PharmaLex MEP 2020 GP UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tommy Bramley seit 22.8.2025 | Prokura |
Axel Mährländer seit 6.1.2025 | Geschäftsführer |
Beth Anderson seit 6.9.2024 | Prokura |
Jacek Mazurkiewicz seit 10.5.2023 | Geschäftsführer |
Christopher Gauglitz seit 10.5.2023 | Geschäftsführer |
Floriana Monica Dr. Buchberger seit 6.3.2023 | Prokura |
Katharina Dr. Rönnpagel seit 6.3.2023 | Prokura |
Silke Gleichner seit 5.8.2022 | Prokura |
Constanze Dr. Burkhardt seit 22.9.2020 | Prokura |
Ursula Dr. Schickel seit 31.10.2018 | Prokura |
Eva Mariam Keck seit 31.10.2018 | Prokura |
Timm Pauli seit 31.10.2018 | Prokura |
Caren Ingrid Martini seit 22.6.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PharmaLex GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PharmaLex GmbHBad Homburg v. d. HöheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.09.2023Inhaltsverzeichnis LAGEBERICHT FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2023 BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2023 ANHANG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2023 ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 30. September 2023A. Darstellung der Geschäfts- und der Rahmenbedingungen I. Geschäftsmodell und Unternehmensstruktur Die PharmaLex GmbH (nachfolgend auch PharmaLex oder Gesellschaft genannt) wurde im Jahr 2014 unter dem Namen Yes Pharma Services GmbH gegründet und hat ihren Sitz in Bad Homburg. Das Unternehmen ist durch den Zusammenschluss der Arzneimittelsicherheitsexperten der YES Pharma Services mit den Regulatory Affairs Spezialisten der PharmaLex sowie dem Erwerb weiterer Spezialdienstleister in Europa, USA, und Asien gewachsen. Die PharmaLex ist handelsrechtlich eine große Kapitalgesellschaft. Anfang 2023 wurde die PharmaLex Gruppe durch die amerikanische Cencora Gruppe übernommen und in deren Geschäftsbereich Global Pharma Services eingegliedert. Innerhalb dieses Bereichs werden die bisherigen operativen Geschäftsaktivitäten der PharmaLex GmbH im Wesentlichen unverändert weitergeführt. Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Bilanzstichtag vom 31.12.2023 auf den 30.09.2023 zu verlegen. Insofern wird für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 30.09.2023 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Das Berichtsjahr ist das Rumpfgeschäftsjahr und Vorjahresangaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022. Auf die fehlende Vergleichbarkeit von Vorjahresangaben im Anhang und im Lagebericht wird an dieser Stelle hingewiesen. Die PharmaLex ist einer der führenden Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Regulatory Affairs (Zulassungsmanagement), Pharmakovigilanz (Arzneimittelsicherheit), Qualitätsmanagement & Compliance sowie Arzneimittelentwicklung für die Pharmaindustrie und unterstützt mit vergleichbaren Dienstleistungen auch Anbieter von Medizinprodukten. Die Services im Bereich der Pharmakovigilanz/Arzneimittelsicherheit beinhalten u.a. die Sammlung, Erfassung, Überwachung und Meldung von Nebenwirkungen pharmazeutischer Produkte. Im Bereich Regulatory Affairs unterstützt die PharmaLex ihre Kunden vor allem bei der Erstellung und Einreichung von Dossiers für Neuzulassungen sowie für den Erhalt von Zulassungen für einzelne Substanzen aber auch für ganze Produktportfolios. Die Leistungen der Development Consulting & Scientific Services beinhalten die Beratung der Kunden während des gesamten Entwicklungsprozesses eines Medikamentes, wie etwa bei der Erstellung eines klinischen Entwicklungsplans und der regulatorischen Strategie. Bei der Qualitätssicherung geht es um strategische und operationelle Unterstützung bei Fragestellungen rund um die Sicherheit und Qualität der Arzneimittel während des gesamten Lebenszyklus. Darüber hinaus hält die PharmaLex Anteile von ausländischen Gesellschaften und erbringt Dienst- und Managementleistungen an die Tochterunternehmen, die in den gleichen Servicebereichen tätig sind wie die PharmaLex. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2023 wurde das Mutterunternehmen durch die Cencora (vormals AmerisourceBergen) Gruppe übernommen. In diesem Zusammenhang wurde ein Großteil der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen konzernintern verkauft. Eine detailliertere Beschreibung befindet sich im Anhang. Kunden und Absatzmärkte Die PharmaLex bietet umfassende und langjährige Expertise sowie ein starkes Netzwerk und Beziehungen zu staatlichen Gesundheitsbehörden an. Zu den Kunden der PharmaLex zählen hauptsächlich Pharma- und Biotechunternehmen. Hinzu kommen Unternehmen aus der Medizintechnik. Mit den zehn größten Kunden erwirtschaftete das Unternehmen in der Berichtsperiode ein Geschäftsvolumen von circa EUR 26,2 Mio. (hochgerechnet auf 12 Monate EUR 34,9 Mio.; Vorjahr: EUR 32,2 Mio.). Dies entsprach 57 % des Umsatzes mit Dritten (-5 % gegenüber Vorjahr). Das Geschäft konzentriert sich überwiegend in den Regionen EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und Amerika. Mit einem Umsatzanteil von mehr als 78 % ist derzeit die Region EMEA der wichtigste Absatzmarkt von PharmaLex. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie Das Ziel des Unternehmens ist, Dienstleistungen mit größtmöglicher Effizienz und geringster Komplexität zum höchsten Nutzen für den Kunden zu erbringen. Die Verbindung von lokaler Präsenz mit globaler Kompetenz und Kapazität macht das PharmaLex-Model außerordentlich flexibel und ermöglicht individuelle Servicelösungen im zunehmend komplexen Umfeld der Kunden. Das Wachstum soll durch finanzielle Solidität abgesichert werden. Es wird eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals angestrebt. Unternehmensinternes Steuerungs- und Risikomanagementsystem Generelles Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Um die Ausrichtung der Geschäftstätigkeiten auf nachhaltiges profitables Wachstum des Unternehmenswerts sicherzustellen, betreibt die PharmaLex ein konzernweit integriertes Planungs- und Controllingsystem, das auf zentrale Steuerungskennzahlen abstellt. Dieses ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert, da die PharmaLex im konzerninternen Berichtswesen als Teilkonzern angesehen wird. Die Steuerung der in- und ausländischen Geschäftseinheiten erfolgt anhand eines Management Reporting Systems auf monatlicher Basis, das neben einer Erläuterung der aktuellen Geschäftslage GuV, Bilanz sowie liquiditäts- und kapitalflussbeschreibende Kennzahlen enthält. Großen Wert legt die PharmaLex auf die profitabilitäts- und liquiditätsorientierten Kennzahlen, unter anderem Umsatz, Rohertrag, EBITDAund EBIT sowie Free Cash-Flow, um sicherzustellen, dass im Fall von Abweichungen frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet und falls erforderlich strategische Entscheidungen rechtzeitig getroffen werden können. Die wichtigste Steuerungskennzahl stellt im Rumpfgeschäftsjahr 2023 dabei EBITDA dar, Hierzu steht die Gesellschaft mit den jeweiligen Geschäftsführern in permanentem Austausch über die Ergebnisse und zukünftigen Entwicklungen und sieht dies in Verbindung mit dem Management-Reporting-System als wesentlichen Bestandteil des Erfolges an. Rahmenbedingungen Gemäß dem "World Economic Outlook" des Internationale Währungsfonds IWF vom Juli 2024 wird für die Weltwirtschaft ein Wachstum von 3,2 Prozent im Jahr 2024 und 3,3 Prozent im Jahr 2025 prognostiziert. Die Prognose für 2024 wurde im Vergleich zur Prognose im Januar um 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Der IWF hat die Prognose für die USA angesichts des etwas schwächeren Starts ins Jahr 2024 leicht vermindert: von 2,7 % in der vorherigen Prognose auf nun 2,6 % - ein Minus von 0,1 Prozentpunkten. Für Deutschland rechnet der IWF mit einem Wachstum von 0,2 % (unverändert gegenüber der vorangegangenen Prognose). Auch für