Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 513616
Eingetragen
21.7.2017
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
ist die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffspritzteilen sowie sonstiger Kunststoffteile jeglicher Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Lutz Unger
seit 21.7.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
31.90%
31.90%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KTU Kunststofftechnik GmbH

Uhlstädt-Kirchhasel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

KTU Kunststofftechnik GmbH, UHLSTÄDT-KIRCHHASEL

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die KTU Kunststofftechnik GmbH (im Folgenden: KTU) ist ein Produzent für die Herstellung von Kosmetik- und Pharmaverpackungen mit Stammsitz in Uhlstädt-Kirchhasel, Deutschland. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Produktion und Fertigung von Verschlüssen, Kunststoffflaschen und Tiegel im B2B Bereich sowie deren Vertrieb.

Die KTU Kunststofftechnik GmbH (im Folgenden: KTU) ist 100%-ige Tochtergesellschaft der SHB GmbH, Crailsheim.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung ebenfalls 0,2 %. "Konjunkturelle und strukturelle Belastungen standen im Jahr 2024 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Wege", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2024 für Deutschland" in Berlin. "Dazu zählen zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau, aber auch unsichere wirtschaftliche Aussichten. In diesem Umfeld schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 erneut", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie, war das BIP 2024 um 0,5 % höher.

Während im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um um 0,2 % gesunken ist, hat sich der Rückgang im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 mit -0,1 % lediglich verlangsamt.

(Vgl. https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html)

Maßgeblich für die schwache konjunkturelle Entwiklung war die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe. Diese ging in 2024 Vergleich zum Vorjahr (erneut) insgesamt deutlich um 3,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine deutlich geringere Produktion in den Bereichen Maschinenbau und Automobilindustrie. In den energieintensiven Industriezweigen (insb. Chemie- und Metallindustrie) blieb die Produktion auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Im Baugewerbe nahm die Bruttowertschöpfung 2024 aufgrund anhaltend hoher Baupreise und Zinsen gegenüber dem Vorjahr mit -3,8% sogar noch etwas stärker ab.

Für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/2025 wird lediglich mit einer Stagnation gerechnet.

Nach der Konjunkturprognose Winter 2024 des ifo Institut soll das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 um 0,4 % zunehmen. Im Verlauf des Jahres 2026 dürfte sich die Konjunktur dann etwas erholen und das Bruttoinlandsprodukt um 0,8 % zulegen. Die Aussichten seien aber mit großen Unsicherheiten behaftet. So geht etwa der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in seiner Prognose aus Januar 2025 bereits von einem erneuten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2025 um 0,1 % aus. Im Fall neuer Zölle der USA drohe der EU ein Wachstumseinbruch, sodass die deutsche Wirtschaft statt 0,1 % sogar um fast 0,5% schrumpfen könnte.

"Die heimische Kunststoffverarbeitung kann sich der strukturellen Standortbelastung und Nachfrageschwäche in Deutschland nicht entziehen," erläutert Michael Weigelt, Geschäftsführer bei TecPart und fasste die Kernaussagen der erhobenen Marktdaten zusammen: "Der Gesamtumsatz wurde ermittelt auf Basis der Werte des Statistischen Bundesamtes und liegt für das Jahr 2024 bei 69,7 Mrd. Euro, damit schließt die Kunststoff verarbeitende Industrie um 4,3 Prozent schlechter ab als im Vorjahr." Hohe Standortkosten durch teuren Strom, überbordende Bürokratie und inflationsbedingte Lohnsteigerungen beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit.

(Vgl. https://www.tecpart.de/de/presse/651-marktdaten-kunststoffverarbeitung-2024-auftragsmangel-und-umsatzrueckgaenge-dominieren)

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse haben sich auf Grund niederigerer Kunststoffpreise um 3,7 % rückläufig entwickelt. Die Umsatzentwicklung entsprach dabei unseren Erwartungen. In einem umkämpften und rückläufigen Marktumfeld ist der Umsatzrückgang insgesamt moderat ausgefallen. Dies ist auf unsere Stärke, der Herstellung von Verschlüssen, Kunststoffflaschen und Tiegeln nach individuellen Kundenwünschen oder aus dem Standardsortiment, zurückzuführen. Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung zufrieden.

