CAM Energy GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sigrid Duijn seit 3.1.2024 | Prokura |
Lukas Hans Arnold Middendorf seit 15.8.2018 | Geschäftsführer |
Stefan Niemeyer seit 15.8.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MIAVIT Stefan Niemeyer GmbH | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MIAVIT Stefan Niemeyer GmbHEssen/OldenburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MIAVIT Stefan Niemeyer GmbH, Essen (Oldbg.) Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MIAVIT Stefan Niemeyer GmbH, Essen (Oldbg.), und ihrer Tochtergesellschaften (zusammen im Folgenden "der Konzern") - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MIAVIT Stefan Niemeyer GmbH, Essen (Oldbg.), für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Quakenbrück, 19. September 2022 WIBU
Treuhand
gez. Philipp Macke, Wirtschaftsprüfer gez. Peter van Dyk, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021(1) Allgemeine Angaben Die MIAVIT Stefan Niemeyer GmbH, Essen (Oldbg.) ist beim Handelsregister Oldenburg unter der Nummer HRB 150996 eingetragen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Gliederungsvorschriften sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des HGB werden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse bei den Tochterunternehmen beachtet. Die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) wurden mit folgenden Ausnahmen beachtet: Entgegen DRS 18 wurde keine steuerliche Überleitungsrechnung in den Anhang aufgenommen. Die in den Konzernabschluss nach § 300 Abs. 2 HGB übernommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bewertungsmethoden einheitlich bewertet. Die zur Erläuterung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Konzernanhang übernommen. (2) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen, MIAVIT Stefan Niemeyer GmbH, Essen, acht inländische und fünf ausländische Tochterunternehmen vollkonsolidiert. (3) Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Einzelabschlüsse Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt worden; die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt worden. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist unter dem Punkt (38) Übersicht über die Konzern- und Beteiligungsverhältnisse aufgeführt. (4) Stichtage Erstkonsolidierung Im Geschäftsjahr wurde keine Gesellschaft neu in den Konzernabschluss einbezogen. (5) Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe vor dem 01. Januar 2010 erfolgte nach der Buchwertmethode gem. § 301 Abs.1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. durch Verrechnung des Kaufpreises mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung. Ein sich ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wurde den in der Konzernbilanz anzusetzenden Vermögensgegenständen der jeweiligen Tochterunternehmen insoweit zugeschrieben, als deren Wert höher ist als der bisherige Wertansatz. Der nach der Zuschreibung verbleibende Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen und ab dem Jahr der Erstkonsolidierung über fünf Jahre abgeschrieben. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag wird in der Konzernbilanz in den anderen Gewinnrücklagen ausgewiesen. Der zum 31. Dezember 2021 bestehende Unterschiedsbetrag ist allein darauf zurückzuführen, dass nach dem Erwerb, aber vor dem Stichtag der Erstkonsolidierung, Gewinne thesauriert worden sind. Für Erwerbe ab dem 01. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 HGB. Danach ist das Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen im Erstkonsolidierungszeitpunkt einschließlich eines auf andere Gesellschafter entfallenden Anteils vollständig zum Zeitwert zu bewerten. Der danach verbleibende Betrag wird als Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen, der über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben wird. Stichtag der Erstkonsolidierung ist der Zeitpunkt, zu dem das erworbene Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Sofern dieser Zeitpunkt nicht der Beginn des Geschäftsjahres ist, erfolgt die Erstkonsolidierung auf Basis eines Zwischenabschlusses. Konzerninterne Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden ebenfalls