Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 19245
Vorher
ECKD EDV-CENTRUM FÜR KIRCHE UND DIAKONIE GMBHECKD KIGST GmbH
Eingetragen
25.10.2002
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Gegenstand des Unternehmens sind Dienstleistungen für Kirchen, diakonische und caritative Einrichtungen sowie Unternehmen, öffentlich und privatrechtliche Körperschaften, Institutionen und andere Einrichtungen sowie der Betrieb eines Tagungszentrums. Die Dienstleistungen umfassen insbesondere die Beratung und Schulung im Bereich der Informationstechnologie, die Entwicklung von Software, den Vertrieb und die Pflege von der Informationstechnologie dienenden Produkten und Rechenzentrumsleistungen. Ausgenommen sind Dienstleistungen, die einer behördlichen Genehmigung oder Erlaubnis bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Mößinger
seit 3.1.2023
Prokura
Jürgen Schuh
seit 14.11.2022
Prokura
Rudolf Müller
seit 14.11.2022
Geschäftsführer
Michael Otto
seit 14.11.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ECKD KIGST GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ECKD KIGST GmbH
Germany
350.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ECKD GmbH

Kassel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

1.2. Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2. Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1. Geschäftsverlauf

2.2.2. Personalentwicklung

2.2.3. Ertragslage

2.2.4. Finanzlage

2.2.5. Vermögenslage und Kapitalstruktur

2.3. Leistungsindikatoren

2.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.3.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4. Gesamtaussage

3. Prognose- Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognose

3.2 Chancen

3.3. Risiken

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Als innovativer IT-Dienstleister und Lösungsanbieter für den Markt Kirche und Wohlfahrt ist die ECKD GmbH bundesweit tätig.

Die angebotenen Fachlösungen der ECKD GmbH unterstützen die Verwaltungen der Kunden in den Bereichen Kirchliches Management, Personalabrechnung & Personalwirtschaft, Entgeltabrechnung (Zentrale Gehaltsabrechnungsstelle (ZGASt)), Finanzmanagement, Fundraising sowie Kindergartenabrechnung bis in die kleinste Organisationseinheit (Kirchengemeinde / Ehrenamt), sodass die Anforderungen - insbesondere im Rahmen der Digitalisierung - an Produkten und Dienstleistungen im Melde- , Finanz-, Personalwesen und der IT-Services kontinuierlich zunehmen. Neben den Fachlösungen und deren Integration bietet die ECKD GmbH umfangreiche IT-Strukturen und Hosting Lösungen sowohl im eigenen RZ als auch in EU-Cloud Lösungen an.

Darüber hinaus ist der kirchliche, diakonische und caritative Markt durch seine Binnenorientierung und der daraus resultierenden Begrenzung auf das Gebiet der jeweiligen Landeskirchen, Bistümer und Organisationsbereiche als Geschäftsmodell für die ECKD GmbH von großem Interesse und stellt durch die tiefen Kenntnisse in den Organisationsstrukturen ein zentrales Alleinstellungsmerkmal (Unique Selling Proposition, USP) dar.

Neben der Digitalisierung sehen wir auch weiterhin eindeutige Trends im Segment der Serviceautomatisierung und der Cloud-Technologie. Neue Trends wie KI werden auch in der ECKD GmbH aktiv beobachtet und verfolgt. Auch einheitliche und individuelle Portallösungen werden weiterhin angefragt und beauftragt. Sie sind ebenso ein wesentlicher Bestandteil in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

Die ECKD GmbH kann mit ihrem umfassenden Portfolio von Individualberatung, Betreuung, Betrieb, Projektmanagement und Consulting und der Portalstrategie die Nachfragen von Interessenten aus einer Hand zielgerichtet bedienen.

Der Hauptsitz der ECKD GmbH ist Kassel.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die ECKD GmbH verfügt in den Bereichen Melde-, Finanzwesen, Gemeindemanagement und im Friedhofswesen über jeweils eigenentwickelte Produkte, die sich auf dem kirchlichen Markt in einer Vielzahl von Landeskirchen und ihren Gemeinden und Einrichtungen im Einsatz befinden. Auch im Personalwesen können Kunden und Interessenten von KIDICAP selbstkonfigurierte digitale Lösungsmodelle angeboten werden.

Im Meldewesen stehen den Kunden der ECKD GmbH weiterhin die Systeme KirA 2.0 und Mewis NT zur Verfügung. Das strategische Produkt "Kiris", das in Summe die Vorzüge beider Produkte beinhaltet und optional weitere Module der Gemeindearbeit inkl. Kommunikation vorsieht, wurde im Geschäftsjahr fertiggestellt und wird sukzessive ab dem Jahr 2024 die bisherigen Verfahren ablösen.

Im Finanzwesen liegt die Konzentration nach wie vor in der Überarbeitung des erweitert-kameralen Eigenproduktes KFM. Den Schwerpunkt der Entwicklung stellt die Neuentwicklung des eigenen Systems "KFM-X" dar, einem hybriden System, das sowohl die kamerale als auch die doppische Verbuchung ermöglicht. Hier konnten im Jahr 2023 große Fortschritte verzeichnet werden. Der jeweilige Entwicklungsstand wurde unseren Kunden im Finanzwesen präsentiert. Mit Bescheid des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, vom 26. Februar 2024, wurde das Projekt "KFM-X als förderfähig im Sinne des Forschungszulagengesetzes beurteilt.

Mit der Anwendung myObolus verfügt die ECKD GmbH auch über eine erfolgreiche Lösung zur Verwaltung im Bereich Friedhofswesen.

Abgerundet wird das Bild durch die fachliche Entwicklung von Portal- und Plattformlösungen durch die ein komfortabler Daten- und Informationsaustausch, sowie Automatisierungsprozesse und Self-Services zwischen den Kunden und den einzelnen Hauptbereichen der ECKD GmbH nachhaltig gewährleistet werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Berechnung des statistischen Bundesamtes fiel das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % höher aus. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

In der Informationstechnik wird für 2024 ein Umsatz von 151,5 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2023 ein Wachstum um 6,1 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,4 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Hardware wird mit einem Volumen von 54,4 Milliarden Euro (+4,6 Prozent) auch im Jahr 2024 noch vor den IT-Services den größten Anteil des IT-Marktes abbilden. Die Ausgaben für IT-Services steigen im laufenden Jahr um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro.

Die Telekommunikation setzt das Wachstum aus dem Vorjahr voraussichtlich fort mit einem Plus von 1,0 Prozent auf 72,8 Milliarden Euro. Für die Teilmärkte der TK-Infrastruktur und der TK-Endgeräte wird ein leichter Rückgang um -0,7 bzw. -1,0 Prozent auf 11,8 bzw. 8,4 Milliarden Euro prognostiziert. Die Investitionen in Telekommunikationsdienste steigen dagegen um 1,6 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro.

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind vorsichtig positiv zu bewerten. Die ECKD GmbH fungiert als etablierter IT-Dienstleister im kirchlichen und sozialen Markt.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1. Geschäftsverlauf

Die ECKD GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 mit den Hauptbereichen Finanz-, Melde- und Personalwesen sowie den weiteren Hauptbereichen IT-Services, Softwareentwicklung, Marketing & Sales und dem Event- und Tagungszentrum sowie dem Bereich Innovation in Summe erfolgreich abgeschlossen.

