Seitz glutenfrei GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Freidler seit 7.8.2023 | Geschäftsführer |
André Freidler seit 2.1.2023 | Geschäftsführer |
Maximilian Seeburger seit 2.1.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ALB-GOLD Teigwaren GmbHTrochtelfingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 20211. Grundlage des Unternehmens Die Unternehmensgruppe ALB-GOLD setzt sich aus den Gesellschaften ALB-GOLD Teigwaren GmbH, ALB-GOLD Marktplatz GmbH mit jeweiligem Sitz in Trochtelfingen sowie der Gesellschaft Spaichinger Nudelmacher GmbH mit Sitz in Spaichingen zusammen. In der Geschäftsführung der Muttergesellschaft ALB-GOLD Teigwaren GmbH werden strategische Entscheidungen getroffen und sämtliche operativen Vorgänge in den einzelnen Gesellschaften direkt ausgeführt. Die Geschäftsgrundlage des Gesamtunternehmens besteht im Wesentlichen aus der Produktion und dem Vertrieb von Teigwaren aller Art neben einem untergeordneten Handel von Lebensmitteln und Konsumgütern. Die Umsatzerlöse entfallen zu 94 % auf die Teigwarenproduktion, 5 % auf Direktvermarktung und 1 % auf sonstige Erlöse. Der Exportanteil liegt insgesamt bei ca. 23 %. Der Hauptabsatzmarkt der Produkte der ALB-GOLD Teigwaren GmbH ist der deutsche Lebensmitteleinzelhandel, neben verschiedensten Nischenmärkten des nationalen und internationalen Teigwarenmarktes. Mit dem Produktportfolio Frisch- und Trockenteigwaren zeichnet sich die Marke ALB-GOLD durch das vielfältige Angebot von Spätzle-, Bandnudel-, gepressten Teigwaren- und Pastaspezialitäten aus, die aus Hartweizen- und Dinkelgrieß in bio-, als auch konventioneller Qualität hergestellt werden. Das Produktsortiment der Marke ALB-GOLD ist in Folien- und zum Teil als Papierverpackung erhältlich. Frischteigwarenprodukte werden an Schul-, Kantinen- und Großverpflegungsküchen, sowie an die weiterverarbeitende Industrie zur Herstellung von Suppen- und Fertiggerichten geliefert. Im Frühjahr 2021, nach Beendigung der Pandemie konnten die Geschäftsbereiche der ALB-GOLD Marktplatz GmbH wieder uneingeschränkt und vollumfänglich in Betrieb genommen werden. Nach zögerlichem Anlauf stiegen die Besucherzahlen im Kundenzentrum sowie das Gästeaufkommen im Restaurant in den Sommermonaten wieder. Durch den Ausbau des Angebots im ALB-GOLD Onlineshop, sowie durch die Verbesserung der Organisation konnte das Bestellaufkommen und der Umsatz in diesem Geschäftsbereich erheblich gesteigert werden. Der Auftragseingang bei der Gesellschaft Spaichinger Nudelmacher GmbH, als nach wie vor alleiniger nationaler Erzeuger von glutenfreien Teigwaren konnte sich auf einem hohen Niveau halten. Die Nachfrage nach Produkten hergestellt aus Sonderrohstoffen Mais-, Kichererbsen- oder Reismehl ist weiter gestiegen. Wir führen diese Entwicklung auf den anhaltenden Trend der Ernährungsumstellung, hin zu einer bewussteren und teilweise fleischlosen Ernährung zurück. Wir erwarten eine Fortsetzung dieser Entwicklung und gehen von einer dauerhaften Veränderung der Ernährungsweise unserer Konsumenten aus. Die Zusammenlegung der Vertriebsaktivitäten für die Marken und Produkte der einzelnen Gesellschaften hat sich gut entwickelt. Es sind deutliche Synergien entstanden, die sich sehr positiv in der Kundenbetreuung und Kundenbeziehung auswirken. An weiteren Optimierungen und Professionalisierung wird permanent gearbeitet. Unter anderem wurde ein neues Warenwirtschaftsprogramm erfolgreich eingeführt, um den Anforderungen des gesamten Teigwarenmarktes gerecht zu werden und um langfristige Kundennähe auf- und auszubauen. Für den Erhalt der Zertifizierungen nach IFS Food Standard, dem Energiemanagement 5001 und dem ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften konnten die im Geschäftsjahr erforderlichen Audits erfolgreich abgeschlossen werden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Auftragslage und -entwicklung Die Corona-Pandemie wirkte sich im Laufe des Jahres 2021 nicht weiter gravierend auf den Abverkauf von Teigwaren in den Supermarktregalen aus. Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel, sowie auch in den weiteren Absatzmärkten haben sich auf einem insgesamt hohen Niveau stabilisiert. Nach der Pandemie wurden Großverpflegungsküchen wieder in Betrieb genommen und der Geschäftsbereich Frischteigwaren konnte auf ein herkömmliches Niveau zurückgebracht werden. Die Reichweite sämtlicher Eingangsbestellungen liegt im Durchschnitt bei ca. 2 Monaten. Bestellungen aus dem laufenden Programm kommen aus dem Lagerbestand zur sofortigen Auslieferung. Bestellungen außerhalb des Standardprogramms werden nach den Wünschen des Kunden termingerecht hergestellt und ausgeliefert. Umsatzrückgänge sind im Auslandsgeschäft, insbesondere in den USA-Geschäften hinzunehmen. Eine Belieferung der Kunden ist durch erschwerte Verfügbarkeit von Überseecontainern termingerecht nicht mehr möglich. Gleichzeitig haben sich die Frachtraten überdurchschnittlich verteuert und die Dauer der Verfrachtung hat sich erheblich verlängert. Diese Umstände führten zu einem erheblichen Rückgang von Warenbestellungen aus den Überseeländern. 2.2 Produktion Sämtliche Teigwarenproduktionsanlagen waren im Geschäftsjahr gleichmäßig gut ausgelastet. Durch die Ausweitung und Inbetriebnahmen weiterer Produktions- und Verpackungsanlagen konnten die insgesamten Produktionsmengen ohne den Einsatz von Sonder- und Wochenendschichten erzeugt werden. 2.3 Beschaffung Der Bezug der Rohstoffe Hartweizengrieß, Dinkelgrieß und sonstiger Getreidemahlerzeugnisse konnte, wie in den Vorjahren zum großen Teil über direkt geschlossene Anbauverträge mit Landwirten, sowie über langfristig geschlossene Lieferverträge mit Mühlen sichergestellt werden. Der Bezug des Rohstoffes Ei war ebenfalls durch den Abschluss von langfristigen Lieferverträgen mit ausgewählten deutschen Hühnerhaltungsbetrieben gesichert. 2.4 Ertragslage Im Vorjahr wurde das Tochterunternehmen Teigwaren Riesa GmbH mit Wirkung zum 14. September 2020 veräußert und ist damit aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Daher sind die Beträge der Vorjahreszahlen mit den Posten des Geschäftsjahres nur eingeschränkt vergleichbar. Hinsichtlich der Vorjahreszahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ohne die Teigwaren Riesa GmbH verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr (95.630 T€) um 26.613 T€ auf 69.017 T€ zurückgegangen, was hauptsächlich auf den Verkauf und den Wegfall der Umsatzerlöse des Tochterunternehmens zurückzuführen ist. Das Rohergebnis ist im Wirtschaftsjahr um 15.933 T€ auf 30.316 T€ zurückgegangen (Vorjahr: 46.249 T€). Dieser Rückgang ist in Höhe von 13.598 T€ auf das Ausscheiden des Tochterunternehmens aus dem Konzern zurückzuführen. Die Personalaufwendungen im Konzern sind um 3.476 T€ auf 13.422 T€ gesunken. Der Rückgang beruht auf dem Verkauf des Tochterunternehmens. Unter Außerachtlassung der Personalaufwendungen, die im Vorjahr auf das verkaufte Tochterunternehmen entfallen, ergibt sich ein nahezu unveränderter Personalaufwand. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind hauptsächlich aufgrund der getätigten Investitionen in Technische Maschinen und Anlagen sowie in Software, ohne Berücksichtigung der vorjährigen Abschreibungssumme des verkauften Tochterunternehmens um 664 T€ auf 3.427 T€ gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 9.148 T€ gesunken. Der Rückgang ist insbesondere auf das Ausscheiden des Tochterunternehmens aus dem Konzern zurückzuführen (8.715 T€). Im Wesentlichen aufgrund der planmäßigen Rückführung von Darlehen ist die gesamte Zinsbelastung um 84 T€ auf 114 T€ gesunken (Vorjahr: 198 T€). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind gegenüber dem Vorjahr um 3.242 T€ gesunken. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2020 Steuernachzahlungen aufgrund einer steuerlichen Betriebsprüfung zu verbuchen waren. Zum anderen konnten Steuerrückstellungen, die im Vorjahr für Steuernachzahlungen gebildet wurden, aufgelöst werden. Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2021 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 2.414 T€ (Vorjahr: 2.235 T€). 