AWIN Group MidCo 2 GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David Lloyd seit 4.3.2022 | Vorstandsmitglied |
Adam Ross seit 27.8.2021 | Vorsitzender des Vorstands |
Virpy Kathrin Richter seit 30.10.2019 | Vorstandsmitglied |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AWIN AGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AWIN AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AWIN AG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AWIN AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 8. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
von Michaelis, Wirtschaftsprüfer Nasirifar, Wirtschaftsprüfer BILANZ ZUM 31.12.2023DER AWIN AGBERLINAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Firma: AWIN AGRegistergericht: Amtsgericht CharlottenburgHandelsregister: HRB 75459 BAllgemeine AngabenDer Jahresabschluss der AWIN AG, Berlin ("AWIN AG" oder "Gesellschaft") zum 31. Dezember 2023, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Jahresabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt; soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der AWIN AG werden im Unternehmensregister bekanntgemacht. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Jahresabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden ohne Rücksicht auf eine zeitlich begrenzte Nutzung bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
Geringwertige, selbständig nutzbare Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben bzw. bei Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 250 als Aufwand erfasst. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen aus Transaktionen, die von Programmbetreibern (Advertisern) noch nicht bestätigt wurden, werden entsprechend der individuell ermittelten historischen Bestätigungsquote bewertet. Die korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber den Publishern werden anhand der durchschnittlichen Materialeinsatzquote bilanziert. Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Bundesbank veröffentlichten, laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben, die Aufwendungen im Folgejahr sind, gebildet und laufzeitadäquat linear aufgelöst. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen, die Erträge des Folgejahres betreffen, gebildet und laufzeitadäquat linear verbraucht. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Währungsumrechnung Fremdwährungsposten werden mit dem Euro - Referenzkurs (Devisenkassamittelkurs) der Europäischen Zentralbank zum 31. Dezember 2023 bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz 11. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 investierte die AWIN AG TEUR 6.291 (Vorjahr: TEUR 4.885) in Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Der überwiegende Teil der Entwicklungskosten wurde in der AWIN LTD aktiviert. In der AWIN AG erfolgte eine Aktivierung in Höhe von TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 467). 2. Finanzanlagevermögen Das Finanzanlagevermögen hat sich um TEUR 500 erhöht. Dies ist auf die Beteiligung an "We Can Track" und durch die Gründung von "Awin Romania S.R.L" zurückzuführen. Die AWIN AG war zum Ende des Berichtsjahres an folgenden Gesellschaften beteiligt:
* Ergebnis nach den jeweiligen gesetzlichen
Vorschriften der einzelnen Länder. Die Umrechnung der
Fremdwährungsgesellschaften erfolgt für das
Eigenkapital zum Stichtagskurs und für das Ergebnis
zum Durchschnittskurs. Soweit nicht anders angegeben
basieren alle Angaben auf dem festgestellten
Jahresabschluss 2021.
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Ansprüche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von MEUR 17,7 (Vorjahr: MEUR 8,4) sowie Forderungen aus dem konzernweitem Liquiditätsmanagement in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 595). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 3.640. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Aktive Rechnungsabgrenzung Hierin enthalten sind im Wesentlichen abgegrenzte Auszahlungen für Wartungs- und Dienstleistungsverträge. 5. Aktive latente Steuern Die latenten Steuern ergeben sich aus den folgenden Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz:
Aktive und passive latente Steuern werden in Summe verrechnet. Sofern sich ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser nicht angesetzt. 6. Eigenkapital Das Grundkapital beträgt TEUR 262 und ist voll eingezahlt. Es besteht aus 261.667 nennwertlosen Namensaktien. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen sind vor allem aufgrund des Rückgangs der Rückstellungen für Tantieme sowie sonstige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern gesunken. 8. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 19.502 (Vorjahr: TEUR 18.091), Verbindlichkeiten aus konzernweitem Liquiditätsmanagement in Höhe von TEUR 12.764 (Vorjahr: TEUR 6.653) sowie Verbindlichkeiten aus Darlehensvereinbarungen in Höhe von TEUR 15.022 (Vorjahr: TEUR 15.022). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 1.090 (Vorjahr: TEUR 1.067) sowie sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 538 (Vorjahr: TEUR 699). 9. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung der mietfreien Zeit. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 10. Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Märkten:
11. Sonstige betriebliche Erträge Hierin sind u.a. enthalten:
In den periodenfremden Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und verjährten Verbindlichkeiten. 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen Hierin sind u.a. enthalten:
Bei den periodenfremden Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Leistungen, die wirtschaftlich, früheren Jahren zuzuordnen sind. 13. Ausschüttungsgesperrte Beträge Ausschüttungsgesperrt nach § 285 Nr. 28 HGB ist ein Betrag in Höhe von:
Sonstige Angaben14. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag besteht eine Bankbürgschaft in Höhe von TEUR 28. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt. 15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 9.453.
16. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 wurden bei der AWIN AG durchschnittlich 305 (Vorjahr: 311) Arbeitnehmer beschäftigt:
17. Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar entfallen nach § 285 (17) HGB, da diese Angaben im Konzernabschluss der Axel Springer SE, Berlin, enthalten sind. 18. Nachtragsbericht Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu verzeichnen. 19. Vorstand Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr:
Die Gesamtbezüge des Vorstandes für das Jahr 2023 beinhalteten feste und variable Bestandteile. Unter Berücksichtigung zukünftiger Auszahlungsansprüche, sowie Verbräuche von Rückstellungen aus Vorjahren betrugen diese TEUR 3.781 (Vorjahr: TEUR 2.913). 20. Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr 2023:
21. Konzernverhältnisse AWIN AG ist nach § 291 HGB davon befreit, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zu erstellen. Der Jahresabschluss der AWIN AG wird in den Konzernabschluss der Axel Springer SE, Berlin, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis verbundener Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt. 22. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.307 auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 31. März 2024 Adam Ross, CEO Virpy Richter, CFO David Lloyd, CCO Entwicklung des Anlagevermögens
LAGEBERICHT 2023INHALTSVERZEICHNIS 1 Die AWIN AG 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Gesellschafter und Struktur der Awin Gruppe 1.3 Forschung & Entwicklung 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.2.1 Geschäftsverlauf und regionale Segmentberichterstattung 2.2.2 Ertragslage 2.2.3 Finanzlage 2.2.4 Vermögenslage 3 Prognosebericht 3.1 Erwartetes wirtschaftliches Umfeld 3.2 Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung 3.3 Planungsgrundlagen 3.4 Risikobericht 3.4.1 Operative Risiken 3.4.2 Liquiditätsrisiko 3.4.3 Ausfallrisiko 3.4.4 IT-Risiken 3.4.5 Fremdwährungsrisiken 3.5 Chancenbericht 4 Abhängigkeitsbericht ABBILDUNGSVERZEICHNISAbbildung 1: Umsatzerlöse der AWIN AG Abbildung 2: Ertragslage der AWIN AG Abbildung 3: Cashflow der AWIN AG Abbildung 4: Bilanz der AWIN AG 1 Die AWIN AG 1.1 Geschäftsmodell Awin ist ein global agierendes Affiliate-Marketing-Netzwerk, das zu Axel Springer und United Internet gehört. Die Awin Gruppe ist an 18 Standorten weltweit vertreten und beschäftigt 1.400 Mitarbeiter. Awin arbeitet mit über 1.000.000 aktiven Publishern sowie 30.000 Advertisern zusammen und verbindet weltweit Endkunden erfolgreich mit namhaften Marken. Performance Advertising bedeutet, dass der Werbetreibende nur dann für die Werbeleistung bezahlt, wenn der Werbeerfolg eingetreten ist. Es basiert auf dem klar messbaren Vermarktungserfolg aller eingesetzten Kanäle im Online Marketing. Ob Preisvergleichsseiten oder Shoppingportale, Coupons oder Cashback-Modelle, Display Advertising und/oder Retargeting, E-Mail Marketing, Suchmaschinen-, Mobile oder Social Media Marketing - der Advertiser bezahlt in diesem Modell nur im Erfolgsfall. Das garantiert Effizienz und Transparenz für Advertiser, Publisher und Agenturen. Im Rahmen der aktuellen MarTech (Marketing Technology) Transformation setzt Awin auf ein neues Geschäftsmodell, das seinen Kunden transparente, auf die Kundenbedürfnisse angepasste Preismodelle bietet, die auf einem Abo-Modell und einer verbesserten self-service-experience basieren. Dieses neue Angebot wird nach einem ersten Pilotversuch jetzt aktiv in allen Regionen ausgerollt. Awin bringt werbetreibende Unternehmen (Advertiser) und Agenturen mit Webseitenbetreibern (Publishern) auf einer Web-Plattform (Awin Marketplace) zusammen. Werbetreibende zahlen bei Awin für Leads oder Sales. Awin übernimmt das Tracking und verantwortet nach Bestätigung der jeweiligen Leads und Sales durch den Advertiser die Auszahlung der Vergütungen an die Publisher. Durch innovative, umfangreiche Statistiken und Auswertungsmöglichkeiten garantiert Awin seinen Kunden und Partnern dabei Transparenz und Kostenkontrolle sowie die Möglichkeit, die Monetarisierung zu optimieren. Seinen Publishern hilft Awin, den Inhalt ihrer Internet-Angebote mit interessanten und zielgruppengerechten Aktionen zu ergänzen. Auf dem Awin Marketplace findet der Publisher die dafür passenden Partnerprogramme. 