Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 106438
Eingetragen
1.10.1997
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Verwaltung von und Beteiligung an Warenhandelsunternehmen aller Art im Vereinigten Königreich sowie Halten und Verwalten von Wirtschaftsgütern und Anlagegütern, Sach- und Vermögenswerten (Assets) im Vereinigten Königreich.

Historie

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Management

NameRolle
Rafaela-Sorina Oppelcz
seit 12.12.2024
Geschäftsführer
Yvonne Vogt
seit 12.12.2024
Geschäftsführer
Jürgen Herbert
seit 16.10.2024
Geschäftsführer
Martin Wollmann
seit 3.6.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Matthias Kirscht
seit 6.11.2018
Geschäftsführer
Christian Härtnagel
seit 26.1.2017
Geschäftsführer
Thilo Karl Hartmann
seit 6.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lidl Stiftung & Co. KGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
C E - International GmbH
Germany
5.113.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lidl Stiftung & Co. KG

Neckarsulm

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2017 bis zum 28.02.2018

Inhalt

Konzernbilanz zum 28. Februar 2018

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018

Konzernanhang

 

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

 

Erläuterungen zur Konzernbilanz

 

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

 

Sonstige Angaben

 

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Konzernlagebericht

 

Grundlagen des Konzerns

 

Wirtschaftsbericht

 

Geschäftsentwicklung

 

Ertragslage

 

Vermögenslage

 

Finanzlage

 

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

 

Chancen- und Risikobericht

 

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

 

Prognosebericht

Konzernbilanz zum 28. Februar 2018

Aktivseite

Mio. € Anhang 28.02.2017 28.02.2018
Anlagevermögen S. 6 23.659 26.483
Immaterielle Vermögensgegenstände   165 178
Sachanlagen   19.693 22.169
Finanzanlagen   3.801 4.136
Umlaufvermögen S. 8 5.167 5.599
Vorräte   2.266 2.757
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   1.147 1.002
Cash-Pool Guthaben   0 103
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   1.754 1.737
Rechnungsabgrenzungsposten   143 162
    28.969 32.244

Passivseite

     
Mio. € Anhang 28.02.2017 28.02.2018
Eigenkapital S. 8 10.109 10.766
Kommanditeinlage   6 6
Rücklagen   9.984 10.975
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung   -214 -389
Genussrechtskapital   332 173
Anteile anderer Gesellschafter   1 1
Rückstellungen S. 8 1.933 2.252
Verbindlichkeiten S. 9 16.908 19.204
Rechnungsabgrenzungsposten   17 17
Passive latente Steuern S. 9 2 5
    28.969 32.244

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018

Mio. € Anhang GJ 2016 GJ 2017
Umsatzerlöse S. 10 41.526 46.086
andere aktivierte Eigenleistungen   6 0
sonstige betriebliche Erträge S. 10 314 200
Materialaufwand S. 10 30.349 33.848
Personalaufwand S. 10 3.781 4.255
Abschreibungen   1.006 1.107
sonstige betriebliche Aufwendungen S. 11 5.076 5.486
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen   159 238
Erträge aus Ausleihungen Finanzanlagen   7 0
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)   1.800 1.828
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge S. 11 34 30
Zinsen und ähnliche Aufwendungen S. 11 89 122
Vergütung für Genussrechtskapital   36 52
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag S. 11 366 397
Konzernjahresüberschuss   1.343 1.287

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (Amtsgericht Stuttgart, HRA Nr. 102314) zum 28. Februar 2018 wurde nach den Vorschriften des PublG aufgestellt.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen einschließlich der Veränderung zum Vorjahr sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 13 dargestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen in Mio. €.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode unter Anwendung des Buchwertverfahrens bilanziert. Die Fortschreibung des At-Equity-Ansatzes erfolgte in Höhe des anteiligen Jahresergebnisses abzüglich der Ausschüttungen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Dabei erfolgte die Ermittlung der Anschaffungskosten soweit möglich zum Einkaufspreis, ansonsten retrograd (ausgehend vom Verkaufspreis). Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Genussrechtskapital wurde in Höhe des Rückzahlungsbetrages zum 28. Februar 2018 bzw. des aufgezinsten Einzahlungsbetrages ausgewiesen.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 2,2% bis 2,7% abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Teilweise wurden aus Bankdarlehen sowie Zins- und Währungsderivaten Bewertungseinheiten gebildet. Die sich ausgleichenden Wertschwankungen von Grund- und Sicherungsgeschäften wurden bilanziell nicht erfasst.

Die vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse wurden mit dem am Stichtag valutierten Betrag des besicherten Grundgeschäfts ausgewiesen. Soweit Gewährleistungen für Rahmenkredite Dritter gewährt wurden, erfolgte der Ausweis in Höhe des Haftungshöchstbetrages. Mithaftungen aufgrund sonstiger Verträge wurden mit einem Jahresbetrag der laufenden Verpflichtung angesetzt.

Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 1,5% und 35,0% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen und den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt.

Bei den assoziierten Unternehmen wurde das Wahlrecht gemäß § 310 HGB nicht ausgeübt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Gemäß § 304 Abs. 1 HGB wurden im Rahmen der Konsolidierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen eliminiert.

Auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern gem. § 306 HGB gebildet. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 3,9% und 24,0% bewertet und verrechnet.

Währungsumrechnung

Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden erfolgte gem. § 256a HGB. Währungseffekte aus der Bewertung von konzerninternen Darlehen in Euro werden bis zur Rückzahlung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Erträge und Aufwendungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet.

