B & S EnSYS GmbH
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Infotec Miet + Leasing GmbHEschbornJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Lagebericht 2010Geschäft und RahmenbedingungenDie Infotec Miet + Leasing GmbH (Infotec) ist als sogenannte "Same-Name"-Gesellschaft im Rahmen des in der BFL-Gruppe praktizierten Vertriebsleasing am Markt tätig. Der Geschäftszweck der Infotec ist in Verbindung mit der Geschäftstätigkeit der BFL Leasing GmbH (BFL GmbH), Eschborn, zu sehen, wobei die Infotec als Mietgesellschaft mit dem Recht der Untervermietung fungiert. Mit Wirkung zum 01. Januar 2010 wurde zwischen der BFL GmbH und der Infotec eine Rahmenvereinbarung geschlossen, die dazu führt, dass die Leasing- und Mietkaufverträge im Namen der Infotec, jedoch auf Rechnung der BFL GmbH geschlossen werden (Ermächtigungstreuhand). Für alle bestehenden Verträge werden sämtliche Risiken, insbesondere das Bonitätsrisiko, von der BFL GmbH übernommen. Vor diesem Hintergrund erfolgt zum 31. Dezember 2010 erstmals der Ausweis von Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten (§ 6 RechKredV). Das Stammkapital der Gesellschaft von 25,6 TEUR wird zu 95 Prozent von der BFL GmbH und die restlichen 5 Prozent werden vom Vertriebspartner Infotec Deutschland GmbH gehalten. Zwischen der BFL GmbH und der Infotec besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, wonach sich die Infotec verpflichtet, ihren gesamten Gewinn abzuführen und die BFL GmbH, einen Jahresfehlbetrag auszugleichen. Die Infotec beschäftigt keine Mitarbeiter. Aufgrund bestehender Geschäftsbesorgungsverträge werden Mitarbeiter der BFL GmbH und der VR-LEASING AG (VR LEASING) für die Infotec tätig. Die Mitarbeiter sind in die Führungsgrundsätze, Führungsinstrumente, Qualifizierungsprogramme und Vergütungssysteme der VR-LEASING eingebunden. Die Infotec ist seit dem 25. Dezember 2008 ein Finanzdienstleistungsinstitut nach § 1 Abs. 1a Satz 1 KWG. Der Abschluss wird daher gemäß den §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) erstellt. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und BranchensituationNach der stärksten Rezession der Nachkriegszeit mit einem Minus von fünf Prozent hat sich die deutsche Wirtschaft 2010 erholt. Für das Gesamtjahr errechnete das Statistische Bundesamt eine Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,6 Prozent. Dabei konnte die Wirtschaft in allen Quartalen Zuwächse verbuchen. Mit einem Plus von 2,3 Prozent erreichte der Aufschwung im zweiten Quartal seinen stärksten Wert. Die DZ BANK Mittelstandsumfrage vom Herbst 2010 attestiert dem deutschen Mittelstand eine gute Verfassung. Danach partizipieren die Unternehmen am gesamtwirtschaftlichen Wachstum. In der Folge nimmt auch die Bereitschaft zu investieren wieder zu. Allerdings blieb der Mittelstand 2010, trotz verbesserter Geschäftsprognosen, bei fremdfinanzierten Investitionen noch zurückhaltend. Dies wirkte sich auch spürbar auf das Leasinggeschäft aus. Nach einem historischen Rückgang im Jahr 2009 (minus 22,6 Prozent) konnte der Leasingmarkt im Berichtsjahr wieder leicht hinzugewinnen. Laut Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e. V. (BDL) erreichte die Branche 2010 ein Neugeschäftsvolumen von insgesamt 43,6 Mrd. EUR. Dies bedeutet ein Plus gegenüber dem Vorjahr von vier Prozent. Während im ersten Halbjahr 2010 das Neugeschäft bei mobilen Gütern um fast vier Prozent zurückging, erholte es sich in der zweiten Jahreshälfte. Der gesamtwirtschaftliche Aufschwung kam erst mit Verzögerung bei der Leasingbranche an. Am Jahresende verzeichnete das Mobilienleasing einen Zuwachs von 2,5 Prozent und erreichte ein Volumen von 41,1 Mrd. EUR. Einen leichten Rückgang verzeichnete das Neugeschäft mit Büromaschinen und EDV. Gemessen am Anschaffungswert verringerte es sich um 2,5 Prozent. GeschäftsverlaufTrotz der Auswirkungen der Finanzmarktkrise hat sich die BFL-Gruppe gut behauptet. Dem Mittelstand steht damit auch in