FW GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carolin, geb. Weitzmann Kramer seit 8.7.2025 | Prokura |
Katja, geb. Seizinger Weber seit 8.7.2025 | Prokura |
Sven Seizinger seit 3.1.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NDW Maschinenbau-Holding GmbH (vormals: NDW Draht und Stahl GmbH)EberbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Betätigungsfeld und Änderungen der Verhältnisse Unsere Gesellschaft war bis Ende 2023 am einzigen Standort der Gesellschaft in Eberbach mit 70 Mitarbeitern in der Drahtverarbeitung tätig und produzierte im Wesentlichen Drahtgitter und Geflechte. Diese Produkte wurden durch die von uns beauftragte Vertriebsgesellschaft hauptsächlich an das Bauhauptgewerbe geliefert. Darüber hinaus umfasste bzw. umfasst die Tätigkeit unserer Gesellschaft die Vermietung und Verpachtung von Immobilien, Maschinen und maschinellen Anlagen sowie die Erbringung von Dienstleistungen. Hierbei war die Verpachtung unserer - früher selbst betriebenen - Produktionsstätte in Plochingen ein wesentlicher Bestandteil unseres Vermietungsgeschäfts. Des Weiteren war bzw. ist unsere Gesellschaft als Holding an Unternehmen, die in der Drahtherstellung/-verarbeitung und im Geräte- und Fahrzeugbau tätig sind, beteiligt. Zukünftig soll unsere Gesellschaft nur noch als Beteiligungsholding und Besitzgesellschaft fungieren. In diesem Zusammenhang haben wir mit wirtschaftlicher Wirkung zum 27. Dezember 2023 die immateriellen Vermögensgegenstände und nahezu das gesamte Sachanlagevermögen, welches zur Drahtverarbeitung genutzt wurde, veräußert. Ebenso wurde das gesamte Vorratsvermögen zum Ende des Geschäftsjahres 2023 verkauft. Im Zuge der Veräußerung unserer Drahtverarbeitungs-Aktivitäten sind sämtliche Arbeitnehmer und Auszubildende zum Jahreswechsel auf ein übernehmendes Unternehmen übergegangen. Dieses wird zukünftig die bisher in unserem Unternehmen angesiedelten Dienstleistungen erbringen. Mit Notarvertrag vom 21. Juli 2023 wurden die Anteile an der ebenfalls in der Drahtverarbeitung tätigen Drahtwerk Ebersbach GmbH (DWE), Ebersbach/Fils, verkauft. Mit Notarvertrag vom 22. Dezember 2023 wurden die Anteile an der in der Drahtherstellung tätigen MSW Moselstahlwerk GmbH (MSW), Trier, verkauft. Weiterhin wurde mit Notarvertrag vom 31. August 2023 die Minderheitsbeteiligung an der in der Drahtverarbeitung tätigen SBS Sächsische Bewehrungsstahl GmbH (SBS), Glaubitz, verkauft. Unsere Tochtergesellschaft MAFI Transport-Systeme GmbH (MAFI), Tauberbischofsheim, ist im Geräte- und Fahrzeugbau tätig. Die Produktpalette des Unternehmens umfasst Geräte für den Transport schwerer Nutzlasten, auch in Verbindung mit integrierter Hebe- und Fördertechnik. Die Hauptmärkte sind Europa, der Mittlere Osten, Afrika, Südostasien und Nordamerika. Zum Kundenkreis zählen die Betreiber von Seehäfen und Güterverteilzentren, Reedereien und die Schwerindustrie. Mit Notarvertrag vom 22. Dezember 2023 hat unsere Gesellschaft Grundstücke, Gebäude und Außenanlagen am Standort Tauberbischofsheim erworben. Dieser Grundbesitz ist an die MAFI vermietet. Zur dauerhaften Stärkung des Eigenkapitals der MAFI haben wir in 2023 einen Gesellschafternachschuss in Höhe von T-EUR 20.000 geleistet. Ein Großteil der Fertigungsleistung der MAFI geht an ein seit Jahren mit MAFI eng zusammenarbeitendes Unternehmen, unsere neue Tochtergesellschaft TREPEL Airport Equipment GmbH (TAE), Tauberbischofsheim. Die Produkte dieser Gesellschaft gehören auch zum Bereich Flurförderzeuge bzw. Hebe- und Fördertechnik, sind aber für den Markt der Flugzeug-Bodenabfertigung bestimmt. Zum weltweiten Kundenkreis auf den Airports zählen die Flugzeug-Bodenabfertigungsgesellschaften, Flug- und Flughafengesellschaften sowie die Vermieter von Bodenabfertigungsgeräten. Mit Notarvertrag vom 31. August 2023 hat unsere Gesellschaft 100% der Anteile an der TAE erworben. Unsere Tochtergesellschaft MAFI & TREPEL Technology GmbH (MTT) fertigt am Standort Bremerhaven im Wesentlichen Geräte für die TAE. Zur dauerhaften Stärkung des Eigenkapitals der MTT haben wir in 2023 Gesellschafternachschüsse in Höhe von insgesamt T-EUR 11.000 geleistet. 2. Forschung und Entwicklung Unser Hauptaugenmerk lag im Drahtbereich in der weiteren Optimierung der Produktionsabläufe und Produktionsprozesse, insbesondere der Energieeinsparung. Bei der MAFI sind die aktuellen Aktivitäten hauptsächlich auf die Neuentwicklung eines Produktes sowie die Entwicklung und Integration alternativer Antriebs- und Steuerungssysteme des bestehenden Produktprogramms gerichtet. TAE beschäftigt im Bereich Entwicklung und Konstruktion (laufende Modellpflege und neue Produkte) rund 20 eigene Konstrukteure sowie zusätzlich fallweise externe Dienstleister. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz, Rohergebnis und das Ergebnis vor Steuern. Diese werden in Abschnitt II. Wirtschaftsbericht Ziffer 3.a) für das abgelaufene Geschäftsjahr kommentiert sowie in Abschnitt IV. Prognosebericht (Ausblick) für das Geschäftsjahr 2024 behandelt. Ein wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator ist unsere Umwelt- und Energiepolitik. Als Gradmesser dient uns hierbei die Zertifizierung unseres Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001:2015 und unseres Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2018. Das Energiemanagementsystem umfasst alle Maßnahmen, um einen minimalen Energieverbrauch sicherzustellen. MAFI verfügt über ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2015 sowie die Herstellerqualifikation zum Schweißen von Stahlbauten nach DIN EN ISO 3834-2:2006. Diese sichern eine gleichbleibende Qualität und werden durch jährliche Audits überprüft. Die Gewährleistungskosten konnten im Jahr 2023 nicht auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre gehalten werden. Für das Folgejahr erwartet MAFI ein gleichbleibendes Niveau. Im Rahmen der Modellpflege und Produktneuentwicklung wird davon ausgegangen, durch die weiter verbesserte Technik die Kundenzufriedenheit wieder zu steigern. Bei TAE sind die Gewährleistungskosten weiter auf einem niedrigen Niveau, weshalb TAE auch von einer großen Kundenzufriedenheit ausgeht. II. Wirtschaftsbericht 1. Konjunkturelle Rahmenbedingungen Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums stellt sich die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage zum Jahreswechsel 2023/2024 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar. Nach Informationen des Statistischen Bundesamts ergibt sich für das Gesamtjahr 2023 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %. Die Inflationsrate belief sich im Jahresverlauf auf 5,9 %, im Dezember 2023 lag sie bei 3,7 %. Die europäische Wirtschaft hat in 2023, vor dem Hintergrund der hohen Lebenshaltungskosten, der schwachen Auslandsnachfrage und der Straffung der Geldpolitik, an Dynamik verloren. In der Winterprognose 2024 der Europäischen Kommission wurde das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für das Jahr 2023 von 0,6 % (Wert aus der Herbstprognose) auf 0,5 % korrigiert. Laut einer Pressemitteilung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie ergibt sich für das Gesamtjahr 2023 für alle Betriebe ein Umsatzminus von preisbereinigt 5 %. Die nominal schwachen Zuwächse waren stark preisgetrieben und wurden durch die starken Materialpreissteigerungen aufgezehrt. Im Wohnungsbau gab es einen Umsatzeinbruch von real 12 %. Im Wirtschaftsbau und auch im Öffentlichen Bau seien die Umsätze um real 1 % zurückgegangen. Nach einer im Dezember 2023 veröffentlichten Prognose von EUROCONSTRUCT wurde ein Rückgang der europäischen Bautätigkeit von 1,7 % für das Jahr 2023 prognostiziert. Der für die MAFI wichtige Markt Seehafen ist abhängig von der weltweiten Entwicklung der Containerschifffahrt und insbesondere den Containerumschlagszahlen sowie den Frachtraten. Die Corona-Pandemie hat zwar den Containerumschlag-Index im Jahr 2020 kurzfristig deutlich sinken lassen, aber bereits im 4. Quartal 2020 wieder das Niveau von vor Covid-19 erreicht, welches aktuell weiterhin Bestand hat. Der Containerumschlag-Index des RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) beläuft sich saisonbereinigt im Dezember 2023 auf 125,1 Punkte und bewegt sich auf Vorjahresniveau. Bei der TAE hat sich die Marktentwicklung im Bereich der Flugzeug-Bodenabfertigungsgeräte nach dem Absturz im Jahr 2020 ab Herbst 2021 spürbar belebt und den Aufwärtstrend auch in 2022 und 2023 fortgesetzt. Der sogenannte "Total-traffic" stieg nach der IATA (International Air Transport Association)-Pressemitteilung vom Januar 2024 in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 36,9 % und erreichte im Berichtsjahr ein Volumen von 94,1 % im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit (2019). Das "Statista Research Department" veröffentlichte am 18. April 2024 eine Anzahl von rd. 38 Millionen Flüge weltweit im Vergleich zum Jahr 2019 mit rund 47 Millionen Flügen. Das entspricht rd. 81 % Volumenanteil im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit und bestätigt die Pressemitteilung der IATA. Boeing berichtet in dem seit 1961 jährlich publizierten Commercial Market Outlook 2022-2041 von einem Wachstum im Bereich Air Cargo in den letzten 10 Jahren von durchschnittlich 4,4 %. 2. Geschäftsverlauf Das vergangene Geschäftsjahr war vor diesem gesamtwirtschaftlichen Hintergrund herausfordernd. Hinzu kamen die Folgen eines Cyberangriffs im April 2023. Wesentliche Auswirkungen, insb. Produktionsausfälle, ergaben sich daraus für unsere Gesellschaft aber nicht. Innerhalb dieses schwierigen Umfeldes waren die Produktions- und Absatzmengen unserer Produkte deutlich niedriger als im Vorjahr. Unsere Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. 