Dabei liegt ein Schwerpunkt in der Betreuung und dem Betrieb von eigenen und zugekauften Lösungen und weiterhin in der Umsetzung von Kundenprojekten sowie der individuellen Beratung und Projektunterstützung unserer Kunden.

Hauptbereich Finanzwesen

Das Geschäftsfeld Finanzwesen wurde auch im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen durch die Projektierung von KFM-X geprägt. KFM-X ist eine Eigenentwicklung für die kaufmännische Buchführung, welche gemeinsam mit Unterstützung von externen Software-Entwicklungsunternehmen erstellt wird. Zudem wird das System auch die Möglichkeit bieten, die erweiterte Kameralistik einzusetzen. Neben der Entwicklung von KFM-X als eigene Finanzwesenlösung betreiben und betreuen wir für weitere Kunden das doppische Produkt MACH. Perspektivisch gilt es mit der zeitnahen Fertigstellung des eigenen doppischen Verfahrens KFM-X, Kundenbindungen zu festigen und verlorene Kunden zurückzugewinnen.

Für die ECKD GmbH bedeutet dies, dass vor allem in der Doppik neben den bereits bestehenden Fachkräften für die kaufmännische Buchführung auch künftig weiteres Personal aus- oder fortgebildet werden muss, um auch zukünftig für die Beratung und Betreuung unserer Kunden, die eine kaufmännische Variante der Buchführung einsetzen, als qualifizierter Dienstleister zur Verfügung zu stehen.

KFM (Kirchliches Finanzmanagement) ermöglicht im Rahmen der erweiterten Kameralistik auch die Nutzung der Kosten- und Leistungsrechnung sowie der Anlagenbuchhaltung und ist damit noch immer ein wichtiges Grundsystem für die Erstellung der kirchlichen Bilanz bei einer Vielzahl von Kunden. Mit KFM verfügt die ECKD GmbH trotz der Umstellung einiger Landeskirchen auf eine kaufmännische Buchführung anderer Anbieter auch weiterhin über das führende Verfahren für die klassische und erweiterte Kameralistik auf dem kirchlichen Markt.

Zum Geschäftsfeld Finanzwesen gehören als fester Bestandteile die Beratung, der Betrieb und die Betreuung rund um Softwareprodukte für die Kindergartenverwaltung und -abrechnung. In diesem Arbeitsfeld werden rund 1.850 Kita-Lizenzen direkt mit den Verfahren Kita-Büro ® und winKITA on web betreut. Parallel zur Betreuung unserer Kunden tragen auch zusätzliche Einzelprojekte, individuelle Workshops und Marktsondierungen im Kundenauftrag zur Wertschöpfung bei.

Im Geschäftsbereich der Friedhofsgebührenkalkulation hat die ECKD GmbH mit myObolus ein erfolgreiches Produkt, dessen Vertrieb in Zusammenarbeit mit der HADES Software GmbH aus Rheine erfolgt. Die vorhandenen Wachstumspotentiale ergeben auch hier weiterhin gute Marktchancen.

Hauptbereich Meldewesen

Mit den aktuellen Meldewesenverfahren KirA 2.0 (Kirchlicher Arbeitsplatz) und Mewis NT verfügt die ECKD GmbH nach wie vor über die zwei führenden Meldewesensysteme auf dem kirchlichen Markt. 17 von 20 Evangelischen Landeskirchen sowie die Alt-Katholische Kirche vertrauen damit dem Dienstleistungs-, Lösungs- und Softwareangebot der ECKD GmbH.

Strategisch und wirtschaftlich werden unter dem Motto "das Beste aus zwei Welten" die Verfahren KirA 2.0 und Mewis NT im Projekt Kiris zusammengeführt. Die Fertigstellung des Projektes ist zum Ende des Geschäftsjahres erfolgt. Die Einführung bei allen Kunden wird nunmehr in Abhängigkeit von Wahlen und Projekten bis Ende 2025 umgesetzt werden.

Die Aktivitäten im Bereich Fundraising, konzentrieren sich auf die integrierte Entwicklung im neuen Meldewesenverfahren "Kiris" auf Basis des Produktes Kira-Fura in Folge.

Hauptbereich Personalwesen

Der Schwerpunkt im Personalwesen lag im Jahr 2023 auf dem Ausbau und der Stabilisierung des Betriebes und der Betreuung. Das Output-Managements wurde größtenteils digitalisiert und Druckerzeugnisse weiter reduziert. Die dazu notwendigen Investitionen in Personal und Dienstleistungen haben sich bewährt.

Die Bedeutung des Bereichs Personalwesen für die ECKD GmbH wird durch deren Umsatzanteil von 26,7 % deutlich, der sich gegenüber dem Vorjahr sogar leicht erhöht hat. Folglich stellt der Hauptbereich Personalwesen einen großen wirtschaftlichen Faktor dar, der zudem strategisch bedeutend ist. Deshalb ist eine qualifizierte, qualitativ hochwertige und umfassende Beratung, Betreuung sowie die Bereitstellung von individuellen personalwirtschaftlichen- und ZGASt-Dienstleistungen für unsere Kunden, gerade im Blick auf die Wettbewerbssituation, nach wie vor von besonderer Wichtigkeit.

Die fortlaufende Publikation von neuen Apps in KIDICAP-Neo schafft die Möglichkeit, unseren Kunden den sukzessiven Umstieg in die digitale Personalwirtschaft und -abrechnung weiter zu ebnen. Dazu ist auch die Anpassung der eigenen Organisation im Hauptbereich eine permanente Aufgabe. Die Restrukturierung der eigenen Prozesse und die fortlaufende Qualifikation der Mitarbeitenden bilden die Grundlage für eine künftige Effizienzverbesserung. Darüber hinaus bewirkt eine Erhöhung des Digitalisierungsgrades eine Effizienzverbesserung für unsere Kunden.

Hauptbereich IT-Services

Im Bereich IT-Services sind das Serverhosting für verschiedene Anwendungen, die Wartung, die Pflege und die Weiterentwicklung der eigenen Fachverfahren sowie der Betrieb einer Server-Farm für die unterschiedlichsten Softwareprodukte, die wesentlichen Schwerpunkte der Dienstleistung. Hinzu kommen der Aufbau von gesamten Infrastrukturen, Support und Telekommunikationsleistungen. Im Hauptbereich wurde der Umbau der IT in Richtung Serviceautomatisierung, Cloud-Integration und Digitalisierung weiter vorangetrieben. Erste Kunden konnten auf der Plattform churchX erfolgreich platziert werden. Die IT-Services haben damit nach wie vor einen wesentlichen Anteil am erfolgreichen Geschäftsverlauf des Unternehmens.

Hauptbereich Softwareentwicklung

Als zentrales Projekt im Hauptbereich Softwareentwicklung lag im Jahr 2023 die Haupttätigkeit der Entwicklung auf der Zusammenführung der Eigenprodukte "KirA" und "Mewis NT". Unter dem Motto "das Beste aus zwei Welten" entsteht mit "Kiris" eine neue Anwendung für das kirchliche Meldewesen. Die programmiertechnische Unterstützung im Projekt churchX, stellte einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeiten in der Softwareentwicklung dar.

