unmittelbar auf das Ergebnis aus und können nicht direkt durch angepasste Einkaufspreise kompensiert werden.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist noch immer deutlich besser als üblich, nähert sich aber denen aus der Zeit vor der corona- und krisenbedingten Sonderkonjunktur wieder an.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei vielen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Prognosebericht

Die künftige Geschäftsentwicklung ist darauf ausgerichtet, die bisherige erfolgreiche Unternehmensentwicklung weiter zu optimieren. Wir konzentrieren uns dabei auf unsere Kernkompetenzen im Recycling von Fenstern und Bauelementen sowie dem Altholzrecycling.

Im Jahr 2024 ergab sich eine rückläufige Nachfrage nach unseren Leistungen. Der bereits das Vorjahr geprägte Rückgang der Rohstoffpreise hat sich im Verlauf des Jahres fortgesetzt.

Die Treibstoffpreise sind im Laufe des Jahres 2024 mit den üblichen Schwankungen konstant auf dem Niveau am Ende des Vorjahres geblieben.

Die gestiegenen Energiekosten in Form von Strom und Gas belasten auch das Geschäftsjahr 2024. Die im Jahr 2023 begonnen Einkaufspartnerschaft mit einem neuen Energieanbieter glättet Preisspitzen durch eine vorausschauende Einkaufsstrategie am Termin- und Spotmarkt.

Von den neuen PV-Anlagen ist leider erst eine zum Ende des Jahres 2023 in Betrieb gegangen. Die anderen 3 Anlagen sollen im 3. Quartal 2024 den Betrieb aufnehmen. Ursache für die Verzögerung sind Überlastung und Personalknappheit bei den Energieversorgern. Durch den Eigenverbrauch erzielen wir hier weiterhin einen Dämpfungseffekt gegenüber den gestiegenen Strompreisen.

In Bezug auf die Beschaffung von Fahrzeugen und Geräten hatte sich die Unterbrechung der weltweiten Lieferketten in den Vorjahren negativ bemerkbar gemacht. Diese Probleme sind weitgehend behoben. Der Austausch von Fahrzeugen und Geräte erfolgt im Rahmen der üblichen Nutzungszeiten.

Aufgrund des im Jahr 2023 durch ein Sondergeschäft gestiegenen Mengenaufkommens und der weiter sinkenden Rohstoffpreise erwarten wir für 2024 einen deutlichen Rückgang des Mengenaufkommens und der Umsatzerlöse. Die schlechten Prognosen für die Bauwirtschaft wirken sich auch auf die Sanierung aus und haben damit einen Einfluss auf unser Geschäft.

Bedingt durch sinkende Umsatzerlöse und gestiegene Kosten für Energie und Personal rechnen wir für 2024 zu einem im Vergleich zu 2023 deutlich schlechteren Betriebsergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Ein wesentliches Risiko ist der allgemeine Konjunkturabschwung. Aufgrund der hohen Konjunkturabhängigkeit des Bausektors und des privaten Konsums muss mit einem erkennbaren Nachfragerückgang gerechnet werden. Ebenso wäre damit zu rechnen, dass die Marktpreise für Schrott, Metalle und PVC weiter merklich sinken würden. Im Bereich der Biomasse ist aufgrund vor kurzer Zeit in Betrieb genommener Kraftwerke kaum mit einem Preisverfall zu rechnen. Im Gegenteil könnte die Nachfrage aufgrund des durch sinkenden privaten Konsum verringerten Angebots deutlich steigen. Angesichts des beständigen und breit gefächerten Kundenstammes und Absatzmarktes sieht sich die Biotrans GmbH jedoch auch im Falle eines konjunkturellen Abschwungs als gut aufgestellt an.

Der Fachkräftemangel stellt ein Risiko hinsichtlich der weiteren Entwicklung dar. Ein Ausbau des Fuhrparks ist aktuell nur mit hohem finanziellem Aufwand möglich, da kaum Berufskraftfahrer auf dem Markt verfügbar sind und mit attraktivem Gehaltsangebot abgeworben werden müssen. Wir steuern hier mit dem Einsatz von Fremdspediteuren beim Absatz unserer Produkte gegen. Den Bezug der Abfälle bei unseren Kunden versuchen wir weitgehend vollständig mit eigenen Fahrzeugen zu gewährleisten.

Beim Betrieb von Entsorgungsanlagen besteht immer ein Brandrisiko. Trotz Annahmekontrollen lassen sich Beimengungen entzündlicher Materialien in Abfallanlieferungen nicht vollständig ausschließen. Wir begegnen diesem Risiko mit schnellem Umschlag und niedrigen Lagermengen. Außerdem halten wir eigene Löscheinrichtungen vor. Ein ausreichender Versicherungsschutz ist vorhanden.

Lieferantenrisiken sehen wir operativ nicht. Sollten verringerte Entsorgungskapazitäten zu steigende Entsorgungskosten führen, können wir diese zeitnah an unsere Kunden weitergeben, da wir beim Bezug nicht mit langfristigen Verträgen arbeiten.