schwieriger Zeit ein starker Spezialfinanzierer und Partner im FinanzVerbund der Volksbanken Raiffeisenbanken zur Seite. Im Geschäftsjahr wurde kein Neugeschäft akquiriert (Vorjahr 298 Verträge mit einem Objektvolumen in Höhe von 4,9 Mio. EUR). VermögenslageDie nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf Vermögens- und Schuldposten, die aus der Jahresbilanz abgeleitet und unter Berücksichtigung leasingtypischer Besonderheiten zusammengefasst wurden. Die Erhöhung der Bilanzsumme um 6,6 TEUR auf 377,3 TEUR ist auf die Steigerung des im Rahmen des Treuhandverhältnisses verwalteten Vermögens zurückzuführen. Das Treuhandvermögen resultiert im Wesentlichen aus Forderungen an Kunden. Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen größtenteils auf Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und auf andere Rückstellungen. Der Infotec steht wie im Vorjahr ein Eigenkapital in Höhe von 25,6 TEUR zur Verfügung. FinanzlageDie Finanzlage der Infotec wird maßgeblich durch die Einbindung in die BFL-Gruppe und das Konzern-Cash-Management der VR LEASING, sowie die Möglichkeit über diese liquiden Mittel zu verfügen bestimmt. Durch die Einbindung der Gesellschaft in den VR LEASING-Teilkonzern, der in den Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen wird, ist die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft sichergestellt. Die BFL-Gruppe finanziert sich überwiegend aus Quellen des genossenschaftlichen Finanz-Verbundes und ist mit ausreichenden Refinanzierungsmöglichkeiten versorgt. ErtragslageDie Ertragslage der Gesellschaft muss im Zusammenhang mit der Funktion als Treunehmer gesehen werden. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf Ertrags- und Aufwandsposten, die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet wurden. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,1 TEUR hat sich aufgrund des geringen Neugeschäftsvolumens im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 TEUR verschlechtert. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages hat die Infotec den Gewinn des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von 1,1 TEUR an die BFL GmbH abgeführt. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft stellt sich geordnet dar. RisikoberichtRisikomanagement und RisikocontrollingAls Anbieterin moderner Finanzdienstleistungen ist die Infotec Risiken ausgesetzt, die sich aus der Entwicklung verschiedener Finanz- und Gütermärkte sowie aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ergeben. Die Infotec geht nur solche Risiken ein, die mit der Geschäfts- und Risikostrategie in Einklang stehen. Der Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen sowie das Factoring stellen Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a KWG dar. Die Infotec hat den Status eines Finanzdienstleistungsinstituts (FDI) gemäß § 1 Abs. 1a KWG. Sie unterliegt der laufenden Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank. Die Aufsicht beinhaltet unter anderem die Erfüllung der Anforderungen an das Risikomanagement gemäß § 25a KWG und den MaRisk, deren Umsetzung sich an Art, Umfang und Risikogehalt der Gesellschaft orientiert. Die Gesellschaft ist bezüglich des Risikomanagements und des Risikocontrollings aufbau- und ablauforganisatorisch über die BFL GmbH unmittelbar in die Prozesse des VR LEASING-Teilkonzerns integriert. Die Geschäftsführung der Gesellschaft stützt sich dabei auf Grundlage der bestehenden Outsourcing-Verträge auf die Tätigkeit der bei der VR LEASING und VR DISKONTBANK installierten Gremien, Bereiche und Abteilungen. Die wesentlichen Organisationsrichtlinien im Hinblick auf Risikosteuerungs- und -controllingsprozesse stellen das Kredithandbuch sowie das Risikohandbuch des VR LEASING-Teilkonzerns dar. Innerhalb ihres Risikosteuerungssystems unterscheidet die VR LEASING zwischen Risikocontrolling und Risikomanagement. Das Risikocontrolling ist als Teil des Bereiches Group Finance für die strategische Risikosteuerung