Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 726822
Vorher
Barrel International GmbHBlaser Finanzholding GmbHL & O Hunting Group GmbH
Eingetragen
3.9.2009
Branche
Herstellung von Waffen und MunitionBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, Handel (einschließlich Im-Export) von Jagd-, Sport- , und Behördenwaffen einschließlich Zubehör (insbesondere Jagd- und Sportausrüstung und optische Geräte) sowie Munition, mechanisch bearbeiteten Holz-, Metal-, und Kunststoffteilen, Werkzeugen, Vorrichtungen und Maschinen sowie artverwandten Artikeln, ferner die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit vorgenannter Aktivitäten. Desweiteren den Erwerb sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen im In- und Ausland sowie die Bündelung, Koordination und die gemeinsame strategische Führung verschiedener Unternehmen, insbesondere von Unternehmen im Bereich Jagd und Sportwaffen einschließlich Zubehör (insbesondere Jagd- und Sportausrüstungen, optischen Geräten sowie Bekleidung) sowie Munition, ferner die Erbringung von Dienstleistungen u.a. an die Gruppenunternehmen im Zusammenhang mit vorgenannten Aktivitäten. Umfasst ist ferner der Erwerb sowie das Halten und Verwalten von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere von Marken und Patenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Mathes
seit 13.9.2021
Prokura
Geschäftsführer
Wiebke Utsch
seit 10.3.2020
Prokura
Jann Ahrenholz
seit 2.1.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
30.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Blaser Group GmbH

Isny im Allgäu

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

INHALTSÜBERSICHT

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022

Konzern-Eigenkapitalspiegel vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Der zusammengefasste Lagebericht fasst den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Blaser Group GmbH zusammen.

Um zu verdeutlichen, welche Angaben sich auf die Obergesellschaft und welche sich auf den Konzern bzw. die Gruppe beziehen, wird im Folgenden für die Obergesellschaft die Bezeichnung "Blaser Group GmbH" verwendet. Für Angaben, welche sich auf die Blaser Group als Konzern beziehen, wird die Bezeichnung "Blaser Group" oder "wir" verwendet.

Die Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Lage und der voraussichtlichen Entwicklung, betrifft, soweit nicht anders vermerkt, die Blaser Group. Kapitel, welche lediglich Informationen zur Blaser Group GmbH enthalten, sind als solche gekennzeichnet. Im Wirtschaftsbericht sind Angaben zum Einzelabschluss für die Blaser Group GmbH in einem eigenen Abschnitt enthalten.

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Blaser Group sieht sich als einer der führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen rund um die Jagd. Die Geschäftstätigkeit der Gruppe umfasst dabei die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb hochwertiger Jagd- und Sportwaffen, Munition sowie optischer Produkte für die Tag- und Nachtjagd. Zudem wird spezielle jagdliche Funktionsbekleidung designt und vertrieben. Ergänzt wird das Portfolio durch hochwertige Freizeitbekleidung und jagdliche Ausrüstung aller Art. Die Dienstleistungen konzentrieren sich auf die Ausrichtung und den Vertrieb professioneller Jagdreisen.

Zur Gruppe gehören die im Jagdwaffengeschäft tätigen Marken Blaser, Mauser, Sauer und Rigby. Das Geschäft mit optischen Produkten wird durch die Marken Minox, Liemke und Blaser erbracht. Jagdreisedienstleistungen werden durch die Marke Blaser Safaris dargestellt.

Die für die Unternehmensgruppe namensgebende Blaser GmbH ist das größte Tochterunternehmen der Blaser Group. Die Gesellschaft hat aufgrund der hohen Innovationskraft weltweit eine starke Marktstellung im gehobenen Segment der Jagdausrüstung. Das Produktportfolio umfasst neben Jagd- und Sportwaffen auch optische Produkte, jagdliche Funktions- und Freizeitbekleidung sowie zwei Private Label Munitionslinien.

Die Mauser Jagdwaffen GmbH vertreibt das weltweit bekannte Baumuster Mauser M 98 und ein Portfolio an modernen Jagdwaffen, welche insbesondere durch Stabilität und Widerstandsfähigkeit überzeugen. Die Marke "Mauser" ist bekannt für solide, zuverlässige Waffentechnik auf dem aktuellen technologischen Stand im markantem Original Mauser-Design.

Die J.P. Sauer & Sohn GmbH ist der älteste Jagdwaffenhersteller Deutschlands. Unter der Marke "Sauer" werden klassische Jagdwaffen vertrieben, die beste Materialien, modernste Technik und die typischen Sauer-Werte Qualität, Präzision und Eleganz auf das Beste vereinen. Das Produktsortiment wird durch entsprechendes Zubehör ergänzt.

John Rigby & Co. Ltd., London, fertigt und vertreibt als Manufakturbetrieb handgefertigte Exklusivwaffen. Dies sind zum einen Repetierbüchsen, welche auf dem Original Mauser 98 System aufbauen und zum anderen die Rigby "Rising Bite", eine zu 100 Prozent in England gefertigte Doppelbüchse im absoluten High-End Bereich.

Unter der bekannten Marke "Minox" wird ein umfangreiches Produktportfolio an Zielfernrohren, Ferngläsern, Spektiven, Rotpunktvisieren und anderen optischen bzw. optomechanischen Produkten wie z.B. Beobachtungskameras, Digicams, Makroskope, Nachtsichtgeräte etc. vertrieben. Der Kundenkreis geht dabei über den angestammten jagdlichen Bereich hinaus und umfasst u.a. auch die Bereiche Nautik und Birding.

Das Produktportfolio der Blaser Group wird durch die Liemke GmbH & Co. KG abgerundet. Diese Gesellschaft vertreibt unter der Marke "Liemke" Wärmebildgeräte und andere Optiken speziell für die Nachtjagd. Die Produkte der Marke "Liemke" werden durch die Tochtergesellschaft Blaser Group Wetzlar GmbH & Co. KG, Wetzlar, entwickelt und produziert.

Die Gruppe bietet durch die Blaser Safaris GmbH zudem exklusive Jagdreisen an und betreibt mit der Blaser Safaris (Pty.) Ltd., Windhoek (Namibia) einen eigenen Safaribetrieb in Afrika.

Die folgenden Tochtergesellschaften, die als verbundene Unternehmen bezeichnet werden, wurden in den Konsolidierungskreis 2022 der Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, einbezogen:

Blaser GmbH, Isny im Allgäu, Deutschland

Mauser Jagdwaffen GmbH, Isny im Allgäu, Deutschland

J. P. Sauer & Sohn GmbH, Isny im Allgäu, Deutschland

John Rigby & Co. Ltd., London, Großbritannien

Minox GmbH Optische und Feinmechanische Werke, Isny im Allgäu, Deutschland

Blaser Safaris GmbH, Isny im Allgäu, Deutschland

Blaser Safaris (Pty) Ltd., Windhoek, Namibia

Blaser Group Wetzlar GmbH & Co. KG, Wetzlar, Deutschland

Blaser Group Gabrovo EOOD, Gabrovo, Bulgarien

Blaser Group ApS, Haslev, Dänemark

Blaser Group SAS, Benfeld, Frankreich

Blaser Group Ltd., Guildford, Großbritannien

Blaser Group S.R.L., Bozen, Italien

Blaser Group AS, Oslo, Norwegen

Blaser Group GmbH, Höfen, Österreich

Blaser Group Kft., Budapest, Ungarn

Blaser USA, Inc., San Antonio, USA

Blaser Group AB, Trelleborg, Schweden

Blaser Outdoor Trading Group SL, Alcalá de Henares, Spanien

L & O Group SA Pty. Ltd., Pretoria, Südafrika

Neben den konsolidierten Tochterunternehmen gehören weitere Gesellschaften und deren Töchter, direkt oder indirekt, zur Blaser Group GmbH, die aufgrund einer geringen operativen Geschäftstätigkeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, und somit nicht konsolidiert werden:

Blaser Group Wetzlar Verwaltungs-GmbH, Wetzlar, Deutschland

Liemke GmbH & Co. KG, Isny im Allgäu, Deutschland

Liemke Verwaltungs GmbH, Isny im Allgäu, Deutschland

VXK Investments Eighteen (Pty.) Ltd., Windhoek, Namibia

VXK Investments Nineteen (Pty.) Ltd., Windhoek, Namibia

Südwest Wildfarm (Pty.) Ltd., Windhoek, Namibia

Rhino Investments Three (Pty.) Ltd., Windhoek, Namibia

The Erora Trust, Windhoek, Namibia

Farm Erora West Investments (Pty.) Ltd., Windhoek, Namibia

Erora Safaris Tours and Marketing (Pty.) Ltd., Windhoek, Namibia

Traditional English Guncases Ltd., Gravesend, Großbritannien

Blaser Kft, Pakod, Ungarn

Überblick über den Geschäftsverlauf

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 | Nachdem die deutsche Wirtschaft das Jahr 2022 mit einem Wachstum zum Vorjahresquartal begonnen hatte, schwächte sich dieses aufgrund des von Russland am 24. Februar 2022 gegen die Ukraine begonnenen Krieges deutlich ab. Im Zuge der zu verhängenden Sanktionen erhöhten sich die Energiepreise erheblich und belasteten die gesamte Wirtschaft substantiell. In der Folge erhöhte sich die Inflation ab März 2022 erheblich und mit geringer Verzögerung begann sich der GfK Konsumklimaindex auf äußerst niedrige Werte zu vermindern. Ab dem 27. Juli 2022 begann die EZB zudem den Leitzins schrittweise von 0,0 Prozent auf 2,5 Prozent zum Jahresende zu erhöhen, mit entsprechend negativen Folgewirkungen für die Investitionstätigkeit und Konsumneigung. Durch diese belastenden Faktoren schrumpfte die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal, so dass für das Gesamtjahr ein preisbereinigtes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von lediglich 1,9 Prozent (Vorjahr 2,6 Prozent) festzustellen war. In Anbetracht der Schwere der vorgenannten Schocks hat sich die deutsche Wirtschaft jedoch als robuster erwiesen, als zunächst von den führenden volkswirtschaftlichen Forschungseinrichtungen erwartet worden war. Insbesondere der Arbeitsmarkt wurde anders als in früheren konjunkturellen Schwächephasen kaum negativ berührt. Die Arbeitslosenquote lag mit 5,3 Prozent im Jahresdurchschnitt sogar unter dem Vorjahreswert von 5,7 Prozent, welcher allerdings zum Teil noch durch die Corona-Restriktionen belastet war. Infolge der demographischen Entwicklung und den veränderten Arbeitsbedingungen einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt erhöhte sich der Mangel an Fachkräften weiter. Die schwache wirtschaftliche Entwicklung brachte insoweit keine Entlastung mit sich.

