Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 83051
Vorher
Blitz 01-857 GmbHBULI-Vermarktungs GmbHInfront Buli GmbHInfront Deutschland GmbH
Eingetragen
16.8.2001
Branche
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Vermarktung von Sportveranstaltungen und von allen damit im Zusammenhang stehenden Rechten (An- und Verkauf, Vertrieb) sowie damit in Zusammenhang stehende Consulting-Leistungen und digitale Angebote, einschließlich (i) der Produktion von Sportprogrammen, (ii) der Vergabe von Rechten zur Berichterstattung in allen Medien (z.B.: Fernsehen, Hörfunk, sonstige Rechte der öffentlichen Wiedergabe), (iii) zur Medien-Auswertung, (iv) jeder sonstigen Medienaktivität im Sportbereich und (v) funktional ähnlicher Aktivitäten wie der Vermarktung sämtlicher kommerzieller Rechte an bzw. im Zusammenhang mit eSport- und Entertainmentveranstaltungen sowie (Event-)Stätten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julian Josten
seit 24.1.2023
Prokura
Matthias Pietza
seit 11.1.2021
Geschäftsführer
Thomas Dr. Feiler
seit 2.11.2018
Prokura
Marco Sautner
seit 13.2.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Infront Sports & Media AGCHE
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Infront Holding AG
Switzerland
25.000 €
50.00%
Infront Sports & Media AG
Switzerland
25.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Infront Germany GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Infront Germany GmbH (nachfolgend Infront Germany genannt) mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist eine Sportmarketing-Agentur mit acht Niederlassungen in Deutschland. Die Gesellschaft ist als unmittelbares Tochterunternehmen in den Konzern der Infront Sports & Media AG mit Sitz in der Schweiz eingebunden. Die Infront Sport & Media AG ist wiederum Konzerntochter der Wanda Sports Group.

Das Kerngeschäft der Infront Germany besteht in der kommerziellen Vermarktung von Sportveranstaltungen, insbesondere der Vermarktung von Werbe- und Hospitalityrechten von professionellen Fußballvereinen und anderen Sportverbänden. Die Mehrzahl der Vermarktungs-Partnerschaften wird auf Agenturbasis umgesetzt, bei der die Clubs oder Verbände rechtlich Eigentümer der Vermarktungsrechte bleiben. Über diese Agenturverträge erzielt die Infront Germany Erlöse aus den zugehörigen Vermittlungsprovisionen.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind Umsatzerlöse und EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization).

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Branchensituation

Im Gesamtjahr 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die sonstigen Dienstleistungen, zu denen die Kreativwirtschaft sowie Sport, Kultur und Unterhaltung zählen, waren in der Corona Pandemie besonders stark betroffen. Im Jahr 2023 konnte in diesem Wirtschaftsbereich nach der deutlichen Erhöhung im Vorjahr (6,0 % vs. 2021) weiterhin eine moderate Erhöhung von 1,8 % zum Vorjahresniveau festgestellt werden. [1]

Der deutsche Werbemarkt verzeichnete im Jahr 2023 ein erfreuliches Wachstum. Laut der Jahresendprognose des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) erreichte die Werbewirtschaft in Deutschland einen Gesamtumsatz von 48,87 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 1,6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieses vorläufige Ergebnis übertrifft sogar die Vor-Corona-Zeit. [2]

Der Markt des Sportsponsorings in Deutschland konnte sich im Jahr 2023 weiter erholen und liegt nun bei 4,08 Mrd. Euro (Vj. 4,00 Mrd. Euro).[3]

2.2. Geschäftsentwicklung

Die Rückrunde der Saison 2022/23 sowie die Hinrunde der Saison 2023/2024 waren frei von pandemiebedingten Einschränkungen und die Fußballspiele fanden vollständig vor Zuschauern statt. Der Vertrieb der Vermarktungsrechte erholte sich entsprechend, sodass die Umsatzerlöse mit TEUR 28.756 insgesamt höher als im Vorjahr ausfielen (+17,2 %).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 führte die Infront Germany exklusive Partnerschaften mit drei Clubs in der 1. Bundesliga (FSV Mainz 05, 1. FC Köln, SV Werder Bremen), einem Club in der 2. Bundesliga (SC Paderborn), drei Clubs in der 3. Liga (TSV 1860 München, SV Sandhausen und SSV Ulm 1846). An allen Standorten der Fußballclubs betreibt die Infront Germany eigene Betriebsstätten.