zuständig. Die für die Ermittlung der Risikotragfähigkeit zugrunde liegende individuelle Risikodeckungsmasse (= Risikodeckungspotenzial i. S. d. MaRisk) berechnet die VR LEASING für den Teilkonzern sowie für die risikotragenden Tochtergesellschaften - einschließlich der BFL GmbH. Die Risikodeckungsmasse beinhaltet sämtliche zur Deckung der unter Berücksichtigung eines Diversifikationseffekts ermittelten Gesamtrisikos einsetzbaren Positionen. Dabei handelt es sich vor allem um den Substanzwert sowie das bilanzielle Eigenkapital (IFRS). Im Rahmen der Risikotragfähigkeit wird dem ökonomischen Risikokapitalbedarf die Risikodeckungsmasse gegenüber gestellt. Vor dem Hintergrund, dass die Geschäftstätigkeit der Infotec auf Ebene der BFL GmbH gesteuert wird, umfasst die Risikodeckungsmasse der BFL GmbH als risikotragendes Finanzdienstleistungsinstitut neben ihrem anteiligen Teilkonzerneigenkapital auch die Substanzwerte der durch sie verwalteten und mit ihr verbundenen "Same-Name"-Gesellschaften, einschließlich der Infotec. Das Risikomanagement im Bereich Kredit- und Forderungsmanagement ist auf operativer Ebene für die Einzelrisikosteuerung der Adressausfallrisiken zuständig. Hierzu entwickelt das Risikomanagement auf Grundlage der Vorgaben und unter Einbindung des Vorstandes der VR LEASING die Richtlinien für die Kreditvergabe weiter und legt die Kreditkompetenzen fest. Zudem überwacht das Risikomanagement laufend einzelne Kredit/Leasingengagements. Die Bearbeitung von Problemfällen wird durch die Abteilung Sonderengagements durchgeführt. Die Überwachung des ordnungsgemäßen Zahlungsverhaltens erfolgt in der auf die VR DISKONTBANK ausgelagerten Abteilung Forderungsmanagement. Das im Vorjahr durch die Übertragung zentraler Aufgaben der VR LEASING auf die VR DISKONTBANK implementierte Konzept des Outsourcing-Controlling zur Überwachung von outgesourcten Leistungen wird weiter ausgebaut. Mit der Implementierung eines Outsourcing-Prozesses zur Identifikation von wesentlichen outgesourcten Dienstleistungen hat die VR LEASING in 2010 begonnen. Dieser Prozess beinhaltet unter anderem die von den MaRisk geforderte Risikoanalyse und wird planmäßig im 1. Halbjahr 2011 vollständig eingeführt sein. Des Weiteren wurde zur Sicherung des Kerngeschäfts im Krisenfall das einheitliche Notfallkonzept im Rahmen des Projektes "Notfall- und Katastrophenmanagement" fortlaufend durch die VR LEASING weiterentwickelt. Derzeit bestehen eine Notfallorganisation und eine Notfallpolicy inklusive eines Alarmierungsleitfadens sowie eine Dienstleister-, Personal-, Gebäude- und Kommunikationsstrategie für einen eventuellen Notfall. 2010 wurde eine kombinierte Business Continuity- und IT-Notfallübung durchgeführt. Das Ziel der Simulationsübung war die Überprüfung der Bewältigung eines Notfalls. Diese Zielsetzung wurde mit Hilfe einer temporären Notfallorganisation erreicht. Die Prüfung und Beurteilung sämtlicher Aktivitäten und Prozesse im Rahmen des Internen Kontrollsystems wird durch die Interne Revision der VR LEASING wahrgenommen. Auf Basis eines Risiko-Reporting-Systems (Risikokommunikation) werden quartalsweise Berichte generiert, die einen Überblick zur jeweiligen Risikosituation geben. Die Geschäftsführung wird frühzeitig über mögliche Risiken informiert und ist in der Lage, rechtzeitig gegenzusteuern. Das Risikoüberwachungssystem der VR LEASING konzentriert sich auf die folgenden wesentlichen Risikoarten: Adressausfallrisiken, operationelle Risiken, Beteiligungsrisiken, Marktpreisrisiken, strategische Risiken und Geschäftsrisiken sowie Liquiditätsrisiken. AdressausfallrisikenAufgrund des Geschäftsmodells der Infotec ist das Kernrisiko das Adressausfallrisiko, das von der BFL GmbH übernommen wurde. Dieses bezeichnet die Gefahr eines Verlusts, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Steuerung der Adressausfallrisiken erfolgt sowohl auf Einzelgeschäftsbasis, als auch - unter Berücksichtigung von risiko- beziehungsweise