Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 201957
Vorher
aptus 1384. GmbH
Eingetragen
4.12.2018
Branche
Einzelhandel mit BüchernEinzelhandel mit sonstigen Kunst- und Kulturerzeugnissen a. n. g.Einzelhandel mit Antiquitäten und antiken Teppichen
Gegenstand
Publikation und Vertrieb von Kunst-Editionen. Handel mit Fotografie, Malerei und sonstiger Kunst. Handel mit Kunstund Design-Objekten, Büchern und anderen Konsumgütern. Betrieb von Ladengeschäften, Internet-Präsenzen und Software zu diesem Zweck. Beratung beim Erwerb von Kunst und der Ausstattung mit Kunst.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Michaela Schreiber
seit 16.12.2025
Geschäftsführer
Marc Alexander Ullrich
seit 19.12.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

95.00% identifiziert5.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Amber Asset Management GmbH
Germany
95 €
95.00%
mybey capital UG (haftungsbeschränkt)
Germany
5 €
5.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LUMAS Art Editions GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LUMAS Art Editions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LUMAS Art Editions GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LUMAS Art Editions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 7. Februar 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Canzler, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene, entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 943.063,12 1.074.534,12
2. Geleistete Anzahlungen 57.345,18 40.770,18
1.000.408,30 1.115.304,30
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 773.151,79 849.193,79
2. Geleistete Anzahlungen 7.500,00 0,00
780.651,79 849.193,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 313.244,70 313.244,70
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 340.449,83 775.063,68
653.694,53 1.088.308,38
2.434.754,62 3.052.806,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 2.189.373,73 2.184.288,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 707.406,85 254.213,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.235.189,33 807.527,10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.837.157,00 1.962.748,58
3.779.753,18 3.024.489,13
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.194.003,36 2.975.979,62
8.163.130,27 8.184.756,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 140.305,80 245.967,94
10.738.190,69 11.483.531,16

Passiva

A. Eigenkapital 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Gezeichnetes Kapital 34.674,00 34.674,00
II. Kapitalrücklage 4.076.647,64 4.076.647,64
III. Gewinnvortrag 3.281.276,99 3.526.747,44
IV. Jahresüberschuss 242.588,65 304.529,55
7.635.187,28 7.942.598,63
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 15.894,78 8.011,78
2. Sonstige Rückstellungen 1.205.283,18 885.820,20
1.221.177,96 893.831,98
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 431.564,97 1.751.723,42
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 210.552,27 174.050,21
3. Sonstige Verbindlichkeiten 542.955,90 532.761,99
davon aus Steuern EUR 216.297,61 (Vj. EUR 71.905,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 6.431,54)
1.185.073,14 2.458.535,62
D. Passive latente Steuern 196.752,31 188.564,93
E. Rechnungsabgrenzungsposten 500.000,00 0,00
10.738.190,69 11.483.531,16

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 17.555.835,10 21.205.122,16
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 188.700,96 205.956,80
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.728.458,44 2.155.457,55
19.472.994,50 23.566.536,51
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -615.165,70 -1.479.769,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.850.864,76 -10.676.722,08
-10.466.030,46 -12.156.492,07
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.288.940,98 -4.504.454,94
b) Soziale Abgaben -833.487,85 -891.996,10
-5.122.428,83 -5.396.451,04
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -548.766,34 -507.844,60
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.437.509,51 -4.608.284,25
-19.574.735,14 -22.669.071,96
8. Erträge aus Beteiligungen 346.832,60 667.530,14
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 346.832,60 (Vorjahr: EUR 667.530,14)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.016,26 52.803,61
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.882,06 (Vorjahr: EUR 7.767,73)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -786.923,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -361,19 0,00
395.487,67 -66.589,25
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -50.482,38 -525.659,75
davon Aufwand aus Veränderung latenter Steuern: EUR 8.187,38 (Vorjahr: EUR 18.478,95)
13. Ergebnis nach Steuern 243.264,65 305.215,55
14. Sonstige Steuern -676,00 -686,00
15. Jahresüberschuss 242.588,65 304.529,55

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung des Abschlusses erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften der § 264 ff. HGB. Auf die Inanspruchnahme der größenabhängigen Erleichterung bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 276 Satz 1 HGB wurde verzichtet. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB in Bezug auf Angaben im Anhang wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist unter der Firma LUMAS Art Editions GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin - Charlottenburg unter der Nummer HRB 201957 eingetragen ("LUMAS Art Editions").

2. Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen 1 und 15 Jahren um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt, und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 1-15 Jahren, nach der linearen Methode, abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nominalwert bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Soweit eine Währungsumrechnung notwendig war, wurde der Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile zugrunde gelegt.

Die Vorräte (Handelswaren) wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand wurde zum Nennwert, die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktiv- und Passivseite Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Im Anlagevermögen wurden im Berichtszeitraum immaterielle Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 825) aktiviert. Im Berichtszeitraum wurden Sachanlagegüter in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 781) aktiviert.

Eigenleistungen für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr: TEUR 206) aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen die Webseite und beziehen sich im Wesentlichen auf Programmierungsleistungen der Mitarbeiter der Gesellschaft.

Abschreibungen für immaterielle Anlagegüter sind im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 181 (Vorjahr: TEUR 169), für aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 146) und für Sachanlagen in Höhe von TEUR 205 (Vorjahr: TEUR 193) angefallen.

Finanzanlagen

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:

Unternehmen Beteiligungsquote Währung Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
AVENSO SARL
Paris (Frankreich) 100% TEUR -383 -118
Avenso Photo Art, Inc.
Delaware (USA) 100% TUSD 308 -628
AVENSO UK LTD
London (Großbritannien) 100% TGBP -380 364
Avenso Schweiz GmbH
Zürich (Schweiz) 100% TCHF 543 297
AVENSO Photo ART S.L.U. **
Madrid (Spanien) 100% TEUR 3 0
Avenso Photo Art (HK) Limited **
Hong Kong (China) 100% THKD 0 0

** Die Gesellschaft war in 2023 nicht operativ tätig.

Im Finanzanlagevermögen ist der Buchwert der Anteile an verbunden Unternehmen i. H. v. TEUR 313 (Vorjahr: TEUR 313) gleich geblieben.

Die im Finanzanlagevermögen bilanzierten Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 340) die Avenso UK Ltd., London, Großbritannien.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 1.235 (Vorjahr: TEUR 808) und entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen aus einer Schuldübernahme der LUMAS Art Editions GmbH im Rahmen der Transaktion für Verbindlichkeiten der Töchter gegenüber Dritten. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 660 (Vorjahr: TEUR 864) sowie die eine Ausleihung an verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage hat keine Veränderung gegenüber Vorjahr erfahren. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine am 9. Februar 2023 beschlossene Ausschüttung auf den Gewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 550.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurden für die folgenden Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet:

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Lizenzzahlungen 498 371
Arbeitnehmeransprüche 162 264
Übrige Rückstellungen 409 105
Jahresabschlusskosten 63 74
Gewährleistungsansprüche 31 31
Aufbewahrungspflichtige Unterlagen 22 22
Berufsgenossenschaft 20 19
Summe 1.205 886

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 543 (Vorjahr: TEUR 533) werden im Wesentlichen Gutscheine in Höhe von TEUR 157 (Vorjahr: TEUR 354) sowie Verbindlichkeiten aus Kundenüberzahlungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 18) ausgewiesen. Bei Eintritt der gesetzlichen Verjährung werden Kundenüberzahlungen erfolgswirksam vereinnahmt.

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert.

Der zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkredit ist auf unbestimmte Zeit zugesagt und ist durch eine Globalzession betreffend aller Forderungen aus Lieferung und Leistung besichert.

Latente Steuern

Es ergibt sich eine latente Steuerschuld zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 189), die sich aus dem unterschiedlichen Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Wirtschaftsgütern in der Handels- und Steuerbilanz ergibt.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.728 (Vorjahr: TEUR 2.155) haben sich erhöht und enthalten u. a. Erträge aus Weiterberechnungen an Tochtergesellschaften sowie Erträge aus Kooperationsvereinbarungen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.438 (Vorjahr: TEUR 4.608) sind Aufwendungen für Tochtergesellschaften enthalten.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31.Dezember 2023 in Höhe von TEUR 12 aus Leasingverträgen. Aus Mietverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.250 für die Jahre 2024 bis 2032.

Haftungsverhältnisse

Es gibt eine Verpflichtung aus einer Mietbürgschaft in Höhe von TEUR 1.116 (Vorjahr: TEUR 1.627). Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da die Tochtergesellschaft ihren Verpflichtungen regelmäßig nachgekommen ist.