Zudem betreibt die Infront Germany einen zentralen Vertrieb, ansässig in der Unternehmenszentrale in Frankfurt. Der zentrale Vertrieb unterstützt zum einen die Infront Sports & Media AG bei der Vermarktung gruppenweiter Rechte (z. B. Handball EHF, FIS-Ski, IBU-Biathlon oder der 4-Schanzen-Tournee) insbesondere im deutschen Markt. Zum anderen wird die Vermarktung zentraler Rechte in anderen Sportarten wie z. B. Basketball, Personal- und Corporate Fitness, Motorsport sowie sonstiger Fußballrechte von Rechtehaltern außerhalb des Partnerportfolios der Infront Germany betrieben. Darüber hinaus befasst sich ein Standort in Berlin u.a. mit der Vermarktung von Rechten außerhalb des sportlichen Bereiches.

Der exklusive Vermarktungsvertrag mit dem Vfl Osnabrück wurde zur Saison 2023/2024 angepasst, sodass weiterhin einzelne exklusive Rechte durch Infront vermarktet werden.[4]

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhten Jahresgewinn (TEUR 8.984) abgeschlossen. Dieser wurde hauptsächlich durch die Steigerung der Umsatzerlöse (TEUR 4.214), die Auflösung einer gebildeten Drohverlustrückstellung für das Projekt FSV Mainz 05 (TEUR 2.618) sowie durch ein gestiegenes Finanzergebnis erreicht.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1. Ertragslage

Die Infront Germany GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 28.756, was einer Umsatzsteigerung von 17,2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Steigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus höheren Umsätzen an allen aktiven Standorten und dem zentralen Vertrieb, dem gegenüber steht eine Einmalzahlung im Vorjahr durch den SC Freiburg.

Die Rohmarge in Höhe von 48,1 % hat sich gegenüber dem Vorjahr (52,7 %) leicht verschlechtert, da den höheren Umsätzen auch teilweise höhere Aufwendungen gegenüberstanden.

Die Einsparung bei den Gehältern durch weniger Mitarbeitende wird durch höhere Bonuszahlungen kompensiert, sodass der Personalaufwand im Berichtsjahr um TEUR 5 niedriger als im Vorjahr liegt.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 2.569 (Vj. TEUR 2.472) sind im Wesentlichen die Kosten für die Nutzung von Logen, Media- und Marktforschungskosten, Vertriebsaufwendungen, Werbe- und Verwaltungskosten sowie Betriebskosten für die Büros enthalten. Dies führt zu einem EBITDA von TEUR 7.366, welches leicht über dem Vorjahr liegt (Vj. TEUR 7.275).

Das gestiegene Finanzergebnis ist auf niedrige Zinsen innerhalb der Refinanzierung aus dem Konzernverbund heraus und gestiegene Zinseinnahmen zurückzuführen (TEUR 2.507 vs. Vj. TEUR 802).

Die Infront Germany hat das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 8.984 (Vorjahresüberschuss TEUR 7.698) abgeschlossen, was einer Umsatzrendite auf Vorjahresniveau von 31,2 % (Vj. 31,4 %) entspricht. Das deutlich höhere Jahresergebnis des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr wurde durch eine Steigerung der Umsatzerlöse an allen Standorten (TEUR 4.214), die Auflösung einer gebildeten Drohverlustrückstellung für das Projekt FSV Mainz 05 (TEUR 2.618) sowie durch ein gestiegenes Finanzergebnis erreicht.

3.2. Erläuterung der Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 51.091 zum 31. Dezember 2023. Die Eigenkapitalquote konnte von 3,2% im Vorjahr auf 21,3 % erhöht werden. Die verbesserte Eigenkapitalstruktur resultiert aus dem erzielten Jahresergebnis.

Auf der Aktivseite wird im Anlagevermögen zwischen den immateriellen Vermögensgegenständen (insb. Software) und den Sachanlagen (insb. Geschäftsausstattung der Standorte) unterschieden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 26.816 (Vj. TEUR 13.700) und enthalten TEUR 24.994 (Vj. TEUR 12.835) Forderungen aus dem gruppenweiten Cash pooling. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend liquide Mittel und sieht auch für die nächsten Jahre eine positive Liquiditätsentwicklung.