1 Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Jahreswirtschaftsbericht 2023

Branchenentwicklung

Geschäftsentwicklung der Branche | Die Entwicklung der Geschäftslage der Branche konnte sich den makroökonomischen Vorgaben im Jahr 2022 nicht entziehen. Zu Jahresbeginn zeigte sich eine ungebrochen hohe Nachfrage, welche zum Teil noch den Nachholeffekten nach den Corona-Lockdowns des Vorjahres geschuldet war. Diese Effekte wirkten sich aufgrund der vergleichsweise langen Liefer- und Genehmigungszeiten im Waffengeschäft noch bis zu Beginn des dritten Quartals aus. Die Stimmungslage trübte sich jedoch bereits ab Ende Februar, beginnend in Osteuropa ein, das unmittelbar mit den Folgen des beginnenden Krieges konfrontiert wurde. Direkt belastend wirkten sich der Krieg zudem auf den zivilen Munitionsmarkt aus. Die bereits im vierten Quartal 2021 spürbar gewordenen Engpässe verschärften sich bis hin zum Erliegen der Versorgung bei bestimmten Kalibern bzw. Komponenten.

Die bis Mitte des zweiten Quartals 2022 angespannte Liefersituation entspannte sich infolge der nachlassenden Dynamik in der Folge rasch. Der Handel hatte im Rahmen der Corona-Lockdowns der Vorjahre die Lagerhaltung gezielt reduziert, so dass bis Mitte des Jahres eine Befüllung erfolgte, welche für zusätzliche Produktionsnachfrage sorgte. Dieser Effekt kehrt sich ab dem dritten Quartal um. Mit der rückläufigen Konsumneigung des Endkunden und des Auslaufens der Nachholeffekte stockte der Absatz des Einzelhandels, so dass sich die Lager füllten. In der Folge war der saisontypisch erhöhte Auftragseingang bei Herstellern und Großhändlern im vierten Quartal stark rückläufig. Hohe Rabattgewährung des Einzelhandels zur Reduktion der Lagerbestände, Verweigerung der Abnahme bestellter Ware und teilweise Zahlungsschwierigkeiten waren die Folge. Von der Entwicklung waren alle Preissegmente von "Entry-Level" bis "Premium" betroffen. Die regionalen Unterschiede entsprachen grundsätzlich der generellen Entwicklung des jeweiligen nationalen Marktes.

Die Geschäftsfelder der Optik und Nachtsichttechnik war generell von den vorgenannten Entwicklungen genauso betroffen, jedoch konnten in den schnelllebigen Elektronik-Segmenten richtungsweisende Neuheiten dem Trend etwas entgegenwirken. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine bedingte zudem einen geringeren Marktdruck in Europa seitens fernöstlicher und osteuropäischer Hersteller von Nachtsichttechnik, da große Kontingente von den Kriegsparteien nachgefragt wurden.

Wirtschaftsbericht der Blaser Group

Umsatz- und Auftragseingangszuwächse in allen Bereichen | Die Blaser Group erlöste auf konsolidierter Ebene einen Bruttoumsatz von 194,7 Mio. EUR und somit 27,0 Mio. EUR bzw. 16,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Umsatzwachstum trugen die Business Units Waffe, Optik und Outfits gleichermaßen bei. Maßgeblich für die gute Umsatzentwicklung war die Einführung von Neuprodukten und die Erschließung von Märkten im Ausland durch neue Vertriebstochtergesellschaften. Daneben trug zunächst auch durch die gute konjunkturelle Entwicklung in der Jagdbranche zum Wachstum bei, welche sich im vierten Quartal jedoch umkehrte. Die zu Jahresbeginn sehr positive Entwicklung des Auftragseinganges ging mit dem Stimmungsumschwung nach Beginn des Krieges von Russland gegen die Ukraine langsam zurück und lag ab Mitte des Jahres unter Plan. Zum Jahresende erfolgte eine erneute Trendwende mit wieder deutlich erhöhten Auftragseingangszahlen. Der außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erlöste Anteil am Bruttoumsatz der Blaser Group 2022 belief sich auf 65,4 Prozent nach 63,9 Prozent im Vorjahr. Im Inland wurde dementsprechend noch ein Umsatzanteil von 34,6 Prozent (Vorjahr 36,1 Prozent) erlöst.

Waffen und Waffenkomponenten | Die Business Unit hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich weiterentwickelt und konnte am stärksten von der Umsetzung der Internationalisierungsstrategie profitieren. In allen neu erschlossenen Märkten ist es gelungen die Marken der Blaser Group erfolgreich zu etablieren. Ferner wurde nach der Beendigung der Lock Downs die Messetätigkeit wiederaufgenommen und diese Möglichkeit insbesondere in den neu zu erschließenden Ländern genutzt, um die Marken der Gruppe in den jeweiligen Märkten zu stärken. Trotz der wieder gegebenen Möglichkeit Präsenzveranstaltungen aller Art durchzuführen, wurden die Investitionen in Social Media und Online-Präsenz nicht reduziert, sondern weiter ausgebaut, da die Bedeutung auch in der Jagdbranche weiter zunimmt.

Die Marke Blaser hat mit ihrem bestehenden Portfolio stark von der weiteren Internationalisierung profitiert. Durch die kontinuierliche Steigerung der Performance des bestehenden Produktportfolios ist es gelungen den Premiumanspruch weiter herauszuarbeiten. Der Erfolg der langfristigen Umsetzung dieser Strategie zeigte sich nicht zuletzt in einem überproportionalen Umsatzwachstum der Marke Blaser im Bereich Waffe.

Sauer zeigte im zurückliegenden Geschäftsjahr insgesamt eine schwache Entwicklung, welche sich nicht auf bestimmte Produkte oder Märkte konzentrierte. Die Entwicklung neuer Produkte und Varianten wurde daher weiter vorangetrieben, diese wurden in 2022 jedoch nicht mehr auf den Markt gebracht.

Bei der Marke Mauser erfolgte mangels Einführung neuer Modelle eine weitgehend konstante Entwicklung. In den preissensiblen und wettbewerbsintensiven Volumenmärkten, wie den USA, konnte sich die Marke Mauser nur schwer behaupten. Die Marke profitierte jedoch von der Internationalisierung und war in den traditionellen europäischen Märkten gut positioniert.

Reüssieren konnte erneut die Marke Rigby, die durch eine Vertriebsoffensive das Umsatzvolumen High End Jagdwaffen deutlich ausweiten konnte. Begrenzend wirkten hier erneut die Fertigungskapazitäten am Standort London, so dass sich der Auftragsbestand und die Lieferzeiten weiter erhöhten.

Optik | Die drei Optik Marken der Blaser Group, "Liemke", "Minox" und "Blaser" entwickelten sich in ihren jeweiligen Marktsegmenten unterschiedlich.

Eine gute Entwicklung nahm die Marke Liemke. Hier entspannte sich das schwierige Marktumfeld des Vorjahres, so dass sich der Absatz der Handelsware wieder erhöhte. Maßgeblich war jedoch die gute Entwicklung der selbst entwickelten und produzierten Wärmebildgeräte der Serien "Luchs" und "Keiler". Die Produktionskapazitäten am Standort Wetzlar mussten ausgeweitet werden, um die hohe Nachfrage befriedigen zu können. Der Umsatz der Marke Liemke wuchs in der Folge überproportional.

Bei der Marke Minox konnte der Umsatzrückgang durch die begonnene Restrukturierung gestoppt werden und in einem positiven Marktumfeld wieder leichte Zuwächse verzeichnet werden. Der neu gewonnene Marken-Geschäftsführer begann die Marke neu auszurichten und das gesamte Portfolio neu zu strukturieren. Die Erfolge konnten sich im Geschäftsjahr 2022 noch nicht zeigen.

Mit dem neu eingeführten Zielfernrohr B2 konnte die Marke Blaser im Bereich der optischen Produkte am Markt reüssieren. Daneben entwickelte sich auch das übrige Portfolio an Zielfernrohren positiv, wohingegen die Produktgruppe der Ferngläser erneut das Umsatzziel verfehlte.

Bekleidung | Die Business Unit Bekleidung konnte die erfolgreiche Umsatzentwicklung des Vorjahres fortsetzen. Ursächlich war die konsequente Verfolgung der verabschiedeten Strategie. Die Präsenz in den europäischen Ländern, in welchen die Blaser Group bereits mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten ist, wurde durch eigene Außendienstmitarbeiter erhöht und somit die Märkte für die Blaser Bekleidung erschlossen. Mit den neuen Kollektionen ist es ferner gelungen attraktive Produkte am Markt zu platzieren, die für den Handel zudem ein wettbewerbsfähiges Preis- und Margenmodell darstellen.

Zubehör, Munition, Sonstiges | Infolge des Krieges von Russland gegen die Ukraine kam es zu vermehrten Lieferengpässen, die z.T. bereits im Vorjahr bestanden hatten. Der Umsatz mit Munition stagnierte daher, obwohl die Nachfrage am Markt vorhanden gewesen wäre. Sowohl der Umsatz mit waffengebundenem Zubehör, wie z.B. Zielstöcken oder Gewehrriemen, als auch mit Ausrüstungsgegenständen, wie Rucksäcken, Messern, Taschen etc. entwickelte sich weiterhin positiv.

Auftragseingang | Die Auftragseingangslage war in 2022 durch das Vorjahr geprägt, da es hier Ende Dezember zu einer deutlichen Spitze gekommen war, die erst im Berichtsjahr wirksam wurde. Die Auftragseingangsentwicklung war dementsprechend im ersten Quartal weiterhin hoch und flachte sich im weiteren Jahresverlauf zusehend ab. Erst zum Jahresende stellte sich eine Trendwende mit wieder deutlich über die übliche Saisonalität hinausgehenden Auftragseingängen ein. Im Geschäftsjahr 2022 konnte die Blaser Group somit einen konsolidierten Auftragseingang von 184,5 Mio. EUR verzeichnen (Vorjahr: 212,3 Mio. EUR).

Auftragsbestand zum Vorjahr leicht gesunken | Infolge der verminderten Auftragseingänge verminderte sich der konsolidierte Auftragsbestand per 31. Dezember 2022 auf 90,1 Mio. EUR (Vorjahr: 102,0 Mio. EUR). Dies entspricht einer mittleren Reichweite von rund 6,6 Monaten.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage | Das Ergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2022 insgesamt erneut verbessert werden. Das operative Ergebnis beläuft sich auf rund 37,2 Mio. EUR (Vorjahr 29,0 Mio. EUR). Zur Steigerung des Ergebnisses hat maßgeblich die Internationalisierung und die damit verbundene Margenrealisierung beigetragen, ferner wirkte sich die Realisierung von Effizienzgewinnen aus Einsparungen entlang der gesamten Supply Chain positiv aus, sowie die fortgesetzte Zentralisierung von Aufgaben unter dem Dach der Blaser Group GmbH.

Die am operativen Ergebnis gemessene Umsatzrendite lag im Geschäftsjahr 2022 bei 19,1 Prozent nach 17,3 Prozent im Vorjahr.