1.2 Gesellschafter und Struktur der Awin Gruppe Die Awin Gruppe besteht aus der Muttergesellschaft AWIN AG, die Anteile an verschiedenen Tochterunternehmen hält, z. B. AWIN Ltd., London, Großbritannien; AWIN SAS, Paris, Frankreich; und AWIN B.V., Amsterdam, Niederlande. Die Awin Gruppe mit Hauptstandort Berlin verfügt über Büros in Deutschland, der Schweiz, Brasilien, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen, Schweden, Spanien, Frankreich, Rumänien, USA, Australien und Malaysia. Die Tätigkeit der AWIN AG beinhaltet sowohl die operativen Geschäfte der Regionen Deutschland und Österreich als auch Zentralfunktionen wie Softwareentwicklung, Finanzen, Rechnungswesen, Controlling, Marketing und Personalwesen. Alle Gesellschaften der Awin Gruppe sind hundertprozentige Tochtergesellschaften. Die Anteile an der AWIN AG werden zu 80 % von der Axel Springer Digital GmbH, Berlin und zu 20 % von der United Internet Corporate Services GmbH, Montabaur gehalten. 1.3 Forschung & Entwicklung Awin investiert kontinuierlich in Innovationen und die Weiterentwicklung seiner Produkte und Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr 2023 investierte Awin EUR 6,29 Mio. (Vorjahr: EUR 4,89 Mio.) in Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Der Entwicklungsschwerpunkt im Geschäftsjahr 2023 war der kontinuierliche Ausbau der neuen, gemeinsam nutzbaren Plattform mit Fokus auf die MarTech Transformation der Awin Gruppe. Die Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt im Jahresabschluss der AWIN LTD. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Entsprechend der Prognosen war das preisbereinigte BIP 1 im Jahr 2023 -0,3 % geringer als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld in 2023 ins Stocken, v.a. aufgrund der anhaltenden Energiekrise, hoher Zinsen und des andauernden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine. Im Vergleich zum Vorjahr, war die Entwicklung der Wirtschaftsleistung insgesamt leicht rückläufig. Das Geschäftsjahr war geprägt von schwierigen Rahmenbedingungen, stetig hohen Preisen insbesondere im Energie- & Nahrungsmittelsektor sowie ungünstigen Finanzierungsbedingungen. Die Erholung nach der Coronapandemie setzte sich damit nicht weiter fort. Mit Blick auf den Vertriebskanal legte der Versand- und Onlinehandel im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 170,1 % stark zu. Damit behält der Onlinehandel weiterhin hohe Bedeutung. Die privaten Konsumausgaben sanken im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % aufgrund der hohen Verbraucherpreise. Die Konsumausgaben des Staates sanken ebenfalls um 1,7 %, vor allem bedingt durch den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. 2 3
1 BIP = Bruttoinlandsprodukt
Die Werbeausgaben des deutschen Onlinemarktes verzeichneten mit einer Entwicklung von 9,1 % gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg sogar über den Prognosen. In einer weiteren Statistik von eMarketer liegen die Werbeausgaben für den weltweiten Onlinemarkt mit 904 Mrd. USD unter den Prognosen aus dem Vorjahr (930 Mrd.). 4 Das erwirtschafte BIP der EU für das Jahr 2023 lag mit 0,6 % leicht über dem prognostizierten Wert von 0,3 %. 5 2.2 Vermögens -, Finanz- und Ertragslage 6 Die AWIN AG bemisst und beurteilt die finanzielle Leistung eines Wirtschaftsjahres an den Kennzahlen Rohertrag, EBITDA und EBITDA - Rendite, wobei sich der Rohertrag als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwendungen definiert und das EBITDA als Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen. Die EBITDA-Rendite drückt das Verhältnis des EBITDA zu den Umsatzerlösen aus. Nach einem weiteren erfolgreichen Jahr liegt der Rohertrag mit EUR 93,9 Mio. über der Prognose, um 14,2 % über dem Vorjahreswert (EUR 82,2 Mio.). Das EBITDA liegt mit EUR 10,6 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 8,0 Mio. Die geplante Steigerung der Personalaufwendungen fiel höher aus als prognostiziert. Daneben konnte die geplante Höhe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht vollständig erreicht werden. Darüber hinaus wurde der Vorjahreswert der sonstigen betrieblichen Erträge, der im Vorjahr durch einmalige Sondereffekte geprägt war, im Berichtsjahr nicht erreicht. Die EBITDA-Rendite ist folglich von 1,6 % auf 1,8 % gestiegen, liegt über dem Vorjahresniveau und entspricht damit der Prognose.