Forschung und Entwicklung

Hohe Qualität und Zuverlässigkeit ist ein Markenzeichen der KTU. Hierzu entwickeln wir unsere internen Prozesse, unsere Organisation und insbesondere unsere Mitarbeiter laufend weiter.

Investitionstätigkeit

Die Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2023/2024 war geprägt von gezielten Investitionen zur Erhaltung der Substanz und zum Ausbau unserer Produktionskapazitäten für Kunststoffflaschen. Im Geschäftsjahr haben wir erneut ca. EUR 1,0 Mio investiert. Die geleisteten Anzahlungen haben sich nur leicht um TEUR 70 auf TEUR 273 reduziert und verdeutlichen unsere anhaltende Investitions- und Innovationsbereitschaft.

Umweltbericht

Wir sehen den Nachhaltigkeitsgedanken als Chance, durch Innovationsstärke neue Verpackungslösungen umweltschonend zu gestalten. Das Sortiment der KTU besteht auch aus recycelten und Bio-Kunststoffen, so dass wir der Verschmutzung der Natur und der Weltmeere aktiv entgegen wirken können. Ergänzend können die Emissionen und der CO 2 -Ausstoß bei der Herstellung um bis zu 75% im Vergleich zur Neuware gesenkt werden.

Durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und unserem Know-How, können wir verschiedene, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, recycelte Materialien anbieten. Zur Produktion unserer Produkte verwenden wir recycelte HDPE, PP und PET Kunststoffe. Durch unsere innovative Entwicklung und spezielle Technologie ermöglichen wir es, zusätzlich zu Flaschen aus 100% rHDPE, auch PCR Kunststoffe aus dem "Gelben Sack" für Kosmetikprodukte einzusetzen. Verschlüsse werden vollständig in rPP aus "Gelbem Sack" und Flaschen anteilig im 2-Schicht Verfahren in rHDPE aus "Gelbem Sack" gefertigt. Alle von uns eingesetzten Materialien entsprechen den gesetzlichen Vorgaben und besitzen Konformitätserklärungen bis hin zur Lebensmittelfreigabe.

2.3 Lage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmenssteuerung sind insbesondere die Kennzahlen Rohertrag und EBITDA von Bedeutung.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Rohertrag lag im Geschäftsjahr 2023/2024 mit TEUR 6.609 um TEUR 215 über dem Vorjahreswert und entsprach somit unserer Prognose. Der über dem Vorjahr liegende Rohertrag konnte dabei den Anstieg der Personalaufwendungen sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wie erwartet nicht vollständig kompensieren. Die Personalaufwendungen sind im Zuge planmäßiger Lohnerhöhungen sowie dem Aufbau von Mitarbeiterkapazitäten um TEUR 333 auf TEUR 2.778 angestiegen, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 24 auf TEUR 2.308 reduziert werden konnte. Insgesamt hat sich das Betriebsergebnis um TEUR 75 auf TEUR 502 erhöht. Maßgeblich dazu beigetragen hat der leicht erhöhte Rohertrag.

Im Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft ein EBITDA von TEUR 1.526 ewirtschaften. Gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 1.619 bedeutet dies ein Rückgang um TEUR 93. Der deutliche Rückgang des EBITDA ist damit etwas höher als erwartet ausgefallen. Das Ergebnis vor Ertragssteuern liegt im Berichtsjahr bei TEUR 337 und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 336 (i.Vj.: Jahresüberschuss TEUR 270).