21.100 t (Vorjahr: 26.300 t) Drahterzeugnisse produziert und (ohne den Verkauf des gesamten Vorratsvermögens zum Jahresende 2023) rd. 22.000 t (Vorjahr: 28.100 t) abgesetzt. Die sonstigen Umsatzerlöse aus der Vermietung und Verpachtung und der Erbringung von Dienstleistungen (Kostenweiterbelastungen) lagen in Summe unter Vorjahresniveau. 3. Lage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse sind von T-EUR 48.075 im Vorjahr auf T-EUR 42.732 gesunken. Der überwiegende Umsatzanteil (ohne den Verkauf des gesamten Vorratsvermögens zum Jahresende 2023) in Höhe von T-EUR 30.251 (Vorjahr: T-EUR 44.007) resultiert aus dem Verkauf von Drahterzeugnissen; der Rückgang um ca. 31,3 % ergibt sich aus einer um rd. 21,8 % geringeren Absatztonnage und einem um rd. 11,7 % niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreisniveau. Aus dem Verkauf des gesamten Vorratsvermögens zum Jahresende 2023 ergaben sich außergewöhnliche Erlöse in Höhe von T-EUR 8.852. Die Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen (Kostenweiterbelastungen) und die sonstigen Erlöse lagen mit T-EUR 2.829 unter Vorjahresniveau (T-EUR 3.431). Die Miet- und Pachteinnahmen betrugen T-EUR 801 (Vorjahr: T-EUR 637). Unter Berücksichtigung der Bestandsminderung bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen von T-EUR 6.841 (Vorjahr: Bestandserhöhung T-EUR 1.170) und aktivierten Eigenleistungen von T-EUR 45 hat sich die Gesamtleistung auf T-EUR 35.936 (Vorjahr: T-EUR 49.266) reduziert. Die Bestandsminderung steht im Zusammenhang mit dem Verkauf des gesamten Vorratsvermögens zum Jahresende 2023 und stellt daher außergewöhnliche Aufwendungen dar. Bei einem um rd. 25 % unter dem Vorjahresniveau liegenden durchschnittlichen Einstandspreis für das Vormaterial sank der Materialeinsatz auf T-EUR 31.262 (Vorjahr: T-EUR 39.103); in Relation zur gefallenen Gesamtleistung verschlechterte sich die Materialeinsatzquote von 79,4 % auf 87,0 %. Ein Teil des Materialeinsatzes in Höhe von T-EUR 2.010 steht im Zusammenhang mit dem Verkauf des gesamten Vorratsvermögens zum Jahresende 2023, stellt ebenfalls außergewöhnliche Aufwendungen dar und hat die Materialaufwandsquote überproportional erhöht. Für 2023 ergab sich damit ein gegenüber dem Vorjahr um T-EUR 5.489 niedrigerer Rohertrag von T-EUR 4.674. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind signifikant um T-EUR 49.787 auf T-EUR 50.014 angestiegen. Dies ergibt sich insbesondere aus dem Verkauf sämtlicher immaterieller Vermögensgegenstände und nahezu des gesamten Sachanlagevermögens gegen Ende des Geschäftsjahres 2023; hieraus wurden Buchgewinne von insgesamt T-EUR 20.198 erzielt. Des Weiteren ergaben sich aus dem Verkauf der Anteile an der DWE und der MSW sowie der Beteiligung an der SBS Buchgewinne von in Summe T-EUR 29.590. Diese Erträge stellen außergewöhnliche Erträge dar. Somit beträgt das Rohergebnis T-EUR 54.688 (Vorjahr: T-EUR 10.390). Der Personalaufwand in Höhe von T-EUR 5.397 liegt bei einer im Jahresdurchschnitt nahezu unveränderten Mitarbeiterzahl um T-EUR 124 unter dem Vorjahresniveau von T-EUR 5.521. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen liegen mit T-EUR 949 um T-EUR 94 über dem Vorjahresbetrag. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T-EUR 710 auf T-EUR 3.656 erhöht. Veränderungen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergaben sich insbesondere bei den Kosten für Instandsetzung und Instandhaltung (+T-EUR 318), den Verlusten aus Anlageabgängen (+T-EUR 180), den Aufwendungen für Porto und Telefon (+T-EUR 107) und den Wertberichtigungen (+T-EUR 140). Die Abgangsverluste stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf sämtlicher immaterieller Vermögensgegenstände und nahezu des gesamten Sachanlagevermögens gegen Ende des Geschäftsjahres 2023 und stellen außergewöhnliche Aufwendungen dar. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T-EUR 3 (Vorjahr: T-EUR 21) stammen aus einer Gewinnausschüttung der Neckarhafen Plochingen GmbH. Im Vorjahr waren Erträge aus Gewinnabführungsverträgen von T-EUR 5.289 angefallen. Der zugrundeliegende Ergebnisabführungsvertrag mit der DWE wurde zum Jahresende 2022 gekündigt und somit im Vorjahr letztmalig durchgeführt. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen außerplanmäßige Abwertungen auf die Anteile an der MTT (T-EUR 13.003), die Anteile an der MAFI (T-EUR 20.000) und die Anteile an der TAE (T-EUR 3.015). Diese wurden aufgrund der anhaltenden Verlustsituation und dem dadurch bei den Tochtergesellschaften eingetretenen Eigenkapitalverzehr vorgenommen. Diese Abschreibungen sind außergewöhnliche Aufwendungen. Das negative Zinsergebnis beträgt T-EUR 895 (Vorjahr: T-EUR 225). Im Zinsaufwand sind auch Bereitstellungszinsen in Höhe von T-EUR 7 für eine nicht in Anspruch genommene Kreditlinie enthalten. Im Wesentlichen aufgrund der Ergebniseffekte aus den außergewöhnlichen Erträgen und den außergewöhnlichen Aufwendungen weisen wir ein gegenüber dem Vorjahr um T-EUR 11.723 deutlich verbessertes Ergebnis vor Steuern von T-EUR +7.776 aus. Nach Abzug von Ertragsteuern in Höhe von T-EUR 4.194 (unter Berücksichtigung von latenten Steuern) und sonstigen Steuern in Höhe von T-EUR 91 beträgt das Jahresergebnis T-EUR +3.491 (Vorjahr: T-EUR -5.838). b) Vermögens- und Finanzlage Unser Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 T-EUR 31.857 (Vorjahr: T-EUR 28.367). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 21,5 % (Vorjahr: 21,6 %) bezogen auf die gestiegene Bilanzsumme. Wesentliche Gründe für die um T-EUR 17.113 höhere Bilanzsumme sind auf der Aktivseite ein um T-EUR 1.251 gestiegenes Sachanlagevermögen und eine Erhöhung des Buchwerts der Finanzanlagen um insgesamt T-EUR 93.657 bei gleichzeitiger Verringerung des Umlaufvermögens um T-EUR 77.795. Die Veränderung bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen ergibt sich als Saldo aus Zugängen von T-EUR 9.039 (im Wesentlichen Immobilienvermögen Tauberbischofsheim), Abgängen zu Buchwerten von T-EUR 6.839 (Verkäufe Bereiche Eberbach und Plochingen) und Abschreibungen des Geschäftsjahres von T-EUR 949. Die Veränderung bei den Finanzanlagen setzt sich zusammen aus Zugängen aus dem Erwerb der Anteile an der TAE (+T-EUR 13.015) und den geleisteten Gesellschafternachschüssen an die MTT (+T-EUR 11.000) bzw. an die MAFI (+T-EUR 20.000). Aufgrund von Umgliederungen kurzfristiger Forderungen in Ausleihungen an verbundene Unternehmen ergaben sich Zugänge bei der MTT (+T-EUR 30.000), bei der MAFI (+T-EUR 50.000) und bei der TAE (+T-EUR 10.000). Abgänge ergaben sich aus den Verkäufen der Anteile an der DWE (-T-EUR 1.124) und der MSW (-T-EUR 3.010) sowie der Beteiligung an der SBS (-T-EUR 206). Des Weiteren fielen, wie schon genannt, außerplanmäßige Abwertungen auf die Anteile an der MTT, an der MAFI und an der TAE von in Summe T-EUR 36.018 an. Gegenläufig hierzu sind die Vorräte - insbesondere aufgrund des Verkaufs des gesamten Vorratsvermögens zum Jahresende 2023 - um T-EUR 12.924 niedriger ausgewiesen als im Vorjahr; die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind stichtagsbezogen - unter Berücksichtigung der schon genannten Umgliederungen in Ausleihungen an verbundene Unternehmen - um T-EUR 64.801 zurückgegangen. Auf der Passivseite hat sich das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft durch den Jahresüberschuss 2023 um abgerundet T-EUR 3.490 verbessert. Die Rückstellungen sind mit T-EUR 8.780 um T-EUR 1.475 höher ausgewiesen als im Vorjahr; die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind stichtagsbezogen um T-EUR 77.496 gestiegen. Gegenläufig hierzu haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten stichtagsbezogen um T-EUR 66.879 reduziert. Aufgrund von Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz sind passive latente Steuern in Höhe von T-EUR 1.522 auszuweisen. Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt nach wie vor im Wesentlichen über das Eigenkapital und durch den Konzern. Des Weiteren steht eine Banklinie zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Bankverbindlichkeiten. Die finanziellen Verpflichtungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit erfüllt werden. Das Investitionsvolumen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände belief sich in 2023 auf T-EUR 9.039 (Vorjahr: T-EUR 2.003). Der positive Cashflow beträgt im Berichtsjahr, auf Basis des Jahresüberschusses unter Hinzurechnung der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen sowie der Veränderung der Pensionsrückstellungen, T-EUR 4.360 (Vorjahr: negativer Cashflow T-EUR 4.888). 