Das neutrale Ergebnis beläuft sich auf 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) und ist nicht mehr durch Restrukturierungsaufwendungen belastet. Maßgeblich sind Bewertungseffekte aus der Währungsumrechnung, die zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von 1,1 Mio. EUR führen (Vorjahr: +1,0 Mio. EUR). Die Währungseffekte entstehen im Wesentlichen aus Anlagen in namibischen und US-Dollar sowie dem britischen Pfund. Ferner waren Wertberichtigungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von rund 1,2 Mio. EUR sowie auf ausgereichte Darlehen in Höhe von 0,8 Mio. EUR vorzunehmen.

Die Blaser Group weist für das Geschäftsjahr 2022, unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses von 3,6 Mio. EUR, ein konsolidiertes Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 33,6 Mio. EUR (Vorjahr: 30,0 Mio. EUR) aus.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf -1,4 Mio. EUR (Vorjahr: -1,4 Mio. EUR). Mithin beträgt das Ergebnis vor Steuern (EBT) 32,2 Mio. EUR (Vorjahr: 28,6 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen beträgt der Konzernjahresüberschuss 25,0 Mio. EUR (Vorjahr: 20,5 Mio. EUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur | Die konsolidierte Bilanzsumme der Blaser Group belief sich per 31.12.2022 auf 208,0 Mio. EUR (Vorjahr: 170,9 Mio. EUR).

Nur unwesentlich erhöhte sich das Anlagevermögen auf 55,6 Mio. EUR (Vorjahr: 55,3 Mio. EUR). Ursächlich sind die Investitionen übersteigende Abschreibungen auf das immaterielle Anlagevermögen, welches sich um rund 1,4 Mio. EUR vermindert. Dementgegen erhöhte sich das Vorratsvermögen deutlich auf 106,0 Mio. EUR (Vorjahr: 84,1 Mio. EUR). Der Aufbau erfolgte im Gefolge der Internationalisierung insbesondere bei den Vertriebstochtergesellschaften, die sich aufgrund der jeweiligen Expansion ihrer Geschäftsbetriebe mit zusätzlichem Warenbestand ausstatteten. Ferner erhöht sich infolge der Internationalisierung auch der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen auf 26,6 Mio. EUR (Vorjahr: 19,2 Mio. EUR). Neben der Expansion des Geschäftes sind hier die im Ausland zum Teil deutlich längeren Zahlungsziele als Ursache für die Erhöhung zu nennen. Keine nennenswerte Veränderung ergibt sich bei den liquiden Mittel, welche sich zum Bilanzstichtag auf 8,4 Mio. EUR belaufen (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR).

Bei den Passiva wurden die Rückstellungen auf 24,1 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 14,0 Mio. EUR). Im Einzelnen stellen sich diese wie folgt dar: Die Steuerrückstellungen betragen 13,2 Mio. EUR, die personalbezogenen Rückstellungen 4,0 Mio. EUR, die Gewährleistungsrückstellungen betragen 2,1 Mio. EUR und die sonstigen Rückstellungen summieren sich auf 4,6 Mio. EUR. Keine nennenswerte Erhöhung erfolgte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11,7 Mio. EUR (Vorjahr: 11,2 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhen sich um rund 2,0 Mio. EUR auf 46,8 Mio. EUR (Vorjahr: 44,8 Mio. EUR). Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern vermindern sich um 4,0 Mio. EUR auf 10,0 Mio. EUR.

Das bilanzielle Eigenkapital der Blaser Group beträgt auf konsolidierter Basis zum Stichtag 99,2 Mio. EUR (Vorjahr: 74,5 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beläuft sich somit auf 47,6 Prozent (Vorjahr: 43,6 Prozent). Unter Berücksichtigung der gewährten nachrangigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 10,0 Mio. EUR weist die Blaser Group zum Stichtag ein wirtschaftliches Eigenkapital von 109,2 Mio. EUR aus. Dies entspricht einer Quote von 52,5 Prozent.

Finanzlage | Die Finanzpolitik hat zum Ziel jederzeit Liquidität der Gruppe sicherzustellen und in zweiter Linie die dafür erforderlichen Kapitalkosten zu optimieren. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf 14,5 Mio. EUR. Zu einer Mittelbindung führte der Aufbau des Working Capital. Das Net Working Capital erhöhte sich um 26,0 Mio. EUR, die insbesondere auf die Erhöhung des Vorratsvermögens um 21,9 Mio. EUR sowie die Erhöhung des Forderungsbestandes um 7,4 Mio. EUR zurückzuführen ist. Demgegenüber steht die Erhöhung der Rückstellungen um 10,2 Mio. EUR.

Mit der Investitionstätigkeit ist ein Mittelabfluss in Höhe von 12,0 Mio. EUR verbunden (Vorjahr: 9,6 Mio. EUR). Dieser resultiert aus Investitionen in das Sachanlagevermögen (8,6 Mio. EUR) sowie aus Investitionen in Eigenentwicklungen, in Form von Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (1,8 Mio. EUR). Investitionen in das Finanzanlagevermögen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 0,15 Mio. EUR getätigt. Den Investitionen stehen Zuflüsse aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens von insgesamt 0,1 Mio. EUR gegenüber.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit führt im Geschäftsjahr 2022 zu einem Mittelabfluss von 4,0 Mio. EUR. Die Tilgung langfristiger Bankverbindlichkeiten beläuft sich auf 1,0 Mio. EUR.

Zum Bilanzstichtag verminderte sich der Bestand an liquiden Mitteln um 0,2 Mio. EUR. Die Blaser Group ist jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

Investitionen

Investitionen | Im Geschäftsjahr 2022 hat die Blaser Group 12,0 Mio. EUR investiert (Vorjahr: 11,1 Mio. EUR). Die Investitionen in Maschinen und Anlagen belaufen sich auf 4,7 Mio. EUR. Des Weiteren wurden 1,8 Mio. EUR in immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Für die Beschaffung von Büro- und Geschäftsausstattungen sowie Softwarelizenzen wurden 5,0 Mio. EUR aufgewendet. Investitionen in Beteiligungen wurden in Höhe von 0,15 Mio. EUR getätigt.

Den Investitionen standen im Berichtsjahr Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens von insgesamt 10,1 Mio. EUR (Vorjahr: 9,3 Mio. EUR) gegenüber.

Forschung und Entwicklung

Grundlage für das weitere Wachstum und die dauerhafte Ertragskraft der Blaser Group stellt die fortwährende Innovationsfähigkeit dar. Erklärtes Ziel ist es daher im Bereich der Jagdtechnik dauerhaft eine technologisch führende Position einzunehmen. Dies wird bislang durch die Bereitstellung entsprechender Mittel für die Forschung und Entwicklung erreicht, indem eine Vielzahl an innovativen Produkten zur Serienreife entwickelt und erfolgreich am Markt platziert wurden. Der Anspruch begrenzt sich dabei nicht auf die originäre Jagdwaffentechnik. Ziel ist es als Gruppe vollständige, integrative Lösungen zu entwickeln, welche optische Techniken für die Tag- und Nachtjagd einschließt und damit für den Kunden einen echten Mehrwert bietet.

Zur Sicherstellung der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit wurden im Geschäftsjahr 2022 über 40 Forschungs- und Entwicklungsprojekte verfolgt. Die Entwicklungsaufwendungen belaufen sich auf 3,7 Prozent der Umsatzerlöse. Die Aktivierungsquote liegt bei 23,7 Prozent und damit 4,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau (27,7 Prozent). Die Abschreibungen im abgelaufenen Geschäftsjahr belaufen sich auf 1,8 Mio. EUR.

In den Bereichen Entwicklung, Projektmanagement und Prototypenbau der Entwicklung und Erprobung von neuen Jagdwaffenmodellen, einschließlich des Baus von Prototypen, waren in 2022 durchschnittlich rund 32 Mitarbeiter beschäftigt.

Soweit es wirtschaftlich sinnvoll ist, werden die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse durch technische Schutzrechte (Patente und Gebrauchsmuster) bzw. im Designbereich durch Geschmacksmuster geschützt. Insgesamt umfasst das Patentportfolio über 50 Patentfamilien.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden die Entwicklung der Umsatzerlöse, das EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern) sowie das EBT (Jahresergebnis vor Steuern) verwendet.

Die wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren stellen die Personal- und und Umweltbelange dar.

Personal

Personalbestand | Die Blaser Group beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 inklusive Leiharbeiter durchschnittlich 1.033 Mitarbeiter. Ohne Leiharbeit ergibt sich ein durchschnittlicher Personalbestand von 989 Mitarbeitern. Dies entspricht zum Vorjahr einem Aufbau von 50 Mitarbeitern (inklusive Leiharbeiter). Der Aufbau erfolgte aufgrund der Strategie der Internationalisierung insbesondere bei den Vertriebsgesellschaften der Gruppe im Ausland.

Personalaufwand gestiegen | Der Personalaufwand für die im Konzern fest beschäftigten Mitarbeiter einschließlich sozialer Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung und für Leiharbeiter beläuft sich im Berichtsjahr auf 55,4 Mio. EUR (Vorjahr: 48,5 Mio. EUR). Eine Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld erfolgte, anders als im Vorjahr nicht. Die Aufwendungen für Leiharbeit belaufen sich im Berichtsjahr auf 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR).

In Relation zum Nettoumsatz beträgt die Personalaufwandsquote 28,5 Prozent (Vorjahr: 28,9 Prozent). Der Umsatz je Mitarbeiter (Anzahl Stammbelegschaft ohne Auszubildende und geringfügig Beschäftigte im Jahresdurchschnitt) lag bei 203 TEUR (Vorjahr: 201 TEUR).

Umwelt

Als Jäger, Naturschützer und Outdoor-Enthusiasten fühlen wir uns Flora und Fauna besonders verbunden und der bewusste Umgang mit der Ressource Natur hat für uns Tradition. Deshalb übernimmt die Blaser Group Verantwortung für die Natur und die darin lebenden Wildtiere. Das Thema Nachhaltigkeit ist Teil der Unternehmens-DNA und wird kontinuierlich sinnvoll weiterentwickelt.

Für die Blaser Group, deren Kunden stets in der Natur unterwegs sind, ist es nur konsequent, im Rahmen des wirtschaftlichen Handelns auch Verantwortung für den CO 2 -Ausstoß zu übernehmen. Durch den Ausgleich der unvermeidbaren CO 2 -Emissionen, welche trotz modernsten Produktionsmethoden und einem effizienten Ressourceneinsatz entstehen, mit entsprechenden Klimaschutzzertifikaten, wirtschaftet die Blaser Group über alle Marken und Standorte hinweg weltweit CO 2 -neutral.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage der Blaser Group

Die Blaser Group konnte auf konsolidierter Ebene die Umsatz- und Ertragsziele auf allen Feldern übertreffen. Maßgeblich für die überplanmäßige Entwicklung waren die Umsatzzuwächse durch die Vertriebsgesellschaften im Ausland, die Einführung neuer Produkte und die Realisierung von Effizienzgewinnen. Weitergehende Informationen zur Entwicklung der einzelnen Business Units wurden im vorangegangenen Abschnitt "Wirtschaftsbericht der Blaser Group" dargelegt.

