Pleissner Guss GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Dr. Busse seit 28.8.2018 | Geschäftsführer |
Jens Besser seit 24.4.2018 | Prokura |
Michael Höhnke seit 24.4.2018 | Prokura |
Ulrike Dr. Libal seit 2.2.2016 | Prokura |
Thorsten Henkel seit 2.2.2016 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pleissner Guss GmbHHerzbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Grundlagen des Unternehmens1.1. Geschäftsmodell Die Pleissner Guss (kurz "PG") steht für mehr als 100 Jahre Tradition und Innovation in der Gießerei-Industrie. Am Firmensitz in Herzberg am Harz werden hochqualitative Gussstücke im Stahlguss in den Gewichtssegmenten von 0,05 t bis 12 t hergestellt. Mit ihrer Produktionsleistung sowie mit den mehr als 300 erfahrenen Mitarbeitern zählt die PG zu den führenden europäischen Stahl-Gießereien. Zu den Kernaktivitäten zählen neben dem weiten Anwendungsbereich der Industriearmaturen und Flüssigkeitspumpen die Energietechnik, die Bahnverkehrstechnik, die Off-Shore-Ausrüstung sowie der allgemeine Maschinenbau. Unsere Kunden sind überwiegend deutsche und europäische Unternehmen, die ihre Produkte weltweit vertreiben. Darüber hinaus bestehen jedoch auch direkte Beziehungen zu Kunden im asiatischen Raum, die durch die Unterstützung der Auslandsbüros der Georgsmarienhütte Holding gepflegt werden. Neukunden in den USA werden über die Industrievertretung Southeastern Power Tech Inc. betreut. Neben einer qualitativ hochwertigen Gießtechnik bietet die Pleissner Guss GmbH die gesamte vor- und nachgelagerte Wertschöpfungstiefe an. Die Dienstleistungen umfassen die Werkstoffberatung, die Simulation von Gießvorgängen und Erstarrungsverhalten bis hin zur vollständigen Produktentwicklung und den Modellbau. Zu den nachgelagerten Dienstleistungen gehören die mechanische Bearbeitung, die Beschichtung der Gussteile sowie die Durchstrahlungsprüfung und die weiteren zerstörungsfreien Prüfungen. Die Produkt- und Management-Qualität wird durch ein integriertes Management-System (IMS) abgesichert, das die Elemente der Qualitätssicherung ebenso abdeckt, wie Fragen der Arbeitssicherheit und des Umwelt- und Energiemanagements. Die Pleissner Guss GmbH ist nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 sowie DIN EN ISO 50001 zertifiziert. 1.2. Grundlagen der internen Steuerung und Steuerungskennzahlen Zu den wichtigsten Kennzahlen, die zur Steuerung des Unternehmens geführt und analysiert werden, gehören die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss (JÜ) vor Ergebnisabführung. 1.3. Forschung und Entwicklung Die im Rahmen einer in 2016 abgeschlossenen Machbarkeitsstudie mit begleitenden wissenschaftlichen Untersuchungen gewonnene Erfahrung für die warmfeste Stahlgusssorte CB2 konnte im Jahr 2017 erfolgreich in einem ersten Kundenauftrag umgesetzt werden. Damit qualifiziert sich die Pleissner Guss GmbH für weitere Aufträge in CB2. Die Nachfrage wird in den letzten Jahren insbesondere durch den Energiesektor des chinesischen Marktes getrieben, der jedoch in 2017 ebenfalls einen starken Rückgang, insbesondere bei Importen, verzeichnete. Der europäische Markt ist beim Einsatz dieser neuen Stahlgüte noch zurückhaltend. Weiterhin konnten die aufgebauten und angebotenen Kompetenzen im Bereich der gießtechnischen Simulation und produktionsgerechten Gestaltung von Bauteilen in diversen Projekten erfolgreich angewendet werden. Dadurch vertiefte sich die hohe Wertschätzung der Qualität von Gussprodukten der Pleissner Guss GmbH bei den Kunden weiter. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Ende 2016 von den Wirtschaftsforschungsinstituten erhobenen Prognosen für 2017 sahen für Deutschland aufgrund verschiedener Unsicherheiten wie die zu der Zeit vollzogene US-Präsidentenwahl und das Brexit-Referendum eher eine verhaltene Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes voraus. 1 Diese Voraussage ist weitestgehend übertroffen worden und die deutsche Wirtschaft hat sich wesentlich besser entwickelt. Auch hier ist wie in den Vorjahren die konjunkturelle Entwicklung auf die lebhafte Konsumnachfrage der privaten Haushalte und auf die rege Bautätigkeit zurückzuführen. 2 Unterstützend wirkt der Export, der durch die verbesserten Konjunkturaussichten in der Eurozone und in anderen Ländern der Welt zunehmen wird. 3 Insgesamt wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um rd. 2,0% in 2017 wachsen wird, womit das Wachstum höher als das Potenzialwachstum ist und die deutsche Wirtschaft sich in einer Überauslastung befindet. 4 Die Lage der Weltwirtschaft hat sich nach einer kleinen Schwächephase im letzten Winterhalbjahr wieder leicht verbessert und befindet sich mittlerweile in einem Aufschwung. 5 Diese Entwicklung zeigt sich besonders in den USA, Japan und im Euroraum, wo die Produktion deutlich schneller steigt als im Trend und was dazu führt, dass die Normalauslastung der Produktionskapazitäten bald erreicht oder zum Teil schon bereits übertroffen ist. 6 Die moderate Wachstumsdynamik der US-amerikanischen Wirtschaft, die bereits im zweiten Halbjahr 2016 begann, hat sich im ersten Halbjahr 2017 fortgesetzt, was zu einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,8% auf das Jahr bezogen führte. 7 Wachstumstreiber ist hier mit dem größten Anteil wiederum der private Konsum sowie der einsetzende Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich weiterhin positiv, was zu einer Arbeitslosenquote im September 2017 von 4,2%, den niedrigsten Wert seit 2001 führte. 8 Die Konjunktur in China ist nach wie vor auf Wachstumskurs, was dazu führte, dass das Bruttoinlandsprodukt in den ersten drei Quartalen des Jahres 2017 kräftig wuchs. 9 Es wird davon ausgegangen, dass die noch nicht kommunizierte Zielvorgabe für das Bruttoinlandswachstum bei rd. 6,5% liegen wird, wobei die chinesische Regierung eventuellen Schwächephasen mit einer höheren Staatsnachfrage entgegenwirken wird. 10 Insgesamt möchte die chinesische Regierung die tendenzielle Verlangsamung des Wachstums gestalten und zwar vom investitionsgetriebenen hin zum konsumorientierten Wachstum. 11 Die konjunkturelle Lage in der Europäischen Union befindet sich bereits im fünften Jahr im Aufschwung und gewinnt zunehmend an Kraft, was durch das gestiegene Bruttoinlandsprodukt dokumentiert wird, welches im ersten Halbjahr 2017 annualisiert um 2,4% gegenüber dem Vorjahreshalbjahr gestiegen ist. 12 Wesentliche Ursachen für diesen Aufschwung, der nun immer mehr Mitgliedsländer erfasst, sind in den strukturellen Anpassungen im Zuge der Krise sowie in der positiven Entwicklung der Weltwirtschaft zu sehen. 13 Die hohe Konsumneigung wie auch eine höhere Exportrate sind weitere wesentliche Indikatoren für den Aufschwung. 14 Wie bereits beschrieben sind die Auftriebskräfte der deutschen Wirtschaft stärker geworden. Die zu einem früheren Zeitpunkt abgegebene Prognose, dass die Produktionskapazitäten der deutschen Wirtschaft eine gewisse Überlastung erfahren werden, ist eingetreten. Die Ursachen sind im Folgenden:
Aufgrund einer florierenden Industriekonjunktur kann auch im vierten Quartal 2017 davon ausgegangen werden, dass die deutsche Wirtschaft auf einem kräftigen Expansionskurs bleiben wird. 16 Der starke Auftragszufluss im verarbeitenden Gewerbe wird ebenso wie Bestände an noch nicht abgearbeiteten Industrieaufträgen zur gesamtwirtschaftlichen Aktivität beitragen. 17 In Folge der guten konjunkturellen Lage werden in einigen Bereichen der deutschen Wirtschaft bereits Anspannungen deutlich, die sich dahingehend bemerkbar machen, dass ein Mangel an Arbeitskräften die Produktion beeinträchtigt. 18 2.2. Entwicklung der deutschen Gießereibranche Deutschlands Gießereibranche hat in Europa eine mengenmäßig führende Position. In keinem anderen europäischen Land wird so viel Guss produziert wie in Deutschland (vgl. Abb1). 19 Die Gießerei-Industrie beschäftigt in ca. 600 Gießereien rund 80.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von etwa 13 Mrd. €. 20Sie ist eine klassische Mittelstandsbranche. Rund 95 % der Unternehmen beschäftigen weniger als 500 Mitarbeiter. Mit einem Anteil von nicht ganz einem Prozent an der Produktion des produzierenden Gewerbes zählen die deutschen Gießereien zu den kleineren Industriezweigen. Die wirtschaftliche Bedeutung ist jedoch wesentlich größer. So gibt es innerhalb des Investitionsgüter produzierenden Gewerbes kaum eine Branche, die keine gegossenen Komponenten verwendet. Die Gießerei-Industrie ist eine typische Zulieferbranche. Zu ihren Abnehmern zählen vorrangig Fahrzeugbau, Maschinenbau, Energiewirtschaft, Schiffbau, Bauwirtschaft sowie die Luftfahrzeugindustrie.