Die zu Beginn des Ukraine-Krieg stark gestiegenen Energiekosten wurden im Transportbereich zum großen Teil an die Kunden weitergegeben. Sie befinden sich aktuell wieder auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Im Bereich der Produktion kann das nicht garantiert werden, so dass eine Auswirkung auf das Betriebsergebnis möglich ist.

Weitere Risiken ergeben sich durch Genehmigungsauflagen, die sich bei Änderungsanträgen ergeben. Aufgrund der guten Finanzlage stellen dadurch bedingte Investitionsverpflichtungen keine Probleme dar. Darüber hinaus gehende Investitionen können durch die Aufnahme von Fremdkapital finanziert werden. Im Bereich der Fahrzeuge und Maschinen erfolgt dies schon seit Jahren ohne Probleme.

Der Ausbau des Betriebs und die mit dem damit verbundenen Wachstum steigenden Fixkosten stellt ein Risiko dar, ist aber vor dem Hintergrund einer weitergehenden Konzentration in der Branche notwendig und eine Chance, weiterhin selbständig und konzernungebunden agieren zu können.

Politische Risiken / Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Im Bereich der Abfallwirtschaft gibt es regelmäßig neue Regelungen, auf die seitens der am Markt tätigen Unternehmen reagiert werden muss. Diese Risiken betreffen aber alle Marktteilnehmer gleichermaßen.

Veränderungen in der Förderung erneuerbarer Energien haben unmittelbaren Einfluss auf die Vermarktung der Biomasse als regenerativem Energieträger. Eine definitive Vorhersage lässt sich aber oft nicht treffen. So war mit einer Verknappung der Verbrennungskapazitäten aufgrund des Auslaufens der EEG-Förderung nach 20 Betriebsjahren bei vielen Anlagen gerechnet worden. Aufgrund deutlich gestiegener Energiepreise konnten diese Anlagen schon vor dem Beginn des Ukraine-Krieges wirtschaftlich weiterbetrieben werden.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken ergeben sich durch Änderungen des Genehmigungsrechts, vornehmlich durch das Bundesimmissionsschutzgesetz, welches EU-Vorgaben in nationales Recht umsetzt. Diese Prozesse werden beobachtet, erkennbare Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Aus steuerlicher und rechtlicher Hinsicht gibt es keine offenen Verfahren und es drohen auch keine Verfahren.

Chancen

Mit dem Recycling, der Produktion von Sekundärrohstoffen und regenerativen Energieträgern agiert die Biotrans GmbH in einem Wachstumsmarkt. Die Verknappung von Primärrohstoffen und Energie aus fossilen Quellen aufgrund des Ukraine-Krieges besteht weiterhin und verstärkt die Marktchancen unseres Geschäftsmodells. Aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Markt verfügt die Biotrans GmbH über die Voraussetzungen und die Erfahrungen, um von dieser Entwicklung langfristig zu profitieren.

Einschätzung:

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung, mit Ausnahme der im Text erwähnten Veränderungen, gegenüber dem 31. Dezember 2022 nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung trotz der starken Konjunkturabschwächung gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung in den kommenden Geschäftsjahren mit einer leicht positiven Unternehmensentwicklung vergleichbar mit den Jahren vor der Corona- und Energiekrise zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.978.913,78 5.157.891,03
I. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 16.282,07 18.245,07
II. Sachanlagen 4.020.614,60 4.227.058,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.945,00 32.921,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.535.286,00 4.194.137,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 466.383,60 0,00
III. Finanzanlagen 942.017,11 912.587,96
B. Umlaufvermögen 3.652.401,12 4.261.680,92
I. Vorräte 167.440,83 138.110,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.772.263,78 1.592.733,84
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.712.696,51 2.530.836,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 86.813,22 60.177,24
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.718.128,12 9.479.749,19

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.231.582,64 4.587.679,38
I. gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Kapitalrücklage 16.828,76 16.828,76
III. Gewinnvortrag 4.170.850,62 3.109.598,76
IV. Jahresüberschuss 643.903,26 1.061.251,86
B. Rückstellungen 533.677,48 1.463.336,02
C. Verbindlichkeiten 2.952.868,00 3.428.733,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.976.073,48 2.642.279,76
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.718.128,12 9.479.749,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.928.166,25 9.862.116,28
2. Personalaufwand 3.560.509,58 3.423.927,48
a) Löhne und Gehälter 2.933.709,42 2.855.777,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 626.800,16 568.150,24
3. Abschreibungen 1.376.674,07 1.293.679,42
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.376.674,07 1.293.679,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.034.515,38 3.487.027,79
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.823,71 2.182,21
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 36.792,06 50.385,29
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 322.425,62 526.626,61
8. Ergebnis nach Steuern 665.073,25 1.082.651,90
9. sonstige Steuern 21.169,99 21.400,04
Jahresüberschuss 643.903,26 1.061.251,86