4 eMarketer total media ad spend worldwide 2023
und 2027
2.2.1 Geschäftsverlauf und regionale Segmentberichterstattung Die folgende Abbildung zeigt die Umsatzverteilung der AWIN AG nach Regionen:
Abbildung 1: Umsatzerlöse der AWIN AG Die Umsatzerlöse der AWIN AG konnten in Summe von EUR 514 Mio. auf EUR 580 Mio. gesteigert werden. Diese Steigerung ist auf eine stabile Entwicklung im Bestandskundenbereich sowie eine erfolgreiche Neukundengewinnung zurückzuführen. Die Umsatzentwicklung im Kernmarkt "Deutschland" ist deutlich gestiegen und resultiert aus starken Zuwächsen an Transaktionen in dieser Region. Das Segment "übriges Europa" blieb weitestgehend stabil. Außerhalb Europas sind starke Zuwächse bei den Umsätzen in UK, Amerika und der Region Australien und Südasien zu verzeichnen. 2.2.2 Ertragslage
Abbildung 2: Ertragslage der AWIN AG Der Umsatz der AWIN AG ist im Geschäftsjahr insbesondere durch die im vorhergehenden Abschnitt genannten Gründe um EUR 66,6 Mio. gestiegen. Der absolute Rohertrag liegt ebenfalls, wie erwartet mit EUR 93,9 Mio. deutlich über dem Vorjahr (+14,2 %), was auf die positive Umsatzentwicklung zurückzuführen ist. Die EBITDA-Marge ist um 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Die operative Geschäftsentwicklung ist rückblickend als positiv und konstant einzuschätzen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 305 ist im Vergleich zum Vorjahr (311) nahezu konstant geblieben. Die Personalaufwendungen sind um 10,2 % gestiegen, was überwiegend auf Gehaltssteigerungen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind überwiegend konstant geblieben und resultieren im Wesentlichen aus Agenturvergütungen gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 23,3 Mio.) sowie Gebühren für Plattformnutzungsrechte in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber Tochterunternehmen (EUR 9,8 Mio.). Der Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Erträgen (EUR -2,3 Mio.) resultiert überwiegend aus Währungseffekten und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und verjährten Verbindlichkeiten. Der starke Rückgang der Beteiligungserträge um EUR -11,6 Mio. resultiert aus Dividenden der Tochtergesellschaften aus dem Vorjahr, zum überwiegenden Teil der AWIN Ltd. Im Berichtsjahr fielen diese geringer aus. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten im Wesentlichen die gezahlten Zinsen aus den Gesellschafterdarlehen und blieben im Vergleich zu 2023 nahezu unverändert. Der Rückgang der Steuern von Einkommen und Ertrag im Vergleich zum Vorjahr steht im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen aus Vorjahren sowie dem positiven steuerlichen Ergebnis im Berichtsjahr. Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen Steuern leicht gesunken (EUR -0,2 Mio.). Die sonstigen Steuern enthalten Digitalsteuern in Frankreich, Italien und Spanien. 2.2.3 Finanzlage Die Finanzmittel erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.255.