Die Währungsumrechnung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 308a HGB. Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Mio. € AHK
01.03.2017
Währungsumrechnung Zugänge
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 351 -1 45
geleistete Anzahlungen 15 0 3
Immaterielles Vermögen 366 -1 48
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 19.876 -245 2.297
Technische Anlagen und Maschinen 6 0 4
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.220 -42 980
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.276 -55 766
Sachanlagen 25.378 -342 4.047
Beteiligungen 5 0 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.736 0 335
sonstige Ausleihungen 60 0 0
Zinssicherungsgeschäfte 40 0 0
Finanzanlagen 3.841 0 335
  29.585 -343 4.430
Mio. € Abgänge Umbuchungen AHK
28.02.2018
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen -18 16 393
geleistete Anzahlungen -1 -13 4
Immaterielles Vermögen -19 3 397
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -175 788 22.541
Technische Anlagen und Maschinen 0 0 10
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -292 70 4.936
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -50 -861 1.076
Sachanlagen -517 -3 28.563
Beteiligungen 0 0 5
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 4.071
sonstige Ausleihungen 0 0 60
Zinssicherungsgeschäfte 0 0 40
Finanzanlagen 0 0 4.176
  -536 0 33.136
Mio. € kum. AfA 01.03.2017 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge kum. AfA 28.02.2018
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 201 0 33 -15 219
geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Immaterielles Vermögen 201 0 33 -15 219
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.797 -23 526 -104 4.196
Technische Anlagen und Maschinen 1 0 2 0 3
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.887 -11 546 -227 2.195
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Sachanlagen 5.685 -34 1.074 -331 6.394
Beteiligungen 0 0 0 0 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0
sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
Zinssicherungsgeschäfte 40 0 0 0 40
Finanzanlagen 40 0 0 0 40
  5.926 -34 1.107 -346 6.653
Mio. € Buchwert
28.02.2017
Buchwert
28.02.2018
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 150 174
geleistete Anzahlungen 15 4
Immaterielles Vermögen 165 178
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 16.079 18.345
Technische Anlagen und Maschinen 5 7
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.333 2.741
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.276 1.076
Sachanlagen 19.693 22.169
Beteiligungen 5 5
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.736 4.071
sonstige Ausleihungen 60 60
Zinssicherungsgeschäfte 0 0
Finanzanlagen 3.801 4.136
  23.659 26.483

Vorräte

Die Vorräte betreffen fast ausschließlich Handelswaren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mio. € 28.02.2017 28.02.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 164 111
sonstige Vermögensgegenstände 983 891
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 33 44
  1.147 1.002

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von Mio. € 40 (Vorjahr Mio. € 61) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen und im Wesentlichen Rückvergütungen betreffen.

Cash-Pool Guthaben

Die Cash-Pool Guthaben bestehen in voller Höhe gegenüber der SG Finance & Treasury Limited, Dublin.

Eigenkapital

Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von Mio. € 289 wurde vollständig den Verrechnungskonten der Kommanditisten gutgeschrieben.

Bei dem Genussrechtskapital handelt es sich um acht Genussscheine, die mit einer erfolgsabhängigen Vergütung ausgestattet sind. Das Kapital ist nachrangig gegenüber anderen Gläubigern, nimmt in voller Höhe am Verlust teil und ist bei einer Laufzeit bis zu verschiedenen Rückzahlungszeitpunkten in den Jahren 2020, 2026, 2027, 2028 und 2029 durch die Genussscheininhaber unkündbar. Die Veränderung im Geschäftsjahr betrifft den Rückkauf von sechs Genussscheinen (Mio. € 173) sowie die laufende Aufzinsung in Höhe von Mio. € 14.

Rückstellungen

Mio. € 28.02.2017 28.02.2018
Steuerrückstellungen 219 255
sonstige Rückstellungen 1.714 1.997
  1.933 2.252

Von den Rückstellungen haben Mio. € 241 eine Restlaufzeit größer einem Jahr.

Verbindlichkeiten

28.02.2017 28.02.2018
Mio. € < 1 Jahr Gesamt < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 2.416 7.285 3.072 5.379 1.422 9.873
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.644 4.644 4.806 0 0 4.806
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen * 36 36 101 0 0 101
sonstige Verbindlichkeiten 4.919 4.943 4.401 21 2 4.424
davon aus Steuern 261 261 312 0 0 312
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 54 54 61 0 0 61
  12.015 16.908 12.380 5.400 1.424 19.204

* Ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten betreffend

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind durch Grundpfandrechte (Mio. € 3.099) besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Mio. € 28.02.2017 28.02.2018
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.077 8.454
Verbindlichkeiten gegenüber SG Finance & Treasury Limited 1.164 1.386
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 44 33
  7.285 9.873

Im Vorjahr erfolgte der Ausweis der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der SG Finance & Treasury Limited, Dublin, noch unter den sonstigen Verbindlichkeiten und wurde entsprechend angepasst.

Passive latente Steuern

In diesem Posten sind ausschließlich latente Steuern gem. § 306 HGB enthalten.

Haftungsverhältnisse

Mio. € 28.02.2017 28.02.2018
aus Bürgschaften 1.374 1.291
aus Gewährleistungen 7.726 8.985
  9.100 10.276

Den Haftungsverhältnissen stehen Rückgriffsforderungen in Höhe von Mio. € 4.151 (Vorjahr Mio. € 3.384) gegenüber. Von den Haftungsverhältnissen bestehen Mio. € 1.695 gegenüber assoziierten Unternehmen. Aufgrund der Bonitätseinschätzung der Haftungsnehmer liegt kein erkennbares Risiko für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen Mio. € 2.184.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Handelswarenerlöse in Europa.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von Mio. € 43 (Vorjahr Mio. € 106) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende periodenfremde Erträge:

Mio. € GJ 2016 GJ 2017
Auflösung Rückstellungen 57 52
Anlageabgänge 45 12
übrige 2 4
  104 68

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet fast ausschließlich Aufwendungen für bezogene Waren.

Im Materialaufwand sind Fremdwährungsverluste in Höhe von Mio. € 8 (Vorjahr Mio. € 32) enthalten.

Personalaufwand

Mio. € GJ 2016 GJ 2017
Löhne und Gehälter 3.140 3.538
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 641 717
davon für Altersversorgung 65 70
  3.781 4.255

Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:

GJ 2016 GJ 2017
Arbeitnehmer 145.109 159.320
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Vollzeit 61.983 65.995
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Teilzeit 83.126 93.325
Auszubildende 853 714
  145.962 160.034

Umgerechnet auf Vollzeitkräfte wurden im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 130.914 (Vorjahr 118.802) Mitarbeiter beschäftigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von Mio. € 120 (Vorjahr Mio. € 37) sowie sonstige Steuern in Höhe von Mio. € 189 (Vorjahr Mio. € 166) enthalten.

Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Mio. € 23 (Vorjahr Mio. € 28) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verluste aus Anlageabgängen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 6) periodenfremde Erträge.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen Mio. € 1 (Vorjahr Mio. € 3) periodenfremde Aufwendungen.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen in Höhe von Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 2) aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten beinhaltet periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. € -17 (Vorjahr Mio. € -33).

Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken wurden von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden.

Zum Bilanzstichtag bestanden Zinssicherungsgeschäfte (CAPs) mit einem Nominalvolumen von Mio. € 1.465. Die CAPs, die in den Finanzanlagen ausgewiesen sind, besaßen am Bilanzstichtag keinen relevanten Marktwert. Die CAPs wurden in Vorjahren vollständig abgeschrieben, da nicht davon auszugehen war, dass die vereinbarte Zinsobergrenze im Absicherungsraum zur Anwendung kommt. An der Einschätzung ergab sich in diesem Geschäftsjahr keine Änderung.

Für Swap-Vereinbarungen mit einem Nominalvolumen von Mio. € 1.603 wurden auf Einzelvertragsebene Bewertungseinheiten gebildet. Für sämtliche Bewertungseinheiten stimmten während der gesamten Laufzeit des jeweiligen Derivats die wesentlichen bewertungsrelevanten Konditionen in Grund- und Sicherungsgeschäft überein. Damit lagen hochwirksame Sicherungsbeziehungen vor, aus denen während der Laufzeit der Sicherungsbeziehung keine bilanziell relevanten Unwirksamkeiten entstanden sind.

Mio. € Nominalvolumen
gesamt
Nominalvolumen mit Bewertungseinheit Marktwert Nominalvolumen ohne Bewertungseinheit Marktwert
Zinsswaps 134 134 0 0 0
Cross-Currency-Swaps 269 269 -12 0 0
Währungsswaps 1.389 1.200 0 189 -6
  1.792 1.603 -12 189 -6

Zur Absicherung von Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte betrug am Bilanzstichtag Mio. € 1.611. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte zu Marktwerten. Der Marktwert aller Devisentermingeschäfte betrug zum Bilanzstichtag saldiert Mio. € -52. Für negative Marktwerte wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von Mio. € 59 gebildet. Diese sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten.

Honorare des Konzernabschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen betrugen:

Mio. € GJ 2016 GJ 2017
Abschlussprüfung 1 1
sonstige Leistungen 24 18
  25 19

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2018 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften wurden erstmalig einbezogen. Die mit 2 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch. Die 3 kennzeichnet das Tochterunternehmen, das die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch nimmt.

Bei den im Geschäftsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Unternehmen ist das Vermögen durch Anwachsung bzw. Verschmelzung innerhalb des Konzerns verblieben.

Auf die Nennung von zwei Unternehmen wurde gem. § 313 Abs. 3 HGB verzichtet.

 

Neckarsulm, den 8. Mai 2018

LSt Stiftung

Jesper Hojer, Vorstand

Dr. Martin Golücke, Vorstand

 

PVG Geschäftsführungs-KG

Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG)