ertragsorientierten Aspekten - auf Portfolioebene. Zur Steuerung der Ausfallrisiken auf Ebene der einzelnen Kundenengagements wurden Scoringsysteme und Ratingverfahren eingesetzt. Die Steuerung des Adressausfallrisikos erfolgt dabei im Wesentlichen auf Ebene der Kreditnehmereinheit. Als Objektrisiken werden Risiken definiert, die aus der Werthaltigkeit des Leasinggegenstandes resultieren. Da die VR LEASING beziehungsweise die BFL GmbH Eigentümerin der Leasingobjekte ist, sind die Objekte als Sicherheit anzusehen. Operationelle RisikenUnter operationellem Risiko wird das Risiko eines Verlustes verstanden, der durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, unangemessene oder fehlerhafte Prozesse (sowie unangemessenes oder fehlerhaftes Projektmanagement) oder durch externe Ereignisse hervorgerufen wird. Das Rechtsrisiko ist in dieser Definition eingeschlossen. Strategische- und Reputationsrisiken sind nicht enthalten. Zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Begrenzung von operationellen Risiken ist die Gesellschaft in das System der VR LEASING und deren Instrumente eingebunden. MarktpreisrisikenDas Marktpreisrisiko umfasst das Zinsänderungsrisiko, das Währungsrisiko sowie das Restwertrisiko aus der Objektverwertung. Zur Steuerung dieser Risiken ist die Gesellschaft in das System der VR LEASING integriert. Strategische Risiken und GeschäftsrisikenDas strategische Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten, die sich aus Managemententscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung ergeben. Geschäftsrisiken resultieren zudem aus unerwarteten Veränderungen der Markt- und Umfeldbedingungen mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Die Steuerung dieser Risiken basiert auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen für alle Geschäftsfelder und Bereiche des Teilkonzerns. Grundlage hierfür ist die strategische sowie die operative Planung. Die Zielerreichung wird durch ein Reporting der wesentlichen Erfolgsfaktoren an die oberste Managementebene überwacht. LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, verstanden. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos und zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hat die VR LEASING ein zentrales Cash Management eingerichtet. Hier wird die Beanspruchung der Forfaitierungs- und freien Kreditlinien fortlaufend kontrolliert und die Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit sichergestellt. RisikovorsorgeDie BFL GmbH als Muttergesellschaft hat für die Gesellschaften der BFL-Gruppe einschließlich der Infotec für Objektrisiken aus dem Leasing- und Mietkaufgeschäft sowie andere Risiken aus ihrer Geschäftstätigkeit ausreichende Vorsorge getroffen. Die im Jahresabschluss der BFL GmbH enthaltenen Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen wurden in angemessener Höhe gebildet. Für die weitere künftige Entwicklung der Infotec sind darüber hinaus keine über das normale Maß hinausgehenden Risiken zu erkennen. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. PrognoseberichtNach der deutlichen Erholung im abgelaufenen Jahr dürfte das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft in 2011 moderater ausfallen. Die binnenwirtschaftliche Belebung im Jahr 2010 war zu einem ganz erheblichen Teil auf höhere Exporterfolge zurückzuführen. Die mittelfristigen Perspektiven werden von der deutschen Wirtschaft weiterhin zuversichtlich eingeschätzt. Durch die unerwartet schnelle und kräftige Erholung der deutschen Wirtschaft werden Ersatzinvestitionen, die in der Krise zurückgestellt wurden, nun nachgeholt. Zudem kann mit der steigenden Auslastung auch von Kapazitätserweiterungen ausgegangen werden. Deshalb ist mit einer nachhaltigen Belebung der Investitionskonjunktur in Deutschland zu rechnen. Risikofaktoren bleiben die konjunkturellen Ungleichgewichte in der Eurozone und die defizitäre Lage einiger Mitgliedsstaaten. Diese Faktoren können sich negativ auf die Lage des exportorientierten Mittelstandes und auf die Binnenkonjunktur auswirken. Aufgrund der zu erwartenden günstigen konjunkturellen Entwicklung dürfte auch die Nachfrage nach Finanzierungsmitteln zunehmen. Daher ist auch in der Leasingbranche mit einem Wachstum zu rechnen. Die geänderte beziehungsweise noch anstehende Änderung der Rechnungslegungsvorschriften führen allerdings zu Verunsicherungen. In 2010 konnten die Risiken in der BFL-Gruppe begrenzt und die Aufwendungen hierfür deutlich verringert werden. Zukünftig erwarten wir eine weitere Reduzierung der Risikokosten. Grundlage sind optimierte Risikosysteme, ein positives Konjunkturumfeld und eine Erholung der Sekundärmärkte. In den kommenden Jahren gehen wir von einer moderaten Steigerung des Neugeschäfts aus.
Eschborn, im März 2011 Infotec Miet + Leasing GmbH Die Geschäftsführung Jahresbilanz zum 31. Dezember 2010der Infotec Miet + Leasing GmbH, EschbornAKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010der Infotec Miet + Leasing GmbH, Eschborn
Anhang 20101. Allgemeine AngabenDie Infotec Miet + Leasing GmbH, Eschborn (Infotec) ist aufgrund des gewerbemäßigen Betreibens des Finanzierungsleasings seit dem 25. Dezember 2008 ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a KWG. Als Finanzdienstleistungsinstitut unterliegt die Infotec somit der laufenden, jedoch eingeschränkten Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank. Die eingeschränkte Aufsicht beinhaltet im Wesentlichen die Erfüllung von Erlaubnispflichten, organisatorischen Pflichten (§ 25a KWG, MaRisk) und andere, vor allem formelle Anzeigepflichten (§§ 14, 24 KWG). Als weitere Konsequenzen ergeben sich, dass die Infotec ihren Jahresabschluss nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) sowie den handelsrechtlichen Anforderungen für Finanzdienstleistungsinstitute zur Jahresabschlusserstellung (§§ 340 ff. HGB) zu erstellen hat. Der Jahresabschluss der Infotec zum 31. Dezember 2010 sowie der Lagebericht sind nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 unter Beachtung der RechKredV und den besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit der RechKredV werden analog dem Vorjahr angewendet. Der aufgestellte Jahresabschluss der Infotec wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Geschäftszweck der Infotec, einer sogenannten "Same-name"-Gesellschaft, ist in Verbindung mit der Geschäftstätigkeit der BFL Leasing GmbH, Eschborn (BFL GmbH) zu sehen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde zwischen der BFL GmbH und der Infotec eine Rahmenvereinbarung geschlossen, die dazu führt, dass die Leasing- und Mietkaufverträge im Namen der Infotec, jedoch auf Rechnung der BFL GmbH geschlossen werden (Ermächtigungstreuhand). Vor diesem Hintergrund erfolgt zum 31. Dezember 2010 der Ausweis von Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten (§ 6 RechKredV). Die Vorjahreszahlen wurden dem geänderten Ausweis angepasst und sind daher mit dem Vorjahresabschluss nur eingeschränkt vergleichbar. Die entsprechenden Abweichungen werden bei den Erläuterungen zu den einzelnen Posten dargestellt. Am 13. Mai 1997 wurde zwischen der BFL GmbH und der Infotec ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, der die Ausübung der einheitlichen Leitung durch die BFL GmbH begründet. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Forderungen an Kreditinstitute sind mit dem Nennwert oder den Anschaffungskosten, bilanziert. Die Bewertung erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Das Treuhandvermögen beinhaltet die aus dem Treuhandverhältnis mit der BFL GmbH übernommenen Vermögensgegenstände. Dem Treuhandvermögen stehen in gleicher Höhe die Treuhandverbindlichkeiten gegenüber. Die Bewertung erfolgt in Übereinstimmung mit den Buchwerten des Treugebers zu Nennwerten oder zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Forderungen aus Mietkaufverträgen werden mit dem Barwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Die anderen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses der Infotec Miet + Leasing GmbH, EschbornIn der Position Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 62,9 TEUR (Vorjahr 68,2 TEUR) werden die Guthabensalden bei diversen Banken zum Stichtag ausgewiesen, die gesamt täglich fällig sind. Das Treuhandvermögen von 314,4 TEUR (Vorjahr 302,6 TEUR) resultiert aus Forderungen an Kunden in Höhe von 312,4 TEUR (Vorjahr 299,6 TEUR) und Rechnungsabgrenzungsposten 2,0 TEUR (Vorjahr 3,0 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden resultieren aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem internen Verrechnungsverkehr in Höhe von 32,3 TEUR (Vorjahr 37,5 TEUR). Hierbei handelt es sich zugleich um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen mit 290,7 TEUR (Vorjahr 232,4 TEUR) auf Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, mit 0,9 TEUR (Vorjahr 0,9 TEUR ) auf sonstige Verbindlichkeiten, mit 2,0 TEUR auf Rechnungsabgrenzungsposten (Vorjahr 3,0 TEUR) und mit 20,8 TEUR (Vorjahr 66,3 TEUR) auf andere Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind mit 83,6 TEUR (Vorjahr 75,1 TEUR) täglich fällig und haben mit 207,1 TEUR (Vorjahr 157,3 TEUR) eine vereinbarte Laufzeit von kleiner 5 Jahren. In den anderen Rückstellungen wird die Rückstellung für Prüfung und Beratung ausgewiesen. Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 25 TEUR und wird zu 95 Prozent von der BFL GmbH gehalten. Unter den Provisionserträgen werden in Höhe von 8,4 TEUR (Vorjahr 8,7 TEUR) die Erträge aus der Abwicklung der Leasing- und Mietkaufverträge im Treuhandverhältnis ausgewiesen. Im Vorjahr wurden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen die eingehenden Leasingraten ausgewiesen, denen korrespondierende Leasingaufwendungen aus der Weiterleitung an die BFL GmbH gegenüber stehen, die im Vorjahr unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen waren. Vor dem Hintergrund des bestehenden Treuhandverhältnisses ergeben sich im Berichtsjahr keine entsprechenden Aufwendungen bzw. Erträge. Die unter den Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesenen anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses, sowie Gebühren und Beiträge. 4. Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vorgenommen. Angaben zu den Abschlussprüferhonoraren werden im Teilkonzernanhang der VR-LEASING AG, Eschborn aufgeführt. Die Infotec beschäftigte 2010 kein eigenes Personal. Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2010: Herr Ludwig W. Schott, Kronberg (Geschäftsführer der BFL Leasing GmbH, Eschborn; Ressort: Marktfolge) und Herr Rainer Geissel, Pforzheim (Managing Director der BFL Leasing GmbH, Eschborn; Bereichsleiter Markt) Die Vergütung der Geschäftsführung erfolgte durch ein anderes Konzernunternehmen. Zum 31. Dezember 2010 wurden Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen: Geschäftsführer der Infotec Ludwig Schott, Vorstand VR-LEASING AG Mitglied des Aufsichtsrates der VB-Leasing International Holding GmbH (Wien) Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der FB-LEASING OOO (Moskau) Die Infotec wird zum 31. Dezember 2010 über die BFL GmbH, Eschborn, in den Teilkonzernabschluss der VR-LEASING AG, Eschborn, einbezogen. Dieser wiederum wird in den Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen. Die vorgenannten Abschlüsse werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.
Eschborn, den 14. März 2011 Infotec Miet + Leasing GmbH, Eschborn Ludwig W. Schott Rainer Geissel Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Infotec Miet + Leasing GmbH, Eschborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Infotec Miet + Leasing GmbH, Eschborn, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 15. März 2011 Deloitte
& Touche GmbH
Nemet, Wirtschaftsprüfer ppa. Hülsen, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 15.03.2011 festgestellt. |
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