Abbildung 3: Cashflow der AWIN AG Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Es wurde ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 3,3 Mio. erzielt. Cashflow aus Investitionstätigkeit Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrifft insbesondere Auszahlungen für Kapitaleinlagen in Tochterunternehmen (EUR 0,5 Mio.) sowie entgeltlich erworbene Sachanlagen (EUR 0,5 Mio.). Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Die Mittelabflüsse im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind im Wesentlichen auf Zinszahlungen (EUR 0,9 Mio.) zurückzuführen. Die AWIN AG verfolgt keine Investitionen in spekulative Wertanlagen und war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 2.2.4 Vermögenslage
Abbildung 4: Bilanz der AWIN AG Die Summe der Aktivposten ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+16,1 %). Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen konstant geblieben und beinhaltet im Wesentlichen Anteile an verbunden Unternehmen. Der leichte Anstieg ist auf eine zusätzliche Beteiligung (EUR 0,5 Mio.) zurückzuführen. Das Umlaufvermögen ist insgesamt um 31,7 % gestiegen, was auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR +32,6 Mio. gegenüber Vorjahr) zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ebenfalls um EUR 9,3 Mio. gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind stabil geblieben (EUR +0,2 Mio.). Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht im Zusammenhang mit organischem Wachstum und weiterhin mit der kontinuierlichen Umstellung des Abrechnungsmodells von Anzahlungsrechnung hin zur monatlichen Abrechnung. Die flüssigen Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (EUR +1,3 Mio.). Bei der Entwicklung der Passivposten zeigt sich aufgrund des Jahresüberschusses eine Erhöhung des Eigenkapitals EUR 98,2 Mio. (EUR 91,9 Mio.). Die langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 15,0 Mio. blieben unverändert. Der Anstieg kurzfristiger Verbindlichkeiten auf EUR 191.3 Mio. (EUR 150,9 Mio.) resultiert aus einem Anstieg der Lieferungen und Leistungen aus dem laufenden Geschäft sowie der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Awin AG. Die Verringerung der sonstigen Passiva auf EUR 14,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 17,3 Mio.) spiegelt sich insbesondere in der Entwicklung der Rückstellungen wider. Die Eigenkapitalquote ist mit 30,8 % trotz des Jahresüberschusses leicht gesunken, da die Bilanzsumme durch den Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um 16,1 % verhältnismäßig stärker zugenommen hat. 3 Prognosebericht 3.1 Erwartetes wirtschaftliches Umfeld Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2023 seine Vorhersage im Vergleich zur vorherigen Prognose um 0,2 Prozentpunkte nach oben angepasst und geht von einem weltweiten Wirtschaftswachstum in 2024 von 3.1 % aus 7. Die Europäische Kommission hat für die EU-Wirtschaft ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % für 2024 prognostiziert 8. Nach der aktuellen Werbemarktprognose von eMarketer 9 wird für das Jahr 2024 weltweit ein Plus von 13,2 % für Werbeausgaben erwartet. Auf dem Online-Markt in Westeuropa wird das Nettowerbevolumen nach der Prognose von eMarketer im Jahr 2024 um 7,8 % auf 142,4 Mrd. USD steigen.
7 World Economic Outlook Update January 2024
eMarketer erwartet für den Werbemarkt 2024 in Deutschland einen Anstieg um 7,4 %. In den Prognosedaten spiegelt sich weiterhin die strukturelle Umverteilung der Werbeausgaben zugunsten digitaler Angebote wider. Während die Anteile der Mediengattungen Online und Mobile in Deutschland anhaltend steigen, gehen Werbeausgaben in den Printmedien weiter zurück. In unseren Prognosen für 2024 sind die Einflüsse aus dem Russland-Ukraine- Konflikt, das hohe Inflationsniveau sowie Nachwirkungen der Coronapandemie soweit es möglich ist, berücksichtigt. Die Prognosen für digitale Werbeausgaben verheißen eine moderat positive Entwicklung im B2B - Bereich. Gleichzeitig ist die deutliche Beeinträchtigung der weltweiten Wirtschaftslage und deren Folgen in Bezug auf die Konsumausgaben relativ ungewiss und geprägt durch Unsicherheit. Einflüsse aus Engpässen in Lieferketten in diversen Branchen beeinflussen die Inflation, die derzeit zwar rückläufig ist, aber sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau befindet. Das ifo Institut sagt in seiner Konjunkturprognose vom 06.03.2024 vorher, dass das Wachstum der deutschen Wirtschaft für 2024 um 0,2 % steigen und im Folgejahr das Wachstum wieder bei 1,5 % liegen wird. 10 3.2 Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung Für 2024 erwarten wir eine weitere positive Entwicklung unserer Marktposition in unserem Kernmarkt Deutschland sowie eine Steigerung des Rohertrags in Europa. Insgesamt rechnen wir mit einem verbesserten Rohertrag und Erhöhung des EBITDA im niedrigen einstelligen Prozentbereich, bei einem leichten Anstieg der EBITDA-Rendite im unteren einstelligen Prozentbereich aufgrund geplanter Optimierungen in den Geschäftsprozessen.
