VN Familienholding UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Simon Dr. Rückinger seit 3.11.2022 | Geschäftsführer |
Markus Niemeier seit 3.11.2022 | Geschäftsführer |
Dieter Meyer seit 5.10.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Rudolf Köhne-VollandMetronomia Holding GmbH | 49.30% |
Dieter MeyerMetronomia Holding GmbH | 49.30% |
| Name | Anteil |
|---|---|
VN Familienholding UG (haftungsbeschränkt) | 1.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Metronomia Clinical Research GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Metronomia Clinical Research GmbH, München (kurz: METRONOMIA), ist ein mittelständisches Auftragsforschungsinstitut (auch Contract Research Organisation oder CRO, genannt), das im Auftrag von biopharmazeutischen Unternehmen (kurz: Biotechs) und Medizinprodukteherstellern seit 1990 Dienstleistungen im Bereich der klinischen Forschung anbietet. METRONOMIA ist auf die Konzeptionierung und Planung, das klinische Datenmanagement, die statistische Auswertung und die Berichtung und Publikation von klinischen und nicht-interventionellen Studien spezialisiert. METRONOMIA bietet seine Services weltweit an, der mitteleuropäische Markt hat aber die größte wirtschaftliche Bedeutung. METRONOMIA genießt die Reputation eines Dienstleisters mit sehr hoher Qualität und ausgeprägter Kundenorientierung und zählt zu einem der größten CROs mit der vorhandenen Spezialisierung in Deutschland. Externe Auditoren überprüfen mehrmals pro Jahr im Kundenauftrag die Qualität, die Einhaltung der Prozesse sowie die Compliance mit gesetzlichen Vorgaben. Zu METRONOMIAs Kunden zählen einige der zehn größten globalen Pharmaunternehmen und gleichermaßen eine größere Zahl kleiner und mittelständischer, nationaler und internationaler biopharmazeutischer Unternehmen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Branchenentwicklung CROs bieten biopharmazeutischen Unternehmen und Medizinprodukteherstellern Services während des gesamten Produktlebenszyklus an. Die Kunden von CROs benötigen verschiedene Services, wie z.B. vorklinische Services, Betreuung klinische Studien, Labordienstleistungen und regulatorische Services. CROs sind speziell darauf ausgelegt, diese Services durchzuführen, um die internen Kosten und den Zeitaufwand auf Kundenseite zu reduzieren, die für die Durchführung der umfangreichen Aufgaben in der Entwicklung der Produkte und zur Einhaltung der nationalen und internationalen Regulierungsstandards erforderlich sind. Die CRO-Branche hat in den letzten Jahren von einer steigenden Zahl von Medikamentenentwicklungen, neuen therapeutischen Modalitäten und dem zunehmenden Fokus auf personalisierte Medizin profitiert. Jedoch war 2023 ein herausforderndes Jahr für den Sektor, da Biotechnologieunternehmen vermehrt Schwierigkeiten hatten, Finanzierungsmittel zu sichern. Dieser Rückgang bei den Investitionen hatte direkte Auswirkungen auf die Dienstleistungsanbieter, was sich in einem leicht rückläufigen Markt niederschlug. Da Biotechnologieunternehmen ein wichtiges Kundensegment für METRONOMIA darstellen, hatte diese Entwicklung auch negative Auswirkungen auf das Auftragsvolumen von METRONOMIA im Jahr 2023. Trotz dieser kurzfristigen Herausforderungen bleiben die langfristigen Wachstumsprognosen für den CRO-Sektor positiv. Das Outsourcing von Forschung und Entwicklung durch biopharmazeutische Unternehmen nimmt weiterhin zu, und die Nachfrage nach CRO-Dienstleistungen dürfte langfristig weiter steigen. Besonders der wachsende Bedarf an Expertise in therapeutischen Fachbereichen, Technologieunterstützung und skalierbaren funktionalen Dienstleistungen treibt diesen Trend an. 2.2 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 erreichte das Unternehmen eine Gesamtleistung von TEUR 10.055, was einem Rückgang von 9,05 % im Vergleich zum Vorjahreswert von TEUR 11.056 entspricht. Diese Entwicklung spiegelt die Herausforderungen im aktuellen Marktumfeld. Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Das Rohergebnis betrug im Jahr 2023 TEUR 8.826,2 und machte damit 87,8 % der Gesamtleistung aus. Im Vorjahr lag das Rohergebnis bei TEUR 9.450,4 (85,5 % der Gesamtleistung). Die Verringerung um TEUR 624,2 im Vergleich zum Vorjahr ist auf den Rückgang der Gesamtleistung zurückzuführen. Die Personalkosten beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 6.863,6 (Vorjahr: TEUR 6.473,9). Dies entspricht einer Erhöhung der Personalquote von 58,6 % auf 68,3 %. Der Anstieg um TEUR 389,7 reflektiert die Anpassung an die Marktbedingungen sowie Investitionen in das Personal. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 339,2 auf TEUR 1.452,5 gestiegen. Ihr Anteil an der Gesamtleistung erhöhte sich von 10,1 % auf 14,4 %. Diese Entwicklung ist insbesondere auf erhöhte Kosten für das Business Development in Höhe von TEUR 72,2 und weiterbelastete Managementdienstleistungen der Metronomia Holding GmbH in Höhe von TEUR 249,9 zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 443,0, was einem Rückgang von TEUR 751,8 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 2.3 Finanzlage Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag TEUR 3.528 (Vorjahr TEUR 3.528), die Eigenkapitalquote stieg von 53,9% auf 60,7%. METRONOMIA erzielte im Geschäftsjahr einen Cash-Flow i.e.S. in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr TEUR 1.332). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR -97 (Vorjahr TEUR 78). Durch Verkauf von Wertpapieren, kurzfristige Ausleihungen an verbundenen Unternehmen und Auszahlungen an Unternehmenseigner erhöhte sich der Cashflow um TEUR 271. Der dadurch realisierte Mittelzufluss erhöhte den Finanzmittelbestand von TEUR 826 auf insgesamt TEUR 1.005. Die Finanzlage wird als ausreichend angesehen, da die Eigenkapitalausstattung adäquat ist. Zur Liquiditätsplanung ist ein entsprechendes Finanzmanagement etabliert. 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 6.548 im Jahr 2022 auf TEUR 5.817 im Jahr 2023 verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 622,4 erhöht. Die liquiden Mittel haben sich um insgesamt um TEUR 596,3 erhöht. 2.5 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren von METRONOMIA sind • Gesamtleistung • Ergebnis nach Steuern Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die Ertragslage. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren der METRONOMIA sind • Indikatoren der Personalarbeit • Kundenzufriedenheit. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das entscheidende nicht-finanzielle Kapitel der METRONOMIA. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich im Berichtsjahr von durchschnittlich 95 auf 101 leicht erhöht. Zeit- und leistungsgemäße finanzielle und nicht-finanzielle Benefits, eine hohe Motivation der Mitarbeitenden und deren hohe Qualifikation sind zentrale Aspekte des Personalmanagements bei METRONOMIA. Um weiteres Unternehmenswachstum durch eine geringe Fluktuation und die Neugewinnung von Mitarbeitenden abzusichern, investiert METRONOMIA intensiv in den Personalbereich. Typische Aspekte, die regelmäßig von der Geschäftsführung bewertet werden, sind Fluktuation, Fehlzeiten und Mitarbeiterzufriedenheit. Ein enger Austausch von Geschäftsführung, Vorgesetzten und Mitarbeitenden und vierteljährliche gegenseitige Feedbackgespräche (Einzelgespräche) sind entscheidende Faktoren in der Zusammenarbeit bei METRONOMIA. Die Planung der Personalentwicklung ist Teil des regelmäßigen Management-Reportings und ist Kernelement der jährlichen Unternehmensplanung. Das Erreichen einer hohen Kundenzufriedenheit wird bei METRONOMIA als eines der Kernelemente einer nachhaltigen Geschäftsbeziehung zu Kunden und für ein nachhaltiges Wirtschaften überhaupt angesehen. Hohe Kundenzufriedenheit ist bei METRONOMIA geprägt durch gegenseitiges Vertrauen und sie wird erreicht durch eine ausgesprochen hohe Flexibilität und Fokussierung auf Kundenbedürfnisse. Positive und negative Resonanz von Kunden wird dokumentiert und bewertet, und die Kundenzufriedenheit wird laufend von der Geschäftsführung und dem Führungsteam verfolgt. Ein messbarer indirekter Indikator für die Kundenzufriedenheit ist der Umsatzanteil mit Stammkunden (Repeat Business), der bei METRONOMIA seit vielen Jahren