BPI Asset Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Schnetz seit 1.4.2019 | Geschäftsführer |
Gebhard von Trotha seit 3.2.2016 | Prokura |
Rouven Jörg Riexinger seit 3.2.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Burda Gesellschaft mit beschränkter HaftungOffenburgKonzernabschluss Burda GmbH 2017Zusammengefasster LageberichtDieser Bericht fasst den Teilkonzernlagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda") sowie den Lagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda GmbH") zusammen. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Informationen sowohl auf den Teilkonzern Burda als auch auf die Burda GmbH. 1. Grundlagen des TeilkonzernsDer Teilkonzern der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda") ist ein modernes, international agierendes Medienunternehmen mit einem starken Fokus auf technologische Innovationen. Burda konzentriert sich zunehmend auf Plattformgeschäfte (auf einer bestimmten thematischen Plattform wie etwa Berufsleben, Mode oder Wohnen & Garten werden unterschiedliche, auch wechselnde Geschäftsmodelle betrieben) mit dem Anspruch, in den jeweiligen Märkten die Marktführerschaft zu übernehmen bzw. sie durch nachhaltiges Wachstum zu festigen. Um dieses Ziel erreichen zu können, investierte Burda 2017 erheblich in Innovationen - sowohl in den eigenen Unternehmen wie auch durch Zukäufe von Beteiligungen an wachsenden Medien- und Digitalunternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen. Ziel aller unternehmerischen Aktivitäten ist es, neue Märkte und Konsumenten zu gewinnen, durch starke Medienmarken entstandene Konsumentenbeziehungen auszubauen und sie für zusätzliche Angebote zu nutzen. Alle Produkte Burdas richten sich Tag für Tag an den Bedürfnissen der Konsumenten aus und sollen diese in ihren Lebenswelten und bei der Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele unterstützen. In das Portfolio Burdas gehörten 2017 rund 600 Produkte in Deutschland und 19 weiteren Ländern. Wesentliche Erlösquellen des Teilkonzerns auf den verschiedenen Plattformen sind Vertrieb über Einzelverkäufe (einzelne Zeitschriften und andere einzeln verkäufliche Produkte wie z. B. Konferenztickets) und Abonnements (Zeitschriften-Abos, im Digitalen "subscriptions" wie z. B. bei XING), Werbung, Provisionen, Handel und Druck. Burda versteht sich als "Unternehmen für Unternehmer" und ist daher in einer dezentralen Profitcenter-Struktur organisiert. Diese Struktur ermöglicht den BurdaUnternehmen den für ihr Wachstum erforderlichen unternehmerischen Freiraum. Gleichzeitig können die Unternehmen in mehreren Querschnittsdisziplinen vom Größenvorteil des Teilkonzerns profitieren und auf das starke Netzwerk Burdas zugreifen, um die eigenen Geschäfte voranzubringen. Mit den hochdynamischen Veränderungen der Medienwirtschaft will Burda nicht nur Schritt halten, sondern sie auch selbst aktiv mitgestalten. Dazu werden konsequent technologische und unternehmerische Fähigkeiten in allen operativen Geschäftsbereichen gestärkt. Hilfreich sind dabei die starken internationalen Netzwerke, die unter anderem durch die weltweit anerkannten DLD-Konferenzen geschaffen wurden. Eine entscheidende Voraussetzung für die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens liegt darin, dass bestehendes Personal sich weiterentwickeln kann und qualifizierte neue Mitarbeiter rekrutiert und an das Unternehmen gebunden werden. Dafür wurde im Geschäftsjahr 2017 eine neue HR-Strategie entwickelt, die 2018 greifen soll. Die Strategie konzentriert sich auf die vier Entwicklungsfelder Change-Management, Diagnostik bei Besetzung von Fach- und Führungspositionen, die Optimierung der HR-Operations sowie Sourcing, Scouting und Recruiting. Zum Konsolidierungskreis gehörten am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs insgesamt 240 selbstständig agierende Gesellschaften, davon 129 in Deutschland und 111 im Ausland. Zum Jahresende waren im Teilkonzern 11.710 Mitarbeiter beschäftigt. Der Teilkonzern ist neben einem zentralen Holding- und Dienstleistungsbereich in vier operative Unternehmensbereiche gegliedert: Digitalmarken National, Medienmarken National, Medienmarken International sowie Druck. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte das Unternehmen einen Außenumsatz von 2,7 Milliarden Euro und liegt damit wie prognostiziert deutlich über dem Vorjahr. Die vier operativen Unternehmensbereiche verfolgten dabei konsequent ihre Wachstumspläne. Der Geschäftsbereich Digitalmarken National konnte insgesamt ein deutliches Wachstum erzielen (+ 18,9 Prozent). Zu den nach Umsätzen erfolgreichsten Digitalunternehmen 2017 gehören Xing und die beiden E-Commerce-Unternehmen Cyberport und Computeruniverse. Mit der im Geschäftsjahr erfolgten Akquisition der HQ-Patronen GmbH stärkte Cyberport seine Kundenbeziehungen sowohl im B2C-als auch im B2B-Segment. Die Ärztebewertungsplattform Jameda baute 2017 ihre marktführende Position in der digitalen Ärzte-Patienten-Kommunikation weiter aus, u.a. durch den Erwerb des Technologieunternehmens Patientus, das digitale Sprechstunden ermöglicht. Der digitale Publisher BurdaForward entwickelt sich zunehmend von einem Anbieter klassischer Nachrichtenportale zum Anbieter von Plattformen, die Partnerinhalte gleichberechtigt mit eigenen Inhalten ausspielen. Unter dem Namen "Focus Local" schafft BurdaForward so etwa ein neues digitales Angebot an Regionalnachrichten. Die HolidayCheck Group AG hat sich strategisch auf das Geschäftsfeld Travel ausgerichtet und verzeichnete 2017 ebenfalls ein Wachstum der Umsatzerlöse. Mit eigenen Produkten weiter in die Kerntechnologien des Internets - Browser und Search - vorzudringen war ein weiterer Schwerpunkt im Ausbau der digitalen Aktivitäten durch Cliqz. Bereits 2016 hatte sich Mozilla, Entwickler des in Deutschland besonders erfolgreichen Browsers Firefox, an dem Münchner Start-up beteiligt. Daneben stellt die dem Vorstand International zugeordnete Investmentgesellschaft BurdaPrincipal Investments langfristiges Wachstumskapital für schnell wachsende Technologie- und Medienunternehmen bereit und hat 2017 in Großbritannien und Asien investiert. So kam es im Geschäftsjahr unter anderem zu einem Einstieg bei dem britischen Online-Blumenversand Bloom & Wild, der amerikanischen Direct-to-Consumer Plattform M.Gemi und der asiatischen Fashion-Plattform Zilingo. Der Bereich Medienmarken National ist 2017 nach Umsätzen leicht gewachsen. Das deutsche Magazingeschäft hat die Transformation erfolgreich fortgesetzt und betreibt eine Vielzahl nachhaltiger und lukrativer Geschäftsmodelle. Rund um die starken Medienmarken wurden neue Produkte auf den Markt gebracht und neue Geschäftsmodelle etabliert. Ziel ist es, sich vom Werbemarkt sukzessive unabhängig zu machen und über die klassischen Vertriebserlöse hinaus Umsätze in der direkten Interaktion mit den Konsumenten zu erzielen. Weiterhin überdurchschnittliches Wachstum nach Umsatzerlösen verzeichnet Blue Ocean mit Kindermedien und zunehmend auch mit internationalen Lizenzen für Zeitschriften rund um Marken, die bei Kindern erfolgreich sind (Beispiele sind LEGO-Magazine wie LEGO Ninjago und LEGO Star Wars). Am internationalen Content-MarketingUnternehmen C3 hält Burda mittlerweile 85 Prozent (2016: 50 Prozent). Darüber hinaus wurde konsequent an der langfristigen Absicherung der Profitabilität gearbeitet, u. a. durch Implementierung modernster Produktionsmethoden und Verschlankung interner Prozesse. Der Großteil des Umsatzwachstums im Unternehmensbereich Medienmarken International ist auf die vollständige Übernahme des Medienunternehmens Immediate Media zurückzuführen, einer Plattform sowohl für das Zeitschriften- als auch für das digitale Konsumentengeschäft in Großbritannien. Damit tätigte Burdainternational zugleich die größte Investition im Geschäftsjahr 2017. Immediate Media ist stark in den Gebieten Verlag, Technologie und E-Commerce und hat eine große und loyale Konsumentenbasis aufgebaut. Die Unternehmensgruppe ist in ähnlichen Geschäftsfeldern aktiv wie der Geschäftsbereich der deutschen Medienmarken National von Burda, gleichzeitig gibt es große kulturelle und unternehmerische Übereinstimmungen zwischen dem Stammhaus und den neuen britischen Tochtergesellschaften. Im zunehmend unberechenbaren Geschäft in Osteuropa kam es erneut zu Rückgängen der Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse aus dem Druck von Schulbüchern liegen ebenfalls leicht unter dem Vorjahr - im Wesentlichen dadurch bedingt, dass einzelne, für 2017 eingeplante Aufträge in das Folgejahr verschoben wurden. Die Umsatzerlöse im Bereich Druck (d.h. im europäischen Tiefdruckgeschäft) liegen - trotz einer vergleichbaren Auslastung - leicht unter dem Vorjahreswert. Um schnellstmöglich auf die sich verändernde Mediennutzung reagieren zu können, hat Burda die Entwicklung neuer Produkte - anders als klassische Industrieunternehmen - nicht in einer zentralen F&E-Abteilung gebündelt, sondern betreibt diese Aktivitäten dezentral in den einzelnen Profitcentern bzw. den aufgeführten Geschäftsbereichen. In Summe blickt Burda auf ein gesundes Geschäftsjahr 2017: Die durch Akquisitionen, insbesondere der Immediate Media, zu Jahresbeginn zunächst gestiegene Verschuldung konnte im Verlauf des Geschäftsjahres bereits deutlich reduziert werden Aus der soliden finanzwirtschaftlichen Lage ergibt sich die Handlungsfreiheit des Unternehmens, auch weiterhin in hohem Maße in die Entwicklung der eigenen Unternehmen zu investieren sowie neue Beteiligungen zu erwerben. Burda ist ein im Hinblick auf Märkte, Produkte und Geschäftsmodelle sehr breit und dadurch stabil aufgestelltes Unternehmen. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenInternationalInsgesamt nimmt die Weltwirtschaft wieder Fahrt auf und expandiert um die höchste seit 2010 verzeichnete Rate, wobei sich die Situation sowohl in den fortgeschrittenen als auch den aufstrebenden Volkswirtschaften verbessert. Für das globale Wirtschaftswachstum stellt die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) 2017 einen Anstieg der Wachstumsrate auf 3,6 Prozent fest und prognostiziert für 2018 ein vergleichbares Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings indiziert der Ausblick eine Vielzahl von Hemmnissen, die dazu führen, dass der Privatsektor nur unterdurchschnittlich wächst, vor allem in Bereichen wie Investitionen, Handel und Produktivität. Im Vergleich zu vergangenen Aufschwungphasen bleibt die Konjunkturaufhellung nach Einschätzung der OECD daher verhalten, zumal die Nachwehen der Finanzkrise weiterhin spürbar sind. Im Hinblick auf die aufstrebenden Volkswirtschaften gelten verlangsamte Reformanstrengungen und finanzielle Risiken infolge der hohen Schuldenbelastung als bremsende Faktoren. Auch in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nehmen finanzielle Risiken zu, da die lange Phase der Niedrigzinsen eine höhere Risikobereitschaft und einen weiteren Anstieg der Vermögenspreise befördert. Die finanz- und geldpolitische Lockerung wirkt sich jedoch weiter positiv auf die weltweite Wachstumsdynamik aus - insbesondere für das Wachstum in der Euro-Zone -, ebenso wie die in China während der Jahre 2016 und 2017 getätigten Infrastrukturinvestitionen in Milliardenhöhe. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Erholung im Euroraum 2017 verstärkt. Bei der Wachstumsrate wird ein Anstieg auf 2,4 Prozent erwartet, für das Jahr 2018 geht man von einem etwas niedrigeren Wachstum um 2,1 Prozent aus (Quelle: IWF). Die positive Entwicklung ist Ausdruck einer kräftigen Exportzunahme im Zusammenhang mit der Belebung des Welthandels sowie einer regen Binnennachfrage. Allerdings weist der Internationale Währungsfonds auch auf Ungleichgewichte wie die unterschiedliche Entwicklung am Arbeitsmarkt und beim Lohnwachstum innerhalb der Eurozone hin. In Großbritannien hat die Schwäche des Pfund zu einem Reallohnverlust und verhaltenem privaten Konsum geführt. In seinem jüngsten Länderbericht hat der IWF festgestellt, dass die britische Wirtschaft weniger dynamisch wächst und der Brexit mitverantwortlich ist. Für das Jahr 2017 prognostiziert der Fonds ein Wachstum um 1,8 Prozent und für 2018 um 1,6 Prozent. Als Unsicherheitsfaktor gilt weiter die Frage, wie die zukünftigen Handelsbeziehungen mit der EU nach dem Referendum aussehen sollen. So geht der IWF u.a. von einem Rückgang der Finanzdienstleistungs-Exporte in die EU um 40 Prozent aus. Nach der Prognose der OECD wird sich die wirtschaftliche Expansion der USA 2018 fortsetzen. Allgemein wird mit einem weiteren Verbrauchs- und Innovationswachstum gerechnet, gefördert durch die dynamische Entwicklung der Vermögenspreise sowie einem starken Geschäfts- und Konsumklima. Kurz vor Jahresende hat der US-Kongress die vom Präsidenten bereits im Wahlkampf angekündigte Steuerreform verabschiedet, die massive Auswirkungen auf die amerikanischen Unternehmen hat. Im Zentrum steht eine Absenkung der Ertragssteuer für Unternehmen von bisher 35 auf 21 Prozent. Weiterer Baustein ist die steuerliche Behandlung für im Ausland erzielte Gewinne, die künftig kostengünstig in die USA zurückgeholt werden können. In bescheidenerem Umfang profitieren auch Privatpersonen zunächst von den beschlossenen Steuererleichterungen. Kritiker des Reformpakets zeigen sich allerdings ob der absehbar stark ansteigenden Staatsverschuldung in den nächsten Jahren besorgt. Die zweijährige Rezessionsphase Russlands scheint im Jahr 2017 überwunden. Stabile Ölpreise, günstige Kreditbedingungen und ein besseres Geschäftsklima haben die Erholung der russischen Wirtschaftslage begünstigt. Der IWF erwartet für 2017 ein Wachstum um 1,8 Prozent. Für das Jahr 2018 wird mit einem verhaltenen Wachstum von 1,6 Prozent gerechnet (Quelle: IWF). Das Wachstum der indischen Wirtschaft wird sich den Projektionen der OECD zufolge allmählich vom vorübergehend negativen Effekt der Einführung der neuen allgemeinen Umsatzsteuer ("GST") sowie den Maßnahmen zur Eindämmung der Schattenwirtschaft erholen. Die politischen Reformanstrengungen sollten Unternehmensinvestitionen, Produktivität und Wachstum mit der Zeit weiteren Auftrieb geben. Für 2018 rechnet die OECD mit einem Anstieg der Wachstumsrate auf 7%. In China hat sich das Wachstum von 6,7 Prozent im Jahr 2016 auf 6,8 Prozent in 2017 etwas beschleunigt, was laut OECD den Dienstleistungen und einigen strategischen Branchen zuzuschreiben war. Die Volksrepublik war 2017 zum zweiten Mal in Folge der wichtigste Handelspartner Deutschlands und hat nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds das Potenzial, sein kräftiges Wachstum mittelfristig halten zu können. Afrikas Wirtschaftswachstum erfuhr im Rückblick auf 2016 weiterhin regionalen und globalen Gegenwind, was zu einer weiteren Konjunkturverlangsamung führte. Gleichwohl fällt die mittelfristige Prognose positiv aus: Für das Jahr 2017 wird in Afrika ein BIP-Wachstum von 3,4 Prozent erwartet, das 2018 auf 4,3 Prozent steigen könnte. Der Kontinent ist damit nach Asien die Region mit den höchsten Wachstumsraten. DeutschlandDie deutsche Wirtschaft befindet sich in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die auch für die nächsten Jahre erwartete Fortsetzung des Wachstums stützt sich auf eine weitere Belebung des Außenhandels, die Zunahme der privaten Investitionstätigkeit sowie die gute Beschäftigungslage in Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt wurde die Wirtschaftsleistung im Jahr 2017 von knapp 44,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht. Das waren nach vorläufigen Berechnungen rund 638.000 Personen oder 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (Quelle: Statistisches Bundesamt). Bis zum Jahr 2018 wird die Zahl der Erwerbstätigen voraussichtlich auf das Rekordniveau von 44,8 Millionen Menschen ansteigen. Niedrige Zinsen und die kräftig gestiegene Nachfrage nach Wohnungen kurbeln zudem die Bauwirtschaft an. Gegenüber dem Vorjahr ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2017 um 2,2 Prozent gestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die OECD hat ihre Prognose für das Wachstum im Jahr 2018 auf zuletzt 2,3 Prozent angehoben. Die MedienbrancheDie globale Medienindustrie befindet sich weiterhin unter dem massiven Einfluss der immer schneller voranschreitenden Digitalisierung. Zwar betrifft die technologische Transformation alle Bereiche der Wirtschaft, sie ist in der Medienbranche jedoch weiter fortgeschritten als in anderen Wirtschaftszweigen. Während klassische Inhalte-Anbieter vor der Herausforderung stehen, ihre Produkte, Prozesse, Geschäftsmodelle und ihre Position in der Wertschöpfungskette zu verändern, gewinnen vergleichsweise neue Player wie Netflix binnen kürzester Zeit weltweit Millionen von Kunden. Unter diesem Eindruck hat sich der Wettbewerb um das Aufmerksamkeitsbudget auf den zahlreichen Kommunikationswegen zum Konsumenten enorm verschärft. Der rasch wachsende Zugang zum Internet über mobile Endgeräte bleibt der vielleicht sichtbarste Treiber der digitalen Entwicklung. Laut Internationaler Fernmeldeunion konnten, bedingt durch sich schnell ausbreitende mobile Netzwerke und fallende Preise, zum Jahresende 2017 bereits 4,3 Mrd. Menschen weltweit das Internet nutzen. Die Anzahl der breitbandigen Mobilfunkverträge hat in den vergangenen fünf Jahren um jeweils mehr als 20% pro Jahr zugenommen. Bereits heute macht mobiles Internet gut zwei Drittel des gesamten Datenkonsums aus - bis 2021 könnte dieser Anteil auf 77 Prozent steigen (Quelle: PwC German Entertainment & Media Outlook). Mit der strategischen Ausrichtung von Hubert Burda Media hin zu der verstärkten Entwicklung digitaler und insbesondere mobiler Produkte passt sich das Unternehmen an die veränderten Nutzungsbedingungen der Konsumenten an, um ihnen auch in Zukunft maßgeschneiderte Angebote bieten zu können. Während der Markt für Publikumszeitschriften auch in Zukunft von sinkenden Werbeeinnahmen und -in geringerem Maße - auch von verkauften Auflagen gekennzeichnet ist, befindet sich der digitale Bereich im Aufschwung. In Bezug auf die digitalen Vertriebserlöse (digitale Magazine) wird in Deutschland bis 2021 eine Steigerung um 78 Millionen Euro auf 192 Millionen Euro prognostiziert, wobei deren Anteil an den gesamten Vertriebserlösen auf 10,5% wachsen wird (PwC German Entertainment & Media Outlook). Auch die digitalen Werbeerlöse der Publikumszeitschriften entwickeln sich gegenläufig zum Printbereich, sodass sich deren Anteil an den Gesamtwerbeerlösen von 14,4% (2016) auf 20,9% im Jahr 2021 erhöhen wird. Ungeachtet dessen stehen die Verlage weiter vor der Herausforderung, ihre Digitalaktivitäten dergestalt zu monetarisieren, dass die sinkenden Werbeeinnahmen im Printbereich ausgeglichen werden können. Zugleich haben insbesondere die "großen Vier" der US-Digitalunternehmen - Google, Facebook, Amazon und Apple - zum Teil massiv in mediale Inhalte investiert und dominieren wie im Fall der beiden erstgenannten Anbieter den Online-Werbemarkt; auch Amazon ist 2017 weltweit ins Werbegeschäft eingestiegen und lässt ein rasches Wachstum dieses globalen Geschäftsfeldes erwarten. Herausfordernd für klassische Medienunternehmen ist diese Entwicklung auch vor dem Hintergrund, dass der Zugang zu Konsumenten und zu Daten für das erfolgreiche Bestehen eines Unternehmens in der Consumer-Internet-Industrie inzwischen unerlässlich ist. Da das Internet die Monopolstellung einzelner Unternehmen begünstigt, sind die Chancen für einen erfolgreichen Markteintritt konkurrierender Unternehmen geschmälert. Durch die kontinuierliche Expansion der monopolistischen Unternehmen in angrenzende Geschäftsfelder ist zusätzlich die Gefahr von Marktmachtübertragungen gegeben (Quelle: cep-Studie). Die Politik bekennt sich inzwischen verstärkt dazu, gleiche Rahmenbedingungen für alle Wettbewerber schaffen zu wollen und sucht nach Wegen, die noch immer herrschende Ungleichbehandlung in Bezug auf Unternehmensbesteuerung, Datenschutz oder kartellrechtliche Fragen innerhalb der EU, von der insbesondere die amerikanischen Digitalunternehmen profitieren, zu beenden. Der Weg zu einem Level-Playing Field gestaltet sich jedoch weiterhin schwierig und ist sowohl von Erfolgen als auch von Rückschlägen geprägt. Im August 2016 hatte die Europäische Kommission verfügt, dass Irland von Apple die zuvor unrechtmäßig gewährten Steuervergünstigungen in Höhe von 13 Mrd. Euro zurückfordern muss. Zunächst hatte sich Irland gegen diese Auflage gewehrt, und Beschwerde eingelegt, was jedoch nicht zu der erhofften aufschiebenden Wirkung führte. Nachdem Irland der Aufforderung der Kommission jedoch auch ein Jahr nach dem Beschluss noch nicht nachgekommen ist, hat die europäische Wettbewerbskommissarin eine Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Trotz des laufenden Beschwerdeprozesses von Apple und Irland gegen die Entscheidung der EU-Kommission ist die geforderte Summe zwischenzeitlich auf einem Treuhandkonto in Irland eingegangen. Ob es sich jedoch um einen langfristigen Erfolg der Kommission im Kampf gegen Steuervermeidungspraktiken handelt, bleibt abzuwarten. Die EU-Wettbewerbskommissarin hat im Juni 2017 außerdem eine Rekordstrafe gegen Google verhängt. Der Konzern soll wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung als Suchmaschine durch unzulässige Vorzugsbehandlung des eigenen Preisvergleichsdienstes 2,42 Milliarden Euro Strafe zahlen. Im September legte Google einen Kompromissvorschlag vor, der vorsieht, Produktanzeigen in eine eigenständige Einheit auszulagern, damit Wettbewerber auf gleicher Basis mit Google gemeinsam um Anzeigenplätze wettbieten können. Wettbewerber kritisierten den Vorschlag. Die EU-Kommission will die neue Praxis beobachten und dann abschließend bewerten. Die im September 2016 noch unter dem damaligen Digitalkommissar vorgestellte Reform der Urheberrechtsrichtlinie, die unter anderem auch die Einführung eines Schutzrechtes für Verleger vorsieht, wäre ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem gerechteren Wettbewerb für Zeitschriften- und Zeitungsverleger. Die EU-Kommission erkennt mit diesem Vorschlag die wichtige Rolle der Presseverleger in demokratischen Gesellschaften an, die sie durch ihre Investitionen in journalistische Inhalte und damit in den Erhalt der Meinungs- und Informationsvielfalt haben. Verleger sollen mit Hilfe des neuen Rechtes in die Lage versetzt werden, Piraterie zu bekämpfen und über die Verwendung ihrer Inhalte insbesondere mit Online-Diensten verhandeln zu können. Der Gesetzesvorschlag liegt seit Anfang 2017 dem EU-Parlament vor und wird in Teilen sehr kontrovers diskutiert. Die Abstimmung im federführenden Rechtsausschuss ist derzeit für Anfang 2018 geplant. Nach einer zweijährigen Übergangsphase wird die in 2016 in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 endgültig anwendbar. Die DSGVO schafft einen harmonisierten und deutlich höheren Datenschutzstandard in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Viele Unternehmen europaweit müssen sich derzeit mit der Implementierung von Maßnahmen beschäftigen, um den neuen Regelungen ab Mai kommenden Jahres entsprechen zu können. Dies stellt branchenübergreifend eine große Herausforderung dar. Anfang des Jahres 2017 hat die Kommission zusätzlich die neue E-Privacy Verordnung (ePVO) als Ergänzung der Datenschutzgrundverordnung vorgestellt. Die in der ePVO überarbeiteten Regeln dienen vorrangig dem Ziel, die Vertraulichkeit in der elektronischen Kommunikation sicherzustellen und damit den Verbraucher besser zu schützen. Nach dem Willen von Kommission und Parlament soll die noch restriktivere ePVO gleichzeitig mit der DSGVO europaweit in Kraft treten. Laut ePVO dürfen Daten über das Nutzerverhalten künftig an Dritte nur weitergegeben werden, wenn Kunden ausdrücklich zustimmen. Zuvor galt das sogenannte Opt-Out-Prinzip, das eine Datennutzung aus einem berechtigten Interesse zuließ, wenn der Nutzer sich nicht aktiv dagegen entschieden hat. Kritiker der ePVO befürchten, dass der europäische Verbraucher in der Praxis nicht besser geschützt wird, da dominante Plattformen im Gegensatz zu anderen Unternehmen jede Einwilligung zur Datennutzung bekämen. Gerade dadurch verschaffe man den digitalen Monopolisten, insbesondere im Bereich der Online-Werbevermarktung, einen noch größeren Wettbewerbsvorteil gegenüber der europäischen Digitalwirtschaft. Sobald der Ministerrat seine Position gefunden hat, können die Verhandlungen (Trilog) von Rat, Parlament und Kommission beginnen, an deren Ende dann die Einigung auf einen finalen Text steht. Eine offizielle deutsche Position ist bisher noch nicht bekannt. Auf nationaler Ebene ist im Juni 2017 das 9. Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (9. GWB-Novelle) in Kraft getreten. Die Bundesregierung hat damit kurz vor der Bundestagswahl im September 2017 eingelöst, was sie der deutschen Verlagsbranche im letzten Koalitionsvertrag zugesichert hatte. Das Gesetz verfolgt das Ziel, die betriebswirtschaftliche Zusammenarbeit von Verlagen unterhalb der redaktionellen Ebene, wie z.B. bei der Anzeigenvermarktung, zu erleichtern. Die Verlagsbranche befindet sich derzeit in einer Phase der Sondierung für zukünftige Kooperationen. Werbemarkt"Mobile Shift" ist RealitätMit der weltweit steigenden Mediennutzung wächst auch der globale Werbemarkt kontinuierlich. ZenithOptimedia prognostiziert in den Advertising Expenditure Forecasts ein Wachstum der Werbeausgaben von 4,2 Prozent - auf 559 Milliarden US-Dollar zum Ende des Jahres 2017. Größter Wachstumstreiber und gleichzeitig die größte Herausforderung bleiben für die globale Werbeindustrie die digitale Transformation und die Technologisierung der Werbung. Insbesondere die rasante Verbreitung von Mobilgeräten hat die Mediengewohnheiten der Konsumenten weltweit verändert und den Medienkonsum auch insgesamt befeuert. Nun allerdings, da die mobile Marktdurchdringung in den am weitesten entwickelten Märkten 80 bis 90 Prozent erreicht hat, verlangsamt sich diese Entwicklung. Die mobile Internetnutzung wächst laut ZenithOptimedias Media Consumption Forecasts 2017 lediglich um 17 Prozent, nach 25 Prozent im Vorjahr. Und auch der Gesamtmedienkonsum bleibt mit einer Steigerung von rund drei Prozent auf dem Niveau von 2016. Der "Mobile Shift" ist in der Gegenwart angekommen. Mobil treibt auch die Ausgaben für Internetwerbung: ZenithOptimedia prognostiziert in den Mobile Advertising Forecasts, dass 2017 bereits 53 Prozent aller Investitionen in Online-Ads in Anzeigen auf mobilen Endgeräten fließen - mobil überholt Desktop. 2018 werden 59 Prozent der Ausgaben für Internetwerbung mobil sein. Bei der Online-Werbung fließt ein Großteil der Erlöse nach wie vor über Search und Social Media an Google und Facebook, die beiden nach Werbeumsätzen weltweit größten Medienunternehmen 2017. Für die Suchmaschinenwerbung prognostiziert ZenithOptimedia bis 2019 ein Wachstum von neun Prozent pro Jahr. Vom "Mobile Shift" profitiert allerdings insbesondere Social Media - und hat hier mit nutzerorientierten Werbeformaten das größte Wachstumspotenzial. Denn: Viele Konsumenten steuern soziale Netzwerke über ihre mobilen Devices an und Werbeformen schmiegen sich zunehmend nahtlos an mobile App-Newsfeeds.. Auch Online-Video profitiert vom mobilen Medienkonsum - und legt pro Jahr um 16 Prozent zu, während klassische Bannerwerbung die geringsten Anteile verzeichnet. Automatisierung: Daten sind WährungMit der rasanten Technologisierung von Werbung spielt Programmatic Advertising eine entscheidende Rolle für das Wachstum der globalen Werbemärkte. Es umfasst den automatisierten Einkauf von Werbeflächen sowie das an Zielgruppen orientierte, automatisierte Ausspielen von Werbung. Laut Programmatic Marketing Forecasts von ZenithOptimedia wächst programmatische Werbung im Jahr 2017 um 31 Prozent. Damit legt sie rasanter zu als Social Media und Online Video, die beide in Zukunft selbst zu immer größeren Teilen auch programmatisch gehandelt werden. Bei Displaywerbung betragen die Aufwendungen für Programmatic 2017 bereits 58 Prozent. Programmatisches Marketing beginnt sich auch in den traditionellen Medien zu verbreiten. Einige TV-, Radio- und Out-of-Home-Plattformen bieten bereits den Einkauf von Werbekontakten über automatisierte und datengesteuerte Aktionen. Ziel der Werbeindustrie ist es, Konsumenten über Kommunikationsformate zu erreichen und sie mit einer persönlichen Note anzusprechen. Dies wird mit der steigenden Zahl an Kanälen, Devices, Inhalten und Nutzungssituationen immer schwieriger und komplexer. Die entscheidende Voraussetzung für automatisierte Buchungen und gezielt ausgespielte Formate sind Nutzerdaten. Folglich werden die Unternehmen, die über möglichst viele und präzise Konsumentendaten verfügen und diese über Werbetechnologien zugänglich machen, langfristig die Werbemärkte dominieren. Marktbeherrschende Unternehmen, die Daten als Währung einsetzen, sind bereits heute Google, Facebook und Amazon. Dieses Ungleichgewicht könnte die von der EU-Kommission geplante neue E-Privacy-Verordnung (vgl. dazu "Die Medienbranche") manifestieren. Sie wird deshalb die größte Herausforderung für die globale und insbesondere die europäische digitale Werbewirtschaft 2018 werden. Social und NativeMit der zunehmenden mobilen Internet-Nutzung gewinnen soziale Netzwerke weiter an Bedeutung. Laut ZenithOptimedia werden die Werbeausgaben für Social Media bis 2019 im Schnitt um 20 Prozent jährlich steigen. Die größten Profiteure dieses Booms sind Facebook, Twitter und Instagram (Social Media-Preis-Index von Esome Advertising). Während Werbung in sozialen Medien Anteile am Gesamtmarkt hinzugewinnt, wird der Display-Markt weiter durch steigende Adblocking-Raten gehemmt, was die Refinanzierung von professionell erstellten journalistischen Inhalten vor große Herausforderungen stellt. Die Medienbranche investiert daher zunehmend in Werbeformen wie Native Advertising, welches die eigene inhaltliche Kompetenz mit werblichen Botschaften verknüpft und damit nahtlos ins redaktionelle Angebot eingebaut werden kann. E-CommerceDer E-Commerce-Umsatz in Deutschland hat auch 2017 zugelegt, und zwar um 10,9 Prozent. Damit entfiel jeder achte Euro des gesamten Einzelhandels-Umsatzes auf den Handel im Internet. Der gesamte Online- und Versandhandel (inkl. Dienstleistungen) erzielte mehr als 78 Milliarden Euro BruttoUmsatz. Nach einem Ranking der Studie "E-Commerce-Markt in Deutschland 2017" zu den 100 umsatzstärksten Online-Shops in Deutschlang belegte Amazon erneut mit deutlichem Abstand Platz 1. Der US-Handelsriese erzeugte im Jahr 2017 bereits mehr als 53 Prozent der deutschen E-Commerce-Umsätze. In einer aktuellen PwC-Studie gaben 45 Prozent der Befragten an, ihre Produktsuche bei Amazon zu starten - mehr als 48 Prozent recherchieren dort die Preise. Im Geschäftsjahr hatten rund 40,4 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren in den letzten 12 Monaten etwas bei Amazon bestellt. 2017 hat dem E-Commerce stabile Umsätze in traditionell starken Warengruppen wie Bekleidung (11,76 Milliarden Euro.), Elektronikartikel und Telekommunikation (9,88 Milliarden Euro.), Computer, Zubehör, Spiele und Software (ca. 4,45 Milliarden Euro), Schuhe (3,84 Milliarden Euro) oder auch im Gesamtbereich Möbel, Lampen und Dekoration (3,76) Milliarden Euro) beschert. Diese Bereiche zählen nach wie vor zu den umsatzstärksten. Weiterhin deutliche Wachstumsraten weisen aber auch Warensegmente wie der Bereich Lebensmittel auf. Hier schlägt ein Umsatzplus von 21,3 Prozent zu Buche. 2.2 Geschäftsverlauf2.2.1 Digitalmarken NationalIm Geschäftsbereich Digitalmarken National vereint Burda die wesentlichen deutschen InternetAktivitäten des Teilkonzerns. Das Business-to-Consumer-Portfolio umfasst führende Endkundenmarken in den Bereichen E-Commerce, Social Networks, Online Travel sowie Publishing und Subscription. Daneben befinden sich Business-to-Business-Dienstleistungen für Unternehmen in den Bereichen Abonnement- und Commerce-Services im Angebot des Geschäftsbereichs. Zu den digitalen Aktivitäten zählen zudem mehr als 30 direkte und indirekte Beteiligungen an Radio- und Fernsehsendern. Der Bereich Digitalmarken National erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von 1.396,2 Millionen Euro und erwirtschaftete damit 52,3 Prozent vom Teilkonzernumsatz (2016: 1.174,3 Millionen Euro und 52,1 Prozent). Somit liegt die tatsächliche Entwicklung über der im Vorjahr prognostizierten. Als besonders wachstumsstark zeigten sich im Berichtsjahr die BurdaTech sowie die XING SE und die HolidayCheck Group AG. Durch gezielte Investitionen in Wachstumsfelder und in die Entwicklung eigener Technologien wurde die Grundlage für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung, insbesondere für ein Umsatzwachstum, gelegt. Der Bereich Digitalmarken National gliedert sich derzeit in die folgenden Teilbereiche: BurdaDirectBurdaDirect gehört zu den führenden Unternehmen für crossmediale Performance in den Bereichen Abo-Service, Kundenmanagement und E-Commerce. Das Unternehmen vereint Vertrieb, Marketing und Technologie zu einer Full-Service-Dienstleistung und unterstützt seine Kunden durch innovativen Vertrieb und crossmediales Multichannel-Marketing für Online- und Offline-Geschäftsmodelle. Das Kerngeschäft von BurdaDirect gliedert sich in zwei Geschäftsfelder: Der erste Bereich umfasst die Consumer Products. Der Fokus liegt auf der Vermarktung hochwertiger B2C-Produkte mit wiederkehrendem Bedarf wie beim Zeitschriftenvertrieb der Neuen Verlagsgesellschaft, dem Reiseanbieter Daydreams, Silkes Weinkeller und Valentins. Im zweiten Bereich dreht sich alles um die Services der Consumer Products (Verlagsservices) und um B2B-Dienstleistungen zur Optimierung von Marketing- und Vertriebsprozessen - wie beispielsweise die Direct Interactive, einem Full-Service-Anbieter für Performance-Marketing und Paketplus, dem führenden Netzwerk für Paketbeilagen in Deutschland. Die BurdaDirect blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück und konnte - bereinigt um Abgänge aus dem Konsolidierungskreis - eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse erzielen. Zudem hat sie im vergangenen Jahr die Fokussierung ihres Portfolios vorangetrieben. In diesem Zusammenhang wurden im vierten Quartal 2017 die Anteile an der Debitor Inkasso GmbH veräußert. BurdaForwardDas digitale Publishing-Unternehmen BurdaForward veröffentlicht und vermarktet eine große Auswahl von journalistischen Angeboten, wie zum Beispiel Focus Online, Chip, HuffPost, Finanzen100, Net-Moms und The Weather Channel. Dadurch erreicht das Unternehmen pro Monat mehr als 34 Millionen Menschen in Deutschland und damit jeden zweiten deutschen Internet-Nutzer (AGOF daily digital facts, Einzelmonat, November 2017). Die meisten BurdaForward-Portale gelten in ihren Themenbereichen als führend. Mehr als 500 Journalisten, Redakteure, Entwickler, Kommunikationsexperten, Digitalanalysten und -Strategen arbeiten an den Standorten München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Berlin. Gemeinsam richten sie ihr Augenmerk jeden Tag aufs Neue auf die Bedürfnisse der User und stehen den Menschen in Deutschland mit relevanten Informationen und konstruktiven Lösungen in ihrem Alltag zur Seite. Vermarktet werden alle Portale von einer eigenen Vermarktungseinheit, zu deren Kunden-Portfolio unter anderem auch TV Spielfilm, Xing und HolidayCheck zählen. BurdaForward ist damit auch einer der führenden digitalen Vermarkter in Deutschland (AGOF digital facts 2017-11) und versteht sich als Vorreiter in Video und Native Advertising. Die Print-Sparte mit dem Chip-Magazin, Technik-Sonderheften sowie mehreren Foto-Titeln konnte im Jahr 2017 im weiter rückläufigen Marktumfeld (ma 2017 Pressemedien I) die Profitabilität halten und mit neuen Erlösquellen wie z.B. dem Testsiegelgeschäft ein leichtes Umsatzwachstum generieren. BurdaTechZu BurdaTech gehören die E-Commerce-Beteiligungen Cyberport GmbH und computeruniverse GmbH. Die europaweit agierende Cyberport GmbH, deren Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum liegt, gehört zu den größten E-Commerce-Unternehmen Deutschlands und präsentiert unter www.cyberport.de mehr als 45.000 Markenartikel aus den Bereichen IT und Connected Products. Durch die Verknüpfung des Online-Shops mit den 14 stationären Verkaufsfilialen (2016: 15 Filialen) hat sich Cyberport zum Omnichannel-Unternehmen entwickelt. Die Schließung einer Filiale war vermieterseitig bedingt. Trotz eines unverändert hohen Wettbewerbsdrucks und stagnierender Märkte konnte das Unternehmen ein starkes Umsatzwachstum erreichen. Burda investiert zur weiteren Stärkung von Cyberport in eine zentrale IT-Unit in München, in der E-Commerce-Technologie und -Prozesse entwickelt werden. Im August 2017 übernahm Cyberport den Tinten- und Toner-Spezialisten HQ-Patronen und ergänzt damit sein IT-Kerngeschäft, stärkt den Bereich der Verbrauchs- und Serviceprodukte und treibt auch das gesamte Unternehmenswachstum weiter voran. Mit einem Umsatzwachstum von 18 Prozent entwickelt sich Cyberport derzeit besser als die IT- und CE-Branchen und gewinnt Marktanteile. Das ebenfalls europaweit agierende Handelsunternehmen computeruniverse GmbH betreibt unter www.computeruniverse.net einen Online-Shop, der mehr als 100.000 Artikel für Hardware, Software, Unterhaltungs- und Haushaltselektronik umfasst. Computeruniverse konnte 2017 ebenfalls nach Umsätzen wachsen. DLD MediaHubert Burda Media betreibt seit 2005 die international renommierte Konferenz- und Innovationsplattform DLD Media. 2017 hat DLD Media seine Aktivitäten weiter verstärkt und neben den DLD-Konferenzen in München, New York City, Brüssel und Tel Aviv zum ersten Mal eine eineinhalbtägige DLD-Konferenz in Berlin veranstaltet. Darüber hinaus hat DLD Media in 2017 eine neue Konferenzreihe an deutschen Universitäten mit dem Titel DLD Campus ins Leben gerufen. Die Auftaktveranstaltung fand im Juni 2017 an der Universität Bayreuth statt. DLD Salons wurden darüber hinaus in London, New York City und San Francisco ausgerichtet. HolidayCheck Group AGDie HolidayCheck Group AG ist eines der führenden europäischen Digitalunternehmen für Urlauber. Die rund 450 Mitarbeiter zählende Gruppe vereint unter ihrem Dach für den deutschsprachigen Markt die HolidayCheck AG als Betreiberin der gleichnamigen Hotelbewertungs- und Reisebuchungsportale und die Driveboo AG als Betreiberin des Mietwagenportals MietwagenCheck. Den Benelux-Markt deckt die WebAssets B.V. als Betreiberin der Zoover-Hotelbewertungsportale und der Meteovista-/Weeronline- Wetterportale ab. Die HolidayCheck AG, die größte operative Einheit in der Gruppe, führt ein eigenes TÜV-zertifiziertes Online-Reisebüro und arbeitet mit allen namhaften Reiseveranstaltern zusammen. Von der ersten Recherche bis hin zur Reisebuchung bietet HolidayCheck Service aus einer Hand. HolidayCheck.de ist das größte deutschsprachige Meinungsportal für Reise und Urlaub im Internet (AGOF digital facts 2017-8). Das Geschäftsjahr 2017 stand im Zeichen gezielter Investitionen in die Weiterentwicklung der bestehenden Produkte und Plattformen in den Kernbereichen Pauschalreise und Hotel Only sowie in den Aufbau daran angrenzender Themenbereiche wie der Vermittlung von Kreuzfahrten. Darüber hinaus wurde der erfolgreiche Wachstumsbereich der persönlichen Urlauberberatung weiter ausgebaut. Unter dem Motto "Buch Dein Ding" startete im Juni 2017 eine neue Markenkampagne der Holiday-Check AG. Zur Etablierung dieser Markenpositionierung wurden ebenfalls verstärkte Investitionen getätigt. Mithilfe der genannten Maßnahmen wird mittelfristig ein nachhaltiges und beschleunigtes Umsatzwachstum bei unterproportionalem Anstieg der Marketing- und Personalaufwendungen angestrebt. Die HolidayCheck Group konnte 2017 insgesamt ein Umsatzwachstum von rund 13,3 Prozent erreichen. Die Vision der HolidayCheck Group ist, das urlauberfreundlichste Unternehmen der Welt aufzubauen. Daher wird das Hauptaugenmerk weiterhin auf intensivierten Investitionen in die Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen der Urlaubsmarken der HolidayCheck Group liegen. Darüber hinaus werden gezielte Übernahmen digitaler Reiseunternehmen nicht ausgeschlossen, um das bestehende Produktportfolio sinnvoll zu ergänzen. JamedaDas 2007 gegründete Unternehmen ist Betreiber des gleichnamigen größten deutschen Arztempfehlungsportals sowie Marktführer für Online-Arzttermine. Mehr als 6 Millionen Patienten finden auf Jameda jeden Monat den passenden Arzt und können anschließend bei zahlreichen Ärzten direkt einen Arzttermin buchen. Bei der Suche helfen den Patienten die rund 2 Millionen OnlineArztbewertungen anderer Patienten sowie zahlreiche Filteroptionen. Ärzte können auf Jameda ihre Praxis vorstellen und umfassend über ihr Leistungsspektrum informieren. Mit dem Kauf des führenden Anbieters für Online-Videosprechstunden Patientus zum 31.12.2016 sowie dessen Integration im Jahr 2017 konnte Jameda das Angebot an eHealth-Services weiter ausbauen. Patienten haben fortan die Möglichkeit, auch Online-Videosprechstunden direkt auf Jameda zu buchen. Um die Marktführerschaft für die Online-Arztsuche und -Terminvereinbarung sowie die damit verbundene Position als führender digitaler Mittler zwischen Arzt und Patient weiter voranzutreiben, startet Jameda Anfang 2018 mit einer neuen Arztsuche. Diese basiert auf einer hochmodernen neuen Technologie, mit deren Hilfe künftig die große Menge an Bewertungen und sonstigen Informationen entsprechend den von Nutzern gesuchten Symptomen und Behandlungen durchsucht wird. Damit wird es für Patienten noch einfacher, den richtigen Arzt für ihr Anliegen zu finden. Zudem arbeitet Jameda an zahlreichen weiteren Produktinnovationen, die den Ärzten eine immer tiefere Integration der Online-Terminlösung in ihren Praxisalltag ermöglichen. Im Februar 2018 hat der Bundesgerichtshof der Klage einer Ärztin stattgegeben, die aus Jameda gelöscht werden wollte. Infolgedessen hat das Unternehmen das Anzeigenformat, welches Gegenstand der Klage war, mit sofortiger Wirkung zur weiteren rechtmäßigen und vollständigen Listung von Ärzten entsprechend entfernt, so dass Patienten weiterhin alle Ärzte auf Jameda vorfinden. Mit dem Urteil haben die Bundesrichter nochmals bestätigt, dass eine Speicherung der personenbezogenen Daten mit einer Bewertung der Ärzte durch Patienten grundsätzlich zulässig ist und dem Informationsbedürfnis der Allgemeinheit damit einen hohen Stellenwert eingeräumt. XING SESeit 2012 ist Burda mehrheitlich an Deutschlands größtem beruflichem Online-Netzwerk Xing beteiligt. Über 13,4 Millionen Mitglieder in der D-A-CH-Region (2016: 11,4 Millionen Mitglieder) nutzten 2017 die Internet-Plattform für Geschäft, Job und Karriere, davon sind mehr als 994.000 Menschen zahlende Nutzer des Premiumangebots (2016: 929.000 Premium-Kunden). Daneben setzt Xing auf B2B-E-Recruiting. Dieses Segment weist Verkaufserlöse von Produkten und Services aus, die Xing Unternehmen verkauft, damit diese sich im immer stärker herausfordernden "War for Talents" behaupten können. Diesem Segment sind die Teilbereiche Employer Branding (kostenpflichtige Unternehmensprofile), Active Sourcing und Passive Recruiting sowie das Empfehlungsmanagement zuzuordnen. Des Weiteren gehört auch der Xing-Stellenmarkt mit der neuen Funktion Xing Jobbox dazu. Mitglieder verfügen damit über eine intelligente Übersichtsliste, die Stellenanzeigen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführt. Ebenfalls zu Xing gehört Kununu, die größte ArbeitgeberBewertungsplattform im deutschsprachigen Raum. Zum dritten Segment Advertising & Events zählt die Marke Xing Events, die Eventmanagement-Lösungen anbietet und damit eine Brücke zwischen Online- und Offline-Welt schafft. In allen Bereichen konnte die XING SE im Geschäftsjahr 2017 deutliche Zuwächse erzielen und -gemäß eigener Berichterstattung nach IFRS - Gesamtumsatz (+26 Prozent auf 187,8 Millionen Euro, Vorjahr: 148,5 Millionen Euro), EBITDA (+22 Prozent auf 58,4 Millionen Euro, Vorjahr: 47,9 Millionen Euro) sowie den Jahresüberschuss (+10 Prozent auf 25,9 Millionen Euro, Vorjahr: 23,6 Millionen Euro) jeweils steigern. Xing-Mitglieder können sich mit den News-Angeboten des Unternehmens auf dem Laufenden halten und mitdiskutieren oder sich auf dem Themenportal Xing Spielraum über Veränderungen und Trends der neuen Arbeitswelt informieren - mit diesem attraktiven Content-Angebot erhöht das Netzwerk seine Attraktivität für bestehende und neue Mitglieder. Um seine Kapazitäten in der Softwareentwicklung noch weiter zu erhöhen, hat die XING SE im Oktober 2017 einen neuen Standort im portugiesischen Porto eröffnet. Außerhalb des deutschsprachigen Raums verfügt Xing bereits über einen weiteren Entwicklungsstandort im spanischen Barcelona. Seit 2011 arbeiten hier inzwischen mehr als 50 Mitarbeiter erfolgreich an der Entwicklung digitaler E-Recruiting-Produkte. Sein Engagement im Bereich New Work hat Xing im März 2017 mit der "New Work Experience" auf ein neues Niveau gehoben. Im ausverkauften Berliner "Westhafen Event & Convention Center" kamen gut 900 Personen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen. Auf insgesamt acht Bühnen erlebten die Besucher über 80 Redner und 40 Stunden Programm zum Thema New Work. Risiken des BereichsDie digitalen Geschäftsaktivitäten stehen im Wettbewerb zu großen marktdominierenden US-Digitalunternehmen. Aufgrund der Skalen- und Netzwerkeffekte besteht hier ein besonderes Risiko der Monopolbildung. Hinzu kommen Risiken der schnellen Veränderung digitaler Geschäftsmodelle. Insbesondere die E-Commerce Unternehmen sind durch die globale Preistransparenz und extrem schnelle technologische Entwicklungen einem hohen Risiko der Schwächung der Marktposition mit einem entsprechenden Wertverfall ausgesetzt. Zusätzlich stehen die digitalen Geschäftsmodelle durch veränderte gesetzliche Grundlagen auf nationaler und europäischer Ebene wie z.B. durch die EU-Datenschutzgrundverordnung oder die E-Privacy-Richtlinie vor großen Herausforderungen, die auch eine Anpassung der Geschäftsmodelle erforderlich machen könnten. Hubert Burda Media wählt seine Beteiligungen in digitalen Geschäftsbereichen daher unter Berücksichtigung dieser Risiken sehr sorgfältig aus und baut auch intern technologische Kompetenz kontinuierlich auf. Dadurch werden Veränderungen in den betroffenen Märkten frühzeitig erkannt und neue Geschäftsmodelle entwickelt. Im Übrigen sind die digitalen Aktivitäten in sehr unterschiedlichen Geschäftsfeldern breit gestreut, wodurch Klumpenrisiken vermieden werden. StrategieIm Jahr 2017 hat sich das digitale Marktumfeld weiter extrem dynamisch entwickelt. Die weiterhin steigende Internet-Penetration und -Nutzung in Deutschland sowie die zunehmende Durchdringung des Marktes durch Smartphones trugen zum starken Wachstum der Digitalmarken bei. Vor allem auf den mobilen Kanälen konnten hohe Wachstumsraten verzeichnet werden. Die Internet-Unternehmen der Burda-Gruppe verfolgen das strategische Ziel, ihre Wettbewerbsposition auch unter verschärften Wettbewerbsbedingungen weiter auszubauen. So wurden beispielsweise die Unternehmen Cyberport und jameda gezielt durch strategische Akquisitionen ( HQ-Patronen und Patientus) gestärkt. Alle digitalen Publishing-Angebote verzeichneten steigende Nutzerzahlen. Xing konnte durch seine klare Plattformstrategie im ganzheitlich bearbeiteten Themenfeld "Berufsleben" nach Nutzerzahlen und Umsätzen 2017 deutlich wachsen und soll auch 2018 weitere Marktanteile und Mitglieder gewinnen. Der Wechsel von Desktop- zur mobilen Nutzung digitaler Angebote ist eine Herausforderung, der sich sämtliche digitalen Marken stellen und ihre Angebote darauf ausrichten müssen. Insbesondere das digitale Advertising-Geschäft ist davon betroffen, das zudem zunehmend automatisiert und datengetrieben abgewickelt wird. Die digitalen Publishing-Plattformen Burdas konzentrieren sich weiterhin auf innovative Formate wie Native Advertising und bauen transaktionale Geschäfte aus, um die Abhängigkeit von klassischen Werbeerlösen zu reduzieren. Die beiden E-Commerce-Unternehmen in der Sparte Elektronik und Technik (Cyberport und computeruniverse) arbeiten weiter am strategischen Ziel, sich durch Technologie, Customer Journey, individuelle Beratung und Services besser zu differenzieren. Die zentrale IT-Unit in München, der sogenannte E-Commerce Hub, ist Ausgangspunkt, um in E-Commerce-Technologie und -Prozessen eine führende Position einzunehmen. BurdaDirect wird seine bestehenden Kompetenzen in den Feldern digitales Direktmarketing weiter ausbauen. Strategisches Ziel ist, weitere E-Commerce-Unternehmen mit Potenzial zuzukaufen und diesen durch die genannten Kompetenzen zu Wachstum und Gewinn von Marktanteilen zu verhelfen. PrognoseFür das Jahr 2018 wird erwartet, dass sich die beschriebene Marktentwicklung (extrem dynamisches Wachstum digitaler Geschäftsfelder; Mobile Shift; Dominanz der Global Player; große Wachstumschancen für Plattformen) fortsetzen wird. Da Burdas Digitalunternehmen sich seit langem auf diese Entwicklungen eingestellt haben und ihre Geschäfte aktiv vorantreiben, sind die Wachstumsaussichten daher grundsätzlich positiv. Weitere Akquisitionen, die das bestehende Geschäft sinnvoll ergänzen, sind für 2018 geplant. Der Geschäftsbereich Digitalmarken National geht daher für 2018 von einem weiteren moderaten Umsatzwachstum aus. 2.2.2 Medienmarken NationalDer Geschäftsbereich Medienmarken National umfasst das nationale Verlagsgeschäft des Teilkonzerns Burda mit allen Print- und Digitalaktivitäten der Verlagsgruppen BurdaNews, BurdaStyle, BurdaLife und BurdaHome sowie des Kinderzeitschriftenverlags Blue Ocean Entertainment AG. Die fünf Verlagsgruppen publizierten 2017 insgesamt 147 regelmäßig erscheinende Zeitschriftentitel (2016: 142), die mit 51,8 Millionen Menschen (2016: 50,0 Millionen) 73,9 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren erreicht haben (Quelle: ma 2017 II). Die operative Führung des Bereichs Medienmarken National erfolgt durch die Burda Magazine Holding, die neben klassischen Holding-Aufgaben verlagsnahe Dienstleistungen wie beispielsweise die hauseigene Repro Pixel4Media und die Inhouse-Lizenzagentur Brand Licensing umfasst. Weitere dem Teilkonzernbereich Medienmarken National zugehörige Unternehmen sind die auf die Produktion, Publikation und Vermarktung von TV-Produktionen und digitale Plattformen spezialisierten BurdaStudios, der zentrale Werbevermarkter BCN, das Content-Marketing-Unternehmen C3, das Marktforschungsinstitut Media Market Insights (MMI) sowie das Unternehmen StarnetOne, Spezialist für die Produktion, Kreation und Vermarktung von Medienereignissen wie Europas wichtigstem Medienpreis BAMBI. Der Zeitschriftenvertrieb für Burda wird in Deutschland über den Modernen Zeitschriften Vertrieb (MZV) organisiert. Traditionell erwirtschaftet der Geschäftsbereich Medienmarken National Einnahmen aus den beiden Umsatzquellen Anzeigen und Vertrieb. Durch die Digitalisierung unterliegt der Medienmarkt seit mehr als zwei Jahrzehnten großen strukturellen Veränderungen, sodass beide traditionellen Umsatzsäulen auch bei Burda rückläufig sind, allerdings in unterschiedlich starker Ausprägung. Insbesondere auf dem Werbemarkt haben in den letzten Jahren fundamentale Verschiebungen zugunsten der digitalen Medienangebote stattgefunden. Insgesamt ist der Werbemarkt 2017 laut der Nielsen-Bruttowerbemarktanalyse um 1,9 Prozent auf 31,9 Milliarden Euro gewachsen (Quelle: Nielsen). Der Anzeigenmarkt für Publikumszeitschriften allerdings ist mit einem Minus von 1,6 Prozent weiterhin leicht rückläufig und lag 2017 bei einem Brutto-Werbeumsatz von 3,4 Milliarden Euro (Quelle: Nielsen). Die digitalen Werbeumsätze sind dagegen gestiegen, allerdings profitiert von diesem Wachstum schon heute vor allem das US-amerikanische Duopol Google und Facebook. 