Wirtschaftsbericht der Blaser Group GmbH

Die Blaser Group GmbH mit Sitz in Isny im Allgäu, Deutschland, ist das Mutterunternehmen des 33 Unternehmen umfassenden Konzerns Blaser Group. Sie übt die Holdingfunktion für den Blaser-Konzern aus, erbringt sogenannte Shared-Service-Funktionen für die Gesellschaften des Konzerns und beschäftigt die meisten der in Deutschland tätigen Forschungs- und Entwicklungsmitarbeiter.

Als Obergesellschaft erzielt die Blaser Group GmbH ihre Umsatzerlöse aus der Faktura des Direktvertriebs der Markengesellschaften Blaser GmbH, J.P. Sauer & Sohn GmbH, Mauser Jagdwaffen GmbH und Minox GmbH in den Segmenten Waffen und Waffenkomponenten, Optik, Bekleidung sowie Zubehör, Munition und Sonstiges. Ferner erlöst die Blaser Group GmbH Umsätze aus der konzerninternen Faktura von fertigen Erzeugnissen an die Vertriebsgesellschaften sowie aus der Erbringung zahlreicher konzerninterner Shared-Service-Leistungen.

Die Blaser Group GmbH trägt den überwiegenden Teil der konzernweiten Forschungs- und Entwicklungskosten.

Die Erstellung des Jahresabschlusses der Blaser Group GmbH erfolgt nach den Bilanzierungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und dem deutschen GmbH-Gesetz. Der vollständige, mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Blaser Group GmbH wird beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und veröffentlicht.

Umsatz- und Auftragseingangszuwächse in allen Bereichen | Die Blaser Group GmbH erlöste einen Bruttoumsatz von 182,4 Mio. EUR und somit 40,4 Mio. EUR mehr als im Vorjahr. Zum Umsatzwachstum trugen die Business Units Waffe, Optik und Outfits gleichermaßen bei. Maßgeblich für die gute Umsatzentwicklung war die Einführung von Neuprodukten und die Erschließung von Märkten im Ausland durch neue Vertriebstochtergesellschaften, welche von der Blaser Group GmbH beliefert werden. Daneben trug zunächst auch durch die gute konjunkturelle Entwicklung in der Jagdbranche zum Wachstum bei, welche sich im vierte Quartal jedoch umkehrte. Die zu Jahresbeginn sehr positive Entwicklung des Auftragseinganges ging mit dem Stimmungsumschwung nach Beginn des Krieges von Russland gegen die Ukraine langsam zurück und lag ab Mitte des Jahres unter Plan. Zum Jahresende erfolgte eine erneute Trendwende mit wieder deutlich erhöhten Auftragseingangszahlen. Bezüglich der Entwicklung der einzelnen Business Units wird auf die entsprechenden Ausführungen bei der Blaser Group (Konzern) verwiesen.

Auftragseingang und Auftragsbestand | Auftragseingänge und -bestände werden im Innenverhältnis bei der Blaser Group GmbH nicht erfasst, da nur interne Geschäftspartner innerhalb der Blaser Group beliefert werden.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage | Das operative Ergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf rund 34,8 Mio. EUR (Vorjahr: 16,1 Mio. EUR). Zur Steigerung des Ergebnisses haben Skaleneffekte infolge des deutlichen höheren Umsatzes beigetragen, zudem wirkte sich die Realisierung von Effizienzgewinnen aus Einsparungen entlang der gesamten Supply Chain positiv aus, sowie die fortgesetzte Zentralisierung von Aufgaben unter dem Dach der Blaser Group GmbH. Die Umsatzrendite beträgt im Berichtsjahr 20,6 Prozent, nach 12,2 Prozent im Vorjahr.

Das neutrale Ergebnis beläuft sich auf 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,9 Mio. EUR) und ist nicht mehr durch Restrukturierungsaufwendungen belastet. Maßgeblich sind Bewertungseffekte aus der Währungsumrechnung, die zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von 1,0 Mio. EUR führen (Vorjahr: +0,9 Mio. EUR). Die Währungseffekte entstehen im Wesentlichen aus Anlagen in namibischen und US-Dollar sowie dem britischen Pfund. Ferner waren Wertberichtigungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von rund 1,2 Mio. EUR sowie auf ausgereichte Darlehen in Höhe von 0,8 Mio. EUR vorzunehmen.

Die Blaser Group GmbH weist für das Geschäftsjahr 2022, unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses von 3,5 Mio. EUR, ein konsolidiertes Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 31,3 Mio. EUR (Vorjahr: 18,0 Mio. EUR) aus.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 11,5 Mio. EUR). Mithin beträgt das Ergebnis vor Steuern (EBT) 33,6 Mio. EUR (Vorjahr: 29,6 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen beträgt der Jahresüberschuss 27,1 Mio. EUR (Vorjahr: 21,5 Mio. EUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur | Die Bilanzsumme der Blaser Group GmbH belief sich per 31.12.2022 auf 235,3 Mio. EUR (Vorjahr: 204,0 Mio. EUR).

Das Anlagevermögen erhöht sich durch die getätigten Investitionen auf 87,7 Mio. EUR (Vorjahr: 75,2 Mio. EUR). Dementgegen erhöhte sich das Vorratsvermögen auf 60,5 Mio. EUR (Vorjahr: 53,1 Mio. EUR). Ferner erhöht sich infolge der Internationalisierung auch der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen auf 80,0 Mio. EUR (Vorjahr: 71,8 Mio. EUR). Neben der Expansion des Geschäftes sind hier die im Ausland z.T. deutlich längeren Zahlungsziele als Ursache für die Erhöhung zu nennen. Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 3,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,9 Mio. EUR).

Bei den Passiva wurden die Rückstellungen auf 20,3 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 11,7 Mio. EUR). Eine leichte Verminderung erfolgte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhen sich um rund 2,1 Mio. EUR auf 46,9 Mio. EUR (Vorjahr: 44,8 Mio. EUR). Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern vermindern sich um 4,0 Mio. EUR auf 10,0 Mio. EUR.

Das bilanzielle Eigenkapital der Blaser Group GmbH beläuft sich zum Stichtag auf 125,6 Mio. EUR (Vorjahr: 98,7 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beläuft sich somit auf 53,3 Prozent (Vorjahr: 48,4 Prozent).

Finanzlage | Die Finanzpolitik hat zum Ziel jederzeit Liquidität der Gruppe sicherzustellen und in zweiter Linie die dafür erforderlichen Kapitalkosten zu optimieren. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf 23,3 Mio. EUR. Zu einer Mittelbindung führte der Aufbau des Working Capital. Das Net Working Capital erhöhte sich um 19,3 Mio. EUR, die insbesondere auf die Erhöhung des Vorratsvermögens um 7,5 Mio. EUR sowie die Erhöhung des Forderungsbestandes um 8,2 Mio. EUR zurückzuführen ist. Demgegenüber steht die Erhöhung der Rückstellungen um 8,6 Mio. EUR.

Mit der Investitionstätigkeit ist ein Mittelabfluss in Höhe von 18,9 Mio. EUR verbunden (Vorjahr: 8,4 Mio. EUR). Dieser resultiert aus Investitionen in das Sachanlagevermögen (6,9 Mio. EUR) sowie aus Investitionen in Eigenentwicklungen (1,7 Mio. EUR) und in Form von Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (10,1 Mio. EUR). Investitionen in das Finanzanlagevermögen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 0,1 Mio. EUR getätigt. Den Investitionen stehen Zuflüsse aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens von insgesamt 0,6 Mio. EUR gegenüber.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit führt im Geschäftsjahr 2022 zu einem Mittelabfluss von 18,9 Mio. EUR. Die Tilgung langfristiger Bankverbindlichkeiten beläuft sich auf 1,0 Mio. EUR.

Zum Bilanzstichtag erhöht sich der Bestand an liquiden Mitteln um 1,4 Mio. EUR. Die Blaser Group GmbH ist jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage der Blaser Group GmbH

Die Blaser Group GmbH konnte die Umsatz- und Ertragsziele auf allen Feldern übertreffen. Maßgeblich für die überplanmäßige Entwicklung waren die Umsatzzuwächse durch die Vertriebsgesellschaften im Ausland, die Einführung neuer Produkte und die Realisierung von Effizienzgewinnen. Weitergehende Informationen werden zur Entwicklung der einzelnen Business Units werden im vorangegangenen Abschnitt "Wirtschaftsbericht der Blaser Group GmbH" dargelegt.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden | Primäres Ziel der Geschäftspolitik der Blaser Group ist es, unter den Prämissen einer nachhaltigen Umwelt-, Sozial- und Governancepolitik, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Hierzu werden mittel- und langfristige strategische und finanzielle Ziele definiert. Die Gruppe betreibt im Rahmen dessen ein aktives Risikomanagement, bei welchem verschiedene Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumente für die frühzeitige Erkennung, Bewertung und Begrenzung von Risiken genutzt werden. Die monatliche detaillierte Berichterstattung informiert die Geschäftsführung sowie die Führungskräfte über den Status der Geschäftsentwicklung und macht mit Hilfe von Frühwarnindikatoren auf mögliche wesentliche Veränderungen aufmerksam.

Geschäftsrisiken | Die Blaser Group ist typischen Preisänderungs-, Produkthaftungs-, und Forderungsausfallrisiken ausgesetzt. Diese können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gruppe versucht diesen Risiken soweit wie möglich entgegenzuwirken. Im Produktionsbereich werden hohe technische Standards vorgehalten, Produktbeobachtungen durchgeführt und eine vorbeugende Instandhaltung praktiziert. Um etwaige, existenzgefährdende Schäden, Betriebsunterbrechungen bzw. damit einhergehende Produktionsausfälle aus gleich welchem Grund, sowie andere denkbare Schadensfälle und Haftungsrisiken auszuschließen, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Es erfolgt eine jährliche Prüfung und Anpassung des gebotenen Versicherungsumfanges. Weitere Risiken, welche jedoch nur sehr schwer einzuschätzen sind, ergeben sich aus möglichen Klagen gegen Waffenhersteller, insbesondere in den USA, sowie einer verschärften Gesetzgebung sowohl für Waffenbesitzer als auch für die Waffenindustrie. Hinzu kommen politische Risiken wie aktuell aus dem Krieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine. Die sich hieraus ergebenden Risiken für Absatzmärkt einerseits und das Angebot und die Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs, und Betriebsstoffen andererseits, wird laufend beobachtet, um möglichst frühzeitig Maßnahmen zur Minderung möglicher negativer Folgen einleiten zu können. Ursachen können u.a. mögliche Einschränkungen in den Lieferketten und/oder der Industrieproduktion in bestimmten Regionen sowie die Schließung von Absatzmärkten sein. Unabhängig von der vorgenannten Problemstellung besteht für die Blaser Group als Waffenexporteur ein grundsätzliches Risiko, dass Ausfuhrgenehmigungen aus tagesaktuellen politischen Gründen für bestimmte Staaten nicht oder erst nach sehr langer Genehmigungszeit erteilt werden. Da die Bundesrepublik Deutschland den Vertrieb von Waffen in die Russische Föderation bereits 2014 weitgehend sanktioniert hat, ergeben sich aus den umfangreichen Sanktionen, welche im Berichtjahr erlassen wurden für die Blaser Group jedoch keine weiteren Risiken. Die Gesellschaften mit Sitz im südlichen Afrika sind den typischen länderspezifischen Risiken ausgesetzt. Hinzuweisen ist insbesondere auf politische Risiken aufgrund einer etwaigen Landreform in Namibia hin. Das betriebliche Gesundheitsmanagement wurde im Rahmen der Covid-Pandemie weiterentwickelt und wird auf dem erreichten Stand gehalten, mit dem Ziel die gesundheitlichen Risiken zu minimieren und folglich die Verfügbarkeit der Mitarbeiter dauerhaft auf einem möglichst hohen Niveau zu halten.