sehr hoch ist. 2.6 Gesamtaussage Die Ertragslage der METRONOMIA schätzen wir als unbefriedigend ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung war im Geschäftsjahr nicht zufriedenstellend. Das Liquiditäts- und Finanzmanagement zielt darauf ab, erbrachte Leistungen zeitnah in Rechnung zu stellen, dass Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt und Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen beglichen werden. Durch die angespannte Gesamtwirtschaftslage und dem schwierigen Finanzierungsumfeld für Biotechs war die Branchenentwicklung im Geschäftsjahr 2023 negativ, was auch die Entwicklung der METRONOMIA betroffen hat. 3. Risikobericht METRONOMIA hat ein Finanzplanungs- und Controllingsystem etabliert, welches eine frühzeitige Erkennung und Vermeidung von finanziellen und wirtschaftlichen Risiken zum Ziel hat. Eine Überprüfung der Geschäftsentwicklung erfolgt im Wesentlichen durch eine laufende Analyse von Plan-Ist-Abweichungen. Die Daten werden zwischen Geschäftsführung und Finanzcontrolling besprochen und analysiert. Es finden außerdem regelmäßige Besprechungen der Geschäftsführung mit dem Führungsteam der Fachabteilungen statt, in denen Kennzahlen, Markteinflüsse und besondere Risiken besprochen werden. Die zeitnahe monatliche Abrechnung der geleisteten Arbeit (zutreffend für mehr als 50% des Umsatzes) und eine regelmäßige Bewertung von Bestandsveränderungen (zutreffend für ca. 25% der Leistung, relevant bei Verträgen mit Meilensteinzahlungen) ist Teil dieses Berichts- und Risikomanagementsystems. METRONOMIA bietet seine Services mit hohem Qualitätsanspruch an. Dazu ist ein umfangreiches Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollsystem implementiert, das regelmäßige von Kunden auditiert wird. Hiermit wird das Risiko in Bezug von Schadensersatzforderungen oder die Reputation begrenzt. Trotz der wachsenden internationalen Ausrichtung von METRONOMIA, konnten bisher ein Großteil der Verträge in Euro abgeschlossen werden. Der Vertrag mit einem einzigen wichtigen Kunden von METRONOMIA ist in US$ abgeschlossen, darin sind aber durch vertragliche Vereinbarungen Währungsrisiken soweit möglich begrenzt. METRONOMIA hat jedoch zum Stichtag kein nennenswertes Risiko aus Währungspositionen. Es bestehen daher keine Rückstellungen für drohenden Verluste aus Wechselkursrisiken. Potenzielle Risiken für METRONOMIAs derzeitiges Kerngeschäft sehen wir in den folgenden Bereichen: • ein sich verschärfendes Wettbewerbsumfeld • eine Unsicherheit in der Risikokapital-basierten Finanzierung von Biotechnologieunternehmen • den weiter verstärkenden Fachkräftemangel • inflationsbedingt höhere Kosten (z.B. höhere Gehaltskosten), die im Rahmen laufender Projekte nicht oder nur teilweise an Kunden weitergegeben werden können METRONOMIA begegnet diese Risiken durch: • den Ausbau bestehender Services und Abteilungen und den Aufbau neuer Service-Bereiche, die das Leistungsportfolio eines Data Science-CROs ergänzen und nicht verwässern • einen systematischen Ausbau des Business Developments und eine weitere Diversifizierung des Kundenstamms • durch eine langfristige ausgelegte Personal- und Ressourcenpolitik, die auf neue erfahrene Mitarbeitende setzt, gleichzeitig intensiv in Berufseinsteiger investiert und regelmäßig externe Ressourcen außerhalb der DACH-Region bewertet und einbindet • Erhöhung von Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung unserer Software und Systeme • Preisverhandlungen mit einzelnen Kunden, um inflationsbedingt höhere Kosten zumindest teilweise zu kompensieren 4. Chancenbericht Auf dem CRO-Markt wird weltweit weiterhin ein langfristiges Wachstum im oberen einstelligen Prozentbereich prognostiziert (weitere Angaben dazu im Abschnitt "Branchenentwicklung"). Das Markumfeld ist gekennzeichnet durch stetig größer und komplexer werdende klinische Studien mit höheren Anforderungen und Budgets. METRONOMIA ist seit vielen Jahren gut im Markt positioniert und genießt eine sehr hohe Reputation in der Branche. Das alles gepaart mit hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeitenden, einem hohen Maß an Stammkunden