2020 wird der digitale Werbemarkt in Deutschland zu 70 Prozent von diesen beiden Unternehmen dominiert werden (Quelle: Schickler Media Index). Burda bleibt 2017 mit Brutto-Werbeerlösen in Höhe von 389,1 Millionen Euro (2016: 399,4 Millionen Euro) und einem Marktanteil von 15,1 Prozent (2016: 15,2 Prozent) Marktführer unter den deutschen Verlagen (Quelle: Nielsen, jeweils ohne Medienwerbung). Der Vertriebsmarkt ist für den Teilkonzernbereich Medienmarken National heute die wichtigste Umsatzsäule. Insgesamt haben 2017 Verlage in Deutschland rund 1,54 Milliarden Zeitschriften verkauft (2016: 1,71 Milliarden; Quelle: Pressegrosso). Die Vertriebsumsätze 2017 zu Netto-Abgabepreisen an den Einzelhandel lagen insgesamt bei 1,96 Milliarden Euro (2016: 2,09 Milliarden Euro; Quelle: Grossoverband). Mit einer verkauften Auflage von 255 Millionen Exemplaren (2016: 276 Millionen) und einem Minus von 8 Prozent entwickeln sich die Titel von Hubert Burda Media deutlich stabiler als der Gesamtmarkt (Quelle: IVW). Der Fokus des Geschäftsbereichs Medienmarken National lag 2017 weiterhin auf den beiden strategischen Schwerpunkten Wachstum und Transformation. Dabei wurden die im Rahmen des 2014 lancierten umfassenden Transformationsprogrammes "GROW!" formulierten Missionen konsequent weiterverfolgt: die innovative und exzellente Weiterentwicklung des Kerngeschäfts, der Ausbau digitaler Medienangebote und Erlösmodelle sowie das nachhaltige Erschließen alternativer Erlösquellen. Die Entwicklung des Neugeschäfts erfolgt dabei nah an den journalistischen Marken und Inhalten der Medienmarken National und dient der sukzessiven Erreichung der Unabhängigkeit vom Werbemarkt. Durch die erfolgreiche Weiterführung des Transformationsprogrammes in 2017 ist der Geschäftsbereich als Ganzes das zweite Jahr in Folge gewachsen. Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die Umsatzerlöse auf 670,7 Millionen Euro, was einem Anstieg von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Somit kam es zu dem im Vorjahr prognostizierten leichten Anstieg. Dabei war der Umsatz aus den alternativen Erlösquellen 2017 erstmals größer als die Print-Anzeigenerlöse und damit die zweitwichtigste Umsatzsäule nach den Vertriebserlösen. Auch die digitale Dimension konnte 2017 signifikant ausgebaut werden. Die Gesamtreichweite aller dem Geschäftsbereich zugehörigen digitalen Plattformen stieg im letzten Geschäftsjahr um 8,5 Prozent auf 1,4 Milliarden kumulierte Visits (Quelle: IVW); bei den Unique Usern verzeichnete der Geschäftsbereich 2017 einen Zuwachs um 28 Prozent auf 21,22 Millionen (Quelle: AGOF, crossmedia). Allein der 'Burda Women Hub' bestehend aus Bunte.de, Freundin.de, Elle.de, lnstyle.de und Harpersbazaar.de steigerte seine Reichweite auf 542 Millionen Visits (Quelle: IVW) und 11,1 Millionen Unique Usern (Quelle: AGOF, crossmedia), was einem Anstieg von 20,9 Prozent bzw. 19,5 Prozent entspricht. Damit ist es gelungen, die große Stärke der Marken für die weibliche Zielgruppe vom Analogen ins Digitale zu transferieren. In den sozialen Netzwerken verzeichnen die Medienmarken National derzeit mehr als 10,6 Millionen Fans und Follower. BurdaLifeBurdaLife legt in seinem Medienportfolio für Print wie Digital einen Schwerpunkt auf General-Interest-Angebote und zeichnet sich durch eine besondere Zielgruppenkompetenz 50+ sowie eine große Expertise im Themenspektrum "Health" aus. Die Health-Agency, eine Zentralredaktion für Medizin & Gesundheit, das innovative Health-Portal Mylife.de, das Magazin Ma Vie - Gesund leben oder auch das Branchen-Event "Health Lab by Burda" stehen für die besondere Kompetenz in diesem Themenbereich. BurdaLife publiziert in den Entertainment- und Women-Segmenten zahlreiche Titel, die vorwiegend wöchentlich erscheinen. Allein mit seinen derzeit acht in der Media-Analyse gelisteten Zeitschriften kommt BurdaLife auf eine Gesamtreichweite von rund 8,2 Millionen Lesern (ma 11/2017; Vorjahr: rund 8,5 Millionen Leser, ma 11/2016). Dazu zählen u. a. die Freizeit Revue als Nummer eins im Feld der unterhaltenden wöchentlichen Frauenzeitschriften (IVW IV/2017), Super lllu, die meistgelesene Kaufzeitschrift in den ostdeutschen Bundesländern (ma II/2017), Lust auf mehr, Freizeit Spass, Lisa oder auch Frau im Trend. Das Wirtschaftsmagazin Guter Rat ist ein Informationsmedium für Verbraucher rund um die Themen Finanzen, Gesundheit, Vorsorge, Technik, Freizeit und Recht. Außerdem publiziert die Mediengruppe rund ein Dutzend periodisch erscheinender Rätsel-Magazine sowie digitale Rätsel-Angebote, u. a. unter dem Markendach von Freizeit Revue. Unter den erfolgreichen Markennamen von BurdaLife erscheinen zudem zahlreiche Spezialpublikationen, wie z.B. ReiseSpecials von Super lllu, das Sonderheft Freizeit Revue Advent, im Jahr 2017 neu auch das Freizeit Revue Oster-Spezial, das periodisch erscheinende Freizeit Revue-Rätselheft Mein Lieblingsrätsel sowie eine Advents-Sonderausgabe der Marke Lisa. Super lllu verleiht in einer Gemeinschaftsproduktion mit mdr und rbb-Fernsehen die Goldene Henne, Deutschlands größten Publikumspreis. Die Mediengruppe BurdaLife arbeitete auch 2017 kontinuierlich an neuen Produkten und Geschäftsmodellen, baute ihre Kompetenzen auf vielfältigen Ebenen aus und vernetzte mit dem "connected workflow" auf innovative Weise seine Redaktionsstrukturen u.a. in Kooperation mit BurdaHome, um beste Content-Qualität für die BurdaLife-Medienmarken zu produzieren. BurdaHomeBurdaHome ist die nationale Verlagsgruppe von Hubert Burda Media mit der Special-Interest-Expertise. Hier werden über 25 Medienmarken aus den Segmenten Food, Living, Garten und Land publiziert mit einer Gesamtreichweite von rund 7,2 Millionen Lesern (ma II/2017; Vorjahr: rund 6,7 Millionen Leser, ma II/2016). BurdaHome ist im Bereich Food Printmarktführer in verkaufter Auflage (IVW IV/2017). Zum Medien-Portfolio gehören u. a. Deutschlands erste Food- und Genusszeitschrift Meine Familie & ich (seit 1966), Lust auf Genuss, Slowly Veggie, Sweet Dreams oder auch die Rezepte-Plattform Daskochrezept.de. 2017 wurde auf Vermarktungsseite das reichweitenstarke Premium-Netzwerk "First in Food" gegründet, das sukzessive weiter ausgebaut wird. Zu BurdaHome zählt zudem als 100-prozentige Tochter Stockfood, eine der größten Bildagenturen Deutschlands und einer der weltweit führenden Vermarkter im Bereich Food-Fotografie. Ebenfalls zu Stockfood gehören die auf Wohnthemen spezialisierte Agentur Iiving4media, die Agentur seasons.agency mit dem Fokus auf Beauty-Fotografie, die auf Medizin & Wissenschaft spezialisierte science-photo-Agentur und die Gartenbildagentur friedrichstrauss.de. BurdaHome ist Marktführer nach Auflage (IVW IV/2017) und Reichweite (ma II/2017) im Garten-Segment, u. a. mit der Premium-Marke Mein schöner Garten, Gartenspaß oder Lisa Blumen & Pflanzen. Auch digital ist Mein schöner Garten die Nummer 1 und hat seine Reichweite 2017 im Vergleich zum Vorjahr um fast eine Million Unique User auf 2,42 Millionen gesteigert (AGOF digital facts 2017-03). Die Brand Group "Garten" hat auch in diesem Jahr den Ausbau des Themas Merchandising/3rd Revenue, u.a. im Bereich E-Commerce, erfolgreich vorangetrieben. Im Land-Bereich hat sich die Markenfamilie um Mein schönes Land erfolgreich entwickelt und umfasst insgesamt sechs periodisch erscheinende Magazine sowie diverse Sonderpublikationen. Auch bei den Living-Titeln setzt BurdaHome Maßstäbe mit einem breit aufgestellten Portfolio, zu dem u.a. der Auflagen-Marktführer Wohnen & Garten (IVW IV/2017), Lisa Wohnen & Dekorieren, Das Haus oder auch die Neuerscheinung aus 2017 Hund im Glück zählen. Mit hoher Innovationskraft werden kontinuierlich neue Medienprodukte und Erlösmodelle entwickelt sowie zusätzliche Kommunikationskanäle erschlossen, fokussiert auf eine 360°-Erlebbarkeit der Marken für den Konsumenten. Dazu zählen u. a. attraktive Influencer-, Kunden- und Branchen-Events (z.B. Bake Days, Plaza Culinaria, Menschen & Märkte). BurdaStyleBurdaStyle ist das größte deutsche Medienunternehmen im Bereich Lifestyle, Fashion, Beauty und Entertainment und erreicht pro Monat 8,36 Millionen Leser (ma 2017 II; ma 2016 II: 7,79 Millionen). Mit den Luxusmarken Elle, Elle Decoration, InStyle und Harper's Bazaar sowie den Premiummarken Bunte und Freundin umfasst das Portfolio Angebote für die verschiedenen Lebensphasen vorwiegend weiblicher Konsumenten. Bis zum 30. November 2017 gehörte auch Donna zum Portfolio der Premiummarken. Zu diesem Stichtag wurde der Verkauf des Titels Donna an die Funke Mediengruppe wirksam. Die Marken der BurdaStyle werden auf Online-Portalen, über Social Media, mobil, im Bewegtbild und mit Veranstaltungen wie dem New Faces Award v on Bunte oder der InStyle-Lounge zur Berliner Fashion Week inszeniert. Positive Entwicklungen konnte der Vertriebsmarkt 2017 vor allem bei den Marken Bunte, Freundin und Elle vorweisen. Mit 140.433 verkauften Exemplaren (IVW III/2017) positioniert sich Elle unverändert als Marktführer im High-End-Segment. Insbesondere in der "harten Währung" - Einzelverkauf und Abonnement - verzeichneten die Luxustitel ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahresquartal: Elle gewinnt um 6 Prozent, Elle Decoration um 7,4 Prozent und Harper's Bazaar um 4,6 Prozent (IVW III/2017). Bunte verzeichnete einen leichten Rückgang und verkauft jede Woche knapp eine halbe Million Exemplare (479.386; IVW III/2017; Vorjahreswert 501.812; IVW III/2016). Bunte steht damit weiterhin unangefochten an der Spitze des People-Segments. Freundin verzeichnete im Einzelverkauf einen Anstieg von 13,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (90.722; IVW III/2017; Vorjahreswert 80.152 III/2016). BurdaStyle hat 2017 neben der Fortführung ihrer Sonderhefte Bunte Gesundheit, Elle Hochzeit, Freundin Detox und Freundin Wellfit in New-Business-Projekte wie die Bunte Beauty Days investiert. Die Schönheitsmesse fand vom 28.-29. Oktober statt und richtete sich an Endverbraucherinnen. Eine Fortführung des Projekts 2018 ist bereits in Planung. BurdaNewsBurdaNews ist Anbieter gedruckter und digitaler Medienangebote, die sich überwiegend an männliche Zielgruppen richten. Als integriertes Medienhaus bereitet BurdaNews journalistische Inhalte multimedial auf und gruppiert um sie herum diverse Geschäftsmodelle. Auf Basis seiner starken Print-Marken konnte BurdaNews 2017 somit insbesondere mobile und digitale Angebote weiterentwickeln sowie neue Erlösquellen erschließen. Das Mediengeschäft ist gegliedert in die Bereiche News&Style und Screens. Die Marken erreichen mit ihren Zeitschriften regelmäßig mehr als 13,08 Millionen Menschen (ma 2017 II, GesamtNettoreichweite; 2016: 12,3 Millionen). Die Reichweite seiner digitalen Angebote konnte BurdaNews im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern und erreicht 10,9 Millionen Online-Nutzer (AGOF digital facts 2017-10). Das Nachrichtenmagazin Focus verzeichnete mit einem Rückgang von 11,3 Prozent der verkauften Auflage eine im Marktvergleich stabile Auflagenentwicklung; die verkaufte Auflage sank von 480.339 auf 425.891 Exemplare pro Woche (IVW IV/2016; IVW IV/2017). Der Auflagenbestandteil digitaler Ausgaben wuchs hingegen um ca. 18 Prozent an, von 29.569 auf 34.972 Exemplare (ebd.). Das Wirtschafts- und Finanzmagazin Focus-Money überzeugt in der Abo-Auflage mit einem Plus von 6,3 Prozent (ebd.). Und Focus ist die Transformation gelungen, was sich im Wandel der Erlösstruktur der Focus-Gruppe zeigt: Bereits knapp 25 Prozent der Umsätze kommen aus neuen Erlösquellen. Zu Beginn des Jahres wurde zudem die Redaktionsstruktur des Nachrichtenmagazins modernisiert und die Teilung der Redaktion in mehrere Standorte aufgehoben. Seitdem entsteht Focus komplett in der deutschen Hauptstadt. Die digitalen Auftritte der Marke TV Spielfilm sind in ihrem Segment deutlich marktführend (vgl. AGOF digital facts 2017-10). Mit dem Live-Streaming-Angebot von TV Spielfilm können Konsumenten über ihr Device mehr als 80 Fernsehsender abspielen - zu Hause auf dem Big Screen und jederzeit von unterwegs. Darüber hinaus wird das Produkt laufend weiterentwickelt. Die Restart-Funktion ermöglicht Usern seit diesem Jahr selbst zu entscheiden, wann das Fernsehprogramm starten soll - die aktuell noch laufende Sendung kann von Beginn an gesehen und jederzeit pausiert werden. Zudem bewegt sich TV Spielfilm weiter in den Markt der Conversional Interfaces und macht seine Inhalte in Zusammenarbeit mit Amazon und Google per Sprachsteuerung auffindbar. Seit Juni ist TV Spielfilm live außerdem Partner der Telekom. Durch die Streamon-Funktion können User seitdem grenzenlos fernsehen. TV Spielfilm erzielt dabei mithilfe eines sogenannten Freemium-Modells (manche Services sind kostenlos, weitere kostenpflichtig) Werbeeinnahmen, durch das Premium-Modell kommen Abonnement-Einnahmen hinzu. Bis zum Jahreswechsel verzeichnete das Angebot weit über zwei Millionen registrierte Nutzer. Über gedruckte wie digitale Angebote erreicht die Medienmarke mittlerweile 13,45 Millionen Konsumenten (b4p 2017; Vorjahr: 13,08 Millionen, b4p 2016). Die systematische Anbahnung von Neugeschäft und Erlösformen jenseits der klassischen Umsatzquellen Anzeigenvermarktung und Vertrieb erfolgt durch die The Enabling Company GmbH. Die Beteiligung an Vicampo wurde in diesem Jahr auf über 30 Prozent erhöht. Zudem wurde die Partnerschaft mit Roast Market, einer Online-Plattform, auf der deutsche und internationale Kaffeesorten sowie Zubehör angeboten werden, mit einer direkten Beteiligung Burdas unterlegt. Zahlreiche weitere Kooperationsansätze und neue Erlösformen wurden 2017 verwirklicht. Fit for Fun verfügt mittlerweile über mehr als 20 aktive Lizenzpartnerschaften, über die rund 300 Produkte vertrieben werden - zum Beispiel in den Bereichen Food, Sport Equipment und Entertainment. Die Website der Fitness- und Lifestyle-Marke wurde komplett überarbeitet und eröffnet seitdem neue Vermarktungsmöglichkeiten. Cinema hat in Kooperation mit dem Fernsehsender Sky bereits zum vierten Mal in Folge ein Serien-Special umgesetzt. Weitere Speziale wurden in Zusammenarbeit mit Amazon und Fox auf den Markt gebracht. Playboy konnte die Auflage seiner Abonnements entgegen dem Markttrend zum achten Mal in Folge steigern - von rund 39.053 auf 39.539 (IVW IV/2016; IVW IV/2017) und liegt mit seiner hart verkauften Auflage (Abo und Einzelverkauf) deutlich vor der Konkurrenz. Das Männermagazin feierte 2017 sein 45-jähriges Jubiläum in Deutschland. Blue Ocean Entertainment AGSeit 2014 ist Burda mehrheitlich an dem Stuttgarter Kinderzeitschriftenverlag Blue Ocean Entertainment AG mit inzwischen über 90 Prozent beteiligt. Der 2005 gegründete Verlag verlegt hochwertige Medienprodukte für Kinder und Jugendliche. Als Anbieter von Kindermedien ist der Verlag weitgehend unabhängig von den klassischen Anzeigenmärkten und finanziert sich vor allem aus Vertriebserlösen. 2017 erschienen bei Blue Ocean Entertainment 60 regelmäßig erscheinende Magazine und 55 Sonderpublikationen (2016: 57 regelmäßige und 42 Sonderpublikationen). Durch die gezielte Portfolio-Optimierung konnte Blue Ocean Entertainment 2017 den Gesamtverkauf von 10,75 Millionen (2016) auf rund 11,54 Millionen verkaufte Exemplare (2017) steigern (basierend auf den IVW-gemeldeten Magazinen: IVW l-IV/2017: 25 gemeldete Publikationen, I-IV/2016: 25 gemeldete Publikationen). Blue Ocean Entertainment baut auch sein Digitalangebot stetig aus: 2017 entwickelte das Unternehmen 2 neue Spiele-Apps und 5 E-Books, insgesamt wurde das Digital-Portfolio von Blue Ocean bestehend aus 12 Spiele-Apps und 21 E-Books in 2017 rund 520.000-mal heruntergeladen. Zu einem weiteren wichtigen Standbein hat sich das Auslandsgeschäft entwickelt. Blue Ocean fungiert als Bindeglied zwischen Lizenzgebern und aktuell 24 Partnerverlagen in 21 Ländern, darunter in Frankreich, Polen, Russland, Niederlande, Italien, Spanien, Tschechien und UK. Das Unternehmen verwertet somit die für Deutschland kreierten Inhalte für über 800 ausländische Magazinausgaben. Der Teilkonzern konnte im Geschäftsjahr 2017 weltweit (außer Deutschland, Österreich, Schweiz) insgesamt 3,99 Millionen Exemplare aus diesem Titelportfolio verkaufen (2016: 837.000). Brand LicensingBrand Licensing by Burda ist als teilkonzerneigene Inhouse-Lizenzagentur für die Entwicklung und Umsetzung von innovativen Lizenzprodukten und kommerziellen Markenkooperationen zuständig. Neben der Vermarktung der nationalen Medienmarken von Hubert Burda Media erhielt der Teilbereich im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals auch den Vermarktungsauftrag für externe Medienmarken, so beispielsweise für die Wirtschaftszeitschrift manager magazin des Hamburger Spiegel Verlags oder für das Lizenzgeschäft der Marke Elle in den deutschsprachigen Ländern. Dem konzeptionellen Anspruch einer Full-Service-Agentur entsprechend, verfügt das Brand Licensing über die organisatorische und personelle Kompetenz, Marken mit individuellen Konzepten in Kontakt mit Konsumenten zu bringen und dabei neue Erlösfelder zu erschließen. Gemeinsam mit Partnern aus unterschiedlichen Branchen wie Entertainment, Fashion und Food werden Markenerlebnisse kreiert und Lizenzprodukte gelauncht, die in den reichweitenstarken Burda-Magazinmarken sowie in den entsprechenden externen Mandantenmedien individuell in Szene gesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2017 hat der Teilbereich über 90 Lizenzkooperationen geschlossen und konnte in Umsatz und Ergebnis erneut wachsen. Neben dem strategisch wichtigen Ausbau von Handelspartnerschaften, wie beispielweise mit Rewe im Lebensmitteleinzelhandel und LIDL im Bereich Discount, konnte die Entwicklung möglichst ganzheitlicher Produktwelten unter anderem mit dem Launch von Möbeln und Teppichen im Rahmen der bestehenden Freundin Home Collection erfolgreich ausgebaut werden. Aufbauend auf den guten Ergebnissen der vergangenen Jahre sicherte sich der Bereich darüber hinaus bereits zum vierten Mal in Folge das Vermarktungsmandat für Deutschlands erfolgreichstes Zauberer-Duo, den Ehrlich Brothers, das in den vergangenen Jahren mit den Medienmarken von Burda erfolgreich aufgebaut wurde. Unter Einbezug der multimedialen Reichweitenstärke und den teilkonzerneigenen Digital-Absatzkanälen realisierte der Bereich 2017 zudem - in enger Zusammenarbeit mit diversen Marken der Burda-Mediengruppe - einmal mehr den erfolgreichen Vertrieb von Mobilfunkverträgen mit Telefonicà sowie erstmals auch von Tannenbäumen über Mein schöner Garten. BurdaStudiosBurdaStudios ist auf die Produktion und das Publizieren digitaler Inhalte spezialisiert und steht für journalistische Erzählformen und verlegerische Erlösmodelle jenseits der Magazine. Hierunter fällt u. a. das "Digital Publishing", z. B. die Entertainment-Marke Bunte.de, die sich mit zusätzlichen Themenchannels (Beauty, Family, Fitness und Fashion) noch breiter aufgestellt hat und so ihre Reichweite kontinuierlich steigern konnte (8,10 Millionen Unique User, AGOF daily facts 2017-09, Vorjahr: 6,56 Millionen, AGOF digital facts 2016-09). Seit November 2017 erreicht Bunte.de als eine von nur fünf deutschsprachigen Angeboten auf dem Kanal Snapchat mit neuen Erzählformen ein zusätzliches Publikum. Die ebenfalls zugehörige "Digital Production" umfasst u. a. Focus TV, das hochwertige Reportagen, Dokumentationen und Magazine für private und öffentlich-rechtliche TV-Stationen produziert, den Food-Channel BonGusto TV sowie die Produktionseinheit Video-Factory. Bei BurdaStudios werden wachsende Potenziale in der Vermarktung von Video und Bewegtbild auf den digitalen Kanälen genutzt und diese strategisch wichtigen Erlösfelder erschlossen. Im Jahr 2017 hat Focus TV ihre Produktionen bei RTL 2 ausgebaut. So wurde die Sendezeit des wöchentlichen Motormagazins "GRIP" verdoppelt, das Erfolgsformat "Mein neuer Alter" hat seine Folgenanzahl pro Staffel von 12 auf 24 erhöht. Im Bereich Branded Entertainment war das Unternehmen erstmals für die Automobil-Industrie tätig und produzierte die 14-teilige "Mazda Garage" mit eigenem Youtube-Channel. C3C3 hat 2017 seine führende Position im europäischen Content-Marketing-Markt weiter gestärkt und seine Position als eines der größten Content-Marketing-Netzwerke weltweit gefestigt, wenngleich die ursprünglich geplante Umsatzsteigerung nicht vollständig erreicht werden konnte. Seit Anfang des Jahres agiert C3 mehrheitlich unter dem Dach von Hubert Burda Media: Im Februar 2017 hat der Medienteilkonzern seine Anteile an der Agenturgruppe von 50 auf 85 Prozent aufgestockt. Seit September 2017 wird C3 nicht mehr von den Gründern selbst, sondern von einem Management-Team geführt. C3 war aus dem Zusammenschluss der KircherBurkhardt GmbH mit BurdaCreative Ende des Jahres 2014 hervorgegangen. Zur Agenturgruppe gehört auch die digitale Redaktionsagentur wunder media production sowie die digitale und Social-Media-Agentur rethink. Als internationaler Akteur positionierte sich C3 2016 mit der hundertprozentigen Übernahme der Londoner Content Marketing Agentur Seven Publishing, es folgten die Partnerschaft mit der lateinamerikanischen Agentur EME und die Übernahme der führenden slowenischen Agentur PM, poslovni mediji, außerdem die Kooperation mit meredith xcelerated marketing (MXM), der führenden Content-Marketing-Agentur in den USA, sowie eine weitere mit Edge in Australien. Um bestehende Marktchancen besser nutzen zu können, wird das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 seine Strukturen anpassen und sich verstärkt auf digitale Geschäftsfelder konzentrieren. C3 beschäftigt über 650 Mitarbeiter an den Standorten Berlin, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, London, Ljubljana, Prag und Zürich. BCNBCN (Burda Community Network GmbH und Burda Community Network International GmbH) ist der Multichannel-Vermarkter von Hubert Burda Media und führender Publikumszeitschriften(PZ)-Vermarkter in Deutschland. 2017 lag der Marktanteil von Burda in einem insgesamt leicht rückläufigen PZ-Werbemarkt bei 15,1 Prozent (2016: 15,2 Prozent, Quelle: Nielsen, beides ohne Medienwerbung). Das BCN-Portfolio umfasst neben den Burda-Titeln auch Plattformen externer Partner, wie z. B. die "ADAC Motorwelt". Außerdem schließt das Portfolio alle digitalen Plattformen von BurdaStyle, BurdaLife und BurdaHome sowie Bunte.de ein. BCN ist spezialisiert auf die 360 Grad-Vermarktung auf allen Kanälen - entsprechend dem mittlerweile holistischen Medienkonsum von Lesern, Nutzern und Käufern. Um den Trends Individualisierung und Automatisierung Rechnung zu tragen, setzt BCN auf die Entwicklung integrierter, kreativer und effizienter Kommunikationskonzepte sowie auf den weiteren Ausbau der eigenen Digital- und Technologiekompetenz. Unterstützt wird BCN in beiden Feldern durch eigens gegründete Unternehmen. So bündelt BCN seit 2016 seinen gesamten After-Sales-Bereich (insbesondere das kaufmännische Auftragsmanagement, die Disposition, das Heftstrukturmanagement sowie die Entwicklung von Ad-Specials) in der AdTech Factory GmbH & Co. KG. Die 2017 gemeinsam mit C3 gegründeten b.famous content studios entwickeln für Kunden individuelle Kampagnen exklusiv für die journalistischen Plattfomen und Medienangebote von Hubert Burda Media. MedienforschungMedia Market Insights (MMI) ist die hauseigene Forschungseinheit von Hubert Burda Media. Der Schwerpunkt der MMI liegt in der Verlagsmarken-, Medien- und Konsumentenforschung - so betreut die Unit sämtliche Forschungsprojekte für alle Verlagseinheiten und Marken Burdas, darunter MarkenStatus-Erhebungen, Cover- und Copy-Tests sowie Leser- und Mitarbeiterbefragungen. Zudem hat MMI 2017 für die deutsche Medienlandschaft grundlegende Kooperationsprojekte weiter vorangetrieben. Unter dem Dach der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK), hinter der Hubert Burda Media, Axel Springer, Bauer Media Group, Gruner + Jahr sowie die FUNKE MEDIENGRUPPE stehen, erschien die fünfte Ausgabe der Markt-Media-Studie "best for planning" (b4p). Sie bildete mit einem eigens entwickelten "Optimismus-Index" erstmals die Zukunftserwartungen der Deutschen ab. Darüber hinaus enthielt die fünfte Ausgabe der b4p erstmals einen Fragenkomplex zum Thema "Touchpoints", also zu wichtigen Informationsquellen beim Kauf ausgewählter Produkte. Mit der b4p t.o.m. Pharma 2017 präsentierte die GIK daneben die fünfte Welle der b4p Pharma-Satellitenstudie. Die GIK ist seit 2015 mit der Studie "best fortracking" auch im Feld der gattungsübergreifenden Wirkungsforschung aktiv. Die Studie erlaubt die Untersuchung der Kampagnen auf ihre Wirksamkeit und Effizienz. 2017 war die GIK erstmals Herausgeber der "Ads of the Year". Diese PrintAnzeigen des Jahres werden auf Grundlage des b4t Kreativtrackings ermittelt. Zum Austausch mit den Marktpartnern hat die GIK 2017 erneut Vertreter der Marken-, Agentur- und Medienbranche zu "best4 - DAS PRINT-EVENT" zusammengebracht. VertriebDas Unternehmen MZV, ein Joint Venture mit der FUNKE MEDIENGRUPPE, ist 2017 mit einem Umsatzanteil von 27 Prozent die Nummer eins im deutschen Pressevertriebsmarkt. MZV arbeitet heute für mehr als 100 Verlage und vertreibt über 850 Titel. Neben einer selbstbewussten Copypreis-Politik setzt sich Burda für eine hervorgehobene Platzierung der umsatzstarken Top-Marken ein und verstärkt die POS-Marketing-Aktivitäten im Einzelhandel. Burda verkauft jährlich 255 Millionen Zeitschriften (Quelle: IVW l-IV/2017), die im Grosso einen Zeitschriftenmarktanteil von 17 Prozent einnehmen. Die Top-100-Titel in Deutschland generieren etwa 50 Prozent des gesamten Grosso-Umsatzes, ca. ein Viertel (23 Titel) davon stellt Burda (Quelle: DNV 2/2018). Mit durchschnittlich 6,1 Millionen verkauften Exemplaren pro Heftfolge im Einzelverkauf (Quelle: IVW l-IV/2017; 2016: 6,4 Millionen) ist Burda im Vertrieb weiterhin stabil. Als Teil der Medienallianz hat sich Burda dafür eingesetzt, eine neue Branchenvereinbarung mit dem Bundesverband Pressegrosso zu schließen, um ein effizientes und zukunftsfähiges Pressevertriebssystem für die kommenden Jahre zu erhalten. Risiken des BereichsDie wachsende Nutzung digitaler Informations- und Unterhaltungsangebote durch die Konsumenten sowie das immer noch zunehmende Überangebot an Werbeflächen führen mit hoher Wahrscheinlichkeit über den zunehmenden Preisverfall zu geringeren Erlösen bei den klassischen Printmedien. Diesem Risiko wird durch den Aufbau neuer Erlösströme außerhalb des klassischen Anzeigen- und Vertriebsgeschäfts begegnet. Abwärtstendenzen im Zeitschriftenvertrieb begegnet Burda mit konsumentenzentrierten Marketingmaßnahmen am Point of Sale und im Digitalen. Die bereits unter 2.2.1 beschriebenen Risiken - insbesondere die marktdominierende Stellung großer US-Digitalunternehmen -sind ebenfalls relevant für die digitalen Erlösmodelle des Geschäftsbereichs. StrategieDer Geschäftsbereich der Medienmarken National führt die Umsetzung des Transformations- und Wachstumsprogramms "GROW!" im Geschäftsjahr 2018 fort. Strategischer Ansatz bleibt, den Konsumenten und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt von Produkt und Geschäftsmodell zu stellen. Im Geschäftsjahr 2018 fokussiert sich der Geschäftsbereich Medienmarken National zudem auf die Modernisierung verlagsnaher Dienstleistungen, auch in Kooperation mit anderen Verlagen. PrognoseDie strukturellen Herausforderungen, denen die Publikumszeitschriften insgesamt unterliegen, bleiben groß, aber der Geschäftsbereich Medienmarken National blickt positiv in die Zukunft und verfolgt seine Wachstumsziele weiterhin optimistisch. Die nationalen Medienmarken sind mit ihrer hohen journalistischen Qualität, ihrer großen Strahlkraft und Glaubwürdigkeit deutschlandweit fester Bestandteil der Lebenswelten von 51,8 Millionen Lesern (Quelle: ma 2017 II; 2016: 50,0 Millionen). Die Maßnahmen, die im Rahmen des Transformationsprogramms "GROW!" festgelegt und umgesetzt werden, werden sich weiterhin positiv auf die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs auswirken. Auch verlagsübergreifende Allianzen an den zentralen Marktschnittstellen werden einen positiven Effekt auf die Wirtschaftlichkeit des Teilkonzernbereichs Medienmarken National haben. Die Anzahl der verlegten Zeitschriften wird 2018 voraussichtlich konstant bleiben. Auch die Anzahl der Digitalprodukte wird stabil bleiben. Der Geschäftsbereich Medienmarken National rechnet 2018 das dritte Jahr in Folge mit einer leichten Umsatzsteigerung. 2.2.3 Medienmarken InternationalHubert Burda Media bündelt seine ausländischen Verlagsaktivitäten im Bereich Medienmarken International. Wichtige Märkte sind weiterhin Europa und Asien. Anfang 2017 wurde Großbritannien durch den Kauf des Unternehmens Immediate Media zum zweitwichtigsten Markt Burdas nach Deutschland. Insgesamt ist die Einheit in 20 Ländern aktiv (2016: 21 Länder). Burda und seine Partnerverlage publizierten 2017 im Ausland 358 Titel (2016: 313 Titel), Europa (bestehend aus West-, Zentral- und Osteuropa) ist mit 338 Titeln (2016: 289 Titel) dabei mit Abstand die wichtigste Region. Der Außenumsatz des Bereichs Medienmarken International betrug 2017 insgesamt 454,9 Millionen Euro (2016: 272,3 Millionen Euro) und liegt damit wie erwartet deutlich über dem Vorjahr. Einem antizipierten Anstieg aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der Immediate Media-Gruppe in Höhe von 223,9 Millionen Euro steht ein Rückgang der Umsatzerlöse bei den anderen Teilkonzerngesellschaften in Höhe von 39,5 Millionen Euro gegenüber. Bereinigt um weitere Veränderungen des Konsolidierungskreises verbleibt bei diesen Gesellschaften ein moderater Rückgang in Höhe von 24,7 Millionen Euro. Ende 2017 hat Burda sein internationales Verlagsgeschäft neu organisiert. Innerhalb des Vorstandsbereichs International operieren nun die vier eigenständigen Teilbereiche Immediate Media, Publishing Europe, Luxury Asia und Burda Education. Immediate Media in Großbritannien, das Anfang 2017 zu 100 Prozent erworben wurde, ist eine Gruppe von Magazin- und Plattformunternehmen, die zahlreiche renommierte Zeitschriften publiziert wie z. B. Radio Times und BBC-Titel wie z. B. Top Gear, Top of the Pops und CBeebies. Immediate Media weist ein seit Jahren beständiges Wachstum auf, sowohl im klassischen Print- als auch im stetig wachsenden Digitalgeschäft, u. a. durch die Hochzeitsplattform Hitched.co.uk oder das Crafting-Portal Jewellerymaker.com. Mit dem Launch des Shopping-TV-Kanals Sewing Quarter (Bereich Crafting) im Januar wurde dieser Kurs fortgesetzt. Das Unternehmen verbindet Marktführerschaft in den MagazinSegmenten mit starkem digitalem Wachstum und konnte die Gesamtreichweite seiner Print- und Online-Marken im Jahr 2017 weiter steigern (+1,79 Prozent). Das bereits vor der Akquisition bestehende Magazingeschäft von Burda in Großbritannien mit sechs Titeln gehört ebenfalls in diesen Teilbereich. Starke und eigenständige Ländergesellschaften in sieben Staaten von Frankreich bis Russland setzen innerhalb des Teilbereichs Publishing Europe ihren Transformationskurs fort. Hier erscheinen Zeitschriften in den Segmenten Women (Fashion & Style), Ratgeber, Food, Living, Garden, Men (Lifestyle, Cars, Computer), People, interaktive Zeitschriften (Leser schreiben für Leser) und Kreuzworträtsel. Außerdem geben mehrere Verlage internationale Titel wie Elle, Glamour, InStyle, Marie Claire oder Harper's Bazaar in Lizenz heraus. Die Marke Burda Style mit ihren Crafting-Aktivitäten wie Nähkursen, Handarbeitsmessen und E-Learning-Angeboten in den nordischen Ländern ( BurdaNordic ), auf der iberischen Halbinsel und über das Joint Venture mit F+W in den USA gehört ebenfalls zum Teilbereich Publishing Europe. Genauso wie die Aktivitäten in der Türkei, wo Hubert Burda Media gemeinsam mit der Dogan-Media-Gruppe die größte türkische Zeitschriftengruppe Dogan-Burda mit 27 Zeitschriftentiteln (Vorjahr: 37 Titel) führt. In den asiatischen Märkten (Thailand, Singapur, Hongkong, Malaysia und Indien) bildet das Luxussegment mit Magazinmarken wie Prestige und Plattformen wie Lifestyleasia.com unverändert den Schwerpunkt. Dieser Teilbereich wird nun als Luxury Asia geführt. In dem Teilbereich Burda Education sind die Druckaktivitäten von Hubert Burda Media außerhalb Europas gebündelt, zu denen eine Tiefdruckerei in Indien gehört. Burda Education bedient den großen Markt für Schulbücher und Erziehungsmaterialien in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Im Jahr 2017 konnten neue Aufträge z.B. aus Indien, Äthiopien, Kenia und weiteren afrikanischen Staaten mit einem Gesamtauftragsvolumen von über 4 Mio. US-Dollar hinzugewonnen werden. Risiken des BereichsDas Geschäft von Burdainternational befindet sich unverändert in einer Übergangsperiode, die von drei wesentlichen Entwicklungen geprägt ist: Die anhaltenden politischen Krisenlagen in wichtigen Märkten wie Russland, Ukraine, Türkei und Thailand führen unverändert zu Unsicherheiten, was Wechselkurs-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung betrifft. Ein generell rückläufiges Anzeigengeschäft, verstärkt zusätzlich den Ergebnisdruck. Der fortlaufende Wandel der Mediennutzung weltweit hin zu mobilen digitalen Quellen und Social-Media-Plattformen und damit weg vom klassischen Print-Konsum führt zur Gefahr einer weiteren Erosion von Vertriebserlösen. Burdainternational begegnet diesen Risiken im Auslandsgeschäft durch fortgesetzte Optimierung der Geschäftsausrichtung und der Geschäftsstrukturen. Ferner wird mit der Akquisition eines wirtschaftlich starken Geschäfts in Großbritannien, der Einstellung des Geschäftsbetriebes der Anzeigenvermarktungseinheiten in Italien und der Schweiz, dem eingeleiteten Rückzug aus Kasachstan und Taiwan, der Verschmelzung und damit Reduzierung zahlreicher Beteiligungen in Polen, der Neuausrichtung der Beteiligungsstruktur in Brasilien sowie dem andauernden medienübergreifenden Umbau der länderspezifischen Portfolios, eine konsequente Neuausrichtung betrieben. Das Portfolio in Großbritannien ist weitgehend lokales Geschäft mit nur sehr geringen Verbindungen ins europäische Ausland. Aufgrund von in Fremdwährung geführten Firmenwerten und stillen Reserven bzw. deren laufender Abschreibung hat ein schwächer werdendes britisches Pfund nur geringfügige negative Auswirkungen auf das Teilkonzernergebnis. Ein negativer Effekt auf das Teilkonzerneigenkapital kann sich jedoch dadurch ergeben, dass die in GBP geführten Vermögensgegnstände aus der Immediate-Akquisition teilweise in Euro finanziert wurden (Translationsrisiko). Dieses Translationsrisiko kann auch dazu führen, dass die Umsatzerlöse von Immediate Media in Lokalwährung zwar stabil bleiben, es in Euro jedoch zu einem Rückgang kommt. Insgesamt werden sowohl die politischen als auch die ökonomischen Risiken eines Brexits als gering eingeschätzt. Umfassende Restrukturierungen in allen operativen Einheiten, insbesondere in den Anzeigenabteilungen, Redaktionen sowie dem Verwaltungsbereich, führen zu effizienten und skalierbaren Strukturen. Diese ermöglichen das Abfedern zukünftiger Risiken und die konsequente Nutzung von Chancen in Erholungsphasen. StrategieDie vier neu geschaffenen, selbstständig agierenden Teilbereiche im Bereich Medienmarken International sind Ausdruck der grundsätzlichen Strategie, das unternehmerische Denken und Handeln in allen Ebenen weiter zu stärken und auszubauen. Auch innerhalb dieser Teilbereiche werden selbstständige und unabhängige Ländergesellschaften geführt. Die mit der Akquise des wirtschaftlich starken Geschäfts von Immediate Media in Großbritannien verstärkte Ausrichtung auf nachhaltiges Wachstum wird auch zukünftig fortgesetzt. Gleichzeitig werden bestehende Einheiten, Strukturen und Portfolios kontinuierlich überprüft und angepasst. Dazu gehören der eingeleitete Rückzug aus Kasachstan und Taiwan, die Verschmelzung zahlreicher Beteiligungen in Polen und eine Neuausrichtung der Beteiligungsstruktur in Brasilien. Dies schafft die Grundlage, auf der in den einzelnen Teilbereichen unternehmerische Entscheidungen zu Weiter- und Neuentwicklungen in den Print- und digitalen Portfolios möglich sind. PrognoseIm nach wie vor herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld erwartet der Bereich Medienmarken International stabile Umsätze. Für die Teilbereiche Burda Education und Immediate Media werden dabei leicht steigende Umsätze erwartet. 2.2.4 DruckBurdaDruck ist auf die Herstellung hochwertiger Zeitschriften, Kataloge und Werbedrucke im hochauflagigen Tiefdruck sowie auf alle dafür notwendigen Dienstleistungen spezialisiert. Zu den Auftraggebern zählen neben den Verlagen von Hubert Burda Media auch konzernfremde Verlags- und Akzidenzkunden aus verschiedenen Branchen. Die BurdaDruck-Gruppe ist mit Standorten in Offenburg (zwei Werke), Nürnberg sowie im französischen Vieux-Thann eines der größten Druckunternehmen Europas. 2017 betrug der Außenumsatz 130,2 Millionen Euro (2016: 133,9 Millionen). Der Umsatz liegt leicht unter der Prognose des Vorjahres, was hauptsächlich aus Verschiebungen im Auftragsmix bzw. aus der Weiterveräußerung von eingekauftem Papier sowie Offset-Arbeitsschritten resultiert. BurdaDruck bewegt sich in einer seit Jahren rückläufigen und von Überkapazitäten geprägten Branche. Zwar gehen regelmäßig Druckkapazitäten aus dem Markt, gleichzeitig sinkt aber in ähnlichem Umfang die Nachfrage. Der harte, über den Preis geführte Verdrängungswettbewerb hält folglich an. Zudem dringen nach wie vor die großen Maschinen des Rollenoffset in die bisherige Domäne des Tiefdrucks ein. DetailsDie verdruckte Tonnage konnte durch eine signifikante Steigerung bei einem Großkunden gegenüber dem Vorjahr von 328.000 Tonnen auf 341.000 Tonnen gesteigert werden. Der Auftragsmix hat sich auch in 2017 wie schon in den vergangenen Jahren von Zeitschriften hin zu Akzidenzaufträgen (Kataloge und Werbedrucksachen) verschoben. Der Anteil der Burda-Zeitschriften am Gesamtauftragsvolumen ist weiterhin rückläufig und liegt bei ca. 20 Prozent. Durch die bessere Auslastung und Einsparungen auf der Kostenseite konnten in 2017 die Preisrückgänge kompensiert werden. Am Standort Nürnberg wurde Anfang 2017 der Ausbau der Weiterverarbeitung, welche dort als Joint-Venture betrieben wird, mit der Produktionshalle und der Installation der letzten beiden von insgesamt vier Sammelheftern abgeschlossen. Da Repro-Arbeiten in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig angeboten werden können, hat die Gesellschaft Medienpartner International, die alle Arbeitsschritte der Druckvorstufe verantwortet hatte, ihre Geschäftstätigkeit im Juni 2017 eingestellt. Die klassische Bildbearbeitung wird nun von Burda Druck India durchgeführt, das Auftrags- und Qualitätsmanagement dieser Tätigkeiten wurde in die Verlage bzw. in die Burda Magazine Holding übertragen. Risiken des BereichsDie Entwicklung des sich verändernden Auftragsmix setzt sich wie erwartet fort. Während das Zeitschriften- und Kataloggeschäft rückläufig ist, zeigt sich das Segment der Werbedrucksachen stabil, in manchen Bereichen sogar wachsend. Durch den insgesamt schrumpfenden Markt herrscht allerdings weiterhin ein starker Verdrängungswettbewerb, der zu einem anhaltenden Preisdruck führt. Diesem begegnet Hubert Burda Media mit einem stringenten Kostenmanagement und Fokussierung auf Optimierung und Automatisierung der Produktionsabläufe. Ein Rückgang der Auslastung aufgrund dem Wegfall von Großaufträgen kann zu einer geringeren Deckung der Fixkosten führen. Einem nachhaltigen Rückgang der Auslastung würde man in diesem Fall mit einer Anpassung der Gesamtkapazität entgegenwirken. Das Engagement in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Bereich Individualisierung und Digitaldruck wird weiter fortgeführt. Um Forderungsausfällen entgegenzuwirken, wird die Bonität der Kunden regelmäßig überprüft und das Auftragsvolumen mittels Kreditversicherungen weitestgehend abgesichert. StrategieBurdaDruck wird in allen beeinflussbaren Segmenten auch weiterhin konsequentes Kostenmanagement betreiben und alle möglichen und sinnvollen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ergreifen. Es wird auf der Nachfrageseite weiterhin intensiv geprüft, ob andere Produktionsverfahren, insbesondere der Digitaldruck, komplementär zum Tiefdruckverfahren, das von BurdaDruck derzeit ausschließlich betrieben wird, hinzutreten sollten. PrognoseNach wie vor ist im europäischen Tiefdruckmarkt ein Nachfragerückgang zu verzeichnen, in dessen Folge der harte, über den Preis geführte Verdrängungswettbewerb anhalten wird. Sowohl bei Papier als auch bei Farbe wird von einer signifikanten Preiserhöhung ausgegangen, während die Energiepreise gegenüber 2017 deutlich sinken werden. Nachdem im Jahr 2017 die Preisrückgänge durch Akquisition zusätzlicher Druckaufträge weitestgehend ausgeglichen werden konnten, wird die gedruckte Tonnage im Jahr 2018 voraussichtlich moderat zurückgehen. Auch massive Kosteneinsparungen werden nicht ausreichen, um den durch Preis- und Mengeneffekte bedingten Umsatzrückgang vollständig zu kompensieren. 2.3 Umsatzentwicklung, Vermögens- und FinanzlageDer konsolidierte Außenumsatz des Teilkonzerns - neben dem Ergebnis vor Steuern eine zentrale Steuerungsgröße des Teilkonzerns - stieg um rund 18,4 Prozent auf 2.669,3 Millionen Euro (2016; 2.254,0 Millionen Euro). Sowohl die Bereiche Digitalmarken National als auch Medienmarken National und Medienmarken International konnten entsprechend der Prognose des Vorjahres ein Umsatzwachstum erzielen. Während der Anstieg der Umsatzerlöse im Digitalbereich im Wesentlichen aus der BurdaTech (computeruniverse und cyberport) sowie der XING SE und der HolidayCheck Group AG resultieren, ist der insgesamt leichte Anstieg im Bereich Medienmarken National maßgeblich auf eine positive Entwicklung bei der Blue Ocean Entertainment AG zurückzuführen. Die Umsatzerlöse im Bereich Medienmarken International sind erwartungsgemäß stark angestiegen. Einem Anstieg aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der Immediate Media-Gruppe in Höhe von 223,9 Millionen Euro steht ein Rückgang der Umsatzerlöse bei den anderen Teilkonzerngesellschaften in Höhe von 39,5 Millionen Euro gegenüber. Bereinigt um weitere Veränderungen des Konsolidierungskreises verbleibt bei diesen Gesellschaften ein Rückgang in Höhe von 24,6 Millionen Euro. Entgegen der Prognose konnte das Vorjahresniveau der Umsatzerlöse im Bereich Druck nicht ganz gehalten werden. Trotz einer vergleichbaren Auslastung wie im Vorjahr kam es hier zu einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse von rund 2,7 Prozent. Die Betriebsleistung (aggregierte unkonsolidierte Umsatzerlöse) konnte um 14,3 Prozent auf 3.194,7 Millionen Euro (2016: 2.793,9 Millionen Euro) gesteigert werden. Im Detail entwickelten sich die konsolidierten Umsatzerlöse der Bereiche wie folgt:
Die Teilkonzernbilanzsumme stieg um 306,8 Millionen Euro auf 1.875,1 Millionen Euro an (2016: 1.568,3 Millionen Euro). Auf der Aktivseite der Bilanz ist dieser Anstieg im Wesentlichen auf ein um 350,7 Millionen Euro auf 713,5 Millionen Euro gestiegenes immaterielles Anlagevermögen zurückzuführen (2016: 362,8 Millionen Euro). Der überwiegende Teil dieses Anstiegs resultiert aus dem Erwerb der Immediate Media-Gruppe zu Beginn des Geschäftsjahres. Das weitere Anlagevermögen (Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen) ist um 46,4 Millionen Euro auf 405,1 Millionen Euro zurückgegangen (2016: 451,6 Millionen Euro). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf Verkäufe von Wertpapieren des Anlagevermögens zurückzuführen. Die Zugänge ins Anlagevermögen betrugen gemäß Anlagenspiegel 535,7 Millionen Euro (2016: 256,2 Millionen Euro), davon entfiel der Großteil auf die bereits erwähnte Investition in die Immediate Media-Gruppe sowie in das Beteiligungsportfolio der Burda Principal Investments. Die gesamten zahlungswirksamen Investitionen lagen im Geschäftsjahr bei 335,0 Millionen Euro (2016: 203,5 Millionen Euro). Das Umlaufvermögen bewegt sich mit 738,8 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (2016: 739,5 Millionen Euro). Besonders hervorzuheben ist hierbei der Rückgang der liquiden Mittel (bestehend aus den sonstigen Wertpapieren sowie den Kassenbeständen und Bankguthaben) um 76,9 Millionen Euro auf 168,4 Millionen Euro (2016: 245,3 Millionen Euro), die insbesondere für die bereits genannten Investitionen in das Anlagevermögen verwendet wurden. Im Gegenzug kam es bei den Vorräten sowie den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen zu einem Anstieg um 16,5 Millionen Euro bzw. 59,8 Millionen Euro auf 152,8 Millionen Euro bzw. 417,7 Millionen Euro Bereinigt um Veränderungen des Konsolidierungskreises verbleibt bei den Vorräten ein Anstieg um 6,5 Millionen Euro sowie bei den Forderungen / Sonstigen Vermögensgegenständen ein Anstieg um 34,9 Millionen Euro. In beiden Fällen resultiert der verbleibende Anstieg überwiegend aus den wachstumsstarken Unternehmen des Geschäftsbereichs Digitalmarken National. Auf der Passivseite war insbesondere ein Anstieg der Bankverbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Rückstellungen zu verzeichnen. Der Anstieg bei den Bankverbindlichkeiten um 150,1 Millionen Euro auf 408,7 Millionen Euro resultiert im Wesentlichen aus der zusätzlichen Finanzierung des Erwerbs der Immediate Media-Gruppe. Bei den beiden anderen Bilanzposten kam es zu einem Anstieg um 45,1 Millionen Euro auf 274,2 Millionen Euro bzw. um 65,4 Millionen Euro auf 255,3 Millionen Euro. Bereinigt um Veränderungen des Konsolidierungskreises verbleibt bei den sonstigen Rückstellungen ein Anstieg um 42,7 Millionen Euro - hiervon entfällt etwa die Hälfte auf potenzielle Earn-Out-Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Teilkonzernunternehmen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert überwiegend aus einer gestiegenen Geschäftstätigkeit im E-Commerce. Ferner kam es - bedingt durch Zugänge zum Konsolidierungskreis und aufgrund gestiegener Subskriptionserlöse bei bestehenden Teilkonzerngesellschaften - zu einem Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 42,2 Millionen Euro auf 143,2 Millionen Euro (2016: 101,0 Millionen Euro). Die passiven latenten Steuern (37,7 Millionen Euro; 2016: 19,5 Millionen Euro) resultieren überwiegend, wie bereits im Vorjahr, aus der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierung neuer Teilkonzerngesellschaften. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten zzgl. weiterer - in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesener - Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und abzüglich der sonstigen Wertpapiere) lag zum Bilanzstichtag bei 290,3 Millionen Euro (2016: 63,3 Millionen Euro). Die durch Akquisitionen zu Jahresbeginn zunächst gestiegene Verschuldung konnte im Verlauf des Geschäftsjahres bereits wieder deutlich reduziert werden. Die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien lag zum Bilanzstichtag unter 60 Prozent. Die im Vorjahr und per 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sowie die weiteren Finanzverbindlichkeiten werden marktüblich verzinst; der Anteil von Restlaufzeiten bis zu einem Jahr liegt bei diesen Positionen bei rund 10 Prozent (2016: 20 Prozent). Von den ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten entfallen rund 27 Prozent bzw. rund 8 Prozent auf Verbindlichkeiten in GBP bzw. in INR. Der Teilkonzern war im Geschäftsjahr stets und jederzeit in der Lage, fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das mittel- und langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, mittel- und langfristigen Rückstellungen sowie mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten, ist um 134,9 Millionen Euro auf 1.007,5 Millionen Euro (2016: 872,6 Millionen Euro) gestiegen. Das Eigenkapital ist um 42,6 Millionen Euro auf 386,6 Millionen Euro gesunken, was angesichts der gestiegenen Bilanzsumme einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 27,4 Prozent auf 20,6 Prozent zur Folge hatte. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Ausschüttungen sowie eine negative Entwicklung der Währungsrücklage zurückzuführen. Mit rund 90% ist das Anlagevermögen des Burda-Teilkonzerns in hohem Maße durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 39,3 Millionen Euro auf 170,2 Millionen Euro ist überwiegend auf höhere Erträge aus Entkonsolidierungen sowie aus dem Verkauf von Wertpapieren zurückzuführen. Der Materialaufwand ist um 16,7 Prozent auf 1.370,6 Millionen Euro gestiegen. Auf Veränderungen des Konsolidierungskreises entfällt hierbei ein Anstieg von 71,7 Millionen Euro; der verbleibende Anstieg resultiert überwiegend aus dem fortgesetzten Wachstum von BurdaTech. Die Materialaufwandsquote konnte leicht von 52,1% auf 51,5% verbessert werden. Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr um 105,9 Millionen Euro auf 618,9 Millionen Euro angestiegen. Rund 52,4 Millionen Euro sind hierbei auf Veränderungen des Konsolidierungskreises zurückzuführen. Ein erheblicher Anteil des restlichen Anstiegs entfällt auch hier auf die wachstumsstarken Unternehmen im Bereich Digitalmarken National. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 79,1 Millionen Euro auf 613,0 Millionen Euro. Auch dieser Anstieg ist zu einem erheblichen Teil auf die erstmalige Einbeziehung der Immediate Media-Gruppe zurückzuführen. Ebenso wie der Anstieg der Abschreibungen um 46,0 Millionen Euro auf 127,4 Millionen Euro. Auf die Abschreibung von im Rahmen der Kapitalkonsolidierung angesetzten Firmenwerten und stillen Reserven entfallen hierbei 85,4 Millionen Euro (2016: 36,6 Millionen Euro). Die Entwicklung des Finanzergebnisses von -25,7 Millionen Euro auf -43,9 Millionen Euro resultiert sowohl aus gesunkenen Finanzerträgen (-2,8 Millionen Euro), als auch aus einem Anstieg der Finanzaufwendungen (+15,3 Millionen Euro). Im Finanzergebnis enthalten sind planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte und stille Reserven von assoziierten Unternehmen in Höhe von 7,4 Millionen Euro (2016: 2,7 Millionen Euro). Während die Zinsaufwendungen - u.a. bedingt durch eine höhere Verschuldung - um 14,5 Millionen Euro angestiegen sind, kam es bei den Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens zu einem Rückgang in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Mit 56,5 Millionen Euro lag das Ergebnis vor Steuern lediglich um rund 1,1 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Dies entspricht dem im Vorjahr prognostizierten Rückgang des Ergebnisses vor Steuern. Auch das um planmäßige Abschreibungen aus Akquisitionsvorgängen sowie um Sondereffekte aus dem Abgang von konsolidierten Gesellschaften bereinigte Ergebnis vor Steuern entspricht der im Vorjahr getroffenen Prognose eines deutlichen Wachstums und befindet sich somit auf einem zufriedenstellend hohen Niveau. Bei dem Anstieg der Steuern vom Einkommen und Ertrag um 19,7 Millionen Euro handelt es sich überwiegend um periodenfremde Effekte. Der Teilkonzernjahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen lag im Geschäftsjahr bei 13,8 Millionen Euro. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2017 mit 119,3 Millionen Euro insgesamt um 85,2 Millionen Euro über dem Vorjahr (2016: 34,1 Millionen Euro). Diese Entwicklung geht einher mit dem bereits erwähnten Anstieg des um planmäßige Abschreibungen aus Akquisitionsvorgängen bereinigten Ergebnisses vor Steuern. Neben der Einbeziehung der cashflow-starken Immediate Media-Gruppe ergaben sich auch positive Effekte aus Veränderungen im Nettoumlaufvermögen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war auch im Geschäftsjahr 2017 geprägt durch Investitionen in das Beteiligungsportfolio - allem voran in die im Januar erworbene Immediate Media-Gruppe. Den Auszahlungen für Investitionen (nach Abzug erworbener Bankguthaben bei konsolidierten Unternehmen) in Höhe von 315,0 Millionen Euro stehen Einzahlungen aus Verkäufen von Anlagevermögen bzw. vormals konsolidierter Unternehmen in Höhe von 152,7 Millionen Euro gegenüber (2016: 197,7 Millionen Euro bzw. 114,6 Millionen Euro). Zusammen mit den erhaltenen Zinsen und Ausschüttungen von Beteiligungen verbleibt somit im Saldo ein Abfluss in Höhe von 152,3 Millionen Euro (2016: 78,9 Millionen Euro). Zur Finanzierung der Akquisitionen des Berichtsjahrs wurden bestehende Kreditlinien zunächst mit 155,3 Millionen Euro stärker in Anspruch genommen (2016: 64,3 Millionen Euro). Im Laufe des Geschäftsjahres konnte dank eines gestiegenen operativen Cashflows die Verschuldung um 108,4 Millionen Euro reduziert werden (2016: 18,8 Millionen Euro). Die im Jahresdurchschnitt insgesamt höheren Bankverbindlichkeiten führten somit auch zu höheren Zinszahlungen im Berichtsjahr. Ergänzt um Auszahlungen an Gesellschafter verbleibt somit ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 17,9 Millionen Euro (2016: +2,7 Millionen Euro). Mit einem Finanzmittelfonds (Kassen- und Bankguthaben zuzüglich sonstiger Wertpapiere abzüglich kurzfristiger Giroverbindlichkeiten) in Höhe von 134,2 Millionen Euro zum Jahresende 2017 (2016: 185,1 Millionen Euro) befindet sich die Finanzlage des Teilkonzerns weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Auch vor dem Hintergrund der verfügbaren Kreditlinien besteht ausreichend Spielraum für weitere Investitionsmöglichkeiten in der Zukunft. Der Teilkonzern hat sich insgesamt - soweit vorhersehbar - im Erwartungskorridor entwickelt und zeigt unverändert solide bilanzielle Verhältnisse. Die Finanzierung bietet genügend Flexibilität und Potenzial für das weitere Wachstum. 3. Human ResourcesBurda befindet sich nach wie vor in der Transformation von einem reinen Medien- hin zu einem Medien- und Technologieunternehmen. Dem Bereich HR kommt bei diesem Prozess eine zentrale Rolle zu. Zu Beginn des Jahres hat der Vorstand Digitalmarken National gemeinsam mit dem CEO im Vorstand die übergeordnete Verantwortung für den Bereich Human Resources (HR) übernommen. Im Fokus der zukünftigen HR-Arbeit stehen die Themenfelder Change-Management, Diagnostik bei Besetzung von Fach- und Führungspositionen, die Optimierung der HR-Operations sowie Sourcing, Scouting und Recruiting. Durch den Ausbau der Change- sowie Personalführungskompetenz im Unternehmen, einer gezielten Personalentwicklung und kontinuierlicher Weiterbildung werden die Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden, für zukünftige Herausforderungen fit gemacht und ihre Motivation und Leistungsfähigkeit erhalten. Mit gezielten Personalmarketing- und Rekrutierungsmaßnahmen gewinnt das Unternehmen externe Talente, die mit ihren Kompetenzen Burda bei der digitalen Transformation unterstützen. Auch intern baut Burda Nachwuchstalente auf, die in Schlüsselpositionen die Transformation des Unternehmens vorantreiben. MitarbeiterstrukturZum Jahresende 2017 hat sich die Anzahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr (2016: 10.290) deutlich auf 11.710 erhöht - ausschlaggebend hierfür war vor allem die Übernahme von Immediate Media in Großbritannien mit insgesamt 1.284 Mitarbeitern. Die Unternehmen des Teilkonzerns sind in Deutschland an 17 Standorten vertreten, die wichtigsten davon sind München mit 2.237 Mitarbeitern, Offenburg mit 1.534 Mitarbeitern und Hamburg mit 1.125 Mitarbeitern. Im Ausland befinden sich die größten Standorte in Großbritannien, Polen, Indien, Rumänien und der Schweiz. Das durchschnittliche Alter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Teilonzern liegt bei 40,2 Jahren. Der Frauenanteil liegt bei 50,7 Prozent, unter den Führungskräften sind 38 Prozent weiblich. AusbildungBurda baut Nachwuchskräfte intern anhand verschiedener Einstiegs- und Ausbildungsprogramme auf. 2017 haben acht Masterabsolventen das 18-monatige Nachwuchsführungskräfteprogramm "Management Graduate Programme" begonnen. Im "Bachelor Traineeprogramm" werden Absolventen zu Nachwuchskräften mit einem definierten fachlichen Schwerpunkt entwickelt, 2017 haben fünf Trainees dieses Programm begonnen. Im Herbst 2017 starteten 19 Volontärinnen und Volontäre (2016: 20) ihre zweijährige Ausbildung an der Burda Journalistenschule. Die Ausbildung hat einen starken multimedialen Fokus, der den sich verändernden Anforderungen an den Journalistenberuf in Zeiten fortschreitendender Digitalisierung Rechnung trägt. Zusätzlich zu den Burda-Journalistenschülern absolvieren zwei Volontärinnen des Klambt Verlags eine viermonatige Grundausbildung in Offenburg, bevor sie in ihre Redaktionen bei Klambt zurückkehren. Darüber hinaus bildet Burda in insgesamt 13 Berufsbildern aus. 46 Auszubildende starteten im Herbst 2017 in ihre Ausbildung bei Burda, damit sind es - alle Ausbildungsjahrgänge zusammengezählt - 59 Auszubildende an den Standorten München und Offenburg. Burda bietet mit den Hochschulen in Ravensburg, Mannheim, Lörrach und Karlsruhe ein duales Studienmodell an, das eine Kombination aus wissenschaftlicher und berufspraktischer Ausbildung ermöglicht. Derzeit absolvieren 14 Studenten bei Burda an ein duales Studium (2016: 13). 2017 konnten 300 Talente als Praktikanten bei Burda Praxiserfahrung in einem Medien- und Technologieunternehmen sammeln. Systematische MitarbeiterentwicklungDie vier verschiedenen Fach- und Führungskräfteprogramme "GO! Start up yourself", "GUIDE! Guiding Teams", "LEAD! Leading teams" und "EMPOWER! Leading leaders" bestehen aus mehreren maßgeschneiderten Modulen und richten sich an jeweils unterschiedliche Gruppen von Mitarbeitern. Das Ziel ist es, die Mitarbeiter je nach Aufgabe, Erfahrung und Potenzial bestmöglich weiterzuentwickeln. Im Rahmen der Entwicklungsprogramme werden fachliche und methodische sowie soziale und persönliche Kompetenz gezielt gefördert - so unterstützt Burda seine Mitarbeiter bei den Herausforderungen, die die digitale Transformation mit sich bringt. Insgesamt nahmen 2017 179 Personen an diesen Burda-internen Programmen teil (2016: 107). Das Weiterbildungsangebot von Burda in Deutschland umfasste im Jahr 2017 insgesamt 178 verschiedene Seminare, Vorträge und Trainings, die von 1.996 Mitarbeitern in Anspruch genommen wurden. 2017 wurde ein neues Learning-Management-System implementiert, das die Planung und Umsetzung von Weiterbildungsmaßnahmen erleichtert und zur besseren Übersicht über die Entwicklungsziele der einzelnen Mitarbeiter dient. Der Schwerpunkt wird dabei zukünftig noch stärker auf Online-Lösungen, beispielsweise in Form von E-Learnings, gelegt. Arbeitgeberattraktivität, Personalmarketing und PersonalbeschaffungUm 2017 die Position als attraktiver Arbeitgeber weiter zu stärken, wurden die Personalmarketing- und Sponsoring-Aktivitäten ausgebaut - Beispiele hierfür sind das Sponsoring der German-American-Conference in Boston sowie regionale Employer-Branding-Maßnahmen zur Standortstärkung. Laufende Kooperationen, wie das Internet Business Cluster e.V. - eine Kooperation zwischen Universitätsinstituten und Digital-Unternehmen wie Burda, HSE24 und SapientRazorfish - wurden 2017 erfolgreich fortgeführt. 2017 wurde die Präsenz an Hochschulen und auf Konferenzen intensiviert. So wurden neue Kooperationsverträge mit Hochschulen geschlossen, beispielsweise der CODE University für Programmierer, und eine Auswahl an Zieluniversitäten im deutschsprachigen Raum, darunter die Universität Mannheim, die TU München und die Universität St. Gallen, definiert. An der Hochschule der Medien in Stuttgart ist Burda Sponsor des Studiengangs "Elektronische Medien". Im Fokus des Scouting und Recruiting steht weiterhin die Zielgruppe der sehr nachgefragten IT-Spezialisten und Digitalexperten. Burda war daher 2017 zum ersten Mal auf der Daho.am, einer IT-Konferenz, vertreten. Um nachhaltig Kontakt zu dieser Zielgruppe zu knüpfen, werden auch die Veranstaltungen des Burda Bootcamp - dem Start-Up Lab von Hubert Burda Media - verstärkt als Plattform genutzt, um Burda in der Community zu positionieren und Talente zu rekrutieren. Um die besten Talente für das Unternehmen zu gewinnen, wurde 2017 zudem das Programm "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" ausgerollt. Burda-Mitarbeiter empfehlen Freunden oder Bekannten eine ausgeschriebene Stelle und erhalten bei erfolgreicher Einstellung eine Geldprämie. Führungsinstrumente und PersonalentwicklungsmaßnahmenUm die Führungskräfte bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, hat Burda 2017 HR Business Partner und Personalentwickler des Unternehmens als Trainer gemäß des "Team Management System" (TMS) von Margerison-McCann zertifizieren lassen. Das TMS ist ein Diagnostik-Tool und hilft dabei, für jeden Mitarbeiter ein "Team Management Profil" zu erstellen, das Aufschluss über die persönlichen Arbeitspräferenzen gibt. Zudem wurden neue Auditoren für Management-Audits identifiziert, die dazu beitragen, bei Neueinstellungen und Nachbesetzungen noch passgenauere Kandidaten für die offenen Stellen zu finden. Mit dem Start der Entwicklung von definierten Maßstäben für bestimmte Rollen und Stellen wird den Führungskräften ein Instrument an die Hand gegeben, um mit ihren Mitarbeitern in Entwicklungsgesprächen fundiert über Anforderungen und Ziele zu sprechen. Um die Change-Kompetenz im Unternehmen zu erhöhen, hat Burda 2017 mit einer umfassenden Qualifizierung seiner HR-Mitarbeiter im Bereich Change-Management durch externe Trainer begonnen. Ziel der Erweiterung dieser Expertise ist es, Mitarbeitern und Führungskräften bei den Herausforderungen, die Veränderungsprozesse mit sich bringen, optimale Unterstützung durch geschulte Experten anzubieten. Vereinbarkeit von Beruf und FamilieBurda will eine gute Balance zwischen Arbeit und Leben gewährleisten und die Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen - beides sind wichtige Faktoren, um die Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu steigern. 2017 wurde Burda erneut als familienfreundlicher Arbeitgeber mit dem Zertifikat "Beruf und Familie" durch die Bundesfamilienministerin ausgezeichnet - für die Standorte München und Offenburg erhielt Burda dabei eine dauerhafte Zertifizierung. Das Audit basiert unter anderem auf Interviews mit Führungskräften, Mitarbeitern und dem Betriebsrat zum Thema "Burda als familienfreundlicher Arbeitgeber". Die betriebsnahe Kindertagesstätte Burda Bande in München feierte 2017 ihr 20-jähriges Bestehen. Zum Ende des Jahres 2017 wurden 74 Kinder in vier Gruppen in der Burda Bande betreut, 14 Kinder in der Krippengruppe, jeweils 21 Kinder in zwei Kindergartengruppen und 18 Kinder im Hort. Die betriebsnahe Kinderbetreuungseinrichtung Burda Bambini in Offenburg betreute Ende 2017 vier Krippen- und vier Kindergartenkinder. Beide Einrichtungen bieten eine Kinderferienbetreuung an. Betriebliches GesundheitsmanagementMit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement stärkt und bewahrt Burda die Gesundheit seiner Mitarbeiter, fördert das individuelle Gesundheitsbewusstsein und verfolgt das Ziel, die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter zu unterstützen, die Bindung an das Unternehmen zu stärken und sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Zum Jahresbeginn 2017 wurde TAKE CARE im Rahmen des Corporate Health Audits erfolgreich geprüft und Burda als "Corporate Health Company" zertifiziert. Die Auszeichnung bestätigt, dass sich Burda in vorbildlicher Weise um die Gesundheit seiner Mitarbeiter bemüht. Das Audit prüft das betriebliche Gesundheitsmanagement von Unternehmen auf Struktur, Strategie und Leistungen. In 2017 wurden den Mitarbeitern im Rahmen von TAKE CARE verschiedene Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen angeboten, darunter Hautkrebsfrüherkennungsaktionen sowie Grippeschutzimpfungen. Die Bewegungsangebote sowie das Informationsangebot zum Thema Pflege wurden 2017 weiter ausgebaut und die Kooperation mit dem Fürstenberg Institut, einem systemischen Beratungsunternehmen, intern verstärkt beworben. Über 500 Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr an den angebotenen Gesundheitsangeboten teilgenommen. Im Mai 2017 hat Burda die gesetzlich vorgeschriebene psychische Gefährdungsbeurteilung konzernweit durchgeführt, die im Rahmen von TAKE CARE organisiert und begleitet wurde. Auf Basis der Befragung wurden Handlungsfelder identifiziert und Maßnahmen zum Ausbau des Schutzes der Mitarbeiter ausgearbeitet, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden. AusblickBurda befindet sich weiter im Transformationsprozess von einem Medien- hin zu einem Medien- und Technologieunternehmen. Die HR-Mitarbeiter führen 2018 die bereits begonnene Qualifizierung im Bereich Change-Management durch externe Trainer fort und identifizieren, wo im Unternehmen Beratungsbedarf zu Veränderungsprozessen besteht. Auch in der Diagnostik wird die Expertise ausgebaut, um weitere Maßstäbe zur Nach- und Neubesetzung wichtiger Positionen zu etablieren und die Rekrutierungsqualität zu sichern. HR-Business-Partner, Recruiter und interne Diagnostiker werden in mehrtägigen Schulungen durch externe Anbieter in der Anwendung diagnostischer Tools geschult, um diese in Assessment-Centers, Personalauswahl- sowie Entwicklungsgesprächen einzusetzen. Die Gewinnung und Bindung von Talenten steht auch 2018 weiter im Fokus des Bereichs HR. Durch gezielte Employer-Branding-Maßnahmen an Hochschulen sowie den Ausbau eines professionellen Talent Relationship Managements werden Talente direkt angesprochen und die Verbindung zu Ihnen auch über den Erstkontakt hinaus gepflegt und ausgebaut. IT-Spezialisten und Digitalexperten sind auch 2018 eine stark nachgefragte Zielgruppe an Fachkräften. Um sie noch besser zu erreichen, wird das Netzwerk innerhalb der Tech-Community ausgebaut. Dafür nimmt Burda verstärkt relevante Konferenzen, Meet-Ups und Events in den Fokus, um sich durch eine Teilnahme dort bei der Zielgruppe als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Auch die Stärkung der digitalen Kompetenzen der eigenen Mitarbeiter durch Weiterbildungen ist geplant. Die im Rahmen der psychischen Gefährdungsbeurteilung identifizierten Handlungsfelder werden von jeder Gesellschaft bzw. jedem Bereich individuell analysiert und entsprechende Maßnahmen selbstständig ausgearbeitet und in den kommenden Monaten umgesetzt. 4. Corporate Social ResponsibilityHubert Burda Media engagiert sich vor allem auf den Gebieten Kunst, Literatur und Bildung sowie Forschung, Wissenschaft und Gesundheit. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen lokale Projekte wie Kuniri, eine offene Nähwerkstatt für geflüchtete Frauen und Männer in München. Seit November 2016 engagiert sich Burda für das Projekt und ermöglichte so den Start der Kuniri-Akademie, einem von der IHK zertifizierten Nähkurs. Auch seine mediale Stärke setzt Burda gezielt für den guten Zweck ein. So erhalten Hilfsorganisationen oder besondere Persönlichkeiten bei großen Events wie der Bambi-Verleihung Aufmerksamkeit und Unterstützung für ihr soziales Engagement. Hubert Burda StiftungDie Hubert Burda Stiftung wurde 1999 gegründet. Zu den Förderaktivitäten aus den Bereichen Wissenschaft, Bildung, Krebsvorsorge, Kunst und Geisteswissenschaften gehören unter anderem die Felix Burda Stiftung, der Europäische Übersetzerpreis sowie der Senator-Ehrenamtspreis. Felix Burda StiftungSeit 2001 engagiert sich die Felix Burda Stiftung für die Darmkrebsvorsorge. Ihr Ziel: die Anzahl der Darmkrebstoten in Deutschland mittels rechtzeitiger Vorsorge drastisch zu reduzieren. Hierfür klärt sie die Bevölkerung durch konzertierte und kreative Kommunikations- und Marketingmaßnahmen über die Chancen der Darmkrebsvorsorge auf. So wurden im Rahmen der Werbekampagne zum bundesweiten Darmkrebsmonat März 2017 allein mit Print-Anzeigen 68% der Bevölkerung ab 14 Jahren erreicht und über 4.700 TV- und rund 6.400 Radio-Spots pro-bono geschaltet (Quelle: Felix Burda Stiftung). Mit dem Felix Burda Award - der 2017 von Comedian Hella von Sinnen moderiert wurde und eine nationale Reichweite von über 2,4 Milliarden Kontakten erreichte - zeichnet die Stiftung jährlich herausragende Projekte und Leistungen auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge aus. Erstmals wurde die Award-Show im Fernsehen übertragen - als 90-minütiges Best-of auf Welt der Wunder TV. Die Felix Burda Stiftung ist Innovationsführer im deutschen Stiftungswesen im Bereich digitale Kommunikation: Als erste Stiftung setzte sie in 2017 einen Chatbot auf Facebook ein, um über die APP-zumARZT zu informieren. Ihre Kommunikation wurde in diesem Jahr mit dem Health Share Award und dem Newsroom of the Year-Award ausgezeichnet. (Quelle: Felix Burda Stiftung). Tribute to Bambi StiftungIm Zeichen des goldenen Rehs fördert die Tribute to Bambi Stiftung ganzjährig Kinder- und Jugendhilfsprojekte in Deutschland und macht auf Schicksale und gesellschaftliche Missstände aufmerksam. Ziel ist es, notleidenden Kindern konkret und nachhaltig zu helfen und dazu beizutragen, dass sich ihre Situation langfristig verbessert. Die Stiftung ist Träger des renommierten DZI-Spendensiegels. Seit 2001 werden beim jährlich stattfindenden Charity-Ereignis Tribute to Bambi Spenden für die Förderprojekte der Stiftung gesammelt - stets mit Unterstützung von prominenten Persönlichkeiten sowie Partnern aus Wirtschaft und Medien. Das Charity-Ereignis wird in operativer Verantwortung und unter Deckung aller Kosten von Hubert Burda Media zugunsten der Tribute to Bambi Stiftung veranstaltet. Die Tribute to Bambi Stiftung hat auch im Jahr 2017 wieder zahlreiche Kinder- und Jugendhilfsprojekte in Deutschland unterstützt. (Quelle: Tribute to Bambi Stiftung). 5. Umwelt und NachhaltigkeitUnternehmerisches Handeln erfordert gesellschaftliche Verantwortung. Burda strebt daher besonders bei den produzierenden Einheiten nach einer nachhaltigen Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. In der Produktion werden daher modernste Technologien genutzt, um wirtschaftliches Wachstum mit der Erhaltung einer intakten Umwelt in Einklang zu bringen. Energiemanagement und KlimaschutzBurdaDruck beteiligt sich an den Standorten Offenburg und Nürnberg freiwillig am Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (Öko-Audit). Als wesentliches Element dieser Teilnahme veröffentlicht BurdaDruck alle drei Jahre eine Umwelterklärung und jährlich eine aktualisierte Kurzfassung. Damit werden alle Interessierten über die Produktionstätigkeit, die damit verbundenen umweltrelevanten Themen und Maßnahmen zum effizienten und nachhaltigen Schutz der Umwelt informiert. Wesentlicher Bestandteil der Umwelterklärung sind Umweltkennzahlen (sogenannte Kernindikatoren), die die Entwicklung der Umweltleistung über die zurückliegenden Jahre aufzeigen, sowie das Umweltprogramm, in dem die Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung beschrieben sind. Die Umwelterklärung wird durch einen akkreditierten Umweltgutachter verifiziert und ist im Internet unter www.burda-druck.de der Öffentlichkeit zugänglich. Durch die Teilnahme an der Klimainitiative des Bundesverbands Druck und Medien kann BurdaDruck den vom Bundesverband entwickelten und in Fachkreisen anerkannten C0 2 -Rechner nutzen und den Kunden eine C0 2 -Bilanz für ihre Druckaufträge erstellen. Die Ermittlung basiert auf den eingesetzten Papiermengen und den standortbezogenen Emissionen. Nachhaltige PapierwertschöpfungNeben Preis, Qualität und Verfügbarkeit ist die Umweltqualität der Rohstoffe wichtig für die Akzeptanz von Druckerzeugnissen. Angefangen bei der Gewinnung der Papierrohstoffe im Wald, strebt BurdaDruck eine vollständige Transparenz der Prozesse in der Papierkette an. Produktkettenzertifikate sollen Kunden darüber informieren, dass die verwendeten Rohstoffe aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern stammen. Die derzeit im Bereich Druckindustrie relevanten Zertifizierungssysteme sind FSC (Forest Stewardship Council) und PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes). Die Tiefdruckereien von BurdaDruck an den Standorten Offenburg, Vieux-Thann und Nürnberg haben Zertifikate und können Druckkunden die Verwendung zertifizierter Rohstoffe bestätigen oder Druckerzeugnisse auf zertifiziertem Papier selbst mit einer entsprechenden Produktkennzeichnung versehen. 6. Prognose-, Chancen- und Risikobericht6.1 ChancenberichtAus der Transformation des gesamten Medienmarktes ergeben sich für den Teilkonzern Hubert Burda Media in nahezu allen Geschäftsfeldern große Entwicklungsmöglichkeiten, die das Unternehmen aktiv nutzen will. Besonders die weiterhin stark wachsende Bedeutung des Consumer-Internets als Medien, Werbe- und Transaktionskanal, das Zusammenwachsen von Inhalt und Technologie und die stetig steigende Nutzung von medialen Inhalten eröffnen dem Unternehmen große Chancen. Verschiedene Faktoren kommen dem Unternehmen dabei zugute. Grundsätzlich positiv wirkt sich bei Burda die dezentrale Profitcenter-Struktur aus, durch die jedes Unternehmen flexibel und von Teilkonzernstrukturen weitgehend unabhängig und eigenverantwortlich auf seinen Märkten agieren kann. Chancen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung ergeben sich auf der einen Seite durch die hohe Diversifikation in Bezug auf Produkte und Geschäftsmodelle innerhalb des Teilkonzerns; auf der anderen Seite werden Synergiepotenziale unter den einzelnen Gesellschaften zunehmend genutzt. Burda kann durch seine stabile finanzwirtschaftliche Situation kontinuierlich in seine Produkte investieren, Unternehmen weiterentwickeln und als Investor zunehmend auch in technologisch führende Unternehmen mit international skalierbaren Geschäftsmodellen einsteigen. Um neue Unternehmenswerte zu schaffen, werden bei Burda laufend neue Produkte und Geschäftsmodelle getestet, entweder durch eigene Entwicklung oder durch Investments in internationale Digitalunternehmen mit besonderem geographischen Fokus auf den USA, Westeuropa und Asien. Besonders attraktiv als Investor ist Burda durch sein eigenes Medienportfolio und die starke Marktdurchdringung in Deutschland, wodurch Produkte und Services schnell und nachhaltig bekannt gemacht werden können. Beispielhaft für die eigene Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle in den Kerntechnologien Browser und Search ist die Unternehmenseinheit Cliqz. Anspruch dieser explorativ arbeitenden Einheit ist es, innovative digitale Produkte auf Basis neuester Technologien zu kreieren und sie auf neuen Wegen zu monetarisieren. Gemäß der Produktphilosophie von Cliqz liegt die Entscheidung, ob ein werbliches Angebot mit Mehrwert angezeigt wird oder nicht, ausschließlich lokal im Browser auf dem Rechner des Nutzers. Keinerlei Daten verlassen das Gerät. Aus diesem neuartigen Ansatz ergeben sich Chancen, in eine neue Art der Vermarktung vorzudringen, die nicht als störend (wie das Retargeting), sondern als nützlich empfunden wird, und die gleichzeitig den Schutz jeglicher persönlicher Daten garantiert. Nennenswert sind auch die regelmäßigen Veranstaltungen wie die "Start-Up Nite", die junge Gründer und Programmierer adressiert oder die "Burda Hackdays", bei denen neue Formen des Datenjournalismus erarbeitet werden. Durch daran anschließende "Burda Bootcamps" soll über mehrere Monate hinweg das neu gewonnene Know-how unmittelbar bei den journalistisch arbeitenden Einheiten des Teilkonzerns implementiert werden. Auf diese Weise sollen auf Basis der beim Konsumenten vertrauten Printmarken neue digitale Produkte entstehen und am Markt getestet werden. Durch Datenjournalismus und den verstärkten Einsatz von Technologie in den journalistischen Einheiten ergeben sich publizistische und wirtschaftliche Chancen für Burda. Auch die Weiterentwicklung von neuen Produkten und Geschäftsmodellen eröffnet gute Chancen für Wachstum. Beispielhaft genannt sei Deutschlands größter digitaler Publisher BurdaForward, der über seine Portale 35 Millionen deutsche Internet-Nutzer erreicht und immer wieder neue Wege testet, die enorme Reichweite zu monetarisieren. Auch das Ärztebewertungsportal Jameda hat sich einen weiteren Vorsprung in der digitalen ArztPatienten-Kommunikation erarbeitet und nutzt diesen zunehmend für den Ausbau der Geschäfte: Neue Produkte und Services, wie etwa Videosprechstunden über die Akquisition des darauf spezialisierten Unternehmens Patientus, werden 2018 sukzessive ins Angebot integriert. Bei den Zeitschriften eröffnen sich zusätzliche Erlöschancen durch die Ausweitung der Zeitschriftenmarken auf angrenzende Produktbereiche, zum Beispiel Commerce, Events oder Merchandising. Mit ihrer hohen journalistischen Qualität und ihrer Stärke und Glaubwürdigkeit genießen die nationalen Medienmarken ein hohes Vertrauen bei den Konsumenten. Aus dieser Nähe zu den Menschen ergeben sich viele Chancen für Hubert Burda Media, um neue Erlösquellen in der direkten Interaktion mit den Konsumenten zu erschließen und sich so zunehmend unabhängig von der Volatilität des Werbemarkts zu machen. In der Vermarktung von Zeitschriften kann das Unternehmen von der Ausweitung digitaler Vermarktungsoptionen und der zunehmenden Fokussierung auf maßgeschneiderte Werbelösungen für werbende Unternehmen profitieren. Das Mitte 2017 gegründete Unternehmen b.famous ist auf individuelle, kreative Inszenierungen von Marken im Medienportfolio von Burda spezialisiert und erfährt eine sehr gute Resonanz im Markt. Weitere Chancen liegen im Wachstumsmarkt Content-Marketing. Hier ist der Teilkonzern mit C3 bereits gut positioniert. Im internationalen Mediengeschäft hat Burda besonders durch die neuen Tochterunternehmen der Immediate Media-Gruppe gute Chancen auf eine wirtschaftlich und publizistisch erfolgreiche Entwicklung. Das Unternehmen verfügt über eine Reihe an Medienmarken, die bei den britischen Konsumenten hervorragend positioniert sind. Das Printgeschäft wird vom Managementteam erfolgreich und nachhaltig profitabel geführt. Besonders in Afrika kann sich Burda durch wachsenden Wohlstand in ehemaligen Dritte-Welt- und Schwellenländern gute Wachstumschancen erarbeiten, da der Bedarf an gedruckten und digitalen Medienangeboten wie auch der Bedarf an Druckerzeugnissen wie etwa Lehrmaterialien im Allgemeinen wächst. Das Osteuropageschäft wurde so effizient aufgestellt, dass es auch unter weiterhin schwieriger werdenden Bedingungen betrieben werden kann. Die fortschreitende Digitalisierung auf der ganzen Welt sowie das in einigen großen Ländern steigende Wohlstands- und Bildungsniveau schaffen Chancen für digitale Geschäftsmodelle sowie die Erschließung neuer Märkte mit Medienprodukten. Burda wird die sich bietenden Chancen weiterhin konsequent nutzen und die wirtschaftliche Entwicklung des Teilkonzerns positiv fortführen. 6.2 RisikoberichtÜber die zu den einzelnen Geschäftsbereichen bereits geschilderten und jeweils als gering klassifizierten Risiken hinaus, ist Hubert Burda Media weiteren Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Hubert Burda Media begegnet den verschiedenen Geschäftsrisiken durch ein effizientes und effektives Risikomanagementsystem, das sich an den Grundsätzen und dem Rahmenwerk des international anerkannten Risikomanagementstandards ISO 31000 ausrichtet. RisikomanagementAuch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das seit Jahren bestehende Verfahren zur Risikoerhebung und -bewertung weiter optimiert. Mögliche Risiken werden einem einheitlichen Risikokatalog folgend systematisch von der Unternehmensleitung identifiziert, analysiert und bewertet. Der Risikokatalog umfasst neben strategischen, operativen und finanziellen Risiken auch Compliance-Risikofelder. Auf dieser Basis ergreifen die jeweils verantwortlichen Geschäftsführer und leitenden Angestellten geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung. Der Risikomanagementprozess wird durch eine Standardsoftware effizient unterstützt. Zentrale und dezentrale Controlling-Funktionen sowie eine unabhängige interne Revision überwachen seine Wirksamkeit, um sicherzustellen, dass Risiken frühzeitig erkannt, korrekt beurteilt und kontinuierlich kontrolliert werden. Risikomanagement im Hinblick auf die FinanzberichterstattungDie Anforderungen an die Überwachung einer ordnungsgemäßen und verlässlichen Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sind hoch. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sorgt dafür, dass alle Anforderungen erfüllt werden. Es ist so ausgestaltet, dass mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist, dass die Finanzberichterstattung zuverlässig ist und die Erstellung des Teilkonzernabschlusses in Übereinstimmung mit Gesetzen und Normen steht. Die Vollständigkeit der Finanzberichterstattung, das Prinzip der Funktionstrennung und die Einhaltung des Vieraugenprinzips im Rahmen der Abschlusserstellung stellen sicher, dass sämtliche Transaktionen zeitnah und termingerecht erfasst werden, um eine planmäßige Abschlusserstellung zu gewährleisten. Konzerninterne Transaktionen werden vollständig erfasst, abgestimmt und eliminiert. Bilanzierungsrelevante und angabepflichtige Sachverhalte aus getroffenen Vereinbarungen werden identifiziert und korrekt im Abschluss abgebildet. Wesentlich dabei ist der Einsatz eines teilkonzerninternen Shared-Service-Centers. Es erstellt die handelsrechtlichen Abschlüsse der meisten konsolidierten deutschen Teilkonzerngesellschaften. Die Durchführung der Konsolidierungsarbeiten und der Teilkonzernabschlusserstellung erfolgt auf Ebene der Teilkonzernobergesellschaft. Die einheitliche Bilanzierung wird durch teilkonzernweite Vorgaben und Verfahren, angemessene Prüfungen der angelieferten Daten und den Einsatz von SAP-Softwareanwendungen sichergestellt. InvestitionsrisikenRisiken aus wesentlichen Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden durch Investitionsprüfungen identifiziert, bewertet und durch interne Freigabekontrollen autorisiert. Größere Einzelinvestitionen werden im Rahmen von Zustimmungsregelungen in den Geschäftsordnungen bzw. Gesellschaftsverträgen beantragt und entschieden. Auftretende Risiken in Sach- und Finanzinvestitionen können zu Abwertungen führen, welche die Ertragssituation je nach Höhe der Investition unterschiedlich stark belasten würden. Beteiligungsrisiken ergeben sich vor allem aus der Gefahr einer erheblich verschlechterten Situation der betreffenden Unternehmen bis hin zur Insolvenz; sie werden durch ein angemessenes Beteiligungscontrolling überwacht. Da einzelne Abwertungen signifikante Auswirkungen auf das Konzernergebnis hätten, wird diesem Risiko die insgesamt höchste Bedeutung beigemessen. Nicht zuletzt aufgrund einer geringen Einzeleintrittswahrscheinlichkeit schätzt der Teilkonzern dieses Risiko für das breit angelegte Portfolio als gering bis moderat ein. Rohstoff-, Beschaffungs- und LieferantenrisikenFür die leistungswirtschaftlichen Prozesse werden in allen Teilkonzernbereichen Güter und Dienstleistungen auf verschiedenen Beschaffungsmärkten im In- und Ausland eingekauft. Die im Geschäftsjahr etablierte neue Konzernrichtlinie "Beschaffung" soll die kosten- und prozesseffiziente sowie rechtssichere Beschaffung sicherstellen. Der strategische Einkauf zur Versorgung der Verlage und Tiefdruck-Druckbetriebe mit den wichtigsten Rohstoffen Papier und Farbe erfolgt unter den Gesichtspunkten des Lieferanten-, Qualitäts- und- Risikomanagements. Dadurch wird sichergestellt, dass Marktveränderungen frühzeitig erkannt sowie darauf reagiert und damit die Versorgungssicherheit zu marktfähigen Preisen gewahrt werden kann. Im Zusammenhang mit dem zentralen Einkauf dieser Rohstoffe bestehen die nachfolgend aufgeführten Risiken:
Im Geschäftsjahr wurde die Zentralisierung auch auf weitere Warengruppen ausgedehnt, sodass die mit dem Einkauf dieser Güter oder Dienstleistungen verbundenen (geringen) Risiken weiter minimiert werden konnten. Finanz- und LiquiditätsrisikenWechselkurs- sowie Zinsänderungen und andere finanzielle Risiken werden laufend überwacht, effektiv gesteuert und teilweise durch Sicherungsgeschäfte reduziert. Eine Treasury-Richtlinie definiert die Handlungsoptionen für das Eingehen von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken und zentralisiert die notwendigen Absicherungen. Zins- und Devisenabsicherungsgeschäfte werden nur eingegangen, wenn dadurch Änderungsrisiken bei entsprechenden Grundgeschäften minimiert werden können. Wechselkursrisiken werden regelmäßig auf der Grundlage eines teilkonzernweiten Reportings der für Burda bedeutsamen Währungen analysiert. Zwischen mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Einkaufs- und Verkaufstransaktionen in Fremdwährung als Grundgeschäften und Sicherungsgeschäften in Form von Devisenterminkontrakten werden so weit wie möglich - auch für die Bilanzierung relevante - Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Basis von Micro- und Portfolio-Hedges zum Ausgleich künftiger Zahlungsstromschwankungen, welche durch Wechselkursänderungen verursacht werden. Im Falle einer Absicherung werden derzeit ausschließlich Devisentermingeschäfte oder -optionsgeschäfte abgeschlossen. Bei zum Bilanzstichtag noch offenen Sicherungsgeschäften wird die Effektivität der Bewertungseinheiten mittels der kumulierten Dollar-Offset-Methode untersucht. Signifikante Währungsänderungsrisiken für Burda sehen wir derzeit aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation unverändert beim russischen Rubel, britischen Pfund sowie der indischen Rupie. Diese Währungen werden permanent analysiert und überwacht, um somit bei Bedarf Sicherungsmöglichkeiten kurzfristig abschließen zu können. Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis sind jederzeit kalkulierbar. Falls ökonomisch sinnvoll, werden zur Herstellung von natürlichen Sicherungsbeziehungen auch Bankverbindlichkeiten in Fremdwährung aufgenommen. Auch die Zinsrisiken werden kontinuierlich zentral überwacht und, wo sinnvoll, durch Micro-Hedges gesichert. Ziel einer solchen Absicherung ist es, mögliche negative Zahlungsstromschwankungen aufgrund variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten zu vermeiden. Die Überprüfung der Effektivität erfolgt unter Anwendung der Critical-Term-Match-Methode unter Beachtung der Bonität des Hedge-Partners. Bei variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten, für die keine Sicherungsgeschäfte eingegangen wurden, gehen wir derzeit von keinem signifikanten Zinsänderungsrisiko aus. Mittels ausreichend hoher Kreditlinien und eines durchweg positiven Cashflows ist Hubert Burda Media stets mit ausreichend Liquidität versorgt. Das Finanz- und Liquiditätsrisiko wird somit als gering eingeschätzt. IT- und DatenschutzrisikenDatenverluste oder der Ausfall von IT-Systemen sowie Hackerangriffe bergen je nach Geschäftsmodell und dessen Abhängigkeit von IT-Systemen teilweise hohe Erlös- und Reputationsrisiken. Der Trend zur digitalen Transformation in allen Geschäftsbereichen, verbunden mit einer stetig wachsenden unternehmensübergreifenden Vernetzung hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Gezieltere Angriffe auf die IT-Infrastruktur und Daten von Privatunternehmen sind auch weiterhin eine ständige Bedrohung. Mithilfe eines Informations-Sicherheitsmanagementsystems (ISMS), das sich an dem international anerkannten Standard ISO 27001 ausrichtet, werden IT-Risiken kontinuierlich erhoben, bewertet und durch geeignete Maßnahmen gemindert bzw. vermieden. Durch die Sicherheitsorganisation werden Informationssicherheitsanforderungen in die jeweiligen Geschäftsprozesse integriert und deren Einhaltung mithilfe eines kontinuierlichen Monitorings kontrolliert und verbessert. Zur Vermeidung oder Minderung von IT-Risiken verfügt Hubert Burda Media über stetig weiterentwickelte Schutzmaßnahmen, welche unter anderem Vorkehrungen gegen Denial-of-Service-Attacken, Back-up- und Recovery-Verfahren sowie Maßnahmen zum Zugangsschutz beinhalten. Gezielte Notfalltests verringern die Gefahren längerer Systemausfälle zusätzlich. Neue Technologien werden kontinuierlich beobachtet, deren Chancen und Möglichkeiten sowie Risiken im Hinblick auf bestehende und mögliche neue Geschäftsfelder analysiert und bewertet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf mögliche regulatorische Anforderungen gelegt. Die Beachtung datenschutzrechtlicher Rahmenbedingungen ist für die Geschäftsaktivitäten von Hubert Burda Media höchst bedeutend. Deshalb wird der Schutz von Daten bereits bei der Konzeption neuer Verfahren (Privacy-by-design) berücksichtigt und durch unabhängige und kompetente Datenschutzbeauftragte intensiv überwacht. Hubert Burda Media hat bereits Ende 2016 ein übergreifendes und ausführliches Projekt zur Einführung der DSGVO in allen Geschäftsbereichen gestartet. Wesentliche Inhalte des Projektes sind die Anpassung vorhandener Prozesse an die Anforderungen der DSGVO und der Aufbau eines teilkonzernweiten Datenschutzmanagement-Systems, um somit auch nachhaltig die Anforderungen der DSGVO im Teilkonzern zu steuern und eventuelle Risiken frühzeitig zu erkennen. Somit ist Hubert Burda Media gut aufgestellt, um die bekannten regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Aufgrund der oben dargestellten Maßnahmen schätzt der Teilkonzern sowohl die IT- als auch die Datenschutzrisiken insgesamt als gering ein - wenngleich unberechtigte Datenabflüsse oder längere Serverausfallzeiten signifikante Auswirkungen auf einzelne Geschäfte haben können. Innerhalb dieses Themenkomplexes ist jedoch auch erwähnenswert, dass die geplante Einführung der E-Privacy Verordnung (vgl. dazu auch "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen") voraussichtlich zu neuen Herausforderungen beim Einsatz von Cookies führen wird. Laut einer Studie des VDZ erwarten die befragten Manager großer Verlagshäuser (u.a. auch Burda) und Werbevermarkter nachteilige Auswirkungen der ePVO auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Digitalwirtschaft. Rechtliche RisikenZivil-, gesellschafts- und steuerrechtliche Risiken aus bestehenden Verträgen oder laufenden Verfahren werden, soweit geboten, durch die Bildung von Rückstellungen abgedeckt. Einschlägige Gerichtsentscheidungen und Gesetzesänderungen in Deutschland oder auf Europäischer Ebene werden laufend analysiert, um daraus resultierende Risiken oder Beschränkungen für die Geschäftstätigkeit der Teilkonzerngesellschaften frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können. Im Rahmen des Compliance Management System werden die Risiken für die einzelnen Geschäftsbereiche analysiert und priorisiert mit dem Ziel, Compliance Verstöße durch vorbeugende Aufklärung und verfahrensrechtliche Regelungen zu vermeiden. Dazu dienen zum einen Konzernrichtlinien für eine Vielzahl von Compliance-relevanten Themenfeldern, zum anderen regelmäßige Schulungen. Im Übrigen sieht das Compliance Management System klare Berichtswege vor für die Meldung, Aufklärung und Sanktionierung etwaiger Verstöße. Für Hubert Burda Media als Technologie- und Medienunternehmen haben im Übrigen der Markenschutz, der Schutz geistigen Eigentums und das Datenschutzrecht eine große Bedeutung, weshalb auch in diesen Bereichen alle relevanten Entwicklungen intensiv beobachtet und ausgewertet werden. Gesetzliche Änderungen in den oben aufgeführten Rechtsgebieten können signifikante Auswirkungen auf einzelne Geschäftsmodelle haben. Für den Teilkonzern insgesamt werden die Risiken in diesem Bereich jedoch als gering eingestuft. Strategische PersonalrisikenDie individuellen Fähigkeiten und fachlichen Kompetenzen von Mitarbeitern und Führungskräften sind ein entscheidender und kritischer Bestandteil der Weiterentwicklung des Unternehmens und des Unternehmenserfolgs. Dem potenziellen Risiko des Verlusts dieser Kompetenzen und Einsatzbereitschaft wird mit gezielten Maßnahmen des HR Managements begegnet. Dies erfolgt durch systematische Aus- und Weiterbildung in allen Bereichen, gezielter Förderung von Führungskräften sowie übergreifendem Talent-Management für Fach- und Führungskräfte. Die nachhaltige Einsatzbereitschaft und -fähigkeit wird durch ein umfassendes TAKE CARE-Programm unterstützt, das nicht nur der Gesundheitsförderung dient, sondern mit flexiblen Arbeitsbedingungen auf die demografisch bedingt sehr unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Mitarbeitergenerationen reagiert. Gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat wurde in diesem Zusammenhang ein Positionspapier zu flexibler Arbeitszeit und -ort bei Burda erarbeitet, das die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten darstellt. Darüber hinaus stellt auch die erschwerte Situation bei der Rekrutierung von Nachwuchs- als auch potenziellen Führungskräften ein wachsendes Risiko dar. Infolge des demografischen Wandels und des zunehmenden Wettbewerbs auf dem Personalmarkt ist es immer schwieriger, qualifiziertes Personal rechtzeitig zu gewinnen. Insbesondere im Hinblick auf die steigende Digitalisierung der Geschäftsmodelle werden IT-Fachkräfte immer stärker nachgefragt. Eine zentrale Rolle bei der Rekrutierung von Mitarbeitern und somit bei der Risikosteuerung spielt das Employer Branding. Analog zur Transformation zu einem Technologie- und Medienunternehmen wurde damit begonnen, die Arbeitgeberattraktivität von den klassischen Geschäftsfeldern auch auf die innovativen digitalen Bereiche von Hubert Burda Media auszudehnen. Insbesondere die öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen des BurdaBootCamps helfen maßgeblich dabei, die Wahrnehmung von Hubert Burda Media als Arbeitgeber in diesen Bereichen zu stärken. Eine unternehmensweite Tech-Recruiting-Initiative erarbeitet aktuell weitere Lösungen, um auch zukünftig den Bedarf an qualifiziertem technologieaffinem Nachwuchs zu decken. Das Risiko in diesem Bereich wird insgesamt als gering eingestuft. 6.3 PrognoseberichtDas Wirtschaftswachstum in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Bundesbank 2018 weiter fortsetzen. Die Ökonomen der Bundesbank erwarten für das Jahr 2018 ein kalenderbereinigtes Wachstum von 2,5 Prozent. Das daraus resultierende konsumfreudige Klima wirkt sich auch auf die Geschäftstätigkeit Burdas positiv aus, da Burdas Geschäfte im Wesentlichen in der Interaktion mit den Konsumenten stattfinden. Deutschland bleibt zwar in seiner Position als der "starke Mann Europas". Allerdings werden auch Ende 2018 Probleme wie etwa die nach wie vor schwelende europäische Bankenkrise, von der mittelfristig ein hohes Bedrohungspotenzial sowohl für die deutsche wie für die Weltwirtschaft ausgeht, nicht gelöst sein. Die solide Finanzierung aller Geschälte, die dezentralen Strukturen, die seit 2010 vorangetriebene Diversifikation in Bezug auf Produkte und Geschäftsmodelle sowie der damit verbundene Risikoausgleich schaffen die Voraussetzungen, dass Burda sich auch in einer möglichen Krise weiterhin gut behaupten wird. Die durch Akquisitionen zu Jahresbeginn zunächst gestiegene Verschuldung konnte im Verlauf des Geschäftsjahres bereits deutlich reduziert werden - eine Entwicklung, die auch 2018 fortgesetzt wird. Die aus der Rückführung resultierende Unabhängigkeit erhält die unternehmerische Freiheit, in neue und bestehende Geschäfte zu investieren und sich so als Unternehmensgruppe erfolgreich weiterzuentwickeln. Burda verfügt in allen B2C-Unternehmen über marktstarke oder marktführende mediale Plattformen, die sich den Bedürfnissen der Konsumenten fortwährend anpassen und so dauerhafte Beziehungen zu Konsumenten erzeugen. Auf Basis dieses gewachsenen Vertrauens bieten die Unternehmen der Burda-Gruppe ihren Konsumenten permanent neue Produkte und Dienstleistungen an, die durch unterschiedliche Geschäftsmodelle monetarisiert werden ("Plattformgeschäft"). Die Internet-Unternehmen der Burda-Gruppe verfolgen das strategische Ziel, ihre Marktposition auch im intensiven Wettbewerb weiter auszubauen. So wurden beispielsweise die Unternehmen Cyberport und jameda gezielt durch strategische Akquisitionen gestärkt, um den Kunden noch bessere und umfassendere Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Geschäfte, ergänzt um zusätzliche Akquisitionen, wird auch für 2018 weiterverfolgt. Alle digitalen Publishing-Angebote verzeichneten steigende Nutzerzahlen. Xing wird durch seine klare Plattformstrategie im Themenfeld "Berufsleben" 2018 nach Nutzerzahlen und Umsätzen weiter wachsen. Der "mobile shift" ist Realität, der sich sämtliche digitalen Marken Burdas früh gestellt und ihre Angebote darauf ausgerichtet haben. Insbesondere das Advertising-Geschäft beim digitalen Publisher BurdaForward ist davon betroffen, das darüber hinaus zunehmend automatisiert und datengetrieben betrieben wird. Bei BurdaForward konzentriert man sich weiterhin auf innovative Formate wie Native Advertising und baut transaktionale Geschäfte aus, um die Abhängigkeit vom zunehmend unattraktiven Display-Geschäft zu reduzieren. Der Vorstoß der Marke Focus Online in das regionale bis hyperlokale Medien- und Vermarktungsgeschäft schafft größere Potenziale für Wachstum nach Nutzerzahlen, Nutzerinvolvement und Werbeumsätzen und wird daher 2018 konsequent weiterentwickelt werden. Die beiden E-Commerce-Unternehmen im Geschäftsfeld Consumer Electronics (Cyberport und computeruniverse) haben es 2017 geschafft, sich durch ein Technologie-Upgrade und einem daraus resultierenden besseren Nutzererlebnis in ihrem hochkompetitiven und preisgetriebenen Wettbewerbsumfeld zu differenzieren und die Umsätze deutlich zu steigern. Eine ähnlich positive Entwicklung wird für die Handelsunternehmen auch 2018 erwartet. Die HolidayCheck Group fokussiert sich auf die Wünsche der Reisenden und will für sie das bestmögliche Reiseerlebnis schaffen. Im Markt der digitalen Reisebuchung hat sich das Unternehmen im Hinblick auf Produktqualität und Technologie auf Kurs gebracht und damit die Weichen für wachsenden kommerziellen Erfolg im Jahr 2018 gestellt. Auch im Geschäftsbereich Medienmarken National geht Burda trotz großer struktureller Herausforderungen von einem leichten Wachstum aus. Grundlage hierfür sind die Strahlkraft und Glaubwürdigkeit der Marken, auf deren Basis neue Produkte und Geschäftsmodelle entwickelt werden. Der Geschäftsbereich der Medienmarken National verfolgt seine zentralen strategischen Ziele weiterhin: die innovative Weiterentwicklung des Kerngeschäfts und das nachhaltige Erschließen neuer Erlösfelder inklusive dem kontinuierlichen Ausbau digitaler Medienangebote. Im Geschäftsjahr 2018 fokussiert sich der Geschäftsbereich Medienmarken National zudem auf die Modernisierung verlagsnaher Dienstleistungen, teilweise auch in Kooperation mit anderen Verlagen. Aus verlagsübergreifenden Allianzen an den zentralen Marktschnittstellen werden positive Effekte auf die Wirtschaftlichkeit dieses Teilkonzernbereichs erwartet. Den Rückgang der klassischen Werbung in Print und Online wird Burda über neue Erlösmodelle und über das Wachstumsfeld Content-Marketing kompensieren. Die Agentur C3 ist hier gut positioniert und will sich zu einem Global Player entwickeln, der auch international agierende Unternehmen und Marken aus einer Hand bedienen kann. So befreit sich der Geschäftsbereich zunehmend aus der früheren Abhängigkeit vom B2B-Werbegeschäft. Der Erfolg durch die über mehrere Jahre vollzogene Transformation hat bewiesen, dass das Verlagsgeschäft bei Burda nachhaltig, profitabel und wachstumsorientiert zu führen ist. Expansionschancen wird Burda daher tatkräftig nutzen, weiterhin an neuen Erlösmodellen arbeiten und die Stärke seiner Marken dafür einsetzen. Auch im internationalen Geschäftsfeld hat Burda 2017 zurück zu alter Stärke gefunden und durch die Akquisition von Immediate Media die internationalen Umsätze signifikant ausbauen können. Eine deutlich positive Entwicklung besonders der Unternehmenstochter in Großbritannien wird auch für 2018 erwartet. Die anhaltend schwierigen Voraussetzungen lassen für die Geschäfte in Russland, der Ukraine und der Türkei hingegen keine Prognosen für größeres Wachstum zu, obwohl Burda mit seinen lebensnahen Produkten in diesen Märkten bei den Konsumenten grundsätzlich gut positioniert ist. Der Bereich Druck strebt an, seine Position in einem weiterhin schrumpfenden Markt zu halten. Geringfügige Wachstumspotenziale ergeben sich am ehesten aus technischen Innovationen wie etwa der massenhaften Herstellung individueller Produkte (z.B. im Auftrag von Werbekunden individualisierte Titelseiten für die Abo-Auflage von Magazinen). Auf Konzernebene erwartet Burda für das Geschäftsjahr 2018 einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse. Das Ergebnis vor Steuern wird sich, auf Konzernebene sowie im Bereich der Digitalmarken National, voraussichtlich auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 bewegen. Die leicht rückläufigen Umsatzerlöse, die für den Bereich Druck erwartet werden, werden sich in einem - auf absoluter Basis entsprechenden - Ergebnisrückgang niederschlagen. Die anderen Bereiche werden ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung fortsetzen. Burda wird auch 2018 in deutsche und internationale Medienunternehmen investieren und neue Beteiligungen eingehen sowie Portfoliobereinigungen durch gezielte Desinvestitionen vornehmen. Gegenüber den Beteiligungsunternehmen versteht sich Burda grundsätzlich als verlässlicher, langfristiger Partner, der mit seinen Markt- und Technologiekenntnissen sowie seiner Marktdurchdringung vor allem in Deutschland das Wachstum der Partnerunternehmen voranbringen will. Burda arbeitet weiter konsequent an der digitalen Transformation. Die Architektur des Unternehmens schafft dafür gute Voraussetzungen, weil Burda eine gute Balance im Ausgleich der Märkte, Risiken und Geschäftsmodelle geschaffen hat. Das Unternehmen betreibt stabile und ausgewogene Cash-flow-starke Geschäfte, aus denen sich die Kraft für weitere Innovationen und Investitionen speist. 7. Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg (ergänzende Informationen)Grundlagen des UnternehmensDie Burda GmbH ist die Obergesellschaft einer Gruppe von Medien- und Technologieunternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, durch hohe Innovationsbereitschaft neue Märkte und Konsumenten zu gewinnen und gleichzeitig bestehende Konsumentenbeziehungen auszubauen. Sie steuert die unternehmerischen Aktivitäten des Burda Teilkonzerns, während die Elemente des operativen Geschäfts in den Tochtergesellschaften angesiedelt sind. Die wirtschaftliche Entwicklung der Burda GmbH ist daher in großem Maße von der zuvor beschriebenen Entwicklung der Gruppe abhängig. Sie hält dabei Anteile an Gesellschaften, die in den Geschäftsbereichen Digitalmarken National, Medienmarken National, Medienmarken International und Druck operativ tätig sind. Daneben ist sie Generalmieter für angemietete Büroflächen und Grundstücke, die sie anschließend an ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften untervermietet. Sie ist Cash-Pool-Führerin des Cash-Pools der Hubert Burda Media-Gruppe und erbringt Finanzierungsleistungen an ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Dies sind auch die wesentlichen Ertragsquellen der Gesellschaft. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageZur Unternehmensteuerung wird das Finanzergebnis sowie die Erlöse aus der Vermietung herangezogen. Das Finanzergebnis ist überwiegend geprägt vom wirtschaftlichen Erfolg der Tochtergesellschaften. Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum solide Verhältnisse auf. Die Bilanzsumme lag mit 1.571,7 Millionen Euro um 134,7 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 1.437,0 Millionen Euro. Der Anteil des Anlagevermögens betrug 92,5 Prozent (Vorjahr: 89,3 Prozent) der Bilanzsumme. Die Zugänge ins Anlagevermögen betrugen gemäß Anlagenspiegel 276,4 Millionen Euro (Vorjahr: 220,1 Millionen Euro). Davon entfiel der überwiegende Teil in die vollständige Übernahme des Medienunternehmens Immediate Media. Das Umlaufvermögen verringerte sich um 36,6 Millionen Euro auf 115,4 Millionen Euro. Die Veränderung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den Rückgang der liquiden Mittel, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, von 63,4 Millionen Euro (Vorjahr) auf 19,4 Millionen Euro (Geschäftsjahr). Bei kumulierter Betrachtung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ergab sich ein Gesamtsaldo zu Lasten der Gesellschaft von 250,0 Millionen Euro gegenüber 193,9 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Finanzierungsfunktion der Gesellschaft gegenüber ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich, resultierend aus der Inanspruchnahme von kurz- und mittelfristigen Kreditlinien, gegenüber dem Vorjahr um 41,1 Millionen Euro auf 242,6 Millionen Euro. Die Darlehensverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien lag zum Bilanzstichtag bei rund 50 Prozent. Die per 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sowie die weiteren Finanzverbindlichkeiten werden marktüblich verzinst. Die Finanzierungsstruktur bietet der Gesellschaft genügend Flexibilität für eine weitere positive Entwicklung. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 3,5 Millionen Euro auf 56,0 Millionen Euro. Die Veränderung resultiert aus einer höheren Steuerverbindlichkeit zum Jahresende. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten zuzüglich weiterer Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und abzüglich der sonstigen Wertpapiere) betrug 266,2 Millionen Euro und lag damit um 85,3 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Mit Beschluss vom 18. Dezember 2017 beschloss die Gesellschafterin eine Ausschüttung von 35,5Millionen Euro aus dem Bilanzgewinn. Die Auszahlung erfolgte am 28. Dezember 2017. In Folge des positiven Jahresergebnisses, der Einstellung in die Gewinnrücklage und der Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn erhöhte sich das Eigenkapital um 1,5 Millionen Euro auf 724,9 Millionen Euro, was bei einer um 9,4 Prozent höheren Bilanzsumme dennoch zu einer Reduzierung der Eigenkapitalquote von 50,3 Prozent auf 46,1 Prozent führte. Das langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, langfristigen Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten, betrug 937,4 Millionen Euro (Vorjahr: 1.016,3 Millionen Euro) und erreichte damit 59,6 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr: 70,7 Prozent). Das Anlagevermögen beläuft sich auf 1.454,1 Millionen Euro und ist im Geschäftsjahr zu 81,1 Prozent (Vorjahr: 86,6 Prozent) durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt, was die solide Finanzierungsstruktur der Gesellschaft verdeutlicht. Sowohl das betriebliche als auch das Finanzergebnis der Gesellschaft werden maßgeblich durch die Beziehungen zu den Tochtergesellschaften geprägt. Die Erlöse aus Vermietung werden maßgeblich durch die Beziehungen zu den Tochtergesellschaften geprägt und haben sich von 25,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr - entsprechend den Erwartungen - leicht um 1,7 Millionen Euro vermindert. Das betriebliche Ergebnis von -21,3 Millionen Euro lag dabei um 33,9 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Das Rohergebnis verringerte sich um 10,8 Millionen Euro von 56,3 Millionen Euro auf 45,5 Millionen Euro. Darin enthalten sind Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 20,0 Millionen Euro. Die betrieblichen Aufwendungen, bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen, stiegen um 23,0 Millionen Euro auf 66,7 Millionen Euro. Die Personalaufwendungen sind um 5,7 Millionen Euro von 4,6 Millionen Euro auf 10,3 Millionen Euro gestiegen. Ausschlaggebend hierfür sind steigende Aufwendungen für Altersvorsorge. Der Anstieg ist durch die starke Veränderung des Abzinsungssatzes der Pensionsrückstellungen zu begründen. Der Anteil der Personalaufwendungen an den betrieblichen Aufwendungen hat sich gegenüber dem Vorjahr von 10,5 Prozent auf 15,5 Prozent erhöht. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 36,8 Millionen Euro im Vorjahr um 17,7 Millionen Euro resultiert vor allem aus der Abschreibung von Forderungen an verbundene Unternehmen. Das Finanzergebnis erhöhte sich, wie im Vorjahr prognostiziert, um 75,9 Millionen Euro von 7,9 Millionen Euro auf 83,8 Millionen Euro. Grund hierfür ist vor allem der Rückgang der Aufwendungen aus Verlustübernahme von 76,2 Millionen Euro, sowie der Rückgang der Abschreibungen auf Finanzanlagen um 7,4 Millionen Euro. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich, im Wesentlichen aufgrund periodenfremder Effekte, gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Millionen Euro auf 23,3 Millionen Euro. Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhte sich um 25,2 Millionen Euro auf 25,5 Millionen Euro und betrifft überwiegend frühere Perioden. Im Ergebnis erhöhte sich der Jahresüberschuss um 16,6 Millionen Euro von 20,4 Millionen Euro auf 37,0 Millionen Euro. Die Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der beschriebenen Faktoren zufriedenstellend entwickelt und zeigt solide bilanzielle Verhältnisse. Chancen- und RisikoberichtAufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung der Burda GmbH stark an die Entwicklung des Teilkonzerns geknüpft ist, gelten die oben beschriebenen Grundzüge des Risikomanagementsystems, einschließlich der beschriebenen Risiken und Chancen, sowohl für den Teilkonzern als auch für die Burda GmbH. Aus Sicht des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens bestehen die unter Berücksichtigung der Funktionen als Holding und Cash-Pool-Führerin typischen Chancen und Risiken aus einer möglichen Verbesserung bzw. Verschlechterung der Ertragskraft der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, die teilweise über Ergebnisabführungsverträge verbunden sind. Dies stellt für den Einzelabschluss das höchste Einzelrisiko dar, das - trotz möglicher signifikanter Auswirkungen von Abwertungen oder sinkender Ertragskräfte einzelner Geschäftsbereiche - aufgrund einer geringen Einzeleintrittswahrscheinlichkeit insgesamt für das breit angelegte Portfolio als gering bis moderat eingeschätzt wird. Beteiligungsrisiken werden durch ein angemessenes Beteiligungscontrolling überwacht. Dies schließt auch Investitionsprüfungen für wesentliche Investitionen und Akquisitionen mit ein, in deren Rahmen die Risiken evaluiert werden und Investitionen durch interne Freigabekontrollen autorisiert werden. Das Risiko aus Untervermietung von Immobilien an Tochter- und Beteiligungsunternehmen wird als gering eingestuft. PrognoseberichtFür das kommende Jahr 2018 geht die Gesellschaft von weitestgehend konstanten Vermietungserlösen aus. Aus den Geschäftsbereichen, in die sich die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften einordnen, erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018, im Wesentlichen aufgrund geringerer Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen, einen Rückgang des Saldos aus Ergebnisabführungen. Gegenläufig dürften sich jedoch die Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen, sowohl bei der Gesellschaft als auch bei deren Tochtergesellschaften, sowie die Zinsaufwendungen entwickeln. Somit wird sich auch das Finanzergebnis weitestgehend auf Vorjahresniveau bewegen. Teilkonzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
Die Nummern in Klammern weisen auf die Angaben im Anhang hin. Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Die Nummern in Klammern weisen auf die Angaben im Anhang hin. Teilkonzern-Anhang 2017(1) Allgemeine AngabenDie Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (künftig: Burda GmbH) hat ihren Sitz in Offenburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg i. Br. (Reg.Nr. HRB 470356). Die Erstellung des Teilkonzern-Abschlusses zum 31. Dezember 2017 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung des Teilkonzerns erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. (2) KonsolidierungskreisAnzahl der konsolidierten Unternehmen:
Bei den voll konsolidierten Unternehmen werden für 53 Unternehmen nicht beherrschende Anteile ausgewiesen (2016: 52). 21 Unternehmen mit geringem Geschäftsvolumen bzw. ohne Geschäftstätigkeit wurden nicht konsolidiert bzw. nicht als assoziiertes Unternehmen im Sinne des § 311 HGB bilanziert, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, deren Anteile lediglich zum Zwecke der Weiterveräußerung gehalten werden oder bei denen kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (2016: 27). Die anteilmäßige Konsolidierung nach § 310 HGB kommt zur Anwendung bei Gesellschaften, bei denen eine gemeinschaftliche Führung mit in der Regel nur einem konzernfremden Partner vorliegt. Die einbezogenen Unternehmen sind in einer Anlage zum Anhang nach § 313 Abs. 2 HGB aufgeführt. Bei den Gesellschaften ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BURDA Medien Park KG, Düsseldorf, sowie ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BURDA Offenburg KG, Düsseldorf, erfolgt die Konzerneinbeziehung aufgrund von § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die folgenden Unternehmen wurden im Berichtsjahr erstmalig in den Teilkonzernabschluss einbezogen:
1) mittelbare Beteiligung der XING SE
(3) KonsolidierungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich zum Stichtag des Teilkonzern-Abschlusses 31. Dezember 2017 erstellt. Bei drei Unternehmen wurden zum Zweck der Konzerneinbeziehung Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2017 erstellt. Der Einbeziehung der assoziierten Unternehmen wurden die Abschlüsse dieser Unternehmen zum 31. Dezember 2017 zugrunde gelegt. Die ergänzenden Regelungen der Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) kamen grundsätzlich zur Anwendung. Die Kapitalkonsolidierung der im Rahmen der Vollkonsolidierung sowie der anteilmäßigen Konsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an dem betreffenden Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet, das dem Zeitwert der in den Teilkonzern-Abschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB bewertet. Die Verrechnung erfolgt dabei auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, zu dem das betreffende Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Auf- bzw. Abstockungen von Anteilen an konsolidierten Tochtergesellschaften sowie Kapitalmaßnahmen dieser ohne Statuswechsel werden als Erwerbs- bzw. als Veräußerungsvorgang abgebildet. Aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Erwerben bis zum Ende des Geschäftsjahres 2009 resultierten, wurden aktiviert und mit dem Eigenkapital verrechnet. Diese Behandlung wurde für die betreffenden Geschäfts- oder Firmenwerte beibehalten und in Geschäftsjahren, die nach dem 31. Dezember 2009 beginnen und vor dem 1. Januar 2017 enden, fortgesetzt. In früheren Geschäftsjahren wurden 405.298 Tausend Euro final mit dem Eigenkapital verrechnet. Im Geschäftsjahr 2017 ist der Teilkonzern zur Verschaffung eines besseren Einblicks in die Ertragslage dazu übergegangen, den sich für das Geschäftsjahr ergebenden Betrag, analog zu Geschäfts- oder Firmenwerten aus Erwerben ab dem 1. Januar 2010, als planmäßige Abschreibung nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer in der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen. Auf diese Weise wurden 12.514 Tausend Euro erstmals als Abschreibung in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt (2016: neutrale Verrechnung mit dem Eigenkapital: 13.012 Tausend Euro); die Vorjahresbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden nicht angepasst. Durch die geänderte Bewertung ergibt sich weder im Zeitpunkt der Umstellung noch in den Folgejahren ein anderer Vermögens- oder Eigenkapitalausweis. Künftige Konzernergebnisse werden durch die erfolgswirksame Erfassung der Abschreibungen kumuliert über alle Folgejahre mit 37.288 Tausend Euro niedriger ausfallen. Bei einem Abgang der betreffenden Geschäfts- oder Firmenwerte, z.B. im Rahmen einer Entkonsolidierung, gehen diese Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihrem Buchwert und nicht, wie bislang mit ihren Anschaffungskosten, in die Berechnung des Abgangseffekts ein. Diese Vorgehensweise entspricht den DRS-Regelungen zur Entkonsolidierung gemäß DRS 23.178 ff. Wäre die Bilanzierungsmethode der Vorjahre im Geschäftsjahr fortgeführt worden, hätte sich ein um 6.175 Tausend Euro niedrigerer Veräußerungsgewinn (ausgewiesen in den sonstigen betrieblichen Erträgen) ergeben. Auch bei zukünftigen Abgängen aus dem Konsolidierungskreis kommt es, im Vergleich zur Methode der Vorjahre, im jeweiligen Jahr der Entkonsolidierung zu einer Ergebnisverbesserung in Höhe des jeweiligen mit dem Eigenkapital verrechneten Betrages bis maximal zu dem bis Ende 2016 mit dem Eigenkapital verrechneten Betrages. Die Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen werden in der Teilkonzern-Bilanz mit dem Buchwert angesetzt. Der Buchwert sowie ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital werden zu demjenigen Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Der Unterschiedsbetrag dieser Neuzugänge wird dabei nach § 312 Abs. 2 HGB errechnet, fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Analog der vorstehend geschilderten Behandlung der Altgeschäfts- oder Firmenwerte (aus Erwerben vor dem 1. Januar 2010) im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach §§ 301 ff. und 310 HGB wurden erstmals auch die sich aus den Geschäfts- oder Firmenwerten nach § 312 HGB für das Geschäftsjahr 2017 ergebenden Abschreibungsbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Auf diese Weise wurden im Geschäftsjahr 2017 erstmals Abschreibungen von 1.196 Tausend Euro in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt (2016: neutrale Verrechnung mit dem Eigenkapital: 1.196 Tausend Euro); die Vorjahresbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden nicht angepasst. In Vorjahren wurden 9.174 Tausend Euro final mit dem Eigenkapital verrechnet. Entsprechend verbessern sich bei einem Abgang der Geschäfts- oder Firmenwerte in diesem Umfang die Konzernergebnisse künftiger Geschäftsjahre. Hingegen werden in künftigen Geschäftsjahren die Konzernergebnisse aufgrund der Umstellung zur erfolgswirksamen Abschreibung um 8.370 Tausend Euro niedriger ausfallen. Die Abschreibungen auf Firmenwerte assoziierter Unternehmen werden in der Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Ergebnis aus assoziierten Unternehmen" ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen betrug zum Bilanzstichtag 54.294 Tausend Euro; der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert belief sich auf 35.127 Tausend Euro. Den Geschäfts- oder Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich Nutzungsdauern zwischen 5 und 15 Jahren beigelegt. Nutzungsdauern oberhalb von fünf Jahren ergeben sich aus dem Geschäftsmodell oder der Mitarbeiterfluktuation des betreffenden Unternehmens. Handelt es sich dabei um ein dem Abonnement-Geschäft ähnelndes Geschäftsmodell, so stützt sich der Teilkonzern auf - auch für die Zukunft erwartete - Erfahrungswerte aus der Entwicklung bzw. Bestandsdauer vergleichbarer Kundenstämme aus dem Verlagsgeschäft. Analog gilt dies für vertriebsorientierte Geschäftsmodelle, da auch hier Erfahrungen (z.B. aus vergleichbaren Produktlebenszyklen) vorliegen, die eine entsprechend lange Nutzungsdauer rechtfertigen. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird auf der Passivseite der Bilanz als separater Bilanzposten nach dem Eigenkapital gezeigt. Seine Auflösung erfolgt nach § 309 Abs. 2 HGB. Zum Bilanzstichtag lagen keine passiven Unterschiedsbeträge vor. Bei einer von der kapitalmäßigen Beteiligung abweichenden Beteiligungsquote des Teilkonzerns an den laufenden Ergebnissen und Liquidationsergebnissen der einbezogenen Tochtergesellschaften, werden der Konsolidierung die wirtschaftlichen Beteiligungsquoten zugrunde gelegt, falls diese auf eindeutigen vertraglichen Regelungen basieren. Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten, zwischen den in den Teilkonzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten werden konsolidiert. Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. (4) WährungsumrechnungForderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten, die auf Währungen von Ländern außerhalb der Europäischen Währungsunion lauten, sind zu den an den Entstehungstagen geltenden Kursen oder den höheren bzw. niedrigeren Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgte die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs vom Bilanzstichtag. Für die konsolidierten Gesellschaften außerhalb der europäischen Währungsunion erfolgte die Umrechnung des Eigenkapitals mit den fortgeschriebenen historischen Wechselkursen. Die übrigen Bilanzposten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. (5) Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der unter Tz. 3 aufgeführten Änderungen grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips und entsprechend den beim Mutterunternehmen angewandten Methoden bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände - mit Ausnahme von Abobeständen, deren Abschreibung sich am tatsächlichen Verbrauch bemisst - wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Soweit notwendig wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Im Rahmen der Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften wurden im wesentlichen Markenrechte und vom erworbenen Unternehmen selbst erstellte Software aktiviert. Die Bewertung erfolgte im Fall der Markenrechte mit Hilfe der Lizenzpreisanalogiemethode (zugrunde gelegte Lizenzraten: 2,00 Prozent - 14,00 Prozent) und im Fall der Software unter Anwendung der Reproduktionskostenmethode auf Basis marktüblicher Stundensätze. Für die Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten wurde die dem Geschäftsmodell des betreffenden Unternehmens entsprechende voraussichtliche Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren zugrunde gelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden durch Gegenüberstellung des Zeitwertes der Beteiligung des Tochterunternehmens mit der Summe aus dem Reinvermögen zu Konzernbuchwerten und dem Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes dieses Tochterunternehmens bestimmt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Soweit notwendig wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Bewegliche abnutzbare Anlagegüter wurden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear oder, bei vor dem 1. Januar 2010 zugegangenen Anlagegütern, aus steuerlichen Gründen degressiv abgeschrieben. In diesen Altfällen erfolgt ein Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 410,00 Euro nicht überstiegen (geringwertige Anlagegüter). Lagen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten darüber, wurden die betreffenden Gegenstände aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Verzinsliche Ausleihungen wurden mit ihren Nennwerten bewertet. Unter- und unverzinsliche Darlehen wurden entsprechend den Restlaufzeiten abgezinst, soweit die Zinslosigkeit nicht durch immanente Vorteile kompensiert wird. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren wurden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Niedrigere Wiederbeschaffungskosten bzw. Marktpreise am Bilanzstichtag kamen bei der Bewertung zur Anwendung. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Wert aktiviert. In die Herstellungskosten wurden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- undFertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen einbezogen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten angesetzt. Sie wurden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine angemessene Pauschalabwertung vorgenommen. Bei un- oder unterverzinslichen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt der Ansatz mit dem Barwert. Vorsteuerbeträge für Verbindlichkeiten aus empfangenen Leistungen, für die zum Bilanzstichtag noch keine Rechnungen vorliegen, werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Sonstige Forderungen aus Ansprüchen auf Erstattung von Steuern vom Einkommen und Ertrag, die sich aus der Abrechnung von höheren Vorauszahlungen mit tatsächlich entstandenen niedrigeren Steuerschulden ergeben, werden bereits in dem Geschäftsjahr aktiviert, dem sie wirtschaftlich zuzuordnen sind. Der Ansatz erfolgt mit dem Nennwert. Sonstige Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bilanziert. Abgänge erfolgen zu durchschnittlichen Konzern-Restbuchwerten. Liquide Mittel wurden zu Nennwerten ausgewiesen. Wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen vorgenommen oder Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens mit einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Dies gilt nicht für eine etwaige in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abwertung eines Geschäfts- oder Firmenwerts. Rückstellungen für Pensionen, für Altersteilzeit, für Jubiläen und für Leistungen im Todesfall werden zum 31. Oktober des Geschäftsjahres inventarisiert. Diese Rückstellungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Heranziehung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) unter Zugrundelegung der folgenden grundsätzlichen, zum 31. Oktober 2017 bestehenden, Annahmen ermittelt:
Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird grundsätzlich der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für den 31. Dezember 2017 wurde am 31. Oktober 2017 ein Zinssatz in Höhe von 3,68 Prozent per annum prognostiziert und der Bewertung zugrunde gelegt. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. In Fällen deutlich kürzerer oder deutlich längerer Restlaufzeiten als 15 Jahre wurden die tatsächlichen Restlaufzeiten und der entsprechende prognostizierte Zinssatz angesetzt. Da der deutlich überwiegende Teil der Pensionsverpflichtungen auf einer für Neueintritte ab September 1993 geschlossenen Versorgungsordnung beruht und die pensionsberechtigten noch aktiven Mitarbeiter zum Bilanzstichtag daher bereits eine lange Betriebszugehörigkeit aufweisen, wurde eine betriebsindividuelle Fluktuation wegen ihrer unwesentlichen Auswirkungen nicht einberechnet. Bei den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und für Leistungen im Todesfall wurde in den ersten zehn Dienstjahren eine durchschnittliche jährliche Fluktuation von drei Prozent per annum unterstellt. Eine betriebsindividuelle Fluktuation wurde wegen unwesentlicher Auswirkungen ab dem elften Dienstjahr nicht mehr berücksichtigt. Im Rahmen des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) hat sich die Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen geändert. Der sich durch die geänderte Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Unterschiedsbetrag wird über 15 Jahre verteilt zugeführt. Der noch nicht verteilte Betrag im Sinne von Artikel 67 Abs. 2 EGHGB beträgt zum Bilanzstichtag 19.299 Tausend Euro. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren beträgt 17.704 Tausend Euro. Rückdeckungsversicherungswerte, die ansonsten unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen gewesen wären, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 3.823 Tausend Euro verrechnet, zu deren Abdeckung die betreffenden Versicherungen abgeschlossen worden sind. Diese Werte entsprechen sowohl dem beizulegenden Zeitwert als auch den fortgeführten Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände sowie dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden. Die Rückdeckungsversicherungswerte wurden von dem jeweiligen Versicherungsunternehmen bestätigt. Ihre Bewertung erfolgte mit dem Betrag, der von dem Versicherungsunternehmen aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wurde, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert. Zur Absicherung der aus den Rückstellungen für Altersteilzeit resultierenden Verpflichtungen wurden von den Arbeitgeberunternehmen Bankbürgschaften zugunsten der Berechtigten gestellt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen enthalten entsprechend dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip alle dem Grunde nach zum Zeitpunkt der Aufstellung des Teilkonzernabschlusses erkennbaren Verpflichtungen und Risiken. Sie werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird. Der Ansatz der Verbindlichkeiten entspricht den Erfüllungsbeträgen. Sofern zur Sicherung der Devisenkurse Sicherungsgeschäfte vorgenommen werden, kommen grundsätzlich die Absicherungskurse bei der Bewertung der betreffenden Forderungen und Verbindlichkeiten zum Ansatz. Für etwaige Verlustüberhänge aus Kurssicherungsgeschäften werden Drohverlustrückstellungen gebildet. Soweit Bewertungseinheiten gebildet werden, werden diese unter Anwendung der Einfrierungsmethode bilanziert. (6) Teilkonzern-AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Teilkonzern-Anlagevermögens ist in einem Teilkonzern-Anlagespiegel dargestellt. Dieser wird dem Teilkonzern-Anhang als Anlage beigefügt. Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren im Wesentlichen aus Kapitalerstkonsolidierungen. Folglich sind auch die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf Erstkonsolidierungen des Geschäftsjahres (siehe Tz. 2) sowie auf plan- und außerplanmäßige Abschreibungen zurückzuführen. In der Position Beteiligungen sind zur Weiterveräußerung bestimmte Anteile an voll konsolidierten Tochterunternehmen mit 3.659 Tausend Euro enthalten. (7) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 265 Tausend Euro (2016: 37 Tausend Euro) und von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 1.034 Tausend Euro (2016: 10.907 Tausend Euro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nahezu vollständig unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen. Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen 42.500 Tausend Euro (2016: 41.934 Tausend Euro) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 4.164 Tausend Euro (2016: 4.694 Tausend Euro) sonstige Vermögensgegenstände. Ferner enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von 2.617 Tausend Euro, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden sind. (8) Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie auf der Aktivseite der Teilkonzern-Bilanz ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ein Disagio im Sinne von § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von 25 Tausend Euro (2016: 40 Tausend Euro). (9) Angaben zum Teilkonzern-EigenkapitalspiegelWegen der Zusammensetzung und Entwicklung des Teilkonzern-Eigenkapitals wird auf den Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel gemäß § 297 Abs. 1 HGB verwiesen. Unter den nicht beherrschenden Anteilen wurden sowohl positive als auch negative Anteile am Teilkonzern-Eigenkapital von Tochtergesellschaften saldiert. Die negativen Kapitalanteile belaufen sich auf 5.486 Tausend Euro. Der Anteil aufwandswirksam berücksichtigter nicht beherrschender Anteile am Teilkonzern-Ergebnis beträgt 8.025 Tausend Euro. (10) SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen im Folgejahr abzuführende Beträge sowie Beträge für Risiken aus steuerlichen Prüfungen. (11) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen, Earn out Verpflichtungen, Urlaubsansprüche, sonstige Personalaufwendungen, Remissionen, Rabatt- und Bonusgutschriften und Prozessrisiken. (12) Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 22.147 Tausend Euro durch Grundpfandrechte sowie 2.597 Tausend Euro durch Sicherungsübereignung von Maschinen gesichert. Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wie im Vorjahr nahezu vollständig unter den sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von 9.230 Tausend Euro (2016: 3.824 Tausend Euro); diese haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wären - vorbehaltlich des gesonderten Ausweises - in Höhe von 9.520 Tausend Euro unter den sonstigen Verbindlichkeiten und in Höhe von 2.062 Tausende Euro unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auszuweisen gewesen. Im Vorjahr wäre der Ausweis nahezu vollständig unter den sonstigen Verbindlichkeiten erfolgt, wären die Verbindlichkeiten nicht gesondert ausgewiesen worden. (13) Latente SteuernAus § 274 HGB resultierende passive latente Steuern ergeben sich überwiegend aus niedrigeren steuerlichen Wertansätzen im Sach- und Finanzanlagevermögen. Diese wurden verrechnet mit aktiven latenten Steuern, die sich größtenteils aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen ergeben. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern aus solchen Verlustvorträgen in die Verrechnung einbezogen, deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Jahre wahrscheinlich ist. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. Die ausgewiesenen latenten Steuern resultieren somit vollumfänglich aus der Anwendung des § 306 HGB. Dem bilanzierten Betrag liegen Differenzen aus der Zwischengewinneliminierung, der Schuldenkonsolidierung sowie aus der Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zugrunde. Die Entwicklung der saldierten latenten Steuern wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Bei der Bewertung kamen grundsätzlich die Steuersätze der jeweiligen Konzerneinheiten zur Anwendung, diese lagen zwischen 10,30 Prozent und 33,99 Prozent. (14) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
(15) Sonstige betriebliche ErträgeEnthalten sind periodenfremde Erträge mit 37.612 Tausend Euro. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen und Dienstleistungen für Vorjahre, Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen und der Auflösung von Rückstellungen. Ebenfalls enthalten sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 365 Tausend Euro (2016: 3.158 Tausend Euro). (16) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für UnterstützungDie Position enthält Aufwendungen für Altersversorgung von 14.288 Tausend Euro (2016: 6.193 Tausend Euro). Der Zinsanteil aus der Zuführung zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist im Finanzergebnis ausgewiesen. (17) Abschreibungen auf das AnlagevermögenIm Geschäftsjahr wurden auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 4.129 Tausend Euro vorgenommen (2016: 5.536 Tausend Euro). Im Umfang von 3.193 Tausend Euro handelt es sich um außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vollkonsolidierter Unternehmen (2016: 632 Tausend Euro). Geschäfts- oder Firmenwerte anteilmäßig konsolidierter Unternehmen wurden im Geschäftsjahr nicht außerplanmäßig abgeschrieben (2016: 101 Tausend Euro). (18) Sonstige betriebliche AufwendungenDer Posten enthält periodenfremde Aufwendungen mit 14.235 Tausend Euro. Diese betreffen im Wesentlichen Kostenbelastungen für Vorjahre. Ferner sind Beträge aus Forderungsausfällen und Wertberichtigungen sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Letztere betragen 3.177 Tausend Euro (2016: 1.470 Tausend Euro). Des Weiteren sind Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB in Höhe von 3.029 Tausend Euro (2016: 3.030 Tausend Euro) enthalten. (19) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche AufwendungenIm Geschäftsjahr sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen von 114 Tausend Euro (2016: 130 Tausend Euro) sowie Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen von 0 Tausend Euro (2016: 5 Tausend Euro) angefallen. Enthalten sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit 8.108 Tausend Euro (2016: 8.278 Tausend Euro) sowie periodenfremde Zinsaufwendungen mit 9.593 Tausend Euro (2016: 1.655 Tausend Euro). Der Aufwand aus der Aufzinsung beinhaltet auch den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. (20) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UmlaufvermögensDie außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen betragen 15.997 Tausend Euro (2016: 19.216 Tausend Euro). (21) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer ausgewiesene Aufwand enthält im Wesentlichen die für das Folgejahr erwarteten Ertragsteuerzahlungen der konsolidierten Gesellschaften. Hierin enthalten ist ein periodenfremder Ertragsteueraufwand von 12.290 Tsd. € (2016: -2.040 Tsd. €). Der latente Steuerertrag beträgt 3.728 Tausend Euro (2016: 3.301 Tausend Euro). (22) Wesentliche Veränderungen des KonsolidierungskreisesDie Vancouver Topco Ltd. - die Obergesellschaft der Immediate Media-Gruppe - und deren Tochtergesellschaften werden zum 11. Januar 2017 erstmalig in den Teilkonzernabschluss der Burda GmbH einbezogen. Die Gruppe hat ihren Sitz in Großbritannien und publiziert zahlreiche renommierte Zeitschriften. Daneben betreibt sie diverse internetbasierte Plattformen und Portale. Die erstmalige Einbeziehung wirkt sich wie folgt auf die Vergleichbarkeit einzelner wesentlicher Teilkonzern-Bilanzposten aus:
pro forma: Darstellung der Teilkonzernbilanz ohne Einbeziehung der Immediate Media-Gruppe in den Konsolidierungskreis Diese Veränderung des Konsolidierungskreises hatte die folgenden Effekte auf die Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
pro forma: Darstellung der Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung ohne Einbeziehung der Immediate Media-Gruppe in den Konsolidierungskreis (23) BewertungseinheitenDer Teilkonzern hat zukünftige Zinsrisiken, welche durch die Aufnahme variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten entstanden sind, durch laufzeitkongruente Zinsswaps abgesichert. Zwischen den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als Grundgeschäfte und den Sicherungsgeschäften in Form von Zinsswaps werden Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Grundlage von Micro-Hedges zum Ausgleich künftiger Zahlungsstrom-Schwankungen aufgrund variabler Zinsen. Die im Rahmen von Bewertungseinheiten einbezogenen Zinsswaps weisen Nominalbeträge von 5.189 Tausend Euro und negative Zeitwerte von 90 Tausend Euro auf. Da die Nominalbeträge der Grundgeschäfte betragsidentisch sind, ergibt sich ein Sicherungsumfang von 100,0 Prozent. Zur Bestimmung der Zeitwerte der Zinsswaps wird die Barwertmethode angewandt. Diese ermittelt die Barwerte der künftigen Zahlungen bis zum Vertragsende unter Zugrundelegung der auf Basis der Zinsstrukturkurve errechneten Terminsätze. Die Absicherungseffektivität hinsichtlich des Zinsänderungsrisikos wurde prospektiv durch Anwendung der critical term match-Methode gemessen, da alle bewertungsrelevanten Parameter übereinstimmen. Die Bewertungseinheiten sind zu 100,00 Prozent effektiv. Die Zinsswaps weisen die nachfolgend dargestellten Nominalwerte und Laufzeiten auf:
(24) HaftungsverhältnisseBei den Gesellschaften des Teilkonzerns bestanden zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse, die im Wesentlichen aus Bürgschaften gegenüber Dritten in Höhe von 2.272 Tausend Euro (2016: 5.018 Tausend Euro) resultieren. Darüber hinaus bestand eine Patronatserklärung gegenüber einem nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte für eine mögliche Inanspruchnahme vor, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften mit hinreichend hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt werden. (25) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaften des Teilkonzerns schließen zur Sicherstellung ihres Betriebs mittel- und langfristige Mietverträge ab. Hieraus sowie aus weiteren Verträgen resultierende bedeutsame sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Stichtag in der nachfolgenden Höhe und Fälligkeit:
Daneben bestanden zum Stichtag Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben in das Sachanlagevermögen in Höhe von 2.745 Tausend Euro, sowie übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 14.628 Tausend Euro aus zugesagten Zahlungen, deren Verpflichtungen zum Bilanzstichtag jedoch noch nicht entstanden waren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen von 0 Tausend Euro (2016: 190.803 Tausend Euro) haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr, die restlichen Verpflichtungen sind unbefristet. (26) Mitarbeiter
(27) Geschäftsführer sowie Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGBIm Geschäftsjahr 2017 waren folgende Personen zu Geschäftsführern bestellt:
Die ehemaligen Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene erhielten Bezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. b von 1.211 Tausend Euro; für diese Personengruppe bestanden zum Konzernbilanzstichtag Rückstellungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. b Satz 2 HGB in Höhe von 14.272 Tausend Euro. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. a HGB wird aufgrund der Anstellungsverhältnisse unter Inanspruchnahme von § 314 Abs. 3 S. 2 HGB verzichtet. (28) KonzernverhältnisseDie Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, Offenburg, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und zugleich auch den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, dem die Burda GmbH als Tochterunternehmen angehört. Der Konzernabschluss der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers zur Veröffentlichung eingereicht. (29) Gesamthonorar des Teilkonzern-Abschlussprüfers
Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen Leistungen, die im Vorfeld zu Beteiligungserwerben erbracht wurden. (30) Angaben zur Teilkonzern-KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung enthält als Liquiditätsreserve verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Wertpapiere) mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, korrigiert um kurzfristige Giroverbindlichkeiten und Wechselkurs- sowie bewertungsbedingte Fondsveränderungen. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
(31) Sonstige AngabenDie folgenden in den Teilkonzern-Abschluss 2017 einbezogenen Tochterunternehmen nehmen die Befreiungsmöglichkeiten nach § 264 Abs. 3 HGB zum 31. Dezember 2017 in Anspruch:
In entsprechendem Umfang wurden die nachfolgend genannten, in den Teilkonzern-Abschluss einbezogenen, Gesellschaften nach § 264b HGB befreit:
Der Teilkonzern-Abschluss der Burda GmbH hat ferner befreiende Wirkung nach § 291 HGB für die in dieser Textziffer aufgeführten Tochtergesellschaften sowie weitere Gesellschaften, die zugleich Mutterunternehmen sind und ohne diese Befreiung zur Aufstellung eines Teilkonzern-Abschlusses und eines Teilkonzern-Lageberichtes nach §§ 290 ff. HGB oder den jeweiligen lokalen Vorschriften verpflichtet wären. Die Vorstände und Aufsichtsräte der in den Teilkonzernabschluss einbezogenen börsennotierten Tochtergesellschaften HolidayCheck Group AG, München, sowie XING SE, Hamburg, haben im November 2017 und März 2017 die Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG auf den Investor Relations-Seiten von www.holidaycheckgroup.com sowie www.xing.com den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Offenburg, den 15. März 2018 Die Geschäftsführer Holger Eckstein Martin Weiss Philipp Welte Stefan Winners Anlage zum Anhang des Teilkonzernabschlusses Entwicklung des Teilkonzernanlagevermögens
Teilkonzern-Kapitalflussrechnung
Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel
(1) Die Einlageverpflichtung i.H.v. 2.100
Tausend Euro wurde mit Wirkung zum 31.12.2015 erfüllt;
die Eintragung der Kapitalerhöhung ins Handelsregister
erfolgte am 5. Januar 2016
Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel
Anlage zum Anhang des Teilkonzernabschlusses zum 31.12.2017 der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, OffenburgBeteiligungsverhältnisse nach § 313 Abs. 2 HGB
1) mittelbare Beteiligung der XING SE
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg, aufgestellten Teilkonzernabschluss - bestehend aus Teilkonzern-Bilanz, TeilkonzernGewinn- und Verlustrechnung, Teilkonzern-Anhang, Teilkonzern-Kapitalflussrechnung und Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel - sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Teilkonzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Teilkonzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Teilkonzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Teilkonzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Teilkonzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Teilkonzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Teilkonzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Teilkonzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Teilkonzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Teilkonzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Teilkonzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Teilkonzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 23. März 2018 KPMG
AG
Hagner, Wirtschaftsprüfer Kaltenegger, Wirtschaftsprüferin Der Teilkonzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde in der Gesellschafterversammlung der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung vom 25. April 2018 von der Gesellschafterin gebilligt. |
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