Hillenbrand Acquisition Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Döttger seit 27.1.2026 | Prokura |
Bertram Bartsch seit 27.1.2026 | Prokura |
Frank Lechner seit 27.1.2026 | Prokura |
Thomas Hummel seit 12.7.2023 | Geschäftsführer |
Markus Parzer seit 27.7.2021 | Geschäftsführer |
Sara Albert seit 9.6.2021 | Prokura |
Bernd Neumann seit 20.7.2020 | Prokura |
Heiko Kost seit 20.7.2020 | Prokura |
Marcus Peter Karle seit 13.2.2019 | Prokura |
Ulf Zimmerling seit 13.2.2019 | Prokura |
Stefan Rottke seit 18.1.2016 | Geschäftsführer |
Jörn Thilo Fathil Matzke seit 12.6.2012 | Prokura |
Christoph Georg Schumacher seit 5.5.2011 | Prokura |
Peter Hofmann seit 10.10.2008 | Prokura |
Simon Eifert seit 10.10.2008 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Coperion GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Coperion GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Coperion GmbH, Stuttgart - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Coperion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft. Die im Lagebericht in Abschnitt 2.7 Mitarbeiter unter Frauenförderung - Entsprechenserklärung nach § 289f HGB enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die Abschnitte 2.3 Absatz- und Beschaffungspolitik und 2.4 Produktion sowie die Ausführungen zu Ausbildung, Interessensvertretung und Mitbestimmung innerhalb der Passage 2.7 Mitarbeiter des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung und die sonstigen oben genannten nicht geprüften Bestandteile des Lageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Lagebericht in Abschnitt 2.7 Mitarbeiter unter Frauenförderung - Entsprechenserklärung nach § 289f HGB enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die Abschnitte 2.3 Absatz- und Beschaffungspolitik und 2.4 Produktion sowie die Ausführungen zu Ausbildung, Interessensvertretung und Mitbestimmung innerhalb der Passage 2.7 Mitarbeiter des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus -identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg i. Br., 5. Februar 2025 EY GmbH & Co. KG Nietzer, Wirtschaftsprüfer Landerer, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 30. September 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis 30. September 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/20241. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGENDie Coperion GmbH mit Sitz in Stuttgart wird unter HRB 23976 im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart geführt. Die Gesellschaft hat in der Rechtsform der GmbH gemäß § 264 Abs. 1 HGB die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften anzuwenden. Der Jahresabschluss ist somit nach den Grundsätzen der §§ 242 ff. HGB, unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes, aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Zum 1. Dezember 2012 hat die Hillenbrand Germany Holding GmbH, Stuttgart, eine Tochtergesellschaft der Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA, sämtliche Anteile an der Coperion Capital GmbH, der bis dahin obersten Muttergesellschaft der Coperion-Gruppe, erworben. Die Hillenbrand Inc. ist ein an der New Yorker Börse notiertes Unternehmen und stellt entsprechend den US-amerikanischen Vorschriften einen Konzernabschluss nach den United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) auf. Die Coperion GmbH ist damit nach § 292 HGB in Verbindung mit § 2 KonBefrV von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Abschnitt 5, Sonstige Angaben enthalten. Der Kreis der verbundenen Unternehmen erstreckt sich auf sämtliche Gesellschaften innerhalb der Hillenbrand-Gruppe. Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt. 2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie Bewertungsgrundsätze der §§ 252 - 256a HGB werden angewendet. Es haben sich keine Bilanzierungs-, Bewertungs- oder Ausweisänderungen im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Die Bewertungsgrundsätze stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zu Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear, gegebenenfalls außerplanmäßig, abgeschrieben. Bei den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen werden lediglich die Forschungs- und Entwicklungskosten, die aus in den Jahren 2012 und früher begonnenen und nicht abgeschlossenen Vorhaben stammen, aktiviert. Die geänderte Bilanzierungspraxis ist dem Umstand geschuldet, dass nach den Vorschriften der US-GAAP eine solche Aktivierung nur in sehr restriktivem Umfang erlaubt ist. Der Vereinheitlichung wegen wurde beginnend mit dem Rumpfgeschäftsjahr 2013 von dem bislang ausgeübten Wahlrecht nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften kein Gebrauch mehr gemacht. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Patente bzw. der Markennamen beträgt 10 bzw. 15 Jahre. Bei den erworbenen Konzessionen, Rechte und Lizenzen liegt die Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Das bewegliche Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei dem beweglichen Anlagevermögen werden die Zugänge innerhalb eines Wirtschaftsjahres zum jeweiligen Zugangsdatum erfasst und die anteilige Jahresabschreibung angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich EUR 250 werden im Jahr des Zugangs sofort aufwandswirksam erfasst. Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 250, aber nicht mehr als EUR 1.000 betragen, werden in einem Sammelposten aktiviert und im laufenden Geschäftsjahr sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils mit einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. Scheidet ein Anlagegut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Im Bilanzposten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind nur Mietereinbauten enthalten. Die Nutzungsdauer der Mietereinbauten beträgt 10 und 20 Jahren, die der technischen Anlagen und Maschinen zwischen 6 und 21 Jahren und der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 19 Jahren. Innerhalb des Finanzanlagevermögens werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bewertet und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei einer Wertaufholung wird eine maximale Zuschreibung auf den ursprünglichen Anschaffungswert vorgenommen. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Als Bewertungsverfahren für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird der gleitende Durchschnitt auf die Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe angewandt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind nach den Vorschriften des § 255 HGB ermittelt. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Erkennbaren Risiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit wegen Änderung des Produktionsprogramms, gesunkener Wiederbeschaffungskosten oder auf Grund einer verlustfreien Bewertung ergeben, wurde durch Abwertungen Rechnung getragen. Anzahlungen an Lieferanten werden den Beständen zugerechnet, während Anzahlungen von Kunden für sich in Arbeit befindende Projekte von den Beständen abgezogen werden. Ein daraus resultierender Überhang an Anzahlungen von Kunden gegenüber dem Vorratsvermögen wird in den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei endabgerechneten Aufträgen erfolgt die Verrechnung der Anzahlungen mit den korrespondierenden Forderungen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Zahlungsmittel sind grundsätzlich mit dem Nennwert, unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Risiken, bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und sonstige Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der „Richttafeln 2018 G“ der HEUBECK AG, Köln, ermittelt worden. Als Zinssatz wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, in Höhe von 1,87 % (Vj. 1,81 %) p.a. angesetzt. Abweichend hiervon wurde für eine Einzelzusage ein niedrigerer Zinssatz angesetzt. Die erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,00 % p. a. blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Rentendynamik wurde mit 2,50 % p.a. berücksichtigt. In Bezug auf die bei der Bewertung berücksichtigte Fluktuationswahrscheinlichkeit wurden, wie im Vorjahr, branchenübliche Standardwerte verwendet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, wobei hier entsprechende Abzinsungen bei langfristigen Rückstellungen (Laufzeit > 1 Jahr) sowie künftige Preissteigerungen berücksichtigt wurden. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und für drohende Verluste wurden zu Vollkosten nach den Grundsätzen einer verlustfreien Bewertung ermittelt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Hillenbrand Germany Holding GmbH (Organträger) auf Ebene des Organträgers ausgewiesen. BewertungseinheitenZum Ausgleich gegenläufiger Zahlungsströme aus Absatz- und Beschaffungspreisrisiken werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Absatz- und Beschaffungstransaktionen mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheiten). Soweit die Voraussetzungen für Bewertungseinheiten mit den jeweiligen Grundgeschäften nicht erfüllt sind, erfolgt die Bilanzierung nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen. Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. WährungsumrechnungSofern keine Bewertungseinheiten vorliegen, werden kurzfristig fällige Forderungen und Verbindlichkeiten (< 1 Jahr) sowie Zahlungsmittel in Fremdwährung zu den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristig fällige Forderungen und Verbindlichkeiten (> 1 Jahr) in fremder Währung werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. 3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAnlagevermögenDie Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung sind im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang enthalten ist. Immaterielle VermögensgegenständeIm laufenden Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine selbst geschaffenen immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Nutzungsdauer der Firmenwerte beträgt 15 Jahre und wird unter Anwendung des BilMoG beibehalten. Die Gründe hierfür sind vor allem beeinflusst durch die langen Lebenszyklen der Produkte (Maschinen- und Anlagenbau) in einer „konservativen“ Industrie, die in der Regel auf langjährig bekannte Lieferanten hoher Reputation mit bewährter Technologie setzt. Die Firmenwerte ergaben sich als Residualgrößen im Zuge von Erwerben bzw. Anwachsungen und sind bei der Zugangsbewertung ohne Einbeziehung latenter Steuern ermittelt worden. Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 5.576 (Vj. TEUR 6.413). Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr hiervon keine Beträge als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände für Entwicklungsprojekte aktiviert. AnteilsbesitzDas Eigenkapital per 30. September 2024 sowie das im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte Ergebnis kann für die einzelnen Gesellschaften aus der nachfolgenden Übersicht entnommen werden.
1 Werte EK und Ergebnis gem. HGB Abschluss Das Eigenkapital wurde zum jeweiligen Stichtagskurs und das Ergebnis zum jeweiligen Jahresdurchschnittskurs in TEUR umgerechnet. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIn den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 27.655 (Vj. TEUR 22.5551 ) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 239.269 (Vj. TEUR 348.4692 ) enthalten. Wir verweisen auf die Ausführungen dazu im Lagebericht. Zudem sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 240.866 (Vj. TEUR 202.161) sowie die Wertberichtigung auf ein Darlehen an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 5.129 im Vorjahr war das Darlehen bereits in Höhe von TEUR 1.748 wertberichtigt. Im Berichtsjahr wurde eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von TEUR 5.116 an ein verbundenes Unternehmen abgegeben (Vj. TEUR 4.875). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 1 Die Vorjahresangabe wurde korrigiert von TEUR 18.220 auf TEUR 22.555 2 Die Vorjahresangabe wurde korrigiert von TEUR 150.643 auf TEUR 348.469 Hintergrund der Änderung ist, dass im Vorjahr die Forderung gegen Gesellschafter nicht in den Mitzugehörigkeitsvermerk mit aufgenommen wurde. EigenkapitalAm 9. August 2022 wurde zwischen der Coperion GmbH (Organgesellschaft) und ihrer Alleingesellschafterin, der Hillenbrand Germany Holding GmbH, Stuttgart (Organträgerin), ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Der Vertrag ist unbefristet und galt erstmalig für das Geschäftsjahr 2021/2022. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDer Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (TEUR 65.062) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (TEUR 64.714) beträgt TEUR - 348. Rückstellungen
Die anderen sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Provisionsrückstellungen. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten Vorjahr