In den letzten Jahren hat sich die Fertigungstiefe und Wertschöpfung sukzessive erweitert. Die Tendenz, fertigbearbeitete, einbaufähige Teile zu liefern, setzt sich mehr und mehr durch. Zusammen mit der zunehmenden Komplexität der Gusswerkstoffe impliziert dies entsprechende Investitionserfordernisse. 21 Die Werkstoffproduktion 2016 im Eisen- und Stahlguss in Höhe von 3,916 Mio. t setzte sich wie folgt zusammen: 57 % entfielen auf Grauguss, 39 % auf Gusseisen mit Kugelgraphit sowie 4 % auf Stahlguss. 22 Im Bereich des NE-Metallgusses hatte der Aluminiumguss mit 87 % Anteil an der Werkstoffstruktur eine herausragende Bedeutung. 23 Im Jahr 2017 konnten die deutschen Gießereien das Fertigungsniveau des Vorjahres deutlich ausbauen. Die Eisen- und Stahlgießereien meldeten einen Produktionsanstieg von 6,2 % auf 4,162 Mio. t. Die NE-Metallgießereien registrierten demgegenüber ein Plus von 1,1 % mit einer Tonnage von 1,278 Mio. t. 24 Die Gießereiindustrie erwirtschaftete im Jahr 2017 7,083 Mrd. Euro (+6,7 %) Umsatz auf der Fe-Seite sowie 6,017 Mrd. Euro (+ 4,3 %) auf der NE-Metallseite. Insgesamt verbuchten die Gießereien einen Umsatzanstieg von 5,7 %. 25 Die Kapazitätsauslastung lag im vierten Quartal 2017 auf Basis vorläufiger Daten bei 85 % und damit rein rechnerisch über dem Durchschnittsniveau des gesamten Jahres 2016 von 79%. 26 Die Auftragseingänge stiegen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2017 beim Eisen- und Stahlguss im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 157.070 t auf 3.537.063 t, was einer Steigerung von 4,6 % entspricht. Unterschieden nach den wesentlichen Abnehmerbranchen, verzeichnete der Fahrzeugbau einen Zuwachs von 1,7 % (32.522 t), der Maschinenbau ein deutliches Plus von 8,7 % (72.738 t) und die sonstigen Verwendungszwecke (inklusive Bau-Guss, Rohren und Stahlwerksbedarf) einen Zuwachs von 8,5 % (51.810 t). 27 Der Auftragsbestand der Fe-Gießereien per Ende Oktober 2017 belief sich auf 1.731.583 t und hatte sich damit gegenüber Oktober 2016 rechnerisch um 4,4 % verringert. Beim Fahrzeugbau ergab sich eine Erhöhung um 4,1%, bei den sonstigen Verwendungszwecken stand ein Plus von 19,8 % zu Buche. Lediglich der Bereich Maschinenbau verzeichnete zum Betrachtungszeitpunkt Oktober ein Minus gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. 28 Bedingt durch die Unsicherheit bezüglich Zeitpunkt und Umfang realer Lieferabrufe sollten diese vorläufigen Daten allerdings mit Vorsicht interpretiert werden. Die Auftragsreichweite der Eisengießereien per Ende Oktober 2017 lag zwischen ca. 4,8 Monaten (Gusseisen mit Lamellengraphit) und rund 5,2 Monaten (Gusseisen mit Kugelgraphit). 29 Die Entwicklung des Auftragsbestandes über einen Mehrjahreszeitraum zeigt das folgende Diagramm (Abb.2): 30
Die Exporte der deutschen Eisen- und Stahlgießereien erhöhten sich im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 um 5,8 % auf 1.369.169 t gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 31 Die Exportquote belief sich auf ca. 39 % Exportanteil am Gesamtabsatz. 32 Die Produktion der deutschen Fe-Gießereien erreichte im Zeitraum von Januar bis Oktober 2017 eine Menge von 3.521.501 t, was eine Steigerung von 5,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete 33. Für den Fahrzeugbau wurden 7,0 % und für den Maschinenbau 6,4 % mehr produziert. Im Bereich der sonstigen Verwendungszwecke erhöhte sich die Produktion um 1,1%. 34 Die Kapazitätsauslastung der deutschen Fe-Gießereien lag im vierten Quartal 2017 mit ca. 85 % der betriebsüblichen Vollauslastung deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals. Damit wurde das hohe Auslastungsniveau der zweiten Jahreshälfte 2011 erreicht, wobei sich der sehr positive Trend der beiden Vorquartale fortsetzt. (vgl. Abb.3). 35
So verwundert es nicht, dass in einer aktuellen Umfrage des BDG-Landesverbandes Nord (Fe) vom Herbst 2017 die befragten Gießereien die aktuelle Lage deutlich besser bewerteten als noch im Frühjahr. 36Hatten sie seinerzeit im Schnitt aller Maschinen- und Handformgießereien die aktuelle Lage noch mit 3,3 bewertet, so wurde diese Beurteilung auf 2,9 im Herbst heraufgesetzt. 37 Für die nächsten 6 Monate wird von Seiten der befragten Unternehmen allerdings mit keiner weiteren Verbesserung gerechnet (Indikator: 2,9). 38 Auch ist die Einschätzung, je nach Automatisierungsgrad der Formherstellung, sehr heterogen. Am besten wird die aktuelle Lage nach wie vor von denen bewertet, die sich auf die Produktion von maschinengeformtem Guss spezialisiert haben (Indikator: 2,4). Die Betriebe, die ausschließlich handgeformten Guss herstellen, vergeben aktuell die Note 3,5 und erwarten in den nächsten 6 Monaten nur eine leichte Verbesserung auf 3,3. 39 Die Auslastung der Gießereien im Landesverband war, nach einem verhaltenen Start in das Jahr 2017, in den zurückliegenden Monaten wieder gut oder sogar sehr gut. 40 Kostenseitig werden insbesondere die wieder höheren Rohstoffpreise sowie die z.T. stark gestiegenen Preise für einige Hilfsstoffe angeführt. Sorgen bereiten überdies die hohen Entgeltforderungen in der laufenden Tarifverhandlungsrunde. 41 Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund problematisch, dass weiterhin von einer vielfach schwachen Ertragssituation in den Gießereien ausgegangen werden muss. So betrug die Umsatzrendite 2016 der vom BDG kalkulierten "statistischen Durchschnittsgießerei" lediglich 1,6 %. 42 Ein weiteres Kostenproblem resultiert aus den regional, je nach Versorgungsgebiet, z.T. extrem gestiegenen Netzentgelten. 43 Rückblickend betrachtet, erwies sich die Prognose des BDG zum Jahreswechsel 2016/2017, für die deutsche Gießerei-Industrie im Jahr 2017 nur von einer stagnierenden Entwicklung auszugehen, als zu konservativ. Bis Anfang März lag der Auftragseingang bei den Eisen- und Stahlgießereien zwar noch deutlich im Minus, ab März/April erhöhten sich dann aber die Bestellungen beispielsweise aus dem Maschinen- und Anlagenbau unerwartet sprunghaft. 44 Besonders signifikant war dieser Effekt im Bereich der Landtechnik. Die Werkzeugmaschinenbauer blicken ebenfalls auf ein sehr erfreuliches Jahr 2017 zurück. Dementsprechend korrigierte der VDMA als Branchenvertretung der Maschinen- und Anlagenbauer im Jahresverlauf seine Prognose für das Jahr 2017 auf 3 Prozent Wachstum deutlich nach oben. Auch der Bereich Fahrzeugbau (PKW und NKW) entwickelte sich überaus positiv. So hat der NKW-Sektor (>6 t) in Westeuropa mit knapp 300 000 zugelassenen Einheiten das höchste Volumen seit fast zehn Jahren erreicht. 45Die USA verbuchen ein leichtes Minus, wohingegen für den chinesischen NKW-Markt mehr als 30 Prozent Wachstum erwartet werden. 46 Beide Hauptbranchen (Fahrzeug- sowie Maschinen-und Anlagenbau) stehen für mindestens 80 Prozent der deutschen Gussproduktion. 47 2.3. Geschäftsverlauf 2017 2.3.1. Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Einzelnen haben sich Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