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um TEUR 268 reduziert. Der Rückgang ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Rückgang des Vorratsvermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Das Anlagevermögen blieb bei planmäßigen Abschreibungen von TEUR 1.023 nahezu konstant. Die liquiden Mittel haben sich deutlich erhöht. Die Gesellschaft weist zum 30.06.2024 ein Eigenkapital von TEUR 775 aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 10,7 %.

Auf der Passivseite belaufen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf TEUR 4.656 und befinden sich damit nahezu auf Vorjahresniveau. Der leichte Anstieg um TEUR 56 ist dabei auf die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen von über EUR 1,0 Mio zurückzuführen. Die weiteren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um TEUR 676 weiter reduziert.

Verbindlichkeiten konnten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen werden. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Bankdarlehen.

2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung

Zusammengefasst zeigen die Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, dass sich die KTU GmbH im Berichtsjahr operativ zufriedenstellend entwickelt hat. Durch die weitere Stärkung des Eigenkapitals durch die erfolgte Gewinnthesaurierung des Vorjahresergebnisses und den Jahresüberschuss im Geschäftsjahr hat sich die Kapitalbasis weiter verbessert. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung aus Sicht der Geschäftsleitung im Berichtsjahr sehr zufriedenstellend verlaufen.

3. Prognosebericht

Dieses Kapitel beinhaltet zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf derzeitigen Erkenntnissen, Einschätzungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Unsicherheiten und Risiken. Viele Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches des Unternehmens liegen, beeinflussen den Geschäftsverlauf und dessen Ergebnisse. Sie können dazu führen, dass der tatsächliche, von dem für die Zukunft prognostizierte Geschäftsverlauf der Gesellschaft abweicht.

Die Weltkonjunktur dürfte in den Jahren 2025 und 2026 auf ihrem moderaten Expansionskurs bleiben. Das Nachlassen der Inflation in den Industrieländern und steigende Realeinkommen stützen die Konsumnachfrage. Im Euroraum schlagen sich die Reallohnzuwächse allmählich in einer Belebung des privaten Konsums nieder. Dazu tragen der robuste Arbeitsmarkt und die gesunkene Inflation bei. Die Industriekonjunktur wird allerdings nur langsam Fahrt aufnehmen, auch weil die Investitionen erst allmählich anziehen.

Von der Fiskalpolitik sind im Prognosezeitraum keine Konjunkturimpulse zu erwarten, da viele der in den Vorjahren beschlossenen Stützungsmaßnahmen ausgelaufen sind und die teilweise hohe Staatsverschuldung wieder stärker in den Fokus der Wirtschaftspolitik rückt. In Summe wird die Wirtschaftsleistung im Euroraum in den Jahren 2025 und 2026 um jeweils 1,2 % zunehmen.

Die deutsche Wirtschaft tritt seit nunmehr fünf Jahren auf der Stelle. Im Jahr 2024 dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gerade so hoch sein wie im Jahr 2019 vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Damit durchläuft Deutschland die mit Abstand längste Stagnationsphase der Nachkriegsgeschichte. Alles in allem wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 um 0,4 % und im Jahr 2026 um 0,8 % zunehmen.

(Vgl. ifo Konjunkturprognose Winter 2024)

Die KTU wird ihre Vertriebsaktivitäten weiterhin konsequent an den Märkten ausrichten und neue Märkte zielgerichtet erschließen. Darüber hinaus werden wir in neue Maschinen investieren, um unser Produkportfolio und damit unsere Umsatzbasis weiter ausbauen. Zudem planen unsere Produktionskapazitäten durch neue Produktionssegmente noch besser auszulasten.

Die KTU hat bereits frühzeitig die Weichen für weiteres Wachstum gestellt, indem sie ihre Produkte zum Teil zu 100% aus recycelbaren Material herstellen kann. Das Geschäftsjahr 2023/2024 zeigte trotz nach wie vor hoher Preise für Rohstoffe und Energie eine weiterhin zufriedenstellende Nachfragesituation. Die bestehenden Produktionskapazitäten ermöglichen weiteres Wachstum. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 gehen wir auf Grund von schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedigungen und bei einer vorsichtigen Prognose unsererseits von einem deutlichen Rückgang des Rohertrags aus.