Hauptbereich Marketing & Sales

Der Hauptbereich Marketing & Sales bildet durch seine bereichsübergreifende Tätigkeit im Gesamtunternehmen eine tragende Säule zur Kundenbindung, Kundenpflege und Neukundengewinnung. Durch Analyse des Marktes, der Kundeninteressen und des Wettbewerbs werden Kundenbedürfnisse gezielt erkannt. Weiterhin stellt der Bereich die Pflege und Optimierung der Produkte und Preise sicher. Schwerpunktmäßig steuert die Vertriebsadministration die Fakturierungsdaten für die Rechnungserstellung.

Bereich Event- und Tagungszentrum

Durch eine stetig wachsende Auslastung konnte das Event- und Tagungszentrum zur Erlösstabilisierung beitragen. Neben der Erweiterung der Räumlichkeiten konnte insbesondere durch die Gewinnung neuer Kunden die Erlöse deutlich gesteigert werden.

Bereich Innovation

Grundsätzlich steuert das Innovations-Team neue Ideen für den Markt von Kirche und Wohlfahrt auf der Basis unserer Kundenkenntnis bei. Auch Teile von externen und internen Projekten werden durch das Inno-Team begleitet und betreut.

Informationssicherheitsmanagement / Qualitätsmanagement

Die ECKD GmbH wird regelmäßig erfolgreich nach den Normen DIN EN ISO 9001:2015, 14001:2015 und 27001:2013 im Rahmen von Überwachungsaudits geprüft und zertifiziert.

Mit den Normen ISO 9001 und ISO 27001 verfolgt die ECKD GmbH konsequent das Ziel, bei der Erbringung aller Dienstleistungen und Lösungsangeboten vollumfassend zertifiziert zu sein und stetig an der Erhöhung der Kundenzufriedenheit, der kontinuierlichen Verbesserung von Geschäftsprozessen und der Qualität von Produkten und Leistungen weiterzuarbeiten.

Auch das stetig steigende Umweltbewusstsein und die Nachhaltigkeit in unserem Handeln sowie die Verantwortung gegenüber Mensch und Natur ist über die Norm ISO 14001 ein fester Bestandteil unserer Unternehmenspraxis.

2.2.2. Personalentwicklung

Im Verlauf des Jahres 2023 hat die ECKD GmbH ihren Personalbestand stabilisiert. Zum Stichtag 31.12.2023 waren an den Standorten Offenbach, Kassel, Köln, Bad Dürkheim, Hamburg und Duisburg 295 Mitarbeitende (VZÄ = 274) beschäftigt.

2.2.3. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft zeigt folgende Entwicklung:

Ertragslage 2023 2023 2022 2022 Abweichung Abweichung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 34.178 96,4 32.821 97,4 1.358 4,1
aktivierte Eigenleistung 933 2,6 548 1,6 385 70,3
sonstige betriebliche Erträge 347 1,0 341 1,0 6 1,8
Gesamtleistung 35.458 100,0 33.709 100,0 1.749 5,2
Materialaufwand 7.407 20,9 7.541 22,4 -134 -1,8
Rohergebnis 28.051 79,1 26.168 77,6 1.883 7,2
Personalaufwand 19.059 53,8 17.737 52,6 1.322 7,5
Abschreibungen 3.138 8,8 2.156 6,4 982 45,6
sonst. betriebl. Aufw. 4.358 12,3 4.284 12,7 74 1,7
Finanzergebnis 33 0,1 22 0,1 11 50,0
Ergebnis vor Steuern 1.529 4,3 2.014 6,0 -485 -24
Steuern 771 2,2 249 0,7 522 209,6
Jahresergebnis 758 2,1 1.765 5,2 -1.007 -57,0

Die "Umsatzerlöse" betrugen im Jahre 2023 rund 34.178 TEUR, das sind rund 4,1 % höher als im Vorjahr. Die Umsatzsteigerungen sind im Wesentlichen auf die Hauptbereiche IT und Personalwesen zurückzuführen.

Der "Materialaufwand" ist im Vergleich zum Vorjahr um -1,8 % gesunken. Ursächlich dafür sind allgemeine Einsparungen und ein höherer Digitalisierungsgrad im Rahmen der Leistungserbringung.

Der "Personalaufwand" ist zum Wirtschaftsjahr 2023 mit 19.059 TEUR um 7,5 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Ursächlich hierfür sind Neueinstellungen sowie die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie.

Die "Abschreibungen" haben sich im Vorjahresvergleich von 2.156 TEUR auf 3.138 TEUR erhöht. Ursächlich hierfür ist eine außerordentliche Abschreibung zu "Kira 2.0", "Gemeindeplaner" und einem Dienstleisteranteil im Rahmen des Projektes "KFM X".

Die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % leicht angestiegen.

Das "Jahresergebnis" 2023 beträgt vor Steuern 1.529 TEUR (i. Vj. 2.014 TEUR).

Der "Steuerbetrag" in Höhe von 771 TEUR (i. Vj. 249 TEUR) enthält u. a. latente Steuer aus den aktivierten Eigenleistungen.

Im Übrigen haben die gesamtwirtschaftlichen und vor allem branchenspezifischen Entwicklungen am Arbeitsmarkt, den Geschäftsverlauf negativ beeinflusst.

2.2.4. Finanzlage

Eine Übersicht der Mittelherkunft und -verwendung ist aus der nachfolgenden Cash-Flow-Rechnung ersichtlich.

Finanzlage für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023

Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2023 2022
TEUR TEUR
1 + Jahresüberschuss 758 1.765
2 + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.138 2.156
3 - Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermörgens 0 0
4 + Zunahme der Rückstellungen (ohne Steuer-RSt) 163 0
5 - Zunahme der Vorräte 0 -107
6 - Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr Abnahme) -491 -255
7 -/+ Zunahme (Vj. Abnahme) anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (Vorjahr Zunahme) -965 72
8 +/- Zunahme (Vj. Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 417 -376
9 - Abnahme anderer Passiva die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (Vorjahr Zunahme) -102 -34
10 - Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -8 0
11 - Zinserträge -15 -7
12 - Sonstige Beteiligungserträge -18 -15
13 + Ertragsteueraufwand 769 245
14 - Ertragsteuerzahlungen (Auszahlungen) -380 -435
15 = Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.266 3.009
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 2023 2022
TEUR TEUR
16 - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.332 -1.809
17 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 10 0
18 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.985 -674
19 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 100 101
20 - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 0
21 + Erhaltene Zinsen 11 7
22 + Erhaltene Dividenden 18 15
23 = Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -3.178 -2.360
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 2023 2022
TEUR TEUR
24 - Gezahlte Dividenden -15 15
25 = Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -15 -15
Veränderung Finanzmittelfonds 2023 2022
TEUR TEUR
+ Finanzmittelfonds am Anfang des Periode 10.438 9.804
+ Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.266 3.009
- Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -3.178 -2.360
- Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -15 -15
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.511 10.438

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.2.5. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Vermögenstruktur 2023 2023 2022 2022 Abweichung Abweichung
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.385 27,6 9.571 30,1 -186 -1,9
Sachanlagen 2.781 8,2 1.783 5,6 998 56,0
Finanzanlagen 1.864 5,5 1.964 6,2 -100 -5,1
Vorräte 8 0,0 8 0,0 0 3,9
Forderungen aus L.u.L. 5.130 15,1 4.639 14,6 491 10,6
Ford. geg. verb. Unternehmen 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Ford. geg. Beteiligungsuntern. 1.504 4,4 1.488 4,7 16 1,1
Sonstige Vermögensgegenstände 1.690 5,0 1.060 3,3 630 59,4
Guthaben bei Kreditinstituten 10.511 30,9 10.438 32,8 73 0,7
Rechnungsabgrenzung 1.184 3,5 860 2,7 324 37,6
Summe 34.057 100,0 31.810 100,0 2.247 7,1

Die leichte Reduzierung der "immateriellen Vermögensgegenstände" ist auf außerplanmäßige Abschreibungen zurückzuführen. Dem wirken Zugänge Im Rahmen der Anlagen im Bau (KFM X, KiRiS) entgegen.