Vertriebsrisiken | Die Vertriebsrisiken, welchen die Blaser Group im Vorjahr infolge der von vielen Staaten angeordneten Lock Downs zur Eindämmung der Covid-Pandemie ausgesetzt war, haben sich im Geschäftsjahr 2022 infolge der Aufhebung der Maßnahmen im Wesentlichen erübrigt. In Dänemark realisierte sich unterdessen ein Vertriebsrisiko, da die dortige Einführung eines digitalen Waffenregisters durch den dänischen Staat technisch scheiterte. Infolgedessen konnte der dortige Einzelhandel über Monate keine Waffen an Endkunden verkaufen, bis das technische Problem durch die staatlichen Behörden beseitigt war. Die Blaser Group unterhält eine eigene Fachabteilung zur Führung des digitalen Waffenregisters und steht in engem Austausch mit den stattlichen Aufsichtsbehörden. Risiken, welche sich aus der Einführung oder Änderung der Standards ergeben, werden durch die Vorhaltung der personellen Ressourcen und die stetige Weiterentwicklung des Systems soweit möglich reduziert.

Währungsrisiko | Bedingt durch die steigende Volatilität an den Finanzmärkten steigt die Bedeutung der Währungsrisiken für den Konzernabschluss der Blaser Group. Im Bereich der liquiden Mittel erfolgt über die Finanzabteilung eine Steuerung der Fremdwährungsbestände mit der Strategie, die Wertschwankungen zu reduzieren. Auf Basis einer rollierenden Quartalsbetrachtung werden Derivate für Einkaufsgeschäfte in USD zur Kurssicherung eingesetzt, die in Verbindung mit den Grundgeschäften zu Hedges zusammengefasst werden. Darüber hinaus nutzt die Blaser Group Natural Hedges in USD (sich aufhebende Effekte von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung).

Liquiditätsrisiken | Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, weil die Gesellschaft nicht über ausreichend Zahlungsmittel verfügt. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist die gegebene Finanzplanung. Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt zentral über die Finanzabteilung. Innerhalb von Deutschland wird über ein zentrales Cash-Pooling ein täglicher Übertrag überschüssiger liquider Mittel auf die Blaser Group GmbH vorgenommen, Cash-Bedarfe werden ebenfalls ausgeglichen. Mit den internationalen Vertriebsgesellschaften erfolgt die Liquiditätsdisposition über die Ausgabe kurzfristiger Darlehen. Überschüsse werden zur Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens verwendet, um hierdurch den Zinsaufwand für Fremdkapital zu minimieren. Als Liquiditätsreserve verfügt die Blaser Group GmbH über eine frei verfügbare Betriebsmittellinie im Rahmen des bestehenden Konsortialvertrages in Höhe von 50,0 Mio. EUR, welche zum Bilanzstichtag im Umfang von 33,9 Mio. EUR in Anspruch genommen ist. Sowohl am Bilanzstichtag, als auch während des gesamten Berichtsjahres wurden die im Konsortialvertrag vereinbarten Covenants eingehalten.

Personalrisiken I Die Blaser Group hat einen kontinuierlichen Bedarf an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Eine nicht ausreichende Besetzung offener Stellen oder das Fehlen einer langfristigen Bindung von qualifizierten Mitarbeitern könnte die künftige Entwicklung des Konzerns beeinträchtigen. Aus diesem Grund wird versucht durch gezielte Rekrutierung qualifizierter Fach- und Führungskräfte und einer frühzeitigen Nachfolgeplanung die Personalrisiken weitgehend zu reduzieren.

IT-Risiken I Infolge des hohen Vernetzungsgrades innerhalb der weltweiten Wertschöpfungsketten ist die Blaser Group in hohem Maße von der eingesetzten Informationstechnologie abhängig. Es bestehen Risiken durch unbefugten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme infolge von Störungen. Den Risiken begegnet die Gruppe durch umfangreiche Maßnahmen wie den Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen, restriktiver Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme, eine redundante Auslegung der IT-Infrastruktur und insbesondere eine stets Schulung und Sensibilisierung aller Mitarbeiter.

Unternehmerische Chancen | Die Umsätze und Erträge weiter zu steigern ist erklärtes Unternehmensziel der Blaser Group. Hierzu wird u.a. die Internationalisierung permanent weiter vorangetrieben. Durch die bestehenden Branchenkontakte werden Märkte, in welchen noch keine Präsenz besteht erschlossen. In bestehenden Märkten, in welchen das Marktpotenzial noch nicht ausgeschöpft ist, wird über eine verstärkte Kooperation mit Vertriebspartnern bzw. durch die Gründung eigener Vertriebsgesellschaften versucht zusätzliches Umsatzpotential zu erschließen.

Darüber hinaus sind Produktinnovationen von entscheidender Bedeutung. Die Produktpalette wird hierzu durch den andauernden Produktinnovationsprozess stets auf dem aktuellen Stand gehalten, um so die Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft sicherstellen zu können. Aus diesem Grund werden in allen Geschäftsbereichen regelmäßig neue, innovative Produkte am Markt platziert.

Die Geschäftsführung der Blaser Group sieht sich insgesamt gut gerüstet, die oben beschriebenen Chancen wahrzunehmen und die Position im Wettbewerb weiter ausbauen zu können.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken | Insgesamt sind die Risiken der Unternehmensgruppe beherrschbar. Hinsichtlich der vorstehend erläuterten Risiken und deren möglicher Eintrittswahrscheinlichkeiten werden nach aktuellem Wissensstand keine einzelnen oder kumulierten Risiken erwartet, welche die Unternehmensfortführung gefährden. Bei der Beurteilung der Chancen- und Risiken sieht die Geschäftsführung neben dem Krieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine insbesondere den Kaufkraftverlust infolge der Inflation im Euroraum als wesentlichen Faktor, welcher die Geschäftsentwicklung in 2023 belasten kann.

Prognosebericht

Prognose der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2 | Das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum ist im ersten Quartal erneut leicht geschrumpft. Dennoch wird sich die Industriekonjunktur im Jahresverlauf voraussichtlich erholen. Maßgeblich sind mehrere Faktoren: Die chinesische Volkswirtschaft wird nach der erfolgten Beendigung der restriktiven Corona-Politik zum Jahresende 2022 wieder ein stärkeres Wachstum verzeichnen und auch die globale Konjunktur dürfte an Dynamik gewinnen. Ferner vermindern sich die Lieferengpässe bei Vorprodukten zusehend und die Energiepreise sind bereits wieder deutlich gesunken.

Die Inflation dürfte den Gipfel bereits überschritten haben. Die Kerninflationsrate hatte zuletzt allerdings noch zugenommen und wird sich aufgrund von Zweitrundeneffekten und hohen Tarifabschlüssen voraussichtlich nur langsam vermindern. Für das Jahr 2023 wird mit 6,3 Prozent ein Wert prognostiziert der noch über dem Vorjahr (4,9 Prozent) liegt. Die sinkende Kaufkraft wird die Konsumkonjunktur zunächst weiter belasten. Ab der Jahresmitte wird eine verbesserte Binnenkonjunktur erwartet, die von den erhöhten Reallöhnen nach den hohen Tarifabschlüssen gestützt wird.

Die Zentralbanken werden aufgrund der prognostizierten hohen Kerninflation die Erhöhung der Leitzinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit kurzfristig nicht umkehren können, sondern den avisierten Kurs beibehalten. Als Folge der rasch steigenden Finanzierungskosten ist die Nachfrage nach Bauleistungen bereits deutlich zurückgegangen. Trotz anhaltender Immigration und dadurch verstärkter Wohnraumnachfrage wird für die Bauwirtschaft keine Erholung prognostiziert, im Gegenteil ist hier mit einer weiteren Eintrübung der konjunkturellen Lage zu rechnen.

Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau im Jahr 2023 etwas verlangsamen, aber nicht umkehren. Die Arbeitslosenquote dürfte infolge der Integration ukrainischer Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt geringfügig ansteigen, wobei der Effekt nur kurzfristiger Natur ist.

Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren und im Jahr 2024 wieder leicht wachsen. Infolge der fortgesetzten Kriegshandlungen Russlands gegen die Ukraine und die daraus resultierenden Folgerungen für die Weltmärkte sind alle aktuellen Prognosen mit einer vergleichsweise hohen Unsicherheit behaftet.

Ausblick | Seit der Erstellung der Planung für das Jahr 2023 ist die vorgenannte Verschlechterung der konjunkturellen Gesamtlage eingetreten. Unter Berücksichtigung der Umsatz- und Ertragsentwicklung im ersten Quartal 2023 werden für das Gesamtjahr um rund 10 Prozent verminderte Umsatzerlöse erwartet. Das Ergebnis wird sich nach der sehr guten Entwicklung des vorliegenden Berichtsjahres dementsprechend normalisieren.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 315d und 289f HGB

Die festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil der Gesellschaft betragen 25 Prozent für die erste Führungsebene und 40 Prozent für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung. Die gesetzlichen Vertreter streben an, diese Zielgrößen bis zum Dezember 2026 zu erreichen.

 

Isny im Allgäu, den 22. Mai 2023

Blaser Group GmbH

gez. Dr. Jens Uwe Drowatzky, CEO

2 Quelle: ifo Institut, ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2023

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 EntgTranspG für die Jahre 2019-2021

Statistische Angaben für das Jahr 2021

Anzahl weiblicher Beschäftigter Anzahl männlicher Beschäftigter
Durchschnittliche Gesamtzahl der Beschäftigten 126 402
Durchschnittliche Zahl der Teilzeitbeschäftigten 32 40
Durchschnittliche Zahl der Vollzeitbeschäftigten 94 362

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung und ihre Wirkung

Der Verhaltenskodex, der für alle Gesellschaften der Blaser Group und deren Mitarbeiter 1 Gültigkeit hat, besagt, dass die Auswahl und Beförderung von Mitarbeitern aufgrund ihrer Qualifikation für die vorgesehene Tätigkeit erfolgen soll, unabhängig von Rasse, Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Religion, sexueller Orientierung, Invalidität/Gebrechen.