Die Verringerung der Liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 17.490 lässt sich hauptsächlich mit der teilweisen Tilgung eines Darlehens bei der Muttergesellschaft erklären.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 17.320 (Vj. TEUR 20.077) resultiert im Wesentlichen aus Vorauszahlungen (Signing Fees) an die Partnervereine des Vermarktungsportfolios sowie sonstigen Abgrenzungen.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Summe der Rückstellungen um TEUR 1.029 auf TEUR 3.421 vermindert. Die Rückstellungen setzen sich zusammen aus den Steuerrückstellungen (TEUR 1.156), den personalbezogenen Rückstellungen für Bonus und Urlaub (TEUR 1.149), den Rückstellungen für Pensionen (TEUR 278), den Kosten des Abschlussprüfers und Steuerberaters (TEUR 100) sowie ausstehenden Rechnungen (TEUR 736).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.549 (Vj. TEUR 1.668) betreffen in der Hauptsache kurzfristige Verpflichtungen aus Pachten bzw. Rechtekosten sowie Event- und Veranstaltungskosten gegenüber Partnerclubs und Dienstleistern mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen bei TEUR 33.599 (Vj. TEUR 50.678), wovon TEUR 8.555 eine Laufzeit von über fünf Jahren besitzen. Gegenüber dem Gesellschafter liegen die Verbindlichkeiten bei TEUR 33.564 (Vj. TEUR 50.610) und beinhalten hauptsächlich ein Darlehen der Infront Sports & Media AG, Zug (Schweiz) sowie zugehörige Zinsen. Im Wesentlichen geht diese Reduzierung auf die Tilgung des Darlehens zurück.

Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 308 (TEUR 454; Vj. TEUR 146) ist auf eine Umsatzsteuerzahllast im Berichtsjahr zurückzuführen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten zeigen Saisonerträge, die im Berichtsjahr bereits vereinnahmt wurden, aber wirtschaftlich erst im nächsten Jahr zu realisieren sind. Die Vermögens- und Finanzlage sehen wir als langfristig gesichert und tragfähig an.

4. Risiko- und Chancenbericht

Die Infront Germany unterliegt im Rahmen der operativen Tätigkeit Risiken, die sowohl gesamtwirtschaftlicher Natur sein können als auch auf branchen- und vereinsspezifischen Besonderheiten vor allem in Hinblick auf die sportliche Entwicklung beruhen. Unternehmerische Risiken können sich insbesondere bei den nachstehenden Punkten ergeben:

- Sportliche Entwicklung der Vereine

Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist wesentlich abhängig von den sportlichen Erfolgen der Vereine, da bei einer Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga deutlich höhere Umsatzerlöse erzielt werden können als im Falle der 2. Bundesliga bzw. 3. Liga.

- Vertraglich vereinbarte Erlösgarantien

Für die Vermarktungsvereinbarungen mit SV Werder Bremen, 1. FC Köln, FSV Mainz 05 sowie DEB sind Erlösgarantievereinbarungen getroffen worden. Die Erlösgarantien fallen unabhängig von den durch die Vermarktung erzielten Umsätzen an und richten sich in ihrer Höhe nach den sportlichen Szenarien.

Im Rahmen des monatlichen Reporting sowie der ad hoc-Berichterstattung wird der Gesellschafter hinsichtlich der Kernrisiken (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) regelmäßig informiert. Zur Steuerung und Minimierung der Risiken wurden entsprechende Gegenmaßnahmen entwickelt. Zudem erfolgt monatlich eine rollierende Aktualisierung des Forecasts.

Unternehmerische Chancen können sich insbesondere bei den nachstehenden Punkten ergeben:

- Durch die vorhandene Erfahrung auf der Ebene der Clubvermarktung ergeben sich in Verbindung mit der Expertise der Infront-Gruppe als langjährigem Partner von diversen internationalen Sport-Verbänden wie der FIS, IIHF, EHF oder IBU, Synergieeffekte sowie Chancen für die Akquisition neuer Vertragsrechte und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder.