Bei erwarteten nahezu konstanten Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen erwarten wir ein EBITDA deutlich unter dem des aktuellen Geschäftsjahres. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 erwarten wir auch durch neue Geschäftsfelder einen deutlichen ansteigenden Rohertrag und ein EBITDA leicht über dem des aktuellen Geschäftsjahres. Für 2024/2025 erwarten wir durch ein negativeres Zinsergebnis ein Jahresergebnis deutlich unter dem Niveau des aktuellen Geschäftsjahres. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 erwarten wir durch Investitionen höhere Abschreibungen und trotz eines höheren Rohertrages ein deutlich rückläufiges Jahresergebnis.

4. Chancen und Risikobericht

4.1 Risikobericht

Die Gesellschaft unterliegt in ihrem Geschäft einer Vielzahl von Risiken, deren Eintreten die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage negativ beeinflussen können. Infolgedessen ist es möglich, dass die Gesellschaft ihre für die Zukunft definierten Unternehmensziele verfehlt. Die Gesamtrisikolage ist aufgrund der nach wie vor bestehenden Unsicherheit aus den Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere durch die Entwicklungen im Ukrainekonflikt verschärft. Insgesamt sehen wir die Risikolage jedoch als beherrschbar an. Die langfristig positiven Aussichten für die Gesellschaft bleiben weiterhin intakt.

Die bestehenden Risiken der KTU GmbH werden konsequent überwacht und geeignete Maßnahmen ergriffen, um den Fortbestand des Unternehmens nicht zu gefährden. Kern des Risikomanagementsystems ist ein umfassendes Planungs- und Berichtswesen, um die ganzheitliche Erfassung von Risiken sicher zu stellen. Hierdurch wird erreicht, dass alle Verantwortungsträger in die Analyse und Beurteilung der Risiken sowie die Erarbeitung und Umsetzung von Gegenmaßnahmen eingebunden sind. Der kontrollierte Umgang mit Risiken soll ferner dazu beitragen, bestehende Chancen konsequent zu nutzen und den Unternehmenswert entsprechend weiter zu steigern.

Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage können durch die internen Systeme und Prozesse frühzeitig erkannt werden. Die Kapitalbasis der Gesellschaft wurde in den letzten Jahren deutlich gestärkt. Uns stehen aktuell ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, so dass derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennbar sind. Neben ergriffenen Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität, werden wir weitere Geschäftsfelder auf- und ausbauen und damit die Profitabilität ab dem Geschäftsjahr 2025/2026 deutlich steigern.

Es ergeben sich die folgenden Risikobereiche:

Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut IFO Konjunkturprognose Winter 2024 der deutschen Wirtschaft deuten die aktuell vorliegenden Indikatoren für das Jahr 2025 auf ein geringes Wachstum hin. Die Aussichten für die kommenden beiden Jahre sind jedoch mit großen Unsicherheiten behaftet. Insbesondere vom Verarbeitenden Gewerbe gehen weiterhin keine positiven Wachstumsimpulse aus. Auch der Außenhandel und die Unternehmensinvestitionen entwickeln sich wenig dynamisch. Auf dem Arbeitsmarkt setzen sich der Rückgang der Erwerbstätigkeit und der Anstieg der Arbeitslosigkeit zunächst fort. Erst ab der zweiten Jahreshälfte 2025 dürfte sich diese Entwicklung langsam umkehren. Der private Konsum dürfte sich weiter erholen, aber nicht an Dynamik gewinnen. Zwar nehmen die real verfügbaren Einkommen und damit die Kaufkraft weiter zu. Allerdings bleibt die Sparquote vor dem Hintergrund der anhaltend großen Unsicherheit hoch. Die Baukonjunktur dürfte die Talsohle durchschritten haben und im Verlauf des kommenden Jahres wieder positiv zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beitragen.