Vom Arbeitgeber wird auch von jeder Führungskraft und jedem einzelnen Mitarbeitenden erwartet, dass das Benachteiligungs- und Belästigungsverbot beachtet wird und sich alle Beschäftigten entsprechend verhalten.

Im Bereich der Aus- und Weiterbildung haben alle Mitarbeiter grundsätzlich die gleichen Möglichkeiten. So werden sowohl weibliche als auch männliche Beschäftigte zum Büchsenmacher etc. ausgebildet. Auch die Führungskräfteschulungen richten sich gleichermaßen an Frauen und Männer.

In Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bildet ein flexibles Arbeitszeitkonzept die Grundlage. Zeitkonten für Freistellungen und flexible Arbeitszeitmodelle berücksichtigen die jeweiligen Bedürfnisse der Mitarbeiter, wodurch die Blaser Group die individuellen Lebensbereiche der Mitarbeiter unterstützt. Außerdem haben Mitarbeiter die Möglichkeit der Teilzeitarbeit oder des Jobsharings. Sofern es die Arbeitsaufgabe erlaubt, ist auch Mobiles Arbeiten möglich.

1 Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifische Personenbezeichnungen differenziert. Die gewählte männliche Form schließt eine adäquate weibliche Form gleichberechtigt ein.

Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit

Maßgebend für eine faire und transparente Entlohnung aller Beschäftigten und damit auch für die Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer ist die Ausrichtung der Höhe der Vergütung im Unternehmen nach der Funktion, der erforderlichen Qualifikation, der Verantwortung sowie der Erfahrung und ist daher geschlechtsneutral

Die Entgelteinordnung knüpft an den Arbeitsplatz und die dort zu verrichtende Arbeitsaufgabe an. Die Tätigkeiten werden personenunabhängig, d. h. geschlechtsneutral und anhand objektiver Kriterien (z. B. anhand der für die Tätigkeit erforderlichen Kenntnisse) bewertet. Dadurch verdienen Frauen und Männer auf dem gleichen Arbeitsplatz das gleiche Entgelt. Weitere Vergütungsbestandteile wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Treueprämien und betriebliche Altersversorgung werden in gleicher Höhe an Frauen und Männer gezahlt. Soweit diese Leistungen an das Entgelt anknüpfen, erhalten Teilzeitkräfte eine anteilige Leistung.

Neben den allgemeinen Entgeltanpassungsrunden in Anlehnung an die Tarifeinigungen der Metall Partner werden die Gehälter zusätzlich einmal jährlich im Rahmen des Mitarbeiterjahresgesprächs überprüft.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 11.345.513,19 11.752.222,49
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.417.368,98 9.382.768,56
3. Geschäfts- oder Firmenwert 756.432,74 1.736.703,26
4. geleistete Anzahlungen 14.999,73 14.999,73
21.534.314,64 22.886.694,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.316.090,52 5.198.247,52
2. technische Anlagen und Maschinen 12.517.922,89 9.694.755,93
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.363.577,93 7.250.160,26
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 781.235,00 2.438.704,40
26.978.826,34 24.581.868,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.674.711,45 3.556.949,01
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.061.761,83 3.938.507,45
3. sonstige Ausleihungen 336.679,89 379.055,67
7.073.153,17 7.874.512,13
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.077.688,52 18.113.770,49
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 19.047.219,45 15.182.450,67
3. fertige Erzeugnisse und Waren 59.366.380,52 45.736.081,48
4. geleistete Anzahlungen 3.499.454,96 5.045.360,08
105.990.743,45 84.077.662,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.186.144,53 18.271.139,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 918,26
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 447.195,29 955.552,76
4. sonstige Vermögensgegenstände 6.504.106,00 2.531.729,82
33.137.445,82 21.759.340,61
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.378.475,36 8.626.321,58
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.647.211,04 1.048.540,07
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 3.303.615,78 0,00
208.043.785,60 170.854.939,26

PASSIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 17.928.363,82 17.928.363,82
III. Gewinnrücklagen 318.000,00 318.000,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -2.792.647,08 -2.447.726,36
V. Konzernbilanzgewinn 83.595.495,08 58.552.695,09
VI. Nicht beherrschende Anteile 132.197,22 83.503,37
99.211.409,04 74.464.835,92
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 13.047.450,31 5.900.738,85
2. sonstige Rückstellungen 11.023.195,45 8.086.490,02
24.070.645,76 13.987.228,87
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.828.915,44 44.761.127,72
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.069.360,42 2.925.693,51
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.686.617,70 11.240.391,89
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.160,45 14.059.609,24
5. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 11.278.502,81 1.544.887,53
6. sonstige Verbindlichkeiten 8.782.785,21 7.094.643,39
- davon aus Steuern TEUR 2.991 (Vj.: TEUR 2.426)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 375 (Vj.: TEUR 267)
84.688.342,03 81.626.353,28
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 73.388,77 13.106,64
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 0,00 763.414,55
208.043.785,60 170.854.939,26

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 194.691.254,85 167.651.142,17
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -101.011.851,32 -90.553.921,26
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 93.679.403,53 77.097.220,91
4. Vertriebskosten -33.472.901,44 -28.118.370,29
5. allgemeine Verwaltungskosten -15.206.603,69 -11.184.349,06
6. Forschungs- und Entwicklungskosten -5.487.921,32 -4.984.217,34
7. sonstige betriebliche Erträge 7.644.304,16 6.350.256,90
- davon aus Währungsumrechnung TEUR 5.247 (Vj.: TEUR 3.360)
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -13.520.064,25 -9.137.991,87
- davon aus Währungsumrechnung TEUR 6.336 (Vj.: TEUR 2.386)
9. Ergebnis vor Zinsen und Steuern 33.636.216,99 30.022.549,25
10. Erträge aus Beteiligungen 0,00 523.983,24
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.258,39 29.641,32
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.501.169,03 -1.939.711,58
- davon aus der Auf-/Abzinsung TEUR 36 (Vj.: TEUR 114)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.933.445,69 -8.089.230,12
- davon Aufwendungen/Erträge aus der Auflösung/ Zuführung zu latenten Steuern TEUR -3.938 (Vj.: TEUR 1.052)
14. Ergebnis nach Steuern 25.268.860,66 20.547.232,11
15. sonstige Steuern -125.852,08 -29.025,59
16. Jahresüberschuss 25.143.008,58 20.518.206,52
17. nicht beherrschende Anteile -100.208,59 -26.014,05
18. Konzernjahresüberschuss 25.042.799,99 20.492.192,47
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 58.552.695,09 38.526.784,60
19. Ausschüttung an die Gesellschafter 0,00 -466.281,98
20. Konzernbilanzgewinn 83.595.495,08 58.552.695,09

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag

Die Blaser Group GmbH hat ihren Sitz in Isny im Allgäu. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 726822 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss der Blaser Group GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) und unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG und unter Anwendung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung (Deutsche Rechnungslegungsstandards (DRS)) auf freiwilliger Basis aufgestellt.

Die Gliederung der Konzernbilanz gemäß § 266 HGB wurde um die Bilanzposten "Forderungen gegen nahestehende Unternehmen" und "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen" erweitert. Als nahestehende Unternehmen werden alle Unternehmen der L & O Group bezeichnet, die sich nicht im Konzernverbund der L & O Holding GmbH & Co. KG als oberstes Mutterunternehmen befinden. Die Bestimmung der nahestehenden Unternehmen erfolgt in analoger Anwendung des IAS 24.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die Mindestgliederung des HGB wurde um die GuV-Posten "Forschungs- und Entwicklungskosten" und "Ergebnis vor Zinsen und Steuern" erweitert.

Die Anteile an der Traditional English Guncases Ltd., Gravesend / Großbritannien, sowie an der Blaser Kft., Pakod / Ungarn, wurden vom Bilanzposten "Beteiligungen" in den Bilanzposten "Anteile an verbundenen Unternehmen" umgegliedert, da die Blaser Group GmbH jeweils unmittel- bzw. mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Tochterunternehmen ausüben kann. Der Vorjahresbetrag in Höhe von TEUR 622 wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.

Die Vorratsbestände der ausländischen Vertriebsgesellschaften wurden, mit Ausnahme der geleisteten Anzahlungen auf Vorräte, von den Bilanzposten "Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe" in Höhe von TEUR 2.237 und "unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen" in Höhe von TEUR 2.817 in den Bilanzposten "fertige Erzeugnisse und Waren" umgegliedert, da es sich ausschließlich um Handelswaren handelt, die ohne Be- oder Verarbeitung an die lokalen Kunden weiterverkauft werden. Die Vorjahresbeträge wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.

Die Verbindlichkeiten aus Einbehaltungen von Mitarbeitern der Blaser USA Inc., San Antonio / USA, zur Einzahlung in den persönlichen Pensionsfonds wurden aus Gründen der Klarheit vom Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" in den Bilanzposten "sonstige Verbindlichkeiten" umgegliedert. Der Vorjahresbetrag in Höhe von TEUR 4 wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.

Zum Zwecke der erhöhten Klarheit von Konzernbilanz sowie Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden Vermerke und Erläuterungen weitgehend im Konzernanhang dargestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Euro. Die Wertangaben im Konzernanhang wurden auf Tausend Euro (TEUR) gerundet.

Abschlussstichtag für die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist einheitlich der 31. Dezember 2022.

B. Angaben zum Konsolidierungskreis

Angaben zu Tochterunternehmen

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben der Obergesellschaft Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, sechs inländische und 14 ausländische Tochterunternehmen nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen.

Anteilsliste der einbezogenen Tochterunternehmen

Im Einzelnen handelt es sich um die folgenden Gesellschaften:

Name und Sitz Inländische Tochterunternehmen Anteil am Kapital in %
Blaser GmbH, Isny im Allgäu 100,0
J. P. Sauer & Sohn GmbH, Isny im Allgäu 100,0
Mauser Jagdwaffen GmbH, Isny im Allgäu 100,0
Blaser Safaris GmbH, Isny im Allgäu 100,0
Blaser Group Wetzlar GmbH & Co. KG, Wetzlar 100,0
Minox GmbH Optische und Feinmechanische Werke, Isny im Allgäu 100,0
Name und Sitz Ausländische Tochterunternehmen Anteil am Kapital in %
Blaser Group Gabrovo EOOD, Gabrovo / Bulgarien 100,0
John Rigby & Co. Ltd., London / Großbritannien 80,0
Blaser Group Ltd., Guildford / Großbritannien 100,0
Blaser USA Inc., San Antonio / USA 100,0
L & O Group SA Pty. Ltd., Pretoria / Südafrika 100,0
Blaser Group Kft., Budapest / Ungarn 100,0
Blaser Group ApS, Haslev/ Dänemark 100,0
Blaser Group S.r.l., Bozen / Italien 100,0
Blaser Group AB, Trelleborg / Schweden 100,0
Blaser Group AS, Oslo / Norwegen 100,0
Blaser Group GmbH, Höfen / Österreich 100,0
Blaser Group S.A.S., Benfeld / Frankreich 100,0
Blaser Safaris (Pty.) Ltd., Windhoek / Namibia 100,0
Blaser Outdoor Trading S.L., Alcalá de Henares / Spanien 0,0

Die Blaser Outdoor Trading S.L., Alcalá de Henares, wird als Zweckgesellschaft in den Konzernabschluss der Blaser Group GmbH einbezogen, da die Blaser Group GmbH bei wirtschaftlicher Betrachtung die Mehrheit der Risiken und Chancen des Unternehmens trägt, welches zur Erreichung eines eng begrenzten und genau definierten Ziels des Mutterunternehmens (ausländische Vertriebsgesellschaft für die Produkte der Blaser Group für den spanischen Markt) dient.