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Name der Gesellschaft Sitz
Vollkonsolidierung (100% Anteilsbesitz)      
Lidl Stiftung & Co. KG 2 Neckarsulm Deutschland
Alpha Finanz Zweite GmbH   Kreuzbruch Deutschland
Lidl Österreich GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
LIDL BELGIUM GmbH & Co. KG 3 Neckarsulm Deutschland
LIDL BELGIUM Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
Lidl Ireland GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl NEDERLAND GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Norge GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Northern Ireland GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl U.K. Assets GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl U.K. GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
AMRS Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
DMRS Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
EMRS Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
AE - Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
C E - Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
TE - Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
W E - Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
CRF-Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
ERF - Beteiligungs-GmbH 2 Kreuzbruch Deutschland
FRF-Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
MRF-Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
NRF-Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
Omikron Management Beratungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
PHO 1 Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
PHO 1 GmbH & Co. KG   Neckarsulm Deutschland
Rosecreek GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
W E - Holding GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
C E - Holding GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
CESU GmbH   Neckarsulm Deutschland
Lidl Romania GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Bulgaria GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Slovenija GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Hrvatska GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Magyarorszag GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Cyprus GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Eesti GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Suomi GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Nederland Holding GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Export International GmbH & Co. KG   Neckarsulm Deutschland
Lidl Export International Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
QRF - Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Lidl Hellas GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
YRF - Verwaltungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
YRF-Immobilien-GmbH   Neckarsulm Deutschland
Kochzauber Food GmbH   Berlin Deutschland
LIDL ITALIA S.r.l.   Arcole Italien
Lidl Servizi Immobiliari S.r.l.   Arcole Italien
SERLIO S.r.l.   Arcole Italien
Lidl Supermercados S.A.U.   Montcada i Reixac Spanien
Gestion de Autoservicios Adlid S.L.   Montcada i Reixac Spanien
Lidl CANARIAS S.L.   Montcada i Reixac Spanien
Brotos Gestiona S.L.   Güimar Spanien
Pittsfield Invest, S.L.U. 1 Madrid Spanien
Lidl Great Britain Limited   London England
Limburgse Distributie Maatschappij N.V.   Genk Belgien
Centre Logistique des Ardennes S.A.   Marche-en-Famenne Belgien
Centre Logistique de Wallonie S.A.   Courcelles Belgien
Logistiek Centrum Leie N.V.   Wevelgem Belgien
SINT-NIKLAAS LOGISTICS N.V.   Sint Niklaas Belgien
V.R.D. bvba   Merelbeke Belgien
Lidl & Companhia   Sintra Portugal
Lidl Logistics B.V.   Huizen Niederlande
Lidl Online International Logistics B.V. 1 Huizen Niederlande
Lidl Reizen B.V. 1 Huizen Niederlande
Lidl Hellas & Sia. O.E.   Sindos-Thessaloniki Griechenland
Lidl Hellas E.P.E.   Sindos-Thessaloniki Griechenland
Church Road Development Limited   Newbridge Irland
Shankill Shopping Centre Management Company Limited   Tallaght Irland
Lidl Northern Ireland Limited 1 Crumlin Nordirland
Lidl Malta Limited   Luqa Malta
Lidl Immobiliare Malta Limited   Luqa Malta
Lidl Logistica Malta Limited   Luqa Malta
Lidl Suomi Kommandiittiyhtiö   Vantaa Finnland
Lidl Holding Suomi Oy   Vantaa Finnland
Lidl Kiinteistöt Oy   Vantaa Finnland
Lidl Sverige Kommanditbolag   Solna Schweden
Lidl Sverige AB   Solna Schweden
Byggstommen i Borås AB   Solna Schweden
Rosersberg Fastighetsförvaltning AB   Solna Schweden
Byggstommen i Vallentuna AB   Stockholm Schweden
Fastighetsbolaget Rallarvägen 40 AB 1 Stockholm Schweden
Byggstommen i Visby AB 1 Solna Schweden
Lidl Danmark K/S   Kolding Dänemark
Lidl Management Danmark ApS   Kolding Dänemark
Lidl sp. z o.o.   Tarnowo Podgorne Polen
Lidl Polska Sp. z o.o.   Tarnowo Podgorne Polen
Lidl sp. z o.o. sp. k.   Tarnowo Podgorne Polen
Delta Marketing Services sp. z o.o. 1 Tarnowo Podgorne Polen
Lidl Ceska republika v.o.s.   Prag Tschechien
Lidl Holding s.r.o.   Prag Tschechien
Lidl stravenky v.o.s.   Prag Tschechien
Inserta s.r.o.   Prag Tschechien
Euripus s.r.o.   Prag Tschechien
ACL Investment v.o.s.   Prag Tschechien
Lidl Slovenska republiká v.o.s.   Bratislava Slowakei
Lidl Holding Slovenska republiká s.r.o.   Bratislava Slowakei
LEC SK Holding s.r.o.   Bratislava Slowakei
LEC SK, k.s.   Bratislava Slowakei
Lidl Magyarország Bt.   Budapest Ungarn
Lidl Holding KFT   Budapest Ungarn
Lidl US, LLC   Wilmington USA
Lidl US Management, Inc.   Wilmington USA
Lidl US Operations, LLC   Wilmington USA
Lidl US Purchasing, LLC   Wilmington USA
Lidl US Trading, LLC   Wilmington USA
LUS Gift Card, LLC 1 Arlington USA
Lidl Hrvatska d.o.o. k.d.   Velika Gorica Kroatien
Lidl d.o.o.   Velika Gorica Kroatien
LIDL Slovenija d.o.o. k.d.   Komenda Slowenien
LIDL Slovenija d.o.o.   Komenda Slowenien
LIDL CYPRUS   Larnaca Zypern
LIDL HOLDING LIMITED   Larnaca Zypern
Lidl Ventures Cyprus Limited   Larnaca Zypern
MERORA HOLDINGS Limited   Larnaca Zypern
Lidl Schweiz AG   Weinfelden Schweiz
Lidl Schweiz DL AG   Weinfelden Schweiz
LIDL ROMANIA SOCIETATE IN COMANDITA   Chiajna Rumänien
Lidl Discount S.R.L.   Aricesti Rahtivani Rumänien
Lidl Imobiliare Romania Management S.C.S.   Aricesti Rahtivani Rumänien
LIDL ROMANIA S.R.L.   Chiajna Rumänien
Lidl Bulgaria EOOD & CO. KD   Ravno pole Bulgarien
LIDL BULGARIA EOOD   Ravno pole Bulgarien
UAB "Lidl Lietuva"   Vilnius Litauen
Lidl Hong Kong Limited   Hongkong China
Schwarz Asia Pacific Sourcing Limited   Hongkong China
QA Services Hong Kong Limited   Hongkong China
LIDL ASIA LIMITED   Hongkong China
Lidl Srbija KD   Novi Belgrad Serbien
Lidl Srbija prodavnice DOO   Novi Belgrad Serbien
Lidl Latvija SIA   Riga Lettland
Lidl Eesti OÜ   Tallinn Estland
Assoziierte Unternehmen      
SG Finance & Treasury Limited (72,74% Anteilsbesitz, 50% Stimmrechte)   Dublin Irland
Im Geschäftsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedene Unternehmen      
Alpha Finanz GmbH   Kreuzbruch Deutschland
AMRS Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
QMRS Warenhandel GmbH   Neckarsulm Deutschland
TMRS Warenhandel GmbH   Neckarsulm Deutschland
IMRS-Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
ARF-Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
PMRS Warenhandel GmbH   Neckarsulm Deutschland
NE-Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
HMRS Warenhandel GmbH   Neckarsulm Deutschland
DABIZA Properties Limited   Newbridge Irland
Tallaght Future Unlimited   Newbridge Irland

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Der Konzern ist ein international agierendes Handelsunternehmen und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter der Marke "Lidl" Einzelhandelsumsätze in 26 Ländern erzielt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden erstmals Einzelhandelsumsätze in den USA vereinnahmt.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren in 2017 weiterhin positiv. Die Weltwirtschaft befand sich mit 3,3% Wachstum nach wie vor im Aufschwung. Der Anstieg der Weltproduktion führte dabei zu einer Ausweitung des Welthandels, nachdem dieser in den Jahren zuvor nur schwach gestiegen und zeitweise sogar rückläufig gewesen war.

Auch in der Europäischen Union setzte sich im Jahresverlauf der konjunkturelle Aufschwung fort, so dass die Wirtschaftsleistung einen Anstieg um 2,5% verzeichnen konnte. Diese Entwicklung wurde vor allem durch den privaten Konsum getragen, insbesondere aufgrund steigender Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote in der Europäischen Union sank von 8,6% auf 7,6%. Weiterhin führte die Zunahme der weltweiten Nachfrage zu höheren Exporten im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausweitung von Unternehmensinvestitionen hat sich aufgrund der anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen ebenfalls verstärkt. Die zunehmende Auslastung wirkte sich allerdings nur geringfügig auf die Verbraucherpreise aus. Zu Beginn des Jahres 2017 erhöhten sich zwar die Energiepreise, allerdings wirkte die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar dem Preisanstieg entgegen.