Die "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" bewegen sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem leichten Anstieg von 10% auf einem gleichbleibenden Niveau.

Die "Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen" stagnieren in 2023 in etwa auf dem Vorjahresniveau und belaufen sich auf TEUR 1.504.

Das "Guthaben bei Kreditinstituten" betrug zum Stichtag 31.12.2023 rund 10.511 TEUR (i. Vj. 10.438 TEUR).

Kapitalstruktur 2023 2023 2022 2022 Abweichung Abweichung
TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 1.138 3,3 1.138 3,6 0 0,0
Kapitalrücklage 4.043 11,9 4.043 12,7 0 0,0
Bilanzgewinn 23.537 69,1 22.794 71,7 743 3,3
Rückstellungen 1.323 3,9 1.156 3,6 167 14,4
Erhaltene Anzahlungen 35 0,1 35 0,1 0 0,0
Verbindl. aus Lief. und Leist. 1.222 3,6 805 2,5 418 51,9
Verbindl. geg. verb. Unternehmen 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Verbindl. geg. Gesellschafter 15 0,0 15 0,0 0 0,0
Verbindl. geg. Beteiligungsuntern. 35 0,1 2 0,0 34 2233,3
Sonstige Verbindlichkeiten 620 1,8 744 2,3 -124 -16,6
Passive Abgrenzungsposten 160 0,5 172 0,5 -12 0,0
Passive latente Steuern 1.929 5,7 908 2,9 1.021 112,4
Summe 34.057 100,0 31.810 100,0 2.246 7,1

Das "gezeichnete Kapital" weist im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen auf.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen im Geschäftsjahr zum Stichtag 31.12.2023 1.222 TEUR (i. Vj 805 TEUR) und verzeichnen damit einen Anstieg von 51,9 %.

In den "sonstigen Verbindlichkeiten" werden neben den durchlaufenden Posten des Fachbereichs Zentrale Gehaltsabrechnungsstelle (ZGASt) zum Bilanzstichtag vorhandene Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt ausgewiesen. Sie betragen zum 31.12.2023 rund 620 TEUR und sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 124 TEUR gesunken.

2.3. Leistungsindikatoren

2.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren der ECKD GmbH 2023 2022
in % in %
Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital 84,32 87,94
Gesamtkapitalrendite = Gewinn + Fremdkapitalzinsen / Gesamtkapital 2,22 5,55
Umsatzrendite = ordentliches Betriebsergebnis / Umsatz 4,47 6,2
Investitionsquote = Investitionen / Anlagevermögen 28,16 18,65
Personalintensität = Personalaufwand / Umsatz 55,77 54,04
EBIT (Earnings before Interests and Taxes) 1.495.142 € 1.991.949 €

2.3.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der ECKD GmbH

Personalkennzahlen 2023 2022
Personalfluktuation 10,54% 13,68%
Fort- und Weiterbildungsquote 37,00% 43,00%
Mitarbeiterzufriedenheit
Mitgestaltung des Arbeitsbereichs 85,12% 83,25%
Zusammenarbeit innerhalb der Teams/Fach-/Hauptbereichs 95,83% 95,12%
Vereinbarkeit von Familie und Beruf 97,02% 90,77%
Verfügbarkeit Informationen von der Unternehmensleitung 86,90% 89,34%
Einschätzung der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten 65,48% 69,54%
Daten wurden mittels einer unternehmensweiten Mitarbeiterbefragung ermittelt. Teilnehmerzahl: 168
Kundenzufriedenheit 2023 2022
Kundenzufriedenheit Qualität Service und Support 95,50% 94,51%

Beim Vergleich mit den Vorjahreszahlen lässt sich subsummieren, dass die Werte sich auf einem konstanten Niveau manifestieren bzw. leicht verbessern.:

Die Quote der Personalfluktuation konnte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 10,54 % verbessern.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde noch häufiger als im Vorjahr positiv bewertet.

2.4. Gesamtaussage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wird als zufriedenstellend eingeschätzt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets fristgerecht zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und Vermögenswerte gedeckt. Die Finanzierung der Eigen- und Fremdleistungen für das Projekt KFM-X ist aus Betriebsmitteln sichergestellt.

Insgesamt geht die Geschäftsführung trotz der hohen Inflationsrate, gestiegenen Energie- und Beschaffungskosten sowie steigenden Personalkosten von einer konstanten Entwicklung der Gesellschaft aus. Neben der Mitarbeiterbindung und -gewinnung wird es für den Erfolg der ECKD GmbH von entscheidender Bedeutung sein, die gestiegenen Beschaffungskosten auf der Erlösseite spiegeln zu können.

3. Prognose- Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognose

Die kontinuierliche Entwicklung aller Geschäftsfelder der ECKD GmbH, der Einsatz neuester Programme und Lösungen sowie die Vorhaltung einer aktuellen Technologie und der gezielte Ausbau von Consultingleistungen bilden die Schwerpunkte der Tätigkeiten der ECKD GmbH. Dies stellt sicher, dass wir den vielfältigen Anforderungen unserer Kunden an ein modernes, leistungsfähiges und effizient arbeitendes Lösungs- und Dienstleistungsunternehmen auf Dauer gerecht werden können. Erkennbar ist ein zusätzlicher Beratungsbedarf, den die ECKD GmbH durch weitere Consultingdienstleistungen bedienen kann. Parallel steht auch fortlaufend die Gewinnung neuer Kunden und die generelle Zufriedenheit im Mittelpunkt unseres Handelns.

Eine hohe Inflationsrate sowie die angespannte Lage auf den Energie- und Rohstoffmärkten gehen auch an der IT-Branche nicht spurlos vorüber. Mit Sorge wird auch zunehmend der Beschaffungsmarkt für gut ausgebildetes Personal gesehen. Hier wird sowohl mittels eines stetig verbesserten Beschaffungsprozesses, einem zu optimierenden Produktcontrolling sowie mittels geeigneter Personalbeschaffungsmaßnahmen entgegengewirkt.

Die strukturelle und organisatorische Neuaufstellung des umsatzrelevanten Hauptbereichs Personalwesen konnte sich bereits zu Teilen in der Ergebnissituation des Hauptbereichs widerspiegeln. Hierauf aufbauend gilt es nunmehr, die getroffenen Maßnahmen weiter zu schärfen und die Ergebnislücke weiter zu schließen. Der Eigenbetrieb in unserem Rechenzentrum verbessert das Gesamtergebnis und schafft zusätzliche Flexibilität in der Kundenansprache. Die mittelfristig geplante Stabilisierung und die Rückführung des Personalwesens in die Gewinnzone schreiteten auch in 2023 fort.