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Das vergangene Geschäftsjahr war geprägt von den ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Folgen eines Cyberangriffs im April 2023. Der Geschäftsverlauf blieb, trotz unbefriedigender Produktions- und Absatzmengen, hinsichtlich der Umsatzerlöse im Rahmen unserer Erwartungen. Das von den vorgenannten Sondereffekten signifikant positiv beeinflusste Jahresergebnis war dagegen zufriedenstellend. III. Chancen- und Risikobericht 1. Geänderte Risiko- und Chancenlage durch Beendigung der Produktionstätigkeit und der Tätigkeit als Dienstleister Aufgrund der Beendigung der Produktions- und Dienstleistungstätigkeit zum Jahresende 2023 sind bzw. waren die nachfolgenden Risiken und Chancen, die diese Bereiche betreffen, nur bis zu diesem Zeitpunkt relevant. Gesonderte Risiken aus der Beendigung dieser Tätigkeiten in 2024, die über die bereits im Abschluss berücksichtigten wesentlichen Risiken hinausgehen, sehen wir zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht. 2. Branchenbezogene Risiken Unsere Gesellschaft bewegte sich im Drahtbereich in einem extrem zyklischen Markt mit starken Preisschwankungen auf der Bezugs- und der Absatzseite. Auf der Angebotsseite bestehen nach wie vor Überkapazitäten. Eine Einschätzung der zukünftigen Entwicklung ist auch über einen kurzfristigen Zeitraum daher nur sehr eingeschränkt möglich. Wir sahen dieses Marktpreisrisiko als bedeutend für unsere Gesellschaft an. 3. Energiepolitische Risiken Die Energiewende in Deutschland stellt die energieintensive Industrie in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. Die Bundesregierung hat sich am 9. November 2023 (Strompreispaket) u.a. darauf verständigt, die energieintensive Industrie angesichts der anhaltend hohen Strompreise weiter zu entlasten. Die temporäre Absenkung der Stromsteuer auf den EU-Mindeststeuersatz von 0,5 €/MWh für Unternehmen des produzierenden Gewerbes wurde im Januar 2024 umgesetzt. Die energieintensive Industrie muss auch weiterhin von den Entlastungstatbeständen profitieren, ansonsten könnte die Ertragssituation im internationalen Wettbewerb signifikant negativ beeinträchtigt werden. Infolge des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit des Bundeshaushalts entfallen zukünftig die Zuschüsse aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds in Höhe von 5,5 Mrd. Euro auf bundesweite Gebühren der vier großen Übertragungsnetzbetreiber. Insofern haben sich die Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber in 2024 erhöht. Angesichts der Beendigung unserer Produktionstätigkeit schätzen wir diese Risiken als für uns nicht mehr relevant ein. 4. Regulatorische Risiken Wir erwarten für die inländische Stahl- und Drahtbranche anhaltenden regulatorischen und gesellschaftlichen Druck zur Erreichung einer umweltfreundlichen Energieerzeugung, eines emissionsfreien Energieverbrauchs sowie einer klimaneutralen Ressourcen- und Rohstoffbasis. Das hieraus resultierende Risiko für unsere Wettbewerbsfähigkeit ist seit Beendigung unserer Produktionstätigkeit für uns entfallen. 5. Konjunkturelle Risiken und Chancen Der Ausblick zur weiteren Entwicklung der Wirtschaft ist nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet. Auch wenn die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist und voraussichtlich im Geschäftsjahr 2024 weiter sinken wird, ist der Ausblick zur weiteren Entwicklung der Wirtschaft vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen mit großen Unsicherheiten behaftet. Eine weitere Eskalation der aktuellen geopolitischen Konflikte könnte zu Beeinträchtigungen globaler Lieferketten und damit zu Einschränkungen bei der Energie- und Rohstoffversorgung führen. Chancen eröffnen sich insbesondere bei einem stärkeren Nachfragewachstum infolge einer besseren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als angenommen. 6. IT-Risiken Unsere Gesellschaft ist hinsichtlich der vorhandenen betrieblichen Abläufe in hohem Maße von einer funktionierenden IT-Landschaft abhängig. Ein Ausfall oder auch nur eine wesentliche Einschränkung der eingesetzten IT kann insofern erheblichen Einfluss auf unsere betrieblichen Abläufe haben. Das Risiko einer solchen IT-Störung hat sich in der jüngsten Vergangenheit in der deutschen Wirtschaft und damit auch für unsere Gesellschaft durch einen massiven Anstieg von Cyberkriminalität deutlich erhöht. So war auch unsere Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einem schädlichen Angriff ausgesetzt, dessen Folgen und die Schadensbehebung derzeit so gut wie abgeschlossen sind. Wir schätzen die Risiken aus der IT-Abhängigkeit als hoch ein. Die hieraus drohenden Konsequenzen eines Ausfalls haben sich seit der Beendigung unserer Produktions- und Dienstleistungstätigkeit indessen deutlich verringert. 