(vgl. ifo Konjunkturprognose Winter 2024)

Die Herausforderungen im Geschäftsjahr 2024/2025 werden nach unserer Einschätzung gegenüber dem Vorjahr zunehmen. Wir erwarten zum Teil nur geringe Wachstumsimpulse der Realwirtschaft im Kalenderjahr 2024. Des weiteren haben sich die konjunkturellen Risiken durch die Zollpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika deutlich erhöht. Insofern erwarten wir einen weiter angespannten und hart umkämpften Markt und damit einen deutlichen Rückgang des Rohertrages.

Trotz der herausfordernden makroökonomischen Rahmenbedingungen erwarten wir auf Grund unserer Produktpalette zwar einen rückläufigen Rohertrag, jedoch keine gravierenden negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, so dass wir daher das Risko als gering einstufen.

Ergebnisorientierte Risiken

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Risikolage durch die hohe Unsicherheit der weiteren Entwicklung sowie der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzpolitik weiter verschärft. Unsere Auftragslage ist weiterhin stabil. Aus diesem Grund sehen wir das Risiko von Umsatzausfällen als gering an. Es ist trotzdem möglich, dass die schwache Konjunktur u.a. zu Forderungsausfällen, verlängerten Forderungslaufzeiten sowie Lieferketten- und Versorgungsengpässen führen kann. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit intensiviertem Forderungsmanagement, verstärkter Überwachung und Kommunikation mit den Lieferanten sowie Diversifizierung der Lieferantenbasis.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir im Wesentlichen in steigenden Energie-, Material- und Personalkosten, in der Personalrekrutierung generell und einem abflachenden Zuwachs der Weltwirtschaft.

Als energieintensives Unternehmen belasten hohe Energiekosten das Ergebnis. Die seit Ende 2021 stark gestiegenen Energiekosten haben daher einen maßgeblich negativen Einfluss auf unser Ergebnis. Diese werden jedoch nur zum Teil durch Produktivitätssteigerungen kompensiert werden können, so dass Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden müssen. Dies kann zu deutlichen Umsatz- und Ergebnisbelastungen führen.

Zur Minimierung der Abhängigkeit von steigenden Energiekosten prüfen wir laufend die Strompreisentwicklung und decken uns frühzeitig ein. Darüber hinaus begegnen wir den höheren Energiekosten durch den Ausbau unseres intelligenten Lastenmanagements sowie einer Verfeinerung unseres effizienten Energiemanagementsystems.

Abhängigkeiten von Rohstofflieferanten mindern wir durch die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an langjährigen Lieferanten. Durch eine entsprechende Diversifizierung der Lieferantenbasis können wir hierdurch nicht nur die Rohstoffverfügbarkeit gewährleisten sondern auch entsprechende Preissteigerungen durch entsprechende Alternativen besser ausgleichen.

Preisänderungsrisiken auf der Beschaffungsseite versuchen wir somit weitestgehend zu minimieren. Sofern dies jedoch nicht möglich ist, versuchen wir die Preiserhöhungen durch entspürechende Preisgleiklauseln an die Kunden weiterzureichen. Außerdem helfen hier unsere in der Vergangenheit getätigten Investitionen und Rationalisierungsmaßnahmen, um Preissteigerungen durch EInspareffekte abzumildern.

Wir erachten die Eintrittswahrscheinlichkeit und deren Auswirkungen für ergebnisorientierte Risiken als mittel.

Branchenspezifische Risiken

Das Risiko besteht durch vorhandenen Wettbewerbsdruck und weiterhin bestehender Überkapazitäten, mögliche Rohstoff- und Energiepreissteigerungen sowie dem bereits ersichtlichen Fachkräftemangel.