Der Auftragseingang der PG erhöhte sich infolge steigender Kundenbedarfe gegenüber dem Vorjahr um 15,4 %. Der Auftragsbestand stieg im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 30,4 %. Die rechnerische Auftragsreichweite zum Stichtag beträgt somit 6,1 Monate nach 3,9 Monaten zum Vorjahresjahresstichtag. Die Umsätze sind im Vorjahresvergleich insgesamt um 15,3 % gesunken. Der Rückgang zeigte sich hier insbesondere im Bereich Öl & Gas, dessen Umsatzerlöse um T€ 4.902 auf T€ 16.165 gesunken sind. Weiterhin sind die Umsatzerlöse des Produktbereiches Oil Tools um T€ 4.293 auf T€ 371 gesunken. Die Umsatzerlöse in dem Bereich Bahntechnik sind hingegen um T€ 1.465 auf T€ 3.399, sowie Maschinenbau um T€ 2.844 auf T€ 3.104 angestiegen. Mit T€ 14.996 (Vorjahr T€ 15.871) erzielt die PG ihre Umsatzerlöse insbesondere auf dem europäischen Auslandsmarkt, gefolgt von inländischen Umsatzerlösen in Höhe von T€ 12.350 (Vorjahr T€ 11.917) sowie Umsatzerlösen in Drittländern (T€ 2.603; Vorjahr T€ 7.587). In der Analyse der erhaltenen Aufträge musste eine deutliche Reduzierung des umsatzträchtigen Edelstahlguss-Anteils, einhergehend mit einer nur unterproportional abgesenkten Produktionstonnage, und eine Verringerung der beauftragten mechanischen Bearbeitung festgestellt werden. Insbesondere das Letztere ist als eine direkte Folge des auch für unsere Kunden angespannten Marktumfeldes zu sehen, da häufig eigene Kapazitäten für eine mechanische Bearbeitung vorhanden sind. Insgesamt wurden die Umsatzerwartungen fürs Geschäftsjahr 2017 deutlich verfehlt, der Umsatz lag etwa 15 % unter dem Vorjahresniveau. 2.3.2. Beschaffung Preisveränderungen bei Schrotten, Nickel, Molybdän und Gießereikoks werden, wenn auch teilweise zeitversetzt, nahezu zu 100% an die Kunden durchgereicht. Die Versorgung im Beschaffungsbereich war jederzeit gegeben. Bedarfe werden zum Teil langfristig kontrahiert. Kursrisiken im Beschaffungsbereich bestehen nicht, da die Beschaffungsvorgänge in Euro abgerechnet werden. Der Aufwärtstrend der Beschaffungspreise für Schrotte und Legierungen hat auch im Berichtsjahr 2017 weiter angehalten. So stiegen beispielsweise die Schrottpreise der BDSV Sorte 2/8 seit Januar 2017 bis September 2017 von 225,00 €/t um 30,40 €/t auf 255,40 €/t (Notierung Dezember 2016 196,30 €/t). Tendenz zum Jahresende rückläufig: Oktober Notierung: 238,10 €/t. Analog zum Schrottpreis sind die Preise für GGG-Roheisen um ca. 80 €/t zum Vorjahr gestiegen. Preissteigerungen waren in 2017 auch bei FeSi, FeMn, FeMo und FerroChrom zu verzeichnen. Die Nickelpreise waren im Jahresverlauf stabil bei € 9.500 €/t notiert (Ausnahme Monate Mai-Juli ca. 8.400 €/t). Der aktuelle Preis lag im Dezember bei € 9.600 €/t. Der Preis für Graphitelektroden (Provience China) ist für die Pleissner Guss GmbH seit März 2017 über 1.735 €/t auf 2.715 €/t gestiegen. Über eine entsprechende Vorratsmenge ist die Pleissner Guss GmbH bis Ende des 1. Halbjahres 2018 abgesichert. Die Preisindikation per 16.10.2017 liegt bei 12.900 €/t, der Planwert für 2018 bei 16.000 €/t. 2.3.3 Produktion Die Produktionsmenge im Geschäftsjahr 2017 liegt mit 3.677 t rd. 4% unter dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine leichte Erhöhung des Umlaufbestandes im Vorratsvermögen um rd. 53 t auf rd. 592 t. Aufgrund der produktionsseitig uneinheitlichen Verteilung der Auftragseingänge mit einer sehr schwachen ersten und einer deutlich stärkeren zweiten Jahreshälfte sowie der veränderten Zusammensetzung der Aufträge hinsichtlich Edelstahlguss-Anteil und mechanischer Bearbeitung wechselte eine allgemeine Unterauslastung hin zu einer deutlichen Überlastung in nur einzelnen Bereichen der Produktion. Dadurch war es erforderlich, in der ersten Jahreshälfte die Unterauslastung durch Kurzarbeit zu kompensieren, während in der zweiten Jahreshälfte zur Absicherung der Liefertermine Leiharbeiter beschäftigt werden mussten. Zu den wesentlichen technischen Aggregaten gehören neben dem Schmelzbetrieb die Wärmebehandlungsöfen und das mechanische Bearbeitungszentrum. Diese Aggregate konnten planmäßig genutzt werden. Ausfälle aufgrund von technischen Störungen oder längeren Wartungs- oder Instandhaltungszeiten mussten nicht hingenommen werden. 2.3.4. Investitionen Die Investitionen des Geschäftsjahres in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen insgesamt T€ 1.088 (Vorjahr: T€ 625) und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 463 erhöht. Die wesentlichen Investitionen erfolgten in den technischen Aggregaten. Hierzu gehören insbesondere ein neuer Mischer in der Formanlage 3 (T€ 218), eine Freistrahlkabine in der Putzerei GS (T€ 253) sowie eine neue Entstaubung in der Formanlage 2 (T€ 273). Die Investitionsmaßnahmen konnten planmäßig abgeschlossen werden, wenn gleich sich auch die Kostenverteilung innerhalb der einzelnen Projekte gegenüber der ursprünglichen Planung anders darstellt. Für das kommende Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von T€ 940 vorgesehen. Hierbei stehen Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen in den produktionsnahen Bereichen (Austausch des Kran 23) im Vordergrund. 2.3.5. Finanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt wechselseitig mit dem Mutterunternehmen im GMH Guss-Finanzierungsverbund, der GMH Guss GmbH. Die im Rahmen des Factoring erzielten Mittelzuflüsse werden von der Pleissner Guss GmbH im Rahmen eine Rahmenkreditvertrages grundsätzlich an die GMH Guss GmbH weitergereicht. Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wird im Gegenzug über einen Cash-Pool-Vertrag von der GMH Guss GmbH zur Verfügung gestellt. Der mit einer Bank abgeschlossene Factoring-Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2020. Die zum Bilanzstichtag zur Verfügung gestellten Factoring-Linien belaufen sich auf insgesamt € 7,1 Mio. und sind zu diesem Zeitpunkt bei einem Abrechnungsguthaben von € 0,1 Mio. mit € 3,7 Mio. in Anspruch genommen und an die GMH Guss GmbH weitergeleitet. Der eigene Finanzierungsbedarf wird der PG im Gegenzug von der GMH Guss GmbH über einen Cash-Pool-Vertrag zur Verfügung gestellt. Aus dem Cash-Pooling sind zum Bilanzstichtag € 4,8 Mio. in Anspruch genommen. Weiterhin besteht im Rahmen des Konsortialkreditvertrages der Georgsmarienhütte Holding GmbH ein bis Oktober 2020 gültiger Aval-Kreditrahmen (Abzweiglinie) über € 3,0 Mio, welcher durch die PG sowie Schwesterfirmen der GMH Guss Gruppe ausnutzbar ist. Zu den Auswirkungen der im Februar 2018 erfolgten ordentlichen Kündigung der Rahmenkreditvereinbarung und des Cash-Poolings mit der GMH Guss GmbH zum 31. März 2018 vgl. den Nachtragsbericht. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags (EAV) mit der GMH Guss Maschinenbau GmbH, Mülheim an der Ruhr, wird ein erzielter Jahresfehlbetrag/-überschuss im nachfolgenden Geschäftsjahr nach Feststellung des Jahresabschlusses ausgeglichen bzw. abgeführt. Der EAV hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018 und kann von beiden Parteien unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten erstmals zum 31. Dezember 2018 gekündigt werden. Wesentliche Veränderungen in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die insbesondere langfristige Miet-, und Leasingkosten umfassen, hat es im Berichtsjahr nicht gegeben. 2.3.6. Personal Das Personal entwickelte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2016 wie folgt:
Die Belegschaft wurde auf Grund des veränderten Auftragsvolumens geringfügig angepasst. Zeitarbeitskräfte wurden im Geschäftsjahr 2017 ab September bei entsprechendem Bedarf eingesetzt. Die PG bildet in den Berufen Gießereimechaniker, Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Zerspanungsmechaniker, Werkstoffprüfer und Industriekaufmann aus. Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt sechs neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Die Ausbildungsquote beträgt damit 8,4 % nach 6,4 % im Vorjahr. Insgesamt 4 Auszubildende konnten in 2017 ihre Ausbildung abschließen und danach bedarfs- und ausbildungsgerecht eingesetzt werden. Die kontinuierliche Ausbildung und Übernahme der Ausgebildeten ist für den weiteren Erfolg der Pleissner Guss von entscheidender Bedeutung, da die Rekrutierung von qualifizierten Fachkräften auf dem regionalen Arbeitsmarkt zunehmend schwieriger wird und darüber hinaus aufgrund der bestehenden Altersstruktur in der Belegschaft zukünftige Austritte kompensiert werden müssen. Das Durchschnittsalter der Belegschaft beläuft sich in 2017 auf 45 Jahre. Am 9. November 2015 wurde ein Zukunftssicherungstarifvertrag mit der IG Metall mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2017 vereinbart. Am 7. Juni 2017 wurde eine Ergänzung vereinbart, die mit weiteren Mitarbeiterbeiträgen die Beschäftigung am Standort sichern soll. Die Grundzüge der Vergütungssysteme ergeben sich aus den Vereinbarungen mit der IG Metall, Metallindustrie Niedersachsen. Die Tarifverträge sind am 31. Dezember 2017 ausgelaufen. Dieser hatte eine Erhöhung der Tariftabellen um 2,0 % zum 1. April 2017 vorgesehen. Für das Geschäftsjahr 2018 rechnen wir mit einem Tarifabschluss mit ca. 3,0 % Lohn- und Gehaltserhöhung. 2.3.7. Umwelt Im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Pleissner Guss GmbH treten zwangsläufig regelmäßig Umweltbelange in den Fokus. Deren Management ist im allgemeinen Managementprozess der Gesellschaft integriert. Einflüsse auf die Umwelt in den Bereichen wie z.B. Abfall-/Entsorgung, Emissionen, Abwasser, Boden- Grundwasserschutz werden vor Umsetzung von Geschäftsmaßnahmen bewertet. Soweit sich hier Risiken für die Umwelt ergeben, werden entsprechende Maßnahmen zur Risikoverminderung und/oder -vermeidung ergriffen. Die Umweltleistung des Unternehmens wird seit der Erstzertifizierung des Unternehmens im Jahr 2006 nach der gültigen Norm DIN EN ISO 14001 gemessen, dokumentiert und als Bestandteil des integrierten Managementsystems behandelt. Weiterhin ist die Pleissner Guss GmbH für das Energiemanagement gemäß DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Im Jahr 2017 waren im Unternehmen keine umweltrelevanten Vorgänge zu verzeichnen. Bedeutsame Risiken im Zusammenhang mit Umweltaspekten sehen wir momentan nicht. 2.4. Darstellung der Lage 2.4.1. Ertragslage Die folgende Zusammenstellung nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gibt einen Überblick über die im Berichtsjahr eingetretenen Veränderungen der Ertragslage:
Der Rückgang der Umsatzerlöse um T€ 5.426 (-15,3 %) ist in einem schwierigen Marktumfeld zu rd. 70% (rd. T€ 4.000) mengen- und zu rd. 30% (rd. T€ 1.500) preisbedingt. Das Rohergebnis beträgt, bezogen auf die Gesamtleistung, 54,9 % (Vorjahr 55,9 %) und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozentpunkte (T€ -2.998) gesunken. Der Rückgang der Umsatzerlöse konnte nicht durch proportionale Einsparungen im Materialaufwand kompensiert werden. Der Rückgang der Personalaufwendungen resultiert trotz der durchgeführten Tariferhöhung aus der neben der Reorganisation der Verwaltungsstrukturen der Guss-Gruppe durchgeführten Reduzierung des Stammpersonals. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2017 Mitarbeiterbeiträge in Höhe von T€ 1.072 (Vorjahr T€ 1.318) zur Kompensation des Verlustes zur Verfügung gestellt. Die stark gesunkenen Abschreibungen resultieren aus dem hohen Alter der Produktionsanlagen sowie aus in Vorjahren reduzierten Investitionen. Die Reorganisation der Verwaltungsstruktur der Guss-Gruppe führte zu Einsparungen innerhalb der Personalkosten. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind als gegenläufiger Effekt die Umlagen der verbundenen Unternehmen stark angestiegen. Weiterhin sind einmalige Aufwendungen für eine Beratungsgesellschaft zur Optimierung der Fertigungskosten enthalten. Insgesamt schließt das Geschäftsjahr 2017 mit einem Jahresfehlbetrag von T€ -2.537 ab. Hieraus ergibt sich eine entsprechende Umsatzrendite von -8,6 %(Vorjahr -1,6 %). Die Ergebnisplanungen für das Geschäftsjahr 2017 wurden somit sowohl vom Umsatz (T€ -5.136) als auch vom Ergebnis (T€ -2.997) weit verfehlt. Aufgrund einer steuerlichen Organschaft ist das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung nicht mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belastet. Aus einer Betriebsprüfung resultieren Steuernachzahlungen für die Vorjahre von T€ 36. 2.4.2. Finanzlage Die wesentlichen Finanzmittelströme des Geschäftsjahres ergeben sich aus der folgenden zusammengefassten verkürzten Kapitalflussrechnung:
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt T€ -3.310 und berücksichtigt neben dem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung (T€ - 2.537) als wesentliche Positionen: Korrektur um nicht zahlungswirksamer Abschreibungen (+T€ 754); Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vor Factoring) sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (T€ -1.451). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (T€ - 1.312) resultiert insbesondere aus den durchgeführten Investitionsmaßnahmen des Geschäftsjahres (T€ - 1.088). Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (T€ 967) sind im Wesentlichen Mittelzuflüsse aus der Darlehensgewährung durch die GMH Guss GmbH (T€ 600), Einzahlungen aus der Durchführung des Ergebnisabführungsvertrags (T€ 558) sowie Aus- und Einzahlungen aus den im Finanzierungsverbund der GMH Guss-Gruppe gestellten Darlehen zusammengefasst (T€ -232). Die im Rahmen der Factoring-Finanzierung generierte Liquidität steht nicht der Gesellschaft zur Verfügung, sondern wird als Kredit an die GMH Guss GmbH ausgereicht. Das Working Capital hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Das Working Capital ist im Geschäftsjahr 2017 um T€ 231 gestiegen. Ursächlich hierfür sind die im Verhältnis zu den Verbindlichkeiten stärker gestiegenen Vorräte und Forderungen. 2.4.3. Vermögenslage Die Entwicklung des Vermögens ergibt sich aus der nachfolgenden nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zusammengestellten Übersicht.
Die Investitionen des Geschäftsjahres von T€ 1.123 übersteigen die Geschäftsjahresabschreibungen von T€ 754, so dass es zu einem leichten Aufbau des langfristigen Vermögens der Pleissner Guss in Höhe von T€ 366 kommt. Die Vorräte haben sich stichtagsbezogen gegenüber dem Vorjahr um 3,9 % erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind insgesamt um T€ 223 angestiegen. Die Finanzierungsstrategie innerhalb der Guss-Gruppe erfolgt durch die zur Verfügungstellung der im Rahmen der Factoringlinie (T€ 3.700) abgerufenen liquiden Mittel und des Cash-Pool-Vertrags (T€ 4.760). Weiterhin sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf Grund von Liefer- und Leistungsbeziehungen enthalten. Die Forderungen gegen Gesellschafter beruhen auf dem Ergebnisabführungsvertrag mit der GMH Guss Maschinenbau GmbH. Der Anstieg in den sonstigen Forderungen geht auf höhere Ansprüche gegen das Hauptzollamt aus Strom- und Mineralölsteuern sowie auf gestiegene Umsatzsteuererstattungsansprüche zurück. Die Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahresstichtag ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags nicht verändert. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 46,8 % und fällt auf Grund der deutlich gestiegenen Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber der GMH Guss GmbH wesentlich niedriger aus. Das mittel- und langfristige Fremdkapital besteht neben den Pensionsverpflichtungen auch aus Rückstellungen für Altersteilzeit. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die Abweichungen der Fremdwährungskurse aus der Prolongation der Devisentermingeschäfte zur Absicherung einer USD-Forderung (T€ 15) sowie eine Sonderfinanzierung mit der TARGO Commercial Finance AG (T€ 57). Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen stichtagsbedingt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen durch den um T€ 3.608 gestiegenen Cash-Pool sowie das durch die GMH Guss gestellte Investitionsdarlehen in Höhe von T€ 600 begründet. 2.5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Die Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt konnten weiter ausgebaut werden und schlugen sich in einem Großauftrag für 2017 und einem Folgeauftrag für 2018 nieder. Insgesamt war das Marktsegment "Öl & Gas" aber weiterhin massiv rückläufig. Dies zeigte sich vor allem in stark verminderten Umsätzen insbesondere unserer Hauptkunden. Zwar konnten die Endkunden Investitionskosten durch diverse Kostensenkungsprogramme stark vermindern, der aber weiterhin geringe Ölpreis führte dennoch zu keinen nennenswerten Ersatz- oder Neuinvestitionen. Im Zuge dieses massiven Druckes im Markt verlor beispielsweise auch ein Kunde der Pleissner Guss GmbH einen sicher geglaubten Großauftrag. Die stark rückläufigen Umsätze des Marktsegmentes "Öl & Gas" konnten aber trotz starker Intensivierung der Geschäftsbemühungen in anderen Marktsegmenten nicht aufgefangen werden, weil auch diese Märkte unter Druck geraten sind. Trotz des rückläufigen Marktsegments "Energie" konnte sich die Pleissner Guss GmbH bei einer Reihe neuer Kunden oder neuer Bauteile vorhandener Kunden erfolgreich qualifizieren und Erstaufträge durchführen. Jedoch stellten sich Folgeaufträge marktbedingt nur in deutlich geringerem Umfang als geplant ein. Auch auf dem chinesischen Markt war die Importquote im Segment "Energie" stark rückläufig. Ebenfalls in den übrigen Marktsegmenten "Bahntechnik", "Baumaschinen" und "Anlagenbau" wurden geringere Umsätze als geplant erzielt, auch wenn das Geschäft mit einzelnen Kunden im Vergleich zum Vorjahr sogar noch ausgebaut werden konnte. Im Jahresverlauf zeigte sich bei den Auftragseingängen und dem Umsatz nach einer sehr schwachen ersten Jahreshälfte eine spürbare Belebung, insbesondere beim Auftragseingang zum Jahresende. Das führte dann zu einem um etwa 16,0% höheren Auftragseingang im Jahr 2017 als noch im Vorjahr. Bezogen auf das Ergebnis vor Steuern ergibt sich eine Verschlechterung der Umsatzrendite zum Vorjahr um - 7 Prozentpunkte. Der Geschäftsverlauf ist aufgrund der schwachen Ertragsentwicklung insgesamt nach wie vor nicht zufriedenstellend. 3. Prognoseberichterstattung3.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft befindet sich mittlerweile in einem Aufschwung. In den USA, in Japan und im Euroraum steigt die Produktion deutlich schneller als im Trend, und die Normalauslastung der Produktionskapazitäten ist bald erreicht oder sogar bereits übertroffen. Die chinesische Wirtschaft ist infolge wirtschaftspolitischer Anregungen wieder in einer Phase kräftiger Expansion, deren Zenit aber mittlerweile überschritten sein dürfte. Der Aufschwung in diesen großen Volkswirtschaften hat zusammen mit dem Anstieg der Rohstoffpreise auch die Konjunktur in den Schwellenländern insgesamt angeregt. 