2.5 Finanz- und Vermögenslage Die wesentlichen Bilanzpositionen haben sich wie folgt geändert: Aktiva Durch die Rückführung von sonstigen Ausleihungen haben sich die Finanzanlagen auf insgesamt 16.776 T€ (Vorjahr: 18.182 T€) reduziert. Die Vorräte haben sich aufgrund eines vergleichsweise hohen Bestandes an fertigen Erzeugnissen und Waren um 1.137 T€ auf insgesamt 6.217 T€ (Vorjahr: 5.080 T€) erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich von 15.298 T€ auf 18.537 T€, was insbesondere auf den Anstieg bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist, die sich um 2.724 T€ erhöht haben. Passiva Im Geschäftsjahr 2021 hat sich der Bilanzgewinn um den Konzernjahresüberschuss abzüglich einer Ausschüttung in Höhe von 1.000 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 74,72 % (Vorjahr: 73,32 %). Die Rückstellungen haben sich insgesamt um 2.330 T€ auf 3.105 T€ (Vorjahr: 5.435 T€) reduziert. Die Veränderung beruht im Wesentlichen auf dem Verbrauch einer Rückstellung für Kosten aus einem wettbewerbsrechtlichen Verfahren. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten von 16.853 T€ auf 17.738 T€ ergibt sich hauptsächlich aus den gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe 2.822 T€. Darlehensrückführungen an Kreditinstitute wurden in Höhe von 1.670 T€ planmäßig vorgenommen. Die Bilanzsumme erhöhte sich marginal von 83.577 T€ auf 83.900 T€. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftete der Konzern einen Cashflow in Höhe von 2.279 T€ (Vorjahr 6.823 T€). Die Mittel wurden unverändert zum Vorjahr vor allem für Investitionen ins Sachanlagevermögen sowie für die planmäßige Tilgung von Krediten verwendet. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds um 2.883 T€ auf 4.708 T€ verringert. 2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und die EBIT-Marge heran. Aufgrund des Ausscheidens der Teigwaren Riesa GmbH aus dem Konsolidierungskreis werden die Vergleichszahlen des Vorjahres auf Grundlage der im Konzernanhang dargestellten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres ohne die Teigwaren Riesa GmbH ermittelt. Der Umsatz pro Mitarbeiter ist gegenüber dem Vorjahr von 184 T€ auf 208 T€ gestiegen, was mit der Kapazitätsausweitung durch die Inbetriebnahmen weiterer Produktionslinien begründet ist. Die EBIT-Marge hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 3,4 % verringert. Im Vorjahr betrug die EBIT-Marge - auf Basis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres ohne das verkaufte Tochterunternehmen sowie ohne die Effekte aus der Endkonsolidierung - 3,8 %. 2.7 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ALB-GOLD handelt nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Die grundlegende Wertebasis hierfür bilden die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Wir wirtschaften so, dass nachfolgende Generationen ebenfalls die Möglichkeit haben in einer intakten Umwelt, einer friedlichen und freien Gesellschaft zu leben und in einem fairen und gesunden Wirtschaftssystem zu wirtschaften. Gleiches erwarten wir von unseren Partnern und Lieferanten. 3. Risikoberichterstattung über Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Soweit bei übrigen finanziellen Vermögenswerten Ausfall-/ Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen grundsätzlich unter Abzug von Skonto gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Bankguthaben. 4. Prognosebericht Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 konnten die prognostizierten Umsatzzuwächse aufgrund der Stagnation des Auslandsgeschäftes nicht erreicht werden. Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr insbesondere aufgrund der herausgegebenen und umgesetzten Preiserhöhungen einen insgesamt moderaten Umsatzanstieg. Wir gehen von einem gleichbleibenden Auftragseingang und einer Produktionsauslastung auf Vorjahresniveau aus und werden den Umsatz pro Mitarbeiter aufgrund der höheren Abgabepreise moderat steigern können. Die seit Jahren gepflegten Anbauverträge mit deutschen Landwirten zur Erzeugung von Hartweizengrieß konnten für die kommende Erntekampagne 2022 erstmalig nicht geschlossen werden. Eine Festlegung war infolge der enormen Marktbewegungen auf den weltweiten Getreidemärkten erstmalig für beide Seiten