und systematischem Business Development bietet eine gute Grundlage für die langfristig positive Entwicklung des Unternehmens. Im vergangenen Jahr wurde die Internationalisierung des Unternehmens vorangetrieben, u.a. mit der Gründung einer hundertprotentigen Tochtergesellschaft in Großbritannien, Metronomia Clinical Research (UK) Ltd. Damit verfolgt das Unternehmen das Ziel, auch in anderen Ländern Mitarbeiter einstellen zu können und damit nicht auf den deutschen Markt begrenzt zu sein. 5. Prognosebericht Auch wenn das Marktumfeld weiterhin schwierig ist, wird für das Jahr 2024 eine leichte Steigerung der Gesamtleistung mit einer entsprechenden Steigerung des Rohertrages und mit weiter steigenden Personalkosten und der leichten Steigerung des Ergebnisses nach Steuern erwartet. Weiterhin wird die Internationalisierung des Unternehmens fortgetrieben, um Kosten zu senken und weitere Märkte zu erschließen. Das Ziel ist nachhaltig die Profitabilität und die Liquiditätsposition der METRONOMIA zu verbessern.
München, den 18.09.2024 gez. Markus Niemeier, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung gem. § 288 HGB bzw. für die Offenlegung nach § 326 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft hat ihren Firmensitz in München und wird beim Amtsgericht München im Handelsregister, Abteilung B unter der Registernummer 92512 geführt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten bewertet und soweit notwendig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bewertung der in Arbeit befindlichen Aufträge erfolgte retrograd zu Herstellungskosten. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Divisenkassemittelkurs angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. 3. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage 3/ Blatt 6) zu entnehmen. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden entsprechend der steuerlichen Vorschriften im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 4) enthalten. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82%) und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74%) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 14.128. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Rückstellungen für ausstehenden Urlaub in Höhe von TEUR 450,6, Gewinnbeteiligungen und Tantieme in Höhe von TEUR 141,7 sowie Jahresabschlusskosten (TEUR 29,6) zusammen. Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beläuft sich auf TEUR 42,5. Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr bestehen nicht (Vorjahr: TEUR 0). Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB aus Bürgschaften gegenüber verbunden Unternehmen in Höhe von EUR 2.788.742,93. Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der wirtschaftlichen Situation als gering eingestuft. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Beiträge für Altersversorgung betragen im Geschäftsjahr 7.804,76 EUR (Vorjahr: 55.106,10 EUR). Die Erträge aus Währungsumrechnungen betragen 17.550,83 EUR (Vorjahr: 49.842,39 EUR). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen belaufen sich auf 20.120,39 EUR (Vorjahr: 43.696,51 EUR). 5. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Es werden 100% der Anteile an der Metronomia Clinical Research (UK) Ltd., London gehalten. Die Gesellschaft hat ein Eigenkapital von 10.993,06 £ und einem Jahresüberschuss von 11.093,06 £. Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Vorgänge von besonderer Bedeutung sind bis zur Aufstellung des Anhanges nicht eingetreten. Mit Wirkung zum 01.01.2023 besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der 100%igen Muttergesellschaft Metronomia Holding GmbH, München.
München, 18.09.2024 Markus Niemeier Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Metronomia Clinical Research GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Metronomia Clinical Research GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Metronomia Clinical Research GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hamburg, den 11. November 2024 Petra Lorey, Wirtschaftsprüferin |
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