Mirka Abrasives Germany GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Schleifkörpern und Schleifmitteln auf Unterlage
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcus Mirbach seit 19.2.2026 | Prokura |
Stefan Mikael Sjoeberg seit 22.5.2014 | Geschäftsführer |
Ute Boldewin seit 1.7.2013 | Prokura |
Theo Sakalis seit 1.7.2008 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mirka GmbHSulzbach (Taunus)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens [1] 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Mirka GmbH Mirka GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des finnischen Unternehmens Mirka Ltd. Mirka GmbH konzentrieren sich auf die Vermarktung von Schleifmitteln, Schleifmaschinen, Polituren und verwandten Produkten in Deutschland, Österreich und Schweiz. Zu unseren Kunden zählen Groß- und Fachhandels-Unternehmen, Industrie Kunden, Farben- und Lackhersteller sowie OEM und AOEM-Kunden. Mirka GmbH ist die größte Tochtergesellschaft in Europa und ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Organisationsform ist in vier Bereiche gegliedert: Marketing, Vertrieb, Kundenservice & Logistik sowie Controlling und somit für die Zukunft optimal aufgestellt. Alle Bereiche berichten direkt an die Geschäftsführung. 2. Forschung und Entwicklung (F+E) Eine eigene F&E-Abteilung in Deutschland gibt es nicht. Unsere Forschung und Entwicklung Abteilung ist zentral in Finnland angesiedelt. Die F&E-Abteilung befindet sich in unserem finnischen Hauptsitz, wo wir uns auf die Entwicklung innovativer Produkte für die Oberflächenbearbeitung fokussieren. Aktuell sind dort mehr als 160 Mitarbeiter tätig. Zudem arbeiten wir eng mit der lokalen Vertriebs- und Marketingabteilung zusammen. Unser innovatives Schleifsortiment wird kontinuierlich weiterentwickelt. In den letzten Jahren haben wir es erfolgreich um Polituren, Folienschleif-Produkte sowie moderne Schleifmaschinen erweitert, die sich durch neue Technologien und patentierte Innovationen klar vom Wettbewerb abheben. Dadurch können wir unseren Kunden perfekt abgestimmte Schleifsysteme anbieten - von der Maschine über das Schleifmittel bis hin zum Zubehör. II. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Die deutsche Wirtschaft befindet sich derzeit in einer herausfordernden Phase. Eine anhaltende konjunkturelle Schwäche geht mit abnehmenden Wachstumsimpulsen einher. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist derzeit durch das Zusammenspiel von konjunkturellen und strukturellen Faktoren geprägt. Dennoch wird für das Frühjahr eine allmähliche Erholung erwartet, auch wenn diese möglicherweise nicht die volle Dynamik erreicht. Aktuell liegt die Wirtschaftsleistung auf einem Niveau, das nur geringfügig über dem vor der Pandemie liegt. Seitdem stagniert die Produktivität, und die inzwischen um über 600.000 gestiegene Zahl der Erwerbstätigen gleicht im Wesentlichen die verringerte durchschnittlich geleistete Arbeitszeit aus. Dabei spielt auch der weiterhin erhöhte Krankenstand eine Rolle. Das von den Instituten im vergangenen Herbst erwartete Anziehen der Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr blieb zwar aus, aber der private Konsum hat sich als leichte Stütze erwiesen. Insgesamt gab es sowohl im In- als auch im Ausland mehr Gegen- als Rückenwind. So gingen die deutschen Exporte zurück, obwohl die weltwirtschaftliche Aktivität insgesamt zugenommen hat. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Nachfrage nach Investitions- und Vorleistungsgütern, die für deutsche Exportunternehmen wichtig ist, schwach blieb. Vor allem bei energieintensiven Gütern hat die preisliche Wettbewerbsfähigkeit gelitten, und Teile der Produktion wurden ins Ausland verlagert. Die Institute gehen jedoch weiterhin davon aus, dass sich das Verhältnis von Welthandel und Weltproduktion allmählich normalisiert. Mit einer verstärkten Synchronisation der globalen Wirtschaft könnten sich auch die Absatzchancen für deutsche Exporteure, insbesondere in den für sie wichtigen Güterkategorien, verbessern. Diese positiven Impulse für die Konjunktur werden jedoch voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte spürbar sein. Während in diesem Jahr