10 Pressemitteilung & Konjunkturprognose vom
06.03.2024 ifo Institut
3.3 Planungsgrundlagen Die Entwicklung unserer Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage wird auf Basis von Annahmen geplant, die aus heutiger Sicht plausibel und hinreichend wahrscheinlich sind. Durch die Unsicherheiten im wirtschaftlichen, rechtlichen und technologischen Umfeld kann die tatsächliche Entwicklung von den getroffenen Annahmen und den damit verbundenen Planungszielen abweichen. 3.4 Risikobericht Im Rahmen der Budgeterstellung fand im IV. Quartal 2023 eine vollständige Analyse der funktionalen, operativen und technischen Risiken für das Jahr 2024 statt. In diese Risikoerhebung wurden die AWIN AG sowie alle Beteiligungen einbezogen. Konkrete Einzelmaßnahmen sind mit dem Vorstand abgestimmt und in einen Maßnahmenkatalog überführt worden. Der Risikostatus wird halbjährlich überprüft, überarbeitet und an den Vorstand kommuniziert. Ein Risiko ist innerhalb der Awin Gruppe - entsprechend der Konzernrisikorichtlinie der Axel Springer SE, Berlin - als Möglichkeit einer negativen Abweichung vom Ziel definiert. Als Ziel wird die verabschiedete Planung des jeweiligen Geschäftsjahres zugrunde gelegt. Die ermittelte Risikohöhe stellt die mögliche Auswirkung auf das Ergebnis der Awin Gruppe dar. Das Unternehmen überwacht, analysiert und reagiert angemessen auf vorhandene Risiken, die nachfolgend näher erläutert werden. 3.4.1 Operative Risiken Operative Risiken können sich durch Anforderungen aus der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und der erwarteten EU-Gesetzgebung zum Thema e-privacy ergeben. Die AWIN AG kann auf die Gesetzgebung und daraus resultierende Umsetzungsrisiken nur begrenzt Einfluss nehmen, trifft jedoch alle erforderlichen Maßnahmen zur Minimierung etwaiger Risiken. Der Markt des performance-basierten Online Marketings ist geprägt von kontinuierlichen technischen Neuentwicklungen. Dies gilt im gleichen Maße für die AWIN AG. Sollten wir dies nicht oder nur unzureichend tun, könnte dies zu einem Umsatz- und Ergebnisrückgang für die AWIN AG führen. Es bestehen Risiken durch die Abhängigkeit von Großkunden, die einen signifikanten Umsatz- und Ergebnisbeitrag zum Awin Geschäft leisten. Es besteht die Möglichkeit, dass Advertiser und Publisher direkt Verträge miteinander eingehen und die AWIN AG auf diesem Weg Roherträge verliert. Eine besondere Herausforderung stellen kundeneigene Tracking-Methoden dar, die bei Großkunden vermehrt zum Einsatz kommen. Durch eine aktive und intensive Betreuung der Advertiser und großen Publisher, die Umsetzung einer Exklusivitätsinitiative sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Awin Tracking Technologie versucht die AWIN AG derartige Risiken zu minimieren. Zudem wird die Qualität des Netzwerks fortlaufend überprüft und, so weit möglich, gegen Missbrauch gesichert. Die AWIN AG wirkt den operativen Risiken durch eine intensive Beobachtung des Marktes und der Marktteilnehmer sowie eigenen Weiterentwicklungen von Technologien und Produkten entgegen. Damit setzen wir uns aktiv mit den neusten Entwicklungen im Bereich AI/KI auseinander und prüfen deren Einsatzmöglichkeiten in unserem Geschäftsmodel. 3.4.2 Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Gesellschaft Schwierigkeiten bei der Erfüllung von Verpflichtungen im Zusammenhang mit finanziellen Verbindlichkeiten hat. Das Management überwacht regelmäßig die Zahlungsmittelbestände und die Bewegungen von Zahlungsmitteln. Ziel des Liquiditätsrisikomanagements ist es, ein Gleichgewicht zwischen Kontinuität der Finanzierung und Flexibilität zu wahren. Das Liquiditätsmanagement des Unternehmens umfasst die Projektion von Cashflows in den wichtigsten Währungen und die Berücksichtigung der Höhe der zur Deckung dieser Liquidität erforderlichen liquiden Mittel, die Überwachung der Liquiditätskennzahlen der Bilanz sowie die Aufrechterhaltung von Eigen- und Fremdfinanzierungsplänen. In diesem Zusammenhang ist das Liquiditätsrisiko als gering einzuschätzen. 