Die konjunkturelle Entwicklung fiel in den einzelnen Ländern der Europäischen Union sehr unterschiedlich aus. Die höchsten Wachstumsraten haben Irland mit 7,8% und Rumänien mit 6,8% erzielt. Von den drei größten Volkswirtschaften innerhalb der Europäischen Union hat Deutschland mit 2,5% das höchste Wachstum erzielt. Treibende Kraft dabei waren die privaten Konsumausgaben, die um 1,0% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Großbritannien erzielte ein Wachstum von 1,8%, wobei die vorläufige Einigung mit der Europäischen Union, bei der Großbritannien bis Ende 2020 im Europäischen Markt verbleiben kann, einen wichtiger Faktor darstellte.

Die mittel- und osteuropäischen Mitgliedstaaten erzielten mit durchschnittlich 4,7% erneut höhere Zuwächse im Vergleich zur Europäischen Union. Neben Rumänien verzeichnete die Wirtschaftsleistung u.a. in Slowenien, Polen und Tschechien ein etwa doppelt so hohes Wachstum.

1 Die Angaben beruhen auf der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2018 vom 19.04.2018 der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute.

Branchenentwicklung im Einzelhandel

Die Umsätze im Einzelhandel der Europäischen Union profitierten von dem konjunkturellen Aufschwung und stiegen um 2,4%. In Rumänien, Slowenien, Polen und der Slowakei konnten die höchsten Zuwächse verzeichnet werden, während Großbritannien deutlich unter dem Durchschnitt lag. In Italien, Belgien und Luxemburg hingegen gingen die Umsätze im Einzelhandel zurück.

Die positive Entwicklung zeichnete sich auch bei den Umsätzen im Lebensmitteleinzelhandel in der Europäischen Union ab. Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre konnte beibehalten und der Umsatz in 2017 um 1,2% gesteigert werden. Die Entwicklung der Umsätze im deutschen Lebensmitteleinzelhandel liegt mit 1,5% Wachstum über dem Durchschnitt der Europäischen Union.

Verbraucherpreise, Einzelhandels- sowie Lebensmitteleinzelhandelsumsätze

(Veränderung gegenüber dem Vorjahr)

Verbraucherpreise 2 Einzelhandel 3 Lebensmitteleinzelhandel 4
in % in % in %
2016 2017 2016 2017 2016 2017
Deutschland 0,4 1,7 1,4 2,8 1,2 1,5
Italien -0,1 1,3 0,4 -0,1 0,1 -0,3
Spanien -0,3 2,0 3,6 0,8 0,8 1,0
Niederlande 0,1 1,3 1,4 3,2 0,9 1,1
Belgien 1,8 2,2 -2,3 -0,2 -0,8 -1,5
Österreich 1,0 2,2 0,7 1,1 0,9 0,8
Griechenland 0,0 1,1 -0,6 1,3 0,0 -0,4
Finnland 0,4 0,8 1,1 3,2 0,4 1,9
Portugal 0,6 1,6 3,0 4,0 3,9 2,4
Irland -0,2 0,3 5,4 4,4 3,2 4,5
Slowakei -0,5 1,4 2,2 6,1 4,2 4,0
Slowenien -0,2 1,6 3,9 8,2 -0,9 2,2
Luxemburg 0,0 2,1 10,1 -23,0 0,7 1,5
Zypern -1,2 0,7 4,5 5,9 2,4 5,7
Malta 0,9 1,2 1,9 3,8 -2,0 5,9
Litauen 0,7 3,7 6,7 4,6 2,4 0,6
Euroraum 0,2 1,5 1,9 2,3 1,3 1,4
Großbritannien 0,7 2,7 5,5 1,1 3,7 -0,2
Polen -0,2 1,6 6,0 6,4 3,1 4,6
Schweden 1,1 1,9 2,4 1,9 1,1 0,5
Dänemark 0,0 1,1 0,4 1,1 -0,4 -0,2
Tschechien 0,6 2,4 5,1 5,8 2,7 2,7
Rumänien -1,1 1,1 13,3 11,2 13,3 6,8
Ungarn 0,4 2,4 4,7 5,3 2,8 2,9
Kroatien -0,6 1,3 1,5 3,5 -4,3 -1,4
Bulgarien -1,3 1,2 3,8 3,8 10,6 5,7
Europäische Union 0,3 1,7 2,8 2,4 1,9 1,2
Schweiz -0,5 0,6 -1,9 0,1 -0,9 -0,1
USA 0,5 1,7 2,2 1,8 -1,4 -0,2

2 Harmonisierter Verbraucherpreisindex.
3 Angaben des statistischen Amtes der EU (EuroStat) mit Stand 05.04.2018 bzw. für die USA OECD.Stat mit Stand 09.04.2018.
4 Inkl. Nahrungs- und Genussmittel, Getränke und Tabakwaren; EuroStat mit Stand 05.04.2018 bzw. für die USA OECD.Stat mit Stand 09.04.2018.

Geschäftsentwicklung

Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr von Mrd. € 41,5 auf Mrd. € 46,1 gesteigert werden, was einem Zuwachs um Mrd. € 4,6 oder 11,0% entspricht.

GJ 2016 GJ 2017 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in %
Umsatzerlöse 41.526 46.086 4.560 11,0
Materialaufwand 30.349 33.848 3.499 11,5
Rohertrag 11.177 12.238 1.061 9,5
Rohertragsquote 26,9% 26,6%    
Personalaufwand 3.781 4.255 474 12,5
sonstiger Aufwand abzgl. Ertrag 4.590 5.048 458 10,0
EBITDA 2.806 2.935 129 4,6
Umsatzrentabilität EBITDA 6,8% 6,4%    
Abschreibungen 1.006 1.107 101 10,0
EBIT 1.800 1.828 28 1,6
Umsatzrentabilität EBIT 4,3% 4,0%    
Zinsaufwand abzgl. Zinsertrag 91 144 53 58,2
Ertragsteuern 366 397 31 8,5
Konzernjahresüberschuss 1.343 1.287 -56 -4,2
Umsatzrendite 3,2% 2,8%    

Währungsbereinigt stiegen die Umsätze des Konzerns um 11,4%. Diese Entwicklung wird insgesamt von einem Umsatzwachstum in fast allen Ländern getragen.

Rohertrag

Der Rohertrag erhöhte sich von Mio. € 11.177 auf Mio. € 12.238. Bezogen auf die Umsatzerlöse verminderte sich die Rohertragsquote von 26,9% auf 26,6%.

EBIT

Das EBIT erhöhte sich um Mio. € 28 auf Mio. € 1.828. Die Umsatzrentabilität bezogen auf das EBIT ist von 4,3% auf 4,0% zurückgegangen. Dies resultiert insbesondere aus expansionsbedingten Anlaufkosten.

Konzernjahresüberschuss

Der Konzernjahresüberschuss verminderte sich plangemäß leicht um Mio. € 56 auf Mio. € 1.287. Die Umsatzrendite hat sich entsprechend von 3,2% auf 2,8% reduziert.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen stieg von Mrd. € 29,0 auf Mrd. € 32,2. Das entspricht einer Steigerung von 11,3%.

28.02.2017 28.02.2018 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Anlagevermögen 23.659 81,7 26.483 82,1 2.824 11,9
Immaterielles Vermögen 165 0,6 178 0,6 13 7,9
Sachanlagen 19.693 68,0 22.169 68,7 2.476 12,6
Finanzanlagen 3.801 13,1 4.136 12,8 335 8,8
Umlaufvermögen 5.167 17,8 5.599 17,4 432 8,4
Vorräte 2.266 7,8 2.757 8,6 491 21,7
Forderungen 1.147 3,9 1.002 3,1 -145 -12,6
Liquide Mittel 1.754 6,1 1.840 5,7 86 4,9
Rechnungsabgrenzungsposten 143 0,5 162 0,5 19 13,3
Gesamtvermögen 28.969 100,0 32.244 100,0 3.275 11,3

Investitionen

GJ 2016 GJ 2017 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in %
Investitionen in Sachanlagen 4.314 4.047 -267 -6,2
davon in Immobilien 3.323 3.063 -260 -7,8

Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Bedingt durch den Bau neuer Filialen und Lager ist das Investitionsvolumen in Sachanlagen mit Mrd. € 4,0 weiterhin auf einem hohen Niveau. Dabei betreffen Mrd. € 3,1 Investitionen in Immobilien.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 432. Die wesentliche Veränderung ergab sich aus dem Anstieg der Warenbestände.

28.02.2017 28.02.2018
Mio. € Mio. €
Eigenkapital 10.109 10.766
Anlagevermögen 23.659 26.483
Deckungsgrad I 42,7% 40,7%
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 5.142 7.066
Deckungsgrad II 64,5% 67,3%

Im Geschäftsjahr 2017 wird das Anlagevermögen mit 40,7% durch Eigenkapital gedeckt (Deckungsgrad I). Unter Einbeziehung des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals ergibt sich eine Anlagendeckung in Höhe von 67,3% (Deckungsgrad II).

Der durchschnittliche Warenbestand hat sich aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 17,8% erhöht. Die durchschnittliche Umschlaghäufigkeit verringerte sich auf 13,5.

GJ 2016 GJ 2017
Mio. € Mio. €
durchschnittlicher Warenbestand 2.132 2.511
Materialaufwand 30.349 33.848
durchschnittliche Lagerdauer in Tagen 25,3 26,7
durchschnittliche Umschlagshäufigkeit 14,2 13,5

Finanzlage

Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von Mio. € 10.766 aus.

28.02.2017 28.02.2018 Veränderung
Mio. € % Mio. € % absolut %
Eigenkapital 10.109 34,9 10.766 33,4 657 6,5
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 5.142 17,8 7.066 21,9 1.924 37,4
kurzfristiges Fremdkapital 13.699 47,2 14.390 44,6 691 5,0
Rechnungsabgrenzungsposten 17 0,1 17 0,1 0 0,0
Passive latente Steuern 2 0,0 5 0,0 3 >100
Gesamtkapital 28.969 100,0 32.244 100,0 3.275 11,3

Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 34,9% auf 33,4%. Ursache hierfür waren hohe Investitionen in das Anlagevermögen.

Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich um Mio. € 1.924 auf Mio. € 7.066 erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Das kurzfristige Fremdkapital nahm um Mio. € 691 zu. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch die Zunahme von Darlehensverbindlichkeiten geprägt.

Liquidität

GJ 2016 GJ 2017 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in %
langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 1.341 1.422 81 6,0
mittelfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 3.528 5.379 1.851 52,5
kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 2.416 3.072 656 27,2
Summe Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 7.285 9.873 2.588 35,5
abzüglich liquide Mittel 1.754 1.737 -17 -1,0
Nettofinanzverschuldung 5.531 8.136 2.605 47,1

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 um 47,1% auf Mio. € 8.136.

Plan-Ist-Vergleich

Im Vorjahr wurde von einer weiterhin positiven Unternehmensentwicklung ausgegangen. Aufgrund der Ausweitung und Modernisierung des Filialnetzes konnten im Vergleich zum Vorjahr die Umsatzerlöse um Mrd. € 4,6 und damit stärker als geplant gesteigert werden.

Im Rahmen der Lageberichterstattung 2016 wurde für das Geschäftsjahr 2017 von einem leicht rückläufigen Konzernjahresüberschuss ausgegangen. Der tatsächliche Konzernjahresüberschuss liegt mit Mrd. € 1,3 damit im Plan.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die positive Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in der Europäischen Union spiegelte sich auch in der Geschäftsentwicklung des Konzerns wider. Die Umsätze konnten im Jahresvergleich um 11,0% erhöht werden.

Der Konzernjahresüberschuss hat sich plangemäß von Mio. € 1.343 auf Mio. € 1.287 reduziert. Dies resultierte insbesondere aus expansionsbedingten Anlaufkosten.

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

"Wir übernehmen in unserem täglichen Handeln ökonomische, soziale und ökologische Verantwortung". Gemäß diesem Grundsatz setzen wir uns kontinuierlich dafür ein, Nachhaltigkeit in den Bereichen Sortiment, Umwelt und Mitarbeiter zu verbessern.

Sortiment

Im Rahmen unserer Sortimentsgestaltung übernehmen wir aktiv Verantwortung für Mensch und Natur. Im Einkauf verschiedener Rohstoffe, wie beispielsweise Kaffee, Tee, Kakao, Palmöl sowie tierischer Erzeugnisse wie Fisch oder Schalentiere, setzen wir auf Nachhaltigkeit. Dabei unterstützen wir Initiativen wie "Tierwohl" und arbeiten gezielt mit Siegelorganisationen, wie beispielsweise "Fairtrade", "UTZ Certified", "Rainforest Alliance" oder "MSC", zusammen.

Green Building

Unser verantwortungsvolles Handeln zeigt sich bereits beim Bau unserer Gebäude. Durch eine nachhaltige Bauweise können wir im späteren Betrieb der Filialen und Lager unseren Energiebedarf signifikant reduzieren und damit einen Beitrag zur Ressourcenschonung sowie zum Klimaschutz leisten. Wir setzen dabei neben hochwertigen Baustoffen mit optimalen Dämmeigenschaften auf LED-Beleuchtung zur Verminderung des Stromverbrauchs, den Einsatz von Kälte-Klima-Verbundanlagen zur Nutzung von Abwärme, Photovoltaikanlagen auf den Dächern und auf natürliche Kältemittel in den Kühlmöbeln. Auszeichnungen und Zertifizierungen bestätigen unser Engagement im Bereich des nachhaltigen Bauens und im Energiemanagement.

Transport und Logistik

In der Logistik liegt der Fokus neben einer optimalen LKW-Auslastung und einem optimierten Tourenplan auf alternativen Antriebskonzepten. Wir fördern Elektro-Mobilität und engagieren uns für den Klimaschutz. So nutzen wir vermehrt Elektro- und Gas-LKW und unterstützen die Verkehrsinfrastruktur durch den Bau von Elektro-Tankstellen, die sowohl für unsere LKW-Fahrer als auch für unsere Kunden kostenlos zur Verfügung stehen. Für diese Maßnahmen zur CO 2-Reduktion in der Logistik wurden wir als erster deutscher Einzelhändler mit dem "Lean and Green Award" ausgezeichnet.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Daher betreibt der Konzern kontinuierliche Personalentwicklungsmaßnahmen sowie eine vorausschauende Personalpolitik.

Veränderung
GJ 2016 GJ 2017 absolut in %
Mitarbeiteranzahl 145.962 160.034 14.072 9,6
Mitarbeiteranzahl auf Vollzeitbasis 118.802 130.914 12.112 10,2

Im Geschäftsjahr 2017 waren im Konzern insgesamt 160.034 Mitarbeiter beschäftigt.

Einhaltung des Mindestlohns

Bereits 2010 hat das Unternehmen als erster Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland einen internen Mindestlohn eingeführt, der kontinuierlich an die Arbeitsmarktsituation angepasst wird. In den meisten operativen Ländern, in denen ein gesetzlicher Mindestlohn besteht, übersteigen wir diesen sowohl bei unseren Filial- als auch bei unseren Lagermitarbeitern.

Qualifizierungsoffensive

Unsere Mitarbeiter in den Filialen und Lagern müssen sich stets neuen Herausforderungen stellen, die beispielsweise durch neue Produktsortimente oder durch ein komplexeres Tagesgeschäft entstehen. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, wurden beispielsweise zielgruppenspezifische Entwicklungs- und Qualifizierungsprogramme gestartet. Ziel dieser Programme ist die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter, so dass sie in einem veränderten und erweiterten Verantwortungsspektrum agieren können.

Personalkennzahlen

Veränderung
GJ 2016 GJ 2017 absolut in %
Personalaufwand Mio. € 3.781 4.255 474 12,5
Personalaufwandsquote in % 9,1 9,2    
Umsatz je Vollzeitkraft T€ 350 352 2 0,6

Insgesamt stieg der Personalaufwand des Konzerns um Mio. € 474 auf Mio. € 4.255 und lag damit erwartungsgemäß über dem Vorjahr. Der Anstieg spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen aufgrund gestiegener Umsätze sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen wider. Bezogen auf den Umsatz ist die Personalaufwandsquote von 9,1% auf 9,2% leicht gestiegen. Der Umsatz je Vollzeitkraft ist auf T€ 352 gestiegen.

Chancen- und Risikobericht

Wirtschaftspolitische Chancen und Risiken

Als international agierender Einzelhändler ist der Konzern vor allem von der wirtschaftlichen und politischen Situation in den Ländern abhängig, die z. B. durch Schuldenkrisen, Arbeitslosigkeit oder durch Einfuhrzölle den privaten Konsum beeinträchtigen kann. Durch die internationale Ausrichtung wird die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Märkte reduziert. Die geplante Erschließung neuer Länder steigert zudem die Möglichkeit, Nachfrageschwankungen einzelner Länder auszugleichen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden erstmalig Umsätze in den USA erzielt. In den kommenden Geschäftsjahren ist die Eröffnung erster Filialen in der Republik Serbien, Estland und Lettland geplant.

Aufgrund wirtschaftspolitischer Entscheidungen sowie der Expansion in neue Länder können sich Auswirkungen auf das Ergebnis des Konzerns ergeben.

Branchenbezogene Chancen und Risiken

Die wesentlichen Herausforderungen für den Lebensmitteleinzelhandel ergeben sich aus der zunehmenden Veränderung des Konsumverhaltens der Kunden sowie aus der fortschreitenden Digitalisierung. Weiterhin wird die Branche durch einen intensiven Wettbewerb geprägt, insbesondere in den Märkten Westeuropas.

Um dem entgegenzuwirken, setzen wir vor allem auf ein breites Angebot im Bereich der Eigenmarken sowie auf die Erweiterung des Sortiments um regional gehandelte Produkte. Neben einer hohen Qualität kombiniert mit günstigen Preisen, versuchen wir durch zunehmende Fokussierung auf ökologische, soziale oder auch gesundheitliche Aspekte den steigenden Kundenerwartungen gerecht zu werden. Durch Ausbau und Internationalisierung des Internethandels erweitern wir unsere Vertriebskanäle und erhöhen damit die Chancen neue Kunden zu gewinnen.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cash Flow sowie den Abschluss von Finanzkrediten wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt.

Bei Wareneinkäufen in Fremdwährung wirken sich Wechselkursänderungen auf Zahlungsströme und Ergebnisse aus. Die Wechselkursentwicklungen werden hinsichtlich Chancen und Risiken laufend analysiert. Insbesondere durch den anstehenden Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union besteht eine hohe Unsicherheit bezüglich der Entwicklung des Wechselkurses. Mögliche Risiken, die überwiegend aus dem Einkaufsvolumen in Fremdwährung resultieren, werden mit Devisentermingeschäften reduziert. Insgesamt bestanden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von Mrd. € 1,6.

Bei kurzfristigen Zinsbindungen kann ein verändertes Zinsniveau das Ergebnis beeinflussen. Die Zinsentwicklung wird aus diesem Grund kontinuierlich analysiert. Um mögliche Risiken daraus zu begrenzen, sind rd. 48% der Finanzkredite mit langfristigen Zinsbindungen versehen. Weiterhin waren zum Bilanzstichtag Zinssicherungsgeschäfte in Form von CAP-Vereinbarungen über ein Nominalvolumen von insgesamt Mrd. € 1,5 abgeschlossen, deren Absicherungszeitraum noch rd. drei Jahre beträgt. Durch die vereinbarten Zinsgrenzen zwischen 4,5% bis 5,0% ist das Zinsänderungsrisiko für den Konzern begrenzt.

Lieferantenchancen und -risiken

Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt. Um die Qualität der bezogenen Waren sicherzustellen, führt der Konzern selbst eine Vielzahl von Warenanalysen durch.

Weiterhin kann der Einzelhandel saisonalen Nachfrageschwankungen unterliegen. Längere Lieferzeiten oder Preiserhöhungen können zu möglichen Versorgungsengpässen führen. Aus diesem Grund werden Markt- und Ausfallrisiken laufend beobachtet bzw. neue Lieferanten akquiriert. Durch die Ausweitung des Lieferanten-Portfolios können Abhängigkeiten und Lieferengpässe minimiert und neue Produkte zur Kundengewinnung angeboten werden.

Personalchancen und -risiken

Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben.

Die weiterhin starke Expansion bietet die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen bei.

Rechtliche und steuerliche Risiken

Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet.

Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Die Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch Bildung einer angemessenen Risikovorsorge berücksichtigt.

Informationstechnische Risiken

Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch neue Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit Vertraulichkeit und Integrität von Informationen.

Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen.

Beurteilung der Gesamtrisiken

Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden.

Aus derzeitiger Sicht ergeben sich keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Lidl Stiftung & Co. KG dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Konzernabschluss führen können, erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren.

Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses

Kern der Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses sind die gruppenweit gültigen Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet, mit dem Abschlussprüfer abgestimmt und den dezentralen Landeseinheiten vorgestellt. Innerhalb dieser Richtlinien werden gruppenweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die von den jeweiligen Landeseinheiten zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Abschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit den dezentralen Landeseinheiten und mit dem Abschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Abschlusserstellung sichergestellt ist.

Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses

Die Erstellung derAbschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet.

Die originäre Erstellung des Konzernabschlusses der Lidl Stiftung & Co. KG erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SAP SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den SAP ERP-Systemen erfolgt durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SAP SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Abschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft.

Interne Revision

In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die Interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Darin enthalten ist die Prüfung des Abschlusserstellungsprozesses in jährlich wechselnden Ländern. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die gruppenweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien angewendet wurden.

Externe Prüfung

Der zentrale Abschlussprüfer der Lidl Stiftung & Co. KG prüft im Vorfeld die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien und stellt sie den dezentralen Abschlussprüfern zur Verfügung. Diese prüfen die wesentlichen Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen daraufhin, ob die anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften eingehalten wurden und bestätigen schriftlich deren vollständige Anwendung. Danach prüft der zentrale Abschlussprüfer den Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG und erteilt den Bestätigungsvermerk.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 5

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin positiv. Die Wirtschaftsleistung soll weltweit in 2018 um 3,4% steigen. Damit liegt die Wachstumsrate deutlich höher als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Unsicherheiten bezüglich dieser Entwicklung ergeben sich allerdings aus der Wirtschaftspolitik in den USA.

Die konjunkturelle Entwicklung in der Europäischen Union wird sich in 2018 voraussichtlich mit 2,3% auf gleichem Niveau wie im Vorjahr fortsetzen. Der private Konsum wird durch steigende Einkommen und sinkende Arbeitslosigkeit auch weiterhin eine wichtige Stütze der Konjunktur sein. Das Wirtschaftswachstum wird allerdings durch die hohe Kapazitätsauslastung langsam an Fahrt verlieren. Die Europäische Zentralbank wird ihr Anleihekaufprogramm voraussichtlich in 2018 beenden. Mit einer Anhebung der Leitzinsen wird aber in 2018 nicht gerechnet.

Auch die deutsche Wirtschaft wird den Aufschwung weiter fortsetzen. Der private Konsum, der vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau und höheren Einkommen profitiert, wird voraussichtlich um 0,6 % steigen. Weiterhin werden die zunehmenden Exporte und die Investitionstätigkeit zum Produktionszuwachs beitragen. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wird in 2018 voraussichtlich um 2,2% zulegen.

5 Die Angaben beruhen auf der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2018 vom 19.04.2018 der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute.

Entwicklung des Konzerns

Aufgrund einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gehen wir für das Geschäftsjahr 2018 von einer positiven Unternehmensentwicklung aus. Für das Geschäftsjahr 2018 werden ein moderates Umsatzwachstum und ein stabiles Jahresergebnis erwartet. Um dies zu erreichen wird nach wie vor auf eine konsequente Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Filialnetzes gesetzt. Im Geschäftsjahr 2018 werden erste Filialen in der Republik Serbien eröffnet.

 

Neckarsulm, den 8. Mai 2018

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lidl Stiftung & Co. KG

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lidl Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den für Unternehmen i.S.d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 S. 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Die Gesellschaft nimmt im Hinblick auf die Befreiungswirkung des Konzernabschlusses gem. § 291 HGB und gem. § 264 Abs. 4 HGB für die Rechnungslegungspflicht bestimmter Tochtergesellschaften die Erleichterung des § 13 Abs. 3 Satz 1 PublG nicht in Anspruch, hat jedoch entgegen der dann aus § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB i.V.m. § 13 Abs. 2 PublG resultierenden Verpflichtungen im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Organe nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i.S.d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 S. 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftset-zen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heilbronn, 9. Mai 2018

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