Ausschüttungssperre

Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB unterliegen einer Ausschüttungssperre. Diese betreffen selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 641.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

- Marc Alexander Ullrich, CEO, Berlin

- Mark Christoph Beyer, COO, Berlin (bis 20.07.2023)

- Michaela Schreiber, Head of Finance, Berlin

- Frauke Vilmar, Group Director Retail & Franchise (ab 30.03.2022 bis 17.07.2024)

- Joseph Lee Cumley, CMO, Berlin (17.07.2024 bis 31.05.2025)

Personalstand

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtszeitraum durchschnittlich 94 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung, Praktikanten und Auszubildende), die nach Gruppen wie folgt aufgeteilt sind: Retail 66, Admin/Finance/IT 13, Marketing/Onsite 10 und Portfolio 5.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtszeitraum TEUR 346 (Vorjahr: TEUR 383).

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 55).

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft erstellt keinen Konzernabschluss und nimmt die größenabhängige Befreiung nach § 293 HGB in Anspruch.

6. Nachtragsbericht

Weitere Ereignisse mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nach dem Abschlussstichtag nicht zu verzeichnen.

7. Gewinnverwendungsbeschluss/Gewinnverwendungsvorschlag

Die Gesellschafter haben im Geschäftsjahr 2024 eine Vorabausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 200 beschlossen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den darüber hinausgehenden Teil des Jahresüberschusses und des Gewinnvortrags (TEUR 3.324) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 24. Dezember 2024

Geschäftsführung

gez. Marc Alexander Ullrich

gez. Joseph Lee Cumley

gez. Michaela Schreiber

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

LUMAS Art Editions GmbH, Berlin

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene, entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.649.437,56 211.982,12 0,00 2.861.419,68
2. Geleistete Anzahlungen 40.770,18 40.378,01 23.803,01 57.345,18
2.690.207,74 252.360,13 23.803,01 2.918.764,86
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.602.832,31 129.999,86 1.049,00 1.731.783,17
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 7.500,00 0,00 7.500,00
1.602.832,31 137.499,86 1.049,00 1.739.283,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 760.167,70 0,00 0,00 760.167,70
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.115.063,68 44.861,48 479.475,33 680.449,83
1.875.231,38 44.861,48 479.475,33 1.440.617,53
6.168.271,43 434.721,47 504.327,34 6.098.665,56
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene, entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.574.903,44 343.453,12 0,00 1.918.356,56
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.574.903,44 343.453,12 0,00 1.918.356,56
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 753.638,52 205.313,22 320,36 958.631,38
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
753.638,52 205.313,22 320,36 958.631,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 446.923,00 0,00 0,00 446.923,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 340.000,00 0,00 0,00 340.000,00
786.923,00 0,00 0,00 786.923,00
3.115.464,96 548.766,34 320,36 3.663.910,94
Buchwerte 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene, entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 943.063,12 1.074.534,12
2. Geleistete Anzahlungen 57.345,18 40.770,18
1.000.408,30 1.115.304,30
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 773.151,79 849.193,79
2. Geleistete Anzahlungen 7.500,00 0,00
780.651,79 849.193,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 313.244,70 313.244,70
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 340.449,83 775.063,68
653.694,53 1.088.308,38
2.434.754,62 3.052.806,47

Lagebericht

Vorbemerkung

Die LUMAS Art Editions GmbH (die "Gesellschaft"), Berlin, erstellt diesen Lagebericht zum 31. Dezember 2023 gemäß den gesetzlichen Vorschriften. Er ist im Kontext mit dem Jahresabschluss zu lesen, welcher nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt wurde.

