Schenker Deutschland AG
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Susanne Sabine Geber seit 24.10.2025 | Prokura |
Anja Eubel seit 12.2.2025 | Prokura |
Corinna Dorothee Valentine seit 25.10.2024 | Geschäftsführer |
Melanie Schröter seit 27.6.2024 | Prokura |
Matthias Dr. Böcker seit 12.1.2024 | Geschäftsführer |
Tobias Rheinländer seit 1.6.2023 | Prokura |
Ottmar Bloching seit 12.4.2023 | Geschäftsführer |
Rainar Ütt seit 16.6.2021 | Prokura |
Panagiotis Karasavvoglou seit 16.6.2021 | Prokura |
Phillip Wolfgang Jäger seit 16.6.2021 | Prokura |
René Sickert seit 16.6.2021 | Prokura |
Daniela Vogt seit 2.10.2019 | Prokura |
Sven-Moritz Becker seit 2.10.2019 | Prokura |
Michael Mittelstädt seit 2.10.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Retail International Holding S.A.S. | 41.20% |
Deutscher Sparkassen Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung | 40.00% |
Worldline Financial Services (Europe) S.A. | 15.80% |
PaySquare N.V. | 3.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PAYONE GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PAYONE GmbH, Frankfurt am Main PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der PAYONE GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PAYONE GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 8. Mai 2024 Grant
Thornton AG
Andreas Serafin, Wirtschaftsprüfer Andreas Schuster, Wirtschaftsprüfer Jahresbilanz zum 31.12.2023der PAYONE GmbHAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023der PAYONE GmbH
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss der PAYONE GmbH (im Folgenden kurz: "PAYONE") wurde gemäß §§ 340 Abs. 5, 340a Abs. 1, 2, 4 HGB i. V. m. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und der RechZahlV aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main ist eingetragen im Handelsregister Frankfurt am Main mit der Handelsregisternummer B 116860. Im Rahmen der Übernahme der Ingenico Group S.A., Paris / Frankreich, durch die Worldline Group S.A., Paris / Frankreich, am 1. November 2020, gaben die Worldline-Gruppe und die DSV-Gruppe am 1. März 2021 den Abschluss eines Business Combination Agreements (im Folgenden kurz: "BCA") zur Einbringung des gesamten deutschen und österreichischen Händlerdienstleistungsgeschäfts von Worldline Financial Services (Europe) S.A. mit Sitz in Munsbach / Luxemburg, sowie equensWorldline SE mit Sitz Utrecht / Niederlande, in PAYONE bekannt. Im Gegenzug wurde ebenfalls mit Wirkung zum 1. März 2021 das Schweizer Händlerdienstleistungsgeschäft von PAYONE durch Veräußerung der PAYONE Switzerland AG mit Sitz in Will / Schweiz (ehemals: Innocard AG), an die Worldline Payment Services AG (ehemals: SIX Payment Services AG) mit Sitz in Zürich / Schweiz, übertragen. PAYONE richtet sich seither an Händler mit Geschäftsschwerpunkt in Deutschland und Österreich. Mit der Umsetzung des Business Combination Agreements besteht seit 2021 die folgende PAYONE-Gesellschafterstruktur: Die Worldline Gruppe hält nun 60% (vorher: 52%), die DSV-Gruppe 40% (vorher: 48%) der Anteile an der Worldline PAYONE Holding GmbH (im Folgenden kurz: "WPH"), welche 100% der Anteile an PAYONE hält. Wichtige Entscheidungen werden weiterhin wie bisher im Konsens beider Shareholderpartner getroffen. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie ausgewiesene Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute sind mit dem Nennwert bilanziert. Die Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wurde durch angemessene Risikovorsorge Rechnung getragen. Forderungen mit erhöhtem Ausfallrisiko sind einzelwertberichtigt. Auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen wurde zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer entspricht der zu erwartenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei Individualsoftware beträgt die Nutzungsdauer zwischen fünf Jahre bis sieben Jahre, bei Standardsoftware drei Jahre. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird grundsätzlich planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben. Diese basiert auf dem erwarteten Nutzen der erworbenen Geschäfte und wird insbesondere durch ökonomische Faktoren wie zukünftige Wachstums- und Gewinnerwartungen, Synergieeffekte und Mitarbeiterstamm bestimmt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird sowohl bei Vermögensgegenständen des immateriellen als auch des Sachanlagevermögens durch außerplanmäßige Abschreibungen i. S. d. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB, Rechnung getragen. Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Etwaigen dauerhaften Wertminderungen i. S. d. § 253, Abs. 3, Satz 6, HGB, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Geringwertige Anlagegüter wurden im Vorjahr mit Einzelanschaffungskosten bis zu 1.000 EUR im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert oder einem niedrigeren beizulegenden Wert zu bilanzieren. Als aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß §§ 256a, 340h HGB, am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, erfolgt die Währungsumrechnung unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips sowie des Anschaffungskostenprinzips. Rückstellungen für Pensionen sind gem. versicherungsmathematischer Berechnung und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,75% (Vorjahr: 1,78%) mit ihrem Anwartschaftsbarwert unter Berücksichtigung der Sterbetafeln von Prof. Dr. Heubeck ("Richttafeln 2018 G") sowie einem Gehaltstrend in Höhe von 2,50% (Vorjahr: 2,50%) und einem Rententrend in Höhe von 2,10% (Vorjahr: 2,50%) erfasst. Die angewandte Berechnungsmethode ist die sogenannte Projected-Unit-Credit-Methode. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6, HGB, beträgt 631.372 EUR (Vorjahr: 3.020.838 EUR). Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Gemäß § 253 Abs. 2, Satz 1, HGB, werden Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vom Zeitpunkt der voraussichtlichen Inanspruchnahme auf den Bilanzstichtag abgezinst. Sowohl in der Bilanz- als auch der GuV-Gliederung der RechZahlV sind Positionen aus Zahlungsdiensten oder aus sonstigen Tätigkeiten vorgesehen. Für die Ermittlung wurden zunächst die Positionen zugeordnet, welche eindeutig den Zahlungsdiensten oder den sonstigen Tätigkeiten angehören. Sofern keine eindeutige Zuordnung möglich war, wurde das Umsatzverhältnis von regulierten zu nicht regulierten Geschäftsfeldern auf diese Positionen angewendet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten. Die Methodik zur Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigungen auf Forderungen wurde an die Richtlinien der Worldline Gruppe angepasst, hieraus ergab sich im Geschäftsjahr ein Anpassungsaufwand von ca. 4,5 Mio. EUR. III. BilanzerläuterungenForderungen an KreditinstituteDie Forderungen an Kreditinstitute aus Zahlungsdiensten belaufen sich auf 627,0 Mio. EUR (Vorjahr: 578,3 Mio. EUR), davon auf Treuhandkonten befindlich 557,4 Mio. EUR (Vorjahr: 525,7 Mio. EUR). Die Forderungen aus sonstigen Tätigkeiten belaufen sich auf 98,3 Mio. EUR (Vorjahr: 103,4 Mio. EUR). Die Forderungen an Kreditinstitute entfallen mit 47,7 Mio. EUR (Vorjahr: 48,2 Mio. EUR) auf Fremdwährungsbestände und verteilen sich auf Schweizer Franken i.H.v. 17,4 Mio. EUR (Vorjahr: 16,5 Mio. EUR), Britische Pfund i.H.v. 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 10,1 Mio. EUR), United States Dollar i.H.v. 8,8 Mio. EUR (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR) sowie weitere Währungen i.H.v. 14,4 Mio. EUR (Vorjahr: 13,0 Mio. EUR). Forderungen an KundenDie Forderungen an Kunden stellen sämtliche Kundenforderungen dar, welche gegenüber Nichtbanken bestehen. Hiervon entfallen 1.117,0 Mio. EUR (Vorjahr: 719,5 Mio. EUR) auf Zahlungsdienste und 70,4 Mio. EUR (Vorjahr: 64,6 Mio. EUR) auf sonstige Tätigkeiten. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu drei Monaten. In den Forderungen an Kunden sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 25,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) enthalten. Forderungen an Institute im Sinn des § 1 Absatz 3 des ZahlungsdiensteaufsichtsgesetzesSämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb von drei Monaten fällig. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereDie Gesellschaft hält Schuldverschreibungen im Nominalwert von 28,8 Mio. EUR (Vorjahr: 34,8 Mio. EUR), welche der Treuhandabrede zu Gunsten der Kunden von PAYONE unterliegen. Es handelt sich um festverzinsliche Wertpapiere europäischer Emittenten mit guter Bonität (Investment Grade). Die Laufzeit der Wertpapiere beträgt überwiegend länger als 1 Jahr, so dass die Bilanzierung nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften erfolgt, da PAYONE beabsichtigt die Schuldverschreibungen bis zur Endfälligkeit zu halten. Dem aktuellen Buchwert der Schuldverschreibungen von 29,5 Mio. EUR (Vorjahr: 35,8 Mio. EUR (zzgl. Stückzinsen)) steht ein Marktwert von 26,4 Mio. EUR (Vorjahr: 32,1 Mio. EUR) gegenüber. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Wertpapiere gekauft, aber es waren zwei Wertpapiere mit einem Nominalwert von 6,0 Mio. EUR fällig. Des Weiteren wurden keine Wertpapiere neu hinzuerworben. Außerplanmäßige Abschreibungsgründe, wonach gemäß § 340e, Abs. 1, i.V.m. § 253, Abs. 3, Satz 3 und 4, HGB, bei einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung am Bilanzstichtag auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzustellen ist, lagen unverändert nicht vor. Sämtliche Wertpapiere sind börsenfähig und börsennotiert. Aktien und andere nicht festverzinsliche WertpapiereDer Posten enthält Anteile an einem in Abwicklung befindlichen Immobilienfonds mit einem bilanziellen Wert von 3.070,94 EUR (Vorjahr: 3.070,94 EUR). Die Anteile an der Trionis Scrl, Brüssel / Belgien, wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 0,0 Mio. EUR ausgebucht. Unter der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden Vorzugsaktien an Visa Inc., Foster City / USA, in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) ausgewiesen. Sie sind börsenfähig und börsennotiert. Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenDie Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens sind im Anlagenspiegel ersichtlich. Der Anlagenspiegel findet sich in der Anlage zu diesem Anhang. Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von 26,7 Mio. EUR (Vorjahr: 25,8 Mio. EUR) haben sich um 0,9 Mio. EUR erhöht. Sie bestehen im Wesentlichen aus dem Bestand an noch nicht vermieteten Terminals (24,5 Mio. EUR, Vorjahr: 21,2 Mio. EUR) und dem Bestand an Handelsware und Zubehör (1,1 Mio. EUR, Vorjahr: 2,0 Mio. EUR). Aus Zahlungsdiensten werden 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber GesellschafternGegenüber der Gesellschafterin Worldline PAYONE Holding GmbH bestehen Forderungen in Höhe von 25,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Diesen Forderungen stehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Worldline PAYONE Holding GmbH in Höhe von 71,7 Mio. EUR (Vorjahr: 71,6 Mio. EUR) gegenüber. Von den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin entfallen 34,6 Mio. EUR (Vorjahr: 53,7 Mio. EUR) auf die Gewinnabführung und 28,2 Mio. EUR (Vorjahr: 15,8 Mio. EUR) auf die Weiterbelastung der Management Fee der Worldline Gruppe sowie die Umlage Worldline PAYONE Holding GmbH. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Zahlungsdiensten in Höhe von 11,0 Mio. EUR (Vorjahr: 18,9 Mio. EUR) sind wie im Vorjahr täglich fällig. Sie bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten im Rahmen der EC-Entgelte in Höhe von 8,1 Mio. EUR (Vorjahr 14,6 Mio. EUR) sowie des Easy Accountings in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR). Verbindlichkeiten gegenüber KundenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus Zahlungsdiensten betragen 1.686,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1.258,6 Mio. EUR) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus den sonstigen Tätigkeiten betragen 56,9 Mio. EUR (Vorjahr: 37,8 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus Zahlungsdiensten betreffen Auszahlungsverpflichtungen gegenüber kartenakzeptierenden Händlern. Der Posten enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Kreditkarten-Acquiring von 1.429,3 Mio. EUR (Vorjahr: 771,4 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten aus EC-Entgelte von 115,4 Mio. EUR (Vorjahr: 56,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Verbindlichkeiten aus Kreditkarten-Acquiring sowie Verbindlichkeiten aus EC-Entgelte sind stichtagsbedingt gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben eine Fristigkeit von nicht mehr als 30 Tagen. Die bei den Kartenorganisationen eingereichten Kartenumsätze werden überwiegend zeitnah den Settlement-Konten des Unternehmens gutgeschrieben und mit den Kunden sind Auszahlungsintervalle von bis zu 30 Tagen vereinbart. Darüber hinaus weist PAYONE im Jahr 2023 innerhalb der Kundenverbindlichkeiten gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferung und Leistung von 50,8 Mio. EUR (Vorjahr: 30,5 Mio. EUR) aus. Diese Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber der WPH in Höhe von 34,6 Mio. EUR (Vorjahr: 17,9 Mio. EUR) und der CCS GmbH, Ratingen, in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR). Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten aus Zahlungsdiensten belaufen sich auf 46,4 Mio. EUR (Vorjahr: 53,2 Mio. EUR) und die sonstigen Verbindlichkeiten aus den sonstigen Tätigkeiten betragen 16,3 Mio. EUR (Vorjahr: 38,8 Mio. EUR). In den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von 34,6 Mio. EUR im Rahmen der Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft (Vorjahr: 53,7 Mio. EUR) ausgewiesen. Rückstellungen
Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Inland wurden auf andere Rückstellungen aus Zahlungsdiensten und andere Rückstellungen aus sonstigen Tätigkeiten aufgeteilt. Eigenkapital
Die Worldline PAYONE Holding GmbH hat durch eine Bareinlage in Hohe von 30.000.000,00 EUR gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB i Kapitalrücklage das Eigenkapital der Gesellschaft erhöht. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 33.160,00 EUR. Einzige Gesellschafterin ist die Worldline PAYONE Holding GmbH, Ratingen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungZinserträgeDie Zinserträge in Höhe von 6,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Zinserträgen von unseren Treuhandbankkonten sowie unseren Geschäftsbankkonten. ZinsaufwendungenDie Zinsaufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). ProvisionserträgeIm Geschäftsjahr wurden 871,7 Mio. EUR (Vorjahr: 793,0 Mio. EUR) Provisionserträge erzielt. Davon resultieren 764,3 Mio. EUR (Vorjahr: 677,9 Mio. EUR) aus Zahlungsdiensten und 107,4 Mio. EUR (Vorjahr: 115,1 Mio. EUR) aus sonstigen Tätigkeiten. Bei den Provisionserträgen entfallen 174,8 Mio. EUR (Vorjahr: 162,6 Mio. EUR) auf Österreich, der Rest entfällt auf das Inland. ProvisionsaufwandDer Provisionsaufwand beträgt im Geschäftsjahr 593,1 Mio. EUR (Vorjahr: 490,0 Mio. EUR). Hiervon wurden 537,4 Mio. EUR (Vorjahr: 439,1 Mio. EUR) im Bereich der Zahlungsdienste und 55,7 TEUR (Vorjahr: 50,9 Mio. EUR) für die sonstigen Tätigkeiten aufgewendet. Bei den Provisionsaufwendungen entfallen 132,2 Mio. EUR (Vorjahr: 107,5 Mio. EUR) auf Österreich, der Rest entfällt auf das Inland. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr 94,3 Mio. EUR (Vorjahr: 107,9 Mio. EUR). Hiervon wurden 10,2 Mio. EUR (Vorjahr: 11,2 Mio. EUR) im Bereich der Zahlungsdienste und 84,1 Mio. EUR (Vorjahr: 96,7 Mio. EUR) aus den sonstigen Tätigkeiten erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge aus sonstigen Tätigkeiten beinhalten Erträge aus Vermietung, Wartung und Verkauf von Terminals in Höhe von 76,8 Mio. EUR (Vorjahr: 86,2 Mio. EUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR) enthalten. Die periodenfremden Erträge betragen im Jahr 2023 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR). Allgemeine VerwaltungsaufwendungenDie allgemeinen Verwaltungsaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 225,3 Mio. EUR (Vorjahr: 238,6 Mio. EUR). Für Zahlungsdienste wurden 167,7 Mio. EUR (Vorjahr: 171,1 Mio. EUR) und für die sonstigen Tätigkeiten 57,6 Mio. EUR (Vorjahr: 67,5 Mio. EUR) aufgewendet. In den Zahlungsdiensten sind 90,2 Mio. EUR (Vorjahr: 87,7 Mio. EUR) Personalkosten enthalten. Auf die sonstigen Tätigkeiten entfielen Personalkosten von 31,7 Mio. EUR (Vorjahr: 32,3 Mio. EUR). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 42,7 Mio. EUR (Vorjahr: 43,1 Mio. EUR). Hiervon wurden für den Bereich Zahlungsdienste 17,7 Mio. EUR (Vorjahr: 12,6 Mio. EUR) und für die sonstigen Tätigkeiten 25,0 Mio. EUR (Vorjahr: 30,5 Mio. EUR) aufgewendet. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen für sonstige Tätigkeiten sind im Wesentlichen Aufwendungen für Terminals und für Zubehör in Höhe von 14,7 Mio. EUR (Vorjahr: 11,9 Mio. EUR) sowie Aufwendungen für Outsourcing Logistik in Höhe von 11,2 Mio. EUR (Vorjahr: 7,9 Mio. EUR) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 9,1 Mio. EUR) aus dem Kreditkartengeschäft im Ausland, Aufwendungen für Schadenersatz in Höhe von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) enthalten, die im Wesentlichen aus nachlaufenden Rechnungen für die Vorperiode resultieren. Abschreibungen und Wertberichtigung auf immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenDie Gesamtabschreibung in Höhe von 33,8 Mio. EUR (Vorjahr: 31,5 Mio. EUR) entfällt mit 25,6 Mio. EUR (Vorjahr: 22,1 Mio. EUR) auf Zahlungsdienste und mit 8,2 Mio. EUR (Vorjahr: 9,4 Mio. EUR) auf sonstige Tätigkeiten. Hinsichtlich der Entwicklung der Abschreibungen verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Anlagespiegel. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbunden Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten WertpapierenDie Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren betragen im Geschäftsjahr 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,6 Mio. EUR) und entfallen auf Zahlungsdienste in Höhe von 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,6 Mio. EUR) und auf sonstige Tätigkeiten in Höhe von unverändert 0,0 Mio. EUR. Gewinnabführung / SteuernDie auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführten Gewinne resultieren aus dem mit der Worldline PAYONE Holding GmbH, Ratingen, geschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund dieses Vertrages sowie der finanziellen Eingliederung von PAYONE besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Worldline PAYONE Holding GmbH. Darüber hinaus besteht aufgrund der weiteren wirtschaftlichen und organisatorischen Eingliederung eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Worldline PAYONE Holding GmbH. Die ertragsteuerlichen Ergebnisse aus dem inländischen Betriebsvermögen von PAYONE werden aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft auf Ebene der Worldline PAYONE Holding GmbH versteuert. Gleichermaßen werden latente Steuern aus dem inländischen Betriebsvermögen auf Ebene des Organträgers erfasst. Die ertragsteuerlichen Ergebnisse aus dem ausländischen Betriebsvermögen unterliegen hingegen dem jeweiligen lokalen Steuerrecht unter Berücksichtigung des jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommens. Die aktiven latenten Steuern der ausländischen Betriebsstätten von PAYONE beruhen im Wesentlichen auf steuerlichen Verlustvorträgen. Passive latente Steuern haben sich auf Ebene der ausländischen Betriebsstätten nicht ergeben. Der sich rechnerisch ergebende aktive Überhang der latenten Steuern wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB nicht aktiviert. V. Sonstige AngabenZahlungsvolumen und -vorgängeIm Berichtsjahr wurde über die Gesellschaft ein Zahlungsvolumen von 221,5 Mrd. EUR (Vorjahr: 205,9 Mrd. EUR) abgewickelt. Der Teil aus Zahlungsdiensten beträgt 150,5 Mrd. EUR. EUR (Vorjahr: 129,8 Mio. EUR). Die Zahlungsvorgänge im Berichtsjahr betrugen 5,2 Mrd. (Vorjahr: 4,6 Mrd.). Hiervon waren 3,5 Mrd. (Vorjahr: 3,0 Mrd.) aus Zahlungsdiensten. MitarbeiterAm 31. Dezember 2023 beschäftigte PAYONE insgesamt 1.455 (Vorjahr: 1.433) Mitarbeiter (MA). Dabei lag im Jahr 2023 der Frauenanteil bei 629 Mitarbeiterinnen (43,2%) (Vorjahr: 620 Mitarbeiterinnen (42,1%)), der Anteil der Männer bei 826 (56,8%) Mitarbeitern (Vorjahr: 853 (57,9%) Mitarbeitern). Der mit Abstand größte Standort mit 782 MA (Vorjahr: 771) zum 31. Dezember 2023 war Frankfurt, gefolgt von Ratingen mit 322 MA (Vorjahr: 318), Wien mit 181 MA (Vorjahr: 165), Kiel mit 169 MA (Vorjahr: 176), Berlin mit 1 MA (Vorjahr: 2) und Hamburg mit 0 MA (Vorjahr: 2). Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 1.475 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.354) beschäftigt Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 16,9 Mio. EUR (Vorjahr: 21,2 Mio. EUR). Hiervon sind 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,2 Mio. EUR) innerhalb eines Jahres fällig. Honorar des AbschlussprüfersUnter den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahresabschlusses, Entgelte für die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse, die prüferische Begleitung im Zusammenhang mit der Umsetzung von neuen Rechnungslegungsvorschriften, Prüfung von Informationssystemen und Prozessen sowie Honorare für weitere Prüfungsleistungen ausgewiesen. Die Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR). Es sind wir im Vorjahr keine Honorare für Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen durch den Abschlussprüfer angefallen. Organe der Gesellschaft1. Mitglieder der GeschäftsführungDie Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Die Geschäftsführer erhielten bis zum 30.09.2023 keine Vergütung für ihre Tätigkeit von der PAYONE. Die Aufwendungen aus den Anstellungsverträgen wurden bis zu diesem Zeitpunkt über Umlagen von der Worldline PAYONE Holding GmbH an die PAYONE GmbH weiterbelastet. Die Gemeinkostenumlage enthält neben den Personalaufwendungen für die Geschäftsführer weitere Bestandteile aus der Erbringung von Dienstleistungen der Muttergesellschaft für die PAYONE. Ab dem 01.10.2023 wurde die Vergütung der Geschäftsführung umgestellt. Sie erhalten nun ihre Vergütung aus der PAYONE direkt heraus. Die Vergütung für die Geschäftsführung beträgt 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für die Geschäftsführung betragen 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2023. 2. Aufsichtsrat
Die Höhe der Aufsichtsratsvergütung (inkl. Prüfungsausschusses) für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß Gesellschaftsvertrag im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses 2023 in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) festgelegt. Es wurden an Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Ereignisse nach dem AbschlussstichtagIm Zusammenhang mit dem Verkauf eines Kundenportfolio aufgrund vergangener M&A Tätigkeiten hat der Käufer im April 2024 Rückforderungsansprüche auf den ursprünglich gezahlten Kaufpreis im unteren zweistelligen Millionenbereich erhoben. Die Ansprüche werden aktuell juristisch gewürdigt. Eine Aussage über die Durchsetzbarkeit und Angemessenheit der Höhe ist aktuell noch nicht möglich. Die Ansprüche werden aktuell juristisch gewürdigt. Eine Aussage über die Durchsetzbarkeit und Angemessenheit der Höhe ist aktuell noch nicht möglich. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung gem. § 285 Nr. 33 HGB nach Abschluss des Geschäftsjahres waren nicht zu berichten. KonzernverhältnisseDie Gesellschafterin Worldline PAYONE Holding GmbH ist mit einem Anteil von 100% an PAYONE beteiligt. PAYONE wird in den nach § 291 HGB befreienden Konzernabschluss der Worldline Group S.A., Paris / Frankreich, die den IFRS-Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Worldline Konzernabschluss wird nach Veröffentlichung zeitnah beim elektronischen Bundesanzeiger ersichtlich sein.
Frankfurt, 8. Mai 2024 PAYONE GmbH Ottmar Bloching, Chief Executive Officer Frank Hartmann, Chief Financial Officer Roland Schaar, Chief Technical Officer Dr. Matthias Böcker, Chief Risk Officer Anlagenspiegel 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. GrundlagenDie PAYONE GmbH (im Folgenden kurz: "PAYONE") ist ein führender Payment-Anbieter in Deutschland und Österreich. Als Zahlungsinstitut bietet PAYONE bereits seit vielen Jahren Expertisen im Point-of-Sale-Geschäft sowie im E-Commerce an. Durch die Fusion der beiden Branchenspezialisten Ingenico Payment Services GmbH und BS PAYONE GmbH im Geschäftsjahr 2019 unter der nun lautenden Firmierung PAYONE GmbH wurde das Produktangebot für den Kunden am Markt weiter gestärkt und optimiert. PAYONE bietet den Händlern durchgängige Zahlungsverkehrslösungen - vom POS oder virtuellen Terminals im internetbasierten E-Commerce über den Netzbetrieb bis hin zur Kartenakzeptanz - aus einer Produktionskette an. Mit der Entstehung von PAYONE im Jahr 2019 haben die fusionierten Unternehmen auf den zunehmenden Wachstumsdruck reagiert und ihre Position am Markt erheblich gestärkt. Im Zuge der Übernahme der Ingenico Group S.A., Paris / Frankreich, durch die Worldline Group S.A., Paris / Frankreich, am 01. November 2020, hält die Worldline-Gruppe nunmehr 60%, die DSV-Gruppe 40% der Anteile an der Worldline PAYONE Holding GmbH (im Folgenden kurz: "WPH"), welche 100% der Anteile an PAYONE hält. Die beiden Shareholder haben vereinbart, dass wichtige Entscheidungen weiterhin gemeinsam getroffen werden. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main. Bundesweit verfügt PAYONE über weitere Standorte in Ratingen und Kiel. In Kiel, Hamburg und Berlin sind Spezialentwickler mit Fokus auf E-Commerce und die Entwicklung von Softwarelösungen etabliert. PAYONE ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassenes E-Geld-Institut, welches in vielen Ländern Europas Bezahllösungen für Kunden in Deutschland und Österreich bereitstellt. Mit einer Zweigniederlassung in Wien, Österreich bietet PAYONE den Kunden vor Ort einen lokalen Service an, der auf landesspezifische Kundenwünsche zugeschnitten ist. Das Geschäftsmodell von PAYONE basiert auf der Bereitstellung eines Datennetzes zur Abwicklung von kartenbasierten Zahlungen am Point-of-Sale bis hin zum E-Commerce über alle Kanäle des PAYONE-Portfolios. Sämtliche gängigen nationalen wie auch internationalen Akzeptanzen von Kredit- und Debitkarten gehören zur Standard-Produktpalette. Mobile Payment- und E-Commerce-Lösungen sind ebenfalls Teil des Standardgeschäfts. Zahlreiche Mehrwertleistungen wie Forderungsmanagement oder das Angebot individueller Kundenwünsche runden das Produktspektrum ab. Darüber hinaus wird der Ankauf von Kundenforderungen aus diesen Transaktionen betrieben. Die für die Initiierung derartiger Zahlungen erforderliche technische Infrastruktur sowie auch Kartenlesegeräte und Bezahlterminals werden von PAYONE an ihre Kunden verkauft oder vermietet. Darüber hinaus werden diese Dienste durch Omnichannel-Lösungen miteinander kombinierbar gemacht. Mehrwertdienste rund um das Bezahlen, wie Cashback, DCC, Loyality Cards und andere Produkte runden das PAYONE Angebot ab. Die Steuerung der Aktivitäten erfolgt durch einen Controlling-basierten Ansatz. Im regulären Monitoring werden die Ergebnisse bewertet und analysiert, um gegebenenfalls erforderliche Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von PAYONE konzentrieren sich weiterhin auf die Verbesserung der Prozesse, auf die Erhöhung des Automatisierungsgrades sowie auf die Entwicklung neuer (E-Geld-) Produkte und digitaler Serviceleistungen. Selfservices für Händlerkunden und Partner bilden den Hebel für weitere Produktivitätssteigerungen - mit gleichzeitiger Erhöhung der Kunden-Zufriedenheit. Die Gesellschaft plant künftig noch stärker als Omnichannel-Anbieter am Markt auftreten. PAYONE unterteilt sich in folgende einzelne Sales-Bereiche:Innerhalb der PAYONE Sales Organisation gibt es zwei zentrale Bereiche. Dabei handelt es sich zum einen und den Enterprise-Vertrieb (ENT-Sales) und zum zweiten um den Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen (SMB-Sales oder KMU-Vertrieb). Der ENT Sales Bereich ist dort nach Industriebranchen (z.B. Food, Retail / Fashion & Lifestyle / oder Travel & Hospitality) organisiert. Der Enterprise-Bereich folgt damit dem Trend eines internationalen Komplettanbieters. Innerhalb des SMB-Vertriebs wird auch der Bereich der Sparkassen unter der Eigenmarke "Sparkassen Händler Service" betreut, sowie das sogenannte Partner Management, wobei es sich um Nutzer bzw. Kunden unserer Infrastruktur bzw. Zahlungslizenzen handelt. Das-SMB-Vertriebsteam wird so enger verzahnt, kann von den gegenseitigen Erfahrungen profitieren und somit den eingeschlagenen Wachstumspfad weiter intensivieren. So wurde die Anpassung an die Erfordernisse des europäischen Markts weiter fortgesetzt. Alle Sales-Bereiche - Enterprise und SMB - tragen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg von PAYONE bei. Dabei werden Produkte verkauft, die auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet sind. Diese entsprechen nicht nur den qualitativen, sondern auch den neuesten regulatorischen Anforderungen. Um diese Anforderungen an Regularien und Vorgaben auch in Zukunft sicher zu stellen, baut PAYONE auf interne Umstrukturierungen, die durch intensive Schulungsmaßnahmen und etablierte Weiterbildungskonzepte unterstützt werden. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen, Markt- und Branchensituation1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die WirtschaftDie Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85,0% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4%). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2%. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6% und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0%) und die Unternehmensdienstleister (+0,3%) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0%) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1%).
1 Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)
"Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken"
Private und staatliche Konsumausgaben sanken, Ausrüstungsinvestitionen sendeten positive SignaleDer private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5%). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2%). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7%). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1%. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben, dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0%). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0%) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8%). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robustDie Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7% oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Staat verringerte Finanzierungsdefizit trotz weiterer staatlicher Maßnahmen erneutDie staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0%, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3,0% aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war. 1.2. Markt- und Branchensituation 2Erwartungen, dass der Markt bald zum Wachstum zurückkehre, sieht der bevh entsprechend gedämpft: "Aus Verbrauchersicht hat sich in den vergangenen Monaten nicht fundamental verbessert: Die Ausgabenbelastung der Privathaushalte bleibt hoch, die Gesamtwirtschaft steuert in eine Rezession. Davon kann sich der Onlinehandel nicht abkoppeln", erklärt Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des bevh. Lebensmittel- & Drogeriehandel rutschen weiter abDer Onlinehandel schrumpfte in allen fünf großen Warenclustern (siehe Warentabellen unten). Die stärksten Rückgänge verzeichneten die Cluster Unterhaltung (-18,9%) und Bekleidung (-17,5%). Deutlich gefallen sind auch die Umsätze mit Waren des täglichen Bedarfs (FMCG). Die Umsätze lagen hier 10,2% niedriger als im Vorjahresquartal. Deutlich zweistellig waren etwa die Rückgänge bei Drogerieartikeln (15,7%) und Lebensmitteln (-13,2%). Mit Blick auf weitere Warengruppen konnten sich nur der Handel mit Tierbedarf (Tiernahrung und -zubehör) und Spielzeugen mit einem Plus von 4,7% bzw. 2,0% behaupten. Hohe Bestellfrequenz, aber kleinere Warenkörbe"Es gibt im Markt so gut wie keine Signale, die auf eine Verbesserung der Lage hinweisen", resümiert Martin Groß-Albenhausen. "Nicht einmal mehr fünf Prozent der von uns befragten Personen geben an, in den kommenden 30 Tagen mehr online einkaufen zu wollen als zuvor." Mehr als jeder Vierte der Befragten (27%) will sich hingegen noch mehr einschränken. Unvermindert hoch ist hingegen die Zufriedenheit der Befragten mit dem Onlinehandel, und wie vor einem Jahr, hat gut jeder dritte Onlinekäufer innerhalb der letzten 7 Tage mehr als einmal gekauft. "Die weiterhin hohe Kundenzufriedenheit und Bestellfrequenz - wenngleich für geringere Summen - zeigen deutlich, dass die Umsatzrückgänge nicht auf Schwächen der Handelsform E-Commerce beruhen, sondern auf konjunkturellen Effekten", so Groß-Albenhausen.
2 Quelle: bevh, Onlinehandel ohne positive
Impulse | BEVH
Umsatzentwicklung mit Waren nach
Versendern
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| Gesamtumsätze | Veränderung | ||
| Q3 / 2022 | Q3 / 2023 | ||
| MCV | 2.749 | 2.233 | -18.8% |
| Online-Handel (IPP, APV, SHC) | 6.290 | 5.264 | -16,3% |
| OMR | 9.701 | 8.625 | -11.1% |
| HEV | 857 | 712 | -17.0% |
| TVS | 173 | 203 | 17,2% |
| Sonstige | 32 | 15 | - 54,1% |
(MCV: Multichannel-Versender, IPP: Internet-Pure Player, APV: Apothekenversender, SHC Shoppingclub, OMP: Online-Markplätze, HEV: Herstellerversender, TVS: Teleshopping)
Über die Studie
In der Verbraucherbefragung "Interaktiver Handel in Deutschland" werden von Januar bis Dezember 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z. B. Reisen oder Ticketing) befragt. Die Endergebnisse der Studie werden am Anfang jeden Jahres veröffentlicht. Die heute vorgestellten Zahlen basieren auf der Auswertung des Zeitraums vorn 1 Juli bis 30 September. Die Studie wird durch die BEYONDATA GmbH durchgeführt.
Weite Teile der Geschäftsentwicklung wurden auch im Jahr 2023, nach Einbringung des deutschen und österreichischen Händlerportfolios in PAYONE sowie der Veräußerung von Teilen des belgischen sowie österreichischen Händlerportfolios im Zuge der kartellrechtlichen Vorgaben, von verschiedensten technischen und personellen Integrationsprojekten begleitet und beeinflusst. PAYONE plant, die umfangreichen und BaFin-konformen Umstrukturierungen voraussichtlich bis Ende 2024 abzuschließen. Diese internen Umstellungen umfassen auch die Sicherstellung der Anforderungen nach PCI DSS 4.0, um den zukünftigen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Diese Bemühungen werden unsere Branche auf lange Sicht sicherer und effizienter machen.