Im Wirtschaftsplan der ECKD GmbH für das Jahr 2024 planen wir Umsatzerlöse in Höhe von rund 36.230 TEUR. Damit liegt die Erlösplanung um ca. 6 % über dem Jahresumsatzerlös für 2023.

Für die folgenden Wirtschaftsjahre bestätigt sich unsere mittelfristige Einschätzung mit einer nach wie vor leichten Eintrübung der Marktlage für einzelne Segmente bei unseren Lösungen und Dienstleistungen. Dies resultiert nicht zuletzt aus einer nach wie vor hohen Inflationsrate und dem sich verändernden Arbeitsmarkt, was in der Folge eine degressivere Ausgabepolitik unserer Kunden impliziert.

Auch ist festzustellen, dass der demographische Faktor zu einer Verringerung der Kirchenmitglieder und damit auch zu einem Verlust von Finanzkraft bei den Kirchen führen wird, welches ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Erlössituation der ECKD GmbH hat. Dem wird durch eine strategische Planung des Produktportfolios und mit der zielgerichteten Weiterentwicklung des Personalkörpers entgegengewirkt.

Zur Generierung weiterer Erlöse sieht die ECKD GmbH vor, den Consultingbereich zielorientiert an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen.

Nicht zuletzt sehen wir weiterhin Marktchancen bei der Prozessoptimierung/-automatisierung und Digitalisierung. Dementsprechend wird unser Lösungsangebot auch hier kontinuierlich angepasst und optimiert.

Neben der Ergänzung unseres Dienstleistungsangebots mit einer konsequenten digitalen und prozessoptimierten Ausrichtung ist auch eine verbesserte Kundenbetreuung, die Kompetenz auf dem kirchlichen Markt, eine spezialisierte Funktionalität sowie die Individualität unserer Systeme weiterhin ein messbarer Faktor für eine optimistische Zukunft.

Grundsätzlich erwarten wir für 2024 eine insgesamt ausgeglichene Entwicklung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage. Damit sind die Aussichten für das kommende Geschäftsjahr als zufriedenstellend einzustufen.

Die im Lagebericht getroffenen Einschätzungen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen und Einschätzungen und Prognosen sowie den derzeit verfügbaren Informationen. Aufgrund der in jeder Planung enthaltenen Unsicherheiten kann die tatsächliche Entwicklung von diesen Einschätzungen abweichen.

3.2. Chancen

Die Weiterentwicklung des strategischen Geschäftsmodells zur Sicherung einer dauerhaft qualitativ hochwertigen Leistung und einer guten Wirtschaftlichkeit wird konzeptionell, wie operativ, weiterhin aktiv vorangetrieben. Dazu werden zielorientiert auch Gespräche mit Marktteilnehmern geführt, die Synergieeffekte und einen Ausbau der Marktposition ermöglichen können. Ein Schwerpunkt stellt dabei weiterhin die Transformation unseres Geschäftsmodells auf unsere Digitalisierungsplattform "churchX" dar. Hieraus ergeben sich perspektivisch neue Geschäftsmodelle und Kommunikationsmöglichkeiten.

Strategische Überlegungen wie die Etablierung der Möglichkeit von mobilen Arbeitsplätzen und Desksharing wurden umfänglich umgesetzt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse lassen sich für weitere strategische Grundsatzüberlegungen heranziehen.

Sowohl das erfolgreich abgeschlossene Eigenprodukt Kiris sowie das in Entwicklung befindliche Produkt KFM-X werden mittel- und langfristig als Chance gesehen, die Marktposition des Unternehmens weiter zu stärken.

Im Kundenkontakt konnten durch den Ausbau einer unternehmensweiten Vertriebsabteilung die Beziehungen und die arbeitstägliche Interaktion optimiert und die Kundenbindung gestärkt werden. In Verbindung mit hauptbereichsspezifischen Consultants und dem Einsatz des Key-Account Service-Delivery-Managements, versprechen wir uns eine zusätzliche Optimierung im Austausch mit unseren Kunden.

Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt nach wie vor bereichsübergreifend in der Beratung und Betreuung sowie im Betrieb und in der Bereitstellung von Lösungen und deren Projektierung. Diese Kompetenz kann nach wie vor konfessionsübergreifend bei kirchlichen und kirchennahen Kunden genutzt werden. Solche Märkte werden kontinuierlich beobachtet und beworben. Ziel ist es, dem Kundenspektrum "Kirche" Lösungen aus einer Hand anzubieten, um damit gezielt Alleinstellungsmerkmale im Markt zu platzieren.

3.3. Risiken

Zur Steuerung der Organisation und zur Risikoerkennung ist das Risikomanagement zielführend weiter auszubauen. Das Risikomanagement ist in die aktive Steuerung des Unternehmens fest integriert. Dazu gehören, neben dem regelmäßigen Reporting auch ein Forecast, eine Kosten- und Leistungsrechnung, das interne Kontrollsystem und die kontinuierliche Überwachung und Verbesserung der Prozesse sowie des integrierten Managementsystems. Durch die fortgeschrittene Integration eines BI-Tools gelingt es uns bereits jetzt, ein entsprechendes Monitoring über wesentliche finanzwirtschaftliche Faktoren zu erhalten.

Die Analyse der Kosten- und Leistungsrechnung in Verbindung mit einer detaillierten internen GuV, dem Forecast und dem Reporting wurden im Geschäftsjahr neu aufgestellt und bedarfsgerecht ausgebaut. Dazu werden Maßnahmen zur Kostenverantwortung mit einer verstärkten Zuweisung der verfügbaren Ressourcen auf die Fachbereiche delegiert.

Folgende Maßnahmen wurden von der Geschäftsführung ergriffen, um nachstehende Risiken zu minimieren:

Unternehmensrisiken allgemein: Mit der Umsetzung des Unternehmensprojekts Genesis und der Schaffung des Hauptbereichs Organisationsentwicklung werden neben der organisatorischen Steuerung des Gesamtunternehmens und künftig des zentralen Datenmanagements weiterhin auch grundsätzliche Unternehmensrisiken gesteuert.

Preisänderungsrisiken: Die Preisverhandlungen werden in der Regel mit Lieferanten einmal jährlich geführt. Die Preise werden soweit möglich langfristig vereinbart. Im Meldewesen existieren für die Produkte Mewis NT und KirA 2.0 Flatrate-Vereinbarungen um die Risiken von Berechnungsgrundlagen durch Kirchenaustritte, die sich auf die abrechenbaren "Fälle" auswirken, zu reduzieren. Im Rahmen von Großprojekten werden über die Geschäftsleitung und den Einkauf mit Lieferanten und Zulieferern Sonderpreise ausgehandelt.

Preismodelle für die Projektrealisierung des Kiris und KFM-X werden parallel zur Entwicklung erarbeitet und schon heute mit Kunden kommuniziert.