Für folgende im Konzernabschluss enthaltene Unternehmen wird von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch gemacht:

Blaser GmbH, Isny im Allgäu

J. P. Sauer & Sohn GmbH, Isny im Allgäu

Mauser Jagdwaffen GmbH, Isny im Allgäu

Blaser Group Wetzlar GmbH & Co. KG, Wetzlar

Blaser Safaris GmbH, Isny im Allgäu

Erstkonsolidierung

Die Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte zu dem Zeitpunkt, zu dem die einzubeziehenden Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind (§ 301 Abs. 2 Satz 1 HGB). Der Einbeziehungszeitpunkt ist folglich der Zeitpunkt, zu dem das wirtschaftliche Eigentum an den Anteilen an den Tochterunternehmen nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung auf die Blaser Group GmbH übergegangen ist. Dies erfolgte mit Gründungs- bzw. Anteilskauf- und Abtretungsverträgen zum jeweiligen Gründungs- bzw. Erwerbszeitpunkt.

Anteilsliste der nicht einbezogenen Tochterunternehmen

Im Einzelnen handelt es sich um die folgenden Gesellschaften:

Name und Sitz Anteil am Kapital in %
Blaser Group Wetzlar Verwaltungs-GmbH, Wetzlar 100,0
Liemke GmbH & Co. KG, Isny im Allgäu 100,0
Traditional English Guncases Ltd., Gravesend / Großbritannien 80,0
Blaser Kft., Pakod / Ungarn 100,0
VXK Investments Eighteen (Pty.) Ltd., Windhoek / Namibia 100,0
VXK Investments Nineteen (Pty.) Ltd., Windhoek / Namibia 100,0
Südwest Wildfarm (Pty.) Ltd., Windhoek / Namibia 100,0
Rhino Investments Three (Pty.) Ltd., Windhoek / Namibia 100,0
The Erora Trust, Windhoek / Namibia 100,0
Farm Erora West Investments (Pty.) Ltd., Windhoek / Namibia 100,0

Die vorgenannten Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Bei diesen Tochterunternehmen handelt es sich um vermögensverwaltende Gesellschaften bzw. um Gesellschaften mit einer sehr geringen eigenen Geschäftstätigkeit, deren Werte sich in den Finanzanlagen zutreffend widerspiegeln.

Angaben zu assoziierten Unternehmen

Im Einzelnen handelt es sich um die folgende Gesellschaft:

Name und Sitz Anteil am Kapital in %
Erora Safaris Tours and Marketing (Pty.) Ltd., Windhoek / Namibia 50,0

Auf die vorgenannte Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen wurden die Vorschriften des § 311 Abs. 1 und § 312 HGB nicht angewendet, da die Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Hierbei handelt es sich um eine Gesellschaft mit einer sehr geringen eigenen Geschäftstätigkeit, deren Wert sich in den Finanzanlagen zutreffend widerspiegelt.

Zusatzangaben unbeschränkt haftender Gesellschafter

Die Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Blaser Group Wetzlar GmbH & Co. KG, Wetzlar.

Angaben zum größten und kleinsten Konsolidierungskreis

Die L & O Holding GmbH & Co. KG, Emsdetten, stellt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten Teil der einzubeziehenden Unternehmen auf, dessen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) entsprechen. Der Konzernabschluss der L & O Holding GmbH & Co. KG, Emsdetten, wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, stellt den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht für den kleinsten Teil der einzubeziehenden Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

C. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Handelsbilanzen II der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden nach konzerneinheitlichen Ansatz-, Gliederungs- und Bewertungsmethoden erstellt (§ 308 Abs. 1 HGB).

Ausgangspunkt für die Konsolidierung bildet ein Summenabschluss, d. h. eine Addition aller Vermögensgegenstände und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge der einbezogenen Unternehmen.

Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Die Anschaffungskosten der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Das Eigenkapital wurde mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung beizulegen war (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Nach der vollständigen Aufdeckung etwaiger stiller Reserven und Lasten unter Berücksichtigung von latenten Steuern auf sog. "inside basis differences" verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalaufrechnung werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert (§ 301 Abs. 3 Satz 1 HGB).

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert.

Eine Zwischenergebniseliminierung gem. § 304 HGB ist im Bereich des Anlage- und des Vorratsvermögens vorgenommen worden.

Die Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung und Zwischenergebniseliminierung aus der ursprünglichen Bewertung zum Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls und dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag werden im Bilanzposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" berücksichtigt.

Auf die erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen wurden nach § 306 HGB latente Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich die bilanziellen Abweichungen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Darüber hinaus sind nach § 274 HGB latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen bilanziert worden.

Die auf nicht dem Mutterunternehmen gehörenden Eigenkapitalanteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie der auf diese Fremdgesellschafter entfallenden Anteile am Jahresergebnis der jeweiligen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals bzw. in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "nicht beherrschende Anteile" gesondert ausgewiesen.

D. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Einzelabschlüsse der inländischen Tochterunternehmen wurden nach den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die ausländischen Tochterunternehmen wurden die Einzelabschlüsse nach Landesrecht (HB I) jeweils in einen Einzelabschluss nach deutschen handelsrechtlichen Bestimmungen (HB II) übergeleitet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, mit Ausnahme geringwertiger Software, werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Erworbene geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten, die die Material- und Personalkosten sowie angemessene Teile der Material- und Personalgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfolgen grundsätzlich linear und pro rata temporis nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250 werden sofort als Aufwand erfasst. Die Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wurden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und über die Dauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unverzinslich oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Der Ansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse umfasst die Einzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens und angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Dem Grad der Verwendbarkeit der Vorräte wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten sind entsprechend § 250 HGB gebildet worden.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem laufzeitadäquaten von der Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen, für steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung von einzelnen Tochtergesellschaften (§ 274 Abs. 1 HGB) sowie auf konsolidierungsbedingte Bewertungsunterschiede (§ 306 HGB) wurden latente Steuern angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung des unternehmensindividuellen Steuersatzes des einbezogenen Unternehmens im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen. Die aktiven und passiven latenten Steuern innerhalb des Konzerns sind gemäß § 306 i. V. m. § 274 Abs. 1 HGB saldiert worden.

Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen erfolgt je nach Posten sachgerecht nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, zum Jahresdurchschnittskurs, zum Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder zum historischen Kurs. Die Umrechnung der Bilanzwerte von der jeweiligen Landeswährung erfolgte grundsätzlich zu den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag.

Bei Fremdwährungsbeträgen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles oder mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach Maßgabe des Niederstwertprinzips für Forderungen bzw. Höchstwertprinzips für Verbindlichkeiten.

Die Wertunterschiede infolge der unterschiedlichen Umrechnungskurse und der veränderten Währungsrelationen gegenüber dem Vorjahr werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" gesondert ausgewiesen.

E. Angaben zur Konzernbilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind im Konzernanlagenspiegel als Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt TEUR 5.488, hiervon wurden TEUR 1.708 im Geschäftsjahr als Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Erstkonsolidierung der Blaser Group Wetzlar GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaft Minox GmbH Optische und Feinmechanische Werke zum 1. November 2014 sowie aus der Aufstockung der Mehrheitsbeteiligung auf 100 % zum 1. September 2018, welcher jeweils über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben wird. Weiterhin wird ein Geschäfts- oder Firmenwert aus der Aufstockung der Mehrheitsbeteiligung um 10 % auf 80 % an der John Rigby & Co. Ltd. ausgewiesen, welcher über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben wird. Die Schätzung der Nutzungsdauern basiert auf der Erfahrung hinsichtlich Stabilität und Kundenbeziehungen der Branche. Daneben können die mit dem Erwerb der jeweiligen Gesellschaften verbundenen Synergieeffekte durchschnittlich über einen Zeitraum von fünf bzw. zehn Jahren genutzt werden. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig nach der linearen Methode.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022
Restlaufzeit
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr insgesamt
TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.186 0 26.186
(Vorjahr) (18.271) (0) (18.271)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0 0
(Vorjahr) (1) (0) (1)
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 447 0 447
(Vorjahr) (956) (0) (956)
sonstige Vermögensgegenstände 6.487 17 6.504
(Vorjahr) (2.514) (18) (2.532)
Gesamt 33.120 17 33.137
(Gesamt Vorjahr) (21.742) (18) (21.760)

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen entfallen insgesamt auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuerdifferenzen aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden resultieren zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus den sonstigen Rückstellungen und den sonstigen Verbindlichkeiten. Passive latente Steuerdifferenzen aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden resultieren aus dem Anlagevermögen aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen sowie Bewertungsunterschiede weiterer Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Latente Steuerdifferenzen aus Konsolidierungsbuchungen resultieren im Wesentlichen aus der Zwischenergebniseliminierung aufgrund konzerninterner Transaktionen im Bereich der Vorräte.

Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Steuersätze der einbezogenen Unternehmen zwischen 9 % und 30 %. Die latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz des Mutterunternehmens in Höhe von 30 % bewertet.

Eigenkapital

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals geht aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel hervor.

Im Konzernbilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 58.553 enthalten.

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 2.128. Dieser resultiert aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens der einbezogenen Unternehmen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 11.023 enthalten als größte Einzelposten die Rückstellungen für Produktrückrufe, Gewährleistungsverpflichtungen, Personalverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

31.12.2022
Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 insgesamt
TEUR TEUR Jahre TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.829 0 0 46.829
(Vorjahr) (31.850) 12.911) (0) (44.761)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.069 0 0 6.069
(Vorjahr) (2.926) (0) (0) (2.926)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.687 0 0 11.687
(Vorjahr) (11.240) (0) (0) (11.240)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42 0 0 42
(Vorjahr) (14.060) (0) (0) (14.060)
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 11.279 0 0 11.279
(Vorjahr) (1.545) (0) (0) (1.545)
Sonstige Verbindlichkeiten 8.192 271 320 8.783
(Vorjahr) 6.144 (446) (505) (7.095)
Gesamt 72.194 271 320 84.688
(Gesamt Vorjahr) (67.765) (13.357) (505) (81.626)

Der Gesamtbetrag der durch Grundpfandrechte, sicherungsübereigneten Vermögensgegenständen, Globalzessionen und Verpfändungen gesicherten Verbindlichkeiten beträgt am Bilanzstichtag TEUR 45.911. Dieser Betrag betrifft ausschließlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 42 (Vj. TEUR 60) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 0 (Vj. TEUR 14.000) auf sonstige Verbindlichkeiten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen entfallen TEUR 1.279 (Vj. TEUR 1.545) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 10.000 (Vj. TEUR 0) auf erhaltene Darlehen.