48 Der globale Aufschwung dürfte sich fortsetzen, wenngleich der Zuwachs der Weltproduktion allmählich geringer werden dürfte. Für 2017 und das Jahr 2018 Jahr prognostizieren die Wirtschaftsforschungsinstitute eine Expansionsrate von 3,1%; für 2019 werden 2,9% erwartet. 49 Die Produktion im Euroraum steigt voraussichtlich bis 2019 stärker als das Produktionspotenzial. Angesichts des konjunkturellen Rückenwindes und struktureller Verbesserungen ist nicht zu erwarten, dass von dem unterstellten langsamen Ausstieg aus der unkonventionellen Geldpolitik größere konjunkturelle Belastungen ausgehen. Dennoch ist in einigen Bereichen, etwa bei den Risiken in den Bankbilanzen, mancherorts nach wie vor erhöhte Wachsamkeit erforderlich. Für die jüngste Beschleunigung des Welthandels ist wohl vor allem die konjunkturelle Belebung der Weltwirtschaft verantwortlich. Wichtige Faktoren, die darauf hinwirken, dass sich die Dynamik des internationalen Warenverkehrs in den vergangenen Jahren strukturell verlangsamt hat, bestehen hingegen fort. So rechnen die Forschungsinstitute damit, dass der Welthandel in den kommenden Jahren wieder mit etwas geringeren Raten von rund 3½% expandiert - nach einem Zuwachs von 4,2% im laufenden Jahr. 50 Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die Kapazitäten sind gut ausgelastet, die Beschäftigung ist auf Rekordniveau und die Verbraucherpreise sind stabil. Für das Jahr 2018 wird ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 2,4 Prozent erwartet. 51 3.2. Entwicklung der deutschen Gießereibranche Für 2018 gibt der BDG folgenden Ausblick: 52 Fahrzeugbau: 2018 ist das Halten des hohen Niveaus zu erhoffen. Die innerdeutsche Pkw-Fertigung wird, Stand Oktober 2017, mit über 5,5 Mio. Einheiten prognostiziert, also ca. dem Niveau des Jahres 2017. Nicht überraschend steht dem ein Anstieg der Auslandsproduktion deutscher Marken um 3% auf über 11 Mio. Pkw gegenüber. Für den NKW-Sektor ergibt sich folgendes Bild 53: 2018 ist für Westeuropa realistisch nur noch ein geringes Marktwachstum zu erwarten. Anders in den USA. Hier dürfte eine spürbare Erholung mit einem Zuwachspotenzial von über 5 Prozent nicht unwahrscheinlich sein. In China wird sich der Anstieg in zweistelliger Höhe, wie in 2017, eher nicht wiederholen lassen. Generell zu berücksichtigen sind Verlagerungstendenzen der OEMs. Dabei sind Effekte der laufenden Nafta Verhandlungen kaum seriös kalkulierbar. Das trifft auch auf Entscheidungen der chinesischen Regierung zu, welche kurzfristig Stützungsprogramme auch im Fahrzeugbau aktivieren kann. Die Einführung der Elektroquote 2019 dürfte 2018 wohl keine deutlich messbaren Auswirkungen haben. Maschinenbau: Die Investitionsbelebung, insbesondere im Euroraum, führte 2017 zu einer konjunkturellen Erholung im allgemeinen Maschinenbau. Auch für das Jahr 2018 wird das Potential für ein Produktionsplus von bis zu drei Prozent gesehen. Positiv kann unverändert eingestuft werden: Gummi- und Kunststoffmaschinenbau, Medizintechnik, Robotik, Automation, der Werkzeugmaschinenbau sowie die Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie, die Landtechnik sowie der Bereich Textilmaschinen. Alle rohstoffnahen Sektoren wie Bergbaumaschinen oder Explorationstechnik unterliegen der Entwicklung der Rohstoffpreise. Aber es sind auch hier positive Impulse spürbar. Dämpfend dürften wirken: 54
Für die deutsche Gießerei-Industrie hat sich kundengruppenübergreifend für das Jahr 2017 ein deutliches Plus der Fertigung angebahnt. Werkstoffspezifisch zeigte sich das Bild allerdings heterogener. Fazit: Konjunkturampeln pendeln für die Gießereien zwischen gelb und grün 55 In der Summe sollte sich die deutsche Gießerei-Industrie auch im kommenden Jahr auf eine weitere leichte Erholung einstellen können. Eine Grundannahme wäre, dass das aktuelle Investitionsklima in der EU anhält, mit entsprechenden Impulsen in den Maschinen- und Anlagenbau. Der Fahrzeugbau muss sich allerdings mit scharfem Werkstoffwettbewerb sowie den Nachwehen der Dieseldiskussion auseinandersetzen. Zudem nimmt die Wahrscheinlichkeit der Einführung einer Elektro-Quote in der EU zu. Diese dürfte allerdings erst in ein paar Jahren greifen. Weniger positiv zeigt sich das Bild, welches der BDG für die Guss-Sparten der Großanlagenzulieferung skizziert: die Komponentenzulieferung wird immer stärker im Ausland realisiert (Local Content-Druck). Der BDG bringt es prägnant auf den Punkt 56: Nur bei entsprechend deutlichen Alleinstellungsmerkmalen hat man als Zulieferer von Komponenten überhaupt noch Chancen auf entsprechende Partizipation. 3.3. Geschäftsverlauf und Lage Für das Jahr 2018 ist mit einer Auftragslage zu rechnen, die sich deutlich über dem Vorjahresniveau bewegen wird, wobei im Jahresverlauf eine ähnliche Entwicklung wie 2017 zu erwartet ist, d.h. es ist von einer besseren Auslastung der Produktion ab Mitte 2018 auszugehen. Wir rechnen mit einer größeren Produktions- und Versandmenge. Der Umsatzmix wird sich gegenüber 2017 nicht verändern. Das geplante Jahresergebnis wird sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 deutlich steigern. Ursächlich hierfür sind eine Reihe von initiierten Maßnahmen zur Kostensenkung und eine Steigerung der Umsatzerlöse. Ausgehend von der Budgetplanung 2018 werden für die einzelnen Leistungskennziffern folgende Veränderungen erwartet:
Das Unternehmen plant für 2018 bei einer im Vergleich zu 2017 erwarteten deutlichen Umsatzsteigerung ein deutlich verbessertes Ergebnis. Die Finanzierungsplanung sieht für das Geschäftsjahr 2018 unter Berücksichtigung der ab dem 1. April 2018 geplanten Rückführung der Mittelzuflüsse aus dem Factoring in die Gesellschaft bei gleichzeitiger Aufhebung der Cash-Pool-Verträge zum 31. März 2018 sowie der daraufhin folgenden Ausgabe eines Darlehens durch die GMH Guss GmbH eine jederzeitige Liquiditätsüberdeckung vor. Über den Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin, der eine feste Laufzeit bis Ende 2018 aufweist, ist ein Jahresüberschuss 2018 im Folgejahr 2019 zahlungswirksam abzuführen, ein Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2018 würde zu einem Anspruch auf Verlustübernahme führen, der in 2019 von der Gesellschafterin auszugleichen wäre. 3.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Für die zukünftige Entwicklung ist von entscheidender Bedeutung, dass die in der Budgetplanung 2018 gesetzten Planungsprämissen, namentlich Verbesserungen aus den Maßnahmen-Projekten, gesetzte Umsatzerwartung, Zielerreichung von Produktivitätssteigerungen und Kostenoptimierung, eingehalten werden und somit die nunmehr mehrjährig negative Ertragsentwicklung gestoppt wird und mittelfristig wieder ein positives Ergebnis erreicht werden kann. 4. Chancen- und Risikoberichterstattung4.1. Chancenmanagement Die systematische Suche nach Chancen ist ein bedeutender Teil des Managementprozesses der Pleissner Guss GmbH. In regelmäßigen Führungs- und Strategierunden wird das Marktumfeld aufgenommen und analysiert. Aus diesen Informationen werden konkrete Marktchancen abgleitet und unter Berücksichtigung der internen Kompetenzen und Ressourcen auf ihre Realisierbarkeit untersucht und bewertet. Bei den Analysen kann die Pleissner Guss GmbH aufgrund ihrer Einbindung in den GMH Guss-Verbund auf das Know-How und den Erfahrungsschatz mehrerer Schwester-Gießereien zurückgreifen. Neben der Untersuchung des Marktumfelds fokussiert sich die Suche nach Chancen auch auf den Bereich der internen Potentiale. 4.2. Risikomanagement Zur frühzeitigen Identifizierung von Risiken und Abweichungen werden dem Controlling täglich Informationen aus den Abteilungen Planung und Steuerung, Produktion, Vertrieb und Finanzen zur Verfügung gestellt. Diese Zahlen werden zusammengefasst und als Leistungs- und Abweichungskontrolle im Vergleich zu den Planwerten täglich erzeugt und ausgewertet. Daneben lässt das monatliche Berichtswesen mit einem ausführlichen Datenspektrum Abweichungen erkennen, aus denen geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können. Ergänzend hierzu wird eine rollierende 3-Monats-Vorschau als Steuerungsinstrument verwendet. In dem seit 2016 eingeführten Risikomanagemntsystem "Antares-Rimis" werden alle Risiken von benannten Risiko-Verantwortlichen innerhalb einer Risiko-Inventur erfasst, kategorisiert und nach Risikofeldern eingestuft und bewertet. Die Erfassung und Bewertung von vorhandenen Risiken wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Durch die Gesamtheit der Maßnahmen wird eine rechtzeitige Identifizierung, Bewertung, Kontrolle und Zusammenführung sowie Kommunikation der Risiken, die sich auf den Fortbestand des Unternehmens auswirken können, gewährleistet. Neben den vorstehend aufgeführten Maßnahmen ist das Unternehmen im Sinne des KonTraG zusätzlich im Rahmen des Prüfungsauftrags der internen Revision in das übergreifende Risikomanagement-System der Georgsmarienhütte Holding GmbH eingebunden. 4.3. Operative Risiken Um Faktorkostensteigerungen entgegen zu wirken, werden Maßnahmenpläne zur Produktivitätsverbesserung und generell zur Ergebnisverbesserung aufgestellt. Die vollständige Umsetzung dieser Maßnahmen unterliegt gewissen Risiken. Um die Qualität der Produkte zu gewährleisten, werden im Unternehmen seitens des Qualitätswesens regelmäßige interne Prozessaudits in den einzelnen Produktionsbereichen durchgeführt. Darüber hinaus unterliegt die PG einer Reihe von wiederkehrenden externen Audits, die sich aus der Pflicht zur Zertifizierung ergeben. Zusätzlich finden zum Teil Audits durch vom Kunden beauftragte Prüfer statt. Risiken im Bereich der Fertigung von Sonderwerkstoffen ist durch den Aufbau und den Erhalt qualifizierter Personalkapazitäten Rechnung getragen. Mit der hierdurch gegebenen Möglichkeit zu eigenen Untersuchungen und Entwicklungen sowie durch die Zusammenarbeit mit externen Instituten können die genannten Risiken deutlich reduziert werden. 4.4. Beschaffungsrisiken Bei der Beschaffung von Vorprodukten unterliegt die Pleissner Guss unter anderem dem Risiko steigender Einkaufspreise bzw. stark volatiler Preise. Maßnahmen zur Reduktion dieses Risikos sind Vereinbarungen zur Weitergabe von variablen Preisbestandteilen insbesondere in den Bereichen Einsatzstoffe, Legierungen, Sande und Energie. 4.5. Finanzwirtschaftliche Risiken Währungsrisiken Währungsrisiken bestehen derzeit nicht. Einerseits werden die meisten Beschaffungs- und Absatzgeschäfte in EURO fakturiert, andererseits werden für Währungsrisiken entsprechende Devisensicherungsgeschäfte abgeschlossen. Zinsrisiken Zinsrisiken bestehen für die Pleissner Guss nicht, da die vorhandenen Verbindlichkeiten, soweit verzinslich, zu einem festen Zinssatz abgeschlossen sind. Liquiditätsrisiken Die Liquiditätsrisiken werden täglich überwacht. Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine fortlaufende aktualisierte und rollierende Finanzplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie durch eine tägliche Finanzvorschau sichergestellt. Soweit Auftragsrisiken versichert werden können, wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht oder entsprechende Zahlungsbedingungen wie z.B. Vorkasse mit Kunden vereinbart. Die GMH Guss GmbH stellt der Pleissner Guss GmbH einen Rahmenkredit im Rahmen eines Cash-Pool-Verfahrens zur Verfügung, der den aus den Liquiditätsplanungen ermittelten Finanzbedarf sicherstellt. Der Vertrag hat aktuell eine Laufzeit bis zum 31. März 2018 und verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, falls der Vertrag nicht von einer der beiden Parteien spätestens einen Monat vor Ende der Laufzeit schriftlich gekündigt wird. Wesentliche Abweichungen von den operativen Zielen und/oder ein unvorhergesehener Finanzbedarf durch sonstige Ereignisse könnten mit Blick auf die finanziellen Reserven entwicklungsbeeinträchtigende Auswirkungen für die Gesellschaft haben. 4.6. Sonstige Risiken Neben Naturkatastrophen ist das Unternehmen auch Risiken durch Feuer und Unfällen ausgesetzt. Durch Versicherungen sind wesentliche Elementarrisiken abgedeckt. Die eventuelle Schadenshöhe beschränkt sich hierbei auf die vereinbarte Selbstbeteiligung. 4.7. Gesamtrisikobeurteilung Im Geschäftsjahr 2017 bestanden für die Pleissner Guss GmbH keine bestandsgefährdenden Risiken. Für die Zukunft ist aus heutiger Sicht langfristig auch keine konkrete Entwicklung erkennbar, welche die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens wesentlich oder nachhaltig beeinträchtigen könnte.
