Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 43864
Eingetragen
25.7.1997
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
Import, Export und Handel mit Fertig- und Halbfertigprodukten von technischen Geräten und Maschinen, insbesondere mit LM-Lager und -Lagerungen, Hydro- und Luftzylindern, allgemeinen Werkzeugen sowie ihren zur Produktion erforderlichen Rohstoffen und Materialien.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Toshiki Matsuda
seit 14.6.2017
Geschäftsführer
Akihiro Teramachi
seit 19.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
THK Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
THK Europe B.V.
Netherlands
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

THK GmbH

Ratingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Datenverarbeitungsprogramme 4.776 9.252
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 67.571 75.183
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 95.465 113.995
163.036 189.178
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 97.588 92.203
265.400 290.633
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 40.418.949 35.489.406
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.906.228 21.075.931
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.209.946 2.583.315
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.686.171 3.523.492
24.802.345 27.182.738
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.338.572 4.581.007
72.559.866 67.253.151
C. Rechnungsabgrenzungsposten 167.337 169.823
72.992.603 67.713.607

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000 1.000.000
II. Kapitalrücklage 19.096.860 19.096.860
III. Gewinnvortrag 30.539.113 31.011.894
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.558.316 -472.781
53.194.289 50.635.973
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 174.044 98.742
2. Sonstige Rückstellungen 3.316.867 3.054.477
3.490.911 3.153.219
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 361.512 566.973
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.082.514 12.258.444
3. Sonstige Verbindlichkeiten 863.377 1.098.998
16.307.403 13.924.415
72.992.603 67.713.607

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 153.131.812 164.019.025
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.738.516 3.222.006
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -120.586.469 -134.306.632
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.719.228 -12.374.426
b) Soziale Abgaben -2.056.019 -2.084.039
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -85.631 -104.849
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.260.244 -18.353.542
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45.524 4.831
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -143.817 -29.187
9. Ergebnis vor Steuern 3.064.444 -6.813
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -506.128 -465.968
11. Ergebnis nach Steuern (=Jahresüberschuss/-fehlbetrag) 2.558.316 -472.781

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die THK GmbH mit Sitz in Ratingen ist unter der HRB Nr. 43864 beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen.

Die THK GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit wurde das Ergebnis vor Steuern als Zwischensumme in der Gliederung ergänzt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

2. Einbeziehung der ausländischen Betriebsstätten / Währungsumrechnung

In den Jahresabschluss wurden die Niederlassungen in Ratingen bei Düsseldorf, Ludwigsburg bei Stuttgart, Birmingham/Großbritannien, Limbiate bei Mailand/Italien, Järfälla bei Stockholm/Schweden, Pasching bei Linz/Österreich, Barcelona/Spanien, Istanbul/Türkei, Prag/Tschechien einbezogen. Im Rahmen der Zusammenfassung der Niederlassungen wurden alle Transaktionen zwischen den Niederlassungen eliminiert. Die Buchhaltung wird an vier Orten (Ratingen, Limbiate/Italien, Järfälla/Schweden, Prag/Tschechien) geführt.

Die Bilanzen der Betriebsstätten THK U.K./Großbritannien, THK STO/Schweden, THK IST/Türkei und THK PRG/Tschechien wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet:

Großbritannien: 1€ = 0,866551 £ (Vorjahr: 1€ = 0,8872 £)
Schweden: 1€ = 11,13586 SKR (Vorjahr: 1€ = 11,1235 SKR)
Türkei: 1€ = 32,67974 TRL (Vorjahr: 1€ = 19,9601 TRL)
Tschechien: 1€ = 24,69136 CZK (Vorjahr: 1€ = 24,1546 CZK)

In der Gewinn- und Verlustrechnung von THK U.K./Großbritannien, THK STO/Schweden, THK IST/Türkei und THK PRG/Tschechien wurden die Erträge und Aufwendungen mit dem konzerninternen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet.

Kursdifferenzen aus der konzerninternen Umrechnung des Jahresergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung zum monatlichen Durchschnittskurs und dem Bilanzergebnis zum Stichtagsmittelkurs wurden erfolgswirksam erfasst.

3. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berechnet.

I. Immaterielle Vermögensgegenstände Nutzungsdauer
Entgeltlich erworbene Software 2 - 5 Jahre

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt worden.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berechnet. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern für die wesentlichen Anlagengruppen können der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden:

II. Sachanlagen Nutzungsdauer
Gebäude und Mietereinbauten 5 - 14 Jahre
Fahrzeuge 5 - 11 Jahre
Betriebs u.Geschäftsausstattung 3 - 20 Jahre

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter jeweils € 250,00 werden im Jahr der Anschaffung direkt aufwandswirksam erfasst. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 ist eine Sofortabschreibung erfolgt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bilanziert.

4. Umlaufvermögen

Die Waren wurden mit den Anschaffungskosten unter Anwendung der FIFO-Methode und unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bilanziert.

Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht durch eine entsprechende Kreditversicherung abgesichert sind, wird durch eine Pauschalwertberichtigung (0,5 %) ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten ausgewiesen.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf Basis bereits gezahlter Beträge zeitanteilig abgegrenzt, soweit diese Aufwendungen eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag betrafen.

6. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

7. Rückstellungen

Die Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen, der unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Das Wahlrecht zur Abzinsung für Rückstellungen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr wurde dahingehend ausgeübt, dass eine Abzinsung unterblieben ist.

8. Verbindlichkeiten

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte zu ihrem Erfüllungsbetrag.

9. Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs erfolgt erfolgswirksam.

10. Latente Steuern

Grundsätzlich werden latente Steuern auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der sich ergebende Aktivüberhang der latenten Steuern wird gemäß Wahlrecht nicht in der Bilanz ausgewiesen.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 13 dargestellt.

2. Vorräte

Die Vorräte beinhalten eine Abwertung auf den niedrigeren Marktpreis in Höhe von T€ 2.487, welche auf die verringerte Verwertbarkeit von einzelnen Handelswaren zurückzuführen ist. Damit hat diese Position im Geschäftsjahr um T€ 765 zugenommen (Vorjahr: T€ 1.722).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen T€ 315 (Vorjahr T€ 2.237) auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr, T€ 895 (Vorjahr T€ 341) auf sonstige Verrechnungen und T€ 0 (Vorjahr T€ 5) auf den Saldo eines konzerninternen Cash Pool Kontos bei der THK Finance.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 63 (Vorjahr T€ 687) ausgewiesen.

Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Eigenkapital

Das Kapital ist voll eingezahlt und wird zu 100 % durch THK Europe B.V., Amsterdam/Niederlande, gehalten.

Entwicklung des Gewinnvortrags:

Stand 31.12.2022 31.011.894
Jahresfehlbetrag 2022 -472.781
Stand 31.12.2023 30.539.113

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen T€ 1.705 (Vorjahr: T€ 1.727 ), sowie ausstehende Eingangsrechnungen; hier insbesondere für Frachten und Lagerlogistik T€ 781 (Vorjahr: T€ 517). Die Personalverpflichtungen enthalten langfristige personalbezogene Rückstellungen. Es handelt sich dabei um Verpflichtungen in zwei ausländischen Betriebsstätten. In Italien wurde eine Rückstellung für Abfindungsverpflichtungen in Höhe von T€ 680 (Vorjahr: T€ 702) und in Österreich für Abfertigungs- und Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von T€ 161 (Vorjahr: T€ 148) gebildet.

Versicherungsmathematische Annahmen

Abfertigungsrückstellung in Italien

in % 2022 2023
Rechnungszinssatz % %
Italien HGB (10 Jahres Durschnitt) 1,79 1,83
Italien HGB (7 Jahres Durchschnitt) 1,45 1,76
Gehaltstrend 4,00 4,00
Inflationsrate 2,50 2,20

Sterbetafeln in Italien nach IPS55

Abfertigungs- sowie Jubiläumsrückstellung Österreich

Berechnung nach BMD Standard

2022 2023
in % % %
Rechnungszinssatz 3,56 3,71
Gehaltstrend 3,00 3,00

Sterbetafeln (Abfertigungsrückstellung ) nach BMF

Nachrichtlich:

Differenz Rückstellungsbetrag der Abfertigungsrückstellung Italien aus dem unterschiedlichen zehn und sieben Jahresdurchschnittssatz: EUR 4.748 (Vorjahr: EUR 26.639).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben grundsätzlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 10.916 (Vorjahr T€ 11.896) aus Lieferungen und Leistungen, T€ 349 (Vorjahr T€ 362) aus konzerninternen Weiterbelastungen und in Höhe von T€ 3.818 (Vorjahr T€ 0) auf den Saldo eines konzerninternen Cash Pool Kontos bei der THK Finance.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 0) ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten, mit einer ausschließlichen Laufzeit bis zu einem Jahr, enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 720 (Vorjahr T€ 928) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 110 (Vorjahr T€ 141).

7. Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in den ausländischen Betriebsstätten berechnen sich hauptsächlich aufgrund bestehender steuerlicher Verlustvorträge. Die für die Berechnung zugrunde gelegten Steuersätze: Österreich: 23%, Spanien: 25 %.