3.4.3 Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten Vermögensgegenstände wiedergegeben. Aufgrund unserer Erfahrungswerte wurden individuelle Wertberichtigungen auf die Vermögensgegenstände vorgenommen. Darüber hinaus besteht ein zentrales Credit Control Team, das ein effizientes Forderungsmanagement sicherstellt. 3.4.4 IT-Risiken Durch den potenziellen Ausfall von IT-Systemen, Datenbanken u. Ä. ergeben sich Risiken, welche unter Umständen zu Datenverlusten und im Extremfall zur Betriebsunterbrechung führen können. Zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung trifft die AWIN AG umfassende Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise den Einsatz von Firewalls und die Durchführung regelmäßiger Backups. Im Rahmen von System-Migrationen werden alle erforderlichen Schritte unternommen, um das Risiko von Datenverlusten und Migrationsfehlern zu minimieren. 3.4.5 Fremdwährungsrisiken Durch internationale Aufstellung ist die AWIN AG einem Währungsrisiko ausgesetzt. Durch die währungsgleiche Abrechnung der Programme zwischen Advertisern und Publishern ist dieses Wechselkursrisiko größtenteils minimiert. Die Transaktionen werden zum großen Teil in Euro abgewickelt. Aufgrund des insgesamt als gering eingeschätzten Fremdwährungsrisikos werden derzeit keine Kurssicherungsgeschäfte vorgenommen. 3.5 Chancenbericht In Westeuropa und unserem Hauptmarkt Deutschland besteht nach wie vor Wachstumspotenzial im Online-Werbemarkt. Im Jahr 2024 werden von eMarketer weiterhin steigende Werbeausgaben in den Kernmärkten Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden prognostiziert. In 2024 werden diese für Deutschland voraussichtlich um 10,5 % auf ca. USD 13,4 Mrd. und im Jahr 2025 um weitere 9,8 % auf ca. USD 14,7 Mrd. steigen 11. Innerhalb der Werbeausgaben setzt sich die Verlagerung in die Online-Formate laut eMarketer auch in den nächsten Jahren fort, so dass die Wachstumsraten innerhalb dieser Kategorien überdurchschnittlich hoch sind. Dadurch eröffnen sich für unsere Publisher und damit für Awin weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten. Awin plant durch die Weiterentwicklung der Plattform für die gesamte Awin Gruppe sowie die Beratung seiner Advertiser bei der besseren Aussteuerung der Werbekanäle, von diesen Entwicklungen zu profitieren. Um die Bedürfnisse unserer Kunden auch zukünftig erfüllen zu können, arbeitet Awin weiterhin am Ausbau der neuen, flexibleren Plattformlösung, die über die klassischen Affiliate-Lösungen hinausgeht. Damit werden unsere Kunden in die Lage versetzt, maßgeschneiderte Lösungen für ihre Bedürfnisse zu nutzen. Das bedeutet sowohl die Auswahl von unterschiedlichen Plattform-Offers als auch die Selektion des passenden Servicepackages. Diese Entwicklung wird einhergehen mit größerer Preisflexibilität und -transparenz für unsere Kunden und basierend auf einem "Subscription-Model", jährlich wiederkehrenden Umsatzanteilen für Awin (sog. Annual Recurring Revenue /ARR).
11 eMarketer global digital ad spending 2023
4 Abhängigkeitsbericht Die Gesellschaft hat gemäß § 312 AktG i. V. m. 17 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt. Gemäß § 312 AktG trifft der Vorstand folgende Einschätzung: "Die Gesellschaft hat nach den Umständen, die ihr in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit einem verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und hat im Berichtsjahr weder auf Veranlassung noch im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens Maßnahmen getroffen oder unterlassen."