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 70.252 (Vj. TEUR 82.342) erhaltene Darlehen (sonstige Verbindlichkeiten) und mit TEUR 114.502 (Vj. TEUR 119.216) Lieferungen und Leistungen sowie Konzernverrechnungen (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). TEUR 91.690 (Vj. TEUR 92.426) entfällt auf den im Geschäftsjahr 2021/2022 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Unterstützungsverein e. V. der Coperion GmbH, Stuttgart, in Höhe von TEUR 10.514 (Vj. TEUR 10.769) enthalten. 4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUmsatzerlöseDie Geschäftstätigkeit der Coperion GmbH erstreckt sich auf die Divisionen Polymer (PR), Food, Health & Nutrition (FHN) und Aftermarket Sales and Services (SE). Die Umsatzerlöse nach Divisionen stellen sich wie folgt dar:
Nach Märkten verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 8.989 (Vj. TEUR 12.517) enthalten. Diese beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.657 (Vj. TEUR 12.112), Zahlungseingänge auf abgeschriebene oder wertberichtigte Forderungen in Höhe von TEUR 313 (Vj. TEUR 299) sowie Sonstiges in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 106). Darüber hinaus sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7.049 (Vj. TEUR 16.130) enthalten. AbschreibungenIn den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 7.414 (Vj. TEUR 17.049) sind wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Bei den Finanzanlagen wurden eine Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.066 auf die Beteiligung an der Coperion S.r.l., Ferrara/ Italien vorgenommen. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Provisions- und Lizenzaufwendungen in Höhe von TEUR 28.884 (Vj. TEUR 34.693), Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 5.543 (Vj. TEUR 8.345), Aufwendungen für Miete und Pacht in Höhe von TEUR 9.127 (Vj. TEUR 7.847), Aufwendungen für ausgelagerte Dienstleistungen/ Fremdpersonal in Höhe von TEUR 13.180 (Vj. TEUR 14.991) sowie Werbe- und Reisekosten in Höhe von TEUR 9.607 (Vj. TEUR 10.854). Als außergewöhnliche Aufwendungen ist die Abschreibung auf in uneinbringliches Darlehen gegen ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 3.381 zu nennen. Darüber hinaus sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7.599 (Vj. TEUR 17.076) enthalten. Zinsen und ähnliche ErträgeDer Posten beinhaltet im Wesentlichen Zinserträge aus Darlehensverträgen / Cash Pool in Höhe von TEUR 17.324 (Vj. TEUR 14.205), Erträge aus liquiden Mitteln TEUR 3.390 (Vj. TEUR 1.905) und Avalgebühren mit Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 311 (Vj. TEUR 138). Außerdem enthält der Posten Zinserträge aus Steuererstattungen gem. § 233a AO in Höhe von TEUR 36 (Vj. TEUR 21). Zinsen und ähnliche AufwendungenDer Posten beinhaltet hauptsächlich Aufwendungen aus Darlehensverträgen / Cash Pool in Höhe von TEUR 3.064 (Vj. TEUR 3.119), Aufwendungen für Avalgebühren in Höhe von TEUR 3.341 (Vj. TEUR 2.373), Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 751 (Vj. TEUR 772) sowie Verzugszinsen aus Ertragssteuernachzahlungen gem. § 233 a AO in Höhe von TEUR 205 (Vj. TEUR 439). Steuern vom Einkommen und vom ErtragDieser Posten enthält Aufwendungen für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.183(Vj. TEUR 1.192), davon periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.183(Vj. TEUR 1.192), für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag TEUR 1.784 (Vj. TEUR 498), davon periodenfremde TEUR 1.784 (Vj. TEUR 498) und nicht anrechenbare Quellensteuern in Höhe von TEUR 991 (Vj. TEUR 2.023), wovon TEUR 0 (Vj. TEUR 137) periodenfremd sind. Mit Wirkung vom Geschäftsjahr 2021/2022 wurde zwischen der Coperion GmbH (Organgesellschaft) und ihrer Alleingesellschafterin, der Hillenbrand Germany Holding GmbH, Stuttgart (Organträgerin), ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Es wurden daher keinerlei Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Berichtsjahr bei der Coperion GmbH verbucht, diese fallen nunmehr bei der Organträgerin, der Hillenbrand Germany Holding GmbH an. 5. SONSTIGE ANGABENHaftungsverhältnisseFür verbundene Unternehmen wurden 8 Bürgschaften mit einem Gesamtwert von TEUR 7.474 sowie eine Bürgschaft ohne Betragsfestlegung geleistet, die Büroleasing betrifft. Bei den Bürgschaften entfallen TEUR 7.246 auf drei Bankbürgschaften für verbundene Unternehmen. Aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden verbundenen Unternehmen besteht zurzeit kein Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften. Darüber hinaus wurde für ein verbundenes Unternehmen eine Patronatserklärung zur Absicherung dessen Zahlungsverpflichtungen ausgestellt. Aufgrund der positiven Ertragsentwicklung für das laufende Geschäftsjahr ist eine Inanspruchnahme nicht zu erwarten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle GeschäfteMiet- und Leasingverträge
Mit Vertrag vom 5. November 2010 wurden Grundstücke und Gebäude in Stuttgart/ Feuerbach und Baienfurt/Niederbiegen veräußert. Diese veräußerten Grundstücke und Gebäude hat die Coperion GmbH mit gleichem Datum vertraglich abgesichert wieder angemietet. Die Laufzeit des Mietvertrages beträgt 20 Jahre. Die jährliche Miete wird nach Ablauf des ersten, zweiten und dritten Mietjahres jeweils fix um 3 % erhöht.Nach dem vierten Mietjahr erfolgt jeweils jährlich automatisch eine Anpassung an die Veränderung des Verbraucherpreisindexes. Für die Schätzung des Verbraucherpreisindexes wurden 3,67 % (Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre) für die Jahre ab 2025 angesetzt. Hintergrund ist die langfristige Absicherung des Produktionsstandortes Stuttgart. Nach Ablauf der Grundmietzeit hat die Gesellschaft das zweimalige Recht, das Mietverhältnis um jeweils weitere fünf Jahre zu verlängern. Nach Ablauf der Laufzeit und eventuell ausgeübten Optionen verlängert sich der Vertrag automatisch auf unbestimmte Zeit und kann mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres schriftlich durch den Mieter oder Vermieter gekündigt werden. Die finanzielle Belastung aus den Leasingraten für den oben genannten Mietvertrag einschließlich Verwaltungskosten beläuft sich bis zum Ablauf des Leasingvertrags auf TEUR 26.201. Hiervon sind TEUR 3.813 innerhalb eines Jahres und TEUR 16.700in den darauffolgenden vier Jahren fällig. Neben den in der Tabelle aufgeführten Verpflichtungen ergeben sich noch folgende weitere finanziellen Verpflichtungen: Das Bestellobligo aus Aufträgen für Investitionen in das Anlagevermögen betrug zum Bilanzstichtag 30. September 2024 TEUR 2.389. Am 20. September 2021 wurde ein umfangreicher Vertrag über die Erbringung von Logistikdienstleistungen mit einem bestehenden Speditionspartner geschlossen. Dieser hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030. Dieser beinhaltet die Lagerhaltung (Einlagerung, Auslagerung) als auch Kosten für die Qualitätsprüfung, Werkstransporte, Bürotätigkeiten, Gebäude und Fracht. Die voraussichtliche finanzielle Belastung aus dem Dienstleistungsvertrag beläuft sich bis zum Ablauf des Vertrags auf TEUR 22.132. Hiervon sind TEUR 3.333 innerhalb eines Jahres und TEUR 14.029 in den darauffolgenden vier Jahren fällig. Durch den langfristigen Vertrag ergeben sich für die Gesellschaft Kosteneinsparungen und eine erhöhte Planungssicherheit. Außer den oben genannten Sachverhalten bestehen gemäß § 285 Nr. 3 HGB keinerlei weitere Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften. PersonalstandAnzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt1 :
1 Weitere Prokuristen sind Ulf Zimmerling und Raimund Schleicher. Beide Personen sind jedoch bei der Hillenbrand Germany Holding GmbH, Stuttgart angestellt und sind daher im obigen Personalstand nicht enthalten. AbführungssperreDurch die im Rahmen der BilMoG-Anwendung durchgeführten Bewertungsmöglichkeiten ergibt sich für das laufende Geschäftsjahr eine Abführungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 355 (Vj. TEUR 464), die auf selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen ist. Derivative Finanzinstrumente / BewertungseinheitenWährungsrisikoDie Coperion GmbH sichert das Fremdwährungsrisiko ab. Kurz- und langfristige Fremdkapitalvolumina sind überwiegend in Euro nominiert, so dass diesbezüglich ein Währungsrisiko weitgehend auszuschließen ist. Die zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Devisentermingeschäfte können der nachfolgenden Übersicht entnommen werden. Devisentermingeschäfte zum 30. September 2024
1 Fremdwährungsverbindlichkeiten und erwartete Fremdwährungsverbindlichkeiten auf Basis abgeschlossener Aufträge 2 Fremdwährungsforderungen und erwartete Fremdwährungsforderungen auf Basis abgeschlossener Aufträge Die Ermittlung des beizulegenden Werts der Devisentermingeschäfte erfolgte hierbei anhand der Differenz zwischen dem Termingeldkurs zum Bilanzstichtag und dem Erfüllungskurs. Abgesichert werden schwebende Geschäfte. Die Laufzeit der Devisentermingeschäfte entspricht den erwarteten Zahlungszeitpunkten der Grundgeschäfte. Somit gleichen sich Bewertungsänderungen der Grundgeschäfte und der Sicherungsgeschäfte aus. Bilanziell werden die Sicherungsgeschäfte als Bewertungseinheiten mit den Grundgeschäften dargestellt. Der Nominalwert der abgesicherten Grundgeschäfte beträgt TEUR 48.202 (Vj. TEUR 55.870). Der Fair Value der korrespondierenden abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte beträgt TEUR 594 (Vj. TEUR -42). Die vorgenommenen Absicherungen betreffen im Wesentlichen die Preisabsicherung USD / EUR. Die Coperion GmbH sichert einzelne Grundgeschäfte (geplante Zahlungen von Kunden oder an Lieferanten in Fremdwährung) laut Coperion Treasury Richtlinie 1:1 mit sogenannten Mikro-Hedges ab. Zudem hat die Coperion GmbH einen Nominalbetrag von TCNH 14.100 und einem Kurs von 7,788 gegen TEUR 1.810 als Makro-Hedge für Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einem Fair Value von TEUR 2 abgesichert. ZinsrisikoAuf Konzernebene könnten wir dem Risiko steigender Zinssätze ausgesetzt sein, da unsere angestrebte Kapitalstruktur in der Regel neben festverzinslichen auch eine Komponente von variablen verzinslichen Verbindlichkeiten enthält. Das Unternehmen Coperion GmbH ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts in seiner Finanzierungsstruktur keinen nennenswerten Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Effektivität der BewertungseinheitenSämtliche Devisentermingeschäfte haben ein direkt zuordenbares Grundgeschäft. Bei den Grundgeschäften handelt es sich um einzelne Projekte in anderer von der Berichtswährung abweichender Währung, die einen Betrag von EUR 0,1 Mio. übersteigen. Für diese Geschäfte sind die Voraussetzungen für das Vorliegen einer Bewertungseinheit erfüllt. Es wird die Einfrierungsmethode angewendet. Eine entsprechende Dokumentation zum Nachweis der ordnungsgemäßen Sicherungsbeziehungen zwischen Grundgeschäft und Derivat wird durch das Corporate Treasury sichergestellt. Die Effektivitätsmessung der abgeschlossenen Mikro-Hedges erfolgt sowohl prospektiv als auch retrospektiv über die Critical Term Match-Methode, indem die Übereinstimmung der Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft überprüft wird. Honorar des AbschlussprüfersDas vom Abschlussprüfer berechnete Honorar für das Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt TEUR 277. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen (gem. § 285 Nr. 17 Buchstabe a) HGB. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenEs bestehen keine angabepflichtigen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB. AufsichtsratDer Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: - Herr Ulrich Bartel, Präsident von Coperion Vertreter der Arbeitgeberseite, Vorsitzender, - Herr Dr. Peter Grafoner, Unternehmensberater Vertreter der Arbeitgeberseite, Vorsitzender, (bis 02.Februar 2024), - Herr Dr. Ralf Cramer, Unternehmensberater Vertreter der Arbeitgeberseite, (ab 02.Februar 2024), - Frau Katharina Schreiter, Betriebsratsmitglied der Coperion GmbH, Vertreterin der Arbeitnehmerseite. Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug im Berichtsjahr TEUR 95 (Vj. TEUR 81). GeschäftsführungDie Coperion GmbH, Stuttgart, hat folgende bestellte Geschäftsführer: - Herr Thomas Hummel, Nürtingen Geschäftsführer der Coperion GmbH, CFO Coperion GmbH, - Herr Dr. Klaus Beulker, Bad Saulgau Geschäftsführer der Coperion GmbH, Vice President Global Operations, - Herr Markus Parzer, Stuttgart Geschäftsführer der Coperion GmbH, President der Division Polymer und Vorsitzender der Geschäftsführung der Coperion GmbH, - Herr Stefan Rottke, Königswinter Geschäftsführer der Coperion GmbH, President der Division After Market Sales & Service. Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Die Bezüge der bei der Coperion GmbH beschäftigten Geschäftsführer betrugen im Berichtsjahr insgesamt TEUR 1.174 (Vj. TEUR 1.023). Die anderen Geschäftsführer erhalten ihre Vergütungen von der Hillenbrand Germany Holding GmbH, Stuttgart. Die Coperion GmbH wird diesbezüglich weder direkt noch im Rahmen einer Umlage mit Spezifikationen des Betrages belastet. In den Pensionsrückstellungen ist ein Betrag von TEUR 5.999 (Vj. TEUR 6.322) für laufende Pensionen für frühere Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebenenbezüge enthalten. Im Berichtsjahr wurden an frühere Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebene laufende Bezüge in Höhe von TEUR 642 (Vj. TEUR 663) bezahlt. Name und Sitz der AnteilseignerDas gezeichnete Kapital der Coperion GmbH wird zu 100 % von der Hillenbrand Germany Holding GmbH mit Sitz in Stuttgart gehalten. KonzernabschlussDas Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA. Dieser nach den Regelungen der US-GAAP erstellte Konzernabschluss ist am Sitz der Hillenbrand Inc., One Batesville Boulevard, Batesville, Indiana 47006, USA erhältlich und wird bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Washington D.C., USA, unter der Commission File Nummer 001-33794 hinterlegt. Anhangangabe aufgrund § 292 HGBDie Coperion GmbH macht hinsichtlich der Aufstellungspflicht für einen Teilkonzernabschluss von der Befreiungsregelung nach § 292 HGB Gebrauch. Der befreiende Konzernabschluss der Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA, ist gem. § 292 (1) Nr. 4 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers in deutscher oder englischer Sprache einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. Der von der Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA, aufgestellte Konzernabschluss erfüllt die Befreiungsvoraussetzungen des § 292 HGB: - Der befreiende Konzernabschluss der Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA, wird nach den United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) derart aufgestellt, dass er internationalen Rechnungslegungsstandards entspricht, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1569/2007 der Kommission vom 21. Dezember 2007 über die Einrichtung eines Mechanismus zur Festlegung der Gleichwertigkeit der von Drittstaatemittenten angewandten Rechnungslegungsgrundsätze gemäß den Richtlinien 2003/71/EG und 2004/109/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 340 vom 22.12.2007, S. 66), die durch die Delegierte Verordnung (EU) Nr. 310/2012 (ABl. L 103 vom 13.4.2012, S. 11) geändert worden ist, in ihrer jeweils geltenden Fassung festgelegt wurden. - Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA, werden von einer Prüfungsgesellschaft geprüft, die auf Grund der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften, denen die Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA, unterliegt, zur Prüfung von Jahresabschlüssen zugelassen ist. - Der befreiende Konzernabschluss, der befreiende Konzernlagebericht und der Bestätigungsvermerk der Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA, werden in englischer Sprache gemäß § 292 (1) Nr. 4 HGB offengelegt. Damit sind der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA, einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig. Die Coperion GmbH ist demnach von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Abweichungen zwischen dem nach den US-GAAP aufgestellten Konzernabschluss der Hillenbrand Inc. und dem deutschen Handelsrecht hinsichtlich Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden ergeben sich im Wesentlichen wie folgt: Immaterielle VermögensgegenständeEine Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten ist nach den Vorschriften der US-GAAP nur in sehr restriktivem Umfang möglich. Aus diesem Grund wird von dem Aktivierungswahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB seit Beginn des Rumpfgeschäftsjahres 2013 kein Gebrauch mehr gemacht. Lediglich Aufwendungen für in Vorjahren bereits begonnene und noch nicht abgeschlossene Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. VorräteIm handelsrechtlichen Jahresabschluss werden die Vorräte mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gem. § 255 HGB unter Ausübung des Aktivierungswahlrechts von Kosten der allgemeinen Verwaltung bilanziert, während nach US-GAAP Kosten der allgemeinen Verwaltung nicht aktiviert werden dürfen. PensionsrückstellungenNach HGB werden die Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Unter US-GAAP wird ein aus Kapitalmarktdaten abgeleiteter, stichtagsbezogener Zinssatz verwendet. Weiterhin wird nach HGB der Aufwand aus der Zuführung der Pensionsrückstellungen vollständig in die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht, während nach US-GAAP Teile der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst werden. UmsatzrealisierungLangfristige kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß US-GAAP entsprechend der „Percentage-of-completion“-Methode (zeitraumbezogene Umsatzrealisierung) nach dem effektiven Projektfortschritt bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad je Auftrag wird dabei durch das Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den hochgerechneten Gesamtauftragskosten („Cost-to-cost“-Methode) bestimmt. Zu erwartende Auftragsverluste werden bereits in der Periode ergebniswirksam durch Bildung einer entsprechenden Rückstellung berücksichtigt, in der sie bekannt werden. Mögliche Auftragsverluste werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken auf Basis der mitlaufenden Kalkulation ermittelt. Da die „Percentage-of-completion“-Methode auf Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Auftragskosten basiert, kann es vorkommen, dass die unterstellten Kalkulationswerte nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Korrekturen von Erträgen und Aufwendungen werden in der Periode erfolgswirksam bilanziert, in der die Abweichungen festgestellt werden. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen oder Verbindlichkeiten. Soweit die kumulierten Leistungen (angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne) die erhaltenen Anzahlungen im Einzelfall übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge unter den Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen. Verbleibt nach Abzug der Kundenanzahlungen ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen. Abweichend hiervon ist eine Umsatzrealisierung nach HGB lediglich nach Fertigstellung des Auftrags bzw. nach Erreichen vertraglich fixierter Meilensteine möglich. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Stuttgart, den 3. Februar 2024 Die Geschäftsführung Thomas Hummel Dr. Klaus Beulker Markus Parzer Stefan Rottke Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241 AllgemeinesSeit dem 1. Dezember 2012 ist die Coperion GmbH ein Konzernunternehmen der Hillenbrand Inc., Batesville, Indiana, USA. Die Hillenbrand Inc. ist ein an der New Yorker Börse notiertes Unternehmen und stellt entsprechend den US-amerikanischen Vorschriften einen Konzernabschluss nach United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) auf. Die Coperion GmbH unterhält neben ihrem Hauptsitz am Standort in Stuttgart ein zusätzliches Stammwerk in Form einer Betriebsstätte in Weingarten/Niederbiegen. Neben diesen Stammwerken bilden zahlreiche Gesellschaften in Europa, Südamerika und Asien, an denen die Gesellschaft Beteiligungen hält, die weltweite Vertriebs- und Serviceorganisation. 1.1 TätigkeitsfeldCoperion gehört zu den weltweit führenden Industrie- und Technologieunternehmen in den Bereichen Compoundier- und Extrusionsanlagen, Sortier-, Zerkleinerungs- und Waschanlagen sowie Förder-, Misch- und Dosiersysteme. In den drei Geschäftsbereichen (Divisionen) Polymer, Food, Health & Nutrition (FHN) sowie Aftermarket Sales & Service entwickelt Coperion innovative Lösungen und Produkte für die verschiedensten Herausforderungen in der Kunststoff- und Kunststoff-Recyclingindustrie sowie für die Chemie-, Batterie-, Lebensmittel-, Pharma- und Mineralstoffindustrie. Expertenteams, denen u. a. Verfahrenstechniker, Chemiker und Lebensmitteltechniker angehören, arbeiten an individuellen Prozesskonzepten für schlüsselfertige Lösungen nach Maß. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Systeme und Komponenten ist nicht zuletzt der engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden zu verdanken. Von der einzelnen Zellenradschleuse bis hin zu kompletten Produktlinien für Extruder und Compounder liefert Coperion seinen Kunden alles, was diese für ihre Prozesse benötigen. Durch ein umfassendes globales Netzwerk (Service-Center Konzept) wird der Service für die entsprechend weltweit größte Maschinen- und Systempopulation sichergestellt. Diese Spitzenposition wurde durch eine langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kunden erreicht. Coperion ist einer der wenigen Anbieter, der das Know-how für die ganze Wertschöpfungskette beim Kunden erfolgreich abdeckt. 1.2 Operative StrukturDie operative Struktur wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 nach umfangreichen Änderungen in den Vorjahren nicht angepasst und umfasst seit Oktober 2022 die drei Divisionen Polymer (PR), Food, Health and Nutrition (FHN) und Aftermarket Sales and Service (SE). Allerdings hat sich die Struktur durch die Implementierung des neuen Coperion Operating Models mit Wirkung vom 1. Oktober 2024 dahingehend geändert, dass die Division Polymer (PR) durch die Division Performance Materials (PM) ersetzt wurde. Gleichzeitig gab es zu diesem Zeitpunkt auch Veränderungen bei den Business Units (BUs). Während die Divisionen FHN und SE in Business Units aufgegliedert sind, wurden innerhalb der Division Polymer bestimmte Business Units zusätzlich in sogenannte Large Business Units (LBUs) zusammengefasst, um die jeweilige Markt- und Kundenfokussierung zu optimieren. Nebst den bestehenden LBUs Polyolefin (PO) und Engineering Plastics (EP) wurden die Aktivitäten der Business Units ECK und ECP in der LBU Feeder and Components (FC) unter eine gemeinsame Führung gestellt. Die LBU Polyolefin (PO) bedient vornehmlich den Polyolefin Markt und umfasst die Business Units Extrusion Systems - Large (Business Unit CES; Großextruder) sowie Plants & Systems (Business Unit MPS), welche das Anlagengeschäft abdeckt und nach Kundenbedürfnissen geplante Systemlösungen anbietet, welche extern zugekauftes Equipment und Coperion Know-How-Produkte wie Schleusen, Weichen, Extruder und Feeder vereint. Die LBU Engineering Plastics (EP) bedient vornehmlich den Markt für technische Kunststoffe und Chemicals und umfasst die Business Units Engineering Plastics & Special Applications (Business Unit CEP; Klein- und mittelgroße Extrusionsmaschinen) sowie der Compounding Plants (Business Unit MCP), welche das Anlagengeschäft für diese Kundengruppe abdeckt. Wie in der MPS werden hier nach Kundenbedürfnissen geplante Systemlösungen erarbeitet, welche extern zugekauftes Equipment und Coperion Know-how-Produkte wie Schleusen, Weichen, Extruder und Feeder vereinen. Die LBU Feeder and Components (FC) bedient vornehmlich den Markt für technische Kunststoffe und Chemicals und umfasst die Business Units ECK, welche im wesentlichen Dosiertechnik und kleinere Systeme anbietet, und ECP welche Komponenten für die pneumatische Förderung und ebenfalls kleinere Systemlösungen anbietet. Die operativen Geschäftsbereiche werden durch Zentralfunktionen wie Global Operations, Engineering, Process Technology/R&D und Procurement (Global Supply Management) unterstützt. Weitere horizontale Funktionen sind die Shared Service Bereiche Finance, IT, Human Resources, Strategy, Legal und Marketing Communications. 2 Geschäftsverlauf2.1 Wirtschaftliches Umfeld2.1.1 GesamtwirtschaftIm Jahr 2024 wird die Weltwirtschaft nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Oktober 2024 um ca. 3,2 % wachsen. Für das Jahr 2023 wurde noch ein Wachstum von 3,3 % festgestellt. Die Wachstumsprognose für 2025 liegt gleichauf mit der Prognose von 2024 und wird ebenfalls mit 3,2 % angenommen. Dabei bergen die globalen Entwicklungen, wie zum Beispiel der Ausgang der Wahlen in den USA, der Russland/Ukraine Krieg und der sich potenziell ausweitende Konflikt im Mittleren Osten ein zusätzliches Risikopotential für das angenommene Wachstum. Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2024 gemessen am Bruttoinlandsprodukt gemäß der Herbstprojektion der Bundesregierung um ca. -0,2 % leicht zurückgehen (Wachstum im Jahr 2023 -0,3%). Die Prognose für 2025 sieht für Deutschland ein positives Wachstum von 1,1 % vor. Das deutsche ifo Wirtschaftsforschungsinstitut ist bei der Wachstumsprognose für das Jahr 2025 vorsichtiger: es geht von einem Wachstum von nur 0,9 % aus. Dabei hat das ifo Institut ihre letzte Prognose für das deutsche Wachstum um 0,4 % gesenkt. Das ifo Institut sieht für das kommende nur ein spät einsetzendes Wachstum getrieben u. a. durch eine Erholung des Wohnbaus durch gestiegene Realeinkommen. 2.1.2 BrancheDer VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V.) sieht den Anlagen- und Maschinenbau in einer deutlichen Schwächephase und seine Erwartungen an das Jahr 2024 deutlich verfehlt. So erwartet der VDMA getrieben durch deutliche Rückschläge bei den Auftragseingängen in seiner Produktionsprognose für das Jahr 2024 ein Minus von 8 % verglichen zum Vorjahr. Der VDMA sieht weiterhin eine Verunsicherung der Weltwirtschaft durch Kriege und Handelsdispute. Unklare wirtschaftspolitische Kurse nach den Wahlen von mehreren EU-Mitgliedsstaaten und insbesondere in den USA bedeuten ein weiteres Risiko für die zukünftige konjunkturelle Entwicklung des stark exportabhängigen deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Positive Impulse dagegen erwartet der VDMA von der kürzlich mit Zinssenkungen eingeleiteten Zinspolitik und gestiegener Realeinkommen in vielen Ländern, welche zumindest mittelfristig über den höheren Konsum die Investitionstätigkeit wiederbeleben können. 2.1.3 GesellschaftAuch innerhalb der Coperion GmbH ist die Marktschwäche zu spüren. Dies war besonders in dem Bereich Engineering Plastics zu spüren. In diesem Markt sorgte das Fehlen der Großaufträge für ABS (Mischung aus A crylnitril, B utadien und S tyrol) und das schwache Basisgeschäft, welches eine hohe Abhängigkeit von der Automobilindustrie ausweist, für eine deutliche geringere Geschäftstätigkeit. Auf der anderen Seite war die Nachfrage im Bereich Polyolefine weitgehend konstant. Durch die Vergabe von Großprojekten im letzten Quartal konnte hier sogar der Auftragseingang des Vorjahres übertroffen werden. Insgesamt konnte der Auftragseingang durch die positive Entwicklung bei Polyolefine im Geschäftsjahr 2023/2024 um 4 % auf EUR 617,6 Mio. gesteigert werden. (Vorjahreswert lag bei EUR 595,9 Mio.). Division Polymer (PR)Im Geschäftsjahr 2023/2024 lag der Auftragseingang mit einem Volumen von EUR 419,6 Mio. innerhalb der Business Units der Division Polymer 11,9 % über dem Wert des Vorjahres. Im längerfristigen Vergleich liegt der Wert damit im zweiten Jahr in Folge auf einem für den Standort konsolidierten Normalniveau (durchschnittlich rund EUR 400 Mio.), nachdem davor eine drei Jahre andauernde Boomphase erstmals in der Geschichte jährliche Auftragsvolumen von deutlich über EUR 500 Mio. ermöglicht hatte. Im Einzelnen konnten im Geschäftsjahr 2023/2024 in den verschiedenen Business Units folgende Auftragseingänge erzielt werden:
Die beiden Business Units CEP und MCP haben im vergangenen Fiskaljahr deutlich das schwache Marktumfeld im Bereich Engineering Plastics zu spüren bekommen und mussten konsequenterweise deutliche Rückgänge beim Auftragseingang verzeichnen. Diese Marktschwäche war besonders in den beiden für dieses Geschäft wichtigen Regionen China und EMEA zu spüren. Beide Business Units litten dabei besonders unter fortwährenden Verschiebungen bei den Projektentscheidungen der Kunden. Da wir in diesem Umfeld keine besondere Erhöhung der Auftragsverluste beobachten konnten, gehen wir davon aus, dass bei einem wieder anziehenden Marktumfeld, die beiden Business Units wieder an steigenden Auftragsvergaben partizipieren können. Es ist allerdings bis auf weiteres nicht mit ähnlichen Rekordauftragseingängen wie in den Jahren 2021 und 2022 zu rechnen, die damals durch eine regelrechte ABS-Vergabewelle in China ausgelöst wurden. Die Schwäche im Bereich Engineering Plastics im Vergleich zum Vorjahr, konnte durch einen erfreulichen Anstieg des Auftragseingangs bei den BUs CES und MPS im Bereich Polyolefine ausgeglichen werden. Hier haben vor allem einige positive Projektentscheidungen in den Regionen Nordamerika und EMEA/Mid East zu dem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr beigetragen. Die Märkte in China und Indien dagegen verblieben auf demselben Niveau wie im letzten Geschäftsjahr. Der Auftragseingang der im Geschäftsjahr 2021/2022 gegründeten und somit relativ jungen Business Unit Recycling (REY), hat sich erfreulicherweise gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht und mit einem Plus von 71,6 % den höchsten prozentualen Zuwachs erzielt. Dagegen konnte das Komponentengeschäft der Business Unit ECP aufgrund einer etwas geringeren Nachfrage aus China und Indien nicht an die hohen Auftragswerte der beiden Vorjahre anknüpfen. Die Situation am Weltmarkt bietet aktuell noch immer große Unsicherheiten. Zwar scheint die Inflation auf der Kostenseite aktuell nicht mehr das belastende Thema zu sein, es kämpfen aber aktuell noch zahlreiche Marktteilnehmer mit dem deutlich gestiegenen Zinsniveau. Sollten den ersten Schritten der Notenbanken weitere Zinsreduzierungen folgen, dann könnte dies positive Auswirkungen auf die Realisierung von diversen Kundenprojekten haben. Der Russland-Ukraine Konflikt ist von einer politischen oder militärischen Lösung auch nach der US-Wahl wahrscheinlich noch weit entfernt. Sollte der Krieg andauern, wird die langfristige finanzielle Belastung der die Ukraine unterstützenden Länder in Europa durch den zu erwartenden Ausfall der USA deutlich höher. Der Markt in Russland ist in der aktuellen Situation für Coperion unerreichbar und gibt Wettbewerbern aus Ländern, welche die Sanktionen gegen Russland nicht mittragen, die Möglichkeit Referenzen zu gewinnen. Die politische Situation in Europa und speziell Deutschland nach dem Scheitern der Ampel-Koalition ist schwierig und die andauernde Strukturkrise in der deutschen Industrie belastet die wirtschaftlichen Aussichten erheblich. Aber trotz dieser politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist der Kunststoffmarkt speziell in China und zunehmend im Mittleren Osten weiterhin äußerst aktiv und verspricht weiterhin hohe Auftragseingänge. Der Ausgang der US-Wahl dürfte außerdem den Markt in Nordamerika beflügeln. Darüber hinaus bieten die Zukunftsmärkte Recycling und das Batteriegeschäft für Coperion im Ganzen aber auch für die Standorte der Coperion GmbH eine solide Wachstumschance. Division Aftermarket Sales and Service (SE)Im Servicegeschäft ist der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 8,0% zurückgegangen. Die Business Unit SCE (Service Compounding & Extrusion) verzeichnete einen Rückgang des Auftragseinganges um 7,6 %, während die Business Unit SMH (Service Materials Handling) um 10,6 % gesunken ist. Bei der Business Unit SCE ist der Rückgang im Wesentlichen auf eine Reduzierung des Ersatzteilegeschäfts zurückzuführen. Hier war der allgemein schwache Markt in Engineered Plastics Markt der Haupttreiber. In der Business Unit SMH haben wir eine Abschwächung im Bereich Modernisierung beobachtet, der im Wesentlichen aus Verzögerungen im Projektbereich resultierte. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir eine stabile bis leicht positive Entwicklung des Auftragseinganges durch eine Kombination aus Lieferzeit- und Liefertreueverbesserungen. Division Food, Health and Nutrition (FHN)Die Business Unit EFD verzeichnete im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Rückgang des Auftragseingangs von 36,8% im Vergleich zum Vorjahr. Der Hauptgrund für diese Entwicklung waren schwierige Marktbedingungen. Die weltweite Unsicherheit führt dazu, dass Investitionen ausbleiben und Entscheidungen vertagt werden. 2.2 Produkte & Service / Forschung & EntwicklungCoperion hat das Bestreben, durch neue Entwicklungen in der Maschinen- und Prozess-Technik Branchentrends zu setzen und Produkte und Dienstleistungen an sich kontinuierlich ändernde Kundenbedürfnisse anzupassen oder diese gar zu antizipieren. Weiterhin dehnen wir unser Applikationswissen auf benachbarte Sparten aus. An mehreren Standorten, unter anderem in Stuttgart, Weingarten und Pitman, USA, stehen Technikums-Einrichtungen für die Durchführung von Grundlagen- und Kundenversuchen zur Verfügung, die auch größere Entwicklungsvorhaben ermöglichen. Um dies auch in dem neuen Schwerpunktmarkt Recycling zu gewährleisten, wurde im das sogenannte Recycling Innovation Center (RIC) am Standort Weingarten/ Niederbiegen eröffnet. Seit September 2024 ist das RIC in Betrieb und wird kontinuierlich für Kunden - und Entwicklungsversuche genutzt. Das RIC ermöglicht es Kunden des Recyclingmarktes unter Verwendung speziell auf diese Anwendungen konzipierte Coperion Maschinen, Komponenten und Verfahren einzusetzen und um ihre Produktionsverfahren zu testen und zu optimieren. Wir arbeiten an internationalen Partnerschaften, um unser Test- und Versuchsangebot insbesondere im Food Bereich ständig zu erweitern. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 eine weitere Förderanlage für hohe Durchsätze für Mineralstoffe am Standort Weingarten/Niederbiegen fertiggestellt und steht für Entwicklungsversuche für neue Anwendungen zur Verfügung. Bei der Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und bei der Mitwirkung in öffentlich geförderten Projekten haben sich im Geschäftsjahr 2023/2024 keine wesentlichen Änderungen ergeben. Wir sehen hierin nach wie vor ein Instrument zur Unterstützung und Aufrechterhaltung der Innovationskraft von Coperion als eines der marktführenden Unternehmen. So haben wir zum Beispiel im abgelaufenen Geschäftsjahr die neue Maschinentechnologie FiltrationsCompounder, kurz FilCo entwickelt, welches ein kompaktes System für das mechanische Recycling darstellt und technologisch als auch wirtschaftlich einen Mehrwert für unsere Kunden darstellt. 2.3 Absatz- und Beschaffungspolitik(ungeprüfte freiwillige sonstige Information) 2.3.1 AbsatzpolitikEin wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens sind die guten und langjährigen Kundenbeziehungen, welche auf einer sehr engen und erfolgreichen Zusammenarbeit beruhen, in der die von den Kunden gestellten hohen Anforderungen erfüllt werden. Coperion ist ein kompetenter Partner der Kunden und löst deren anwendungstechnische Herausforderungen aus einer Hand. Durch die Integration in die Hillenbrand Gruppe Ende 2012 ist unsere globale Präsenz weitergewachsen und wir verfügen nun über ein weitgefächertes direktes und indirektes Vertriebsnetzwerk, welches in der Lage ist, neue Anwendungen bestehenden Kunden anzubieten oder aber bestehende Anwendungen einem erweiterten Kundenkreis zur Verfügung zu stellen, um damit ein profitables und nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten. Flankiert wird dieser Ansatz durch einen weiteren Ausbau unseres Serviceangebots, sowohl regional als auch durch neue Produkte und Lösungen. Durch die strategischen Akquisitionen der letzten Geschäftsjahre (Gabler, Herbold, Peerless, Linxis und Schenck Process FPM) durch den Konzern wurden auch im deutschsprachigen Raum neue Betätigungsfelder für die Coperion-Gruppe in den Bereichen Recycling und Food & Pharma geschaffen. 2.3.2 BeschaffungspolitikDie Beschaffungspolitik von Coperion ist auf eine ganzheitliche Optimierung der externen Wertschöpfungskette ausgerichtet, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Kernziele sind eine deutliche Steigerung der Produktivität, Qualität und Materialverfügbarkeit unter Berücksichtigung einer leistungsstarken und innovativen Lieferantenbasis. Die Umsetzung erfolgte im Rahmen der Einkaufsoffensive Pro-Impact 30+ welche im Geschäftsjahr 2024 abgeschlossen wurde und besteht im Wesentlichen aus den nachfolgenden zehn Punkten: 1. Produktkostenengineering: Gemeinsame Durchführung von „Design-to-Cost“ and „Value Engineering“ Projekten mit Kernlieferanten zur Optimierung der Gesamtkosten, Qualität und Funktionalität im Sinne der Kundenanforderungen. 2. Alternative Beschaffung: Gezielter Aufbau von alternativen Lieferanten zur Minimierung von Risiken, Erhöhung der Flexibilität/Kapazität und Steigerung des Wettbewerbs. Bei dem Aufbau der alternativen Lieferanten nutzen wir gezielt die Möglichkeiten eines globalen Unternehmens, um in jeder Kernregion leistungsfähige Lieferanten zu wichtigen Materialkategorien verfügbar zu haben. Mit einem auf die Beschaffungsmärkte ausgerichteten Category-Management entwickeln wir Marktintelligenz auf allen Beschaffungsmärkten, um die bestmöglichen Lieferanten auszuwählen und frühzeitig auf Marktentwicklungen reagieren zu können. 3. Geschäftsintegration: Einkaufsfrüheinbindung in Kundenprojekte und Produktneuentwicklungen, um die Spezifikationen von Zukaufteilen bereits in der Frühentwicklung zu optimieren und auf Kundenbedürfnisse auszurichten. Der Projekteinkauf als strategische Kernfunktion des Einkaufs stellt eine enge Verzahnung und durchgängige Einbindung in alle wesentlichen Geschäftsprozesse sicher. 4. Optimierung der Wertschöpfungskette: Zielsetzung ist die Fokussierung der Eigenfertigung auf wesentliche Kernkompetenzen bei gleichzeitiger Ausweitung der externen Wertschöpfung auf Randbereiche und/oder Vorfertigungsschritte. Dadurch sollen insbesondere Schwankungen im Geschäftsablauf besser abgedeckt und die Prozessabläufe optimiert werden. 5. Innovative Vergabeverfahren: Anwendung von Auktionen unter Berücksichtigung von spieltheoretischen Verhandlungs- und Auktionsstrategien verbunden mit einer längerfristigen Bedarfsbündelung zur Erzielung bestmöglicher Einkaufskonditionen. Das Verfahren stellt dabei größtmöglichen Wettbewerb unter fairen und transparenten Bedingungen für die beteiligen Parteien sicher. 6. Lieferanten Management System: Die Einführung einer effektiven und klar definierten Leistungsbewertung für Kernlieferanten hinsichtlich Produktivität, Qualität, Verfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Innovation stellte die Grundlage für die Lieferantenbewertung dar. Die Leistungsbewertung erfolgt auf Basis abgestimmter Ziele und regelmäßigen Besprechungen mit den Lieferanten. Mit der Entwicklung und Umsetzung eines Lieferantenentwicklungszyklus basierend auf klar definierten Qualifizierungsmaßnahmen zum Aufbau von neuen Lieferanten und Qualitätskontrollen zur permanenten Verbesserung der Lieferqualität reduzieren wir die Fehlleistungskosten und sichern die Zuverlässigkeit unserer Systeme gegenüber den Kunden. 7. Lieferantenklassifizierung: Durch die Einführung eines Lieferantenbewertungssystems führen wir klare Unterscheidungsmerkmale zwischen den Lieferanten ein. Zielsetzung ist die Bündelung der Geschäftsaktivitäten auf die jeweils leistungsstärksten Lieferanten. Die Lieferantenklassifizierung richtet sich nach der Innovationskraft und Leistungsbewertung der Lieferanten aus und wird jährlich festgelegt. Das System führt bei konsequenter Anwendung zu einer deutlichen Reduzierung der Lieferanten und damit zu einer weiteren Bündelung der Bedarfe. 8. Lieferantenentwicklungsprogramme: Zur Optimierung der Fertigungsprozesse und der Lieferkette beim Lieferanten führen wir Programme zur Lieferantenentwicklung ein. Dabei kommen die bewährten Optimierungsmethoden aus dem Lean Baukasten zur Anwendung (Supplier „KAIZEN“). Die erzielten Ergebnisse werden zwischen den Parteien zum beiderseitigen Vorteil aufgeteilt. 9. Optimierung Operativer Einkauf: Intensivierung der operativen Zusammenarbeit mit den Lieferanten zur Steigerung der Materialverfügbarkeit und Qualität der Zukaufteile. Auf Basis eng verzahnter Prozesse mit den operativen Einheiten der Supply Chain wird eine konsequente Verbesserung der Materialplanung erreicht, welche die Zuverlässigkeit der Bedarfsplanung gegenüber unseren Lieferanten erhöht. Ein wesentlicher Teil des operativen Einkaufs ist als gemeinsamer Service über alle Standorte organisiert und zeichnet sich durch einen hohen Grad an standardisierten, automatisierten und kontrollierten Arbeitsprozessen aus. Das Team wurde neu aufgebaut und zeichnet sich durch eine gute Qualifikation und hohes Maß an Diversität aus. 10. Digitalisierung und Mitarbeiterentwicklung: Mit dem Aufbau von digitalisierten Arbeitsprozessen, optimierten Stammdaten und verbesserten Einkaufssystemen schaffen wir die Grundlage für die Anwendung von „Advanced Analytics“ und künstlicher Intelligenz. Durch eine aktiv betriebene Mitarbeiterentwicklung, Weiterbildungsinitiative und der Einstellung neuer Fachkräfte formen wir ein leistungsfähiges, diverses und global agierendes Team. Mit beiden Maßnahmen flankieren wir die fachlichen Maßnahmen und stellen entscheidende Weichen für die Zukunftsfähigkeit des Einkaufs. 2.4 Produktion(ungeprüfte freiwillige sonstige Information) 2.4.1 Standort StuttgartDer für das kommende Geschäftsjahr erwartete Auftragseingang und der vorliegende Auftragsbestand bedeutet für den Auftragserfüllungsprozess ein geringeres Auftragsvolumen als in den letzten Vorjahren. Für die Produktionsbereiche sind durch die in den letzten Jahren umgesetzten Maßnahmen ausreichend Kapazitäten in der externen Lieferkette vorhanden, um für die Eigenfertigung und Eigenmontage trotz eines geringeren Auftragsvolumens Auslastung sicher zu stellen. Falls weitere Maßnahmen notwendig sind, können die dazu notwendigen Personalmaßnahmen über die durchschnittliche Fluktuation der Mitarbeiterzahlen sichergestellt werden. Durch den monatlich stattfindenden SIOP-Prozess (Sales, Inventory, Operational Planning) ist es vorausschauend möglich sowohl Kurzarbeit bei weiteren Rückgängen einzuführen als auch die externe Lieferkette wieder stärker zu nutzen, falls die erwarteten Auftragseingänge in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres eine höhere Auslastung bedingen. Weitere strategische Anstrengungen sind notwendig, um durch Abstimmung von Bedarf und Kapazität zwischen Vertrieb und Operations, durch schnelle Reaktionen und Antwortzeiten, durch weitere Verbesserung der Prozesssicherheiten und durch enges Monitoring der Lieferketten Durchlaufzeiten zu reduzieren und Liefertreue zu verbessern. Der Aufbau einer verbrauchsgesteuerten Auftragserfüllungsprozesskette zeigt erste positive Wirkungen. Durchlaufzeiten sind reduziert und Bestände lassen sich besser managen. Um weitere Verbesserungen am Standort zu erreichen, wird sich der Fokus der Anstrengungen im nächsten Jahr auf eine verbesserte Kennzahlensteuerung konzentrieren, die eine ganzheitliche Weiterentwicklung zu Operational Excellence ermöglichen wird. 2.4.2 Standort NiederbiegenFür den Produktionsstandort Niederbiegen wird weiterhin ein guter Auftragsbestand für das kommende Geschäftsjahr erwartet. Auch in Niederbiegen wird wie an den anderen Produktionsstandorten innerhalb Coperion die Verbesserung der Qualität, die Steigerung der Liefertreue wie auch die Verkürzung der Durchlaufzeiten im Mittelpunkt stehen. Die erwarteten Verbesserungen führen zu reduzierten Beständen, Flexibilitätssteigerungen und Senkung der strukturellen Kosten. Verschwendungen und Nacharbeiten werden eliminiert. Die Möglichkeiten Wachstum durch Operational Excellence zu unterstützen werden erhöht. Der Schwerpunkt in Niederbiegen liegt auch im kommenden Geschäftsjahr weiterhin auf die Lieferketten der Hauptkomponenten. Hier wird durch ein verbessertes Lieferantenmanagement und durch ergänzende Logistikvereinbarungen die Robustheit und Zuverlässigkeit der Auftragserfüllungsprozesse entlang der Wertschöpfung gesteigert. 2.4.3 Weitere StandorteIm Laufe des letzten Jahres wurde an sämtlichen Standorten Prozesse verbessert. Diese positive Entwicklung zur Leistungssteigerung wird sich durch Umsetzung der strategischen Initiative zur Verkürzung der Durchlaufzeiten weiter fortsetzen. Besonders hervorzuheben ist die Stabilisierung der Standorte Wytheville, Nanjing und Salina. Zudem wird sich im Laufe des nächsten Jahres die gemeinsame Zusammenarbeit mit den neu hinzu gekommenen Werken im Bereich Food, Health und Nutrition intensivieren, um die sichtbaren Synergien hinsichtlich Technologietransfers, Material- und Informationsfluss sowie gemeinsamer Kapazitäten zu heben. 2.5 Investitionen und Operating LeaseIm Geschäftsjahr 2023/2024 war das Investitionsverhalten geprägt von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Höhe von EUR 5,2 Mio. (ohne Finanzanlagen; Vorjahr EUR 11,0 Mio.). Durch den mit Wirkung vom 23. Dezember 2010 in Kraft getretenen Sale- und Lease-Back Vertrag wurde zunächst ein Teil der Liegenschaften in Stuttgart-Feuerbach bzw. die Liegenschaften in Baienfurt/Niederbiegen an einen Investor veräußert und im Rahmen eines Operating Lease Vertragsverhältnisses mit einer Mindestlaufzeit von 20 Jahren zurückgemietet. Die daraus entstehende Verpflichtung unter Berücksichtigung von Preissteigerungen beläuft sich per 30. September 2024 auf EUR 26,2 Mio. (Vorjahr EUR 30,0 Mio.). 2.6 Finanzierung und FinanzinstrumenteDie Coperion GmbH hat über Hillenbrand Zugang zu einer Kreditfazilität bei JP Morgan (JPM), Luxemburg. Diese wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht in Anspruch genommen. Die Coperion GmbH nimmt an einem Notional Cash Pooling bei JPM teil. Leader des JPM Notional Pool ist die Hillenbrand Switzerland GmbH. Zum 30. September 2024 hat die Coperion GmbH einen Guthabensaldo im JPM Notional Cash Pool in Höhe von EUR 135,4 Mio. und CNY 555,2 Mio (vergleichbar zur Höhe der Verbindlichkeiten der Coperion GmbH an andere Konzerngesellschaften in CNY). Das Guthaben der Coperion GmbH im Notional Pool unterliegt einer Verfügungsbeschränkung für den Fall, dass die Guthabensalden der restlichen Gesellschaften im Pool nicht höher sind als die Kreditsalden im Pool, da der Gesamtsaldo im Notional Pool zu jeder Zeit positiv sein muss. In diesem Fall müssten erst die Kreditsalden der anderen Poolteilnehmer reduziert bzw. die Guthaben erhöht werden, damit die Coperion GmbH über das gesamte Guthaben im Notional Pool verfügen kann. Dies kann jedoch jederzeit dadurch behoben werden, dass andere Poolteilnehmer mit Kreditbedarf auf die oben genannte Kreditfazilität bei JP Morgan zugreifen und ihren Kreditsaldo im Notional Pool zurückzahlen. Hillenbrand stellt der Coperion-Gruppe über Konsortialbanken ferner eine Avalkreditlinie von EUR 325 Mio. zur Verfügung. Die Fazilität vom 21. Juni 2022 mit Nachträgen am 22. Juni 2023 und 24. September 2024 hat eine Restlaufzeit bis 8. Juni 2027 analog der US-Konzernkreditlinie. Sie kann aber unter bestimmten Bedingungen verlängert oder frühzeitig beendet werden. Die Treasury-Abteilung des Unternehmens beeinflusst und überwacht die operativen Finanzentscheidungen durch Unternehmensrichtlinien und zentrale Cash Management Prozesse (Zahlungsfreigabe, regelmäßige Berichte zum Finanzstatus und zur Liquiditätsplanung). Die Absicherung des Fremdwährungsrisikos durch derivative Finanzinstrumente wurde entsprechend den internen Richtlinien von der Treasury-Abteilung durchgeführt. Die wesentlichen Absicherungen wurden in USD gegen EUR durchgeführt. Darüber hinaus verweisen wir auf die entsprechenden Angaben im Anhang. Daher war die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 2.7 MitarbeiterMitarbeiterbestandDie Gesellschaft beschäftigt Mitarbeiter an den Standorten in Stuttgart und Weingarten/Niederbiegen sowie in einem Vertriebsbüro in Wesseling. Der Personalbestand der Coperion GmbH lag zum 30. September 2024 bei 1.466 Mitarbeitern oberhalb des Vorjahrs (1.431). Mit 73 Auszubildenden und Studenten wurde eine weiterhin hohe Ausbildungsquote von 5,0 % erreicht (Vorjahr: 65 Auszubildende und Studenten, Quote 4,5 %). Coperion arbeitet in einer divisionalen Struktur in Kombination mit einer globalen Matrixstruktur aus Global Functions (Finance, IT, HR, GSM). Jede Division wird von einem Präsidenten geführt, an den die Leiter der einzelnen Business Units berichten. Ausbildung(ungeprüfte freiwillige sonstige Information) Wie in den vergangenen Jahren wurde auch im Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgreich ausgebildet. Zahlreiche Auszubildende in verschiedenen gewerblichen, technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen sowie Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg an den Standorten Stuttgart und Weingarten mit Fachrichtungen Elektrotechnik, Mechatronik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen konnten ihre Ausbildung bzw. ihr Studium erfolgreich und mit guten Ergebnissen abschließen. Im Berichtsjahr fingen wieder 24 neue Auszubildende und Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ihre Ausbildung bei Coperion an (Vorjahr: 25). Die Gesamtzahl an Ausbildungsplätzen in unserem Unternehmen ist daher gestiegen. Die Kooperation mit den Berufsschulen und den Dualen Hochschulen ist erfolgreich und stellt einen wichtigen Baustein zur Deckung unseres zukünftigen Bedarfs an qualifizierten Nachwuchsfacharbeitern und Jungingenieuren dar. Darüber hinaus konnte die Gesellschaft zahlreiche Praktikantenstellen, Werksstudentenstellen sowie Bachelor- und Masterarbeitsthemen zur Verfügung stellen und von deren Ergebnissen profitieren. Frauenförderung - Entsprechenserklärung nach § 289f HGB(ungeprüfte sonstige Information) Das am 1. Mai 2015 in Kraft getretene „Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ verpflichtet die Coperion GmbH, Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Geschäftsführung und in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festzulegen. Die zum letzten Stichtag 30. Juni 2022 tatsächlich erreichte Frauenquote lag im Aufsichtsrat bei 67 %, in der Geschäftsführung bei 0 %, in der ersten Führungsebene bei 25 % und in der zweiten Führungsebene bei 10 %. Somit wurde der festgelegte Frauenanteil zum Stichtag im Aufsichtsrat und in der ersten Führungsebene erreicht bzw. übererfüllt. Die Gesellschafterversammlung vom 16. November 2022 hat folgende neue zum nächsten Stichtag 30. Juni 2027 zu erreichende Zielgrößen beschlossen: Für den Aufsichtsrat 33,3 % und für die Geschäftsführung 20 %. Durch schriftlichen Beschluss der Geschäftsführung vom 15. November 2022 wurde die neue zum 30. Juni 2027 zu erreichende Zielgröße für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung auf 30 % und für die zweite Führungsebene auf 15 % festgelegt. Interessenvertretung(ungeprüfte freiwillige sonstige Information) Die Gesellschaft ist Mitglied im Arbeitgeberverband Südwestmetall und damit tarifgebunden. Auch im Geschäftsjahr 2023/2024 gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Interessenvertretungen an den Standorten Stuttgart und Weingarten sowie mit dem Gesamtbetriebsrat und dem Wirtschaftsausschuss weitestgehend sachlich. Die Geschäftsführung nahm an den im gesetzlichen Rhythmus stattfindenden Betriebsversammlungen teil und erstattete der Belegschaft Bericht. Auch die Schwerbehindertenversammlung, die Montagebetriebsversammlungen und die Versammlungen der Jugend- und Auszubildendenvertretung wurden wie geplant durchgeführt. Es fanden die geplanten Wirtschaftsausschusssitzungen statt und der Wirtschaftsausschuss wurde umfassend informiert. Mitbestimmung(ungeprüfte freiwillige sonstige Information) Der Aufsichtsrat ist nach dem Drittelbeteiligungsgesetz mit drei Mitgliedern besetzt und tagt regelmäßig. Mitglieder des Aufsichtsrates waren zuletzt Herr Ulrich Bartel (Vorsitzender), Herr Dr. Ralf Cramer als Arbeitgebervertreter sowie Frau Katharina Schreiter als Arbeitnehmervertreterin. 2.8 Umwelt und NachhaltigkeitHillenbrand Inc., die Konzernobergesellschaft der Coperion GmbH, leitet das Nachhaltigkeitsprogramm des Konzerns, das auch vom Hillenbrand Verwaltungsrat überwacht wird. Der Chief Sustainability Officer, der direkt dem Präsidenten und CEO von Hillenbrand unterstellt ist, berichtet außerdem vierteljährlich dem Nominating Corporate Governance Committee über die Fortschritte unseres Nachhaltigkeitsprogramms, das von unserem Sustainability Steering Committee vorangetrieben wird. Dieses Komitee besteht aus Führungskräften aus dem gesamten Unternehmen mit unterschiedlichen funktionalen Fachkenntnissen, die vierteljährlich zusammenkommen, um Strategien, Aktionspläne und wichtige Leistungsindikatoren zu überprüfen und wichtige Entscheidungen über das Nachhaltigkeitsprogramm zu treffen, die einen kritischen Pfad für den Informationsfluss zwischen den operativen Unternehmen und dem Vorstand von Hillenbrand bilden. Auf diese Weise ist Nachhaltigkeit zu einer gemeinsamen Verpflichtung geworden, die in allen Phasen unserer Prozesse und auf allen Ebenen unserer Organisation verankert ist. Das Hillenbrand Operating Model (HOM), das Geschäftssystem, das unser Unternehmen Coperion steuert, treibt uns dazu an, durch einen einheitlichen Rahmen und wichtige Managementpraktiken Spitzenleistungen zu erbringen. Seit der Einführung unseres Nachhaltigkeitsprogramms haben wir unser HOM genutzt, um die Nachhaltigkeitsleistung in unseren Betrieben im gesamten Unternehmen voranzutreiben, und wir gehen davon aus, dass wir diesen Teil unserer Strategie weiter ausbauen werden, während wir in unserer Nachhaltigkeitspraxis wachsen. Wir sind unter anderem der Meinung, dass der Klimawandel sinnvolle Maßnahmen auf globaler Ebene erfordert, und wir gehen davon aus, dass die Weiterentwicklung unseres Verständnisses für unseren Energieverbrauch und unsere Emissionen ein wichtiger Teil der Untersuchung der Herausforderungen sein wird, die der Klimawandel mit sich bringt. Bislang waren unsere Kosten im Zusammenhang mit dem Klimawandel nicht wesentlich; wir haben jedoch Maßnahmen ergriffen, um die Risiken und Chancen, die der Klimawandel für unser Geschäft darstellt, sowie die Risiken und Chancen, die sich aus unserem Geschäft ergeben, besser zu verstehen. Dazu gehört die Anpassung an die Task Force on Climate related Financial Disclosures (TCFD), die die Grundlage für viele künftige globale Vorschriften bildet und einen standardisierten Ansatz für die Berichterstattung und Offenlegung klimabezogener Risiken und Chancen bietet. Die Bewertung dieser potenziellen Risiken - einschließlich Marktrisiken, extremer Wetterereignisse, regulatorischer und politischer Einschränkungen, Energiekosten und Unterbrechungen der Versorgungskette - verbessert unsere Fähigkeit, proaktiv auf die Abschwächung und Minimierung etwaiger negativer Auswirkungen hinzuwirken. Umgekehrt ermöglicht uns die Bewertung potenzieller Chancen - wie Produktinnovation, Marktexpansion, neue Technologien und Optimierung der Lieferkette -, den Nutzen für unsere Kunden und Aktionäre zu maximieren und unser Potenzial als reines Industrieunternehmen kontinuierlich auszubauen. Den TCFD-Bericht finden Sie auf der Webseite www.hillenbrand.com unter der Rubrik Nachhaltigkeit (Sustainability). Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie, und wir sind in unserer Branche führend, indem wir innovative Produkte und Lösungen anbieten, die den Herausforderungen von heute und den Bedürfnissen von morgen gerecht werden. Innovation, die Entwicklung neuer Produkte und strategische Akquisitionen tragen zu unserem Erfolg in wichtigen Endmärkten bei. Wir sind bestrebt, den Kundennutzen zu maximieren, uns auf Effizienz zu konzentrieren und kontinuierliche Verbesserungen durch HOM voranzutreiben. Durch Innovation unterstützen wir die Nachhaltigkeitsziele unserer Kunden und versuchen, ihre Bedürfnisse besser zu verstehen und durch unser umfassendes Anwendungswissen Lösungen zu entwickeln. Dies erreichen wir durch die Entwicklung von Geräten und Lösungen, die darauf ausgelegt sind, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, indem wir einen nachhaltigen Energie- und Wasserverbrauch fördern, den Materialeinsatz optimieren und Emissionen reduzieren. Unsere Betriebsgesellschaften arbeiten auch mit Kunden zusammen, um die Lebensdauer eines Produkts durch empfohlene und vorbeugende Wartung zu verlängern, und unsere Aftermarket-Services zeigen, wie wir die Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte übernehmen. Dazu gehört auch die Betrachtung der Gesamtbetriebskosten, ein effektiverer Energieverbrauch und die Ausrichtung der Dienstleistungen auf die Nachhaltigkeitsziele der Kunden. Hillenbrand orientiert sich an den Bedürfnissen seiner Kunden und möchte Lösungen schaffen, die den Fortschritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft beschleunigen. ![]() Unserer Strategie folgend, sind wir aktuell dabei, unser Management System zu einem Integrierten Management System (IMS) zu erweitern. In diesem Zuge sind wir dabei eine Energiemanagement System nach der DIN EN ISO 50001:2018 sowie ein Umweltmanagement System nach DIN EN 14001:2015 einzuführen. Das Energiemanagement und Umweltmanagement System werden im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024/2025 eingeführt. Bis heute hat die Coperion GmbH Verbesserungen im Energiemanagement erzielt. So wurde der Vertrag mit dem Energieversorger für erneuerbare Energien im Jahr 2023 auf drei neue, standortübergreifende Standorte ausgeweitet. Damit werden die deutschen Produktionsstätten der Coperion-Gruppe in Stuttgart, Weingarten/Niederbiegen, sowie weiteren Standorte des Hillenbrand-Konzernverbundes in Baden-Baden, Osnabrück und Burg zu 100 % mit erneuerbarem Strom versorgt. Dieses Programm ist durch Herkunftsnachweise zertifiziert. Seit 2021 werden die Coperion-Standorte in Stuttgart und Weingarten/Niederbiegen mit Strom versorgt, der zu 100 % aus Wasserkraft stammt und ausschließlich in europäischen Anlagen erzeugt wird. Diese Energieversorger garantieren, dass bei der Energieerzeugung keine CO2 -Emissionen oder radioaktive Abfälle entstehen. Neben dem Einsatz erneuerbarer Energien wurden an den Standorten Stuttgart und Weingarten/Niederbiegen, Niederlenz (Schweiz), Nanjing (China) und Sewell, NJ (USA) LED-Beleuchtungen installiert. Weitere Initiativen zur Energieeinsparung umfassten die Modernisierung der wichtigsten HLK-Systeme und die Installation von Waschraumgeräten mit geringem Durchfluss, erweiterte Temperaturregelungen sowie thermisch und solarverglaste Fenster mit automatischer Rollladensteuerung. 2.9 Wichtige Ereignisse der letzten GeschäftsjahreIm Oktober 2020 wurde der Wirtschaftsausschuss und die Belegschaft der Gesellschaft über eine weitgehende Reorganisation an den Standorten Stuttgart und Weingarten informiert. Wesentliche Merkmale sind die Verlagerung von Tätigkeiten in Shared Service Center für die Bereiche Engineering, Finanzen und IT sowie die Zentralisierung des operativen Einkaufs an unseren Standort in Niederlenz, Schweiz. Des Weiteren wird die Logistik der Standorte Stuttgart und Niederbiegen an einen externen Logistikpartner vergeben. Im April 2021 haben die Geschäftsführung und der Betriebsrat einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für die insgesamt 155 betroffenen Arbeitsplätze an beiden Standorten unterschrieben. Die Umsetzung hat im Geschäftsjahr 2020/2021 begonnen und ist im Geschäftsjahr 2023/2024 vollständig abgeschlossen worden. 3 Lage des Unternehmens3.1 Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme zum 30. September 2024 beträgt EUR 605,0 Mio. und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert von EUR 655,4 Mio. Das Anlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,4 Mio. auf EUR 86,1 Mio. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der abschreibungsbedingten Reduzierung des Anlagevermögens. Das Sachanlagevermögen liegt mit EUR 33,0 Mio. aufgrund der rückläufigen Neu- und Ersatzinvestitionen sowie die vergleichsweise konstanten geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau unter dem Vorjahreswert von EUR 34,3 Mio. Der prozentuale Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen ist von 85,9 % im Vorjahr auf 85,4 % zum 30. September 2024 leicht gesunken. Dies resultiert hauptsächlich aus der Reduzierung des Anlagevermögens und dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie der wesentlichen Erhöhung des Bankbestandes. Das Umlaufvermögen selbst ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 45,8 Mio. gesunken. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 105,5 Mio. reduziert. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die Rückzahlung von Darlehen seitens Konzerngesellschaften. Daneben haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 41,4 Mio. etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegt. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich dabei im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,3 Mio. reduziert. Dies basiert größtenteils auf um EUR 1,2 Mio. geringeren debitorische Kreditoren im Vergleich zum Vorjahr (EUR 0,7 Mio. aktuelles Jahr zu EUR 1,9 Mio. im Vorjahr). Die Nettovorräte belaufen sich zum 30. September 2024 weiterhin auf 0 EUR. Diese Tatsache ist maßgeblich durch den hohen Eingang von Anzahlungen auf Bestellungen zurückzuführen. Die üblichen Zyklen im langfristigen Projektgeschäft bedingen dagegen den leichten Zugang bei den Halbfertigerzeugnissen. Die Anzahlungsquote (erhaltene Kundenanzahlungen im Verhältnis zum Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen) ist von 130 % im Vorjahr (EUR 1.062,6 Mio. Anzahlungen, EUR 819,7 Mio. Bestände) auf 126 % zum 30. September 2024 (EUR 1.057,6 Mio. Anzahlungen, EUR 836,9 Mio. Bestände) zurückgegangen. Ferner sind die passivisch ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen - soweit sie nicht mit den Vorräten verrechnet werden konnten - signifikant um EUR 28,2 Mio. auf 104,1 Mio. EUR gesunken (Vorjahr EUR 132,3 Mio.). Die Zahlungsmittelbestände weisen zum Berichtsjahresende EUR 206,6 Mio. aus und sind gegenüber dem Vorjahr (EUR 146,8 Mio.) im Wesentlichen aufgrund von Working Capital Initiativen gestiegen. Das Eigenkapital veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr nicht und liegt weiterhin bei EUR 67,4 Mio. (Vorjahr EUR 67,4 Mio.), so dass die Eigenkapitalquote nunmehr 11,1 % (Vorjahr 10,3 %) beträgt. Das Jahresergebnis EUR 91,7 Mio. (Vorjahr EUR 92,4 Mio.) wird aufgrund des mit der Gesellschafterin abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags an diese abgeführt. 3.2 ErtragslageGegenüber dem Vorjahr sind die Umsatzerlöse deutlich gestiegen (EUR 662,9 Mio. gegenüber EUR 615,1 Mio.) und gleichzeitig hat sich der Materialaufwand verringert. Erhöhend auf das Betriebsergebnis wirkten sich die gegenüber dem Vorjahr stark gesunkenen Abschreibungen auf das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagen sowie der relativ deutliche Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr belaufen sich auf EUR 662,9 Mio. (Vorjahr EUR 615,1 Mio.) und verfehlten damit die im Prognosebericht des Vorjahres geäußerten Erwartungen von EUR 785,2 Mio. deutlich. Dies ist im Wesentlichen durch die verzögerte Fertigstellung verschiedener Großprojekte bedingt. Bedingt dadurch fand ein Aufbau an Beständen von fertigen sowie unfertigen Erzeugnissen im Geschäftsjahr 2023/2024 auf EUR 836,9 Mio. statt. Die Gesamtleistung für das Geschäftsjahr beläuft sich auf EUR 684,8 Mio. und liegt damit um 2,7% unter dem Vorjahreswert von EUR 703,8 Mio. Der Materialaufwand liegt mit EUR 373,8 Mio. bei einer Materialquote von 54,3 % unter dem Vorjahr (EUR 397,3 Mio. bzw. 55,7 %). Die Veränderung der Materialquote ist vor allem auf das geänderte Verhältnis zwischen Umsatzerlösen und Bestandsveränderung zurückzuführen. Hintergrund sind die gesunkenen Materialpreise. Die Berechnung der Materialquote unter Berücksichtigung der Bestandsleistung erfolgt wie folgt: Materialquote = Materialkosten / (Umsatz + Bestandsveränderung* 1,2). Der Personalaufwand in Höhe von EUR 146,4 Mio. liegt um 3,3 % über dem Vorjahr. Die Veränderung ist im Wesentlichen bedingt durch gestiegenen Mitarbeiterzahlen und Gehaltserhöhungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen im Geschäftsjahr mit EUR 7,4 Mio. weitaus unter dem Niveau des Vorjahres mit EUR 17,0 Mio. Sie waren Im Vorjahr stark von den Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände geprägt. Diese bezogen sich im Vorjahr auf die Fortentwicklung der im Jahr 2007 aufgedeckten stillen Reserven auf Kundenbeziehungen, Technologien sowie Geschäfts- und Firmenwerte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von EUR 122,0 Mio. im Vorjahr deutlich auf EUR 108,2 Mio. gefallen. Wesentliche Treiber sind der Rückgang der Provisionsaufwendungen, Kosten für Ausgangsfrachten und die Währungsumrechnung. Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf EUR 5,6 Mio. (Vorjahr EUR 6,4 Mio.). Die Quote liegt damit bei 0,8 % vom Umsatz (Vorjahr 1,0 %). Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr hiervon keine Beträge als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände für Entwicklungsprojekte aktiviert. Das Betriebsergebnis liegt mit EUR 66,3 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 58,0 Mio. und damit innerhalb der im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten Bandbreite von EUR 50-70 Mio. was im Wesentlichen durch den Anstieg der Umsatzerlöse bei gleichzeitiger Reduzierung der Materialquote bedingt ist. Das saldierte Zinsergebnis beträgt EUR 13,2 Mio. (Vorjahr EUR 9,3 Mio.). Die Dividendenerträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen sind um EUR 12,8 Mio. gefallen. Außerdem wurde eine Abschreibung in Höhe von EUR 2,1 Mio. auf die Beteiligung an der Coperion S.r.L, Ferrara/Italien vorgenommen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 3,7 Mio.) sind auch nicht anrechenbare Quellensteuern in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr EUR 2,0 Mio.) enthalten. Aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Gesellschafterin, der Hillenbrand Germany Holding GmbH, werden die laufenden Steuern seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 bei der Organträgerin verbucht. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023/2024 unter den schwierigen Rahmenbedingungen als zufriedenstellend. 4 Voraussichtliche Entwicklung4.1 Wirtschaftlicher AusblickDie Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr war erneut sehr positiv bei Lieferungen und Leistungen. Nach einem deutlichen Anstieg im letzten Jahr, konnte der Umsatz erneut gesteigert werden. Die geplanten Umsatzerlöse von EUR 785,2 Mio. konnten um EUR 122,3 Mio. nicht erreicht werden. Dies lag im Wesentlichen an Verzögerungen bei der Finalisierung von größeren Projekten, vornehmlich im Bereich Engineering Plastics. Das geplante Betriebsergebnis in Höhe von EUR 50-70 Mio. wurde dennoch mit EUR 66,2 Mio. erreicht. Beim Auftragseingang setzte sich der Rückgang im Bereich Engineering Plastics weiter fort. Hier fehlten weiterhin zahlreichen Großprojekte der vergangenen Jahre und das Basisgeschäft war nach wie vor schwach. Dagegen war der Bereich Polyolefine bei den Großextrudern und auch im Anlagengeschäft deutlich erfolgreicher. Hier trugen zahlreiche Großprojekte dazu bei, den Auftragseingang auf ein vergleichbares Niveau des Geschäftsjahres 2021/2022 zu heben. Durch den weiterhin hohen Auftragsbestand wird sich der Umsatz im kommenden Geschäftsjahr weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen. 4.2 Ausblick Ertrags- und LiquiditätslageDas Ergebnis der Coperion GmbH ist stark durch die Umsatzrealisierung beeinflusst. Da ein Großteil des Geschäftsvolumens, allen voran das der Division Polymer auf Projekten mit Langfristfertigung (größer ein Jahr) beruht, können hieraus periodenbezogen ausgeprägte Volatilitäten entstehen. Die nach dem Realisationsprinzip erforderliche vollständige Leistungserbringung kann zu deutlichen Schwankungen zwischen Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen führen, wobei die Margenrealisierung erst bei vollständiger Leistungserbringung und Umsatzbuchung stattfindet. Wie unter 3.2 zur Ertragslage ausgeführt, war die Umsatzlegung im Geschäftsjahr 2023/2024 aufgrund der vorgenannten Gründe überdurchschnittlich und lag mit einem Plus von EUR 47,9 Mio. rund 7,8 % über dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung des korrespondierenden Bestandsaufbaus lag die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023/2024 um 2,7 % unter dem Vorjahr. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2024 auf EUR 1,9 Mrd. Insgesamt gehen wir für die Coperion GmbH für das Geschäftsjahr 2024/2025 von einem deutlich höheren Umsatz in Höhe von rund EUR 731,1 Mio. aus. Aufgrund der möglichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und weiteren geopolitischen Konflikten ist diese Prognose jedoch noch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Für den Standort Stuttgart erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz in Höhe von rund EUR 526,2 Mio. Wesentlicher Treiber ist das Maschinengeschäft bedingt durch den weiterhin starken Auftragseingang. Im Bereich Service wird ebenfalls mit einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Für den Standort Weingarten gehen wir für das Geschäftsjahr 2024/2025 von einem Umsatz in Höhe von rund EUR 205,0 Mio. aus, und damit von einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch größere Aufträge im Bereich MPS getrieben, welche voraussichtlich erst im Geschäftsjahr 2024/2025 geliefert und fakturiert werden können. Auf Basis dieser Umsatzplanung und unter der Annahme, dass es zu keinen wesentlichen Projektverschiebungen kommen wird, gehen wir davon aus, dass sich das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2024/2025 im Bereich von EUR 45 - 65 Mio. bewegen wird. Die Liquiditätslage wird sich aufgrund der Ergebnisprognose im kommenden Geschäftsjahr voraussichtlich weiter verbessern. Es wird auch erwartet, dass die Anzahlungen auf Bestellungen von Kunden im nächsten Geschäftsjahr unverändert auf einem sehr hohen Niveau liegen werden. 4.3 Erläuterungen zu Chancen und RisikenTrotz der nach wie vor sehr robusten Projektpipeline, speziell im Bereich Polyolefine, war der Bereich Engineering Plastics deutlich schwächer als in den vergangenen Jahren. Eine deutlich geringere Anzahl an größeren Projekten bei gleichzeitiger Schwäche des Basisgeschäftes wirkte sich negativ auf den Auftragseingang aus. Ebenfalls das Servicegeschäft konnte das Spitzenjahr 2022/2023 nicht wiederholen. Durch die im Jahre 2023 angestoßene Reorganisation werden wir weiterhin an Flexibilität und Konkurrenzfähigkeit gewinnen und gleichzeitig unsere Aktivitäten auf dem wachsenden Kunststoffmarkt ausweiten. Für das nächste Jahr gehen wir nach wie vor davon aus, dass die Project Pipeline unserer Kunden auf hohem Niveau bleibt, dass sich das Basisgeschäft im Bereich Engineerings Plastics leicht erholt und dass spezielle Regionen (z. b. Indien) bzw. Märkte speziell im Bereich der nachhaltigen Güter (z. B. Recycling, Batterien, Lebensmittel aus pflanzlichem Protein) das Potential haben zu wachsen. Risiken sind nach wie vor insbesondere die generell schwächere Entwicklung des Marktes in China und die Schwächephase speziell in der Automobilbranche. Der Ausgang der Wahlen in den USA bedeuten einen höheren Unsicherheitsfaktor für den Welthandel, insbesondere für die Beziehungen Deutschlands zu ihren wichtigsten Absatzmärkten China und USA, für die Beziehungen zwischen der EU und den USA, sowie für die weitere Entwicklung des Ukraine Krieges und dem schwelenden Nahostkonflikt. Zusätzliche Risiken sind die nach wie vor hohen Energiepreise, die Verfügbarkeit von Gas und Strom, sowie weitere Kostenbelastungen durch zusätzliche Regulierungen. Das Unternehmen verfügt derzeit über immaterielle Vermögensgegenstände mit einem Wert von EUR 1,9 Mio. (Vorjahr EUR 2,9 Mio.) Hauptbestandteile im letzten Jahr waren Markenrechte und technologisches Know-how sowie Goodwill, welche über die jeweilige Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben wurden. Der Goodwill ist nun vollständig abgeschrieben und bedeuten somit zukünftig keine Ergebnisbelastung mehr. Darüber hinaus sind selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände der Eigenentwicklung, die aus den in den Vorjahren begonnenen und nicht abgeschlossenen Vorhaben stammen, bilanziert. Diese erneuern das bestehende Produktportfolio hinsichtlich technologischer bzw. innovativer Aspekte. Vor diesem Hintergrund bekräftigt Coperion seine Position als Markt- und Technologieführer innerhalb der Branche und erhofft sich weitere Chancenpotentiale sowie den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit. Zusammenfassend bleibt zu erwähnen, dass Coperion bei Schüttgutanlagen, Extrudern und bei der Aufbereitungs- und Compounder-Technik für die Kunststoffindustrie über einen umfassenden und kompletten Erfahrungsschatz verfügt. Diese Kompetenzen wird Coperion in Zukunft noch stärker bündeln und zur weiteren Diversifikation nutzen. Darüber hinaus werden die Komplettlösungen begleitet und erweitert durch kurzfristige Servicebereitschaft und ein global agierendes Netzwerk an serviceorientierter Kundenbetreuung vor Ort. Dieser integrative Ansatz hinsichtlich Planung, Beschaffung, Ausführung sowie After-Sales-Service auf Basis eines innovativen und attraktiven Produktportfolios ist ein weltweit anerkannter Wettbewerbsvorteil mit gewissen Alleinstellungsmerkmalen. Zusammen mit seinen über 1.400 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Coperion mit seinem Gesamtkonzept auch für die Zukunft ausgezeichnet aufgestellt. Risiken, die zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Coperion-Gruppe führen könnten (Bestandsgefährdungspotentiale), bestehen aus derzeitiger Sicht nicht. 5 Risiko ManagementInnerhalb der Hillenbrand Gruppe besteht ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem. Die Gesellschaft hat eine klare funktionale Organisation des Risikosteuerungsprozesses vorgenommen. Den einzelnen Organisationseinheiten sind folgende Aufgaben zugeordnet: Geschäftsführung: Der Risikosteuerungsprozess beginnt in der Geschäftsführung, indem diese eine klare Definition der Strategie, der Geschäftsfelder sowie der akzeptierbaren und nicht akzeptierbaren Risiken vorgibt und im Rahmen der Risikotragfähigkeit das vertretbare Gesamtrisiko definiert. Die Verantwortung der einzelnen Mitglieder der Geschäftsführung ist im Geschäftsverteilungsplan geregelt. Risiko-Controlling: Durch das Controlling erfolgen eine weltweit einheitliche Identifizierung, Messung und Bewertung aller wesentlichen Risiken. Dadurch wird die Einhaltung der individuell festgelegten Limits für die einzelnen Risiken überwacht. Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat der Coperion GmbH übt eine Kontrollfunktion in Bezug auf sämtliche Maßnahmen zur Risikobegrenzung und Risikosteuerung im Unternehmen aus. Revision: Die Coperion GmbH nutzt grundsätzlich das Instrument einer internen Revision, die von unabhängigen Dritten bzw. durch die Interne Revision des Konzerns durchgeführt wird, um die am Risikosteuerungsprozess beteiligten Organisationseinheiten einer Prüfung zu unterziehen. Zusätzlich ist die Gesellschaft in das globale Risk Management des Mutterkonzerns eingebunden. Bei den einzelnen Risikoarten handelt es sich neben Währungs- und Zinsrisiken um Risiken in den Bereichen Finanzierung, Beschaffung, IT-Management, Projektmanagement, Forschung und Entwicklung sowie Produktion und Qualitätssicherung. Währungs- und ZinsrisikenDas operative Währungsrisiko wird zentral im Konzern gesteuert. Derivative Standardfinanzinstrumente von erstrangigen Kreditinstituten kommen zum Einsatz. Das Wechselkursrisiko der Gesellschaft entsteht primär im operativen Geschäft, wenn die Gesellschaft ihre Aktivitäten nicht in ihrer funktionalen Währung abschließt. Aus der internationalen Ausrichtung der Gesellschaft resultiert, dass das operative Geschäft diesen Wechselkursschwankungen unterliegt. Neben einigen Währungen, welche hinsichtlich der zu Grunde liegenden Projektvolumen eher unwesentliche Risiken beherbergen, bestehen wesentlichen Risiken vor allem zwischen Euro und USD. Zur Absicherung werden ausschließlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Auf Konzernebene könnten wir dem Risiko steigender Zinssätze ausgesetzt sein, da unsere angestrebte Kapitalstruktur in der Regel neben festverzinslichen auch eine Komponente von variablen verzinslichen Verbindlichkeiten enthält. Das Unternehmen Coperion GmbH ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts in seiner Finanzierungsstruktur keinen nennenswerten Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. FinanzierungsrisikenFinanzierungsrisiken entstehen insbesondere durch Verzögerungen bei den Zahlungseingängen von Kunden, die kurzfristig zu einer nicht geplanten Liquiditätsverschlechterung führen können. Diesen Risiken begegnet die Geschäftsführung durch Maßnahmen zur Schaffung von Liquiditätsreserven und aktivem Debitorenmanagement. Ferner wird den Unsicherheiten hinsichtlich der Liquiditätssteuerung durch die Inanspruchnahme des Cashpools Rechnung getragen. BeschaffungsrisikenIn Zeiten hoch volatiler Beschaffungsmärkte sind Marktpreisentwicklungen und Verfügbarkeiten immer schwieriger abzuschätzen. Von dieser Entwicklung ist unser Unternehmen im gleichen Maße wie unsere Kunden und Mitbewerber betroffen. Wir reagieren auf diese Entwicklung im Speziellen mit den nachfolgenden Maßnahmen: - Entwicklung und Einführung eines Coperion Procurement Indexes, - Nutzung eines digitalisierten, globalen und kontrollierten Genehmigungsprozesses aller Preiserhöhungen zur Sicherstellung voller Transparenz und eines effektiven Berichtswesens, - Abgestimmte Preisbindungsfristen in unseren Kundenprojekten, - Schaffung von zusätzlichem Wettbewerb wo immer möglich zur Schaffung zusätzlicher Kapazitäten und alternativer Beschaffung, - Langfristige Bedarfsplanung und frühzeitigere Auslösung der Bestellungen zur Aufrechterhaltung des Materialflusses. IT-Management RisikenDas Management konzentriert sich im Geschäftsjahr 2023/2024 weiterhin im Sinne einer konvergenten und effektiven IT-Sicherheitsstrategie auf die Sicherung von Remote-Zugriffen, die Modernisierung älterer Systeme und die Mikrosegmentierung. In diesem Geschäftsjahr wurde eine weltweite Initiative, ältere IT-Infrastrukturkomponenten auf moderne Versionen zu migrieren oder durch andere Anwendungen zu ersetzen, umgesetzt. Daneben wird das Aktualisierungsmanagement der vorhandenen IT-Systeme durch die entsprechende Abteilung im Konzern konsequent durchgeführt. Coperion war in diesem Geschäftsjahr von der durch ein manipuliertes Update einer Sicherheitssoftware erzeugten Bedrohungslage betroffen. Das BSI schätzte diese Bedrohungslage auf Stufe 3 einer Skala bis 4 (höchste Stufe) und damit als geschäftskritisch ein. Die IT-Organisation von Coperion und des Konzerns war in der Lage, den Regelbetrieb so rasch wieder herzustellen, wie der Hersteller für Aufklärung sorgte und Gegenmaßnahmen zur Verfügung stellte. Dieses beispiellose globale Ereignis zeigt die Verwundbarkeit der Coperion GmbH. Das Management wird deshalb in der Prognose nicht nachlassen, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen aus Eigeninteresse, aber auch aus regulatorischen Anforderungen wie NIS-2 umzusetzen. Projektmanagement RisikenDas Projektmanagement trägt dafür Sorge, dass die internen und externen logistischen Abläufe reibungslos in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden umgesetzt werden können. Durch aktives Baustellenmanagement, das sich um die Betreuung und Inbetriebnahme vor Ort kümmert, werden mögliche Abnahmeverzögerungen minimiert und die Einhaltung der Abnahmetermine sichergestellt. Dadurch wird auch das Risiko von Vertragsstrafen bei Nichteinhaltung von Liefer- bzw. Fertigstellungsterminen reduziert, aber kann bei der Komplexität der abgewickelten Projekte nicht vollständig ausgeschlossen werden. Risiken im Bereich Forschung und EntwicklungDie wesentlichen Risiken im Bereich Forschung und Entwicklung liegen zum einen in der Beurteilung der Markt- und Kundenbedürfnisse und zum anderen in der Abwicklung der gestarteten Projekte. Alle wesentlichen Entwicklungsprojekte werden mit Geschäftsführung abgestimmt und werden im Rahmen von Projektfortschrittsberichten verfolgt und wenn nötig im Ablauf angepasst oder korrigiert. Die Projekte beziehen sich im Wesentlichen auf neue Produkte, Verfahren, Prozesse oder Steuerungen. Risiken im Bereich Produktion und QualitätssicherungIm Bereich der Produktion und Qualität wird im Zuge der Risikoerfassung vor allem auf die Prozesse und eventuelle Mängel bei unseren Maschinen geachtet. Die Qualitätsprüfung fängt dabei bereits bei der Beschaffung an. Die Instabilitäten im weltweiten Warenverkehr erfordern regelmäßige Risikobewertungen unserer aktuellen weltweiten Lieferketten. Gemeinsam werden Einkauf und Produktion, die sich abzeichnenden Entwicklungen bewerten. Eine eventuell notwendige Anpassung der Lieferketten wird kontinuierlich definiert und bei Bedarf adjustiert. Wir gehen davon aus, dass unser Risikomanagementsystem ausreichend ist, um bestandsgefährdende Risiken für unsere Zukunft rechtzeitig zu erkennen. Allerdings muss in diesem Kontext auf die unübersichtliche aktuelle internationale Situation verwiesen werden, deren weiterer Verlauf und deren weltweite Auswirkungen auf unsere Märkte nicht abschließend sicher bewertet werden können. 6 Dank an die Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDie Geschäftsführung bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Stuttgart, den 3. Februar 2025 Die Geschäftsführung Thomas Hummel Dr. Klaus Beulker Markus Parzer Stefan Rottke Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 (1. Oktober 2023 - 30. September 2024)der Coperion GmbHAuch bei der Coperion GmbH ist die aktuelle Marktschwäche zu spüren, insbesondere im Bereich Engineering Plastics zu spüren. In diesem Markt sorgte das Fehlen der Großaufträge und das schwache Basisgeschäft, welches eine hohe Abhängigkeit von der Automobilindustrie ausweist, für eine deutliche geringere Geschäftstätigkeit. Auf der anderen Seite war die Nachfrage im Bereich Polyolefine weitgehend konstant. Durch die Vergabe von Großprojekten im letzten Quartal konnte hier sogar der Auftragseingang des Vorjahres übertroffen werden. Insgesamt konnte der Auftragseingang durch die positive Entwicklung bei den Polyolefin-Projekten im Geschäftsjahr 2023/2024 um 4% auf EUR 617,6 Mio. gesteigert werden (gegenüber EUR 595,9 Mio. im Vorjahr). Im Geschäftsjahr 2023/2024 lag der Auftragseingang innerhalb der Business Units der Division Polymer mit einem Volumen von EUR 419,6 Mio. insgesamt 11,9% über dem Wert des Vorjahres. Im längerfristigen Vergleich liegt der Wert damit im zweiten Jahr in Folge auf einem für den Standort konsolidierten Normalniveau. Das Servicegeschäft zeigte sich im Berichtsjahr als sehr robust. Hier konnte der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 8,1% gesteigert werden. Der Bereich Food Health & Nutrition verzeichnete im Geschäftsjahr einen Rückgang des Auftragseingangs von 36,8% im Vergleich zum Vorjahr. Der Hauptgrund für diese Entwicklung waren schwierige Marktbedingungen. Die weltweite Unsicherheit führt dazu, dass Investitionen ausbleiben und Entscheidungen vertagt werden. Der Personalbestand der Coperion GmbH lag zum 30. September 2024 bei 1.466 Mitarbeitern und damit deutlich über dem des Vorjahrs (1.431). Mit 73 Auszubildenden und dualen Studenten wurde eine weiterhin hohe Ausbildungsquote erreicht (Vorjahr: 65 Auszubildende und Studenten). Die zukünftige Entwicklung für das laufende Geschäftsjahr bewertet der Aufsichtsrat als positiv. Die zum 30. September 2024 vorhandenen Auftragsbestände lassen unter Beachtung der erwarteten Auftragseingänge des Jahres 2025 eine gute Auslastungssituation in der gesamten Organisation und damit auch sämtlicher Fertigungskapazitäten erwarten. Insgesamt erwartet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024/2025 durch die geplanten Projektfertigstellungen einen deutlich höheren Umsatz sowie ein Betriebsergebnis, auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Zusammenarbeit mit der GeschäftsführungDer Aufsichtsrat der Coperion GmbH hat im Geschäftsjahr 2023/2024 die ihm nach gesetzlichen Vorschriften und Gesellschaftsvertrag obliegenden Pflichten und Aufgabenschwerpunkte wahrgenommen, die Geschäftsführung bei der Leitung der Unternehmensgruppe regelmäßig beraten und deren Handlungen überprüft und überwacht. Er hat sich im gesamten Verlauf des Geschäftsjahres regelmäßig und intensiv über den Gang der Geschäfte sowie über die Lage und Entwicklung der Unternehmensgruppe informiert. Er verfolgte auch das Risikomanagement sowie die Compliance-Strukturen und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in dem geforderten Umfang entsprechen. Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben sich über die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung dargestellt. In alle wesentlichen Entscheidungen, die für das Unternehmen und dessen Tochtergesellschaften von maßgeblicher Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat eingebunden. Die Geschäftsführung unterrichtete den Aufsichtsrat über aktuelle Entwicklungen und Tendenzen anhand des aussagefähigen Berichtswesens sowie in punktuell ausgerichteten Sachverhalten zeitnah und umfassend. Die Geschäftsführung berichtete vor allem zur Planung, der tatsächlichen Geschäftsentwicklung und -lage der Coperion GmbH und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich der Risiken sowie zu Geschäften von besonderer Bedeutung für die gesamte Unternehmensgruppe. Die Geschäftsführung ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung der Geschäftsführung entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat von der Geschäftsführung ergänzende Informationen erteilen. Insbesondere stand die Geschäftsführung in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit der Geschäftsführung erörtert und geprüft. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde auch außerhalb der offiziellen Sitzungen des Aufsichtsrates von der Geschäftsführung ausführlich informiert. So wurden die aktuelle Geschäftsentwicklung und -lage, das Risikomanagement und Strategie der Coperion Gruppe sowie wesentliche Einzelthemen und Entscheidungen in regelmäßigen Gesprächen zwischen der Geschäftsführung und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Über wichtige Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der Coperion GmbH waren, wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrates durch die Geschäftsführung informiert. Sitzungen des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2023/2024 in vier ordentlichen Sitzungen: In der Sitzung am 20. Dezember 2023 in Stuttgart wurde über Hillenbrand Konzernthemen, über die Planung für das neue Fiskaljahr und die Finanzkennzahlen der Coperion Gruppe berichtet. In der Sitzung am 02. Februar 2024 in Stuttgart wurden die Bestandteile des Einzelabschlusses der Coperion GmbH zum 30. September 2023 vorgestellt. Darüber hinaus erfolgten Erläuterungen des Wirtschaftsprüfers zur Prüfung des Jahresabschlusses. Der Jahresabschluss wurde mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 322 (3) HGB versehen. Weiterhin wurde die Empfehlung an die Gesellschafterversammlung hinsichtlich der Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022/2023 diskutiert und einstimmig beschlossen. Der Aufsichtsrat votierte ebenfalls einstimmig dafür, dem Gesellschafter die Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022/2023 zu empfehlen. Im Anschluss wurde Herrn Dr. Grafoner verabschiedet und ihm für seine langjährige Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender gedankt. Damit wurde der 1. Teil der Aufsichtsratsratssitzung beendet. Im 2. Teil der Sitzung wurde Herr Ulrich Bartel zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Des Weiteren wurden Hillenbrand Konzernthemen, der jährliche Risikobericht, die aktuelle Geschäftsentwicklung im 1. Quartal des Geschäftsjahres und der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr behandelt. Ferner wurden Updates aus der Division Polymer, der Division Service/Aftermarket Sales sowie dem Bereich Operations gegeben. In der Sitzung am 15. April 2024 in Stuttgart wurden Hillenbrand Konzernthemen, Finanzkennzahlen der Coperion Gruppe, das Thema Governance, Business Updates aus den Divisionen Polymer und Service/Aftermarket sowie aus dem Bereich Arbeitssicherheit und Umwelt mit dem Aufsichtsrat besprochen. In der Sitzung am 10. Juli 2024 in Weingarten wurden die aktuelle Geschäftsentwicklung und Finanzkennzahlen der Coperion Gruppe von der Geschäftsführung präsentiert und mit dem Aufsichtsrat besprochen. Weiterhin wurden Business Updates aus den Divisionen Polymer und Service/Aftermarket sowie aus dem Bereich Arbeitssicherheit und Umwelt sowie der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr behandelt. Prüfung des JahresabschlussesDie Rechnungslegung nach HGB sowie die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 30. September 2024 der Coperion GmbH wurde durch die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Freiburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. SonstigesDer Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und dem Management sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihren hohen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Den Kunden und Geschäftspartnern dankt der Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen.
Stuttgart, 06.02.2025 Coperion GmbH Der Aufsichtsrat Ulrich Bartel, Vorsitzender FeststellungDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde am 06. Februar 2025 festgestellt. |
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