Der Ukraine-Krieg und der ausgeweitete Krieg im Nahen Osten und die damit verbundenen Konsequenzen in vielen Branchen hat weite Auswirkungen auf alle PAYONE-Geschäftsfelder. Die dadurch befeuerte flächendeckende Inflation und die Schwierigkeiten bei der Risikobeurteilung der Marktsituation haben Worldline veranlasst, regelmäßig die Kostenstrukturen zu optimieren und auch diese Anforderungen in die Preispolitik der PAYONE einfließen zu lassen. Nachdem sich auch im Jahr 2023 positive Entwicklungen in den Margen nachweisen ließen, zeichnete sich PAYONE als zuverlässiger Partner für die Anteilseigner aus. Die Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Krisen, werden das Geschäft der PAYONE auch weiter nachhaltig beeinflussen.
Auch in dieser ungewissen, inflationären und schwer einschätzbaren Lage konnte sich die PAYONE auf die innere Stärke sowie den gesunden Kundenmix über alle Branchen und Segmente hinweg verlassen. Unsere Strategie, der Standardanbieter in allen Branchen und Märkten sowie ein verlässlicher Partner für die großen internationalen Schlüsselkunden im europäischen Raum zu sein, hat sich ausgezahlt. Die gebündelte Kraft von PAYONE hat sich als belastbar erwiesen.
Im Berichtsjahr wurde über die Gesellschaft ein Zahlungsvolumen von 221,5 Mrd. EUR (Vorjahr: 205,9 Mrd. EUR) abgewickelt. Der Teil aus Zahlungsdiensten beträgt 150,5 Mrd. EUR. EUR (Vorjahr: 129,8 Mio. EUR). Die Zahlungsvorgänge im Berichtsjahr betrugen 5,2 Mrd. (Vorjahr: 4,6 Mrd.). Hiervon waren 3,5 Mrd. (Vorjahr: 3,0 Mrd.) aus Zahlungsdiensten.
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den wesentlichen Produktbereichen stellte sich wie folgt dar:
Die girocard der Deutschen Kreditwirtschaft verzeichnet 2023 erneut ein Plus bei den Transaktions- und Umsatzzahlen und bestätigt damit ihre Position als führendes elektronisches Bezahlmedium an der Ladenkasse. Die von der Deutschen Kreditwirtschaft veröffentlichten Vergleichszahlen für das girocard-Verfahren für das erste Halbjahr 2023 gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 belegen die im Vergleich zum vorangegangenen Jahr erfolgte Steigerung bei den Transaktionen und den Umsätzen. Auch PAYONE konnte die girocard-Transaktionen und Umsätze ausbauen. Die Wachstumszahlen von PAYONE entsprechen dabei in etwa dem des Gesamtmarktes. Die im girocard-Verfahren im Jahr 2023 verzeichneten Zuwachsraten resultieren weiterhin aus der durch COVID-19 gesteigerten Bereitschaft zur Kartenzahlung. Durch inflationsbedingte Preissteigerung ist der Durchschnittsbon mit 42,51 € im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben.
PAYONE kann die Erfolgsgeschichte der im Joint Venture zusammengegangen Unternehmen fortschreiben und erzielte im Jahr 2023 trotz Ukraine-Krieg, Energiekrise und starker Inflation ein positives Betriebsergebnis im Credit- und Debit Card Acquiring (CC/DC-Acquiring). Angesichts des schwer einschätzbaren volkswirtschaftlichen Risikos wurde mit einer Erhöhung der Preise die Marge stabil gehalten.
Aufgrund der händlerseitig wachsenden Kostenbelastung im Vergleich zu internationalen Bezahlprodukten verzeichnet PAYONE weiterhin einen Anstieg hinsichtlich Nachfragen zu Konditionsangeboten für die Aktivierung von OLV ® Acquiring (REVOLV). Positiv beeinflusst wird dies durch eine Ende 2022 vorgenommene und im letzten Jahr dann eingeführte Erweiterung des Produktangebotes, wonach im REVOLV-Verfahren bei einer Vielzahl der Zahlungsvorgänge auf das Erfordernis einer Unterschrift durch den Karteninhaber verzichtet werden kann.
Die im Jahr 2022 vorhandenen Lieferengpässe unserer Terminalhardware-Lieferanten konnten 2023 weitestgehend aufgeholt werden. Die Lagersituation für Neuware hat sich deutlich entspannt, so dass PAYONE ausreichend Lagerbestand verzeichnen konnte. Der abgewickelte Transaktionsumsatz nahm auch in 2023 (ungehindert) zu. Diese Zunahme der abgewickelten Transaktionen weist auf den allgemeinen Trend zu mehr kartenbasierten Zahlungen hin. Der Anstieg an kontaktlosen Kartentransaktionen setzt sich auch im Jahr 2023 ungebremst fort.
Die SoftPOS-Software wird typischerweise als Anwendung auf ein mobiles Gerät heruntergeladen und mit einem Händlerkonto verknüpft. SoftPOS-Zahlungen stellen eine Alternative zu herkömmlichen POS-Terminals dar und ermöglichen es kleinen Unternehmen und einzelnen Händlern, Zahlungen zu akzeptieren, ohne dass teure Hardware erforderlich ist. PAYONE hat diese Vorteile als neues Geschäftspotenzial entdeckt und wird diese Technologie aufgrund ihrer Benutzerfreundlichkeit, Kosteneffizienz und der steigenden Nachfrage seinen Kunden im Produktportfolio anbieten. Die Nachfrage nach kontaktlosen Zahlungsmöglichkeiten erfreut sich immer größerer Beliebtheit, wie auch das Mobile Bezahlen, mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Mobilgeräten. Verbraucher nutzen bereits sehr verbreitet mobile Geldbörsen und Zahlungs-Apps wie Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay für kontaktloses Bezahlen.
Die Vermögenslage von PAYONE ist weiterhin von den zahlungsdienstrelevanten Bilanzposten geprägt. Geschäftsbedingt bestehen die größten Forderungen und Verbindlichkeiten an bzw. gegenüber den Händlern aus dem Kreditkarten-Acquiring sowie den Kreditkartengesellschaften. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Kreditkartengeschäft unterliegen starken Schwankungen. Der signifikante Anstieg der Kundenforderungen ist durch stichtagsbezogene Schwankungen aus dem Acquiring-Geschäft zu erklären.
Die Vermögenslage stellt sich zusammengefasst wie folgt dar:
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31.12.2023
MEUR |
31.12.2022
MEUR |
|
| Forderungen an Kreditinstitute | 725,4 | 681,7 |
| Wertpapiere | 30,3 | 36,6 |
| Forderungen an Kunden | 1.187,5 | 784,1 |
| Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte | 137,2 | 132,2 |
| Aktive latente Steuern | 0,0 | 0,2 |
| Übrige Aktiva | 30,6 | 28,2 |
| Summe Aktiva | 2.111,0 | 1.663,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.742,9 | 1.296,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11,0 | 19,0 |
| Rückstellungen | 117,0 | 104,8 |
| Übrige Passiva | 69,2 | 101,9 |
| Eigenkapital | 170,9 | 140,9 |
| Summe Passiva | 2.111,0 | 1.663,0 |
Die Vermögenslage wird von der Gesellschaft unverändert als geordnet betrachtet. Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 belief sich auf 2.111,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1.663,0 Mio. EUR).
Die Forderungen an Kreditinstitute sind von 681,7 Mio. EUR auf 725,4 Mio. EUR gestiegen. Bereinigt um die Guthaben auf Geschäftskonten haben sich die Forderungen an Kreditinstitute stichtagsbezogen im Vergleich zum Vorjahr von 562,2 Mio. EUR auf 563,4 Mio. EUR erhöht. Zurückzuführen ist diese Veränderung im Wesentlichen aufgrund stichtagsbedingter höherer Forderungen im Kreditkarten-Acquiring.
Unter den Forderungen an Kreditinstitute waren im Geschäftsjahr 2023 Guthaben auf Geschäftskonten in Höhe von 162,0 Mio. EUR (Vorjahr: 155,1 Mio. EUR) enthalten. Die Guthaben auf Geschäftskonten sind gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Mio. EUR gestiegen.
Die Forderungen an Kunden betragen am Stichtag 1.187,5 Mio. EUR (Vorjahr: 784,1 Mio. EUR). Wesentliche Ursache für diese Entwicklung sind stichtagsbedingt gestiegene Forderungen im Bereich Kreditkarten-Acquiring.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum 31. Dezember 2023 insgesamt auf 11,0 Mio. EUR (Vorjahr: 19,0 Mio. EUR). Der wesentliche Teil resultiert mit 8,1 Mio. EUR (Vorjahr: 13,6 Mio. EUR) aus Verbindlichkeiten aus den EC-Entgelten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich von 1.297,5 Mio. EUR auf 1.742,9 Mio. EUR. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die stichtagsbedingt gestiegenen Verbindlichkeiten aus dem -Kreditkarten-Acquiring sowie Verbindlichkeiten aus EC-Entgelte (115,4 Mio. EUR; Vorjahr: 67,7 Mio. EUR) zurückzuführen.
Die Auszahlungsverpflichtungen gegenüber kartenakzeptierenden Händlern sind innerhalb von einem Monat fällig. Die Schwankungen im Vergleich zum Vorjahr sind den wochentäglichen Transaktionseinreichungs- und Auszahlungsturnussen der Kunden geschuldet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben eine Fristigkeit von nicht mehr als 30 Tagen. Da die bei den Kartenorganisationen eingereichten Kartenumsätze überwiegend zeitnah den Settlement-Konten des Unternehmens gutgeschrieben werden und Auszahlungsintervalle von bis zu 30 Tagen mit den Kunden vereinbart sind, bestehen keine bedeutsamen Risiken.
Der Buchwert des Anlagevermögens reduziert sich im Vergleich zum Vorjahr von 168,8 Mio. EUR auf 167,5 Mio. EUR. Den Anlagenzugängen inklusive Finanzanlagevermögen in Höhe von 42,2 Mio. EUR standen Abschreibungen von 34,0 Mio. EUR gegenüber. Die Anlagenabgänge betrugen im Geschäftsjahr 2023 26,5 Mio. EUR. Dies betraf im Wesentlichen die Abgänge von Geschäftsausstattung in Höhe von 15,3 Mio. EUR sowie Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere in Höhe von 8,5 Mio. EUR. Die Anlagenquote inkl. Finanzanlagevermögen ist von 10,1% auf 7,9% gesunken.
Der Wertpapierbestand und Forderungen an Kreditinstitute werden unter Berücksichtigung der Anforderungen des ZAG treuhänderisch verwaltet.
Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich im Berichtsjahr insgesamt auf 42,2 Mio. EUR (Vorjahr: 37,7 Mio. EUR).
Die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen sind im Vergleich zum Vorjahr von 17,0 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR gestiegen. Der wesentliche Teil der Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände entfiel mit 12,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12,4 Mio. EUR) auf Software und hier im Wesentlichen auf unsere Business-Plattform.
Weitere wesentliche Investitionen erfolgten in Höhe von 23,8 Mio. EUR (Vorjahr: 19,1 Mio. EUR) im Bereich des Sachanlagevermögens. Der Großteil der Investitionen entfiel dabei auf die Anschaffung von Terminals für die Vermietung an unsere Händler in Höhe von 20,7 Mio. EUR (Vorjahr: 13,8 Mio. EUR).
Die Eigenmittel stellten sich zusammengefasst wie folgt dar:
| Eigenmittel | 31.12.2023 | 31.12.2022 | Veränderung | |
| MEUR | MEUR | MEUR | % | |
| Stammkapital | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen i.S.v. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB | 170,8 | 140,8 | 30,0 | 21,0 |
| einbehaltene Gewinne | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zwischensumme Kernkapital | 170,9 | 140,9 | 30,0 | 21,0 |
| Abzüglich | ||||
| - gem. Art. 36 Abs. 1 Buchstabe b.i.V.m. Art. 37 CRR Immaterielle Vermögensgegenstände | -67,1 | -81,8 | 14,7 | -18,0 |
| Kernkapital | 103,8 | 59,1 | 44,7 | 76,0 |
| Abzüglich | ||||
| - Abzugsposten für Beteiligungen gem. § 15 Abs. 1 Satz 3 ZAG | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Eigenmittel i.S.v. § 15 ZAG | 103,8 | 59,1 | 44,7 | 76,0 |
Die Worldline PAYONE Holding GmbH hat durch eine im Dezember 2023 geleistete Bareinlage in Höhe von 30.000.000,00 EUR gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB die Kapitalrücklage der Gesellschaft erhöht. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 33.160,00 EUR.
Die Eigenkapitalquote ist von 8,5% auf 8,1% gesunken und deckt weiterhin in vollem Umfang die zukünftige Geschäftsentwicklung ab. Die Reduktion der Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen auf die höhere Bilanzsumme zurückzuführen.
Die Geschäftsleitung sieht die Bilanzstruktur insgesamt unverändert als gut an.
Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Ertragslage unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschlang und Österreich gegenüber dem Vorjahr noch als zufriedenstellend.
Die Ertragslage stellt sich zusammengefasst wie folgt dar:
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31.12.2023
MEUR |
31.12.2022
MEUR |
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| Provisionserträge | 871,7 | 793,0 |
| Provisionsaufwendungen | -593,1 | -490,0 |
| Provisionsergebnis | 278,6 | 303,0 |
| Zinsergebnis | 5,3 | -1,4 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | -225,3 | -238,6 |
| Sonstige Positionen | 20,4 | 50,2 |
| Ergebnis vor Risikovorsorge | 79,0 | 113,2 |
| Risikoergebnis aus Kundenforderungen | -6,9 | -19,0 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 72,1 | 94,2 |
Die Provisionserträge stellten sich wie folgt dar:
| Provisionserträge | 31.12.2023 | 31.12.2022 | Veränderung | |
| MEUR | MEUR | MEUR | % | |
| Kreditkarten-Acquiring | 693,1 | 619,5 | 73,5 | 11,9 |
| Factoringerlöse | 51,3 | 50,4 | 0,8 | 1,6 |
| Transaktionsgeschäft | 20,0 | 19,0 | 1,0 | 5,5 |
| aus Zahlungsdienste | 764,3 | 688,9 | 75,4 | 10,9 |
| Transaktionsgeschäft | 73,1 | 75,6 | -2,5 | -3,3 |
| Erlöse aus EC-Entgelt | 34,3 | 27,6 | 6,8 | 24,5 |
| übrige Erlöse | 0,0 | 1,0 | -1,0 | -100,0 |
| aus sonstigen Tätigkeiten | 107,4 | 104,1 | 3,3 | 3,2 |
| Provisionserträge Gesamt | 871,7 | 793,0 | 78,7 | 9,9 |
Die Provisionserträge haben sich von 793,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 871,7 Mio. EUR erhöht. Der wesentliche Teil der Erhöhung entfällt dabei mit 73,5 Mio. EUR auf das Kreditkarten-Acquiring in Deutschland und Österreich. Die Erträge aus dem Transaktionsgeschäft sind von 75,6 Mio. EUR auf 73,1 Mio. EUR gesunken. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf Veränderungen in unserem Kundenportfolio zurückzuführen.
Die Provisionsaufwendungen stellten sich wie folgt dar:
| Provisionsaufwendungen | 31.12.2023 | 31.12.2022 | Veränderung | |
| MEUR | MEUR | MEUR | % | |
| direkter Aufwand Kreditkartenacquiring | 499,9 | 375,0 | 124,9 | 33,3 |
| direkter Aufwand Factoring | 16,3 | 15,3 | 1,0 | 6,4 |
| direkter Aufwand Transaktionsgeschäft | 0,1 | 0,7 | -0,6 | -88,0 |
| indirekter Aufwand | 21,1 | 48,1 | -26,9 | -56,0 |
| aus Zahlungsdienste | 537,4 | 439,1 | 98,3 | 22,4 |
| indirekter Aufwand | 55,7 | 50,9 | 4,7 | 9,3 |
| aus sonstigen Tätigkeiten | 55,7 | 50,9 | 4,7 | 9,3 |
| Provisionsaufwendungen Gesamt | 593,1 | 490,0 | 103,0 | 21,0 |
Die Provisionsaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 593,1 Mio. EUR (Vorjahr: 490,0 Mio. EUR). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die, von den Kreditkartengesellschaften in Rechnung gestellten erhöhten Provisionen im Zusammenhang mit dem Kreditkarten-Acquiring in Höhe von 499,9 Mio. EUR (Vorjahr: 375,0 Mio. EUR) zurückzuführen. Diese Erhöhungen konnten von PAYONE nicht vollständig an ihre Kunden weitergegeben werden.
Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr von 120,0 Mio. EUR um 2,0 Mio. EUR auf 122,0 Mio. EUR erhöht. Verantwortlich für diesen Anstieg sind die Gehaltserhöhungen im Geschäftsjahr 2023.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen haben sich im Berichtsjahr um 15,3 Mio. EUR auf 103,3 Mio. EUR reduziert. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf gesunkenen Kosten für Consulting und Rechtsberatung in Höhe von 12,3 Mio. EUR (Vorjahr: 24,1 Mio. EUR) sowie auf reduzierte Werbekosten in Höhe von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) zurückzuführen. Der maßgebliche Grund war hier ein eingeleitetes Einsparungsprogramm, um die gestiegenen Kosten durch die Inflation zu kompensieren.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stellten sich wie folgt dar:
| Sonstige betriebliche Erträge | 31.12.2023 | 31.12.2022 | Veränderung | |
| MEUR | MEUR | MEUR | % | |
| Erträge aus Währungsdifferenzen | 3,4 | 7,7 | -4,3 | -55,5 |
| Werbekostenzuschüsse der Schemes | 4,5 | 2,1 | 2,4 | 113,1 |
| Intercompany Erlöse | 0,2 | 0,1 | 0,1 | 56,5 |
| Übrige Erlöse | 2,1 | 1,2 | 0,8 | 70,1 |
| aus Zahlungsdienste | 10,2 | 11,1 | -0,9 | -8,4 |
| Terminalgeschäft | 76,8 | 86,2 | -9,4 | -10,9 |
| After Sales Services | 1,0 | 1,3 | -0,3 | -23,4 |
| Erträge aus Auflösung der Rückstellungen | 1,5 | 4,6 | -3,1 | -67,2 |
| Intercompany Erlöse | 2,7 | 2,3 | 0,4 | 18,4 |
| Periodenfremde Erträge | 0,0 | 0,6 | -0,6 | -100,0 |
| übrige Erlöse | 2,1 | 1,8 | 0,3 | 14,6 |
| aus sonstigen Tätigkeiten | 84,1 | 96,8 | -12,7 | -13,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge Gesamt | 94,3 | 107,9 | -13,6 | -12,6 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2023 von 107,9 Mio. EUR auf 94,3 Mio. EUR reduziert. Insgesamt entfielen von den sonstigen betrieblichen Erträgen auf das Terminalgeschäft (Vermietung, die Wartung und den Verkauf von Terminals) ein Betrag von 76,8 Mio. EUR (Vorjahr: 86,2 Mio. EUR). Der Rückgang im Terminalgeschäft in diesem Jahr ist im Wesentlichen auf die Verlagerung des Terminaltauschverhaltens unserer Kunden aufgrund der neuen Regularien für POS-Terminals TA 7.2 und DC POS 3.0 in das Geschäftsjahr 2024 zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellten sich wie folgt dar:
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 31.12.2023 | 31.12.2022 | Veränderung | |
| MEUR | MEUR | MEUR | % | |
| Einstandskosten Terminals | 9,3 | 7,3 | 1,9 | 26,4 |
| Outsourcing Logistik | 11,2 | 7,9 | 3,4 | 42,8 |
| Aufwand Währungsdifferenzen | 5,0 | 9,1 | -4,1 | -44,6 |
| Schadensersatzforderungen | 2,8 | 4,6 | -1,7 | -37,6 |
| Zahlungsverkehrskosten | 0,2 | 1,9 | -1,7 | -87,5 |
| Sonstige Aufwendungen Terminals | 5,4 | 4,8 | 0,6 | 13,4 |
| Frachtkosten | 0,2 | 0,6 | -0,4 | -71,7 |
| Periodenfremder Aufwand | 0,5 | 0,6 | -0,1 | -17,9 |
| Aufwendungen aus Verlusten aus Abgängen von | 1,3 | 0,3 | 0,9 | 269,1 |
| Sachanlagen und imm. Vermögensgegenständen Softwaredownloads | 0,6 | 0,5 | 0,1 | 26,1 |
| Übrige Aufwendungen | 6,1 | 5,5 | 0,5 | 9,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen Gesamt | 42,6 | 43,1 | -0,5 | -1,1 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen im Geschäftsjahr 2023 mit 42,6 Mio. EUR um 0,5 Mio. EUR niedriger gegenüber dem Vorjahresniveau von 43,1 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Einstandskosten von Terminals in Höhe von 9,3 Mio. EUR (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR) Dieser Anstieg ist auf die erhöhten Preise bei unseren Terminallieferanten zurückzuführen. Die Erhöhung der Aufwendungen für Outsourcing Logistik in Höhe von 7,9 Mio. auf 11,2 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf unsere erhöhten Lagerbestände sowie allgemeine Preisentwicklung zurückzuführen. Hierzu haben sich die Aufwendungen aus Währungsdifferenzen um 4,1 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 9,1 Mio. EUR) reduziert.
Die Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren betragen im Geschäftsjahr 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,6 Mio. EUR).
Die Risikokosten stellten sich wie folgt dar:
| Risikokosten | 31.12.2023 | 31.12.2022 | Veränderung | |
| MEUR | MEUR | MEUR | % | |
| Einzelwertberichtigungen | -3,7 | -4,1 | 0,4 | -11,0 |
| Pauschale Einzelwertberichtigungen | +1,4 | -3,4 | 4,8 | -139,9 |
| Pauschalwertberichtigungen | 0 | -0,1 | 0,1 | -100,0 |
| Wertberichtigungen | -2,3 | -7,6 | 5,3 | -70,0 |
| Ausbuchungen | -4,6 | -12,6 | 8,0 | -63,6 |
| Zahlungseingänge | 0,0 | +1,2 | -1,2 | -100,0 |
| Risikoergebnis aus Kundenforderungen | -6,9 | -19,0 | 12,2 | -63,9 |
Die Veränderungen der Einzelwertberichtigungen (3,7 Mio. EUR; Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) entfallen hauptsächlich auf Gebührenabrechnungen für das Transaktionsgeschäft.
Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen reduziert sich um 4,8 Mio. EUR auf -1,4 Mio. EUR und beziehen sich im Wesentlichen auf ausfallgefährdete Forderungen aus dem OLV-Geschäft.
Darüber hinaus wurden Forderungen in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 12,9 Mio. EUR, jeweils unter Berücksichtigung von Einzahlungen auf abgeschriebene Forderungen) abgeschrieben, die im Wesentlichen auf Abschreibungen aus dem OLV-Geschäft zurückzuführen sind.
Die auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführten Gewinne resultieren aus dem mit der Worldline PAYONE Holding GmbH, Ratingen, abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
Aufgrund dieses Vertrages sowie der finanziellen Eingliederung der PAYONE GmbH besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Worldline PAYONE Holding GmbH. Darüber hinaus besteht aufgrund der weiteren wirtschaftlichen und organisatorischen Eingliederung eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Worldline PAYONE Holding GmbH.
Die ertragsteuerlichen Ergebnisse aus dem inländischen Betriebsvermögen der PAYONE GmbH werden aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft auf Ebene der Worldline PAYONE Holding GmbH versteuert. Gleichermaßen werden latente Steuern aus dem inländischen Betriebsvermögen auf Ebene des Organträgers erfasst. Die ertragsteuerlichen Ergebnisse aus dem ausländischen Betriebsvermögen unterliegen hingegen dem jeweiligen lokalen Steuerrecht unter Berücksichtigung des jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommens.
Der weiterhin guten Liquiditätssituation von PAYONE Rechnung tragend, wurden die im Geschäftsjahr 2023 neu an Kunden vermieteten POS- (Point of Sale) Terminals aus Eigenmitteln finanziert. Insgesamt beliefen sich die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen auf 40,3 Mio. EUR (Vorjahr: 36,1 Mio. EUR). Die Investitionen teilten sich wie folgt auf:
| Sachanlagevermögen | 23,8 Mio. EUR |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 16,5 Mio. EUR |
Trotz dieser Investitionen verfügt PAYONE zum 31. Dezember 2023 über Guthaben auf Geschäftskonten in Höhe von circa 162,0 Mio. EUR (Vorjahr: 155,1 Mio. EUR). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich aus Eigenmitteln. Externe Kreditlinien wurden nicht benötigt.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig. Die Kapitalstruktur von PAYONE ist wie im Vorjahr als gesund zu bezeichnen. Die Bilanz ist stark durch das Acquiring-Geschäft dominiert, in dem Außenstände gegenüber den Kartengesellschaften und Barvermögen bzw. Wertpapiere den Verbindlichkeiten gegenüber den Händlern im gleichen Umfang gegenüberstehen. Das entsprechende Barvermögen und die Wertpapiere sind auf Treuhandkonten hinterlegt.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind per 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Insgesamt beliefen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 auf 16,9 Mio. EUR (Vorjahr: 21,2 Mio. EUR). Von diesen Verpflichtungen sind 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,2 Mio. EUR) innerhalb eines Jahres fällig.
Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Liquiditätsengpässe sind nicht eingetreten.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden durch die PAYONE GmbH, zu den bereits bestehenden internen Sicherungsmaßnahmen, auf Basis bestehender Feststellungen bzw. von der BaFin verhängter Maßnahmen, weitere strukturelle und organisatorische Maßnahmen ergriffen, um das Risiko für Zwecke der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung missbraucht zu werden, weiter zu mindern. Diesbezüglich hat die Gesellschaft ein Projekt aufgesetzt, welches das Ziel hat, bis voraussichtlich Ende 2024 alle notwendigen Maßnahmen umzusetzen.
Im Zuge ihrer Geschäftstätigkeiten verarbeitet PAYONE auch personenbezogene Daten von natürlichen Personen. Betroffene dieser Datenverarbeitung im datenschutzrechtlichen Sinne sind vor allem die Nutzer bargeldloser Zahlverfahren (Endkunden/Karteninhaber) sowie die Händler (kleine Händler/Einzelunternehmer bzw. Ansprechpartner von größeren Unternehmen/juristischen Personen), zu denen PAYONE Kundenbeziehungen unterhält. Daher wurden auch im Jahr 2023 erhebliche Anstrengungen unternommen, um die etablierten Prozesse und Verfahren innerhalb des Datenschutz-Managementsystems weiterzuentwickeln und somit die Compliance im Unternehmen weiter zu stärken.
Außerhalb der eigenen Verantwortlichkeiten hat PAYONE, als bedeutender Marktteilnehmer, auch im Jahr 2023 z.B. im Rahmen der Verbandsarbeit sowie der aktiven Mitarbeit in Gremien, dazu beigetragen, dass der Datenschutz als wichtiges Thema wahrgenommen wird.
Am 31. Dezember 2023 beschäftigte PAYONE insgesamt 1.455 (Vorjahr: 1.433) Mitarbeiter (MA). Dabei lag im Jahr 2023 der Frauenanteil bei 629 Mitarbeiterinnen (43,2%) (Vorjahr: 603 Mitarbeiterinnen (42,1%)), der Anteil der Männer bei 826 (56,8%) Mitarbeitern (Vorjahr: 830 (57,9%) Mitarbeitern). Der mit Abstand größte Standort mit 782 MA (Vorjahr: 771) zum 31. Dezember 2023 war Frankfurt, gefolgt von Ratingen mit 322 MA (Vorjahr: 318), Wien mit 181 MA (Vorjahr: 165), Kiel mit 169 MA (Vorjahr: 175), Berlin mit 1 MA (Vorjahr: 2) und Hamburg mit 0 MA (Vorjahr: 2). Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 1.474 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.354) beschäftigt
PAYONE koordiniert alle Fragestellungen der Nachhaltigkeit an einer zentralen Stelle im Bereich Corporate Development. Dort wird das unternehmensweite Nachhaltigkeitsprogramm mit dem Titel "ONE TRUST" verantwortet. Es enthält 12 definierte Ziele zur Verbesserung der inneren und äußeren Nachhaltigkeit in den Bereichen Governance, Produkte & Services, Mitarbeiter und Ressourcen bis zum Jahr 2025. Zentrale Inhalte sind die geplante Nachhaltigkeitsbewertung von Lieferanten, die Stärkung des Ethikkodexes, Investitionen im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (UN SDGs), Diversität und Gesundheit der Mitarbeiter sowie nachhaltiger Konsum.
Eines der zentralen Ziele der Organisationsentwicklung bleibt die Förderung von Diversität und Inklusion im Unternehmen. PAYONE ist aktives Mitglied des Worldline UNITE Networks und hat im Jahr 2023 ein eigenes Frauennetzwerk "Women Connect" gegründet, welches Mitarbeiterinnen auch mit der Gruppe im DACH-Raum vernetzt.
Die Worldline Gruppe und die DSV-Gruppe haben übereinkommend festgelegt, dass die Frauenquote in den nächsten 5 Jahren bei 33% für das Gremium des Aufsichtsrates und bei 25% für die Geschäftsführung liegen soll. Entsprechende Planungen bestehen bereits. Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Frauenquotenanteil im gesamten Unternehmen von 42,1% auf 43,2% gesteigert werden. Der Frauenanteil in der Geschäftsführung liegt bei 0%, auf der nächsten Führungsebene aber schon bei 35,0%. Der gesamte Anteil an weiblichen Führungskräften liegt 32,6%. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Geschäftsführung verändert. Wir haben mit Ottmar Bloching einen neuen CEO erhalten.
Die weltwirtschaftliche Nachfrage blieb 2023 im Zuge der spürbaren geldpolitischen Straffungen und gestiegener geopolitischer Risiken und Unsicherheiten insgesamt schwach. Auch für 2024 ist nur ein unterdurchschnittliches Wachstumstempo der Weltwirtschaft zu erwarten.
Dazu dürften eine Abkühlung der US-Konjunktur und eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaft beitragen.
In der EU als größtem deutschen Absatzmarkt dürfte die wirtschaftliche Aktivität, nach kaum mehr als einer Stagnation im Jahr 2023, erst allmählich wieder Fahrt aufnehmen. Bei weiter rückläufigen Inflationsraten, steigender Kaufkraft und robuster Arbeitsmarktlage ist mit einer anziehenden Konsumnachfrage der privaten Haushalte in der EU zu rechnen, die maßgeblich zur konjunkturellen Erholung beiträgt.
Insgesamt ist sowohl in diesem Jahr als auch für 2025 eine ähnliche Expansionsrate der Weltwirtschaft wie im Jahr 2023 von rund 3,0% zu erwarten. Das mit den deutschen Exportanteilen gewichtete weltweite Wachstum, bei dem das Wachstum von Ländern umso höher gewichtet wird, je größer die deutschen Exporte in das betreffende Land sind, dürfte nach lediglich 1,7% im Jahr 2023 mit rund 2,0% in diesem Jahr und 2,3% im Jahr 2025 erneut unterproportional zur Weltwirtschaft zunehmen. Nach der historisch schwachen Entwicklung des Welthandelsvolumens von +0,4% im Jahr 2023 rechnet die Bundesregierung für das Jahr 2024 auf Basis der Prognosen internationaler Organisationen mit einer moderaten Belebung um rund 3,0%, 2025 dürfte das Welthandelsvolumen um 3,6% zunehmen. Die deutschen Absatzmärkte dürften mit der erwarteten Erholung in den europäischen Ländern mit einer ähnlichen Rate in der Höhe von 3,2% (2024) beziehungsweise 3,4% (2025) expandieren.
Für das Jahr 2024 wird von einer Steigerung der preisbereinigten Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen um 0,6% ausgegangen. Die Frühindikatoren für die deutschen Ausfuhren deuten zwar zunächst noch auf ein schwaches Winterhalbjahr hin. Im Laufe des Jahres 2024 ist aber - nach Abschluss der globalen Lageranpassungen im Verarbeitenden Gewerbe - mit einer graduellen Erholung der Auslandsnachfrage nach deutschen Produkten zu rechnen. Für 2025 wird angesichts der erwarteten Belebung im europäischen Raum ein deutlicheres Wachstum der deutschen Ausfuhren von 3,4% erwartet. Im Zuge der binnenwirtschaftlichen Belebung, insbesondere der anziehenden Konsumnachfrage, dürfte die Zuwachsrate der preisbereinigten Importe in beiden Jahren etwas über den Veränderungsraten des Exports liegen (2024: +0,8%; 2025: +3,7%). Damit ist im Prognosezeitraum vom Außenbeitrag kein rechnerischer Wachstumsimpuls zu erwarten.
Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Jahresverlauf 2023 vor allem infolge der deutlich rückläufigen Energie- und Rohstoffpreise spürbar abgeschwächt. Lag die Inflationsrate im Januar 2023 im Vorjahresvergleich noch bei 8,7%, fiel sie im Januar 2024 mit 2,9% auf den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Im Jahresdurchschnitt 2023 lagen die Verbraucherpreise 5,9% über dem Vorjahr, die Kerninflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) bei 5,1%, da der Energiepreisanstieg aus dem Jahr 2022 auf nachgelagerte Wertschöpfungsstufen überwälzt wurde.
Die Inflationsentwicklung dürfte vor allem in der ersten Jahreshälfte spürbar durch politische Maßnahmen mitbestimmt werden, die teils inflationserhöhend wirken. So laufen verschiedene temporäre Maßnahmen aus, die im Zuge der Corona- und Energiekrise zur Entlastung von privaten Haushalten eingeführt worden waren und vorübergehend einen senkenden Effekt auf die Inflationsrate hatten. Hierzu zählen insbesondere die Absenkung der Umsatzsteuersätze in der Gastronomie und für die Lieferung von Gas und Fernwärme sowie die Preisbremsen für Strom und Gas. Hinzu kommen die Erhöhung der CO 2 -Bepreisung im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) sowie die Entscheidungen der Bundesregierung, den Zuschuss des Bundes zu den Netzentgelten bei Strom nicht fortzuführen.
Diesen temporär inflationserhöhenden Effekten stehen jedoch inflationsdämpfende Faktoren gegenüber. So sprechen Notierungen auf den Terminmärkten für Energie und die hohen Speicherfüllstände bei Gas nach den rückläufigen Preisen der letzten Monate für eine weiterhin moderate Energiepreisentwicklung. Ein weiterer Grund für eine rückläufige Preisdynamik ist die Wirkung der geldpolitischen Straffung der Europäischen Zentralbank (EZB).
Die jüngsten Tarifabschlüsse geben keine Anhaltspunkte für eine Lohn-Preis-Spirale. Sie zielten auf einen Ausgleich der inflationsbedingten Kaufkraftverluste und nutzten dazu häufig auch die steuerfreien Inflationsausgleichsprämien.
Insgesamt erwartet die Bundesregierung nach einem jahres- durchschnittlichen Anstieg der Inflationsrate von 5,9% im Jahr 2023 eine deutliche Abschwächung auf 2,8%. Die Kerninflation, die die stark volatilen Preise für Energie und Nahrungsmittel nicht berücksichtigt, dürfte sich nach 5,1% im vergangenen Jahr auf 2,9% verringern. 2025 dürften die Inflations- und die Kernrate jeweils mit jahresdurchschnittlich 1,9% wieder etwas unterhalb die EZB-Zielmarke von 2% fallen.