Die KTU GmbH begegnet dem Wettbewerbsdruck durch konzentrierte Fokussierung auf ihre Stärken und Kernkompetenzen. Unsere Aktivitäten im Bereich der Automatisierung unserer Produktion sowie dem Ausbau unserer Organisationsstrukturen werden wir beibehalten. Darüber hinaus sind wird durch unsere Produktionstechnologien in der Lage weitere bisher nicht erschlossene Märkte zu erschließen. Wir beobachten hierzu laufend einzelne Märkte und wägen einen Einstieg unter Kosten- und Ertragsgesichtspunkten ab.

Wir erachten die Eintrittswahrscheinlichkeit und deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten sowie finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen grundsätzlich sehr solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind, auch unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedignungen eher eine Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Dem Risiko aus Zahlungsstromschwankungen begegnen wir durch gezielte Ausnutzung von Zahlungszielen auf Lieferantenseite im Falle von verzögerten Zahlungsmitteleingängen von Kunden.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Beginn einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Die finanziellen Auswirkungen von Schadensrisiken sind, soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar, über entsprechende Versicherungen geringgehalten. Währungsrisiken sind nicht erkennbar.

Wir erachten die Eintrittswahrscheinlichkeit und deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering.

Über den üblichen Geschäftsbetrieb hinausgehende Risiken sowie bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

4.2 Chancenbericht

Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung sehen wir in unserer Marktpositionierung sowie den innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten und dem sehr umfassenden Produktportfolio. Dies sollte es uns ermöglichen unsere Marktposition zu festigen und weiter auszubauen.

Weiterhin sehen wir Chancen in der möglichen Automatisierung der Produktionsabläufe und hiermit einhergehenden Produktivitätssteigerungen. Durch gezielte Investitionen werden wir den Automatisierungsgrad in den nächsten Jahren sukzessive weiter steigern.

Darüber hinaus werden wir im Geschäftsjahr 2024/2025 unser Produktionskapazitäten durch ein neues Geschäftssegment besser auszulasten. Geplant ist die Produktionsaufnahme ab dem Q4 des Geschäftsjahres 2024/2025. Dies soll ohne signifikante Investitionen die Ertragskraft zukünftig deutlich steigern.

 

Uhlstädt-Kirchhasel, den 5. März 2025

KTU Kunststofftechnik GmbH

gez. Lutz Unger

gez. Reinhold Stolle

BILANZ ZUM 30. JUNI 2024

KTU KUNSTSTOFFTECHNIK GMBH, UHLSTÄDT-KIRCHHASEL

AKTIVA

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.809.028,00 4.813.356,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.016,00 14.460,00
II. Sachanlagen 4.801.012,00 4.798.896,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 2.455.774,71 2.710.133,12
I. Vorräte 1.503.630,24 1.858.119,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 349.903,49 556.015,50
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 602.240,98 295.998,62
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 4.984,54 14.355,88
7.269.787,25 7.537.845,00

PASSIVA

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL 775.415,82 439.839,10
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 1.079.856,31 1.079.856,31
III. Verlustvortrag -840.017,21 -1.110.512,68
IV. Jahresüberschuss 335.576,72 270.495,47
B. RÜCKSTELLUNGEN 184.624,72 168.611,13
C. VERBINDLICHKEITEN 6.309.746,71 6.929.394,77
7.269.787,25 7.537.845,00

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

2023/24
EUR
2022/23
EUR
1. Rohergebnis 6.609.903,70 6.394.244,29
2. Personalaufwand -2.777.822,19 -2.443.670,51
a) Löhne und Gehälter -2.258.484,36 -1.998.833,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -519.337,83 -444.836,73
3. Abschreibungen -1.022.605,49 -1.190.532,46
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.022.605,49 -1.190.532,46
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.307.827,10 -2.332.345,62
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -164.727,20 -155.947,34
6. Ergebnis nach Steuern 336.921,72 271.748,36
7. Sonstige Steuern -1.345,00 -1.252,89
8. Jahresüberschuss 335.576,72 270.495,47