- Im Berichtsjahr wurde der zentrale Vertrieb der Infront Germany weiter gestärkt, sodass die Übernahme der Vermarktungsaktivitäten sämtlicher Wintersportrechte der Infront Gruppe im Kernmarkt Deutschland weiter vorangetrieben werden konnte. Dabei wurden Synergien in der deutschlandweiten Sportrechtevermarktung realisiert. Diese Maßnahme ist elementarer Bestandteil der Diversifizierungsstrategie der Infront Germany, mit dem Ziel ein breites und ausgewogenes Vermarktungsportfolio im Sport aufzubauen.

- Weitere Chancen ergeben sich aus Innovationen in der Übertragungstechnik verbunden mit der Einblendung von virtueller Werbung, welche maßgeschneidert für einzelne Länder generiert werden kann.

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland sind die zunehmenden Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft spürbar. Da der Ukraine-Krieg weiter anhält, sind die weitergehenden konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf die Kultur- und Sportbranche und die Infront Germany nicht verlässlich abschätzbar.

5. Prognosebericht

Für das Jahr 2023 wurden die geplanten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 26.500 deutlich übertroffen, das geplante EBITDA von TEUR 7.903 wurde jedoch nicht erreicht.

Die Basis für die Steuerung der Gesellschaft bildet ein 5-Jahres-Plan, der jährlich aktualisiert wird. Im Rahmen dieses 5-Jahres-Plans wird für das Jahr 2024 sowohl mit leicht niedrigeren Umsätzen als auch mit einem wesentlich niedrigeren Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr geplant. Dies lässt sich nicht auf eine negative Geschäftserwartung der Gesellschaft zurückführen, sondern liegt in einigen positiven Effekten im Jahr 2023 begründet, die in einem vergleichbaren Umfang nicht geplant wurden. Durch eine Änderung des gruppenweiten Zinssatzes wird für das Jahr 2024 mit wesentlich niedrigeren Zinserträgen geplant. Der Abstieg des 1. FC Köln aus der Fußball Bundesliga wird bei Erreichung der geplanten Umsätze zu voraussichtlich keinen Ergebniseffekten in der Saison 2024/2025 führen.

Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens haben sich aus Sicht der Geschäftsführung aufgrund des Ausbaus der zentralen Vermarktungsunit sowie der Fokussierung auf eine Diversifizierung des Vermarktungsportfolios gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Hervorzuheben ist an dieser Stelle die im Jahr 2023 abgeschlossene Vereinbarung über die Vermarktung des ADAC-Motorsportportfolios (u.a. DTM und ADAC GT Masters) ab der Saison 2024.[5] Die Geschäftsführung geht unter der Berücksichtigung weiterhin herausfordernder gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen von einer positiven Unternehmensentwicklung in den kommenden Geschäftsjahren aus.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Hinsichtlich unseres Nachtragsberichtes verweisen wir auf unseren Anhang.

 

Frankfurt am Main, den 2. Juli 2024

gez. Marco Sautner

gez. Matthias Pietza

Geschäftsführung

[1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

[2] https://zaw.de/werbemarkt-2023-dank-digitaler-erloese-im-leichten-plus/

[3] Mail von Nielsen: WG Jährliches Marktvolumen Sportsponsoring Deutschland.msg

[4] https://www.vfl.de/vfl-infront/

[5] https://www.infront.sport/de/news/infront-und-adac-geben-gemeinsam-gas

Bilanz

AKTIVA

31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.860,89 8.909,77
II. Sachanlagen 37.878,94 54.341,96
42.739,83 63.251,73
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 33.722.411,52 21.614.045,61
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: € 203.524,18 (Vorjahr: € 144.265,73)
- davon Forderungen gegen Gesellschafter: € 26.612.151,33 (Vorjahr: € 13.555.567,37)
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.837,37 17.496.867,93
33.729.248,89 39.110.913,54
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 17.319.502,97 20.076.815,34
51.091.491,69 59.250.980,61