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Das Hauptgeschäftsfeld der LUMAS Art Editions Gruppe ist die Ausstellung, Vermarktung und der Vertrieb von Werken der bildenden Kunst. Dazu werden als Vertriebskanäle Internet-Web-Shops und Galerien (Retail-Standorte) genutzt. Nach außen tritt die LUMAS Art Editions GmbH unter der Marke LUMAS auf. Kern der Marke LUMAS sind erschwingliche, handsignierten Kunsteditionen. Um seine metropolitische Kundschaft zu erreichen und dieser eine unvergleichbare Einkaufserfahrung zu ermöglichen, betreibt LUMAS ein Multi-Channel Konzept. Mit 14 LUMAS-Galerien in Eigenbetrieb, davon zwei auf TUI-Kreuzfahrtschiffen, weiteren zwei Franchise Galerien und auf der Website www.lumas.de sowie deren länderspezifischen Adaptionen bietet LUMAS in Zusammenarbeit mit mittlerweile über 533 internationalen Künstlern mehr als 8.500 handsignierte Originalarbeiten in Auflagen bis zu 1000 Exemplaren per Edition an. Diese streng limitierten Auflagen sind zwar höher als die Auflagen klassischer Galerien, ermöglichen so jedoch im Gegenzug kostengünstige Preise. Das gesamte LUMAS Portfolio wird vom hauseigenen Kuratorenteam entwickelt und ausgewählt. Neben Privatkunden legt LUMAS einen verstärkten Fokus auf die Gewinnung und Zusammenarbeit mit Geschäftskunden, sowohl auf lokaler Ebene als auch im Bereich von Großprojekten, wo bereits namenhafte Kunden als Referenzen gewonnen werden konnten. Dieser Bereich soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Für einen reibungslosen Betrieb des oben beschriebenen Geschäftsbereichs wurde ein Netzwerk von mehreren ausländischen Tochterunternehmen etabliert. Die Tochtergesellschaften für den Betrieb der LUMAS-Fotogalerien existieren in den USA, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz. Die Galerie in Wien wird als ausländische Niederlassung der LUMAS Art Editions GmbH betrieben.

In Großbritannien befindet sich die Gesellschaft zurzeit auf der Suche nach einem neuen Galeriestandort.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin, hier sind auch übergreifende Funktionen für die Tochterunternehmen der LUMAS Art Editions Gruppe im Shared Service Center angesiedelt.

1.2 Steuerungssystem

Die Steuerung der Gesellschaft obliegt der Geschäftsführung und basiert auf einem umfassenden Reporting-System. Dieses besteht aus Monats- und Quartalsabschlüssen, regelmäßigen Liquiditätsprognosen sowie anlassbezogenen Auswertungen und enthält verschiedene Kennzahlen sowie weitere unternehmensindividuelle Kenngrößen.

Die Unternehmenssteuerung erfolgt auf der Ebene der LUMAS Art Editions Gruppe.

Die beiden zentralen Kennzahlen für die operative Geschäftstätigkeit der LUMAS Art Editions Gruppe, und damit der Maßstab für die operative Stärke, sind der Auftragseingang ("Order Value") und das Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) aus dem Handel mit Fotokunst. Zudem werden das Ergebnis vor Ertragsteuern und der operative Cashflow der LUMAS Art Editions Gruppe zur Unternehmenssteuerung herangezogen.

Das genutzte Business-Intelligence-System wird fortwährend weiterentwickelt, wodurch eine immer zeitnahere und detailliertere Steuerung möglich ist. Neben den wesentlichen oben genannten Kennzahlen können hier unterstützend z. B. Konvertierungsraten und durchschnittliche Warenkörbe sowie Erfolge von Marketingaktionen ermittelt werden. Zusammen mit den wesentlichen Kennzahlen ist so eine noch zeitgenauere Analyse von Veränderungen im Konsumverhalten und eine kurzfristige Reaktion auf diese möglich.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das deutsche Wirtschaftswachstum entwickelte sich mit - 0,3 % gegenüber dem Vorjahr ("VJ") leicht sinkend (BIP ggü. Vor Corona 2019: 0,7 % höher). Im Jahr 2023 sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr, kalenderbereinigt lag der Rückgang bei 0,1 %. Die wirtschaftliche Entwicklung 2023 war stark beeinflusst von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, insbesondere durch extreme Energiepreiserhöhungen und anhaltend hohe Inflation. Weitere Herausforderungen waren verschärfte Material- und Lieferengpässe, signifikante Preisanstiege bei Nahrungsmitteln und Fachkräftemangel. Die hohen Verbraucherpreise, die entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter stiegen führten zu einem Rückgang der Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände preisbereinigt um 6,2 %. Der Arbeitsmarkt hält sich robust, es gab noch nie so viele Erwerbstätige Personen in Deutschland. Laut dem Statistischen Bundesamt betrug die Zahl der Erwerbstätigen im Inland im Jahresdurchschnitt 2023 45,9 Millionen, was 0,7 % mehr als im Vorjahr sind. Aufgrund der Belastungen durch die Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und die daraufhin auf den Weg gebrachten Entlastungspakete steigen die Staatsausgaben weiter an, das Defizit im Staatshaushalt lag 14 Milliarden unter dem des Vorjahres. Damit beläuft sich die Verschuldung auf 96,9 Milliarden Euro oder einer Defizitquote von 2,0 %.