Die Einkommen privater Haushalte befinden sich weiter im Aufwind. Bereits im vergangenen Jahr war es zu einem kräftigen Anstieg der nominalen Effektivlöhne (Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer) von über 6% gegenüber dem Vorjahr gekommen, der real aber fast vollständig von der hohen Inflationsrate kompensiert wurde. Neben steigenden Tariflöhnen war das kräftige nominale Plus auch auf die Mindestlohnanhebung im Oktober 2022 zurückzuführen. Dabei stiegen die Nominallöhne von Geringverdienenden prozentual am stärksten: Unter den Vollzeitbeschäftigten hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von knapp 14 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die stärksten Verdienststeigerungen. Sie lagen damit deutlich über der Entwicklung der Verbraucherpreise im selben Zeitraum. Auch die geringfügig Beschäftigten wiesen ein überdurchschnittliches Nominallohnwachstum auf.
Dies ist laut Statistischem Bundesamt vor allem auf die Erhöhung der Minijob-Verdienstgrenze von monatlich 450 Euro auf 520 Euro sowie auf die Mindestlohnerhöhung von 10,45 Euro auf 12 Euro zurückzuführen. Zudem profitieren die unteren Einkommensgruppen prozentual stärker von Einmalbeziehungsweise Pauschalzahlungen, die in den Tarifabschlüssen in der Regel über die Einkommensgruppen hinweg gleich hoch ausfallen: Die Bundesregierung hatte mit der Inflationsausgleichsprämie als ein Ergebnis der konzertierten Aktion die Zahlung von steuer- und abgabenfreien Einmalzahlungen über die dauerhaften Lohnsteigerungen hinaus ermöglicht.
Unter anderem auf Basis abgeschlossener und laufender Tarifverhandlungen geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem erneut kräftigen Effektivlohnanstieg in Höhe von durchschnittlich rund 5,3% in diesem Jahr aus, nach rund 6,0% im Jahr 2023 (2025: +3,5%). Wegen der gleichzeitig weiter nachlassenden Verbraucherpreisdynamik nehmen mittlerweile auch die Reallöhne wieder zu und diese Entwicklung dürfte sich im Jahresverlauf weiter fortsetzen.
Insgesamt dürften die nominalen verfügbaren Einkommen der Haushalte, zu denen neben den Nettolöhnen auch staatliche Sozialleistungen und Selbständigen- und Vermögenseinkommen zählen, in diesem Jahr um 3,8% und im nächsten Jahr um 2,8% deutlich zunehmen.
Durch die kräftigen Einkommenssteigerungen bei rückläufigen Inflationsraten wird im laufenden Jahr auch die reale Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher wieder spürbar steigen. Zudem wird erwartet, dass die Sparquote von ihrem aktuell im historischen Vergleich noch erhöhten Niveau etwas sinken wird. Aufgrund der Lockdowns war es während der Corona-Pandemie zu starken Anstiegen der Sparquote gekommen. Seitdem ging diese zwar deutlich zurück, lag im Jahr 2023 aber immer noch über ihrem langfristigen Durchschnitt. Dazu könnten sowohl eine höhere Einkommensunsicherheit angesichts der konjunkturellen Schwächephase und der starken Preisanstiege als auch anstehende Nachzahlungen von Wohnnebenkosten im Jahresverlauf 2023 wegen der gestiegenen Energiekosten im Jahr 2022 eine Rolle gespielt haben. Beide Effekte dürften im Laufe dieses Jahres abnehmen.
Die vorgelegte Jahresprojektion bildet die aus Sicht der Bundesregierung wahrscheinlichste Entwicklung in den Jahren 2024 und 2025 ab. Es bestehen allerdings erhebliche Abwärtsrisiken für die dargestellte Entwicklung, die vor allem aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld resultieren. Sollten sich die geopolitische Lage verschärfen und Konflikte weiter eskalieren, könnte der Welthandel empfindlich gestört werden. Auch zusätzliche Sanktionen oder erneute Preisanstiege bei Energieträgern und Vorprodukten könnten die Abläufe auf dem Weltmarkt beeinträchtigen. Den Risiken stehen aber auch Chancen für eine günstigere Entwicklung gegenüber. So könnte die Inflationsrate schneller zurückgehen als angenommen, worauf auch eine zeitigere Senkung der Leitzinsen folgen könnte. Dadurch könnte auch die wirtschaftliche Belebung kräftiger ausfallen. Ebenso würde eine ausgeprägtere Dynamik der Weltwirtschaft, gegebenenfalls auch im Zuge einer nachlassenden geopolitischen Unsicherheit, die Exportentwicklung begünstigen. Denkbar ist auch, dass die Investitionen in Klimaschutz auch dank komplementärer staatlicher Maßnahmen schneller anziehen als erwartet.
Betrachtet man den Zahlungsverkehrsmarkt als Ganzes, so sind mehrere wichtige Trends zu beobachten. Das allgemeine Wachstum, die Kommodifizierung und Konsolidierung, die Aggregation und Vertikalisierung sowie die Bedeutung von Dienstleistungen jenseits des Zahlungsverkehrs verändern das Ökosystem und die Art und Weise der Branche. Dies öffnet die Tür für neue Geschäftsmodelle. Biometrie, e-Identität und digitale Währungen in einer digitalen Welt, in der die Grenzen zwischen offline und online verschwimmen, verändern die Art und Weise, wie Zahlungen funktionieren.
Ein wichtiger Trend ist die Vervielfältigung von Zahlungsmethoden, die sowohl global als auch lokal zu beobachten ist: Alternative Zahlungsmethoden (APMs) entstehen extrem schnell. Sowohl inländische als auch internationale Händler erwarten, dass PSPs ein umfassendes Portfolio an Zahlungsmethoden und lokalen Zahlungsmethoden anbieten, um ihren Umsatz zu sichern und zu steigern. Ein mangelndes Angebot veranlasst Kunden, sich nach alternativen Anbietern umzusehen. Es gibt auch einen Trend zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz im E-Commerce, z.B. bei der Betrugsprävention.
Darüber hinaus gewinnen Dienstleistungen, die über den Zahlungsverkehr hinausgehen (insbesondere Finanzdienstleistungen wie Geschäftskredite), sowie Mehrwertdienste und Datendienste an Bedeutung. In den letzten Jahren erlebten nicht nur BNPL-Finanzdienstleister wie Klarna und Afterpay ein starkes Wachstum, sondern auch Bigtechs (Google, Apple, Facebook, Amazon, Microsoft) gewannen Marktanteile im Bereich der Finanzdienstleistungen. Ihr Erfolg beruht häufig darauf, dass sie Händlern ermöglichen, das Kaufvolumen zu erhöhen und die Konversion zu verbessern.
Veränderte Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher zwingen viele Händler dazu, auch ihre Geschäftsmodelle grundlegend zu überdenken. Omnichannel-Funktionalitäten und die Möglichkeit, alle wichtigen Zahlungsarten zentral über einen Dienstleister abzuwickeln, sind zwei Beispiele für Anforderungen, die sich aus diesen Veränderungen ergeben. Gleichzeitig beginnen große Händler, über die Schaffung eigener Zahlungsmittel nachzudenken. Darüber hinaus verändert sich auch das stationäre Geschäft, so entwickeln sich z.B. Kassenzonen vermehrt in Richtung Self-Check-out und mobile Terminals.
Zahlungsdienstleister, die in diesem Bereich tätig werden wollen, müssen sich auf einige wenige Sektoren, d. h. Branchen, konzentrieren, sich das entsprechende Wissen aneignen und Lösungen anbieten, die den Bedürfnissen der Händler umfassend gerecht werden.
Der DACH-Markt durchlief eine regionale, ja sogar kontinentale Konsolidierungsphase, an deren Ende einige wenige große Akteure auftauchten, wobei Worldline und NEXI den größten Teil Europas unter sich aufteilten. Dennoch lohnt es sich, einen kurzen Blick auf die beiden Länder zu werfen, in denen PAYONE aktiv ist, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erkennen.
Deutschland ist als größte Volkswirtschaft in der EU noch weit davon entfernt, als Kartenzahlungsland anerkannt zu werden. Dennoch halten auch die Deutschen mit dem elektronischen Bezahlen Schritt. Challenger-Banken und traditionelle Banken forcieren den EC-Zahlungsverkehr im Land, die COVID-19-Pandemie mit ihren Hygienemaßnahmen sowie die EU-weite Einführung von Interchange Fee-Regelungen, das Wachstum des kontaktlosen Zahlungsverkehrs, das Aufkommen von reinen Digital-Banken und ein starker eCom-Markt haben zu einer allmählichen Verlagerung hin zur Nutzung digitaler Zahlungen geführt. Laut EHI Retail Institute ist der Anteil der kartenbasierten Umsätze in Deutschland im Jahr 2023 höher als der Anteil der Barzahlungen, die 59,7 % des Umsatzes ausmachen. Für 2026 wird ein Anteil von 64,2% erwartet. 100% der deutschen Bevölkerung im Alter von 15 Jahren oder älter haben ein Bankkonto. Nach Angaben der EZB besitzt jeder Verbraucher 2,0 Zahlungskarten. Im Jahr 2022 waren insgesamt 178,1 Mio. Karten im Umlauf.
Studien der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bundesbank sind sich einig, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr und das kontaktlose Bezahlen immer wichtiger werden. Laut Statistischem Bundesamt besitzen 83% der Deutschen eine Debitkarte mit Kontaktlosfunktion und nutzen diese regelmäßig; bei den Kreditkarten sind es 58%.
Laut OENB-Zahlungsstudie entwickeln sich die Transaktions- und Volumenanteile der Zahlungsmittel am POS kontinuierlich in Richtung bargeldloser Zahlungen. Insgesamt werden im Jahr 2022/2023 fast zwei Drittel aller Transaktionen (63%) im stationären Handel am POS mit Bargeld getätigt. Der Transaktionsanteil von Zahlungskarten liegt bei 30%. Gemessen am Transaktionsvolumen hat Bargeld mit 48% ebenfalls den höchsten Anteil. Allerdings hat sich der Volumenunterschied zu Zahlungskarten im Vergleich zu 2020/2021 deutlich auf zwei Prozentpunkte verringert.
Debitkarten sind der beliebteste Kartentyp und werden zunehmend auch für Zahlungen mit geringem Wert verwendet, was dank des kontaktlosen Zahlungsverkehrs beschleunigt wurde. Der österreichische Debitkartenmarkt wird vom internationalen Kartenanbieter Mastercard mit 10,3 Mio. Karten und einem Transaktionswert von 92,5% (2023) dominiert. Auf Visa entfallen 0,8 Mio. Karten und ein Transaktionswert von 7,1% im Jahr 2023. Mastercard bietet Debitkarten in Österreich an. Maestro wird im Jahr 2023 auslaufen. Beide Kartentypen wurden mit einer Kontaktlosfunktion ausgestattet und unterstützen auch Apple Pay, wodurch Karteninhaber kontaktlos mobil bezahlen können.
Der österreichische Markt für kontaktlose Karten ist hoch entwickelt. Kontaktlose Karten wurden 2011 von der Raiffeisen Bank eingeführt. Seitdem haben sowohl Verbraucher als auch Banken die Technologie angenommen. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen kontaktlosen Karten stieg von 12 Millionen im Jahr 2019 auf 14,4 Millionen im Jahr 2023e mit einer CAGR von 4,7%. Diese Zahl soll bis 2027 auf 15,3 Millionen steigen, bei einer CAGR von 1,4% im Zeitraum 2023 - 2027. Im Rahmen der COVID 19 wurde der Grenzwert für kontaktlose Zahlungen von 25 EUR auf 50 EUR erhöht, was die Nutzung kontaktloser Karten gefördert hat.
Bedingt durch Fusionen und Zusammenschlüsse innerhalb der Zahlungsverkehrsmärkte sind Deutschland und Österreich in den letzten Jahren durch eine rasche Konsolidierung und eine starke Vorwärts- und Rückwärtsintegration zwischen Acquirern und Netzdienstleistern gekennzeichnet. Der Markt wird derzeit von etablierten größeren internationalen Anbietern dominiert, denen die meisten PSPs in den letzten Jahren beigetreten sind. Die klassischen Anbieter bewegen sich zunehmend weg vom POS-Einzelhandelsgeschäft hin zum E-Commerce, während traditionelle E-Com-Unternehmen wie Adyen in den POS-Einzelhandel einsteigen.
KMU-Händler werden zunehmend als attraktive Zielgruppe angesehen, was zu starken Partnerschaften führt. Zwei deutsche Banken sind bereits ein Joint Venture mit Zahlungsanbietern eingegangen, um genau diese Zielgruppe zu erschließen (z.B. Vert, Commerz Globalpay).
Zudem ist die Wertschöpfungskette im Zahlungsverkehr - nicht zuletzt durch die Fintech-Revolution - stark gewachsen, neue Unternehmenskategorien und Akteure sind entstanden. Gleichzeitig drängen digitale Giganten wie Google, Apple, Facebook, Amazon, Alibaba und Tencent mit Commerce-Plattform-Strategien, die auch den Zahlungsverkehr umfassen, weiter auf den Markt. Preislich bewegen sich die meisten Wettbewerber mit gleichem Inhalt im mittleren Bereich.
Nach dem Wirecard-Skandal nimmt die Finanzaufsichtsbehörde Bafin mehrere große Zahlungsdienstleister unter die Lupe und hat Sonderprüfungen bzw. intensive Untersuchungen bei Unzer, Concardis/Nexi und PAYONE eingeleitet oder bereits durchgeführt.
Die BaFin untersuchte unter anderem, ob die Vorkehrungen gegen Geldwäsche und andere illegale Transaktionen ausreichend sind - und hat Feststellungen getroffen. Die Prüfungen der BaFin hatten Auswirkungen auf das Neugeschäft und führten auch zu einem Umdenken im Hochrisikosegment. In der Konsequenz hat die PAYONE entsprechend der Anordnung der BaFin bestimmte Geschäftsbeziehungen beendet.
Vor allem Plattformunternehmen bündeln zunehmend bedeutende (Online-)Zahlungsprozesse. Das macht sie für die Kundenakquise attraktiv, erhöht aber auch bestimmte Risiken wie Abhängigkeiten und Disintermediation. Diese Plattformunternehmen können Marktplätze wie Amazon oder Apple, E-Com-Plattformanbieter wie Shopify oder Independent Software Vendors (ISV) wie Microsoft sein. Diese Aggregation erfordert die Formulierung einer klaren Strategie in Bezug auf große Plattformen sowie die Erwägung einer Rückwärtsintegration in beteiligte Akteure.
Zahlungsauslösedienstleister (Payment Initiation Service Providers, PISP) und zweiseitige Netze schalten Zahlungsdienstleister (Payment Service Providers, PSP) aus, indem sie Händler und Banken direkt miteinander verbinden.
Neue Akteure, die auf der Grundlage des offenen Bankwesens in den Zahlungsverkehrsmarkt eintreten, verdrängen häufig die etablierten Akteure. Der Hunger der Bigtechs nach Verbraucher- und Händlerdaten ist im Begriff, die Wirtschaft des klassischen PSP-Geschäfts zu stören. Um diesen Risiken zu begegnen, ist ein gleichzeitiger und konsolidierter Zahlungsfluss von konto- und kartenbasierten Zahlungsangeboten unerlässlich.
Trotz einer weiterhin angespannten globalen geopolitischen Situation zeichnet sich nach einer sehr hohen Inflation im Jahr 2023 eine leichte Abschwächung des Inflationsdrucks für das Jahr 2024 ab. Nichtsdestotrotz ist weiterhin mit leicht steigenden Rohstoffkosten sowie weiterhin steigenden Lohnkosten zu rechnen. Etliche Unternehmen haben mit diesem Kostendruck zu kämpfen und auch PAYONE muss sich hier entsprechend besser aufstellen.
In diesem Rahmen hat Worldline ein weltweites Programm mit dem Namen "Power24" aufgesetzt. Für die PAYONE bedeutet dieses Programm, das wir einen hohen Fokus auf die interne Vereinfachung legen werden, die die Agilität und die Konsolidierung der Plattformen vorantreibt. Wir werden zukunftssichere Plattformen schaffen, die unsere Einzelhändler in Zukunft benötigen werden. Eine strenge Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften bildet die Grundlage für Prozessoptimierung, Effizienz und Einfachheit. Durch die Förderung einer Kultur der Transparenz und Verantwortlichkeit. PAYONE ermöglicht nachhaltiges und profitables Wachstum und erlaubt eine effizientere Allokation von Ressourcen für strategische Initiativen. Mit diesen Maßnahmen werden wir unseren Erfolg auch in Zukunft mit soliden finanziellen Wachstumsraten untermauern können.
Basierend auf einer soliden Finanzstruktur in Verbindung mit unseren engagierten Mitarbeitenden werden wir mit unserem erfolgreichen Produktportfolio auch zukünftig die Chancen nutzen, die sich uns bieten. Umfangreiche Payment-Aktivitäten für erfolgreiche, an den Wünschen der Kunden*innen orientierte Innovationen werden durch gezielte Marketingmaßnahmen gestützt und schaffen nachhaltiges Vertrauen bei unseren Kunden*innen.