Anhang

1. Allgemeines; Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Biotrans GmbH hat ihren Sitz in Schwerte und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hagen unter der Nr. HRB 4605 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 - 288 HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 HGB wurden beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich, sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßiger, linearer Abschreibungen ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungssätze richten sich nach den von der deutschen Finanzverwaltung veröffentlichten allgemeinen AfA-Tabellen sowie der AfA-Tabelle für den Wirtschaftszweig "Abfallentsorgungs- und Recyclingwirtschaft". Abschreibungen auf Zugänge beweglicher Vermögensgegenstände bemessen sich pro rata temporis. Die Regelungen des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG wurden angewendet.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Das Vorratsvermögen wurde mittels Einzelfeststellung zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert oder mit den niedrigeren Stichtagswerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sowie allgemeine Kreditrisiken wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu den nichteinzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nominalwert angesetzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Angaben zum Jahresabschluss

3.1 Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter dieses Anhangs zu entnehmen.

Sonstige Ausleihungen

Langfristige Ausleihungen an Gesellschafter bestehen in Höhe 933.217,11 EUR (Vorjahr: 903.787,96 EUR).

Forderungen/Verbindlichkeiten

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 223.358,54 EUR (Vorjahr: 585.513,61 EUR).

Die erforderlichen Angaben zu den Verbindlichkeiten sowie die gewährten Sicherheiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dieses Anhangs dargestellt. Die gewährten Sicherheiten bestehen aus Sicherungsübereignungen der einzelnen Wirtschaftsgüter.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen betriebsübliche Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Entsorgungsverpflichtungen, unterlassene Instandhaltung sowie Verpflichtungen aus ausstehenden Eingangsrechnungen.

3.2 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind 9.417,00 EUR für Altersversorgung enthalten (Vorjahr: 9.578,62 EUR).

4. Sonstige Angaben

4.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 558 TEUR ergeben sich aus mehrjährigen Miet- und Pachtverträgen in Höhe von 540 TEUR mit einer Laufzeit von 12 bis 44 Monaten, davon gegenüber Gesellschafter in Höhe von 500 TEUR, sowie aus weiteren mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 18 TEUR mit einer Laufzeit von 6 bis 18 Monaten.

4.2 Organmitglieder

Das Geschäftsführungsorgan der Biotrans GmbH bestand im Geschäftsjahr 2023 aus folgenden Mitgliedern:

- Herr Michael Müller, Geschäftsführer

- Herr Dr. Moczala-Geppert, Geschäftsführer

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

4.3 Angaben zu Mitarbeitern

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich beschäftigt:

Gewerbliche Mitarbeiter 70
Angestellte 8
Geringfügig Beschäftigte 10
insgesamt 88

 

Schwerte, den 12. August 2024

Biotrans GmbH

gez. Michael Müller

gez. Dr. Stefan Moczala-Geppert

Anlagespiegel

Anlage 1 zum Anhang: Anlagengitter 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 99.680,37 0,00 0,00 0,00 99.680,37
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 99.680,37 0,00 0,00 0,00 99.680,37
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 124.362,07 0,00 0,00 0,00 124.362,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.177.258,41 724.438,07 267.600,20 0,00 10.634.096,28
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 466.383,60 0,00 0,00 466.383,60
Summe Sachanlagen 10.301.620,48 1.190.821,67 267.600,20 0,00 11.224.841,95
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 903.787,96 29.429,15 0,00 0,00 933.217,11
2. Genossenschaftsanteile 8.800,00 0,00 0,00 0,00 8.800,00
Summe Finanzanlagen 912.587,96 29.429,15 0,00 0,00 942.017,11
Summe Anlagevermögen 11.313.888,81 1.220.250,82 267.600,20 0,00 12.266.539,43
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 81.435,30 1.963,00 0,00 0,00 83.398,30
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 81.435,30 1.963,00 0,00 0,00 83.398,30
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 91.441,07 13.976,00 0,00 0,00 105.417,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.983.121,41 1.360.735,07 245.046,20 0,00 7.098.810,28
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.074.562,48 1.374.711,07 245.046,20 0,00 7.204.227,35
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 6.155.997,78 1.376.674,07 245.046,20 0,00 7.287.625,65
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 16.282,07 18.245,07
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 16.282,07 18.245,07
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 18.945,00 32.921,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.535.286,00 4.194.137,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 466.383,60 0,00
Summe Sachanlagen 4.020.614,60 4.227.058,00
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 933.217,11 903.787,96
2. Genossenschaftsanteile 8.800,00 8.800,00
Summe Finanzanlagen 942.017,11 912.587,96
Summe Anlagevermögen 4.978.913,78 5.157.891,03

Anlage 2 zum Anhang: Verbindlichkeitenspiegel

Stand zum 31.12.2023 insgesamt
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen ein und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
davon durch Pfand- und ähnliche Rechte gesichert
EUR
insgesamt 2.952.868,00 1.820.555,91 1.132.312,09 0,00 1.976.073,48

Art der Sicherheit: Sicherungsübereignung

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Dem vollständigen Jahresabschluss der Biotrans GmbH zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Biotrans GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Biotrans GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Biotrans GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hagen, den 12. August 2024

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