Zur Ermittlung von Herstellungskosten von einzelnen Produkten wird - wie beschrieben - die Kostenrechnung weiter ausgebaut. Hierzu kommt seit diesem Geschäftsjahr ein BI-Tool zum Einsatz. Dies ermöglicht kurzfristig eine exakte Preiskalkulation gegenüber unseren Kunden.

Ausfallrisiken: Dem Risiko, dass Kundenforderungen nicht bezahlt werden können, begegnen wir durch die Einführung von eGecko, systemgesteuert durch ein individuelles Forderungsmanagement. Dabei stehen bei Großkunden außerhalb des kirchlichen Umfeldes, Bonitätsprüfungen am Anfang der Geschäftsbeziehung. Mit kirchlichen Großkunden, wie zum Beispiel unseren Gesellschaftern, werden offene Posten regelmäßig durch die kaufmännische Leitung erfolgreich besprochen. Durch Mahnläufe und über unsere Kundenbetreuung werden überfällige Forderungen identifiziert und diesen in Folge nachgegangen. Ebenso kann mittels BI-Tool eine umfangreiche Offene-Posten-Analyse vollzogen werden, die bereits erfolgreich in den Mahnprozess integriert ist. Bekannten Ausfallrisiken wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Liquiditätsrisiken / Risiken aus Zahlungsstromschwankungen: Eine optimierte Finanzdisposition durch die Gesellschaft wurde umgesetzt. Mittels BI-Tool werden mittelfristig Frühwarnsysteme aufgebaut, um Zahlungsstromschwankungen früher zu erkennen.

Risiken aus Finanzinstrumenten: Das Depotmanagement ist als regelmäßiger Bericht in der Gesellschafterversammlung, den Aufsichtsgremien unterstellt. Entsprechende Anlagerichtlinien wurden vom Aufsichtsrat beschlossen und umgesetzt.

Projektrisiken: Projekte werden durch ein Projektmanagement-Office eingerichtet und betreut. Hierzu wurde im Geschäftsjahr eine entsprechende Projektsoftware implementiert. Das Projektcontrolling arbeitet verstärkt mit dem Unternehmenscontrolling zusammen. Kernprojekte wie "Kiris" und "KFM-X", werden parallel durch die Geschäftsführung begleitet und verantwortet.

Personal- und Kompetenzrisiken: Grundsätzlich ist festzustellen, dass weiterhin ein Fachkräftemangel in der IT besteht, der direkte Auswirkungen auf Neueinstellungen und die Kundenzufriedenheit hat. Dem entgegnen wir nach wie vor mit der Beauftragung von Personaldienstleistern. Gegen die gestiegene Fluktuationsrate im Unternehmen, werden vermehrt Mitarbeitendengespräche und Personalbindungsmaßnahmen umgesetzt. Erste Erfolge sind in einer gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Fluktuationsrate bereits sichtbar.

Mit gezielten Weiterbildungsprogrammen werden Mitarbeitende ausgebildet und gefördert, um möglichen Know-How-Verlusten durch Renteneintritt und evtl. Kündigungen entgegenzutreten.

Mit einer gezielten, unternehmensweiten Wertekampagne wurden alle Mitarbeitende befragt und aufgefordert, "ihre ECKD" mitzubauen. Die Ergebnisse wurden verbindlich in einem "Wertekompass" niedergeschrieben und veröffentlicht.

 

Kassel, 11.06.2024

ECKD GmbH

Michael Otto, Geschäftsführer

Rudolf Müller, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.127.352,00 1.493.956,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 888.154,00 1.411.000,20
3. Geschäfts- oder Firmenwert 68.000,00 80.000,00
4. geleistete Anzahlungen 7.301.783,28 6.586.366,25
9.385.289,28 9.571.322,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 105.307,00 145.375,00
2. technische Anlagen und Maschinen
1.863.138,00 767.676,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 694.992,00 869.808,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.245,37 0,00
2.780.682,37 1.782.859,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 26.098,95 26.098,95
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 52.501,00 52.501,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
1.784.500,00 1.884.500,00
4. Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib 520,00 520,00
1.863.619,95 1.963.619,95
14.029.591,60 13.317.801,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.700,00 7.700,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.130.136,52 4.638.645,40
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.504.220,44 1.487.550,97
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.690.475,28 1.060.257,70
8.324.832,24 7.186.454,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.510.943,75 10.438.445,71
18.843.475,99 17.632.599,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.184.092,87 860.403,32
34.057.160,46 31.810.804,50

Passivseite

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.138.500,00 1.138.500,00
II. Kapitalrücklage
4.042.504,18 4.042.504,18
III. Bilanzgewinn
23.536.875,01 22.793.909,26
B. Rückstellungen 28.717.879,19 27.974.913,44
1. Steuerrückstellungen 3.822,17 0,00
2. sonstige Rückstellungen 1.319.341,92 1.156.267,38
1.323.164,09 1.156.267,38
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 35.000,00 35.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.221.968,32 804.562,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 50.377,65 16.442,55
4. sonstige Verbindlichkeiten 619.607,96 743.830,14
1.926.953,93 1.599.834,90
D. Rechnungsabgrenzungsposten
159.891,00 171.644,00
E. Passive latente Steuern
1.929.272,25 908.144,78
34.057.160,46 31.810.804,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 34.177.901,70 32.820.460,71
2. andere aktivierte Eigenleistungen 933.020,38 547.838,11
3. sonstige betriebliche Erträge 346.691,70 341.495,46
4. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 314.729,60 742.702,76
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.092.677,22 6.798.414,77
7.407.406,82 7.541.117,53
5. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 15.028.561,99 13.956.981,03
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.963.199,14 3.712.415,43
c. Gestellung Personal Nordkirche 67.372,08 67.310,08
19.059.133,21 17.736.706,54
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.137.989,36 2.155.887,49
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.357.942,11 4.284.133,71
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 18.555,60 14.895,60
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.046,03 7.145,43
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 296,94 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 768.722,22 245.040,08
12. Ergebnis nach Steuern 759.724,75 1.768.949,96
13. sonstige Steuern 1.899,00 3.645,00
14. Jahresüberschuss 757.825,75 1.765.304,96
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 22.793.909,26 21.043.464,30
16. Vorabgewinn Gesellschafter 14.860,00 14.860,00
17. Bilanzgewinn 23.536.875,01 22.793.909,26

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firma: ECKD GmbH
Sitz: Kassel
Registergericht: Kassel, HRB 19245

Der Jahresabschluss der ECKD GmbH, Kassel, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Dabei wurden auch die Bilanzierungsgrundsätze des § 42 GmbHG beachtet.

Gemäß § 267 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft als große Kapitalgesellschaft einzuordnen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Aktivseite

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Herstellungskosten bewertet und unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Im Geschäftsjahr wurde TEUR 676 Forschungszulage wertmindernd mit den Herstellkosten saldiert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das abnutzbare Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßig linearer Abschreibungen angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Bei dem im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 68,0 (i. VJ. TEUR 80,0) handelt es sich um den Wert des in 2014 durch Kauf übernommenen Teilbetriebes Zentrale Gehaltsabrechnungsstelle (ZGAST) der Firma "bbz Beihilfe- u. Bezüge-Zentrum GmbH", Bad Dürkheim. Dieser derivative Geschäfts- oder Firmenwert wurde zum Zeitpunkt der Übernahme mit den Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 180,0 aktiviert und wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben.

Die Ermittlung der Abschreibungen der Zugänge des Geschäftsjahres erfolgt pro rata temporis. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer basiert auf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis netto EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung voll als Betriebsausgaben gebucht. Selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten netto EUR 1.000,00 nicht übersteigen, werden in einem Sammelposten geführt und ab dem Jahr der Anschaffung gleichmäßig mit jeweils 1/5 abgeschrieben - sog. Poolabschreibung (§ 6 Abs. 2a EStG).

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In 2023 wurde keine Abschreibung auf Finanzanlagen auf dem niedrigeren Kurswert zum Stichtag 31.12.2023 durchgeführt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet und in 2023 fortgeführt.

Die Forderungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken wurden in Form einer Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Des Weiteren wurden die Forderungen um eine angemessene Pauschalwertberichtigung vermindert.

Die übrigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

2.2 Passivseite

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Passive latente Steuern resultieren aus der handelsrechtlichen Ausübung des Aktivierungswahlrechtes von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Steuerlich wurde das Aktivierungsverbot nach § 5 Abs. 2 EStG beachtet. Gegenüber dem Vorjahr wurde der Umfang der unter die Vorschrift des § 5 Abs. 2 EStG fallenden Kosten neu bewertet. Hieraus resultiert ein zusätzlicher latenter Steueraufwand i.H.v. TEUR 1.173,1. Die Vorjahreswerte der Bilanz wurden nicht angepasst. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte zudem eine Saldierung mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträgen. Bei der Berechnung der passiven latenten Steuern, wird ein Steuersatz von 31,4 % zugrunde gelegt. Die Höhe der latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:

Sachverhalt Betrag Steuersatz Gesamt Art
Verlustvorträge -
Körperschaftsteuer 1.584.082,98 15,83% 250.681,13 aktive Latenz
Gewerbesteuer 1.970.512,67 15,61% 307.578,37 aktive Latenz
HGB-Ansatz selbstgeschaffene immat. VG - 7.913.493,49 31,43% - 2.487.531,75 passive Latenz
Saldo - 1.929.272,25 passive Latenz

3. Erläuterungen zu Posten der Bilanz

3.1 Aktivseite

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen mit ihren historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen, ist in einem Anlagespiegel dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang).

Finanzanlagen

Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB:

Anteil zum 31.12.2023 Prozentsatz Eigenkapital Jahresergebnis
% EUR EUR
Kirchliche Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft für EDV mbH (KIBEG), Frankfurt 32,26 183.476 * -439

* Stand 31. Dezember 2022

Bei den Finanzanlagen werden, unter "Beteiligungen", die Beteiligung an der KIBEG GmbH in Höhe von TEUR 26,1 (i. VJ. TEUR 26,1) ausgewiesen.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ein Gesellschafterdarlehen an der KIBEG GmbH i. H. v. TEUR 52,5 (i. VJ. TEUR 52,5).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.130,1 (i. VJ. TEUR 4.638,6) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.504,2 (i. VJ. 1.487,6) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 283,9 (i. VJ. TEUR 296,5) für Mietkautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Alle anderen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.2. Passivseite

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 22.793.909,26 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, Gewährleistungsverpflichtungen, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Aufbewahrungsverpflichtungen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 35,0 (i. VJ. TEUR 35,0) bestehen haupts. aus Anzahlungen für die Presbyteriumswahl der Evangelischen Kirche im Rheinland im Jahr 2024.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 1.222,0 (i. VJ. TEUR 804,6) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Gegenüber Gesellschaftern bestehen weitere Verbindlichkeiten aus der vertraglich vereinbarten Vorabgewinnausschüttung. Diese betrugen 2023 TEUR 14,9 (i. VJ. TEUR 14,9).

Sämtliche Verbindlichkeiten TEUR 1.927,0 (i. VJ. 1.599,8 TEUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Nach § 246 Abs. 2 HGB wurden Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen mit den entsprechenden Verpflichtungen saldiert (Anschaffungskosten 63,5 TEUR; beizulegender Wert: 61,6 TEUR). Ebenso wurde mit Erträgen und Aufwendungen aus der Abzinsung der Verpflichtungen und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren.

4. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Umsatzerlöse 2023 2022
EUR EUR
IT-Erlöse 14.339.878 13.519.664
Personalwesen 9.115.537 8.480.709
Meldewesen 5.702.553 6.232.163
Finanzwesen 4.171.656 4.025.520
ETZ 754.364 470.537
Sonstige Umsatzerlöse 93.913 91.867
Summe 34.117.901 32.820.460

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 84,7 enthalten (i. Vj. TEUR 139,0).

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.121,7 (i. VJ. TEUR 1.011,4) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 133,6 enthalten (i. Vj. TEUR 66,5).

Die Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Zinserträge aus Wertpapieren und Bausparguthaben in Höhe von TEUR 33,6 (i. VJ. TEUR 22,0).

5. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

6. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 757.825,75 ab. Unter Beachtung einer vertraglich vereinbarten Vorabgewinnausschüttung für Gesellschafter i. H. v. TEUR 14,9 (i. VJ. TEUR 14,9), ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 23.536.875,01. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Ergänzende Erläuterungen

7.1. Geschäftsführer

Geschäftsführer sind:

Herr Rudolf Müller, Erkelenz

Herr Michael Otto, Fuldabrück

Vorschüsse und Kredite im Sinne von § 285 Nr. 9c HGB wurden nicht gewährt.

7.2 Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2023 gehörten dem Aufsichtsrat der ECKD GmbH an:

Herr Oberkonsistorialrat Dr. Martin Richter (Vorsitzender),

Jurist, Leiter der Abteilung 1 des Konsistoriums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz, Berlin;

Frau Oberkirchenrätin Andrea Niemeyer (Stellv. Vorsitzende),

Referentin für Betriebswirtschaft, IT und Statistik, im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hannover;

Dr. Martin Böckel (bis 14.09.2023),

Direktor Erzbistum Köln, Generalvikariat, Hauptabteilung Verwaltung, Köln;

Herr Kirchenverwaltungsdirektor Armin Fuhrmann (bis 23.01.2024),

Leiter Haupt- und Personalabteilung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Rotenburg a. d. Fulda;

Kirchenverwaltungsdirektor Jörn Kring (ab 24.01.2024),

Leiter des Amtes für Revision und des Referats "Gemeinsame Kirchenverwaltung" im Landeskirchenamt in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Ahnatal;

Herr Lars Karrock,

Dipl.-Betriebswirt, Dezernat 4 - Organisation, Bau und Liegenschaften, Referat Organisation und Informationstechnologie in der Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Darmstadt;

Frau Andrea Kemmer (bis 19.07.2023),

Generalbevollmächtigtes Vorstandsmitglied, Verantwortung für Direktion Business Development & Operations der Evangelischen Bank, Kassel;

Herr Olaf Kreuzberg, (ab 20.07.2023),

Generalbevollmächtigtes Mitglied des Vorstands, Direktionen für Unternehmenssteuerung & Finanzen, Business Development & Operations, Operations und Marktfolge bei der Evangelischen Bank, Gütersloh;

Herr Thorsten Kock,

Strategisches Controlling und Leitung der Abteilung EDV des Landeskirchenamtes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Dänischenhagen;

Frau Leila Summa,

Geschäftsführerin der Play to Change GmbH, Hamburg

Oberkirchenrat Martin Wollinsky,

Jurist, Leiter des Finanzreferates im Evangelischen Oberkirchenrat der badischen Landeskirche, Karlsruhe.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden in 2023 Vergütungen für die geleisteten Tätigkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 13,2 (i. VJ. TEUR 28,1) gewährt. Vorschüsse und Kredite bestehen nicht.