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

KTU Kunststofftechnik GmbH, UHLSTÄDT-KIRCHHASEL

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der KTU Kunststofftechnik GmbH, Alt Saale 6, 07407 Uhlstädt-Kirchhasel (Amtsgericht Jena, HRB 513616) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr begann am 1. Juli 2023 und endete am 30. Juni 2024.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saldiert. Es handelt sich hierbei um Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen denselben Personen, die wirksam entstanden, gleichartig und fällig sind, dass sie gemäß § 387 BGB von beiden Seiten gegeneinander aufgerechnet werden können. Die Bilanzverkürzung beträgt T€ 948.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

ANLAGEVERMÖGEN

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer wird bei Software drei Jahre unterstellt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes unter Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen. Der Abnutzung wurde im Geschäftsjahr durch lineare Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer Rechnung getragen.

Eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag wird vorgenommen, soweit eine voraussichtliche dauerhafte Wertminderung vorliegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

UMLAUFVERMÖGEN

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB).

Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt verlustfrei.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Schlussbilanz, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

EIGENKAPITAL

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nominalwert angesetzt.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zum 30.06.2024 ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung der seit BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen nach der so genannten Projected Unit Credit Methode erstellen lassen. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,84 % zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2018 verwendet.

Aus der Abzinsung dieser Rückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 statt 7 Jahre resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € -457. Dieser Unterschiedsbetrag ist grundsätzlich für die Ausschüttung gesperrt.

Zur Abdeckung des Risikos wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die an die Versorgungsberechtigten verpfändet wurden. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung zum 30.06.2024 beträgt € 199.662,06.

Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen erfolgt gemäß IDW RH FAB 1.021 unter Annahme des Aktivprimats auf Basis des faktorbasierten Deckungskapitalverfahren mit Biometriefaktoren. Die Rückdeckungsversicherungen und der Teil der Pensionsverpflichtung, der durch die Rückdeckungsversicherungen finanziert wird, wird somit teilweise kongruent bewertet und damit der wirtschaftliche Nutzen der Rückdeckungsversicherungen besser abgebildet.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gemäß versicherungsmathematischem Gutachten zum 30.06.2024 basiert auf folgenden Parametern:

Zinssatz der Deutschen Bundesbank 30.06.2024: 1,84 %
Gehalts- und Rententrend: 0,0%
Fluktuationswahrscheinlichkeit: 0,0%
Bewertungsmethode: Projected Unit Credit Methode
Biometrische Parameter: Richttafeln 2018G nach Heubeck

Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in Bilanz und GuV:

Pensionsverpflichtung per 30.06.2024 248.127,00
(= Deckungsvermögen) per 30.06.2024 199.662,06
Pensionsrückstellung Bilanz 48.464,94
Aufwand aus Pensionsverpflichtung 5.779,00
- davon Personalaufwand € -697,00
- davon Zinsaufwand € 6.476,00
Zeitwertänderungen Rückdeckungsversicherung 4.443,48
2.032,52

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten werden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt, der als Bestandteil des Anhangs diesem als Anlage beigefügt ist.

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen und Rückstellungen für Abschluss und Prüfung sowie Archivierung.

4. Verbindlichkeiten zum 30.06.2024

Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum 30.06.2024 auf insgesamt € 6.309.746,71 (Vorjahr: € 6.929.394,77), davon sind mittels Eigentumsvorbehalt im branchenüblichen Umfang, Grundschuld, Zuschussabtretung, Sicherungsübereignung sowie Abtretung aller gegenwärtigen und künftigen Ansprüche aus Liefungen und Leistungen sowie Vorratsvermögen (Globalzession) Verbindlichkeiten in Höhe von € 5.733.350,95 (Vorjahr: € 5.785.880,11) gesichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum 30.06.2024 in Höhe von € 4.656.280,61 (Vorjahr: € 4.600.153,11).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr bestehen zum 30.06.2024 in Höhe von € 1.929.286,39 (Vorjahr: € 2.732.930,42).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren bestehen zum 30.06.2024 in Höhe von € 2.980.353,55 (Vorjahr: € 2.662.451,16).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen zum 30.06.2024 in Höhe von € 1.400.106,77 (Vorjahr: € 1.534.013,19).

5. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB haben nicht bestanden.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 30. Juni 2024 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pacht-/Mietverträgen in Höhe von T€ 1.156. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind in Höhe von T€ 337 gegenüber verbundenen Unternehmen.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Im Personalaufwand sind unter den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung Beträge von € 784,11 (Vj: € -23.434,18) für die Altersversorgung enthalten.

Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von € 6.476,00 (Vj: € 4.659,00).

V. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Die nach wie vor herrschende Unsicherheit durch die Konsum-Zurückhaltung, die hohen Zinsen und Preissteigerungen sowie die schwache Weltkonjunktur werden nach derzeitigem Stand insgesamt zu keinen wesentlichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2024/25 führen. Wir verweisen hierzu auch auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

VI. SONSTIGE ANGABEN

1. Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von € 25.548,05 (Vj: € 0,00). Diese betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt unter den "Forderungen gegen verbundene Unternehmen".

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj: € 452.904,39).

2. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023/2024 auf neue Rechnung vorzutragen.

3. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch

Lutz Unger, kaufmännischer Geschäftsführer

Reinhold Stolle, technischer Geschäftsführer

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wird in Anspruch genommen.

4. Angaben zu Arbeitnehmern

Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 86 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon betreffen 52 gewerbliche Arbeitnehmer und 10 Angestellte sowie 24 geringfügig entlohnte bzw. kurzfristig Beschäftigte.

 

Uhlstädt-Kirchhasel, den 5. März 2025

gez. Lutz Unger

gez. Reinhold Stolle

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jul. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
30. Jun. 2024
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 243.932,53 0,00 0,00 0,00 243.932,53
243.932,53 0,00 0,00 0,00 243.932,53
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.182,74 0,00 0,00 0,00 47.182,74
Technische Anlagen und Maschinen 6.017.164,38 67.586,63 434.558,50 0,00 6.519.309,51
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.054.682,98 295.801,31 292.254,20 7.351,65 4.635.386,84
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 341.740,00 657.340,70 -726.812,70 0,00 272.268,00
10.460.770,10 1.020.728,64 0,00 7.351,65 11.474.147,09
10.704.702,63 1.020.728,64 0,00 7.351,65 11.718.079,62
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jul. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30. Jun. 2024
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 229.472,53 6.444,00 0,00 235.916,53
229.472,53 6.444,00 0,00 235.916,53
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.685,74 2.359,00 0,00 9.044,74
Technische Anlagen und Maschinen 2.773.921,38 629.404,13 0,00 3.403.325,51
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.881.266,98 384.398,36 4.900,50 3.260.764,84
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.661.874,10 1.016.161,49 4.900,50 6.673.135,09
5.891.346,63 1.022.605,49 4.900,50 6.909.051,62
NETTOBUCHWERTE
30. Jun. 2024
EUR
30. Jun. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.016,00 14.460,00
8.016,00 14.460,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.138,00 40.497,00
Technische Anlagen und Maschinen 3.115.984,00 3.243.243,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.374.622,00 1.173.416,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 272.268,00 341.740,00
4.801.012,00 4.798.896,00
4.809.028,00 4.813.356,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KTU Kunststofftechnik GmbH, Uhlstädt-Kirchhasel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KTU Kunststofftechnik GmbH, Uhlstädt-Kirchhasel, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KTU Kunststofftechnik GmbH, Uhlstädt-Kirchhasel, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Crailsheim, 5. März 2025

ETL AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Köhnlein, Wirtschaftsprüfer

Raschka, Wirtschaftsprüfer

SONSTIGES

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 5. März 2025 festgestellt.

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