nicht möglich. Es ist damit zu rechnen, dass sich der Bezug des Hauptrohstoffes Hartweizengrieß um etwa 30 % verteuern wird. Auch bei der Beschaffung des Rohstoffes Ei ist mit einer deutlichen Verteuerung zu rechnen. Stallungen wurden aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen stillgelegt, daher ist eine Knappheit bei gleichbleibender Nachfrage zu erwarten. Durch die insgesamte Materialkostensteigerung, durch den überproportionalen Anstieg von Fracht- und Energiekosten sowie durch die Steigerung der Personalkosten infolge höherer Löhne sehen wir eine schwächere Ertragslage und prognostizieren einen deutlichen Rückgang der EBIT-Marge. Die Erhöhung unserer Abgabepreise gleichen die hinzunehmenden Teuerungsraten im Gesamten voraussichtlich nicht aus. 5. Risikobericht Risiken bestehen bei der Beschaffung von Rohware und vor allem in der Volatilität der Rohwarenpreise. Erhebliche Turbulenzen an den internationalen Getreidemärkten, verursacht durch das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine wirken sich auch auf heimische Getreidemärkte aus, die eine wesentliche Bezugsquelle darstellen. Die Verfügbarkeit von ausreichend Rohware ist insbesondere aufgrund der erzielten, sehr guten Ernteergebnisse gewährleistet, dennoch können nur kurzfristige Lieferverträge aufgrund der Instabilität der Preise geschlossen werden. Die Preisanstiege der zu beziehenden Energie, sowie die insgesamte sprunghafte Entwicklung der Energiemärkte stellen ebenfalls ein Risiko dar. Trotz hoher Preise wurden langfristige Energieverträge geschlossen, um die Verfügbarkeit des Energiebedarfs grundsätzlich zu sichern. Zur allgemeinen Reduzierung von Energie wurden interne Energiesparprogramme implementiert. Der bereits heute hohe Preisdruck bei Teigwaren wird sich auch zukünftig weiter verstärken. Die treibenden Kräfte dieser Entwicklung sind sehr vielfältig. Auf der Handelsseite werden neben den Waren unserer direkten Wettbewerber vermehrt preisaggressive Teigwaren vorwiegend aus Italien und zunehmend Eigenmarken der Supermärkte und Discounter angeboten. In Zeiten des derzeitigen Inflationsgeschehens ist ein verändertes Kaufverhalten der Konsumenten zu Gunsten günstiger Produkte zu erwarten. Wie für alle Unternehmen der Lebensmittelindustrie liegt ein Risiko der künftigen Entwicklung für mittelständische Unternehmen in den Unwägbarkeiten durch verschärfte behördliche Auflagen als Folge von globalen Krisen in Bezug auf Infektionsschutz, Hygienemaßnahmen und Qualitätsmanagement. Unsere in den Unternehmen etablierten Geschäftsprozesse basieren auf teilweise komplexen IT-Systemen. Den Risiken der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen und Anwendungen sowie des Verlusts oder der Manipulation von Daten und vertraulichen Informationen wird durch stabile und redundant ausgelegte IT-Systeme, Back-up-Verfahren, Viren- und Zugangsschutz entgegengewirkt. Weitere Risiken sind derzeit nicht erkennbar, durch laufende Abwägungen und Beobachtungen werden bei erkennbaren Risiken sofortige Gegenmaßnahmen eingeleitet. Marktseitige Risiken, welche die Entwicklung des Unternehmens nachhaltig beeinträchtigen oder gefährden können, liegen derzeit nicht vor. 6. Chancenbericht Im Jahr 2021 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Nudeln in Deutschland bei rund 9,5 Kilogramm. Im Jahr 2000 betrug der Konsum lediglich rund 5,7 Kilogramm pro Kopf. Generell zeichnet sich in den letzten Monaten eine gravierende Veränderung im Ernährungsverhalten der Konsumenten ab. Alternative Ernährungsweisen insbesondere Reduktion, oder ein Verzicht auf Fleischprodukte nehmen zu und halten bleibenden Einzug. Dies wirkt sich auf den Verzehr von Teigwaren positiv aus und es ist mit einem weiteren Anstieg des Pro-Kopf-Verbrauchs zu rechnen. Teigwaren, hergestellt aus Hülsenrohstoffen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei Konsumenten. Handelspartner erkennen diesen Trend und wachsenden Markt und stellen erweiterte Regalfläche zum Angebot alternativer Teigwarenprodukte zur Verfügung und wir erwarten hier einen höheren Absatz unserer aus Hülsenfrüchten hergestellter Produkte.