PASSIVA

31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 37.500.000,00 37.500.000,00
III. Verlustvortrag -35.632.924,97 -43.331.099,11
IV. Jahresüberschuss 8.983.819,25 7.698.174,14
10.875.894,28 1.892.075,03
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.420.844,00 4.449.463,75
C. VERBINDLICHKEITEN 35.602.036,72 52.492.236,83
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: € 35.449,00 (Vorjahr: € 68.765,34)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter: € 33.563.867,83 (Vorjahr: € 50.609.718,93)
- davon Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 27.046.631,32 (Vorjahr: € 1.942.616,10)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: € 8.555.405,40 (Vorjahr: € 50.549.620,73)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.192.716,69 417.205,00
51.091.491,69 59.250.980,61

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
2022
1. Rohergebnis 16.792.851,01 16.610.106,23
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -6.089.783,25 -5.928.805,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -768.170,68 -934.608,61
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -33.693,34 -44.468,74
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.568.754,84 -2.471.625,36
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.692.107,85 1.053.116,34
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 2.690.097,07 (Vorjahr: € 1.053.116,34)
6. Zinsen und änliche Anwendungen -185.247,89 -251.043,40
- davon an verbundenen Unternehmen: € 180.323,40 (Vorjahr: € 272.764,80)
- davon aus der Abzinsung: € 4.975,00 (Vorjahr: € 5.276,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -865.842,00 -330.425,07
8. Ergebnis nach Steuern 8.973.466,86 7.702.246,27
9. sonstige Steuern 10.352,39 -4.072,13
10. Jahresüberschuss 8.983.819,25 7.698.174,14

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist unter der Firma Infront Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister unter der Nummer HRB 83051 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Infront Germany GmbH, Frankfurt am Main, wurde gemäß §§ 242ff. und §§ 264ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Von den Erleichterungsvorschriften bei der Offenlegung gemäß § 327 Nr. 1 und 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Ebenso wurden die Erleichterungsvorschriften für die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 276 HGB sowie für die Erstellung des Anhangs gemäß § 288 Abs. 2 HGB bei der Offenlegung in Anspruch genommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Abzug planmäßiger Abschreibung.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Anlagegegenstände Nutzungsdauer
in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände 6-11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13

Von der Möglichkeit der sofortigen Abschreibung geringwertiger Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 1.000 wird in vollem Umfang Gebrauch gemacht. Anlagegüter unter einem Netto-Einzelwert von EUR 250 werden unmittelbar im Aufwand dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden, ausgehend von den Nennwerten, unter Berücksichtigung erkennbarer Ausfallrisiken bewertet. Das vorhandene Ausfallrisiko wird durch angemessene Einzel- sowie Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,79 %) gemäß der Rückstellungsverordnung verwendet. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung (1,0 %; Vj. 1,0 %) ermittelt.

Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der letzten zehn Jahre (Vj. zehn Jahre) verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 3 (Vj. TEUR 14) und würde bei Gewinnen einer Ausschüttungssperre unterliegen.

Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken sowie drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Sie sind jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der Infront Holding AG, Zug, Schweiz, sowie in den Konzernabschluss der Wanda Sports & Media Co. Limited, Cayman Island, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen werden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die im Anhang ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

C. Erläuterung zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 6.047 (Vj. TEUR 5.768) sowie langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 179 (Vj. TEUR 0).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich aus Forderungen aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 24.994 (Vj. TEUR 12.835), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 227 (Vj. TEUR 644) sowie sonstige Forderungen aus Zinserträgen auf die Cash Pooling Forderung in Höhe von TEUR 1.595 (Vj. TEUR 221) zusammen. Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Gesellschafterin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus noch nicht verrechneten Lieferungen und Leistungen für Projekte in Höhe von TEUR 607 (Vj. TEUR 1.624). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Zusätzlich beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände Kautionen in Höhe von TEUR 73 (Vj. TEUR 79). Die Kautionen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die wichtigsten Positionen in den sonstigen Rückstellungen sind hierbei die personalbezogenen Rückstellungen für Bonus und Urlaub TEUR 1.149 (Vj. TEUR 532) TEUR, für ausstehende Rechnungen TEUR 736 (Vj. TEUR 357) und für Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten TEUR 100 (Vj. TEUR 135).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.549 (Vj. TEUR 1.668) betreffen in der Hauptsache kurzfristige Verpflichtungen aus Pachten bzw. Rechtekosten sowie Event- und Veranstaltungskosten gegenüber Partnerclubs und Dienstleistern mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen bei TEUR 33.599 (Vj. TEUR 50.678), wovon TEUR 8.555 eine Laufzeit von über fünf Jahren besitzen. Gegenüber dem Gesellschafter liegen die Verbindlichkeiten bei TEUR 33.564 (Vj. TEUR 50.610) und beinhalten hauptsächlich ein Darlehen der Infront Sports & Media AG, Zug (Schweiz) sowie zugehörige Zinsen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten von TEUR 434 (Vj. TEUR 123) sowie kreditorische Debitoren von TEUR 20 (Vj. TEUR 17).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 2.618; Vj. TEUR 3.365) sowie Erträge aus aufgelösten Einzelwertberichtigungen auf Debitoren (TEUR 263; Vj. TEUR 156) und Erträge aus Weiterbelastungen (TEUR 85, Vj. TEUR 27).