Gegenüber der Alleingesellschafterin L & O Holding GmbH & Co. KG, Emsdetten, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.000 (Vj. TEUR 14.000). Diese sind im Bilanzposten "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen" (Vj. im Bilanzposten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen") enthalten und betreffen ein Gesellschafterdarlehen.

F. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Vom Bruttoumsatz in Höhe von TEUR 216.076 wurden TEUR 74.675 im Inland, TEUR 97.008 im EU-Ausland und TEUR 44.393 im Drittland erzielt. Die Erlösschmälerungen betrugen TEUR -21.385. Der Bruttoumsatz gliedert sich hierbei in folgende Tätigkeitsbereiche:

Tätigkeitsbereich 2022 in TEUR
Jagdwaffen, Waffenteile und Zubehör 158.160
Optische Geräte 42.865
Bekleidung 10.407
Reiseleistungen 4.644
Sonstiges 0
Gesamt 216.076

Sonstige betriebliche Erträge

Wesentliche periodenfremde Erträge sind mit TEUR 345 enthalten; sie betreffen hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen und Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs setzt sich wie folgt zusammen:

2022 in TEUR
Löhne und Gehälter 44.562
Soziale Abgaben 8.087
Aufwendungen für Altersversorgung 238
Gesamt 52.887

Außerplanmäßige Abschreibungen

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 365 vorgenommen. Dies betrifft die Entwicklungskosten für selbst entwickelte Ferngläser.

Periodenfremde Aufwendungen

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 557 enthalten; sie betreffen überwiegend Wertberichtigungen von Forderungen sowie Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag mit TEUR 38 enthalten. Sie betreffen Nachzahlungen von Ertragsteuern für frühere Geschäftsjahre.

G. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Ermittlung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode gemäß DRS 21 erfolgt. Der Finanzmittelfonds umfasst den Bilanzposten B. III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

H. Sonstige Angaben

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beschäftigten während des Geschäftsjahres nachfolgende Arbeitnehmergruppen:

Angestellte 301
Gewerbliche Arbeitnehmer 659
Gesamt 960

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Jahr 2011 wurden im Rahmen einer Fremdfinanzierung sämtliche Grundstücke und Gebäude der Blaser GmbH, Isny im Allgäu, an die L & O Immobilien GmbH, Emsdetten, zunächst im Rahmen einer Sale-and-Lease-Back-Vereinbarung veräußert. Zum gleichen Zeitpunkt mietete die Blaser GmbH die Grundstücke und Gebäude wieder an. Diese Sale-and-Lease-Back-Vereinbarung dient der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Verteilung des Liquiditätsabflusses über mehrere Perioden, sodass einerseits umfangreiche Investitionsauszahlungen vermieden werden, andererseits aber künftige regelmäßige Mietauszahlungen fixiert werden können.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 27.440, davon entfallen auf nahestehende Unternehmen TEUR 25.393. Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Jagdpachten.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer * des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 103 und entfällt auf folgende Leistungen:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 102
Sonstige Leistungen 1
Gesamt 103

* : Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers beziehen sich auf den Abschlussprüfer des Mutterunternehmens i. S. v. § 318 Abs. 1 HGB, d. h. die bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Deutschland.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung des Mutterunternehmens gehörten am Bilanzstichtag und bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses folgende Personen an:

Dr. Jens Uwe Drowatzky, Leutkirch im Allgäu-Urlau, Geschäftsführer (CEO)

Matthias Klotz, Gestratz, Geschäftsführer Vertrieb (bis 30. April 2023)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer ist gemäß § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet worden.

Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Die Bilanz zum 31.12.2022 des Mutterunternehmens weist einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von TEUR 70.810 und einen Jahresüberschuss von TEUR 27.117 aus. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn (Gewinnvortrag und Jahresüberschuss) insgesamt auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Isny im Allgäu, 22. Mai 2023

Blaser Group GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Jens Uwe Drowatzky

Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsumrechnung Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 18.348.112,41 1.797.376,45 362.810,86 -14.558,25 -21.202,07 19.746.917,68
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.752.333,62 1.498.351,87 -38.828,72 46.163,50 1.149,02 29.336.826,73
3. Geschäfts- oder Firmenwert 11.831.308,00 0,00 0,00 0,00 -0,08 11.831.307,92
4. geleistete Anzahlungen 14.999,73 31.605,25 0,00 -31.605,25 0,00 14.999,73
57.946.753,76 3.327.333,57 323.982,14 0,00 -20.053,13 60.930.052,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.984.448,13 433.316,87 0,00 192.936,01 -1.975,80 6.608.725,21
2. technische Anlagen und Maschinen 28.873.108,34 3.849.315,15 1.100.289,64 2.062.427,68 0,00 33.684.561,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.674.227,47 3.423.821,30 363.004,77 259.254,46 384,48 22.994.682,94
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.438.704,40 857.372,72 225,00 -2.514.618,16 1,04 781.235,00
56.970.488,34 8.563.826,04 1.463.519,41 -0,01 -1.590,28 64.069.204,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.556.949,01 150.000,00 0,00 0,00 -32.237,56 3.674.711,45
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.938.507,45 0,00 871.557,49 0,00 -5.188,13 3.061.761,83
3. sonstige Ausleihungen 379.055,67 0,00 42.375,78 0,00 0,00 336.679,89
7.874.512,13 150.000,00 913.933,27 0,00 -37.425,69 7.073.153,17
Summe 122.791.754,23 12.041.159,61 2.701.434,82 -0,01 -59.069,10 132.072.409,91
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchung Währungsumrechnung Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.595.889,92 1.818.928,66 9.936,25 0,00 -3.477,84 8.401.404,49
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.369.565,06 1.503.665,73 -43.735,92 0,00 2.491,04 19.919.457,75
3. Geschäfts- oder Firmenwert 10.094.604,74 980.270,52 0,00 0,00 -0,08 11.074.875,18
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
35.060.059,72 4.302.864,91 -33.799,67 0,00 -986,88 39.395.737,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 786.200,61 469.070,14 132,66 37.960,88 -464,28 1.292.634,69
2. technische Anlagen und Maschinen 19.178.352,41 3.062.756,90 1.074.470,67 0,00 0,00 21.166.638,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.424.067,21 2.272.130,42 65.533,40 -37.960,87 38.401,65 14.631.105,01
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
32.388.620,23 5.803.957,46 1.140.136,73 0,01 37.937,37 37.090.378,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 67.448.679,95 10.106.822,37 1.106.337,06 0,01 36.950,49 76.486.115,76
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 11.345.513,19 11.752.222,49
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.417.368,98 9.382.768,56
3. Geschäfts- oder Firmenwert 756.432,74 1.736.703,26
4. geleistete Anzahlungen 14.999,73 14.999,73
21.534.314,64 22.886.694,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.316.090,52 5.198.247,52
2. technische Anlagen und Maschinen 12.517.922,89 9.694.755,93
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.363.577,93 7.250.160,26
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 781.235,00 2.438.704,40
26.978.826,34 24.581.868,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.674.711,45 3.556.949,01
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.061.761,83 3.938.507,45
3. sonstige Ausleihungen 336.679,89 379.055,67
7.073.153,17 7.874.512,13
Summe 55.586.294,15 55.343.074,28

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 25.143 20.518
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10.107 9.263
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.893 2.903
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -3.999 -947
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -29.782 -23.840
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.120 -1.951
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 479 -281
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.434 1.910
- Sonstige Beteiligungserträge 0 -524
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 7.059 8.089
-/+ Ertragsteuerzahlungen -4.979 -5.356
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 14.475 9.784
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens 110 886
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.327 -2.659
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.564 -7.334
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 914 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -150 -1.006
+ Erhaltene Zinsen 67 30
+ Erhaltene Dividenden 0 524
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -10.950 -9.559
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 11.000 13.500
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -13.107 -15.666
- Gezahlte Zinsen -1.895 -1.816
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.002 -3.982
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -477 -3.757
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 230 -78
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.625 12.460
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.378 8.625
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.378 8.625
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.378 8.625

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Summe Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Andere Gewinnrücklagen Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 30.000,00 30.000,00 17.928.363,82 318.000,00 18.246.363,82
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 30.000,00 30.000,00 17.928.363,82 318.000,00 18.246.363,82
Stand am 1. Januar 2022 30.000,00 30.000,00 17.928.363,82 318.000,00 18.246.363,82
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2022 30.000,00 30.000,00 17.928.363,82 318.000,00 18.246.363,82
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn Summe
EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 -2.136.293,38 38.526.784,60 54.666.855,04
Ausschüttung 0,00 -466.281,98 -466.281,98
Währungsumrechnung -311.432,98 0,00 -311.432,98
Konzernjahresüberschuss 0,00 20.492.192,47 20.492.192,47
Stand am 31. Dezember 2021 -2.447.726,36 58.552.695,09 74.381.332,55
Stand am 1. Januar 2022 -2.447.726,36 58.552.695,09 74.381.332,55
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung -344.920,72 0,00 -344.920,72
Konzernjahresüberschuss 0,00 25.042.799,99 25.042.799,99
Stand am 31. Dezember 2022 -2.792.647,08 83.595.495,08 99.079.211,82
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile Summe Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 156.204,04 156.204,04 54.823.059,08
Ausschüttung -116.570,49 -116.570,49 -582.852,47
Währungsumrechnung 17.855,77 17.855,77 -293.577,21
Konzernjahresüberschuss 26.014,05 26.014,05 20.518.206,52
Stand am 31. Dezember 2021 83.503,37 83.503,37 74.464.835,92
Stand am 1. Januar 2022 83.503,37 83.503,37 74.464.835,92
Ausschüttung -49.251,85 -49.251,85 -49.251,85
Währungsumrechnung -2.262,89 -2.262,89 -347.183,61
Konzernjahresüberschuss 100.208,59 100.208,59 25.143.008,58
Stand am 31. Dezember 2022 132.197,22 132.197,22 99.211.409,04

Ergänzende Angaben gemäß DRS 22.60

Der Betrag, der am 31. Dezember 2022 zur Gewinnausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht, beträgt TEUR 97.083.

Der Betrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungs- und Abführungssperre unterliegt, beträgt TEUR 2.128. Dieser resultiert aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

Gesellschaftsvertragliche Ausschüttungs- oder Abführungssperren bzw. andere Verfügungsbeschränkungen bestehen nicht.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: zusammengefasster Lagebericht) der Blaser Group GmbH, Isny im Allgäu, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB i. V. m. § 315d HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie den als Anlage zum zusammengefassten Lagebericht enthaltenen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 EntgTranspG für die Jahre 2019-2021 haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB i. V. m. § 315d HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie den als Anlage zum zusammengefassten Lagebericht enthaltenen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 EntgTranspG für die Jahre 2019-2021.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, den 22. Mai 2023

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