Tansanit Zehnte GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rafaela-Sorina Oppelcz seit 12.12.2024 | Geschäftsführer |
Yvonne Vogt seit 12.12.2024 | Geschäftsführer |
Jürgen Herbert seit 16.10.2024 | Geschäftsführer |
Martin Wollmann seit 3.6.2024 | Geschäftsführer |
Curt Tim Georg Dr. Cramer seit 22.12.2023 | Geschäftsführer |
Chrysovalantis, gen. Sokolakis, Chris Sokolakis seit 26.7.2022 | Geschäftsführer |
Matthias Kirscht seit 6.11.2018 | Geschäftsführer |
Christian Härtnagel seit 26.1.2017 | Geschäftsführer |
Thilo Karl Hartmann seit 6.6.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Lidl Stiftung & Co. KGEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lidl Stiftung & Co. KGNeckarsulmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2017 bis zum 28.02.2018Inhalt Konzernbilanz zum 28. Februar 2018 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 Konzernanhang
Konzernlagebericht
Konzernbilanz zum 28. Februar 2018Aktivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018
KonzernanhangErläuterung der Grundlagen und Methoden des KonzernabschlussesAllgemeine Hinweise Der Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (Amtsgericht Stuttgart, HRA Nr. 102314) zum 28. Februar 2018 wurde nach den Vorschriften des PublG aufgestellt. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen einschließlich der Veränderung zum Vorjahr sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 13 dargestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen in Mio. €. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode unter Anwendung des Buchwertverfahrens bilanziert. Die Fortschreibung des At-Equity-Ansatzes erfolgte in Höhe des anteiligen Jahresergebnisses abzüglich der Ausschüttungen. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Dabei erfolgte die Ermittlung der Anschaffungskosten soweit möglich zum Einkaufspreis, ansonsten retrograd (ausgehend vom Verkaufspreis). Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Genussrechtskapital wurde in Höhe des Rückzahlungsbetrages zum 28. Februar 2018 bzw. des aufgezinsten Einzahlungsbetrages ausgewiesen. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 2,2% bis 2,7% abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Teilweise wurden aus Bankdarlehen sowie Zins- und Währungsderivaten Bewertungseinheiten gebildet. Die sich ausgleichenden Wertschwankungen von Grund- und Sicherungsgeschäften wurden bilanziell nicht erfasst. Die vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse wurden mit dem am Stichtag valutierten Betrag des besicherten Grundgeschäfts ausgewiesen. Soweit Gewährleistungen für Rahmenkredite Dritter gewährt wurden, erfolgte der Ausweis in Höhe des Haftungshöchstbetrages. Mithaftungen aufgrund sonstiger Verträge wurden mit einem Jahresbetrag der laufenden Verpflichtung angesetzt. Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 1,5% und 35,0% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen und den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Bei den assoziierten Unternehmen wurde das Wahlrecht gemäß § 310 HGB nicht ausgeübt. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Gemäß § 304 Abs. 1 HGB wurden im Rahmen der Konsolidierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen eliminiert. Auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern gem. § 306 HGB gebildet. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 3,9% und 24,0% bewertet und verrechnet. Währungsumrechnung Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden erfolgte gem. § 256a HGB. Währungseffekte aus der Bewertung von konzerninternen Darlehen in Euro werden bis zur Rückzahlung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Erträge und Aufwendungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet. Die Währungsumrechnung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 308a HGB. Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro. Erläuterungen zur KonzernbilanzAnlagevermögen
Vorräte Die Vorräte betreffen fast ausschließlich Handelswaren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von Mio. € 40 (Vorjahr Mio. € 61) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen und im Wesentlichen Rückvergütungen betreffen. Cash-Pool Guthaben Die Cash-Pool Guthaben bestehen in voller Höhe gegenüber der SG Finance & Treasury Limited, Dublin. Eigenkapital Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von Mio. € 289 wurde vollständig den Verrechnungskonten der Kommanditisten gutgeschrieben. Bei dem Genussrechtskapital handelt es sich um acht Genussscheine, die mit einer erfolgsabhängigen Vergütung ausgestattet sind. Das Kapital ist nachrangig gegenüber anderen Gläubigern, nimmt in voller Höhe am Verlust teil und ist bei einer Laufzeit bis zu verschiedenen Rückzahlungszeitpunkten in den Jahren 2020, 2026, 2027, 2028 und 2029 durch die Genussscheininhaber unkündbar. Die Veränderung im Geschäftsjahr betrifft den Rückkauf von sechs Genussscheinen (Mio. € 173) sowie die laufende Aufzinsung in Höhe von Mio. € 14. Rückstellungen
Von den Rückstellungen haben Mio. € 241 eine Restlaufzeit größer einem Jahr. Verbindlichkeiten
* Ausschließlich sonstige
Verbindlichkeiten betreffend
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind durch Grundpfandrechte (Mio. € 3.099) besichert. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen setzen sich folgendermaßen zusammen:
Im Vorjahr erfolgte der Ausweis der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der SG Finance & Treasury Limited, Dublin, noch unter den sonstigen Verbindlichkeiten und wurde entsprechend angepasst. Passive latente Steuern In diesem Posten sind ausschließlich latente Steuern gem. § 306 HGB enthalten. Haftungsverhältnisse
Den Haftungsverhältnissen stehen Rückgriffsforderungen in Höhe von Mio. € 4.151 (Vorjahr Mio. € 3.384) gegenüber. Von den Haftungsverhältnissen bestehen Mio. € 1.695 gegenüber assoziierten Unternehmen. Aufgrund der Bonitätseinschätzung der Haftungsnehmer liegt kein erkennbares Risiko für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen Mio. € 2.184. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Handelswarenerlöse in Europa. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von Mio. € 43 (Vorjahr Mio. € 106) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende periodenfremde Erträge:
Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet fast ausschließlich Aufwendungen für bezogene Waren. Im Materialaufwand sind Fremdwährungsverluste in Höhe von Mio. € 8 (Vorjahr Mio. € 32) enthalten. Personalaufwand
Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:
Umgerechnet auf Vollzeitkräfte wurden im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 130.914 (Vorjahr 118.802) Mitarbeiter beschäftigt. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von Mio. € 120 (Vorjahr Mio. € 37) sowie sonstige Steuern in Höhe von Mio. € 189 (Vorjahr Mio. € 166) enthalten. Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Mio. € 23 (Vorjahr Mio. € 28) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verluste aus Anlageabgängen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 6) periodenfremde Erträge. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen Mio. € 1 (Vorjahr Mio. € 3) periodenfremde Aufwendungen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen in Höhe von Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 2) aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten beinhaltet periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. € -17 (Vorjahr Mio. € -33). Sonstige AngabenDerivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken wurden von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden. Zum Bilanzstichtag bestanden Zinssicherungsgeschäfte (CAPs) mit einem Nominalvolumen von Mio. € 1.465. Die CAPs, die in den Finanzanlagen ausgewiesen sind, besaßen am Bilanzstichtag keinen relevanten Marktwert. Die CAPs wurden in Vorjahren vollständig abgeschrieben, da nicht davon auszugehen war, dass die vereinbarte Zinsobergrenze im Absicherungsraum zur Anwendung kommt. An der Einschätzung ergab sich in diesem Geschäftsjahr keine Änderung. Für Swap-Vereinbarungen mit einem Nominalvolumen von Mio. € 1.603 wurden auf Einzelvertragsebene Bewertungseinheiten gebildet. Für sämtliche Bewertungseinheiten stimmten während der gesamten Laufzeit des jeweiligen Derivats die wesentlichen bewertungsrelevanten Konditionen in Grund- und Sicherungsgeschäft überein. Damit lagen hochwirksame Sicherungsbeziehungen vor, aus denen während der Laufzeit der Sicherungsbeziehung keine bilanziell relevanten Unwirksamkeiten entstanden sind.
Zur Absicherung von Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte betrug am Bilanzstichtag Mio. € 1.611. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte zu Marktwerten. Der Marktwert aller Devisentermingeschäfte betrug zum Bilanzstichtag saldiert Mio. € -52. Für negative Marktwerte wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von Mio. € 59 gebildet. Diese sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten. Honorare des Konzernabschlussprüfers Die Honorare des Konzernabschlussprüfers für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen betrugen:
Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Kreis der einbezogenen UnternehmenEinbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2018 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften wurden erstmalig einbezogen. Die mit 2 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch. Die 3 kennzeichnet das Tochterunternehmen, das die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch nimmt. Bei den im Geschäftsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Unternehmen ist das Vermögen durch Anwachsung bzw. Verschmelzung innerhalb des Konzerns verblieben. Auf die Nennung von zwei Unternehmen wurde gem. § 313 Abs. 3 HGB verzichtet.
Neckarsulm, den 8. Mai 2018 LSt Stiftung Jesper Hojer, Vorstand Dr. Martin Golücke, Vorstand
PVG Geschäftsführungs-KG Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG) Kreis der einbezogenen Unternehmen
KonzernlageberichtGrundlagen des KonzernsGeschäftstätigkeit Der Konzern ist ein international agierendes Handelsunternehmen und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter der Marke "Lidl" Einzelhandelsumsätze in 26 Ländern erzielt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden erstmals Einzelhandelsumsätze in den USA vereinnahmt. WirtschaftsberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren in 2017 weiterhin positiv. Die Weltwirtschaft befand sich mit 3,3% Wachstum nach wie vor im Aufschwung. Der Anstieg der Weltproduktion führte dabei zu einer Ausweitung des Welthandels, nachdem dieser in den Jahren zuvor nur schwach gestiegen und zeitweise sogar rückläufig gewesen war. Auch in der Europäischen Union setzte sich im Jahresverlauf der konjunkturelle Aufschwung fort, so dass die Wirtschaftsleistung einen Anstieg um 2,5% verzeichnen konnte. Diese Entwicklung wurde vor allem durch den privaten Konsum getragen, insbesondere aufgrund steigender Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote in der Europäischen Union sank von 8,6% auf 7,6%. Weiterhin führte die Zunahme der weltweiten Nachfrage zu höheren Exporten im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausweitung von Unternehmensinvestitionen hat sich aufgrund der anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen ebenfalls verstärkt. Die zunehmende Auslastung wirkte sich allerdings nur geringfügig auf die Verbraucherpreise aus. Zu Beginn des Jahres 2017 erhöhten sich zwar die Energiepreise, allerdings wirkte die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar dem Preisanstieg entgegen. Die konjunkturelle Entwicklung fiel in den einzelnen Ländern der Europäischen Union sehr unterschiedlich aus. Die höchsten Wachstumsraten haben Irland mit 7,8% und Rumänien mit 6,8% erzielt. Von den drei größten Volkswirtschaften innerhalb der Europäischen Union hat Deutschland mit 2,5% das höchste Wachstum erzielt. Treibende Kraft dabei waren die privaten Konsumausgaben, die um 1,0% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Großbritannien erzielte ein Wachstum von 1,8%, wobei die vorläufige Einigung mit der Europäischen Union, bei der Großbritannien bis Ende 2020 im Europäischen Markt verbleiben kann, einen wichtiger Faktor darstellte. Die mittel- und osteuropäischen Mitgliedstaaten erzielten mit durchschnittlich 4,7% erneut höhere Zuwächse im Vergleich zur Europäischen Union. Neben Rumänien verzeichnete die Wirtschaftsleistung u.a. in Slowenien, Polen und Tschechien ein etwa doppelt so hohes Wachstum. Branchenentwicklung im Einzelhandel Die Umsätze im Einzelhandel der Europäischen Union profitierten von dem konjunkturellen Aufschwung und stiegen um 2,4%. In Rumänien, Slowenien, Polen und der Slowakei konnten die höchsten Zuwächse verzeichnet werden, während Großbritannien deutlich unter dem Durchschnitt lag. In Italien, Belgien und Luxemburg hingegen gingen die Umsätze im Einzelhandel zurück. Die positive Entwicklung zeichnete sich auch bei den Umsätzen im Lebensmitteleinzelhandel in der Europäischen Union ab. Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre konnte beibehalten und der Umsatz in 2017 um 1,2% gesteigert werden. Die Entwicklung der Umsätze im deutschen Lebensmitteleinzelhandel liegt mit 1,5% Wachstum über dem Durchschnitt der Europäischen Union. Verbraucherpreise, Einzelhandels- sowie Lebensmitteleinzelhandelsumsätze(Veränderung gegenüber dem Vorjahr)
2 Harmonisierter Verbraucherpreisindex.
GeschäftsentwicklungErtragslage Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr von Mrd. € 41,5 auf Mrd. € 46,1 gesteigert werden, was einem Zuwachs um Mrd. € 4,6 oder 11,0% entspricht.
Währungsbereinigt stiegen die Umsätze des Konzerns um 11,4%. Diese Entwicklung wird insgesamt von einem Umsatzwachstum in fast allen Ländern getragen. Rohertrag Der Rohertrag erhöhte sich von Mio. € 11.177 auf Mio. € 12.238. Bezogen auf die Umsatzerlöse verminderte sich die Rohertragsquote von 26,9% auf 26,6%. EBIT Das EBIT erhöhte sich um Mio. € 28 auf Mio. € 1.828. Die Umsatzrentabilität bezogen auf das EBIT ist von 4,3% auf 4,0% zurückgegangen. Dies resultiert insbesondere aus expansionsbedingten Anlaufkosten. Konzernjahresüberschuss Der Konzernjahresüberschuss verminderte sich plangemäß leicht um Mio. € 56 auf Mio. € 1.287. Die Umsatzrendite hat sich entsprechend von 3,2% auf 2,8% reduziert. Vermögenslage Das Gesamtvermögen stieg von Mrd. € 29,0 auf Mrd. € 32,2. Das entspricht einer Steigerung von 11,3%.
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Bedingt durch den Bau neuer Filialen und Lager ist das Investitionsvolumen in Sachanlagen mit Mrd. € 4,0 weiterhin auf einem hohen Niveau. Dabei betreffen Mrd. € 3,1 Investitionen in Immobilien. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 432. Die wesentliche Veränderung ergab sich aus dem Anstieg der Warenbestände.
Im Geschäftsjahr 2017 wird das Anlagevermögen mit 40,7% durch Eigenkapital gedeckt (Deckungsgrad I). Unter Einbeziehung des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals ergibt sich eine Anlagendeckung in Höhe von 67,3% (Deckungsgrad II). Der durchschnittliche Warenbestand hat sich aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 17,8% erhöht. Die durchschnittliche Umschlaghäufigkeit verringerte sich auf 13,5.
Finanzlage Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von Mio. € 10.766 aus.
Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 34,9% auf 33,4%. Ursache hierfür waren hohe Investitionen in das Anlagevermögen. Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich um Mio. € 1.924 auf Mio. € 7.066 erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das kurzfristige Fremdkapital nahm um Mio. € 691 zu. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch die Zunahme von Darlehensverbindlichkeiten geprägt. Liquidität
Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 um 47,1% auf Mio. € 8.136. Plan-Ist-Vergleich Im Vorjahr wurde von einer weiterhin positiven Unternehmensentwicklung ausgegangen. Aufgrund der Ausweitung und Modernisierung des Filialnetzes konnten im Vergleich zum Vorjahr die Umsatzerlöse um Mrd. € 4,6 und damit stärker als geplant gesteigert werden. Im Rahmen der Lageberichterstattung 2016 wurde für das Geschäftsjahr 2017 von einem leicht rückläufigen Konzernjahresüberschuss ausgegangen. Der tatsächliche Konzernjahresüberschuss liegt mit Mrd. € 1,3 damit im Plan. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die positive Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in der Europäischen Union spiegelte sich auch in der Geschäftsentwicklung des Konzerns wider. Die Umsätze konnten im Jahresvergleich um 11,0% erhöht werden. Der Konzernjahresüberschuss hat sich plangemäß von Mio. € 1.343 auf Mio. € 1.287 reduziert. Dies resultierte insbesondere aus expansionsbedingten Anlaufkosten. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen"Wir übernehmen in unserem täglichen Handeln ökonomische, soziale und ökologische Verantwortung". Gemäß diesem Grundsatz setzen wir uns kontinuierlich dafür ein, Nachhaltigkeit in den Bereichen Sortiment, Umwelt und Mitarbeiter zu verbessern. Sortiment Im Rahmen unserer Sortimentsgestaltung übernehmen wir aktiv Verantwortung für Mensch und Natur. Im Einkauf verschiedener Rohstoffe, wie beispielsweise Kaffee, Tee, Kakao, Palmöl sowie tierischer Erzeugnisse wie Fisch oder Schalentiere, setzen wir auf Nachhaltigkeit. Dabei unterstützen wir Initiativen wie "Tierwohl" und arbeiten gezielt mit Siegelorganisationen, wie beispielsweise "Fairtrade", "UTZ Certified", "Rainforest Alliance" oder "MSC", zusammen. Green Building Unser verantwortungsvolles Handeln zeigt sich bereits beim Bau unserer Gebäude. Durch eine nachhaltige Bauweise können wir im späteren Betrieb der Filialen und Lager unseren Energiebedarf signifikant reduzieren und damit einen Beitrag zur Ressourcenschonung sowie zum Klimaschutz leisten. Wir setzen dabei neben hochwertigen Baustoffen mit optimalen Dämmeigenschaften auf LED-Beleuchtung zur Verminderung des Stromverbrauchs, den Einsatz von Kälte-Klima-Verbundanlagen zur Nutzung von Abwärme, Photovoltaikanlagen auf den Dächern und auf natürliche Kältemittel in den Kühlmöbeln. Auszeichnungen und Zertifizierungen bestätigen unser Engagement im Bereich des nachhaltigen Bauens und im Energiemanagement. Transport und Logistik In der Logistik liegt der Fokus neben einer optimalen LKW-Auslastung und einem optimierten Tourenplan auf alternativen Antriebskonzepten. Wir fördern Elektro-Mobilität und engagieren uns für den Klimaschutz. So nutzen wir vermehrt Elektro- und Gas-LKW und unterstützen die Verkehrsinfrastruktur durch den Bau von Elektro-Tankstellen, die sowohl für unsere LKW-Fahrer als auch für unsere Kunden kostenlos zur Verfügung stehen. Für diese Maßnahmen zur CO 2-Reduktion in der Logistik wurden wir als erster deutscher Einzelhändler mit dem "Lean and Green Award" ausgezeichnet. Mitarbeiter Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Daher betreibt der Konzern kontinuierliche Personalentwicklungsmaßnahmen sowie eine vorausschauende Personalpolitik.
Im Geschäftsjahr 2017 waren im Konzern insgesamt 160.034 Mitarbeiter beschäftigt. Einhaltung des Mindestlohns Bereits 2010 hat das Unternehmen als erster Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland einen internen Mindestlohn eingeführt, der kontinuierlich an die Arbeitsmarktsituation angepasst wird. In den meisten operativen Ländern, in denen ein gesetzlicher Mindestlohn besteht, übersteigen wir diesen sowohl bei unseren Filial- als auch bei unseren Lagermitarbeitern. Qualifizierungsoffensive Unsere Mitarbeiter in den Filialen und Lagern müssen sich stets neuen Herausforderungen stellen, die beispielsweise durch neue Produktsortimente oder durch ein komplexeres Tagesgeschäft entstehen. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, wurden beispielsweise zielgruppenspezifische Entwicklungs- und Qualifizierungsprogramme gestartet. Ziel dieser Programme ist die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter, so dass sie in einem veränderten und erweiterten Verantwortungsspektrum agieren können. Personalkennzahlen
Insgesamt stieg der Personalaufwand des Konzerns um Mio. € 474 auf Mio. € 4.255 und lag damit erwartungsgemäß über dem Vorjahr. Der Anstieg spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen aufgrund gestiegener Umsätze sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen wider. Bezogen auf den Umsatz ist die Personalaufwandsquote von 9,1% auf 9,2% leicht gestiegen. Der Umsatz je Vollzeitkraft ist auf T€ 352 gestiegen. Chancen- und RisikoberichtWirtschaftspolitische Chancen und Risiken Als international agierender Einzelhändler ist der Konzern vor allem von der wirtschaftlichen und politischen Situation in den Ländern abhängig, die z. B. durch Schuldenkrisen, Arbeitslosigkeit oder durch Einfuhrzölle den privaten Konsum beeinträchtigen kann. Durch die internationale Ausrichtung wird die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Märkte reduziert. Die geplante Erschließung neuer Länder steigert zudem die Möglichkeit, Nachfrageschwankungen einzelner Länder auszugleichen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden erstmalig Umsätze in den USA erzielt. In den kommenden Geschäftsjahren ist die Eröffnung erster Filialen in der Republik Serbien, Estland und Lettland geplant. Aufgrund wirtschaftspolitischer Entscheidungen sowie der Expansion in neue Länder können sich Auswirkungen auf das Ergebnis des Konzerns ergeben. Branchenbezogene Chancen und Risiken Die wesentlichen Herausforderungen für den Lebensmitteleinzelhandel ergeben sich aus der zunehmenden Veränderung des Konsumverhaltens der Kunden sowie aus der fortschreitenden Digitalisierung. Weiterhin wird die Branche durch einen intensiven Wettbewerb geprägt, insbesondere in den Märkten Westeuropas. Um dem entgegenzuwirken, setzen wir vor allem auf ein breites Angebot im Bereich der Eigenmarken sowie auf die Erweiterung des Sortiments um regional gehandelte Produkte. Neben einer hohen Qualität kombiniert mit günstigen Preisen, versuchen wir durch zunehmende Fokussierung auf ökologische, soziale oder auch gesundheitliche Aspekte den steigenden Kundenerwartungen gerecht zu werden. Durch Ausbau und Internationalisierung des Internethandels erweitern wir unsere Vertriebskanäle und erhöhen damit die Chancen neue Kunden zu gewinnen. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cash Flow sowie den Abschluss von Finanzkrediten wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt. Bei Wareneinkäufen in Fremdwährung wirken sich Wechselkursänderungen auf Zahlungsströme und Ergebnisse aus. Die Wechselkursentwicklungen werden hinsichtlich Chancen und Risiken laufend analysiert. Insbesondere durch den anstehenden Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union besteht eine hohe Unsicherheit bezüglich der Entwicklung des Wechselkurses. Mögliche Risiken, die überwiegend aus dem Einkaufsvolumen in Fremdwährung resultieren, werden mit Devisentermingeschäften reduziert. Insgesamt bestanden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von Mrd. € 1,6. Bei kurzfristigen Zinsbindungen kann ein verändertes Zinsniveau das Ergebnis beeinflussen. Die Zinsentwicklung wird aus diesem Grund kontinuierlich analysiert. Um mögliche Risiken daraus zu begrenzen, sind rd. 48% der Finanzkredite mit langfristigen Zinsbindungen versehen. Weiterhin waren zum Bilanzstichtag Zinssicherungsgeschäfte in Form von CAP-Vereinbarungen über ein Nominalvolumen von insgesamt Mrd. € 1,5 abgeschlossen, deren Absicherungszeitraum noch rd. drei Jahre beträgt. Durch die vereinbarten Zinsgrenzen zwischen 4,5% bis 5,0% ist das Zinsänderungsrisiko für den Konzern begrenzt. Lieferantenchancen und -risiken Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt. Um die Qualität der bezogenen Waren sicherzustellen, führt der Konzern selbst eine Vielzahl von Warenanalysen durch. Weiterhin kann der Einzelhandel saisonalen Nachfrageschwankungen unterliegen. Längere Lieferzeiten oder Preiserhöhungen können zu möglichen Versorgungsengpässen führen. Aus diesem Grund werden Markt- und Ausfallrisiken laufend beobachtet bzw. neue Lieferanten akquiriert. Durch die Ausweitung des Lieferanten-Portfolios können Abhängigkeiten und Lieferengpässe minimiert und neue Produkte zur Kundengewinnung angeboten werden. Personalchancen und -risiken Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben. Die weiterhin starke Expansion bietet die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen bei. Rechtliche und steuerliche Risiken Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet. Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Die Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch Bildung einer angemessenen Risikovorsorge berücksichtigt. Informationstechnische Risiken Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch neue Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit Vertraulichkeit und Integrität von Informationen. Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen. Beurteilung der Gesamtrisiken Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden. Aus derzeitiger Sicht ergeben sich keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und RisikomanagementsystemDas rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Lidl Stiftung & Co. KG dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Konzernabschluss führen können, erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren. Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses Kern der Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses sind die gruppenweit gültigen Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet, mit dem Abschlussprüfer abgestimmt und den dezentralen Landeseinheiten vorgestellt. Innerhalb dieser Richtlinien werden gruppenweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die von den jeweiligen Landeseinheiten zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Abschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit den dezentralen Landeseinheiten und mit dem Abschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Abschlusserstellung sichergestellt ist. Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses Die Erstellung derAbschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet. Die originäre Erstellung des Konzernabschlusses der Lidl Stiftung & Co. KG erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SAP SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den SAP ERP-Systemen erfolgt durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SAP SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Abschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft. Interne Revision In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die Interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Darin enthalten ist die Prüfung des Abschlusserstellungsprozesses in jährlich wechselnden Ländern. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die gruppenweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien angewendet wurden. Externe Prüfung Der zentrale Abschlussprüfer der Lidl Stiftung & Co. KG prüft im Vorfeld die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien und stellt sie den dezentralen Abschlussprüfern zur Verfügung. Diese prüfen die wesentlichen Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen daraufhin, ob die anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften eingehalten wurden und bestätigen schriftlich deren vollständige Anwendung. Danach prüft der zentrale Abschlussprüfer den Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG und erteilt den Bestätigungsvermerk. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Entwicklung 5 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin positiv. Die Wirtschaftsleistung soll weltweit in 2018 um 3,4% steigen. Damit liegt die Wachstumsrate deutlich höher als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Unsicherheiten bezüglich dieser Entwicklung ergeben sich allerdings aus der Wirtschaftspolitik in den USA. Die konjunkturelle Entwicklung in der Europäischen Union wird sich in 2018 voraussichtlich mit 2,3% auf gleichem Niveau wie im Vorjahr fortsetzen. Der private Konsum wird durch steigende Einkommen und sinkende Arbeitslosigkeit auch weiterhin eine wichtige Stütze der Konjunktur sein. Das Wirtschaftswachstum wird allerdings durch die hohe Kapazitätsauslastung langsam an Fahrt verlieren. Die Europäische Zentralbank wird ihr Anleihekaufprogramm voraussichtlich in 2018 beenden. Mit einer Anhebung der Leitzinsen wird aber in 2018 nicht gerechnet. Auch die deutsche Wirtschaft wird den Aufschwung weiter fortsetzen. Der private Konsum, der vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau und höheren Einkommen profitiert, wird voraussichtlich um 0,6 % steigen. Weiterhin werden die zunehmenden Exporte und die Investitionstätigkeit zum Produktionszuwachs beitragen. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wird in 2018 voraussichtlich um 2,2% zulegen. Entwicklung des Konzerns Aufgrund einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gehen wir für das Geschäftsjahr 2018 von einer positiven Unternehmensentwicklung aus. Für das Geschäftsjahr 2018 werden ein moderates Umsatzwachstum und ein stabiles Jahresergebnis erwartet. Um dies zu erreichen wird nach wie vor auf eine konsequente Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Filialnetzes gesetzt. Im Geschäftsjahr 2018 werden erste Filialen in der Republik Serbien eröffnet.
Neckarsulm, den 8. Mai 2018 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lidl Stiftung & Co. KG Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lidl Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Die Gesellschaft nimmt im Hinblick auf die Befreiungswirkung des Konzernabschlusses gem. § 291 HGB und gem. § 264 Abs. 4 HGB für die Rechnungslegungspflicht bestimmter Tochtergesellschaften die Erleichterung des § 13 Abs. 3 Satz 1 PublG nicht in Anspruch, hat jedoch entgegen der dann aus § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB i.V.m. § 13 Abs. 2 PublG resultierenden Verpflichtungen im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Organe nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i.S.d. § 11 PublG, die unter § 13 Abs. 3 S. 2 PublG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heilbronn, 9. Mai 2018 Ernst
& Young GmbH
Blesch, Wirtschaftsprüfer Holzmann, Wirtschaftsprüfer |
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