konsumbezogene Auftriebskräfte dominieren, die auch durch einen robusten Arbeitsmarkt unterstützt werden, dürfte im kommenden Jahr das Auslandsgeschäft die Konjunktur stärker vorantreiben. Insgesamt haben die Institute ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr im Vergleich zu ihrem Herbstgutachten um 1,2%-Punkte nach unten korrigiert und erwarten nun ein Wachstum von 0,1%. Die Prognose für das kommende Jahr bleibt mit 1,4% weitgehend unverändert (eine geringfügige Reduktion um 0,1%-Punkte), was jedoch mit einem um über EUR 30 Mrd. geringeren Volumen der Wirtschaftsleistung einhergeht. Die Phase sehr hoher Inflationsraten hat ihren Höhepunkt Mitte 2023 überschritten. Mit rückläufigen Preisen für Energierohstoffe wird die Inflation im Prognosezeitraum (2024 bis 2025) vor allem durch den inländischen Preisauftrieb bestimmt. Zudem wirken sich steuerliche Änderungen (Umsatzsteuer auf Gas und in der Gastronomie, CO 2 -Abgabe) und der Wegfall von Subventionen (Netzentgelte, Energiepreisbremsen) preiserhöhend aus. Die Institute erwarten insgesamt einen Anstieg der Verbraucherpreise um 2,3% im laufenden Jahr und um 1,8% im kommenden Jahr. Bereinigt um den dämpfenden Effekt der Energiepreise ergeben sich Kerninflationsraten von 2,8% (2024) und 2,3% (2025). Als wesentliche Risiken werden geopolitische Spannungen, anhaltend hohe Inflation sowie Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Transformationsprozess zur Dekarbonisierung genannt. Quellenangabe: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2024 2. Branchenentwicklung Die Automobilindustrie, und auch ihre Zulieferer stehen vor einer Reihe bedeutender Herausforderungen. Die Einführung des WLTP-Prüfverfahrens sowie die technologischen Trends zur Digitalisierung, Elektrifizierung und Autonomisierung der Fahrzeuge haben zu erheblichen Absatzproblemen bei den deutschen Herstellern geführt, was auch den Automobilsektor der Mirka GmbH spürbar belastet. Ab 2020 kamen zusätzliche Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie hinzu. Produktionsstätten der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer wurden zeitweise stillgelegt, und Autohäuser mussten schließen. Im Jahr 2021 wurden Liefer- und Versorgungsketten erheblich gestört, da die Produktion unter Einschränkungen stattfand, während die weltweite Nachfrage stark anstieg. Im Jahr 2022 verbesserte sich die Liefersituation bei Zuliefererkomponenten zwar etwas, aber die Produktionsmengen blieben deutlich hinter der aufgestauten Nachfrage zurück. Besonders der Mangel an Halbleitern führte dazu, dass die wenigen verfügbaren Komponenten vorwiegend in Premium-Modelle statt in weniger margenträchtige Volumenmodelle verbaut wurden. Im Jahr 2023 setzte sich der Erholungsprozess fort, jedoch bleibt die Branche weiterhin unter Druck. Zwar normalisierten sich die Lieferketten allmählich, doch die steigenden Kosten für Rohstoffe und Energie sowie die Herausforderungen bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge erschweren weiterhin den Weg zu einer vollständigen Erholung. Die Nachfrage nach Premium-Modellen bleibt stabil, während das Volumensegment weiterhin von den Belastungen durch hohe Preise und unsichere Konsumentenstimmung betroffen ist. Die durch Lockdowns und Homeoffice stark reduzierte Mobilität führte zu einem Rückgang von Reparaturen, was sich negativ auf die Umsätze im Automotive-Bereich auswirkte. Die Umsätze konnten sich zwar 2021 und 2022 teilweise erholen, aber das Niveau von vor der Pandemie wurde noch nicht vollständig erreicht. Die Auslastung der Werkstätten hat sich im Laufe des Jahres 2023 weiter stabilisiert und liegt nun wieder nahe dem Vor-Corona-Niveau. Das Segment der Holzhandwerker und Maler steht 2023 weiterhin vor wachsenden Herausforderungen. Neben den anhaltend steigenden Materialpreisen belasten die seit 2022 stark anziehenden Zinsen das Geschäft weiterhin. Dies führte zu einem Rückgang der Neubauprojekte um etwa 26,0% im Vergleich zu 2022. Auch die Aussichten für die kommenden Jahre sind aufgrund der weiter steigenden Zinsen und der fehlenden Förderung von Neubauten wenig optimistisch. Mirka wird sich daher verstärkt auf die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien und die Ausweitung der Distribution konzentrieren, um Marktanteile zu gewinnen. Im Holzsegment liegt der Fokus weiterhin auf hochwertigen Möbelschreinern, die vom Konjunkturrückgang weniger stark betroffen sind. Das Ziel, uns kontinuierlich positiv zu entwickeln, konnten wir den widrigen Marktbedingungen zum Trotz, auch im Jahr 2023 fortsetzen. Insgesamt ist es Mirka im Jahr 2023 gelungen eine Preissteigerung am Markt durchzusetzen. 