Mondi Hammelburg GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniela Dorner seit 16.12.2022 | Geschäftsführer |
Thomas Kern seit 14.9.2022 | Prokura |
Florian Ullrich seit 10.3.2021 | Prokura |
Volker Karl Christian Reimer seit 23.10.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Mondi Holding Deutschland GmbHEigenbeteiligung | 49.41% |
Mondi Corrugated Poland B.V. | 31.57% |
Mondi Investments Limited | 10.01% |
Mondi Investments Limited | 9.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Mondi Bamberg GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mondi Holding Deutschland GmbHHalle (vormals: Gronau)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns und Konzernstruktur Die Mondi Holding Deutschland GmbH, Gronau, zusammen mit ihren Tochterunternehmen (im Folgenden kurz "Gruppe" oder "Mondi" genannt) ist ein weltweiter Hersteller von Konsumgüterverpackungen, Hygienekomponenten und Release Liner, Wellpappe und Sacklösungen. Hauptanteilseigner der Gruppe ist mit 89,99% der Anteile die Mondi Corrugated Poland B.V. in den Niederlanden, die zu 100% der Mondi Packaging Sarl gehört. Mit 10,01% der Anteile hält die Mondi Investments Limited in Großbritannien einen nicht beherrschenden Anteil an der Gruppe. Die Unternehmensgruppe Mondi Holding Deutschland gehört zur Mondi plc, welche an der Londoner Börse notiert. Die Werke für die Produktion von Konsumgüterverpackungen, Hygienekomponenten und Release Liner befinden sich in verschiedenen Ländern der Welt, vor allem in Deutschland. Weitere Werke sind in Ungarn, Polen, Russland, China und den USA zu finden. Kernkompetenzen sind das Extrudieren, Drucken und Beschichten sowie die Veredelung oder Weiterverarbeitung von hochwertigen Folien. Die Gruppe ist auch ein Lieferant von silikonbeschichteten und speziellen Release Liner. Die wichtigsten Werke für die Herstellung von Wellpappe sind in Deutschland angesiedelt, aber die Gruppe betreibt auch ein Werk in Polen. In diesem Bereich bietet Mondi eine breite Palette von Verpackungslösungen aus Wellpappe an. Die Gruppe verfügt auch über zwei Werke für Sacklösungen in Deutschland. Es werden hauptsächlich Sacklösungen für Kunden aus der Zement- und Baustoffindustrie, der chemischen Industrie sowie der Nahrungsmittel-, Futtermittel- und Saatgutbranche hergestellt. Ziele und Strategien Unsere Strategie ist es, wertsteigerndes Wachstum auf nachhaltige Weise zu schaffen. Unser strategischer Ansatz baut auf Wettbewerbsvorteile auf, über die wir heute verfügen, und legt einen klaren Fahrplan für unsere Investitionen und operativen Entscheidungen fest, damit wir unser nachhaltiges Wachstum in Zukunft fortsetzen können. Unser strategischer Rahmen umfasst vier Bereiche: Leistung entlang der Wertschöpfungskette steigern Unsere Schwerpunkte:
In Vermögenswerte mit Kostenvorteilen investieren Unsere Schwerpunkte:
Unsere Mitarbeiter inspirieren Unsere Schwerpunkte:
Mit unseren Kunden für Innovation zusammenarbeiten Unsere Schwerpunkte:
Steuerungssystem Die Steuerung erfolgt vor allem durch die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:
Mitarbeiter Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen im Geschäftsjahr 2021 stellen sich wie folgt dar:
Hinweis:
1 Angaben in Vollzeitäquivalente (VZÄ)
Die ausgewiesene Mitarbeiterzahl beinhaltet die Standorte der Mondi Holding Deutschland Gruppe mit ihren Stammbelegschaften einschließlich der Geschäftsführer. Auszubildende sind nicht berücksichtigt. Die Anzahl der Mitarbeiter wird auf Basis des Vollzeitäquivalents (VZÄ) ermittelt, das heißt, Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. Insgesamt waren im Geschäftsjahr im Durchschnitt 3.670 (2020: 3.685) Mitarbeiter beschäftigt. Die Gruppe beschäftigt die meisten Mitarbeiter in Europa, wovon 2.520 Mitarbeiter bzw. 69% in Deutschland arbeiten. Der Personalstand in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% gefallen. Die zweitgrößte Region ist Osteuropa mit 1.111 Mitarbeitern. Die Mitarbeiterzahl in Osteuropa hat sich um 3,0% erhöht. Managemententwicklung Die Entwicklung des Managements wird durch die Mondi Academy sowie durch lokale Maßnahmen unterstützt. Außerdem werden dem Management externe Schulungen angeboten. Performance Development Reviews werden in regelmäßigen Abständen in den Betrieben der Gruppe durchgeführt. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Der Bereich Forschung & Entwicklung trägt wesentlich zu unserem anhaltenden Erfolg bei. Für uns ist Innovation der Schlüssel zur Schaffung von Mehrwert. Dies erreichen wir zum Beispiel, indem wir mit Kunden an innovativen neuen Produkten arbeiten oder neue Wege beschreiten, um unsere Mitarbeiter zu fördern und unsere Effizienz zu steigern. Unsere Schwerpunkte sind:
Eine intensive Auseinandersetzung mit neuen Rohstoffen und Prozesstechnologien sowie Grundlagenforschung bilden die Basis der Entwicklungsarbeit. Forschungs- und Entwicklungskennzahlen Im Berichtsjahr wurden insgesamt €8,2 Mio. (2020: €8,5 Mio.) für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Dies entspricht 0,7% (2020: 0,9%) des Konzernumsatzes. Arbeits- und Gesundheitsschutz In unserer Branche gibt es viele Tätigkeiten, die mit hohen Risiken verbunden sind. Mittels Arbeitsgruppen entwickeln wir Richtlinien zur Minimierung dieser Risiken. Wir verlangen von allen unseren Standorten, dass sie sich auf ihre Toprisiken konzentrieren und Aktionspläne ausarbeiten, die diese Risiken ausschalten oder, wo dies nicht möglich ist, rigorose Verfahren und Kontrollmechanismen einführen, um diese Risiken zu minimieren. Wir untersuchen laufend alle Zwischenfälle und Beinaheunfälle und kommunizieren unsere Erkenntnisse an alle Standorte. Wir setzen ein extern zertifiziertes Sicherheitsmanagementsystem ein und führen an unseren Standorten regelmäßige Audits durch, um sicherzustellen, dass unsere Einrichtungen für ihren jeweiligen Zweck geeignet sind. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die COVID-19 Pandemie hinterlässt weiterhin tiefe Spuren in Gesellschaft und Wirtschaft. Die Zulassung verschiedener Impfstoffe in den vergangenen Monaten haben die Hoffnung auf ein eventuelles Ende der Pandemie geweckt. Aufgrund hoher Ansteckungsraten und neuen hochansteckenden Virus-Varianten, wurde jedoch die prognostizierte Wachstumsrate wieder leicht herabgesetzt und geschwächt (IMF, World Economic Outlook January Update 2021). Steigende Energiepreise und Versorgungsunterbrechungen haben zu einer höheren und breiter angelegten Inflation geführt als erwartet, insbesondere in den Vereinigten Staaten, im Euroraum und in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern (IMF, World Economic Outlook January Update 2022). Das globale Wirtschaftswachstum wird auf 5,9% im Jahr 2021 geschätzt und soll sich 2022 auf 4,4% abschwächen. Mobilitätsbeschränkungen, Grenzschließungen und die gesundheitlichen Folgen, welche durch die Verbreitung der Omikron-Variante ausgelöst worden sind, beeinflussen das Wachstum im ersten Quartal 2022 weiterhin. Danach sollen die Auswirkungen der Pandemie im zweiten Quartal 2022 abflachen, unter der Voraussetzung, dass es keine weiteren Varianten mehr gäbe und die aktuelle Mutation langsam zurückgehen werde. Die Inflation bleibt auch in naher Zukunft hoch, 3,9% für entwickelte Länder und 5,9% in Schwellen- und Entwicklungsländern. Der Rückgang von Lieferkettenunterbrechungen, straffere Geldpolitik, der Wechsel vom Warenkonsum hin zu Dienstleistungen und fallende Treibstoffpreise, sollen die Inflation 2023 wieder reduzieren (IMF, World Economic Outlook January Update 2022). Die meisten und zugleich größten Betriebe der Mondi Holding Deutschland Gruppe befinden sich in Deutschland, das auch mit Abstand den größten Einzelmarkt für die Produkte der Gruppe darstellt. In Europa gilt für 2022 eine Wachstumsrevision von -0,4 Prozentpunkten auf 3,9 Prozent, für welche Lieferengpässe und Lockdowns verantwortlich sind. Da Deutschland besonders stark von der Rohstoffversorgung und den Lieferketten abhängig ist, gilt ein Wachstumsabschlag von 0,8 Prozentpunkten auf 3,8 Prozent (IMF, World Economic Outlook January Update 2022, Table 1. Overview of the World Economic Outlook Projections). Ein starker Arbeitsmarkt, weitergehende Normalisierung der Aktivitäten im Alltag, aufholende Nachfrage im Dienstleistungssektor, zunehmende Exporte und vorteilhafte Finanzierungsbedingungen für Unternehmensinvestitionen, werden Deutschland 2022 zu einem stärkeren Wachstum verhelfen (OECD Economic Outlook, Volume 2021 Issue 2: Preliminary Version). Vor Kriegsausbruch wurde damit gerechnet, dass sich die zentralen gesamtwirtschaftlichen Variablen nach der Coronapandemie im Zeitraum 2022-2023 normalisieren würden. Sollten die seit Kriegsbeginn beobachteten Rohstoffpreis- und Finanzmarktentwicklungen von Dauer sein, könnten sie das globale BIP-Wachstum im ersten Jahr um über 1% verringern - wobei es in Russland zu einer schweren Rezession käme- und den globalen Verbraucherpreisauftrieb um etwa 2,5% erhöhen (OECD-Wirtschaftsausblick, Zwischenausgabe März 2022). Mondi beobachtet und analysiert weiterhin die Situation in der Ukraine, sowie die Reaktionen der internationalen Regierungen und die damit verbundenen möglichen Auswirkungen auf die Gruppe. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Konsumgüterverpackungen Mondi bietet seinen Kunden flexible Verpackungslösungen an. Flexible Verpackungen haben gegenüber starren Verpackungslösungen wesentliche Vorteile da sie sowohl Material als auch Energie sparen und weniger Abfall verursachen. Unser Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Produkten die mindestens die gleichen Merkmale und Funktionen bieten wie starre Verpackungsalternativen und unseren Kunden Einsparungen ermöglichen sowie die Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren. Das erhöhte Interesse an nachhaltigen Verpackungslösungen ist am Markt klar erkennbar und treibt die Weiterentwicklungen an. Neben unserem Kernmarkt Deutschland haben wir auch Betriebe in Polen, Ungarn, Russland, Österreich sowie in den USA und Asien. Die umsatzstärksten Märkte sind Deutschland, die USA, Frankreich, Russland und Polen. Die Marktstatistiken für 2021 liegen noch nicht vor, aber die Nachfrage nach flexiblen Verpackungen blieb auch in 2021 gut. Der Markt war weniger volatil als im Jahr 2020, als wir einen COVID-19 bedingten Lageraufbau vor den ersten Ausgangsbeschränkungen und einen anschließenden Lagerabbau im weiteren Verlauf des Jahres beobachten konnten. Während der Pandemie verlagerte sich der Lebensmittelkonsum von der Gastronomie in den Einzelhandel, und die Zahl der Haustiere nahm zu, was sich günstig auf die Nachfrage nach flexiblen Verpackungsprodukten für Tierfutter und Tierbedarf auswirkte. Konsumgüterverpackung beliefert seine Kunden mit Produktkomponenten für Windeln und Damenhygiene sowie mit Produkten im Bereich der Feuchttücher. Neben zwei großen Produktionsstätten in Deutschland gibt es eine kleinere Produktionsstätte in den USA sowie China. Die umsatzstärksten Märkte sind Deutschland, die USA, Polen, Italien und die Türkei. Die Nachfrage nach Einweg-Hygieneprodukten hat sich nach der durch die Pandemie verursachten häuslichen Abgeschiedenheit und dem erhöhten Umsatz im Jahr 2020 wieder normalisiert. Im Jahr 2021 konnte eine Marktsättigung und ein Abbau von Lagerbeständen in bestimmten Produktkategorien, wie zum Beispiel bei Feuchttüchern, beobachtet werden. Die weltweite Nachfrage nach Windeln wird weiterhin von den sich entwickelnden Märkten und dem Hosenformat angetrieben, während die Nachfrage nach herkömmlichen Windeln stagniert (Euromonitor). Wellpappe Im Jahr 2021 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 3,57 Billionen Euro. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 2,9%. Grund für den Rückgang im Jahr 2020 waren die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehende Shutdown der Wirtschaft (Statista, Bruttoinlandsprodukt in Deutschland bis 2021). Der arbeitstägliche Absatz der Mitglieder des VDW legte im dritten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8% zu. Damit war die Absatzsituation der Wellpappenindustrie im dritten Quartal weiterhin gut (VDW. Quartalsbericht III 2021). Der Kostendruck für unsere Industrie bleibt, bei guter Auftrags- und Absatzlage, weiterhin enorm hoch. Neben den historisch hohen Rohstoff- und Energiekosten werden auch andere Kostenbereiche immer bedeutsamer. So berichten einige Mitglieder von Problemen bei der Logistik durch den Mangel an LKW-Fahrern. Auch die zu erwartenden Lohnerhöhungen treiben unsere Mitglieder zunehmend um. Auf der Ertragsseite stellen sich nur zögerlich dringend notwendige Anpassungen ein. Dazu steigen die Marktrisiken für unsere Industrie durch die hohe Inflation, einem rückläufigen privaten Konsum und die schwache Konjunktur (VDW, Quartalsbericht III 2021). Im dritten Quartal des Jahres 2021 stiegen die Durchschnittserlöse in Cent pro m 2 Wellpappe im VDW weiter an, Im September lag der Durchschnittspreis für den m 2 Wellpappe bei 61,3 Cent/m 2 und damit um 18,1% höher verglichen zum Dezember 2020 (VDW, Quartalsbericht III 2021). Die Papierrohstoffpreise stieg in 2021 stark weiter an, nach letzten vorhandenen VDW-Daten per November 2021, Wellenstoff um 68% auf 623 EUR/t und Kraftliner um 45% auf 852 EUR/t im Vergleich zu Dezember 2020 (VDW Quartalsbericht III 2021). Die Betriebe der Mondi Holding Deutschland GmbH in diesem Segment sind in Süddeutschland und Polen ansässig. Laut VDW Statistik wuchs der deutsche Markt (Region Süd +8,3% und Südwest +8,2%) im November 2021 um +7,4% im Vergleich zu 2020. (VDW, Absatzmeldung 11-2021). Für das Jahr 2022 hat der VDW im Dezember 2021 eine Prognose von +4,1% Wachstum abgegeben (VDW, Prognose zur Entwicklung der Wellpappenindustrie). Sacklösungen Mondi ist einer der Marktführer im Bereich von Industriesäcken in Europa, im Nahen Osten und in Nordamerika. Die wichtigsten Endabnehmer variieren nach Märkten. In Europa gingen 2021 63 % an die Zement- und Baustoffindustrie; weitere wichtige Abnehmer waren die Bereiche Lebensmittel (14 %), Tierfutter (7 %) und Chemikalien (6 %) (Eurosac-Statistik für Dezember 2021). Die Betriebe der Gruppe befinden sich in Deutschland, welches der zweit größte Einzelmarkt in Europa ist (Eurosac- Statistik für November). Unsere deutschen Werke produzieren und vertreiben Sacklösungen für Kunden aus der Zement- und Baustoffindustrie, der chemischen Industrie sowie der Nahrungsmittel-, Futtermittel- und Saatgutbranche. Darüber hinaus werden verstärkt Betriebe der Automobilzulieferindustrie beliefert. Das Jahr 2021 hat für den europäischen Markt für Industriesäcke im Vergleich zu 2020 mit einer Erhöhung von 4,7% abgeschlossen. Das Wachstum ist getrieben durch die starke Nachfrage in der Baustoffindustrie (+8,4%), sowie einer Erholung der Chemieindustrie (+9,3%) und die Bereiche Nahrungsmittel, Futtermittel und Saatgut sind in Summe ident zum Vorjahr (Eurosac, Statistik für Dezember). Der deutsche Markt, ist im Vergleich zum Vorjahr, um 3,4% gewachsen, wobei in Deutschland die Chemieindustrie mit +11,3% den größten absoluten Anteil am Wachstum hatte (Eurosac, Statistik für Dezember). Der steigende Bedarf an Industriesäcken in 2020 und 2021 hat gezeigt, dass COVID-19 keine negativen Auswirkungen auf unsere Branche hatte. Auch für 2022 erwarten wir einen weiterhin stabilen und leicht wachsenden Markt im Papierbereich, unter anderem auch durch den Trend zur mehr Nachhaltigkeit. Entwicklung der Energiepreise Die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie machten sich auch weiterhin auf dem Energiemarkt bemerkbar. Im ersten Halbjahr stiegen die Strompreise aufgrund den erhöhten Produktionskosten von Gaskraftwerken bedingt durch die schnell steigenden Erdgas- und CO2-Preise. Durch den Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie und der Kohleerzeugung fallen nun immer mehr preisgünstige Grundlastkraftwerke weg, was wiederum für 2022 große Preissteigerungen erwarten lässt (Energie-Handels-Gesellschaft mbH & Co. KG). Nach historisch sehr niedrigen Preisen im Jahr 2020 kehrten die Erdgaspreise im ersten Halbjahr auf ein normales Niveau zurück. Aufgrund von Befürchtungen über eine Verknappung auf dem Gasmarkt erreichten die Preise im zweiten Halbjahr in Europa neue Höchststände (Mondi). Die Erdgasknappheit in Europa aber auch die erhöhten Emissionszertifikatspreise führten zu einer Umstellung der Stromerzeugung von Gas auf Kohle. Dies führt wiederum zu einem positiven Rückkopplungseffekt was letztlich dazu führt, dass die Kohlepreise aufgrund der erhöhten Nachfrage wieder weiter steigen werden (International Energy Agency, Coal 2021). Rohstoffe Die indexierten europäischen PE- und PP-Benchmark-Preise stiegen im Jahr 2021 aufgrund von Angebotsengpässen, starker Nachfrage, Verzögerungen bei neuen Kapazitäten, globalen logistischen Herausforderungen und Produktionsunterbrechungen (einschließlich des Wintersturms in den USA) deutlich an. Die durchschnittlichen Preise für PE und PP in 2021 liegen mit rund +67,8% und +69,1%, weit über dem Vorjahr (Mondi). Die Weitergabe der Rohstoffpreisveränderungen an die Kunden richtet sich nach den individuellen vertraglichen Absprachen in Form von Preisgleitklauseln, welche meist langfristigen Charakter haben. Damit können Rohstoffpreisveränderungen nur zeitverzögert weitergegeben werden.
Lage des Konzerns Ertragslage Der Umsatz der Mondi Holding Deutschland Gruppe lag mit €1.172,3 Mio. über dem Vorjahresniveau und damit auch über dem geplanten Umsatz von rd. €1.090 Mio. Währungseffekte wirkten sich leicht (unter 1%) negativ auf den Umsatz aus. Knapp 65% der Betriebe der Gruppe befinden sich in Deutschland. Deutschland ist mit €428,8 Mio. weiterhin der größte Einzelmarkt für die Produkte der Gruppe, in welchem die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 21,8% gestiegen sind. Der Umsatz in Westeuropa (ohne Deutschland) ist um 12,8% über dem Vorjahresniveau. In Osteuropa und in Nordamerika ist der Umsatz 2021 jeweils mit einem Plus von 20,7% und 19,3% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Region Asien und Australien musste als einzige Region in 2021 einen Umsatzrückgang von 0,9% verzeichnen. Der höhere Umsatz der Gruppe resultiert vor allem aus der Erholung des Marktes, speziell der Automobilindustrie, aber auch durch die Abschließung der Restrukturierung und die damit folgende Neuausrichtung der Produktstrategie im deutschen Werk Gronau. Zusätzlich sorgte eine stabile Nachfrage und eine gute Entwicklung im elektronischen Handel für eine sehr hohe Auslastung, welche Mondi durch Überstunden und unter Nutzung der über die vergangenen Jahre sukzessive ausgebauten Maschinenparks, erfüllen konnte. Die hohe Nachfrage führte auch auf den Rohstoffmärkten zu Lieferengpässen bei Papier, Leim und Transport, die Mondi aber dank ihrer gut integrierten Papierfabriken ohne Probleme bewältigen konnte. Die Kosten für Papier, Paletten, Leim, Transport und Energie sind im Laufe des Jahres auf ungeahnte Höhen geklettert und haben zu einer angespannten Kostensituation geführt. Mondi konnte jedoch durch Steigerungen der Verkaufspreise, die erhöhten Rohstoffpreise kompensieren und somit den Umsatz für 2021 weiter ausbauen.
Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
Das EBIT lag mit €82,7 Mio. um 87,1% über dem des Vorjahres. Gleiches gilt für das EBITDA, welches mit €125,8 Mio. um 12,7% über dem Vorjahresniveau liegt. Nach einem Rückgang in 2020 ist der Umsatz in 2021 wieder deutlich gestiegen. Dieser Anstieg ist getrieben von einer stärkeren Nachfrage, einer höheren Auslastung und durch Mengenerhöhungen in manchen Standorten. Zusätzlich wurde die Restrukturierung in Gronau, einem wichtigen Produktionsstandort der Gruppe, welcher Einmalaufwendungen in Höhe von €34,3 Mio. verursachte, abgeschlossen. Um den Kostenanstieg der Rohstoffe (v.a. Papier und Energie) zu kompensieren, wurden die Verkaufspreise in allen Segmenten erhöht, darüber hinaus ist es Mondi gelungen, den Deckungsbeitrag des Konzernes weiter zu verbessern. Der Konzernüberschuss 2021 betrug €44,7 Mio. und stieg somit um 223,9% im Vergleich zum Vorjahr. Auch 2021 haben wir uns darum bemüht, durch eine Kombination von Investitionen, verschiedenen wirtschaftlichen und operativen Initiativen sowie Anlagenrationalisierungen alle Möglichkeiten für wertsteigerndes Wachstum und Kostenoptimierung zu finden und zu nutzen. Die Material- und sonstigen variablen Kosten der Gruppe waren im Vergleich zum Vorjahr um 28,9% höher. Die Energiekosten sind 2021 im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen. Dies ist auf Rohöl-, Gas- und Kohlepreise zurückzuführen, welche durch die Energiewende Deutschlands, der Gasknappheit und der Energiepreiszertifikatserhöhung, weiter gestiegen sind. Bei Polyethylen war in 2021 ebenfalls ein Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr feststellbar. Die Fixkosten sind im Jahresvergleich um 2,8% gesunken. Die Personalkosten, welche knapp über 70% der Fixkosten der Gruppe ausmachen, haben sich im Vergleich zum Vorjahr in Folge der Restrukturierung leicht verringert. Das Finanzergebnis des Berichtsjahres belief sich auf minus €20,1 Mio., was einem Anstieg um 14,5% gegenüber 2020 entspricht. Dies ist vor allem auf höhere Kapitalkosten zurückzuführen. Personalaufwand Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,7% gesunken. Trotz der jährlichen Lohnanpassungen von 2%, konnten aufgrund der Restrukturierung in Gronau die Personalkosten weitergehend gesenkt werden. Finanzlage Zentrale Finanzierung Die Mondi Holding Deutschland Gruppe wird von der weltweiten Mondi-Gruppe zentral finanziert. Die kurz- und mittelfristige Liquidität wird durch interne Darlehen und Cash-Pooling innerhalb der weltweiten Mondi-Gruppe sichergestellt. Die daraus resultierenden Cash Bestände werden beim Cash Pool Master (bei allen Währungen mit Ausnahme Polnischer Zloty die Mondi Finance plc) veranlagt, etwaige kurzfristige Finanzierungen werden vom Cash Pool Master ausgereicht. Die Gesamtstände des Konzerns per 31. Dezember 2021 umfassen Guthaben bei Mondi Finance plc in Höhe von €137,9 Mio. (2020: €48,2 Mio.) bzw. kurzfristige Finanzierungen durch Mondi Finance plc in Höhe von €153,7 Mio. (2020: €70,6 Mio.) und durch Mondi Swiecie SA in Höhe von €4,5 Mio. (2020: €1,6 Mio.). Per 31. Dezember 2021 bestanden verzinsliche Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Form von Structural loans (langfristige 5-Jahres-Finanzierungsrahmen) mit einer Gesamtausnutzung von €835,1 Mio. (2020: €805,1 Mio.) Die Mondi Holding Deutschland Gruppe schloss das Finanzjahr 2021 mit einer höheren Nettoverschuldung als im Vorjahr ab. Zum 31. Dezember 2021 betrug die Nettoverschuldung €853,9 Mio. (2020: €826,3 Mio.), was einem Anstieg von 3,3% gegenüber dem Vorjahr gleichkommt.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war nach Steuern mit €45,1 Mio. um 62,1% niedriger als im Vorjahr. Der Anstieg des Working Capitals konnte durch das höhere Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit nur zum Teil kompensiert werden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten war mit minus €52,7 Mio. um €27,5 Mio. niedriger als im Vorjahr. Während das Jahr 2020 von außergewöhnlichen Investitionen (Neuausrichtung von Teilen des Geschäftssegmentes) geprägt war, haben sich die Investitionen in 2021 wieder auf ein normales Niveau reduziert. Es sind weiterhin erhebliche Mittel in die Modernisierung und Erweiterung des Maschinenparks geflossen. Im Geschäftsjahr 2021 hatte die Gruppe einen Investitionsaufwand von €54,7 Mio., wovon €31,6 Mio. auf die Instandhaltung und €23,1 Mio. auf Investitionen für den Ausbau entfielen. Der Investitionsaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 34,8% niedriger. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es einen Zahlungsmittelzufluss aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von €95,4 Mio. im Vergleich zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von €7,3 Mio. im Vorjahr, Verantwortlich dafür ist, die Aufnahme kurzfristiger Finanzierungen bei nahestehenden Unternehmen. Vermögenslage
Die Aktiva liegen mit einem Anstieg von €190,5 Mio. gegenüber 2020 auf einem höheren Niveau als im Vorjahr. Dieser Anstieg ist größtenteils auf das kurzfristige Vermögen (+50,0%) zurückzuführen. Aufgrund erhöhter Gewinnrücklagen, konnten 2021 die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 166,8%, im Vergleich zum Vorjahr 2020 steigen. Der um €143,2 Mio. höhere Schuldenstand ist vor allem auf die Erhöhung der kurzfristigen Schulden zurückzuführen. Durch die stark gestiegenen Rohmaterialpreise, aber auch durch die Aufnahme eines Darlehns, haben sich die Verbindlichkeiten 2021 um weiter 44,6% erhöht. Wegen der Passivierung von Investitionszuschüssen und der Aufnahme eines zusätzlichen Kredites, stiegen die langfristigen Schulden 2021 auf €886,4 Mio. Per 31. Dezember 2021 bestanden verzinsliche Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Form von Structural loans (langfristige 5-Jahres-Finanzierungsrahmen) mit einer Gesamtausnutzung von €835,1 Mio. (2020: €805,1 Mio.). Die Geschäftsentwicklung hat sich nach Beurteilung der Geschäftsleitung insgesamt stabil dargestellt. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen durch die COVID-19 Pandemie wies die Gruppe solide Umsatzzahlen aus. Es wurden Maßnahmen zur Senkung der Kostenbasis und Neuausrichtung des Produktportfolios gesetzt, um ein stetiges Wachstum in den kommenden Jahren sicherzustellen. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren sind im Wesentlichen das Operative Ergebnis (EBIT), das EBITDA, die Nettoverschuldung, das Working Capital und Working Capital in % und ROCE in %. Bezüglich der Entwicklung der Leistungsindikatoren wird auf die Ausführungen zur Ertragslage verwiesen. Working Capital und Working Capital in % Das gesamte Working Capital in % liegt 2021 mit 18,2% über dem Vorjahreswert von 16,0%. Das absolute Working Capital ist aufgrund erhöhter Vorräte und Forderungen weiter angestiegen.
ROCE % Für 2021 lag das Ziel für den ROCE in % im Bereich von 8,5% welches die Gruppe mit 8,6% wie geplant erreichte. Nettoverschuldung Die Nettoverschuldung lag 2021 mit €853,9 Mio. um €27,6 Mio. über dem Vorjahreswert. Durch das Aufnehmen zusätzlicher Kredite haben sich die kurzfristigen- sowie langfristigen Schulden erhöht. Demgegenüber steht ein Anstieg der liquiden Mittel. Weitere Informationen über die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren sind im Abschnitt "Lage des Konzerns" zu finden. NICHT-Finanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiterentwicklung Die Mondi Academy bietet marktgerechte und unternehmensspezifische Weiterbildungsprogramme für unsere Mitarbeiter an. Zu den Inhalten gehören insbesondere digitale Technologien mit dem Einsatz von modernen Lehr- und Lerntools, Personalentwicklung sowie Weiterbildung zum Thema Führung. Neben der zielgerichteten beruflichen Weiterentwicklung ist die Mondi Academy ein idealer Ort für interne Netzwerkarbeiten und zum Erfahrungsaustausch. Die Angebote werden auch für spezielle Zielgruppen, wie z.B. den Vertrieb, hausintern entwickelt. Außerdem wurden die Grundlagen für die Digital Academy gelegt, welche im Laufe des Jahres 2019 gestartet wurde. Der Fokus liegt darin, die digitalen Fähigkeiten unserer Mitarbeiter weiterzuentwickeln. Gesundheit und Sicherheit systematisch fördern Unser Ziel in Mondi ist es, dass alle Arbeitnehmer jeden Tag sicher und gesund nach Hause kommen. Wir konzentrieren unsere Aktivitäten darauf die 24-Stunden Sicherheitsgeisteshaltung unserer Mitarbeiter zu stärken. Dieses Konzept ist darauf ausgerichtet die Menschen auf einer emotionalen, unterbewussten Ebene zu erreichen und die kommunizierten Sicherheitsaspekte auch außerhalb des Arbeitsplatzes anzuwenden. In unserer Branche gibt es viele Tätigkeiten, die mit hohen Risiken verbunden sind. Mittels Arbeitsgruppen entwickeln wir Richtlinien zur Minimierung dieser Risiken. Wir verlangen von allen unseren Standorten, dass sie sich auf ihre Toprisiken konzentrieren und Aktionspläne ausarbeiten, die diese Risiken ausschalten oder, wo dies nicht möglich ist, rigorose Verfahren und Kontrollmechanismen einführen, um diese Risiken zu minimieren. Wir untersuchen laufend alle Zwischenfälle und Beinaheunfälle und kommunizieren unsere Erkenntnisse an alle Standorte, Wir setzen ein extern zertifiziertes Sicherheitsmanagementsystem ein und führen an unseren Standorten regelmäßige Audits durch, um sicherzustellen, dass unsere Einrichtungen für ihren jeweiligen Zweck geeignet sind. In der COVID-19 Pandemie haben die Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen unserer Mitarbeiter und der lokalen Bevölkerung höchste Priorität. Alle unsere Standorte haben Personenschutzmaßnahmen ergriffen und die Social-Distancing-Regeln sowie Hygieneprotokolle verschärft, die die lokalen und internationalen Richtlinien erfüllen oder sogar übertreffen. Wir arbeiten weiterhin aktiv an der Eindämmung einer potenziellen Verbreitung des Virus in unseren Betrieben und Standortgemeinden. Risikobericht Governance, Risikomanagement, Compliance (GRC) Der Konzern ist auch in das Risikomanagement der Mondi-Gruppe einbezogen. Die Organisationsrichtlinien der Mondi-Gruppe liefern die Regeln und Richtlinien, das Risikomanagement identifiziert, bewertet und steuert alle Unternehmensrisiken. Im Rahmen von Compliance erfolgt die Sicherstellung der operativen Umsetzung aller rechtlichen und regulatorischen Anforderungen. Unter anderem wird die Einhaltung dieser Vorgaben durch die interne Revision überwacht. Risikomanagement Die Unternehmen des Konzerns sind als international operierende Unternehmen einer Vielzahl unterschiedlichster Risiken ausgesetzt. Erst die Bereitschaft, unternehmerische Wagnisse auf sich zu nehmen, ermöglicht es, sich bietende Chancen zu nutzen. Der Konzern geht daher angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein und trägt diese, wenn sie gleichzeitig eine entsprechende Wertsteigerung erwarten lassen. Mögliche Frühwarnindikatoren i.S. eines Risikofrüherkennungssystems sind beispielsweise Finanz- und Liquiditätskennzahlen, Auslastungsstatistiken, Lager- und Forderungsbestände oder Ergebnis- und Bilanzpositionen. Als unternehmerische Risiken werden unsichere unternehmensexterne und -interne Einflussfaktoren verstanden, welche die Faktoren Ergebnis, Liquidität und Reputation des Konzerns negativ beeinträchtigen und damit die Realisierung geplanter Ziele verhindern oder drohen zu verhindern bzw. die weitere Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Zur Quantifizierung auf Gruppenebene werden Risiken als mögliche negative Abweichungen vom geplanten Ergebnis gemessen. Insofern bezieht sich der Risikobegriff nur auf die Gefahr einer negativen Abweichung. Wichtige Kennzahlen werden anhand eines monatlichen Reportings auf Gruppenebene kontrolliert. Auf allen operativen Ebenen wird die Ist-Situation der Planung gegenübergestellt und auf Abweichungen analysiert. Über Grenzwerte und Abweichungsparameter werden relevante Risiken frühzeitig erkannt, überwacht und durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt. Dies liefert detaillierten Aufschluss über die aktuelle wirtschaftliche Lage. Die Geschäftsführung führt jährlich eine formale systematische Bewertung der wesentlichen Risiken und Unsicherheiten auf Gruppenebene sowie der entsprechenden Überwachungsmechanismen und des Managements dieser Risiken durch. Das Risikomanagement ist ein wesentliches Element aller Entscheidungsprozesse, wobei neben der laufenden Abschätzung von Risiken für die Gruppe spezielle Risikobewertungen integraler Bestandteil jeder Investitionsentscheidung sind. Das Risikomanagement ist naturgemäß ein dynamischer und laufender Prozess. Unser klar definiertes Risikomanagementkonzept sieht vor, alle wesentlichen Risiken in Bezug auf Strategie, Nachhaltigkeit, Finanzen, Betrieb und Compliance zu behandeln, die unserer Fähigkeit, unsere für die Zukunft gesteckten Unternehmensziele zu erreichen, entgegenwirken könnten. Es ist sehr flexibel ausgelegt, weil nur so gewährleistet werden kann, dass es für alle Unternehmensebenen relevant bleibt. Außerdem muss das Risikomanagement sehr dynamisch sein, damit wir auf Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagieren können. Risikokategorien und Einzelrisiken Schwankungen der Verkaufspreise Unsere Verkaufspreise werden von Änderungen der Kapazitäten und von der Nachfrage nach unseren Produkten bestimmt. Diese Faktoren werden ihrerseits von makroökonomischen Bedingungen, Wettbewerbsverhalten, der Ausgabenneigung der Konsumenten und den von unseren Kunden gehaltenen Lagerbeständen beeinflusst. Preisänderungen können bei einzelnen Produkten und in verschiedenen geografischen Regionen unterschiedlich sein. Zeitpunkt und Größe derartiger Änderungen haben in der Vergangenheit immer variiert und sind damit unvorhersehbar. Länderrisiko Wir unterhalten Produktionsstätten in sechs Ländern, die zum Teil Rechtsordnungen unterliegen, in denen politische, wirtschaftliche und rechtliche Entwicklungen weniger vorhersehbar sind als in Ländern mit weiterentwickelten institutionellen Strukturen. Politische und wirtschaftliche Verwerfungen, Inflation, Gesetzesänderungen. Protektionismus, die Verstaatlichung oder Enteignung von Anlagen können in diesen Ländern wesentliche Auswirkungen auf unsere Betriebe haben. Diese Unternehmen machen allerdings nur einen relativ geringen Teil unserer Gruppe aus. Unsere geografische Vielfalt und unsere dezentralisierte Managementstruktur, die auf lokale Ressourcen in den Ländern, in denen wir präsent sind, zurückgreift, reduzieren die Gefahr, uns einem einzigen Rechtssystem auszuliefern. Um die länderspezifischen Risiken zu minimieren strukturiert die Gruppe ihr eingesetztes Kapital in jedem Land basierend auf einer Risikoabschätzung und Exponierung. Wir beobachten aktiv die sich schnell entwickelnde Situation in der Ukraine, die internationale Reaktion und die Auswirkungen auf den Konzern. Reputationsrisiko Ohne aktives Risikomanagement könnte die Nichteinhaltung gesetzlicher Bestimmungen, der Grundsätze der Unternehmensführung sowie der weltweit anerkannten verantwortungsvollen Geschäftspraktiken in den Rechtssystemen der Länder, in denen wir tätig sind, zu signifikanten Risiken führen, In diesen Bereich fallen Umwelt- und Exportgesetze. Preiskontrollregelungen, das Steuerrecht, Wettbewerbsrecht, Datenschutz sowie menschen- und arbeitsrechtliche Bestimmungen. Wir bieten ein umfassendes Schulungs- und Complianceprogramm an. dass durch Selbstzertifizierungs- und Berichtssysteme unterstützt wird. Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie der Grundsätze der Unternehmensführung wird mit Unterstützung eines zentralen Teams von entsprechenden Experten überwacht und unterliegt einer regelmäßigen internen Überprüfung. Darüber hinaus betreiben wir mit "Speak Out" eine vertrauliche Hotline, die Mitarbeitern, Kunden. Lieferanten. Managern und anderen Betroffenen die Möglichkeit gibt, ihre Bedenken über Fehlverhalten zu äußern. Wir intensivieren die Zusammenarbeit mit unseren Stakeholdern, um in der gesamten Wertschöpfungskette verantwortungsvolle Geschäftspraktiken zu fördern. Finanzielle Risiken Unsere Handels- und Finanzierungstätigkeiten setzen die Gruppe finanziellen Risiken aus, die sich negativ auf unsere Finanzlage auswirken könnten, falls sie nicht kontrolliert werden. Neben Risiken in Zusammenhang mit den Währungen, in denen wir unsere Geschäfte abwickeln, handelt es sich dabei auch um Zins- und Liquiditätsrisiken, sowie um das Risiko von Forderungsausfällen. Pandemierisiko Die Ausbreitung des COVID-19 stellt die Bevölkerung und Unternehmen vor großen Herausforderungen. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und der lokalen Bevölkerung haben für uns höchste Priorität. Alle unsere Standorte haben Personenschutzmaßnahmen ergriffen und die Social-Distancing-Regeln sowie Hygieneprotokolle verschärft, die die lokalen und internationalen Richtlinien erfüllen oder sogar übertreffen. Der Fortbestand der Gruppe sollte von der Pandemie nicht gefährdet sein, da sie sowohl hinsichtlich des Produktportfolios als auch der Produktionsstandorte und Absatzmärkte sehr breit aufgestellt ist. Aufgrund der strategischen Bedeutung der Produkte wird die Gruppe versuchen, die Produktion weiterzuführen. Dabei werden weiterhin alle behördlichen Anordnungen im Rahmen der Pandemie eingehalten. Die Risikolage und die Auswirkungen von COVID-19 auf die Gruppe wird laufend beobachtet. Es werden Maßnahmen zur Minderung des Risikos evaluiert und nach Möglichkeit sich ergebende Chancen identifiziert. Die resultierenden Maßnahmen zur Risikominderung und Überwachungstechniken werden es der Gruppe ermöglichen, dynamisch auf die Risiken der Pandemie zu reagieren. Umweltrisiken Im Laufe des Jahres haben wir unser Wissen um die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels vertieft und ihn als treibende Kraft für langfristige strukturelle Veränderungen hinsichtlich der Preise und der Verfügbarkeit von Holz erkannt. Folglich wurde das Risiko der Kosten und der Verfügbarkeit von Rohstoffen aktualisiert, um eine Erhöhung der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos widerzuspiegeln. Das Risiko der Energieversorgungssicherheit und der damit verbundenen Inputkosten stieg aufgrund der zunehmenden Volatilität der Energiepreise und -versorgung. Dies ist auf langfristige Veränderungen im Energieversorgungsportfolio in den Regionen zurückzuführen, in denen wir tätig sind, einschließlich einer höheren Nachfrage nach erneuerbaren Energien aufgrund des beschleunigten Übergangs zu saubereren Energiequellen und einer damit einhergehenden Zunahme an Vorschriften, die zur Eindämmung der Auswirkungen des Klimawandels erlassen wurden. Finanzielles Risikomanagement Finanzinstrumente Die Mondi Holding Deutschland setzt derivative Finanzinstrumente ein, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Die Hedging-Transaktionen werden zentral von der Mondi Finance plc, London, für die ganze Mondi-Gruppe abgeschlossen. Bei den relevanten Instrumenten handelt es sich vorwiegend um Devisentermingeschäfte. Zu den originären Finanzinstrumenten zählen Finanzinvestitionen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Risiko von Zinsschwankungen Das Risikomanagement für Zinsschwankungen erfolgt zentral durch die Mondi Finance plc. Bei langfristiger Fremdfinanzierung besteht das Risiko von Änderungen des Zinsniveaus. Zum 31. Dezember 2021 wurde die Mondi Holding Deutschland hauptsächlich durch unternehmensinterne Darlehen und Cash-Pool-Vereinbarungen der Mondi Finance plc finanziert. Risiko von Wechselkursschwankungen Das Währungsrisiko auf der Aktiv- und Passivseite entsteht durch die Verbuchung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung. Die Unternehmensgruppe Mondi Holding Deutschland hat Darlehens- und Cash-Pool-Arrangements innerhalb der Mondi-Gruppe. Die Mondi Finance plc schließt in Bezug auf wesentliche Währungsrisiken zentral Devisentermingeschäfte im Namen von Unternehmen der Mondi-Gruppe ab. Kreditrisiken Die Risiken im Zusammenhang mit Forderungen an Kunden können aufgrund eines breit gefächerten Kundenportfolios als relativ niedrig eingestuft werden. Das Ausfallrisiko bei anderen Finanzanlagen kann als begrenzt angesehen werden, da sich die angeführten Beträge hauptsächlich auf Investitionen in Tochtergesellschaften und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beziehen. Beurteilung der Gesamtrisikosituation Die Gesamtsumme der einzelnen Risiken innerhalb der Risikofelder gefährdet nicht den Fortbestand des Konzerns. Der Konzern ist strategisch und finanziell so gut aufgestellt, dass auch bei Eintritt einzelner als kritisch bewerteter Risiken der Fortbestand gesichert ist. Aufgrund der implementierten Methoden, organisatorischen Regelungen und IT-Systemen sowie der Zugehörigkeit zur Mondi-Gruppe ist der Konzern in der Lage, materielle Risiken frühzeitig zu erkennen und angemessene Steuerungsmaßnahmen sowohl auf Konzernebene als auch auf Ebene der einzelnen Gesellschaften zu ergreifen. Aus Sicht der Unternehmensleitung der Mondi Holding Deutschland GmbH sind die Risiken somit beherrschbar und der Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Mondi beobachtet und analysiert weiterhin die Situation in der Ukraine, sowie die Reaktionen der internationalen Regierungen und die damit verbundenen möglichen Auswirkungen auf die Gruppe. Chancenbericht Chancen werden im Rahmen der strategischen Mehrjahresplanung betrachtet. Die sich ergebenden Potenziale werden analysiert und zukunftsorientiert umgesetzt. Innerhalb der Mondi-Gruppe ergeben sich für den Konzern für die Zukunft sowohl gesamtwirtschaftlich und branchenspezifisch als auch unternehmensstrategisch gute Chancen, den Wachstumskurs erfolgreich fortzusetzen, Insbesondere bestehen Chancen, eine führende Position im Konsumgüterverpackungsgeschäft einzunehmen, langfristige Kundenbeziehungen weiter auszubauen, eine Plattform zu schaffen, um die Märkte in wachstumsstarken Ländern weiter auszuweiten, eine breitere Produktpalette für die Kunden anzubieten und Innovationen in der Branche intensiv proaktiv voranzutreiben, Hinzu kommt die weitere Verbesserung unserer "Operational Excellence". Einen weiteren Fokus werden wir darauf legen, unsere bestehenden Produktionskapazitäten auszulasten und mit neuen Produkten profitabel zu wachsen. Die COVID-19 Pandemie stellt zwar derzeit die Wirtschaft vor Herausforderungen, sollte aber das Wachstum der Mondi-Gruppe auf lange Sicht nicht gefährden. Wir sehen weiterhin gute Wachstumschancen in den nächsten Jahren für die Produktgruppen Konsumgüterverpackungen, Wellpappe und Sacklösungen durch den wirksamen Einsatz unserer Kompetenzen sowohl in etablierten als auch in wachsenden Märkten. Prognosebericht Ausrichtung des Konzerns Seit Anfang des Jahres sind die Aussichten für die Wirtschaftstätigkeit/Wirtschaftswachstum und die Inflation im Euroraum sehr unsicher geworden und hängen entscheidend davon ab welche weiteren Maßnahmen notwendig sein werden, wie sich der russische Krieg in der Ukraine entwickelt und wie sich die derzeitigen Sanktionen auswirken werden. Steigende Energiepreise und negative Vertrauenseffekte bedeuten auf kurze Sicht erheblichen Gegenwind für die Inlandsnachfrage, während die angekündigten Sanktionen und die drastische Verschlechterung der Aussichten für die russische Wirtschaft das Handelswachstum im Euroraum schwächen werden. In Anbetracht der Ausgangslage für die Wirtschaft des Eurogebiets, die sich durch einen starken Arbeitsmarkt auszeichnet und bei der davon ausgegangen wird, dass der Gegenwind im Zusammenhang mit der Pandemie und den Versorgungsengpässen nachlässt, dürfte die Wirtschaftstätigkeit in den kommenden Quartalen dennoch relativ stark zunehmen (ECB, Macroeconomic Projections for the Euro Area). Die Vorhersagen deuten darauf hin. dass die Weltwirtschaft sich in 2022 von der COVID-19 Krise erholen wird. Für Deutschland, der größte Einzelmarkt der Mondi Holding Deutschland Gruppe, wird für das Jahr 2022 ein reales BIP-Wachstum von 3,6 % prognostiziert, was eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau bedeutet (European Economic Forecast, Winter 2022). Auch in den anderen wichtigen Regionen, in denen die Gruppe tätig ist, wird erwartet, dass die Wirtschaft sich in den kommenden Jahren stabil entwickeln wird. Diese positiven Aussichten für die globale Wirtschaft sollten zu einer guten Nachfrage nach Mondi Produkten führen. Die globale Präsenz der Mondi-Gruppe, das hohe Innovations- und Technologie-Know-how, die qualifizierten Mitarbeiter und die langjährigen Kundenbeziehungen bilden eine gute Basis für ein Wachstum in den nächsten Jahren. Dennoch wird die Mondi-Gruppe die aktuellen Entwicklungen genau beobachten, um zeitnah bestmöglich reagieren zu können und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Das organische Wachstum, gemeinsam mit unseren langjährigen Kunden, steht hierbei auch in Zukunft im Fokus unserer Aktivitäten. Es besteht außerdem die Zielsetzung, in Wachstumsmärkten passende Unternehmen zu akquirieren und diese durch gezielten Wissenstransfer zu einem wertvollen Bestandteil der Gruppe zu machen. Am 16. Februar 2022 vereinbarte der Konzern ihre gesamte Sparte Hygienekomponente und Release Liner an die Nitto Denko Corporation für einen Unternehmenswert in Höhe von €615 Mio. zu verkaufen. Der Verkauf ermöglicht dem Konzern eine Vereinfachung des Produktportfolios und einen stärkeren Fokus auf das Kerngeschäft Verpackung und Papier um damit im Bereich nachhaltiger Verpackungen weiter zu wachsen. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet Mondi mit einem stabilen und positiven Betriebsergebnis bei einem leichten Absatzwachstum. Es wird erwartet, dass im Jahr 2022 das operative Ergebnis zwischen €85-115 Mio. und das EBITDA zwischen €140-170 Mio. liegen werden. Der ROCE wird sich mit 17-21% deutlich über dem Wert vom Vorjahr befinden. Bei dem Working Capital wird davon ausgegangen, dass es sich unter dem Wert von 2021 halten wird, wobei sich die Nettoverschuldung im Jahr 2022 leicht erhöhen wird. Die oben genannten Annahmen und Vermutungen berücksichtigen nicht den Verkauf der gesamten Hygienekomponenten Sparte und Release Liner Komponente an die Nitto Denko. Die oben beschriebenen Einschätzungen beruhen zwar auf dem besten Kenntnisstand der Mondi Gruppe in Bezug auf COVID-19 und dem derzeitigen Krieg in der Ukraine, jedoch können aufgrund großer Unsicherheiten über deren weiteren Verlauf keine genaueren Angaben bezüglich der Finanzlage des Unternehmens getätigt werden, da der Krise und des Krieges, die tatsächliche Entwicklung und das Ausmaß der Konsequenzen von den Erwartungen abweichen können.
Gronau, den 4. Mai 2022 Walter Seyser, Geschäftsführer Matthias Florian, Geschäftsführer Jürgen Schneider, Geschäftsführer Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Sonstige Rücklagen 1
Hinweis: Konzern-Cashflow-Rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20211 Aufstellungsgrundlagen Die Mondi Holding Deutschland GmbH und ihre Tochtergesellschaften sind weltweit in der Verpackungs- und Papierindustrie in den Geschäftsbereichen Konsumgüterverpackungen, Hygienekomponenten und Release Liner, Wellpappe und Sacklösungen tätig. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Gronau, Deutschland. Die Adresse lautet Jöbkesweg 11, 48599 Gronau, Deutschland. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Coesfeld unter der Handelsregister-Nummer HRB 16959 eingetragen. Die Mondi Holding Deutschland Gruppe gehört zur Mondi plc, einem an der Londoner Börse notierten Unternehmen. Der Konzernabschluss der Mondi plc, die oberste Muttergesellschaft der Mondi Gruppe, wird beim Companies House, London, unter der Nummer 6209386 hinterlegt. Das direkte Mutterunternehmen der Mondi Holding Deutschland GmbH ist die Mondi Corrugated Poland B.V. in Maastricht, Niederlande. Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315e HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung erstellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, eingeschränkt durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die wesentlichen Bilanzierungsgrundsätze sind in Abschnitt 27 des Anhangs erläutert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der durch neue oder geänderte Standards erforderlichen Änderungen, stetig angewendet. Der Konzernabschluss wurde in Euro, der funktionalen Währung der Mondi Holding Deutschland GmbH, aufgestellt. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Millionen Euro (€ Mio.) angegeben. Aufgrund der Anpassung von Rundungen kann es zu Differenzen zu den jeweiligen Vorjahreswerten kommen. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert die Verwendung von Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Alle Schätzungen und Annahmen werden fortlaufend überprüft und basieren auf historischen Erfahrungen und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Solche Schätzungen betreffen unter anderem Annahmen der Geschäftsführung zu erwarteten künftigen Kapitalflüssen, Marktrisiken, Nutzungsdauern und Abzinsungssätzen. Es gab im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Ermessensentscheidungen und keine Schätzungen, bei denen das Risiko einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von bestimmten Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres besteht. 2 Konzernumsätze Die Mondi Holding Deutschland Gruppe generiert den Konzernumsatz im Wesentlichen aus dem Verkauf von Konsumgüterverpackungen, Hygienekomponenten und Release Linern sowie Wellpappe und Sacklösungen. Der Umsatz wird zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst. Dies erfolgt in der Regel, wenn die Waren zum vertraglich vereinbarten Ort verbracht wurden. Die Kundenzahlungsbedingungen enthalten keine wesentliche Finanzierungskomponente.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten (2020: keine). Es wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Vertragskosten aktiviert (2020: keine). Wie nach IFRS 15 zulässig, werden keine Informationen über verbleibende Leistungsverpflichtungen mit ursprünglich erwarteten Laufzeiten von einem Jahr oder weniger offengelegt. 3 Vergütung des Abschlussprüfers
Die Abschlussprüfung wurde wie im Vorjahr von PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt. Neben der Abschlussprüfung wurden keine weiteren Leistungen erbracht. 4 Personalaufwand
Im Geschäftsjahr 2021 waren im Durchschnitt 3.670 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt (2020: 3.685), wovon 2.636 (2020: 2.675) in der Produktion und 1.034 (2020: 1,010) in der Verwaltung tätig waren. 5 Sonstige betriebliche Aufwendungen
6 Nettofinanzergebnis Das Nettofinanzergebnis und die damit verbundenen Fremdwährungsgewinne sind nachstehend angeführt:
7 Steuern (a) Analyse des Steueraufwands für das Geschäftsjahr Der effektive Steuersatz für den Konzern für das Geschäftsjahr 2021, berechnet auf den Gewinn vor Steuern sowie einschließlich Nettogewinn aus nahestehenden Unternehmen, beträgt 28,6% (2020: 33,3%). Der Rückgang des effektiven Steuersatzes ist auf die Aktivierung von aktiver latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen zurückzuführen.
Faktoren, die sich auf den Steueraufwand für das Geschäftsjahr auswirkten Der Gesamtsteueraufwand des Konzerns für das Geschäftsjahr kann auf die Steuer auf den Gewinn des Konzerns vor Steuern, berechnet zum Steuersatz in Deutschland von 29,5% (2020: 29,5%), wie folgt übergeleitet werden:
(b) Latente Steuern
Latente Steuern umfassen:
Hinweis: Die im Jahresüberschuss erfassten latenten Steuern umfassen:
Zum Bilanzstichtag wird die folgende Fälligkeit der latenten Steuern erwartet:
Für steuerliche Verlust- und Zinsvorträge in Höhe von €10,0 Mio. (2020: €13,1 Mio.) hat der Konzern keine aktiven latenten Steuern erfasst, da Ungewissheit bezüglich künftiger Gewinnzuflüsse oder Gewinne besteht, die mit diesen verrechnet werden könnten. Die nicht nutzbaren Verlust- und Zinsvorträge unterliegen wie im Vorjahr keiner Fälligkeit. Hinweis: Wäre eine Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge in voller Höhe möglich, hätten theoretisch aktive latente Steuern in Höhe von €1,8 Mio. (2020: €3,1 Mio.) angesetzt werden müssen. Es wurden keine passiven latenten Steuern für temporäre Bruttodifferenzen in Höhe von €48,4 Mio. (2020: €58,6 Mio.) erfasst, die im Zusammenhang mit den nicht ausgeschütteten Gewinnen ausländischer Tochterunternehmen stehen, da der Konzern den Zeitpunkt der Auflösung dieser temporären Differenzen beeinflussen kann und es wahrscheinlich ist, dass diese in der nahen Zukunft nicht aufgelöst werden. Gemäß deutschem Ertragsteuergesetz sind Dividenden von ausländischen Tochterunternehmen zu 95 % von der Ertragsteuer befreit. 5 % der erhaltenen Ausschüttungen stellen nichtabzugsfähige Betriebsausgaben dar. 8 Gewinnausschüttung Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Gewinne (2020: €0,0 Mio.) an die Gesellschafter der Mondi Holding Deutschland GmbH ausgeschüttet. Für das Geschäftsjahr 2022 wurden keine Gewinnausschüttungen vorgeschlagen. 9 Immaterielle Vermögenswerte (a) Entwicklung
Der Buchwert der sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfasst:
Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr €8,2 Mio. (2020: €8,5 Mio.) und wurden im Aufwand erfasst. (b) Goodwill Goodwill, der bei Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurde, wird jenen Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten (ZGE) zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie von den Synergien des Zusammenschlusses profitieren. Eine ZGE ist die niedrigste Stufe innerhalb des Konzerns, für die der Goodwill für interne Managementzwecke von den Geschäftsführern überwacht wird. Der erzielbare Betrag einer ZGE ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Konzern stellt eine Gruppe von ZGE dar, die der Goodwill zur Gänze zugeordnet wird. Der durchgeführte Wertminderungstest ergab keinen Wertminderungsbedarf.
Wesentliche Annahmen Der erzielbare Betrag der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird anhand einer Nutzungswertberechnung bestimmt. Die wesentlichen Annahmen für die Nutzungswertberechnungen sind:
Der Abzinsungssatz vor Steuern wird aus den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns abgeleitet. Sensitivitätsanalysen Erwartete künftige Cashflows sind von Natur aus ungewiss und könnten sich im Laufe der Zeit wesentlich ändern. Sie sind von einer Reihe von Faktoren abhängig, einschließlich Markt- und Produktionsschätzungen sowie wirtschaftlichen Faktoren wie beispielsweise Preise, Abzinsungssätze, Währungskurse, Schätzungen von Produktionskosten und künftigem Kapitalaufwand. Sensitivitätsanalysen von angemessen möglichen Änderungen in den zugrunde liegenden Annahmen umfassen:
Keine dieser Abwärtsrisiko-Sensitivitätsanalysen deutete auf den Bedarf einer Abwertung hin. 10 Sachanlagen
Hinweis: Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Geldbeschaffungskosten in Höhe von €0,0 Mio. für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert (2020: €0,1 Mio.). 11 Leases Der Konzern hat diverse Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasingverträge haben eine gewichtete durchschnittliche Laufzeit von 23 Jahre für Grundstücke und Gebäude (2020: 22 Jahre), 3 Jahre für Betriebs- und Geschäftsausstattung (2020: 2 Jahre) und 4 Jahre für sonstige Sachanlagen (2020: 4 Jahre). Einige Leasingvertragsverhältnisse enthalten Verlängerungsoptionen, welche in der Bewertung des Nutzungsrecht und der Bemessung der jeweiligen Vertragslaufzeit berücksichtigt wurden, sofern deren Ausübung hinreichend sicher ist. Nutzungsrecht
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betragen die Zugänge zu den Nutzungsrechten €1,3 Mio. (2020: €1,0 Mio.). Leasingverbindlichkeiten
Der Zahlungsabfluss liquider Mittel aus Leasingverhältnissen betrug €3,0 Mio. (2020: €2,5 Mio.). In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
12 Vorräte
13 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Kreditrisiko Der Konzern hat eine Vielzahl an externen Kunden und unterliegt keinem mit einem bestimmten Kunden verbundenen wesentlichen Kreditrisiko. Es besteht keine wesentliche geografische oder Kundenkonzentration des Kreditrisikos. Jeder Geschäftsbereich verwaltet sein eigenes Kreditrisiko entsprechend den wirtschaftlichen Bedingungen und den Besonderheiten der jeweiligen Märkte, die er bedient. Das Kreditrisiko lässt sich durch dessen dezentralisierte Verwaltung effizienter bewerten und verwalten. Jedoch werden weit gefasste Grundsätze des Kreditrisikomanagements über alle Geschäftsbereiche hinweg beachtet, z.B. die Nutzung von Kreditratingagenturen, Kreditbürgschaftsversicherungen, wo angebracht, und die Aufrechterhaltung einer Kreditkontrollfunktion.
Die Versicherungsdeckung wird brutto mit vertraglich vereinbarten Überschussbeträgen ausgewiesen. Die den Kunden angebotenen Kreditzeiträume variieren je nach Kreditrisikoprofil und Rechnungsmodalitäten der Teilnehmer, die auf den diversen Märkten, auf denen der Konzern operiert, tätig sind. Zinsen werden in marktüblicher Höhe auf die Salden angesetzt, die im jeweiligen Markt als überfällig angesehen werden. Soweit die erzielbaren Beträge als niedriger eingeschätzt werden als die zugehörigen Buchwerte, wurde ein Wertminderungsaufwand in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst und die Buchwerte auf die erzielbaren Beträge abgeschrieben. Der Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Geschäftsjahr wertgemindert waren, beträgt €3,8 Mio. (2020: €3,3 Mio.). Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das geschätzte Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Entwicklung des Kontos zur Wertberichtigung von zweifelhaften Forderungen
14 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
15 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns zum 31. Dezember setzen sich nach ihrer Art und der zugrunde liegenden Währung wie folgt zusammen:
Die beizulegende Zeitwerte sämtlicher verzinslichen Finanzverbindlichkeiten wurden durch Abzinsung der künftigen vertraglichen Cashflows zum gegenwärtigen Marktzinssatz, der dem Konzern für ähnliche Finanzinstrumente zur Verfügung steht, ermittelt. Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, ausgewiesen auf der Grundlage von nicht abgezinsten zukünftigen Cashflows, setzen sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:
Hinweis: Finanzierungszusagen Der Konzern wird im Wesentlichen durch ein nahestehendes Unternehmen der weltweiten Mondi-Gruppe, die Mondi Finance plc, finanziert (siehe Anhangsangabe 24). 16 Rückstellungen
Fälligkeitsanalyse der gesamten Rückstellungen zum Barwert:
Die sonstigen Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf belastende Verträge. Ein Betrag von €0,8 Mio. (2020: €2,2 Mio.) wird vermutlich innerhalb der kommenden 12 Monate anfallen. Der verbleibende Betrag in Höhe von €0,3 Mio. (2020: €0,3 Mio.) wird innerhalb eines Zeitraums von mehr als einem Jahr anfallen. Sämtliche langfristigen Rückstellungen werden zu einem Zinssatz abgezinst, der im jeweiligen Land Anwendung findet, basierend auf einer Vorsteuerrendite aus langfristigen Anleihen über die vergangenen fünf Jahre. 17 Pensionsleistungen Der Konzern unterhält beitrags- und leistungsorientierte Pensionspläne für viele seiner Mitarbeiter. Beitragsorientierte Pläne Der Aufwand für diese Pläne sowie die gesetzliche Sozialversicherung beträgt €31,5 Mio. (2020: €30,4 Mio.) und wird auf der Grundlage der vom Konzern im Geschäftsjahr zu leistenden Beiträge berechnet. Es wurde keine wesentlichen ausstehenden oder im Voraus bezahlten Beiträge für diese Pläne zu den ausgewiesenen Bilanzstichtagen erfasst. Die voraussichtlich in 2022 zu leistenden Beiträge belaufen sich auf €22,2 Mio. Leistungsorientierte Pläne Der Konzern unterhält sieben (2020: sieben) Pensionspläne, die großteils für neue Mitglieder geschlossen sind. Die wichtigsten ungedeckten und gedeckten leistungsorientierten Pläne werden in Deutschland unterhalten. Diese Pläne sind gemäß den einschlägigen örtlichen Arbeitsgesetzgebungen und/oder Tarifvereinbarungen mit den teilnehmenden Mitarbeitern errichtet. Darüber hinaus existieren Pläne in Polen. Die Mehrheit der leistungsorientierten Pläne ist ungedeckt und sagt den Mitgliedern dieser Pläne Pensionen und Abfindungsleistungen zu. Die Leistungen sind von diversen Faktoren abhängig, wovon der wichtigste Faktor eine Kombination aus anspruchsfähiger Dienstzeit und Schlussgehalt ist. Ausgewählte Pläne sehen außerdem zusätzliche Leistungen im Falle des Ablebens während der Dienstzeit, Behinderung oder Pensionierung aufgrund von Krankheit vor, die aus der Schlussgehaltsleistungsformel abgeleitet werden. Die Vermögenswerte der gedeckten Pläne werden getrennt in unabhängig verwalteten Fonds, im Einklang mit gesetzlichen Erfordernissen oder örtlichen Praktiken, wo diese Fonds geführt werden, gehalten. Mit Ausnahme der nachstehend bezeichneten versicherungsmathematischen Risiken hat der Konzern keine weiteren speziellen Risiken aus diesen Plänen identifiziert. Leistungsorientierte Pläne führen in der Regel zu den folgenden versicherungsmathematischen Risiken für den Konzern:
Unabhängige, qualifizierte Versicherungsmathematiker führen jedes Jahr vollumfängliche Bewertungen unter Verwendung der Projected-Unit-Credit-Methode durch. Versicherungsmathematische Annahmen Die wesentlichen gewichteten Durchschnittsannahmen, die in den versicherungsmathematischen Bewertungen verwendet werden, sind im Einzelnen wie folgt:
Die Annahme des Abzinsungssatzes für Planverbindlichkeiten basiert auf AA-Unternehmensanleihen, die eine angemessene Laufzeit und Währung aufweisen. Sterblichkeitsannahmen Die angenommene verbleibende Lebenserwartung bei einem Pensionierungsalter von 65 Jahren beträgt:
Die Sterblichkeitsannahmen basieren auf den veröffentlichten Sterblichkeitstafeln in der jeweiligen Region. Der Marktwert der Vermögenswerte wird verwendet, um das Finanzierungsniveau der Pläne zu bestimmen und reicht aus, um 28% (2020: 26%) der Leistungen, welche die Mitglieder, unter Berücksichtigung von erwarteten Erhöhungen der künftigen Erträge und Pensionen angesammelt haben, zu decken. Unternehmen innerhalb des Konzerns zahlen Beiträge gemäß den örtlichen versicherungsmathematischen Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen. Die Analyse der zu erwartenden Fälligkeit der nicht abgezinsten Pensionsleistungen aus leistungsorientierten Plänen ist wie folgt:
Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung beträgt 12 Jahre (2020: 12 Jahre). Es wird erwartet, dass der Anteil des Konzerns an den Beiträgen mit dem Alter der Planmitglieder ansteigen wird. Die voraussichtlich an die leistungsorientierten Pensionspläne in 2022 zu leistenden Beiträge betragen €2,6 Mio. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Beträge werden wie folgt bestimmt:
Die Veränderungen des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen und des Zeitwerts des Planvermögens sind wie folgt:
Das Planvermögen besteht ausschließlich aus nicht-börsennotieren Versicherungsverträgen. Der Großteil des Planvermögens des Konzerns befindet sich in Deutschland. Es gibt keine Finanzinstrumente oder Vermögenswerte, die im Eigentum des Konzerns stehen und im Zeitwert des Planvermögens enthalten sind. Die tatsächliche Rendite auf das Planvermögen im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Plänen war ein Gewinn in Höhe von €0,3 Mio. (2020: Gewinn von €0,1 Mio.). Sensitivitätsanalysen Die nachstehenden Sensitivitätsanalysen erfolgten basierend auf möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen, die am Ende des Berichtszeitraums auftreten, während alle übrigen Annahmen bestehen bleiben. Die Sensitivitätsanalysen sind möglicherweise nicht repräsentativ für die tatsächlichen Änderungen der Nettopensionsleistungsverbindlichkeiten/-vermögen sein, da es unwahrscheinlich ist, dass die Änderung der Annahmen voneinander isoliert auftreten, da einige der Annahmen im Zusammenhang stehen können. Die Projected-Unit-Credit-Method wurde bei der Durchführung der nachstehenden Sensitivitätsanalysen verwendet. Eine 1 %-ige Änderung der Annahmen würde zu den folgenden Auswirkungen bei den Nettopensionsleistungsplänen führen:
18 Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2021 sowie im Vorjahr €16,5 Mio. (DM 32,2 Mio.). Die Geschäftsanteile liegen bei der Mondi Corrugated Poland B.V., Maastricht, Niederlande und der Mondi Investments Limited, Weybridge, England. Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2021 sowie im Vorjahr €75,0 Mio. 19 Erläuterungen zur Konzern-Cashflow-Rechnung (a) Überleitung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf den Cashflow aus Betriebstätigkeit
(b) Liquide Mittel
Der Zeitwert der liquiden Mittel entspricht den ausgewiesenen Buchwerten. (c) Entwicklung der Nettoschulden Die Nettoschuldenlage des Konzerns (inklusive Schulden und liquider Mittel bei nahestehenden Unternehmen) ist wie folgt:
20 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstige finanziellen Verpflichtungen beziehen sich auf die folgenden Kategorien von nicht finanziellen Vermögenswerten:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen basieren auf Investitionsprojekten, die bisher genehmigt und deren Budget von der Geschäftsführung freigegeben wurden. Große Investitionsprojekte erfordern eine weitere Zustimmung, bevor sie begonnen werden. Es wird erwartet, dass die sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit bestehenden Zahlungsmittelressourcen und Kreditfazilitäten finanziert werden. 21 Eventualverbindlichkeiten Zum 31. Dezember 2021 sowie im Vorjahr bestanden keine Eventualverbindlichkeiten. 22 Kapitalverwaltung Der Konzern definiert sein betriebsnotwendiges Kapital als Eigenkapital, wie es in der Konzernbilanz ausgewiesen ist, zuzüglich Nettoschulden.
Das betriebsnotwendige Kapital wird so verwaltet, dass der Konzern weiterhin als fortbestehende Unternehmensgruppe handeln kann und akzeptable Renditen für die Gesellschafter liefert. Der Konzern hat sich verpflichtet, seine Kapitalkosten durch Aufrechterhaltung einer angemessenen Kapitalstruktur zu verwalten. Hierfür darf der Konzern das künftige Niveau der an die Gesellschafter gezahlten Gewinnausschüttungen anpassen, neue Eigenkapitalinstrumente ausgeben oder Vermögenswerte veräußern, um seine Nettoschulden zu mindern. Der Konzern überprüft sein betriebsnotwendiges Kapital regelmäßig und verwendet diverse Kennzahlen, die der Art des Geschäftsbetriebs des Konzerns angemessen sind und den branchenüblichen Maßnahmen entsprechen. Die wichtigsten im Rahmen dieses Prüfungsverfahrens verwendeten Kennzahlen sind:
Die Handels- und Finanzierungsaktivitäten des Konzerns führen dazu, dass der Konzern diversen finanziellen Risiken ausgesetzt ist, die, sofern ihnen nicht begegnet wird, laufende oder künftige Erträge beeinträchtigen könnten. Obwohl sie sich nicht gegenseitig ausschließen, werden diese finanziellen Risiken getrennt entsprechend ihrer jeweiligen spezifischen Risikobesonderheiten qualifiziert und umfassen das Marktrisiko (Währungs- und Zinsrisiko), Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko. Der Konzern betreibt aktives Risikomanagement dieser finanziellen Risiken, um mögliche abträgliche Auswirkungen auf die Finanzleistung des Konzerns zu minimieren. Die zur Regulierung des konzernweiten Finanzrisikomanagementverfahrens verwendeten Grundsätze, Praktiken und Verfahren wurden von der Geschäftsführung genehmigt und von der weltweiten Konzernleitung der Mondi-Gruppe überwacht. Im Gegenzug gewährt die Mondi Konzern-Leitung einer zentralen Finanzabteilung die Befugnis zur praktischen Umsetzung des Finanzrisikomanagementverfahrens über den Konzern hinweg und zur Sicherstellung, dass die Konzerngesellschaften sich an bestimmte Finanzrisikomanagementgrundsätze halten. Group Treasury beurteilt das Finanzrisikoumfeld neu und erstattet Bericht, wobei es die finanziellen Risiken identifiziert, bewertet und durch Abschluss von Derivatverträgen mit Dritten - wo angebracht - absichert. Der Konzern übernimmt keine spekulativen Positionen in Derivatverträgen und schließt nur vertragliche Vereinbarungen mit Dritten ab, die Investment Grade-Kreditratings haben. 23 Finanzinstrumente (a) Finanzinstrumente nach Kategorie
Der Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltenen Finanzinstrumente entspricht in etwa den ausgewiesenen Buchwerten. (b) Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Finanzinstrumente, welche in der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden oder deren beizulegender Zeitwert im Konzernanhang ausgewiesen wurde, erfordern die Erläuterung der Fair Value-Bewertungen nach Ebenen, basierend auf der folgenden Fair-Value-Bewertungshierarchie:
Der Konzern hält keine Finanzinstrumente, die als Finanzinstrumente der Ebene 3 qualifiziert werden. Es erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr auch keine Umgliederungen von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten zwischen Ebenen der Fair-Value-Bewertungshierarchie. Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden (z.B. Freihandelsderivate), werden mit Hilfe von Standardbewertungsverfahren bestimmt. Diese Bewertungsverfahren maximieren die Verwendung von beobachtbaren Marktdaten, sofern diese verfügbar sind, und verlassen sich so wenig wie möglich auf konzernspezifische Schätzungen. Bewertungsmethoden, die zur Bewertung von Finanzinstrumenten verwendet werden, beinhalten:
(c) Finanzrisikomanagement Marktrisiko Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit hauptsächlich Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Beide Risiken werden regelmäßig aktiv überwacht und dem Währungsrisiko wird durch Verwendung von Fremdwährungsverträgen - sofern angemessen - begegnet. Obwohl die Cashflows des Konzerns einer Veränderung in den wesentlichen Einkaufs- und Verkaufspreisen ausgesetzt sind, stellen derartige Veränderungen für den Konzern ein inhärentes Geschäftsrisiko anstatt einem finanziellen Risiko dar. Währungsrisiko Der Konzern operiert weltweit und ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit einem Währungsrisiko ausgesetzt. Diverse Währungsrisiken entstehen aus Transaktionen in Fremdwährung, aus auf Fremdwährung lautende finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten (monetäre Posten) und aus dem Umrechnungsrisiko für Nettoinvestitionen in ausländische Unternehmen. Fremdwährungsverträge Die Finanzpolitik des Konzerns sieht vor, dass Tochtergesellschaften Währungsumrechnungsrisiken bezüglich ihrer funktionalen Währungen aktiv durch Abschluss von Fremdwährungsverträgen begegnen. Jede Tochtergesellschaft schließt Fremdwährungsverträge mit Mondi Finance plc (Finanzunternehmen der weltweiten Mondi-Gruppe) oder Dritten ab - je nach dem, was wirtschaftlich angemessener ist - und verbucht diese. Nur wesentliche Bilanzrisiken und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende, erwartete Investitionszahlungen werden abgesichert. Fremdwährungs-Sensitivitätsanalyse Zu den Bilanzstichtagen wurde eine Fremdwährungsrisikosensitivitätsanalyse bezüglich den finanziellen Vermögenswerten und Finanzverbindlichkeiten des Konzerns innewohnenden Fremdwährungsrisiken unter Berücksichtigung der damit in Beziehung stehenden Fremdwährungsverträge durchgeführt. Die Sensitivitätsanalyse gibt einen Hinweis auf die Auswirkungen einer möglichen Änderung von Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit den funktionalen Währungen der Tochtergesellschaften auf die ausgewiesenen Erträge. Des Weiteren gibt sie einen Anhaltspunkt, wie sich mögliche Änderungen der Fremdwährungskurse - als Folge von Zeitwertanpassungen auf Fremdwährungsverträge, die als Cashflow-Hedge qualifiziert sind - auf das Eigenkapital des Konzerns auswirken. Mögliche Änderungen basieren auf einer Analyse der historischen Währungsvolatilität sowie auf Annahmen bezüglich der nahen zukünftigen Volatilität. Netto monetäres Fremdwährungsrisikopotential nach funktionalen Währungszonen
Hinweis:
1 Ausgewiesen in Euro, der Berichtswährung
des Konzerns.
Auswirkung von möglichen Fremdwährungsumrechnungskursänderungen Der Konzern hält die Annahme einer 5%igen Aufwertung bzw. Abwertung der funktionalen Währung für jedes Funktional- zu Fremdwährungsrisikopotential für angemessen. Sofern alle anderen Variablen konstant gehalten werden, stellt die nachstehende Tabelle die Auswirkungen auf die Konzerngewinn- und Verlustrechnung dar, falls diese Fremdwährungskursänderungen eintreten.
Die entsprechenden Zeitwertauswirkungen auf das Konzerneigenkapital, die aus der Anwendung dieser möglichen Wechselkursänderungen bei der Bewertung der Fremdwährungsverträge, die als Cashflow-Hedges qualifiziert werden, wäre €0,0 Mio. (2020: €0,0 Mio.) gewesen. Es wurde unterstellt, dass Zeitwertänderungen der als Cashflow-Hedge für nichtmonetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten designierte Fremdwährungsverträge, vollständig im Eigenkapital erfasst werden und dass alle anderen Variablen konstant bleiben. Zinsrisiko Der Konzern hält Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die variabel verzinst sind, und hat variabel und festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten. Folglich ist der Konzern einem Zinsrisiko ausgesetzt. Obwohl der Konzern festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten hat, schreiben die Bilanzierungsrichtlinien des Konzerns vor, dass alle verzinslichen Finanzverbindlichkeiten zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten angesetzt werden. Daher ist der Buchwert der festverzinslichen Finanzverbindlichkeiten nicht für Änderungen in den Kreditbedingungen auf den jeweiligen Fremdkapitalmärkten anfällig und es besteht kein Zeitwertzinsrisiko. Verwaltung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Sichteinlagen sowie kurzfristige, höchst liquide Beteiligungen mit einer Laufzeit von maximal drei Monaten. Es bestehen zentrale Cashpooling-Vereinbarungen der Konzernunternehmen mit der Mondi Finance plc, die sicherstellen, dass Zahlungsmittel so effizient wie möglich zur laufenden Deckung des Working Capital der operativen Einheiten des Konzerns genutzt werden, und um zu gewährleisten, dass der Konzern die vorteilhaftesten verfügbaren Zinssätze lukriert. Verwaltung variabel verzinslicher Finanzverbindlichkeiten Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns dienen als ,natural hedge' von Veränderungen der relevanten Interbankdarlehenszinsraten auf seine variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten soweit Zinssatzdifferenzen zwischen den Guthabens- und Darlehenszinssätzen des Konzerns bestehen. Sensitivitätsanalyse der variabel verzinslichen Nettoschulden Das Risiko aus variabel verzinslichen Nettoschulden spiegelt die variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wider. Mögliche Zinssatzänderungen wurden auf das Nettorisikopotential aus variabler Verzinsung pro Währung angewandt, um einen Hinweis auf die mögliche Auswirkung auf die Konzerngewinn- und Verlustrechnung zu geben. Zinssatzrisikosensitivität bezüglich variabel verzinslicher Finanzverbindlichkeiten
Der Konzern hatte zum 31. Dezember 2021 sowie im Vorjahr keine ausstehenden Zinsswaps. Die mögliche Auswirkung auf das Konzerneigenkapital, die aus der Anwendung von +/- 50-Basispunkten auf das variable Zinssatzrisiko (inklusive Finanzverbindlichkeiten bei der Mondi Finance plc) resultiert, würde €4,3 Mio. (2020: €4,1 Mio.) betragen und hinsichtlich der als Cashflow-Hedges qualifizierten Zinsswaps zum 31. Dezember 2021 €0,0 Mio. (2020: €0,0 Mio.). Kreditrisiko Das Kreditrisiko des Konzerns ist im Wesentlichen auf das Risiko begrenzt, dass Kunden hinsichtlich ausgestellter Verkaufsrechnungen in Verzug geraten. Das Kreditrisiko des Konzerns aus dessen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die damit verbundenen Risikomanagementtechniken, die der Konzern anwendet, um dieses Risiko zu minimieren, werden in Anhangsangabe 13 behandelt. Diverse Konzernunternehmen haben außerdem bestimmte finanzielle Garantien gegenüber externen Dritten übernommen, um wettbewerbsfähige Finanzierungssätze für bestimmte Schuldvereinbarungen, die von anderen Konzernunternehmen abgeschlossen wurden, zu erreichen. Keine dieser finanziellen Garantien verpflichtet den Konzern vertraglich, mehr als die ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten der betroffenen Rechtsträger zu zahlen. Folglich spielen die Verträge über die finanziellen Garantien keine Rolle im Kreditrisikoprofil des Konzerns als Ganzes. Der Konzern geht vertragliche Vereinbarungen hinsichtlich Finanzderivate nur mit der Mondi Finance plc oder Banken mit ,investment grade credit rating' ein. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner Verpflichtungen gegenüber Gläubigern bei Fälligkeit von finanziellen Verbindlichkeiten haben könnte. Der Konzern minimiert das Liquiditätsrisiko, indem er angemessene und nachträglich überprüfte Annahmen für die Prognose der künftigen Zahlungsmittelgenierungsfähigkeit und Working Capital-Erfordernisse der Geschäftsbereiche trifft und indem er ausreichende Rücklagen sowie Konzernfinanzierungen und andere Kreditlinien in angemessener Höhe hält. Die prognostizierte Liquidität entspricht den erwarteten Zahlungseingängen des Konzerns, die in der Regel aus Verkäufen an Kunden erwirtschaftet werden, abzüglich erwarteter Zahlungsausgänge, hauptsächlich im Zusammenhang mit Zahlungen an Mitarbeiter, Lieferantenzahlungen und Tilgungen von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten (inklusive Finanzierungsleasingverbindlichkeiten) samt Zahlung für darauf entfallende Zinsen. Der Abgleich dieser Zahlungseingänge und -ausgänge beruht auf den erwarteten Fälligkeitsprofilen der zugrunde liegenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten werden im Wesentlichen durch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns widergespiegelt. Der Abgleich der Zahlungsflüsse aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt typischerweise über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten nach der Erfassung in der Konzernbilanz und wird aktiv verwaltet, um die laufende betriebliche Liquidität des Konzerns sicherzustellen. Zahlungsausgänge für Finanzierungen können naturgemäß längerfristig sein. Der Konzern hält keine langfristigen finanziellen Vermögenswerte zur Abdeckung solcher Finanzierungen, sondern investiert maßgeblich in langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte, welche die nachhaltigen künftigen Zahlungseingänge (abzüglich zukünftigem Investitionsbedarf) zur Bedienung und Tilgung der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns generieren. Analyse der vertraglichen Restlaufzeiten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die wichtigste Kategorie der nichtderivativen finanziellen Vermögenswerte werden von den Kunden brutto ausgeglichen. Die nachstehende Tabelle zeigt die vertraglichen Restlaufzeiten der nicht-derivativen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns. Die dargestellte Analyse basiert auf nicht abgezinsten, vertraglichen Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten des Konzerns, einschließlich anfallender Zinsen. Ausgenommen sind jene Finanzverbindlichkeiten, bei welchen der Konzern berechtigt ist und die Absicht hat, diese oder einen Teil davon vor der vertraglichen Fälligkeit zu tilgen. Unverzinsliche Finanzverbindlichkeiten, die innerhalb von weniger als 12 Monaten zur Tilgung fällig werden, entsprechen ihren Buchwerten, da die Abweichung des Zeitwertes über diese kurze Laufzeit unwesentlich ist. Fälligkeitsprofil der ausstehenden Finanzverbindlichkeiten
Hinweis: (d) Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente sind zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden geeignete Bewertungsmethoden angewandt. Zum 31. Dezember 2021 hat der Konzern derivative Vermögenswerte im Gesamtwert von €0,1 Mio. (2020: €0,0 Mio.) und derivative Verbindlichkeiten im Gesamtwert von €0,1 Mio. (2020: €0,4 Mio.) bilanziert. Alle Positionen sind innerhalb eines Jahres fällig und bestehen gegenüber der Mondi Finance plc. Der Nominalwert von €16,3 Mio. (2020: €21,0 Mio.) ist der Gesamtnennbetrag aller zum Bilanzstichtag ausstehenden derivativen Finanzinstrumente. Dieser zeigt nicht die vertraglichen künftigen Zahlungsflüsse aus den gehaltenen derivativen Finanzinstrumenten oder deren gegenwärtigen Zeitwert an und gibt daher keinen Aufschluss über das Kredit- und Marktrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist. 24 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen Der Konzern und dessen Tochterunternehmen gehen im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs diverse Kaufs-, Verkaufs-, Dienstleistungs- und Finanzierungstransaktionen mit nahestehenden Unternehmen ein. Diese Transaktionen werden ausschließlich mit nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmen der Mondi-Gruppe, Mondi plc, getätigt und laufen unter vergleichbaren Bedingungen ab, wie jene, die mit Dritten vereinbart werden. Transaktionen zwischen der Mondi Holding Deutschland GmbH und deren Tochterunternehmen bzw. deren Tochterunternehmen untereinander, die nahestehende Unternehmen sind, wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert und werden in folgender Aufstellung nicht angeführt.
Hinweis Der Konzern wird als Teil der Mondi-Gruppe durch die Mondi Finance plc finanziert und durch Treasury Services unterstützt. Per 31. Dezember 2021 bestanden verzinsliche Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Form von Structural loans (langfristige 5-Jahres-Finanzierungsrahmen) mit einer Gesamtausnutzung von €835,1 Mio. (2020: €805,1 Mio.) Der Konzern nimmt am Cash Pooling der Mondi-Gruppe teil. Die daraus resultierenden Cash Bestände werden beim Cash Pool Master (bei allen Währungen mit Ausnahme Polnischer Zloty die Mondi Finance plc) veranlagt, etwaige kurzfristige Finanzierungen werden vom Cash Pool Master ausgereicht. Die Gesamtstände des Konzerns per 31. Dezember 2021 umfassen Guthaben bei Mondi Finance plc in Höhe von €137,9 Mio. (2020: €48,2 Mio.) bzw. kurzfristige Finanzierungen durch Mondi Finance plc in Höhe von €153,7 Mio. (2020: €70,6 Mio.) und durch Mondi Świecie SA in Höhe von €4,5 Mio. (2020: €1,6 Mio.). Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen (insbesondere Geschäftsführer der wesentlichen Konzernunternehmen) sind grundsätzlich nicht in den Konzerngesellschaften der Mondi Holding Deutschland GmbH, sondern bei der Mondi AG, Wien, Österreich, angestellt. Die Aufwendungen für die Geschäftsführung werden von der Mondi AG weiterbelastet und sind in den sonstigen Aufwendungen mit nahestehenden Unternehmen enthalten. 25 Konzerngesellschaften Die Tochtergesellschaften des Konzerns zu den Bilanzstichtagen sind nachstehend aufgeführt, All diese Beteiligungen sind im Jahresabschluss des Konzerns zusammengefasst und konsolidiert. Die unten angeführten Gesellschaften mit Sitz in Deutschland nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
Hinweis: Diese Unternehmen operieren hauptsächlich in den Ländern, in denen sie errichtet sind. Es bestehen keine Joint Ventures oder assoziierten Unternehmen innerhalb des Konzerns. Einzelheiten zu den nicht zu 100 % gehaltenen Tochterunternehmen
Hinweis: Nachfolgend sind die zusammengefassten Finanzdaten der nicht zu 100 % gehaltenen Tochterunternehmen angeführt:
Die zusammengefassten Finanzdaten basieren auf Angaben vor Eliminierung von Konzernbeziehungen. 26 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag ist folgendes Ereignis von besonderer Bedeutung eingetreten:
27 Bilanzierungsgrundsätze Grundlage für die Konsolidierung Der Konzernabschluss umfasst Vermögenswerte, Schulden, Erträge. Aufwendungen und Cashflows der Mondi Holding Deutschland GmbH und deren Tochterunternehmen zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres. Sämtliche konzerninternen Salden und Transaktionen wurden eliminiert. Tochterunternehmen Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Beherrschung liegt dann vor, wenn der Konzern variablen Erträgen aus seiner Beteiligung an diesem Rechtsträger ausgesetzt ist bzw. hierauf Anspruch hat und diese Erträge durch seine Verfügungsmacht über diesen Rechtsträger beeinflussen kann. Die Ergebnisse der in den ausgewiesenen Jahren erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen sind in der zusammengefassten Konzerngewinn- und Verlustrechnung ab dem Wirksamkeitszeitpunkt des Übergangs der Kontrolle bzw. bis zum Wirksamkeitszeitpunkt der Veräußerung enthalten. Nicht beherrschende Anteile Nicht beherrschende Anteile wurden im Rahmen der Erstbilanzierung mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Nach der Erstbilanzierung werden nicht beherrschende Anteile als Summe des Werts bei Erstbilanzierung und den nachfolgenden Gewinn- und Verlustanteilen angesetzt. Änderungen in den Anteilen des Konzerns an Tochterunternehmen, die zu keiner Veränderung in den Kontrollverhältnissen führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Sämtliche Differenzen zwischen dem Betrag der Anpassung der nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der vereinbarten Gegenleistung werden unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zugewiesen. Umsatzerlöse Verkauf von Waren Umsätze werden aus dem Verkauf von Waren generiert und zum Transaktionspreis bewertet. Der Transkationspreis entspricht dem Betrag der erwartungsgemäß vom Kunden für die Übertragung der Waren zu empfangenen Gegenleistung, soweit es wahrscheinlich ist, dass keine wesentliche nachträgliche Korrektur der kumulativ erfassten Umsatzerlöse stattfindet, nach Abzug von Preisnachlässen. Mengenrabatten, Umsatzsteuer und anderen Verkaufssteuern. Zinseffekte werden vernachlässigt, wenn der erwartete Zeitraum zwischen Warenlieferung und Kundenzahlung nicht mehr als ein Jahr beträgt. Ein Kunde erlangt Beherrschung über die Waren, wenn das Eigentum und das Versicherungsrisiko auf den Kunden übergegangen sind. Dies erfolgt in der Regel, wenn die Waren zum vertraglich vereinbarten Ort verbracht wurden. Kosten, die zur Erlangung eines Vertrags angefallen sind, werden sofort als Aufwand in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn der abgeschlossene Vertrag eine erwartete Laufzeit von nicht mehr als einem Jahr hat. Andernfalls werden die Vertragskosten als Vermögenswert aktiviert und über die Vertragslaufzeit entsprechend der Art und Weise, wie die zugehörigen Waren auf den Kunden übertragen werden, abgeschrieben. Sonstige Erträge Investitionserträge Zinserträge, die aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, zur Veräußerung verfügbare Finanzanlagen, sowie Darlehen und Forderungen entstehen, werden mit Bezugnahme auf den ausstehenden Nennwert und den anwendbaren effektiven Zinssatz zeitlich proportional abgegrenzt. Investitionserträge werden im Nettofinanzergebnis ausgewiesen. Goodwill Goodwill liegt vor, wenn die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses den beizulegenden Zeitwert des erworbenen identifizierbaren Nettovermögens übersteigen. Goodwill wird in der Folgebewertung mit den Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen angesetzt. Wertminderung von Goodwill Goodwill, der bei Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurde, wird jenen Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten (ZGE) zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie von den Synergien des Zusammenschlusses profitieren. Eine ZGE ist die niedrigste Stufe innerhalb des Konzerns, für die der Goodwill für interne Managementzwecke von den Geschäftsführern überwacht wird. Der erzielbare Betrag der ZGE, dem der Goodwill zugewiesen wurde, wird jährlich zum gleichen Zeitpunkt im Geschäftsjahr auf Wertminderung geprüft oder wenn Ereignisse oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass eine Wertminderung vorliegen könnte. Der erzielbare Betrag einer ZGE ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Die Cashflows für die Berechnung des Nutzungswertes beruhen auf den aktuellen Finanzplänen, die von der Geschäftsführung genehmigt wurden, und umfassen einen Zeitraum von 3 Jahren. Die Umsatzprognosen und voraussichtlichen Kosten berücksichtigen dabei die jeweiligen Branchenprognosen für einzelne Produktlinien, Prognosen der Geschäftsführung und Vergangenheitsleistungen sowie veröffentlichten Branchenkapazitätsveränderungen. Cashflowprognosen über den 3-Jahreszeitraum hinaus basieren auf internen Prognosen der Geschäftsführung. Die Wachstumsraten in den Ländern, in denen der Konzern agiert, werden anhand der veröffentlichten Informationen zum Wachstum des Inlandsprodukts bestimmt. Der Abzinsungssatz wird als gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten des Konzerns unter Verwendung von veröffentlichten Marktdaten und veröffentlichten Ausleihezinssätzen und bereinigt um Länderrisiken und Steuern bestimmt. Sämtliche Werteverluste werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Abwertungen von Goodwill werden nicht nachträglich aufgeholt. Sachanlagen Sachanlagen umfassen Grundstücke und Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Anlagen in Bau. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen erfasst. Grundstücke und Anlagen in Bau werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen Kosten für die Vorbereitung des Standorts, den Kaufpreis für den Vermögenswert und unmittelbar zurechenbare Arbeits- und Installationskosten. Fremdkapitalkosten werden für qualifizierte Vermögenswerte angesetzt. Anlauf- und laufende Instandhaltungskosten werden nicht aktiviert. Der Abschreibungsaufwand wird in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst und wird so berechnet, dass die Anschaffungskosten der Anlagen über ihre angenommene Nutzungsdauer auf deren geschätzten Restwert abgeschrieben werden. Die Restwerte und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft. Die Abschreibung beginnt, wenn sich die Anlage im betriebsbereiten Zustand befindet. Gebäude und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu unterschiedlichen Sätzen linear über ihre Nutzungsdauer auf ihren Restwert abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und 25 Jahren für Betriebs- und Geschäftsausstattung und bis zu höchstens 50 Jahren für Gebäude. Grundstücke und Anlagen in Bau werden nicht abgeschrieben. Leases Der Konzern erfasst ein Nutzungsrecht, das das Recht auf die Nutzung des dem Leasingvertrag zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die die Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Das Nutzungsrecht wird in den Sachanlagen und die Leasingverbindlichkeiten in den verzinslichen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Das Nutzungsrecht wird in der Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich etwaiger anfänglicher direkten Kosten, einschließlich Vorauszahlungen, Rückbau- und vergleichbare vertragliche Verpflichtungen, bewertet, Abschreibungen werden aufwandswirksam in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Abschreibungsdauer entspricht der kürzeren aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bei der Bemessung der Vertragslaufzeit werden etwaige Verlängerungsoptionen, sofern hinreichend sicher ist, dass diese ausgeübt werden, berücksichtigt. Liegt eine Kaufoption vor, wird der Leasinggegenstand über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern hinreichend sicher ist, dass diese ausgeübt wird. Die Leasingverbindlichkeit bemisst sich als der Barwert der zukünfitgen Leasingzahlungen, einschließlich variable Leasingzahlungen, die von einem Index oder einem Kurs abhängen, und Restwertgarantien, sofern hinreichend sicher ist, dass die Kaufoption ausgeübt wird. Abgezinst werden die Zahlungen mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz, falls dieser verlässlich bestimmt werden kann. Sofern dieser nicht ohne weiteres ermittelt werden kann, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz herangezogen. Die Zinszahlungen werden aufwandswirksam in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zahlungen für Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger und für Leasinggegenstände mit geringem Wert werden aufwandswirksam in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Leasinggegenstände mit geringem Wert werden anhand von quantitativen Kriterien beurteilt. Immaterielle Vermögenswerte und Forschungs- und Entwicklungskosten Immaterielle Vermögenswerte werden beim Erstansatz in Höhe der Kaufgegenleistung bewertet und linear über deren Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und 10 Jahren und werden mindestens jährlich überprüft. Ausgaben für Forschungstätigkeiten werden im Jahr ihrer Entstehung aufwandswirksam in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Entwicklungskosten werden nur aktiviert, wenn die Fertigstellung des jeweiligen Vermögenswertes sowohl wirtschaftlich als auch technisch machbar ist. Die aktivierten Entwicklungskosten werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sonstige Entwicklungskosten werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst, sobald sie anfallen. Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, ausgenommen Goodwill Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte hinsichtlich Anzeichen einer möglichen Wertminderung. Wenn solche Anzeichen bestehen, wird der erzielbare Wert der Vermögenswerte geschätzt, um den Umfang der Wertminderung zu bestimmen. Wenn der Vermögenswert keine Cashflows generiert, die von anderen Vermögenswerte unabhängig sind, schätzt der Konzern den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE), zu der der Vermögenswert gehört. Der erzielbare Betrag des Vermögenswertes oder der ZGE ist der höhere Wert aus dessen Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, Bei der Bestimmung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows, die vom Vermögenswert generiert werden, auf deren Barwert mit einem Abzinsungssatzes abgezinst, der die gegenwärtigen Marktbewertungen des Geldwerts und die Risiken widerspiegelt, die für den Vermögenswert spezifisch sind, für den die Schätzungen der künftigen Cashflows nicht angepasst worden sind. Falls die Schätzung des erzielbaren Betrags eines Vermögenswerts oder einer ZGE unter deren Buchwert liegt, wird der Buchwert des Vermögenswerts oder der ZGE auf den erzielbaren Wert gemindert und die Wertminderung als Aufwand verbucht. Sofern sich die zugrunde liegenden Umstände insofern ändern, als dass eine vormals bilanzierte Wertminderung bei der Folgebewertung nicht mehr vorliegt, wird der Buchwert des Vermögenswerts oder der ZGE auf den neuen Schätzwert des erzielbaren Betrags erhöht. Diese Wertaufholung ist beschränkt auf die Höhe jenes Buchwertes, der vorliegen würde, wenn die Wertminderung nicht in den Vorjahren für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Vorräte Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Kosten werden nach der FIFO- bzw. nach der gewichteten Durchschnittspreismethode bestimmt. Sie enthalten Materialeinzelkosten sowie ggf. Fertigungseinzelkosten und jene Gemeinkosten, die für die Verbringung der Vorräte zu deren gegenwärtigen Standort oder in deren gegenwärtigen Zustand entstanden sind. Der Nettoveräußerungswert wird als der Veräußerungspreis abzüglich geschätzter Veräußerungskosten definiert. Pensionsleistungen Der Konzern unterhält leistungsorientierte und beitragsorientierte Pensionspläne für die Mehrheit seiner Mitarbeiter. Beitragsorientierte Pläne Bei den beitragsorientierten Plänen entspricht der in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung als Aufwand gebuchte Betrag den im Berichtszeitraum gezahlten oder zu zahlenden Beiträgen. Leistungsorientierte Pläne Bei den leistungsorientierten Plänen erfolgen versicherungsmathematische Bewertungen zum Ende jedes Geschäftsjahrs mit Hilfe der Projected-Unit-Credit-Methode. Der durchschnittliche Zinssatz für die Planverbindlichkeiten basiert auf Unternehmensanleihen mit einem AA-Rating oder ähnlichen Staatsanleihen von angemessener Dauer und Währung. Planvermögen wird unter Verwendung der Marktwerte zum Ende jedes Berichtszeitraums bewertet. Die Nettopensionsverbindlichkeit, die in der Konzernbilanz erfasst wird, entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verbindlichkeit gemindert um den Zeitwert des Planvermögens. Nettopensionsguthaben, die aus dieser Berechnung resultieren, beschränken sich auf eine Vermögensdeckelung, die dem Barwert eines wirtschaftlichen Vorteils in Form von Erstattungen aus dem Plan oder Minderungen von künftigen Beiträgen in die jeweiligen Pläne des Konzerns entspricht. Eine Erhöhung des Barwerts der Planverbindlichkeiten, die aus den Diensten des Mitarbeiters während des Jahres erwartet wird, wird als Dienstzeitaufwand im Betriebsergebnis erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, der sich aus Planänderungen oder -kürzungen ergibt, und Gewinne oder Verluste aus Ausgleichszahlungen werden ebenfalls im Betriebsergebnis verbucht. Ein Nettofinanzergebnis bzw. -ertrag wird durch Anwendung des Abzinsungssatzes abhängig vom Plan auf die Nettopensionsverbindlichkeit oder das Nettopensionsguthaben berechnet und im Nettofinanzaufwand in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Neubewertungen, welche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, den Effekt aus der Vermögensdeckelung und die Rendite auf das Planvermögen umfassen, werden - abzüglich latenter Steuern - als Aufwand bzw. Ertrag im sonstigen Ergebnis jenes Berichtszeitraumes verbucht, in dem sie entstehen. Neubewertungen, die in den sonstigen Erträgen erfasst werden, werden nicht in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (,recycelt'), jedoch können diese Beträge innerhalb des Eigenkapitals umgebucht werden. Steuern Der Steueraufwand entspricht der Summe aus dem tatsächlichen Steueraufwand und der Veränderung der latenten Steuern. Tatsächliche Steuern Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung basierend auf dem steuerbaren Jahresergebnis. Der Betrag des Steuerguthabens bzw. der Steuerschuld des Konzerns wird unter Verwendung von Steuersätzen berechnet, die bis zum Abschlussstichtag in Kraft getreten oder materiell-rechtlich in Kraft getreten sind. Latente Steuern Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche Zwecke nach der Verbindlichkeitsmethode erfasst. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche steuerbaren temporären Differenzen bilanziert. Aktive latente Steuern werden hingegen nur insofern bilanziert, als wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne verfügbar sein werden, mit denen abzugsfähige temporäre Differenzen verrechnet werden können. Latente Steuern werden nicht bilanziert, wenn die temporären Differenzen aus der Ersterfassung von Goodwill oder der Ersterfassung von anderen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - ausgenommen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses - bei einer Transaktion erfolgen, die weder den steuerlichen noch den buchhalterischen Gewinn beeinflusst. Passive latente Steuern werden für steuerbare temporäre Differenzen gebildet, die auf Beteiligungen in Tochterunternehmen und nahestehenden Unternehmen entstehen, ausgenommen in den Fällen, in denen der Konzern die Auflösung der temporären Differenz kontrollieren kann und es wahrscheinlich ist, dass die temporäre Differenz in der absehbaren Zukunft nicht umgekehrt wird. Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Der Buchwert wird in dem Umfang gemindert, in dem es nicht länger wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen werden, um den gesamten oder einen Teil des Vermögenswerts innerhalb eines angemessenen Zeitraums zu realisieren. Analog wird der Buchwert in dem Umfang erhöht, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftig ausreichend steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen werden, um den gesamten oder einen Teil der aktiven latenten Steuern innerhalb eines angemessenen Zeitraums zu realisieren. Latente Steuern werden zu den Steuersätzen berechnet, von denen erwartet wird, dass sie in dem Jahr, in dem die Verbindlichkeit beglichen oder der Vermögenswert realisiert wird, Anwendung finden. Latente Steuern werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung als Aufwand bzw. Ertrag gebucht, ausgenommen in den Fällen, in denen sich diese auf Positionen beziehen, die unmittelbar im sonstigen Ergebnis als Aufwand oder Ertrag erfasst und im Eigenkapital akkumuliert werden; in diesen Fällen wird die latente Steuer ebenfalls direkt im sonstigen Ergebnis verbucht und im Eigenkapital akkumuliert. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet, wenn sie Ertragsteuern betreffen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern beabsichtigt, seine Steuerguthaben und -verbindlichkeiten netto zu begleichen. Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines Ereignisses in der Vergangenheit hat. Rückstellungen werden nach bestmöglicher Schätzung der Geschäftsführung in Höhe des Aufwands bewertet, der zur Erfüllung der Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist und auf den Barwert gemindert, wenn der Effekt der Abzinsung wesentlich ist. Zuschüsse Zuschüsse werden bilanziert, wenn das Recht auf Erhalt solcher Zuschüsse entstanden ist und als passivisch abgegrenzte Erträge behandelt. Sie werden systematisch erfolgswirksam in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst, entweder über die Nutzungsdauer der Vermögenswerte, für die sie gewährt wurden, oder über den Zeitraum, in welchem die Kosten, zu deren Kompensation sie bestimmt sind, anfallen. Fremdwährungstransaktionen und -umrechnung Fremdwährungstransaktionen Fremdwährungstransaktionen werden in deren funktionaler Währung zu den zum Transaktionszeitpunkt geltenden Umrechnungskursen erfasst. Zu jedem Abschlussstichtag werden monetäre Aktiva und Passiva, die auf ausländische Währung lauten, zu den Kursen umgerechnet, die am Bilanzstichtag gelten. Währungsgewinne bzw. -verluste sind in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung enthalten und werden entweder im Betriebsergebnis oder im Nettofinanzergebnis erfasst, je nach der Art des monetären Postens, aufgrund dessen sie entstehen. Umrechnung von ausländischen Unternehmen Aktiva und Passiva ausländischer Konzernunternehmen werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag in die Berichtswährung des Konzerns umgerechnet, Ertrags- und Aufwandspositionen werden zu den durchschnittlichen Kursen des Monats umgerechnet, wenn diese den Kursen zu den Zeitpunkten der zugrunde liegenden Transaktionen in etwa entsprechen. Gegebenenfalls entstehende Währungsumrechnungsdifferenzen werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital abgegrenzt. Diese Währungsumrechnungsdifferenzen werden nur bei Veräußerung oder teilweiser Veräußerung der ausländischen Unternehmung in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ('recycelt'). Finanzinstrumente Finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz erfasst, wenn der Konzern Partei der vertraglichen Bestimmungen des Finanzinstruments wird. Dies geschieht zum Erfüllungstag. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Transaktionskosten im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden sofort erfolgswirksam in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzanlageninvestitionen Anlagen - ausgenommen Beteiligungen an Tochterunternehmen und nahestehenden Unternehmen - werden entweder als erfolgswirksam zum Fair Value bewertet oder zu fortgeführten Anschaffungskosten qualifiziert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Kassenbestände und Sichteinlagen sowie kurzfristige, höchst liquide Beteiligungen mit einer Laufzeit von maximal drei Monaten, die zur Umwandlung in einen feststehenden Betrag an Barmitteln bereitstehen und einem unwesentlichen Wertveränderungsrisiko ausgesetzt sind. Banküberziehungen sind in den kurzfristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten in der Konzernbilanz ausgewiesen. In der Konzernkapitalflussrechnung und in der Darstellung der Nettoschulden werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Überziehungen ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Der Erstansatz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, die Folgebewertung zu amortisierten Kosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode, gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen. Für die Ermittlung von Wertminderungen wird ein vereinfachtes Modell basierend auf dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle verwendet. Bei den lebenslangen Kreditausfällen handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund aller möglichen Ausfallereignisse während der erwarteten Laufzeit einer Forderung. Die erwarteten Kreditausfälle werden anhand von historischen Erfahrungswerten unter Berücksichtigung der aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen Situation bemessen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Der Erstansatz der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, die Folgebewertung zu amortisierten Kosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten Verzinsliche Darlehen und Überziehungen werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich direkter Transaktionskosten bilanziert. In der Folgebilanzierung werden sie mit den amortisierten Anschaffungskosten angesetzt. Ein etwaiges Disagio wird über die Laufzeit des verzinslichen Darlehens unter Verwendung der Effektivzinsmethode in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung verteilt. Fremdkapitalkosten Zinsen auf Ausleihungen, die im direkten Zusammenhang mit dem Erwerb, der Erstellung oder Produktion von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, zu dem sie im Wesentlichen zu ihrer angedachten Verwendung bereit sind. In Fällen, in denen Mittel speziell zur Finanzierung eines Projekts ausgeliehen wurden, entspricht der bilanzierte Betrag den tatsächlich entstandenen Fremdkapitalkosten. In den Fällen, in denen Mittel zur Finanzierung eines Projekts Teil von allgemeinen Darlehen sind, wird der bilanzierte Betrag unter Verwendung der gewichteten durchschnittlichen, auf die jeweiligen allgemeinen Darlehen des Konzerns im Erstellungszeitraum Anwendung findenden Zinssätze berechnet. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung in dem Zeitpunkt erfasst, in dem sie entstehen. Derivative Finanzinstrumente und Hedge-Accounting Der Konzern schließt über die Mondi Finance plc Termin-, Options- und Swapverträge ab, um sein Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiko abzusichern. Der Konzern nutzt keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken. Derivate werden bei Abschluss eines Derivatvertrages erstmals zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folgebilanzierung zum beizulegenden Zeitwert unter Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in der Konzernbilanz erfasst und je nach Fälligkeit des Derivats als kurzfristig oder langfristig qualifiziert. Änderungen im beizulegenden Zeitwert der derivativen Instrumente, die nicht als Sicherungsgeschäft designiert wurden, werden unmittelbar in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung je nach Art des Risikos, auf das sich die Derivate beziehen, im Betriebsergebnis oder Nettofinanzergebnis erfasst. Cashflow-Hedges Bei Derivaten, die zur Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme bestimmt sind, wird der effektive Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivats im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital ausgewiesen. Der ineffektive Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes wird unmittelbar in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern der Cashflow-Hedge einer erwarteten Transaktion zur Bilanzierung eines nicht finanziellen Vermögenswerts führt, werden die im Eigenkapital kumulierten Gewinne und Verluste aus dem Derivats zum Zeitpunkt der Bilanzierung des nicht finanziellen Vermögenswertes bei der Erstbewertung berücksichtigt. In allen anderen Fällen werden die im Eigenkapital kumulierten Gewinne und Verluste aus dem Sicherungsinstrument in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung in der gleichen Periode, in der die abgesicherte Position anteilmäßig erfolgswirksam wird, umgegliedert (,recycelt'). Fair Value Hedges Bei effektiven Hedges zur Absicherung des Risikos von Änderungen im beizulegenden Zeitwert wird die abgesicherte Position um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts bereinigt, die dem abgesicherten Risiko zurechenbar sind, mit einer entsprechenden Buchung in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung. Gewinne oder Verluste aus der Neubewertung des jeweiligen Derivats werden ebenfalls in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nicht effiziente, abgelaufene, veräußerte, gekündigte oder ausgeübte Hedgeinstrumente Soweit die erwartete Transaktion nicht länger wahrscheinlich ist, das Sicherungsinstrument die Voraussetzungen zur Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht mehr erfüllt, ausläuft bzw. veräußert, beendet, ausgeübt oder nicht mehr als Absicherungsinstrument bestimmt wird, wird die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt verbleiben akkumulierte Gewinne oder Verluste, die im Eigenkapital abgegrenzt wurden, im Eigenkapital und werden in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (,recycelt'), wenn die erwartete Transaktion schlussendlich bilanziert wird. Wird mit dem Eintritt einer erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, wird der bisher im Eigenkapital kumuliert erfasste Betrag in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (,recycelt'). Eigenkapitalinstrumente Dividendenzahlungen Dividendenausschüttungen an die Gesellschafter der Mondi Holding Deutschland GmbH werden als Verbindlichkeit an dem Zeitpunkt erfasst, an dem die Dividenden beschlossen und genehmigt wurden. Segmentberichterstattung Es besteht keine Verpflichtung zur Segmentberichterstattung. Bilanzierungsgrundsätze, vorzeitige Anwendung und künftige Erfordernisse Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren folgende Standards, Interpretationen zu veröffentlichten Standards erstmals anzuwenden und haben keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss:
Neue Standards, die noch nicht angewendet wurden Folgende Standards, Interpretationen zu veröffentlichten Standards sind verpflichtend für das mit 1. Januar 2022 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden und haben keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss:
Der Konzernabschluss samt Anhang wurde von der Geschäftsführung festgestellt, am 4. Mai 2022 zur Veröffentlichung freigegeben und in deren Namen und Auftrag unterzeichnet.
Gronau, den 4. Mai 2022 Walter Seyser, Geschäftsführer Matthias Florian, Geschäftsführer Jürgen Schneider, Geschäftsführer Mondi Holding Deutschland GmbH - eingetragen unter HRB 16959, Amtsgericht Coesfeld BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Mondi Holding Deutschland GmbH, Gronau, Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Mondi Holding Deutschland GmbH, Gronau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mondi Holding Deutschland GmbH, Gronau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 4. Mai 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer ppa. Malte Diekmann, Wirtschaftsprüfer |
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