Herzberg am Harz, den 5. März 2018 Pleissner Guss GmbH Dr. Heiko Hesemann
1 vgl. Institut der deutschen Wirtschaft
Köln, Pressekonferenz v. 22.1.2016
Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 20171. Allgemeine AngabenDie Pleissner Guss GmbH hat ihren Sitz in Herzberg am Harz und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Göttingen (HRB 3509). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 der Pleissner Guss GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den rechtsformspezifischen Vorschriften der Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der voraussichtlichen Nutzung (3 Jahre bis 5 Jahre) planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Zeitwerte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Aktivierungswahlrecht für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Sinne des §248 Abs. 2 HGB wird nicht angewendet. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Soweit die beizulegenden Zeitwerte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauern für die Ermittlung der Abschreibungen ergeben sich wie folgt:
Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sowie immaterielle Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 150,00 bis € 1.000,00 werden im Zeitpunkt ihres Zugangs als Aufwand behandelt. Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag ausgewiesen. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens erfolgt grundsätzlich zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, in bestimmten Fällen auch zu niedrigeren beizulegenden Werten vom Bilanzstichtag. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage fortgeführter Durchschnittswerte oder zu den niedrigeren Bezugspreisen als Börsen- oder Marktpreise vom Bilanzstichtag. Die niedrigeren Börsen- oder Marktpreise sind aus den Tageskursen des Beschaffungsmarktes zum Bilanzstichtag abgeleitet worden. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten auf der Basis der Artikel und des jeweils erreichten Verarbeitungsgrades. Dabei sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch in angemessenem Umfang anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Allgemeine Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen sind bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse nicht einbezogen worden. Soweit der aus Tagespreisen des Absatzmarktes abgeleitete beizulegende Wert am Bilanzstichtag die so ermittelten Herstellungskosten unterschreitet, ist dieser niedrigere Wert angesetzt. Auf Bestände minderer Qualität sind über die so ermittelten Werte hinaus in angemessenem Umfang weitere Wertabschläge vorgenommen worden. Die geleisteten Anzahlungen werden in Höhe des Nominalwertes bilanziert. Die Bewertung der anderen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens erfolgt zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken durch Berücksichtigung von Wertberichtigungen mit ihrem wahrscheinlichen Wert aktiviert. Den pauschalen nicht bekannten Risiken im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt betreffen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet, wobei bei der Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ein unternehmensspezifischer Abschlag von 66% bezüglich des Individualrisikos vorgenommen wurde. Die Verpflichtungen wurden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 3,68% für die pauschale Laufzeit von 15 Jahren (§253 Abs. 2 Satz 2 HBG) abgezinst. Zudem wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5% (für beim Essener Verband geführte Verträge 1,75%) und Rentensteigerungen von jährlich 1,75% zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,0% p.a. unterstellt. Abweichend von diesen Bewertungsgrundsätzen werden leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen wie wertpapiergebundene Versorgungszusagen behandelt (IDW RS HFA 30 Tz. 74). Diese Versorgungszusagen werden daher mit dem beizulegenden Zeitwert der korrespondierenden Rückdeckungsversicherung bewertet. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines individuellen Rechnungszinssatzes und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % (für beim Essener Verband geführte Verträge 1,75%) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen umfassen neben pauschalen Risiken alle erkennbaren Einzelrisiken. Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Aufgrund der bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft entfallen die Angaben zu den latenten Steuern nach § 285 Nr. 29 HGB. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kursgesicherte Forderungen und Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Einfrierungsmethode mit dem Sicherungskurs umgerechnet. Übrige kurzfristige, auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 3. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens (§ 284 Abs. 3 HGB) geht aus der Anlage zum Anhang hervor. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren in Höhe von T€ 2.537 (Vorjahr T€ 558) aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 21 (Vorjahr T€ 18) und aus dem Finanzverkehr mit T€ 3.700 (Vorjahr T€ 3.480). In den sonstigen Vermögensgegenstände sind T€ 153 (Vorjahr T€ 54) aus Erstattungsansprüchen aus Energiesteuern enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2017 T€ 18 (Vorjahr T€ 11) und ist in der Ergebnisabführung mit enthalten. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben zu den Restlaufzeiten sind aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. Die entsprechenden Vorjahreswerte sind zu Vergleichszwecken in Klammern vermerkt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Finanzverkehr in Höhe von T€ 4.760 (Vorjahr T€ 1.163), aus Darlehen in Höhe von T€ 600 (Vorjahr T€ 0) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 119 (Vorjahr T€ 69) enthalten. Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte für Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren. Ansonsten bestehen für die unter den Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verpflichtungen keine angabepflichtigen Sicherheiten. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse setzen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt zusammen:
Nach Tätigkeitsbereichen gegliedert ergeben sich Umsatzerlöse wie folgt:
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden folgende periodenfremde Erträge ausgewiesen:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen von T€ 216 (Vorjahr T€ 7) ausgewiesen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr nach § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 40) enthalten. 5. Sonstige AngabenAm Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB:
Es bestehen Eventualverbindlichkeiten aus dem Entfall tariflicher Sonderzahlungen für die Jahre 2015 (T€ 200), 2016 (T€ 1.296) und 2017 (T€ 1.074). Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Umstände, die zu einem Wiederaufleben der Verbindlichkeiten führen könnten, nicht eintreten werden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich wie folgt:
Von den Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen entfallen T€ 2.638 (Vorjahr T€ 2.826) auf einen Pachtvertrag mit dem verbundenen Unternehmen GMH Guss GmbH, Schwerte, für die Nutzung des Betriebsgeländes in Herzberg am Harz. Der jährliche Pachtzins beläuft sich auf T€ 188. Der Einsatz von Miet- und Leasingverträgen dient der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Verteilung des Liquiditätsabflusses über mehrere Perioden. Die Abflüsse liquider Mittel stellen dabei sowohl ein Risiko als auch einen Vorteil dar. Forderungen werden im Rahmen von Factoring veräußert. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt und die latenten Ausfallrisiken im Forderungsbestand an den Erwerber übertragen. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen in Höhe von T€ 5.687 (Vorjahr T€ 3.945) veräußert. Nach Abzug eines Kaufpreiseinbehalts von T€ 569 (Vorjahr T€ 395) sind hieraus Finanzmittel in Höhe von T€ 5.118 (Vorjahr T€ 3.550) zugeflossen. Fremdwährungsgeschäfte mit Kunden werden gegen Währungsrisiken durch Devisentermingeschäfte, die mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst werden, abgesichert. Zum 31. Dezember 2017 betrugen die abgesicherten Volumina 4.093 TUSD (Vorjahr 0 TUSD). Der zum Sicherungskurs umgerechnete Wert der Fremdwährungsgeschäfte in Euro betrug insgesamt T€ 3.429 (Vorjahr T€ 0). Der beizulegende Zeitwert dieser Fremdwährungsgeschäfte, der dem Marktwert entspricht, ist negativ und beträgt zum 31. Dezember 2017 insgesamt T€ 16. Zum Abschlussstichtag entspricht die Höhe der mit der gebildeten Bewertungseinheit abgesicherten Risiken dem Marktwert der Sicherungsgeschäfte. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheiten ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit wird prospektiv festgestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisentermingeschäfte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich folgende Mitarbeiter:
Im Berichtsjahr bestand die Geschäftsführung aus folgenden Mitgliedern:
Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird die Schutzklausel gemäß § 286 HGB in Anspruch genommen. Auf die Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss, der Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte, enthalten ist. Die Pleissner Guss GmbH ist mittelbares Tochterunternehmen der GMH Guss GmbH, Schwerte, die den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger offen gelegt. Die Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte, stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger offen gelegt. Nachtragsbericht Kündigung Cash-Pool-Rahmenkredit und Rahmenkreditvereinbarung aus Factoring-Finanzierung Aufgrund der im Februar 2018 durch die GMH Guss GmbH zum 31. März 2018 erfolgten Kündigung des Cash-Pool-Vertrages und des Rahmenkreditvertrages aus Factoring-Finanzierung sind die per Ende März 2018 gegen die GMH Guss GmbH bestehenden Finanzforderungen aus der Factoring-Finanzierung und dem voraussichtlich vorhandenen Guthaben aus der Cash-Pool-Finanzierung durch die GMH Guss GmbH auszugleichen. Die aufgrund dieser Maßnahme der Pleissner Guss GmbH voraussichtlich zufließenden Mittel werden der GMH Guss GmbH aufgrund des mit Datum vom 28. Februar 2018 abgeschlossenen Kreditrahmen und Darlehensvertrags (Laufzeit bis 31. Dezember 2019) in einem Umfang von bis zu € 5.200.000,00 wieder zur Verfügung gestellt. Durch die Beendigung der Finanzierungsverträge mit der GMH Guss GmbH werden Mittelzuflüsse aus dem Factoring wieder der Pleissner Guss GmbH zur Verfügung (Eigenfinanzierung durch Factoring) stehen. Gleichzeitig wird die Möglichkeit der Finanzierung aus dem Rahmenkredit mittels Cash-Pool-Verfahren entfallen. Aufgrund des grundsätzlich bestehenden Ergebnisabführungsvertrages entfällt die Angabe des Ergebnisverwendungsvorschlags.
Herzberg am Harz, den 5. März 2018 Pleissner Guss GmbH Dr. Heiko Hesemann Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pleissner Guss GmbH, Herzberg am Harz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pleissner Guss GmbH, Herzberg am Harz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pleissner Guss GmbH für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 5. März 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Georg Stegemann, Wirtschaftsprüfer ppa. Thorsten Spree, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 29.6.2018 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen