Concentrix Holding Germany GmbH

Tullnaustraße 20, 90402 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 37006
Vorher
Mainsee 943. V V GmbHWebhelp Holding Germany GmbH
Eingetragen
18.5.2015
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
der Erwerb, das Halten, das Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen für eigene Rechnung sowie die Verwaltung eigener Vermögenswerte; die Erbringung verschiedener Beratungs-, Vertriebs-, Marketing- und Serviceleistungen (außer Rechts- und Steuerberatung) für Kunden aller Branchen sowie die Vermittlung und Überlassung von Arbeitnehmern im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung; die Erbringung von Helpdesk-Dienstleis-tungen zielgerichtet auf das IT- und Telekommunikationsumfeld für Mitarbeiter in Kundenorganisationen in ihrer Eigenschaft als Endanwender, insbesondere von Betriebsdienstleistungen und weiteren Leistungen, die zum Aufbau und der Qualitätssicherung dieser Leistungen dienen, wie Consulting von Helpdesk, Implementierung von Helpdesk-Systemen und Training von Helpdesk-Mitarbeitern sowie die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern, die Personalvermittlung und Beratung in Personalfragen für andere Unternehmen; die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Marketing und Vertrieb für Hersteller von Investitionsgütern sowie Absatzmittlern von Konsumgütern, die Optimierung interner und externer Kommunikationsprozesse für andere und die Entwicklung, Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Mitarbeiterqualifikationsprojekten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulf Berge
seit 23.9.2024
Prokura
Geschäftsführer
Andrew Albert Farwig
seit 11.4.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Steffen Ziegner
seit 17.5.2022
Prokura
Robin van Acker
seit 27.11.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Concentrix Investments Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Concentrix International GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Concentrix Holding Germany GmbH (vormals: Webhelp Holding Germany GmbH)

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR bis 31. DEZEMBER 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Die Webhelp Holding Germany GmbH mit Sitz in Nürnberg und ihre Tochtergesellschaften sind Teil des globalen Concentrix-Konzerns, einem weltweit tätigen Business Process Outsourcer (BPO) mit über 440.000 Mitarbeitern an mehr als 500 Standorten in über 70 Ländern und Kooperationen mit über 2.000 Auftraggebern. Im September 2023 schlossen sich die Webhelp Holding, ihre Tochtergesellschaften und die Konzernobergesellschaft Webhelp SAS mit der Concentrix Corp. zusammen.

Das Unternehmen wird tritt seit Ende April unter dem gemeinsamen Namen Concentrix Corp. auftreten und gehört somit zu den führenden Anbietern im Bereich Customer-Relationship-Management. Mit dem zunehmenden Stellenwert des strategischen Customer Experience Managements wird die Concentrix-Gruppe weltweit ein umfassendes Serviceportfolio für vielfältige individuelle Anforderungen anbieten.

Die Webhelp Holding Germany fungiert als zentrale Dachgesellschaft für die Webhelp-Aktivitäten, hauptsächlich in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) sowie Kosovo und andere Balkanstaaten. Innerhalb der DACH-Organisation liegt ihr Hauptaugenmerk nicht nur auf dem Endkundengeschäft, sondern auch auf der Leitung und Steuerung der operativen Tochtergesellschaften. Die Gesellschaft bietet zudem sogenannte Shared-Service-Dienstleistungen an, insbesondere in den Bereichen Personalwesen, Recht, IT, Finanzen und Vertrieb. Ein weiterer zentraler Tätigkeitsbereich umfasst die Bearbeitung komplexer Kundenanfragen über verschiedene Kommunikationskanäle wie E-Mail, Telefon und Chat, in verschiedenen Sprachen und für diverse Branchen wie Hightech, Finanzdienstleistungen, E-Commerce und Telekommunikation.

Die Gesellschaft ist teilweise mit ihren deutschen Tochtergesellschaften über Gewinnabführungsverträge verbunden und begründet eine ertragsteuerliche und auch eine umsatzsteuerliche Organschaft.

1.2 Steuerungssysteme

Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung ihrer eigenen Geschäftstätigkeit sowie der Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften unterschiedliche Leistungsindikatoren, von denen die bedeutendsten die operative Geschäftsentwicklung (EBIT) und die Entwicklung der Umsatzerlöse und das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sind. Anhand dieser Indikatoren wird die strategische bzw. operative Zielerreichung in regelmäßigen Abständen überprüft. Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind die Krankheits- und Fluktuationsquote.

1.3. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen liegen nicht vor.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hat sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet gehalten, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Somit hatte sich die Weltkonjunktur im Jahr 2023 besser als erwartet entwickelt.

Im Verlauf des Jahres 2023 waren die Störfaktoren der Inflation weitgehend verschwunden. Die Rohstoffpreise, insbesondere für Energie, waren deutlich gesunken. Zusätzlich haben steigende Reallöhne und zurückgehende Lieferengpässe die Entwicklung begünstigt. Bremsend wirkte sich zunächst noch die Geldpolitik aus, deren Wirkung durch die kräftige Zinserhöhung noch nicht vollständig in der Realwirtschaft angekommen war.

Insgesamt legte die gesamtwirtschaftliche Produktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Verlauf dieses Jahres in moderatem Tempo zu. Dabei waren die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik beachtlich. Während sich die Wirtschaft in den USA robust zeigte, entwickelte sich hingegen die gesamtwirtschaftliche Produktion in Europa schwach. Im Jahresverlauf war für die EU weiterhin eine Stagnation zu verzeichnen.

Quelle: ifw Kiel: Kieler Konjunkturberichte Q4/2023, Stand 13.12.2023

Die deutsche Wirtschaft trat seit Jahresbeginn auf der Stelle. Zwar nahm im Verlauf des Jahres die Inflationsrate ab, und der Anstieg der Lohneinkommen beschleunigte sich im Vergleich zum Vorjahr. Alles in allem schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,3%, während es im darauffolgenden Jahr um 0,9% leicht zunahm. Unsicherheiten resultierten hauptsächlich aus der Finanzpolitik.

Die Preisvorstellungen der befragten Unternehmen vom ifo Institut haben sich allmählich stabilisiert und sich historischen Durchschnittswerten angenähert. Die gestiegenen Lohnabschlüsse, insbesondere im Dienstleistungssektor, dürften jedoch einen Teil der Unternehmensgewinne belastet haben, die in den letzten Quartalen kräftig zugenommen hatten.

Quelle: IFO Konjunkturprognose Winter 2023 (Sonderausgabe Dezember)

Als Business Outsourcing Provider hängt der Erfolg der Webhelp Holding Germany GmbH und ihrer Tochtergesellschaften maßgeblich von der Branchenentwicklung ihrer Kunden ab. Regional ist für die Webhelp Gruppe vor allem die Entwicklung in Deutschland und Europa maßgeblich. Die Situation rund um die letztjährige Mindestlohnerhöhung in Deutschland und die weltpolitische Lage führen dazu, dass das Geschäftsjahr 2023 mit viel Unsicherheiten behaftet ist. Es ist allerdings grundsätzlich davon auszugehen, dass sich aufgrund der Diversifizierung des Kundenportfolios die Entwicklung der Gesellschaft weiterhin positiv entwickeln wird.

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Beschluss gefasst die Invires GmbH und IQ-to-Link GmbH zum 01.01.2024 auf die Gesellschaft zu verschmelzen. Die Verschmelzung soll nach der Aufstellung der Jahresabschlüsse in das Handelsregister eingetragen werden. Dieser strategische Schritt erfolgt im Zuge der weiteren Verschlankung der Geschäftsstruktur, um Effizienz und Synergien innerhalb des Unternehmens zu optimieren.

2.2.2. Geschäftsentwicklung

Die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse von 288,9 Mio. EUR (Vj: 271,5 Mio. EUR). Dies stellt einen Anstieg von ca. 7,0 Prozent dar. Die Entwicklung ist überwiegend preisgetrieben und entspricht den Erwartungen.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen im Geschäftsjahr sowie eines positiven (Netto-) Effekts aus der Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften von 11,6 Mio. EUR (Vorjahr: 11,3 Mio. EUR) und Dividendeneinnahmen von 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 10,6 Mio. EUR) konnte die Gesellschaft im aktuellen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 12,6 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR). Im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss in einer Spanne von 14 Mio. EUR bis 16 Mio. EUR prognostiziert, und liegt somit leicht unter den Erwartungen.

Das EBITDA von 12,5 Mio. EUR lag im Geschäftsjahr 2023 ca. 8,1 Mio. EUR unter dem prognostizierten Wert. Dies ist insbesondere auf die positive Entwicklung des Rohertrages im Geschäftsjahr zurückzuführen.

Das um Beteiligungserträge und Ergebnisabführung bereinigte EBIT ist mit 10,4 Mio. EUR (Vj: - 4,6 Mio. EUR) deutlich angestiegen. Grund hierfür ist insbesondere der Einmaleffekt der Abwertung der Anteile an verbundenen Unternehmen von 6 Mio. EUR aus dem Vorjahr.

2.3. Lage der Gesellschaft

Zur Darstellung der Lage der Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage sowie zur Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres 2023 gemacht.

2.3.1. Ertragslage

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren 2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 288.893 271.471 17.422 6,4%
EBITDA 12.485 3.552 8.933 >100,0%
EBIT bereinigt * 10.469 -4.567 -422 >100,0%
EBIT 22.363 17.331 5.032 29,0 %

* bereinigt um Beteiligungserträge und EAV

Im Gesamtüberblick hat sich die finanzielle Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 hinsichtlich des erzielten Umsatzes positiv und planmäßig entwickelt. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt einen signifikanten Anstieg des EBITDA, der auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen ist. Die positive Entwicklung des EBIT im Jahr 2023 ist im Wesentlichen auf einen Sondereffekt zurückzuführen, der durch hohe Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr verursacht wurde.

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2023
EUR
2023
%
2022
EUR
2022
%
Umsatzerlöse 288.893 100% 271.471 100%
Aufwendungen für bezogene Leistungen -188.318 -65,2% -185.340 -68,3%
Rohertrag 100.575 34,8% 86.131 31,7%
Personalaufwand -58.787 -20,3% -62.208 -22,9%
sonstige betriebliche Erträge 3.578 1,2% 2.049 0,7%
sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern -32.881 -11,4% -22.420 -8,3%
EBITDA 12.545 4,3% 3.552 1,2%
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Sachanlagen und Finanzanlagen -4.255 -1,5% -8.116 -3,0%
Beteiligungserträge 2.525 0,9% 10.553 3,9%
Gewinnabführungsverträge und Verlustübernahmen 11.608 4,0% 11.342 4,2%
EBIT 22.454 7,7% 17.331 6,3%
Zinserträge, Erträge aus Ausleihungen 1.844 0,6% 1.770 0,7%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.539 -2,3% -5.087 -1,9%
Finanzergebnis -4.695 -1,6% -3.317 -1,2%
Ertragssteuern -5.418 -1,9% -1.953 -0,7%
Jahresüberschuss 12.250 4,2% 12.061 4,4%

Die Umsatzerlöse resultieren aus Verträgen mit Endkunden, wobei die Webhelp Holding die Serviceleistungen entweder durch eigene Mitarbeiter, externe Mitarbeiter oder durch den Erwerb von Dienstleistungen von Tochter- und Schwestergesellschaften im In- und Ausland erbringt. Die Umsatzerlöse verzeichnen einen proportionalen Anstieg zum Materialaufwand, insbesondere aufgrund gestiegener Personalausleihungen von externen Mitarbeitern. Im Gegensatz dazu ist der Personalaufwand gesunken, da weniger eigenes Personal für die Projekte eingesetzt wurde.

Entsprechend steht die Veränderung des Personalaufwandes von 62,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 58,8 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr im Zusammenhang mit dem gesunkenen durchschnittlichen Personalbestand an eigenen Mitarbeitern.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung und der Auflösung von Rückstellungen sowie Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Beratungskosten (1.935 TEUR), Mieten und Leasingkosten (2.353 TEUR) sowie Verwaltungskosten (12.200 TEUR). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf die gestiegenen Verwaltungskosten zurückzuführen.

Das Ergebnis aus Beteiligungserträgen hat sich im Berichtsjahr verringert. Hierbei handelt es sich um die Dividenden aus dem Jahr 2022. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis aus Gewinnübernahmen der deutschen Tochtergesellschaften besonders durch das höhere Ergebnis der Webhelp Deutschland gesteigert.

Das Finanzergebnis der Geschäftsjahre 2023 und 2022 enthält im Wesentlichen Zinsaufwendungen gegenüber der Gesellschafterin. Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung der Akquisitionen verursachen entsprechend hohe Zinsbelastungen. Durch die Zuführung weiterer Ausleihungen sind die Erträge aus Ausleihungen gestiegen, so dass sich das Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2023 verbesserte.

Die Ertragsteuern sind aufgrund des nun auch aufgebrauchten Verlustvortrages aus der Körperschaftssteuer im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass im Geschäftsjahr 2023 aufgrund einer positiven Entwicklung der Umsatzerlöse ein höherer Jahresüberschuss verzeichnet wurde, insbesondere aufgrund von Preiseffekten. Der erzielte Jahresüberschuss liegt leicht unter der Vorjahresprognose, die einen Jahresüberschuss zwischen 14 und 16 Mio. Euro vorsah.

Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden Fluktuations- und Krankenquoten herangezogen. Die Kennzahlen werden regelmäßig anhand von Personaldaten gemessen und weisen einen rückläufigen Verlauf im Vergleich zum Vorjahr auf. Die Krankheitsquote hat sich auf 7,6 % verbessert (Vj: 8,5 %), während die Fluktuationsquote sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 % auf 41,6 % verbessert hat.

2.3.2. Vermögens- und Finanzlage

31.12.2023
TEUR
31.12.2023
%
31.12.2022
TEUR
31.12.2022
%
Immaterielle Vermögensgegenstände 191 0,1% 256 0,1%
Sachanlagen 5.047 2,3% 6.230 3,0%
Finanzanlagen 95.061 43,6% 93.869 45,5%
Anlagevermögen 100.299 46,0% 100.355 48,7%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.199 10,2% 17.514 8,5%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 82.718 37,9% 78.553 38,1%
sonstige Vermögensgegenstände 2.405 1,1% 3.034 1,5%
Liquide Mittel 9.667 4,4% 5.637 2,7%
Übrige Aktiva 796 0,4% 1.160 0,6%
Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungsposten 117.755 54,0% 105.898 51,3%
AKTIVA 218.054 100,0% 206.253 100,0%
Eigenkapital 30.054 13,8% 17.804 8,6%
Steuerrückstellungen 6.699 3,1% 2.706 1,3%
sonstige Rückstellungen 7.712 3,5% 5.540 2,7%
Rückstellungen 14.411 6,6% 8.246 4,0%
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 157 0,1% 1.150 0,6%
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 160.419 73,6% 169.988 82,4%
sonstige Verbindlichkeiten und übrige Passiva 11.292 5,1% 9.065 4,4%
Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 171.868 78,8% 180.203 87,4%
PASSIVA 218.054 100,0% 206.253 100,0%

Wesentlicher Teil des Anlagevermögens sind Finanzanlagen, insbesondere Anteile an verbundenen Unternehmen (49,7 Mio. EUR, Vorjahr: 51,5 Mio EUR) und Ausleihungen an solche Unternehmen (45,1 Mio. EUR, Vj: 42,2 Mio. EUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten 55,8 Mio. EUR (Vj: 38,0 Mio. EUR) Forderungen aus dem Verrechnungskonto, aus dem Konzern-Cash-Pooling und Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von 10,8 Mio. EUR (Vj: 10,2 Mio. EUR).

Das Eigenkapital weist zum 31. Dezember 2023 einen Betrag von 30,1 Mio. EUR aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 13,8 % (Vj: 8,6 %).

Die Finanzierung der Webhelp Holding Germany GmbH und ihrer Tochtergesellschaften erfolgt weitestgehend über die Gesellschafterin, die Webhelp SAS, Paris, Frankreich. Zur Akquisition der Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2018 wurden Gesellschafterdarlehen in Höhe von 124,8 Mio. EUR und weitere Konzerndarlehen von 4,1 Mio. EUR mit Laufzeiten von mehr als 5 Jahren gewährt. Auch frühere Akquisitionen wurden ausschließlich über Gesellschafterdarlehen mit Laufzeiten von bis zu 10 Jahren finanziert. Zum 31. Dezember 2023 bestehen insgesamt Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 124,6 Mio. EUR, davon 123,3 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit von mehr als einem aber weniger als fünf Jahren gegenüber der Gesellschafterin. Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insbesondere die Verrechnungskonten gegenüber Tochtergesellschaften gesunken.

Zur Sicherung der Liquidität wird Factoring als Finanzierungsinstrument genutzt. Für die Gesellschaft besteht eine Factoringlinie mit der HSBC-Factoring France, Paris, Frankreich, zum 31.12.2023 in Höhe von 40,0 Mio. EUR, die zum Bilanzstichtag mit 36,8 Mio. EUR in Anspruch genommen wurde und eine Warenkreditversicherung in derselben Höhe umfasst. Es handelt sich um ein stilles Inhouse Factoring, wobei das Forderungsausfallrisiko vom Factor bzw. der Warenkreditversicherung getragen wird.

Die Webhelp Holding Germany GmbH hat ihrerseits eine Finanzausstattungsgarantie über 850 TEUR gegenüber einer Tochtergesellschaft (verbundenes Unternehmen) abgegeben.

Für die Gesellschaft bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 11,6 Mio. EUR, die innerhalb eines Jahres (2,6 Mio. EUR) im Zeitraum von 1 bis 5 Jahren (9,0 Mio. EUR) bzw. nach 5 Jahren (0 Mio. EUR) fällig werden.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Erhöhung der Bilanzsumme, um etwa 12 Mio. EUR auf der Aktivseite auf die Ausweitung des Konzern-Cash-Pooling zurückzuführen ist. Dies spiegelt sich in der Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Bilanzsumme aus einer Steigerung des Eigenkapitals durch den erzielten Jahresüberschuss sowie aus einer Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,2 Mio. EUR getätigt.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen hauptsächlich technische Ausstattungen im EDV-Bereich. Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus begonnenen oder geplanten Investitionen und damit verbundene Finanzierungsvorhaben bestehen nicht.

Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Geschäftsführer) beträgt nach § 267 Abs. 5 HGB im Geschäftsjahr 2023 1.425 (Vj: 1.716).

Unternehmensführung

Zum Stichtag 31.12.2023 wies die Geschäftsführungsebene einen Frauenanteil von 0 % (Vj: 0 %) aus. In der 1. Geschäftsleitungsebene (1. Führungsebene) unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft ist ein Frauenanteil von 0 % (Vj: 0%) und in der 2. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft einen Frauenanteil von 24 % (Vj: 24 %) vorhanden.

Das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sieht eine Berichtspflicht über die festgelegten Zielgrößen und Fristen vor.

Im Rahmen der Beschlussfassung der Webhelp Holding GmbH vom 31.03.2022 wurden neue Festlegungen ab 31.03.2022 bis 31.03.2026 für die ersten drei Managementebenen getroffen. Hierbei betragen die Zielgrößen 20 % für die Geschäftsführung. Darüber hinaus wurden die Zielgrößen für die 2. Führungsebene mit 30 % und für die 3. Führungsebene mit 40 % bestimmt.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1. Risikobericht

Risikomanagement

Als weltweit tätiges Unternehmen ist die Gesellschaft zusammen mit ihren internationalen Tochtergesellschaften darüber hinaus mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert. Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden die Chancen und Risiken aller Geschäftsaktivitäten durch die Geschäftsführung regelmäßig erörtert und beurteilt und daraus Zielerreichungsmaßnahmen abgeleitet.

Über das unternehmensweite Berichtssystem und das interne Kontrollsystem des Gesamtkonzerns werden alle Entscheidungsträger rasch und umfassend über den Grad der Zielerreichung und über Markt- und Wettbewerbsveränderungen informiert. Das Risikomanagement für die Webhelp Holding und ihre Tochtergesellschaften wird zentral durch den Finanzbereich gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern der Geschäftsleitung in Deutschland gelenkt. Nach der Identifizierung werden entsprechende Controlling Instrumente eingesetzt, um Risiken frühzeitig zu monitoren.

3.1.1. Mitarbeiterrisiko

Wesentliches Risiko im Geschäftsmodell BPO CRM-Player ist ein Arbeitskräftemangel durch ständige Mitarbeiterfluktuation, da hieraus Nachrekrutierungs- und Schulungskosten sowie Opportunitätskosten durch Umsatzausfall entstehen. Zentrales Erfolgskriterium ist daher die Mitarbeiterbindung. Die Gesellschaft sieht derzeit kein signifikantes Fluktuations- und Krankheitsrisiko über das im Markt übliche Niveau.

3.1.2. Absatzmarktrisiko und Wettbewerb

Größtes Risiko im momentanen Kontext ist sicherlich die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und im europäischen Umfeld, da auch die Webhelp Holding mit ihren Tochtergesellschaften als Dienstleister für Kunden im Wesentlichen von deren wirtschaftlicher Entwicklung abhängig ist. Die Historie hat jedoch gezeigt, dass insbesondere in Zeiten einer wirtschaftlichen Schwächeperiode bzw. Rezession verstärktes Outsourcing zu beobachten ist.

Das Ausfallrisiko aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls des entsprechenden Vertragspartners. Bei der Webhelp Holding besteht der überwiegende Teil der Ausleihungen und Forderungen mit Webhelp-Gesellschaften, die wegen der finanziellen Einbettung in den Webhelp-Konzern für die Gesellschaft kein Ausfallrisiko darstellen. In Bezug auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte sieht die Gesellschaft insgesamt aufgrund der Kundenstruktur derzeit ein mittleres Risiko.

Auch zukünftig bleibt das größte Risiko die hohe Kundenkonzentration (ca. 54 % des Umsatzes mit den 10 größten Kunden). Verringert wird dieses Risiko durch eine gegenseitige Abhängigkeit mit diesen Kunden, da mit einem Wechsel zu einem Wettbewerber erhebliche Kosten und auch Qualitätseinbußen zu verzeichnen wären.

3.1.3. Währungsrisiko

Die Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft bestehen größtenteils in Euro. Währungsrisiken werden entsprechend als gering angesehen.

3.1.5. Rechtliche Risiken

Grundsätzliche Prozessrisiken wurden durch eine Rückstellung berücksichtigt, die im Jahresabschluss 2023 enthalten ist. Es handelt sich im Wesentlichen um personalbezogene Sachverhalte.

3.1.6 Zusammenfassung Risikolage

Die Geschäftsführung sieht ein anhaltendes erhöhtes Risiko aufgrund der bestehenden weltweiten politischen Entwicklung. Insbesondere die kriegerischen Konflikte in der Ukraine und dem Gaza-Streifen werden voraussichtlich die wirtschaftliche Entwicklung in einem unvorhersehbaren Ausmaß beeinträchtigt. Dies könnte zu einer zusätzlichen Abschwächung der Konjunktur und des Konsums führen, was sich mittelbar negativ auf das Geschäft auswirken könnte. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der budgetierten Entwicklungen der Umsatzerlöse und Ergebnisse für 2024 und unter der Annahme des Fortbestands der finanziellen Eingliederung in den Concentrix-Konzern nicht gesehen.

3.2. Chancenbericht

Wesentliche Chancen sieht die Gesellschaft insbesondere in weiter steigendem Kostendruck. Das kann insbesondere durch die allgemeine wirtschaftliche Lage in größeren Organisationen zu einem verstärkten Outsourcingdruck führen.

Die im internationalen Konzernverbund erworbenen und erprobten Methoden zur Steigerung der Produktivität (unter anderem Lean Management sowie eigenentwickelte Methodiken zur Effizienzsteigerung im Bereich Operations) konnten bei den deutschen Gesellschaften bereits eingesetzt werden und führen somit zu Wettbewerbs- und Kostenvorteilen gegenüber Mitbewerbern. Darüber hinaus besteht ein breites Serviceportfolio, welches sukzessive ergänzt wird.

Wichtig wird es auf dem Weg zu weiterem Wachstum sein, sowohl das Geschäft mit Bestandskunden auszubauen als auch über Neukunden zu wachsen. Hierfür wird auf Vertriebsressourcen aus der gesamten Concentrix-Gruppe zurückgegriffen, um so Bestandskunden aus anderen Regionen nach Deutschland zu transferieren und Neukunden zu gewinnen.

In Summe werden die Chancen für die Gesellschaft mit ihren Tochterunternehmen als positiv bewertet. Die große internationale Verflechtung und die Finanzkraft der globalen Concentrix-Gruppe einerseits sowie Schnelligkeit, eine klare Mission und Vision werden Concentrix zu einer der treibenden Kräfte im deutschsprachigen BPO CRM-Umfeld machen.

3.3. Prognosebericht

3.3.1. Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Derzeitigen Wirtschaftsprognosen zur Folge wird ein Anstieg des Weltwirtschaftswachstums für das Geschäftsjahr 2024 in einer Bandbreite von 2,0 % (IFO Institut) bis 2,9 % (ifw Kiel) bzw. ein sich daran anschließendes Wachstum von 1,5 % (IFO Institut) bis 3,2 % (ifw Kiel) für das Geschäftsjahr 2025 erwartet.

Im Euroraum wird momentan für 2024 ein Wirtschaftswachstum zwischen 0,8 % (ifw Kiel) und 1,0 % (IFO Institut) angenommen. In Deutschland erwartet man ein Wachstum von 0,9 % (ifw Kiel, IFO Institut).

Quelle: ifw Kiel, Konjunkturbericht Winter 2023, Stand 13. Dezember 2023; IFO Konjunkturprognose Winter 2023 (Sonderausgabe Dezember)

3.3.2. Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung

Für das kommende Geschäftsjahr 2024 wird derzeit davon ausgegangen, dass die negativen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der bestehenden Kundenverträge und der Kundenstruktur nicht zu wesentlichen Einbrüchen im Umsatz verglichen mit dem Geschäftsjahr 2023 führen werden, sondern sich v. a. durch die Kosten der geplanten Umstrukturierungen in der Geschäftsstruktur ein negativer leicht sinkender Trend ergeben wird. Unter Berücksichtigung positiver Ergebnisse aus Ergebnisabführungsverträgen und Dividenden von rund 14 Mio. EUR wird mit einem negativen Jahresergebnis im Bereich von 5 Mio. EUR gerechnet. Allerdings könnten die prognostizierten Werte bei längerem Fortbestehen der unsicheren Rahmenbedingungen weniger günstig ausfallen.

Gemäß Budget geht die Geschäftsführung von einem positiven EBITDA von rund 18 Millionen Euro, einem EBIT von rund 15 Millionen Euro und einem Umsatz von 134 Millionen Euro für 2024 aus.

Bei den nicht finanziellen Leistungsindikatoren "Krankheitsquote" und "Fluktuation" wird erwartet, dass die Quoten konstant auf Vorjahresniveau bleiben.

 

Nürnberg, den 30. September 2024

Die Geschäftsführung

Jane Catherine Fogarty

Andrew Albert Farwig

Till Jelinek

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 191.080,37 256.120,63
191.080,37 256.120,63
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.603.898,89 2.029.938,28
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.443.027,25 4.200.244,50
5.046.926,14 6.230.182,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 49.795.821,20 51.575.402,15
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 45.121.983,19 42.150.001,00
3. Beteiligungen 143.500,00 143.500,00
95.061.304,39 93.868.903,15
100.299.310,90 100.355.206,56
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.199.460,54 17.513.756,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 82.688.461,71 78.552.753,83
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.405.052,79 3.034.446,73
107.292.975,04 99.100.956,58
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.666.487,66 5.636.642,97
116.959.462,70 104.737.599,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 795.921,00 1.159.642,14
218.054.694,60 206.252.448,25

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 145.922.898,28 145.922.898,28
III. Verlustvortrag -128.169.264,33 -140.229.961,79
IV. Jahresüberschuss 12.250.241,20 12.060.697,42
30.053.875,15 17.803.633,91
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 6.699.162,56 2.705.906,90
2. Sonstige Rückstellungen 7.711.913,00 5.539.847,59
14.411.075,56 8.245.754,49
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 157.268,67 1.149.771,85
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 160.419.191,39 169.988.272,13
3. Sonstige Verbindlichkeiten 11.292.146,15 7.169.317,89
171.868.606,21 178.307.361,87
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.721.137,68 1.895.697,98
218.054.694,60 206.252.448,25

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 288.892.688,99 271.471.260,68
2. sonstige betriebliche Erträge 3.578.359,77 2.049.070,36
292.471.048,76 273.520.331,04
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 188.317.753,24 185.339.841,34
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 49.327.276,49 52.062.831,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.459.667,61 10.144.742,71
58.786.944,10 62.207.574,06
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 119.170,84 149.972,55
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 2.156.532,61 1.955.006,65
2.275.703,45 2.104.979,20
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 32.822.926,09 22.371.396,12
7. Erträge aus Beteiligungen 2.525.203,48 10.552.958,00
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.592.923,63 1.511.137,44
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 250.671,99 258.204,52
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.979.581,95 6.011.000,00
11. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 11.608.903,58 11.342.243,45
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.538.896,29 5.087.055,24
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.417.948,84 1.953.582,99
14. Ergebnis nach Steuern 12.308.997,48 12.109.445,50
15. sonstige Steuern 58.756,28 48.748,08
16. Jahresüberschuss 12.250.241,20 12.060.697,42

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Angaben zum Unternehmen:

Webhelp Holding Germany GmbH

Die Webhelp Holding Germany GmbH hat ihren Sitz in der Tullnaustraße 20 in 90402 Nürnberg und ist im Handelsregister Nürnberg unter der Nummer HRB 37006 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und der Berücksichtigung des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Anlagevermögen

Anlagevermögen, das der Abnutzung unterliegt, wird unter Berücksichtigung betriebsindividuell geschätzter Nutzungsdauern abgeschrieben.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Bauten auf fremden Grundstücken (Einbauten in gemieteten Räumlichkeiten) werden über den Zeitraum der zugrundeliegenden Mietverträge abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Postens andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend über drei bis zehn Jahre linear abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Gegenstände des Anlagevermögens, die nicht mehr oder nur noch in eingeschränktem Maße genutzt werden können, werden aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung auf die ihnen jeweils am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werte abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € bis 1.000 € werden bis zum Zugangsjahr 2017 als Sammelposten erfasst und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2a EStG über fünf Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter ab dem Zugangsjahr 2018 werden gemäß § 6 Abs. 2 EstG sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung angesetzt.

Forderungen und übrige Aktiva

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wird durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen und dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung begegnet, welche sich anhand des Zahlungsverzugs errechnet.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalwerten bilanziert.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Latente Steuern (aktiv und passiv) werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Zins- und Verlustvorträge ermittelt. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,42 % zugrunde (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,593 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert.

Rückstellungen

Es bestehen unmittelbare Pensionszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt. Diese sind bilanziell wie wertpapiergebundene Zusagen zu behandeln. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Es handelt sich dabei um den vom Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) entspricht. Die Verpflichtung ist mit dem Erfüllungsbetrag nach § 253 HGB in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherung anzusetzen. Der Verpflichtungsbetrag und das verrechnete Deckungsvermögen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 96 (Vj: TEUR 135).

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung berücksichtigt.

Verbindlichkeiten und übrige Passiva

Der Ausweis der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit dieser Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Fremdwährungsumrechnung

Die Fremdwährungsposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Zeitpunkt der Entstehung der kurzfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt die Einbuchung zum Transaktionskurs.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Zeitpunkt der Entstehung der kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt die Einbuchung zum Transaktionskurs.

Langfristige Posten in Fremdwährung werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit den niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) historischen Kursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Anteilsbesitz:

in TEUR
Gesellschaft Anteil am Kapital in % direkt Eigenkapital Jahresergebnis
Webhelp Deutschland GmbH, Nürnberg * 100 1.983 0
Webhelp Austria GmbH, Wien, Österreich 100 417 -416
IQ-to-Link, Nürnberg * 100 3.056 0
EXQ Services SH.P.K., Pristina, Kosovo 100 58 68
Webhelp Schweiz AG, Wallisellen, Schweiz 100 3.487 1.470
Webhelp Poland SP.z.o.o, Warschau, Polen 100 538 432
Webhelp Romania Beta S.R.L, Bukarest, Rumänien ** 11 13.071 2.468
Invires GmbH, Nürnberg * 100 51 0
Righthead GmbH, Nürnberg * 100 25 0
Webhelp Malaysia Sdn Bhd, Kuala Lumpur, Malaysia 100 19.324 8.073
Sellbytel Communications Group Tunisie SARL, Tunis, Tunesien *** 90 -99 -96
Webhelp Australia Pty Ltd., Sydney, Australien * 100 203 56
Webhelp Signapore Pte Ltd, Singapur, Republik Singapur 100 33 -178
Webhelp Philippines Inc, Makati City, Philippines 100 -374 -61
Webhelp Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien 100 -8 -4
Webhelp Mazedonien DOOEL, Skopje, Nordmazedonien 100 688 506
Webhelp BH d.o.o, Sarajevo, Bosnien-Herzegowina 100 473 390
Webhelp Kosovo LLC, Pristina, Kosovo 100 5.282 2.720
Webhelp d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien ** 100 8 8

* nach Ergebnisabführung

** Vorjahresabschluss

*** Gesellschaft ist inaktiv

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.980 (Vorjahr TEUR 6.011) vorgenommen.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 45.122 (Vj: TEUR 42.150) bestehen im Wesentlichen mit TEUR 40.000 (Vj: TEUR 40.000) gegen eine portugiesische Konzerngesellschaft, mit TEUR 1.615 (Vj: TEUR 1.115) gegen unsere Tochtergesellschaft in Bosnien-Herzegowina und mit TEUR 1.300 (VJ: TEUR 1.035) gegen unsere mazedonische Tochtergesellschaft.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr mit TEUR 334 (Vj: TEUR 213) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 82.718 (Vj: TEUR 78.553) betreffen im Wesentlichen mit TEUR 55.799 (Vj: TEUR 38.000) das Verrechnungskonto zum Cash Pool mit der Marnix Lux SA, Luxemburg, mit TEUR 11.639 (Vj: TEUR 11.342) Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften, mit TEUR 10.858 (Vj: TEUR 10.680) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 21 (Vj: TEUR 1.628) Zinsforderungen auf Ausleihungen. Der Restbetrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfällt auf sonstige Forderungen.

Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 2.728 (Vj: TEUR 439).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.405 (Vj: TEUR 3.035) betreffen im Wesentlichen mit TEUR 1.843 (Vj: TEUR 2.340) Einbehalte im Zusammenhang mit den bestehenden Factoringvereinbarungen und mit TEUR 334 (Vj: TEUR 213) Kautionen für gemietete Räumlichkeiten und Fahrzeuge.

Die Gesellschaft hat im laufenden Geschäftsjahr einen Aktivüberhang an latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.265 (Vj: TEUR 4.917), der im Wesentlichen aus aktiven Steuerlatenzen aus Verlust- und Zinsvorträgen resultiert. Ein Ansatz unterbleibt im Einklang mit § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

2. Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 50 (Vj: TEUR 50) zum Bilanzstichtag ist voll eingezahlt. Die Gesellschafterversammlung hat im Vorjahr am 23. Juni 2021 die Erhöhung des Stammkapitals um TEUR 25 beschlossen. Die Eintragung der im Vorjahr beschlossenen Stammkapitalerhöhung um TEUR 25 erfolgte am 18. Februar 2022 in das Handelsregister.

Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 145.923 (Vj: TEUR 145.923).

Der Verlustvortrag in Höhe von TEUR 128.169 umfasst den Verlustvortrag des Vorjahres (TEUR 140.230) und den Jahresüberschuss des Vorjahres (TEUR 12.061).

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 7.712 (Vj: TEUR 5.540) sind im Wesentlichen Beträge für drohende Verluste aus der vorzeitigen Beendigung eines Mietverhältnisses mit TEUR 3.420 (Vj: TEUR 844), ausstehende Rechnungen TEUR 602 (Vj: TEUR 560), Rechts- und Beratungskosten mit TEUR 483 (Vj: TEUR 952) und personalbezogene Sachverhalte mit TEUR 2.797 (Vj: TEUR 2.790) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023 Verbindlichkeiten: Gesamt
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 157 157 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 160.419 37.094 123.325 0
davon aus Lieferung und Leistungen 33.410 33.410 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 11.292 11.292 0 0
davon aus Steuern 4.316 4.316 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 1 0 0
Gesamt 171.868 48.543 123.325 0

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 126.698, die in Höhe von TEUR 124.620 auf Finanzverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 2.078 auf Lieferungen und Leistungen entfallen.

31.12.2022 Verbindlichkeiten: Gesamt
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.150 1.150 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 169.988 46.688 123.300 0
davon aus Lieferung und Leistungen 32.360 32.360 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 7.169 7.169 0 0
davon aus Steuern 5.138 5.138 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 1 0 0
Gesamt 178.307 55.007 123.000 0

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres waren nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 127.695, die in Höhe von TEUR 124.514 auf Finanzverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 3.181 auf Lieferungen und Leistungen entfielen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 288.893 (Vj: TEUR 271.471) werden ausschließlich im Geschäftsbereich "Business Process Outsourcing Customer-Relationship-Management" erzielt.

Die Webhelp Holding erzielt ihre Umsatzerlöse in folgenden Regionen:

Umsatzerlöse nach Regionen: 2023 2022
TEUR in % TEUR in %
Deutschland 176.834 61% 141.996 52%
Europa 92.006 32% 94.777 35%
Drittland 20.053 7% 34.698 13%
288.893 100% 271.471 100%

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.578 (Vj: TEUR 2.049) enthalten unter anderem Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 267 (Vj: TEUR 425), und Erträge aus der Weiterbelastung von Factoringkosten TEUR 492 (Vj: TEUR 315). Periodenfremde Erträge sind mit TEUR 1.710 (Vj: TEUR 862) enthalten. In diesen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 787 (Vj: 733) enthalten. Die anderen Erträge sind Ausbuchungen von Differenzen zu Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 26 (Vj: TEUR 27) enthalten.

Im Materialaufwand sind Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 188.318 (Vj: TEUR 185.340) enthalten. Diese bestehen im Wesentlichen aus Mitarbeiterausleihungen und Personalgestellung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 32.823 (Vj: TEUR 22.371) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Intercompany Weiterverrechnungen von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 12.200 (Vj: TEUR 10.543), Mieten und Mietnebenkosten von TEUR 2.353 (Vj: TEUR 3.909), Telekommunikationskosten mit TEUR 908 (Vj: TEUR 965) sowie Beratungskosten von TEUR 1.935 (Vj: TEUR 1.875). Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind mit TEUR 322 (Vj: TEUR 319) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind mit TEUR 119 (Vj: TEUR 26) enthalten.

Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 2.525 (Vj: TEUR 10.553) resultieren vollständig aus verbundenen Unternehmen.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 1.592 (Vj: TEUR 1.511) bestehen mit verbundenen Unternehmen. Darin enthalten sind Erträge aus Ausleihungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 0).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 251 (Vj: TEUR 258) bestehen in Höhe von TEUR 251 (Vj: TEUR 250) mit verbundenen Unternehmen.

Erträge aus Gewinnabführungen wurden in Höhe von TEUR 11.609 (Vj: TEUR 11.342) erzielt. Der Betrag des laufenden Geschäftsjahres resultiert aus den Tochtergesellschaften IQ-to-Link GmbH, Nürnberg, der Righthead GmbH, Nürnberg, und der Invires GmbH, Nürnberg sowie der Webhelp Deutschland GmbH, Nürnberg. Mit allen vier Tochtergesellschaften wurden im Jahr 2018 Ergebnisabführungsverträge geschlossen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.539 (Vj: TEUR 5.087) bestehen mit TEUR 5.173 (Vj: TEUR 4.753) gegenüber der Gesellschafterin und mit TEUR 66 (Vj: TEUR 285) gegen weitere verbundene Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten laufenden Steueraufwand in Höhe von TEUR 5.418 (Vj: TEUR 1.954). Hiervon resultieren TEUR 15 aus ausländischen Betriebsstätten.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.500 gegenüber der Webhelp Deutschland GmbH, Nürnberg, durch eine Finanzierungsbestätigung in Form einer harten Patronatserklärung mit Rangrücktritt vom 07.03.2022. Die Webhelp Holding tritt mit ihren eigenen Ansprüchen hinter die Ansprüche aller anderen Gläubiger der Webhelp Deutschland GmbH zurück. Die Bestätigung hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Mit einer Inanspruchnahme wird in Folge des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages und vor dem Hintergrund der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung der Gesellschaft nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften

Es bestehen Mietverträge für Bürogebäude, die teilweise innerhalb von drei Monaten auslaufen. Für ein Bürogebäude wurde ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von bis zu elf Jahren (im GJ 2018) eingegangen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge in der Regel für längere Laufzeiten abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben und Verbesserung der Liquidität.

Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.653 (Vj: TEUR 14.735). Hiervon werden TEUR 2.648 (Vj: TEUR 3.152) innerhalb eines Jahres und TEUR 9.006 (Vj: TEUR 2.070) nach fünf Jahren fällig. Der Wesentliche Teil dieser Verpflichtungen resultiert aus dem langfristigen Mietvertrag für das Hauptgebäude in Nürnberg.

Zur Sicherung der Liquidität wird Factoring als Finanzierungsinstrument genutzt. Für die Gesellschaft besteht eine Factoringlinie mit der HSBC Factoring France, Paris, Frankreich, zum 31.12.2023 in Höhe von 40,0 Mio. EUR, die zum Bilanzstichtag mit 36,8 Mio. EUR in Anspruch genommen wurde und eine Warenkreditversicherung in derselben Höhe umfasst. Es handelt sich um ein stilles Inhouse Factoring, wobei das Forderungsausfallrisiko vom Factor bzw. der Warenkreditversicherung getragen wird.

Zweck und Vorteil des Factorings sind die Verbesserung der Liquidität bei gleichzeitiger Verringerung der Risikoposition der Gesellschaft. Nachteilig wirken sich jedoch die mit dem Factoring verbundenen Kosten auf die Ertragslage aus.

Abschlussprüferhonorare

Die vom Abschlussprüfer abgerechneten Honorare ergeben sich wie folgt:

2023
TEUR
Honorar des Abschlussprüfers
davon für Abschlussprüfung 77
davon für andere Bestätigungsleistungen 0
Gesamt 77

Mitarbeiterzahl

Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführer beträgt zum Stichtag gemäß § 267 Abs. 5 HGB 1.425 (Vorjahr: 1.716 Mitarbeiter).

Es handelt sich hierbei um 1.007 Agenten im Kundenkontakt (Vj: 1.283), um 201 Produktions-Overhead Mitarbeiter (Vj: 254) und um 235 Mitarbeiter aus dem Bereich Vertrieb und Administration (Vj: 178).

Geschäftsführung

Die Webhelp Holding Germany GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 durch folgende Personen vertreten:

Herr Oliver Duha, Brüssel, Belgien, Kaufmann, CEO Webhelp SAS, Co-Founder Webhelp * (bis 24.10.2023)

Herr Bruno Vaffier, Neuilly sur Seine, Frankreich, CEO (13.10.2023)

Herr Christoph Thieme, Schwaig, CEO Webhelp DACH (bis 31.10.2023) *

Herr Till Jelinek, Karlsruhe, CEO Webhelp DACH *

Herr Vincent Bernard, Maisons-Lafitte, Frankreich, CEO * (bis 11.04.2024)

Herr Daniel Siekmann, Deutschland, CEO (ab 14.07.2023) *

Jane Catherine Fogarty, California/USA, EVP Legal (seit 03.06.2024) *

Andrew Albert Farwig , Cincinnati/USA, VP Corporate Governance (seit 03.06.2024) *

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft einzeln und sind bis auf einen Geschäftsführer von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angaben zu den Geschäftsführungsbezügen werden aufgrund des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur zwei Geschäftsführer im Berichtszeitraum Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben. Ehemalige Geschäftsführer haben keine Bezüge erhalten.

(* Geschäftsführer von Beschränkungen des § 181 BGB befreit)

Mindestbesteuerung

Das Regelwerk zur globalen Mindestbesteuerung (Säule 2) wurde in Deutschland als Mindeststeuergesetz in nationales Recht umgesetzt. Daraus resultiert für die Webhelp Sun Holding GmbH die erstmalige Anwendung dieser Gesetzgebung für das Geschäftsjahr 2024. Im Jahr 2023 hat die Mindestbesteuerung keine Auswirkungen auf den Steueraufwand. Die Auswirkungen auf die Folgejahre werden derzeit von unserer Steuerabteilung geprüft.

VI. Konzernbeziehungen

Die Webhelp Holding Germany GmbH, Nürnberg, nimmt als kleinster Konsolidierungskreis in Deutschland eine Befreiung zur Erstellung eines Konzernabschlusses nach § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch. Befreiend wirkt hierbei der Abschluss der Concentrix Corporation (CNX), Newark, USA, eine amerikanische Gesellschaft, welche seit 2023 börsennotiert ist und im NASDAQ unter dem ISIN-Code US20602D1019 notiert ist. Der Konzernabschluss dieser Gesellschaft wird nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften des US-GAAP aufgestellt und vom Abschlussprüfer geprüft. Sämtliche Gesellschaften, die in den Konzern der CNX einbezogen werden, gelten als verbundene Unternehmen. Der Konzernabschluss von CNX ist auf der Homepage der Gesellschaft (www.concentrix.com) erhältlich. Die CNX stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf.

Der Konzernabschluss dieser Gesellschaft wird nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften des US-GAAP aufgestellt und von einem Abschlussprüfer geprüft.

VII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zum 1. Januar 2024 wurden die Invires GmbH und die IQ-to-Link GmbH auf die Webhelp Holding Germany verschmolzen.

VIII. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 12.250 soll auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Nürnberg, den 30. September 2024

Die Geschäftsführung

Jane Catherine Fogarty

Andrew Albert Farwig

Till Jelinek

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Entwicklung der Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.267.026,81 57.317,36 47.801,61 0,00 1.276.542,56
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 4.108.148,70 53.392,06 54.271,69 56.465,46 4.107.269,07
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.359.999,25 1.079.486,63 285.540,21 -56.465,46 11.153.945,67
14.468.147,95 1.132.878,69 339.811,90 0,00 15.261.214,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 64.977.696,75 200.001,00 0,00 0,00 65.177.697,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 42.150.001,00 3.293.733,58 321.751,39 0,00 45.121.983,19
3. Beteiligungen 360.000,00 0,00 0,00 0,00 360.000,00
107.487.697,75 3.493.734,58 321.751,39 0,00 110.659.680,94
123.222.872,51 4.683.930,63 709.364,90 0,00 127.197.438,24
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.010.906,18 119.170,84 44.614,83 1.085.462,19
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.078.210,42 479.028,08 -2.597,14 2.559.835,64
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.159.754,75 1.677.504,53 182.806,32 7.654.452,96
8.237.965,17 2.156.532,61 180.209,18 10.214.288,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.402.294,60 1.979.581,95 0,00 15.381.876,55
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 216.500,00 0,00 0,00 216.500,00
13.618.794,60 1.979.581,95 0,00 15.598.376,55
22.867.665,95 4.255.285,40 224.824,01 26.898.127,34
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 191.080,37 256.120,63
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.547.433,43 2.029.938,28
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.499.492,71 4.200.244,50
5.046.926,14 6.230.182,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 49.795.821,20 51.575.402,15
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 45.121.983,19 42.150.001,00
3. Beteiligungen 143.500,00 143.500,00
95.061.304,39 93.868.903,15
100.299.310,90 100.355.206,56

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Webhelp Holding Germany GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Webhelp Holding Germany GmbH, Nürnberg, 3 bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Webhelp Holding Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt >Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts< unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 1. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Martin Nicklis, Wirtschaftsprüfer

ppa. Matthias Graef, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 15.10.2024 festgestellt.

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