Berlin, den 31.03.2024 AWIN AG Adam Ross, CEO David Lloyd, CCO Virpy Richter, CFO Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023Sehr geehrte Aktionäre der AWIN AG, im Geschäftsjahr 2023 (nachfolgend auch "Berichtsjahr" genannt) trat der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen zusammen. Darüber hinaus fanden zwischen Mitgliedern des Aufsichtsrats und dem Vorstand weitere informelle Treffen sowie Telefonkonferenzen statt, auf denen in regelmäßigen Abständen neue wesentliche geschäftspolitische Entwicklungen der Gesellschaft diskutiert wurden. Neben den in den Sitzungen gefassten Beschlüssen wurden weitere Beschlüsse unter Beteiligung aller Aufsichtsratsmitglieder schriftlich oder fernschriftlich bzw. per E-Mail im Umlaufverfahren gefasst. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr:
Dr. Ulrike Handel hat ihr Aufsichtsratsmandat zum 15. Januar 2023 niedergelegt. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 2. Februar 2023 wurde Herr Peter Würtenberger durch Ergänzungswahl zum Mitglied des Aufsichtsrates anstelle des ausgeschiedenen Mitglieds Dr. Ulrike Handel gewählt, und zwar für den Rest der Amtszeit des vorzeitig ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds, d.h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 beschließt. Mit Beschluss des Aufsichtsrates vom 2. Februar 2023 wurde Herr Peter Würtenberger zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Herr Martin Mildner hat sein Aufsichtsratsmandat zum 31. März 2023 niedergelegt. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18. April 2023 wurde Herr Ralf Hartings mit sofortiger Wirkung durch Ergänzungswahl zum Mitglied des Aufsichtsrates anstelle des ausgeschiedenen Mitglieds Martin Mildner gewählt, und zwar für den Rest der Amtszeit des vorzeitig ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds, d.h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 beschließt. Darüber hinaus wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18. April 2023 Herr Patrick Wehrmann mit sofortiger Wirkung durch Ergänzungswahl zum Mitglied des Aufsichtsrates anstelle des im Jahr 2022 ausgeschiedenen Mitglieds Mark Walters gewählt, und zwar für den Rest der Amtszeit des vorzeitig ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds, d.h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 beschließt. Mit Wirkung zum 30. September 2023 wurde das entsendete Mitglied Frau Charlotte Lumbroso-Pinard aus dem Aufsichtsrat abberufen und mit Wirkung zum 24. November 2023 Herr Oliver Schäffer in den Aufsichtsrat entsandt. Die Entsendung erfolgte für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 beschließt. Am 24. November 2023 hat Herr Maximilian von Richthofen sein Amt als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Herr Patrick Wehrmann wurde mit Beschluss des Aufsichtsrates am 29. November 2023 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Jan Oetjen hat sein Aufsichtsratsmandat zum 1. Dezember 2023 niedergelegt. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2023 wurde Dr. Michael Hagenau mit sofortiger Wirkung durch Ergänzungswahl zum Mitglied des Aufsichtsrates anstelle des ausgeschiedenen Mitglieds Jan Oetjen gewählt, und zwar für den Rest der Amtszeit des vorzeitig ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds, d.h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 beschließt. Mitglieder des Vorstands waren im Berichtsjahr:
Die Geschäftsverteilung war im Berichtsjahr:
Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr regelmäßig vom Vorstand mündlich und schriftlich über die Lage der Gesellschaft und die Entwicklung der Geschäfte unterrichten lassen. Insbesondere wurde der Aufsichtsrat detailliert über die Fortschritte bei der MarTech-Transformation und der Umstellung auf ARR (Annual Recurring Revenue) informiert. Im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Gisele Mast trat der Aufsichtsrat zu einer Sondersitzung zusammen und besprach die Hintergründe und zu ergreifenden Maßnahmen. Darüber hinaus erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich durch detaillierte Berichte die Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Diese Berichte enthalten neben den aktuellen Zahlen auch Vergleichszahlen. Der Vorstand beantwortete die Fragen des Aufsichtsrats und begründete eventuelle Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planzahlen. Wichtige Fragen und Grundsätze wurden eingehend beraten. Insbesondere hat der Aufsichtsrat überprüft, ob der Vorstand im Rahmen der unternehmerischen Entscheidungen jeweils angemessene Informationen zur Entscheidungsfindung herangezogen und eingeholt hat und ob die daraus resultierenden Handlungen zum Wohle der Gesellschaft bestimmt waren. Den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht der Gesellschaft hat der Abschlussprüfer der Gesellschaft, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Wir haben diese Unterlagen auch selbst geprüft. Der Jahresabschluss einschließlich Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in unserer Bilanzsitzung, die im Plenum unter Teilnahme des Vorstands und des Abschlussprüfers am 16. April 2024 stattfand, ausführlich erörtert und diskutiert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. In dieser Sitzung hat der Abschlussprüfer auch detailliert über Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Der Aufsichtsrat erklärt, dass er nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht, die Abschlussprüfung oder den Bericht des Abschlussprüfers hat. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss einschließlich des Lageberichts wurde vom Aufsichtsrat uneingeschränkt gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer der Gesellschaft geprüften Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) wurde vom Abschlussprüfer der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bestätigungsvermerk lautet wie folgt:
Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht auch selbst geprüft. Der Abhängigkeitsbericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in unserer Bilanzsitzung, die im Plenum unter Teilnahme des Vorstands und des Abschlussprüfers am 16. April 2024 stattfand, ausführlich erörtert und diskutiert. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie für ihren Einsatz zur Weiterentwicklung der AWIN AG.
Berlin, den 8.5.2024 Der Aufsichtsrat Peter Würtenberger, Vorsitzender |
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