E. Sonstige Angaben

Personal

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 74 (Vj. 77) Angestellte beschäftigt, diese teilten sich auf die beiden Bereiche Sales und Marketing (60) und Administration (14) auf.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 281.359 (Vj. TEUR 344.539) sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind. Hiervon entfallen TEUR 279.573 auf vertraglich vereinbarte Umsatzgarantien (davon unter einem Jahr TEUR 63.693) und TEUR 1.786 auf Miet- und Leasingverträge (davon unter einem Jahr TEUR 540).

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse über die gemäß § 251 HGB zu berichten wäre.

Geschäftsführer

- Herr Marco Sautner (Diplomkaufmann), Grevenbroich

(Vertrieb, Marketing; seit dem 23. Januar 2017)

- Herr Matthias Pietza (Diplomsportlehrer), Köln

(Finanzen, Personal & Administration, Business Development, Recht; seit dem 11. Januar 2021)

Herr Marco Sautner und Herr Matthias Pietza sind hauptberuflich Geschäftsführer der Infront Germany GmbH. Sie sind gemeinsam zeichnungsberechtigt. Bezüglich der Angaben zur Vergütung der Geschäftsführer wurde von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Gesellschafter

Die Infront Sports & Media AG mit Sitz in Zug, Schweiz, hält 100 % der Anteile an der Gesellschaft.

Konzernabschluss

Die Infront Holding AG in Zug, Schweiz, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird.

Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Wanda Sports & Media Co. Limited, Cayman Island erstellt.

Der jeweilige Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, dass der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.984 EUR auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Nachtragsbericht

Folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag eingetreten:

Zum 1. Januar 2024 fand eine Tilgung des Darlehens, welches von der Infront Sports & Media AG gewährt wurde, statt. Nach dieser Tilgung beträgt die Darlehenshöhe noch TEUR 8.555.

Durch eine Niederlage gegen Heidenheim am 18. Mai 2024 stieg der 1. FC Köln aus der Fußball Bundesliga ab. Bei einer Erreichung der geplanten Umsätze für das Projekt in der zweiten Bundesliga werden sich voraussichtlich keine Effekte auf Ebene des EBITDA für Infront Germany ergeben.

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland sind die zunehmenden Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft spürbar. Da der Ukraine-Krieg weiter anhält, sind die weitergehenden konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf die Kultur- und Sportbranche und die Infront Germany nicht verlässlich abschätzbar.

 

Frankfurt am Main, 2. Juli 2024

gez. Marco Sautner, Geschäftsführung

gez. Matthias Pietza, Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.448.180,29 0,00 4.080.066,00 368.114,29
II. SACHANLAGEN
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.015.956,76 13.336,12 530.250,74 499.042,14
5.464.137,05 13.336,12 4.610.316,74 867.156,43
Kumulierte Abschreibungen
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.439.270,52 4.048,88 4.080.066,00 363.253,40
II. SACHANLAGEN
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 961.614,80 29.644,46 530.096,06 461.163,20
5.400.885,32 33.693,34 4.610.162,06 824.416,60
Nettobuchwerte
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.860,89 8.909,77
II. SACHANLAGEN
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.878,94 54.341,96
42.739,83 63.251,73

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der größenabhängigen Erleichterungen zur Offenlegung aufgestellt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Infront Germany GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Infront Germany GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 2. Juli 2024

Schiff-Martini & Cie. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Weiler, Wirtschaftsprüfer

gez. Bolkovac, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. Oktober 2024 festgestellt und genehmigt.

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