Die Wachstumserwartung für das kommende Jahr liegt leicht über der Entwicklung des Vorjahres. Dies gilt sowohl für das Geschäft in Deutschland sowie Österreich. Durch fortlaufende Investitionen in die Produkt- und Technologieentwicklung und den Ausbau eines innovativen Produktportfolios erwartet PAYONE eine Stärkung der Marktposition und somit einen soliden Anstieg des Umsatzes sowie des Provisionsergebnisses. Auch in diesem Jahr sind zusätzliche Aufwände und Investitionen geplant, die erst mittelfristig ihre vollen positiven Ergebnisbeiträge leisten werden. Es besteht dennoch die Erwartung, dass eine leichte Steigerung des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 erzielt werden kann.
Die Chancen und Möglichkeiten für PAYONE im aktuellen Marktumfeld und in der zukünftigen Entwicklung für Produkte und Services werden im Folgenden aufgezeigt. Durch die Analyse potenzieller Möglichkeiten sollen erfolgreiche strategische Maßnahmen identifiziert werden, um das Wachstum und den Erfolg von PAYONE zu fördern. Dabei werden auch externe Einflüsse und Markttrends berücksichtigt, die neue Chancen für das Unternehmen darstellen könnten.
Daraus ergeben sich folgende Chancenfelder für PAYONE in den Fokusthemen und -produkten:
Das Ziel von Omnichannel ist es, Kunden die Flexibilität zu bieten, Produkte zu recherchieren, zu kaufen, abzuholen (Click&Collect) oder zu retournieren, unabhängig vom gewählten Sales-Kanal. Dadurch wird eine konsistente und nahtlose Erfahrung geschaffen, die es Kunden ermöglicht, zwischen den Kanälen Präsenz und E-Commerce zu wechseln, ohne dass sich die Qualität des Kundenservice oder das Kundenerlebnis verändert. PAYONE entwickelt gerade eine Lösung für Kunden und bordet bereits die ersten Pilotkunden an. Darüber hinaus gehen wir von einem vorgesetzten Aufwärtstrend bei Marktplatzmodellen im E-Commerce aus. Hierbei setzen wir in erster Linie auf dedizierte Worldline-Gruppenlösungen, wie beispielsweise die kürzlich erworbene Online Payment Plattform BV, aber auch auf maßgeschneiderte Lösungen für Enterprise-Kunden, die zu Weiterentwicklungen auf dieser Plattform führen werden.
"Buy now, pay later" ist ein Trend im Einzelhandel, bei dem Kunden die Möglichkeit erhalten, Produkte sofort zu kaufen und zu nutzen, aber die Zahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt zu leisten. Dieser Ansatz ermöglicht es Verbrauchern, Waren direkt zu erwerben, ohne den gesamten Kaufpreis im Voraus bezahlen zu müssen. Stattdessen kann die Zahlung in Raten oder zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, was den finanziellen Spielraum der Kunden erweitert und den Kauf von teureren Produkten erleichtert.
Dienstleistungsunternehmen, die diese Option anbieten, arbeiten oft mit Finanzierungspartnern zusammen, um flexible Zahlungsoptionen anzubieten. "Buy now, pay later" hat in den letzten Jahren an Beliebtheit zugenommen und wird von vielen Einzelhändlern als Mittel zur Steigerung der Kundenbindung und zur Förderung von Verkäufen genutzt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Option für die Verbraucher sowohl Vorteile als auch potenzielle Risiken mit sich bringen kann, je nachdem, wie verantwortungsbewusst sie damit umgehen. PAYONE entwickelte eine eCommerce Lösung mit dem spezialisierten Dienstleister Payla. Die Lösung beinhaltet Kauf auf Rechnung, Lastschrift in 14 Tagen und Ratenzahlung mit entsprechenden Zinsen (3,6 oder 12 Monate). Für den POS sind derzeit zwei Produkte in Entwicklung. Eines basiert auf OLV, sodass der Endkunde direkt am Terminal ohne zusätzliche Eingabe den Betrag auf 3 Monate splitten kann. Die zweite Lösung basiert auf dem Android Terminal mittels QR-Codes und Abschluss der Optionen auf dem Smartphone des Endkunden mit Payla, wie bei der eCommerce Strecke. Beide POS-Lösungen befinden sich in der Evaluation.
Chancen am Point-of-Sale bieten sich in den nächsten Jahren auch durch die Etablierung sogenannter "Account-to-Account"-Zahlverfahren, bei denen die Zahlung auf dem Endkunden-Smartphone freigegeben wird und eine Überweisung vom Kunden-Girokonto auf das Händlerkonto ausgelöst wird. Neue Anbieter drängen hier mit Lösungen auf den Markt, die sich der Open-Banking-Schnittstellen bedienen und einen "Payment Initiation Service (PIS)" via QR-Code anbieten. Dabei scannt der Kunde einen QR-Code, der vom Händler generiert wird, wählt seine Bank aus und gibt dann über sein Banking-Authentifizierungsverfahren am Smartphone die Zahlung frei.
Eine Rolle könnte auch - entsprechende Umsetzung der Banken vorausgesetzt - das SEPA Request-to-Pay-Framework in nächster Zeit spielen, bei dem der Händler "instant" eine Zahlungsanforderung an den Kunden senden kann, der diese auf seinem mobilen Endgerät freigibt.
Unabhängig von der letztendlichen Zahlmethode messen wir biometrischen Authentifizierungsverfahren bei der Umsetzung am Point-of-Sale eine immer größere Bedeutung bei. Payments mit Fingerprint sind aktuell schon Realität: Gesichtserkennung, Stimme, Handscann oder auch Gesten sind die Authentifizierungsmethoden der Zukunft. Getrieben von der bekannten und beliebten User-Experience auf den aktuellen Smartphones sind biometrische Authentifizierungen "State-of-the-Art" und deutlich beliebter als traditionelle Methoden wie das herkömmliche PIN-Verfahren.
Zwei große Trends im E-Commerce, die dem Kunden und seinen Anforderungen an das digitale Einkaufserlebnis Rechnung tragen, sind zum einen "Conversational/Chat Commerce". Kunden können genau dort angesprochen und auf Produkte aufmerksam gemacht werden, wo sie sich in ihrem digitalen Alltag gerne und oft aufhalten - auf Social Messaging-Plattformen wie z.B. WhatsApp, Telegram und Co. Messenger Apps könnten dabei zukünftig Webseiten als die Hauptschnittstelle zwischen Business und Kunden ablösen.
Zum anderen wird der Bereich "Live Streaming Commerce" immer mächtiger. Instagram und TikTok sind schon heute durch die verstärkte Nutzung von Streaming Funktionen zu Shoppingkanälen geworden.
Lichtoptische Verfahren werden die Möglichkeiten beim Bezahlen ergänzen. Die Technologie ist ausgereift, aber noch nicht überall im Handel angelangt. Die chinesischen Payment-Dienste Alipay und WeChat sind die Vorreiter der Technologie, aber auch europäische Anbieter, wie beispielsweise Bluecode, fassen kontinuierlich deutschlandweit immer mehr Fuß. Dazu kommt, dass POS-Terminalhersteller die neuen POS-Geräte in Zukunft vermehrt mit Kamera für die Erkennung von QR- oder Strichcode ausstatten. Größere Online-Shops setzen immer stärker auf den Omnichannel-Ansatz, also die Kombination aller Vertriebskanäle und Kundenkontakte zur größtmöglichen Ausschöpfung eigener Sales-Potenziale.
PAYONE partizipiert an dem Markt-Zuwachs der Terminalzahlen und auch an dem für die nächsten Jahre erwarteten positiven Anstieg der Transaktions-Entwicklung proportional zum Marktgeschehen. Aufgrund ihrer Marktanteile (PAYONE ist der Netzbetreiber mit der mit Abstand höchsten Terminalanzahl im Feld) partizipiert PAYONE insbesondere am Transaktions-Zuwachs mit drei Ertragselementen:
1. Das generelle Transaktions-Entgelt für Netzbetriebsleistungen von PAYONE
2. Das girocard-Netzserviceentgelt für Clearing-, Settlement- und Bankenentgelt-Abrechnungsleistungen und
3. Der Tätigkeit als Händlerkonzentrator (Entgeltanteil-Einbehalt für Leistungen aus der Verhandlung von Entgeltkonditionen gemäß bilateralem Entgeltmodell) für Händler, die nicht selbst als Direktverhandler aktiv geworden sind.
Der Trend der letzten Jahre Aktivierung und Nutzung digitaler Karten (girocard@Smartphone) setzt sich weiter fort.
Um diesen Herausforderungen besser zu begegnen, hat PAYONE entsprechende Vereinbarungen mit allen Kartenorganisationen abgeschlossen, um die Produktentwicklung und Marktdurchdringung finanziell zu fördern. So können Gebührenabgaben an die Kartenorganisationen refinanziert werden und Investitionen durch die PAYONE reduziert werden. Auch die Händlerkundschaft von PAYONE kann indirekt durch die Neuerungen und finanzielle Anreize der Rahmenverträge partizipieren.
Als traditionell Zahlverfahrenunabhängiger technischer Netzbetreiber plus der Rolle als girocard-Händlerkonzentrator, ergänzt um OLV ® - und Acquiring, lassen sich künftig sämtliche Zahlverfahren zu neuen wettbewerbsstarken "All-In-One"-Händlerangeboten kombinieren. Die daraus erwachsenden Marktchancen bieten aber auch die Möglichkeit, neue Produkte und Leistungsarten zu entwickeln. Die derzeitige Aktualisierung und Komprimierung der IT-Infrastruktur schafft dafür ideale Bedingungen, um uns auch künftig durch intelligente Steuerungsmethoden als Best-Price-Router am Markt gegenüber Wettbewerbern abheben zu können, denn wettbewerbsfähige Konditionen in der Akzeptanz von Kreditkartenzahlungen ist durch die neuesten Regulierungen kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Alle wesentlichen Kompetenzen für Zahlverfahren am Point of Sale und im E-Commerce sind unter dem Dach von PAYONE gebündelt. Zusätzliche Chancen können sich durch die Integrierung neuer Zahlverfahren bieten: Hier sind viele innovative Verfahren am Markt und PAYONE beobachtet fortlaufend, welche Zahlverfahren sich durchsetzen und ihren Kunden zusätzliche Vorteile bieten können.
PAYONE investierte in Produktfeatures und baut das REVOLV-Angebot weiter aus, um es gegenüber anderen Zahlungsmethoden noch attraktiver zu positionieren. Darüber hinaus wurden weitere Produktinitiativen für den E-Commerce und Mobile Commerce sowie die Verknüpfung mit Funktionalitäten aus dem Bereich "Buy Now, Pay Later" (BNPL) wie z.B. den Ratenkauf gestartet. Um all diese Initiativen umzusetzen, arbeiten wir bereichsübergreifend systematisch daran, unsere Produkte an den Markt, dessen Entwicklungen und seine Bedürfnisse anzupassen, damit PAYONE auch weiterhin diesen wichtigen Unique Selling Point (USP) anbieten kann.
PAYONE erwartet im Jahr 2024 steigende Anforderungen der Händler an ein zeitgemäßes ELV/OLV-Verfahren sowie die weitergehenden Terminalbestandsmigration auf den neuen technischen Standard TA 7.2/DC_POS 3.0 (DK, electronic cash). Die in Vorbereitung hierauf in den vergangenen Jahren erfolgten Investitionen in die Weiterentwicklung der ELV/OLV ® -Terminal- und Netzbetriebssoftware wird das als "Zahlverfahren des Handels" bezeichnete Preis-regulativ um neue Funktionen erweitern.
Die Chancen für das kommende Geschäftsjahr ergeben sich aus aktuellen Marktentwicklungen, der auf den Kunden fokussierten Strategie von PAYONE, die auch durch unsere Gesellschafter der Worldline-Gruppe und der DSV-Gruppe gestärkt wird. Mit der Einbettung in Worldline werden wir in Zukunft über gemeinsame Produktentwicklungen im nationalen wie internationalen Bereich profitieren. Mit der Sparkassen-Finanzgruppe als Absatzkanal auf der einen, aber auch als Innovationstreiber auf der anderen Seite, der sich in zunehmendem Maß auf ein digitales Business umstellt, werden wir von übergreifenden Initiativen und Entwicklungen im Markt weiterhin gegenseitig profitieren.
Wir stellen uns dem Markt und den Bedürfnissen unserer Kunden und lassen dies in die konsequente Weiterentwicklung unseres Produkt- und Dienstleistungsspektrums einfließen. Wir analysieren unsere Chancen und Risiken im Kontext einer sich permanent verändernden Payment-Welt. Dabei bauen wir aktiv am Netzwerk der Shareholder-Gruppe mit und nutzen gemeinsam die sich dadurch ergebenden zusätzlichen Chancen.
In- und externe Einflussfaktoren können die Erreichung der PAYONE Geschäftsstrategie und -ziele negativ beeinflussen. Alle Aktivitäten und Tätigkeiten einer Organisation sind mit Risiken verbunden. Um diese frühzeitig zu erkennen und erforderliche Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen, etabliert PAYONE ein Risikomanagement und -controlling. Dieses ist integraler Bestandteil der Geschäftsorganisation.
PAYONE verfügt über ein Risikomanagementsystem, das fortlaufend an veränderte Rahmenbedingungen angepasst wird. Ziel des Risikomanagementsystems ist die frühzeitige Erkennung wesentlicher, insbesondere bestandsgefährdender Risiken und die Ergreifung erforderlicher Steuerungsmaßnahmen. Hierzu dienen verschiedene Elemente wie organisatorische Regelungen, Methoden, IT-Systeme, Frühwarnschwellen, Stresstesting, Angemessenheitsüberprüfungen und das interne Berichtswesen.
Die Geschäftsführung der PAYONE legt eine Risikostrategie für die wesentlichen Risiken fest, die aus der Geschäftsstrategie abgleitet ist. Die Risikostrategie umfasst die wesentlichen risikotragenden Geschäftsaktivitäten, die Ziele der Risikosteuerung einschließlich der Vorgaben zur Akzeptanz und Vermeidung von Risiken und die Maßnahmen zur Risikoreduzierung.
Die gezielte und kontrollierte Übernahme von Risiken unter Beachtung von Ertragszielen ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung der PAYONE. Die aus dem Geschäftsmodell resultierenden Aktivitäten erfordern die Fähigkeit zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation von Risiken.
Das Risikomanagement der PAYONE baut auf der Risikostrategie auf. Es stützt sich dabei auf drei miteinander verbundene und in das Kontroll- und Überwachungsumfeld eingebettete sogenannte Verteidigungslinien. Dabei geht die erste Verteidigungslinie Risiken ein und steuert diese. Die zweite Verteidigungslinie erstellt das Rahmenwerk für das Risikomanagement und überwacht deren Einhaltung. Die dritte Verteidigungslinie führt prozessunabhängige Prüfungen durch. Dieses verdeutlicht das Verständnis von Risikomanagement innerhalb der PAYONE. Durch das Zusammenspiel der drei Verteidigungslinien sollen die Voraussetzungen für ein effektives Risikomanagement geschaffen werden.
Alle Geschäftsführer der PAYONE sind für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und ihre Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung bezieht sich auch auf alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements. Dazu zählen die Entwicklung, Förderung, Integration und Überwachung einer angemessenen Risikokultur auf allen Ebenen innerhalb des Instituts. Jeder Geschäftsleiter ist für die Einrichtung angemessener Kontroll- und Überwachungsprozesse in seinem jeweiligen Zuständigkeitsbereich verantwortlich.
Der Bereich Risk, Quality & Security (RQS) erstellt Anforderungen und Vorgaben für das Risikomanagement der PAYONE. RQS verantwortet Risikosteuerungs- und -controllingprozesse zur Identifikation, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundenen Risikokonzentrationen. Dazu gehören die Risikoinventur, die Risikostrategie, die Risikotragfähigkeit, das Limitkonzept sowie die Risikoberichterstattung. Der Bereich ist zuständig für die Verbreitung der Risikokultur, das Schaffen eines Risikobewusstseins, die Festlegung von Risikomanagement Richtlinien und Prozessen, die Festlegung des Kontrollrahmenwerkes ("Control Book") sowie die interne Risikoberichterstattung. Ferner unterstützt und berät RQS alle anderen Fachbereiche zum Thema Risikomanagement.
RQS unterteilt sich in die Abteilungen Enterprise Risk Management (ERM), Operational Risk Management (ORM) sowie Information Security (InfoSec) und die Stabsstelle Third Party Risk Management. Der Bereich wird von einem Executive Director geleitet und war bis zum 31.12.2023 dem CEO unterstellt. Zum 1. Januar 2024 wurde das Ressort des Chief Risk Officer (CRO) mit dem Ziel geschaffen, dem Risikomanagement zusätzliches Gewicht zu geben. Seitdem berichtet RQS an den CRO.
Alle übrigen Fachbereiche der PAYONE verantworten die operative Umsetzung der Vorgaben von RQS. Sie setzen die Risikomanagement Richtlinien und Prozesse um, wenden das Kontrollrahmenwerk an, führen Risikobewertungen durch, setzen Maßnahmen der Risikobewältigung um und steuern damit Risiken.
Das Business Continuity Management (BCM) reiht sich als Baustein des Risk Managements der PAYONE in die Abteilung Operational Risk Management ein.
Die PAYONE hängt in hohem Maße von einem effizienten und ununterbrochenen Betrieb von Kernsystemen ab, einschließlich ihrer Computersysteme, Software, Server und Rechenzentren. Für die Erbringung der Dienstleistungen der PAYONE ist es essenziell, dass Transaktionen (meist in Echtzeit) kontinuierlich, sicher und zuverlässig verarbeitet werden. Zudem sind Berichte und die Bereitstellung von Berichten und anderen Informationen über diese Transaktionen zu erstellen - und dies bei sehr hohen Volumen und Verarbeitungsgeschwindigkeiten.