Der sich ergebende Aktivüberhang der latenten Steuern wird gemäß Wahlrecht nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Latente Steuern THK GmbH 31.12.2022 31.12.2023
T€ T€
aktive 263 218
passive 9 12

Der tatsächliche Steueraufwand, der sich nach dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen nach § 274 Absatz 3 Nummer 2 für das Geschäftsjahr ergibt, entspricht dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand.

In den Ländern mit Steueraufwand 2023 (Deutschland, Großbritannien, Österreich, Tschechien, Schweden und Italien) entspricht oder ist der angewendete Steuersatz höher als der von der OECD beschlossene Mindeststeuersatz von 15%.

IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden überwiegend durch den Vertrieb von Linearführungen erzielt. Aufgrund rückläufiger Konjunktur und ungünstiger Marktbedingungen kam es im Geschäftsjahr 2023 zu einer Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von T€ -10.887 (-6.6 %). Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 setzen sich wie folgt zusammen:

Umsatzerlöse nach Regionen:

2023 2022
T€ T€
Deutschland 62.584 69.762
andere EU Länder 68.199 71.940
übriges Europa 22.344 22.311
Sonstige 5 6
153.132 164.019

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3.583 (Vorjahr T€ 2.170).

Die periodenfremden Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Coronahilfen für Vorjahre 45 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 287 88
Erträge aus der Erstattung von zuviel gezahlten Importzoll im Jahr 2021 0 45
Erträge aus dem Zahlungseingang ausgebuchter Forderungen 13 13
Erträge aus dem Bonus für die Kreditversicherung 10 14
Sonstiges 6 6
361 166

3. Materialeinsatz

Die Überprüfung des Vorratsvermögens zeigte im Geschäftsjahr eine nochmals verringerte Verwertbarkeit der Waren im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung wirkte sich mit T€ 765 (Vorjahr: Zuführung zur Abwertung: T€ +455) auf den Materialeinsatz erhöhend aus.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 4.144 (Vorjahr T€ 2.579).

Als wesentliche Position sind Fracht- und Lagerlogistikkosten in Höhe von T€ 9.313 (Vorjahr: T€ 10.254) in den Aufwendungen enthalten.

Die periodenfremden Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Sonstige betriebliche Aufwendungen für Vorjahre 46 225
Bonusaufwendungen für das Vorjahr 14 151
Gutschrift für berechnete Luftfrachtkosten 2021 an einen Kunden in Italien 0 40
Ausbuchung bereits abgewerteter Forderungen 10 12
Sonstiges 15 10
85 438

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (T€ 144) sind Zinsen für die konzerninterne Cashpool Ausleihung in Höhe von T€ 128 (Vorjahr T€ 3) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Abfertigungsrückstellungen in Höhe von T€ 16 (Vorjahr T€ 26) enthalten.

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die zu einer veränderten Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft führen könnten, sind nicht eingetreten.

VI. Ergänzende Angaben

1. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses waren die Herren:

Akihiro Teramachi, Tokio/Japan, Bachelor of Business and Commerce, Chief Executive Officer THK Co. Ltd., Tokio/Japan, ansässig in Japan

Toshiki Matsuda, Düsseldorf, Bachelor of Industrial Chemistry, President und Representative Director der THK Europe B.V., Amsterdam/Niederlande, ansässig in Deutschland

Die Pflicht zur Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung entfällt gemäß § 286 (4) HGB für das Jahr 2023. Die nicht in Deutschland ansässigen Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von unserer Gesellschaft.

2. Angaben zu den Arbeitnehmern

Die durchschnittliche Zahl der Angestellten betrug im Jahresdurchschnitt in 2023 insgesamt 165 (Vorjahr 170), davon 16 leitende Angestellte.

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2023 gliedert sich wie folgt auf:

T€ 83 Jahresabschlussprüfung (einschließlich ausländischer Betriebsstätten)

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Verpflichtungen aus mittelfristigen Miet- und Leasingverträgen:

T€
Fällig 2024 1.203
Fällig 2025 bis 2028 1.429
Fällig nach 2028 0
2.632

Die Verpflichtungen aus Miet- u. Leasingverträgen setzen sich wie folgt zusammen: Büro- u. Lagermieten (T€ 950 ), Fahrzeugleasing (T€ 1.333) Büro- u. Lagereinrichtung (T€ 257) und sonstiges (T€ 92 ). Der Zweck und Vorteil dieser Verträge liegt vor allem in der höheren Flexibilität und geringeren Kapitalbindung gegenüber dem Erwerb. Risiken, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären, sind aufgrund der Kündigungsmöglichkeiten begrenzt.

Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte.

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen mit verbundenen Unternehmen der THK-Gruppe:

Art der Beziehung
Art des Geschäfts in T€
alle übergeordneten Mutterunternehmen übrige verbundene Unternehmen
Käufe von Vermögensgegenständen 63.303 56.363
Verkäufe von Vermögensgegenständen 7.992 6.463

6. Konzernbeziehungen

Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der THK Co. Ltd, Tokyo/Japan, aufgestellt und ist am Sitz der Gesellschaft, bei der THK GmbH, und unter folgendem Internet-Link www.thk.com/?q=eng/node/7705 erhältlich.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresgewinn 2023 in Höhe von EUR 2.558.316 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ratingen, den 19. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Akihiro Teramachi

Toshiki Matsuda

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Währungsanpassung Zugänge Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Datenverarbeitungsprogramme 756.174 -223 755.951
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 366.544 -774 -1.757 19.920 16.625 385.690
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.991.527 35.446 2.008.591
2.358.071 -2.531 55.366 16.625 2.394.281
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 92.203 130 11.015 5.760 97.588
3.206.448 -2.624 66.381 22.385 3.247.820
Abschreibungen
01.01.2023 Währungsanpassung Zugänge Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Datenverarbeitungsprogramme 746.922 -223 4.476 751.175
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 291.361 -774 -1.507 27.532 16.522 318.119
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.877.532 53.623 1.913.126
2.168.893 -2.281 81.155 16.522 2.231.245
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0 0
2.915.815 -2.504 85.631 16.522 2.982.420
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Datenverarbeitungsprogramme 4.776 9.252
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 67.571 75.183
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 95.465 113.995
163.036 189.178
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 97.588 92.203
265.400 290.633

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhalt

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Europa

1.2 Deutschland

1.3 Branchenentwicklung

2. Geschäftsverlauf

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögens- und Finanzlage

3.2 Ertragslage

4. Personal

III. Prognosebericht

1. Global / Europa

2. Deutschland

3. Branchenentwicklung

4. Ausblick

IV. Chancen und Risikobericht

1. Darstellung des Risikomanagementsystems

2. Chancen der künftigen Entwicklung

3. Risiken der künftigen Entwicklung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die THK-Gruppe, gegründet 1971 als Toho Seiko Co., Ltd. in Tokio, Japan, beschäftigte sich ursprünglich eingehend mit der Frage: "Wie können die Vorteile eines Kugellagers, das für Rotationsbewegungen verwendet wird, auch auf Längsbewegungen übertragen werden?" Nur ein Jahr später, 1972, war THK Co. Ltd. das erste Unternehmen weltweit, das Linearführungen mit rollenden Kontakten entwickelte und vermarktete. Diese bahnbrechende und einzigartige Lösung bot enormes Potenzial, da die benötigte Bewegungsenergie erheblich reduziert und somit die Leistung von Maschinen drastisch erhöht werden konnte. So war es erstmals möglich, langlebigere Produkte mit wesentlich höherer Präzision und Schnelligkeit zu schaffen. Durch die Schaffung einer solch wertvollen Lösung läutete die THK-Gruppe eine neue Ära der Linearführungssysteme ein und gilt seitdem als Pionier auf diesem Gebiet. Dies war jedoch nur der Startschuss für ein Unternehmen, das sich durch Innovationsfreude und hervorragendes technisches Know-how Schritt für Schritt zu einem starken Global Player im Bereich der Linearführungen entwickelt hat.

Den Unternehmenszielen entsprechend ist es für die THK-Gruppe nach wie vor wichtig, für Innovation, Qualität, Know-how und Individualisierung zu stehen. Dabei spiegelt sich der Innovationsaspekt in dem sich ständig weiterentwickelnden Produktprogramm der THK-Gruppe wider. Hierzu gehören u.a. sämtliche Bauarten von Linearsystemen, Vorschubspindeln, Drehlagern, Aktuatoren, seismischen Isolationssystemen sowie viele weitere Produkte. Aufgrund der Vielzahl von Produkten wird klar, dass sich THK längst nicht mehr ausschließlich auf den Maschinenbaumarkt fokussiert, sondern bereits viele weitere Märkte mit hohem Potenzial für sich erschlossen hat. So finden wir heutzutage die Produkte der THK-Gruppe u.a. auch in folgenden Industriezweigen: Industrierobotik, Luft- und Raumfahrt, medizinische und technische Hilfsmittel, Präzisionsgeräte, Transportsysteme, Ausrüstung zur Halbleiter- und LCD-Fertigung sowie dem Bauwesen. Auch hier konnte sich die THK-Gruppe aufgrund der sehr individuellen Lösungen auf technisch und qualitativ höchstem Niveau eine feste Marktposition sichern.

Die THK-Gruppe als Konzern ist weltweit tätig und deckt durch stetiges Wachstum bereits weite Bereiche des asiatischen, amerikanischen (Nord-, Mittel- und Südamerika) und europäischen Marktes ab. So zählen mittlerweile 37 Produktionseinheiten weltweit zum THK-Konzern. Die THK- Gruppe hat zuletzt (WJ 2023) auf Konzernebene einen konsolidierten Jahresumsatz in Höhe von 351,9 Milliarden Yen ausgewiesen. Dieser Umsatz wurde mit 13.360 Mitarbeitern (Stand per 31. Dezember 2023) erwirtschaftet. Damit zeigt sich, dass die THK-Gruppe längst zu einem wichtigen und erfolgreichen Unternehmen im Bereich der Linearführungen herangewachsen ist.

Um dem europäischen Markt gerecht zu werden, unterhält die THK-Gruppe in diesem Wirtschaftsraum gleich zwei Produktionsstätten mit Sitz in Frankreich und Irland. Auf diese Weise wird dem Gedanken Rechnung getragen, dass die Produktion am Ort der Nachfrage das Optimum darstellt.

Um den Vertrieb in Europa möglichst effizient und erfolgreich zu verfolgen, wurden lokale Vertriebsgesellschaften gegründet. Dabei kommt der THK GmbH mit Sitz in Ratingen, Deutschland, die Sonderstellung des "Europäischen Headquarters" zu. Neben dem deutschen Stammhaus der THK GmbH, betreibt diese weitere Betriebsstätten in:

Ludwigsburg (Deutschland)

Ratingen (Deutschland)

Birmingham (Großbritannien)

Limbiate (Italien)

Järfälla (Schweden)

Pasching (Österreich)

Badalona (Spanien)

Istanbul (Türkei)

Prag (Tschechischen Republik).

Daneben wird zur Unterstützung ein Repräsentanzbüro in Moskau (Russland) betrieben. In Frankreich erfolgt der Vertrieb über die Schwestergesellschaft THK France S.A.S. in Paris, und in den Niederlanden über die Gesellschafterin THK Europe B.V. mit ihrer Niederlassung in Eindhoven. Beide Gesellschaften sowie die Betriebsstätten werden über das Stammhaus der THK GmbH in Ratingen beliefert. Der Absatz dieser Gesellschaften sowie Betriebsstätten der THK GmbH erfolgt sowohl direkt an Nachfrager aus der Industrie als auch an unabhängige Vertriebspartner.

Das Stammhaus der THK GmbH bezieht seine Waren wiederum nahezu ausschließlich von verbundenen Unternehmen. Neben der Konzernmutter THK Co. Ltd. in Japan sind dies die zuvor beschriebenen Schwestergesellschaften THK Manufacturing of Europe (TME) in Ensisheim, Frankreich, sowie THK Manufacturing of Ireland (TMI) in Dublin, Irland.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden hauptsächlich im eigenen Technologiezentrum der THK Co. Ltd. in Tokio (Japan) durchgeführt. Dabei gilt für das Technologiezentrum seit Beginn an das Motto: "Making products that move people". Nebenstellen des Zentrums finden sich u.a. in den japanischen Städten Yamanashi, Yamaguchi und Yamagata. Insgesamt umfasst das japanische Technologiezentrum 552 Mitarbeiter (Stand per 31. Dezember 2023). Den Unternehmenswerten folgend, nimmt die Funktion der Forschung und Entwicklung bei THK eine übergeordnete und vor allem zentrale Rolle ein; da hier die Weichen für die weitere Produktentwicklung gestellt werden. So ist es stets Anspruch der THK-Gruppe, Trends und Bedürfnisse bereits im Vorfeld zu erkennen. Auf dieser Grundlage schafft das Unternehmen Produkte der kommenden Generationen, um die Nachfrage des Marktes in den nächsten 5 bis 10 Jahren sicherzustellen. Dieses Ziel kann einerseits dank jahrzehntelanger Erfahrung sowie höchstem technischem und kundenbezogenem Know-how erfolgreich verfolgt werden. Andererseits führt der enge Informationsaustausch zwischen THK Japan und den lokalen technischen Abteilungen - wie beispielsweise mit der europäischen Zentrale in Ratingen, Deutschland, sowie der Produktionsgesellschaft TME in Ensisheim, Frankreich - dazu, dass THK stets in der Lage ist, individuelle Konzepte und Lösungen für die speziellen Anforderungen und Bedürfnisse unserer Kunden auf dem europäischen, aber auch weltweiten Markt zu erarbeiten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Europa

Allgemeine wirtschaftliche Situation

Nach Angaben der Europäischen Kommission ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der gesamten Europäischen Union (EU) im Berichtsjahr schätzungsweise nur um +0,5% gestiegen. Die Aushöhlung der Kaufkraft der privaten Haushalte, eine erhebliche geldpolitische Straffung, teilweise Rücknahmen der fiskalpolitischen Unterstützung sowie die sinkende Auslandsnachfrage haben das Wachstum im Jahr 2023 gebremst. Eine technische Rezession konnte im zweiten Halbjahr des Berichtsjahres nur knapp vermieden werden (Pressemitteilung vom 15. Februar 2024).

Der Blick auf den Euroraum zeigt für 2023 eine uneinheitliche Entwicklung. Südeuropäische Länder schnitten im Vergleich zu Deutschland und Frankreich insgesamt besser ab. In Spanien kompensierte der starke private Konsum die schwache Investitionsleistung, begünstigt durch eine schnell gesunkene und vergleichsweise niedrige Inflation. Dadurch verzeichnete Spanien ein überdurchschnittliches Wachstum von +2,5%. Italien erlebte zum Jahresende eine Belebung im produzierenden Gewerbe, was zu einem BIP-Anstieg von +0,7% im Jahr 2023 führte. In Frankreich trübten rückläufige Bruttoanlageninvestitionen und schwaches Konsumverhalten die Wirtschaftsleistung, dennoch konnte ein Wachstum von +0,9% verzeichnet werden. Die Wirtschaft in Deutschland entwickelte sich hingegen negativ (-0,3%). Insgesamt führten diese Entwicklungen zu einem gleichmäßigen Anstieg des BIP im Euroraum und in der EU (+0,5%) (vgl. KfW-Konjunkturkompass vom 23. Februar 2024).

1.2 Deutschland

Allgemeine wirtschaftliche Situation

Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2024 (Nr. 19) sank die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 (preisbereinigt) insgesamt um -0,3%. Die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes betonte, dass die Wirtschaft nach wie vor von einem durch die Krise geprägten Umfeld beeinflusst wurde. Insbesondere die anhaltend hohen Preise auf allen Wirtschaftsebenen wirkten sich negativ auf die Konjunktur aus. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland blieb schwach. Daher konnte die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht fortgesetzt werden. Im Jahr 2019, vor Beginn der Corona- Pandemie, lag das Wirtschaftswachstum in Deutschland um +0,7% höher.

Industrie und Dienstleistungen

Die Bruttowertschöpfung (preisbereinigt) fiel im Berichtsjahr um -0,1% gegenüber dem Vorjahr. Dabei stellte sich die Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche sehr unterschiedlich dar. So konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten weiter ausbauen und stützten die deutsche Wirtschaft im Berichtsjahr. Besonders stark zulegen konnte der Bereich Information und Kommunikation (+2,6%) und knüpfte damit an seine langjährige Wachstumsgeschichte an, die lediglich durch Corona gebremst wurde. Aber auch die Bereiche Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit (+1,0%) sowie die Unternehmensdienstleister (+0,3%) konnten ebenfalls leicht zulegen. Hingegen gaben die Bereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe um -1,0% nach. Bedingt war dies durch den Einbruch im Groß- und Einzelhandel, während der Kfz-Handel und der Verkehrsbereich zulegten. Mit Blick auf das Baugewerbe machten sich neben dem Mangel an Fachkräften, die hohen Baukosten sowie die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon betroffen war vor allem der Hochbau. Eine kompensierende Entwicklung konnte jedoch im Tiefbau und Ausbaugewerbe verzeichnet werden, sodass das Baugewerbe insgesamt noch ein leichtes Plus von +0,2% erreichte. Die Wirtschaftsleistung wurde vor allem durch das produzierende Gewerbe gebremst (-2,0%). Verantwortlich dafür war eine sehr viel niedrigere Produktionsleistung im verarbeitenden Gewerbe (-0,4%) sowie ein Rückgang in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie. Positive Impulse kamen hingegen aus der Automobilindustrie (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 19 vom 15. Januar 2024).

Konsum und Investitionen

Im Jahr 2023 nahmen die privaten Konsumausgaben um -0,8% (preisbereinigt) ab und erreichten damit wieder das Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Zurückgeführt werden könne diese Entwicklung vor allem auf die hohen Verbraucherpreise. Demnach waren verstärkt die Bereiche von dem Rückgang betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf hohem Niveau verblieben oder noch weiter anstiegen. Beispielhaft hierfür können Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2%) genannt werden. Zudem reduzierte auch der Staat nach fast 20 Jahren seine Konsumausgaben (-1,7%). Daher konnte die Wirtschaftsleistung nicht wie noch zuletzt durch zusätzliche Coronamaßnahmen gestützt werden. Analog zu dieser Entwicklung sanken auch die Bauinvestitionen im Jahr 2023 um -2,1% (preisbereinigt). Wie im Baugewerbe wirkten sich auch hier die hohen Baukosten sowie steigende Bauzinsen aus. Dagegen wurde im Jahr 2023 mehr in Ausrüstung (Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) investiert. So kam es in diesem Bereich - unterstützt durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektrofahrzeuge - zu einem preisbereinigten Anstieg in Höhe von +3,0% (Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes Nr. 19 vom 15. Januar 2024).

Außenhandel

Die verhaltene wirtschaftliche Dynamik im Jahr 2023 machte sich auch im Außenhandel bemerkbar. Preisbereinigt sanken die Importe um -3,0%, und die Exporte um -1,8%. Dennoch konnte das deutsche BIP trotz rückläufiger Leistung durch den positiven Außenbeitrag gestützt werden (Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes Nr. 19 vom 15. Januar 2024).

Arbeitsmarkt

Auch unter anhaltenden schwierigen Bedingungen blieb der Arbeitsmarkt im Jahr 2023 stabil. Die Arbeitsleistung wurde von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht, was einem Zuwachs von +0,7% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Stand markiert zugleich den bisher höchsten Beschäftigungsgrad in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau im Jahr 2023 wurde durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie die steigende Erwerbsbeteiligung der einheimischen Bevölkerung unterstützt und erfolgte hauptsächlich im Dienstleistungssektor. Negative Auswirkungen ergaben sich zwar aus dem demografischen Wandel konnten jedoch überkompensiert werden (Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes Nr. 19 vom 15. Januar 2024).

Finanzlage in Deutschland

Gemäß vorläufiger Berechnungen schloss der deutsche Staat das vergangene Berichtsjahr mit einem Finanzierungsdefizit von -82,7 Mrd. EUR ab (im Vorjahr waren es --96,9 Mrd. EUR). Zwar gab es Entlastungen im Staatshaushalt durch das Auslaufen der Corona-Maßnahmen und reduzierte Transfers an Länder und Sozialversicherungen. Diese wurden jedoch durch Belastungen infolge der Energiekrise kompensiert. Außerdem machten sich die gestiegenen Ausgaben der Gemeinden für die große Anzahl von Geflüchteten bemerkbar. Trotzdem konnten insgesamt ca. 14 Mrd. EUR eingespart werden (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 19 vom 15. Januar 2024).

1.3 Branchenentwicklung

Gemäß Gesamtmetall umfasst die Metall- und Elektroindustrie (M+E-Industrie) mit mehr als 25.000 Betrieben eine Vielzahl von unterschiedlichen Unternehmen und Branchen. Sowohl große, international aufgestellte Unternehmen als auch kleine und mittelständische Zulieferer gehören zu diesem Industriezweig. Da die THK GmbH aufgrund ihres Produktportfolios Zulieferer der M+E-Industrie ist, ist ihre Entwicklung grundsätzlich von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung von THK. Gemäß einer Pressemitteilung der Gesamtmetall (16. Februar 2024) stieg die Produktion in der M+E-Industrie im Jahr 2023 zwar um +2,6%, jedoch ist dies auf Nachholeffekte aufgrund einer verbesserten Materiallage und Auftragsbestände zurückzuführen. Die Erholung in der zweiten Jahreshälfte sei wieder eingebrochen, sodass im vierten Quartal 2023 eine Produktionsleistung von etwa -10% gemessen am Vorkrisenniveau (2018) erreicht wurde. Neben der absteigenden Produktion entwickelten sich auch Umsatz und Absatz rückläufig. Vor allem die Erlöse außerhalb der Eurozone sanken zusätzlich zum schwachen Inlandsgeschäft. Dies sei auf strukturelle Probleme des Wirtschaftsstandorts Deutschland zurückzuführen. Seit 2018 sei eine Abkoppelung vom weltweiten Wachstumstrend zu beobachten.

Mit Blick auf den Teilbereich der Maschinenbauindustrie lässt sich für das Jahr 2023 ein durchwachsenes Berichtsjahr feststellen. Laut Angaben der Webseite "Ingenieur.de" vom 14. Dezember 2024 beschrieb der Präsident des Branchenverbandes VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau), dass die Maschinenbaubranche im ersten Halbjahr des Berichtsjahres noch ein Wachstum verzeichnen konnte. Hingegen zeichnete sich bereits im dritten Quartal ein Rückgang ab, sodass bis Oktober 2023 lediglich ein Plus von 0,9 % erreicht wurde. Verantwortlich hierfür ist der stetig sinkende Auftragseingang, der in den ersten zehn Monaten des Berichtsjahres insgesamt 13 % hinter dem Vorjahr zurückblieb. Daher ging der Präsident des VDMA, Karl Haeusgen, davon aus, dass auch das vierte Quartal 2023 einen Rückgang mit sich bringt. Es wird daher mit einem Rückgang von ca. 1 % für das Jahr 2023 gerechnet. Insgesamt führt diese Entwicklung zu einem besseren Ergebnis als zuvor angenommen, weshalb das Jahr 2023 für den Maschinenbausektor weniger schlecht ausfallen wird als prognostiziert.

2. Geschäftsverlauf

Im Zuge der rückläufigen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland sowie der gesunkenen Produktionsleistung des deutschen Maschinenbaus verlief das Geschäftsjahr der THK GmbH entsprechend. Nach dem pandemiebedingten externen Schock im Jahr 2020, der globale Lieferketten unterbrach und zeitweise zu einer stark verringerten Produktion führte, zeigte sich zum Jahresende 2020 ein leicht positiver Trend für die THK GmbH. Diese Entwicklung führte im Verlauf des Jahres 2021 zu einer signifikanten Verbesserung, wobei der Auftragseingang deutlich anstieg. Dieser Trend konnte trotz der neuaufgekommenen Lieferketten- und Energiekrise infolge des Ukraine-Krieges bis zur Mitte des Vorjahres fortgesetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt verringerte sich der Auftragsbestand allmählich bis zum Ende des Berichtsjahres. Somit verzeichnete der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 38,1%.

Vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Auftragsbestand zeigte die Umsatzentwicklung der THK GmbH im Geschäftsjahr 2023 einen weitestgehend analogen Verlauf. Beginnend mit dem typischerweise positiven Aufholeffekt aus dem Dezember 2022 konnte das höhere Umsatzniveau im Februar noch einmal gesteigert werden. Jedoch folgte bereits im April 2023 ein Umsatzrückgang. Dieser Trend setzte sich über den Rest des Geschäftsjahres fort. So konnte im ersten Quartal der Umsatz gegenüber dem vierten Quartal 2022 noch erheblich gesteigert werden, hingegen sank das Umsatzvolumen über das zweite, dritte und vierte Quartal schrittweise. Begründet werden kann dieser Verlauf mit dem zögerlichen Einkaufsverhalten der Unternehmen aufgrund der geschrumpften Produktionsleistung im Maschinenbausektor. Die Umsatzentwicklung des gesamten Jahres zeigt damit einen klaren Rückgang. Daraus resultiert ein Umsatz für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von rund 153,1 Mio. EUR. Dieser Wert liegt 6,6 % unter dem Vorjahr. In unserer Prognose für das Berichtsjahr waren wir noch von einer Umsatzsteigerung von 3 % ausgegangen. Im Hinblick auf die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung der THK GmbH wurde das Umsatzziel im Geschäftsjahr daher nicht erfüllt.

Die Wareneinkäufe erfolgten nach wie vor aus dem Konzernumfeld, wobei der Großteil aus Japan, von unserer Muttergesellschaft, bezogen wurde. In diesem Zusammenhang konnten die Einkaufspreise aus Japan weiterhin auf einem stabilen und den Planungen entsprechenden Niveau gehalten werden. Möglich war dies zum einen deshalb, weil wir als europäische Konzerneinheit Einkäufe aus Japan in unserer funktionalen Währung, dem Euro, tätigen. So konnten wechselkursbedingte Einkaufspreisschwankungen ausgeschlossen werden.

In Bezug auf unsere sonstigen betrieblichen Ausgaben verzeichnen wir insgesamt einen deutlichen Anstieg. Dies ist größtenteils auf höhere Werbekosten zurückzuführen, die durch die Teilnahme an einer erhöhten Anzahl von Messen bedingt sind. Darüber hinaus haben sich signifikante Verluste aufgrund von Währungsschwankungen sowie leicht gestiegene Beraterhonorare infolge intensiver Personalrekrutierung zusätzlich kostensteigernd ausgewirkt. Zusätzlich haben inflationsbedingte Gehaltserhöhungen zu einem leichten Anstieg der Personalkosten im Berichtsjahr geführt.

Trotz der insgesamt ungünstigen Geschäftsentwicklung für die THK stellt sich das Ergebnis für 2023 besser als im Vorjahr dar. Eine Verbesserung in der Materialeinsatzquote konnte den Umsatzrückgang vollständig ausgleichen. Zudem überkompensierte dieser Effekt die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen und führte zu einem spürbaren Anstieg im Ergebnis. So wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von € +3.064 Tsd. EUR (Vorjahr: € -6,8 Tsd. EUR) erzielt. Mit Blick auf unsere Prognose für das Jahr 2023 haben wir eine verbesserte Ertragslage und ein leicht höheres Ergebnis erwartet. Vor dem Hintergrund der Ergebnissteigerung in Höhe von € 3.071 Tsd. EUR kann dieses Ziel der THK GmbH als mehr als erreicht angesehen werden.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögens- und Finanzlage

31.12.2023 31.12.2022
Gesamtvermögen Mio € 73,0 67,7
Eigenkapital Mio € 53,2 50,6
Eigenkapitalquote % 72,9 74,8

Das Vermögen der THK GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt € +5,3 Mio. (Aktiv- Passiv-Mehrung) gestiegen und liegt damit um +7,8% über dem Vorjahreswert (€ 67,7 Mio.). Diese Veränderung ist auf Bewegungen in einer Vielzahl von Bilanzpositionen zurückzuführen. Mit Blick auf die Passivseite führte hauptsächlich der Anstieg in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ +2,8 Mio.) zu der Erhöhung in der Bilanzsumme. Dieser Effekt wurde durch den Jahresüberschuss in Höhe von € 2,6 Mio. signifikant unterstützt. Hingegen ergaben sich auf der Aktivseite mehrere, teils gegenläufige Effekte. Einerseits hat sich der Warenbestand um € +4,9 Mio. (+13,9%) erhöht. Zudem verzeichnete die Position "Guthaben bei Kreditinstituten" (€ +2,8 Mio.) einen merklichen Zuwachs. Im Gegensatz dazu haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (€ -1,4 Mio.) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ -1,2 Mio.) vermindert. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen sind eindeutige Aussagen zu direkten Wechselwirkungen nicht möglich. Dennoch wird aufgrund ihrer Signifikanz ein begünstigender Effekt in den Vorräten zulasten der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich. Insgesamt hat sich die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen leicht negativ auf die Eigenkapitalquote ausgewirkt. Hingegen haben sich die liquiden Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) leicht verbessert. Es kann daher - nach wie vor - von einer stabilen Vermögens- und Finanzsituation ausgegangen werden.

Das Anlagevermögen umfasst vorwiegend Mietereinbauten, sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Zugänge des Jahres belaufen sich auf rund € +55,4 Tsd. und betreffen vorwiegend die Anschaffung von IT-Equipment und technischer Büroausstattung. Die Anlagenabgänge, zum Buchwert von rd. € 103, stehen zum größten Teil im Zusammenhang mit der Entsorgung von IT-Equipment.

Aufgrund der konzerninternen Produktionsplanung sowie des Umsatzrückgangs stiegen die Vorräte zum Abschlussstichtag um 4,9 Millionen Euro an. Infolgedessen wurden die ursprünglich geplanten Einkäufe in der zweiten Jahreshälfte entsprechend der Nachfrage reduziert, um einen weiteren Anstieg zu vermeiden. Die Vorräte beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 40,4 Mio. (Vorjahr: 35,5 Mio.).

Durch eine verschlechterte Umsatzsituation sanken sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um € -1,2 Mio. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken ebenfalls zum Stichtag auf € 1,2 Mio. (Vorjahr: € 2,6 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang von € 1,4 Mio. und ist der Begleichung von Forderungen gegen die Schwestergesellschaft THK France SAS geschuldet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben im Geschäftsjahr um € +162,7 Tsd. zugenommen. Dieser Anstieg ist auf zusätzliche Umsatzsteuerforderungen gegenüber dem Finanzamt zurückzuführen. Damit erhöht sich dieser Posten auf € 3,7 Mio. (Vorjahr: € 3,5 Mio.).

Begünstigt durch den Finanzmittelzufluss aus dem konzerneigenen Cash-Pool der zu erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen führte sowie dem positiven Geschäftsergebnis, stiegen die liquiden Mittel der Gesellschaft um € +2,8 Mio. auf € 7,3 Mio. (Vorjahr: € 4,6 Mio.).

Gemessen in absoluten Werten stieg das Eigenkapital bedingt durch das Jahresergebnis um € 2,6 Mio. auf € 53,2 Mio. (Vorjahr: € 50,6 Mio.). Hingegen stieg auch das Fremdkapital verbindlichkeits- und rückstellungsbedingt um € +2,7 Mio. Dabei haben sich die Rückstellungen um € +0,3 Mio. und die Verbindlichkeiten um € +2,4 Mio. erhöhend ausgewirkt. Insgesamt verminderte sich dadurch das Eigenkapital relativ (Eigenkapitalquote) um -1,9 Prozentpunkte auf 72,9% (Vorjahr: 74,8%).

Das langfristig gebundene Vermögen wird durch das langfristig gebundene Kapital gedeckt. Die THK GmbH verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven. Zudem wird die Liquidität der THK GmbH im Bedarfsfall durch die Gruppe sichergestellt. Hierzu wurde höchst vorsorglich eine konzerninterne Kreditlinie iHv. € 50 Mio. eingerichtet. Zum Stichtag wurden hieraus liquide Mittel iHv. 3,8 Mio. in Anspruch genommen.

Mit Blick auf die Rückstellungen ergibt sich ein Zugang um € +0,3 Mio. auf € 3,5 Mio. (Vorjahr: € 3,2 Mio.). Dieser ist bei den sonstigen Rückstellungen auf einen höheren Wert für ausstehende Lieferantenrechnungen (€ +244 Tsd.) zurückzuführen. Auf der anderen Seite führten steuerliche Ergebnisse, hauptsächlich im Ausland, zur Erhöhung von Steuerrückstellungen.

Insgesamt haben die Verbindlichkeiten um € +2,4 Mio. auf € 16,3 Mio. zugenommen. Das ist im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme des konzerninternen Cash-Pools zurückzuführen. Dadurch stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um € +2,8 Mio. auf € 15,1 Mio. (Vorjahr: € 12,3 Mio.).

3.2 Ertragslage

2023 2022
Umsatzerlöse Mio € 153,1 164,0
Materialaufwand Mio € 120,6 134,3
Rohgewinn Mio € 32,5 29,7
Rohgewinnmarge % 21,2% 18,1%
Operatives Ergebnis (EBT) Mio. € 3,1 0,0
Operatives Ergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen % 2,0% 0,0%

Mit Blick auf die Umsatzentwicklung stellte sich das Geschäftsjahr 2023 schwieriger dar als das Vorjahr. So hielt der sukzessive Auftragsrückgang, der sich bereits im Vorjahr abzeichnete, bis zum Ende des Berichtsjahres an. Parallel dazu sanken auch die Umsatzerlöse. Daher konnte das höhere Umsatzniveau aus dem Vorjahr auftragsbedingt nicht beibehalten werden. Dies führte zu einer Minderung der Umsatzerlöse um -6,6% von € 164,0 Mio. im Geschäftsjahr 2022, auf 153,1 Mio. im Jahr 2023. Vom Gesamtumsatz entfielen dabei € 55,1 Mio. auf die ausländischen Niederlassungen (Vorjahr: € 56,4 Mio.). Dies entspricht einem Umsatzrückgang von -2,2%. Die Beschaffung erfolgte nahezu ausschließlich von verbundenen Unternehmen.

Die Rohgewinnmarge hat sich von 18,1% im Vorjahr auf 21,2% im Geschäftsjahr verbessert. Dies ist einerseits auf Verkaufspreissteigerungen zurückzuführen. Andererseits haben sich der Produktmix sowie kostengünstigere Bezugsquellen für Waren innerhalb des Konzerns positiv ausgewirkt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Millionen Euro auf 5,7 Millionen Euro gestiegen. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf höhere wechselkursbedingte Erträge (1,4 Millionen Euro) sowie interne Weiterbelastungen von Werbekosten (+0,5 Millionen Euro) zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr insgesamt um € +1,9 Mio. auf € 20,3 Mio. gestiegen. Diese Zunahme resultiert hauptsächlich aus höheren Aufwendungen für Wechselkursverluste (€ +1,6 Mio.) sowie gestiegene Werbekosten (€ +1,3 Mio.). Die Frachtkosten sind aufgrund des Umsatzes um € -0,9 Mio. gesunken.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf € 0,5 Mio. und verbleiben somit gegenüber dem Vorjahr (€ 0,5 Mio.) auf selbem Niveau. Die Begründung dafür ist in der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen (Einheiten in Deutschland, Spanien und Türkei) zu sehen.

Zusammenfassend hat die signifikant gestiegene Rohgewinnmarge trotz gesunkener Umsatzerlöse zu einem verbesserten Rohergebnis (+2,8 Mio. Euro) geführt. Dieser Effekt hat weiterhin dazu geführt, dass trotz der gestiegenen übrigen Aufwendungen (Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen) ein positives Jahresergebnis (nach Steuern) erzielt werden konnte. Dadurch verbleibt ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 2,6 Millionen Euro, was einem Anstieg von 3,0 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht.

4. Personal

Im Hinblick auf die konjunkturbedingte, unsichere Lage, wurde im Geschäftsjahr die natürliche Fluktuation dazu genutzt, die Personalkosten weiter zu stabilisieren. Dadurch bedingt sank die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern im Geschäftsjahresdurchschnitt auf 165 (Vorjahr: 170).

III. Prognosebericht

1. Global / Europa

Mit Blick auf die globale wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 gehen die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem OECD Interim Economic Outlook vom Mai 2024 sowie der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook vom Januar 2023 gleichermaßen von einem Wachstum aus. Beide prognostizieren einen Wert von 3,1 %. Beide Prognosen basieren weitgehend auf denselben Annahmen.

Es kann zwar davon ausgegangen werden, dass auch im Jahr 2023 Unsicherheiten bezüglich der globalen wirtschaftlichen Entwicklung bestehen, dennoch wird zu diesem Zeitpunkt ein Wachstum erwartet. Die Erholung nach der COVID-19-Pandemie und dem laufenden Ukraine- Russland-Konflikt sowie der Rückgang der Inflation haben sich schneller als gedacht vollzogen. Auch die Auswirkungen auf die Beschäftigung sowie die Funktion der Lieferketten sind geringer ausgefallen als prognostiziert. Diese Entwicklung ist auch den Zentralbanken zu verdanken, die durch ihre Bemühungen, die Inflation zu senken, zur Stabilisierung beigetragen haben. Zwar ist die Inflation noch spürbar, jedoch wird erwartet, dass diese bis Ende 2025 sukzessive auf ein normales Niveau zurückkehren wird. Damit stellt sich die globale Konjunktur robuster dar als gedacht, sodass ein moderates Wachstum möglich ist. Während in den USA sowie einigen anderen hochentwickelten Volkswirtschaften ein etwas geringerer Anstieg der Wirtschaftsleistung plausibel erscheint, ist ein stärkeres Wachstum in China sowie einigen Schwellenländern möglich. Für China begründet sich diese Annahme darin, dass bis 2025 signifikante fiskalische Hilfsmaßnahmen eingesetzt werden sollen, die die Wirtschaft schneller ankurbeln.

Es ist darauf hinzuweisen, dass sich die Gesamtrisiken zwar insgesamt ausgewogener darstellen, jedoch weiterhin erhebliche globale Unsicherheiten bestehen. So sind beispielsweise Auswirkungen infolge der Nahost-Konflikte möglich, die die Energie- und Finanzmärkte beeinflussen können. Auch sind aufgrund der Kosten weniger starke Inflationsrückgänge im Dienstleistungs- sowie im Immobilienbereich denkbar, die Auswirkungen auf den Leitzins haben und damit die Finanzstabilität beeinflussen könnten.

Bezogen auf Europa geht der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Sachverständigenrat) von einem Wachstum von 1,2 % in der EU und nur 0,8 % im Euro-Raum aus, was im Vergleich zur globalen Wirtschaftsleistung ein deutlich geringeres Wachstum darstellt (Frühjahresgutachten 2024). Diese Einschätzung wird von der OECD und dem IWF in ihren jeweiligen o.g. Publikationen geteilt. Die OECD prognostiziert ein Wachstum von 0,7 %, während der IWF einen Anstieg von 0,9 % erwartet.

Laut dem Sachverständigenrat dürfte die Erholung des Euro-Raums durch die Entwicklung des privaten Konsums geprägt sein. Ein Anstieg der Nominallöhne bei gleichzeitigem Rückgang der Inflationsrate führt so zu einem Anstieg der Realeinkommen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass sich dieser Effekt nur allmählich in einer Erhöhung der Konsumausgaben im Jahr 2024 niederschlagen wird. Gleiches gilt für die Lockerung der Geldpolitik, bei der ebenfalls nur eine verzögerte Auswirkung auf die realwirtschaftliche Entwicklung erwartet wird. Zudem ist fiskalpolitisch mit nur wenig Unterstützung zu rechnen, was auf den geplanten Abbau der Defizite zurückzuführen ist. Im Hinblick auf den Arbeitsmarkt hat die Erwerbstätigkeit zuletzt stagniert. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Beschäftigten in den Unternehmen gehalten werden, da weiterhin von einem knappen Arbeitsangebot ausgegangen wird. Der leicht positive Trend lässt sich zudem am Index der Einkaufsmanager in der Euro-Zone ablesen. Demnach wurde der Tiefstand bereits im vierten Quartal 2023 überwunden und die Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten überschritten.

Der Sachverständigenrat sieht Risiken vor allem in einem unerwartet hohen Anstieg der Nominallöhne. Dadurch könnte die Inflation erneut an Fahrt gewinnen und die EZB gezwungen sein, ihre Leitzinsen länger als geplant auf dem aktuellen oder einem höheren Niveau zu halten. Weiterhin könnte eine Verschärfung der geopolitischen Spannungen makroökonomische Unsicherheiten erhöhen, was sich auf das Konsumverhalten der privaten Haushalte auswirken könnte. In diesem Zusammenhang sieht die KfW nach wie vor die Invasion Russlands in der Ukraine und den Nahost-Konflikt als konkrete Risiken, die sich auf Lieferketten und Einkaufspreise an den Energiemärkten auswirken können. Insgesamt wird daher von einem Wachstum von 0,6 % ausgegangen (KfW-Konjunkturkompass vom Februar 2024).

Vergleichbar mit der globalen Entwicklung ist demnach zusammenfassend davon auszugehen, dass auch die Entwicklung im Euro-Raum erhöhten Unsicherheiten unterliegt. Dennoch kann zu diesem Zeitpunkt von einem (geringen) Wirtschaftswachstum ausgegangen werden, das sich zwischen 0,6 % und 0,9 % einpendeln könnte.

2. Deutschland

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) erwartet für das Jahr 2024 lediglich ein geringes Wachstum in der deutschen Wirtschaft. In diesem Zusammenhang geht man von einem Zuwachs im preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Höhe von +0,2% aus (Jahresprojektion 2024 der Bundesregierung).

Nach Einschätzung des BMWK (s.o.) steht die deutsche Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2024 weiterhin vor Herausforderungen. So bleibt sie Stimmung in der Wirtschaft, gemessen am ifo Geschäftsklimaindex, dem Einkaufsmanagerindex der Industrie und dem GfK Konsumklimaindex, niedrig. Zwar lassen einige belastende Faktoren wie die hohen Verbraucherpreissteigerungen und die daraus folgenden Kaufkraftverluste nach, aber die Inflation wird aufgrund auslaufender temporärer Entlastungsmaßnahmen noch einige Zeit über der Zwei-Prozent-Schwelle bleiben.

Wachsende Reallöhne und ein robuster Arbeitsmarkt könnten die binnenwirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf fördern. Allerdings bleibt der Außenhandel aufgrund geopolitischer Krisen und wachstumsdämpfender Effekte der geldpolitischen Straffungen bei wichtigen Handelspartnern schwach. Zusätzlich erfordert das Urteil des Bundesverfassungsgerichts Anpassungen in der Finanzplanung des Bundes. Dennoch erwartet die Bundesregierung, dass die belastenden Einflüsse im Jahresverlauf 2024 nachlassen und die positiven binnenwirtschaftlichen Faktoren zunehmen.

Die Erholung wird vor allem durch die günstige Lohn- und Beschäftigungsentwicklung getragen. Nach einem Höchststand der Erwerbstätigenzahl von knapp 46 Millionen Personen im Vorjahr wird der Beschäftigungsaufbau in diesem Jahr mit einem Zuwachs von 110.000 Personen fortgesetzt, trotz des Fachkräftemangels. Im Jahresverlauf 2024 wird ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit erwartet, die im Jahresdurchschnitt jedoch noch um etwa 85.000 Personen über dem Vorjahr liegen dürfte.

Steigende Tariflöhne, steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämien, die Anhebung des Mindestlohns und die Erhöhung des Bürgergelds stärken insbesondere die Realeinkommen in den unteren Einkommensgruppen. Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte sich nach einer Rate von 5,9 Prozent im Vorjahr auf 2,8 Prozent in diesem Jahr verringern. Dies, kombiniert mit einer stabilen Beschäftigungsentwicklung, wird voraussichtlich zu einem Anstieg des privaten Verbrauchs um 1,1 Prozent führen, wovon besonders die binnenwirtschaftlich orientierten Dienstleistungen profitieren dürften.

Die Aussichten für den Welthandel bleiben trüb. Die höheren Inflationsraten und strafferen geldpolitischen Maßnahmen dämpfen die Investitionsnachfrage. Dies spiegelt sich auch in den aktuellen Indikatoren für Ausrüstungsinvestitionen wider. Eine verhaltene Entwicklung zu Jahresbeginn 2024 ist aufgrund der geringen Kapazitätsauslastung zu erwarten. Allerdings könnte sich dies im Laufe des Jahres verbessern, da der exportorientierte Sektor für Anlagen- und Maschinenbau von der Erholung des globalen Wachstums profitieren könnte.

Neben der Bundesregierung gibt auch der Sachverständigenrat eine ähnliche Einschätzung zu Inflation, Konsum, Ausrüstungsinvestitionen und Arbeitsmarkt ab. Demnach wird ebenfalls erwartet, dass das preisbereinigte BIP Deutschlands im Jahr 2024 um +0,2% steigen wird. Allerdings weist der Sachverständigenrat auch auf potenzielle Risiken hin, die das Wachstum beeinträchtigen könnten. Dazu gehört unter anderem die unsichere Haushaltslage. Es bleibt unklar, ob die geplante restriktive Ausgabenpolitik ausreicht, um die Einhaltung der Schuldenbremse sicherzustellen. Dies könnte sich auf den staatlichen Konsum auswirken. Außerdem ist fraglich, ob das Sparverhalten der privaten Haushalte trotz erwarteter Einkommenszuwächse normalisiert oder vorerst beibehalten wird. Darüber hinaus schätzt der Sachverständigenrat das mittelfristige Produktionspotenzial für das Jahr 2024 lediglich auf +0,5% (2025: 0,4%) ein, was eine gedämpfte Aussicht auf die Produktionsleistung bietet (Frühjahrsgutachten 2024).

Grundsätzlich zeigen die genannten Informationsquellen eine konsistente Tendenz bezüglich der Annahmen und Auswirkungen. Auch die prognostizierten Wachstumsraten weichen nicht voneinander ab. Daher wird für das Jahr 2024 derzeit ein erwartetes Wirtschaftswachstum in Deutschland von etwa +0,2% prognostiziert.

3. Branchenentwicklung

Ausgehend von einem globalen Wachstum von +3,1 % bis hin zu den geringeren Wachstumserwartungen für die Eurozone (+0,6 % - +0,9 %) und der gedämpften Einschätzung des Wirtschaftswachstums in Deutschland (+0,2 %) begegnet auch die deutsche M+E-Industrie dem Ausblick auf das Jahr 2024 mit gedämpfter Stimmung. Es kann nicht an das Vorjahresergebnis angeknüpft werden, da dieses auf einer besseren Materiallage und aufgestauten Aufträgen basierte. Das Auftragsvolumen lag bereits in der zweiten Hälfte des Vorjahres um -10 % unter dem Niveau vor der Krise 2018, was eine schwierige Ausgangssituation für das Jahr 2024 darstellt. Die schwache Auftragslage, die rückläufige Nachfrage aus dem Ausland sowie der anhaltende Pessimismus versprechen eine Fortsetzung des Abwärtstrends. Vor allem die strukturellen Probleme des Wirtschaftsstandorts Deutschland können dafür verantwortlich gemacht werden. Laut Gesamtmetall wird daher mit einem Produktionsrückgang von 2 % - 3 % gerechnet (Gesamtmetall vom 16. Februar 2024).

Mit konkretem Blick auf den Maschinenbau geht auch die Zeitschrift "VDI Nachrichten" von einem schwierigen Umfeld im Jahr 2024 aus und bezieht sich dabei auf die Aussagen des Maschinenbau-Barometers der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland. So habe sich die Lage im Jahr 2023 - analog zur gesamten M+E-Industrie - zunehmend verschlechtert und erreichte im 4. Quartal ihren Tiefpunkt. Aber auch mit Blick auf das Jahr 2024 bleiben deutsche Maschinenbauer mehrheitlich pessimistisch. Demnach rechnen zwei Drittel nicht mit einer positiven globalen Konjunkturentwicklung. Hingegen prognostiziert lediglich ein Drittel eine Umsatzsteigerung für die Branche, während 40 % von einem Umsatzrückgang ausgehen. Die durchschnittliche Erwartung liegt bei -2,4 %. Begleitet wird diese Entwicklung von der Erwartung höherer Preise. So gehen 52 % der Entscheidungsträger von steigenden Preisen aus. Hingegen erwarten nur 10 % sinkende Preise. Insbesondere werden Steigerungen bei den Personal- und den Rohstoffpreisen erwartet. Die meisten Befragten gehen jedoch von einer stabilen Entwicklung bei den Energiepreisen aus. Insgesamt erwarten 25 % der Unternehmen daher sinkende Gewinnmargen im ersten Quartal 2024. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau sieht sich insgesamt mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Zwar ist davon auszugehen, dass die Inflation sukzessive abflachen wird, jedoch sorgen neben dem Kostendruck ein Mangel an Fachkräften und die politischen Entwicklungen im internationalen Umfeld für Besorgnis. Hinzu kommt die Zunahme von Regulierungen, die zu Schwierigkeiten führen und damit ebenfalls das Wachstum negativ beeinflussen (21. Dezember 2023; PwC Maschinenbau-Barometer 2024, Dezember 2023). Daher ist davon auszugehen, dass der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2024 aufgrund eines schwierigen Klimas Probleme haben wird.

4. Ausblick

Im Einklang mit der Branchenprognose von PwC Deutschland sowie der schwachen europäischen und globalen Konjunktureinschätzung gehen auch wir davon aus, dass das Jahr 2024 insgesamt einen gedämpften Geschäftsverlauf zeigen wird. Unsere Einschätzung beruht auf der Annahme, dass wir als Zulieferer des Maschinen- und Anlagenbaus im Jahr 2024 auf einen Markt treffen werden, in dem unsere Kunden mit einem geringen Auftragsbestand und steigenden Kosten konfrontiert sind. So sind die Auftragsbestände gesunken und weisen ein niedriges Volumen im Vergleich mit dem Jahresbeginn 2023 auf. Daher ist die Reichweite abzuarbeitender Aufträge überschaubar und macht den Abschluss von Neuaufträgen notwendig. Zudem könnten sich im Verlauf des Jahres steigende Kosten für Personal und Rohstoffe sowie der Fachkräftemangel negativ auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung sowie die Produktionskapazität der Maschinenbaubranche auswirken. Hinzu kommt ein aktuell anhaltender Pessimismus in der Branche und damit eine mangelnde Investitionsfreudigkeit.

Demgegenüber stehen eine sinkende Inflation, ein robuster Arbeitsmarkt sowie der Ausblick, dass sich China und die USA als Absatzmärkte positiv entwickeln. So erwarten wir insgesamt, dass sich die negativen Effekte im ersten Halbjahr 2024 stärker auswirken werden und sich unsere Auftragslage frühestens ab Mitte des Jahres schrittweise erhöhen könnte. Für diesen Fall und mit dem Zweck, die Realisierung des Auftragsbestandes schnellstmöglich sicherzustellen, wird einkaufsseitig die Lieferfähigkeit seitens THK dank der internationalen Bezugsmöglichkeiten innerhalb des Konzerns sowie einer angemessenen eigenen Lagerhaltung gewährleistet. So kann dem Beschaffungsrisiko begegnet werden, indem bei Bedarf ein Warenbezug verstärkt aus dem asiatischen Raum erfolgt. Vor dem Hintergrund der Lieferfähigkeit erhoffen wir uns eine schnelle Reaktion auf eingehende Neuaufträge und somit Vorteile bei der Umsatzentwicklung.

Um die Auftrags- und Umsatzlage proaktiv zu entwickeln, soll die Ausweitung auf zusätzliche erfolgversprechende Geschäftsfelder weitere Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Dabei versuchen wir, unsere Stärken in der technischen Konzeption, Qualität und individuellen Fertigung weiterhin in der Art einzusetzen, dass wir auch neue Kunden von unserer Qualität und Kundenorientierung überzeugen können. Unter Berücksichtigung der aktuellen konjunkturellen Entwicklung, unserer Reaktionsfähigkeit und dem Umstand, dass sich potentielles Neukundengeschäft erst verzögert auswirken kann, erscheint ein Umsatz der THK GmbH auf Höhe des Vorjahres für das Jahr 2024 plausibel. Aufgrund des hohen Anteils von Importen aus Japan hat der Wechselkurs des Euro zum japanischen Yen großen Einfluss auf die Ertragslage. Zudem können sich Veränderungen in der Rohgewinnmarge erheblich auf das Ergebnis auswirken. Auf dem gegenwärtigen Wechselkursniveau, bei gleichen Umsätzen und vergleichbarer Rohgewinnmarge, wird aufgrund von Kosteneinsparungen für das Geschäftsjahr 2024 eine verbesserte Ertragslage und damit ein leicht höheres Ergebnis als 2023 erwartet.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Darstellung des Risikomanagementsystems

Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Unser Risikomanagementsystem umfasst dabei zunächst die detaillierte Finanz- und Budgetplanung zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres. Die Planung wird im Rahmen einer quartalsmäßigen fortlaufenden Planung ("Forecast") an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit, sowie die Entwicklung der M+E-Industrie (im speziellen der Maschinenbaubranche) und des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Ferner werden im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an unsere japanische Konzernmuttergesellschaft Ist-Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Geschäftsbereichen frühzeitig zu erkennen. Bedeutende Entwicklungen werden im Rahmen der Monatsberichterstattung dem Beteiligungscontrolling auf Gruppenebene (Japan) mitgeteilt.

Des Weiteren werden die sich im In- und Ausland befindlichen Betriebsstätten der GmbH kontinuierlich durch die europäische Zentrale überwacht. Zum anderen sind wir als Tochtergesellschaft eines japanischen Konzerns verpflichtet, erheblichen Sicherheits- und Risikostandards zu entsprechen. Aus diesem Grund werden zusätzlich jährliche Prüfungen nach "J-SOX" (Japanisches Recht zur Wahrung der internen Kontrolle und Sicherstellung von verlässlichen Finanzberichtsinformationen) durch unsere japanische Konzernmutter durchgeführt.

Preisänderungen im Vertriebsbereich werden in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft nur bei Bedarf durchgeführt. Die Preise der Einkaufsseite sind zunächst durch die Einbindung in den THK Konzern gesichert. Entsprechend werden Maßnahmen im Einkaufsbereich auch nur langfristig durchgeführt. Bedeutende Investitionen werden im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens zunächst auf Gruppenebene beantragt und anschließend genehmigt. Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen werden durch regelmäßige Analysen der Altersstruktur der Forderungen mit einem ausgeprägten Mahnwesen und dem Instrument der Warenkreditversicherung begegnet. Etwaige Liquiditätsrisiken werden durch eine fortlaufende Finanzplanung frühzeitig erkannt und mit Hilfe entsprechender konzerninterner Finanzierungsmaßnahmen minimiert.

2. Chancen der künftigen Entwicklung

Im Zuge der Bemühungen, neue Geschäftsfelder zu erschließen, hat THK drei spezialisierte Abteilungen ins Leben gerufen: die ACE-Abteilung, die sich auf seismische Isolations- und Dämpfungssysteme konzentriert; die FAI-Abteilung, zuständig für Aktivitäten im Bereich Transportausrüstung; und die IMT-Abteilung, die Produkte wie elektrische Aktuatoren und roboterbezogene Technologien der nächsten Generation entwickelt. Gleichzeitig streben wir als Unternehmen aktiv danach, in Bereiche vorzudringen, die unmittelbar mit dem Konsumgütersektor verbunden sind. Zudem verzeichnet THK eine zunehmende Nutzung seiner Produkte in verschiedenen Sektoren, darunter medizinische Geräte, Luftfahrt und erneuerbare Energien. So erkennen wir das beträchtliche Potenzial, das auch in anderen Bereichen des Konsumgütermarktes besteht, und fokussieren uns daher auf unser langjährig gesammeltes Fachwissen und unsere Kerntechnologien im Bereich linearer Bewegungssysteme, um die Entwicklung neuer Geschäftsfelder zu beschleunigen. Hieraus könnten sich positive Effekte auf unsere Umsatzentwicklung im Jahr 2024 ergeben. Weil die Neukundenakquise im Maschinen- und Anlagenbau jedoch von individuellen technischen Tests und Entwicklungen abhängig ist, ist aber davon auszugehen, dass ein unmittelbarer signifikanter Anstieg der Kundenbasis ausbleibt. Dennoch können Umsätze auch mit nur wenigen Neukunden ein erhebliches Volumen annehmen. Daher könnten sich im Erfolgsfall die Umsätze im Jahr 2024, gemessen am Vorjahresvolumen, gering bis moderat erhöhen.

3. Risiken der künftigen Entwicklung

Die Einschätzung der Risiken des Jahres 2024 erfolgt im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Auswirkungen/Konsequenzen für das Unternehmen. Daher werden die nachfolgenden Einzelrisiken anhand dieser Merkmale beurteilt und können so mithilfe der folgenden Matrix in die Risikoklassen Hoch (Rot), Mittel (Gelb) und Gering (Grün) eingeteilt werden:

Beschaffung

Da die Beschaffung nahezu ausschließlich von verbundenen Unternehmen erfolgt und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten hauptsächlich im Mutterhaus der THK in Japan durchgeführt werden, ist die THK GmbH auch vor dem Hintergrund des Beschaffungsrisikos von der Entwicklung der Konzerngesellschaften abhängig. Ein plötzlicher Wegfall der Beschaffungsmöglichkeit aus Japan hätte eine unmittelbare Umstrukturierung der Beschaffungswege zur Folge. Das signifikante Einkaufsvolumen müsste auf verbleibende Fertigungseinheiten verteilt werden, um die Lieferfähigkeit gegenüber unseren Kunden sicherzustellen. Hierbei besteht das Risiko kurzfristig nicht das gesamte Beschaffungsvolumen verteilen zu können, so dass unter Umständen mit erheblichen Umsatzeinbußen zu rechnen wäre. Jedoch betreibt THK 37 Produktionseinheiten weltweit, und hält für Übergangszwecke ein erhöhtes Maß an Waren vor, so dass von einer gesicherten Beschaffungssituation auszugehen ist.

Wahrscheinlichkeit: Unwahrscheinlich bis Gering

Konsequenzen: Hoch bis Extrem

Einkaufspreise

Die Einkaufspreise werden von der Konzernmuttergesellschaft grundsätzlich in Euro fakturiert. Konzernintern wird hierbei ein fester Wechselkurs vereinbart, der möglichst stabil gehalten wird. Kurssicherungsmaßnahmen erfolgen im erforderlichen Umfang auf Ebene der Konzernmutter. Auf diese Weise wird dem Risiko kurzfristiger Wechselkursschwankungen zwischen Yen und Euro entgegengewirkt. Die längerfristige Wechselkursentwicklung von Yen und Euro kann sich hingegen erheblich auf die Entwicklung der Einkaufspreise und somit negativ auf die Ertragslage der THK GmbH auswirken.

Wahrscheinlichkeit: Gering bis Moderat

Konsequenzen: Mittel bis Hoch

Absatz

Dem Absatzrisiko wird durch den Versuch, eine möglichst hohe Diversifizierung im Hinblick auf unsere Kundenstruktur zu erreichen, Rechnung getragen. Dabei liegt der Fokus in erster Linie auf der stetigen Gewinnung finanzstarker Kunden aus verschiedenen Industriezweigen. So sollen auf der einen Seite möglichst viele Kunden gegen wirtschaftliche Abhängigkeiten wirken. Auf der anderen Seite sollen möglichst unterschiedliche Industrien, negative Branchentrends abfedern. Insgesamt soll dieser Ansatz zu einer weiteren Diversifizierung der Kundenstruktur und somit zur Verringerung des Absatzrisikos führen. Dennoch ist darauf hinzuweisen, dass die starke Konkurrenzsituation am Markt dazu führt, dass nicht immer die gewünschten Verkaufspreise erzielt werden. Eine Steigerung des Wettbewerbs könnte sich demnach erheblich auf die Verkaufspreise auswirken und eine negative Entwicklung der Ertragslage zur Folge haben.

Wahrscheinlichkeit: Moderat

Konsequenzen: Hoch

Krisen

Von diesem Absatzrisiko sind unvorhersehbare exogene Schocks, wie etwa die Corona- Pandemie oder der derzeit andauernde Ukraine-Krieg, abzugrenzen. Diese können, unter Umständen, kurzfristig erhebliche negative Auswirkungen auf unseren Absatz und unsere Kostensituation haben. Damit unterliegt auch unsere Ertragslage diesen Ungewissheiten. Diesem Umstand ist naturgemäß im Vorfeld kaum ausreichend zu begegnen. Dennoch versuchen wir dem entgegenzuwirken, indem wir einerseits einen sehr engen Kundenkontakt pflegen. Vor diesem Hintergrund können absatzbedingte Risiken frühzeitig erkannt und individuelle Problemlösungen erarbeitet werden. Andererseits wird versucht Auswirkungen durch unvorhergesehene Kostensteigerung im Rahmen von regelmäßigen Kostenüberprüfungen und Ergebnissimulationen/Forecasts zu identifizieren. So sind wir in der Lage durch z.B. Lieferantenwechsel oder angemessene Steigerung der Verkaufspreise negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage (zumindest teilwiese) auszugleichen.

Wahrscheinlichkeit: Moderat

Konsequenzen: Hoch

Forderungen

Dem Debitorenausfallrisiko wird durch ein entsprechendes Controlling und Debitorenmanagement Rechnung getragen. Zusätzlich kann aufgrund der Kundenstruktur, der Absicherung durch Warenkreditversicherungen, sowie der hohen Diversifizierung des Kundenstamms, das Risiko als insgesamt moderat erachtet werden. Dementsprechend kann sich das Debitorenausfallrisiko bei Eintritt leicht negativ auf die Ertragslage auswirken.

Wahrscheinlichkeit: Moderat

Konsequenzen: Gering

Vorräte

Das Bestandsrisiko für das Vorratsvermögen kann als gering betrachtet werden. Die Entwicklung des Vorratsbestandes wird durch unser Controlling laufend überwacht, um dem Risiko von Über- oder Unterbeständen entgegenzuwirken. Der wesentliche Teil der Vorräte betrifft Standardwaren, für die eine entsprechende Nachfrage besteht. Darüber hinaus existieren jedoch auch individuell gefertigte Waren für Kunden mit spezifischen Anforderungen. Die fehlende Abnahme dieser Produkte würde die Verwertbarkeit dieser Ware in Frage stellen. Hieraus könnten sich Nachteile aus der Abwertung von Vorratsbeständen ergeben. Diesem Risiko wird einerseits durch Abnahmeverträge sowie der Tatsache entgegengewirkt, dass für die Produktion solcher Waren eine konkrete Bestellung zugrunde liegen muss. So können kundenspezifische Produkte grds. zeitnah aus den Schwesterwerken in Frankreich und Irland bezogen werden. Das Risiko des Untergangs der Lagerware ist hingegen durch entsprechende Versicherungen abgesichert.

Wahrscheinlichkeit: Gering

Konsequenzen: Gering

 

Ratingen, den 19. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Akihiro Teramachi

Toshiki Matsuda

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die THK GmbH, Ratingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der THK GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der THK GmbH, Ratingen, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 19.06.2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ronald Rulfs, Wirtschaftsprüfer

Dr. Lüder Kurz, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

57 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.