Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 97310
Vorher
StarTec Payment & Service GmbH
Eingetragen
23.5.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Waren ohne ausgeprägten SchwerpunktTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Dienstleistungen im bargeldlosen Zahlungsverkehr, Vermittlung von Miet- und Serviceverträgen aller Art, Handel mit Zahlungsverkehrsterminals, Verkauf und Vermietung von Zahlungsterminals, Handel mit Zubehör aller Art, die Erbringung von artverwandten Dienstleistungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Ausgenommen ist der Handel mit erlaubnispflichtigen Waren sowie sonstige erlaubnispflichtige Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Pascal Beij
seit 25.1.2024
Geschäftsführer
Niv Liran
seit 25.1.2024
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert90.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Unite HoldCo S.à r.l.LUX
90.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Unzer Group GmbH
Germany
22.500 €
90.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Unzer POS GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

I. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Organisationsstruktur und Geschäftsaktivitäten

Die Unzer POS GmbH (Unzer POS) ist ein bankenunabhängiger deutschlandweit tätiger Anbieter von Produktlösungen und Servicedienstleistungen rund um die Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs am POS (Point-of-Sale).

Zum Produkt-Portfolio gehören POS-Terminals für elektronische Zahlungen per Girocard oder Kreditkarte sowie Kundenbindungssysteme und weitere damit verbundene Dienstleistungen.

Die Unzer POS bietet dem Handel darüber hinaus in Zusammenarbeit mit dem Partnerunternehmen Unzer E-Com GmbH, einem Abwickler von Zahlungen im Internet, die Möglichkeit verschiedene Vertriebs- und Bezahlwege vom Ladengeschäft bis hin zum Webshop zu bedienen. Das Ziel ist es, als All-in-one Payment Partner für den Handel, das komplette Leistungsspektrum der elektronischen Zahlungsabwicklung abzudecken. Im Mai 2022 hat die Unzer Gruppe sämtliche Anteile der Tillhub GmbH erworben. Somit wird das Produktportfolio für die POS erweitert, um smarte, cloudbasierte Kassensysteme, die traditionelle Kassierfunktionen mit digitalen Wirtschafts- und Managementfunktionen, Marketing-Tools und Verkaufsanalysen zu vereinen. Durch den modularen Aufbau der Kassensoftware bieten die Systeme höchste Flexibilität und sind sowohl für kleine und mittelständische Unternehmen als auch für große Filialisten und Franchise-Unternehmen aller Branchen geeignet. Die neu eingeführten POSGo Terminals bieten volle Funktionalität und vereinen 4 Geräte in einem: Kasse, Kartenterminal, Barcode-Scanner und Bon- Drucker. Somit profitieren die Händler künftig von einer Unified-Commerce-Lösung.

Als etablierter kaufmännischer Netzbetreiber fokussiert sich die Unzer POS mit ihrem Dienstleistungsportfolio auf Kunden innerhalb der Region Deutschland. Die Gesellschaft vermietet Zahlungskartenlesegeräte ("POS-Terminals") überwiegend an die Gastronomie, die Hotellerie und den Einzelhandel. Neben einer festen monatlichen Miete erzielt die Gesellschaft hieraus auch Provisionserlöse auf den mit dem Gerät getätigten Kartenumsätzen und auf die über das Gerät getätigten Kartentransaktionen.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2022 wurde stark vom Angriffskrieg in der Ukraine geprägt. Dies hatte auch in 2023 weiterhin steigende Energiekosten, Unsicherheiten auf den Weltmärkten und unterbrochene Lieferketten zur Folge. Diese Faktoren führten zu einer weiterhin hohen Inflation, die wiederum eine vorsichtige Haltung der Verbraucherinnen und Verbraucher nach sich zog.

Während der Pandemie haben viele Händler aus hygienischen Gründen und zur schnelleren Abwicklung des Zahlungsvorganges die Kartenzahlung aktiv beworben. Selbst Branchen bzw. Geschäfte, in denen traditionell die Zahlung mit Bargeld üblich war, wie zum Beispiel kleine inhabergeführte Läden, Bäckereien, Fleischereien oder Kioske, bieten nun Kartenzahlung an. Dieser Trend wurde fortgeführt.

Untermauert wird dieser Trend durch das Ablösen der Barzahlung als stärkste Zahlungsart durch die Girocard. So wurden im Jahr 2023 mehr als 7,48 Milliarden Transaktionen mit einem Wert von rund 304 Milliarden Euro über das Girocard-System der Deutschen Kreditwirtschaft abgewickelt. Das bedeutet ein Plus bei den Transaktionen gegenüber dem Vorjahr von 11,5%, während der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um knapp 7,1% gewachsen ist.

Die aktuellen geographischen Krisen insbesondere in der Ukraine und dem Israel/Gasa Konflikt haben zunehmend Folgen und Einschnitte im Wirtschaftsleben in Europa aber keine direkten Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Unzer Gruppe.

3. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war geprägt von unsicheren wirtschaftlichen Bedingungen und den Nachwirkungen der globalen Gesundheitskrise, dem Ukraine Krieg und der damit verbundenen Energiekrise.

Dies hat die Konsumenten und insbesondere unsere Zielgruppe, den mittelständigen, gehobenen Einzelhandel und die Hotel- und Gaststättenbranche stark beeinflusst.

Geprägt war dieses Jahr sowohl von höheren Insolvenzraten unserer Zielgruppe als auch von zurückhaltendem Kaufverhalten und erhöhter Preis-Sensibilität der Verbraucher in Deutschland.

Auch gab es bei unseren Kreditkartenpartnern gravierende Veränderungen im onboarding. Die höheren Auflagen der Kreditkartenpartner im Bezug auf Geldwäsche, Risko und Identifizierung wurden neu festgelegt. So wurden Neukunden durch diese Änderungen der Prozesse und Systeme bis zu sechs Monate später in Betrieb genommen. Dies führte zu Verzögerungen der Auslieferung von Kartengeräten an die Kunden und somit zum Verlust von Deckungsbeiträgen.

Darüber hinaus veränderte sich der Risikoappetit der Partnerbanken unserer Kreditkartenpartner. Dies verzögerte den Geldfluss auf deren Treuhandkonten und führte zu einer verspäteten Auszahlung an den Kunden.

Diesem schwierigen Umfeld entgegnete die Unzer POS durch:

Intensivieren des Vertriebs bei den Bestandskunden (Zusatzverkäufe von Leistungen) und somit Steigerung u.a. der Provisionserlöse aus den Kreditkartenportfolien

Kündigungen und Insolvenzen entgegnet das Unternehmen, in dem wir die Nachmieter der Ladengeschäfte oder Restaurants/ Hotels unter Vertrag nahmen.

Steigern des Vertriebsaufwands bei Neukunden (Kreditkartenlastigen, gehobenen, privat geführten Einzelhandel sowie Hotels oder Gastronomie)

auch stellte das Unternehmen die Kundenverträge und Prozesse um

Es wurde mit der Umsetzung des Synergieplans für die Zukäufen der einzelnen Terminal Portfolien aus den vergangenen Jahren begonnen und die damit verbundenen Umsatz- und Ergebnissteigerungen eingeleitet.

Auch konnte die Unzer POS die Einkaufspreise verbessern.

Trotz der Krise konnte die Gesellschaft die Anzahl der Kartengeräte und die damit verbundenen Transaktionen weiter steigern. Die einzelnen Maßnahmen führen zu einer Steigerung des Ergebnisses und schlagen sich im Umsatz (+ 21,4%) als auch in den Deckungsbeiträgen (+ 24,6%) nieder.

Die Unzer POS befindet sich in einem positiven Marktumfeld weiterhin auf Wachstumskurs. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen (EBITDA) ist gegenüber dem Vorjahr wieder gesunken.

Im Hinblick auf den nichtfinanziellen Leistungsindikator "Mitarbeiterzufriedenheit" hat die Gesellschaft eine Initiative zur Analyse und Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit gestartet. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Mitarbeiterzufriedenheit stabil gehalten werden. Hierbei wird eine Software zur Analyse des Mitarbeiterengagements namens "Peakon" eingesetzt, die die Führungskräfte und Unternehmensleitung dabei unterstützt die richtigen Prioritäten für einen Anstieg der Mitarbeiterzufriedenheit zu identifizieren. Die fortlaufende Verbesserung und das Erreichen von Zielwerten sind Teil der variablen Vergütung des Senior Managements.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Unzer POS GmbH - Eckdaten

2023 2022 2021 2020
Umsatz (in T€) 41.791 44.984 34.130 26.101
Rohertragsmarge (in %) 46,8 37,9 33,9 27,7
Berichtetes EBITDA (in T€) 7.801 10.582 7.971 6.445
Anzahl Kartenterminals 40.743 39.640 38.245 25.778

Die wichtigsten Steuerungsgrößen im POS-Geschäft sind die Anzahl der Kartenterminals, der Umsatz, der Gross Profit sowie das EBITDA.

Der Umsatz der Unzer POS GmbH ist im Berichtszeitraum um 7,1% (T€ 3.194) auf T€ 41.791 (2022: T€ 44,984) gesunken. Die Gesellschaft konnte einen Umsatzanstieg durch einen Anstieg der Anzahl an Kartenterminals als auch durch einen Anstieg der Anzahl an Transaktionen von Kartenzahlungen sowie der Transaktionsvolumina verzeichnen, der auf den vermehrten Einsatz der Kartenzahlung bei den Konsumenten zurückzuführen ist.

Wesentlich für den Umsatzrückgang war die Neuausrichtung der Konzernverrechnung in der Unzer Gruppe, was zu einer Umstellung und damit einem Rückgang von T€ 6.238 auf T€ 2.800 an internen Umsätzen der Gesellschaft zur Folge hatte.

Die Materialaufwendungen und bezogenen Leistungen sind um 13,4% auf T€ 19.822 (2022: T€ 17.482) gestiegen. Aufgrund dieses Anstiegs und der Neuregelung der internen Verrechnung, und damit einhergehender gesunkener Provisionserlöse, ist insgesamt aus Transaktionen mit Giro- und Kreditkarten eine Erhöhung der Rohertragsmarge um 8,9 Prozentpunkte von 37,9% im Geschäftsjahr 2022 auf 46,8% in 2023 zu vermerken.

Das berichtete EBITDA liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr mit T€ 7.801 unter dem Vorjahresniveau (2022: T€ 10.582). Trotz angestiegenen Geschäfts sind die Personalaufwendungen um 2,8% von T€ 6.772 im Vorjahr auf T€ 6.583 gesunken.

Ferner resultiert der Ausweis der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag über T€ 821 (2022: T€ -79) aus einer Zahlung von Kapitalertragsteuer aus vororganschaftlicher Zeit.

Seit dem Jahr 2021 besteht eine ertragssteuerliche Organschaft mit der Unzer GmbH.

Die Abschreibungen lagen im Betrachtungszeitraum bei T€3.015, während sie sich im Vorjahresvergleichszeitraum auf T€ 2.814 beliefen. Die höheren Abschreibungen resultieren aus einer höheren Anzahl an Terminals.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen, des Finanzergebnisses in Höhe von T€ 837 (2022: T€ 446) und der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 821 (2022: T€ -79) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von T€ 4.802 (2022: T€ 8.292), welcher durch den Gewinnabführungsvertrag mit der Unzer GmbH abgeführt wird.

Die Anzahl der Kartenterminals der Unzer POS GmbH konnte per 31. Dezember 2023 auf 40.743 (2022: 39.640) Stück weiter gesteigert werden.

Vermögenslage

Insgesamt entwickelte sich die Vermögenslage der Unzer POS im Betrachtungszeitraum stabil. Die Bilanzsumme ist um T€ 5.506 von T€ 39.732 auf T€ 34.225 gesunken. Von der Bilanzsumme der Gesellschaft entfallen 28,2% (31. Dezember 2022: 23,3%) bzw. T€ 9.650 (31. Dezember 2022: T€ 9.269) auf langfristige Vermögenswerte und T€ 24.575 (31. Dezember 2022: T€ 30.463) auf kurzfristige Vermögenswerte. Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte ist vor allem bedingt durch das organische Wachstum und den damit verbundenen Investitionen in Kartenterminals.

Der Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte um T€ 5.888 auf T€ 24.575 (31. Dezember 2022: T€ 30.463) ist vor allem auf die Verrechnung der Darlehen gegenüber der Gesellschafterin, mit Verbindlichkeiten aus Konzernverrechnung zurückzuführen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist unverändert bei T€ 21.269.

Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um T€ 5.506 auf T€ 12.956 (31. Dezember 2022: T€ 18.463) zurückgegangen.

Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Verrechnung der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Konzernverrechnung zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote hat sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 53,5% auf 61,9% erhöht.

Finanzlage

Die Gesellschaft deckt ihren Finanzierungsbedarf im Rahmen der operativen Tätigkeit aus eigenen Mitteln.

Die Geschäftstätigkeit führte im Berichtszeitraum zu einem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 2.045 (2022: T€ 1.946), der aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und der Rückführung der Darlehen über dem Vorjahresniveau liegt.

Der Mittelabfluss aus der Investitionsstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 2.838 und lag somit aufgrund der höheren Zinsen leicht niedriger als im Vorjahr (2022: T€ 3.190) trotz der erhöhten Investitionen an Terminals.

Wie im Vorjahr konnte die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2023 den Finanzbedarf für die Investitionen aus den eigenen finanziellen Mitteln decken, sodass sich hieraus kein weiterer Finanzbedarf ergab.

Im Berichtsjahr hat sich die Gesellschaft vollständig aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Tätigkeit sowie aus der Verwendung ihrer Bankguthaben finanzieren können.

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als stabil zu bezeichnen.

Gesamtaussage

Die Geschäftsführung der Unzer POS GmbH ist mit Blick auf die wirtschaftliche Situation in Deutschland im Kalenderjahr 2023 und unter Berücksichtigung der Auswirkungen durch die steigende Inflation mit dem Geschäftsverlauf und der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. Vor allem die weitere Entwicklung des Zahlungsverhaltens der Konsumenten weg von der in Deutschland verbreiteten Bargeldzahlung hin zur Kartenzahlung, die sich im abgelaufenen Geschäftsjahr abzeichnete, sieht die Geschäftsführung sehr positiv. Daneben ist das kontaktlose Zahlen, was in der Krise stark an Bedeutung gewonnen hat, ein weiterer Treiber. Die Gesellschaft konnte auch im Geschäftsjahr 2023 bei der Anzahl der Terminals organisch wachsen. Es ist ein deutlicher Anstieg der über die Terminals abgewickelten Kartentransaktionen als auch der Transaktionsvolumina zu verzeichnen.

A. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Prognosebericht

Nach heutigen Erkenntnissen geht die Geschäftsführung der Unzer POS GmbH davon aus, dass der Umsatz im Jahr 2024 im zweistelligen Prozentbereich wachsen wird. Dieser Umsatzanstieg wird nach Ansicht des Unternehmens vor allem durch die geplante Ausweitung der Anzahl an Terminals sowie der weiteren Umstellung von Kreditkartenverträgen auf die Schwestergesellschaft Unzer Luxemburg S.A. erzielt.

Durch die weitere Steigerung der Ausgabe von Bezahlkarten durch die Banken und die höhere Nutzung durch den Konsumenten sowie der weitere Ausbau von Technologien wie den kontaktlosen Zahlungsverkehr werden die die Transaktionen und damit auch für das Unternehmen die Provisions- und Transaktionserlöse gesteigert.

Das Jahr wird geprägt durch ein verpflichtendes Sicherheitsupdate (TA. 7.2) der Deutschen Kreditwirtschaft (DK). Dies bedeutet, dass nahezu jeder Bestandskunde ein Softwareupdate oder einen Terminaltausch erhalten wird. Diese Maßnahme nutzt das Unternehmen, um bei definierten Zielkunden Android basierende Terminals zu installieren.

Die Maßnahme ist nach Vorgabe der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) bis zum 31. Dezember 2024 umzusetzen.

Die Unzer POS hat sich das Ziel gesetzt, den Umsatz des Unternehmens und die Anzahl der Terminals zu steigern. Im Hinblick auf die Rohertragsmarge wird davon ausgegangen, dass die Marge für das Jahr 2024 aufgrund der nahezu vollständigen Umstellung von Kreditkartenverträgen auf die Unzer Luxemburg S.A. steigen wird.

Mit dem Wachstum des Unternehmens wird ein korrelierender Anstieg des operativen Sachaufwands vor allem bei den Personal-, Anlage-, Dienstleisterkosten verbunden sein.

Die Geschäftsführung geht unter Berücksichtigung dieser Faktoren insgesamt davon aus, dass das EBITDA im großem einstelligen Prozentbereich steigen wird, während die EBITDA- Marge für das Geschäftsjahr 2024 einen nicht ganz so starken Anstieg zu verzeichnen hat.

Aufgrund der geplanten Umsatzerhöhung und EBITDA-Steigerung, bei gleichzeitig hohen Investitionen in neue Kartengeräte und Unterstützung von Dienstleistern, erwartet die Unzer POS keine positive Auswirkung auf den operativen Cashflow.

Die Geschäftsführung hat sich das Ziel gesetzt, die Bilanzstruktur und die Eigenkapitalquote langfristig stabil zu halten.

Die gegenwärtige Lage der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung auf Basis des Umsatzes und des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen als positiv bewertet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 konnte das Unternehmen trotz der massiven negativen Auswirkungen der Gesamtwirtschaft und in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld ein positives Ergebnis erwirtschaften.

Folglich geht die Geschäftsführung davon aus, den Wachstumskurs der Unzer sowie eine Steigerung des EBITDA in 2024 fortzuführen.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 berücksichtigt alle zum heutigen Zeitpunkt bekannten Ereignisse und Vorfälle, die einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Unzer POS haben könnten. Allerdings kann die tatsächliche Entwicklung des Unternehmens von der Prognose abweichen, falls wirtschaftliche oder politische Entwicklungen sowie andere Einflüsse eintreten, die das Unternehmen weder in irgendeiner Form beeinflussen oder vorhersehen bzw. planen kann.

Auf Gruppenebene wurde seit Ende 2022 eine Restrukturierung der bestehenden Finanzierung vorgenommen, um die Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu stabilisieren sowie um jederzeit eine ausreichende Liquidität sicherstellen zu können. Die entsprechenden Verträge zur Umsetzung der Transaktion wurden am 18. Juli 2023 mit den Fremd- und Eigenkapitalgebern unterzeichnet. Im Rahmen der Restrukturierung werden sich auch die Anteilseigner der Unzer Gruppe ändern. Da im Konzernverbund drei regulierte Tochtergesellschaften enthalten sind, ist für den erfolgreichen Abschluss der Restrukturierung noch ein Inhaberkontrollverfahren bei der BaFin, der CSSF sowie der Danish FSA durchzuführen. Da es sich bei den neuen Gesellschaftern um namhafte Institute handelt, gehen wir mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Aufsichtsbehörden den mittelbaren Erwerb der Gesellschaftsanteile unserer Muttergesellschaft, Inamra HoldCo GmbH, Berlin nicht untersagen werden. Mit einem Abschluss des Inhaberkontrollverfahrens und damit einer Änderung unserer Anteilseigner rechnen wir bis Mitte des Jahres 2024. Durch den Abschluss der Verträge ist zum einen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit aller Konzerngesellschaften im Planungshorizont gesichert und zum anderen werden hierdurch auch unsere weiteren Wachstumspläne ermöglicht.

II. Chancenbericht

Der hohe Bargeldanteil in Deutschland gemäß EHI Studie in Höhe von ca. 38% zeigt das der Payment-Markt noch nicht ausgeschöpft ist und eine Konvertierung des Bezahlverhaltens (Bargeld auf Bezahlkarte) des Konsumenten noch weitere Chancen bietet. Diese gute Grundlage des Marktwachstums ermöglicht der Unzer POS GmbH ihren Erfolgskurs weiter fortzusetzen und weiter zu wachsen.

Nicht nur die Veränderung des Zahlungsverhaltens, sondern auch die starke Nutzung der kontaktlosen Zahlung hat einen positiven Einfluss auf die künftige Entwicklung der Branche, so dass auch hier weiteres Wachstumspotential gegeben ist.

Entsprechend der EHI-Erhebung 2023 stieg die Anzahl der aktiven Terminals auf über 973t Terminals. Diese Entwicklung hat auch Einfluss auf das Nutzungsverhalten des Konsumenten und bietet weiteres Potential sowohl für das Neugeschäft insbesondere im Terminalvertrieb als auch für die über die Terminals abgewickelten Transaktionen und Umsatzvolumina.

Durch die Vorgabe der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) und deren verpflichtenden Softwareupdate (TA7.2) wird auf jedem Kartengerät "kontaktlos verbunden mit Transaktionslimit" verpflichtend. Die Zeitverkürzung des Bezahlvorgangs an der Kasse sowie die Vereinfachung der Bezahlung zum Beispiel neben der Karte auch andere Bezahlmedien wie Smartphones, Smartwatch etc. im Einzelhandel einzusetzen, wird zukünftig einen weiteren wichtigen Wachstumstreiber darstellen.

Auch bietet der notwendige Austausch der Kartengeräte bei Bestandskunden gemäß den Vorgaben der Deutschen Kreditwirtschaft eine Grundlage Android basierende Kartengeräte im Markt zu etablieren, die Mehrwertdienste ermöglichen. Dies hilft, dass auch Mehrwertanwendungen auf den Terminals wie z.B. Kassenapplikationen oder Zusatzanwendungen, Branchenlösungen etc. zusätzlich verkauft und installiert werden können - ein ebenfalls wichtiger Wachstumstreiber, der im Fokus der Gesellschaft und der Unzer Unternehmensgruppe steht und für die Zukunft von großer Relevanz sein wird.

Darüber hinaus könnten über Apps (Applikationen) eigene Bezahlmethoden am point of sale angeboten werden, wie z.B. der Rechnungs- oder Ratenkauf und auch Absatzfinanzierung, die wiederum zu einer Umsatzsteigerung führen.

Neben der aktuellen Marktentwicklung ergeben sich Chancen und Cross Selling Potential für die Unzer POS auch aus dem Leistungsangebot der anderen Unternehmen der Unzer Gruppe, z.B. durch Kreditkarten. Diese Bezahlmethodenerweiterung wird auch von den Schemes finanziell unterstützt.

Die Kundenbasis der Unzer POS ist eine Grundlage für andere nützliche Dienste, die in der Unzer Gruppe entwickelt und angeboten werden. Insbesondere die zur Unternehmensgruppe gehörenden cloudbasierten Kassenanbieter Tillhub mit Fokus auf Retail und Gastronomie oder Unzer Luxemburg für BNPL (Buy Now Pay Later).

III. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Die Unzer POS ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die stets mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Risiken kennzeichnen Ereignisse, deren Eintritt zu einer negativen Abweichung von den geplanten Zielen führt. Das Eintreten dieser Risiken kann den Geschäftsverlauf nachhaltig negativ beeinflussen, die Ertragsentwicklung schwächen und die Vermögens- und Finanzlage gefährden.

Das Ziel des Risikomanagements besteht darin, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu kontrollieren und durch geeignete Gegenmaßnahmen zu reduzieren. Es dient ferner dem Ziel, Chancen, die sich aus den Entwicklungen der Märkte ergeben, konsequent zu nutzen, ohne die damit verbundenen Risiken außer Acht zu lassen, und dafür Sorge zu tragen, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Die Risikopolitik orientiert sich an dem Ziel, die Stellung der Unzer POS in den Märkten zu sichern und auszubauen, um den Unternehmenswert langfristig zu steigern.

Als integraler Bestandteil umfasst das Risikomanagement präventive, überwachende sowie aufdeckende Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen. Wesentliche Bestandteile des Risikomanagements sind die Funktionstrennung und das Vier-Augenprinzip, die Vermeidung von Interessenskonflikten, das Planungssystem, das interne Berichtswesen sowie die Berichterstattung an die Gesellschafter, die die aktuelle Unternehmenssituation abbilden.

Es werden fortwährend Anweisungen und Vorsorgen getroffen, um das Geldwäscherisiko zu minimieren.

2. Spezieller Risikobericht

2.1 Liquiditätsrisiken

Aufgrund der Geschäftsstrategie entstehen aus dem operativen Geschäft keine wesentlichen Fristeninkongruenzen und damit keine wesentlichen Liquiditätsrisiken.

Die Liquiditätssituation wird täglich erfasst und der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Budgetplanung wird eine Liquiditätsplanung erstellt. Zudem erfolgt mindestens einmal pro Monat ein Update der Liquiditätsplanung sowie eine Verifizierung der wesentlichen zugrundeliegenden Annahmen, die der Planung zu Grunde liegen.

2.2 Adressenausfallrisiken

Die Unzer POS verfügt historisch bedingt in ihrem Kundenportfolio über eine Konzentration von Kunden im Bereich Gastronomie und Hotellerie, was sich bei einem Einbruch der Umsätze in diesen Branchen negativ auf die Geschäftsentwicklung der Unzer POS auswirken könnte. Um diesem Risiko Rechnung zu tragen, werden auch Kunden aus anderen Branchen akquiriert.

Den Risiken von Forderungsausfällen wird durch die Bildung von Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen.

2.3 Marktpreisrisiken

Die Risiken, die sich aus der Änderung des Zinsniveaus oder Währungskursen ergeben, werden derzeit als sehr gering angesehen.

2.4 Operationelle Risiken

Das Marktumfeld für die Payment-Industrie ist von zunehmender Komplexität und starkem Wettbewerb gekennzeichnet. Der Wettbewerb konzentriert sich durch vermehrte Akquisitionen. Hinzu kommt, dass durch den zunehmenden Wettbewerb der Preis- und Produktdruck auf der Absatzseite stark steigt und entsprechend höhere Anforderungen kundenseitig gestellt werden.

Der Rahmen für das Management des operationellen Risikos wurde von der Risikokontrollabteilung geschaffen, um eine wirksame Risikoidentifizierung, Risikobewertung, Risikominderung, Kontrollimplementierung und Überwachung zu gewährleisten. Zur Unterstützung des Risikomanagements der Unzer Gruppe wurden verschiedene Richtlinien, Verfahren und Methoden entwickelt und veröffentlicht. Mehrere Workshops wurden in allen Abteilungen der Unzer Gruppe durchgeführt, um ein Risikobewusstsein und eine Risikokultur zu schaffen. Interne Kontrollen sind in das Tagesgeschäft von Unzer eingebettet und sollen so weit wie möglich sicherstellen, dass die Aktivitäten effizient und effektiv sind, die Informationen zuverlässig und vollständig sind und das Unternehmen die geltenden Gesetze und Vorschriften.

Um den geänderten Kundenansprüchen und neuen gesetzlichen Herausforderungen zu begegnen, werden wir weiter in IT-Systeme, den Marktauftritt, in die internen Prozesse und in das Produktportfolio investieren.

Die schnell wachsende Branche und der Verdrängungswettbewerb führen zu steigenden Anforderungen an die Unternehmen.

2.5 Personelle Risiken

Aufgrund der innerhalb der Gesellschaft etablierten flachen Hierarchiestruktur besteht in besonderem Maße eine Abhängigkeit von der Geschäftsführung und von Führungskräften sowie das Risiko einer Wissenskonzentration auf wenige Mitarbeiter. Ein Verlust von Führungskräften könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und die operativen Tätigkeiten auswirken. Zur Reduzierung des Risikos arbeitet die Unzer Gruppe an der Attraktivität als Arbeitgeber, sie stärkt die Führungskultur und bietet seinen aktuellen sowie potenziellen Mitarbeitern eine gute Karriereperspektive.

2.6 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken resultieren typischerweise aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, gewerblicher Rechtschutz sowie durch neue gesetzliche Regelungen, Änderungen bestehender Regelungen oder deren Auslegung. Der Verstoß gegen bestehende rechtliche Regelungen kann aus Unkenntnis oder aus Fahrlässigkeit erfolgen. Um diesen Risiken angemessen und frühzeitig zu begegnen, werden potenzielle Risiken umfassend unter Einbeziehung der Rechtsabteilung der Unzer Gruppe und soweit erforderlich auch unter Hinzuziehung von externen Spezialisten analysiert. Zur Begrenzung von Rechtsrisiken werden die wesentlichen Verträge mit den Kunden und Dienstleistern von Rechtsanwälten entwickelt bzw. überprüft.

2.7 IT-Risiken

Informations- und IT-Risiken bestehen in der unzulässigen Veröffentlichung und Veränderung von Daten sowie aus der Gestaltung und dem Betrieb von Informationssystemen. Die Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit moderner IT-Systeme ist für die Steuerung der Geschäftsprozesse und für eine effektive Kostenkontrolle unerlässlich. Ein Ausfall dieser IT-Systeme könnte eine Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse und höhere Kosten zur Folge haben. Unzer POS wird auch künftig in den Ausbau und die Weiterentwicklung der IT-Systeme investieren, um die Funktionsbereitschaft der Systeme zu sichern.

 

Hamburg, 10. Juli 2024

Die Geschäftsführung:

Pascal Beij

Niv Liran

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 83.265,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.917.600,00 2.244.605,00
1.917.602,00 2.327.870,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.732.517,46 6.940.924,20
9.650.119,46 9.268.794,20
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.368.735,18 5.423.403,15
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
2. Forderungen gegen Gesellschafter 8.330.921,23 20.101.554,58
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.114.456,04 784.181,62
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.715.631,07 2.186.666,55
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 98.686,90 (Vorjahr: TEUR 99)
22.529.743,52 28.495.805,90
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
2.044.546,70 1.946.041,40
24.574.290,22 30.441.847,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 810,09 8.831,99
D. Aktive latente Steuern 0,00 12.552,70
34.225.219,77 39.732.026,19

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 6.191.714,89 6.191.714,89
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
IV. Gewinnvortrag 14.052.077,91 14.052.077,91
V. Jahresüberschuss 0,00 0,00
21.268.792,80 21.268.792,80
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 13.707,00 13.707,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.181.519,64 576.438,27
1.195.226,64 590.145,27
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.104.995,76 2.502.225,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.104.995,76 (Vorjahr: TEUR 2.502)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 6.120.721,46 13.457.458,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 6.120.721,46 (Vorjahr: TEUR 13.457)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.117.237,70 1.630.081,66
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.117.237,70 (Vorjahr: TEUR 1.630)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 418.245,41 283.322,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 418.245,41 (Vorjahr: TEUR 283)
davon aus Steuern: EUR 232.577,15 (Vorjahr: TEUR 276)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 23.515,58 (Vorjahr: TEUR 7)
11.761.200,33 17.873.088,12
34.225.219,77 39.732.026,19

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 41.790.716,00 44.984.303,47
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 375,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 257.176,93 447.768,55
davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 464.621,66 682.837,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.357.531,64 16.799.113,05
19.822.153,30 17.481.950,46
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.711.446,67 5.711.221,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 871.480,90 1.060.578,73
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
6.582.927,57 6.771.800,18
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.014.789,68 2.813.772,50
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.841.471,41 10.595.193,86
davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 840.798,31 489.468,76
davon aus Abzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 839.948,31 (Vorjahr: TEUR 489)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.604,97 43.146,48
davon aus Aufzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
davon an verbundene Unternehmen EUR 2.825,47 (Vorjahr: TEUR 43):
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 820.980,03 -78.914,16
davon latente Steuern: EUR 12.552,70 (Vorjahr: TEUR 0)
11. Ergebnis nach Steuern 4.802.764,28 8.294.216,46
12. Sonstige Steuern 1.002,00 2.508,93
13. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen abgeführter Gewinn (-)/ Erträge aus Verlustübernahme -4.801.762,28 -8.291.707,53
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Unzer POS GmbH, Hamburg

Amtsgericht Hamburg HRB 97310

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Grundsätzliche Ausführungen

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Vorschriften des dritten Buches des HGB angewandt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff HGB) erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Anlagevermögen

Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, bewertet. Es kommen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 28 Monaten bis 15 Jahren zur Anwendung.

Der entgeltlich erworbene Firmenwert ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Er wird linear über zehn Jahre abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Es kommen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 1 bis 14 Jahren zur Anwendung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben bzw. in einen entsprechenden Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens werden mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. zu Anschaffungskosten bewertet. Für Einzelrisiken werden, sofern erforderlich, individuelle Wertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert wurde beachtet.

Die Flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Die latenten Steuern sind unter Beachtung des § 274 HGB ermittelt, wobei im Ausweis aktive und passive latente Steuern saldiert werden. Die Bewertung erfolgt zum unternehmensindividuellen voraussichtlichen Steuersatz im Zeitpunkt der Auflösung.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen in Ansatz gebracht.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus der als Blatt 4 beigefügten Aufstellung (Anlagespiegel).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 8.330.921,23 (Vorjahr: EUR 20.101.554,58).

Diese sind als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und beinhalten Darlehen und Zinsen.

Ein weiterer als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesener Betrag in Höhe von EUR 6.114.456,04 (Vorjahr: EUR 784.181,62) beinhaltet Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt.

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 14.052.077,91 enthält zu EUR 14.052.077,91 einen Gewinnvortrag. Durch den Gewinnabführungsvertrag ist kein laufender Gewinn für dieses Jahr dazu gekommen.

Die Kapitalrücklage betrifft eine Rücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB und beinhaltet die Reinvermögensmehrung.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Laut dem Gewinnabführungsvertrag wird der Jahresüberschuss in voller Höhe an die Unzer GmbH abgeführt.

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 01/01/2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31/12/2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechtenund Werten 2.832.184,85 0,00 0,00 0,00 2.832.184,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.270.044,64 0,00 0,00 0,00 3.270.044,64
6.102.229,49 0,00 0,00 0,00 6.102.229,49
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.119.325,29 3.396.114,94 0,00 0,00 21.515.440,23
18.119.325,29 3.396.114,94 0,00 0,00 21.515.440,23
24.221.554,78 3.396.114,94 0,00 0,00 27.617.669,72
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01/01/2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31/12/2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechtenund Werten 2.748.919,85 83.263,00 0,00 0,00 2.832.182,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.025.439,64 327.005,00 0,00 0,00 1.352.444,64
3.774.359,49 410.268,00 0,00 0,00 4.184.627,49
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.178.401,09 2.604.521,68 0,00 0,00 0,00
11.178.401,09 2.604.521,68 0,00 0,00 13.782.922,77
14.952.760,58 3.014.789,68 0,00 0,00 17.967.550,26
Nettobuchwerte
Stand am 31/12/2023 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechtenund Werten 2,00 83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.917.600,00 2.245
1.917.602,00 2.328
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.732.517,46 6.941
7.732.517,46 6.941
9.650.119,46 9.269

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen solche für Personal TEUR 514 (Vorjahr TEUR 316), ausstehende Rechnungen TEUR 116 (Vorjahr TEUR 112), Abschluss und Prüfung TEUR 66 (Vorjahr TEUR 66) und Aufbewahrung TEUR 8 (Vorjahr TEUR 8) sowie im Übrigen vor allem solche für Honorare und Beiträge.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamt davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.104.995,76 2.104.995,76
(2022) (2.502.225,70) (2.502.225,70)
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschafter 6.120.721,46 6.265.026,86
(2022) (13.457.458,40) (13.457.458,40)
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 3.117.237,70 3.110.090,08
(2022) (1.630.081,66) (1.630.081,66)
Sonstige Verbindlichkeiten 418.245,41 418.219,54
(2022) (283.322,36) (283.322,36)
davon aus Steuern 232.577,15
(2022) (275.755,52)
davon im Rahmen der soz. Sicherheit 23.515,58
(2022) (7.338,50)
gesamt 11.761.200,33 11.761.200,33

Über branchenübliche Eigentumsvorbehalte hinaus bestehen keine Besicherungen durch die Gesellschaft.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten solche aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten.

Latente Steuern

Die latenten Steuern sind 0 EUR (TEUR 13) da sie beim Organträger ausgewiesen werden.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gliederungsform

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Abschlusshonorare

Hinsichtlich der Angaben über das von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde TEUR 63 (VJ TEUR 66) berechnet.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind EUR 820.980,03 (Vorjahr: TEUR 79).

E. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Herr Robert Bueninck, Berlin, Geschäftsführer (Chief Executive Officer Unzer Gruppe) (bis 25. Januar 2024).

Herr Dr. Max Steiger, Schifferstadt, Geschäftsführer (Chief Compliance Officer Unzer Gruppe) (bis 25. Januar 2024)

Herr Pascal Beij, München, Geschäftsführer (Chief Commercial Officer Unzer Gruppe) (ab 25. Januar 2024)

Herr Niv Liran, Berlin, Geschäftsführer (Chief Product Technology Officer Unzer Gruppe) (ab 25. Januar 2024)

Prokuristen

 

Herr Jacob von Ingelheim, München, Prokurist (Chief Risk and Transformation Officer Unzer Gruppe)

 

Herr Björn Kupka, Witzhave, Prokurist (Director Onboarding POS GmbH).

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 85 (Vorjahr: 107) Arbeitnehmer, welche davon zu 52 in Vollzeit und 33 in Teilzeit beschäftigt sind. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. Das Unternehmen hat 2 leitende Mitarbeiter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB beträgt EUR 1.358.288,69 (Vorjahr: EUR 1.333.357,46) und betrifft Leasing- und Mietverpflichtungen. Hierin sind keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Die vorstehend genannten außerbilanziellen Geschäfte wurden mit dem Zweck der Finanzierung von Anlagevermögen getätigt.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftunsgsverhältnisse von insgesamt EUR 426.677.581,22. Diese betreffen mit EUR 424.700.000,00 einen Gewährleistungsvertrag sowie mit EUR 1.977.581,22 die Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (Verpfändung Bankguthaben). Sie bestehen zugunsten verbundener Unternehmen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingestuft, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass das verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen nicht nachkommen wird.

Angaben zu Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist Konzernunternehmen der Inamra HoldCo GmbH, Frankfurt am Main, und wird bei diesem Mutterunternehmen in deren Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis zugleich) einbezogen.

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht werden. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Inamra Topco S.à r.l., Luxembourg, einbezogen (größter Kreis von Unternehmen, für die ein Konzernabschluss erstellt wird).

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

 

Hamburg, den 10. Juli 2024

Pascal Beij

Niv Liran

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Unzer POS GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Unzer POS GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Unzer POS GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 31. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Roland Greißl, Wirtschaftsprüfer

Nico Mezger, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 31.07.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

90 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.