Japan gibt es eine leichte Korrektur nach unten (-0,2 Prozentpunkte). Für Großbritannien hat der IWF seine Prognose hingegen um 0,2 Prozentpunkte auf nun +0,7 % erhöht. Für China wird mit einem Wachstum von 5,0 % gerechnet (+0,4 Prozentpunkte). Die Weltwirtschaft wird weiterhin durch mehrere Faktoren beeinträchtigt, wodurch Wachstum verringert und der Rückgang der Inflation gebremst werden. Der Krieg Russlands mit der Ukraine sowie der Nahostkonflikt und ihr Effekt auf Energiepreise stellen weiterhin ein erhebliches Risiko für Europa und Niedriglohnländer dar. Aus China gab es zu Jahresbeginn ein positives Zeichen durch einen leicht erholten Inlandskonsum während in Europa die wirtschaftliche Erholung durch den Dienstleistungssektor angeführt wurde. Ungeachtet der weiterhin bestehenden Risiken eines Ansteigens von Energie- und Nahrungsmittelpreisen, wird im 2. Halbjahr 2024 eine Reduktion der Zinssätze bei den großen Zentralbanken der Welt erwartet, nachdem die EZB im Juli den Leitzins bereits von 4,5 % auf 4,25 % gesenkt hatte. Für die Pharmaindustrie erwartet Standard & Poor's für 2024 eine positive Entwicklung angesichts stabiler Wachstumsrate im einstelligen Prozentbereich sowie leicht steigender EBITDA Margen. Ein wesentliches Risiko für die Gesundheitsdienstsegmente sind jedoch im Rahmen eines immer noch inflationären Umfeldes weiter steigende Personalkosten bei niedrigen Margen sowie die Frage, ob und inwiefern die steigenden Gesundheitskosten weiter erstattet werden können. Die Gesundheitsbranche hat sich von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie erholt. Standard & Poor's geht weiter davon aus, dass die Nachfrage und Patientenzahlen stabil bleiben werden. Die weiterhin stabile Nachfrage und die rezessionssichere Natur der Pharmaindustrie führen zu einem eingeschränkten Risiko in Bezug auf eine drohende Rezession. Anspannungen am Arbeitsmarkt und Lieferkettenschwierigkeiten beeinträchtigen die Produktivität nur bedingt. EBITDA Margen und Zahlungsströme könnten allerdings stärker betroffen sein. Ebenso belasten erhöhte Zinsraten besonders Unternehmen mit hohem Fremdfinanzierungsgrad. Der Höhepunkt der Inflation sollte einstweilen erreicht sein und es ist von weiter sinkenden Inflationsraten auszugehen. Standard & Poor's erwartet eine weitere Zunahme bei Fusionen und Übernahmen nachdem in 2023 bereits eine Erholung von dem starken Rückgang in 2022 einsetzte. Der für die PharmaLex wichtige Contract-Research-Organization Markt soll von einem in 2024 geschätzten Volumen von ca. USD 82 Mrd. um jährlich 9,6 % auf ca. 130 Milliarden US-Dollar (2029) wachsen. Getrieben wird das Wachstum des globalen CRO-Marktes durch verschiedene Faktoren, wie das Vorhandensein von Forschungsgeldern, staatliche Unterstützung von Forschung und Entwicklung, steigenden Gesundheitskosten und einer Zunahme der weltweiten Patientenzahlen. Eingeschränkt könnte die positive Entwicklung durch hohe Kosten für Arbeitskräfte werden. Auch ist eine Steigerung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung der Pharmaunternehmen zu beobachten. Hierdurch profitiert der CRO-Markt ebenso. Während der Covid-19-Pandemie haben eine Reihe an bedeutender Pharma- und Biopharmaunternehmen ihre Forschung, Entwicklung und Produktion auf die Entwicklung von SARS-COV-2-Testkits und Impfstoffen ausgerichtet. Um den F&E-Prozess zu beschleunigen, wurden langfristige Vereinbarungen und Kooperationen zwischen Pharmaunternehmen und CROs geschlossen. Die Covid-19-Pandemie war somit vorteilhaft für den CRO-Markt. Operative Frühindikatoren Um den Verlauf der vielfältigen Einflussfaktoren auf das Geschäft frühzeitig erkennen und bei der Unternehmenssteuerung berücksichtigen zu können, beobachtet PharmaLex verschiedene operative Frühindikatoren. Der bedeutendste Frühindikator ist der Auftragseingang in den Geschäftsfeldern, der die zu erwartende Auslastung der Kapazitäten anzeigt. Darüber hinaus werden geeignete Markt-, Konjunktur- und Branchendaten analysiert, um wichtige Erkenntnisse über künftige Geschäftsaussichten zu gewinnen. B. Wirtschaftsbericht I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage Nach der Übernahme durch Cencora wurden im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung im ersten Quartal 2023 ein Großteil der Anteile an verbundenen Unternehmen abgegeben. Es wurden 18 Tochtergesellschaften mit einem Buchwert von insgesamt EUR 216,5 Mio. verkauft und die Anteile von zwei Konzerngesellschaften mit einem Buchwert von insgesamt EUR 5,0 Mio. gekauft. Mit den Veräußerungen wurden Erlöse von insgesamt EUR 893,3 Mio. erzielt, die, abzüglich des Buchwertes, die Ertragslage der Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr 2023 positiv beeinflusst haben. Es wurden darüber hinaus Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit einem Buchwert von insgesamt EUR 247,9 Mio. ergebnisneutral zum Nennwert übertragen. Im Zuge der Veräußerung der Anteile und der Übertragung der Darlehen wurde die Darlehensverbindlichkeit gegenüber dem neuen Gesellschafter vom 29.12.2022 komplett abgelöst und eine Darlehensforderung (EUR 661,8 Mio.) gegen den neuen Gesellschafter eingebucht. Durch den Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrags mit der AB Global Pharma Investments GmbH zu Beginn des Rumpfgeschäftsjahrs 2023 besteht seit diesem Zeitpunkt eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Organträgerin. Die Verwendung des Jahresergebnisses für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 erfolgte gemäß Regelungen im Ergebnisabführungsvertrag bzw. handelsrechtlicher Regelungen zunächst durch die Verrechnung mit dem Verlustvortrag des Vorjahres von TEUR 30.860 und anschließender Abführung des verbleibenden Gewinns von TEUR 642.382. Die Tochtergesellschaft pharma solutions international GmbH wurde rückwirkend zum 01.01.2023 auf die Gesellschaft verschmolzen (sogenannte Aufwärtsverschmelzung). Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten (§ 24 UmwG). Aus der Verschmelzung resultiert ein Verschmelzungsverlust von TEUR 25.782, der unter sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen ist. Die Gesellschaft erwirtschaftet ihre Erlöse im Wesentlichen durch die Erbringung von Dienstleistungen für eine Vielzahl - vorwiegend international tätiger pharmazeutischer und medizintechnischer Unternehmen sowie durch den Verkauf von spezialisierten Softwarelösungen (u.a. Vigilit® für Datenbankrecherchen). Das Geschäft birgt erhebliche Wachstumspotenziale. PharmaLex profitiert von dem seit längerem stattfindenden Umstrukturierungs- und Konzentrationsprozess innerhalb der Pharmaindustrie, der vor allem von den großen Konzernen vorangetrieben wird. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 hat die PharmaLex GmbH Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 68.302 (hochgerechnet auf 12 Monate: TEUR 91.069; Vorjahr: TEUR 75.729) erzielt. Die Kundenanalyse ergibt, dass die Gesellschaft im Jahr 2023 für mehr als 300 Kunden tätig war. Der Materialaufwand des Unternehmens beträgt TEUR 34.986 (Vorjahr: TEUR 37.358). Hochgerechnet auf 12 Monate ergibt sich jedoch ein Anstieg um TEUR 46.648 und setzt sich ausschließlich aus bezogenen Leistungen zusammen. Diese entstehen bei PharmaLex regelmäßig durch die Einbeziehung von externen und gruppeninternen Fachkräften, die für Kundenaufträge mit bestimmten Anforderungsprofilen oft kurzfristig angefordert werden. Die Materialaufwandsquote als % der Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) liegt im Jahr 2023 bei 51,1 % (Vorjahr: 49,4 %). Der Anstieg resultiert aus dem höheren Einkaufsvolumen von Leistungen von Tochtergesellschaften. Der Personalaufwand reduziert sich um TEUR 4.272 bzw. 16,9 % auf TEUR 20.997. Hochgerechnet auf 12 Monate ergibt sich jedoch ein Anstieg um TEUR 2.727. Im Verhältnis zu der Gesamtleistung betragen die Personalaufwendungen ca. 30,7 % (Vorjahr: 33,4 %). Der Rückgang ist bedingt durch den verstärkten Einkauf von Projektleistungen aus Tochtergesellschaften und dem damit verbundenen Anstieg der Materialaufwandsquote. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhen sich von TEUR 2.723 in 2022 auf TEUR 677.629 in 2023. Der Betrag besteht im Wesentlichen aus der konzerninternen Veräußerung von Anteilen und Ausleihungen im Verbundkreis. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 42.292 und liegen damit um TEUR 13.335 höher als das Vorjahr. Die Steigerung resultiert hauptsächlich aus dem Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 25.782. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ohne den Verschmelzungsverlust hochgerechnet auf 12 Monate haben sich jedoch um TEUR 6.944 verringert. Dies begründet sich durch geringere Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Erwerb von Tochterunternehmen im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis der Gesellschaft vor Gewinnabführung beträgt TEUR 673.243 und ist im Wesentlichen durch den positiven Ertrag aus dem Verkauf von Beteiligungen und langfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 676.631 begründet. Im Rahmen des Eigentümerwechsels hat sich auch eine wesentliche Kennzahl, an der das Management gemessen wird, geändert, so dass ab diesem Rumpfgeschäftsjahr das EBIT Cleared gemäß Management Reporting statt dem EBITDA ausgewiesen wird. Das EBITDA der Gesellschaft beträgt TEUR 647.857 (Vorjahr: TEUR -13.229) und ist insbesondere durch den Ertrag aus dem konzerninternen Verkauf wesentlicher Beteiligungen positiv beeinflusst worden. Auf dem EBITDA vor Sondereinflüssen liegt als maßgebliches wirtschaftliches Steuerungselement ein besonderes Augenmerk. Des Weiteren dient die EBITDA Marge vor Sondereinflüssen, die sich aus der Relation von EBITDA vor Sondereinflüssen zu Umsatzerlösen ergibt, als relative Kennzahl zum internen und externen Vergleich der operativen Ertragskraft. Die Sondereinflüsse betreffen nicht-operative Ergebniseffekte, insbesondere einmalige Verkaufserlöse aus Beteiligungen, Abschreibungen des Anlagevermögens, Verschmelzungsverluste sowie einmalige Kosten für die Integration der PharmaLex in die Cencora Organisation. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA für das abgelaufene Rumpfgeschäftsjahr lag bei TEUR 3.384 (Vorjahr TEUR 3.463). Daraus ergibt sich eine EBITDA Marge vor Sondereinflüssen in Höhe von 5,0 % (Vorjahr: 4,6 %). Unterhalb des EBITDA beträgt das positive Finanzergebnis (Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge abzüglich Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens abzüglich Erträge aus Beteiligungen ohne Berücksichtigung von Abschreibungen) TEUR 28.791 und liegen mit TEUR 37.058 über dem Vorjahresniveau. Die Verbesserung resultiert insbesondere aus der einmaligen erfolgswirksamen Ausbuchung von Disagien im Zuge der vollständigen Tilgung von Bankdarlehen sowie damit im Zusammenhang stehende Kreditprovisionen im Vorjahr. Der Steueraufwand im Berichtsjahr beträgt TEUR 723 (Vorjahr: TEUR 73). Dieser resultiert aus der erfolgswirksamen Ausbuchung der in den Vorjahren aktivierten latenten Steuern im Rahmen des Eintritts in die ertragsteuerliche Organschaft mit der AB Global Pharma Investments GmbH. II. Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 587.792 im Jahr 2022 auf TEUR 780.499 zum 30.09.2023 erhöht, was insbesondere auf den Gewinn aus dem konzerninternen Verkauf von Finanzanlagen sowie die Verschmelzung der Osthus GmbH zurückzuführen ist. Im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 712.829 in 2023 (Vorjahr: TEUR 531.858) stellen die Finanzanlagen mit TEUR 704.145 (Vorjahr: TEUR 522.183) den größten Posten dar. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr liegt im Wesentlichen in dem Gewinn aus dem Verkauf von Beteiligungsunternehmen begründet, der als Ausleihungen gegenüber der obersten deutschen Muttergesellschaft AB Global Pharma Investments GmbH aktiviert wurde. Bei den immateriellen Wirtschaftsgütern reduziert sich der Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 4.393 um die planmäßige Abschreibung auf TEUR 3.191. Die Aktivseite der Bilanz setzt sich weiterhin auch aus dem Umlaufvermögen (TEUR 66.637 vs. TEUR 54.512 in 2022) zusammen. Neben den sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7.496 (Vorjahr: TEUR 5.130) stellen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 41.052 (Vorjahr TEUR 18.746) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 15.265 (Vorjahr: TEUR 17.463) im Jahr 2023 die größten Posten im Umlaufvermögen dar. Die Erhöhung des Forderungsbestands liegt in kurzfristigen Zinsforderungen gegenüber der AB Global Pharma Investments GmbH sowie in dem höheren Umsatzvolumen aus dem operativen Leistungsverkehr begründet. Die Debitorenlaufzeit hat sich im Rumpfgeschäftsjahr 2023 reduziert und beträgt 82 Tage (Vorjahr: 84 Tage). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhöht sich von TEUR 700 auf TEUR 1.034 Die Erhöhung resultiert daraus, dass Aufwendungen wie z.B. Versicherungen im Wesentlichen zu Beginn des Kalenderjahres anfallen und abgegrenzt werden. Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Jahresüberschusses von TEUR 30.860 (Vorjahr: TEUR -24.168) von TEUR 56.607 auf TEUR 87.467 erhöht. Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist dadurch auf 11,2 % (Vorjahr: rund 10 %) angestiegen. Die sonstigen Rückstellungen liegen mit TEUR 8.240 über dem Vorjahresniveau von TEUR 6.681 in 2022. Ursache hierfür sind im Wesentlichen höhere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Personalkosten. Die Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 524.232 in 2022 auf TEUR 684.263 in 2023 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 673.675 vs. TEUR 23.006 in 2022) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 8.185 vs. TEUR 496.636 in 2022) stellen die größten Posten dar. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegt in der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 642.382 an die AB Global Pharma Investments GmbH aufgrund des zu Beginn des Rumpfgeschäftsjahrs geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags begründet. III. Investitionen und Finanzierung Die Investitionen des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 674.897 (Vorjahr: TEUR 338.794) betreffen im Wesentlichen Finanzanlagen in Form von Ausleihungen an die oberste deutsche Muttergesellschaft. Die Zahlungsmittel betrugen zum 30. September 2023 TEUR 2.573 und damit TEUR 10.551 weniger als im Vorjahr. Der Anteil der Zahlungsmittel an der Bilanzsumme beträgt 0,3 % (Vorjahr: 2,2 %). Insgesamt verzeichnet die Gesellschaft einen negativen Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 5.647, was gegenüber dem Vorjahr einer Verbesserung von TEUR 15.633 entspricht. Der negative Cash-Flow aus Investitionstätigkeit war mit TEUR 6.032 ebenfalls negativ und konnte nicht durch den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der Verkauf der Beteiligungsgesellschaften führte zu keinen Zahlungsmittelzuflüssen. Aus dem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit haben sich keine Zahlungsmittelzuflüsse oder -abgänge ergeben (Vorjahr: TEUR 474.409), so dass sich der Cash Bestand im laufenden Rumpfgeschäftsjahr um TEUR 10.551 verringert hat. Für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen standen der Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr 2023 stets ausreichend eigene Mittel oder Kreditlinien aus dem Cash Pooling des Cencora Konzerns zur Verfügung. Die Gesellschaft ist im Rumpfgeschäftsjahr 2023 und bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses jederzeit in der Lage gewesen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. IV. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage von Bedeutung sind, sind im Rahmen des Personalbereichs im Wesentlichen die Fluktuation, Qualifikation und die Mitarbeiterzufriedenheit zu nennen. Die Mitarbeiter sind entscheidend für den Unternehmenserfolg. Es ist daher von großer Bedeutung, die richtigen Talente mit den richtigen Kompetenzen zum richtigen Zeitpunkt von der PharmaLex zu überzeugen, sie weiterzuentwickeln und sie zu halten. Im Jahresdurchschnitt wurden 297 (Vorjahr: 308) angestellte Mitarbeiter beschäftigt. 25,5 % (Vorjahr: 24,1 %) der Belegschaft war in 2023 in Deutschland zwischen 30 und 40 Jahre alt und durchschnittlich seit 7,4 Jahren (Vorjahr: 7,2 Jahre) im Unternehmen tätig. Die Fluktuation beträgt 12,7 % (Vorjahr 12,2 %). Der Frauenanteil liegt bei 74 % (Vorjahr: 69 %), 62 % der Führungskräfte sind weiblich. Das Qualifikationsniveau ist sehr hoch: 82 % (Vorjahr: 90 %) der Mitarbeiter haben einen (Fach-) Hochschulabschluss. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist für uns ein besonderer Schwerpunkt: Unser Weiterbildungsprogramm stellt sicher, dass all unsere Mitarbeiter und Führungskräfte die Fähigkeiten entwickeln, die sie und wir benötigen, um unsere Unternehmensstrategie umzusetzen und auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Wir stellen unseren Mitarbeitern verschiedenste E-Learning- und Sprachkurse sowie geschäfts- und funktionsbezogene Angebote zur Verfügung, um sicherzustellen, dass sich unsere Mitarbeiter stetig weiterentwickeln. Insgesamt hat PharmaLex in 2023 TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 452) für externe Schulungsmaßnahmen aufgewendet, davon wurde ein Teil an die Tochtergesellschaften weiterbelastet. Die Mitarbeiter werden dabei unterstützt, eine gute Balance zwischen beruflichen und familiären Zielsetzungen zu finden. Damit bleiben Motivation und Leistungspotenzial länger erhalten und eine individuelle Lebensplanung ist leichter umsetzbar. Daher bietet die PharmaLex ihren Mitarbeitern in Deutschland verschiedene flexible Arbeitsmodelle an. 37 % (Vorjahr: 37,5 % der Mitarbeiter) arbeiteten 2022 in Teilzeit. Im Rahmen der COVID Pandemie hatte beginnend mit dem Frühjahr 2020 PharmaLex ein Hygienekonzept entwickelt, das vor allem auf so viel Homeoffice wie möglich und den AHA- Regeln basierte - Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske tragen. Aufgrund der sich in der mittlerweile entspannenden Situation, hatte die HR Abteilung im Jahr 2022 eine Regelung für hybrides Arbeiten bei PharmaLex erstellt. Ziel der Regelung ist es, die Vorteile der virtuellen Zusammenarbeit mit denen des persönlichen Kontakts und direkten Austauschs sinnvoll zu kombinieren. C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die Wachstumsstrategie blieb in 2023 unverändert gegenüber dem Vorjahr und stützt sich in Deutschland vornehmlich auf das Prinzip der Geschäftsaktivierung. Hierbei geht es um die unmittelbare Steigerung der Marktdurchdringung mit Schwerpunkt des Generierens ertragreichen Wachstums im Inland. Darüber hinaus setzt PharmaLex als internationales Dienstleistungsunternehmen auf eine weitere geographische sowie produktbezogene Expansion, um ihren Kunden weltweit umfassende Lösungen und Beratung anbieten zu können. Durch die internationale Zusammenarbeit innerhalb der Cencora Gruppe sollen neue Märkte erschlossen und das Leistungsangebot erweitert werden. So können den Kunden schlüsselfertige Lösungen in der Medikamentenentwicklung sowie die komplette Auslagerung der Produktpflege angeboten werden. Insgesamt betrachtet sich die PharmaLex auf Basis der Wachstumsstrategie als gut aufgestellt für eine positive künftige Entwicklung einschließlich weiterer Steigerungen beim Umsatz, operativen Ergebnis und beim Jahresüberschuss vor Gewinnabführung. Als international ausgerichtetes und tätiges Unternehmen sieht sich PharmaLex regelmäßig mit Risiken und Chancen konfrontiert. Unser Ziel ist es, Risiken nur dann einzugehen, wenn durch die damit verbundenen Chancen ein angemessener Beitrag zum Unternehmenswert erwartet und eine Bestandsgefährdung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Generell definieren wir Risiken und Chancen als mögliche Abweichung vom geplanten Ergebnis. II. Chancenbericht Nach der Übernahme durch den amerikanischen Cencora Konzern sieht die Gesellschaft insbesondere Chancen durch die internationale Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe. Durch die Einbindung in das Cencora Cash-Pooling ist die Finanzierung der Gesellschaft langfristig gesichert. Chancen in Bezug auf eine effiziente und kostengünstige Auftragsausführung ergeben sich weiterhin durch Auftragsherstellung sowie Vergabe von Dienstleistungen an externe Firmen innerhalb und außerhalb des Cencora Konzerns. Dies wird weiterhin stark genutzt werden aufgrund der Kosten- und Risikovorteile, einem besseren Kapazitätsmanagement und höherer Flexibilität sowie Nutzbarkeit von fremder Expertise und aktuellen Technologien. Die PharmaLex geht davon aus, von der zunehmenden Auslagerung von Dienstleistungen in der Pharmaindustrie zu profitieren. Gründe dafür sind die konsequente Internationalisierung der Firma, der Fokus auf spezielle Dienstleistungen sowie Qualität, Know-how, Flexibilität und Liefertreue. Damit ist es möglich, sich von konkurrierenden Anbietern abzugrenzen. Auch die ehemalige PharmaLex Gruppe als Teil des Geschäftsbereichs Global Pharma Services gestaltet ihre Unternehmensentwicklung weiterhin aktiv durch Zukäufe, um an den Outsourcing-Bestrebungen insbesondere der großen Pharma-Konzerne aktiv zu partizipieren. III. Risikobericht Die Geschäftsaktivitäten im In- und Ausland der Gesellschaft sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die sich zwangsläufig aus ihren unternehmerischen Aktivitäten ergeben. Die Herausforderung besteht darin, die sich bietenden Chancen zu nutzen und die Risiken zu begrenzen. Insbesondere bestandsgefährdende Risiken müssen möglichst frühzeitig systematisch identifiziert, analysiert, bewertet, erfasst und kommuniziert werden, um sie steuern zu können. Darüber hinaus nutzt die Gesellschaft das Management Reporting, bestehend aus monatlichem Berichtswesen, Hochrechnung und Planung einschließlich Investitionsplanung und Cash-Flow Management zur Überwachung und Steuerung von Risiken. a. Pandemie Coronavirus (SARS-CoV-2) Die Coronavirus-Pandemie wirkt sich derzeit nicht mehr wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PharmaLex aus. Im Mai 2023 hatte die WHO den Corona Gesundheitsnotstand aufgehoben und aktuell ergeben sich keine konkreten Auswirkungen mehr auf die Arbeitsabläufe innerhalb der Gesellschaft. b. Marktrisiken Auch in der Pharmabranche geht der Trend zu bevorzugten Lieferantenbeziehungen. Die PharmaLex versucht nach Möglichkeit, mehrjährige Dienstleistungsverträge abzuschließen und langfristige, vertrauensvolle Kooperationsbeziehungen zum Auftraggeber aufzubauen, woraus sich zumeist regelmäßige Folgeaufträge ergeben. Allerdings bleibt trotz gewachsener Kundenbeziehungen und langfristiger Partnerschaften immer ein Restrisiko bestehen, dass sich der Kunde im nächsten Jahr trotz erfolgreicher Zusammenarbeit anders entscheidet und erwartete Folgeaufträge ausbleiben bzw. storniert werden. Zudem hat der Kostendruck seitens der Auftraggeber zugenommen. Die PharmaLex begegnet zukünftig diesem Risiko, indem standardisierte Aktivitäten an kostengünstigere Standorte verlagert werden (Prinzip der "verlängerten Werkbank"). Die Marktbereinigung und Konzentration werden sich in der Pharmaindustrie weiter fortsetzen. Es besteht das Risiko, dass bei einer möglichen Fusion oder Übernahme von wichtigen Kunden, seitens der neuen Konzernleitung beschlossen wird, die Aufträge zukünftig an andere Dienstleister zu vergeben. c. Politische Risiken Die Novellierung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, welches zum 1. April 2017 in Kraft getreten ist, untersagt eine unbefristete Arbeitnehmerüberlassung und sieht eine maximale Überlassungsdauer von 18 Monaten beim selben Entleiher vor. Ferner gilt Equal-Pay nach neun Monaten. Die Fristen für Equal-Pay und die Höchstüberlassungsdauer beginnen mit Inkrafttreten der Arbeitnehmerüberlassung. Dies wird weiterhin keine Anpassung des Geschäftsmodells der PharmaLex erzwingen - die Einsatzdauer eines Mitarbeiters in der Zeitarbeit liegt bei PharmaLex nur in Ausnahmefällen bei mehr als 18 Monaten. Somit hat die Höchstüberlassungsdauer keinen signifikanten Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Weiterhin zahlt PharmaLex den Mitarbeitern marktgerechte Gehälter. Geopolitisch sorgen weiterhin Krisenherde für Spannungen. Die Eskalation des russischenukrainischen Konflikts und der Ausbruch des Krieges am 24. Februar 2022 änderte auch die wirtschaftliche Lage in Deutschland. Durch den Konflikt ergibt sich eine erneute möglicherweise langfristige Zweiteilung Europas. Außerdem ist ein Zusammenrücken Russlands mit Staaten wie dem Iran oder Nordkorea zu beobachten. In der Ukraine ist eine weitere Eskalation der Kriegshandlungen nicht auszuschließen. Bedingt durch die Waffenlieferungen westlicher Länder an die Ukraine erhöht sich das Risiko, dass NATO- Staaten Ziele russischer hybrider oder asymmetrischer Kriegsführung werden. Angriffe auf Pipeline-, Kabel- oder IT-Netze, bewusst ausgelöste Flüchtlingsströme und Manipulationen von Wahlen werden damit wahrscheinlicher. Pharmalex hat eine geringe Anzahl an Mitarbeitern und keine Kunden in der Ukraine und ist daher nicht direkt von dem Kriegsgeschehen betroffen. Darüber hinaus gibt es Bedenken, dass China zunehmend autoritärer und nationalistischer agiert. Besonders für Hochtechnologiesektoren wie Halbleiter und ihre Vorprodukte verfolgt China eine Autarkiestrategie. Die Rivalität zwischen China und den USA wird wohl weiter zunehmen. Für die Regierung in Washington ist der Machtkampf mit China von besonderer Bedeutung. Weltweit ist ein partieller Rückbau der Globalisierung zu beobachten. Global ist weiterhin ein anhaltendes Rezessionsrisiko zu berücksichtigen. Die Zinserhöhungen der weltweiten Zentralbanken in den letzten Jahren haben die Finanzierungskosten der Unternehmen deutlich erhöht. Insbesondere kleinere Pharmaunternehmen insbesondere auch aus dem Biotech Bereich sind hiervon betroffen und haben geringe Mittel für Investitionen zur Verfügung. In der Folge könnten Verschuldungsrisiken weiter zunehmen. Rezessive Faktoren in der Weltwirtschaft könnten durch hohe Staats- und Gesamtverschuldung sowie verzögerten Reaktionen der Zentralbanken verstärkt werden. Darüber hinaus werden die Verteidigungshaushalte in Europa, den USA und einigen anderen Ländern wahrscheinlich steigen, um der zunehmend gefährlichen globalen Situation Rechnung zu tragen. Dies wird das BIP-Wachstum nicht verringern, könnte aber zu Wohlstandsverlusten führen, da die für die Verteidigung aufgewendeten Mittel nicht für den Konsum oder für Investitionen in Bildung, Gesundheitsversorgung oder Infrastruktur verwendet werden können. d. Finanzielle Risiken Die PharmaLex ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um den Bestand und die Weiterentwicklung sichern zu können. Für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen standen der Gesellschaft im Berichtsjahr stets ausreichend eigene Mittel bzw. Kredite aus der Konzernfinanzierung zur Verfügung. Am 29. Dezember 2022 wurde das Mutterunternehmen mit Wirkung zum 01. Januar 2023 an die Cencora Gruppe verkauft. Seitdem werden finanzielle Mittel durch eine Finanzierungsgesellschaft von Cencora ausreichend zur Verfügung gestellt. Die positive Liquiditätslage lässt keine Engpässe erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle sind bei PharmaLex die Ausnahme. Das Forderungsausfallrisiko wird durch das Setzen von Kreditlimits, offensives Inkasso sowie der Mitgliedschaft bei Creditreform reduziert. Den Risiken von Forderungsausfällen als auch dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Gleichwohl können einzelne - auch größere - Ausfälle von Kundenforderungen nicht ausgeschlossen werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beinhaltet teilweise ein Fremdwährungsrisiko, welches durch das Finanzmanagement laufend überwacht wird. Wesentliche Kursänderungen relevanter Währungen sowie deren potenzielle Erfolgswirkungen werden untersucht. Für Fremdwährungsgeschäfte werden keine Sicherungsinstrumente abgeschlossen. Betrugsrisiken haben in den letzten Jahren zugenommen. Dabei operieren Kriminelle mit gefälschten Dokumenten sowie fingierten Identitäten, um betrügerische Zahlungen auszulösen oder Mitarbeiter unter Druck zu setzen, diese anzuweisen. Die PharmaLex schult ihre Mitarbeiter regelmäßig in Bezug auf neue Betrugsmaschen. Darüber hinaus werden größere Zahlungsvorgänge immer im Vieraugen-Prinzip unter Einbeziehung entsprechender Hierarchieebenen abgesichert. e. IT-und Datenschutzrisiken Die Gesellschaft ist auf eine Vielzahl von IT-Systemen angewiesen. Deren Nichtverfügbarkeit, die Verletzung der Vertraulichkeit oder die Manipulation von Daten bei kritischen IT-Systemen und -Anwendungen können eine direkte Auswirkung auf die Abwicklung von Kundenaufträgen haben. Um derartige Risiken zu minimieren, verfügt die PharmaLex über valide Verfahren und Systeme zur Gewährleistung der IT-Sicherheit. Dazu gehören stabile und redundant ausgelegte IT-Systeme, Back-up-Verfahren, Viren- und Zugangsschutz, Verschlüsselungssysteme sowie integrierte, gruppenweit standardisierte IT- Infrastrukturen und Anwendungen. Die im Einsatz befindlichen Systeme zur Informationssicherheit werden permanent geprüft und fortlaufend aktualisiert. Zudem werden unsere Mitarbeiter regelmäßig im Informations- und Datenschutz geschult. Datenschutzrisiken begegnet die PharmaLex, unterstützt durch den von der Gesellschaft bestellten externen Datenschutzbeauftragten, mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung der Regelungen der seit dem 25. Mai 2018 anzuwendenden Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU- DSGVO). Der Datenschutzbeauftragte erstattet jährlich Bericht an die Geschäftsführung in Bezug auf die vorhandene Datenschutzkonformität der Gesellschaft. f. Personelle Risiken Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Basierend auf Analysen des zukünftigen Bedarfs entwickelt PharmaLex entsprechende Maßnahmen zur Personalrekrutierung. Eine wettbewerbsfähige Vergütung sowie umfangreiche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sind wichtige Bestandteile der Personalpolitik. Das derzeit größte Einzelrisiko stellt die Gewinnung und das Halten von qualifizierten Fach- und Führungskräften dar, um das geplante Wachstum auch in den nächsten Jahren zu erreichen. Hier werden alle Anstrengungen unternommen, um auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. IV. Prognosebericht Die Bau- und Konsumkonjunktur in Deutschland werden derzeit durch die gestiegene Inflationsrate und ein gestiegenes Zinsniveau belastet. Es sind eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten zu beobachten. Dieser Entwicklung gegenüber stehen nachlassende Lieferengpässe bei Vorprodukten und ein Rückgang der Energiepreise, was zu einer Erholung der Industriekonjunktur führte. Das IFO Institut geht in seiner Sommerprognose davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2024 mit 0,3 % nur wenig schneller zulegen wird als im Vorquartal. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in 2024 mit einem Wachstum von 0,4 % erwartet. Für 2025 geht das IFO Institut von einer Steigerung um 1,5 % aus. Voraussichtlich ist der Höhepunkt der Inflationswelle mittlerweile erreicht. Laut IFO Institut hat sich der Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) in den letzten Monaten abgeschwächt. Dies dürfte zu einem Reallohnplus und damit einer Verbesserung der Kaufkraft der privaten Haushalte führen. Insgesamt ist zu erwarten, dass sich die Inflationsrate in 2024 von 5,9 % im Jahr 2023 auf durchschnittlich 2,2 % deutlich reduziert. In 2025 ist dann mit einer weiteren Reduzierung der Inflationsrate auf durchschnittlich 1,7 % zu rechnen. Im Laufe des Jahres 2024 ist zudem mit weiter steigenden Lohnkosten im Zuge des Abschlusses neuer Tarifabschlüsse zu rechnen. Wir gehen aktuell davon aus, dass sich die PharmaLex aufgrund des robusten Umfelds der Pharma- und Biotechindustrie, die nahezu unabhängig von volkswirtschaftlichen Schwankungen ist, gut entwickeln wird. Die Gesellschaft verfolgt die Auswirkungen im Rahmen des Risikomanagements laufend, um ggfs. Anpassungen in der Unternehmens- und Kostenstruktur vorzunehmen sowie Vorsorgemaßnahmen ergreifen zu können. Darüber hinaus gibt es weitere wichtige Trends, die das Marktumfeld, in dem PharmaLex agiert, im Geschäftsjahr 2023/2024 beeinflussen können:
Gegenüber der Planung 2023 wurde das Umsatzziel im Rumpfgeschäftsjahr 2023 nicht erreicht und ebenso das erwartete bereinigte EBITDA Ziel verfehlt. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 werden die intern ergriffenen Umstrukturierungsmaßnahmen sowie die kontinuierliche Integration in die Cencora Organisation nach derzeitiger Einschätzung zu einer positiven Entwicklung der Umsatzerlöse der PharmaLex führen. Diese werden nach der Prognose der gesetzlichen Vertreter für das Geschäftsjahr 2023/24 das Vorjahresniveau stark übersteigen. Demgegenüber wird das EBITDA (cleared) für 2023/24 nach der Planung 2024 gegenüber dem Vorjahreswert moderat fallen, aber damit weiter einen deutlich positiven Ergebniswert erreichen. Bei der Prognose der Ergebniszahlen wurden die Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres 2023 von neun Monaten auf zwölf Monate hochgerechnet, um eine Vergleichbarkeit zu erreichen. Der Jahresüberschuss 2023/24 vor Gewinnabführung wird gegenüber dem Vorjahr aufgrund der positiven Einmaleffekte in 2023 stark rückläufig sein. V. Nachhaltigkeit Der Unternehmenszweck der PharmaLex ist seit Gründung, pharmazeutischen Firmen und Medizinprodukte-Herstellern bei der Beantragung von Zulassungen und deren Erhalt zu unterstützen und damit das Leben vieler Menschen zu retten oder zu erleichtern. Der Unternehmenserfolg bemisst sich auch an der Zufriedenheit der Mitarbeiter. Diesen bietet PharmaLex flexible Arbeitszeitmodelle an, durch die sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie realisieren lässt und die Work-Life-Balance gefördert wird. Mit einem umfangreichen Weiterbildungsprogramm sorgt die PharmaLex außerdem dafür, dass die Mitarbeiter die zunehmende Digitalisierung der Geschäftsprozesse eigenverantwortlich mitgestalten können. Darüber hinaus ist dem Unternehmen Chancengleichheit von allen Mitarbeitern wichtig. Neben ökonomischen und sozialen Aspekten versteht die PharmaLex auch die Schonung der Umwelt als Managementaufgabe mit hohem Stellenwert. Sei es bei der Erbringung oder Nutzung von Dienstleistungen und der Gestaltung von Geschäftsprozessen. Durch eine effiziente IT, die aktive Förderung der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln bei Dienstreisen, die Möglichkeit aus dem Homeoffice zu arbeiten sowie weitere Optimierungsmaßnahmen strebt PharmaLex kontinuierlich danach, negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt zu reduzieren. In 2021 entwickelte PharmaLex eine CSR-Strategie mit Fahrplan und anschließendem Rollout. PharmaLex hat eine Kooperation mit Plan International (gemeinnützige Organisation, die Projekte für Kinder in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt) und Treedom (im Namen von PharmaLex werden Bäume in Kolumbien und Kamerun gepflanzt) geschlossen. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr Initiativen zu den Themen wie Mental Health, Kulturbewusstsein, Gesundheit und Fitness für die Mitarbeiter durchgeführt. In 2022 erreichte PharmaLex die Silbermedaille im Rahmen des EcoVadis Nachhaltigkeitsratings. VI. Forschungshungs- und Entwicklungsbericht Die PharmaLex GmbH betreibt aktuell keine Forschung und Entwicklungstätigkeiten. VII Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Bad Homburg v. d. Höhe, 19. September 2024 Christopher Gauglitz, Geschäftsführer Jacek Mazurkiewicz, Geschäftsführer Laurent Couston, Geschäftsführer Bilanz zum 30. September 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2023
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 30. September 2023I. Allgemeine Angaben Die PharmaLex GmbH (nachfolgend auch Gesellschaft genannt) hat ihren Sitz in Bad Homburg v. d. Höhe und ist eingetragen in das Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichts Bad Homburg v. d. Höhe unter der Nummer HRB 13017. Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Bilanzstichtag vom 31.12.2023 auf den 30.09.2023 zu verlegen. Insofern wird für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 30.09.2023 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Der geänderte Gesellschaftsvertrag datiert auf 10.07.2023. Das Berichtsjahr ist das Rumpfgeschäftsjahr und Vorjahresangaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022. Auf die fehlende Vergleichbarkeit von Vorjahresangaben im Anhang und im Lagebericht wird an dieser Stelle hingewiesen. Die Pharmalex GmbH weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die betragsmäßigen Angaben im Anhang erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) bzw. im Lagebericht in Millionen Euro (MEUR) und in Tausend Euro (TEUR). Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf Grundlage der Unternehmensplanung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt. Mit der AB Global Pharma Investments GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, das ist die Muttergesellschaft der Gesellschaft und damit herrschende Gesellschaft und Organträgerin, wurde am 2. Januar 2023 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Es besteht seit diesem Zeitpunkt eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Organträgerin. Der Jahresabschluss wurde zum 30.09.2023 somit gemäß § 268 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Verwendung des Jahresergebnisses für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 erfolgte gemäß der Regelung im Ergebnisabführungsvertrag bzw. handelsrechtlicher Regelungen zunächst durch die Verrechnung mit dem Verlustvortrag des Vorjahres von TEUR 30.860 und anschließender Abführung des verbleibenden Gewinns von TEUR 642.382. Mit Eintragung im Handelsregister am 03.04.2023 wurde die Tochtergesellschaft pharma solutions international GmbH, mit Sitz in Kaiserslautern (Amtsgericht Kaiserslautern, HRB 30413), rückwirkend zum 01.01.2023 auf die PharmaLex GmbH verschmolzen (sogenannte Aufwärtsverschmelzung). Der Verschmelzungsvertrag datiert auf 21.03.2023. Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten (§ 24 UmwG). Aus der Verschmelzung resultiert ein Verschmelzungsverlust von TEUR 25.782, der unter sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen ist. Durch die rückwirkende Verschmelzung ist ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt möglich. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit von Vorjahreszahlen im Sinne des § 265 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB werden in der nachfolgenden Tabelle die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der beiden übertragenden Rechtsträger per 31.12.2022 dargestellt und den Vorjahreszahlen der Gesellschaft gegenübergestellt. In einer Summenspalte werden die Werte aufaddiert und je Leistungsindikator so dargestellt, als ob die Verschmelzungen bereits im Vorjahr erfolgt wären.
Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften und ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden A. Bilanz 1. Anlagevermögen a) Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Personaleinzelkosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. b) Geschäfts- und Firmenwert Der nach § 246 Abs. 1 HGB aktivierte Geschäfts- und Firmenwert wird über eine planmäßige Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Seine Nutzungsdauer ist durch langfristig bestehende Verträge und Lebenszyklen der Produkte begründet. c) Sachanlagen Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten vermindert um die Abschreibungen angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden gemäß § 253 HGB linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00, Vorjahr: EUR 800,00) wurden laut § 253 Abs. 3 HGB im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. d) Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen und die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zu Nennwerten angesetzt, bei Fremdwährungsdarlehen unter Berücksichtigung der wechselkursbedingten Stichtagsbewertung. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Wertberichtigungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Die Ermittlung der beizulegenden Werte am Bilanzstichtag erfolgt durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft im Rahmen von Ertragswertberechnungen auf Basis der Unternehmensplanungen der Beteiligungsunternehmen (Impairment Test). Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden im Falle einer dauernden Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für in Vorjahren erfolgte Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. 2. Umlaufvermögen a) Vorräte Die Vorräte wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB beziehungsweise dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und das Prinzip der verlustfreien Bewertung eingehalten. Neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten werden angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten in die Herstellungskosten eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigung Rechnung getragen. Für individuelle Ausfallrisiken wurden Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. 3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. 4. Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. 5. Latente Steuern Latente Steuern werden nach § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen handelsrechtlichem Jahresabschluss und dem steuerlichen Jahresabschluss vorliegen, führen diese zu aktiven und passiven latenten Steuern ("temporary concept"). Darüber hinaus können latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche (steuerliche Verlustvorträge) gebildet werden. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche können nur in dem Umfang aktiviert werden, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ausreichend zur Verfügung stehende passive temporäre Differenzen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehende aktive latente Steuern können nur aktiviert werden, wenn in den folgenden fünf Jahren ausreichende steuerliche Einkünfte erzielt werden. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt, eine Steuerentlastung als aktive latente Steuer. Für die Bewertung werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage zum Bilanzstichtag gelten. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine Abzinsung der ermittelten latenten Steuern erfolgt nicht. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB-Gebrauch gemacht. Im Falle einer Steuerbelastung werden passive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB angesetzt. Von dem Saldierungswahlrecht der aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht. 6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt und ist voll eingezahlt. 7. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Urlaubs- und Überstundenrückstellung erfolgte im vorliegenden Abschluss auf Basis der individuellen Stundensätze pro Person. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 9. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:
B. Gewinn - und Verlustrechnung Beteiligungserträge aus Beteiligungsgesellschaften werden in Abhängigkeit von gefassten Gewinnverwendungsbeschlüssen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 134,9 (Vorjahr: TEUR 146,1) vorgenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 6.622,5 (Vorjahr: TEUR 7.481,4) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Weiterhin sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Zinsforderungen aus der Vergabe von langfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 33.633,3 (Vorjahr: TEUR 10.597,8) und Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 736,6 (Vorjahr: TEUR 666,8) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7.496,0 (Vorjahr: TEUR 5.130,0) enthalten im Wesentlichen inländische Steuerforderungen, im Zusammenhang mit Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 3.030,4 und aufgrund von in 2022 getätigten Vorauszahlungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 3.467,7. Sonstige Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der bilanzierten Mietkautionsforderungen in Höhe von TEUR 106,2 (Vorjahr: TEUR 14,7) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Latente Steuern Die temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz betrafen bis im Vorjahr im Wesentlichen die unterschiedliche Behandlung bzgl. des steuerlich nicht angesetzten derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts sowie aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerrecht bei unter sonstige Rückstellungen ausgewiesenen Personalrückstellungen. Es bestehen steuerliche Verlustvorträge der Gesellschaft zum Bilanzstichtag, die aus Vorsichtsgründen nicht angesetzt worden sind. Die im vorherigen Berichtsjahr entstandenen Verlustvorträge sind noch nicht durch Finanzbehörden festgestellt worden. Der Ende 2022 erfolgte Gesellschafterwechsel könnte ein schädliches Ereignis im Sinne des §§ 8c, 8d KStG darstellen und somit den Untergang von steuerlichen Verlustvorträgen zur Folge haben. Die latenten Steuern werden auf Grundlage der temporären Differenzen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.409,7) berechnet. Der verwendete kombinierte Ertragssteuersatz beträgt rd. 29 %. Zum Bilanzstichtag ergeben sich aktive latente Steuern von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 754,3) und passive latente Steuern von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -31,4). Der Rückgang der latenten Steuern auf einen Wert von 0 Euro begründet sich durch die ab dem 2. Januar 2023 bestehende ertragssteuerliche Organschaft, durch die die ertragssteuerlichen Verpflichtungen auf Ebene der Gesellschaft (Organgesellschaft) handelsrechtlich erfolgswirksam auszubuchen und bei der Organträgerin nach Erfüllung der bilanziellen Ansatzvoraussetzungen erfolgswirksam zu bilden sind. Die latenten Steuersalden haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie für Jahresabschluss- und Prüfungskosten. Die Bewertung von Rückstellungen für mitarbeiterfinanzierte Zeitwertkonten erfolgt entsprechend der Wertentwicklung des Aktivwertes der kongruenten Rückdeckungsversicherung unter Anwendung des § 253 Abs. 1 Satz. 3 HGB (wertpapiergebundene Altersvorsorge). Die Rückstellung für die Zeitguthaben der Mitarbeiter wird daher in Höhe des Zeitwertes der Rückdeckungsversicherung angesetzt. Dieser Zeitwert ergibt sich aus dem Deckungskapital des Versicherungsvertrags zuzüglich verzinslich angesammelter Überschussanteile. Das Guthaben der Rückdeckungsversicherung dient ausschließlich zur Absicherung der unterliegenden Zeitwertkonten der Mitarbeiter/innen und ist dem Zugriff der Gläubiger entzogen. Es handelt sich daher um Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, welches mit den in diesem Zusammenhang stehenden Personalrückstellungen zum Zeitwert verrechnet wird. Angaben zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Im Geschäftsjahr betragen die Erträge aus der Verzinsung des Deckungskapitals TEUR 64,0 die mit den Aufwendungen aus der Zuführung der kongruent bilanzierten Verpflichtung in entsprechender Höhe verrechnet wurden. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 642.382,4 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Ergebnisabführung an die AB Global Pharma Investments GmbH, in Höhe von TEUR 4.306,6 (Vorjahr: TEUR 5.462,0) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von TEUR 26.986,0 (Vorjahr: TEUR 17.544,1) aus der Finanzierungstätigkeit. In den sonstigen Verbindlichkeiten war im Vorjahr das Ende 2022 abgeschlossene Gesellschafterdarlehen mit der AB Global Pharma Investments GmbH in Höhe von TEUR 480.532,4 enthalten. 6. Haftungsverhältnisse Aus Gewährleistungsverträgen, die die Gesellschaft eingegangen ist, bestehen zum Bilanzstichtag folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB: Die PharmaLex GmbH hat als ehemalige Gesellschafterin gegenüber der Pharmalex Italy Spa eine Garantie (Bürgschaft) abgegeben, im Falle einer Notwendigkeit weitere finanzielle Mittel in die ehemalige Tochtergesellschaft einzulegen, um deren Fortbestand zu gewährleisten. Zum 31.03.2023 hat die Pharmalex GmbH die Anteile an der Pharmalex Italy Spa an den Gesellschafter der AB Global Pharma Investments GmbH, die Cencora Corporation, Conshohocken, PA 19428, USA, verkauft. Im Zuge dessen geht auch die Garantieverpflichtung (Bürgschaft) auf den Cencora Corporation über. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB ergibt sich zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus Mietverträgen für Büro- und Lagerräume sowie für Softwarelizenzen wie folgt:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen unterbleibt, weil sich die Tätigkeitsbereiche untereinander nicht erheblich unterscheiden. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus dem konzerninternen Verkauf von Anteilen an Beteiligungsgesellschaften enthalten. Der Ertrag aus dem konzerninternen Anteilsverkauf (Verkaufserlöse abzüglich Buchwerte) beträgt TEUR 676.780,9. Darüber hinaus sind Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen von insgesamt TEUR 280,9 (Vorjahr: TEUR 459,1) erfasst. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 99,5 (Vorjahr: TEUR 302,9). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und der Pauschalwertberichtigung. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von TEUR 32.308,4 enthalten. Davon sind TEUR 25.782,4 als Verschmelzungsverlust der pharma solutions international GmbH gebucht. TEUR 3.837,5 betreffen sogenannte Special Charges, dies sind von der Konzernmutter genehmigte Aufwendungen im Zusammenhang mit der Integration der Pharmalex in die Cencora Organisation. Weitere Aufwendungen betreffen nicht als Special Charges klassifizierte Integrationsmaßnahmen, Aufwendungen für externe Unterstützung und der organisatorischen Restrukturierung der administrativen Bereiche sowie Transaktionskosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außerdem Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von TEUR 225,2 (Vorjahr: TEUR 604,8). 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 0,5) enthalten. 5. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 85,7) periodenfremde Erträge und TEUR 0,0 (Vorjahr TEUR 41,2) periodenfremde Aufwendungen enthalten, die steuerliche Sachverhalte der Vorjahre betreffen. Darüber hinaus sind Aufwendungen von TEUR 722,9 aus der Auflösung von latenten Steuern im Rahmen des Eintritts in die ertragssteuerliche Organschaft mit der AB Global Pharma Investments GmbH erfasst. E. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden 297 (Vorjahr: 308) angestellte Mitarbeiter/innen beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 221 Mitarbeiter/innen in operativen Abteilungen und 76 in der Verwaltung tätig. 3. Honorare des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer des Jahresabschlusses im Rumpfgeschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 198, davon TEUR 156 Vorjahre betreffend. Es entfallen TEUR 156 auf Abschlussprüfungsleistungen, wovon TEUR 156 Vorjahre betreffend. TEUR 0 entfallen auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 42 auf sonstige Leistungen. 4. Anteilsbesitzliste Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Anteile an folgenden Gesellschaften:
* Zahlen zum 30.09.2023 bzw. für das
Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.-30.09.2023
5. Konzernverhältnisse Die PharmaLex GmbH ist gemäß § 292 Abs. 1 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt, ist die CENCORA, INC., Conshohocken, Pennsylvania, USA. Der Konzernabschluss wird nach US amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) aufgestellt und kann bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC), Washington D.C./USA, unter der Commission File Number 1-16671 eingesehen werden. 6. Angaben über Beziehungen zu nahestehende Unternehmen und Personen Als nahestehende Unternehmen und Personen werden Unternehmen und Personen betrachtet, die über die Möglichkeit verfügen, die PharmaLex GmbH zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- oder Geschäftspolitik auszuüben. Bei der Bestimmung des maßgeblichen Einflusses, den nahestehende Unternehmen und Personen auf die Finanz- und Geschäftspolitik haben, wurden die bestehenden Beherrschungsverhältnisse berücksichtigt. Zum Kreis der nahestehenden Unternehmen gehören das Mutterunternehmen der Gesellschaft, die Gesellschafter der Muttergesellschaft sowie die unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen der PharmaLex GmbH. Darüber hinaus sind wegen maßgeblichen Einflusses die Mitglieder der Geschäftsführungen der genannten Gesellschaften sowie deren nahe Angehörige nahestehende Personen in Schlüsselpositionen nahe stehend im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB. Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird. Im Berichtsjahr wurden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Diese sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden. 7. Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge Durch die Auflösung der aktiven latenten Steuern im Rahmen des Eintritts in die ertragssteuerliche Organschaft bestehen zum 30. September 2023 keine ausschüttungsgesperrten Beträge mehr. 8. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen, um den Verlustvortrag der Vorjahre auszugleichen. 9. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung der nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt ist, sind die Folgenden: Mit Eintragung im Handelsregister am 16.02.2024 wurde die Osthus GmbH, mit Sitz in Aachen (Amtsgericht Aachen, HRB 6398), rückwirkend zum 01.10.2023 auf die PharmaLex GmbH verschmolzen. Das Eigenkapital der Osthus GmbH betrug zum 30.09.2023 TEUR 788,0 und im Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.- 30.09.2023 wurden Umsatzerlöse von TEUR 7.658,3 und ein Jahresüberschuss von TEUR 0 erzielt. Mit Datum vom 31. Januar 2024 hat die Pharmalex GmbH mit der AB Global Investments GmbH ein Settlement Agreement abgeschlossen. Gemäß dieser Vereinbarung wurden Forderungen der Pharmalex GmbH in Höhe von EUR 500.000.000 an die AB Global Pharma Investment GmbH resultierend aus den konzerninternen Beteiligungsverkäufen mit den Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der AB Global Pharma Investments GmbH verrechnet. Es sind darüber hinaus keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung zu vermerken.
Bad Homburg v. d. Höhe, 19.09.2024 Christopher Gauglitz, Geschäftsführer Jacek Mazurkiewicz, Geschäftsführer Laurent Couston, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 30. September 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PharmaLex GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PharmaLex GmbH, v. d. Höhe, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PharmaLex GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn, den 19. September 2024 Rödl
& Partner GmbH
Landgraf, Wirtschaftsprüfer Schöffel, Wirtschaftsprüfer |
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