eliminiert. (6) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der MIAVIT Stefan Niemeyer GmbH, Essen, und der Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen werden gem. § 255 Abs. 4 S. 3 HGB planmäßig auf die Geschäftsjahre verteilt, in denen sie genutzt werden und längstens über fünf Jahre abgeschrieben. Ein Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung von bis zum 31. Dezember 2009 erworbenen Tochterunternehmen wurde entsprechend § 309 Abs. 1 HGB a. F. ab dem der Erstkonsolidierung folgenden Jahr zu mindestens einem Viertel abgeschrieben. Für ab dem 01. Januar 2010 erworbene Tochterunternehmen beträgt der Abschreibungszeitraum fünf Jahre. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie entgeltlich erworben wurden, zu den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Geschäftsgebäude werden in längstens fünfzig Jahren, technische Anlagen und Maschinen in längstens zehn Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in fünf Jahren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. In den Vorräten haben wir Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren sowie geleistete Anzahlungen zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen angesetzt. Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet; die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial alle sonstigen Fertigungsaufwendungen einschließlich Fertigungsgemeinkosten, die nach den Bestimmungen des deutschen Handelsrechts aktivierungspflichtig sind. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir zu Anschaffungskosten abzüglich angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs zum Datum der Rechnungslegung bewertet. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Liquide Mittel in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Verwendung der Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung der Verpflichtung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren und einem Betrachtungszeitraum von 10 Jahren von 1,87 % (Vorjahr: 2,34 %) gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Lohn- und Gehaltssteigerungen werden, soweit dies im Einzelfall notwendig war, berücksichtigt. Die verpfändeten Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen wurden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Bei der Bemessung der Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenterminkurs des zugehörigen Devisentermingeschäfts bewertet, sofern ein solches abgeschlossen wurde. Sofern kein Sicherungsgeschäft abgeschlossen wurde, erfolgt die Bewertung von kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes bzw. eines negativen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Bewertungseinheiten werden gebildet, soweit Vermögensgegenstände oder Schulden dazu bestimmt sind, gegenläufige Wertänderungsrisiken auszugleichen. Die Bewertung des effektiven Teils solcher Bewertungseinheiten erfolgt nach Maßgabe des § 254 HGB mittels der Methode der kompensatorischen Bewertung. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden die Bilanzposten der nicht in Euro bilanzierenden Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Stichtagskursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Stichtagskurse entstandenen Differenzen aus der Umrechnung der Bilanzposten werden erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist ebenfalls unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen bei der Schuldenkonsolidierung sowie der Zwischengewinneliminierung werden aus Vereinfachungsgründen erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. (7) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Blatt 12) dargestellt. (8) Firmenwert aus der Kapitalkonsoliderung Der Ausweis betrifft die Differenz aus dem Kaufpreis und dem anteiligen Eigenkapital aus dem Erwerb der Anteile an der Miavit Yem Katki Maddeleri Ticaret Limited Sirketi und an der BKW Biokraftwerke Fürstenwalde GmbH. (9) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten ausschließlich Posten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (10) Vorräte Das Vorratsvermögen betrifft im Wesentlichen die Vorräte der MIAVIT GmbH und der MIAVIT Nutrición Animal S.L.. (11) Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien in Höhe von T€ 19 (Vorjahr T€ 22) enthalten. (12) Aktive latente Steuern Unter diesem Posten wird die Steuerabgrenzung gemäß § 274 HGB sowie gemäß § 306 HGB ausgewiesen:
Für die Berechnung wurde für die Forderungs- und Rückstellungsbewertung bei einem Tochterunternehmen ein Ertragsteuersatz von 22 % und für die übrigen Sachverhalte jeweils ein Ertragsteuersatz von 30 % zugrunde gelegt. (13) Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der MIAVIT Stefan Niemeyer GmbH, Essen, beträgt T€ 27. (14) Kapitalrücklage Der Posten enthält die Kapitalrücklage der MIAVIT Stefan Niemeyer GmbH in Höhe von T€ 545. (15) Gewinnrücklagen Der Posten betrifft den passiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung aufgrund von Gewinnthesaurierungen vor Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften (T€ 2.576) sowie die anderen Gewinnrücklagen bei einem Tochterunternehmen (T€ 4.528). (16) Konzernbilanzgewinn Im Geschäftsjahr 2021 hat sich der Konzernbilanzgewinn wie folgt entwickelt:
(17) Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungskursumrechnung resultiert aus der Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Jahresabschlüsse von drei Tochterunternehmen. Danach werden die Bilanzposten, bis auf das gezeichnete Kapital und den Gewinnvortrag, mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2021 umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich ergebenden Differenzen werden unter diesem Sonderposten innerhalb des Eigenkapitals erfasst. 18) Pensionsrückstellungen Der ausgewiesene Betrag betrifft im Vorjahr den Verrechnungsüberhang aus der Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen (Pensionsrückstellungen) mit verrechnungsfähigen Werten (Rückdeckungsversicherungen). Dabei wurden folgende Werte ermittelt:
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre folgender Unterschiedsbetrag:
(19) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen, Schadenersatzansprüche, Tantiemen, Jahresabschlusskosten sowie Resturlaubsansprüche von Mitarbeitern. (20) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Blatt 13) dargestellt. (21) Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
Hiervon entfielen auf den Tätigkeitsbereich Handel T€ 57.857 (Vorjahr T€ 42.142) und Produktion T€ 169.829 (Vorjahr T€ 160.041). (22) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 3.392 (Vorjahr T€ 1.603). (23) Personalaufwand In den sozialen Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 257 (Vorjahr T€ 210) enthalten. (24) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungskursverluste von T€ 3.238 (Vorjahr T€ 2.133). (25) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen die Körperschaft- und die Gewerbesteuer. Sie wurden nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften ermittelt und betreffen das Ergebnis vor Ertragsteuern. In diesem Posten sind T€ 221 Ertrag (Vorjahr T€ 98) aus der Anpassung der latenten Steuerabgrenzung verrechnet. (26) Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB. (27) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Wir haben zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken Devisentermingeschäfte abgeschlossen (vgl. Punkt 28). Des Weiteren bestehen zukünftige Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T€ 4.951 (Vorjahr T€ 7.113). Im Rahmen der Miet- und Leasingverträge werden im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen geleast, die den Tochterunternehmen langfristig zur Verfügung stehen. Dies wirkt sich positiv auf die aktuelle Liquiditätssituation sowie auf die Eigenkapitalquote aus. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit und in den höheren Refinanzierungskosten. Zudem bestehen finanzielle Verpflichtungen aus der Auftragsvergabe für die Fertigstellung von Anlagen im Bau aus verbindlichen Bestellungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 1.201). Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 4.951 (Vorjahr T€ 8.314). (28) Derivative Finanzinstrumente Ein Tochterunternehmen ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt, die grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert werden; hierbei handelt es sich um Devisentermingeschäfte. Ziel des Einsatzes der Finanzinstrumente ist es, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Auswirkungen von Währungskursrisiken zu reduzieren. Über den Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte in Höhe von TUSD 2.506 (Vorjahr TUSD 559) und TCHF 0 (Vorjahr TCHF 151) zur Absicherung von Wareneinkaufsgeschäften abgeschlossen. Der beizulegende Wert zum Bilanzstichtag beträgt insgesamt T€ 47 (Vorjahr T€ 19). (29) KonzernkapitalflussrechnungDie Zusammensetzung des Finanzmittelfonds ergibt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Geldmarkt- und Kontokorrentkrediten. Die Zusammensetzung ergibt sich wie folgt:
(30) KonzerneigenkapitalspiegelBei dem Tochterunternehmen MIAVIT GmbH unterliegt der Betrag von T€ 470 (Vorjahr T€ 448) einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Dieser ergibt sich wie folgt:
Beim Mutterunternehmen besteht ein ausschüttungsfähiger Bilanzgewinn in Höhe von T€ 5.942 (Vorjahr T€ 4.400). Bei den Tochtergesellschaften bestehen ausschüttungsfähige Bilanzgewinne in Höhe von insgesamt T€ 29.833 (Vorjahr T€ 23.089). (31) Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug in den jeweiligen Bereichen:
(32) Geschäftsführung Der Geschäftsführung des Mutterunternehmens gehören an: Herr Dipl. Kfm. Stefan Niemeyer, Vechta Kauffrau Silvia Niemeyer, Vechta B.A. Lukas Middendorf, Dinklage Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen T€ 1.556 (Vorjahr T€ 1.355). (33) Beirat Dem Beirat des Mutterunternehmens gehören folgende Mitglieder an: Magnus Westerkamp, Vechta-Langförden, Geschäftsführer (Vorsitzender) Heinrich Athmann, Mühlen, Landwirt Dr. Hans Müschen, Maxdorf, Unternehmensberater Die Gesamtvergütung des Beirates beträgt T€ 0 (Vorjahr T€ 0). (34) Befreiungswirkung Folgende Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Absatz 1 HGB macht von der Befreiung zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses gemäß § 264b HGB Gebrauch: MIAVIT Stefan Niemeyer Leasing GmbH & Co. KG, Essen (Oldbg.) Folgende Kapitalgesellschaften machen von der Befreiungswirkung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch: MIAVIT GmbH, Essen (Oldbg.) KONIVET GmbH, Essen (Oldbg.) MIAVIT Food GmbH, Essen (Oldbg.) BKW Biokraftwerke Fürstenwalde GmbH, Fürstenwalde/Spree OLG Lagerhaus GmbH, Essen (Oldbg.) LCE GmbH, Essen (Oldbg.) CAM Energy Group, Essen (Oldbg.) (35) Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer beträgt 86 T€ (Vorjahr 83 T€) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. (36) Ergebnisverwendung Mutterunternehmen Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 5.942 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. (37) Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Die sich auch im Jahr 2022 fortsetzende Corona-Krise sowie der Krieg in der Ukraine haben sich auf die wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Unternehmensgruppe bislang nicht negativ ausgewirkt. Wir verweisen auch auf die Ausführungen im Konzernlagebericht. (38) Übersicht über die Konzern- und Beteiligungsverhältnisse zum 31. Dezember 2021 1. In den Konzernabschluss wurden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
Essen, 16. September 2022 gez. Stefan Niemeyer gez. Silvia Niemeyer gez. Lukas Middendorf Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden auf das Grundvermögen, durch Sicherungsübereignung des Vorratsvermögens sowie durch Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2020
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Wirtschaftsbericht Unser Unternehmen ist als Produzent in den Bereichen Premix (Vormischungen), Ergänzungsfutter, Biogas, Mineralfutter und Zusatzstoffe für die Tierernährung tätig. Des Weiteren werden auch Vitaminkonzentrate für die Lebensmittelbranche hergestellt und vertrieben. Hauptstandort unserer Unternehmensgruppe ist Essen (Oldb.). Weitere Produktionsstandorte sind in Tarragona (Spanien) und in Ho-Chi-Minh (Vietnam). Des Weiteren haben wir Vertriebsgesellschaften in Izmir (Türkei) und in Nairobi (Kenia). Insgesamt gehören unserer Unternehmensgruppe zum 31.12.2021 14 Unternehmen an. Hierzu gehören drei Produktionsunternehmen, fünf Handels- bzw. Vertriebsunternehmen, drei Besitzunternehmen und drei Dienstleistungsunternehmen. Die produzierte Menge und der Umsatz im Jahr 2021 sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Der Rohertrag konnte trotz rückläufiger Rohertragsmarge deutlich gesteigert werden. Das lag vor allem an einer besseren Kundensegmentierung in den einzelnen Organisationen. Die Gesamtleistung unseres Unternehmens ergibt sich aus den folgenden Produkten bzw. Sparten:
2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach Angaben des statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021 um 2,7% höher als im Vorjahr. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft trotz andauernder Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässen erholen. Die konjunkturelle Entwicklung war 2021 auch noch stark abhängig vom Corona Infektionsgeschehen. Die privaten Konsumausgaben blieben preisbereinigt auf dem gleichen Niveau. 3. Branchenspezifische Entwicklung Die Mischfutterindustrie in Deutschland ist im Jahr 2021 weiter rückläufig. Dies ist für uns besonders relevant, da die Mischfutterindustrie ein sehr wichtiger Abnehmer unserer Produkte ist. Daher orientieren wir uns immer mehr an aufsteigenden ausländischen Märkten. Trotz der insgesamt sinkenden Mengen ist es uns gelungen, die Vertriebsleistung zu steigern. Dies ist unter diesen Umständen mehr als erfreulich für uns. 4. Ertragslage Im Geschäftsjahr hat sich die Gesamtleistung um 27.100 T€ auf 228.388 T€ erhöht. Deshalb und aufgrund der besseren Margen ist der Rohgewinn um 6.939 T€ auf 66.685 T€ gestiegen. Das Konzernbetriebsergebnis (EBT vor ertragsabhängigen Vergütungen und neutralen Erträgen und Aufwendungen) ist im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 7.416 T€ auf insgesamt 16.682 T€ gestiegen. Die Personalaufwendungen (vor ertragsabhängigen Vergütungen) sind um 36 T€ auf insgesamt 24.994 T€ gesunken und somit stabil geblieben. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne neutrale Aufwendungen) um 472 T€ auf 23.000 T€ ist vor allem auf die geringeren Messe- und Reisekosten der MIAVIT-Gruppe zurückzuführen, da in 2021 die Corona Pandemie immer noch viele Reisen unmöglich machte. Das Finanzergebnis hat sich um 124 T€ auf - 1.540 T€ verbessert. Es sanken die Zinsaufwendungen aufgrund gesunkener unterjähriger Kreditinanspruchnahmen und Rückgang der Kreditzinsen. Das ordentliche Ergebnis vor Ertragsteuern und vor ertragsabhängigen Vergütungen (EBT) beträgt 15,1 Mio. € und übertrifft das geplante EBT von 6,0 Mio. € deutlich. Dies auf die erheblich über der Planung liegenden Ergebnisse der MIAVIT GmbH, der MIAVIT Nutrición Animal S.L. sowie der MIAVIT Yem Katki Maddeleri Ticaret Limited Sirketi zurückzuführen. Das neutrale Ergebnis beträgt - 522 T€ (Vorjahr - 618 T€). Hierin sind vor allem die Ergebnisse aus der Währungskursumrechnung und der Forderungsbewertung enthalten. Der Konzernjahresüberschuss vor Ergebnisanteilen der Minderheitsgesellschafter beläuft sich auf 10.452 T€ (Vorjahr 4.708 T€). 5. Vermögens- und Finanzlage Das Konzerneigenkapital beträgt am 31.12.2021 41.768 T€ (Vorjahr 34.031 T€). Die Konzerneigenkapitalquote ist um 2%-Punkte auf 32,7% gestiegen. Einschließlich der mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten steht dem Konzern ein mittel- und langfristiges Kapital von 66.581 T€ zur Verfügung. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2021 Investitionen in Höhe von 1.440 T€ vor allem in Grundstücke und Gebäude sowie Anlagen und Maschinen an unserem Standort in Essen (Oldb.) sowie in Tarragona (Spanien) getätigt. Die Liquiditätslage unseres Unternehmens ist zufriedenstellend. Der vereinfachte Cashflow (Konzern-Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen auf das Anlagevermögen) weist einen Betrag von 13.313 T€ (Vorjahr 7.518 T€) aus. Es stehen ausreichende nicht in Anspruch genommene Kreditlinien zur Verfügung. Der Konzern war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Bilanzsumme ist im Jahr 2021 auf 127.780 T€ (Vorjahr 110.744 T€) gestiegen. Das Anlagevermögen ist auf 48.847 T€ (Vorjahr- 50.243 T€) gesunken. Die Vorräte sind insbesondere aufgrund gestiegener Rohstoffpreise um 9.891 T€ auf 40.526 T€ und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um 6.179 T€ auf 28.126 T€ gestiegen. Die liquiden Mittel am Bilanzstichtag betragen 6.284 T€ (Vorjahr 5.021 T€). Die mittel- und langfristigen Finanzierungsmittel übersteigen das Anlagevermögen um 17.735 T€. Insgesamt ist unsere Vermögensstruktur sehr solide. 6. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Konzernrentabilität hat sich in 2021 insgesamt verbessert. Die Eigenkapitalrentabilität (EBT/Eigenkapital) ist in 2021 auf 34,2% (Vorjahr 19.8%) gestiegen. Die Gesamtkapitalrentabilität (EBIT/Gesamtkapital) stieg von 7,6% auf 12,4%. Das EBITDA ergibt sich mit 18.705 T€ (Vorjahr 11.209 T€). Die EBIT-Marge (EBIT/Gesamtleistung) ist von 4,2% auf 6,9% gestiegen. Nach dem radikalen Umbruch im vergangenen Jahr wurde das Personal nur noch leicht abgebaut. Im Jahresdurchschnitt 2021 haben wir einschließlich der Auszubildenden und Aushilfen 429 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. 7. Risikobericht Wir sind uns bewusst, dass jedes unternehmerische Handeln auch mit Risiken verbunden ist. Deshalb wurden bereits frühzeitig Instrumente zur Früherkennung und zur Steuerung von Geschäftsrisiken eingeführt. Vor allen Dingen Laboruntersuchungen zur Vermeidung von Verunreinigungen haben in unserer Unternehmensgruppe einen großen Umfang. Zudem ist unser Qualitätsmanagementsystem in 2021 verschiedenen Audits bzw. Überprüfungen unterzogen worden. Unser Risikomanagement wird laufend durch verschiedene externe Audits und sonstige interne und externe Maßnahmen überwacht. Allerdings bleibt das Problem der epidemischen Lage. Durch die anhaltenden Einschränkungen im Reiseverkehr sind weiterhin deutlich eingeschränkt neue Kunden zu akquirieren. Beschaffungsbereich Ausländische Lieferanten wurden von der Einkaufsabteilung kontaktiert und auditiert. Im Inland wurden von der Qualitätsmanagementabteilung einige Key Lieferanten auditiert. Bei den Gesprächen wurde den Lieferanten der Qualitätsanspruch von Seiten der MIAVIT deutlich gemacht und überprüft. Was immer mehr zum Thema wird sind die Logistikkosten. Egal bei welchem Unternehmen im Konzern man schaut, die Schwierigkeiten durch die epidemische Lage und den Ukraine-Krieg werden stark zunehmen. Produktionsbereich Sämtliche interne Produktions- und Prozessaudits ergaben eine Normenkonformität und eine Bestätigung der Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems. Alle Verbesserungsvorschläge wurden umgehend umgesetzt. Im Rahmen der amtlichen Routinekontrolle durch die LAVES Oldenburg fanden regelmäßig Kontrollbesuche statt, bei denen Futtermittelproben verschiedener Produkttypen wie Zusatzstoffe, Vormischungen und Mischfuttermittel entnommen wurden. Der Schwerpunkt der amtlichen Routinekontrollen war die Probenahme, die Sichtung und Kontrolle der Rückverfolgbarkeit sowie allgemeine Betriebskontrollen. Im Rahmen eines Audits durch den TÜV Süd wurden ausdrücklich die doch sehr niedrigen Verwarngelder, gemessen am Jahresumsatz, gelobt. Absatzbereich Die Anzahl der Reklamationen und internen Fehlerberichte konnte im Jahr 2021 im Gegensatz zu 2020 um 35% reduziert werden. Gründe hierfür sind, dass zum einen ein Rezepturenteam eingeführt wurde, das zentral für die Rezeptureingabe verantwortlich ist. Diese Aufgabe wurde vorher durch den Vertrieb ausgeführt. Zudem wurde ein Stammdatenteam eingeführt um zentral die Stammdatenverwaltung vorzunehmen. Auch diese Tätigkeit lag vorher in den Händen des Vertriebs. Durch die Abschaffung der Abwicklungsabteilung und Umverteilung der Aufgaben auf andere Bereiche, wie z.B. der Logistik, konnte der Anteil an frachtbedingten Reklamationen deutlich gesenkt werden. Insgesamt haben die vorgenommenen Änderungen schon jetzt eine deutliche Verbesserung herbeigeführt und somit sind wir auf einem guten Weg. Bei Reklamationen, die durch Produktionsprozesse zustande kamen, bzw. die mit der Produktqualität zu tun haben, wurden Korrekturmaßnahmen eingeleitet und auf erfolgreiche Umsetzung kontrolliert. Interne und externe Reklamationen wurden monatlich voneinander getrennt und statistisch ausgewertet. Dabei wurden keine besonderen Auffälligkeiten festgestellt. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Wir verfolgen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung des operativen Geschäftes stehen uns ausreichend liquide Mittel bzw. Kreditlinien zur Verfügung. Währungsrisiken werden durch Devisentermingeschäfte gesichert. Diese betreffen ausschließlich abgeschlossene Wareneinkaufsgeschäfte bzw. bereits vertraglich kontrahierte Verkaufsgeschäfte. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen wir über ein entsprechendes Debitorenmanagement, welches stetig optimiert wird. Ukrainekrieg Derzeit ist für uns noch keine negative Auswirkung des Ukrainekrieges auf den Beschaffungs- und Absatzbereich erkennbar. Die mittel- und langfristigen Folgen aufgrund von Lieferengpässen und Kostensteigerungen sind für uns jedoch derzeit noch nicht abschätzbar. 8. Chancenbericht Wesentliche Chancen sehen wir vor allem in unseren neuen Produktionsanlagen an unserem Standort in Essen (Oldbg.), in denen wir deutlich wirtschaftlicher produzieren können. Die Fokussierung auf die Erhöhung des DB1, besonders im internationalen Vertrieb, soll vorangetrieben werden. Dies wird Preiserhöhungen mit sich bringen, die auch Mengeneinbußen nach sich ziehen können. Auch das in 2021 begonnene Kostencontrolling wird nochmal klar aufzeigen, wo eine Kundensegmentierung einen positiven Effekt hatte und wo nicht. Auch die Effektivität in der Produktion wird sicherlich durch solch eine genauere Betrachtung hier und dort verbessert werden können. Die genauere Betrachtung wird Preiserhöhungen mit sich bringen, die zur Not auch Mengeneinbußen nach sich ziehen können. Weiterhin haben wir eine homogene Kundenstruktur. Wir werden den sich bereits positiv entwickelnden Bereich der Lohnherstellung weiter ausbauen und den Prozess weiter vorantreiben. Abschließend lässt sich sagen, dass wir durch die Schaffung unserer neuen Matrixorganisation wirklich ausgesprochen viele Synergieeffekte und klare Verantwortlichkeiten geschaffen haben. Weitere Chancen sehen wir vor allem aber auch in der ständigen Weiterentwicklung unserer Produktpalette. Insbesondere nehmen wir wahr, dass nicht nur in Deutschland und Europa das Thema Antibiotikaresistenzen zunehmend aktueller wird. In diesem Bereich verfügen wir schon seit Jahren über ein exzellentes fachliches und produktionstechnisches Know-How im Hinblick auf relevante Produkte. Da die Tierbestände im Bereich Rinder, Schweine und Geflügel in Nordwesteuropa rückläufig sind, sehen wir unser Wachstum außerhalb der Region. Dieser Weg wurde bereits in den letzten Jahren mit der Gründung der Gesellschaften in der Türkei, Kenia und Vietnam vorangetrieben. Ein wesentlicher Bereich wird in Zukunft der Pet Food Bereich sein. Dort rechnen wir über viele Unternehmungen in unserer Holding mit den höchst möglichen Zuwächsen. 9. Prognosebericht Wir erwarten in 2022 im Vergleich zum Jahr 2021 für die MIAVIT Gruppe einen weiteren Anstieg der Umsatzerlöse. Dies ist vor allem auf neue Aufträge im Bereich der Lohnfertigung zurückzuführen. Wir planen für 2022 mit einem Konzernergebnis vor Ertragsteuern in einer Größenordnung von 10,4 Mio. €. Die Covid-19-Situation sowie der Krieg in der Ukraine haben sich für uns in der ersten Jahreshälfte 2022 nicht negativ ausgewirkt. Welchen Einfluss diese Faktoren mittel- und langfristig auf unsere Unternehmensgruppe haben werden, ist derzeit nicht abschließend zu beurteilen. 10. Forschungsbericht Die MIAVIT GmbH unterhält einen eigenen Bereich Forschung und Entwicklung. Durch eine ständige Weiterentwicklung bestehender Produkte, Zukunftsinvestitionen und Neuentwicklungen versuchen wir neue Marktsegmente zu erschließen. 11. Bericht über bestehende Zweigniederlassungen Die MIAVIT-Gruppe betreibt neben ihrem Hauptsitz in Essen (Oldbg.) auch ein Produktionswerk in Tarragona, Spanien und in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam. Das Werk in Tarragona wird über die Tochtergesellschaft MIAVIT Nutricion Animal S.L und das Werk in Ho-Chi-Minh-Stadt über die Tochtergesellschaft MIAVIT VIETNAM COMPANY LIMITED betrieben. Weiterhin bestehen Vertriebsgesellschaften in der Türkei und in Kenia.
Essen, 16. September 2022 gez. Stefan Niemeyer gez. Silvia Niemeyer gez. Lukas Middendorf |
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