Das Konsumverhalten der deutschen Privathaushalte sank preisbereinigt um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr. 1 Das Konsumklima gemäß Konsumklimaindex von GfK startetet schwach ins Jahr bei einem Indexwert von -37,6 und blieb über das gesamte Jahr auf einem sehr niedrigen Niveau. 2

Nachdem der Online-Kunstmarkt im Jahr 2022 nach der Pandemie Öffnung gegenüber dem Vorjahr um 17 % zurück gegangen war stieg er in 2023 wieder um 7 % gegenüber Vorjahr. Das aggregierte Umsatzvolumen des Online-Kunstmarkts im Jahr 2023 betrug USD 11,8 Mrd. Der Gesamtkunstmarkt sank um 4 % im Vergleich zum Vorjahr auf Grund hoher Zinsen und Inflation auf ein Gesamtvolumen von USD 65 Mrd..

Der kunstbezogene Non-Fungible Token -Markt (NFT) erreichte im Jahr 2023 ein Volumen von USD 1,2 Mrd. was einem Rückgang von 51 % gegenüber Vorjahr entspricht. 3 Die Entwicklung des Marktsegments NFT ist für den Geschäftsgang der Gesellschaft jedoch unerheblich.

1 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

2 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/

3 Quelle: https://theartmarket.artbasel.com/download/The-Art-Basel-and-UBS-Art-Market-Report-2024.pdf

2.2 Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr markiert für die Gesellschaft das zweite volle Jahr nach der Coronapandemie. Durch die nun wieder vollständig verfügbaren Konsum-Optionen war die Gesellschaft von einer Hinwendung der Konsumenten zu anderen Kategorien wie Live-Events, Tourismus und Gastronomie betroffen. Gleichzeitig waren die Konsumenten-Stimmung und das Konsumverhalten in allen Geographien, insbesondere jedoch in Deutschland, durch den Angriff Russlands auf die Ukraine, hohe Zinsen, hohe Inflation, hohe Energiekosten und Versorgungsunsicherheit beeinträchtigt.

Die Kostenstruktur der Gesellschaft wurde daher fortlaufend entlang der Umsatzentwicklung weiter angepasst, insbesondere in den Bereichen Personal und Marketing. In der Zentrale war ein Personalabbau von 25 % der Stellen im gesamten Jahr unvermeidbar. Es ist gelungen, die Ausführung und Qualität des Tagesgeschäfts hiervon unbeeinträchtigt zu lassen.

Der Umsatz aus dem LUMAS Kerngeschäft belief sich in 2023 auf TEUR 17.556 (VJ: TEUR 21.205). Aufgrund des Umsatzrückgangs um 17% gegenüber dem Vorjahr konnten die Wachstumspläne und das Budget nicht erreicht werden.

Da die Kostenstruktur nur nachlaufend optimiert werden konnte, sank die EBITDA Marge von 7 % im Vorjahr auf 2,5 %. Das EBITDA betrug TEUR 447 (VJ: TEUR 1.405).

2.3 Ertragslage der LUMAS Art Editions GmbH

Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die LUMAS Art Editions GmbH mit einem Jahresüberschuss von TEUR 243 (VJ: TEUR 305) erfolgreich.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 9.212 (VJ: TEUR 11.822) auf das Galeriegeschäft, mit TEUR 6.688 (VJ: TEUR 7.543) auf das Online-Geschäft, mit TEUR 1.423 (VJ: TEUR 1.810) aus Konzernumlagen von Tochtergesellschaften und mit TEUR 233 (VJ: TEUR 410) aus sonstigen Umsatzerlösen. Die sonstigen Umsatzerlöse enthalten hauptsächlich Provisionserträge aus den WhiteWall Shop-in-Shops.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund niedriger Weiterbelastungen an Tochtergesellschaften und den Erträgen aus Kooperationsvereinbarungen auf TEUR 1.728 (VJ: TEUR 2.155) gesunken.