Als führendes Unternehmen im Zahlungsverkehrssektor in Deutschland sowie Österreich und als großer Arbeitgeber, hat die PAYONE die Verantwortung, eine geschäftliche Kontinuität für alle seine Stakeholder zu gewährleisten. Die Geschäftskontinuität konzentriert sich auf die Entwicklung und Sicherstellung der Widerstandsfähigkeit des Unternehmens und den Schutz von Mitarbeitern, Geschäft sowie wichtigen Vermögenswerten und Technologie.
Jedes Versagen bei der Bereitstellung eines ununterbrochenen, effektiven und sicheren Dienstes und oder jedes Leistungsproblems, das zu erheblichen Verarbeitungs- oder Berichtsfehlern führen würde, könnte eine erhebliche negative Auswirkung auf eine potenziell große Anzahl von Nutzern sowie auf den gesamten Geschäftsbetrieb der PAYONE haben.
Um dies zu vermeiden und eine durchgängige Ausfallsicherheit zu gewährleisten, betreibt PAYONE ein umfassendes Business Continuity Management System, das folgende Bereiche abdeckt:
| ― |
Identifizierung von kritischen Geschäftsfunktionen, Interdependenzen und kritischen Ressourcen. |
| ― |
Bewertung der Risiken, die zu Betriebsunterbrechungen führen und Analyse der möglichen Auswirkungen. |
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Entwicklung von Strategien (Notfallkonzepten), die PAYONE in die Lage versetzen, die Wiederherstellung geschäftskritischer Funktionen sicherzustellen. |
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Implementierung von schnellen Abhilfemaßnahmen und Wiederherstellungsmaßnahmen (Notfallpläne). |
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Testen und Üben der implementierten Notfallkonzepte und -pläne. |
| ― |
Aktivierung von Krisenmanagementstrategien und Koordinierung. |
Die PAYONE stellt zudem sicher, dass genügend Ressourcen zugewiesen werden, damit wichtige Aktivitäten stattfinden können und Schlüsselpersonen über die Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um die Geschäftskontinuität sicherzustellen. Ein Aufbau von Ressourcen ist in relevanten Teilbereichen vorgesehen. Hierzu werden Grundlagen zum BCM über Schulungen nähergebracht. Auch im Krisenmanagement arbeitete die PAYONE mit der Worldline Gruppe zusammen, um Ansätze für das Krisenmanagement zu harmonisieren. Insbesondere werden harmonisierte Rahmenwerke in Bezug auf die Benachrichtigungen / Mobilisierung im Krisenfall verwendet. Zur Benachrichtigung verwendet PAYONE ein externes Alarmierungstool, um eine stabile Kommunikation außerhalb der PAOYNE Infrastruktur zu gewährleisten.
Als Teil der 2nd Line hat das BCM die Aufgabe, die 1st Line bei den o.g. Punkten zu unterstützen.
Das Business Continuity Management umfasst im Rahmen des Teilgebietes IT Service Continuity Management (ITSCM) unter anderem auch Redundanzen zwischen Rechenzentren. Die PAYONE betreibt ihre kritischen Systeme in Rechenzentren, die zum Teil durch Schwesterunternehmen der Worldline Gruppe betrieben bzw. gesteuert werden.
Darüber hinaus ist eine regelmäßige Berichterstattung an das Management der PAYONE mit Fokus auf Risiken eingerichtet. Auch ad hoc und jährliche Berichte sind implementiert.
Die PAYONE GmbH verpflichtet sich demnach zu:
| ― |
Serviceverfügbarkeit: Wiederaufnahme von (kritischen) Geschäftsfunktionen und die sie unterstützenden Ressourcen innerhalb eines jeweils festgelegten Zeitrahmens (und gemäß den vertraglich festgelegten Service Vereinbarungen); |
| ― |
Reaktionszeit: Rechtzeitige und wirksame Reaktion auf Katastrophen und Krisen (und gemäß den vertraglich festgelegten Service Level Agreements); |
| ― |
Vertrauen: Sicherstellung des Vertrauens der Kunden in die PAYONE, Störungen zu bewältigen und Schäden am PAYONE-Ruf auf harmonisierte Weise zu verhindern oder zu minimieren; |
| ― |
Compliance: Gewährleistung der Einhaltung von Vorschriften und Anpassung an bewährte Verfahren. |
Die Einhaltung der Verpflichtungen wird durch regelmäßige Kundenbefragung überprüft.
Die Qualität der Produkte, die Sicherheit von Informationen und Daten sowie die Verfügbarkeit der Systeme sind für die PAYONE von existenzieller Bedeutung.
Um diesen hohen Anforderungen bestmöglich gerecht zu werden, hat PAYONE ein Information Security Management System (ISMS) auf Basis der internationalen Norm ISO/IEC 27001 eingeführt und ist nach ISO/IEC 27001 zertifiziert.
Qualität, wie auch die Information Security, bedeuten für PAYONE, die Ansprüche unserer Kunden bei gleichzeitiger Einhaltung unserer festgelegten Sicherheitsstandards unter Beachtung der gesetzlichen und vertraglichen Anforderungen zu erfüllen. Als Betreiber einer kritischen Dienstleistung im Sinne des BSIG ist PAYONE dem Qualitätsanspruch in besonderem Maße verpflichtet.
Die bei der PAYONE verarbeiteten Informationen und Daten werden gemäß der Schutzziele durch ein umfangreiches, mit dem Risikomanagement des Unternehmens abgestimmten Framework geschützt. Die darin enthaltenen technischen und organisatorischen Maßnahmen sind grundsätzlich angemessen, wirtschaftlich sinnvoll und entsprechen dem Stand der Technik. Die einzelnen zu treffenden Maßnahmen lassen sich in Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität und Verfügbarkeit sowie in Verfahren zu deren regelmäßigen Überprüfung, Bewertung und Evaluierung kategorisieren.
Im Themenbereich Informationssicherheit besteht eine Aufteilung in 1st und 2nd Line of Defence Funktionen. Hier ist die Verantwortung für das Management der wesentlichen operationellen Informationssicherheitsrisiken angesiedelt. Der Head of 1st Line Security berichtet direkt an den CTO und in direkter Berichtslinie an den Head of 1st Line Merchant Services der Worldline-Gruppe. Der Associate Director Information Security Office (2nd Line) berichtet an den Executive Director Risk, Quality, Security. Somit wird durch die organisatorische Abgrenzung und Rollenverteilung bei der Überwachung und Steuerung der Information Security den Informationssicherheitsrisiken besondere Bedeutung beigemessen. Rechts- und Compliance-Risiken werden durch den Executive Director Legal & Compliance verantwortet. Er berichtet - ebenso wie der AML-Officer und der Datenschutzbeauftragte - an den CEO.
Als Zahlungsinstitut in Deutschland ist die PAYONE verpflichtet, die Anforderungen der EBA-Leitlinie für Auslagerungen (EBA/GL/219/02 vom 25. Februar 2019) sowie zahlungsdiensteaufsichtliche Anforderungen an die IT von Zahlungs- und E-Geld-Instituten (ZAIT)" (insbesondere Kapitel 9. - Auslagerungen und sonstiger Fremdbezug von IT-Dienstleistungen) umzusetzen.
Dabei ist es für PAYONE unerheblich, ob der Fremdbezug im Konzernverbund oder einer anderen dritten Partei bezogen wird. Für jeglichen Fremdbezug gelten die gleichen Standards, Regeln und Kontrollpflichten. PAYONE darf als reguliertes Institut keine Differenzierung zwischen gruppeninternen und "externen" Dienstleistungsbezügen / Auslagerungen machen. Insbesondere nicht bei den Überwachungs- und Steuerungsprozessen.
Zum Stichtag 31.12.2023 hat die PAYONE 29 wesentliche Auslagerungen sowie 24 nicht-wesentliche Auslagerungen aus dem Auslagerungsmanagement gesteuert.
Die Risikostruktur von PAYONE ist im Wesentlichen geprägt durch Adressenausfall- sowie operationelle Risiken aus der Abwicklung großer Zahlungsvolumina. Als Zahlungsdienstleister und Acquirer ist das Geschäft von PAYONE geprägt von der Abwicklung großer Transaktionsvolumina und der Verwaltung der damit verbundenen Datenmengen im Einklang mit regulatorischen und Scheme-Anforderungen. Dementsprechend stehen IT- und andere operationelle Risiken besonders im Fokus. Darüber hinaus entsteht durch den Transfer von Geldern über die eigenen Konten faktisch ein Adressenausfallrisiko, da im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines Händlers mögliche Rückbelastungen nicht mehr an diesen weitergegeben werden können. Das damit verbundene Exposure ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, wie dem Umsatz, dem Anteil an Vorauszahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen und dem Zeitraum zwischen Zahlung und Leistungserbringung.
Neben dem Adressenausfallrisiko des Händlers existiert zudem u.a. das Adressenausfallrisiko für Forderungen gegenüber Inhabern von Girokarten aus dem Produkt OLV ® -Acquiring. Da sich diese Forderungen aus Einkäufen des täglichen Bedarfs auf monatlich mehrere zehntausende Schuldner beziehen, besteht für diese Form des Adressenausfallrisikos eine sehr hohe Granularität. Lastschrifttransaktionen für das Produkt OLV ® -Acquiring durchlaufen vor ihrer Autorisierung einen komplexen Prüfalgorithmus, dessen Parameter flexibel angepasst werden können, um auf verändertes Einkaufsverhalten reagieren zu können. Eine Überwachung des Prüfalgorithmus erfolgt regelmäßig, jedoch zumindest einmal monatlich. Dabei werden die OLV ® -Autorisierungs- und Rücklastschriftquoten, Beitreibungs- und Rohmargenergebnisse für das Produkt OLV ® -Acquiring händlerindividuell anhand aktueller Statistiken analysiert und sinnvolle Parameteränderungen, beispielsweise für die für einzelne Score Werte freigegebenen Betragsbereiche, angepasst.
Die übrigen, sich aus den bisherigen Risikomanagement-Erfahrungen und Risikoinventuren ergebenden Risiken, bilden die Kategorie der unwesentlichen Risiken. Auch diese Risiken können erhebliche Auswirkung auf die Ergebnishöhe und -volatilität haben und sind somit für das Maximalziel (die Leistung eines signifikanten Beitrags zur Erreichung der geschäftsstrategischen Ziele) des Risikomanagements von Bedeutung.
Die Risikotragfähigkeit bezeichnet den maximalen quantifizierten Schaden (in Euro), der noch absorbiert werden kann, ohne die Erfüllung regulatorischer Kapitalanforderungen, die Liquiditätslage, Verpflichtungen gegenüber Stakeholdern oder die Stabilität operativer Prozesse grundlegend zu gefährden. Die Risikotragfähigkeitsberechnung dient hierbei auch der Quantifizierung der wesentlichen Risiken von PAYONE. Die Risikotragfähigkeit war im Jahresverlauf zu allen Zeitpunkten gegeben.
Grundsätzlich werden im Rahmen der Risikotragfähigkeitsberechnung drei Szenarien betrachtet. Die Einteilung erfolgt dabei in die Szenarien Worst Case, Bad Case und Base Case.
Im Worst Case Szenario wird bezüglich operationeller Risiken unterstellt, dass die volle Summe der Eigenmittelanforderung nach Abschnitt 2 Regelungen für die Eigenmittelberechnung von Zahlungsinstituten § 4 Berechnung Methode B als operationelle Schäden eintreten. Für Adressausfallrisiken wird angenommen, dass der Kunde mit dem höchsten quantifizierten Expected Net Exposure ausfällt. Die gleiche Quantifizierungsmethode wird beim Anleihe-Portfolio angewandt; auch hier wird das Wertpapier mit dem höchsten Emittentenrisiko betrachtet. Da angenommen werden kann, dass zwischen den Ereignissen keine 1:1 Abhängigkeit besteht, diese also nicht zeitgleich zu den maximalen Werten eintreten, wird der maximale Wert (der höhere der beiden Werte) der Ansätze in die Risikotragfähigkeitsberechnung übernommen.
Im Bad Case Szenario werden folgende methodische Ansätze der Risikoquantifizierung angewandt: Für das operationelle Risiko wird ein modifizierter Basisindikator nach Artikel 315 CRR für die Kalkulation herangezogen. Diese Vorgehensweise ist angelehnt an die gängige Quantifizierungsmethode von Kreditinstituten bezüglich operationeller Risiken, die auch zur Unterlegung dieser mit Eigenmitteln herangezogen werden.
Ebenso wird für die Adressenausfallrisiken und Risiken aus dem Anleihen Portfolio das komplette Kundenportfolio nach einem anerkannten bankenaufsichtrechtlichen Ansatz auf dem 95% - Quantil mittels standardisiertem IRB-Ansatz nach Gordy quantifiziert. Dieses Risiko setzt sich aus einem erwarteten und unerwarteten Verlust zusammen. Auch hier gilt der Ansatz, dass beide Ereignisse nicht zeitgleich eintreten werden, weshalb der maximale Wert der beiden Ansätze in die Risikotragfähigkeitsberechnung übernommen wird.
Im Base Case Szenario werden der durchschnittliche Betrag der in den letzten drei Jahren eingetretenen operationellen Schäden (gemäß der Schadensfalldatenbank) und der erwartete Verlust des gesamten Kundenportfolios so wie separat, das Anleihen Portfolio angesetzt. Hier kommen innerhalb der Kalkulation beide Szenarien zur Anwendung und fließen voll in die Risikotragfähigkeit ein.
Bezüglich der Risikovorsorge gilt folgende Vorgehensweise seit 2023:
Basierend auf der in der Gruppe geltenden Vorgaben zur Bildung einer Risikovorsorge auf überfällige Forderungen wird diese wie folgt berechnet:
| ― |
nicht fällige Forderungen 0 %, |
| ― |
1 - 30 Tage überfällige Forderungen 15 %, |
| ― |
31 - 90 Tage überfällige Forderungen 25 %, |
| ― |
91 - 180 Tage überfällige Forderungen 75% |
| ― |
> 180 Tage überfällige Forderungen 100 % |
| ― |
wenn Forderungseintreibung ausgelagert 100 % |
Bezüglich einer Risikovorsorge zu auftretenden Schadensfällen wird eine Wertberichtigung in Abstimmung zwischen dem Fachbereich ORM und Accounting gebildet.
Das Risikotragfähigkeitskonzept befindet sich in Umstellung auf die normative und ökonomische Perspektive.
Die Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse von PAYONE sind darauf ausgerichtet, Risiken frühzeitig zu identifizieren und bei Bedarf geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die eingesetzten Methoden zur Messung, Steuerung und Bewertung aller Risikoarten werden kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig auf die Bedürfnisse von PAYONE und die jeweiligen Marktgegebenheiten angepasst.
Das Unternehmen hat unterschiedliche unabhängige Überwachungsprozesse bzw. Strukturen implementiert, die in ihrer Gesamtheit und ihrem Zusammenwirken ein internes Kontrollsystem bilden:
Die Aufbau- und Ablauforganisation der einzelnen Bereiche von PAYONE sowie die jeweiligen Kontrollpflichten sind im Organigramm, in Richtlinien sowie Arbeits- und Verfahrensanweisungen geregelt. Diese sind allen Mitarbeitern über das Intranet zugänglich.
Darüber hinaus findet ein Risk Control Self-Assessment in sämtlichen Bereichen statt, in denen die bestehenden Kontrollen aufgenommen, auf ihre Effektivität hin bewertet und nötigenfalls angepasst werden.
Die Geschäftsorganisation von PAYONE wird konsequent den Veränderungen des Unternehmens, den regulatorischen Rahmenbedingungen des Marktes und der Risikolage angepasst. Das Risikomanagement von PAYONE bezieht hierbei im Rahmen der Auslagerungssteuerung auch stets zentrale ausgelagerte Bereiche und Prozesse mit ein. Grundsätzlich gilt für die Organisationsstruktur von PAYONE das Prinzip der organisatorischen Trennung der am Markt agierenden Sales-Bereiche von der Risikomanagement-Funktion.
Die Risikoinventur dient der Identifizierung, der Bewertung, der Steuerung und der Überwachung von Risiken. Das betrifft insbesondere solche Risiken, welche aufgrund der Kombination von Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, da sie maßgeblichen Einfluss auf die Liquiditäts-, Vermögens- oder Ertragslage haben können. In der Risikoinventur sind Risikoszenarien beschrieben, bewertet und mit Maßnahmen zur Steuerung versehen.
Zur Unterlegung der nicht mitigierbaren (residualen) Risiken nach den von PAYONE beschlossenen Risikominderungsmaßnahmen muss in ausreichendem Maße Risikodeckungsmasse zur Verfügung stehen. Hierzu ist es erforderlich, dass die PAYONE ihre Risikotragfähigkeit (RTF) ermittelt.
Die Regelberichterstattung erfolgt grundsätzlich über einen weitgehend standardisierten Risikobericht auf Quartalsbasis. Inhalte des Berichts sind die aktuelle Risikolage unter Berücksichtigung aller Risikoarten und aktuelle Erkenntnisse aus der Anwendung der Risikomanagementinstrumente. Der Berichtsteil des Associate Director Information Security Office umfasst eine Einschätzung zu den Sicherheitsrisiken sowie aktuelle Vorfälle bzw. Statusmeldungen zu risikominimierenden Maßnahmen.
Das Risk-, Audit- und Compliance-Committee stellt ein zentrales Steuerungs- und Entscheidungsgremium für sämtliche Risikofragen der Gesellschaft dar. Neben der Geschäftsführung von PAYONE sind auch die Anteilseigner der Worldline PAYONE Holding GmbH in dem Komitee vertreten.