3. Geschäftsverlauf Unsere positive Ertragslage ist das Ergebnis einer erfolgreichen Vermarktungs- und Preisstrategie sowie dem außergewöhnlichen Engagement unserer Mitarbeiter. Der Automotive-Sektor, insbesondere der Bereich ART (Auto Refinish and Trade), erweist sich dank unserer starken Marktpräsenz als Säule für eine stabile Umsatzentwicklung. Die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern trägt zusätzlich zu diesem Erfolg bei. Der Maler-Bereich verzeichnete ebenfalls eine erfreuliche Entwicklung, begünstigt durch die Einführung neuer Produkte und die Gewinnung neuer Kunden. Jedoch konnten die für das Jahr 2023 prognostizierten Umsätze nicht erreicht werden. Im Industriebereich konnten wir durch eine gezielte Umstrukturierung im Unternehmen stabile Ergebnisse erzielen und den Umsatz weiter steigern. Er bleibt jedoch hinter den von uns für das Jahr 2023 gesteckten Zielen zurück. Die für das Jahr 2023 geplanten Ziele wurden nicht erreicht. Der im Jahr 2023 realisierte Umsatz liegt um -7,5% unter dem prognostizierten Wert in Höhe von TEUR 64.000, was insbesondere auf den Umsatzrückgang im Holzbereich (Woold-Sektor) zurückzuführen ist, welcher bei Erstellung der Vorjahresprognose nicht erkennbar war. Das Ziel das Jahr 2023 mit einer Umsatzrendite gemessen am EBIT in Höhe von 3,6% abzuschließen konnten wir mit 3,5% (im Vorjahr 2,8%) nahezu erreichen. Angesichts der wirtschaftlichen Lage in Deutschland ist die Geschäftsleitung mit dem erzielten Ergebnis zufrieden. 4. Lage a. Ertragslage Wir konnten den im Jahresabschluss ausgewiesenen Umsatz auch im Jahr 2023 steigern. Nach einem bemerkenswerten Wachstum von +11,8% im Vorjahr, konnten wir den Umsatz im Jahr 2023 um weitere +2,7% steigern. Durch eine erfolgreiche Preisanpassung im Frühjahr um +6,2% haben wir auf die Inflation reagiert und unsere Position am Markt gestärkt. Im ersten Quartal des Jahres 2023 konnten wir unsere Planziele erreichen. Allerdings stellte sich das Jahr insgesamt als herausfordernd dar. Während der Holzbereich (Wood-Sektor) hinter unseren Erwartungen zurückblieb, konnten wir in allen anderen Sektoren den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern. Insbesondere die Sektoren Transport und Industrie profitierten von den Lieferengpässen im Vorjahr und trugen positiv zur Umsatzentwicklung bei. Der Onlinehandel erlebte aufgrund einer nachlassenden Nachfrage eine Abschwächung, da die außerordentlich positiven Jahre während der Pandemie zu Ende gingen. Zusätzlich wurde die Nachfrage durch den Rückgang bei Neubauten und die stark gestiegenen Baukosten beeinflusst. Der Wareneinsatz stieg im Vergleich zu 2022 leicht um 1,1% an. Der Personalaufwand im Jahr 2023 erhöhte sich um 5,8% gegenüber dem Vorjahr, was auf Gehaltsanpassungen zurückzuführen ist. Messen fanden 2023 wieder statt und wurden erfolgreich zur Kontaktaufnahme und zur Vorstellung neuer Produkte genutzt. Die Nachfrage blieb dabei allerdings hinter den Erwartungen zurück. b. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten betragen 44,6% (im Vorjahr 34,5%) der Bilanzsumme. Gegenüber dem Vorjahr sind sie stichtagsbedingt um 53,3% angestiegen. Sämtliche Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. c. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft befindet sich weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Die Bilanzsumme hat sich um +18,6% (TEUR 1.226) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Hierzu haben auf der Aktiv-Seite insbesondere der um TEUR 1.487 erhöter Finanzmittelbestand beigetragen, dem TEUR 336 niedrigere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände entgegenstehen. Die Erhöhung der flüssigen Mittel ist auf eine zurückhaltende Dividendenpolitik zurückzuführen. Die Verminderung der Forderungen wurde durch das Forderungsmanagement ermöglicht. Die Erhöhung der Bilanzsumme zeigt sich auf der Passivseite insbesondere in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 2.460, im Vorjahr TEUR 902) aus Warenlieferungen. Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 203 ist weiterhin vollständig durch Eigenkapital (TEUR 964) gedeckt. Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer um +18,6% höheren Bilanzsumme und einer Ausschüttung, von 22,3% auf 12,2% vermindert. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung nutzen wir ein umfassendes Kennzahlensystem, dass in einer Balanced Scorecard (BSC) zusammengefasst wird. Dieses System geht weit über herkömmliche Instrumente wie Umsatzentwicklung und Deckungsbeitrag hinaus. Die Umsatzrendite berechnen wir anhand des EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, während der Cashflow aus der Summe von Jahresergebnis, Abschreibungen und der Dotierung (bzw. Auflösung) langfristiger Rückstellungen ermittelt wird. 6. Gesamtaussage Das Unternehmen verfügt insgesamt über eine stabile Finanz- und Vermögensstruktur sowie eine zufriedenstellende Ertragslage. Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen bleibt unsere wirtschaftliche Lage insgesamt stabil und gut. III. Prognosebericht Wir werden unsere strategische Ausrichtung beibehalten und planen keine Änderungen in der Geschäftspolitik. Zukünftig werden wir verstärkt in die digitale Transformation unserer Geschäftsprozesse investieren. Die Mirka-Gruppe hat eine Plattform entwickelt, um die Verkaufsniederlassungen schrittweise zu digitalisieren, sodass wesentliche Geschäfts- und Verwaltungsprozesse nahezu vollständig digital abgebildet werden. Dabei werden sukzessive folgende Bereiche digitalisiert:
Die Digitalisierung wurde auch 2023 weiter vorangetrieben. Wir haben das Training unserer Mitarbeiter, Händler und Kunden in digitalen Prozessen und Anwendungen intensiviert. Neue Produkte bleiben ein zentraler Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf Maschinen, Schleifmitteln auf verschiedenen Unterlagen sowie der Umstellung auf umweltfreundliche Produkte. Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Mirka GmbH einen Gesamtumsatz zwischen TEUR 56.000 und TEUR 59.000 bei einer Umsatzrendite gemessen am EBIT von 2,4 % zu realisieren. Hierbei wurden die aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten berücksichtigen. Auch in Zukunft werden wir unseren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Unser Risikomanagement konzentriert sich auf die Optimierung von Planungs-, Geschäfts- und Vertriebsprozessen sowie die effektive Nutzung von Marktchancen. Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei den jeweiligen Bereichsverantwortlichen, die vom internen Controlling und der Konzernzentrale überwacht werden. Die Geschäftsleitung wird kontinuierlich und frühzeitig über alle wesentlichen Risiken informiert. Zudem führen wir regelmäßige Kontrollen und Berichte durch, um die Entwicklung relevanter Finanz- und Umsatzkennzahlen intern zu überwachen. Unternehmerische Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder das Erreichen zentraler Ziele gefährden könnten, werden direkt von der Geschäftsführung kontrolliert. Aktuell identifizieren wir folgende Risiken: Branchenspezifische Risiken: Die Mirka GmbH ist abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung in den Bereichen Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau sowie dem Autoreparaturmarkt. Risiken bestehen insbesondere bei Kunden, die stark vom Export und der Konjunktur abhängig sind. Ein potenzieller Nachfragerückgang in diesen Bereichen könnte sich negativ auf unseren Umsatz und unser Ergebnis auswirken. Ertragsorientierte Risiken: Die Wettbewerbssituation verschärft sich, da der Markt für Schleifmittel in den letzten Jahren kaum gewachsen ist. Der verstärkte Wettbewerb und damit verbundene Preisnachlässe üben Druck auf unser Ergebnis aus. Dennoch sind wir zuversichtlich, unseren Marktanteil durch Innovationen, aktive Marktbearbeitung, neue Produkte und die Erschließung neuer Vertriebssektoren weiter ausbauen zu können. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens minimiert derzeit das Risiko von Liquiditätsengpässen. Allerdings erwarten wir Preisschwankungen, insbesondere bei Rohstoffen und Energie, die die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, die Nachfrage nach unseren Produkten und die Umsatzrendite der Mirka GmbH negativ beeinflussen könnten. 2. Chancenbericht Neue Schleifmittel, Maschinen und Zubehör erweitern unser Produktsortiment und eröffnen uns neue Chancen, in zusätzlichen Marktsegmenten aktiv zu werden. Mit dieser erweiterten Produktpalette können wir zudem unsere Marktdurchdringung steigern. Dem wachsenden Wettbewerb begegnen wir mit Erfahrung, geschulten Mitarbeitern, Innovationen, Lieferzuverlässigkeit, Service und Qualität. Auch der Ausbau in die Präzisionsschleifindustrie bietet Umsatzpotenziale. 3. Gesamtaussage Risiken sind immer vorhanden, und derzeit sind sie insbesondere durch die schwache Nachfrage und Lieferkettenprobleme sowie den Konflikt in der Ukraine verstärkt. Die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe, Dienstleistungen und insbesondere Energie (für Rohöl, Gas und Strom) sind auf einem Niveau, das seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde. Diese Entwicklungen könnten erheblichen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Exports haben, was sich sowohl bei unseren Kunden als auch bei uns negativ auswirken könnte. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind jedoch derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind weiterhin die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Großteil der Kunden und damit eine hohe Loyalität sowie ein wirksames Frühwarnsystem. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und in seltenen Fällen über die Kreditlinien verschiedener Banken. Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Sulzbach (Taunus), den 2. Dezember 2024 gez. Stefan Mikael Sjöberg gez. Theodoros Sakalis [1] Lageberichtsfremder Bestandteil, der nicht Prüfungsgegenstand ist (IDW PS 350 n.F.) BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Die Mirka GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB für die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (§ 285 Nr. 4 HGB) sowie die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) in Anspruch genommen. Die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) HGB sind mit Hinweis auf die Schutzklausel (§ 286 Abs. 4 HGB) nicht erforderlich. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir Angaben, die in der Bilanz bzw. in der Gewinn- oder Verlustrechnung gemacht werden können, in der Regel im Anhang aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 2 und 4 Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren) bilanziert. Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Sofern bei den Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die nicht wertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet, die nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendig sind. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Ansonsten werden Vermögensgegenstände in fremder Währung mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. mit dem niedrigeren Stichtagskurs sowie Verbindlichkeiten mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Stichtagskurs umgerechnet. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Einzelnen im Anlagenspiegel (Anlage III a) dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. Sämtliche und im Einzelnen ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind binnen Jahresfrist fällig. Hier werden auch Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 131.327,67 (Vorjahr EUR 168.049,66) aus Lieferungen und Leistungen, ausgewiesen. Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und wird vollständig von der Mirka Ltd. (Limited bzw. haftungsbeschränkte, nicht öffentliche Kapitalgesellschaft), Jepua/Finnland gehalten. Die Steuerrückstellungen wurden für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer gebildet. Sie betreffen jeweils den aktuellen Veranlagungszeitraum sowie Anpassungen für Vorjahre aufgrund einer Betriebsprüfung. Die sonstigen Rückstellungen wurden nach § 249 Abs. 1 HGB für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten gebildet. Sämtliche im Einzelnen ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind binnen Jahresfrist fällig. Hier werden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.459.709,33 (Vorjahr EUR 901.647,57) ausgewiesen. Diese resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG auszuweisenden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen zum Bilanzstichtag EUR 2.440.374,40 (Vorjahr EUR 860.632,12). Sie werden unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 835.637,82 (Vorjahr EUR 859.538,43) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 102.620,05 (Vorjahr EUR 61.362,95). Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte: Der Nutzung des Fuhrparks liegen am Bilanzstichtag 64 (Vorjahr: 63) Operating Leasingverträge zugrunde. Diese Vorgehensweise trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Leasingverträge führen zu einem jährlichen Aufwand von TEUR 474 (Gesamtverpflichtung TEUR 1.439; Restverpflichtung TEUR 711); sie haben noch Restlaufzeiten zwischen 1 und 35 Monaten und belasten in diesem Zeitraum die Liquidität der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag für das Grundstück in Sulzbach in Höhe von TEUR 1.071; davon werden TEUR 132 innerhalb eines Jahres fällig. Der Vertrag hat noch eine Restlaufzeit von 97 Monaten. Für Verpflichtungen aus dem Mietvertrag hat sich die Gesellschaft gegenüber dem Vermieter in Höhe von TEUR 44 verbürgt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr TEUR 22) enthalten. Diese betreffen, wie im Vorjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 24 für eine Nachzahlungen an die Dt. Rentenversicherung enthalten. Die Personalaufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 123; insgesamt EUR 42.462,33 (Vorjahr EUR 38.257,10) betreffen Altersversorgung. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 726 enthalten. Von den sonstigen Steuern sind TEUR 15 periodenfremd. V. Sonstige Angaben 1. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren 83 (im Vorjahr 83) Mitarbeiter beschäftigt. 2. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch die Herren Stefan Mikael Sjoeberg, Managing Director, Jakobstad / Finnland Theodoros Sakalis, Managing Director, Bad Soden am Taunus Thomas Marniok, Managing Director, Hochheim am Main (bis zum 10. August 2023) Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. 3. Herr Sjoeberg hat keinen Anstellungsvertrag bei der Mirka GmbH. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung ist daher gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht erforderlich, da sich hierdurch die Bezüge eines einzelnen Mitglieds des Geschäftsführungsorgans feststellen ließe. 4. Die KWH Group Ltd S.A.S., Vaasa, Finnland, stellt als Konzernobergesellschaft einen Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Mirka GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft erhältlich. 5. Alle Geschäfte mit verbundenen Unternehmen oder nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB, IAS 24) werden grundsätzlich gemäß den geltenden Konzernbilanzierungsvorschriften zu marktüblichen Bedingungen und unter Beachtung eines Fremdvergleichs (Dealing at Arm`s Length-Prinzip) geschlossen. 6. Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird mit Hinweis auf § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet. 7. Unterschriften der Geschäftsführer
Sulzbach (Taunus), den 2. Dezember 2024 gez. Stefan Mikael Sjoeberg gez. Theodoros Sakalis
Angabe zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12. Dezember 2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mirka GmbH, Sulzbach (Taunus) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mirka GmbH, Sulzbach (Taunus) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mirka GmbH, Sulzbach (Taunus) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die als ungeprüft gekennzeichneten, inhaltlich nicht geprüften Bestandteile des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Offenbach am Main, den 2. Dezember 2024 Haackschubert GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Hartmut W. Schubert, Wirtschaftsprüfer gez. Markus Keiner, Wirtschaftsprüfer |
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