Die Materialaufwendungen betreffen Aufwendungen für die Produktion und den Transport von verkauften Bildern, Mietaufwendungen, Marketingaufwendungen, Aufwendungen für Lizenzen von Künstlern und weitere Aufwendungen (TEUR 10.466; VJ: TEUR 12.156). Die Senkung ist im Wesentlichen auf die korrespondierend niedrigeren Umsatzerlöse zurückzuführen.

Die Personalkosten reduzierten sich im Geschäftsjahr von TEUR 5.396 auf TEUR 5.122 , was auf einen Personalrückgang von 21 % zurückzuführen ist, während gleichzeitig inflationsbedingte Gehaltserhöhungen vorgenommen wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund von unter anderem niedrigeren Marketingaufwendungen auf TEUR 3.438 (VJ: TEUR 4.608) gesunken. Darüber hinaus sind Aufwendungen für Weiterbelastungen an Tochtergesellschaften sowie IT-Aufwendungen enthalten.

Im Ergebnis erwirtschaftete die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBITDA von TEUR 447 (VJ: TEUR 1.405).

2.4 Vermögens- und Finanzlage der LUMAS Art Editions GmbH

Die liquiden Mittel der GmbH zeigten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rückgang. Zum Stichtag beliefen sich die liquiden Mittel auf TEUR 2.194 (VJ: TEUR 2.976). Im Februar 2023 wurde eine Vorabausschüttung i. H. v. TEUR 550 für das Jahr 2022 beschlossen.

Im Geschäftsjahr wurden immaterieller Wirtschaftsgüter i. H. v. TEUR 252 (VJ: TEUR 825) aktiviert. Hierbei handelt es sich i. H. v. TEUR 189 (VJ: TEUR 206) um aktivierte Eigenleistungen betreffend der Webseite. Sachanlagen wurden i. H. v. TEUR 295 (VJ: TEUR 781) insbesondere für Betriebs- und Geschäftsausstattung aktiviert.

Die Finanzanlagen reduzierten sich auf TEUR 653 (VJ: TEUR 1.088). Dies ist im Wesentlichen durch eine Rückzahlung einer Ausleihung an verbundene Unternehmen bedingt.

Der Vorratsbestand blieb im Berichtsjahr mit TEUR 2.189 nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.184).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf Forderungen aus konzerninternen Leistungserbringen der Gesellschaft.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 1.837 und lagen damit unter dem Vorjahreswert von TEUR 1.962.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist mit TEUR 7.635 (VJ: TEUR 7.943) leicht gesunken im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der Verringerung der Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote auf 71 % (VJ: 69°%) gesteigert werden.

Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 1.205 (VJ: TEUR 886) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ergibt sich wesentlich aus dem Anstieg der Lizenzrückstellungen auf TEUR 498 (VJ: TEUR 371) und der Rückstellung für noch nicht in Rechnung gestellter Leistungen TEUR 382 (VJ: TEUR 21).

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 432 (VJ: TEUR 1.752) haben sich stark reduziert. Diese werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 500 geht hauptsächlich auf einen Vertrag über die Ausstattung eines Kreuzfahrtschiffes zurück, welcher eine Laufzeit von 11 Monaten hat. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wird über die Laufzeit des Vertrages sukzessive ertragswirksam aufgelöst.

Mit etwaigen Liquiditätsengpässen ist nicht zu rechnen, da Forderungen im Wesentlichen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt werden. Die Gesellschaft verfügt über ein Mahnwesen sowie Forderungsfactoring für die Zahlungsoption "Kauf auf Rechnung". Die Forderungsausfälle bewegen sich im marktüblichen Rahmen der Vertriebswege Einzelhandel und eCommerce.

Neben dem Bestand an liquiden Mitteln verfügt die Gesellschaft darüber hinaus über eine Saisonkreditlinie in Höhe von TEUR 1.000, welche nicht in Anspruch genommen wurde. Die LUMAS Art Editions GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt kann die Vermögens- und Finanzlage der Einzelgesellschaft weiterhin als gut bezeichnet werden. Die wirtschaftliche Lage der LUMAS Art Editions GmbH zeigt sich auch im Geschäftsjahr 2023 als stabil. Kreditoren werden unter Skontoausnutzung gezahlt, die Gesellschaft verfügt über eine Banklinie, die zu keinem Zeitpunkt in Anspruch genommen wurde. Die Gesellschaft verfügt über ein 7-stelliges Bankguthaben, das zur Fortführung und weiteren Entwicklung des Geschäfts ausreicht. Alle Retail-Standorte (Galerien) in Deutschland haben im Jahr 2023 trotz des herausfordernden Marktumfelds einen positiven EBITDA-Beitrag geliefert.