Externe Prüfungen wurden im Berichtszeitraum in unterschiedlichen Bereichen und zu verschiedenen Anforderungen vorgenommen. U. a. wurden im Bereich PCI-DSS Compliance (Payment Card Industry Data Security Standard) und ISO 27001, diverse Prozesse und Systeme durch zertifizierte Dritte auf die Einhaltung von Gesetzen und Regularien geprüft. In diesem Zusammenhang identifizierte Schwachstellen wurden bzw. werden behoben. PAYONE hat 2021 das PCI-DSS Compliance-Zertifikat erhalten.
Neben den wesentlichen Risiken der PAYONE, den operationellen sowie der Adressenausfallrisiken ist die Risikolage der PAYONE GmbH auch im Kontext der volkswirtschaftlichen Rahmensituation zu sehen. Diese wird im Jahr 2023 - und voraussichtlich auch im Jahr 2024 - zunehmend durch nur begrenzt vorhersehbare Ereignisse geprägt. Folgende Ereignisse haben die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich geprägt:
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Fortgesetzter Angriffskrieg Russlands in der Ukraine und die Reaktion der EU mit Sanktionspaketen |
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Anhaltende hohe Inflationsdynamik |
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Erste Anzeichen für Verlagerung von Produktionsstandorten Deutscher Betriebe ins Ausland |
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Eingeschränkte Versorgungssicherheit Deutschlands mit Erdgas und Erdöl |
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Rückläufige Wachstumskennziffern der deutschen Volkswirtschaft und steigende Gefahr einer Rezession |
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Eintrübung des Konsumklimas |
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Anstieg der Insolvenzraten auf 7 Jahres-Höchststände und überschreiten der vor Corona Werte |
Insgesamt ist die volkswirtschaftliche Umgebung und Gesamtsituation von zahlreichen Unwägbarkeiten geprägt, die Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der PAYONE GmbH haben.
Die größten Risikotreiber im Bereich des Adressenausfallrisikos sind für PAYONE in der Reise-, Hotel- und Ticketbranche zu finden. Nachdem in den vergangenen Jahren die Corona-Pandemie hier das bestimmende Thema war, haben sich die Reisegewohnheiten wieder "normalisiert". Insgesamt hat sich der Reise- und Tourismussektor bereits im Jahr 2022 und folgend auch im Jahr 2023 weiter stabilisiert, so dass sich neben steigenden Einnahmen auch die Finanzkraft und somit auch die Bonitäten von Händlern in diesen Branchen stark verbesserten. Im Jahr 2023 wurden vor Corona-Niveaus und teilweise auch Wachstum erreicht und nahm der Druck auf diese Branchen signifikant ab.
Aufgrund des Ukraine-/Russland-Konflikts hat sich eine neue Risikolage entwickelt, die sich auch im Jahr 2023 durch eine hohe Inflation und konkret durch deutlich gestiegene Energiekosten bemerkbar macht. Erhöhte Insolvenzquoten werden nun einerseits vor allem bei energieintensiveren Branchen erwartet, wie bspw. Bäckereien sowie andererseits bei margenschwachen kleinen Hotels und Restaurants. Weiterhin betroffen sind Möbelmärkte und Warenhäuser. Bisher hatte dies keine nennenswerte Auswirkung auf PAYONE in Form von finanziellen Verlusten. Eingetretene Insolvenzen konnten weitgehend ohne Ausfälle abgewickelt werden, was allerdings erhöhte Bearbeitungsaufwände nach sich gezogen hat.
Jedoch belastet das aktuelle inflationäre Umfeld mit steigenden Energiekosten die Wirtschaft im Allgemeinen und bleibt auch im kommenden Jahr eine große Herausforderung. PAYONE hat auch im Jahr 2023 die im Jahr 2022 begonnene Re-Pricing-Initiative fortgesetzt, um die steigenden Kosten auch margenseitig Stück für Stück stabilisieren zu können. Damit wird dem Risiko der Margenaufzehrung durch steigende Kosten entgegengewirkt.
Die realisierten Verluste aus operationellen Risiken für im Jahr 2023 gemeldete Schadensfälle lagen auf Vorjahresniveau. Maßnahmen zu einer erhöhten Robustheit von Prozessen zur Vermeidung operationeller Schäden sind angestrebt.
Im Rahmen des quartalsweise erstellten Risikobericht sowie im Rahmen des Risk, Audit & Compliance Committees wurde regelmäßig die Entwicklung der (un)wesentlichen Risiken dargestellt. Negative Entwicklungen sind sich verändernde Risikoappetite von Settlement Banken für bestimmte Kundensegmente, wodurch eine Auszahlung an diese Händler gefährdet oder nicht mehr möglich wäre. Außerdem besteht das Risiko, dass Geschäftsbanken mit sehr kurzer Vorlaufzeit die Treuhandkonten kündigen, welche u. a. für die Abwicklung von Kredit- und Debitkarten-Zahlungen benötigt werden. Alternative Lösungswege und risikoreduzierende Maßnahmen konnten ergriffen werden.
Das Merchant Risk Management überwacht die Ratingstruktur des Portfolios der Payone. Die untersten Ratingklassen werden auf einer Watchlist berichtet. Für die größten Exposures dieser potenziellen Ausfallrisiken werden risikomindernde Maßnahmen initiiert und nachverfolgt.
Die im Rahmen der Risikoinventur identifizierten Risiken werden (auch im Hinblick auf die Risikotragfähigkeitsberechnung) als tragbar eingeschätzt. Als für PAYONE wesentliche Risiken gelten weiterhin Adressausfallrisiken und operationelle Risiken. Im Rahmen der Risikokapitalallokation werden für diese beiden Risikokategorien die Berechnungen in den drei erwähnten Szenarien "Worst Case", "Bad Case", "Base Case" durchgeführt. Das strategische Risiko sowie das Rechts- und Compliance-Risiko werden in Abgrenzung von den wesentlichen Risiken als unwesentliche Risiken geführt. Für alle Risiken sind Verfahren zur Überwachung, Begrenzung und Reduzierung getroffen. Zusätzlich werden diese Risiken im Rahmen von Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen kontinuierlich beobachtet und bewertet.
Die aufsichtsrechtliche Eigenmittelanforderung der PAYONE GmbH ergibt sich aus §4 der ZIEV (Methode B). Im abgelaufenen Geschäftsjahr standen dem ermittelten Risikokapital zu allen Quartalsstichtagen ausreichend Eigenmittel zur Verfügung. Für die durchgeführte Risikotragfähigkeitsberechnung zum Ende des 4. Quartals 2023 betrug das Risikokapital 32.707.867,18 EUR. Dem standen tatsächliche Eigenmittel von 103.755.437,54 EUR gegenüber.
Als führender Payment-Anbieter in Deutschland und Österreich, haben wir eine Zielformulierung festgelegt, die sich darauf konzentriert, was uns einzigartig macht, wie wir im Markt stehen und wie der Kunde PAYONE erlebt.
Unser übergeordnetes Ziel ist es, eine bekannte Marke mit vertikaler und digitaler Positionierung nachhaltig zu etablieren, die ein Multichannel-Produktportfolio mit individuellen Lösungen und hoher Zuverlässigkeit sowie Best-in-Class-Produkte und -Services im digitalen Zahlungsverkehr bietet. Um die Wertschöpfungskette zu erhöhen, wollen wir ein breites Spektrum an Mehrwertdienstleistungslösungen anbieten.
Mit den Sparkassen als strategischen Partner baut PAYONE sein Vertriebsnetz kontinuierlich aus. Die Serviceführerschaft wird auf einem breiten Know-how, etablierten Kundenbeziehungen und einem effizienten Servicenetz basieren. Ein erhebliches Synergiepotenzial mit Worldline ergibt sich noch aus dem erfolgreichen Abschluss der Integrationsbemühungen der Vergangenheit.
Wir wollen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und das beste Kundenerlebnis bieten und bei konkreten Innovationen führend sein. Wir wollen unseren Marktanteil und die Kundenzufriedenheit von Jahr zu Jahr steigern und Branchenführer in Sachen Sicherheit, Datenschutz und Nachhaltigkeit werden. Wir wollen sicherstellen, dass KMU- und Unternehmenskunden aus vertrieblicher und betrieblicher Sicht angemessen bedient werden, mit einfachen und schnellen Produkten, die ihre aktuellen Bedürfnisse erfüllen und ihr zukünftiges Wachstum ermöglichen.
Das Ziel, der bevorzugte Arbeitgeber zu werden und unsere Top-Talente zu halten, wird eine äußerst wichtige Aufgabe aller Einheiten und insbesondere des Führungsteams sein. PAYONE erhöht kontinuierlich die unternehmerische soziale Verantwortung, befähigt kontinuierliches Lernen und unterstützt die individuelle persönliche Entwicklung der gesamten Belegschaft.
Um aktuellen Trends in der Gesellschaft und Arbeitsumgebungen gerecht zu werden, strebt PAYONE eine ergebnisorientierte Unternehmenskultur mit starken individuellen Leistungen, aber noch stärkerer Teamleistung an. Dabei werden flexible und moderne Arbeitsbedingungen, attraktive Benefits und die Förderung einer guten Work-Life-Balance angeboten.
Der gesellschaftliche und politische Aufstieg populistischer Bewegungen auf beiden Seiten des politischen Spektrums ist eine Sorge, der sich PAYONE aktiv und offen entgegenstellt, um Schäden an der Unternehmenskultur zu verhindern, die durch Toleranz, Respekt, Inklusion und gleiche Rechte geprägt ist. Die Vielfalt der Belegschaft wird als zentraler Erfolgsfaktor und Vorteil verstanden.
Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln ist und bleibt für PAYONE ein wesentliches Grundprinzip der Unternehmensführung. Es ist ein Eckpfeiler unserer Strategie zur kontinuierlichen Steigerung eines Unternehmenswerts, der sich nicht nur monetär ausdrückt. Wir sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit entscheidend für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist, denn sie sichert die Basis, auf der wir unser Geschäft auch zukünftig betreiben. Daher übernehmen wir gemeinsam mit unseren Partnern eine Vorreiterrolle für eine nachhaltige Entwicklung der Paymentbranche in unseren Märkten. Die Verankerung dieser Nachhaltigkeit in unserer Marke und die Sensibilisierung unserer Kunden sind dabei wichtige Prioritäten.
Unseren Wachstumskurs in Deutschland und Österreich haben wir auch im Jahr 2023 in einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld erfolgreich fortgesetzt. Die starke Entwicklung der vergangenen Jahre wollen wir weiter vorantreiben und PAYONE mit nachhaltigem und profitablem Wachstum in die Zukunft führen.
Das Jahr 2024 steht unter dem Ziel "Vereinfachung und Optimierung für die Zukunft". Mit der Einführung des Power24-Programms wird der Schwerpunkt auf die interne Vereinfachung gelegt, die die Agilität und die Konsolidierung der Plattformen vorantreibt. Wir werden zukunftssichere Plattformen schaffen, die unsere Einzelhändler in Zukunft benötigen werden. Eine strenge Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften bildet die Grundlage für Prozessoptimierung, Effizienz und Einfachheit. Durch die Förderung einer Kultur der Transparenz und Verantwortlichkeit. PAYONE ermöglicht nachhaltiges und profitables Wachstum und erlaubt eine effizientere Allokation von Ressourcen für strategische Initiativen. Mit diesen Maßnahmen werden wir unseren Erfolg auch in Zukunft mit soliden finanziellen Wachstumsraten untermauern können.
Diesbezüglich erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Anstieg des Umsatzes im hohen einstelligen Prozentwert im Vergleich zum Vorjahr. Unter der Annahme wachsender Umsätze gehen wir auch von einem leichten Anstieg des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2024 aus.
Frankfurt am Main, 8. Mai 2024
PAYONE GmbH
Ottmar Bloching, Chief Executive Officer
Frank Hartmann, Chief Financial Officer
Roland Schaar, Chief Technical Officer
Dr. Matthias Böcker, Chief Risk Officer
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung zufallenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung beraten und ihre Maßnahmen unter Einschluss der Wahrung der aufsichtsrechtlichen Pflichten überwacht. Die Geschäftsführung hat über die Geschäftsentwicklung, die aktuelle Ertragssituation sowie die Risiken und deren Management regelmäßig wie auch anlassbezogen schriftlich und mündlich berichtet. Ebenso wurde über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit informiert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand im fortlaufenden Kontakt mit der Geschäftsführung. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurde auch außerhalb seiner Sitzungen über alle wesentlichen Angelegenheiten aus Sicht der Gesellschaft Auskunft erteilt.
Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat. Dem Aufsichtsrat gehörten im Jahre 2023 die im Anhang zum Jahresabschluss genannten Mitglieder an. Am 31. März 2023 hatten Ottmar Bloching und Grégory Lambertie ihr Amt als Aufsichtsrat niedergelegt. Daraufhin sind Michael Gievert und Arnaud Schvartz als neue Gesellschaftervertreter und Nachfolger mit Wirkung zum 1. April 2023 in den Aufsichtsrat gewählt worden. Darüber hinaus gab es einen Wechsel im Aufsichtsrat zum 31. Juli / 1. August 2023. Herr Sven Korschinowski wurde als Gesellschaftervertreter und Nachfolger von Herrn Dr. Michael Stollarz in den Aufsichtsrat gewählt.
In der Zeit vom 01. April 2023 bis 31. Juli 2023 übernahm Herr Dr. Michael Stollarz den Aufsichtsratsvorsitz von Herrn Ottmar Bloching. Mit Wirkung zum 1. August 2023 wurde Herr Sven Korschinowski Aufsichtsratsvorsitzender.
Der Aufsichtsrat der PAYONE GmbH war satzungsgemäß nach Maßgabe der Bestimmungen des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat besetzt.
Interessenkonflikte. Im Geschäftsjahr lagen keine Mitteilungen zu Interessenkonflikten der Aufsichtsratsmitglieder vor.
Sitzungen des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2023 haben drei ordentliche Sitzungen (17. Mai, 20. Juli und 17. November 2023) sowie eine außerordentliche Sitzung (04. Mai 2023) des Aufsichtsrats der PAYONE GmbH stattgefunden.
Mit Ausnahme der Aufsichtsratssitzung 20. Juli 2023, bei der Herr Vincent Roland abwesend war, nahmen an allen anderen Sitzungen alle Aufsichtsratsmitglieder teil. Somit war der Aufsichtsrat immer beschlussfähig. Die Aufsichtsräte befassten sich jeweils mit der finanziellen Lage des Unternehmens, wesentlichen Projekten, laufenden juristischen Verfahren, der Einhaltung und den Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie aktuellen Entwicklungen im Zahlungsdienstleistungsmarkt. Darüber hinaus haben sich die Aufsichtsräte insbesondere dem Fortschritt der operativen Integration der PAYONE GmbH in die Prozesse und Strukturen der Unternehmensgruppe der Worldline S.A. sowie der Umsetzung der Unternehmensstrategie gewidmet.
In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 4. Mai 2023 erfolgte ein Austausch zu den durchgeführten Prüfungen der Aufsicht sowie der daraus resultierenden Maßnahmen. Darüber hinaus wurde ein Arbeitskreis innerhalb des Aufsichtsrats aufgesetzt, um die aus den Prüfungen der Aufsicht resultierende Maßnahmen sowie die dafür aufgesetzten Projekte beratend und unterstützend zu begleiten und die Fortschritte zu überwachen. Insgesamt haben sechs Sitzungen des Arbeitskreises im Jahr 2023 stattgefunden.
Jahresabschluss 2023. Grant Thornton AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den von der Geschäftsführung nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) (einschließlich der für Zahlungsinstitute geltenden ergänzenden geschäftszweigspezifischen Rechnungslegungsvorschriften) aufgestellten Jahresabschluss nebst Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung und regulatorischen Anforderungen geprüft und am 10. Mai 2024 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer wurde vom Alleingesellschafter im Wege des Umlaufbeschlusses, unterschrieben am 16. Oktober 2023, bestellt. Der Aufsichtsrat hat den Aufsichtsratsvorsitzenden anschließend ermächtigt, die Prüfung des Jahresabschlusses zu beauftragen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Jahresabschlussunterlagen und den Prüfungsbericht zum Jahresabschluss rechtzeitig erhalten. In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 29. Mai 2024 hat die Geschäftsführung die Unterlagen erläutert. Der Abschlussprüfer hat in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Bilanzierung hinsichtlich der Ausübung von Wahlrechten, Wertansätzen und dergleichen entspricht den strategischen Zielen des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich bei seiner Prüfung im Wesentlichen auf die Berichte des Abschlussprüfers gestützt.
Gewinnverwendungsbeschluss. Nach § 11 Abs. 1 Satz 2 des Gesellschaftsvertrages in der Fassung vom 13. Dezember 2022 hat die Geschäftsführung, nach Eingang des Prüfungsberichts durch den Wirtschaftsprüfer, den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Prüfungsbericht mit einem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der Gesellschafterversammlung vorzulegen. Der Bilanzgewinn wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages zwischen PAYONE GmbH und Worldline PAYONE Holding GmbH vollumfänglich an die Worldline PAYONE Holding GmbH abgeführt. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ergeben sich keine Bedenken gegen den Vorschlag der Geschäftsführung.
Billigung des Jahresabschlusses. Der Aufsichtsrat erklärt, dass er, nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung vom 29. Mai 2024, keine Einwendungen gegen den von der Geschäftsführung aufgestellten und vom Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss einschließlich Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023 erhebt und diesen billigt.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern der Geschäftsführung und allen Mitarbeitern für die im Jahr 2023 gezeigten Anstrengungen und Leistungen.
Frankfurt, den 12. Juni 2024
Für den Aufsichtsrat
der Aufsichtsratsvorsitzende
Sven Korschinowski
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