Trochtelfingen, den 19. September 2022 gez. Irmgard Freidler, Geschäftsführerin KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
KonzernkapitalflussrechnungKapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021ALB-GOLD Teigwaren GmbH
KonzerneigenkapitalspiegelEigenkapitalspiegel für die Zeit vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2021ALB-GOLD Teigwaren GmbH
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Das Mutterunternehmen, die ALB-GOLD Teigwaren GmbH mit Sitz in Trochtelfingen ist unter HRB 370227 beim Handelsregister B des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erstellt. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt nach Maßgabe von § 266 Abs. 2 und 3 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß den Gliederungsvorschriften des § 275 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB aufgestellt und wird gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB um den Posten "Rohergebnis" erweitert. Im Vorjahr wurde das Tochterunternehmen Teigwaren Riesa GmbH mit Wirkung zum 14. September 2020 veräußert und ist damit aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Daher sind die Beträge der Vorjahreszahlen mit den Posten des Geschäftsjahres nur eingeschränkt vergleichbar. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden nachfolgend die Vorjahreszahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ohne die Teigwaren Riesa GmbH dargestellt:
Im Vorjahr wurden Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 25,0 unter der Position "Beteiligungen" ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurde der Ausweis unter Anpassung des Vorjahres korrigiert. Die im Vorjahr in Höhe von T€ 17.815,5 in der Position "sonstige Vermögensgegenstände" erfassten Lebensversicherungen und Darlehen mit einer Laufzeit von mehr als vier Jahren werden im Geschäftsjahr unter den Finanzanlagen in der Position "sonstige Ausleihungen" ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Im Vorjahr wurde ein Darlehen in Höhe von T€ 342,0 in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Aufgrund der voraussichtlich Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und da es sich beim Darlehensnehmer nicht um ein verbundenes Unternehmen handelt, wurde eine Umgliederung in das Finanzanlagevermögen in die Position "sonstige Ausleihungen" vorgenommen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde das Vorjahr entsprechend angepasst. Im Vorjahr wurden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 4.028,9 in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Da es sich beim betreffenden Gesellschafter nicht um ein verbundenes Unternehmen handelt, wurde der Vorjahresbetrag in den Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" umgegliedert. Im Vorjahr wurde fälschlicherweise in den sonstigen Vermögensgegenständen eine sonstige Verbindlichkeit in Höhe von T€ 558,5 saldiert ausgewiesen. Der Ausweis wurde korrigiert und die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst mit der Folge, dass sich die Bilanzsumme des Vorjahres von T€ 83.018,5 auf T€ 83.577,0 verändert hat. Im Vorjahr wurden in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 6,0 gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen, bei dem es sich nicht um ein verbundenes Unternehmen handelt. Im Berichtsjahr werden die entsprechenden Verbindlichkeiten in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde das Vorjahr entsprechend angepasst. II. Angaben zum Konsolidierungskreis Folgende Unternehmen werden in den Konzernabschluss einbezogen:
Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die ALB-GOLD Teigwaren GmbH hält 100 % der Anteile an der Seitz glutenfrei GmbH, Spaichingen. Die Gesellschaft wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der Jahresüberschuss, die Umsatzerlöse und das Eigenkapital der Seitz glutenfrei GmbH liegen jeweils unter 0,1 % der entsprechenden Konzerngrößen. Die Anteile werden im Konzernabschluss unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Der Wertansatz der einzelnen Beteiligungen im Einzelabschluss des Mutterunternehmens wurde mit dem auf die jeweiligen Beteiligungen entfallenden, zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapital des einbezogenen Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet. Schuldenkonsolidierung Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert, soweit sie nicht nur von untergeordneter Bedeutung sind. Zwischenergebniseliminierung, Aufwands- und Ertragskonsolidierung Zwischengewinne und -verluste aus der Übernahme von Vermögensgegenständen im Konzern werden eliminiert. Aufwendungen und Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen Konzernunternehmen werden gegeneinander verrechnet, soweit sie nicht nur von untergeordneter Bedeutung sind. Beteiligungserträge durch Gewinnausschüttung zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen ausgewiesen. Für die Bemessung der Abschreibung wurde eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt. Im Jahr 2008 und 2010 erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB planmäßig linear über 15 Jahre abgeschrieben. Dies entspricht der erwarteten Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen zwei und dreiunddreißig Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 250,00 bis € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr als Abgang behandelt. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips erfasst. Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Einbeziehung von Anschaffungsnebenkosten und unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen bewertet. Für den regelmäßig ersetzten und im Wert von nachrangiger Bedeutung vorhandenen Bestand an Ersatzteilen wird ein auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungskosten ermittelter Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB in Höhe von T€ 93,8 angesetzt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips ausgewiesen. Liquide Mittel werden zum Nominalbetrag ausgewiesen. Für erhaltene Investitionszuschüsse wurde auf der Passivseite ein Sonderposten entsprechend der IDW Stellungnahme St/HFA 1/1984 i.d.F. 1990 gebildet, der entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst wird. Zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sind entsprechende Mittel in Rückdeckungsversicherungen angelegt. Die Rückdeckungsversicherungen sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert; dieser wird mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen den Betrag der Verpflichtung, erfolgt der Ausweis auf der Aktivseite der Bilanz unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung". Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Rentensteigerungen von 0,0 % unterstellt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag T€ 127,0. Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen gebildet. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Außerdem werden temporäre Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 Abs. 1 HGB bei der Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergibt sich insgesamt eine passive latente Steuer. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum Euro-Referenzkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen In dem Posten sonstige Ausleihungen in den Finanzanlagen sind folgende Finanzinstrumente enthalten, bei denen eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB unterblieben ist:
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist separat dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1,7 (Vorjahr: T€ 2,8) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus noch nicht abziehbaren Vorsteuern, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, in Höhe von T€ 221,6 (Vorjahr: T€ 42,3) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 685,9 (Vorjahr: T€ 4.071,2) enthalten. 3. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von T€ 59.278,3 (Vorjahr: T€ 58.043,3) enthalten. Für das Vorjahr erfolgte vor Feststellung des Jahresabschlusses 2020 im Jahr 2021 eine Vorabausschüttung in Höhe von T€ 1.000,0. 4. Rückstellungen Verpflichtungen aus Pensionsrückstellungen sind durch Rückdeckungsversicherungen abgesichert. Die Rückdeckungsversicherungen dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Pensionsrückstellungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Soweit die Rückdeckungsversicherungen und die angelegten Vermögensgegenstände ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Pensionsrückstellungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind, werden sie gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Rückdeckungsversicherungen werden mit dem von der Versicherungsgesellschaft mitgeteilten beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dieser entspricht den Anschaffungskosten. Die Pensionsrückstellungen ermitteln sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen erfolgsabhängige Sonderzahlungen, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben der Mitarbeiter, Aufwand für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie Konditionsabzüge. 5. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4,0 (Vorjahr: T€ 14,6) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 8,1 (Vorjahr: T€ 17,7) und aus Steuern in Höhe von T€ 257,6 (Vorjahr: T€ 124,6) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von T€ 138,9 (Vorjahr: T€ 0,0) enthalten. Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 9.535,7 sind durch Grundschulden besichert. 6. Latente Steuern Die latenten Steuerschulden in der Bilanz entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
Bei der Berechnung der latenten wird ein Steuersatz von 30,0 % (Vorjahr: 30,0 %) zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern wurden hauptsächlich auf temporäre Differenzen in den langfristigen Pensionsrückstellungen gebildet. Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Anlagevermögen. Durch die Konsolidierungsbuchen auf Konzernebene ergeben sich aktive latente Steuern i.H.v. T€ 17,7, welche auf der durchgeführte Zwischenergebniseliminierung beruhen. VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Erlöse des Konzerns verteilen sich auf die verschiedenen Tätigkeitsbereiche:
Regional verteilen sich die Umsatzerlöse des Konzerns wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 138,0 (Vorjahr: T€ 16,2) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von T€ 1.060,5 (Vorjahr: T€ 2.291,4) enthalten, die früheren Geschäftsjahren zuzurechnen sind. Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Gewinne aus Anlagenverkäufen, Erträge aus der Anpassung an das Ergebnis einer steuerlichen Betriebsprüfung, Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen für das Vorjahr und Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 252,8 (Vorjahr: T€ 234,7) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 58,4 (Vorjahr: T€ 198,1) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus der Anpassung an das Ergebnis der steuerlichen Betriebsprüfung, Steueraufwand für Vorjahre, Aufwendungen aus der Bildung von Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen und Aufwendungen aufgrund von Verlusten aus Anlagenverkäufe in Höhe von T€ 118,6 (Vorjahr: T€ 1.670,2) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 39,3) enthalten. Die Vermögenserträge aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen werden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung wie folgt verrechnet (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB):
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von T€ 485,7 (Vorjahr: T€ 28,7) enthalten. Erträge und Aufwendungen die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind, sind im Berichtsjahr wie folgt angefallen: 2021 T€ Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus der Korrektur der Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrückstellungen für Vorjahre, insbesondere für das Jahr 2020 enthalten in Höhe von 554,7. VII. Sonstige Angaben 1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Unsere Gesellschaft hat für verschiedene Rohstoffe zur Sicherung der Einkaufskonditionen feste Einkaufskontrakte abgeschlossen. Daraus ergeben sich zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von T€ 6.832,0. Risiken können sich aus der festen Abnahmemenge und dem fixierten Einkaufspreis ergeben. Die Gesellschaft hat diverse Leasing- und Mietverträge abgeschlossen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beträgt T€ 3.316,2. Die Leasinggeschäfte führen zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation und zur Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den höheren Refinanzierungskosten. 2. Beschäftigtenzahl Während der Dauer des Jahres 2021 wurden durchschnittlich 336 Mitarbeiter beschäftigt, davon 104 Gehaltsempfänger und 232 Lohnempfänger. Darüber hinaus wurden durchschnittlich 8 Auszubildende beschäftigt. 3. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich wie folgt auf:
4. Angaben betreffend Geschäftsführungsorgan Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführerin der ALB-GOLD Teigwaren GmbH ist Frau Irmgard Freidler, Unternehmerin. Auf die Angabe der Bezüge wurde nach § 314 Abs. 3 HGB verzichtet. 5. Befreiung von der Offenlegungspflicht Die Spaichinger Nudelmacher GmbH nimmt auf Grund dieses Konzernabschlusses, in den sie einbezogen ist, und des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags unter Einbeziehung des Wortlauts des § 302 AktG die Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB insoweit wahr, als sie auf die Offenlegung ihres Jahresabschlusses verzichtet. 6. Nachtragsbericht Durch den am 24. Februar 2022 von Russland gestarteten Angriffskrieg gegen die Ukraine kommt ein weiteres Risiko für die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns hinzu. Insbesondere die seither deutlich gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten können zu nachhaltigen Einbußen beim Jahresergebnis führen. Die finanziellen Auswirkungen sind zurzeit noch nicht genau abschätzbar. Wir verweisen auf Abschnitt 5 im Konzernlagebericht.
Trochtelfingen, den 19. September 2022 gez. Irmgard Freidler KonzernanlagespiegelAnlagenspiegel
(1) zugleich Abschreibung des
Geschäftsjahres
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss wurde am 14.12.2022 gebilligt. BestätigungsvermerkBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ALB-GOLD Teigwaren GmbH, Trochtelfingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ALB-GOLD Teigwaren GmbH, Trochtelfingen, und ihrer Tochtergesellschaften (Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Eigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie den Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ALB-GOLD Teigwaren GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Reutlingen, den 23. September 2022 RWT
Reutlinger Wirtschaftstreuhand GmbH
gez. Klaus Schabel, Wirtschaftsprüfer gez. Christian Zaia, Wirtschaftsprüfer |
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