Gesellschafter:

Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Paulusplatz 1, 64285 Darmstadt

Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, Dänische Straße 21, 24103 Kiel

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Georgenkirchstraße 69/70, 10249 Berlin

Evangelische Kirche in Deutschland, Herrenhäuserstraße 12, 30419 Hannover

Evangelische Bank e.G. Kassel, Ständeplatz 19, 34117 Kassel

7.3. Mitarbeitende

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug durchschnittlich 295 (i. VJ. 292). Die Arbeitnehmerstruktur zum Bilanzstichtag sieht wie folgt aus:

Mitarbeitende 2023 2022
Männlich 183 176
Weiblich 112 116
Gesamt 295 292

7.4. Angaben gemäß § 268 Abs. 8 HGB (ausschüttungsgesperrte Beträge)

Der Gesamtbetrag der aktivierten Entwicklungskosten beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 7.301,8 (i. VJ. 4.832,2 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 715,4 (i. VJ TEUR 547,9) aktiviert.

Der ausschüttungsgesperrte Betrag ergibt sich aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, unter Berücksichtigung der darauf gebildeten passiven Steuern:

Angaben gemäß § 268 Abs. 8 HGB 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 7.913,2 2.870,2
Passive latente Steuern -2.487,5 -908,4
Summe 5.426,0 1.961,8

Es wurde ein Steuersatz von 31,4 % (i. Vj. 31,6 %) zugrunde gelegt.

7.5. Treuhandvermögen

Die ECKD GmbH übernimmt teilweise den Zahlungsverkehr von Kunden gegenüber Dritten. Die eingezogenen Gelder werden als Bankguthaben unter den "Guthaben bei Kreditinstituten" ausgewiesen mit einem korrespondieren Ausweis der Verbindlichkeit gegenüber den Kunden unter den "Sonstigen Verbindlichkeiten" bis zur Zahlung an Dritte.

Für diverse Kunden der ZGASt bestehen Treuhandvereinbarungen. Das Treuhandvermögen (Konto 204 0000 30) zum Bilanzstichtag beträgt TEUR -55,6 (i. Vj. TEUR 147,2). Diesem stehen Treuhandverpflichtungen in gleichlautender Höhe gegenüber.

Mit einem weiteren Kunden besteht eine explizite Treuhandvereinbarung (Evangelische Kirche im Rheinland, Konto 104 0000 30). Dieses Treuhandkonto läuft außerhalb der Bilanz und hat zum Stichtag 31. Dezember 2023 einen Saldo in Höhe von TEUR 7,2 (i. VJ. TEUR 7,2). Diesem stehen Treuhandverpflichtungen in gleichlautender Höhe gegenüber.

7.6. Abschlussprüferhonorar

Für den Abschlussprüfer wurden für das Geschäftsjahr EUR 14.500 als Honorar im Aufwand erfasst. Das Honorar betrifft ausschließlich die Abschlussprüfungsleistungen.

7.7. Angaben über sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 11.374,2 (Vorjahr TEUR 4.561,6).

 

Kassel, 11. Juni 2024

ECKD GmbH

gez. Rudolf Müller, Geschäftsführer

gez. Michael Otto, Geschäftsführer

Hinweis: Der vorstehende Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 08.07.2024 festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte u.ähnl.Rechte und und Werte 2.197.147,05 0,00 296.703,35 1.900.443,70
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.586.544,59 614.360,36 7.385.499,70 6.815.405,25
3. Geschäfts- oder Firmenwert 180.000,00 0,00 0,00 180.000,00
4. Geleistete Anzahlungen 6.586.366,25 1.348.930,33 0,00 7.935.296,58
22.550.057,89 1.963.290,69 7.682.203,05 16.831.145,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 435.322,46 15.161,63 113.642,17 336.841,92
2. Technische Anlagen 6.266.319,65 1.649.395,72 1.284.355,02 6.631.360,35
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.473.938,37 206.162,35 1.227.992,08 3.452.108,64
4. Anlagen im Bau, geleistete Anzahlungen 0,00 117.245,37 117.245,37
11.175.580,48 1.987.965,07 2.625.989,27 10.537.556,28
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 26.098,95 0,00 0,00 26.098,95
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 52.501,00 0,00 0,00 52.501,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.904.900,00 0,00 100.000,00 1.804.900,00
4. Genossenschaftsanteile zum langfristigem Verbleib 520,00 0,00 0,00 520,00
1.984.019,95 0,00 100.000,00 1.884.019,95
35.709.658,32 3.951.255,76 10.408.192,32 29.252.721,76
Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang Abgänge Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte u.ähnl.Rechte und und Werte 703.191,05 366.602,00 296.701,35 773.091,70
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.175.544,39 1.136.974,36 7.385.267,50 5.927.251,25
3. Geschäfts- oder Firmenwert 100.000,00 12.000,00 0,00 112.000,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 633.513,30 0,00 633.513,30
12.978.735,44 2.149.089,66 7.681.968,85 7.445.856,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 289.947,46 55.216,63 113.629,17 231.534,92
2. Technische Anlagen 5.498.643,65 553.813,72 1.284.235,02 4.768.222,35
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.604.130,37 379.869,35 1.226.883,08 2.757.116,64
4. Anlagen im Bau, geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.392.721,48 988.899,70 2.624.747,27 7.756.873,91
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 20.400,00 0,00 0,00 20.400,00
4. Genossenschaftsanteile zum langfristigem Verbleib 0,00 0,00 0,00 0,00
20.400,00 0,00 0,00 20.400,00
22.391.856,92 3.137.989,36 10.306.716,12 15.223.130,16
Buchwert Buchwert
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte u.ähnl.Rechte und und Werte 1.127.352,00 1.493.956,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 888.154,00 2.329.106,20
3. Geschäfts- oder Firmenwert 68.000,00 80.000,00
4. Geleistete Anzahlungen 7.301.783,28 3.148.801,63
9.385.289,28 9.571.322,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 105.307,00 145.375,00
2. Technische Anlagen 1.863.138,00 767.676,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 694.992,00 869.808,00
4. Anlagen im Bau, geleistete Anzahlungen 117.245,37 0,00
2.780.682,37 1.782.859,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 26.098,95 26.098,95
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 52.501,00 52.501,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.784.500,00 1.884.500,00
4. Genossenschaftsanteile zum langfristigem Verbleib 520,00 520,00
1.863.619,95 1.963.619,95
14.029.591,60 13.317.801,40

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ECKD GmbH, Kassel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ECKD GmbH, Kassel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ECKD GmbH, Kassel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, den 11. Juni 2024

Muth & Co. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. Lukas Geiger, Wirtschaftsprüfer

gez. Marco Bug, Wirtschaftsprüfer

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