3 Prognose der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

3.1 Prognose

Die LUMAS Art Editions GmbH schätzt die zukünftige Markt- und Unternehmensentwicklung für das LUMAS-Geschäft positiv ein, da der Kunstmarkt sich ausgesprochen robust und auch weiterhin expansiv zeigt.

Gleichzeitig sahen wir auch in 2024 erhebliche Herausforderungen durch das Konsumklima, resultierend aus den in 2.2 genannten ökonomischen Rahmenbedingungen, die weiter andauerten. Die Gesellschaft war auf dieses Marktumfeld vorbereitet und hat entlang der aktuellen Geschäftsentwicklung agil und zeitnah die notwendigen Anpassungen vorgenommen. In der Zentrale wurden weitere 13 Arbeitsplätze abgebaut, die Marketingabteilung wurde weiter gestrafft.

Die LUMAS Art Editions GmbH erwartet vorläufig für das Jahr 2024 im Vergleich zum Berichtsjahr einen leichten Rückgang des Umsatzes um 3 % auf TEUR 17.081 (VJ: TEUR 17.556). Das EBITDA erhöht sich geringfügig in 2024 auf rund TEUR 500 im Vergleich zu 2023 (TEUR 447).

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir ein Umsatzvolumen von rund TEUR 17.000 mit einem EBITDA von TEUR 900.

Zusammenfassend wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft auch mittelfristig als stabil und positiv erwartet.

3.2 Chancen- und Risiken

Durch ihre unternehmerische Tätigkeit unterliegt die Gesellschaft verschiedenen Risiken. Gleichwohl ergeben sich aber auch Chancen. Beides kann Auswirkungen auf die geplante Entwicklung der Gesellschaft und damit auf deren Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben. Im Folgenden werden die wesentlichen Einzelrisiken und -chancen erläutert, die für die Gesellschaft identifiziert wurden.

Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Chancen und der Gesamterfolg der Gesellschaft werden auch weiterhin davon bestimmt sein, dass die bestehenden Entwicklungsziele der LUMAS Art Editions Gruppe erreicht und die Pläne für Galerieeröffnungen und Vertriebskanäle umgesetzt werden. Die Nichterreichung kann die Umsatz- und Ergebnisziele der Gesellschaft negativ beeinflussen.

Kunstmarktspezifische Risiken und Chancen

Der Kunstmarkt in Deutschland zeigte sich in den vergangenen Jahren stabil und wies nur noch wenige Risiken auf. 4

Das LUMAS Team, bestehend aus erfahrene Kunstexperten, stellt kontinuierlich ein heterogenes Portfolio zeitgenössischer Werke zusammen. Durch ständige Evaluation und Verbesserung dieses Portfolios wird sichergestellt, dass die angebotenen Werke nicht nur qualitativ hochwertig sind, sondern auch dem aktuellen Geschmack des Käufers entsprechen. Die Chance für die Gesellschaft besteht bei diesen Maßnahmen darin, sowohl die Wiederkaufrate bei Bestandskunden weiter zu erhöhen als auch die Zahl der Neukunden kontinuierlich auszubauen. Um eine möglichst große Zielgruppe anzusprechen und die Zahl der Verkäufe zu erhöhen, werden begabte Nachwuchskünstler der großen Hochschulen zusammen mit bereits etablierten internationalen Künstlern für das Portfolio akquiriert. Diese exklusive Mischung ist auch ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Marke LUMAS.

4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/165759/umfrage/umsatzentwicklung-im-kunstmarkt-seit-2003/

Onlinemarktspezifische Risiken

Durch das gesetzliche Widerrufsrecht für Online- und Telefonbesteller in Deutschland entstehen in anderen Branchen erhebliche wirtschaftliche Risiken aus hohen Widerrufsquoten. Die Gesellschaft stellt eine Quote im niedrigen einstelligen Prozentbereich fest, die sich unterhalb des Onlinemarktes bewegt. Auch die von der Gesellschaft aus Kulanz gewährte Rückgabeoption wirkt sich nicht negativ aus. Insofern sieht die Gesellschaft hier weder wachsende noch grundsätzlich hohe Risiken. Die Schäden aus Kreditkartenmissbrauch sind zu vernachlässigen, ein Zuwachs ist nicht feststellbar. Angriffe auf die Server-Infrastruktur der Gesellschaft haben in keinem nennenswerten Umfang stattgefunden, ein Schaden ist nicht entstanden. Die Gesellschaft betreibt hierzu Sicherheitssysteme, welche permanent auf dem Stand der Technik gehalten werden.

Risiken aus Retouren konnten durch eine bessere Visualisierung der Produkte weiter vermindert werden.

Risiken des stationären Handels

Die bestehenden Mietverträge der LUMAS-Galerien verfügen über Laufzeiten bis mindestens 2025 und größtenteils deutlich darüber hinaus. Zusätzlich sind Optionsklauseln zur Verlängerung enthalten, die eine vordefinierte, moderate Steigerung der Mietkosten beinhalten.

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Mietverhältnisses ist die Weitergabe des Mietvertrages an einen Nachmieter unter Zahlung einer angemessenen Ablösesumme durch den Nachmieter realistisch. Insofern sind aus dem Bestand an Mietverträgen erwachsende Risiken für das Unternehmen beherrschbar.

Das Portfolio der bestehenden Galerien wird kontinuierlich überprüft. Galerien mit unterdurchschnittlicher Performance werden in allen relevanten Kategorien optimiert. Stellen sich keine wesentlichen Verbesserungen ein, kann die Schließung einer Galerie sinnvoll sein.

Finanzierungs- und Cashflow-Risiken

Die zukünftige Finanzierung der LUMAS Art Editions GmbH ist durch eine gute Liquidität und Kontinuität im Geschäftsgang gewährleistet. Des Weiteren war die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2024 im niedrigen einstelligen Prozentbereich EBITDA-positiv, was einen positiven Effekt auf die Liquidität hat.

Ukrainekonflikt

Der Krieg in der Ukraine hatte in 2023 und auch bis heute keine signifikanten Auswirkungen auf die Supply-Chain, das Auslandsgeschäft oder sonstige Belange der Gesellschaft. .Im Wesentlichen handelt es sich eher um eine Beeinträchtigung der Konsumenten-Psychologie.

Energiekosten

Energiekosten

Die in 2022 noch hohen und volatilen Energiekosten beeinträchtigten den Aufwand der Gesellschaft in 2023 durch einen langfristigen Vertrag zur Versorgung aller Standorte zu einem vorteilhaften Festpreis nicht mehr.

Inflation / Zinsen

Der Rückgang der Inflation auf langjährige und in Europa nicht unübliche Werte stärkt die Preis-Attraktivität und -Stabilität der Gesellschaft.

Erwarte, eingepreiste und teils bereits eingetretene Senkungen der Leitzinsen beleben den für die Gesellschaft wichtigen Bausektor und stärken das Konsumenten-Vertrauen. Die Neubaurate ist ein relevanter Indikator für die Gesellschaft, da gerade im Bereich des Erstbezugs typischerweise ein erhöhter Ausstattungsbedarf mit Kunst besteht. Aktuell werden bedingt durch die Konjunktur und den Zinsgipfel deutlich weniger Neubauten als in den Vorjahren errichtet. Hierdurch wird das Geschäft der Gesellschaft im erkennbaren Umfang beeinträchtigt.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich für die Gesellschaft keine Risiken für die Unternehmensfortführung.

Die Belieferung von LUMAS ist durch einen langjährigen Produktionsvertrag mit der WhiteWall Media GmbH sichergestellt.

Für die Folgejahre werden positive Ergebnisbeiträge des LUMAS-Geschäftes erwartet, sodass in Kombination mit der in der Gesellschaft vorhandenen Liquidität keine Risiken für die Unternehmensfortführung erwartet werden.

 

Berlin, den 24. Dezember 2024

LUMAS Art Editions GmbH, Berlin

Geschäftsführung

Marc Alexander Ullrich

Joseph Lee Cumley

Michaela Schreiber

Feststellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 07. Februar 2025 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

60 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.