7. Risiken und Chancen aus den Beteiligungen im Bereich Geräte- und Fahrzeugbau Seit dem Verkauf unserer Beteiligungen im Bereich Drahterzeugnisse (DWE, MSW) und dem Erwerb weiterer Beteiligungen im Bereich Geräte- und Fahrzeugbau (TAE) zu den bereits vorhandenen Beteiligungen MAFI und MTT sind nunmehr die Risiken dieser Tochtergesellschaften mittelbar für uns relevant. Als Hauptrisiken werden dort gesehen: steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Beeinträchtigungen in der termingerechten Beschaffung bei Lieferanten; geopolitische Risiken mit Auswirkungen auf den Welthandel. Für TAE wird zusätzlich das Risiko eines vermehrten Wettbewerbs von chinesischen Herstellern in Asien und Europa genannt. Chancen für die Produktpalette der TAE werden langfristig unverändert im großen Luftfahrtmarkt mit weiter wachsenden Passagierzahlen und Frachtaufkommen gesehen; diese Chancen bestehen für die TAE, zugleich aber auch für deren Fertigungsunternehmen MAFI und MTT. Als unmittelbare Risiken aus dem Halten der Beteiligungen an diesen Tochtergesellschaften im Bereich Geräte- und Fahrzeugbau sehen wir für uns den möglichen künftigen Finanzierungsbedarf in diesem Bereich. Gesonderte Risiken aus der Finanzierung dieser Tochtergesellschaften, die über die bereits im Jahresabschluss 2023 berücksichtigten wesentlichen Risiken und vorgenommenen Maßnahmen hinausgehen, sehen wir zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts indessen nicht. 8. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Insgesamt hat sich die Chancen- und Risikolage im Vergleich zum Vorjahr wegen der Beendigung der Produktionstätigkeit grundlegend verändert (siehe auch bereits oben beschrieben). Etliche Risiken haben sich verringert oder sind gänzlich entfallen, umgekehrt sind durch den Verkauf der Drahtaktivitäten auch Ertragschancen weggefallen. Hinzugekommen bzw. verstärkt haben sich die oben genannten mittelbaren Risiken und Chancen aus dem Bereich Geräte- und Fahrzeugbau. Darüber hinaus gehende außerordentliche Chancen und Risiken für unsere Gesellschaft sehen wir derzeit nicht. Auch sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken für unsere Gesellschaft. IV. Prognosebericht (Ausblick) In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024, der im Februar veröffentlicht wurde, erwartet die deutsche Bundesregierung ein minimales Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 %. Das ist deutlich weniger als noch in der Herbstprojektion angenommen. Im Oktober 2023 war die Bundesregierung von einem möglichen BIP-Wachstum um 1,3 % ausgegangen. Nach Ansicht der Bundesregierung kommt Deutschland langsamer aus der Krise als erhofft. Als Faktoren wurden die geopolitischen Veränderungen seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, aber auch die Inflation genannt. Mit Ausblick auf das laufende Jahr sei ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres 2023 von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage auszugehen. Die Inflation ist im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 %. Für das laufende Jahr wird mit einem Rückgang auf 2,8 % gerechnet. Nach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die EU-Wirtschaft schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. In der von der Europäischen Kommission im Februar 2024 vorgelegten Winterprognose wird das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für 2024 von 0,9 % (Wert aus der Herbstprognose) auf 0,5 % in der EU und von 1,2 % auf 0,8 % im Euro-Währungsgebiet korrigiert. Der für die MAFI-Produkte wichtige RWI/ISL-Containerumschlag-Index zeigt nach dem Abschwächen der Corona Pandemie über die letzten Jahre einen klaren Trend nach oben. In der Meldung vom 26. April 2024 weist der Index nach der aktuellen Schnellschätzung im März einen saisonbereinigten Wert von 129,3 Punkten aus. Die Entwicklung bei den TREPEL-Produkten ist vor allem vom nationalen und internationalen Verkehrsaufkommen im Luftverkehr abhängig. Boeing prognostiziert im aktuellen Commercial Market Outlook 2022-2041 über die nächsten Jahre ein durchschnittliches Traffic-Wachstum von 3,8 % und im Bereich Air Cargo eines von 4,1 %. Der sogenannte "Air passenger traffic" wird nach der IATA (International Air Transport Association) zwischen 2023 und 2040 um jährlich 4,2 % wachsen. Konjunkturelle Gesamtjahresprognosen und Branchenprognosen sind nur noch für unsere im Geräte- und Fahrzeugbau tätigen Tochtergesellschaften relevant. Von den bisherigen Leistungsindikatoren werden, auf das Geschäftsjahr bezogen, ab 2024 vorerst nur noch der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern für unsere Gesellschaft als finanzieller Leistungsindikator bedeutsam sein. TAE geht für 2024 bei den Auftragseingangs- und Umsatzprognosen von einem weiteren marginalen Wachstum aus; bei der Prognose für 2024 wird sowohl bei der Umsatzrendite als auch beim EBIT jeweils eine deutliche Verbesserung erwartet sowie eine weitere Verbesserung im Jahr 2025. Auch bei MAFI geht man bei der Prognose für 2024 sowohl bei der Umsatzrendite als auch beim EBIT von einer deutlichen Verbesserung aus; das EBIT werde aber noch deutlich negativ bleiben; für 2025 wird bei MAFI eine weitere deutliche Verbesserung erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir - insbesondere aufgrund der Beendigung unserer Produktions- und Dienstleistungstätigkeit zum Jahresende 2023 - mit signifikant niedrigeren Umsatzerlösen. Aktuell gehen wir von einem gegenüber dem Vorjahr deutlich schlechteren, leicht negativen Ergebnis vor Steuern aus. Aufgrund der finanziellen und wirtschaftlichen Eingliederung unserer Gesellschaft in die NDW Beteiligungsgesellschaft-Unternehmensgruppe sehen wir uns dennoch kurz- und mittelfristig gut gerüstet.
Eberbach, den 8. August 2024 NDW Draht und Stahl GmbH Geschäftsführung Sven Seizinger Heiko Ernst BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeines Der Jahresabschluss der NDW Draht und Stahl GmbH, Eberbach, (Amtsgericht Mannheim, HRB 330776) zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Jahr 2023 ist in folgender Übersicht dargestellt:
B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Das immaterielle Anlagevermögen und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Zugänge des Sachanlagevermögens bis zum 31. Dezember 2009 mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer wurden - soweit steuerlich zulässig - im Wesentlichen nach degressiven Methode abgeschrieben. Zugänge ab dem 1. Januar 2010 mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibungszeiträume betragen für Wohngebäude 50 Jahre, ansonsten in der Regel für Gebäude zwischen 33 und 40 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 4 und 10 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 15 Jahre. Bei beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens erfolgt die Abschreibung im Zugangsjahr grundsätzlich monatsgenau ab dem Monat der Anschaffung/Herstellung. Bei den in 2023 erst zum 27.12.2023 erfolgten Zugängen wurde auf eine planmäßige Abschreibung in 2023 verzichtet. Geringwertige bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs-/Herstellungskosten EUR 250,00 (bis 2017: EUR 150,00), aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden in einem Sammelposten erfasst, der mit 20 % p. a. abgeschrieben wird. Nach vollständiger Abschreibung wird ihr Abgang unterstellt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern nicht außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte erforderlich waren. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden teilweise zu gewogenen Durchschnittswerten ermittelt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden auf Basis der Normalbeschäftigung zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten) bewertet, sofern nicht der niedrigere beizulegende Stichtagswert anzusetzen ist. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 waren keine Vorräte im Bestand. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen bzw. niedrigeren Anschaffungskosten, ggf. vermindert um gebotene Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (T-EUR 636). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit T-EUR 2.123 (Vorjahr: T-EUR 1.712) aus Lieferungen und Leistungen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag angesetzt. Der Bilanzgewinn auf den 31. Dezember 2023 ermittelt sich wie folgt:
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Anwartschaftsbarwertverfahren wie folgt ermittelt:
Die Bewertung erfolgte im Berichtsjahr nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G. Die Pensionsrückstellungen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 28.615,00 (§ 253 Abs. 6 HGB). Aufgrund geänderter Bewertungen der Pensionsrückstellung durch das BilMoG ergab sich zum 1. Januar 2010 ein Zuführungsbetrag von T-EUR 1.259. Der Zuführungsbetrag wurde bisher zu vierzehn Fünfzehnteln angesammelt. Der bisher nicht passivierte Zuführungsbetrag beläuft sich auf T-EUR 84. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Personalkosten (T-EUR 146) und ausstehende Rechnungen (T-EUR 74). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen resultieren mit T-EUR 1.055 (Vorjahr: T-EUR 845) aus Lieferungen und Leistungen. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weist keine eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem jeweiligen Tageskurs eingebucht. Latente Steuern ergeben sich aus Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sie ergaben sich insbesondere bei der Bewertung von Sachanlagen, bei den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Der Betrag der künftigen Steuerbelastung übersteigt den Betrag der künftigen Steuerentlastung. Die Bewertung der Differenzen erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 28,43 %. Die sich nach § 274 HGB per saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern rechnerisch ergebende latente Steuerbelastung wurde im Berichtsjahr entsprechend unter gesonderter Position erfasst. Eventuelle Kursgewinne bzw. Kursverluste zum Bilanzstichtag sind nach § 256a HGB grundsätzlich berücksichtigt. Ausschüttungssperre: Von den frei verfügbaren Rücklagen in Höhe von EUR 972.562,75 sowie dem Bilanzgewinn per 31. Dezember 2023 von EUR 18.084.850,33 (zusammen: EUR 19.057.413,08) darf ein Teilbetrag von EUR 28.615,00 (Vorjahr: T-EUR 134) aufgrund des Unterschiedsbetrags zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB nicht ausgeschüttet werden (Ausschüttungssperre). Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: nach Tätigkeitsbereichen:
Nach Regionen
In den Umsatzerlösen sind außergewöhnliche Erträge im Zusammenhang mit der Veräußerung des gesamten Vorratsvermögens von T-EUR 8.852 enthalten, denen außergewöhnliche Aufwendungen aus der Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von T-EUR 6.841 und bei den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T-EUR 2.011 gegenüberstehen. Periodenfremde Erträge sind in der Position Sonstige betriebliche Erträge mit T-EUR 49.795 (Vorjahr: T-EUR 18) enthalten, davon stellen T-EUR 49.788 außergewöhnliche Erträge (Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen T-EUR 20.198, Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen T-EUR 29.590) dar. Periodenfremde Aufwendungen sind unter der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen mit T-EUR 181 (Vorjahr: T-EUR 6) ausgewiesen, davon stellen T-EUR 180 außergewöhnliche Aufwendungen (Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen) dar. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von T-EUR 36.018 (Vorjahr: T-EUR 10.100) betreffen außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen auf den niedrigeren beizulegenden Stichtagswert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung. Diese sind insofern außergewöhnliche Aufwendungen i. S. d. § 285 Nr. 31 HGB. C. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss erstellt, ist die NDW Beteiligungsgesellschaft mbH, Eberbach. Der Konzernabschluss der NDW Beteiligungsgesellschaft mbH wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Da wir und unsere Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der NDW Beteiligungsgesellschaft mbH einbezogen werden, sind wir von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Mitglieder der Geschäftsführung sind bzw. waren: Herr Heiko Ernst, Geschäftsführer Herr Sven Seizinger, Geschäftsführer Frau Carolin Kramer, Geschäftsführerin (bis 1. Januar 2023) Für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene bestehen Pensionsanwartschaften von T-EUR 5.210. Hierfür ist eine Rückstellung von T-EUR 5.099 gebildet; weitere T-EUR 83 sind in dem bisher nicht passivierten Zuführungsbetrag aufgrund geänderter Bewertung der Pensionsrückstellung durch das BilMoG von insgesamt T-EUR 84 enthalten und weitere T-EUR 28 im nicht passivierten Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen zum Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bzw. der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres (ohne Auszubildende) 47 Angestellte beschäftigt. Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB Die Gesellschaft ist unmittelbar bzw. mittelbar über abhängige Unternehmen an folgenden Gesellschaften, die eine Beteiligung im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB sind, beteiligt:
*1) Die quotalen Anteile am Kapital sind unter Berücksichtigung des über abhängige Unternehmen gehaltenen mittelbaren Anteilsbesitzes ermittelt. *2) Sofern nichts anderes vermerkt, betreffen die Angaben grundsätzlich das zum 31.12.2023 endende Geschäftsjahr. *3) Nach Ergebnisabführung/Verlustübernahme. *4) Die Angaben betreffen das zum 30.06.2023 endende Geschäftsjahr.
Eberbach, den 8. August 2024 NDW Draht und Stahl GmbH Geschäftsführung Sven Seizinger Heiko Ernst sonstige BerichtsbestandteileHinweise Gewinnverwendungsbeschluss Die Gesellschafterversammlung der NDW Draht und Stahl GmbH hat am 30. August 2024 die Gewinnverwendung wie folgt beschlossen: Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) in Höhe von EUR 3.490.808,95 wurde ein Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 18.084.850,33 festgestellt, der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Feststellung des Jahresabschlusses Die Gesellschafterversammlung der NDW Draht und Stahl GmbH hat am 30. August 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NDW Draht und Stahl GmbH, Eberbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NDW Draht und Stahl GmbH, Eberbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NDW Draht und Stahl GmbH, Eberbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätze ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für de Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 9. August 2024 FALK GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Dr. Martin Ziegler, Wirtschaftsprüfer Andreas Heinzel, Wirtschaftsprüfer" |
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